Adoption ohne Ehepflicht

So einfach wie bei Madonna gehts hierzulande nicht: Die Schweizer Regeln für eine Adoption sind besonders restriktiv. Das soll sich nun ändern.

So einfach wie bei Madonna gehts hierzulande nicht: Die Schweizer Regeln für eine Adoption sind besonders restriktiv. Das soll sich nun ändern.

Angelina Jolie hats getan, Madonna auch, Sharon Stone ebenfalls: Blättert man durch Klatschmagazine, könnte man meinen, ein Kind zu adoptieren sei die einfachste, normalste Sache der Welt. Die Realität sieht ganz anders aus, besonders in der Schweiz. Wir besitzen eines der strengsten Adoptionsgesetze überhaupt, welches es vielen, nach gesundem Menschenverstand bestens geeigneten Paaren verunmöglicht, ein Kind zu adoptieren. Dies soll sich nun ändern.

Will ein Schweizer Paar heute ein Kind adoptieren, muss es entweder seit mindestens fünf Jahren verheiratet sein, oder beide Eheleute müssen den 35. Geburtstag bereits hinter sich haben. Leben Mann und Frau im Konkubinat, dürfen sie nicht adoptieren; Einzelpersonen über 35 hingegen schon, wobei diese nur selten berücksichtigt werden. Zudem darf der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern nach Ansicht vieler Vermittlungsstellen maximal vierzig Jahre betragen. Da in der Schweiz in der Regel nur Babys bis zum Alter von zwölf Monaten vermittelt werden, bedeutet das, dass adoptionswillige Paare mit vierzig Jahren bereits wieder aus dem Rennen ausscheiden.

Das Zeitfenster, in welchem ein Paar sich um eine Adoption bemühen kann, ist also sehr klein. Und es minimiert sich zusätzlich, je grösser der Altersunterschied zwischen Mann und Frau ist: Wird Frau Meier 35 Jahre alt, während ihr Gatte bereits den 39. Geburtstag feiert, bleibt den beiden gerade noch ein Jahr Zeit, bevor er schon wieder zu alt ist für eine Adoption. Denn jeweils beide Partner müssen die Altersvorgaben erfüllen. Angesichts der Tatsache, dass sich ein Adoptionsverfahren schnell einmal über zwei, drei Jahre hinziehen kann, braucht sich das Ehepaar Meier also gar nicht erst in den Papierkrieg zu stürzen.

Bliebe als Alternative die Adoption eines Kindes aus dem Ausland. Da bei internationalen Adoptionen auch ältere Kinder vermittelt werden, könnte das Paar noch einige Jahre Zeit gewinnen. Allerdings kennen wiederum viele Länder eine Alterslimite für Adoptiveltern, die unter vierzig Jahren liegt. Zudem besagt das Haager Adoptionsübereinkommen, dass ein Kind erst dann zur internationalen Adoption freigegeben werden darf, wenn absolut keine Möglichkeit besteht, es im eigenen Land zu platzieren. Seit jedoch auch in den typischen Herkunftsländern wie Thailand und Indien immer mehr Menschen aus der Mittelschicht Kinder adoptieren, sinkt die Zahl der Adoptivkinder, die ins Ausland vermittelt werden, stetig.

Doch nun dürfen Adoptionswillige neue Hoffnung schöpfen:  Mitte März hat der Ständerat eine Motion überwiesen, die eine Senkung der Alterslimite auf dreissig Jahre verlangt. Zudem soll neu auch Konkubinatspaaren, die in einer stabilen Partnerschaft leben, die Adoption erlaubt werden; die erforderliche Mindestdauer der Partnerschaft würde gleichzeitig von fünf auf drei Jahre verkürzt.

Die Anpassungen mögen auf den ersten Blick grosszügig wirken, tatsächlich hätte die Schweiz damit immer noch eines der restriktivsten Adoptionsgesetze der Welt. In England etwa liegt das Mindestalter für Adoptiveltern bei 21 Jahren, in Deutschland und Spanien bei 25 Jahren. Französische Ehepaare müssen nur zwei Jahre verheiratet sein, um vor Erreichen des Mindestalters (28 Jahre) ein Kind adoptieren zu dürfen. Und in England können nicht nur unverheiratete, sondern auch gleichgeschlechtliche Paare ein Adoptivkind bei sich aufnehmen.

Die Motion soll unser Gesetz also dezent dem europäischen Recht, vor allem aber der Realität anpassen. Die aktuelle Regelung, adoptionswillige Paare zur Ehe zu zwingen, ist überholt. Kein Kind wird heute mehr schief angeschaut, weil seine Eltern nicht vermählt sind. Zudem bietet der Trauschein keinerlei Garantie für eine glückliche Partnerschaft bis ans Lebensende. Auch die Senkung des Mindestalters und der Mindestdauer der Partnerschaft sind positiv zu werten. Wer mit dreissig Jahren heiratet und sich ein Kind wünscht, jedoch kein eigenes bekommen kann, soll nicht noch fünf Jahre auf das Adoptionsverfahren warten müssen. Und Beispiele wie die Meiers, die einige Jahre auseinanderliegen, bekommen so endlich eine reelle Chance auf eine erfolgreiche Adoption.

So weit, so gut. Doch wie sieht es mit der Faustregel «nicht mehr als vierzig Jahre Altersunterschied» aus? Ist diese noch zeitgemäss, oder müsste man sie zum Beispiel auf 45 Jahre erhöhen? Immer mehr Frauen werden erst nach vierzig schwanger. Wieso also soll eine Adoptivmutter ihr Baby nicht auch erst mit 42 bekommen? Natürlich steht bei einer Adoption das Wohl des Kindes, nicht der Kinderwunsch der potenziellen Eltern im Vordergrund. Das Kind soll vitale, belastbare Eltern bekommen. Ob diese Attribute auf ein Paar zutreffen, klären die Behörden jedoch im Einzelfall sowieso ab.

Das Resultat wäre freilich noch grössere Konkurrenz unter den vielen Adoptionsbewerbern um die wenigen Kinder. Andersherum würde die weitere Auswahl an fähigen Adoptionseltern die Chance erhöhen, für jedes Kind das ideal passende Elternpaar zu finden. Grund genug, darüber nachzudenken. Oder was meinen Sie?

488 Kommentare zu «Adoption ohne Ehepflicht»

  • Mirjam sagt:

    Kein Problem. Ich kann Dich verstehen. Habe lange überlegt ob ich meinen Namen hier reinschreiben soll, war aber die einzige Möglichkeit Dir meine Facebook-Freundschaft anzubieten.

    • tobe or not tobe sagt:

      Danke dir. . Mein Leben lang treffe ich wieder Leute wie uns und es ist wie eine Familie die weltweit Mitglieder hat. Wenn man zueinander spricht merkt man schnelll die Zugehörigkeit.. Rasse, Nation ode was auch immer für oberflächliche Faktoren spielen nie eine Rolle sonder das Gefühl das uns alle verbindet.. Mi casa es tu casa…

      • Mirjam sagt:

        Wir Adoptivkinder müssen unbedingt an die Öffentlichkeit gehen, erklären wie man mit Adoptivkindern umgehen muss – das ganze Thema Adoption enttabuisieren. Die Gesellschaft muss endlich sensibilisiert werden. Ich würde wahnsinnig gerne mich für andere Adoptivkinder einsetzen. Ich möchte mithelfen, zukünftige Adoptiveltern richtig zu schulen – um zukünftigen Adoptivkindern das zu ersparen was ich durchgemacht habe. Ich möchte dabei helfen, zukünftigen Adoptivfamilien zu helfen, zu einem respekt-, liebevollen und zärtlichen Miteinander zu kommen.

      • tobe or not tobe sagt:

        Sehe ich genau so. Doch leider sind wir die ungehörten und müssen uns selber die Aufmerksamtkeit zukünftiger Adoptiveltern erarbeiten. Mich würde dies sehr erfüllen und wäre zugleich auch eine genugtuung… We keep in contact …

  • Mirjam sagt:

    Und man verpflanzt es in eine fremde Erde. Fühlt sich das kleine Bäumchen in der neuen Erde, im neuen Klima nicht wohl, vertrocknet es, verdörrt es. Dann wird es gefährlich, für das kleine Bäumchen. Entweder es verkümmert leise vor sich hin, stirbt innerlich ab. Oder es fängt an sich zu wehren. Wird aggressiv (gegen aussen oder gegen sich selber), wird auffällig. Es kommt extrem darauf an, wie dieses Bäumchen in der neuen Erde Fuss fassen kann. Nur mit starken Wurzeln ist es fähig sich in der neuen Erde festzukrallen und nicht zu kippen.

    • tobe or not tobe sagt:

      Mirjam…ich bin sprachlos und verstanden wie selten zuvor. danke

      • Mirjam sagt:

        Ich finde es unendlich schön, dass ich jemanden wie Dich gefunden habe, wir verstehen uns weil wir die gleiche Geschichte haben. Wir sitzen im gleichen Boot. Wenn Du Lust hast kannst Du per Facebook mit mir Kontakt aufnehmen. Ich heisse Mirjam Fasnacht und bin die mit dem Alphorn… Einfach bei der Freundschaftsanfrage Deinen Nicknamen vom Mamablog beifügen, damit ich weiss dass die Freundschaftsanfrage von Dir ist.

      • tobe or not tobe sagt:

        Mirjam, sehr gerne werde ich dir heute Abendn noch eine Anfrage versenden und freue mich auf weitere Konversationen mit dir. Hoffe verstehst das ich hier nicht meinen Privatnamen angebe. Reich wenn wir schon öffentlichen Seelenstreptease vollführen 🙂

  • Mirjam sagt:

    Adoptivkinder konnten nie ein Urvertrauen entwickeln – diese Phase ist vorbei (in den ersten zwei Lebensjahre). Urvertrauen in die Erwachsenen (ich bin geborgen, man schaut zu mir, man liebt mich). Und die dauernde Angst davor, wieder abgeschoben zu werden, wenn ein leibliches Kind der Adoptiveltern geboren wird, wenn sie Probleme machen, wenn sie nach den Wurzeln suchen. Ich persönlich finde Adoption eine Chance, sage aber immer, dass dem Land selber geholfen werden muss. Ich vergleiche uns Adoptivkinder immer mit entwurzelten Bäumen. Man reisst ein junges Bäumchen mitsamt den Wurzeln aus.

    • tobe or not tobe sagt:

      Genau. Doch da hilft auch eine kollegiale Beziehung aufzubauen anstatt eine elterliche Liebe zu zeigen, das das Kind nicht versteht das wie du MIRJAM sagst das Grundvertrauen niemals erschaffen werden kann.

      Man sollte Adoptivkinder nicht als hilflose Kinder die minderbemittelt sind anschauen, sondern als gleichwertige Menschen behandeln. Viele Adoptivkinder haben meisten bereits mehr Erfahrungen als ihre Eltern jemals haben werden und das sollte unbedingt erstgenommen werden und ein offenes Ohr ist unabdingbar.!

      • Mirjam sagt:

        Ja, das sehe ich auch so. Auch ich hatte in meinen ersten beiden Lebensjahre mehr erlebt als viele Erwachsene. Ich wurde während des Vietnamkrieges geboren, habe den Krieg er- und überlebt. Ich habe mich im Waisenhaus in Saigon behaupten können – viele schwächere Kinder sind dort gestorben – ich habe überlebt. Dank meines unbändigen Ueberlebenswillen. Nur die stärksten Kinder haben diese Tortur überlebt, dieses nie-Liebe-erhalten. Geborgenheit? Zärtlichkeit? Keine Spur! Mehr als 100 Kinder in einem Saal in kleinen Betten, eine Handvoll Betreurinnen welche nur Zeit hatten für Körperpflege…

      • tobe or not tobe sagt:

        Und so geht es dir wohl das ganze Leben lang.? Erwachsene Schweizer, die Kriege, Armut und solches „nie liebe erhaten“ erst recht nicht kennen wollen dir dann sagen was gut und schlecht ist.

        Leute warfen mir kälte vor, weil ich mit dem Tod lockerer umgehe als die meisten. doch ich nenn das stillschweigende Annerkennung der irdischen Gesetzte.. Tod ist so normal wie das Leben an sich..

  • Mirjam sagt:

    @Sportpapi: Nein, Heim ist keine gute Alternative. Heimkinder sind genauso gefährdet. Die Adoptiveltern müssen unbedingt besser geschult werden, damit sie beim Auftreten von Problemen richtig reagieren. Also nicht das Kind mit seinen Identitätsproblemen alleine lassen, helfen! Beim Suchen helfen, bei Schulproblemen handeln und nicht sagen: schau selber wie du damit klarkommst! Bei Mobbing in der Schule, bei rassistischen Angriffen (kommt besonders bei Adoptivkindern aus anderen Ethnien vor) sofort handelnl! Nicht sagen: Kinder sind halt brutal. Ja, das stimmt, aber helfen ist da wichtig!

  • Mirjam sagt:

    Aufklärung, gute Schulung für potentielle zukünftige A-Eltern ist deshalb extrem wichtig! Nur so können solche Desaster wie ich es mit 12 erlebt habe vermieden werden. Nur die stärksten Kinder überleben das abgegeben-worden-sein. Nur die stärksten Kinder können sich dann als Adoptierte behaupten und rutschen nicht in die Kriminalität oder in selbstdestruktives autoaggressives Verhalten. Nur die stärksten Kinder können dann (so wie ich jetzt nach fast 40 Jahren) sagen: Ja, ich bin stolz adoptiert zu sein. Bis vor zwei, drei Jahren empfand ich das adoptiert-sein als Fluch! Als Bestrafung!

    • StefanB sagt:

      Das wirft Fragen auf wie: Gab es neben dem/den Adoptivkind(ern) noch leibliche Kinder, die bevorzugt wurden (ihr wisst schon, Aschenputtel). Und ist der Anteil anders als bei der Gesamtbevölkerung? Und: ist es wirklich so, dass die meisten Adoptivkinder in die Kriminalität abrutschen? dann müsste sie ja im Sinne der präventiven Kriminalitätsbekämpfung direkt verbieten?
      Oder ist es so, dass man nur die schlechten 10% sieht und die guten 90% nicht aufscheinen, weil die Menschen leider einen Hang zur „passiven Boshaftigkeit“ (=Konsum schlechter Geschichten) haben?

      • StefanB sagt:

        Ich meine: Wenn jemand hingeht und in der Bahnhofstrasse zehn Menschen jeweils 1000 CHF stiehlt, steht das morgen in den seriösen Zeitungen, und die Yellow Press labt sich eine Woche lang daran. Wenn aber jemand hingeht, und 20 Menschen jeweils 1000 CHF schenkt, kräht kein Hahn danach …
        Der Mensch hat wohl einen Hang zum Bösen, wenn ers nicht selbst tut, dann freut er sich, wenn er Geschichten darüber hört. Das Gute interessiert die Wenigsten.

      • StefanB sagt:

        Konsum schlechter Geschichten meint eigentlich Geschichten über das Schlechte: Wenn ich hingehe und 10 Menschen je 1000 Franken stehle, dann steht das in den seriösen Zeitungen morgen, und in anderen eine Woche lang.
        Wenn ich aber 20 Menschen je 1000 CHF schenke, interessierts kein Schw…. ein.
        Wir haben offenbar einen Hang zum Bösen. Entweder aktiv, oder wir ergötzen uns passiv an der entsprechenden Berichterstattung.

      • StefanB sagt:

        Und es wirft natürlich noch eine Frage auf: wie gross ist der Anteil an Adoptierten
        a) bei den Managern des Kernkraftwerks in Japan
        b) bei den Abzo…. ich meine, bei den Führern der Weltkonzerne?

