Wenn die Frau das Geld verdient

MAMABLOG-GIRL-TIE

Darüber müsste sich die Herren eigentlich freuen: Frau mit dem Symbol männlicher Geschäftigkeit, der Krawatte.

Die meisten Paare entscheiden sich in der Schweiz nach wie vor für das konventionelle Rollenmodell. Der Mann trägt die finanzielle Verantwortung, die Frau schaut zu Haus und Kind und verdient allenfalls ein Zubrot. Doch auch das umgekehrte Rollenmodell existiert und es gewinnt an Boden. In den USA sind bereits in einem Fünftel der Haushalte die Frauen die Haupternährerinnen. Auch in Deutschland nimmt der Anteil zu, wie aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Die Entwicklung erstaunt nicht und dürfte sich angesichts des hohen Anteils an Studienabgängerinnen bald noch viel weiter verbreiten. Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen. Zwar geben sie diesen wirtschaftlichen Vorsprung wieder auf, wenn sie ins gebärwillig Alter kommen – aber es ist absehbar, dass in den nächsten Generationen auch hier ein Umdenken stattfinden wird, wenn es um die Frage geht, wer das bessere Einkommen hat und die Familie ernähren soll und bei wem es sinnvoller ist, im Job zurückzustecken, um sich ein Weilchen um die Familie zu kümmern.

Die Frau als Ernährerin – das Modell müsste den Männern entgegenkommen. Schliesslich murren die schon lange darüber, dass sie zwar immer mehr Verantwortung im Haushalt übernehmen, die Frauen sie an der Erwerbsfront aber umgekehrt nicht im gleichen Masse entlasten. Doch die Wachablösung an der Haushalts-Front geht selten reibungslos vonstatten.

Erstens müssen viele Frauen erst lernen zu delegieren. «Auch mit Partner bleiben Frauen, die den Löwenanteil des Familieneinkommens erwirtschaften, im Regelfall Hauptzuständige für die Versorgung der Kinder und des Haushalts», heisst es etwa in der erwähnten Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Schweiz. Hier übernehmen zwar die Väter immer mehr Arbeiten im Haushalt, doch die Belastung ist deswegen für die Frauen mit kleinen Kindern nicht gesunken, wie eine Studie des Bundesamtes für Statistik ergab. Woran liegt es? Erliegen die Frauen einer Haushalts-Kontrollneurose? Und sind sie nicht vielleicht auch ein bisschen selber schuld, wenn sie den Fähigkeiten ihres Partners, das Kind schon zu schaukeln, so wenig vertrauen?

Interessanter finde ich persönlich die Frage, wie Paare ganz konkret damit umgehen, wenn sie statt er das Geld heimbringt. Zwar wissen die meisten gern von den positiven Seiten des Rollentauschs zu berichten. Man hört aber auch, dass es dem Ego des Mannes und damit der Paarbeziehung nicht besonders gutgetan habe, die meisten Frauen vergessen nicht zu erwähnen, dass sie selber abends für die Kinder da sind, wenn sie von der Arbeit kommen. Wieder andere fragen sich, warum der Mann dauernd klagt, er habe keine Zeit, obwohl sie Putzhilfe beschäftigen, die Kinder den Mittagstisch besuchen und er ausserdem noch Zeit hat, seine kreativen Privatprojekte zu verfolgen. Sie schliessen daraus, dass den Männern der Rollentausch schwerer falle, als den Frauen. Was allerdings auch damit zu tun haben dürfte, dass solche Männer eben tatsächlich noch eine krasse Minderheit darstellen und es noch immer zum traditionellen Selbstverständnis des Mannes gehört, seine Familie zu ernähren.

Meine eigenen Erfahrungen als Haupternährerin der Familie, eine Funktion, die ich vor allem in den Anfangsjahren mit kleinen Kindern übernommen hatte, gehen in eine leicht andere Richtung: Wann immer mir Freundinnen in der klassischen Rolle über die Konflikte mit ihren arbeitenden Männern berichteten, stellte ich fest, dass sie sich mit denselben Themen herumschlugen wie wir auch. Nur dass ich in der Rolle des Mannes war, der die Haushaltsarbeit zu wenig schätzt und nicht begreift, wie wichtig es ist, pünktlich zu Hause zu sein, oder einfach keine Ahnung hat, wie fordernd solche Tage mit den Kindern überhaupt sein können.

Als später mein Mann wieder ins Erwerbsleben einstieg und ich mich vermehrt um die Kinder kümmerte, relativierten sich diese Konflikte wieder – schliesslich kannten beide die Problemzonen der jeweiligen Rolle und brachten dem anderen deshalb mehr Verständnis entgegen.

Ich glaube deshalb nicht, dass der Rollentausch ein spezifisches Genderproblem ist, sondern eine Frage der Persönlichkeit. Andererseits glaube ich aber, dass Frauen tendenziell mehr Befriedigung aus der häuslichen Rolle ziehen – zumindest so lange die Kinder noch klein sind. Dies mag auch der Grund sein, warum sich in der Schweiz noch immer die Mehrheit der Familien für das klassische Rollenmodell entscheidet. Obschon es meiner Meinung nach jedem Paar nur guttun kann, wenn jeder einmal erfährt, wie sich die andere Rolle so anfühlt.

Oder was meinen Sie?

391 Kommentare zu «Wenn die Frau das Geld verdient»

  • Gerade in Sachen Geld sind viele Frauen sogar besser als Männer. Beispiel: Börse. Während noch starken Börsenjahr 2007 die Frauendepots um 4% Prozent mehr zu als die Männerportfolios legten, verloren auch im Crashjahr 2008 Frauen 6% weniger als die Männer.

    Magdalena Szarafin
    http://szarafin.info/rich-woman-reiche-frau/

  • „Interessanter finde ich persönlich die Frage, wie Paare ganz konkret damit umgehen, wenn sie statt er das Geld heimbringt. “

    Einfach mal meinen Blog lesen, würde ich sagen. 😉

  • Jörn Endlich sagt:

    Sorry, das „nein“ muss da raus. Meine Karriere hat tatsächlich gelitten. Und wir haben beide Probleme mit unserem Modell

  • Jörn Endlich sagt:

    Meine Frau bringt das Geld nach Hause. Das hat sich so ergeben. Sie hat den besseren Job. Ich bin 2x mit ihr umgezogen und war für beide Kinder je ein 1/2 Jahr zu Hause. Meine Karriere hat sehr gelitten. Nein. Ihr Problem dabei: sie würde gern mehr für die Familie dasein und sie fühlt sich durch den Druck, fürs Familieneinkommen verantwortlich zu sein, überlastet, . Mein Problem: ich habe immer mehr den Wunsch diese Verantwortung zu übernehmen und mehr zu arbeiten. Wir wollen es beide ändern. Das tradit. Modell hat nichts mit Natur zu tun. Aber eine solche Prägung wirft man nicht so schnell ab

  • Creepwood sagt:

    Hier mal ein etwas plakatives Statement: Man sollte bezüglich Existenzsicherung gar nicht die Wahl haben. Solange es kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt (ich würde das sehr begrüssen), ist jeder Mensch selber für sein Einkommen verantwortlich. Ich liebe meine Partnerin, aber sie muss ihr eigenes Geld verdienen, so einfach ist das. Wer als Haus-irgendwas in Abhängigkeit von seinem Partner lebt, verschwendet nicht nur seine Ausbildung und sein Potenzial, sondern bringt den Partner in eine inakzeptable Situation – es ist anstrengend genug, die Verantwortung für sich selber zu tragen.

  • Ein interessanter, viel verlinkter und kontrovers diskutierter Artikel aus der NYT:

    Why Dutch women don’t get depressed

    Dem wäre das stark dirigistische, schwedische Erfolgsmodell gegenüber zu setzen. Es ist für Frauen aus jeder Perspektive das Restriktivste in ganz Europa. Wieviel Gestaltungsfreiraum dem einzelnen Individuum in diesen beiden Modellen jeweils bleibt- und was dabei den „natürlichen“ Rollen zugeschrieben werden kann (oder nicht)- lässt sich sicher kontrovers diskutieren.

    • max sagt:

      Man darf eben nicht alles gleichmachen wollen. Kulturen sind verschieden und das ist gut so. Die Linken sehen das viel zu engstirnig, die wollen alles über einen Leisten schlagen, und das geht nicht.

      • Bei den (Extrem-) Linken müssen einfach alle Menschen ums Verrecken gleich sein, koste es, was es wolle, so will es die sozialistische Prämisse.

        Und bis du nicht willig…

        Nichts ist schlimmer, als der Glaube, dass alle Menschen gleich sind.

    • macho sagt:

      Danke für den Link, guter, witziger Artiikel!
      “ Once married, however, sex often took a back seat; for some early Calvinists even sex within marriage was sinful, de Bruin says, and Dutch women sublimated their sexual energy into domestic bullying. „They ordered the men around – there are many stories of bossy women and subordinate men,“ she said. „We know this from the literature of the 16th century, and it hasn’t changed.“ “
      Da musste ich schmunzeln, Klisché bestätigt. Frauen die keinen Sex bekommen, werden zu Zicken? Hmm, da wird sie sich was von den Geschlechtsgenossinen anhören müssen.

  • Poco Loco sagt:

    hmm…. zur erwähnten Studie… also im Osten Deutschlands ist es tatsächlich so… aber da wurde in den letzten 65 Jahren auch eines der grössten sozio-ökonimischen „Experimente“ durchgeführt, mit verheerenden Folgen. Viele Männer sind heute arbeitslos und die Frauen kämpfen mit allen Mitteln um ihre Existenz und deren ihrer Kinder. Kaum als Vergleich zu Verhältnissen in der CH brauchbar und nicht wirklich erstrebenswert.

    • Bernd Kraut sagt:

      Fuer Feministinnen ist _jedes_ Mittel erstrebenswert, dass Maenner fuer gefuehte x tausend Jahre Unterdrueckung bestraft!

  • Hans sagt:

    Hmm bald haben wir Afrikanische Verhältnisse wo der Mann faul vor der Hütte sitzt und die Frau sich auf dem Feld abrackert. Ist auch so ein Modell, sicher nicht das was sich die Feministinen vorgestellt haben. Aber man arbeitet darauf hin.

    • Eremit sagt:

      Es scheint so.
      Vollständigkeitshalber sollte man dann auch erwähnen, dass somancher Afrikaner gerne auf Wanderschaft geht, z.B. nach Europa, oder sich an Bürgerkriegen oder Genoziden beteiligt. Ob aus Langweile oder weil Mann sonst nichts „bewegen“ kann oder einfach als Ergebnis dieser Kultur sei mal dahin gestellt.

      • Adam Gretener sagt:

        Der schlaue Eremit wieder. Diese Kultur… Mal genau ausrechnen, welche „Rasse“ denn mehr Genozide und Kriege verübt hat. Und wer früher auf Wanderung nach Süd- und Nordamerika, Australien und und und ging. Eremit, schalte erstmal dein rassistisches Hirn ein, bevor du was schreibst.

      • Eremit sagt:

        Der rücksichtsvolle Adam wieder. Steht irgend wo geschrieben, dass wir hier heute in Mitteleuropa eine bessere Kultur haben als in Afrika?

    • Fairfis sagt:

      Behalten Sie doch ihre absurden rassistischen Theorien für sich.

  • Urs Weiersmüller sagt:

    Dieses Modell schwappt leicht rüber in ein anderes Extrem. Ich kenne genügend faule Drohnen mit einem fleissigen Bienlein. Ich weiss nicht, ob soviel Emanzipation sich lohnt, wenn frau einen Mann hat, der nicht für sie sorgen kann, sondern die grösste Last bei ihr liegt.

  • Genau so werden Traditionen betoniert: Hier spricht eine eingefleischte Traditionalistin, die’s wissen muss!

  • bitta sagt:

    klar, die Frau als Kontrollfreak ist selber schuld. Blödsinn! In den Fällen, die mir bekannt sind, sind die Hausmänner einfach nicht fähig, hinter sich aufzuwischen, lassen alles so liegen wie es ist und meinen, sobald die Frau nach Hause kommt, könnten sie die Füsse hochlegen, weil sie es ja sooo streng hatten, dass sie nicht mal schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine geben konnten.

    • talon sagt:

      Genau, so siehts aus, Männer sind zu nichts fähig. Warum braucht es dann genau noch Frauenförderung?

      • Leonardo sagt:

        Talon ich bitte dich: Sobald:
        – Die Schulen ganz auf die Mädchen ausgerichtet sind
        – Der Gesetzgeber die Löhne reguliert
        – Der Gesetzgeber eine Frauenquote in Politik und Wirtschaft einführt
        – Die Frauenförderung aufgestockt wird
        – Jede Frau ab 16 einen Lebenscoach bekommt, um sich durchsetzen zu können
        – Die Frauennetzwerke Staatshilfe bekommen

        sind die Frauen uns überlegen. Such dir jetzt schon einen guten Kurs in Hauswirtschaft… Oder bleib ein Mann mit Ecken und Kanten, der Frauen liebt mit Ecken und Kanten. – Mein Gott die Wäsche war nicht in der Maschine…

    • Genau so werden Traditionen betoniert: Hier spricht eine eingefleischte Traditionalistin, die’s wissen muss!

  • Nik Gyger sagt:

    Ist das Problem nicht eher, dass JEDES Rollenmodell gegen die Grundsehnsucht des Menschen nach Freiheit spricht.
    Freiheit erlangen alle Menschen, durch dass sie sich um die Primärbedürfnisse nicht sorgen müssen, also nicht um ein Grundeinkommen.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen wurde aber leider heute Morgen vom Parlament abgelehnt, also auch das Recht auf bedingungsloses (Über-)leben und Freiheit. Sehr, sehr schade!!!

    Es wäre (auch ökonomisch) optimal, wenn wir uns in liebevoller Freiwilligkeit und Unabhängigkeit begegnen und kreativ schöpfen könnten. >> initiative-grundeinkommen.ch

    • bitta sagt:

      ja da hätten Sie grosse Freude, wenn jeder plötzlich einfach mal ein Einkommen hat, ohne jemandem (ausser der eigenen Familie) einen Dienst dafür zu leisten. Wieso sollte die Migros-Angestellte denn noch arbeiten gehen, wenn sie als Hausfrau ähnlich viel verdient?

      • Leonardo sagt:

        Naja – je nach Modell würden die Unternehmen ja nur noch den Lohn-„Überschuss“ bezahlen. Sie würden also massiv Lohnkosten sparen. Dafür könnten sie die Löhne für schlecht qualifizierte Stellen anheben. Denn für 6000 würde vielleicht auch die Migros-Angestellte weiter arbeiten. – Wenn man offen darüber nachdenkt ist die Idee gar nicht so abgehoben. Natürlich wäre es ein radikaler Wandel. Aber die Säkularisierung war auch ein radikaler Wandel (wenn auch nicht schlagartig). „Die Menge“ des verfügbaren Einkommen würde bleiben, die Verteilungswege würde sich ändern. Mit Gewinn an Freiheit.

  • E.Bachmann sagt:

    wo ist das Problem? Mein Mann macht seit 19 Jahren den kompletten Haushalt, schaut für die Kinder, etc.. und ich arbeite ziemlich viel, eben so, dass ich 4 Personen gut ernähren kann. Es geht schon, wenn Beide mitmachen und sich einig sind.

  • A.Tschannen sagt:

    Ich weiss nicht wie viele Maenner es wirklich bevorziehen würden Hausmann zu sein. Mein Mann hat an der ETH studiert und hat jetzt seine eigene Firma. Er ist viel zu ehrgeizig um auf seine Karriere zu verzichten.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, Karriere ist auch so ein Wort. Mit dem älter werden verliert es an Bedeutung. Es ist nicht der Beruf alleine die das Leben und Status eines Mannes ausmachen. Männer haben durch ihren Ehrgeiz die Fähigkeit die Prioritäten falsch zu setzten und verlieren sich im Nirvana. Natürlich geben sie es nie zu und niemand getraut ihnen dies zu sagen oder oft viel zu spät wenn es dann schon zu spät ist.

    • mikkesch sagt:

      In der Tat verliert das Wort „Karriere“ mit den Jahren seine ursprüngliche Bedeutung. Selber habe ich nach 2 jährigem „sabbatical leave“ festgestellt, dass es nicht die Karriere ist, die uns Männer zu Höchstleistungen verführt. Es ist die Aufforderung, ein neues Abenteuer einzugehen. Geh hinaus und mach die Welt zu Untertan.

      • Sabry sagt:

        @mikkesch: Geh hinaus und mach die Welt zu Untertan – genau so würde ich eine Karriere definieren…
        Ich habe nur einmal den Fehler gemacht, wegen eines Mannes auf meine Karriere zu verzichten. Daraus habe ich gelernt, das wird mir nicht noch einmal passieren (auch wenn ich mit besagtem Mann noch immer zusammen bin).

      • Katharina (nicht der Troll) sagt:

        Und haben Sie da die Kinder und den Staubsauger mitgenommen?

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Katharina, „nicht der Troll“?? Da bin ich nun gar nicht sicher, wenn man das extra hinschreiben muss.

        Ich meine, die andere Katharina hat vielleicht zwischendurch ein bisschen Mühe, Ruhe zu bewahren (was man niemandem verübeln kann, bei den zum Teil unterirdischen Kommentaren hier), aber ihre Beiträge sind vom Inhalt her so gut, dass sie nicht extra hinschreiben muss, dass sie kein Troll ist.

    • mira sagt:

      Im Allgemeinen sind es nicht die besonders gut ausgebildeten und ehrgeizigen Männer, welche Hausmann machen wollen. Wobei.. ich hab mal einen Professor (!) kennengelernt, der meinte, er sei die ersten paar Jahre zuhause gewesen, da seine Frau CEO einer grösseren Firma war und keine Auszeit nehmen konnte.
      Hätten Sie Frau T. berufliche Ambitionen und hätten gerne mehr Rückenstärkung vom Mann, dann haben sie einfach die falsche Wahl getroffen. Solche Dinge kann man sich ja vor der Heirat überlegen. Aber ich denke, bei ihnen passt es ganz gut, oder?

  • heidi reiff sagt:

    Friede, Freude Eierkuchen, Heuchelei hoch 10, ich habe meine Sozialisation destruktiv erlebt, mein Rettung war die Schule und wissende Zeugen, es geht mir nicht um eine Mitleidstour, es waren in meinem Leben Engel ohne Flügel, einfach Menschen mit Augen im Kopf, ich bin auch angewiesen auf den Mistkübelmann/frau, Ueberheblichkeit mag ich nicht. Punkt.

  • Dani sagt:

    Die zentrale Frage ist nicht, wer was macht, sondern wer flexibel ist. Es fällt vielen Männern schwer, repetitive Haushaltsarbeiten gegen eine tolle Erwerbsarbeit einzutauschen. Geht es Frauen nicht genauso? Für meine Frau (wir beide arbeiten Teilzeit) trifft der letzte Abschnitt nicht zu. Soll sie als Lehrerin plötzlich mehr Freude am Waschen haben? Bullschit! Doch scheint es vielen Frauen nicht zu gelingen, sich gegenüber ihren Männern durchzusetzen und die Männer tun auch alles um zu beweisen, dass Haushaltskompetenzen nicht zu ihren skills gehören (obwohl man alles lernen kann…)

  • Sibelius sagt:

    Die Frage ist doch eher, wer von beiden viel arbeiten gehen MUSS… Und damit meine ich nicht, dass ich zu faul bin, um arbeiten zu gehen (und ich finde meine Arbeit auch spannend), aber der Job kann dem Familienleben einfach nicht das Wasser reichen! JMO.

