Dick oder schwul

Dem neuen Komplex der Primarschülerinnen  bin ich an der letzten Geburtstagsparty meiner Tochter zum ersten Mal begegnet: Eines der gelandenen Mädchen sass ganz allein auf dem Sofa, während die anderen Gäste Kuchen assen. Ich fragte die Neunjährige, ob sie keinen Schokoladencake möge, worauf sie nur mit den Schultern zuckte und sagte: «Meine Freundin hat gesagt, ich bin dick.» Das Mädchen, das mit den Tränen kämpfte, gehörte zu den grössten Gästen an der Party und war so normalgewichtig wie alle anderen auch. «Du bist überhaupt nicht dick, du bist genau richtig», wollte ich es trösten. Es schaute mich nur verständnislos an, stand auf und setzte sich mit den anderen an den Tisch.

Dick ist das neue doof

Dick ist das neue doof

Ein paar Wochen später erzählte mir meine Blogpartnerin, dass ihre siebenjährige Tochter mit der Frage nach Hause gekommen sei: «Mama, bin ich dick?» Und als ich kürzlich im Hort auf meine beiden Töchter wartete, hörte ich zwei Jungs darüber verhandeln, wie man  eine Klassenkameradin, die ihnen auf den «Sack» ging, am besten fertigmache: «Wir sagen ihr, sie sei fett. Das hilft immer», schlug der eine vor. Der andere nickte begeistert.

Seither höre ich, wenn immer ich Mütter auf das Thema anspreche, von Töchtern oder deren Freundinnen, die dick geschimpft werden. «Dick» ist offenbar für Mädchen, was «schwul» für die Jungs: Die schlimmste Beleidigung. Beide Adjektive haben sich von ihrer ursprünglichen Bedeutung losgelöst und als Schimpfwort verselbständigt. Kinder haben keine genaue Vorstellung von Übergewicht oder Homosexualität im Kopf, wenn sie den Kameraden diese Schimpfworte an den Kopf werfen. Aber sie haben ein feines Sensorium für das, was ausgrenzt, weil es von der propagierten Norm abweicht.

«Dick» und «schwul» sind deshalb in ihrer abwertenden Funktion so wirkungsvoll, weil sie zentrale Werte von weiblichen und männlichen Geschlechtsbildern in unserer Gesellschaft spiegeln: Figur und Schönheit bei Frauen, Stärke, Coolness und Machismo bei Männern. Es reicht, dass ein Junge nicht Fussball spielt, um ihn schwul zu schimpfen. Und offenbar reicht ein Krach auf dem Pausenplatz, um sich den Titel «fett» einzuhandeln. Meine willkürliche und unrepräsentative Umfrage unter Primarschülerinnen  hat zudem ergeben, dass Mädchen heute lieber als «Tussi» bezeichnet denn «dick» genannt werden. Sollte diese Reduktion auf Rollenklischees uns Müttern und Vätern zu denken geben? Oder handelt es sich dabei bloss um idiotische aber harmlose Auswüchse der Jugendsprache?

98 Kommentare zu «Dick oder schwul»

  • Nemi sagt:

    Hallo.
    Als Kind war ich auch übergewichtig, wurde als Rollmops und allerlei anderes bezeichnet. Mit 12 Jahren und einem Kampfgewicht von 75Kg nahm ich mit Weight Watchers 27Kg ab…war mit 14 Jahren und einer Grösse von 1,56m normalgewichtig.
    Allerdings verlor ich dann die Kontrolle über mein Essverhalten, wusste nicht mehr, was NORMAL hiess. Es fehlte nicht viel und ich wäre in die Magersucht abgerutscht. Ich verlor sämtliches Selbstbewusstsein und begann aus Druck von meinen Eltern, die mich als ZU MAGER empfanden, wieder zu fressen….
    Heute bin ich 20 Jahre alt und wiege 95 Kg…Bin aber wieder am abnehmen, wieder mit Weight Watchers. Meinen Eltern mache ich keine Vorwürfe mehr, doch ich verschweige es nicht, dass sie eine MItschuld tragen. In meiner Kindheit wurde ich oft von meiner Grossmuter gehütet, die mir übermässig viel Schokolade und andere Leckerein gab. Meine Geschwister wurden nie von ihr gehütet und haben heute kein gestörrtes Verhältnis zum essen.
    Ich mache niemandem einen Vorwurf, kann mir aber selbst auch nicht alle Schuld geben. Ich bin nur froh, dass ich von 2 Monaten ausziehen konnte und den Essens-Terror von meinen Eltern nicht mehr mit anhören muss. Nun kann ich selbst entscheiden, was ich einkaufe und Schockolade steht bei mir bestimmt nicht auf der Einkaufsliste.

    • Eni sagt:

      Finde ich gut, dass Sie etwas unternehmen. Scheuen Sie sich nicht einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie es nicht schaffen oder Sie noch mehr zunehmen. Man wird Ihnen helfen. Meiner Cousine wurde auch geholfen.

      Viel Erfolg.

  • Hanspeter sagt:

    Wenn ich mich mit diesen Themen auseinandersetze, kommt schnell einmal die Erinnerung an meine Kindheit, die Frage, wie war es in meiner Kinder- und Jugendzeit? Ich bin in einer ländlichen Gegend aufgewachsen und war dadurch sicherlich von vielen städtischen Einflüssen verschont geblieben.
    Noch heute kann ich mich an solche Begebenheiten erinnern. Die Aussage von Klassenkameraden ich sei schwul, hat mich als Kind getroffen. Ich erinnere mich auch noch – ohne zu wissen, was schwul sein eigentlich war – wie ich mich ausgegrenzt und gedemütigt fühlte. Damit umzugehen war einzig meine Sache.
    Die Beschwerden meiner Eltern an die Eltern der tätlichen Kameraden, waren eine hilflose Gestik mit dem Problem fertig zu werden. Dennoch war ich alleine mit den vielen Fragen, welche mich beschäftigten. Was ist das überhaupt, schwul sein? Ist das ein Gebrechen, eine Krankheit, bin ich deswegen ein schlechter Mensch und nicht von der Gesellschaft akzeptiert?

    Für viele Eltern meiner Generation, war eine Begleitung während der Pubertät und Adoleszenz ein Gräuel. Fragen von den Heranwachsenden konnten nicht beantwortet werden, teils weil einfach das Wissen fehlte und auch aus Scham.

    Nun, ist es heute besser? Vom Wissen her sicher, von den Möglichkeiten sich das Wissen anzuschaffen auch. Aber unsere Gesellschaftsstruktur hat sich geändert. Immer wie mehr alleinerziehende Frauen und Männer sind bittere Realitäten. Immer wie mehr Mütter müssen ihre Jungs alleine zu Männer und immer mehr Väter müssen ihre Töchtern alleine zu Frauen erziehen und, immer wie mehr, vor allem Väter nehmen ihre Verantwortungen gegenüber ihren eigenen Jungs nicht mehr wahr und führen sie nicht in die Welt des Mannes und deren Verantwortungen gegenüber der Frau, der Gesellschaft und der Natur ein. Durch diese Wandlung der Gesellschaft wurde wahrscheinlich keine wesentliche Verbesserung in der elterlichen Begleitung von Jugendlichen erreicht.

    Junge alleingelassene Menschen konsumieren nicht selten im vermehrten Masse Internet und Fernsehen und andere populäre Medien. Schönheit und Lifestyle verführen in die Welt des Phantastischen. Es gibt wohl kein Kind, welches nicht sehnsüchtig in dieser Welt leben möchte. Hier werden die Idealbilder von Mann und Frau geformt. Alle wollen dem entsprechen und der Druck ist riesig. Um so mehr kränkt eine Aussage, nicht dazu zu gehören, vor allem verträumte Kinder. Und es bedarf schon bei uns Erwachsenen viel Selbstbewusstsein, sich diesem Druck nicht zu beugen.

    Sind wir es unseren Kindern nicht schuldig auf die vielen Fragen eine kompetente und verantwortungsvolle Antwort zu geben? Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass auf der Suche nach diesen Antworten etwas Sonderbares geschieht. Eine bewusste Auseinandersetzung mit seinem Leben und seinem eigenem Geschlecht kommt in Gange. Eine Auseinandersetzung, welche vielleicht zur eigenen persönlichen positiven Vergangenheitsbewältigung führen kann und die Chance bietet, dass sich sein eigenes Leben weiterhin in eine positive Richtung entwickelt.

    Ist das nicht wunderbar?

  • Eni sagt:

    @ Karl

    Sie machen es sich zu einfach. Habe eine Cousine die fressüchtig ist deren Elend mit ca 4 Jahren begann. Ihre kleinere Schwester kam mit einer Augenerkrankung zur Welt; plötzlich drehte sich alles nur noch um die Kleine. Immer wieder Spitalaufenhalte und die Grosse wurde einfach ‚vergessen‘. obwohl sie als Kleikind rappeldürr war hatte sie mit 5 Jahren schon enormes Uebergewicht. Das ganze Leben war geprägt von Versuchen abzunehmen und endete bei ca 170 Kilo. Als der Arzt ihr eröffnete, dass die restliche Lebenserwartung unter 10 Jahren liegen würde, hat sie sich zu einer OP entschlossen und bis zum heutigen Tag 80 Kilo abgenommen.

    Aus eigener Kraft hätte sie es NIEMALS geschafft: Der Magen war so ausgedehnt, dass es mindestens 6 Teller Pasta benötigte um ein Sättigungsgefühl zu haben. Selbst wenn man diese Menge ohne Sauce und anderes isst, sind es zuviele Kalorien und ein Abnehmen unmöglich. Bei Diät ist war der 1. Gedanke am Morgen HUNGER und der letzte Gedanke am Abend ebenfalls HUNGER.

    Sie können sich doch nicht einfach ein Urteil bilden, über etwas wovon Sie keine Ahnung haben. Was gibt Ihnen das Recht, dicke Menschen zu Mobben? Das ist ja erbärmlich.

    Uebrigens ist Fressucht eine Krankheit genau wie Drogensucht und Alkoholismus und wenn man es genau nimmt auch das Rauchen.

  • Karl sagt:

    abnehmen = keine Mobbing

    so einfach ist das!!!
    Wer nicht abnimmt der brauch sich auch nicht beschweren das er gemobbt wird, denn er will es ja anscheinend so haben. Wenn nicht dann weis er ja was zu tun ist. Schluss aus da gibts kein Mitleid und kein drum rum gerede. Wenn jemand das Essen übermäßig genießen will dann muss er auch mit den Folgen leben, dazu gehört auch das mobbing.
    Während Kinder in Afrika verhungern, haben die sich nicht so voll zu fressen. Es gibt Leute die nichts dafür können das sie gemobbt werden (dazu gehören z.B. Behinderte), aber Dicke die können eindeutig was dafür (auch Jugendliche, denn sie besitzen genug geistigen Verstand, um zu wissen was sie gegen das mobbing tun können). Einer der sein Bein verliert würde mit Freude lieber 200kg abnehmen, damit er sein Bein wieder hätte.