      • Brunhild Steiner sagt:

        – und mit wieviel Jahren wurde diese Kinder adoptiert?
        – und wo lebten sie vorher, und unter welchen Bedingungen?
        – wer waren ihre leiblichen Eltern und deren Hintergrund?
        – lässt sich das für Kinder in einem Pflegekind-verhältniss ebenso sagen?
        – wieviel Anteil hat die Persönlichkeit des Kindes? Das eine fühlt sich vielleicht viel wohler in einem Pflegekindstatus,
        das andere würde sich abgelehnt fühlen weil es „nur“ Pflegekindstatus hat?

      • Mirjam sagt:

        Ich bin mit einer gleichaltrigen Schwester aufgewachsen. Sie ist die leibliche Tochter meiner A-Eltern. Das war extrem schwierig. Wir waren wie Katz und Hund. Konkurrentinnen um die Liebe der Eltern. Noch heute, als knapp 40 jährige Frauen sind wir immer noch Konkurrentinnen. Sie war immer die Vorzeigetochter, hervorragende Schülerin, lieb, folgsam… Ich war schlecht in der Schule, habe Dyskalkulie welche nicht erkannt wurde, wurde gemoppt und machte deswegen aus Protest keine Hausaufgaben. Meine Schwester spielte draussen, ich musste drinnen büffeln…

    • mila sagt:

      nun, ich kenne so einen fall in meinem bekanntenkreis, wo eine professorenfamilie in den 1960er Jahren einen tibetischen jungen adoptiert hat, nebst eigenen kindern – aus soziopolitischen gründen. von seinen ‚eltern‘ wurde er nie gleich behandelt wie seine ‚geschwister‘. glücklicherweise konnte er als erwachsener in indien verwandte ausfindig machen, so dass er inzwischen eine richtige familie hat, auch wenn sie auf einem anderen kontinent lebt.

    • Sportpapi sagt:

      Mir stellt sich die Frage, wenn es denn überhaupt eine überdurchschnittliche Kriminalitätsquote unter Adoptierten gibt: Sind generell Waisenkinder gefährdet, die trotz Adoption ihren Weg nicht finden? Oder liegt es an der Adoption? Und: was wäre eine bessere Alternative? Heim?

      • tobe or not tobe sagt:

        Ehrlich gesagt wer nichts zu verlieren hat oder schon alles verloren hat kann gefährlich werden, aber auch im Gegenteil kaum auffallen. Es kann kein Grundbild geschaffen werden, das besagt das Adoptivkinder krimineller sind,viele sind angepasster als „normale“ Kinder.
        Ich selber hatte nichts zu verlieren und konnte und musste schon sehr früh über meine eigene Zukunft entscheiden. Da läuft man in Gefahr, in schlechten Zeiten auf die Schiefe Bahn zu geraten, denn nieman haltet dich davon ab. Ich war kurz davor, nahm mir aber das schlechte Beispiel de verstorbenen Eltern zu Herzen.

  • Mirjam sagt:

    Adoptivkinder haben eiin viel höheres Risiko kriminell zu werden. Der Mitternachtsmörder von Bern (M. Ebner) hat zwei Frauen getötet – er war adoptiert. Der junge Mann welcher am Höngg eine 16jährige erschossen hat, der war auch adoptiert. Borderline ist viel häufiger bei Adoptierten. Suizide und Suizidversuche sind bei Adoptierten recht häufig. Der Bruder des Mitternachtsmörders war auch adoptiert – er hat sich umgebracht sowie der Täter selber auch (später in der U-Haft). Ich beschäftige mich intensiv mit der Adoption und deren möglichen Folgen. Aufklärung, gute Schulung für A-Eltern!

  • heidi reiff sagt:

    Ich wurde mit 23 schwanger von meinem damaligen Freund, von Verhütung hatten wir beide Null Ahnung, Bedingung war aus meiner Familie, wenn ein Kind unterwegs ist wird geheiratet, grosser Druck wurde auf mich ausgeübt ebenfalls auf meinen damaligen Freund, Heirat zu erzwingen ist destruktiv, das kennen wir ja aus anderen Ländern, Zwangsheiraten etc. für mein Verständnis hat das mehr mit Religionsfanatismus zu tun. Und erstens kommt es anders und zweitens als Mensch denkt. Ist einfach meine persönliche Erfahrung. Familienprestige oder was ?

    • tobe or not tobe sagt:

      Dies klingt nach einer streng katholischen Familie und ist zwar heute nich mehr so extrem, obwohl wieder vermehrt junge Leute gerne heiraten.
      Es geht immer ein bisschen um Familienprestige.. Die Famile will nicht dumm da stehen, man redet ja. doch heute wo jede 2. Ehe geschieden ist, sind auch die Leute froh, wenn irgendwas mal länger hält, ob mit oder ohne zwang.

      • StefanB sagt:

        Nein, tobe, das hat nichts mit katholisch zu tun, sondern mit konservativem „familienehre“-Denken – das gabs und gibts auch bei reformierten Menschen. Soviel ich weiss, ist der Chefideologe der konservativsten Partei Sohn eines reformierten Pfarrers. (Hörtip für Auguste: Sina – de Sohn vom Pfarrer)

      • fufi sagt:

        Aexgüsi, nimms zrugg!
        S’isch ja nöd schwiizerisch!

      • StefanB sagt:

        Scho guet! Auch Dusty Springfield ist natürlich OK.
        Nur frage ich mich, wo Sina als Walliserin im katholischen Wallis eigentlich den Sohn vom Pfarrer gefunden hat?

      • fufi sagt:

        Naja, wenn du „Pfarrer“ durch „Priester“ ersetzen magst, dann wird’s ja wohl keinen Mangel an Söhnen gegeben haben?
        8)

      • StefanB sagt:

        Ach fufi, weisst Du, die katholische Kirche hat lange genug gegen Verhütung gewettert. Aber man kann ja nur gegen etwas sein, das man kennt… 😉

      • fufi sagt:

        NEIN!

        Meistens ist man ja gerade besonders dagegen, wenn man’s NICHT kennt! Wie SONST hätt’s denn Priesterssöhne geben kennen, wenn die erlauchten Herren Väter was von Verhütung gewusst hätten?

        OMG, fufi das foton versteckt sich jetzt!

    • Globetrotterin sagt:

      Warum wohl heiraten vermehrt junge Leute wieder? Das hat man ihnen eingetrichtert, nachdem das Modell Ehe zu scheitern drohte. Weshalb wohl werden Hochzeiten von Promis in allen Medien inszeniert? Was glaubt Ihr, wird auf dem Heiratsmarkt wieder los sein, sobald die Hochzeit des britischen Königs in spe über den Äther geflimmert ist? – Für die meisten wird nach dem „schönsten Tag“ im Leben am Ende des Tages nicht viel übrig bleiben ausser Frust, Elend, Verzweiflung, Kampf und Tränen.

      • tobe or not tobe sagt:

        Globe hat den Durchblick. Ein Mensch weniger der sich Hirnwäschen lässt…

      • tobe or not tobe sagt:

        Glob hat den Durchblick. Sicher werden wir so unterbewusst in eine Richtung gesteurt, die sich viele Menschen wieder wünschen.
        Die Frauen möchten wieder den schönsten Tag des Lebens erleben, das unschöne in einer Beziehung aber blenden viele aus…..
        Kate Middleton wird fast eine Sekte hervorrufen an jungen Engländerinnen die ihr gleichtung wollen.

    • Globetrotterin sagt:

      @tobe:
      Ärgert Dich Dein Auge, so reiss es raus.
      Ärgert Dich Deine Hand, so hau sie ab.
      Ärgert Dich Deine Zunge, so schneide sie ab.
      Ärgert Dich Deine Vernunft, so werde katholisch.
      (Heinrich Heine)

      • fufi sagt:

        Also JC hat schon einige Jahre zuvor gesagt:
        Wenn dich dein Auge zur Sünde verführt, dann reiss es aus. Es ist besser, mit nur einem Auge in den Himmel zu kommen, als gar nicht.

        Tja, da hatte er ja irgendwie schon recht?
        😉

      • StefanB sagt:

        Richtig, fufi. Nur ist mir nicht klar: soll ich mich vorher verstümmeln, oder erst nach der Sünde?
        Wenn vorher: warum soll ich nicht einfach der Versuchung widerstehen? Dann hat mich mein Auge ja nicht verführt, sondern es ist beim Versuch geblieben.
        Wenn nachher: Dann ist es zu spät… ;-(

      • fufi sagt:

        Naja, ich glaub es gibt welche, die finden Selbst-Verstümmeln (sprich Körperfeindlichkeit) sowieso echt gut, ganz unabhängig davon ob sie DANACH noch irgendwelche so called „Sünden“ begehen könnten.

        Weiss nicht, ob’s den „Schöpfer“ denn so richtig freuen mag?
        🙁

  • heidi reiff sagt:

    Lest doch mal im Wiki „RABENMUETTER“, die Babyklappe ist eine Alternativlösung, das ich befürworte. Ich finde eine Frau die z.B. ungewollt schwanger wird durch äussere Gewalt sollte auch das Recht haben für einen Schwangerschaftsabbruch, in lieberalen Ländern besteht diese Möglichkeit so wie ich informiert bin. Ja ja die armen überforderten Mütter, ist das ein Freipass, um Kinder verhungern zu lassen .

  • Mirjam sagt:

    Die Babyklappe verunmöglicht einem später adoptierten Kind die Wurzeln zu suchen und zu finden. Und das ist extrem wichtig. Kinder welche in einer Babyklappe abgegeben wurden werden später ja auch adoptiert und werden garantiert auch suchen. Und sie werden dann ihre Wurzeln nie finden können – sie sind anonym geboren worden. Ich finde die Babyklappe extrem brutal für das Kind welches später seine Wurzeln suchen und finden will. Klar, für die abgebende Mutter ist das bequem – aus den Augen aus dem Sinn. Und nicht zurückverfolgbar für das Kind. Deshalb bin ich dagegen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Mirjam, die Alternative bei der nicht so oft gebrauchten Option Babyklappe, ist der Kindstod des Säuglings!
      Ich achte Ihr Engagiertsein, aber es gibt auch in diesem schmerzvollen Bereich Grautöne, und es wäre wirklich schade wenn Sie aufgrund Ihrer absolut negativen Erfahrungen, welche ich schlimm finde, nun alle möglichen Hilfestellungen schwarz anmalen. Zudem besteht für jede abgebende Person die Möglichkeit eine Nachricht zu hinterlassen. Solange gibt es die Klappe auch gar nicht und wir alle wissen nicht wieviele Mütter sich im Nachhinein noch melden werden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Immerhin haben sie den Weg bis zur Klappe geschafft, sich entschieden diesen Weg zu gehen- hätten sie es töten sollen? Denn verzweifelt sind diese Frauen allemal und offenbar ohne Möglichkeit sich ihre Behörden an ihrem Wohnort anzuvertrauen oder sonstwo Hilfe zu suchen. Es erscheint ihnen auch total unmöglich das Kind nach einer offiziellen Geburt zur Adoption freizugeben, das spricht nicht gerade für glückliche Verhältnisse, welche Frau entscheidet sich schon gerne für eine Geburt ganz alleine irgendwo in einer dunklen Ecke? Der Druck sich das anzutun muss sehr gross sein.

      • mila sagt:

        brunhild, hier sind wir absolut einer meinung.

      • tobe or not tobe sagt:

        Ich muss leider auch Mirjam ein wenig recht geben, doch das auch in Zukunft viele Kinder Wurzellos aufwachsen werden ist kaum gänzlich verhinderbar.

        Eine vergewaltigte Frau soll ein Kind abtreiben dürfen. Frauen die aber ungeschützt sex haben und sich dann noch wundern das ein Kind kommt, sorry ich habe nur mit den Kindern mitleid. Lieber nicht gebohren werden als so aufwachsen müssen…

        die Natur ist unbarmherzig in menschlichen Augen, doch gerecht was das Leben anbelangt…

      • Mirjam sagt:

        Ich denke, in unserer höchst sozial ausgebauten CH gibt es genug Alternativen zum Kindsmord. Betreutes Wohnen, Mutter-Kindheime, Pflegefamilien, offene Adoption. Ich finde es einfach extrem traurig dass es Mütter gibt welche ihrem Kind die Möglichkeit nehmen, die Wurzeln kennen zu lernen. Das ist so wichtig für die Selbstfindung. In einem Entwicklungsland könnte ich die Babyklappe ja noch befürworten – dort gibt es viel zu viele verzweifelte Mütter. Aber hier in der reichen CH würden verzweifelten Müttern viele Alternativen angeboten werden – welche für Mutter UND Kind ideal wären.

      • Mirjam sagt:

        Ich persönlich würde als Babyklappen-Kind wahrscheinlich denken, was meine leibliche Mutter für ein Feigling war – lässt sich schwängern (Pille, Gummi ect. würden das verhindern können) und gibt das Kind anonym ab. Was denkt sich einem Mutter dabei? Aus den Augen aus dem Sinn? Nur ja nicht gerade stehen für ihr eigenes Kind? A sagen aber nicht B? Hauptsache ich bin das Balg los? Klar, wenigstens besser als töten. Aber es gäbe so viele Hilfestellungen für verzweifelte Mütter. Mir tun die Babyklappen-Kinder unendlich Leid. Sie werden auf ihre brennenden Fragen niemals Antwort kriegen.

      • StefanB sagt:

        Mirjam, das ist richtig, aber viele dieser Mütter sind verzweifelt, weil sie schlicht keine Alternativen kennen! Die Angebote sind da, aber sind sie auch bekannt? Besonders bei Gruppen, wo noch vieles anderes im Argen liegt. Und sind die anbietenden Institutionen vertrauenerweckend? Oder werden Angebote nicht genutzt, weil sie vom „falschen“ Anbieter kommen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mirjam: natürlich ist es traurig,
        aber die Klappe wurde ins Leben gerufen weil es auch in unserer sozial sehr ausgebauten Schweiz zu Säuglingstötungen und Säuglingsaussetzungen gekommen ist, das ist der allereinzige Grund.

        Und eben, Sie wissen ja gar nicht wieviele von den Müttern einen Brief mitgeben, wieviele sich später melden werden, dort drin liegt ein Infoblatt bereit mit allen wichtigen Angaben wohin sie sich später wenden könnten, wir sollten nicht zu früh den Stab über ihnen brechen und sicher sein dass sie den Kontakt nicht suchen werden.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Brunhild STeiner: Klar, nebst der eigenen Anschauung zu diesem Thema, dürfen wir alle die Realität nich aussen vor lassen. Die Tatsache das wohl täglich Abtreibungen stattfinden und täglich Frauen schwanger werden, mit Männern die nicht ihre Partner sind ist ein Fakt und kann in einer gesellschaft der „freien“ Liebe wohl nicht so schnell moralisiert werden, wie es sich einige Wünschen.

        Ein Baum ohne Wurzel fällt beim kleinsten Wind!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tobe or not tobe
        @Mirjam
        entscheidend wie das Kind mit seinen nicht vorhandenen Wurzeln umgeht und was es daraus macht ist nicht bloss die Tatsache dass es seine leiblichen Eltern nicht kennt!
        Diese Gleichung geht einfach an der Realität, und auch an der Kraft des Menschen vorbei.
        Bei Ihnen wurde ganz viel durch die Betreuenden kaputtgemacht,
        das erleben aber längst nicht alle Adptiv- und Pflegekinder so.
        Alle müssen sich dem Prozess der erschwerten Identitätsfindung stellen, das ist richtig-
        aber dieser ist weder unmöglich, noch ist deren Leben zum Unglück verdammt.