    • Eremit sagt:

      Wenn das Familienleben tolle ist und alle sich gegenseitig lieben, ok.
      Hingegen wenn Mann Frau nichts rechtenmachen kann und von Frau nie ein gutes ehrliches Wort hört oder umgekehrt wenn Frau Mann nichts rechtenmachen kann und vom Mann nie ein gutes ehrliches Wort hört, dann scheint die Flucht in die Arbeitswelt die Lösung zu sein.

      • Sibelius sagt:

        Völlig einverstanden, ich wollte ursprünglich auch „dem intakten Familienleben“ schreiben. Die Frage ist dann allerdings, was zuerst kam, vielleicht kommen die von Dir genannten Probleme ja von der Überforderung am Arbeitsplatz.

      • E.H.Roth sagt:

        Ich habe einmal eine lustige Studie gelesen aus D und USA wo Männer absichtlich die Stau-Strecke zum Heimfahren wählen um nur für eine Zeit für sich zu sein.

      • Eremit sagt:

        @Sibelius, wegen Probleme am Arbeitsplatz vom Mann sollte Frau kein gutes ehrliches Wort mehr zum Mann äussern? Tut mir leid, die Logik verstehe ich nicht ganz.

      • E.H.Roth sagt:

        @Sibelius; es sind mehr Leute unglücklich an ihrem Arbeitsplatz und es stinkt vielen jeden Tag für Tag aufzustehen sich halbwegs über Jahre für den Job zu motivieren egal welchen Job und wie viel CHF einer Heimträgt. Irgendwann wird es nur noch mühsam eine ständige Wiederholung. Wir zählen nur noch die Jahre wie lange noch hocken die Zeit ab und hoffen wir schaffen es bis zur Pension irgendwie. So bis 40 war es noch o.k. danach hat es mir nichts mehr gebracht. Mein Selbstwert kommt bestimmt nicht von der Arbeit. Eher von einer guten Golfpartie aber sicher nicht durch den Job.

  • Robert sagt:

    Zum Thema Kinder gilt es noch zu sagen, dass man diese ja nicht zwangsweise bekommt um sie dann einfach möglichst aufwandsarm aufzuziehen und mit 18 rauszuschmeissen. Meist WILL man ja Kinder und wenn die Rollenverteilung darauf hinaus läuft, dass die Mutter 42 Stunden pro Woche weg ist – ja, dann verpasst sie natürlich auch, wenn die Kinder zum ersten Mal „Papi“ zum Papi sagen oder den ersten Schritt tun und selbst wenn Mami zu Hause ist, wenn sie heulen die Kleinen nichts dringender als den Papi wollen etc.

    Vielleicht spielt das auch gelegentlich noch eine Rolle.

  • Eremit sagt:

    „Obschon es meiner Meinung nach jedem Paar nur guttun kann, wenn jeder einmal erfährt, wie sich die andere Rolle so anfühlt.“
    Nagellack, Lippenstift und Makeup verwenden? Nein danke.

    Spass bei Seite.

    Früher galt das ungeschriebene Gesetz, dass die mächtigere Person die andere ansprechen und zu umwerben hatte und dadurch aufzeigte, dass die Macht nicht durch Machtmissbrauch entstand. Und heute?

    • Eremit sagt:

      Frau darf ruhig wesentlich mehr verdienen als Mann, nur sollte sie dann auch den Mann ansprechen, umwerben, nach einem harten Arbeitstag heimkommen und ganz lieb sein zum Mann (wie es heute manche Frau umgekehrt gerne hätte) und wenn er fremd geht es auch akzeptieren dass sie zur Zahlmutter degradiert wird.

      Kann es sein, dass Mann und Frau nicht gleich aber grundsätzlich als ganzen gleichwertig sind?

  • dres6 sagt:

    Ach Frau Binswanger… Ihren Blogs gibt es leider selten etwas entgegen zu setzen… 😉 Und die Details muss jedes Paar selber klären bzw. der Mann schauen, dass alle zufrieden sind… ;-)))))

  • Cara Mia sagt:

    Die Männer sind doch viel geeigneter für die Hausarbeit, die haben mehr Muskeln, sind kräftiger und haben eh dauernd Bewegungsdrang. Wo ist also das Problem? So ein Kleinkind den ganzen Tag rumschleppen, das können die viel besser als wir. Und wir können besser am Schreibtisch arbeiten. Und dass wir schläuer sind, zeigt ja der Frauenanteil an Gymnasium und Uni. Wo also ist das Problem?

    • mikkesch sagt:

      Besserwisserei ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    • Babs sagt:

      Selten sowas Demmes gelesen, Cara. Reiss Dich zusammen!

      • Cara Mia sagt:

        Mach‘ ich doch, wenn mir jemand das, was ich da oben schrieb, widerlegt! 😉

      • talon sagt:

        @cara mia
        Widerlegt ist, das Frauen schlauer sind, denn auch bei gleicher Eigung, bekommen Jungs weniger oft eine Gymnasialempfehlung. Wie gut Frauen am Schreibtisch sind, sieht man ja im ÖD, oder auch nicht, klappt ja alles super dort. Von daher stellt sich dann ganz konkret die Frage, wenn wir Männer nicht nur im Arbeitsleben besser sind als Frauen sondern auch in der Hausarbeit, bleibt eigentlich nur noch eine einzige Tätigkeit, für die wir Frauen brauchen. 😉 (Spiegeln ist toll)

      • Cara Mia sagt:

        @talon: nichts als hilfloses Gestrampel. Wir sind intelligenter. Schau nur im Guinessbuch der Recorde, höchster IQ. Fast in allen Fakultäten der Universitäten sind mehr Frauen als Männer immatrikuliert. Mit den Muskeln und der Tatsache, dass Frauen durch Schwangerschaft und Geburt früher oft ausfielen, ist es den Männern gelungen, über Jahrhunderte hinweg die Macht auf sich zu konzentieren. Männer, das bröckelt! Und Talon: wir brauchen Euch nicht einmal ‚dazu‘, auch da seit Ihr im Hintertreffen. Tscha, bitter, bitter. Und nun widerlege mir das mal einer sachlich, bitte! Auguste? Hm??

      • Simone sagt:

        Widerlegung: Um ein 5Kilo-Baby umherzuschleppen brauchen Sie nicht die Muskelkraft eines 50kg-Zementsäcke schleppenden Mannes… Und das Gehirn ist auch eine Art Muskel: use it or lose it 🙂
        Und ja, bald haben wir das Klonen perfektioniert, dann tschüssbyebye Männer 🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, cara mia, wie könnte ich – rein sachlich – etwas gegen wesen sagen, die mir die schönsten nächte, tage, morgenstunden, vormittage, siestas und blaue stunden beschert haben? ausser vielleicht, ob das wirklich so schlau war, sich mit einem wie mir einzulassen?

      • talon sagt:

        @cara mia
        Nein, Männer sind Intelligenter, das beweisen regelmässig IQ Tests. Frauen sind erst in den Universitäten so vertreten, als die Test auf Frauenbedüfnisse angepasst worden sind.http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/1279459/index.do
        genauso in der schule: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article6075803/Schonraum-Schule-ruestet-Maedchen-nicht-fuer-Karriere.html Frauenstudiengänge für informatik ist das nächste beispiel, anstatt drei semester Mathe, haben diese nur ein Semester,dafür aber Konflicktmanagement. Es muss also erst alles für Frauen hergerichtet werden.

      • talon sagt:

        @cara mia
        Ein weiterer Punkt, ist die Frauenförderung, die an jeder Uni existiert, unter anderem mit Stipendien extra für Frauen, auch das führt dazu, das es Frauen leichtet haben und es somit mehr Frauen an Universitäten gibt. Im Berufsleben ziehen dann aber die Männer dann wieder an den Frauen vorbei. Weil es hier auf echte Leistung und können ankommt. Aber dem will man ja auch entgegentreten, wozu gibt es schlieslich Frauenquoten.

      • Cara Mia sagt:

        Auguste, Darling, DU beweist natürlich mal wieder VOLL INS HERZ, warum wir nicht alles lesbische Emanzen sind 😉 ;). Dacht‘ ich’s mir doch…
        Überlassen wir den Tantalos seinen Qualen, pardon, Talon seinen Zahlen.

      • Cara Mia sagt:

        @Simon: ich jedenfalls hatte vom Rumschleppen einen Tennisarm… der Vater des Kindleins hat’s mit links gemacht. Seine bewusst ausgeführten Bewegungen während des Haltens des Kindes haben seinen Bizeps gestählt, und da er gleichzeitig leicht in die Hocke ging, entwickelte sich sein Quadrizeps formidabel. Haben uns glatt noch das Fitness-Studio gespart. Ich hingegen, da nicht voll Zahlmutter, trug eine Schiene…

      • talon sagt:

        @cara mia
        Erst eine Herausforderung brüllen und dann schon beim ersten Kontakt keine Argumente mehr haben. So ist man es von Feministinnen gewöhnt. Es zeigt sich mal wieder: Feministmus basiert rein auf Lügen und verfälschungen.

      • Cara Mia sagt:

        Zu Talon und seinem:
        @cara mia
        Erst eine Herausforderung brüllen und dann schon beim ersten Kontakt keine Argumente mehr haben. So ist man es von Feministinnen gewöhnt. Es zeigt sich mal wieder: Feministmus basiert rein auf Lügen und verfälschungen.

        Wie brüllt man Herausforderungen??? Ich bin gerade am Üben, keine Zeit für Antworten, sorry…..

    • Leonardo sagt:

      Sehr lustige Provokation. Ich glaube dahinter steckt ein evolutionärer Minderwertigkeitskomplex: Wenn alle Schranken der Zivilisation fallen, dann Bestimmen am Schluss doch wieder die Männer – und die Frauen sind Ihnen ausgeliefert. Ich kann das Unbehagen verstehen. Darüber hinaus: Wenn sich 50% der Weltbevölkerung offenbar tausende von Jahren unterdrücken liessen, dann kann es dort auch mit der „Schläue“ nicht weit her sein.

      • mila sagt:

        blödsinn. früher haben frauen fast ausnahmslos in ihre männer investiert – sie kennen sicher den unsäglichen satz: ‚hinter jedem starken mann steht eine starke frau‘. heute erlaubt sich die eine oder andere, in sich selbst zu investieren. ob sie am ende als haupternährerin oder zubrotverdienerin fungiert, kann heutzutage jedes paar individuell nach fähigkeiten und interessen für sich entscheiden. den evolutionären minderwertigkeitskomplex können sie zudem nur gelten lassen, wenn sie sich selbst als tier bezeichnen. und das können sie doch unmöglich wollen.

      • Leonardo sagt:

        Dann haben früher Frauen also ausschliesslich Fehlinvestitionen getätigt? Auch das wäre kein gutes Zeichen für „Schläue“… Die Trennung von Mensch und Tier ist eine künstliche, die Evolution gilt (galt) für alle Lebewesen. Ich hab kein Problem mit dem tierischen in/an mir. Übrigens werfe ich den besagten Minderwertigkeitskomplex nicht allen Frauen vor – aber Frauen mit einer „Cara Mia“ im Oberstübchen.

      • mila sagt:

        fehlinvestitionen – das haben sie gesagt, nicht ich. ich sprach lediglich von unterschiedlichen möglichkeiten der selbstverwirklichung, damals wie heute. und über die künstliche trennung zwischen tier und mensch zu streiten ist müssig, solange wie in einer welt leben, die von zivilisatorisch-kulturellen und nicht von tierisch-evolutionären werten geprägt ist, finden sie nicht auch?

      • mila sagt:

        solange wir in einer welt leben.

      • Leonardo sagt:

        Nein finde ich nicht – offenbar haben Sie meine ursprüngliche Aussage schlicht nicht verstanden. Wenn Zivilisation und Kultur in sich zusammenfallen, dann bestimmt der Mann (Kriege, Katastrophen etc.). Dann ist die Frau seinem Willen ausgeliefert und DAS wiederum führt – bei gewissen Frauen – zu besagtem Komplex.

        Bezüglich Fehlinvestition: Was ist denn Ihre Meinung? Haben sie nun früher in Männer investiert, weil es gut für sie war (warum dann was ändern bzw. wo ist dann das Problem der traditionellen Rollenverteilung) oder weil sie nicht ganz schlau waren bzw. unfähig sich zu erheben?

      • mila sagt:

        ach, sieh an, sie ist seinem willen unterworfen – ist es nicht vielmehr so, dass man, unabhängig vom geschlecht, in solchen katastrophenszenarien einfach nur diejenigen schützen möchte, die man liebt? tiere haben das längst verstanden, möglicherweise ist der mensch in diesem punkt das defizitäre wesen.

        wissen sie, es gibt heute noch frauen, denen es durchaus behagt, wenn sie im hintergrund die fäden ziehen. und es gibt männer, denen es es weiterhin zusagt, von vorne bis hinten betütelt zu werden. ist doch schön, wenn solche exemplare sich finden. der rest nimmt das leben in die eigene hand.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Es ist natürlich kein Zufall, dass gerade in den letzten 30 Jahren die Frauen soviel Boden gutmachen konnten. Die weibliche Unabhängigkeit steht und fällt mir der Geburtenkontrolle durch die Frau. Wer dauernd schwanger oder am stillen war, dazu eine jährlich wachsende Kinderschar zum Betreuen, hatte kaum den Kopf frei, um mal über Grundsätzliches nachzudenken. Deshalb hier ein grosses Dankeschön an Gregory Pincus, einem der „Väter“ der Antibaby-Pille. Auch wenn ich der Pille sehr kritisch gegenüberstehe, wegen den Nebenwirkungen, war sie doch eine revolutionäre Erfindung.

      • Leonardo sagt:

        Sie verstehen immer noch nicht. Sie denken wohl zu romantisch. Ich spreche vom Kampf ums überleben, Kampf um Essensvorräte, Brandschatzung, Vergewaltigung, Mord. Die Frau ist auf die zivilisatorischen Fesseln angewiesen (die verurteile ich in keiner Weise; bevor eine Unterstellung kommt) – sonst ist Sie dem Willen der Männer ausgeliefert.

      • Leonardo sagt:

        Pippa – das Argument sehe ich nur teilweise. Denn 1. Müsste man dann davon ausgehen, dass alle oder die Mehrheit der Frauen zur Schwangerschaft gezwungen wurden und 2. Würde dann unterstellt, dass auf dem Schlachtfeld oder auf dem Acker besser über „grundsätzliches“ nachzudenken war. Ich denke es war für einen grossen Teil der Frauen einfach auch Bequem „es“ den Männern zu überlassen. Anders gesagt: Zu einem grossen Teil haben sich die Frauen selbst klein gehalten. Und tun es auch heute noch in dem sie über Gleichberechtigung statt über Gleichverpflichtung sprechen.

      • mila sagt:

        damit, pippa, hast du unser abstraktes geplänkel mit einem zentralen faktum unterlegt. in der tat bildet die geburtenkontrolle den ausgangspunkt jeglicher weiblichen selbstbestimmung. wenn frau sich heute ausschliesslich für heim, herd und kind entscheidet (gesetzt den fall, die notwendigen mittel dafür sind vorhanden), ist das die verwirklichung eines sogenannten lebenstraums – und keine notwendige pflicht mehr. wie gut, dass es daneben noch einen ganzen haufen anderer lebensträume gibt…

      • mila sagt:

        eben. das tier mann. gefangen in freudschen triebfantasien, aus denen es kein entkommen gibt. schon traurig, irgendwie. aber stellen sie sich vor: selbst in kriegen wird nicht jeder mann zum rücksichtslosen egoisten, mörder oder vergewaltiger. vielleicht sollten sie sich diese beispiele zum vorbild nehmen. ermüdende diskussionen, wie immer.

      • Leonardo sagt:

        Ermüdend weil Sie offenbar nicht verstehen können oder verstehen wollen was ich meine. Natürlich wird nicht jeder Mann in solchen Situationen zur Bestie – ich hoffentlich auch nicht. Aber die Frau MUSS darauf hoffen, dass die Männer in ihrem Umfeld und die ihr begegnen dann zu den „Guten“ gehören. Kern der Aussage war und ist, dass gewisse Frauen (fühlen sie sich so betroffen?) einen Minderwertigkeitskomplex haben wegen der körperlichen (und gewalttätigen) Überlegenheit des Mannes. Selbst wenn es nur eine Pille ist: Die Frau braucht Schutz – und das führt halt BEI MANCHEN zu Komplexen.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Die meisten Frauen hatten mehr Kinder, als sie eigentlich wollten, Leonardo. Es lag nicht nur an den fehlenden Verhütungsmitteln, es waren zwei weitere, zentrale Punkte, die ein selbstbestimmtes Leben verhinderten:

        1. Vergewaltigung in der Ehe war kein Straftatbestand, wenn der Mann wollte, hatte sie auch zu wollen

        2. Abtreibung war verboten, in Frankreich z.B. wurde noch nach dem 2. WK eine sogenannte „Engelmacherin“ zum Tod verurteilt, weil sie Frauen in Not half. – Gute Verfilmung mit Isabelle Huppert.

        Die Frau war in Leibeigenschaft des Mannes gehalten, seiner Gnade ausgeliefert!

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Ja ja, die Frau braucht Schutz. Eigentlich pervers, zeigt wieder mal schön, wie recht der Anthropologe Prof. Rainer Knussmann hatte mit seinem Buch: „Der Mann, ein Fehlgriff der Natur.“ Sollte man als Lesebuch in der Oberstufe einführen, vielleicht würde es ja etwas bewirken……

      • Auguste sagt:

        hmm…, pippa, dein argument wurde in den siebzigern am us-radio zuerst nicht gespielt…

        youtube: loretta lynn – the pill

        …was die „queen of country“ aber nicht davon abhielt, 1975 damit einen top-ten hit zu landen. und wer könnte glaubhafter argumentieren als eine mutter, die vier kinder geboren hatte, bevor sie neunzehn war.

      • mila sagt:

        leonardo, das erste, was ich nach diesem gespräch tun werde ist, mir eine pistole zu besorgen und den fachgerechten umgang mit ihr zu erlernen. ich wäre ganz sicher eine verteufelt gute pistolenschützin, womöglich auch eine ganz passable kampfsportlerin. soviel zum thema ’schutzbedürftiges‘ weibchen. immer diese männliche bestätigungssucht, nicht zum aushalten ist das.

      • Leonardo sagt:

        Pippa – die beiden Punkte sind schlimme Tatsachen. Sie stärken aber meine ursprüngliche Aussage: Ohne starken Schutz ist die Frau dem Mann ausgeliefert (wie sie es lange war). Und damit entsteht offenbar bei manchen Frauen ein starkes Unterlegenheitsgefühl, das sie mit Angriffen auf die Männer kompensieren wollen. Und du stärkst auch die zweite Aussage über das Selbstverschulden. Denn die meisten Frauen haben die Unterwerfung ja an die Töchter weitergegeben und nicht gesagt „Lass dich ja nicht schwängern und Kämpf für dein Recht als Frau“.

      • Leonardo sagt:

        Sehen Sie Mila – genau da ist der Unterschied. Ich weiss, dass ich ein verdammt guter Schütze und Kampfsportler bin. Erinnert mich übrigens an einen bekannten Vergewaltigungsfall bei dem eine Top-Kampfsportlerin das Opfer war. Die Frau ist einfach Schutzbedürftig (siehe Punkte von Pippa). Aber das ist ja nicht schlimm (mann schützt ja auch gern) – ausser frau entwickelt dadurch einen Komplex wie Cara Mia. Und im Kontext ihres Postigs bitte ich meine Replik auch zu lesen.