  • Paul Riedel sagt:

    Es ist traurig, dass Muttern und Vätern zu Schimpfungen wie „Schwul“ als lustig oder gar zulassen. Bedenken wir, dass die Ausgrenzung eines Gruppes erstens sozialungerecht ist, zweitens versetzt jungeren Homosexuelle in ein Lügennot-Status. Da der Adoleszent seine wahre Natur verleugnen muss und sogar zu Selbstmord kommen kann, wegen eine Bagatelle wie der sexuelle Orientierung. Wenn man dieser Art der Beschimpfung zuläßt und wie hier im Artikel banalisiert, zeigt man nur dass man nicht reif ist, die entsprechende Orientierung für eine gesunde Erziehung zu leisten.

  • Rahel sagt:

    @ Claudia

    danke 🙂

  • Rahel sagt:

    @ gargamel

    Ist nicht ganz das Gleiche! Immerhin geht es hier ums Thema……..

  • gargamel sagt:

    @rahel: ist das hier nicht was ähnliches wie unsere hahnenkampf-runde..? einfach die hühnerklatsch-variante davon..? 😉

    *duck-und-weg*

  • Claudia sagt:

    @Rahel

    Du machst das in meinen Augen absolut richtig!!!! Und es ist ganz toll, wie gut Du das Essverhalten Deiner Tochter kennst und einschätzen kannst, und dass sie so ein aktives Mädchen ist!
    Und was Laura von ihrer Tochter erzählt, habe ich selber als junges Mädchen genau so erlebt… Mach Dir also keine Sorgen! 😀

  • Rahel sagt:

    @ Laura

    Wow, Du lässt mich hoffen! Habe mir nämlich schon ernsthaft Sorgen gemacht wie das mal rauskommt ( man will ja das Beste fürs geliebte Kind und dazu gehört eben auch dass es figurmässig passt, so dass es nicht gehänselt wird wegen zu dick oder zu dünn, weil das einem selber ja auch weh tut! Und klar, die eigenen sind immer die Schönsten, keine Frage!!!) Zuweilen fühlt sich meine Tocher schon nicht ganz so wohl in ihrem Körper, aber ich denke, das hängt auch mit der Pubertät zusammen! Und ganz klar, das was Du betr. Ernährung schreibst ist das A und O!

  • Laura sagt:

    @Rahel
    das kenn ich auch von meiner Tochter, die war auch immer „guet binand“ , nicht dick, aber auch kein dürres kränkliches Kind, sie hatte Fleisch auf den Rippen dann so mit 13 hat sie angefangen zu wachsen, richtig in die Höhe geschossen ist sie und was vorher eher zu dick war, war plötzlich eher zu dünn. Heute ist sie eine grosse schlanke junge Frau, sehr selbstbewusst und für mich die schönste die es gibt ( ist ja klar, oder?)
    Wichtig ist, dass das Kind ausgewogen und regelmässig isst und sich viel bewegt und dass es sich wohl in seinem Körper fühlt, der Rest kommt von selber.

  • Rahel sagt:

    @ Claudia

    Du hast absolut Recht!

    Unsere ältere Tochter neigt leider auch dazu, schnell zuzunehmen ( wobei sie jetzt nicht dick ist und es hoffentlich auch nie wird ), obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, gesund und ausgewogen aber doch nahrhaft zu kochen! ( Sie sitzt in der Freizeit auch nicht dauernd vor dem PC oder Fernseher, trinkt vielfach Wasser oder sonstige kalorienarme Getränke, Cola ist bei uns gar kein Thema)Aber sie hat einfach einen guten Appetit ( und eigentlich bin ich ja froh darüber, denn 1. zeigt es, dass ich gut koche und 2. dass sie gesund ist, sobald sie nämlich nicht mehr so essen mag weiss ich das was im Busch ist, ob nun krankheits- oder seelisch bedingt! ) Nun versuche ich einfach, ihr den ärgsten Heisshunger möglichst kalorienarm zu stillen, sei es dass sie möglichst viel Wasser vor dem Essen trinkt oder dass sie vor dem Hauptgang viel Salat, Früchte oder Gemüse isst! So liegt nämlich auch noch ein kleines Dessert drin ( denn nichts ist in meinen Augen schlimmer als der totale Verzicht! Das fördert das Nachholbedürfnis und das „Hintenrum“ oder im verborgenen Naschen)

  • Claudia sagt:

    @momma4, Toller Beitrag!!!
    @Rahel, Du sprichst mir aus der Seele….

    Allerdings darf man beim Thema Übergewicht bei Kindern (ich meine Übergewicht, keine Minipölsterli) nicht die Augen verschliessen und so tun, als sei das normal. Problematisch ist, dass in vielen Familien nicht mehr gekocht wird (Gemüse etc.) sondern aus Zeitgründen zu fertigen Mikrowellenessen gegriffen wird. Aber man muss diesen Leuten wenigstens klarmachen, dass es nicht drin liegt, dann auch noch jeden Tag Eistee zu trinken und Süsses zu futtern. Auch der regelmässige Besuch in Fast-Food Lokalen ist dem Gewicht nicht wirklich zuträglich, genausowenig wie das TV Gucken, anstatt sich zu bewegen, wie das bei uns noch der Fall war…

  • Rahel sagt:

    Noch was: Schade darf ich hier nicht das Wort mit dem A am Anfang schreiben, denn auf Dich würde es voll und ganz zutreffen!!!!!

  • Rahel sagt:

    @ Meier

    Dein Kommentar liegt zwar schon einige Zeit zurück, hoffe aber dass Du das was ich darauf antworte doch noch liest!

    Also 1. frage ich mich doch gleich wer hier wohl frech und arrogant ist…………

    und 2. hast Du Dir schon mal überlegt dass es Leute gibt dIe krankheitshalber dick sind oder weil sie dickmachende Medikamente schlucken müssen? Für alle jene ist dein Gequassel eine Schlag mitten in die Fr…….!!!!!!

    Wie kann man nur? Und überhaupt, was andere Leute im Einkaufswagen oder -korb haben geht dich einen feuchten Kehricht an, geschweige denn dass Du Dich anmasst, einen Kommentar dazu abzugeben! Ist ja eine bodenlose Frechheit!!!!

  • naomi sagt:

    meine tochter alexandra wird gehenselt wegen ihrer neuen hose ich habe einen fehl kauf gemmacht sie siht dick aus

  • Bea sagt:

    Habe den leisen Verdacht, viele von euch lassen sich von den Kindern zu sehr beeinflussen oder gar knechten. Natürlich passt dem Töchterchen die Nase oder etwas anderes nicht. So what? Ist ja ganz normal, ich wäre selber auch eine Schönheitsprinzessin, zumindest gewesen. Aber so bin ich nun mal auf die Welt gekommen und muss daraus das beste machen. Und das sag ich meiner Tochter dann auch, zusammen mit etwas Trost. Und wenn eine andere weiter auf ihrem vermeintlichen Defizit herumreitet, hat diese doch selber ein (grösseres) Problem. Zuviel Gefühlsduselei lass ich da gar nicht aufkommen, wäre ja noch schöner.

  • lilifee sagt:

    Ist ja das letzte – wie gewisse menschen über andere menschen herziehen, die ein bisschen mehr speck an den rippen haben. Wenn die erwachsenen schon so intolerant sind, wie sollen kinder Anstand denn lernen?

  • Müde Mama sagt:

    @ david
    You’re absolutely right. It really does hurt not only the child but also the mother, if children call themselves words like gay or fat. My daughter now wants to lose weight! she is only 10 years old, not even a women yet and already concerned with all those body issues. horrible

  • Müde Mama sagt:

    Auch meine Tochter kam letztens weinend nach Hause, weil sie dick geschumpfen worden ist. Sie ist mit nichten dick. Sie ist keine Spargel – sondern normalgewichtig – aber schon das ist offenbar in den Augen Ihrer schulgschpänli zu dick.
    Es ist furchtbar, wenn Kinder erwachsene Komplexe zu schimpfwörtern ausbauen. Aufklärung in der Schule tut in diesem Bereich not!

  • Petra sagt:

    Neue Situation: Der Vater meiner Kinder ist schwul. Bis jetzt hat dies die Vater-Kinder-Beziehung nicht belastet. Aber in der Schule wird ’schwul‘ tatsächlich als ein abwertender Begriff verwendet. Zu-sich-selbst-zu-stehen ist dadurch für meine Kinder eine echte Herausforderung, zumal es sich noch nicht mal um ihr eigenes Thema handelt. Sowieso: Kinder brauchen heute ein sehr dickes Fell! Gibt es Tipps, wie wir Eltern sie dabei unterstützen können?

  • abc sagt:

    @meier; guter provokationsversuch. nehme dir nicht ab, dass du das ernst meinst.

    an alle: essen kann eine sucht sein wie alles andere. wie rauchen, kokain, alkohol und auch magersucht oder sport. es ist einfach nur dem freien willen zuzuschreiben, wenn manche menschen dick sind. es gibt auch eine gewisse erbliche veranlagung.

    natürlich sollte man die kinder gesund erziehen, man gibt ihnen ja im normalfall auch keine drogen. aber wie soll man die kinder überzeugen dass sie gesund essen müssen, wenn man selbst ungesund isst? und wenn man einfach nicht damit aufhören kann? Statt die Menschen zu beschimpfen sollte man ihnen helfen. Es ist eine Krankheit, wenn man stark übergewichtig ist. Eine Krankheit wie jede andere, die jeden treffen kann.

    wenn man die krankenkassenprämien anpassen will, kann man sie auch gleich abschaffen, dann bezahlt jeder selbst seine kosten, frei nach dem prinzip jeder bezahlt was er kostet. Der Sinn der Schweiz ist es aber, ein Sozialstaat zu bilden, in dem die Gesellschaft benachteiligte Personen auffängt.

    möchte aber an dieser stelle erwähnen, dass es in dem artikel nicht um übergewicht ging, sondern um mobbing. das scheint die gesellschaft weniger aufzurütteln als das thema dick oder nicht. schade.

  • RG sagt:

    Noch schlimmer ist es, wenn der Lehrer einem sagt dass er/sie dick sei !!

  • pascal sagt:

    Sorry, falscher Text gepostet (hoffentlich wird der andere nicht veröffentlicht) Sorry bin nicht so ein Hirsch beim Schreiben deutscher Texte :).

    @charlotte
    Langzeitstudien findest du sehr viele zu diesem Thema.
    Wenn du in Englisch etwas bewandert bist, kannst mal die EPIC-Studien, welche führend auf diesem Gebiet sind, lesen.

    hier noch ein paar Links:
    http://www.wellness-gesund.info/Artikel/1950.html
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/?sid=447954

    Wir müssen daher wohl nicht diskutieren, dass Übergewicht (BMI über 25 behaftet mich nicht für die Zahl ist von einem der Link. Ausserdem ist der BMI ist nur eine vereinfachte Darstellung der Problematik (sagt nix über den Fettanteil des Körpers aus), benutzt lieber den Spiegel :)) schädlich ist.
    —————-
    Wenn ich jedoch ehrlich bin, braucht man keine Langzeitstudien der gesunde Menschenverstand sollte wohl ausreichen :).
    Der menschliche Körper ist im Prinzip noch der gleiche wie vor dem Ackerbau-Zeit. Der Überdruss der Kohlenhydrate (Süssgetränke, Zucker, …) haben wohl zu diesem Problem Übergewicht geführt. Die tägliche Energiezunahme übersteigt einfach den Normalbedarf des menschlichen Körpers, also wird dieser Energieüberschuss in Fett (Energiespeicher) angelegt.
    Will hier jetzt nicht weiter ausholen gibt im Internet dazu sehr viele gute Erklärungen zu der Funktion des Körpers.