  • Mirjam sagt:

    Ja, ich denke, dass ich als direkt Betroffene Adoptierte zukünftigen Adoptiveltern viele gute Tips weitergeben könnte. Tips welche helfen könnten, ein schönes vertrauens- und liebevolles Eltern-Kind-Verhältnis aufzubauen. Offenheit, Transparenz, dem Kind helfen bei der Suche nach den Wurzeln, Erpressungsversuche am Kind vermeiden ect. (z.B. wenn Du nach deinen leiblichen Eltern suchst tust du uns weh, machst du uns traurig, bist du undankbar ect.). Das sind extrem wichtige Grundlagen für das Gelingen einer Adoption. Deshalb bin ich für Offene Adoption und gegen Babyklappe.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Mirjam: Ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen wären sicher in jeder Interessensgruppe von Adoptionswilligen zu Adoptiveltern bis zur Gruppe der adoptierten Kinder wertvoll und wichtig. Soviel ich weiss gibt es einige Organisationen und auch Selbsthilfegruppen welche sich für dieses Thema engagieren.
      Bloss mit der Babyklappe vermischen Sie etwas, die wurde ja nicht ins Leben gerufen um das Adoptionsverfahren zu anonymisieren, sondern um Kindstötungen nach der Geburt zu verhindern. Die abgebende Person hat die Möglichkeit sich auch noch lange danach bei den zuständigen Behörden zu melden

    • tobe or not tobe sagt:

      Danke, ganz ehrlich du sprichst mir aus der Seele und es ist für mich eine genugtuung deine Ansichten zu hören. Ich würde sehr gerne zukünftige Adoptiveltern aufklären und von meinen Erfahrungen erzählen.

      Kinder sind icht nur liebesbedürftig sondern Wahrheitssuchend…Lügen sie ihre Kinder nie an, sie werden es zurückbezahlt bekommen!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tobe or not tobe: ich könnte mir gut vorstellen dass all diese Problempunkte und Wichtigkeiten heute in einer Adoptionsvorbereitung standartgemäss dazugehören.
        Ich hab schon ein paar Adoptiveltern kennengelernt welche das Verfahren vor ca 10 Jahren durchmachten. Da gehörten diese wichtigen Themen dazu. Natürlich darf man es dann nicht mit der Zeit vergessen…, aber ich hoffe schon sehr, dass so Erfahrungen wie die von Ihnen und Mirjam geschildert, heute zur absoluten Ausnahmeerscheinung gehören! Respektive überhaupt nicht mehr vorkommen!

  • tobe or not tobe sagt:

    Ist eine Bindung nicht grösser wenn die Frau ein Kind selber gebährt? Wieso haben dann viele Adoptiveltern die Hoffnung, die adoptierten Kinder sehen sie alls vollwertige Eltern an? Genau an dieser Grundeinstellung scheitern viele Adoptivwillige! Auch der unbewusste Druck auf die Kinder, durch Aussagen wie “ Sei froh dass wir dich aufgenommen haben,du wärst jetzt im Heim“ höre ich von allen möglichen Pflegkindern.Ich musste dies auch mitanhören und getraute mich zuletzt nicht zu widersprechen, da mir ja sonst das Heim drohte. Das hat mich lange beschäftigt und wieder zurückgeworfen.

    • Mirjam sagt:

      Und ich kriegte immer wieder zu hören: sei froh dass wir dich adoptiert haben, du wärst sonst in Saigon als Hure auf der Strasse gelandet. Wir haben dich schliesslich gerettet…. Könnt Ihr Euch vorstellen, was das in einem Kind anrichtet? Ich denke schon, dass die Bindung zwischen Mutter und Kind enger ist wenn sie es empfangen, ausgetragen und geboren hat. Schon während der Schwangerschaft spielt man mit dem Ungeborenen, auch die Geburt trägt zur Bindung bei.

      • tobe or not tobe sagt:

        Das kling mehr als herzlos diese Aussage und kannst beruhigt stolz auf Dich sein, das du das heute lockerer erwähnen kannst. Glaube dies hat dich auch in der Teenager Zeit extrem beschäftigt und das Gefühl von wertlosigkeit nicht losbekommen ? Die Aussagen deiner Eltern zeugen von ratlosigkeit und auch einer spur hilflosigkeit getränkt…Sie zeigten Schwäche, während du stark sein musstest.!

        Genau die Geburt ist was viele Frauen erleben wollen und bei einem adoptierten Kind niemals fühlen werden.

      • fufi sagt:

        @Mirjam

        Wollte ich ja genau sagen! Diese Ansprüche (nicht nur) seitens der Adoptiv-Eltern können ein Kind seelisch töten.
        Allerdings – und das ist der Grund, weshalb ich mich als Beispiel brachte – . ist es scheint’s leider auch möglich, dass die „engere Bindung der Eltern an ihr natürliches Kind“ die elterlichen Ansprüche noch verstärkt. So im Sinn
        Paragraph 1: WIR sind ja SOOO gut – aber Du, Du, Du bist ja soo schlecht.
        Paragraph 2: Und an UNS kann’s ja nicht liegen.
        Deshalb tritt Paragraph 1 in Kraft!

  • Mirjam sagt:

    Hey Leute, es würde mich sehr freuen, wenn Ihr endlich wieder zum Thema Adoption zurückkommt. Bitte missbraucht dieses ernsthafte Thema nicht für persönliche Propaganda, Online-Fehden. Ich finde es extrem schade, dass hier im Mamablog immer wieder diverse User meinen, Themen verfremden oder missbrauchen zu müssen. Adoption ist ein sehr komplexes Thema das unbedingt objektiv und ernsthaft diskutiert werden sollte. Bitte helft mit, dass dieses Thema wieder zum Ursprung kommt. Danke

    • tobe or not tobe sagt:

      Leider sehe ich an der Art wie hier diskutiert wird, welche misstände betreffend Adoption hervorscherschen. Wir sind nicht mal über das Thema Adoption durch normale Eltern gekommen, geschweige dann gleichgeschlechtliche Paare die adoptieren.

      Ich muss ab und zu leer schlucken, weil ich erschrack über die gedankenlosen, egoistischen Kommentare hier. Ich würde gerne noch mehr von meiner Erfahrung als Waisenkind teilen, denn glaube auch Deine Ansicht Mirjam könnte zukünftigen Adoptiveltern gute Tipps geben. Hoffen wir die Leute verlassen ihre Mauselochsicht und wechseln zur Vogelpersketive…

      • Auguste sagt:

        hmm…, lassen sie sich nicht ablenken tobe or not tobe bzw. myriam. bei diesem thema ist die kluft zwischen „insider“ und „outsider“ sehr gross. lassen sie die geäusserten meinungen, auch wenn sie für sie zuweilen etwas irritierend sein mögen, einfach stehen und bringen sie ihre eigen erlebnisse und gefühle in die diskussion ein. das interessante an diesen threats – bei gewichtigen themen – ist ja gerade das jeweils daraus entstehende stimmungs-/meinungsbild.

      • Auguste sagt:

        hmm…, und wenn ich wählen könnte, sind mir mirò’s und kandinsky’s werke näher als die hodler’s.

      • tobe or not tobe sagt:

        Es kommt mir vor wie im richtigen Leben. Wir betroffenen erzählen von unseren Sorgen, Erlebnissen und geben den Leuten tipps. Diese widerum beachten dies nicht und diskutieren über das Schicksal von Kindern wie uns. Ich nenn das unbewusste Ignorranz, überhören was man nicht hören will!!!

      • Auguste sagt:

        hmm…, die aktive diskussion ist immer nur die spitze des eisbergs. sie können nicht wissen, wieviele leute hier mitlesen, aber sich nicht aktiv beteiligen. cool it.

      • tobe or not tobe sagt:

        Das stimmt 🙂 coold down and we will see

      • Sportpapi sagt:

        Ich frage mich aber auch, ob Tobe, der offenbar viel Pech gehabt hat im Leben, wirklich für die Mehrheit der Waisenkinder in der Schweiz sprechen kann.

      • tobe or not tobe sagt:

        Gefühlsmässig eventuell schon, aber jeder dieser Waisenkinder hat eine andere Geschichte. Die suche nach der Herkunft bleibt aber bei jedem dieselbe..

  • heidi reiff sagt:

    @ globetrotterin

    Ich war noch nie in Afrika, hab mich als Kind gefreut ab diesen Elefanten im Basler Zoo. Da gibts eine Geschichte von einem Elefanten, der hat sich an einem Wärter der ihn misshandelt hat nach 20 Jahren gerächt und ihn zertrampelt, vielleicht eine Sage, ich weiss es nicht. Ich habe meine Wurzeln in der CH und fühle mich wohl in der CH.

    • Globetrotterin sagt:

      Ja, Heidi, nicht umsonst spricht man von einem „Elefantengedächtnis“. Hoffentlich ist das nicht nur eine Sage. Was ist mit dem Elefanten passiert? Wurde er am Ende getötet? Würde mich nicht wundern. Elefanten sind glücklicherweise nicht christianisiert worden und „halten die andere Wange hin“.

  • heidi reiff sagt:

    @ fufi

    Kinder stellen Fragen, das normalste der Welt, schädlich ist es für Kinder wenn nach einer Scheidung, der Vater oder die Mutter schlecht gemacht wird, da werden Kinder arg manipuliert.

    • fufi sagt:

      Heidi:
      War als Witz gemeint, wenn auch als böser!
      Hast aber recht, manchmal lässt die Realität sogar einen bösen Witz noch gut aussehen.
      Leider!

  • heidi reiff sagt:

    Fatal die alten Ahnenkulte, mein Bruder wurde getauft nach dem Namen seines Vaters, ich kenne meine Ahnengeschichten relativ gut, viele traurige Geschichten nicht aus der Noblesse Oblige….. keine Mitleidstour wie es so schön immer heisst in diesen Seifensoaps RTL .

  • Eni sagt:

    Adoptionen sind für ein Kind nur dann gut wenn es in den selben Kulturkreis adoptiert wird und auch da sind die Absturzquoten noch sehr hoch.

    Madonna und Co hätten den Kindern viel mehr geholfen wenn sie ihren Kindern ermöglicht hätten in ihrem Kulturkreis zu bleiben, aber bei gewissen Leuten ist das Kindeswohl völlig nebensächlich. Diese Leute kaufen sich ein Kind, so wie man einen Pulli kauft.

    • tobe or not tobe sagt:

      @Eni: Ganz klar wurde das Kind von Madonna gekauft… Der Vater wurde bezahlt!! Kann ich gar nicht verstehen, den ihr Kind hatte noch einen Elternteil. Nun was will die Madonna damit bewirken? Einen Hype, der aber auch seine guten Seiten hat…
      Doch Kinder adoptieren sollte nicht zu einem Trend werden, dass wie ein modeschmuck ausgewechselt werden kann, wenns nicht mehr zur Stimmung passt…

      • Globetrotterin sagt:

        Meiner Ansicht nach hat dieses Kind den Sechser im Lotto gewonnen. Ich traue Madonna durchaus zu, eine liebende Mutter zu sein.

      • tobe or not tobe sagt:

        Liebende Mutter heist nicht automatisch ein glückliches Kind zu haben. Wieviel Mütter dieser Welt haben alles gegeben und haben die Kinder trotzdem an Drogen, Prostitution, Kriminalität verloren?

        Viele Erwachsenen, eben auch viele Frauen unterschätzen Kinder meistens und behandeln sie bis ins Teenager alter wie unbeholfende Welpen.

    • Katharina sagt:

      In Kalifornien zu leben ist nun mal besser als in einem Afrikanischen Ghetto. Tia. Du bist ja auch sehr gut informiert wie madonna und Co leben. aus der Gleuckspost. erstklassige Quelle.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wir scheuen auch nicht vor einer zweiten meinung aus der bunte oder gala zurück.

      • fufi sagt:

        Auguste: vergiss DIE SCHWEIZERISCHE NATIONALZEITUNG nicht, da lernst du so viel, auf einen BLICK!

      • Eni sagt:

        Tja, nur gibt es in Afrika nicht nur Ghettos. Wenn diese Leute den Kindern etwas gutes tun wollen würden, dann könnten sie ganz einfach dessen Familien unterstützen und die Kinder könnten bei ihren Familien bleiben, aber so ein herziges Negerlein macht sich halt wirklich gut neben den eigenen weissen Kindern und dem ebenfall adoptierten Kind mit Schlitzaugen. Früher hat man Schlümpfe gesammelt und heute halt Kinder. Dass Sie liebe Katharina das nicht so sehen, kann ich mir vorstellen. Auch Sie gehören zu denen, die glauben, dass man mit Geld alles kaufen kann.

      • Eni sagt:

        Übrigens: ich lese weder Glückspost, noch Gala oder Bunte aber in diesen Zeitschriften stehen mit Sicherheit nicht 1% soviel Lügen wie in Ihren Posts Katharina.

  • heidi reiff sagt:

    Bekannt ist ja, dass Familiendramen in engstem Familienkreisen stattfinden, die Kinder sind immer die Opfer solcher Szenarien, leider wird nach wie vor immer wieder verharmlost, wenn ich Zeugin wäre von Kindsmisshandlung konkret im hier und jetzt das würde ich anzeigen an zuständiger Stelle. Für die Zeugung eines Menschen brauch es nach wie vor .2…. so aufgeklärt sind wir doch. Einem Kind zu sagen – wenn es mal unbequem ist, ja weisst – du, du warst ein Unfall… Meine Grosskinder haben Kuscheltiere und ich gönne es ihnen von Herzen . Zum Glück ist es nichtmehr wie FRUEHER .

  • fufi sagt:

    Hey Jungs und Mädels

    Ok, s’ist ein furchtbar böser Witz.
    Bin drauf gekommen, weil in irgendeinem Kommentar die Rede war von
    „Das Kind von der Samenbank ……“

    Also:
    Kind fragt alleinerziehende Mamma:
    Mutti, was ist mein Vater?
    Ach, bloss so ein Wichser!

    😉

  • fufi sagt:

    4/4
    Ich war/bin auch ein Wunschkind. Bin sogar natürlich gezeugt – ok, mit leichter Hlife des lieben Onkel Doktor – und geboren worden. Bloss wollten die Eltern DAS, was sie da gekriegt haben, denn leider doch nicht! Aber das merkten sie erst später, und DA war’s für mich schon ZU spät!
    Und DAS ist das Problem!
    WESHALB wollen Menschen unbedingt Kinder? Natürlich, künstlich oder adoptiv! Und KOENNEN sie das Kind wirklich lieben, auch wenn es NICHT ihren Wünschen entspricht?
    Aber HIER helfen KEINE Gesetze! – Leider!

    • Cara Mia sagt:

      @fufi: das kann man so sehen, aber man kann auch weiterfragen: es war für dich zu spät – wofür? Um nicht gezeugt zu werden? Um zur Adoption freigegeben zu werden? Und was war denn da, mit diesem Merken, dass sie doch kein Kind wollten? Ich frage deshalb: wir kommen irgendwie auf die Welt und häufig nicht sonderlich gewollt, und wenn doch, sind wir zuweilen ziemlich unbequem, wie das ja auch unsere Kinder sind. Wir beissen uns dennoch auf diese Welt und durch, was ein natürlicher Trieb ist, ebenso, wie Kinder zu produzieren. Wichtig ist, dass wir die Verantwortung für uns übernehmen.

      • Cara Mia sagt:

        @fufi 2: Fazit: dumm gelaufen für dich, vielleicht, vielleicht auch nicht so schlimm – ich weiss es nicht. Aber deine Eltern sind auch nur Menschen, sie haben dir doch das Leben geschenkt und nun mach das beste draus. Ist doch toll, dass du lebst, oder etwa nicht? Also ;). Manchen Kindern geht es so schlecht, dass die Adoption ihre einzige Chance ist, doch noch betreut aufzuwachsen und nicht zu verelenden.