      • mila sagt:

        und wieso speist sich ihr überlegenheitsgefühl als mann aus der existenz dieser ’schlimmen tatsachen‘? etwas, für das man sich schämen sollte, wird in einer subtilen umdeutung zum quell der eigenen selbstbestätigung. äusserst paradox, finden sie nicht?

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Es gab schon solche, z.B Simone de Beauvoir. Eine aussergewöhnliche Frau, genauso wie viele andere Frauen, die wussten, was sie wollten. Aber sie zahlten auch einen Preis, für mich wäre er zu hoch gewesen, weil ich Kinder wollte, immer. Aber bitte dann, wenn ich es für richtig hielt. Das ist der Punkt, nicht das kinderlose Leben.

      • Leonardo sagt:

        Nein, nein Mila: Ich habe nie von Überlegenheitsgefühl gesprochen. Aber Sie bestätigen präzise meine Argumentation: Aus der körperlichen Unterlegenheit leiten Sie ein beim Mann vorhandenes Überlegenheitsgefühl ab und konstruieren gleichzeitig bei sich ein Unterlegenheitsgefühlt – was Sie wie gesagt dann durch Angriffe auf Männer kompensieren müssen.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        ja mila, das habe ich mich auch gefragt, was soll diese Haltung? So quasi, „seid froh, dass wir friedlich sind, weil eigentlich könnten wir auch anders und es wäre normal“. Was sagt mir eine solche Einstellung? Das Männer eben Tiere sind? Vielen Dank für die Erinnerung! Wenn ich, so wie gestern, in der Zeitung das Gesicht eines Mannes erblicke, der gesucht wird, weil er einen Säugling vergewaltigt hat, habe ich keine Mühe, mich daran zu erinnern. Und er ist noch nicht mal eine Ausnahme, es gibt einen Markt für solche Bilder, offensichtlich. Aber eigentlich möchte an das Gute glauben…..

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Merci Auguste 😛

      • mila sagt:

        irrtum, leonardo. ich sehe nur nicht keinen sinn darin, sich als mann gut zu fühlen, weil man frauen vor den übergriffen anderer männern ’schützen‘ muss. die körperliche unterlegenheit ist tatsache, sie sollte jedoch nicht dazu dienen, das eigene ego aufzupolieren. vielmehr sollte es einem zu denken geben, weshalb es so isst, dass frauen vor manchen männern ‚geschützt‘ werden müssen. sehen sie jetzt den unterschied?

      • mila sagt:

        ist. es tut mir leid, aber sie sagen klar: wenn die schranken der zivilisation fallen, sind frauen den männern hilflos ausgeliefert. daraus leiten sie implizit eine männliche überlegenheit ab und konstruieren zugleich einen weiblichen unterlegenheitskomplex. ihre argumentation, nicht meine. sagen sie also nicht, ich würde ihnen worte in den mund legen.

      • Leonardo sagt:

        Mila: „ich sehe nur nicht keinen sinn darin, sich als mann gut zu fühlen, weil man frauen vor den übergriffen anderer männern ’schützen’ muss.“
        Wer hat das behauptet? Meine Aussage: „mann schützt ja auch gern“. Das betrifft Schutz allgemein. Vor Regen, vor der verkehrslastigen Seite des Bürgersteigs, vor der schweren Eingangstür oder auch vor Übergriffen. Wobei ich letzteres lieber nicht müssen will – auch ich lebe lieber in einer Gesellschaft in der die Frau möglichst wenig Schutz vor Übergriffen nötig hat. Wenns aber mal so war, dann fühle ich mich durchaus gut dabei geschützt zu haben.

      • talon sagt:

        Wieder mal so viel falsch. Kommt halt davon, wenn man sein Geschichtswissen aus Fraunbüchern hat. Also zum einen, gab es auch früher schon Verhütungsmittel. Zum anderen war die Frau nicht das Verfügbare Gut des Mannes. Auch damals gab es rechte auch für Frauen. Drittens hatte die Frau das gleiche Recht auf Sex wie der Mann, wenn die Frau wollte musste auch der Mann. Auch Frauen sind geil und auch Männer wollen nicht. Es wird von Femis immer so getan, als ob Sex was furchtbar schlimmes für Frauen ist.

      • Leonardo sagt:

        Falsch Mila: einfach Falsch. Die spezifische körperlich/aggressive Unterlegenheit der Frau ist eine Tatsache (die auch Pippa bestätigt). Da gibt es nichts implizit abzuleiten. Was Sie dann aber dadurch bekommen ist ein allgemeines Unterlegenheitsgefühl begleitet von einem Minderwertigkeitskomplex, den Sie durch Aggression gegen Männer kompensieren. Das ist was ich sage und immer gesagt habe (in dem Kontext). Ihr letzter Post würde bedeuten, dass für Sie keine körperliche Unterlegenheit (wir sprechen nur von der) existiert. Wäre das so, könnten wir ja Männer und Frauen bei Wettkämpfen mischen..

      • mila sagt:

        ach, der talon mit seinen immergleichen, aus dem kontext gerissenen und unpassenden argumenten. leonardo, halbwegs akzeptiert. wir könnten uns noch weiter unterhalten, aber ich bin jetzt weg.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        …..und des tampons Meinung ist hier obsolet, zum Glück!

      • talon sagt:

        Ach die Femis, mit ihrem nicht vorhandenen Geschichtswissen, mit ihrer Ständigen Lüge, über die Unterdrückung der Frau, die sie einfach nachplappern, ohne sich jemals zu informieren, die einfach nur dieser Idiologie nachjagen, weil sie nicht in der Lage sind, selbständig zu leben, und deshalb immer nach dem Staat rufen müssen, der es für sie richtet.

      • mila sagt:

        mediziner/biologe/psychologe/historiker/ökonome/feminismus-experte talon hat gesprochen, und wer wollte da schon widersprechen? selbstreferentielle diskurse sollte man nicht stören.

      • max sagt:

        Leonardo hat recht!

      • Cara Mia sagt:

        Caro Leonardo, am Anfang dachte ich noch, du hättest mich verstanden, *seufz* scheint nicht der Fall zu sein… Ich bin zwar eine Intellluelllle, aber das Genderzeug ist mir so lang wie breit. Also, chill mal. Wir Frauen sind nicht machtlos. Ungerechtigkeiten gibt es überall, man muss einfach sein Ding durchziehen, ob Mann oder Frau. Dass wir das Stimmrecht haben, zum Beispiel, verdanken wir den Männern. Dass wir nicht mehr von Hand abwaschen, ebenfalls. Keine Frau erfand den Staubsauger, keine den Strom oder den Kochherd. Also. Schneid Dir ein Scheibchen von Auguste ab. Sollten auch andere…

    • Frank Baum sagt:

      @Ciara: Sind Frauen schlauer als Männer? Ich weiss es nicht. ich würde den Frauen nicht unterstellen, dümmer zu sein. Das, obwohl ich feststelle, dass Frauen vor allem in den Sozialwissenschaften und Sprachen übervertreten aber bei den Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften untervertreten sind. Beim IQ schneiden sie idR schlechter ab. Bei Fleiss und sprachlichen EIgenschaften hingegen eher besser. Was man jetzt als „schlauer“ bezeichnet, kann man selber entscheiden.

      Hausarbeit: Männer mögen geeigneter sein, haben aber keine Zeit, weil sie arbeiten gehen.

  • Andromeda sagt:

    Ja klar

  • Karriere? Wer sich ganz bewusst für ein normales Angestelltendasein entscheidet, hat mehr Optionen!

  • gaudenz sagt:

    Alle Sprechen über Rollen und Rollenverteilung..Ich bin nicht im Schauspielhaus sondern in einer Liebespartnerschaft.
    Wo jeder nach seinen Möglichkeiten seinen Beitrag leisten.

  • Eni sagt:

    erlebt habe. Rein vom Gefühl her aber, glaube ich aber schon, dass vor allem Männer in schlecht bezahlten Berufen damit ein Problem hätten, aber vielleicht täusche ich mich ja damit. Bei Frauen denke ich, dass es wohl nur in Ausnamefällen welche gibt, die es stört wenn der Mann mehr verdient als sie selber.

    • Eremit sagt:

      Wieviele Frauen würden einen stotternden Bettler zum Ehemann nehmen?
      Und wieviele Männer würden eine stotternde Bettlerin zur Ehefrau nehmen?

      Man betrachte mal Männer und Frauen im Ausgang: Kaum ein Mann sagt „ist die hässlich gekleidet, hoffentlich spricht die mich nicht an“. Und bei Frauen?

      • Wer die teuren Steilhanglagen rund um den Zürichsee kennt, wird schnell einmal feststellen, dass da jeweils ganz interessante Paarkonstellationen in all den Luxus-SUV’s, Limousinen und Supersportwagen beobachtet werden können. Auch zu welchen Tageszeiten diese Fahrzeuge jeweils vom wem in welcher Aufmachung zum Pöschtele o. ä. gefahren werden, ist ausgesprochen aufschlussreich. Zur Not tuts auch ein Blick durch die Wohnzimmerfenster all der z. T. grossartigen Villen. Sofern möglich natürlich.

  • Eni sagt:

    Es ist sicher falsch die Rollenverteilung nur aus finaziellen Gründen zu leben. Soweit möglich sollte jeder soviel zu Haushalt und Einkommen beitragen wie es für beide stimmt. Dass der eine Partner über mehrere Jahre hinweg „nur“ mit den Kindern zuhause bleibt ist wohl je länger je mehr realitätsfremd, da es sich die meisten auch mit Einschränkungen nicht leisten können.

    Ob der Mann damit ein Problem hat, dass die Partnerin besser verdienend ist, hängt wohl vom Mann ab. Je besser der Mann selbst ausgebildet ist, je weniger wird im das wahrscheinlich ausmachen, obwohl es auch schon anderst

    • mira sagt:

      Ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall. Je besser ausgebildet der Mann ist, desto mehr macht es ihm aus. Männer mit einem geringeren Einkommen freuen sich über das Mehr an Geld and damit auch über die „Statuserhöhung“.

      • talon sagt:

        Das Problem sind nicht die Männer, den Männer haben kein Problem damit, wenn die Frauen mehr verdienen als sie. Das Problem sind die Frauen, die einen Mann nicht akzeptieren können, der weniger als sie verdient und damit nicht mehr der versorger ist. Da muss man zu einigen kniffen und Tricks greifen, die je nach Frau individuell sind. Nicht umsonst haben Arbetislose- und Hausmänner die höchsten Scheidungsquoten.

  • fufi sagt:

    Nun denn:
    Als ICH studierte, hat SIE verdient.
    Einige Zeit haben wir BEIDE verdint.
    Seit sie krank ist, verdiene nur noch ICH!

    ICH verdiene aber NICHT wie ein „studierter“, weil:
    subalternste Anstellung in einer grossen Stattverwaltung.
    Teilzeit!

    Kommt’s denn SO drauf an?
    Wir haben alles, was wir brauchen.
    Und sogar einiges, was wir eigentlich nicht brauchen täten!

    Und doch gibt’s Umarmung, Küsschen und so!
    Kommt’s nicht eher DARAUF drauf an?

  • StefanB sagt:

    Wir Männer würden schon – wenn die Frauen uns nur machen lassen würden! Aber es steckt noch in unzähligen Frauenköpfen, dass sie den Haushalt besser führen können als Männer, denn ihnen sei es gewissermassen angeboren. Wenn aber der Mann mal zuhause ist, wenn sie arbeitet, und den Haushalt auf seine Weise schmeisst, kommt sie garantiert abends und macht es wieder „richtig“; notabene ohne zunächst auch nur überlegt zu haben, obs nicht auch anders geht. Da ist es nicht verwunderlich, wenn den Männern die Lust am Haushalten vergeht.

    • heidi reiff sagt:

      Ich traue jedem Mann zu, dass er einen Haushalt machen kann. Mein Bruder sel. war ein Jungeselle auch Alchimist, hat auch eine einfache Dampfmaschine erfunden, war technisch top begabt, seine Wäsche hat er immer von Hand gewaschen. Wänn alli no liebi Buebe sie, komisch dass Rabenmütter nach wie vor idealisiert werden. Esther Villars , – Männer im Laufgitter – .

      • heidi reiff sagt:

        der Titel eines Buches von Esther Vilar heisst, „der dressierte Mann“, abnabeln müssen wir alle bei der Geburt, ob Mann oder Frau, ich hab die Nase voll von diesen Typologiebüchern, Männer sind besser in Mathe, Frauen besser in Sprachen etc. etc. etc. ich kann 2 und 2 noch zusammenzählen. Vogel friss oder stirb, brutal aber wahr, knallhart, achtung fertig los, ich geb mir jetzt Mühe, den Stein wieder mal wegzurollen, hab keine Kraft physisch hab ich noch eine Lebensberechtigung auch ohne Bodybuilding und Karate. Die Erziehungsmethoden aus China sind nicht mein Ding.

  • heidi reiff sagt:

    In den USA ist auch nicht alles Gold was glänzt, ist die Seifenoper Dallas jetzt wieder im Vormarsch, Larry hagmann mit Texashut. Ich mag Rollenspiele nicht, als Kinder war das ja noch lustig, die Clichéevorstellungen von einer idealen Gesellschaft sind fatal, es gibt auch Paare, die zusammenleben ohne Trauschein, hoffe die alten Zöpfe von früher sind abgeschnitten. Schätze Männer die auch mit Babys rumlaufen, Babys sind halt Traglinge, Männer können auch haushalten, geht es jetzt schon beim Babywickeln um Wettbewerb, ist einfach absurd. In der CH verdienen Frauen für gleiche Arbeit weniger:(

  • StefanB sagt:

    Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen Sollte das nicht „männliche Altersgenossen“ heissen? Ein Geschlechtsgenosse (oder eine -genossin) ist doch ein Mensch mit dem gleichen Geschlecht? Oder wird hier der Vergleich zwischen städtischen Frauen und dem Landesdurchschnitt gezogen?

  • Katharina (nicht der Troll) sagt:

    Ich denke, dass es vielen zu mühsam ist, sich mit den eigenen Wünschen und denen des Partners auseinanderzusetzen und sich dann die entsprechenden Möglichkeiten (Teilzeitjobs) zu erarbeiten. Dann ist es doch einfacher, man macht das, was alle anderen machen, und jammert dann ab und an, dass es andersherum besser wäre.

  • Dani sagt:

    Ein Spanender Bericht! Ich bin selber Hausmann seit 2 Jahren und möchte sagen bei fast allen Artikeln zu diesem Thema geht es immer nur ums Finanzielle. Wer am meisten Scheine heim bringt, Berufliche Kariere und so weiter……. das soll die Grundlage sein?
    Nein sicher nicht.
    Bis der Rollentausch Akzeptiert ist geht es noch 2-5 Generationen! denn wir sind immer noch Bauern zumindest 95% der Schweizer. Wir sind Geldgesteuert!
    Und da ist auch das Problem.
    Wenn jeder Mann 3 Jahre die Kinderbetreuung übernehmen würde egal wer mehr Gelt nach hause bringt! würde sich Frau und Mann besser Verstehen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, die miss schweiz im schaumbad, der hausmann der nation im doppelbett und evelyne widmer-schlumpf auch am jahresende noch im bundesrat – bilder 2011 aus einem heilen land, wo jeder seine rolle frei wählen kann.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dieser post gehört zu giorgio girardets von weiter unten.

    • StefanB sagt:

      Ja Heiland, Auguste: Du hast recht! Es geht schlimmer: CB im Schaumbad, Evelyne Widmer-Schlumpf in meinem Doppelbett (was sagt da meine Frau dazu?!), und die Miss Schweiz im BR. 🙂
      Oder so ähnlich 😛

  • Frank Baum sagt:

    @Binswanger: Stimmt diese Aussage wirklich: „Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen. Zwar geben sie diesen wirtschaftlichen Vorsprung wieder auf, wenn sie ins gebärwillig Alter kommen – “ Aus dem Clack-Artikel geht diese Aussage nicht hervor (den Artiekl, auf den sich Clack bezog, habe ich dann nicht mehr gefunden). Wenn das wahr ist, dann ist das ja das beste Argument gegen eine Quotenregel und die Forderungen der radikalen Feministinnen zum absoluten Lohnausgleich ungeachtet aller Qualifikationen.

      • Frank Baum sagt:

        Vielen Dank für die Zahlen. Die oben zitierte Aussage wegen den jungen Frauen in den 150 grössten Städten habe ich dort aber auch nicht gefunden.

      • Simone sagt:

        Hey Leute, ruhig Blut. Ich habe nie gesagt, dass ich das ok finde, irgendwie „argumentiert“ habe ich schon gar nicht; ich habe lediglich eine Erklärungsansatz geboten! 🙂
        Über diesen könnte man gerne diskutieren, ich lasse mich gerne von anderen Erklärungen überzeugen…

    • Issey Schnyder sagt:

      Interessant wäre hier zu wissen, ob dort eventuell einfach mehr Frauen mehr vedienen weil sie im tertiären Wirtschaftsbereich arbeiten, zumal in den USA ja bekanntlich der sekundäre Wirtschaftsbereich in den letzten Jahren erheblich verloren ging. Notabene mit den bekannten Nachteilen, da weniger „erste Dollars“ erarbeitet werden. Wenn dem so ist, werden dann auch die Frauenlöhne wieder fallen.

    • Simone sagt:

      Die Aussage wird so schon stimmen, aber eben, was sind Jobs vor dem „gebärwilligen Alter“? Nebenjobs (während der Schulzeit…)! Und da (sorry für die Klischeekiste), weibliche Teenies doch noch ein kleinwenig zuverlässiger sind, als männliche Teenies, ist dieser Einkommensunterschied leicht zu erklären… aber eben, wenn es ums richtige Erwerben geht, sieht es wieder ganz anders aus….

      • Frank Baum sagt:

        @Simone: Was war noch einmal das Durchscnittsalter für erste Mütter? Das lag doch etwas über 20 oder nicht? Ich dachte, das lag sogar eher über 30 als darunter. Aber egal, vielleicht liegt es ja an der Zuverlässigkeit der weiblichen Teenies. Wenn es so wäre, dann zeigt das, dass es wirtschaftlich relevante Faktoren gibt, die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern erklären. Ein EInkommensunterschied ist also keine Diksriminierung (die politisch bekämpft werden müsste) sondern eine folge unterschielicher Fähigkeiten. Wie gesagt: alles bestens!

      • macho sagt:

        Sorry aber gehts noch?! Es ist/wäre also ok, den jungen Männern weniger zu zahlen als den jungen Frauen? Wie ich diese verdammte Doppelmoral verabscheue! Ja so steht es um Gleichberechtigung, Männer und Frauen sind einfach beide viel zu dumm und haben die falsche Einstellung, so wird nie was draus. Darum wird die Lohnungleichheit in der Schweiz auch nie verschwinden, es ist hoffnungslos.

        Und nein nur weil du „sorry für die Klischeekiste schreibst“ ist es trotzdem nicht ok! Dein Argument ist sexistisch. Wieso immer in Schubladen denken? Wieso verallgemeinern?

      • macho sagt:

        Nur weil die Jungs Jungs sind und später reif werden und so einige weniger zuverlässig sind, sollen alle weniger verdienen? Hackts?!

        Ok, ich bin dafür das alle Albanerjungs noch weniger verdienen, denn die sind dazu dass sie junge Männer sind, noch Albaner, also absolut unzuverlässig!! Yeah!