    Das Wort “gesundes Essen” ist ein typisches Marketing-Wort unserer Ernährungs- und Gesundheits-Industrie. Schlussendlich gibt es Vitamine, Mineralen, Spurenelemente, Bellaststoffe, Kohlenhydrate, Fett und Proteine.

    Die Funktion der einzelnen Nährstoffe sollte vom Kindergarten bis zur Oberstufe im Schulunterricht behandelt werden. Sowie das Zusammenspiel im Körper gehört meiner Ansicht nach (sind wir froh, dass es nicht nach mir geht :D) einfach zur Allgemeinbildung eines jeden Menschen. Viele sinnlose Diskussionen würden dann gar nicht entstehen.
    Der menschliche Körper benötigt einen gewissen Grundbedarf (klar, ist der unterschiedlich von Mensch zu Mensch, jedoch gibt es ein guten Durchschnitt und dieser sollte man beherzigen).

    Erschwerend zum Ernährungsproblem kommt noch der Sportmangel :(. Früher war der Mensch selber verantwortlich für sein Essen (Sammlung und Jäger halt :D), dies haben wir (menschseidank) heute nicht mehr: gibt ja ein Auto für den Supermarkt, den Bus für den Arbeitsweg, den Lift zur Wohnung, das Sofa für den Abend, den Bürojob im Alltag :D.
    Zum ganzen Energieüberdruss kommt also noch fehlender Sport. Das Sport gesund ist müssen wir wohl auch nicht diskutieren :).
    ——————–
    So langsam das Schlusswort

    Die Natur und somit auch der menschliche Körper wird sich vermutlich irgendwann an die Umstände anpassen, jedoch werden wir das hier wohl alle nicht mehr erleben.

    Es steht jedem frei über seinen Körper und somit indirekt über seine Gesundheit selber zu entscheiden!! Kinder können jedoch nix dafür und das finde ich nicht richtig, wenn man ihnen unwissentlich oder sogar wissentlich ein Handicap mit auf ihren Lebensweg gibt. Denn die Eltern müssen nur die kurzfristen Folgen verantworten.
    Und bei der Aussage wo ich dann richtig sauer werde: Ich bin auch so glücklich geworden, also wird es mein Kind auch 🙁
    ————————-
    Ein schwieriges Thema mit vielen Meinungen und Ansichten, doch insgeheim weiss jeder was gut und was schlecht ist. Die Bequemlichkeit unseres Leben macht es uns einfach zu einfach, das falsche zu tun. Und das Härteste wir werden damit auch noch glücklich.

    P.S.
    Ich bin jetzt bewusst nicht auf die dünnen Menschen eingegangen, den dies ist eine andere Problematik. Es ist immer einfach die Aufmerksamkeit auf eine andere Problematik zu schieben und zu sagen diese haben ja auch Fehler. Schlussendlich lösen sich aber die eignen nicht.
    Ich geh jetzt einen Kebap holen, weil es mich angurkt zu kochen
    😀

  • pascal sagt:

    @charlotte
    Langzeitstudien findest du sehr viele zu diesem Thema.
    wenn du in Englisch bewandet bist, kannst mal die EPIC-Studie, welche führend ist auf diesem Gebiet ist, lesen.

    hier noch ein paar Links:
    http://www.wellness-gesund.info/Artikel/1950.html
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/?sid=447954

    Wir müssen daher wohl nicht diskutieren, dass Übergewicht BMI über ca 25 (behaftet mich nicht für die Zahl ist von einem der Link) schädlich ist.

    —————-

    Wenn ich jedoch ehrlich bin, braucht man keine Langzeitstudien der gesunde Menschenverstand sollte wohl ausreichen :).

    Der menschliche Körper ist im Prinzip noch der gleiche wie vor dem Ackerbau Zeit. Der Überdruss der Kohlenhydrate (Süssgetränke, Zucker, …) haben wohl zu diesem Problem Übergewicht geführt. Die tägliche Energiezunahm übersteigt einfach den Normalbedarf des menschlichen Körpers, also wird dieser Energieüberschuss in Fett (Energiespeicher) angelegt.
    Will hier jetzt nicht weiter ausholen gibt im Internet dazu sehr viele gute Erklärungen zu der Funktion des Körpers.

    Das Wort „gesundes Essen“ ist ein typischen Marketing-Wort unser Ernährungs- und Gesundheits-Industrie. Schlussendlich gibt es Vitamine, Mineralen, Spurenelemente, Bellaststoffe, Kohlenhydrate, Fett und Proteine.
    Die Funktion der einzelnen Nährstoffe sollte vom Kindergarten bis zur Oberstufen im Schulunterricht behandelt werden. Sowie das Zusammenspiel im Körper gehört meiner Ansicht nach (sind wir froh, dass es nicht nach mir geht :D) einfach zur Allgemeinbildung.

    Der menschliche Körper benötigt eine gewissen Grundbedarf (klar kann der varrieren von Mensch zu Mensch, jedoch gibt es ein gutes Mittel und dieses sollte man beherzigen).

    Erschwerend zum Ernährungsproblem kommt noch der Sportmangel :(. Früher war der Mensch selber verantwortlich für sein Essen (Sammlung und Jäger halt :D), dies haben wir heute nicht mehr: gibt ja ein Auto für den Supermarkt, den bus für den Arbeitsweg, den lift zur Wohnung, das Sofa für den Abend, den Bürojob im allta :D.

    Zum ganzen Energieüberdruss kommt also noch fehlender Sport und das Sport gesund ist müssen wir wohl auch nicht diskutieren :).

    ——————–
    So langsam das Schlusswort 😀

    Die Natur und somit der menschliche Körper wird sich vermutlich irgendwann anpasse, jedoch werden wir das hier wohl alle nicht mehr erleben.

    Es steht jedem frei über seinen Körper und somit indirekt über seine Gesundheit selber zu entscheiden!! Kinder können jedoch nix dafür und das finde ich nicht richtig, wenn man ihnen unwissentlich oder sogar wissentlich ein Handicap mit auf den Weg gibt.

    Und bei der Aussage wo ich dann richtig sauer werde ist: Ich bin auch so glücklich geworden, also wird es mein Kind auch 🙁
    ————————-

    Ein schwieriges Thema mit vielen Meinungen und Ansichten, doch insgeheim weiss jeder was gut und was schlecht ist. Die Bequemlichkeit unsers Leben macht es uns einfach zu einfach, das falsche zu tun. Und das härteste wir werden damit auch noch glücklich.

    P.S.
    Ich geh jetzt einen Kebap holen, weil es mich angurkt zu kochen 😀

  • Garog sagt:

    Mir gefällt die H&M-Geschichte von Momma4. Ich finde nicht schlimm, was Meier gesagt hat. Jedem seine eigene Sichtweise. Auch ich habe schon die Einkaufswagen der Leute studiert, was nun wirklich äusserst interessant ist. Wer kauft Bio-Produkte? Wer kauft die Aktionen? Wer kauft 3 für 2-Angebote? Wer M-Budget? etc. Bei übergewichtigen Eltern mit dicklichen Kindern schau ich manchmal bereits mit einer gewissen Vorahnung in den Korb… Meine Prognose bestätigt sich meist. Vor ein paar Wochen war ich bei uns im Dorfladen, es war 5 vor 12. Die ziemlich übergewichtige alleinerziehende Mutter der dicken (ja dicken!) Einzelkind-Mitschülerin meiner Tochter legte eine grosse Büchse Hero Ravioli und eine Schachtel Mohrenköpfe aufs Band. En Guete, dachte ich mir. Auch meine Tochter hat ein kleines Würstli am Bauch, liebt sie doch meine Spaghetti so sehr. Wir beide schauen nun, dass aus dem kleinen Würstli keine Wurst wird.
    Uebrigens weiss ich seit diesem Weekend auch meinen BMI. 24, vor 3 Monaten habe ich mein 3. Kind geboren. Ich bin zufrieden mit meinem Körper, auch wenn er nicht bulemisch wirkt!
    GlG Garog

  • charlotte sagt:

    @pascal

    sicher hast Du irgendwie recht. Ich denke nur an die Kinder von Meier. Die werden nämlich so erzogen dass sie ihre Mitmenschen nicht achten müssen. Wenn Meier im Supermarkt andere Leute beschimpft weil sie seiner Meinung nach zu dick sind und die falschen Lebensmittel im Wagen zu liegen haben, sind seine Kinder dabei! Und dann beschimpfen diese Kinder ihre Mitmenschen wenn sie groß sind usw.usw.usw.

    Und was die Ernährung von Kindern / Kleinkindern betrifft:
    Ist es denn Ok wenn dünne Kinder ungesunde Süßigkeiten essen?
    Haben die dünnen Kinder ein Anrecht auf ungesundes essen und dicke Kinder nicht?
    Warum müssen Dicke sich rechtfertigen wenn sie etwas Süsses essen?
    Gibt es in einer Konsumgesellschaft wie unserer dann also zukünftig Durchgangsverbote für Dicke in bestimmten Supermarktbereichen?
    Wer sagt das dicke Menschen an ihren Pfunden selbst schuld haben?
    Wo gibt es klinische Studien und Beweise (Langzeitstudien) dafür das dicksein krank macht?

    Ich kenn soviele dünne Menschen mit Diabetes und Rücken- /Gelenkbeschwerden…. Auch Dünne bekommen Herzinfarkte und Krebs und es gibt keine Medizinischen Beweise dass die dicke Community stärker betroffen wäre als die dünne Community…

    Ja ich weiss die ganzganzganz Dicken brauchen Hilfe, das sehe ich genauso. Diese Hilfe sollte aber nur erfolgen wenn die Menschen darum bitten.

    Aber sei doch mal ehrlich: wenn ein Mädchen von 14 Jahren mit einer Größe von 1,64m 70 Kilo wiegt und als adipös gilt stimmt doch etwas nicht!!!
    Schau Dir doch mal die Frauen in Funk nund TV an! Ist dünn wirklich so gesund? Ich möchte behaupten ein Großteil dieser Frauen ist bulemisch. Da sind übrigens auch keine Spätfolgen bekannt. Und die werden auf der Straße auch nicht angepöbelt…

    Und was die Bezeichnung schwul anbelangt: Da finde ich dass Du recht hast. Offenheit in der Erziehung muss der Weg sein damit die Homophobie bei den Männern endlich ausstirbt.
    Die selbe Debatte kann man mit Kindern übrigens auch führen wenn sie dick sind.

    Viele Grüße Charlotte

  • Karin sagt:

    @ Meier
    … und ich finde, dass Menschen mit einer sozialen Kompetenz wie Sie nicht zugelassen sein sollten in diesem Blog. Ist ja ekelhaft.
    Spannend, wie Sie den Bodymassindex von ganz vielen hier schreibenden zu kennen glauben- grenzt ja schon fast an Zauberei…

    @Charlotte und Pascal
    Gute Kommentare, danke!

  • pascal sagt:

    Ich lass mal den Beitrag von vom Meier, den der ist undiskutabel.