      • fufi sagt:

        @cara mia

        Nein, nein, Meine Eltern WOLLTEN Kinder, und mit meinem Bruder waren Sie denn auch ganz zufrieden!
        Sie wollten bloss MICH nicht!
        Mein Vater hat’s mir ins Gesicht gesagt: „Wenn wir denn gewusst hätten, dass es DICH gäbe, hätten wir DICH nicht gemacht!“.
        Punto e basta!
        Der Vertrauenspsychiater schrieb: „er hatte eine infernalische Kindheit!“

        Folglich:
        Magersucht mit 20, Studienabschluss mit 35 (Lizentiat mit BESTNOTE – bin stolz darauf!), danach 3 Jahre arbeitslos! Heute Sachbearbeiter in unterster Hierarchiestufe in der Verwaltung einer grossen CH-Gemeinde.

        dumm gelaufen

      • fufi sagt:

        Ach ja, und leide seit mehr als 10 Jahren an schwersten Depressionen, psychotherapeutisch unheilbar (aufgrund grosser Intelligenz und langjähriger entsprechender Erfahrung).
        Das macht’s weder für mich und schon gar nicht für meine Frau auch nur ein bisschen einfacher.

        Offizieller Einschub: Das Tier ist zu 38% invalid. Ab 40% gibt’s ne IV-Rente.
        dumm gelaufen?

        Dennoch:
        Danke Gott täglich für ALLES, was er mir/uns dennoch geholfen hat
        (jaja, bin Theologe)

        In diesem Sinn:
        liebe Grüssli

        🙂

      • Jimmy Muff sagt:

        @fufi: Überhaupt nicht „dumm gelaufen“! Sie haben eine lesenswerte Carte Blanche drüben an der Bar geschrieben. Danke!

      • Lina sagt:

        Bitter, ein Leben lang. Ungerecht. Es gibt keinen Trost. Seelische Misshandlung ab frühster Kindheit, das ist tiefste Verletzung, Brandmarkung, schwere Lebenslast für das Kind, eine grosse elterliche Sünde. – Ich wünsche dir Liebe, Licht und Kraft, Humor, Witz und Kreativität. Natur- und Kunsterlebnisse. Freunde. Mögen die Besten deine Wege kreuzen und sagen: Schön, dass es d i c h gibt! Zärtliche Worte wünsche ich dir. Ein warmer Händedruck.

      • fufi sagt:

        @Jimmy

        Thanks, weisst aber, dass ich ein voll-linker bin?
        😛

        @Cara mia

        Weisst du, noch schlimmer wär’s ja, zu hören:
        wenn wir gewusst hätten, … nicht adoptiert,
        oder ehrlich: … nicht gekauft!
        🙁

      • Globetrotterin sagt:

        Ach, fufi, hier vielleicht ein kleiner Trost: Sie sind nicht allein! Ich bin die Älteste von 5 Kindern. Wir hatten einen tollen Vater, der uns aus tiefstem Herzen geliebt und alles für uns getan hat. Leider ist er früh verstorben. Unsere Mutter hingegen war nicht so glücklich über ihre Kinderschar (Pille gab’s damals noch nicht.) Ich musste mir auch schon von unserer Mutter sagen lassen, sie hätte uns Kinder alle nicht gewollt, und wir hätten ihr ganzes Leben versaut (wörtlich!). Trotzdem leide ich nicht unter Depressionen und geniesse mein Leben.

      • fufi sagt:

        Liebe Lina

        Vielen Dank! und ebenfalls!
        😀

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Lino, das war eben das Beste, was ich hier von dir bis jetzt gelesen habe, geht doch……

      • Orlando S. sagt:

        @Fufi: wenn denn der Vater das wirklich gesagt haben sollte: was für ein schwacher Mann er doch ist! Hab Mitleid, er hat seine Rolle nicht erkannt. Ich zitiere aus einem Buch: „Ein 35-Jähriger hatte nach langen Irrjahren etwas in einem Buch gelesen und sofort einen Flug gebucht, um zu seinem Vater, den er Jahre nicht mehr gesehen oder gesprochen hatte und der in einer anderen Stadt lebte, zu sehen. Als er an der Türe läutete, öffnete ein alter, vergrämter Mann. Der Sohn sagte ihm: Ich liebe dich. Der Vater weinte und sagte: jetzt kann ich sterben.“

        Väter warten. Was können sie sonst tun?

      • mila sagt:

        fufi, ich bin echt nicht gut mit worten, wenn es wirklich um etwas geht. aber ich glaube, dass man manchmal sein ganzes unbestrittenes, leidvolles, ungerechtes elend einfach loslassen muss. es definiert dich nicht. setze ein neues mass.

      • Katharina sagt:

        pippi, wenn du seinen spruch hier gutheisst, und dann seine anderen spruech, wo er mir wegen dem gleichen auf die pelle rueckt, bist du im widerpsruch.

      • fufi sagt:

        @mila am 22. März 2011 um 23:58

        Leider falsch! Das Leid, wie du sagst, definiert mich!
        Ich kann doch nicht die prägendsten Erfahrungen meines Lebens (Kleinkind, Kind, Jugend, Pubertät, NICHT-erlebte Sozialisation) einfach „löschen“. Da würde nämlich NICHTS übrig bleiben, nicht mal NICHTS!

        Nein, muss damit leben, und (manchmal) tagtäglich versuchen, das Beste daraus zu machen.
        Hab – wie gesagt, und dazu stehe ich jedenfalls – mächtige Unterstützung von „oben“.
        JA: Mein wirklicher Vater und meine wirkliche Mutter sind im Himmmel.
        Aber glaub mir: ICH bin ganz von „hier unten“!
        😀

  • fufi sagt:

    3/4Und was heute „natürliche“ Geburten, oder „natürliche Zeugung“ betrifft?
    Glaube nicht, dass Zachary Jackson Levon Furnish-John der gemeinsame „Sohn“ von Elton John und David Furnish so natürlich entstanden ist!
    Ach du Heilige Fertilisationsmedizin!

    Adoptiv- und andere Wunschkinder

    Nicht nur Adoptivkinder sind Wunschkinder, aber sie ganz besonders!
    „Jetzt sind wir endlich eine richtige Familie“. „Das Kind ist unser Lebensinhalt“.

  • fufi sagt:

    2/4

    Was mich allerdings – gelinde gesagt – ziemlich befremdet, ist dieser Satz:
    „Das Resultat wäre freilich noch grössere Konkurrenz unter den vielen Adoptionsbewerbern um die wenigen Kinder.“
    Nennen wir’s beim Namen: es geht um den „Markt der zur Adoption freigegebenen Kinder“.
    Money makes the kids grow up – oder so?!
    Ich sehe – wenn ich’s denn weiterdenke – NICHT ein, dass Adoptiv-Eltern anderen, strengeren Vorschriften genügen müssen als „natürliche“ Eltern!

  • fufi sagt:

    1/4

    Dass „der Gesetzgeber“ – heisst wir alle – will, dass Adoptivkinder an einen „guten“ Platz kommen und deshalb entsprechende Regeln erlässt, um voraussehbare (!?!) Katastrophen zu vermeiden, ist doch eigentlich ganz in Ordnung, finde ich. Wieweit die Gesetze der aktuellen sozialen Realität entsprechen – tja, DARUEBER musss immer und immer wieder neu diskutiert werden! – tempora mutantur, et nos in illis!

    • fufi sagt:

      Warte IMMER noch auf Teil 2 von 4.
      Weiss schon, DER war nämli politisch ganz schaurig inkorrekt.
      Kam sogar das Wort „abtreiben“ vor!
      Bhüet’s eu alli vor mir und vor em Hüenervogel!

      • fufi sagt:

        namal: 2/4
        Was mich allerdings – gelinde gesagt – befremdet, ist dies:
        „Konkurrenz unter den vielen Adoptionsbewerbern um die wenigen Kinder.“
        Klartext: der „Markt der zur Adoption freigegebenen Kinder“.
        Ich sehe – wenn ich’s zu Ende denke – NICHT ein, dass Adoptiv-Eltern strengeren Vorschriften genügen müssen als „natürliche“ Eltern! Bei DENEN sind ja Alter, Zivilstand, Beziehungsdauer, Gesundheit, Einkommen, soziale Stellung und Integration so ziemlich das Letzte, wonach gefragt wird! Konsequenterweise müssten ja die Föten SOLCHER potenti

    • fufi sagt:

      2/4, 3tter Versuch:
      Was mich allerdings – gelinde gesagt – befremdet, ist:
      „Konkurrenz unter den vielen Adoptionsbewerbern um die wenigen Kinder.“
      Klartext: der „Markt der zur Adoption freigegebenen Kinder
      Ich sehe – wenn ich’s weiterdenke – NICHT ein, dass Adoptiv-Eltern strengeren Vorschriften genügen müssen als „natürliche“! Bei DENEN sind ja Alter, Zivilstand, Beziehungsdauer, Gesundheit, Einkommen, soziale Stellung und Integration das Letzte, wonach gefragt wird! Konsequenterweise müssten ja die Föten SOLCHER potentieller Mütter – JA, ich sags! – abgetrieben werden! Holy Mother!

    • Orlando S. sagt:

      ..“et nos in illis“ – NEIN, nein nein nein und nein. Die Gesetze sollen nicht der aktuellen sozialen Realität entsprechen sondern auf höhere, gültigere und wahrere Prinzipien sich stützen, Herrgottnochmal! So ein Seich.

      • Katharina sagt:

        WESSEN „höhere, gültigere und wahrere Prinzipien“ – ihre?

      • fufi sagt:

        @Orlando

        DOCH, doch doch doch und doch!
        Stell dir vor, „die Gesetze“ müssten sich auf höhere, wahrere Grunzipien stützen!
        Wie sähe das denn aus, so wenn sich Kommunisten, Neoliberale, EDU, Alt-Liberale und so einigen müssten. Und das demokratisch, was du dir ja wohl hoffentli vorstellst!
        Insofern ist’s ja schon ein ganz grosser Gewinn, wenn wir Gesetze haben, die zumindest von einem Grossteil der Bevölkerung als gut und nötig anerkannt werden.
        Gilt leider NICHT für Grossbanken und den Strassenverkehr!

      • fufi sagt:

        @Orlando – 2

        Ansonsten würden nämlich auch in der CH – vergleichbare, sag ich mal vorsichtig – gesetzliche Verhältnisse herrschen wie z.B. in Saudi-Arabien oder dem Iran!
        Also ich jedenfalls halte es für einen Fortschritt, dass das „Auge um Auge“-Prinzip nur noch im übertragenen Sinne und nicht mehr physisch angewandt wird.
        Gilt auch für die Abschreckende Wirkung der zum Tode Verurteilten! Von Thalwil bis zur Brunau ständen so alle 20 Meter ein Kreuz oder ein Rad an der A3, an dem die Toten so still vor sich hin verfaulten. DAS würde die Verkehrssicherheit ja nicht unbedingt erhöhen?
        😉

      • mila sagt:

        ich drücke es mal mit herman hesse aus: „die meisten menschen, kamala, sind wie ein fallendes blatt, das weht und dreht sich durch die luft, und schwankt, und taumelt zu boden. andre aber, wenige, sind wie sterne, die gehen eine feste bahn und kein wind erreicht sie, in sich selber haben sie ihr gesetz und ihre bahn.“

        für die fallenden blätter brauchen wir adäquate gesetzliche regulierungsmassnahmen. ethik können wir ihnen jedoch leider nicht eintrichtern.

    • mila sagt:

      orlando, das gute, das wahre und das schöne – bei diesen ewig feststehenden werten würde ich ihnen sogar recht geben. aber beim rest?

  • Mirjam sagt:

    http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Familie/Adoption/News/7448.php Dieser Artikel zeigt genau das, was ich hier sagen wollte. Unfähige Adoptiveltern welche ein Kind adoptieren weil sie meinen selber unfruchtbar zu sein. Und wenn dann das leibliche Kind da ist, wird das adoptierte weggegeben. Einfach traurig, für das Adoptivkind eine absolute Katastrophe. Deshalb: Adoptiveltern müssen unbedingt sehr gut geschult und auf ihre grosse Verantwortung vorbereitet werden.

  • Sabrina sagt:

    Soll man hier auch die Natur einmal mehr austricksen? Wenn man keine Kinder bekommen kann (egal ob aus altersgründen, keinen Partner, Krankheit etc.) dann sollte man sich überlegen, ob es wirklich Sinn macht und man sollte nicht die eigene Wünsche über die des Kindes stellen!

    • Nala sagt:

      Wenn wir aber von Adoptionen sprechen, ist es doch durchaus im Interesse des Kindes, eine Familie zu bekommen! Und wenn die Adoption erfolgt, weil die Eltern selber keine eigenen Kinder bekommen können, können sie so doch sehr viel einem Kind mit auf den Weg geben. Es hat dann zwar nicht die Gene der Eltern, aber die Erziehung dürfte einen wesentlichen Teil des Menschen ausmachen.

  • Orlando S. sagt:

    Pippi Dumpfstrumpf propagiert hier unermüdlich ein „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau, das sich gegen die als patriarchal empfundene Männerwelt, gegen die Mann-Frau-Ehe, gegen den eigenen weiblichen Körper mit seinen biologischen Begrenztheiten und gegen die Rechte des Kindes richtet (das wohl als Wurmfortsatz der „Mein-Bauch-gehört-mir“-Übermenschin betrachtet wird).

    Dagegen propagiere ich ebenso losgelöst von anthropologischen Basics und sittlichen Werten das Selbstbetimmungsrecht des Mannes: Sex mit jeder Frau, die ich gerade so will und wann immer ich das will, notfalls mit Gewalt.

    Juhuu!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Eigentlich hätte ich dich für klüger gehalten, du vergleichst Äpfel mit Birnen. Aber ich denke, das weisst du, dir geht es nur darum, Verwirrung zu stiften, weil du keine Argumente hast. Es ist dir zutiefst zuwider, dass Frauen selbstbestimmte Wesen sind, unabhängig und sich sogar fortpflanzen können, ohne jemanden extra um Erlaubnis zu fragen. Alles Privilegien, die dir verwehrt bleiben – ach, eine Frau sollte man sein, nicht wahr, Orli – da geht es dir wie Lino, der hat als Anfang mal seinen Namen feminisiert. Etwas ungeschickt, diese Aktion, aber in der Not…….

      • Sparter sagt:

        Er argumentiert (zynisch) auf deinem Niveau. Manche Leute (Pippi) ertragen es halt nicht, wenn man ihnen einen Spiegel vor die Nase hält.

      • tobe or not tobe sagt:

        Das wir Menschen uns immer nur auf die eigene Sichtweise beschränken, zeigt ds Beispiel hier unserer Mit-Blogger…. Genau so habe ich mich als Kind gefühlt. alle wollten über mein Schicksal entscheiden und jeder meinte es besser als der andere. Als Kind ist einem ziemlich egal wo aufzuwachsen, Kinder passen sich immer an….

      • Auguste sagt:

        hmm…, besoffen und zum wiederholten male gewalt gegen frauen implizierend und zynisch sind ganz verschiedene paar stiefel. jim beam wird nicht umsonst „tennessee courage“ genannt, fehlzündung.

        nebenbei, um diese zeit als gepostet wurde, sind die meisten kandidaten fürs spiegelvorhalten längst im bett und schlummern.

      • Sportpapi sagt:

        @Tobe: Worum geht es bei ihrem Beitrag? Natürlich muss jemand entscheiden, wo die Kinder am besten aufgehoben sind. Die Gesellschaft gibt die Kritierien dazu bekannt. Und im Vordergrund muss das Wohl der Kinder stehen. Oder sehen sie irgendetwas anders? Wo ist Handlungsbedarf?