      • macho sagt:

        Wenns dann ums „richtige“ Erwerben geht, wie du schreibst, wäre es dann auch ok wenn ich finde, es it ok wenn Frauen weniger verdienen?
        – Immerhin werden sie immer wieder mal schwanger -> suboptimal nicht?
        – Sie sorgen für schlechtes Betriebsklima mit ihrem rumgezicke und intrigieren -> sorry für Klischekiste
        – Ihnen gehen gewisse Fähigkeiten ab, die eher bei Männern zu finden sind -> sorry für Klischekiste
        – Sie haben öfter psychische Krankheiten und fehlen dann
        usw.

        Völlig daneben nicht? So empfand ich dein Post…

    • Eremit sagt:

      Da angeblich unter Bildungssystem durch die Mehrheit an Primarlehrerinnen schon von Grund auf feminin getrimmt sei und die Mehrheit der jungen Maturanten Frauen sind kann die Aussage von Binswanger in den Ländern mit den Akademikern zutreffen, bei denen es keinen „Akademierimport“ gibt. In der CH hingegen gibt es einen „Import“ von jungen männlichen Akademikern.

      In Ländern in denen die Wirtschaft im zweiten Sektor quasi am Boden ist, wie z.B. in der USA, kann man sich durch Dienstleistungen überwasser halten wie z.B. als Kellnerin oder Prostituierte. In den Bereichen verdient Mann weniger.

  • Frank Baum sagt:

    Der Artikel ist interessant, aber es fehlen die konkreten Zahlen und die Quellen. Die Studien zeigen jedenfalls: Die Ziele der Emanzipation sind vollstäöndig erreicht. Wer gerne den Rollentausch will, der kann ihn haben. Man kann aber niemandem den Vorwurf machen, den Rollentausch nicht durchzuführen. Die Gewerkschafter-Studie hat ja gezeigt: die meisten von denen, die den Rollentausch gemacht haben, würden lieber wieder die Rolle rückwärts machen. Also, wer will, der kann. Es wollen aber nicht so viele. Ist ja alles bestens!

    • Auguste sagt:

      hmm…, ganz soweit würde ich zwar nicht gehen, frank baum, aber ich denke auch, dass wir in der frühphase eines neuen gesellschaftlichen trends stehen, der in den nächsten jahrzehnten beträchtlich an schwung gewinnen wird. wie weit er allerdings trägt, bleibt abzuwarten. das heutige modell ist ja eigentlich kein auslaufsmodell, weil es nicht gut funktioniert. es wird halt einfach immer schwieriger für den mittelstand, eine familie mit nur einem einkommen zu tragen, wenn sie materiell keine grossen abstriche machen will.

      • talon sagt:

        Stimmt, die Ziele der Emanzipation sind längst überrerreicht. Frauen haben es wesentlich leichter im Berufsleben, Frauenförderung und Mentorenprogramme sei dank, wird hier eine schöne Trage eingerichtet. Während sich Männer immer noch abrackern müssen, um voran zu kommen.

  • Bob Dabalina sagt:

    „Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen.“ … Für mich irgendwie lustig zu lesen, noch witziger, dass diese Tatsache (von Feministinnen) positiv gewertet wird. Hierzulande wird noch über zu tiefe Löhne geklönt. Ich schlussfolgere, dass der Übergang zwischen Benachteiligung und Übervorteilung sich wohl ziemlich nahtlos vollzieht. Eine wirkliche Gleichstellung wird wohl nie existieren.

    • macho sagt:

      Es wird nie Gleichstellung geben, eher Gleichschaltung und das wollen wir ja eigentlich nicht, hab ich recht?

      Das mit dem nahtlosen Übergang stimmt, Glechstellung ist Utopie, wir müssen das Pendel einfach in seiner Schwingung begrenzen und schauen das es nicht auf die andere Seite ausschlägt. Darum, Männer, wehrt euch und steht für Dinge ein, wo ihr benachteiligt werdet, genau so wie die Lohnungleichheit bei den Frauen bekämpft werden muss.

    • talon sagt:

      Die übervorteilung ist schon längst erfolgt.

  • Christian Roth sagt:

    „Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen.“

    Na sowas. Ich erwarte, dass dort in Zukunft etwas für die Gleichstellung der Männer getan wird, damit diese lohnmässig nicht weiter diskriminiert werden!

  • talon sagt:

    Was bei der Feministischen Hans-Böckler-Stiftung mal wieder verschwiegen wird, die höhere zahl an Frauen ist nicht freiwillig, auch in Deutschland nicht, sondern bedingt, durch den massiven Abbau von typisch Männlichen Jobs aufgrund der Finanzkrise. Es sogar gegenteiliges der Fall, Mütter reduzieren weiter ihre Arbeitszeit auf unter 20 Std. die Woche.

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    Mozart, Zauberflöte, Sarastro:
    Ein Mann muss eure Herzen leiten,
    Denn ohne ihn pflegt jedes Weib
    Aus ihrem Wirkungskreis zu schreiten.

    Wie wahr.

  • Céline (Dijon) sagt:

    Hier schlägt das Wetter um. Wind und Regen. Ich empfehle, die Fenster zumachen und Sachen einzuräumen. Vielleicht geht es bei Ihnen noch drei Stunden.

  • Tulpe sagt:

    Ich finde diesen Artikel sehr wertvoll und gar nicht einseitig. Einerseits höre ich tatsächlich oft, dass sich der Mann zuwenig im Haushalt und bei der Kinderbetreuung engagiere. Gleichzeitig sehe ich als 34jährige Anwältin traurigerweise, dass sich der grösste Teil meines weiblichen Umfeldes ab Geburt freiwillig von ihrem Job mehr oder weniger verabschiedet, weil sie sich mehr für das Kind interessieren als für ihren Beruf. Die Rolle der Haupternährerin wird von diesen ansonsten so intelligenten und selbstständigen Frauen gar nicht gewünscht, mehr als 60% will keine mehr arbeiten.

    • Michael sagt:

      Danke Tulpe. Sie sprechen aus Erfahrung und ich finde es gut, dass Sie es erwähnt haben. Ich hoffe für Sie, dass Sie auch Ihren Job weiterhin machen, wenn Sie Kinder haben werden (in der Annahme, dass Sie noch keine haben und welche wollen).

    • Eva sagt:

      Und was ist so falsch daran, wenn sich die Frau mehr für ihr Kind als ihre Karriere interessiert? Es soll doch jede Frau so emanzipiert sein und selbst bestimmen dürfen, was sie machen möchte, womit sie glücklich wird. Hochschulstudium hin oder her.

      • Widerspenstige sagt:

        @Eva
        Im Grundsatz richtig, aber in der Kosten-Nutzen-Rechnung der Verteilung von öffentlichen Geldern unfair. Dann soll sich die Hochschulabsolventin das Studium selber finanzieren und nicht von Stipendien, Subventionen etc. profitieren um dann 100% den Sandkasten zu pflegen! Was ist denn das für eine unreife Einstellung zum volkswirtschaftlichen Nutzen eines Studiums, also bitte!

      • A.Tschannen sagt:

        Ich nehme auch an dass Frau Tulpe keine Kinder hat. Wenn sie welche haette dann würde sie verstehen weswegen die Prioritaeten nach einem Baby sich so drastisch aendern können. Ausserdem wenn man ein paar Jahre nicht arbeitet heisst dass ja nicht dass man nicht wieder Berufstaetig werden kann wenn die Kinder ein wenig groesser sind.

      • Eva sagt:

        ähem bitte – als ob Stipendien der Regelfall wären… ich arbeite nebst Studium bis zu 60%, da mich Papa Staat nicht unterstützen will – und ich repräsentiere wohl die Mehrheit der Studierenden unter Bologna! Zudem Studiere ich nicht, weil ich eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt habe, sondern weil es meinen Fähigkeiten entspricht und mir Spass macht. Und ich persönlich habe auch nicht vor, nach dem Studium gleich Kinder zu kriegen und daheim zu bleiben – doch wer dies will, soll das auch dürfen!
        Schliesslich wird bei Lehrermangel auch keiner jungen Lehrerin verboten, den Beruf wegen …

      • Eva sagt:

        … der Familie aufzugeben, oder?
        Glücklicherweise leben wir ja hier noch mehr oder weniger in einem freien Land.

        Und sowieso, ich halte es da wie Herr Tschannen, wer sagt, dass die Frau später nicht wieder einsteigt?

      • mira sagt:

        @Eva
        Das sie ihren Lebensunterhalt neben dem Studium bestreiten ist löblich, trotzdem werden sie massivst vom Staat unterstützt. Oder glauben sie ernsthaft, dass die lachhaften 1500 Franken Studiengebühren pro Jahr ihre Kosten decken? Das ist nur ein ganz kleiner Beitrag an die realen Kosten der Universität…
        Frauen, die nach längerer Pause wiedereinsteigen, tun dies (leider) meist auf einem nicht-akademischen Level. Für die guten Jobs sind sie leider nicht mehr qualifiziert…

      • Eva sagt:

        Dann muss ich mich also spätestens mit 19 entscheiden, ob ich später mal Kinder haben will und eine Weile zuhause bleiben möchte, oder ob ich doch studiere?
        Aber schon klar, Studenten kosten eh nur, sind subventioniert und haben alle ein Einstiegsgehalt von mindestens 8’000 nach dem Studium. 😉
        Ah und genau, Berufsausbildung kostet den Staat überhaupt nichts…

      • talon sagt:

        @eva
        Falsch daran ist, das meistens der Mann nicht gefragt wird, wie er es denn gerne hätte, bzw. das das Scheidungsrecht so gestrickt ist, das der Mann nur dem zustimmen kann, was Madame wünscht.

      • Eva sagt:

        @ talon, äh, verstehe ich jetzt nicht ganz? In welcher Hinsicht? Muss ich einen potenziellen Partner, der eventuell noch gar nicht vorhanden ist, fragen, ob er Kinder mit mir haben will oder ob ich doch noch studieren soll? 😉

      • Frank Baum sagt:

        @Widerspenstige: Wir kennen ein Recht auf Bildung aber keine Pflicht dann eine entsprechende Arbeit auszuführen. Wenn Sie sich Sorgen um den verlorenen volkswirtschaftlichen Nutzen von Sekundärausbidlungen machen, sollten Sie sich für Studiengebühren einsetzen.

      • talon sagt:

        @eva
        Natürlich nicht. Es geht nur darum „Es soll doch jede Frau so emanzipiert sein und selbst bestimmen dürfen, was sie machen möchte..“ was dazur führt, das das, was der Mann möchte nicht relevant ist. Ansonsten, und das zeigen etliche Studien sehr eindeutig, hätten wir schon längst mehr Haupternährerinnen. Denn, an den Männern liegt es nicht, diese würden sich liebend gern, mehr um den Nachwuchs kümmern.

      • Eva sagt:

        @ talon: aber Himmelhergottnochmal… und darum soll sich die Frau schön fügen und sich nach der Vorstellung des Partners richten? Es handelt sich doch hoffentlich um zwei erwachsene, anständige Wesen – und die sollten das gefälligst ausdiskutieren und regeln können.

        ich mag die Leier von der egoistischen Emanze einfach nicht mehr hören. Die vom faulen Macho übrigens auch nicht.

      • Simone sagt:

        @Widerspenstige: Es gibt sogar Studiengänge, da sind 1500.- fast schon überbezahlt (man kann ein Medizinstudium, das 5 Tage pro Woche verschlingt, nicht mit einem geisteswissenschaftlichen Studium verwechseln, wo es sein kann, dass man nur eine Doppellektion pro Woche besucht…)
        Und ausserdem noch folgende Gedanken: 1. Was bringt der Zukunft mehr: Eine Hochschulabsolventin, die arbeitet (und Steuern bezahlt) oder Kinder (die dann mal für AHV sorgen)….? 🙂
        2. Sollte nicht vielmehr der Staat Interesse daran haben, dass die Absolventinnen auch mal arbeiten können (mit Kindern)?

      • talon sagt:

        @eva
        Das hatte ich doch schon beantwortet. Die Frauen sollen sich nicht fügen, sondern überhaupt erst einmal zur Kenntnis nehmen, das sie einen Partner haben, der auch Wünsche hat, was die Partnerschaft und die Kinder betrifft. Nur findet das im moment eben nicht statt, sondern Frau entscheidet.

    • Richtig:

      Jede zweite junge Frau wäre gerne Hausfrau, wenn der Mann genug verdient

      Sozial abgestuft, v. a. nach Bildungsabschlüssen, ergibt sich da so ziemlich dasselbe Bild, wie Studien aus Deutschland zeigen.

      • V.T. sagt:

        Ja, richtig. Was soll diese Diskussion? Die meisten Frauen wollen gar nicht mehr arbeiten, wenn sie Kinder bekommen. Und wenn, dann nur, um Ihr Taschengeld einbisschen aufzupeppen. Die finanzielle Hauptverantwortung überlassen sie gerne den Männern. Das ist auch der Grund, weshalb die meisten Frauen einen Mann bevorzugen, der ihnen finanzielle Sicherheit gbit. Mein Appell an Frauen, die diesen Rollenkampf führen: Seid ehrlich (zu euch selbst), fair und realistisch.

      • mira sagt:

        Womit deutlich mehr Frauen Hausfrauen sind, als es sich wünschen…

      • Kann man nicht so sagen, nein, mira.

      • mira sagt:

        @Marcel Zufferey
        Jede zweite ist relativ wenig. Ich hätte mehr erwartet… Es gibt ja auch einige Männer, welche so argumentieren…

      • Hm, Mira. ich denke in zukunft werden Paare sich das Modell aussuchen, welches sie sich leisten können, schliesslich folgt der soziale Wandel auf den Ökonomischen und nicht umgekehrt. Interessant scheint mir vielmehr zu sein, dass dieser Rollenwandel innerhalb vieler Familien i. d. R. zumindest bislang alles andere als freiwillig erfolgt, wie ich einmal in einem ähnlichen Beitrag geschrieben habe:

        Details zum erwähnten Positionspapier der Hans-Böckler-Stiftung u. a.

      • Frank Baum sagt:

        @mira: Der „Standard“-Artikel und die Gewerkschaftsstudie zeigen beide, dass die jungen Leute wesentlich konservativer sind, als es sich die radikalen Feministinnen wünschen. Beim „Standard“ wollen 55% der Frauen gar nicht arbeiten, wenn der Mann die Kohle bringt (nicht nur weniger, das wollen 85%).

        @Zuffrey: Die Pew-Zahlen zeigen da ein anderes Bild. Da werden die ökonomischen Entwicklungen bei den Paaren vor allem mit der Entwicklung bei den College-Abschlüssen erklärt. Also, die ökonomischen Änderungen folgen den sozialen.

      • mira sagt:

        @Marcel Zufferey und Frank Baum
        Warum haben denn diese jungen Frauen keine Kinder? Die Tendenz ist doch genau gegensätzlich. Die jungen Frauen wollen unbedingt zuerst die Ausbildung fertig haben und noch einige Jahre Berufserfahrung bevor sie sich als Mutter probieren. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und denke auch, dass die ökonomischen Verhältnisse schlussendlich ausschlaggebend für die breite Masse sind.

    • Fritz Nussbaumer sagt:

      „mehr als 60% will keine mehr arbeiten.“
      Dieser Satz offenbart die geistige Haltung einer34-jährigen Feministin.
      Eine Frau mit Kindern wolle nicht mehr arbeiten!
      Ich hoffe, dass auch bei ihr noch ein noch offener Wunsch nach Kindern in Erfüllung gehen werde,
      damit sie endlich erfahre, welche Arbeit und welchen Zeitaufwand einer Mutter, die „nicht mehr arbeitet“
      von früh bis spät leistet.

    • Marcos sagt:

      Und der Mann hat dann nur beschränkt Mitspracherecht. Wenn beide eigentlich für die Kinder schauen wollen, verliert normalerweise der Mann. Sie muss sowiso Pause machen und bei einem allfälligen Auseinandergehen in dieser frühen Phase würde das Kind höchstwahrscheinlich auch der Frau zugesprochen.
      So wie sich die Lage präsentiert, setzt sich die klassische Rollenverteilung durch wenn nur 1 Partner das will. Und ich denke, dass Männer sehr häufig sehr gerne die Kinder mehr betreuen würden. Ich kann die Loblieder auf die Arbeiten nicht verstehen

  • Blitz Blank sagt:

    Also ich hätte kein Problem mit dem Rollentausch. Karriere (Status) machen ist mir eh völlig schnuppe. Ich denke, dass sich das derzeitige männliche Arbeitsmodell des „sucess serving“ in Zukunft mehr zu einem weiblichen „life serving“ entwickeln wird: Arbeit soll dem Leben dienen. Der Sinn der Arbeit wird viel zentraler werden und die Anerkennung wird nicht mehr nur über Erfolg und Geld definiert werden. Das braucht aber eine gewisse Entkoppelung von Einkommen und Arbeit. Stichwort „Bedingungsloses Grundeinkommen“.

    • Widerspenstige sagt:

      @Blitz Blank
      Da bin ich – erstaunlicherweise – ganz Ihrer Meinung und unterstreiche es gleich noch:
      Wir leben nicht um zu arbeiten sondern wir arbeiten um zu leben
      Und was ich über das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘ denke, habe ich vor ein paar Tagen vehement und mit einigen kämpferischen Gegenstimmen verteidigt. Wir befinden uns auch in der Schweiz auf einem Scheideweg und die Umverteilung von öffentlichen Geldern wird in diese Richtung gehen – im Herbst 2011 werden bei den Wahlen die Weichen dafür gestellt werden. Wer jetzt immer noch lebt um zu arbeiten ist nicht zu helfen!

      • talon sagt:

        @widerspenstige
        Das ist ein schöner Satz. Im moment müsste er nur so heissen: Männer leben nicht um zu Arbeiten, sondern sie Arbeiten, damit Frauen leben. Nicht umsonst werden über 80% der Konsumausgaben von Frauen getätigt.

      • Simone sagt:

        @Talon Ist ja logisch; wie der Blog ja auch schreibt, sind es immer noch die Frauen, die sich mehrheitlich um Haushalt und Familie kümmern, dazu gehört auch Einkaufen! Oder den Umkehrschluss auf die (falsche) Spitze getrieben: der Mann kann 20% (!!!) des Budgets nur für sich verprassen 🙂

      • talon sagt:

        @simone
        Selbst wenn man das Einkaufen mit dazu rechnet, rechtfertigt es immer noch nicht diese 80%.

      • Eva sagt:

        Also sind es die Frauen, die die Wirtschaft ankurbeln? Demzufolge die Männer die bösen, bösen Konsumverweigerer. Vielleicht wollen sie so verhindern, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden können und die Frauen arbeiten gehen… hmm 🙂

      • talon sagt:

        @eva
        Die Männer würden ja, wenn sie das Geld hätten 😉

      • Simone sagt:

        @ talon: Dann lassen Sie mich anders fragen: diese 80% des Budget, die Frauen ausgeben: für WEN geben Sie das Geld aus? Dienen die gekauften Produkten lediglich Ihnen selber, oder ist es nicht doch eher so, dass das allermeiste für die Kinder/Familie ausgegeben wird…? Überlegen Sie mal, was zB Windeln pro Monat kosten. Ausgeben tut das Geld idR die Frau, aber das Konsumgut ist nicht für sie gedacht…

      • talon sagt:

        @simone
        Das meiste bleibt für die Frau. So blöd sich das anhört, aber sie wissen doch, was schuhe kosten oder? Natürlich muss das passende Kleid dazu her, kommt ein anderes, müssen auch andere Schuhe gekauft werden. Dazu noch diverse Handtaschen, schminke etc. Dazu kommen noch die anderen sachen, die auch Männer haben, wie CD, Verein usw usw. Dazu kommt noch, das nicht die meisten Paare Kinder haben. Nicht umsonst, sind Kaufhäuser auf Frauen ausgerichtet.