    Ich finds jedoch auch komisch, wenn im ich supermarkt eine mutter mit zwei kindern sehe, welche alle drei stark übergewichtig sind, in der süsswaren abteilung sehe.

    Logisch hat die mutter alles recht der welt das zu essen was sie will und dafür nicht einen dummen kommentar zu erhalten. Ist schliesslich ihr leben.

    Aber:

    Haben die Kinder nicht ein anrecht auf eine gesunde Ernährung? Meiner Ansicht nach schon und ich finds auch unverantwortungsvoll von der Eltern ein Kind (wenn es schon übergewichtig ist weiter mit Schokolade, Mc Donalds, Pommes,… zu sättigen. Wer hier einschreiten soll? Das ist eine gute Frage.

    Zum Schimpfwort schwul:
    Ich wurde in meiner Kindheit auch als schwul bezeichnet.

    Vielleicht ist es nicht alle-welt-rezept aber bei mir hat es geholfen.

    1. Frag das Kind warum jemand das zu dir gesagt hat?
    – ich nehme an man erhält Aussage wie: weil ich das gemacht/gesagt habe.
    2. Klär das Kind was schwul sein überhaupt bedeutet. (das es erstens gar nicht so schlimm ist und zweitens zeig ihm das der andere im Unrecht war)
    3. Frag das Kind: reicht das was du mir gesagt hast schon um schwul zu sein?

    das wird das Kind hoffentlich verneinen 🙂
    -zeig dem Kind gleich: dann wäre ja der und der und der und der und der auch schwul, nach der obrigen definition.

    4. Sag dem Kind er soll morgen den anderen ansprechen und ihn fragen:
    woher weisst du das ich schwul bin ?(dein Kind hat ja einen beträchtlichen wissenvorsprung, weil du es mit ihm schon diskutiert hast und es somit vorbereite ist 🙂 ).

    5. der Kollege wird dann irgendwas in der Form sagen was das Kind ja zu hause erzählt hat…

    6. Das Kind kann dann beruhigt sagen, ja dann wäre ja der und der und der auch schwul?

    7. Findest du nicht du findest sehr viele leute schwul?

    bei mir hat das prima funktioniert und die sache war gegessen und von ihm wurde ich auch nie mehr beschimpft :).

    Also:
    Kinder aufklären, vorbereiten und die Sache klarstellen. Das Kind kann dann selber die Sache mit dem „Peindiger“ klarstellen :). Sicher falsch ist wenn die Eltern dies mit dem anderen Kind oder seinen Eltern kontakt aufnimmt. Lasst das die Kinder untereinander regeln :), wenn das schief geht kann man immer noch intervenieren.

    Gruss

    P.S. rechtschreib- und grammtikfehler könnt ihr behalten 😀

  • charlotte sagt:

    @Meier:

    Rassist!
    Du bestimmst also wer wie leben darf?
    Schau mal ins Grundgesetz!

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    I. Die Grundrechte
    Artikel 1
    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
    (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

    Du solltest mal darüber nachdenken was Dich das Gewicht anderer Menschen angeht. Nur wegen Menschen wie Dir ist die oben stehende Debatte überhaupt entstanden. Sicherlich hast Du auch schon Homosexuelle beschimpft weil das ja auch nicht „normal“ ist. Ich hoffe Du schaffst es noch Deinem Leben eine andere Wendung zu geben und ab und an Dein Gehirn einzuschalten.

    Denk auch mal zum Abschluss an die Worte des großen Königs Friedrich II. (Preußen) : „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

    Wenn alle Menschen in dieser Welt diese Worte beherzigen würden, könnten unsere Kinder sein wie sie sind: groß, klein, dick, dünn, heterosexuell, homosexuell, blond,braun, schwarz, weiss, jüdisch, christlich, armenisch, polnisch oder deutsch.

    Ich schäme mich für Dich Meier.
    Du bist kein guter Mensch und hast weder die Demokratie noch das Wort Menschlichkeit verstanden.

  • Meier sagt:

    Endlich!!
    Nein, meine Kinder sind nicht dick und ich auch nicht, das heisst BMI 22(!!!). Und das sollte an die ganze Bevölkerung erzwungen werden.

    Wer dick ist, ist völlig SELBER schuld. Mich ekelt es jedesmal beim Einkaufen zu sehen, was die Leute in ihren Einkaufswagen haben(ja,da gucke oder besser gesagt stiere ich hinein,mit Absicht,,,gebe dann auch noch ab und zu einen saftigen Kommentar ab,,)

    Dicke sollten endlich mal in eine andere Kategorie Krankenkasse gestellt werden, und auch eine Art Einkaufsverbot von Süssigkeiten bekommen.

    Die oben bisher geschriebenen Mienungen sind leider zu 80% von dicken Leuten geschrieben worden,,,,Achtung, dick heisst BMI grösser als 25…Es gibt doch immer noch welche, die meinen sie seien schlank und haben BMI von 28!!!!

    Es ist schade darf ich hier nicht Worte wie fette Schweine erwähnen, denn sonst würde die Readktion meinen Beitrag sperren, und das wäre schade, denn auch ich will hier meinen Senf dazugeben, nicht nur die Dicken, die sich mit schwachsinnigen Argumenten wehren.

    Unsere Welt ist demzufolge nicht in Ordnung, ich darf das Wort fette Schweine nicht erwähnen, gleichzietig essen die erwähnten Menschen diese armen (fetten) Schweine, die auf brutalste Art geschlachtet werden, um dann auf deren Teller zu enden, um sich dann vollzufressen bis sie fast platzen. Eigentlich völlig logisch und gleichzeitig unlogisch. Oder auch eine Katastrophe!

    An ersten Kommentar von Angua: Das nenne ich nicht selbstbewusst, ich nenne das frech und arrogant und uneinsichtig.

  • R.M. sagt:

    Hallo allerseits!

    Ich bin der Meinung, dass Eltern frühzeitig eingreifen müssen und gar nicht erst zulassen dürfen, dass ihre Kinder „dick“ werden. Als Kind war ich auch dick und ich weiss wie es ist, deswegen gemobbt, überall ausgeschlossen und regelmässig (!) verprügelt zu werden. Mit 12 habe ich dann abgenommen und bin seither schlank…und dennoch habe ich heute aufgrund dieser Mobberein (und auch anderen Vorfällen in meiner Kindheit) einen Psychologen nötig, denn die Narben sitzen tief und Selbstbewusstsein sowie Selbstwertgefühl sind Fremdwörter für mich und es ist auch nicht sehr einfach, auf diese Weise in der heutigen Welt zurecht zu kommen…

    An die Eltern: Ich hatte derartige Probleme, weil meine Eltern mir nicht zugehört haben…zumindest meine Mutter (den Vater habe ich fast nie gesehen). Um Himmels Willen, hört euren Kindern zu! Seid aufmerksam, fragt sie nach ihrem Befinden und helft ihnen, wenn euch etwas verdächtig erscheint. Das mag wohl verzweifelt und auch altklug klingen, aber ich weiss, wovon ich spreche…

  • Thommen sagt:

    Es fällt durchwegs auf, dass von der Sexualität der Kinder und Jugendlichen überhaupt nicht die Rede ist. Obwohl die genauso zu einem Körper gehört wie das Essen und wesentlich für die Identität ist.

    Ich kann nur von den schwulen Jungs berichten, dass sie gehäuft ihren Frust „abessen“ und dick werden, statt sich zu öffnen und ihre Sexualität und Identität anzunehmen. Wieso schauen Frauen „das“ einfach weg??
    Lust und Spass werden von Kind an eingeübt und nicht erst an einem bestimmten Geburtstag, an welchem Mami sich brav nach der Freundin erkundigt…

    Ich weiss, wir Schwulen sind ja so körperbetont und sexualisiert. Aber irgendwer muss mal das Schweigen brechen!

  • Michael sagt:

    @Momma4: Toller Beitrag. Sehr gut!

    So, und jetzt hirn ich noch ein wenig rum, wie man dem Bub mitteilt, dass er doch bitte schön nicht schwul sei nur weils die anderen sagen. Das wird eine Herausforderung. brrr

  • C.S. sagt:

    @Momma4: Genau so soll’s sein! Bin selbst so erzogen worden…unterstützen und aufzeigen, dann ist man auf dem richtigen Weg.

  • mandala sagt:

    @Karen I Dickey-Schmid
    So kommst du als Kind aber wirklich nicht weiter! Alle für diesen Spruch wirst du schon zum Aussenseiter.
    Jedes Kind hat seine schönen und netten Seiten, wenn man genau hinschaut, sieht man dies. Wenn man aber Streit hat, wird einem Kind genau das gesagt, was nicht toll ist an ihm, denn man möchte ja verletzen.
    Ich denke nicht, dass ein Kind in erster Linie fertig gemacht wird, weil es dick ist, sondern, weil es in irgeneiner Form nicht akzeptiert werden kann. Meist liegt dann das Problem anderswo. Vielleicht petzt es ständig, oder teilt nicht sein Znüni, oder blufft herum, drängt sich ständig vor, was weiss ich. In guten Klassengesprächen kann das aufgearbeitet werden.
    In meiner Klasse sagen sich die SchülerInnen, wenn ihnen an jemanden etwas nicht gefällt und was es besser machen sollte. Das gibt zwar manchmal Tränen, ist aber immer noch besser, wenn das Kind die Chance bekommt, sein Verhalten zu ändern. Ich habe drei ehemalige „Mobbing-Opfer“ in meiner Klasse. Mit diesen Gesprächen wurde keines mehr gemobbt, weil alle die Chance hatten, dem Mitschüler oder der Mitschülerin direkt zu sagen, was nicht o.k. ist. So wurde nicht hintenherum gemotzt. Die Klassenkameraden waren fair. Sie konnten trotz eventuellen Vorwürfen auch Lob aussprechen.

  • Hans Meierhofer sagt:

    „Mein Sohn, es gibt immer eineR, der Dir sagen wird, Dir fehle was oder Du hättest von was zuviel. Lass Dir keinen Unsinn erzählen. “ —

  • Momma4 sagt:

    Ich finde dieses Thema sehr spannend zu lesen. Vor ca 1. Jahr kam meine 12 Jährige Tochter nach Hause und sagte sie würde gern mit mir ihr Outfit für den Schulball einkaufen gehen.Also da waren wir dann im H&M und suchten uns einige Kleider in ihrer Grösse aus, in der Umkleidekabine merkte sie das sie nicht in eins dieser Kleider reinpasst.

    Ich habe ihr aber (nachdem wir die Kleider 1 Grösse grösser geholt hatten und sie trotzdem nicht passten) nicht einfach gesagt.
    „Nein du bist nicht dick“ sondern fragte sie ob sie die kleinen „Pölsterchen“ die sie sich um Ostern angegessen hatte denn gerne loswerden möchte. „ja umbedingt“, antwortete sie mir.

    Also achtete ich eine Zeit lang auf meine Kochweise. Ich kochte eine Zeitlang kein Milchreis zum Abendessen, kochte viel Gemüse und Früchte, Pasta (Kohlenhydrate) usw. Natürlich konnte sie schon mal zum Dessert ein Schöggelie haben.