      • tobe or not tobe sagt:

        Da wir unsere Familienstrukturen nicht von Heute auf Morgen ändern können, ist es in dieser Gesellschaft sehr schwer zu verändern. Keine Familie möchte ein fremdes Kind grosziehen.Kinder werden als Besitz angesehen. Den jeder möchte seine Kinder am besten erziehen und die besten Möglichkeiten geben.Ich habe das nie so erlebt, da nicht nur Vater und Mutter sondern noch andere Erwachsene an meiner Erziehung beteiligt waren. Den grundsätzlich ist es so, dass ein kind lediglich ein Dach über dem Kopf, Essen und genügend Kleidung braucht. Es muss nicht verwöhnt oder mit Luxus überschüttet werden.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich als Ehepaar keine Kinder zeugen kann, wäre die Aufzucht eines Waisenkindes die erste Idee, die ich hätte.

      • Sportpapi sagt:

        Hm – Aufzucht, blödes Wort.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Sporty Dad: Ja Aufzucht klingt so tierisch… Doch ich hoffe du würdest dies auch machen. Wieso noch mehr Kinder künstlich zeugen, wenn sich auf der ganzen Welt Kinder ohne Eltern durschlagen müssen.

        Ich bin ganz klar ein Gegner von Kinderzuchtstätten wie es in Samenspenden in den USA der Fall ist. Hier werde die ersten Anzeichen von gezüchteten Menschen deutlich. Diese Leute sin die ersten die zu Klonen greifen würden! Ich behaubte es wandeln schon geklonte Menschun unter uns…. Die Natur ist chaotisch, mit Prinzip, wir Menschen kontrollieren alles aber ohne Prinzip!!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tobe or not tobe: das verstehe ich nun gar nicht:
        „Keine Familie möchte ein fremdes Kind grossziehen.“
        Es gibt Pflegefamilien welche sich mit Hingabe dieser Aufgabe widmen.
        „Kinder werden als Besitz angesehen. Den jeder möchte seine Kinder am besten erziehen und die besten Möglichkeiten geben.“ Bloss weil man seine Kinder gut erziehen und die besten (und das bedeutet längst nicht für alle „wirtschaftlich gesehen“ die „besten“!) Möglichkeiten bieten will betrachtet man sie doch noch lange nicht als „Besitz“! Kinder sind ein Geschenk und unsere Aufgabe sie aufs ausfliegen vorzubereiten.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Brunhilde: Es gibt Pflegefamilien welche sich mit Hingabe dieser Aufgabe widmen: Ganz klar gibt es das, doch der Boom geht in Richtung künstliche Befruchtung also dass die Frau die Geburt erleben darf. Bei einem Adoptierten Kind fällt das Wunder der Geburt weg und ist daher für gewisse Egos unbefriedigend. ich zittiere KILAL GABRIN in der Prophet: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
        Es sind die Söhne und Töchter von des Lebens Verlangen nach sich selber.
        Sie kommen durch euch, doch nicht von euch;
        Und sind sie auch bei euch, so gehören sie euch doch nicht.
        usw

      • Katharina sagt:

        das soll ein Spiegel sein, Sparter?

      • Katharina sagt:

        tobe: „ein Gegner von Kinderzuchtstätten wie es in Samenspenden in den USA der Fall “ was sollen samenspenden mit ‚Kinderzuchtstaetten zu tun haben und was bitte ist so speziell damit in den usa. solche spender gibt es auch in der schweiz. der rechtliche rahmen ist etwas anders, das ist alles.

    • Globetrotterin sagt:

      Cognac und Zigarrenrauch haben dem wohl das Hirn vernebelt. Aber wie sagt man: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Somit wissen wir jetzt, wo wir Orlando einzuordnen haben. Ich kann nur jeder Frau raten: Wenn Ihr einem wie Orlando begegnet, rennt weg, so schnell Euch Eure Füsse tragen!

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich wusste nicht, dass nebel so kleinflächig auftreten kann.

      • Katharina sagt:

        globe deklariert, wer aussaetzig ist und wer nicht. selbstgerechter …..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja ja, Talon, sehr traurig, auch die junge mila ist für die Machowelt verloren, liess sich beeinflussen von den Emanzen und Lesben, traurige Welt…….

        Blödsinn, die gescheite mila erkennt einfach, wer die besseren Argumente hat, das ist keine Frage der Ideologie, sondern der Denkschärfe!

    • Sportpapi sagt:

      Orlando denkt ja nur eure Gedanken bis zum Schluss. Würde ich euch auch empfehlen, dann gäbe es auch etwas Logik in euren Ausführungen.

      • zysi sagt:

        spannend und aufschlussreich ist jeweils der sturzflug allemal, wenn auch nicht so logisch

      • Auguste sagt:

        hmm…, sportpapi, heute hat ihre riesenfelge „äs rächts achti“.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, langsam peinlich, wie du jeden Mist freudig begrüsst, solange er gegen mich gerichtet ist. Aber das Männer unfähig sind zur Objektivität, wissen wir ja schon lange…..

        Nein, das glaube ich eigentlich selber nicht, das mit der Unfähigkeit zur Objektivität, aber ich nivelliere meine Kommentare zwischendurch gern ein bisschen nach unten……. Gib dem Affen Zucker ist das Motto.

      • Sportpapi sagt:

        @Auguste. Sie haben recht, wenn Sie meinen, wir drehen uns im Kreis.
        @Pippi: noch einmal: Du bist einfach nicht konsequent. Wenn es um Vorrechte von Frauen geht, bemühst du die Natur, die das so eingerichtet hat. Ansonsten berufst du dich auf Gesetze, die die Gleichberechtigung regeln müssen. Wie es gerade passt. Also, konsequent: wenn jede Frau selber entscheidet, wann und in welcher Konstellation sie Kinder haben möchte, dann wird sich für die kommenden Jahre ja sicher auch keine Hilfe vom Erzeuger, der Gesellschaft, usw. in Anspruch nehmen. Oder?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Gesellschaft als Ganzes kann froh sein, wenn die Frauen bereit sind, Kinder zu bekommen und sie aufzuziehen, sonst wären wir alle nämlich schon lange ausgestorben. Aufgrund dieser Tatsachen ist es selbstverständlich, dass es auch im Interesse dieser Gesellschaft liegt, die Kinder und die Mütter zu unterstützen, ich seh‘ da keinen Widerspruch. Die Frauen gewähren der Gesellschaft eine Gunst, zu welcher nur sie fähig sind.

      • mila sagt:

        katharina, du bist auch bisweilen ziemlich angriffig, und das weisst du. aber lina ist gestern wie heute definitiv zu weit gegangen. ich hätte mich ob so viel bösartigem geschwätz einfach entspannt. solches fällt in der regel immer auf denjenigen zurück, von dem es kommt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Mir fehlen da einfach die Grundlagen welche diese Selbstbestimmung klar definieren, besonders wenn es nicht bloss um mich selber, sondern um „einen geplanten Mitmenschen geht“, natürlich, heute kann ich mir das selber organisieren, dank Patriarchotechnologie welche gerne Gott spielt und die tiefgekühlte Samenspende erfunden hat?!
      Warum gilt hier der Grundsatz, meine Freiheit hört da auf wo sie einen anderen einschränkt, nicht?
      (Nämlich dem Kind von Beginn weg den Vater nicht zu bieten)
      Ist diese eingeforderte Selbstbestimmung auf diesem Gebiet nicht einfach gut kaschierte Machtausübung?

      • Globetrotterin sagt:

        Ihre These stimmt nur, solange davon ausgegangen wird, dass ein Kind unbedingt einen Vater braucht. Das gerade wollen uns die Männer ja unbedingt einreden. Und – wie immer und überall – gibt es Frauen, die den Männern nach dem Mund reden und alles glauben, was die uns einzureden versuchen. Selber denken macht schlau! Das Gerede von der absolut notwendigen Vaterfigur für das Kind ist – geschichtlich betrachtet – eine Neuerrungenschaft und hat viel mit männlicher Angst vor Emanzipation der Frauen zu tun.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ich finde es eine enorme Bereicherung wenn beide Geschlechter Bezugspersonen sind,
        eine Vielfalt, ein Austausch, gegenseitige Ergänzung und noch vieles mehr welches dem Kind in anderen Umständen- wenn schon bewusst so geplant- einfach vorenthalten wird. Denn diese Strukturen welche Sie möglicherweise ansprechen hatten den Mann ja noch nicht ganz draussen, Ansprechspersonen waren im selben Dorf, in nächster Nähe, man lebte viel enger beisammen- ein sehr grosser Unterschied zu Heute.
        Ich sehe den Vater als einen gleich grossen Reichtum und Vielfalt wie die Mutter, und selber denken tue ich.

      • Sportpapi sagt:

        Das Gerede von der Gleichberechtigung der Frau ist – geschichtlich betrachtet – eine Neuerrungenschaft. Wie vieles andere in diesem Zusammenhang auch. Aber deshalb nicht falsch, oder?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sagen wir so: Einen guten Vater zu haben ist ein nice to have, aber kein must have. Milliarden von Kindern wurden während der Menschheitsgeschichte geboren und aufgezogen ohne Vater. Und eben, besser keinen als einen schlechten, der seine Familie plagt und tyrannisiert.

      • Globetrotterin sagt:

        Ach, Sportpapi, wir waren doch schon auf einem so guten Weg zusammen. Und jetzt das! Gleichberechtigung der Frau hat es seit der Entstehung der Menschheit viiiiieeel länger gegeben als das, was wir in den letzten 5000 Jahren als Patriarchat kennen. Erst da haben Männer begonnen, ihre Macht zu missbrauchen indem sie

        – Frauen Rechte, die sie besassen, wegnahmen

        – ihnen Rechte vorenthielten

        – über Körper und Leben von Frauen verfügten, sowie

        – über Leben und Tod ihrer Kinder entschieden.

      • Katharina sagt:

        ich kann innert 4 Minuten schwanger werden auf diverse Arten.. und niemand kann was dagegen tun. und dann kommt ein glückliches Kleines.

        Und dann kommen Leute und behaupten, da sei was falsch, als ob lesbisch sein eine Art Krankheit sei, die mich daran hindere, zu lieben, zu umsorgen, zu pflegen, zu nähren. Sie begründen das mit einer nicht belegbaren biologischen Annahme.
        Und bemühen auch Statistiken des Strafvollzugs, wo die Abwesenheit eines Vaters eine Rolle spiele. Es ist aber genau umgekehrt.

      • Katharina sagt:

        Nämlich, dass gerade die Anwesenheit eines missbrauchenden Gewalt ausübenden Vaters überdurchschnittlich oft eine Rolle spielt. In etwas kleinerem Umfang dann Mütter, die sich entsprechend verhalten. Es ist also nicht an das Geschlecht gebunden, sondern an das Verhalten.
        Die Kinder, die hierzulande in gleichgeschlechtlichen Elternhaushalten aufwachsen, entwickeln sich ohne Unterschied zu den anderen Kindern.

        Iirgendwo wird frau müde zu rechtfertigen, zu erklären, nur weil ich halt Frauen liebe.

      • Globetrotterin sagt:

        Katharina, genau das ist ja der Frust der Männer! Dass sie nichts dagegen tun können! Allein aus diesem Grund wird eine Konstellation wie die Deine von patriarchalen Männern UND Frauen verteufelt. Lass Dich nicht beirren und scher‘ Dich einen Dreck um altmodische und überholte Konventionen!

      • Lina sagt:

        „…und dann kommt ein glückliches Kleines.“ – Ignoranz hat einen Namen: Katharina.

      • Lina sagt:

        Damit keine Missverständnisse aufkommen, bevor ich in den Ausgang abschwirre: Ein Kind ist nicht auf Befehl glücklich. Weder deines, noch ein anderes. Und: Das Problem scheint mir nicht deine stolz und p e n e t r a n t zur Schau getragene lesbische Veranlagung, die allen piepegal ist, sondern dein bedenklicher psychischer Zustand, das pathologische Gebaren, das du hier vorführst. Täglich. Nächtlich. Rund um die Uhr. Unreflektiert. – Deine Partnerin sollte dich in die Klinik fahren, wenn sie dich liebt und nicht über Adoption nachdenken. – Mit Gruss von Lina. – And now: Salsa, Salsa…

      • Katharina sagt:

        Lino, auch in deinem beschissenen land kann wegen slander geklagt werden. ich weiss wer du bist, capish?

      • Katharina sagt:

        da kommt nich dazu, dass die aussage „bedenklicher psychischer Zustand, das pathologische Gebaren“ ehrverlettzend ist. so. die spielregeln hier sollen dann so sein: „…Dies gilt insbesondere für ehrverletzende…“.
        Schoen. da koennte ich doch die betreiber hier vor den kadi ziehen, nicht? das waere auch ein gaudi, etwas kostspielig zwar. aber dennoch.

      • Orlando S. sagt:

        Globetrottel sagt: “ Sportpapi, wir waren doch schon auf einem so guten Weg zusammen. Und jetzt das! “

        Mama tadelt den devoten, verunsicherten Sohn. Meine Güte, Männer: lasst euch nicht beCIRCEn! Hört auf Hermes, lasst euch nicht kastrieren, hebt das Schwert! Und nein, Weichclown, das ist kein Aufruf zu Gewalt, es ist ein Aufruf, Zeichen zu setzen und den Zauberplunder zu brechen.

        Die wahren Chauvis sind heute Frauen. Und wir vaterlosen Mamiboys richten uns danach aus. Es ist FALSCH! Hebt das Schwert und brecht den Zauber! Und aus Buben werden Männer…

      • mila sagt:

        katharina, relax. lass doch lina ein bisschen frust ablassen, sie hat es offenbar nötig, manchmal so wie du. damit du bessere laune bekommst: http://www.youtube.com/watch?v=7nxO-yPQesA.

      • mila sagt:

        orlando, ich war heute im theater. gespielt wurde romeo und julia. einen herzergreifenderen abgesang auf das patriarchat gibt es nicht, das wurde mir während der vorstellung klar. und das, mein lieber, heisst nicht, dass wir gleich einen abgesang auf den mann veranstalten – im gegenteil. romeo ist ein opfer desselben denkens wie julia.

        peppen wir das ganze doch auch noch mit einem lied auf, diesmal aber in zynischer lesart: taylor swift – romeo and juliet http://www.youtube.com/watch?v=fDa4ZPt7eVQ. da fühlt man sich doch glatt wieder wie siebzehn.

      • Katharina sagt:

        nicht auf meine kosten und in der art.

      • Orlando S. sagt:

        @mila

        Falsch. Was zeigt dass sie weder von Dramaturgie (im Sinne wie von ihnen selber an der Bar gepostet) viel begriffen haben noch von unserer Zeit.

        Ohne die bösen bösen Patriarchen gäbe es gar kein Drama, die moderne Theaterautorin käme nie auf die Idee, dass Julia nicht selbstbestimmt (mein Bauch gehört mir und meine Vagina sowieso) sich ihren Lover handverliest und sich von Romeo in einer gemeinsamen WG aushalten lässt, wähend sie ein Pharmakologie-Studium absolviert.

        Die dummen abwesenden oder als Trottel geltenden Väter hätten bei ihr nix zu melden, geschweige denn der herzige Romeo

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ……“.mein Bauch gehört mir und meine Vagina sowieso“…… na, wem denn sonst? Dass eine solche Selbstverständlichkeit dich in Rage bringen kann, zeigt deine enormen Komplexe gegenüber Frauen sehr deutlich.