    • mira sagt:

      Und was macht man, wenn einem die Arbeit Spass macht? Es soll tatsächlich Leute geben, welche gerne arbeiten. Welche die tägliche Herausforderung brauchen… Diese Leute leben nicht um zu arbeiten, sondern deren Arbeit ist ihr Leben. Das muss nicht einfach nur schlecht sein!

    • Simone sagt:

      @ talon Sorry, es soll nicht überheblich klingen: aber 1. ist dieser Artikel nicht gerade aussagekräftig und 2. haben Sie, glaubs 🙂 ein paar Dinge falsch verstanden. Einen Kaufentscheid fällen und Geld ausgeben sind zwei verschiedene Dinge…
      Und ausserdem: Eine Singlefrau gibt wohl sogar über 90% für sich aus (also ihr gesamtes Budget, abgesehen von Spenden und Geschenken)!

      • talon sagt:

        @simone
        Ein Singemann gibt auch so viel für sich aus. Nichtsdestotrozt kommen Männer nur 20% der Konsumentscheidungen. Wie gesagt, sie müssen sich nur mal im Kaufhaus umschauen, wie viel Verkaufsfläche für Frauen reserviert ist und wie viel für Männer. Daher ist auch der Artikel interessant, weil eben Frauen auch noch dazu in klassischen Männerdomänen Einkaufen, wie Baumarkt und Auto und sich diese Hersteller eben aufgrund des neuen Kundentyps anpassen. Und das kommt eben daher, das über das Geld entscheiden. Und zwar über mehr Geld, als sie eigentlich erwirtschaften. Woher kommts wohl?

      • Simone sagt:

        D.h. also ein Singelmann gibt das meiste Geld für sich aus, aber für was er es ausgibt, bestimmt zu 80% die Mutti? 🙂
        Und der Artikel schreibt ja auch, weshalb die Frauen immer mehr in Bauhäuser anzutreffen sind: weil es einfach immer mehr ledige Frauen gibt (geschätz: vor 50 Jahren waren sicher über 50% der 20-25jährigen verheiratet, hatten also einen Mann der sich um die Männerdomänendinge gekümmert hat, und dies hat sich einfach geändert, Stichwort Selbstständigkeit…). Und in Familien sind meistens die Frauen für die Budgetplanung verantwortlich, aber war das nicht schon fast immer so?!

      • Simone sagt:

        Und apropos Kaufhaus: Da sind wir doch wohl alle noch Jäger und Sammlerinnen 🙂

      • talon sagt:

        @simone
        Wie gesagt, selbst wenn man die Familie mit einbezieht,und die meisten Paare haben keine Kinder, dann ist das nicht erklärbar, warum Frauen auf 80% prozent kommen. Es sei denn, das Frauen eben über das meiste Geld verfügen und die Zeit haben, es für sich auszugeben.

      • Simone sagt:

        „dann ist das nicht erklärbar, warum Frauen auf 80% prozent kommen. Es sei denn, das Frauen eben über das meiste Geld verfügen und die Zeit haben, es für sich auszugeben.“
        Ebä, so wie Sie das präsentieren, geht irgendetwas nicht auf! 1. Die Frauen verfügen nicht über das Geld, sondern „verfügen“ lediglich darüber, wie es ausgegeben wird… 2. Die Frauen, die über eigenes Geld verfügen, haben nicht so viel Zeit es zu verprassen (arbeiten!)…ich glaube langsam, Sie haben das Klischeebild einer verwöhnten Millionärsgattin vor sich, dass sie nun stellvertretend auf alle Frauen abwälzen…

  • Michael sagt:

    Thema Doppelverdiener und Steuern: Wenn beide einen guten Job haben, leisten sie einen substantiellen Beitrag an das Wohl unserer Gesellschaft. Durch das Wegfallen jeglicher Subventionen muss überall der volle Betrag bezahlt werden. Beispiel Horte und Krippen. Dies und die hohen Steuern ermöglicht es Familien mit kleineren Einkommen ein Betreuungsplatz zu finanzieren. Ein grosser Sozial-Beitrag. Zudem kommen die Kinder bei der Betreuung in Kontakt mit allen Schichten, was deren Sozialkompetenz erhöht. Frau arbeitet, Mann arbeitet (egal wehr mehr verdient) – alles paletti.

    • Babs sagt:

      Die Steuern würden eh bezahlt, weil die Jobs so oder so besetzt würden (vielleicht auch von zwei seoaraten Familienmüttern), der Betrag „zum Wohle der Gesellschaft“ fällt also so oder so an. Die Logik geht irgendwie nicht auf.

  • Mark Meier sagt:

    Dieser Kommentar wurde gelöscht.

    • Eva sagt:

      Lieber Mark, wer nicht den Rosinenpicker spielt, sondern die grossen Zusammenhänge begreift, ist klar im Vorteil.

      Die Frauen haben protestiert für gleiche Arbeit = gleicher Lohn, worüber wir wohl nicht diskutieren müssen.
      Das es Haushalte gibt, in denen die Frau mehr verdient kann in verschiedenen Szenarien vorkommen, so zum Beispiel wenn die Frau beruflich einen höheren Posten inne hat als der Mann oder sie ein höheres Arbeitspensum hat etc.
      Zwei Paar Schuhe also.

      • Frank Baum sagt:

        @Eva: Wir müssen über die protestierenden Feministinnen nur soweit diskutieren, als dass ihre Forderung unsinn ist. Das zeigt ja auch der vorliegende Artikel: “Bereits heute verdienen in den 150 grössten Städten der USA junge Frauen mehr als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossen.”

        Es gibt alle mögliche Lohnunterschiede, das heisst nicht, dass es Diskriminierung gibt. Stalinistische Eingriffe ins Wirtschaftsgeschehen, wie von den Feministinnen und den Gewerkschaften gefordert sind quatsch.

  • Rose sagt:

    Derjenige der Arbeitet soll dem anderen die Hälfte des Lohnes überweisen; bzw. das Geld wird zusammengelegt und durch 2 geteilt. Danach werden alle anfallenden Rechnungen von BEIDEN zur Hälfte getragen. So muss niemand für’s Taschengeld betteln und keiner kann sagen, dass die Hausarbeit nicht bezahlt wird.

    • Federico sagt:

      Falsch, erst wenn Mann und Frau bereit sind, nur ein Konto zu bewirtschaften und sich aus eben diesem Konte zu bedienen, erst dann sind sie fähig, sich zu verheiraten. Die gemeinsamen Finanzen sind die Nagelprobe. Daran kann sich jedes Paar selbst messen. Eine Ehe ist materiell nichts anderes als eine „Einfache Gesellschaft“

      • Robert sagt:

        Auch bei einer einfachen Gesellschaft wird genau festgelegt, was/wieviel jeder Gesellschafter einbringt. Ausserdem beschränkt sich eine einfache Gesellschaft auf einen ebenso festgelegten Zweck. So kann man auch Gesellschafter an beliebig vielen einfachen Gesellschaften sein.

        Um beim rechtlichen zu bleiben: Es steht allen Paaren frei, mit einem Ehevertrag z.B. Gütertrennung zu vereinbaren – anlässlich zu nichts anderem als der Heirat.

        Aber die Bemerkung „Nagelprobe“ find ich eben interessant. Ich finde das nicht so eindeutig.

  • Robert sagt:

    Nachdem hier das Thema der klassischen Rollenverteilung ziemlich strikte auf das des Geldverdienens bezogen wird, nähme mich etwas Wunder: Ist es eigentlich heutzutage üblich, in einer Beziehung über kurz oder lang die „Kassen“ zusammenzulegen? Wird das Einkommen auf ein gemeinsames Konto überwiesen, auf das dann beide Zugriff haben um die nötigen Ausgaben aber auch die persönlichen Bedürfnisse zu bestreiten?

    Wie ist denn das mit grösseren persönlichen Wünschen – wie wird das finanziert? Neues Mountainbike, schicke Handtasche oder so?

    • mira sagt:

      Wir haben ein Konto und daraus werden anfallende Rechnungen bezahlt. Grössere Investitionen (zB neues tolles Fahrrad) werden gemeinsam besprochen. Bis jetzt hatte noch keiner das Gefühl, er käme zu kurz…

    • Katharina sagt:

      Also wir haben ein gemeinsames Konto, wo wir nach Einkommen anteilsmässig einen Betrag einzahlen. Von dem Konto werden alle gemeinsamen Ausgaben bezahlt (Miete, Möbel, Ferien, Kino). Dann hat jeder ein eigenes Konto, mit dem wird dann das Mountainbike oder die Handtasche bezahlt. So gibt es keinen Ärger und keine ellenlangen Abrechnungen, wer von wem noch wieviel zugute hat.

  • HansDampf sagt:

    Dieser Kommentar wurde gelöscht.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau wegen solchen abwertenden Begriffen wie ‚Memme‘ wenn ein Mann es vorziehen würde, lassen die meisten damit liebäugelnden Männer die Finger davon. Sie müssen sich das nötige Selbstbewusstsein erst noch erarbeiten und davon loskommen, von ihrem Umfeld dafür gelobt zu werden. Genau so erging es uns Frauen, als wir als Mütter trotzdem zu 100% in einer lebendigen Beziehung mitgearbeitet haben und dafür von unserem Umfeld kritisiert und öfters als ‚karrieregeile Emanze‘ beschimpft wurden. Wieso können gewisse Leute unkonventionelle Lebensformen anderer nicht einfach akzeptieren?

      • Hans sagt:

        Ich hätte diese unkonventionelle Rolle gerne akzeptiert dann hätte mich meine Ex nach einer langen Ehe und ihrem Wunsch mit ihrem Freund sich neu zu erfinden, finanziell unterstützen müssen, nicht umgekehrt.

      • HansDampf sagt:

        Es geht hier nicht um mangelnde Akzeptanz, liebe Widerspenstige. Wie gesagt, ich wäre selber auch gerne Hausmann. Es geht vielmehr darum, dass der Erklärungsversuch von Frau Binswanger, wonach ausschliesslich die Männer daran schuld sind, dass dieses Modell noch nicht die breite Masse erfasst hat, einfach nicht korrekt ist. Es liegt auch an den Frauen, die in der Mehrheit nun mal nicht das Bedürfnis nach beruflicher Karriere haben!

      • Michèle Binswanger sagt:

        @HansDampf: Ihre Interpretation ist falsch, ich weise niemandem die Schuld zu.

      • zeitungsleser sagt:

        aufgemacht ist das ganze aber mit: „Warum sich Väter entwertet fühlen, wenn Mütter arbeiten.“ (frontseite) – was man leicht missverstehen kann.

      • HansDampf sagt:

        Dann sollten Sie ihren Text vielleicht nochmals lesen. Da steht folgendes: „Sie schliessen daraus, dass den Männern der Rollentausch schwerer falle, als den Frauen. Was allerdings auch damit zu tun haben dürfte, dass solche Männer eben tatsächlich noch eine krasse Minderheit darstellen und es noch immer zum traditionellen Selbstverständnis des Mannes gehört, seine Familie zu ernähren.“
        Davon, dass viele Frauen mit diesem Rollenverständnis evtl. auch Mühe haben und sich ganz gerne in der Mutter- und Hausfrauenrolle gefallen, steht nichts. Ziemlich einseitig!

      • Frank Baum sagt:

        Da haben Sie Recht. Der Satz ist einseitig. Andererseits wird aber auch erwähnt, dass Frauen die Hausarbeit nicht delegieren können/wollen und sich ein „Opting Out“ aus dem Berufsleben quasi als Geburtsrecht sichern. Die andere Seite findet also auch Erwähnung.

        Was in meinen Augen ganz fehlt, ist die Tatsache, dass sich gar nicht so viele Frauen einen Hausmann wünschen, wie dies die Feministinnen gerne behaupten. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Der Markt funktioniert!

      • Es ist ein vemintes Gelände. Darum schlage ich vor das Google-Orakel zu befragen. Hat sich „Hausfrau“ Bänz Friedli schon einmal im zusammenhangt mit dem mütterlichen Kerngeschäft der Kinderkleiderbeschaffung befasst? Und hat er sich schon mal mit der Hard-Core Kinderkleiderbeschaffung, der „Kinderkleiderbörse“ befasst? Ich fragte Google: die Antwort war eindeutig: „Meinten sie: „Bänz Friedli“ + Künstlerbörse?“. Womit bewiesen ist: es gibt Hardcore-Bereiche der Geschlechterdifferenz, da kann selbst ein BänzFriedli in seiner YB-Bettwäsche rumgendern. Google glaubt nicht an Gender. QED.

    • Thomas1 sagt:

      Es scheint, als muss Evolution die mittlerweile jeden Quatsch rechtfertigen.

      • Thomas1 sagt:

        Meine Schreibfehler sind sicher auch evolutionärbedingt 🙂

      • HansDampf sagt:

        Zu denken, die Evolution spielt im Paarungs- und Beziehungsverhalten von Menschen überhaupt keine Rolle, entspringt dem esoterischen neo-flower-power Wunschdenken von Realitätsverweigerern, deren grösstes Problem der zu kleine Parkplatz für den SUV vor dem Kindergarten ist. Das heisst aber noch lange nicht, dass es nicht auch funktionierende Gegenbeispiele gibt 😉

      • denkemol sagt:

        es gibt eigendlich gar nichts das nicht durch die evolution bestätigt wird.

        Die evolution basiert auf veränderung also kann ALLES mit ihr begründet werden,
        solange es in der natur beobachtet wird.

      • Chris Heyduk sagt:

        You can’t fool nature. Gewisse Urinstinkte lassen sich nicht einfach so abstellen. Klar, der Mensch hat sich inzwischen weiter entwickelt und lässt sich nicht mehr nur von Gefühlen leiten. Trotzdem, der Ernährerinstinkt hat wohl so ziemlich jeder Mann eingeimpft bekommen, genau wie Frauen sich bewusst oder unbewusst Männer aussuchen, die zumindest optisch dem Bild des Ernähers/Beschützers entsprechen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, ist iphone und autoschlüssel mit grossem logo beim date auf den tisch zu legen, nicht ein, zwar plumper, versuch „nature“ ein wenig zu foolen?

    • Eva sagt:

      Zum Glück ist mein Freund fast zwei Meter gross – ich werde also immer zu ihm aufblicken, selbst wenn ich mal mehr verdienen sollte.

    • lieber hans dampf, genau solche männer wie du sind dann irgendwie erstaunt und verunsichert wen sie uns begegnen. vorurteile sind tatsächlich weit verbreitet, schön ab und zu echte kerle voll reinlaufen zu lassen.

      • HansDampf sagt:

        Liebe Rittiner & gomez: Ich verbreite kein Vorurteil, ich kämpfe dagegen an. Nämlich indem ich mitteile, dass es nicht nur an den Männern liegt, dass diese Modell gesellschaftlich noch nicht so verbreitet ist, sondern auch an den Frauen. Ich sage es gerne ein drittes Mal: Ich wäre gerne Hausmann. Wer lesen kann ist klar im Vorteil – auch in diesem Blog!

  • mira sagt:

    Bei uns ist es tatsächlich so, dass ich zu 100% arbeite und das Geld verdiene und mein Mann teilweise teilzeit und teilweise gar nicht (für Geld) arbeitet. Wichtig ist, dass beide mit ihrem Leben zufrieden sind. Dh jeder braucht Bereiche, in denen er (unabhängig vom Partner) Selbstbewusstsein und Anerkennung tanken kann. Da die Anerkennung kaum im Haushalt mit Kindern zu holen ist, ist ein ausgiebiges Hobby für den Hausmann/Hausfrau keine schlechte Alternative.
    Ist die grundsätzliche Zufriedenheit gegeben, so ist es ziemlich egal, wer das Geld heim bringt. Hauptsache es ist da *grins

    • mira sagt:

      Zur Anerkennung der haushälterischen Tätigkeiten. Ich empfinde es als „abwertend“ meinen Mann für zB eine geputze Küche zu loben, da ich nicht sein Chef bin. Ich verstehe uns als Team, in dem jeder seine Aufgaben erfüllt. Er gratuliert mir ja auch nicht zu einem langen und langweiligen Meeting. Was ich jedoch tun kann, ist Dankbarkeit zeigen für die getane Arbeit. Ich gebe jedoch zu, dass das nicht immer einfach ist…

      • E.H.Roth sagt:

        sogar die Walton Family hatte es nicht immer einfach… Wir sollten etwas mehr die Arbeit des andern würdigen. Manchmal würde ich lieber eine Küche reinigen als in einem verblödeten Meeting sitzen.

  • Erika B. sagt:

    Ich habe irgendwie Mühe mit diesem Beitrag. Er ist mir zu brav. Kürzlich sagte ein Freund von mir (Physiotherapeut, der die Folgen in seiner Praxis sieht): Ich verstehe nicht, warum sich die Frauen abrackern und plagen in den Jobs und es unbedingt den Männern gleichtun müssen. Sie machen sich kaputt.
    Damit meine ich nicht, Frauen (oder Männer) sollten in Hausfrauenjobs flüchten. Aber viele Jobs und Karrieren sind schlicht mit einer Familie nicht vereinbar. Egal ob als Mann oder Frau. Und haben alle die Wahl?

  • A.Tschannen sagt:

    Ich war erstaunt vor kurzem zu lesen dass in der Schweiz jede dritte Frau es bevorzugt zu Hause zu sein auch wenn sie keine Kinder hatte. Nun mit Kindern sieht die ganze Sache anders aus aber wenn ich keine Kinder haette, kann ich mir nicht vorstellen nicht zu arbeiten.

  • Also macho bringt das sehr schön auf den Punkt: Einer Frau die mehr verdient, verdient auch mehr Achtung, vor allem von Seiten zukunftsfähiger Männer, die begriffen haben, das morgen schon nichts mehr so sein word, wie gestern.

    Zudem: Das Geburtstags-, Weihnachts-, Vatertags-, Namenstags-, Hochzeitstags- Undsoweitergeschenk dürfte dann auch etwas grösser ausfallen: Schatz, diesen schönen, roten 1967er Fastback Mustang GT wünsche ich mir zum Geburtstag…

    …zur Not dürfte es natürlich auch ein 1969er Camaro sein. Aber nur als Central Office Production Order-Version. Auguste, was meinst Du?

    • Arsène Grichblai sagt:

      Das ist es ja eben, was ich mir als desperate houseman wünschen würde.
      How to cope with depression: lift weights, get big, get yourself a Ford Mustang, fuck chicks.
      http://www.youtube.com/watch?v=FomroPMOKvg

      • Bio-Monika sagt:

        Leicht abgewandelt gilt das auch für desperate housewives, believe you me! Go to the gym, get slim, get yourself a convertible and off you go……..

    • Robert sagt:

      Ein Yenko Camaro wäre aber auch noch akzeptabel, oder? Beim Mustang muss ich sagen sieht rot doch ein wenig tuntig aus – da müsste es schon ein GT 390 in einer dunklen Farbe sein.

      • Robert, ein Fachmann, freut mich! Zweifellos: Ein Yenko wäre natürlich auch schön- oder ein Dana: Alle gleichermassen 427-powered!

        Doch, rot sieht geil aus beim Fastback. Oder Bullit-Grün.

        @Arsène Grichblai: Neulich habe ich mir so ein- in Abwandlung zum ursprünglichen Schriftzug- desperate housemen-T Shirt gekauft. Und noch nie getragen, weil ich alles andere als desperate bin.

        Sondern auch so glücklich. Ohne Auto mittlerweile.