    Als sie gemerkt hatte wie man auf gesunde Ernährung achtet, begann sie sich eigene Regeln zu setzen. Wie zum Beispiel:
    „Ich trinke zum Frühstück mehr Saft und nur noch 2 Ovomaltines pro Woche“, ich gehe 1 mal Pro Woche joggen(was sie heugte noch macht), ich verzichte auf die Zuckergefüllten Energydrinks usw.

    Also zeigt dies:
    Verleugnen oder falsche Eindrücke machen, hilft nich sehr viel!!
    Lieber Tipps und co. geben..
    Grüesslii Momma

  • Sista sagt:

    Also ich glaube ich muss da was korrigieren. Es war es nicht meine Absicht auf Pestalozzi zu machen oder die Tatsache des Übergewichts zu verharmlosen. Ausserdem bezog sich meine Aussage darauf, wenn Schüler ungerechtfertigterweise, jemand als „dick“ beschimpfen. Sich also dieses Schimpfwortes bedienen, um jemanden fertig zu machen, wie oben im Artikel auch beschrieben. Die betreffende Person ist vielleicht nicht schlank, aber wie wir ja alle wissen, gibt es gemäss BMI ein ziemlich grosses Range an Kgs;-).
    Und da die Hochglanzmagazine spindeldürre Models oder Schauspieler zelebrieren und diese als Schönheitsideale preisen, die sich die heutigen Teenies dann auch noch als Vorbild nehmen, kann dies je nachdem ein verzerrtes Bild der Realität vermitteln. Nur wer schlank (fast mager) ist erfolgreich und schön. Dies hilft sicherlich auch dazu bei, ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper und zum Essen zu entwickeln mit gravierenden Konsequenzen (Anfang von Esstörungen).
    @Robert: Objektivität ist absolut notwendig. Das Problem zu verschönern hilft definitiv nicht weiter. Und mit dem Alter wird es auch schwieriger abzunehmen. Eltern, die hinwegschauen, tun dem Kind keinen Gefallen. Bevor das Übergewicht überhaupt eintritt, muss gehandelt werden!

  • Ruedi sagt:

    man merkt gleich in was für einem bauernstaat wir leben. der einzige unterschied zu den taliban: die schweizer müssen keine geiseln nehmen um geld zu bekommen, sie lassen es sich von schwerkriminellen, diktatoren, mafösen organisationen, steuer“flüchtligen“ etc bringen. dass so eine kultur probleme bei der erziehung hat ist doch nichts besonderes, denn wer nichts anderes kann als hehlen und lügen, erzieht seine kinder genau so. da sind ein paar intelektuelle die meinen sie können hier einen auf pestalozzi machen wirklich fehl am platz. die sollen doch bitte irgendwo anders hingehen. hierzulande lernen die kinder drei dinge: 1. die anderen fertig machen 2. diejenigen die man nicht fertigmachen kann sind chef 3. der chef hat immer recht, ob man es selbst ist oder nicht.

  • Karen I. Dickey-Schmid sagt:

    Jeder Mensch ist von Gott geschaffen, es ist ein Geschenk, auf unserer Erde leben zu duerfen. Jeder Mensch ist perfekt, so wie er gestaltet ist. Kritik ist unakteptabel. Eltern und Lehrer muessen diesen Respekt und diese Liebe an die Kinder weiterleiten, damit diese sich selber und alle anderen liebevoll behandeln.

  • Robert sagt:

    Einen Teil-Aspekt sollte man vielleicht auch nicht vergessen: Wenn man von seinen Mitmenschen – egal wegen was – Kommentare bekommt, so ist das auch ein Feedback darauf, wie man ist. Es kann einem helfen, sich selbst auch etwas objektiver zu sehen. Gerade bei Adipositas ist die Verlockung gross, einfach in der „rund – na und“-Haltung zu verharren und jegliche Motivation aufzugeben, etwas dagegen zu tun. Wenn man aber täglich gesagt bekommt, dass da etwas nicht stimmt, dann fällt das nicht so leicht.
    Und hierbei rede ICH von wirklichem Dick-Sein, also deutlicher Adipositas, das einem gesundheitlich schwer beeinträchtigt und das Leben schwer macht. So wie man vielleicht ab und zu gesagt bekommen sollte, wenn man zu viel trinkt, zu viel raucht oder sich sonstwie kaputt macht. Ich finde es tragisch, wenn ein Kind, das mit 8 Jahren schon 70kg wiegt, von seinen Eltern lernt, dass das völlig in Ordnung und normal sei und nur die hänselnden Mitschüler das Problem darstellen. Genauso tragisch, wie dass es mit den Hänseleien eben fertiggemacht wird, anstatt dass eine kameradschaftliche Anteilnahme möglich wäre.

  • Stefan sagt:

    Ganz hart ist es für Madchen die tatsächlich (wenn ev. nur leicht) übergewichtig sind. Dann trifft das „Du bist dick“ voll ins schwarze. Wird ein Bub der nicht Fussball spielt als Schwul bezeichnet, kann man ihn immerhin damit trösten, dass es nicht wahr ist.

  • Charlie sagt:

    Es gibt nun ‚mal mehr und mehr fette Kids. Statt einfach Kinder zu trösten: „Du bist nicht fett“ sollten Sie erklären wie man Fett messen kann (oder feststellt). Dann, wenn das Kind nicht fett ist, wäre es beruhigt gewesen. Kinder sind nicht dumm. Wenn man Ihnen etwas erklärt verstehen sie’s. Hingegen gibt es auch Mütter die nicht schnallen wenn ihr Spross wirklich fett wird und reden dem Kind ein, das sei normal. Das finde ich persönlich schlimmer.

  • Sista sagt:

    Endlich mal ein wichtiges Thema, mit dem wahrscheinlich jeder in der einen oder anderern Form, sei es in Täter- oder Opferrolle konfrontiert wurde.

    Wenn man als Kind von seinen Mitschülern gehänselt und über den Pausenplatz lauthals als „jetzt kommt die Dicke“ begrüsst wird, dann können solche Äusserungen nicht nur im Moment verletzen, sondern noch nachhaltig nachwirken. Die immanente Gefahr von „Nebenwirkungen“ (wie bereits hier von Nicole erwähnt) oder auch der Kollateralschaden für die weitere Entwicklung eines jungen Heranwachsenden bleibt. Hier finde ich es wichtig, dass das Kind von seinem Umfeld richtig „aufgefangen“ wird, es lernt mit der Situation umzugehen und vor allem die niedermachenden Aussagen richtig einzuordnen. Nur ein richtiger Umgang damit, verhindert keinen weiteren bleibenden Schaden!

  • Angua sagt:

    @ gewisse Leute, die 0815-Schönheit offenbar als höchstes Gut betrachten: Ich finde, Rassisten wie euch sollte man das Kinderkriegen am ehesten verbieten
    …ich bin ja nur heilfroh dass meine ständig übergewichtige, rauchende, charakterlich superstarke und intelligente Mama vor 28 nicht auf gewisse Meinungen gehört hat – 2 von 2 ihrer Kinder sind schlank, ebenfalls intelligent und glücklich (und selbstbewusst wie man merkt :-))

  • Mia sagt:

    Erziehungsmethode: Das Kind möchte Aufmerksamkeit oder redet drein während die Erwachsenen reden. Gibt ihm einen Schokoriegel und es ist ruhig 😉

  • Pedro sagt:

    Wenn die Eltern ihre Erziehungsaufgaben erfüllen würden anstatt nur immer nach mehr Kindergeld zu schreien, zu jammern und sonstige, rein materiell ausgerichtete Forderungen stellen würden (und danach leben), sähe es auch wieder anders aus. Woher kommt es denn, dass ein Kind (ob Bube oder Mädchen) einen „Panzer“ zulegt, oder anders ausgedrückt „dick“ ist (ist ja auch wieder relativ) ? Bei den wenigsten Fällen ist die Ursache krankheitsbedingt. Bei der heutigen Vorzeige- und -lebekultur der Erwachsenen ist es doch kein Wunder, wenn ehrliche, sensible, gutmütige und gefühlvolle Kinder dick werden oder unter psychischen Störungen leiden. Oberflächlich sein, dumm bleiben dafür gewalttätig Lösungen regeln, mangelndes Selbstbewusstsein und Mitläufermentalität sind doch nur ein paar Charaktermerkmale, die leider viel zu viele Erwachsene an den Tag legen, zeigt doch klar und deutlich auf, wo wir stehen. Lieber realitätsfremd bleiben mit Ignoranz, Verneinung, Nachäfferei und befolgen, was vorgegeben wird, anstatt sich selber zu informieren, eigene Meinung bilden und damit Argumentationen zur Verfügung haben (ich höre ständig nur „es ist einfach so“ ohne Begründung oder dass es erklärt werden kann), ist halt bequemer und die Sicht durch die rosarote Brille wird so nicht getrübt. Doch die Schweizer sind trotz allem Jammerweltmeister. Andere irgendwie nieder machen ist einfacher, als an sich selber zu arbeiten; stimmts?!

  • Nicole sagt:

    @ gargamel: ja unbedingt, wenn wir die Toleranz eines Holzstockes möchten 😉

    Nein ernsthaft, gesellschaftliche Themen verlieren zunehmends an Wert. Heute ist wichtig, dass wir Sprachen und Mathe büffeln. Soziale Fähigkeiten werden vernachlässigt, wie auch die Aufklärung. Bei uns war das so: Erst in der 3! Sekundarschule wurde in der Schule überhaupt einmal das Thema Sexualität angesprochen. Da sind die Schüler zwischen 15 und 16! Und Homosexualität wurde bei uns nicht einmal erwähnt…
    In der heutigen Gesellschaft sind die Kinder früher reif und müssen desshalb auch früher aufgeklärt werden. Und ebenso auch über Homosexualität.

  • gargamel sagt:

    @nicole: die aufklärung könnte ja die EDU übernehmen… 😉

  • Nicole sagt:

    Ich denke es ist gefährlich Worte wie dick und schwul als Hänseleien zu verwenden. Mal abgesehen von der Verletztheit der Betroffenen. Hänseleien kann fast niemand entkommen, da spielt der Grund nicht so eine grosse Rolle. Damit muss man lernen umzugehen.

    Aber dick und schwul beinhaltet Gefährliche Nebenwirkungen. Magersucht & Esstörungen sollten nicht unterschätzt werden. Und bereits Kinder lernen so, dass schwul oder auch lesbisch als etwas negatives gilt. So wird die Homophobie nie ein Ende haben. Das ganze basiert vorallem darauf, dass die Kinder eigentlich gar nicht so recht wissen, wass homosexuell bedeutet.
    Befindet sich in einer Klasse ein homosexuelles Kind. (Und die Chance, dass in jeder Klasse mindestens ein Schüler homosexuell ist, ist recht gross -> ca. 10% der Bevölkerung ist homosexuell) Dann wird es dieses Kind sehr schwierig haben, zu sich zu stehen und sich selbst zu akzeptieren. Obwohl es vielleicht nicht einmal selbst gehänselt wurde, fühlt es sich ausgeschlossen und fehl am Platz. Das ist ein langer Leidensweg. Ich musste den auch durchmachen und ich leide heute noch darunter.