      • Lina sagt:

        Wenn du wüsstest, wer ich bin, Katharina, würdest du mich wohl kaum „Lino“ nennen, sondern mir an die Wäsche wollen. Sollte für mich – nach der männerfeindlichen Denke einer Katharina et al. – nicht ehrverletzend sein, auf einen Mann „reduziert“ zu werden? So ganz ohne Operation? Von einer Minute auf die andere? Wider besseres Wissen. Mit dem einzigen Ziel, mich hier unglaubwürdig zu machen? Schon überlegt, wie du mit anderen Frauen umgehst? Mit Frauen, die nicht deiner Meinung sind? – Und: Dass du ein Diplompsycho bist, werden dir wohl schon andere vor mir geläutet haben. Künstliche Aufregung

      • mila sagt:

        katharina, es geht doch nicht immer alles auf deine kosten. diejenige, die hier eindeutig zu weit gegangen ist, war lina. wer das nicht sieht, ist doch selber schuld. und manchmal bist auch du nicht gerade freundlich zu deinen mitmenschen.

      • mila sagt:

        lina, du gehst zu weit. auch bei dir würde man denken, dass du mehr einstecken kannst. an katharinas stelle hätte ich mich angesichts deiner worte zufrieden zurückgelehnt und mich darüber gefreut, dass du dich selbst ins aus geschossen hast.

      • mila sagt:

        lieber orlando, das einizige, was ich sehe ist, dass am ende zwei menschen tot sind – den kommentar des erzählers haben sie ja noch im kopf. und weswegen? nun, ich bin froh, dass meine heirat nicht von einem ‚guten‘ patriarchen geschmiedet wurde. und dass wir nicht mehr im zeitalter des männlichen blutzolls leben.

      • mila sagt:

        katharina, ich war gestern abend nicht wirklich gut gelaunt und habe entsprechend nicht den richtigen ton getroffen. aber ich war eben der meinung, dass linas aussagen für sich selber sprechen. auf so einen schmarren einsteigen lohnt sich doch nicht.

      • Orlando S. sagt:

        @Pippi: dann wissen sie ja auch ganz allein mit beidem glücklich zu werden, nicht wahr? Und mit dem Hund an ihrer Seite.

        @mila: was geht ab? Treibjagden am Hexensabbat? Die Kampagne gegen Lina dient welchen Vorstellungen von Sozialhygiene genau?

        Ich finde Lina eine der erfrischendsten Denkerinnen seit langem hier.

      • mila sagt:

        lina weiss genau, dass ich viele ihrer voten hier ebenfalls sehr schätze. aber auf ganz persönlicher ebene auf jemand anderem rumtrampeln? wäre ich ein so prachtvolles weibsstück wie sie (von sich behauptet), hätte ich nur ein müdes lächeln dafür übrig, dass andere mich für einen mann halten.

        hallo, was soll das, ‚du würdest mir an die wäsche wollen‘? wenn wir hier auf dieser ebene weiterdiskutieren wollen, bitte schön.

      • Orlando S. sagt:

        Ich sags ja: gezielte Intoleranz. „Gaydar“..wollen wir auf dem Niveau eines online-Swingerclubs für Lesbokratinnen weitermachen, bitte schön.

      • mila sagt:

        wenn sie es genau wissen wollen – ja, mir geht dieser ganze kindergarten gehörig gegen den strich. und zwar von allen beteiligten. am besten wird wohl sein, ich halte mich wieder ganz aus dieser diskussion raus und warte ab, wer wohl als nächstes gesperrt wird.

      • Katharina sagt:

        lina zitiert aus privater post.

      • mila sagt:

        katharina, ich habe keine ahnung, wer hier mit wem und unter welchem namen möglicherweise privat korrespondiert (hat). auch nicht, wer sich hinter dem einen oder anderen nick versteckt. langsam bin ich es müde, die verhältnisse durchschauen zu wollen.

      • talon sagt:

        @mila
        Was ich so traurig finde ist, das du auf die gleiche Schiene fährst, wie Katharina, Globetrotterin oder Pippi. Bekommt man als Mädchen Männerhass wirklich dermassen eingetrichtert? Was ist denn bitte das Zeitalter des „Männlichen Blutzolls“?

        @Globe
        Die Kelten oder Germanen haben also den Frauen rechte weggenommen, sehr interessant. Leider Geschichtlich unahltbar.

        Desweiteren ist es neu, das Kinder nicht durch Väter erzogen werden. Geschuldet unter anderem am zweiten Weltkrieg. Es war früher ganz normal. Auf einem Bauernhof sowieso, und in der Industrialisierung,

      • talon sagt:

        mussten die Kinder schon sehr früh Arbeiten. Da kamen sie dann notgedrungen zu ihren Vätern, die Jungs jedenfalls.

        @Katharina
        Was bei einer Gleichgeschlechtlichen Partnerschaft Problematisch ist: Kannst du oder deine Partnerin sich in einen Jungen hineinversetzen? Unterscheiden, wann das Raufen ernst oder nur eine Kabbelei ist? Dazu gibt es noch tausend beispiele mehr.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Allein O.? Oh nein, O. ganz und gar nicht. 😉

        Nur was einem gehört, kann man zwischendurch auch ein bisschen auslehnen, du hieltest uns doch kürzlich einen Vortrag über Besitz und Verfügungsgewalt, oder hast du das bloss irgendwo abgeschrieben?

      • mila sagt:

        talon, globetrotterin hat kürzlich sehr einfach und verständlich erklärt, was unter patriarchat zu verstehen ist, nämlich eine bestimmte denkweise, von der wir alle, und nicht nur die männer, historisch betroffen waren (oder es globe zufolge immer noch sind). mit männerhass hat das vorweg einmal gar nichts zu tun. zweitens, was blutzoll ist: ja, schau doch mal nach albanien und in den kosovo, da kannst du etwas zum thema lernen. ich nenne es sinnloses blutvergiessen aufgrund falsch verstandener ehre. an frauen praktiziert, heisst es ehrenmord. in solchen verhältnissen möchte ich nicht leben.

      • talon sagt:

        @mila
        Doch, es hat etwas mit Männerhass zu tun. Nämlich das man den Männern alles schlechte dieser Welt in die schuhe sieht, und zum einen übersieht, was Männer an Gutes leisten, und man übersieht, was Frauen zu diesem schlechten Beitragen. Weiter werden Ehrenmorde nur in Deutschsprachigen zum grössten Teil an Frauen begangen, in der Türkei z. B. sind 2/3 der Opfer Männer. Wieder was, was verschwiegen wird. Genauso wie seitens unserer Feministinnen gerne unter den Teppisch gekehrt wird, das generell Männer die meisten Opfer von Gewalttaten stellen. Ohne Einberechnung von Weiblicher Gewalt.

      • mila sagt:

        talon, ganz ruhig: ich habe doch gesagt, dass ich solche verhältnisse nicht will – weder für frauen noch für männer. und nein, die männer sind nicht allein an allem schuld, frauen haben besagte verhältnisse lange genug mitgetragen. seien wir doch froh, dass sie es nicht mehr tun. zufrieden?

      • talon sagt:

        @mila
        Wir kommen immer öfter auf einen Nenner

      • talon sagt:

        @mila
        Um nochmal auf Männerhass zurückzukomen: http://www.frauenblog.ch/2009/11/20/maennerhaeuser-fuer-geschlagene-maenner/ Lies das mal mit vertauschten Rollen. Ist eine Seite, die hier verlinkt wird. Mehr Männerhass geht nicht mehr. Wieder einmal gepaart mit diesem Matriachatsdenken, mit dem uns Globetrotterin immer wieder beehrt.

  • Katharina sagt:

    R.I.P.

  • Katharina sagt:

    Mich ekelt die ganze Art und Weise der Diskussion von einigen hier an. Wisst Ihr was? Als direkt betroffene hätte ich sehr viel zum Thema zu sagen. was Adoption betrifft, bin ich froh nicht dort zu leben. da ich aber Schweizerin bin, betrifft es mich indirekt.
    in letzter Zeit machen wir uns Gedanken zu Kindern. sagen wir mal wir adoptieren hier, was in Kalifornien für gleichgeschlechtliche und auch unverheiratete paare möglich ist. Würden wir uns entschliessen, in ein paar Jahren (nach Adoption) in die Schweiz zu ziehen, würde eine hier rechtskräftige Adoption dort anerkannt?

    • Katharina sagt:

      ich kann es einfach nicht glauben. Eine wirklich simple Frage. und niemand steigt darauf ein. stattdessen duempelt ihr in ideologischen grabenkaempfen herum. die frage ist ernst gemeint, verdammt nochmal. und fuer mich von einiger bedeutung, da ein umzug in die schweiz auch teil unserer gedanken ist.

      da laeuft es mir echt eisklat den ruecken herunter, wenn ich mir anschaue. borniert und diskriminierend.
      I understand. I am YOUR OWN KIND ….

      • Nala sagt:

        Ich kann das nicht mit rechtlicher Sicherheit beantworten, würde aber meinen, dass eine Adoption in dem Falle anerkannt wird. Was sonst sollten sie auch machen? Kind aus der Familie reissen und in ein Heim stecken? Zurück ins Heimatland? Nee ich denke, das würd wohl gehen. Bin aber kein Rechtsverdreher!
        Viel Glück Euch beiden, falls Ihr ein Kind adoptiert 🙂

    • Ellen sagt:

      Katharina: Ja, diese Adoption würde anerkannt. Vor nicht allzu langer Zeit gab es einen entsprechenden Entscheid (weiss leider nicht mehr wo…) – die Frage ist rechtlich also geklärt.
      LG
      Ellen

    • Mirjam sagt:

      Liebe Katharina, ich kann Dir diese komplexe Frage leider nicht beantworten. Melde Dich doch einmal auf einem CH-Jugendamt und frage dort nach – die wissen genau was erlaubt ist und was nicht. Ich persönlich bin klar der Meinung, dass die Adoption in Kalifornien rechtlich gültig ist. Da hat das CH-Recht sich zu beugen. Sie können Dir ja das Kind dann nicht wegnehmen. Aber zur Sicherheit würde ich Dir anraten, Dich bei einer Fachperson für Adoption auf dem Jugendamt anzumelden und Dich VOR der Adoption abzusichern damit Ihr dann nicht hier in der CH Probleme kriegt. Viel Glück.

    • Sportpapi sagt:

      Im beschriebenen Fall scheint die Lösung klar. Restriktiv wird man nur sein, um zu verhindern, dass Schweizer Paare einfach zur Umgehung der Schweizer Gesetze mal kurz für ein paar Monate auswandern, und dann mit adoptiertem Kind zurückkehren. Oder das Kind gleich aus den Ferien zurückbringen. Wie soll man das vernünftig lösen?

      • tobe or not tobe sagt:

        @Katharina: ich denke auch wie es Sportpapi hier erklärt, wird dies die Sichtweise der Staatlichen Vormundschaftsbehörden sein die ihren Fall begutachten werden. Doch wenn bereits ein 1. Entscheid des Bundesgerichtes vorliegt, sollte ihr Anliegen durchkommen können. Es wäre unmenschlich, das Kind zurückzuschicken in eine ungewisse Zukunft, meist in einem Heim…!

      • mila sagt:

        bürokraten interessieren sich nicht für menschlichkeit, tobe. das weisst du doch selbst am besten.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mila: yep dem ist leider immer noch so… Beamte werden zu Maschinen, die nicht mehr selber denken und fühlen… Hoffnung stirb zuletzt Mila, das musste ich auch lernen 🙂

      • mila sagt:

        das freut mich zu hören, tobe 😛

      • Sportpapi sagt:

        Bürokraten und Beamte sind das gleiche? Und könnte es nicht sein, dass Menschlichkeit und gesunder Menschenverstand von jedem etwas anders beurteilt werden?

      • tobe or not tobe sagt:

        Menschenverstand vielleicht schon, aber Menschlichkeit ist ein universelles ungeschriebenes Gesetzt!! Da brauche ich keine religion die mir das erzählt. Hören sie auf Kinder, die spechen diese Sprache (der Menschlichkeit) noch deutlicher als wir…

      • mila sagt:

        fälle wie bonstetten lassen mich am gesunden menschenverstand von beamten zweifeln, sportpapi. und dabei handelt es sich beileibe nicht um einen einzelfall, wenngleich dort das ende die schlimmstmögliche wendung genommen hat (was glücklicherweise doch eher selten der fall ist).

      • Sportpapi sagt:

        Die beste Lösung zu finden ist nicht immer so einfach, gesunder Menschenverstand hin oder her. Und der sinnvolle Entscheid im Einzelfall zum Wohle des Kindes hat möglicherweise auch negative Folgen auf lange Sicht, in dem sich dann andere, in einer anderen Situation, darauf berufen.

  • Gaëlle sagt:

    Würde man diese Debatte mit den Schlagworten „Adoption“, „Kinderwunsch“ + „EGOISMUS“/“KONSUMGESELLSCHAFT“ einer afrikanischen, indigenen Frauenrunde abspielen, würden lediglich grosse Fragezeichen auftauchen. Sie würden die Diskussion weder gut noch schlecht finden, sondern einfach nicht verstehen, was diese Industriegesellschaften denn für Probleme haben. Ein Kind entsteht halt, ein Kind erzieht man halt. Wie, wann, bei wem ein Kind zur Welt kommt und aufwächst, hm, tja, bei uns wachsen die Kinder eigentlich bei allen ein bisschen auf, und von wem sie sind ist ach nicht immer klar.

    • Gaëlle sagt:

      …so als Entgegnung an Brunhilde Steiner, die das am Tollsten findet, was am Natürlichsten ist.

    • Globetrotterin sagt:

      @Gaëlle:
      In unseren Breitengraden verstehen Männer eben nicht, dass es eine Einheit zwischen Mutter und Kind gibt, die zwischen Vater und Kind nicht vorhanden ist. Darauf sind Männer dermassen neidisch, dass sie sich immer wieder mit allen möglichen und unmöglichen Argumenten einbringen und wichtig machen müssen. Einbildung ist auch eine Bildung…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Globetrotterin: einerseits den Kommentierenden grauenhaftigkeit und verschrobenheit vorwerfen,
        aber andererseits einen auf Exklusivität machen was die Beziehung zwischen Mutter und Kind betrifft-
        Das finde ich das Schlimmste aus Ihrer ideologischen Ecke, die komplette Abwertung des Mannes, er ist weder gewillt noch interessiert an seinen Kindern, hat schon gar nicht das Recht sie als seine Kinder anzusehen, ja, ein paar löbliche Ausnahmen gibt es wohl, aber die Regel seien sie nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Globetrotterin: aber unseren Breitengraden könnten Sie immerhin zugute halten
        dass Sie als Singlefrau Ihren Weg gehen können, dass Ihnen deshalb keine sozialen Nachteile erwachsen und noch vieles mehr, oder würden Sie lieber mit der afrikanischen Frau tauschen wollen, welche das Wasser noch heute auf dem Kopf vom kilometer entfernten Wasserloch holen muss, während ihr Mann den Hütteneingang bewacht?

      • Eremit sagt:

        @Globetrotterin
        Wenn sie schon auf eine „Einheit zwischen Mutter und Kind“ plädieren, dann erklären sie mir bitte mal warum ich schon des öfteren erlebt habe wie eine Kind bei Angst oder Blessuren weinend zum Vater rannte und die Mutter links liegen liess?
        Einheit?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Gaelle: nicht nur diese Debatte, auch ganz viele andere würden in afrikanischen oder indigenen Runden Kopfschütteln auslösen, dürfen wir uns deswegen diese Debatten nicht leisten?
      Ich wage hier mal zu behaupten dass, was die Stellung der Frau betrifft, ich es als Frau in meiner Industriegesellschaft um einiges besser habe als in Afrika oder Indien- ausser ich lebte dort in der richtigen Schicht. Zudem sich mein Argument auf bewusst geplante Kinder bezieht, und nicht auf das von Ihnen ins Spiel gebrachte Szenario- was im Übrigen die dort lebenden Frauen auch nicht alle nur toll finden…

    • tobe or not tobe sagt:

      @Gaelle: Danke für die Vogelperspektive. Ego-ismus wird uns in die Wiege gelegt..