    • Auguste sagt:

      hmm…, mit hausmänner-kerlen wie uns und den suv-moms, wären migros-parkplätze und -cafés morgens um neun nicht mehr wieder zu erkennen – blubbernde filialen von v8-heaven. im hintergrund würde man…

      youtube: bob seger – like a rock

      … hören, aus unseren einkaufstaschen schauten gurken raus, und susi kunz dächte laut darüber nach, ihren gti gegen einen gto einzutauschen, bevor sie heim – mittagessen kochen – musste.

      • youtube: beach boyz – 409

      • Auguste sagt:

        hmm…, was uns direkt zur „richtigen, jungen frau“ der sechziger bringt…

        youtube: fun, fun, fun – the beach boys

        …manchmal sind die gender-unterschiede weit geringer, als es im mamablog den anschein macht.

      • Gott, Auguste: Neulich musste ich mir mal wieder den Klasiker „American Graffiti“ von George Lucas reinziehen:

        youtube: American Graffiti Paradise Road (Filmausschnitt)

        Sollte es so etwas wie eine Wiedergeburt geben- genau da möchte ich hin: Paradise Road.

        „Geboren wurde ich mit einem Lenkrad in den Händen und einem Gaspedal unter den Stiefeln…“ Mad Max, Teil 1 / Nightrider kurz vor dem Ableben.

        Gut, ich habe kein Auto mehr.

  • heidi reiff sagt:

    Ich schätze auch Menschen die sich entscheiden, keine Familie zu gründen, hat ja nichts mit dem Geschlecht Mann/Frau zu tun, wachset und mehret euch, wer hat das gesagt, Jehova, Allah, Zeus oder ein Oelheini aus der Wüste, also, tut Busse, keinem Kind aus der sog. 3. Welt ist geholfen mit Ave Maria und Heuchelei aus der RKK, auch in evangelischen Ecken die ewige gleiche Leier, du bekommst was zu Essen wenn du mitmachst, Gottesdienst, Jesus aus der Bibel zu Maria Magdalena, gehe hin und sündige nicht mehr, hab immer gemeint Liebe ist bedingungslos, da muss ich bei mir selbst anfangen,

  • macho sagt:

    Jede Frau sollte sich aber selbst ehrlich fragen, ob sie wirklich gar nichts auf den Verdienst des Mannes gibt. Wir sollten mit offenen Karten spielen, etwa so Arsène ein wenig weiter oben. Er ist sicher nicht alleine mit seiner Meinung.

  • macho sagt:

    Ein richtiger Macho hat gar nichts dagegen, wenn seine Frau mehr verdient, im Gegenteil, eine Sugar-Mama ist doch geil! 😀
    Wieso sollte das mein Ego schmälern? Wenn man sein Ego nur aus Geld zieht, naja, jedem das seine, und wenn man es trotzdem tut, ihr Geld ist auch dein Geld, von daher wo ist das Problem?!

    Jetzt speziell nach gut verdienenden Frauen zu suchen würde ich hingegen wieder etwas zweifelhaft finden, aber in Zukunft ist das Angebot jedenfalls grösser. Seht es positiv. *hust*

    • Staunemann sagt:

      Richtig – die Frauen machen es so schon seit Menschendgedenken. Jetzt sind wir Männer dran. Ich freue mich schon auf die Pokertage mit meinen anderen Hausmannsfreunden in der Badi, während sich die Damen im Büro und auf dem Bau bucklig arbeiten und zum Dank von der Chefin noch angepinkelt werden. Ich freue mich schon auf die baldigen Frauendemos, die dann fordern „Frauen zurück an den Herd“.

      • Bio-Monika sagt:

        Staunemann, ich revidiere meine Altersschätzung (siehe oben) – 219 dürfte es eher treffen! Die Frage ist, wie alt und traurig Sie wohl noch werden müssen, bis Sie für ein jüngeres Modell ausgetauscht werden (müsste ja easy sein) – oder schon passiert?

  • heidi reiff sagt:

    Ich bin eine, die manchmal vor lauter Bäume den Wald nicht sieht, ist einfach mein Muster, es gibt keine perfekten Menschen, gegenseitiges Verhandeln heisst für mich Fairplay, eben auf Augenhöhe. Ich bin eine sog. normale Emanze, einen Zuhälter brauche ich nicht auf für so was wäre ich mir selbst zu schade, das würde ich mir nie antun, ich bin nicht käuflich und lasse mich nicht einlullen. Bin froh hat die Emanzipation in der CH stattgefunden ein Meilenstein für Gleichberechtigung, ich idealisiere alte Kulturen nicht, sind echt destruktiv besetzt.

  • Auguste sagt:

    hmm…, nichts gegen frauen, die sich das „symbol männlicher geschäftigkeit“ umbinden – dann aber richtig. eine gestreifte kravatte auf ein gestreiftes hemd ist ein no-go. die sich wild kreuzenden streifen sind ein beinahe schmerzhaftes zeugnis von biederer stil- und einfallslosigkeit für die augen. eine blaue mit punkten in den farben der streifen wäre perfekt, genauso wie ein uni-modell mit sichtbarer webstruktur.

    es sei auch angemerkt, dass wahrscheinlich das heutige symbol männlicher geschäftigkeit wohl eher ein smartphone oder ipad-ding voller, zum teil „bemerkenswerter“, apps ist.

    • kupina sagt:

      ich glaube in modischen fragen gibts heutzutage keine grenzen mehr. und eine gepunktete kravatte geht ja wohl gaarnicht. sorry

    • Robert sagt:

      Wären Sie ein Mann, hätten Sie – innert einer Zehntelsekunde – erspäht, dass die Kravatte auch leicht seitlich hängt. Damit man nämlich sieht, dass da ein taktisch gesehen wesentlicher Knopf am Hemd offen steht. Der Kontext dieses Bildes ist demnach ganz offensichtlich anders zu verstehen als derjenige des Artikels.

      Wär noch interessant, ob sowas nur Männer sehen – während sich Frauen aufmerksamkeitsmässig auf das Muster von Hemd und Kravatte stürzen.

      • mira sagt:

        Mir ist die schiefe Kravatte auch aufgefallen und habe daraus gefolgert, dass das ein Model und keine Geschäftfrau sein kann. Die schiefe Kravatte schwächt die Botschaft des Bildes ab und macht die Frau „menschlich“.

  • heidi reiff sagt:

    Ich schätze auch Hausmänner, Kinder die einfach integriert werden in die Haushaltsarbeit ob das jetzt Buben oder Mädchen sind, Arbeiten sind ja heute nichtmehr so rigid getrennt, es gibt Buschauffeurinnen, Lastwagenchauffeurinnen, Gipserinnen, Malerinnen, ich war eine perfekte Hausfrau, eine Goldmarie nach Frau Hôlles Märchen. Das Leben ist eine Achterbahn, einfach bunt und nicht schwarz weiss, freut euch des Lebens, weil noch ein Lämpchen glüht, pflücket die Rose, eh sie verblüht. Ich habe viele Kurse gemacht in div. Sparten, kann einfach gelassener umgehen mit vielen Dingen, ist ein Weg…..

  • Milena sagt:

    Das grösste Problem an der Rollenverteilung ist die Rollenverteilung. Stets muss man/frau sich entscheiden: ENTWEDER man/frau bleibt zu Hause ODER man/frau arbeitet, um das Geld zu verdienen. Was bestimmt helfen würde, wären flexiblere Arbeitszeiten, mehr Teilzeitstellen und Jobsharing (vor allem für Männer) und die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Schweden stellt in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel dar.

    • Sven sagt:

      Schweden ist kein gutes Beispiel, weil man mit einem Lohn dort als Paar mit Kindern kaum leben kann. Damit hat sich das ENTWEDER.

    • Robert sagt:

      Die Frage ging ja so ein wenig in die Richtung, ob diese von Ihnen angetönte „Egalisierung“ letztlich überhaupt gewünscht wird. Dass eben mehr oder weniger freiwillig die klassische oder auch die umgekehrte Rollenverteilung wenn auch nicht angestrebt wird so aber doch resultiert, ohne dass sich noch jemand gross wehrt.

  • Waschtl-Sepp sagt:

    Das ist ein vielschichtiges Thema. Ich denke, dass es genug Frauen gibt, die einen Partner z.B im Studium auf „Augenhöhe“ kennen lernen und später akzeptieren, dass er weniger verdient. Gibt es auch ausreichend Frauen, die einen Partner akzeptieren, der von Anbeginn an weniger verdient ? Habe Zweifel. Ich habe den Eindruck, dass ein Karrierist nach wie vor für die Mehrheit der Frauen sexier ist als ein Hausmann. Bei der Frage nach einer Teilzeitstelle stösst Mann häufig auf zumindest Unverständnis wenn nicht Ablehnung.

    • Issey Schnyder sagt:

      Das glaube ich nicht mehr, dass das Frauen stört. Es ist nur eine Sache wie man als Paar damit umgeht. Ich bin Selbständigerwerbend, arbeite dem entsprechen praktisch dauernd und meine Partnerin arbeitet 80% beim Staat und verdient wesentlich mehr wie ich. Sexy findet Sie mich trotzdem, denn ich zeige auch ihr, dass ich sie sexy finde. Und so neben bei. Auch ein Mann kann seine erfolgreiche Frau sexy finden, weil sie mehr verdient! Und die Frau kann durchaus auch mal dominanter Auftreten und sich gut fühlen, weil sie mehr verdient. Das ist grundsätzlich nicht geschlechtsspezifisch.

      • Widerspenstige sagt:

        @Issey Schnyder
        Genau auf den Punkt gebracht, vielen Dank Issey! Es ist ein Spiel zwischen den beiden Partnern und die Spielregeln müssen/dürfen/sollen halt immer wieder neu interpretiert und der jeweiligen Situation angepasst werden. Das ist spannend und kann innerhalb einer lebendigen Beziehung wechseln – einmal ist die Frau dominant auftretend und einmal ist es der Mann. 😉

      • mila sagt:

        issey, issey, sie tun es schon wieder. was soll frau bloss mit ihnen machen?

      • Issey Schnyder sagt:

        Ach Frau Mila, ich bin halt so… machen sie es doch wie alle meine weiblichen Bekanten; beneiden sie meine Partnerin. 😉

      • mila sagt:

        ein ganz und gar schamloses exemplar, jawohl, das sind sie.

      • Issey Schnyder sagt:

        *smile, tja, tut mir ja Leid, denn ich bin alles andere als wie geschaffen für einen Diskurs zu pro und kontra Selbstbestimmung der Frau oder ähnlich. Hoffe nur, dass meine Partnerin mich nicht irgenwann verlässt, weil ich ein, ähhm wie war das genau weiter oben? Waschlappen bin?

      • mila sagt:

        wie ich schon sagte: es ist zum haare raufen mit ihnen.

      • Issey Schnyder sagt:

        Wollen Sie’s denn lieber anders? Ich bin in einem ausgesprochen patriarchisch geregeltem Haus aufgewachsen. Ich hätte da schon ein paar Pfundsprüche drauf. 😉

      • mila sagt:

        huch, jetzt kommen sie mir so? sie sind wohl mit allen wassern gewaschen. 🙂

      • Issey Schnyder sagt:

        Nein Frau Mila, nicht mit allen. Doch werden Feministen hier drin einfach nicht ernst genommen. Es ist zum heulen… so alleine um all die harten Kerle… *schluchts

      • mila sagt:

        so, jetzt reichts aber. sie haben genug charme verspritzt für heute.

      • Frank Baum sagt:

        @Schnyder: Egal wie Sie die Dinge mit Ihrer Partnerin geregelt haben, hat Waschtl-Sepp trotzdem Recht. Für Frauen steht nun einmal das Einkommenspotantial im Vordergrund. Männer schauen eher auf das Äussere. Auch wenn es ein Klische ist, dass alle radikalen Feministinnen in Bausch und Bogen verwerfen, ist es halt die praktische Erfahrung aller Partnervermittlungen. Dabei schriebt auch niemand den Frauen vor, wie sie sich ihre Partner aussuchen sollen. Sie tun es halt, wie sie es für richtig halten und mit überwältigender Mehrheit anders als es sich die Feministinnen vorstellen.

      • mila sagt:

        sehen sie jetzt, issey, weshalb mit den harten kerlen keine flirten will? *langweilig* *bieder* *ätz*. bis zum nächsten mal.

      • Issey Schnyder sagt:

        Herr Baum, Sie sind mir ja ein schöner Spielverderber. Was soll man dazu sagen.

  • Martina sagt:

    Wenn Sie zugeben, dass Sie sich ganz offensichtlich in einer privilegierten Situation befinden, habe ich nichts dagegen. Ihre super Putzfrau, sollte sie auch Mutter sein, ist aber wahrscheinlich auf einen Krippenplatz angewiesen.

    • Julia sagt:

      Vielleicht ist die Putzfrau einfach froh, dass sie einen Job hat.

      • Martina sagt:

        Genau das wollte ich hören!

      • Martin sagt:

        Martina ist ja eine richtige Heilige, die einer armen Putzfrau einen Job gibt. Sicher zahlt sie ihr einen anständigen Lohn, rechnet die AHV korrekt ab, hat selbstverständlich eine Unfallversicherung für sie abgeschlossen und natürlich bezahlt sie auch 5 Wochen Ferien bzw. krankheitsbedingte Abwesenheit. So wie es das Gesetz vorschreibt.

      • Martin sagt:

        Ich meinte natürlich Julia. Mein Fehler!

      • Julia sagt:

        Falls ich es mir jemals leisten kann, werde ich bestimmt auch eine Putzfrau anstellen (natürlich nach den gesetzlichen Bestimmungen). Nur wer Putzen für minderwertige Arbeit hält, hat wohl ein Problem damit, wenn jemand eine Putzfrau beschäftigt. Wieso sonst?
        Ich habe auch schon geputzt um Geld zu verdienen und war froh um den Job.

    • Auguste sagt:

      hmm…, martina, die spekulationen darüber werden bald ein ende haben, wenn arnie’s hausangestellte noch ein paar interviews mehr gibt.

      • Robert sagt:

        Genau, Noldi unser: Ich konnte mir nicht helfen, immer wenn ich die Fotos von seiner Frau und von der Hausangestellten gesehen habe, musste ich mich fragen – WARUM? Resp. ob es nicht einiges über den Terminator sagt, wenn man die beiden Typen so nebeneinanderstellt und sich vorstellt, was da wohl so alles im Spiel gewesen ist. Und – uups – schon wieder grinse ich von einem Ohr zum anderen…

      • Bio-Monika sagt:

        Ich fürchte auch, die Bilder von Arnie’s Frauen sind nicht gerade schmeichelhaft für sein sexuelles Jagdverhalten. Es ist aber nicht in Ordnung, wenn Männer ihn nur deshalb lächerlich machen, weil seine Frauen, ähem, ‚visually challenged‘ sind – bei Rubi Dingens, der Gespielin von Berlusconi, war eher ein anerkennendes Grunzen zu hören – dasselbe Jagdverhalten, allerdings lohnender….

      • Robert sagt:

        Das meinte ich nicht. Ich dachte, die Hausangestellte hat – nun mal ganz direkt gesag – wohl eine gewisse Muttersehnsucht bedient. Eben weil sie nicht einfach eine „Tusse“ ist, find ich das so interessant. Noldi hat – so könnte man denken – nicht einfach einen Rock gejagt. Überhaupt finde ich, dass er sich doch einigermassen korrekt verhält – jetzt wo’s ausgekommen ist. In meiner Achtung steht er weit, weit, weit über Berlusconi.

  • Arsène Grichblai sagt:

    Ich gestehe: Mein Ego würde es nicht verkraften, wenn meine zukünftige Frau die Haupternährerin wäre und ich der Hausmann. Schon eine Frau mit gleichem Bildungsniveau würde mein Selbstbild erschüttern. Wenn meine Freundin beim Einkaufen bezahlt, ist es mir schon unangenehm, ganz zu schweigen im Restaurant. Ich als Hausmann würde meinem Ego zuliebe alles flachlegen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.

    • Waschtl-Sepp sagt:

      Es erstaunt mich nicht, dass ein Mann dieses ehrliche Bekenntnis abgibt. Ich finde es aber erstaunlich, dass viele Frauen dieser Einstellung mit dem Mund widersprechen mit den Füssen aber anders abstimmen…

    • Auguste sagt:

      hmm…, klingt wie ein drehbuch-pitch für einen neuen ben stiller film oder eine hbo-serie, die sich in sachen trostlosigkeit mit „hung“ misst.

      • Arsène Grichblai sagt:

        Bleibt die Frage weshalb die Leute lieber Serien über Typen wie mich schauen als über Kravatte-tragende Businessfrauen oder erfüllte Hausmänner.

      • E.H.Roth sagt:

        hätte nicht gedacht, dass Auguste solche Filme schaut, hoffe ich liege falsch und es ist nur für Studienzwecke um den Primaten besser kennen zu lernen welcher täglich vor der Glotze sitzt.

    • Robert sagt:

      Ja, ich hätte auch Mühe (ebenso hätte ich auch ein Problem, auf die Bäume hinterherzukommen) – resp. so denke ich, wäre meine Ehe gar nicht zustande gekommen. Ich hab mir – damals wohl eher unbewusst – eine Frau ausgesucht, für die ich „sorgen“ kann. Heut ist mir das viel eher bewusst – dank meiner Frau, die zwar gern umsorgt wird, jedoch solche Dinge viel bewusster wahrnimmt. Sie ist mir in sozialen Dingen sicher überlegen – damit hab ich aber keine Mühe.

      Was ich meine ist, dass es vielleicht weniger das „Selbstbild“ ist, sondern persönliche und emotionale Wertvorstellungen.

      • Robert sagt:

        Und, ach ja: Ich bin der Ansicht, es sind zwei verschiedene Rollen-Paare wenn’s darum geht a) wer das Auskommen sicherstellt und wer die Kinder grosszieht oder b) wer für Ordnung sorgt und wer für das kreative Chaos.

    • Marcos sagt:

      Ich glaube ihr habt die Ironie nicht verstanden. Kaum ein Mann meiner Generation (Mitte 30) und jünger hätte ein Problem damit. Viele wären eher froh, wenn die Frau mindestens genauso viel nach Hause bringt. Mehr Geld für schöne Dinge. Ich denke es sind eher die Frauen, die sich in den Haushalt zurückziehen, wenn sich herausstellt, dass Arbeiten doch nicht so toll ist. Dem Mann bleibt dann nicht mehr viel anderes übrig als zähneknirschend zuzustimmen, vor allem wenn Kinder da sind. Das sind die Beobachtungen aus meinem Bekanntenkreis. (Bei Akademikerinnen ist dies aber nicht so ausgeprägt.

      • Arsène Grichblai sagt:

        Mein Post ist villeicht etwas überspitzt formuliert, aber keineswegs Ironisch gemeint.
        Was Sie ihrem Umfeld entnehmen, können Sie kaum auf die Allgemeinheit übertragen. In meinem Bekanntenkreis (Mitte 20) finde ich keinen Einzigen, der bereit wäre, Hausmann zu werden. Und auch keinen, der kein Problem damit hätte, wenn sie mehr verdienen würde. Das sie arbeitet, ist hingegen erwünscht. Aber villeicht sehen die Dinge in 10 Jahren anders aus.

    • Marcos sagt:

      Im Ernst? Das erschüttert mich. Die Frage Hausmann werden oder nicht, stellt sich ja eigentlich nur wenn Kinder da sind.
      Träffe dieser Fall ein müsste ich mir dies auch überlegen, aber nicht, weil ich damit prinzipiel ein Problem hätte sondern weil ich weiss, dass der Berufseinstieg danach sehr sehr schwierig werden würde (bin Informatiker) und ich auf lange Zeit abhängig wäre und jemandem zur Last fallen würde. Zumindest 20- 60% würde ich arbeiten wollen.