    Lehrer und vorallem Eltern sollten nicht weghören, wenn Kinder untereinander solche Ausdrücke benutzen.
    Ich habe aber das Gefühl, dass Eltern immer öfter mit Erziehung überfordert sind. Deshalb sollte das in der Schule mehr berücksichtigt werden – auch wenn es eigentlich die Aufgabe der Eltern ist. Frühere Aufklärungen und auch ausführliche Informationen über Homosexualität wären bestimmt hilfreich.

  • Peter Keller sagt:

    Dieser Blödsinn mit dem Schlankheitswahn. Wird durch die Presse und das Fernsehen noch gefördert. Vor Allem stimmt es mich nachdenklich, dass vor allem attraktive Frauen die sehr schön weiblich sind, bereits als dick klassiert werden. Wie wäre es, wenn die Presse endlich mal Gegensteuer gäbe? Sollche Kühe wie die Heidi Klum, die den Mädchen noch zusätzliche Komplexe einimpft einfach Tod schweigen würde? Gilt dito fürs Fernsehen. Warum schauen wir Konsumenten noch solche, vor allem die Frauen herabwürdigende, Sendungen????

  • Michael sagt:

    @ Rahel: TOP! Aber im Ernst, Frau Althaus könnte auch gleich das mit den Kinder streichen und den Blog generalisieren. Ob 10 / 20 / 30 oder Scheintod: Schwul ist und bleibt ein Killerargument für einen Mann. Punkt. Jeder der was anders erzählt ist eine Frau. Gleiches gilt wohl auch für Fett + Frau.

    Mit ist aber schlicht schleierhaft, warum man nicht bei der Evolution mitmachen soll, nur wenn mal einer schwul oder Fett zu Dir sagt. Ich denke, dass liegt dann am fehlenden Selbstbewusstsein…

  • Dünn sagt:

    @ Rahel: TOP! Aber im Ernst, Frau Althaus könnte auch gleich das mit den Kinder streichen und den Blog generalisieren. Ob 10 / 20 / 30 oder Scheintod: Schwul ist und bleibt ein Killerargument für einen Mann. Punkt. Jeder der was anders erzählt ist eine Frau. Gleiches gilt wohl auch für Fett + Frau.

    Mit ist aber schlicht schleierhaft, warum man nicht bei der Evolution mitmachen soll, nur wenn mal einer schwul oder Fett zu Dir sagt. Ich denke, dass liegt dann am fehlenden Selbstbewusstsein…

  • Sina sagt:

    Auf dem Weg zum Erwachsen werden und auch später Im Leben, bekommen wir alle einige ungerechtfertigte oder gerechtfertigte (wenn man Übergewicht hat) Kommentare, wobei das nicht heissen soll, dass wenn jemand wirklich dick ist, der auch böse Kommentare verdient hat. Nur es gibt eben Leute die meinen es nicht bös und sind dabei prompt der Elefant im Porzellanladen, wieder andere tun es, weil sie genau wissen, dass sie den anderen damit verletzen können.

    Trotzdem, so schlimm finde ich das nicht, da muss jeder mal durch, obs nun ist weil man gehänselt wird weil man für einen Star schwärmt den die anderen verpönen, man vielleicht nicht so gut ist in der Schule und Nachhilfeunterricht braucht, die Eltern nicht bereit sind einem Markenklamotten zu kaufen, die Eltern keinen Fernseher haben und man den anderen vorkommt wie total hinter dem Mond lebend oder eben weil man dick ist oder als dick verschrien wird.

    Der/die besagte „Dicke“, lernt, dass man sich im Leben ein dickes Fell zulegen muss. Ich glaube wir sind alle mal Opfer und vielleicht auch Täter. Wichtig ist aber, dass man sich ein gesundes Selbstvertrauen zulegt und Eltern das Kind darin unterstützen, es so erziehen, dass es ein gutes Selbstvertrauen mit auf den Weg bekommt um mit solchen gerecht oder auch ungerechte Kommentaren umzugehen zu können, sprich sich nicht zu Tode zu hungern nur weil irgendjemand sagte, man seie dick…

    Menschen und gerade Kinder können manchmal grausam zueinander sein (nicht schön aber ganz offensichlich ein Charakterzug den wir Menschen besitzen), deshalb muss man das schon früh lernen ein dickes Fell zu haben.

    ps.: Als Kind schwärmte ich für einen Volksmusikstar, bekam Nachhilfeunterricht und wurde gehänselt für das, trotzdem habe ich es bis jetzt gut gemanagt ein zufriedenes Leben zu führen ;-).

  • Karin sagt:

    Ab welchem Gewicht gilt man/ frau als dick? Warum sind nur dicke Frauen hässlich und nicht dicke Männer? Warum ist nur schwul ein Schimpfwort und nicht lesbisch? Wer entscheidet, was als schön gilt?
    Kein Mensch ist hässlich, und wer ausschliesslich die dürren Frauen schön findet, weil sie seinem Beuteschema entsprechen, soll doch, es gibt ja noch viiiiele tolle Männer, die ein realistisches Bild der Frauen haben. (So wie auch die meisten Frauen keine Model- Männer haben müssen.) Weil eben die aller- allermeisten Männer und Frauen ganz viele Schönheitsfehler haben, das macht sie individuell und einzigartig.

    Simon: Falls du aussiehst wie Brad Pitt oder George Clooney sei dir deine kleine Arroganz verziehen, ansonsten: Werde erwachsen!

    Kinderkriegen soll nichts mit dem Aussehen der Mutter zu tun haben- oder existiert ein Zusammenhang zwischen Herz und Frätzchen/ Hüftumfang?

    P.S. Ich bin zwar schlank, aber habe 1000 Makel- mein Mann (nicht ganz schlank!), meine Kinder ( auch nicht perfekt!), andere Menschen (und manchmal sogar ich selbst) finden mich trotzdem schön. Liebe Susanna, habe nicht den Anspruch, perfekt sein zu müssen, du hast vielleicht ein grosses Herz, eine Engelsgeduld oder pädagogisches Geschick. Ganz bestimmt aber etwas liebenswertes an dir, das Kinder glücklich machen kann!

  • David sagt:

    I will write in English here, because if I wrote in German I would make too many mistakes and you would all probably call me fat or gay. I have been here in Zürich for 20 years. My childhood was spent in the U.S.A. from Philidelphia to Boston, from West Virginia to Idaho, from Colorado to Washington, from Wyoming to California and from Maine to Oregon…some of these places twice. The reason for this travelling adventure was do to my Buddhist father and his wonderful idea of living like a wild, hippie loving peace man. We were 9 kids and I really heard a lot of insulting words between children at school. My father had absolutely no tolerance for it though. If I was caught teasing or laughing at the fat kid my dad would have hourly talks with me. He drilled it into us that being disrespectful to others only hurts them and makes them feel bad, and by doing this, you are not any better than the person that you are making fun of. We were all very muscley, sporty, healthy, kids…but we were not Christians or Sunday churchgoers and this was our biggest problem growing up. We were insulted for having long hair, when all the others had short hair. We were criticized for not going to church on Sundays like all the others. We were sometimes physically tested too, but they quickly found out that we were not only fast, strong and steadfast but also ready to kick some ass if pushed too far. We had no guns and knives just our bodies and we were always able to gain the upper hand and to be respected in the end. My long haired, hippie father was so loved by everyone and respected for his tolerance of others, that even the most conservative biggots found something special in him in the end. I now have 6 kids myself, all born here in Zürich Unterland and I see the same types of things going on today that we had back in the 70s. The words FAT for the girls and GAY for the boys isnt new really, but somehow it seems to be more effective or insulting than it used to be. My father’s kind and respectful words are still inside me and I tell my kids often to be very careful how they talk to others, because being young today is much more stressful and difficult than it used to be. So much more aggression and pleasure by hurting others. Sad!

  • Emanzo sagt:

    @ Marcel:

    Die Welt droht nicht mehr wegen den zwei Puenktchen unterzugehen, sondern zurzeit wegen deren Fehlen, allerdings je laenger je weniger weltweit….

    @ Schmittli:

    Noe, neuerdings soll die Ehe- und Adoptionsfreiheit durch Zeitfenster beschraenkt werden. Jugendschutz ja (wobei ja gerade der in der Schweiz mit der Freigabe des Kindersex fuer privilegierte Kasten abgeschafft wurde), Altersdiskriminierung nein!

    Viele koennen in der Schweiz nur noch Leeren Machen. Die Handwerker, die frueher ein Gesellenstueck fertig brachten, stecken haeute in viel zu langen Leeren. Statt hergestellt wird nur noch montiert und wenn fuer eine Reparatur etwas Gedankenschmalz und Zeit noetig waere, die Generalvertretung bemueht. Fuer blosse Montaschen und einfachste Reparaturen sind aber die Leeren viel zu lang. Im ersten Jahr sind die Leerlinge billige Putzsklaven und Boten und oft sogar Handlangergehilfen. Im letzten Jahr sind sie vollwertige Monteure fuer einen Leerlings“lohn“. Ob die Leerlinge als Putzsklaven haeute noch einen halben Tag laenger Arbeiten muessen als die restliche Belegschaft weiss ich nicht. Ebensowenig ob in den Berufsschulen noch immer keine Koerperertuechtigung geboten wird, um die Abwensenheiten am Leerplatz moeglichst zu minimieren.

  • Michi sagt:

    Wer dick ist sollte keine Kinder kriegen? Auch wenn man die genetische Anlage zu Übergewicht hat, kann man etwas dagegen tun und muss nicht zwingend dick sein. Vielleicht wäre es besser, allen mit IQ unter 90 das Kinderkriegen zu verbieten… Dummheit ist in der Regel nicht verlernbar. Merkt ihr nicht, wie ignorant ihr seid? Das ist ja unglaublich.

  • Schmitti sagt:

    Wo sind wir denn hier? Jeder kann sich den Partner wählen, der ihm/ihr gefällt.
    Es gibt zum Glück noch Männer und Frauen, die sich nicht ausschliesslich durch Äusserlichekeiten leiten lassen. Vielleicht dürften sich ausser den Dicken auch nicht die Glatzköpfigen und die Raucher fortpflanzen. Die Glatzköpfigen geben ebenfalls äusserlich unvortteilhafte Attribute weiter und die Raucher sind als Suchtgefährdete auch keine Vorbilder für die Nachkommen. Ähnlich absurd kommen einzelne Voten in diesem Blogg daher.
    @ Emanzo. Es darf sich hier jeder kundtun. Auch Leute , die eine Leere mit einer Lehre verwechseln. Hoffentlich konnte der Schreiber mit der einen im Hirn wenigstens die andere machen. Ich weiss, das war mal wieder bösartig, smile.

  • André Hafner sagt:

    Regelmässig hört und liest man, dass die Bevölkerung übergewichtig ist, wie ungesund es ist, zu dick zu sein, was das für Kosten verursacht, wie es die Umwelt belastet, dass die Kinder schon zu dick sind und sich zu wenig bewegen, etc. etc., und dann wundert man sich, dass die Kinder ein offensichtlich von der Gesellschaft unerwünschtes Verhalten (dick sein) schmähen?

    Entscheidet euch für eines von beiden: Entweder ist es akzeptiert, zu dick zu sein, oder es ist nicht akzeptiert. Aber macht nicht den Kindern den Vorwurf, dass sie dem Beispiel der Erwachsenen folgen.