    • Andi sagt:

      Zum Glück haben wir gleich ein Zulu-Dorf um die Ecke, ich werd’s ausprobieren morgen. Morgen? Mist, dienstags machen die immer erst um 11.00h auf.

      • Eremit sagt:

        Gewisse Denkansätze von Zulu-Dorf-Bewohner haben wir bereits. Der Rest wird dem mit der Zeit von alleine nachfolgen. Freuen wir uns doch auf die Preiserhöhung der Mobilitätskosten der nächsten Jahre.

        @tobe or not tobe: Der Wille zu (über)leben ist uns in die Wiege gegeben. Mit zunehmenden Fähigkeiten stellt sich die Frage ob wir diese egoistisch nur zu unserem eigenen Vorteil nutzen wollen oder nicht.

      • Katharina sagt:

        „Mist, dienstags machen die immer erst um 11.00h auf.“ ich dachte das sei buerokratie-zeichen. meistens etwas, das in ‚hochentwickleten‘ laendern oft anzutreffen ist. das betreffende schild wuerde mich in der schweiz somit nicht ueberraschen. und in briessel wuerde ich sogar weteen dass dem 100 prozentig so ist. dort wird es sogar so sein, dass fuer eumitglieder die oeffnungszeit 11:17 ist. und fuer eunichtmitglieder 10:59. formular 99b nach eunorm xy.versiona.12345.

    • Sportpapi sagt:

      Die afrikanische, indigene Frauenrunde würde noch ganz vieles nicht diskutieren, was uns hier beschäftigt – jedenfalls sicher nicht in einem Internet-Blog. Haben sie es besser? Oder haben wir einfach romantische Vorstellungen? Wer möchte gerne dort leben, ohne Rückfahrtticket im Sack und der Gewissheit, bei Unwetter, Hunger und Durst etc. jederzeit in die Zivilisation zurückkehren zu können?

      • Katharina sagt:

        GANZ Afrika ist nicht zivilisiert? Dann nebenbei…. seid ihr wirklich zivilisierter? oder bin ich das? ich weiss es nicht.
        ich weiss nur dass einige afrikanische frauen, die ich kenne, power-frauen sind. die haben es echt drauf wie es so heisst.

      • Sportpapi sagt:

        Die leben aber nicht in einem Eingeborenendorf, wissen nicht, vom wem ihre Kinder sind, usw. Oder? Wie gehört übrigens Power-Frau und zivilisiert zusammen? Mit dem hat das Thema zudem nichts zu tun. Sondern mit unserer Lebensweise, die sich halt in einigem unterscheidet.

      • Katharina sagt:

        Welche Lebensweise? weiss ich wie Afrikanerinnen leben? weiss du das? warst du mal dort? ich nicht. aber ich sehe diejenigen, die hierher kommen und sich in ihrem Beziehungsnetz organisieren. und das ist mir Beweis genug, dass die es schon drauf haben.

        ich finde es sehr arrogant, von Eingeborenen und unzivilisiert zu reden. ausgerechnet wir Westler, die historisch betrachtet verdammt viel Blut an unseren Geschichtsbüchern haben.

        Zudem: Afrika ist ein SEHR grosser Kontinent mit sehr unterschiedlichen Kulturen. was wir hier sehen, ist doch meist das Zeugs von den Mitleidfischern,

      • fufi sagt:

        GANZ AFRIKA ist zivilisiert?

        NEIN! EIn kleines Dorf im Nordwesten leistet noch immer erbitterten Widerstand!
        😀

      • Globetrotterin sagt:

        Naja, die sogenannte „Zivilisation“ ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Wenn ich da nach Japan schaue…aber selbst in der Schweiz gäbe es da so Einiges zu diskutieren.

      • tobe or not tobe sagt:

        ZIVISATION ist ein Witz. Wir benehmen uns wie die Axt im Walde und nennen das zivilisiert. ??

  • Wer mir beweisen kann, dass viele Menschen heute offenbar nur noch aus selbstsüchtigen Gründen Kinder haben- aber stichhaltig, mit Minderem gebe ich mich gar nicht erst ab!- dem oder derjenigen spende ich ein Bier.

    Ich persönlich kenne niemanden, der ein Lifestyle-Accessoire mit sich herum führt, das sich bei näherer Betrachtung als richtiges Kind heraus stellt.

  • Chris M. sagt:

    .
    Für die Fakten vom Bundesamt für Statistik:

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/22/publ.Document.123904.pdf auf den Seiten 22-24
    .

  • Sportpapi sagt:

    Grauenhafte, verschrobene (?) Kommentare von Männern? Zum Beispiel? Pippi ist eine Frau…

  • Globetrotterin sagt:

    Was ich da an grauenhaften Kommentaren in erster Linie von Männern lese, ist dermassen verschroben, dass ich sie gar nicht kommentieren mag. Langsam zweifle ich, dass gegen soviel Borniertheit noch irgend ein Kraut gewachsen ist. Schaut Euch doch mal in der Natur um! Da gibt es jede Menge verschiedener Konstellationen. Persönlich bevorzuge ich das soziale Modell der Elefanten. Die haben’s echt geschnallt und wissen, wie’s geht.

    • Lina sagt:

      Jemand, der in der Weltgeschichte umherirrt, sollte wissen, dass eine biologistische Argumentation heikel, ja, gefährlich ist. Klar, dir würde natürlich einiges in den Kram passen, angefangen bei der Gottesanbeterin. – Die Männer argumentieren hier also haarsträubend? Immer schön in die gleiche Richtung treten, ein Auge ständig verbunden, Globetrotterin? Pippischrotta, die Homophobe, die Männerhasserin und Verächterin des Väterlichen, bleibt wieder verschont von deinen weltgeschichtlichen Betrachtungen? Ah, ja, die Krähen…

    • Kennst Du den einen oder anderen Elefanten auch persönlich, Globi?

      • Lina sagt:

        Selbsterkenntnis ist zuviel verlangt, Marcel. – Und, nein, ich bin nicht Lino, Globetrotterin & Pippi. Mein Name ist Lina. Hart, ich weiss.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Einfalt und Dummheit macht auch vor Frauen nicht halt, das ist allgemein bekannt, Lino. Trotzdem bin ich natürlich überzeugt davon, dass du ein Typ bist, ob dir das nun passt oder nicht. Es hat übrigens nichts mit deiner ausgesprochen einfältigen Argumentation zu tun – siehe oben – sondern mit ganz einfachen Feststellungen. Ich überlasse es dir, herauszufinden, warum ich es herausfand, Troll!

      • Lina sagt:

        Du widersprichst dir. Gemerkt? Ai, ai, ai, Pippilein: „Frauen können auch doof sein, du bist aber natürlich keine Frau, Lino, weil du einfach (doof) argumentierst…“ – Note 6. Mit Herzlikleber.

      • Lina sagt:

        Meinst du, Pippi, die Behörde hätte dir im Rahmen einer Adoption Kinder anvertraut? Oder gehört ein IQ-Test nicht zwingend dazu? – Herzlich grüsst deine Lina.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Lino, aber lesen müsste man können……

      • Katharina sagt:

        Lino..kleine Lektion in Wörterkunde. Es gibt bei unsereiner so etwas, das nennt sich Gaydar. (gay radar). ist ziemlich zuverlässig, was Frauen betrifft.

        bei einer Lesbe gehen die Sirenen los. frohlockend möchte ich noch hinzufügen… trouble ahead on starboard 🙂

        bei einer bi macht es blip!

        mein radar spricht bei schwulen Männern nicht an, logischerweise. bei den anderen kommt aber oft: intruder alert! intruder alert!. bei dir also im hochroten bereich des letzteren.

        bei einigen holden Damen hier tut es blip! blip! blip!….
        it is good to be alive schmunzle ich dann.

      • Lina sagt:

        Ach, Katharina. Zum Glück muss sich die Welt nicht nach deinem irren Radar richten. – Da Lina hier nicht körperlich auftritt, sondern sich ihre Gedanken schrifltich manifestieren, darfst du gerne davon ausgehen, dass sich Gehirne und deren Ausfluss durchaus androgyn verhalten. Madame de Stael hat dazu etwas Nettes gesagt, wenn auch auf den Genie-Status bezogen, den ich nicht beanspruchen möchte.

      • Lina sagt:

        Katharina, du bist eine Wichtigtuerin ohne jede Intuition.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wichtigtuer ist das Stichwort, Lino, das passt bei dir wie angegossen, du Gefangener im fremden Körper.

      • Katharina sagt:

        Ach Lino. bei dir hilft nur ein sheer dam.

    • Globetrotterin sagt:

      @Zufi:
      Ob Du’s glaubst oder nicht: JA! Der heisst Fridolin und wurde vor vielen Jahren im Zirkus Knie in Rapperswil geboren. Zudem hatte ich das Vergnügen, wild lebende Elefanten über einige Wochen in Mala Mala / Südafrika zu beobachten.

    • Andi sagt:

      Leider sind wir keine Elefanten, sondern leben im dichtbesiedelten Europa, in dem die Gesetzt den Regelfall leider und nicht jeden exotischen Sonderfall abdecken müssen. Danke jedenfalls für die pauschale Verurteilung, Sie scheinen die Welt ja wirklich zu verstehen, ich bin sehr beeindruckt.

      • Globetrotterin sagt:

        Dann ist es ja gut. Wenn Sie jetzt noch Ihr Gehirn einschalten und ein bisschen nachdenken…vielleicht gibt es noch Hoffnung!

      • Andi sagt:

        Nein, globi, in deiner Welt gibt es keine Hoffnung für mich – ich bin ein Mann. Oder… doch? Vielleicht begreifst du mich als matriarchales Produkt? Hoffnung keimt!

  • mila sagt:

    ein zweiter anlauf, da mir folgende beobachtung wichtig scheint: jene vom glück gesegneten, die ihren kindern offenbar die perfekte kleinfamilie bieten können und allen anderen, weniger glücklichen, vor allem eins predigen, nämlich verzicht, geben mir sehr zu denken. wo bleiben mitgefühl und verständnis? man würde doch meinen, dass liebe und geborgenheit qualitäten sind, die nicht von geschlecht, zivilstand oder sexueller orientierung bedingt sind.

    • Nala sagt:

      Diejenigen die angeblich eine perfekte Kleinfamilie bieten, und anderen deswegen predigen zu verzichten sind meist eben absolut unperfekte Kleinfamilien, mit Wut, Frust und Zorn im Bauch. Sie versuchen anderen zu predigen, was sie selber nicht schaffen. Die perfekten Kleinfamilien dürften eben genau das Mitgefühl und Verständnis für die anderen haben. Im Wissen, dass es harte Arbeit ist, eine „perfekte Kleinfamilie“ zu sein. Oder im Wissen, dass sie einfach verdammtes Glück hatten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ich finde es zu einfach kritische Töne in diesem komplexen Thema mit
      “Verzicht predigen/Kindswohlkeuleschwingen” zu bagatellisieren.
      Das Thema rührt tief an grundlegende Auseinandersetzungen denen sich alle Menschen, auf unterschiedlichen Gebieten, stellen müssen. Das Thema Begrenzungen erleben und dennoch zu einem erfüllten Leben finden.
      Dass wir uns einfach Rechte auf x hundert Dinge ableiten und diese umgesetzt haben wollen.
      Ganz egal was es in der Umsetzung bedeutet -,Thema Präimplantationsdiagnostik bspw. denn die wird von vielen “ich habe Recht auf!” in Anspruch genommen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Und allen, die nicht einfach alles unterstützen wollen, schon fast jegliches Einfühlungsvermögen oder Mitleidsfähigkeit abzusprechen, finde ich leicht arrogant.
        Natürlich tut es mir schrecklich leid für jede Frau- und übrigens auch jeden Mann!!! die/der ungewollt kinderlos bleibt.
        Muss ich um mein echtes Mitleid zu bezeugen es deshalb unterstützen, dass sich die/der ein Kind absichtlich in eine Einelternsituation organisiert? Mit Sicherheit nicht!

      • mila sagt:

        allein schon ihr sprachgebrauch diskrediert sie, brunhilde.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: die einzige Stimme welche mich hier „diskreditieren“ könnte, wär die R, wenn sie denn meine Kommentare derart unmöglich und unzumutbar fände um es noch länger auf die Seite zu bringen.
        Und könnten Sie noch noch einer erklärten Nicht-Akademikerin erläutern was genau Sie bemängeln?

      • Brunhild Steiner sagt:

        sollte natürlich „nun noch“ und nicht „noch noch“ heissen…

      • mila sagt:

        ’sich ein kind organisieren‘, ‚ich habe Recht auf‘ – sie tun vielen dieser menschen ein grosses unrecht. nicht der egoismus steht vielfach im vordergrund, sondern der völlig natürliche wunsch, ja ein inneres bedürfnis, für jemand anderen ausser sich selbst da zu sein. und solange wir heteropaare nicht über jeden zweifel erhaben sind (und nein, wir sind es nicht!), traue ich es auch alleinstehenden und gleichgeschlechtlichen paaren zu, dass sie guten oder sogar besseren job erledigen.

      • mila sagt:

        einen guten job. jetzt haben sie mich angesteckt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: wissen Sie, mila, ich schreibe hier schon über anderthalb Jahre mit, und diese Themen haben wir alle schon öfters gewälzt. Mit der Zeit schleichen sich saloppe Formulierungen ein welche ich bitte zu entschuldigen.
        Und es ist mir auch nie um die Erziehungsqualitäten gegangen.
        Mit Grenzen und Begrenzungen leben lernen, sich neu orientieren können, andere Felder finden wo diesselbe Hingabe hinfliessen kann und viel Gutes bewirken, diese Möglichkeit gibt es.
        Und Sie werden doch hoffentlich nicht auf die Idee gekommen sein, ich hätte keine schmerzhaften Begrenzungen zu bewältigen?

      • mila sagt:

        brunhilde, sie mögen mit vielem, was sie ausführen, recht haben (ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich ihnen in vielen punkten persönlich zustimme) – aber sie können anderen menschen nicht ihr denken aufzwingen. und, wie gesagt, solange ich sehe, dass viele gleichgeschlechtlichen paare ihre kinder vernachlässigen, als statussymbol vorführen, geistig wie körperlich missbrauchen, gar töten – nun, solange mag ich anderen das recht auf ein kind nicht absprechen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: das mit dem Denken aufzwingen ist so eine Sache, denn auf diesem Gebiet geht es ja auch um Gesetzesbestimmungen welche von uns allen abgesegnet werden- oder nicht.
        Manchmal durch unsere direkte Stimmabgabe an der Urne, manchmal durch Parlamentsentscheide der von uns gewählten Volksvertretern.
        Den ganzen Fragen zur IVF und Präimplantationsdiagnostik dürfen wir nicht ausweichen, denn beim Thema „auf anderen Wegen als dem natürlichen schwanger werden“ gehören sie zwingend mit dazu. Und die CH soll da ihren eigenen Weg wählen, und sich nicht einfach nach der „tiefsten“ Latte richten

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ im Endeffekt ist jedes Abstimmungsresultat oder Parlamentsentscheid ein „den anderen das eigene Denken aufzwingen“, und im Einzelfall, oder gerade beim Thema ungewollte Kinderlosigkeit natürlich mit grossen Enttäuschungen und Schmerzen verbunden.
        Die grosse Herausforderung sehe ich im westlichen Machbarkeitswahn, der sich mittlerweilen asiatischer Leihmütterkliniken bedient um den „berechtigten Wünschen“ zum Durchbruch zu verhelfen. Um sich sein Kind selber zu designen muss man allerdings nicht soweit gehen, da ist auch in Europa schon einiges legal was hier noch verboten ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/ jedes Land muss für sich entscheiden wie hoch es diesen Wunsch einstuft, welches Durchsetzungsrecht es ihm zur Verfügung stellen will und ob es in diesen ganzen Abläufen ethische Konflikte sieht oder nicht.
        Ehrlich gesagt bin ich sehr froh dass die Stimmen derer, welche ethisches Konfliktpotential sehen, hierzulande noch nicht ganz verstummt sind…

      • Katharina sagt:

        Brunhild: „jedes Land muss für sich entscheiden“ – so einfach ist es eben nicht. es gibt uebergeordnetes Recht. menschenrechte. UNO.

        siehe: http://lezgetreal.com/2011/03/obama-administration-introduces-statement-in-support-of-lgb-rights/

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: und trotzdem muss jedes Land für sich entscheiden was bei ihm gelten soll.
        Und zwar in Bezug auf welche Vorgehensweisen in diesem Land okay sind, und welche nicht.
        Keiner einzige Frau welche per Eizellenspende im Ausland schwanger geworden ist wurde zurück in der Schweiz ein Strafverfahren auf den Hals geschickt!
        Es kann doch nicht sein dass übergeordnete Verbundssysteme in derart entscheidenden Fragen, bspw. IVF, Präimplantation, souveränen Staaten vorgeben wie sie das zu handhaben haben.