  • Beatrix sagt:

    Bei uns ist es so, dass ich (trotz geringerer Arbeitszeit) mehr Geld als mein Mann nach Hause bringe.
    Ich hätte keine Lust, zu Hause zu sitzen und (ungeliebte) Hausarbeit zu machen. ich mache lieber den Job, der mir Spaß und Geld bringt. Haushalt und Kindererziehung teilen wir uns ziemlich gleichmäßig. S brauche ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben, meine Kinder mal mit meinem Mann allein zu lassen, weil ich weiß, er kann alles genauso gut wie ich (manches sogar besser).

    • Linda-Sue sagt:

      genau so ist es bei uns auch, geht super. Und ehrlich gesagt ich mach meinen Job auch lieber als die Hausarbeit, da leiste ich mir einmal/pro Monat eine super Putzfrau, dann gibts auch keinen Streit um die Hausarbeit, die Investition ist es mir wert. Und wenn man 2 Tage die Woche rauskommt und den Kopf lüftet hat man auch wieder mehr Kraft für die Familie. Ich würd meinen Job nicht missen wollen.

  • Staunemann sagt:

    Die Männer haben kein Problem damit, wenn die Frauen die Ernährer der Familien sind. In anderen Regionen der Welt ist das normal, dass die Frau arbeitet und der Mann eher nicht. Die Löwinnen jagen und der Löwe isst zuerst. Das mit dem verlorenen Selbstbewusstsein der Männer ist eher ein Wunschgedanke der Frauen, da sie es hassen, wenn Andere ihr (selbstverdientes) Geld ausgeben. Die Mehrheit der Frauen in Mitteleuropa werden nie die Rolle der Ernährerin übernehmen, weil sie Egoisten genug sind um zu erkennen, dass das Hausfrauendasein viel bequemer ist als sich im Hamsterrad todzurackern.

    • tobe or not tobe sagt:

      Genau… so sieht die Realität aus… Europa ist noch im Mittelalter…!

      Egoistische Frauenzimmer dürfen auch gerne mal ihr Fett wegbekommen..:-)

      • Linda-Sue sagt:

        Egoisten na ja ich weiss nicht, wenn frau (eine gute) Mutter ist, dann steht der Nachwuchs im Fokus und wenn da alles roger ist, dann erst kommt die Mama irgendwann mal dran. Ihre Aussage ist eine enorme Abwertung der Hausfrau: “ à la den ganzen Tag bequem rumhocken“… wenns den so wäre ! Ein Haus sauber geführt und Kinder erziehen ist Arbeit und das nicht 5 Tage/Woche 0800-1700 Uhr. Hausaufgaben machen, streitende, nervende, kranke, sorgenmachende Kinder, WC-Putzen (wäh), saugen, Garten, Kochen, Termine, Taxidienst… und dann ein Mann der nichts hilft und meint man habe Ferien zu Hause, wow

    • Julia sagt:

      @Staubemann: Darf ich Fragen wie alt Sie ungefähr sind? Denn Ihre Erfahrung deckt sich überhaupt nicht mit meiner.

      • Julia sagt:

        Sorry, meinte natürlich Staunemann

      • Bio-Monika sagt:

        Staunemann muss mindestens 107 sein – seinen verstaubten Ansichten zufolge. Obwohl, da fällt mir ein, als er geboren wurde, gab es ja das Konzept Hausfrau bzw. arbeitende Frau gar nicht……

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn löwinnen besser kochen könnten – man müsste es sich direkt überlegen.

  • working mami sagt:

    Der Grund wieso die Mehrheit Schweizer Familien sich fuer das klassische Modell entscheiden ist, weil sie es sich leisten koennen, dass nur ein Elternteil arbeiten gehen muss und der Lohn fuer die ganze Familie reicht. Hier in Grossbritannien kenne ich eine Frau, die nicht arbeiten muss (es aber notabene trotzdem ein paar Stuendchen die Woche tut). Wobei ab 2 Kindern aendert das sich wieder, da mit den hoechsten Kinderbetreuungskosten in Europa (nur die Schweiz ist teurer!), arbeiten zum Geldverdienen meistens nicht mehr lohnt aber es oft ein paar Jahre macht um im Arbeitsprozess zu bleiben.

  • Heidi Merz sagt:

    Dass die Frauen in den USA erst nach der Ausbildung ins gebährfähige Alter kommen, mag ich nicht glauben – ich denke, Sie meinten das gebährwillige Alter. Ich denke, dass in vielen männlichen wie weiblichen Köpfen noch so alt-romantische Vorstellungen verankert sind, wie auch, dass der Mann grösser sein müsse als die Frau etc. Dementsprechend hinken wir auch gesamt-gesellschaftlich hinter Deutschland und Skandinavien her. Bemerkensweret nur, dass uns auch erzkatholische Staaten voraus sind. Ergo: Wären wir Individuen „moderner“, wären es auch die Rahmenbedingungen.

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Merz: Danke für den Hinweis, da haben sie natürlich recht.

    • Nun, Frau Merz, ich verstehe nicht, inwiefern Deutschland ein Vorbild für die Schweiz sein könnte. Das Sozialsystem ist derart üppig mit Gebär-Prämien ausgestattet worden, die auch bezahlt werden müssen, dass es die „Leistungsträger“ vorziehen auszuwandern und ihre Kinder in der Schweiz aufwachsen zu lassen, während in Deutschland nur noch Unterschichten und migrantische Parallelgesellschaften sich vermehren. Ein anderer Fall sind die skandinavischen Länder, wo „germanische Werte“ nicht durch die Nazi-Erfahrung in Verruf gebracht worden sind und „Multikulti“ in Frage gestellt werden darf.

    • Frank Baum sagt:

      Wir hinken weder Skandinavien noch Deutschland in irgend etwas hinterher. Wenn das Deutsche Gesellschaftsmodel so viel schöner wäre als unseres (es unterscheidet sich kaum), dann wären die Wanderströme in die andere Richtung unterwegs. Die Hans-Böckle-Stiftung zeigt ja, dass die Leute einfach das wählen, was sie wollen – selbst die junegen Leute (was auch der Artikel aus dem Standard zeigt).

      Die radikalen Feministinnen sollten irgendwann begreifen, dass ihre Vorstellungen nicht modern sind sondern blos an der Mehrheit vorbei gehen – und zwar an Frauen wie an Männern.

  • tobe or not tobe sagt:

    Hatten wir das Thema nicht schon hunderte male?? Aber zum thema: Wenn sie mehr verdienen kann wieso nicht? Wenn Frau und Mann von den traditionellen Rollen Abstand halten können und offen sind für neues….

    Solange aber Frauen noch deutlich weniger verdienen im Schnitt, und Männer von Grund auf ungerne Haushalt schmeissen, ist die Argumentationslast auf der Seite der Männer…
    Wählt weiter rechts meine Damen, ihr helft euch nicht damit!!!

  • Michael sagt:

    Würde gerne etwas hinzufügen. Dass hohe Präsenzzeit eine Voraussetzung für Karriere ist, bei Mann und Frau, muss in den Köpfen unserer Gesellschaft ändern. Es geht um die Effizienz, nicht Stunden im Büro. Wenn jemand 12 Stunden arbeiten muss, sind die Ressourcen vom Vorgesetzten falsch geplant. Auch hier unser Beispiel beweist es. Wir sind alle um 6 Zuhause, trotz guter Jobs. Ich glaube eher die Männer kommen gerne nach 8 nach Hause, weil dann das meiste im Haushalt erledigt ist.

    • Pascal Sutter sagt:

      Ich kann bestätigen dass ich alle meine 100% Jobs gut mit 80% erfüllt hätte. Es ist unglaublich, wieviele Leerläufe in der Dienstleistungsbranche passieren.

      • Eremit sagt:

        Nicht nur in der Dienstleistungsbranche.
        Unsere Gesellschaft hatte vor einigen Jahren einen Wandel durchgemacht und nun ernten wir allmählich die „Früchte“.

    • tobe or not tobe sagt:

      Schweizer Arbeitsmentalität: Sei pünktlich, deine Leistung ist nebensächlich…

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        verdammt richtig sutter/tobe. es ist wichtiger seine stunden abzuhocken, als das die leistung zählen würde. ich könnte problemlos jeden zweiten tag nach 6 stunden nach hause und hätte gleichviel gearbeitet. ich würde sogar noch besser arbeiten, da ich motivierter bin. aber wenn ich 8,5h abhocken muss, dann geh ich halt noch ein stündlein auf den blog 🙂

    • the man sagt:

      Ein sehr richtiger Einwand. Ich behaupte: kaum jemand kann länger als 6-8 Stunden konzentriert arbeiten, gerade Sitzungen und Besprechungen könnten enorm effizienter gestaltet werden. Leider gilt bei uns: Der erste im Büro und der Letzte am Abend gelten als fleissig. Ich nenne das ineffizient
      Wenn ich mein Umfeld anschaue muss ich sagen: Die Meisten bleiben nicht so lange im Büro weil sie ihre Arbeit lieben, sondern weil’s zu Hause einfach noch schlimmer ist als im Büro.

      • tobe or not tobe sagt:

        Schön dass das auch andere so sehen… Mein Chef ist genau so, arbeitet sogar noch 1 Stunde gratis pro Tag, und dies seit 10 Jahren… Firma gehört aber nicht ihm!!! Ab solchen Mitarbeiter lecken sich die Firmen die Finger, während Kompetenzen, Wissen und zielgenause Arbeiten mit Zeitgewinn nicht wirklich erwartet wird. Und wenn man genug lang in der Firma bleibt, wird man früher oder später zum Abteilungschef oder höher.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        kein wunder sind in den führungsetagen sehr sehr oft leute die nicht wirklich arbeiten können. die können nur lange arbeiten, aber von effizienz oder sachverständnis keine spur. am schlimmsten sind jene, bei denen manager hinten dran steht. ich habe selten solche unkoordinierten schwachköpfe gesehen. sorry. gibt sicher auch andere. aber ich kenn sie nicht.

    • Chris M. sagt:

      Es gibt sie noch, diese rückständigen Firmen……

      Ich konnte arbeiten wann ich wollte, zum Teil auch von zu Hause aus, die Arbeitszeit hat niemanden interessiert. Ich musste nur erreichbar sein zu den normalen Bürozeiten und die Resultate mussten stimmen.

      PS.
      So könnte man auch den Pendlerverkehr reduzieren.

  • Andreas sagt:

    Solange ich als Mann weiter 100% arbeiten kann, hätte ich nichts dagegen, wenn sie auch 100% arbeitet. Wenn sie dann noch mehr verdient als ich um so besser; ich glaube damit hätte ich kein Problem. Schwierig würde es erst, wenn sie sich deswegen als meine Chefin betrachten würde; das könnte ich nicht akzeptieren. Auch wäre ich nicht bereit weniger zu arbeiten wegen der Kinder oder dem Haushalt. Eine Familie wäre wunderschön, aber ich wäre trotz allen gesellschaftlichen neuen Ideen und Lobeshymnen aus Skandinavien nicht dazu bereit, Kompromisse bei der Arbeit einzugehen.

    • E.H.Roth sagt:

      Es gibt auch Studien gerade USA die besagen, dass Frauen heute mehrheitlich besser Ausgebildet sind als Männer und demzufolge auch besser Job’s kriegen was auch richtig ist. Wenn die Frauen weiterhin der Meinung sind, dass das nach oben schauen können, nur mit Status und Einkommen zu tun hat, dann wird es zunehmend schwieriger für beide Seiten einen Partner zu finden auch weil schon für die meisten Männer es nicht wichtig ist was für einen Abschluss oder Beruf die Frau hat oder ausübt.

      • talon sagt:

        Zum einen, Frauen haben bessere Noten, das heist nicht, das sie besser Ausgebildet sind. Weiter ist es so, das gerade Akademikerinnen oder Frauen in Führungspositionen keinen Mann bekommen, weil sie keinen finden, der über ihnen ist.

      • E.H.Roth sagt:

        genau, weil trotz Emanzipation diese Frauen nicht gelernt haben um was es wirklich geht. Diese Frauen sind zu recht allein. Solange die glauben nur ein Mann in einer noch höheren Position sei gut genug für sie wird sich auch nichts ändern.

        Stellen Sie sich vor wir Männer würden so denken, die Menschheit würde bald aussterben.

      • Eva sagt:

        Irgendwie genau so sinnvoll, wie wenn ich jetzt pauschal den Männern vorwerfe, dass sie prinzipiell eine hübsche Frau suchen, die beruflich weniger erfolgreich ist…

      • talon sagt:

        @e.h. roth und Eva
        Nicht nur diese Frauen. Das Partnerwahlverhalten bestätigt es ganz eindeutig, Frauen suchen Versorger und Beschützer. Die höchsten schreidungsraten haben Arbeitslose- und Hausmänner.

      • Simone sagt:

        Und auch hier wieder der Umkehrschluss: Frauen nehmen das, was sie kriegen können! Und da sich der Mann nicht nach oben anbieten will, kann die Frau nur aus dem Auswählen, was von oben kommt 🙂

      • Andreas sagt:

        @ Simone: Das finde ich wirklich eine gute Überlegung. Insofern muss man also gar nichts so dringend ändern am Denken der Frauen oder Männer. So wie es jetzt funktioniert finden sich zwei zusammen. Dass es bald mehr Akademikerinnen gibt als Männer ist schon richtig, aber Frauen studieren oft Dinge, wo sie anschliessend keine gutbezahlte Stelle finden (z.B. Psychologie) und Männer studieren eher die erfolgsversprechenden Richtungen (z.B. Wirtschaft). Deswegen sind Männer auf absehbare Zeit wirtschaftlich immer noch klar bessergestellt, was zumindest für die Partnerwahl für beide ein Vorteil ist

  • Paul Grimm sagt:

    Ich als Handwerker währe froh, würd meine bessere Hälfte würde einer quallifiziertere Arbeit nachgehen.
    Sie mit Matur arbeitet an der Kasse einer Kantine für 22.-/Std (alles inkl), eine vergeudung der Matur, oder was meint ihr?

  • Francois Aigeldinger sagt:

    Ich wurde schon als Kind so erzogen, dass Frau und Mann gleichberechtigt sine und halte dies für richtig. Das Hauptproblem liegt aber darin, dass Frauen kaum den Mann als Haushaltsführenden Teil unterstützen. Sie erwarten vielmehr, dass er genauso beiträgt wie sie und alle Verpflichtungen geteilt werden. Wenn sie jedoch eine Direktion innehat und somit auch auf die volle Unterstützung zuhause zählen könnte, dann kommt das Hindernis, sie will zu ihm aufschauen können, unbesusst vielleicht als Ernährer… Ohne bewusstes bearbeiten dieses Konfliktes geht es nicht ohne starke Spannungen.

    • Julia sagt:

      @ Aigledinger: Ich kann Ihrem Beitrag nicht ganz folgen. „Sie erwarten vielmehr, dass er genauso beiträgt wie sie und alle Verpflichtungen geteilt werden.“ Ist das nicht eine berechtigte Erwartung (vorausgetzt beide Arbeiten)?

  • Housewife sagt:

    Es gibt sie wirklich, die glücklichen Mütter die zu Hause bleiben DÜRFEN! Ich habe vor 10 Jahren meinen Job aufgegeben und bereue bis heute nichts. Ich muss meine Jungs nicht fremdbetreuen lassen, was diese sehr schätzen. Ich bin Familien-CEO und CFO! Mann und Kinder helfen im Haushalt, ich delegiere, habe ausserdem Zeit für Hobbies und Freiwilligenarbeit. Wir sind alle zufrieden und glücklich mit der Situation. Ich habe absolut keine Lust auf einen (schlechtbezahlten) Job, nur um zu schauen wie es wäre wenn…!? …das ist doch Schwachsinn!

    • Michael sagt:

      Ob ein Job schlechtbezahlt ist, hängt von der eigenen Motivation ab. Welche Ausbildung hat man genossen, welche Verantwortung will man im Job übernehmen. „…muss fremdbetreuen…“ tönt ziemlich negativ. Kann nur sagen, dass unser Sohn rebelliert hat, als wir Ihm angeboten haben, den Tageshort weniger zu besuchen. Wir haben zwei sozial sehr gut entwickelte Kinder mit trotzdem sehr starkem Band zur Familie.

    • Arsène Grichblai sagt:

      Es wundert mich schon lange, dass man Frauen wie Ihnen in den Medien keinen Platz einräumen will. Wann habe ich das letzte mal etwas über Hausfrauen gelesen? Es scheint, als existieren sie nicht. Housewife is the nigger of the world.

    • Dominique sagt:

      Ist doch schön wenn Sie zufrieden sind.
      Bezüglich der Frembetreuung möchte ich mich Michael anschliessen – meine freuen sich jeweils auf die Krippe…!
      Und ich habe halt keinen schlechtbezahlten Job, sondern einen gutbezahlten und dann sieht sie Sache auch schon anders aus…
      Und dann erlaube ich mir noch die Fragen: Was machen Sie, wenn die Kinder 16, 20 Jahre alt sind? Haben Sie dann immer noch keine „Lust“ auf einen Job? Und was sagt ihr Mann dann wohl dazu? Und falls es zu einer Scheidung käme?…

      • Michael sagt:

        guter Punkt Dominique. Wenn die Kinder Erwachsen sind, sind die Eltern auch 20 Jahre älter. Daheimgeblieben heisst auch fehlende Arbeitserfahrung. Dann wird es um so schwieriger einen Job zu finden, geschweige denn einen gutbezahlten. Die darauffolgenden Argumente sind dann: Frauen sind schlechter bezahlt…

    • Orlando S. sagt:

      Bravo, Housewife!
      Ihr Modell ist die Zukunft, ein historisch-kulturelles Privileg, nämlich! Es ist ein Zeichen von Intelligenz, dieses Modell zu wählen. Die Autorin preist wieder einmal völlig kritiklos das Neue, das Alternative, das von einer – wohl als besonders progressiv empfundene – Elite Vorgelebte („immer mehr“, wenn’s eine kleine Minderheit betrifft!).
      Die grosse Mehrheit der intelligenten jungen Frauen denkt tief drin genau so wie sie, Housewife! Frohen Mut und weiter so!

      • Bio-Monika sagt:

        Alle, für die der Begriff Hausfrau ein rotes Tuch ist, womöglich noch mit einem ‚Nur-‚ versehen: ‚Housewife‘ hat auch von Freiwilligenarbeit gesprochen! Es sind nämlich immer noch meistens die Hausfrauen, die Nachbarschaftshilfe leisten, Kranke und Alte besuchen und der Gesellschaft damit unschätzbare Dienste erweisen. Dass man diese nicht in eine Kosten-Nutzen-Rechnung packen kann, gibt niemandem das Recht, Hausfrauen per se als faule, arbeitsscheue Idiotinnen darzustellen.

      • Bio-Monika sagt:

        Gleichzeitig gilt: jede Familie hat selbstverständlich das Recht, ihre ureigene Lebensform auszuhandeln und zu leben. Diese Vielfalt ist ein positiver Spiegel einer Gesellschaft, die diese zulässt. Und diejenigen, die jeweils nur ihre eigene Lebensform für gültig und richtig halten, disqualifizieren sich.