  • fassungs sagt:

    @Schaltegger: vielleicht findet eine etwas dickere frau, aber einen Mann, der sie als person und nicht als sexsymbol lieb hat! und muss nicht mit einem kopflosen, arroganten, oberflächlichen typen wie dir vorlieb nehmen!!!

  • Lula sagt:

    Es sollte wohl selbstlos sein als dickliche oder hässlichere Person kein Kind in die Welt zu stellen?
    Übergewicht ist kein Argument mit der richtigen Ernährung sowie Bewegung kann jeder Normalgewichtig sein. (ausser man leidet an einer Krankheit die sich ungünstig auswirkt)

    Das weniger schöne Menschen keine Kinder haben sollten empfinde ich als grausam, erinnert mich an GEN-SELEKTION.
    Was nützt es schon wenn jemand wunderschön aber strohdumm ist und eine Austrahlung eines Gefrierfachs hat.

  • Urs sagt:

    Emanzo, komm runter von deinem hohen Pferd, du wirst nicht der nächste Shakespeare.

  • Abramelin sagt:

    Das Problem ist die Verachtung und die Abwertung im Wettbewerb um Aufmerksamkeit…

    Welche Worte oder Mittel dazu benutzt werden ist zweitrangig, gerade Kinder beleidigen ohne den Wortinhalt, aber die Wortwirkung zu kennen.

    Gegenseitiger Respekt als Menschen und bei Kritik sich nicht auf eine Person sondern „nur“ auf ihre Verhaltensweise oder Handlungen zu beziehen, wäre meiner Meinung nach nötig.

    Behandelt andere Menschen nicht als Objekte, sondern als Subjekte!

  • Schaltegger, Simon sagt:

    @Susanna: Danke fürs Verständnis. Eine Frau, die schon als Kind als Fettarsch beschimpft wird und als Frau auf offener Strasse weiterhin- wie gut ist es da, dass diese Frau eine Tochter macht, die dasselbe erleben muss ? Die macht sich die Tochter doch bloss, damit sie endlich eine ewige Freundin hat. Und M. Zuffrey: als Mann sieht man das nicht so problematisch mit den Rundungen (bei anderen!) – aber stecken Sie mal in der Haut einer zu dicken Frau. Die bekommt nicht die guten Männer, obschon sie innerlich villeicht ein warmes Herz hat. Die muss den „Rest“ nehmen. Also, nicht so blauäugig.

  • Marcel sagt:

    @ emanzo. Von welchem Land aus schreibst Du? ä / ae, ü / ue- das Problem kenne ich…

  • Mikkesch sagt:

    Gibt es tatsächlich einen Grund übergewichtig zu sein?

  • Emanzo sagt:

    @ Marvin:

    Grammatikalisch war ich mal (mit viel zu grossem Aufwand fuer nix) perfekt. Aber seit fuer eine Leere „Mann wotsch fuescht!“ reicht, verzichte ich zugunsten des Schreibflusses auf Perfektion, glaube aber immer noch verstaendlich zu schreiben; sonst koennte auch nachgefragt statt kritikastert werden….

    Auch sinnmaessig steht es nachtuerlich sogar jedermann und nicht nur jederfrau noch frei, ob und wie er reagieren will!

  • Marvin sagt:

    @emanzo
    Würden mich Deine Postings gramatikalisch und sinnmässig nicht derart herausfordern, hätte ich die Gelegenheit darauf einzugehen. Aber so…

  • rb sagt:

    Also, ich brings einfach nicht auf die Reihe: Sagt ihr nun alle, dass man einfach nicht „schwul“ und „fett“ sagen darf aber ansonsten ist es absolut normal und ok dass man andere fertig macht ? Einfach nicht „schwul“ und „fett“ sagen ??
    Ist schon krass unsere Zeit!

  • Emanzo sagt:

    @ Jasmina:

    Ja, „trendy“ sind nur die Schwulen, bis hin zu Halbnacktumzuegen zwecks Provokation von katolischem Klerus und dito Bevoelkerung. Die Schlagzeile vergleicht Aepfel mit Birnen. Das darf kritisiert, muss aber nicht zensuriert werden. Ein geistiger Wegbereiter der franzoesischen Revolution zur Entmachtung und Verkuerzung des Landadels drueckte es so aus: Ich verabscheue was sie aeussern zutiefst, aber ich wuerde Alles fuer Ihre Freiheit es zu verbreiten tun!

  • Emanzo sagt:

    @ Marvin:

    Dass Du als Mann selbstbewusst und selbstaendig bist und Dich gar als vollwertig anmasst. Das duerfen in Gynokratien nur noch Frauen!

  • Jasmina sagt:

    natürlich ist es bedenklich, wenn man solche Beschimpfungen auf dem Schulhof hört. Irgendwoher müssen die Kinder ja vorgelebt bekommen haben, dass eine Frau dünn zu sein hat, und dass alles andere ihr Leben nicht mehr lebenswert machen würde – und sich deshalb hervorragend als Beschimpfung eignet.
    Wundert mich nicht, wenn ich mir die ganzen Plakate und Werbungen ansehen, mit Models, neben denen unterernährte Afrikanerinnen noch wohlgenährt aussehen.
    Es wird immer gejammert, es seien so viele Kids und Teenies übergewichtig, aber wenn ich in der Stadt unterwegs bin, sehe ich nur ausgemergelte Gestalten in size zero. Wo sind denn all die Dicken, verstecken sie sich zu Hause? Es werden x Kampagnen zur Bekämpfung der Fettleibigkeit gestartet, aber die Prävention von Essstörungen bleibt auf der Strecke..

  • Marvin sagt:

    @mamuschka
    Bin als Andersdialektiker mit Alt-Hippies als Eltern in Basel aufgewachsen. Durfte den Turnunterricht die ersten 3 Jahre mit schwarzen Turnschläppli bestreiten, bin von der Anlage her ein guter Verwerter und kam relativ früh in den Genuss eines Gesichtsvelos. Kannst Du Dir vorstellen, was ich alles über mich ergehen lassen musste? OK, damals kannte man Begriffe wie Mobbing und Burn-Out und den ganzen Pseudo-Psycho-Esoterik-Gugus noch nicht. Hätte man, würde ich wahrscheinlich über einen Freibrief für all‘ meine charakterlichen Unzulänglichkeiten verfügen. Stattdessen wurde ich ein selbstbewusstes, selbständiges und vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft. Da bleibt eigentlich nur die Frage, was mit mir wohl nicht in Ordnung ist.

  • Rahel sagt:

    Wir sollten unbedingt den Kleinen politisch korrektes Beleidigen beibringen – als neues Schulfach womöglich. Funktionieren würde das natürlich nicht, aber es würde ein Biotop für ein paar weltfremde Experten und Expertinnen schaffen, die ohnehin nicht produktiv einsetzbar sind …

  • @ Aare 69 sagt:

    Im Mittelalter waren es die Rubensfiguren, 1967 gabe Twikifiguren, 1960 wurden wir zu Zunehmen auf Erholung verschickt ,heute werden wir auf Kur geschickt zu abnehmen. Das hauptproblem ist das dumme Mobbing,aber warum.Gehst du ins lokal abends und Isst ist es zuviel,Isst du nichts bist Du geizig, Gönnst du Dir nichts ist es nicht recht es wird geläster,Isst und trinkst wird auch geläster. Daher entscheide Maßvoll und selbst Due recht und schäue Niemand auch deiner Kinder und Familie nicht. Und vorallem nicht über andere Mobben und Lästern.

  • Antoinette sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich inzwischen eine regelmässige Leserin der Mama Blog’s bin ..

    und gleichzeitig „muss ich gestehn“ das ich als Kind schon ziemlich rund war..auch als Teenager und nun als Erwachsene, trotzdem habe ich inzwischen 2 tolle Kids..eines das der „Norm“ entspricht und das andere liegt ein bisschen über dem Durchschnitt…interessanterweise geniessen wir alle „trotzdem“ ein gesundes Selbstvertrauen 😉
    Ich denke hier sind einfach auch die Eltern wie bei vielem in der Pflicht, den Wert eines Menschen nicht über Äusserlichkeiten zu definieren…sicher war auch bei meinem inzwischen 17 jährigen Sohnemann zb. die Thematik Markenartikel auf dem Tisch damit man „dazugehört“.. erstaunlicherweise war es dann auch genauso schnell wieder vom Tisch, als wir ihm erklärten, dass wir uns gerne mit dem normalen Betrag beteiligen würden, er aber den restlichen Zustupf selbst erwirtschaften müsse mit Arbeit oder Geburtstag -und Weihnachtsgeld und das sein Wert als Mensch dadurch nicht gesteigert würde…Er wurde dadurch weder Aussenseiter noch hat er einen seelischen Knacks davon getragen..
    Wir als Eltern leben unseren Kindern die Werte vor.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Meine Tochter neigt auch zu molligeren Formen- da sage ich ihr jeweils: Na und? Glaubst Du etwa all das, was Du im Fernsehen siehst? Schau doch mal auf die Strasse! Gut, sie ist beileibe nicht mit zuwenig Selbstvertrauen ausgestattet- aber ausgerechnet in diesem Zusammenhang habe ich auch schon feststellen müssen, dass sie plötzlich Sport zu treiben beginnt- aber nicht etwa, um gesünder zu leben- sondern um diesem unseligen Schönheitsideal zu entsprechen. Dazu kann ich- analog zu einer Webseite- nur noch eines sagen. Rund, na und?

  • Susanna sagt:

    Ich gebe Simon Schaltegger absolut recht, bin dick und nicht schön, auch als schlanke Version bin ich nicht schön, da noch andere Schönheitsfehler vorhanden sind. Ich habe mich damit arrangiert, aber warum soll ich das einer nächsten Generation zumuten? Kinder, die sich vermutlich wieder mit den genau gleichen Problemen rumschlagen müssten, nein lieber nicht.

  • Emanzo sagt:

    Es gibt Leute, die moechten nicht mehr nur die Kommentatoren, sondern auch gleich die Artikelschreiberinnen zensrieren!

    Kinder waren schon immer grausam mit Auffaelligen. Deshalb kaufen auch aermste Eltern ihren Sproesslingen teure Spinnermarkenkleider, damit sie nicht deswegen verspottet werden. In „Schul“haeusern mit hohem Auslaenderanteil werden sie oft gar verpruegelt, wenn sie die Tenuevorschriften der herrschenden Banden nicht einhalten, andererseits aber oft der „vorschrifts“gemaessen Spinnermarkenbekleidung beraubt.

    Die Fetten (beiderlei Geschlechts) waren schon immer ein beliebtes Ziel der verbalen Grausamkeit. Wobei frueher dem Mobbing und insbesondere dem Gewaltterror wegen der noch nicht zu laschen Disziplin engere Grenzen gesetzt waren.

    Die Homos sind und bleiben Opfer von Theokratien. Mit katolischer Moralinsaeure in staatlichem Recht, werden sie sogar dann eingekerkert, wenn sie nur diskret und unter Erwachsenen ihren Trieb ausleben. Der gynokratische Fluegel der Ketzer und Bigotten stattet sie dagegen als billige und willige Komplizen der absoluten sexuellen Freiheit (ausgenommen fuer den normalen Mann) mit staatlichen Sonderrechten (in Extremfaellen bis hin zur „Ehe“ oder gar fremdenpolizeilichen Privilegien, die sogar „normalen“ Kernfamilien stinkfrech vorenthalten werden). Frueher waren sie unter Heteros hoechstens zur Belustigung ein Thema. Leerlinge mit oft nur zweistelligen (!) Monatsloehnen fuer 6-Tagewochen (!) lockten sie in kriminelle Beziehungen und betrogen sie nach der Vorauszahlung um die versprochenen sexuellen Leistungen. Inzwischen sind sie jedoch fuer die Maenner zu einer konkreten massiven Bedrohung ausgeufert. In der Schweiz wurde sogar auch der Homokindersex freigegeben. Und in einem Schweizer Schwerverbrechergefaengnis wurde ein junger, relativ harmloser Haeftling, der nur eine kurze Strafe zu verbuessen und sich ueber sexuelle Belaestigungen bei den Waertern vergeblich beklagt hatte, von einem verwahrten, aber auch nach einschlaegigen Klagen nicht isolierten Homolustmoerder vergewaltigt und ermordet. Ueber arbeitsrechtliche oder gar disziplinar- und strafrechtliche Konsequenzen des dafuer verantwortlichen Aufsichtspersonals ist nix bekannt!

    Eine strickt saeckulare Behandlung der Homos wuerde Remedur schaffen. Toleranz mit Straffreiheit fuer widernatuerliche Unzucht unter Erwachsenen ohne jede Belaestigung Unbeteiligter. Aber ohne pseudoreligoese eheaehnliche Sonderrechte. Und wirksamer staatlicher Schutz von allen Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Heten gegen homosexuelle Belaestigungen oder gar gewalttaetige Angriffe. Sonst koennte die erst verbale Schwulenhatz leicht zu einer gewaltsamen umschlagen….

  • Urs sagt:

    Und früher war man nur „behindert“…

    Christian Mueller:
    „Dass sich Jungen gegenseitig als schwul titulieren finde ich auch nicht tragisch; es erinnert mich an eine Konversation zwischen 2 Kindern in der TV Serie Family Guy “By laughing about other people’s sexuality i feel better about my own’.“

    Das schwul als Schimpfwort tragisch sein kann, sieht man am 11-jährigen U.S.-Jungen, der Selbstmord beging weil er gemobbt wurde. Und dein Family Guy-Zitat ist ja eben ein Seitenhieb auf Bi-, Homo- und sonstige Sexualitäten. Heteros können sich so besser fühlen.

  • Sie wissen doch hoffentlich alle, woher die Beschimpfung „schwul“ kommt. Ratet mal?

  • Cédric sagt:

    Finde es sehr gut, dass sowas hier thematisiert wird. Das „Sich selber Aufwerten indem man andere abwertet“, ist heute bekanntlich – gerade in und um Zürich – ein verbreitetes Uebel. Dabei müssten sich einmal mehr Erwachsene ihrer Vorbildfunktion bewusst werden. In unserer Gesellschaft mittlerweile häufig vorkommende krankhafte Versagensängste und übertriebenes Konkurrenzdenken haben nämlich im Alltag und besonders am Arbeitsplatz zu einer ziemlichen Verrohung, ja zu „verbalem Faustrecht“ geführt. Attribute wie „dick/fett“ und „schwul“ gehören inzwischen zum ganz normalen Mobbing-Instrumentarium (Noch perfider und sehr beliebt sind natürlich systematisches Lügen- u. Gerüchteverbreiten.). Kinder und Jugendliche haben diese Spielregeln übernommen. In vieler Hinsicht gelten sie ja als Spiegel unserer Gesellschaft, leiden aber letztlich am meisten unter deren Exzessen.

  • Schaltegger, Simon sagt:

    Partnersuche, corrigendum. Viele Frauen leiden unter ihrem zu dick sein, ich kenne das selbst von der eigenen Ex. Viele Verletzungen aus Kindheit und Teenagerzeit begleiteten diese Frau. Bitte zuerst etwas in die Tiefe blicken.

  • Schaltegger, Simon sagt:

    Jochen, danke für die Unterstellung. Blicken Sie bitte auch als Erwachsener der Realität ins Auge. Bei der Parntersuche haben dickliche Frauen nur Nachteile.

  • Jochen Baumann sagt:

    Haha, Simon Schaltegger, das ist ja wohl die dämlichste Ausrede die davon Ablenken soll, dass sie noch immer im Primarschulalter stecken geblieben sind! Mit freundlichen Grüssen.

  • Schaltegger, Simon sagt:

    So, genau aus dem Grunde würde ich mit keiner eher dicklichen Frau ernstlich ein Kind zeugen wollen. Dies, dem Kind zu liebe! Es wird bis ins hohe Alter an einem dicken Po, flachen Brüsten zu leiden haben. Die Welt ist oberflächlich und fies- dies wissend, müssen einige Frauen und Männer eben auf Kinder verzichten, oder gut im Ignorieren der Probleme (sozialie Isolation wegen der Optik) sein.

  • orla sagt:

    Das war schon zu meiner Zeit (70ger Jahre) so. Mich hat man auch immer als ‚dick‘ bezeichnet und wie Kinderfotos eindeutig beweisen war das klar nicht der Fall. Vielleicht weil meine Schwester und einige meiner damaligen Kolleginnen rappelduerr waren…..irgentwann steht man dann einfach drueber. Natuerlich hilft es wenig wenn der eigene Vater , wenn auch im Spass, in die gleiche Kerbe haut……

  • Monika B. Bourquin sagt:

    Diese Worte sollten in der Schule thematisiert und als diskriminierend dekonstruiert werden, damit sie nicht mehr als selbstverstaendlich und unabhaengig vom eigentlichen Wortsinn verstanden werden koennen. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass sie Kinder darueber unterrichten, dass diese Worte sehr verletzend sind und nicht gebraucht werden.

  • Christian Mueller sagt:

    Hallo rb,

    Die Wortwahl ist sicher ein bisschen rüde, aber wenn ich daran denke, was ich in meiner Kindheit die nun über 15 Jahre her ist alles austeilen und einstecken musste (von Uhrensohn bis Kotnascher) beunruhigt mich das nicht wirklich (ich bin auf dem Lande aufgewachsen übrigens). Dass sich Jungen gegenseitig als schwul titulieren finde ich auch nicht tragisch; es erinnert mich an eine Konversation zwischen 2 Kindern in der TV Serie Family Guy „By laughing about other people’s sexuality i feel better about my own‘. Gerade, weil 10 Jährige Jungen kein ‚richtiges‘ Konzept der Sexualität haben und sie darum nicht wirklich verstehen wird diese Form des Angriffs sehr gerne benutzt.

    Aber dass man Mädchen als fett beschimpft finde ich eher gefährlich. Es wird den jungen (und auch den erwachsenen) schon genug suggeriert, dass schlank/mager = normal -> Wenn du dem also nicht entsprichst stimmt offenbar etwas mit dir nicht.

  • mamuschka sagt:

    Sorry Marvin, aber das kann ich nicht gelten lassen. Das Thema beherrscht die Kinder teilweise richtig. Allerdings knüpft das auch direjkt an den Beitrag von gestern an. Kürzlich habe ich eine Mutter mit der Tochter beobachtet, die am Jeans probieren waren. Die Mutter musste ihre (sichtbar schwerere aber keineswegs übergewichtige) Tochter sicher drei Mal darauf aufmerksam machen, wie gut ihr selbst die Jeans sitzt. Die Tochter hatte Tränen in den Augen und gab resigniert auf, weil sie sich eindeutig zu fett fand. Widersprochen hat die Mutter nicht.

  • Robert sagt:

    Ich habe schon Bezeichnungen gehört, die einem Kunstwort entsprachen. Z.B. „Gaschte“ (wie „Kasten“?). Offenbar spielt es keine grosse Rolle, welches Wort benutzt wird, sondern wie es sich im Umgang zwischen den Jugendlichen eingebürgert hat. Wissen sie auch nicht, was „schwul“ eigentlich bedeutet, so wissen sie doch (beidseitig), dass es einfach ein Schimpfwort ist – dessen Bedeutung davon abgeleitet wird, wie sehr sich die Beschimpften davon betroffen fühlen.
    Ebenso habe ich schon die Beobachtung gemacht, dass ein bestimmtes Abweichen von der Norm je nachdem auch als postiiv bewertet wird. So wird jemand fast schon bewundernd als „Psycho“ bezeichnet, weil er sich unmöglich aufführt.

  • peteRed sagt:

    danke für diesen kritschen Beitrag Nicole! Kinder wiederspiegeln einfach unsere Gesellschaft und die zwei Bezeichnungen sind einfach charakteristisch für die Geschlechterbeziehungen innerhalb unsere „entwickelte“ Gesellschaftsordnung.

    Mädchen als fett bezeichnen ist beleidigen, weil in der Gesellschaftsordnung eine Frau etwas Wert ist, wenn sie schön (nach medial-vermittelte idealen) ist, denn die Werte, welche die dominante ideologie (das Patriarchat) vermittelt, gehen davon aus, dass Frauen zuerst sexualobjekte sind, die danach eventuell zu Mutter werden können.

    Knaben hingegen als schwul zu bezeichnen ist beleidigend (und folglich das Macho-sein als die Norm zu definieren), weil das Patriarchat onhe Machos definitiv Tod wäre. Die Macho-Haltung zu propagieren dient der Unterdrückung der Frauen.

    Zum Schluss eine Erfahrung die ich mit meiner Freundin erlebt habe. Sie ist „normal“gebaut, weder schlank noch fett, und bei einer Diskussion mit einem jungen Mann (der ich zwischen 11 und 13 schätze) als er von ihrer Argumentation sich geschlagen fühlte, konterte er einfach mit der Satz: „du bist flach“. gemeint war der Brüsteumfang. Ist es nicht wieder ein Zeichen, dass die propagierte Bilder von Silikon-Schönheiten zu dieser anderen Art Beleidung (das flach sein) führen, und zwar, wenn du nicht wie die propagierte Bilder aussiehst, dann bist du ausgenzbar bzw. ich kann dich aus diesen Gründe beleidigen und ausgrenzen??!

    grotesk? Ja, unsere Gesellschaft ist Grotesk und sozial sind wir zur Zeit der Höhlen geblieben!

  • Marvin sagt:

    Ein Blog will jeden Tag gefüttert werden. Nicht erstaunlich, treten dabei auch Nicht-Themen in Erscheinung. Lesen und der Authorin verzeihen, dass ihr nichts besseres in den Sinn gekommen ist. So geht das.

  • gargamel sagt:

    @rb: natürlich spielt es eine rolle, mit was für wörtern kinder sich beschimpfen!
    wenn „schwul“ als schimpfwort gilt, so sagt das etwas über die immer noch herrschende homophobie unserer gesellschaft aus. und mit „dick“ oder „fett“ traktiert zu werden kann diretissima in die essstörung führen…

    grotesk, nicht?

  • rb sagt:

    ob „dick“, „fett“ oder „schwul“ ist es krank sich über die WORTWAHL Gedanken zu machen, mit welchem dein Kind fertig gemacht wird. Die Steigerung davon wäre dann die Frage, ob es nun grad „in“ ist, dein Kind mit einer Kalaschnikov zu erschiessen oder klassisch mit dem Tranchiermesser abzuschlachten. Groteskt nicht ?

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