    • Babs sagt:

      Ich denke, die Autorin will nicht die eine (Zuhausegebliebene) gegen die andere (Arbeitnehmerin) ausspielen. Aber ich teile die Ansicht von Housewife: Einen ganzheitlicheren und wahrscheinlich auch sinnvolleren Job als die Familie gäbe es für mich auch nicht.

  • Michael sagt:

    Sehr guter Artikel, Frau Binswanger. Bei uns bringt meine Frau den Löwenanteil des Einkommens nach Hause. 2 Kinder, Schulpflichtig, besuchen den Hort. Sie arbeitet 100%, ich 80%. Funktioniert sehr gut. Vor 10 Jahren war es umgekehrt, ich 100%, sie 80%. Wir sind ein Team, der Wille muss bei beiden vorhanden sein. Beide gute Ausbildung, also verwenden wir unser Potential. Resultat: alle 4 mit dem Leben zufrieden, Finanzen in Ordnung. Auch im Haushalt wird entweder ausgelagert (Putzen) oder Arbeit verteilt. Diskussionen über Emanzipation finden nicht statt. Es geht um die Sache, nicht Geschlecht.

    • E.H.Roth sagt:

      genau so sehe ich das auch. Arbeit verteilen, auslagern, das Geschlecht steht nicht zur Diskussion. Mit einer looser Frau die in allem eine Ungerechtigkeit und Benachteiligung sieht und einem gleich bei jeder Kleinigkeit eine Emanzen Debatte um die Ohren haut, sprich uns Männer langweilt, kann keine vernünftige Partnerschaft geführt werden. So was will keiner.

    • A.Tschannen sagt:

      Super dass es bei Ihnen so klappt. Ich denke es sollte auf jeden Fall so klappen dass alle am Schluss happy sind. Jede Familie ist anders und es kommt auf verschiedene Sachen drauf an (wer wieviel verdient, was jeden glücklich macht, wie es halt zusammen funktioniert). Es sollte auf jeden Fall die Möglichkeit bestehen dass ein Rollentausch eine Option ist. Ich sehe aber auch oft Familien die auseinander gehen weil die Frau auch arbeitet, dann den Haushalt und die Kinder betreut und der Mann unzufrieden ist weil sie keine Zeit mehr für Ihn hat.. In diesen Faellen, hat es nicht gut geklappt.

  • sind seit 20jahren hausmänner und möchten um nichts in der welt tauschen, das essen schmeckt und alle sind zufrieden und bei der kindererziehung viel gelernt.

  • Pascal Sutter sagt:

    Es ist schon so, dass Männer die persönliche Befriedigung eher im beruflichen finden. So ist jedenfalls meine Erfahrung – das hat aber nichts damit zu tun dass Familienarbeit nicht gleich viel wert ist. Im Beruf hat man die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und etwas ganz abzuschliessen was beim „Vaterjob“ nicht so gut geht und deshalb, wohl auch bei Müttern, an der Substanz zehrt.

    • Pascal Sutter sagt:

      Bei uns ist es tatsächlich so, dass ich derjenige bin der wenig verdient. Arbeit ist aber nicht nur Geld sondern ein wichtiger Teil des Lebens. Im Beruf kann man eine ganz andere Form der Wertschätzung, des Erfolgs und der sozialen Kommunikation haben die einem das Familienleben nicht bieten kann. Es hält einem geistig und menschlich fit, wenn man ausserhalb der Rolle als Vater/Mutter Kontakte hat. Ich bin fest der Meinung, dass beide Elternteile arbeiten sollen.

    • Chris M. sagt:

      Befriedigung findet man, wenn man bei einer sinnvollen Arbeit Erfolg hat und dies auch gewürdigt und anerkannt wird. Leider ist die gesellschaftliche Anerkennung der Familienarbeit nicht so gross, wie sie sein müsste.

      PS.
      zum Geniessen ein etwa 2500 Jahre altes Lob der Hausfrau

      • Dominique sagt:

        Also ich bin gottenfroh, eine bezahlte Arbeit zu haben. Natürlich ist es sehr sinnvoll, Kinder zu erziehen und ihnen Ansprechperson zu sein. Aber bitte sehr – wie sinnvoll ist Betten machen, Aufräumen, Wischen , Aufräumen, Einkaufen, Aufräumen, Geschirrspülter ausräumen, Aufräumen etc. etc????! Ich wäre grässlich unzufrieden, mich im alltäglichen Sisyphus-Modus zu befinden und genau das ist für mich Hausarbeit. Anerkennung und Dankbarkeit macht es auch nicht besser.
        Durch meine Jobbedingten Abwesenheiten sind wir nun alle zufriedener und manchmal macht sogar das Aufräumen Spass 😉

      • Chris M. sagt:

        Im Gegensatz zu den meisten so spannenden (!?) Sitzungen hat man beim Aufräumen ein vorzeigbares Resultät (mindestens kurz- bis mittelfristig).

        Viele bezahlte Arbeiten sind auch Sisyphus-Arbeiten (Preise eintippen, Lager auffüllen, Ersatzteile ausgeben, Daten sichern, Mails lesen, Protokolle schreiben, Spesen abrechnen,….)

        Auch bei kreativen Jobs ist ein beträchtlicher Anteil nicht kreativ, repetitiv, wenig anspruchsvoll, vielleicht 20% – bei andren Jobs bis zu 100%. Im grossen Ganzen schneidet Familienarbeit gar nicht so schlecht ab.

  • Reto sagt:

    Mit meiner Partnerin mache ich halbe-halbe und dies beschaue ich als DAS bewährte System für diejenigen Menschen, welche „die Familie“ als ihre gewählte Lebensform sehen.

  • Daniel sagt:

    Nur Hausfrau oder Hausmann sein ist glaub ich nicht absolut erfüllend. Also meiner 100% Hausfrau fällt regelmässig die Decke auf den Kopf. Könnte man es sich zu 50% teilen hätten beide mehr von der Familie und trotzdem ein Leben neben diesem. Bei 100% Haushalt und Kinder fehlt einfach der Ausgleich und ein anderes Umfeld.

    • Chris M. sagt:

      Nicht erfüllend ist es, wenn man diese Tätigkeit als minderwertig betrachtet.

      Wenn man sich vor Augen hält, wie monoton gewisse Tàtigkeiten in der Wirtschaft sind und wie abwechslungsreich und herausfordernd Familienarbeit und Erziehung sind, dann fällt der Vergleich klar zugunsten der selbständigen Tätigkeit in der Familie aus.

      • Mila (mit grossem M) sagt:

        Also ich würd lieber die Ablage im Büro machen als das Badezimmer putzen….

      • Greatsheep sagt:

        Nein Mila, ich würde lieber das Badezimmer putzen. Wann und wie ich ablegen muss bestimmt ein Chef, beim Badezimmer kann ich einteilen wie ich will. Ich kann anfangen, unterbrechen, die Zeitung dazwischen lesen, weitermachen, dann einen Kaffee trinken etc. 😉

    • A.Tschannen sagt:

      @Chris: genau dass habe ich im letzten Blog gesagt: Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Ein Job aus dem Haus kann auch langweilig sein und Familienarbeit kann auch interessant sein je nachdem wie man es gestaltet.

    • mira sagt:

      Es kommt auch immer drauf an, was man vorher gemacht hat. Wer vorher am Fliessband gestanden hat, für den ist das arbeitstechnisch gesehen ein Aufstieg. Wer anspruchsvolle Projekte geleitet hat, eher ein Abstieg. Es ist immer alles relativ…

  • Cybot sagt:

    Wir Männer haben doch nichts dagegen, wenn die Frau das Geld verdient. Wir haben nur etwas dagegen, die Hausarbeit machen zu müssen!
    Vielleichts liegt es ja daran, dass für Männer einmal im Monat (höchstens) putzen und aufräumen locker reicht (Erfahrung aus Männer-WGs), aber Frauen höhere Ansprüche an die Sauberkeit haben. Wenn mann dann dauernd putzen muss, nur weil die Frau das will, ist er natürlich schnell unzufrieden.
    Und natürlich, das ist eine Frage der Persönlichkeit und des Verständnisses für den anderen. Und auch der gesellschaftlichen Akzeptanz.

    • A.Tschannen sagt:

      Sehr ehrlich gesagt… 🙂

    • Greatsheep sagt:

      Das hat was. Es wird dann häufig die Kadenz erhöht. Zum Beispiel statt einmal Staubsaugen die Woche dann zweimal. Sauberer als sauber wirds nicht und bei solchen nutzlosen Haushaltsarbeiten klinke ich mich aus 😉

  • A.Tschannen sagt:

    „Erliegen die Frauen einer Haushalts-Kontrollneurose?“ Nein! Wenn ich mir sicher bin dass die Arbeit gut erledigt wird, dann bin ich sehr froh sie anderen zu übergeben. Dass hat mit Gender wirklich nichts zu tun. Anderseits kenne ich persöhnlich nicht viele Maenner die gern und mit vollem Einsatz sich um Kind und Haus kümmern wollen.

  • Chris M. sagt:

    Vieles in diesem Bereich ist eine Frage der Wertschätzung.

    Z.B. Familienfinanzen haben zwei Seiten: das was herein kommt und das was nicht hinausgeht! Durch geschicktes Einkaufen (Preis-/Leistungsverhältnis) und Planen der Vorräte (ergänzen bei Aktionen) kann man sehr viel beitragen. Nur muss man diesen Beitrag auch sehen und würdigen.

    Dasselbe gilt auch für andere Aspekte des Familienlebens. Letztlich geht es darum, sich möglichst gut zu ergänzen und die Beiträge des anderen zu schätzen. Ein (zeitlich begrenzter) Rollentausch fördert das Verständnis für die andere Seite sehr.

    • Chris M. sagt:

      PS.

      Man kann das mit einer Firma vergleichen: der Einkäufer hat einen wesentlichen Einfluss auf Gewinn/Verlust der Firma.

  • Benzino Friedenslieb sagt:

    Ich fänds uneingeschränkt gut, mich auf das Hausmannendasein kaprizieren zu können – allerdings geht mir dazu auch ein wenig das Talent ab; meine Partnerin brauchte viel Geduld mit mir … Und hat jemand die Telefonnummer der Dame auf dem Bild? Schwelg!

    • Nicole sagt:

      vielleicht Deine Partnerin?

      • Benzino Friedenslieb sagt:

        Seufz. Ich dachte, die Abwesenheit einer Partnerin erschlösse sich aus dem Konjunktiv II von selbst.

    • Eremit sagt:

      Hausmannendasein …. Artgerechte Haltung von Männer, wo doch somancher Mann lieber den Garten umsticht, Gemüseplanzt und sich um Bäume kümmert?

      Herr Friedenslieb, wer ist wohl die Schöne auf dem Bild? Tipp: Schauen sie die Bilder hier genau an.

  • Peter Lerz sagt:

    Das ist so eine Schutzbehauptung, die ich seit Jahren immer wieder lesen muss, die aber nicht stimmt.

    Sobald es ungemütlich wird, ist die Emanzipation dann doch nicht so wichtig und man bleibt lieber zu hause. Es ist halt nicht einfach, wenn man den ganzen Tag arbeiten muss und von der Familie getrennt ist oder wenn man abends nach 12 Stunden noch den Supervater geben muss.

    • hmmm... sagt:

      Wenn ihre Frau lieber zuhause bleibt, dann ist sie eventuell nicht emanzipiert, hat einen Job, der sie einfach langweilt usw. Mit Emanzipation hat das dann nichts zu tun. Sie bringen da etwas durcheinander: Manche Frauen sind emanzipiert, die sind dann aber auch nicht bequem. Es mag solche geben, die nur die Vorteile der Emanzipation wollen, aber die sind dann auch nicht emanzipiert, sondern bequem und oppurtunistisch.

      • E.H.Roth sagt:

        aha, nicht bequem = emanzipiert! Es ist doch eher so, dass kaum ein Unternehmen unbequeme Mitarbeiter will ob Mann oder Frau die das Betriebsklima mit ihren Charakterschwächen stört.

      • hmmm... sagt:

        @E.H.Roth. Unbequem und nicht bequem ist nicht dasselbe. Ich meinte bequem im Sinne von faul und bezog mich auf Peter Lerz‘ Unterstellung, dass Frauen zu bequem seien um zu arbeiten. Nichtsdestotrotz sind emanzipierte Frauen weder Charakterschwach noch unbequem. Frustrierte Frauen sind das.

      • E.H.Roth sagt:

        na gut, wenn sie meinen.

  • Tom sagt:

    Ich wäre froh und würde es schätzen wenn meine Frau die finanzielle Versorgung der Familie übernehmen würde. Das tägliche rumschlagen im Job ist ja eigentlich auch nicht gerade ein Zuckerschlecken. Den Haushalt, die Erziehung der Kinder wäre sicher eine interessante Alternative. Frauen wie aber auch wir Männer würden sich aber wahrscheinlich noch wundern wie das in Wirklichkeit aussehen würde. Leider bei mir nicht möglich – oder nur mit grossen finanziellen Abstrichen, verkauf des Hauses, vielleicht kein Auto mehr, weniger Ferien etc., etc.

    • hmmm... sagt:

      Es gibt viele „Frauen“, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten müssen, wir wundern uns daher nicht, sondern fühlen uns ganz einfach verbrüdert und verschwestert mit allen Menschen, die für sich selbst sorgen müssen:-)
      Warum die Arbeit nicht aufteilen? Auch wenn es in der Schweiz besser ist als in der Türkei, so ist es doch noch nicht so einfach, die Rollen zu tauschen oder gemeinsam für die Finanzen aufzukommen wie in Skandinavien…warum eigentlich?

  • Frau Binswanger, ein brillianter Text, einmal mehr, objektiv, sachlich und argumentativ ausgewogen! Lupenrein, das macht richtig Freude, wirklich!

    Wenn die Frau das Geld verdient

  • hmmm... sagt:

    >>Ich glaube deshalb nicht, dass der Rollentausch ein spezifisches GENDERPROBLEM ist, sondern eine Frage der PERSÖNLICHKEIT.<< Das ist eine etwas undifferenzierte Aussage. Die Persönlichkeit entwickelt sich doch in stetiger Auseinandersetzung mit sozialen Rollenerwartungen, wovon das Gechlecht eine zentrale Kategorie darstellt. Persönlichkeit und gesellschaftliche Normen kann man nicht trennen. Sie beeinflussen sich stets gegenseitig. Sie und ihr Mann zeigen nur, dass Rollentausch zu mehr Verständnis führen kann, wenn mensch es wagt, von der Norm abzuweichen. Die Norm existiert aber dennoch!

    • A.Tschannen sagt:

      Da muss ich zustimmen. In der Schweiz ist es eher möglich das diese Normen sich langsam aendern. Ich kenne ein paar dass genau wegen diesem Problem in die Schweiz gezogen ist. Sie hatte einen super Job und er war froh sich um die Tochter zu kümmern. Also sind sie von Istanbul nach Basel gezogen wo er keine Probleme mit diesem Rollentausch erlebt hat. In Istanbul haetter er eher Mühe gehabt mit den Gesellschaftlichen Normen und Erwartungen. Nun sind sie wieder in Istanbul da die Tochter in die Schule geht und beide problemlos arbeiten können.

    • Julia sagt:

      @hmmm… : Ich bin mit Ihnen nicht ganz einverstanden, viele wichtige Eigenschaften eines Menschen haben nichts mit seinem Geschlecht und den dazugehörigen Rollenerwartungen zu tun. Ob jemand Geduld hat, Grenzen setzen kann, liebevoll und zärtlich ist oder z.B. ein Organisationstalent ist, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.
      Natürlich beinflussen gesellschaftliche Normen unsere Persönlichkeit genauso wie alle anderen Erfahrungen die wir machen. Aber so entscheidet z.B. die Persönlichkeit auch darüber ob wir uns überhaupt um solche Normen scheren.

    • Cybot sagt:

      Eine starke Persönlichkeit kann sich eben auch über gesellschaftliche Normen hinwegsetzen. Wer nur das tut, was die Gesellschaft von ihm erwartet, hat üblicherweise nicht gerade viel Persönlichkeit.

      • hmmm... sagt:

        @Julia. Vermutlich war meine Aussage missverständlich, aber ich meinte, dass viele Menschen sich an den Rollen orientieren und sich bestenfalls damit auseinandersetzen. Das ist eine Wahl, nicht ein Naturgesetz. Mein Kommentar bezog sich auf das in Anführungszeichen gesetzte Zitat von Frau Binswanger, welche Persönlichkeit und Geschlechterrollen als unabhängige Variablen hinstellt, was eben nicht der Fall ist. Viele Menschen orientieren sich an Geschlechterrollen -darum gibt es auf diesem Blog ja auch all diese Diskussionen über „Männer“ und „Frauen“.

      • hmmm... sagt:

        @Cybot. Eine starke Persönlichkeit zu erlangen ist eine Lebensaufgabe. Meine Wenigkeit setzt sich auch über Normen hinweg, aber anderen Menschen dafür die Persönlichkeit absprechen, finde ich etwas arrogant. Andere Menschen lassen sich einfach von anderen Werten bestimmen – und wählen weniger ein Leben, das ihnen entspricht. Eine Persönlichkeit haben sie aber trotzdem!

      • tobe or not tobe sagt:

        Lassen wir uns nicht in eine Ecke treiben durch gesellschaftliche Normen. ! Das Leute die sich nur anpassen und angsterfülltes Leben führen, werden nie frei sein und lassen sich ihre Persönlichkeit nehmen.

  • Y.K m sagt:

    So sehr ich mir vornehme, Beruf und Familie zu teilen (will auch meine Kinder grosswerden sehen), so sehr ich mir sogar vorstellen kann, ganz zu Hause zu bleiben, mit meinen Freunden und deren Kindern Mittagstisch zu veranstalten, so habe ich wirklich Zweifel, ob ich dabei gluecklich werde.
    Beruflich Karriere zu machen, bedeutet Verantwortung fuer die Mitarbeiter zu uebernehmen und verlaessliche Vorarbeit zu leisten was auch sehr berfriedigend ist doch das setzt eine hohe Praesenzzeit voraus.

    • hmmm... sagt:

      Schön ehrlich. Als Frau dürfte man das nicht so sagen. Da würde gleich wieder eine Flut an Hasstiraden gegen Emanzen losgehen. Wissen sie, viele Frauen sind auch nicht glücklich mit dem (ausschliesslichen) Hausfrauen – Mutterdasein. Aber es ist eben für die Frauen nach wie vor ein Tabu, das zuzugeben.

    • Cybot sagt:

      Das mag für Sie stimmen, aber nicht jeder macht Karriere – wieviel % der Männer sind denn Führungskräfte (und dann noch aus Leidenschaft)? Die allermeisten haben keine Verantwortung für Mitarbeiter, sondern SIND Mitarbeiter.

  • Adam sagt:

    Ich höre das immer wieder. Nur sehen kann ich es nirgends im real life. Nicht alles verkommt zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

    • Cybot sagt:

      Das sieht man den Leuten ja auch nicht an. Und der eigene Bekanntenkreis ist nicht repräsentativ. Ich habe erst kürzlich gelesen, dass in Deutschland schon in 20% aller Haushalte die Frau mehr verdient als der Mann, Tendenz steigend. Aber die meisten hängen das natürlich nicht an die grosse Glocke. Und Leuten mit einer negativen Einstellung zu dem Thema, wird man es natürlich erst recht nicht erzählen.

  • M. Fischer sagt:

    Für mich als Mann um die 30ig, ein weiterer Grund keine Familie, sondern eher die Unterbindung zu planen.

    • Johnny Boy sagt:

      Wenn die Arbeit interessanter ist als der Partner und die Frau keine Kinder von einem will dann ist man als Partner sowieso nicht interessant.

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