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild. Da sind wir durchs Band einer Meinung. Ausser, die souveränen Staaten treten ihre Souveränität gegenüber einem grössren Gebilde ab. Und angesichts einer globalisierten Wirtschaft wäre ein globalisiertes Rahmensystem sicher zwingend notwendig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi: stimmt, und schafft wieder neue Probleme, die Unstimmigkeiten sind ja überall, und nicht bloss im Familienrecht zu finden, Umweltrecht, Verbraucherschutz die Liste ist ziemlich lang…

  • Auguste sagt:

    hmm…, warum nicht einfach die eintrittsbarrieren etwas senken, indem man adoptionswillige paare erst einmal über einen zeitraum als pflegeeltern die aufgabe angehen lässt und danach erst eine formelle adoption erfolgen kann? die erfolgsaussichten blieben die gleichen, aber es nähme unnötigen druck weg von eltern und behörden. ebenso fiele das drama weg, wenn adoptivkinder feststellen, dass ihre eltern nicht die leiblichen eltern sind. je nach alter des kindes wären die verhältnisse für alle beteiligten klarer. die 40 jahre regel halte ich für eine sinnvolle einschränkung.

    • Katharina sagt:

      eine gute idee, nur: kann es dann ncht auch sein, dass pflegeeltern dann in dem bei nichtgefallen zurueck verfallen? dann gibt es pflegeeltern, die das ganze als geschaeft betreiben, weil sie vom statt fuer die pflege geld erhalten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das war ja auch mal im Gespräch, die ganze Adoptiererei mit Pflegeelternschaft zu ersetzen, resp. nur noch Pflegeelternschaft anzubieten. Dann entfielen auch einige der Vorbedingungen.
      Lukrativ ist dieses Geschäft überhaupt nicht, eine Pflegelternschaft lohnt sich finanziell erst ab 7 betreuten Kindern (lohnen im Sinn von beide Betreuende sind nicht auf einen Zusatzverdienst angewiesen), also eine Grossfamiliensituation.
      Viele finden sich nicht welche sich sowas zumuten,
      und die welche sich mit weniger begnügen machen damit kein Geld!

    • Chris M. sagt:

      Bei Nichtgefallen Ware zurück?

      Nein – Kinder brauchen Sicherheit, Akzeptanz, Geborgenheit bedingungslos. Herumschieben, Aufnahme probehalber, Versuchtiere, ….. das kann man an einem Kind nicht wieder gut machen.

      Anders ist der Fall, wenn sich Pflegeeltern entgegen der ursprünglichen Absicht später doch noch für eine Adoption entscheiden im Einverständnis mit dem Kind.

      • Mirjam sagt:

        Das hast Du schön geschrieben! Danke für Deinen hervorragenden Beitrag. Ich liebe dich nur, wenn du anständig bist, fügsam, nie unangenehme Fragen stellst, dankbar bist – diesen Satz darf man einem Adoptivkind niemals sagen. Und es dann sogar wieder zurückgeben wollen (diesen Fall gab es tatsächlich schon in den USA als eine Adoptivmutter ihren kleinen Bub wieder ins russische Heim abschob, mit einem Zettel um den Hals) – das ist eine absolute Katastrophe.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Auguste: das war auch mal in Diskussion, eine Aufhebung des Adoptionsstatusses zugunsten einer dauerhaften Pflegelternschaft um genau diesen Problemen vorzubeugen, auch was die ganzen Bedingungen betrifft.

      @Katharina: Pflegekinder sind kein lukratives Geschäft, damit beide Betreuende dies vollzeitlich machen könnten, ohne Nebenerwerb, bräuchte es sieben Pflegekinder. Das machen heute nicht mehr viele. Und ohne Ausbildung geht das bei der Anzahl glaub auch nicht.

      • Katharina sagt:

        Brunhild, das machen hier eben einige. die kriegen von den social services pro pflegekind einige hundert dollar im monat. und es gab dann die entsprechenden missbrauchsfaelle, wo kinder schlechter als tiere ‚gehalten‘ wurden.

        ich finde in dieser diskussion die beitraege von to be am wertvollsten, da sie das ganze aus der sicht eines betroffenen schildern. ich kann die situation in der schweiz mangels kenntnis nicht einordnen.

        was mich am artikel stoert ist das wort konkurrenz. gibt es dort nicht auch viele kinder, die ein zuhause brauchen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina: hier sind die Verhältnisse wirklich anders, und es herrscht auch keine Schwemme an Kindern die zur Adoption freigegeben sind, weil aber die Bedingungen, besonders auch die Alterslimiten wie im Artikel angesprochen, so strikt sind, weichen dann viele auf Auslandadoptionen aus.
        Heute wird das Kindwohl in Vordergrund gestellt, wenn immer möglich werden Geschwister zusammengehalten und im vertrauten Umfeld belassen, also keine Aufteilung quer über die Schweiz bloss weil es Verwandte sind. Und das wär mir für meine Kinder ehrlich gesagt das Wichtigste, dass sie zusammenbleiben können.

      • Brunhild Steiner sagt:

        die letzten Sätze beziehen sich auf tobe’s Geschichte

      • tobe or not tobe sagt:

        @Brunhild: Wir waren kurz davor getrennt zu werden, d.h. ich hätte nicht mal meinen einzig verbliebenen Verwandten kennengelernt. Kinder brauchen nicht die Liebe, die manche hier glaube das es Liebe ist. Liebe kann auch einfach eine Existenzsicherung und eine Kindheit in Ruhe sein. Ist mehr wert als in eine reiche Familie zu kommen und mit vermeintlicher LIebe zugeschüttet werden. Liebe ist auch bedingungslose Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber den Kinder!

        @Auguste: Das Drama herauszufinden das dies nicht deine Eltern sind kann nicht verhindert werden sonder nur abgeschwächt !

  • tobe or not tobe sagt:

    Was viele Eltern vergessen, das es bei einer Adoption nicht um ein eigenes Kind geht, das man mit LIebe zuschütten kann und dann enttäuscht ist wenn das Kind als Teenager plötzlich seine Wurzeln sucht.
    Eine Adoption muss oder soll eine Möglichkeit für das Kind darstellen, sein Leben kontrollierter und gefestigter Beginnen zu dürfen. Schlussendlich muss auch dieses Kind das Leben selber bestreiten und ist um jede Hilfe froh…

    • Mirjam sagt:

      Adoptiveltern haben gegenüber einem Adoptivkind ganz andere Erwartungen wenn sie aus dem Grund adoptieren weil sie selber unfruchtbar sind. Diese hohen Erwartungen kann ein Adoptivkind niemals erfüllen – das ist gefährlich. Adoptiveltern sollen glücklich sein, dass sie die grossartige und auch verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe übernehmen dürfen, einem Kind ein neues Zuhause bieten zu dürfen. Niemals ein Adoptivkind wieder enttäuschen und weggeben oder in ein Internat stecken nur weil es für die Adoptiveltern unangenehme Fragen stellt.

      • tobe or not tobe sagt:

        Da stimme ich dir zu 100 zu…. Es ist nicht das Kind das überfordert wird anfangs, sonder nur unter druck gesetzt (unbewusst) so dasses mit der Angst leben muss wieder weggegeben zu werden. Ist das Verständnis da der Adoptiveltern, kann hier eine wunderbare Beziehung entstehen. Dem Kind seine Fragen und Nachforschungen verweigern ist einfach nur Egoismus und die unfähigkeit über den Tellerrand zu sehen. Wie ich deinen Texten entnehmen kann, hast du dich sehr gut mit Dir beschäftigt und kannst wohl auch wie ich behaupten ich kenne mich zu 150%!! Rein aus der ständigen Suche hervorgeruft…!

  • mila sagt:

    eins fällt mir auf: diejenigen glücklichen, die ihren kindern ein (offenbar) intaktes familienumfeld bieten können, predigen denjenigen gegenüber, die dieses glück (aus welchen gründen auch immer) nicht haben, vor allem eins: verzicht. und wenn das nicht fruchten will, dann schwingen sie die unvermeidliche moralische kindswohl-keule. das gibt mir zu denken, denn nicht alle verheirateten heterosexuellen paare sind automatisch vorzeigeeltern. im endeffekt sagen weder geschlecht noch sexuelle orientierung per se etwas über elterliche eigenschaften aus. damit einen schönen nachmittag allerseits!

    • Sportpapi sagt:

      Ich plädiere dafür, die Sache aus der Sicht des Kindes zu sehen, und im Einzelfall zu entscheiden. Keine Konstellation sollte grundsätzlich ausgeschlossen sein. Aber wenn es mehrere Optionen gibt, würde ich – sofern vorhanden – bei ansonsten gleichen Qualifikationen auch ein heterosexuelles Paar vorziehen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @mila: es ist viel zu einfach kritische Töne in diesem komplexen Thema mit
      „Verzicht predigen/Kindswohlkeuleschwingen“ zu bagatellisieren.
      Das Thema rührt tief an grundlegende Auseinandersetzungen denen sich alle Menschen, auf unterschiedlichen Gebieten, stellen müssen. Das Thema Begrenzungen erleben und dennoch zu einem erfüllten Leben finden.
      Dass wir uns einfach Rechte auf x hundert Dinge ableiten und diese umgesetzt haben wollen.
      Ganz egal was es in der Umsetzung bedeutet -,Thema Präimplantationsdiagnostik bspw. denn die wird von vielen „ich habe Recht auf!“ in Anspruch genommen.

      • mila sagt:

        wie gesagt, brunhild, für sie ist es sehr einfach: sie haben mann und kinder. von der eigenen, gesicherten warte aus lässt es sich leicht philosophieren.

      • Sportpapi sagt:

        Konkret, mila: Wenn also – sagen wir mal bis 40 – kein passender Mann vorhanden ist, muss frau halt anders schauen, dass sie ein Kind bekommt? Unter welchen Voraussetzungen?

      • mila sagt:

        sportpapi, das problem mit brunhildes argumentation ist, dass sie allein auf einer göttlich sanktionierten, naturgegebenen ordnung fusst. wir sind aber auch kulturwesen. eine vierzigjährige kann sich entscheiden – wenn sie denn tatsächlich diesen innersten wunsch nach einem kind verspürt – auf die mittel der modernen medizin zurückzugreifen. und wenn sie es nicht hier tut, tut sie es woanders. verbote bringen gar nichts. das sieht man auch am abtreibungsdiskurs. man muss kein befürworter der abtreibung sein, um das elend von existenzgefährdenden aborten im hinterhof verhindern zu wollen.

      • Sportpapi sagt:

        Wir haben eher das grundsätzliche Problem, dass in diesem Zusammenhang jedes Verbot einfach über das Ausland umgangen wird. Wie an einem anderen Ort beschrieben verlieren wir so jede Einflussmöglichkeit. Entweder lassen wir deshalb alles sausen, jeder kann tun was er möchte. Oder wir einigen uns endlich international.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: also ich weiss ja nicht wie Sie drauf kommen dass ich ohne Mann und Kinder anders sprechen würde?
        Und weshalb und wozu denken Sie, gibt es hierzulande eine Ethikkommission?
        Welche genau solche Fragestellungen wälzt?
        Die müsste sich, wenn ja nur noch Direktbetroffene Entscheidungsgewalt haben dürften, ja gleich abschaffen?
        Vielleicht machen Sie sich es ein bisschen zu einfach, wenn Sie kritische Stimmen nicht zur Kenntnis nehmen müssen, bloss weil diese halt nicht genug betroffen sind?

      • Brunhild Steiner sagt:

        Und genau,wir sind Kulturwesen, wir können uns entscheiden ob wir einer Kultur des Machbarkeitswahns inklusive sämtlichen hässlichen Gesichter- und da gehören gewisse Vorgänge in der Fertilisationsindustrie definitiv mit dazu!- frönen wollen, oder ob wir bereit sind Gegensteuer zu geben.
        Bloss weil es im Ausland lascher gehandhabt wird heisst noch lange nicht dass es „kulturell“ richtig sein muss.

      • mila sagt:

        brunhilde, anstatt ‚gegen‘ etwas zu sein, sollten sie ihre energien dafür einsetzen, ‚für‘ etwas zu sein. abtreibungen werden unter anderem dadurch verhindert, dass sich auch eine vom partner verlassene frau selbständig um ein kind kümmern kann – dank finanzieller unterstützung oder kinderbetreuungsangeboten. sie dürfen gerne kritisch sein, aber werfen sie doch nicht alle kinderlosen undifferenziert in einen topf. und in einer was-wäre-wenn situation können wir uns alle einbilden, wir würden genau gleich denken und handeln, wie wir es in der ist-situation tun. davon nehme ich mich nicht aus.

      • mila sagt:

        sportpapi, eine technologie, ist sie erst einmal entwickelt, lässt sich nicht mehr zurücknehmen. entweder wird sie legal – und unter bedingungen, die wir kontrollieren können – eingesetzt, oder sie wird illegal und für viel geld von einigen wenigen genutzt. bis sich herausstellt, dass diese technologie brandgefährlich ist (und alle von ihrer gefährlichkeit überzeugt sind), können wir im grunde nichts anderes tun, als gegen missbrauch vorzugehen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: du hat eine recht fatalistische Einstellung. Ich finde, wir als Gesellschaft sollten sehr wohl bestimmen können, wo die Grenzen des Legalen liegen. Bereits viel zu häufig müssen wir alles zulassen, weil wir halt an internationale Verträge gebunden sind. Hier wird die Politik entmachtet. Weil Nationalismus wohl keine Lösung mehr sind, braucht es halt internationale Vereinbarungen, die sich nicht immer nur nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner richten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila
        „aber werfen sie doch nicht alle kinderlosen undifferenziert in einen topf.“
        Das tue ich ja gar nicht, und das haben Sie auch nirgendwo von mir gelesen! Ich wende mich lediglich gegen von Beginn weg geplante Einelternteilschaften, das hat nun wirklich gar nichts mit unfreiwillig Alleinerziehenden zu tun, welche ganz klar jede Unterstützung erhalten sollten die sie brauchen. Und zu diesen Unfreiwilligen gehören für mich Frauen, welche aufgrund schwangerwerden verlassen werden, absolut dazu, denn in den wenigsten Fällen haben diese bewusst mit dem Feuer gespielt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila:
        „aber werfen sie doch nicht alle kinderlosen undifferenziert in einen topf.“
        Das tue ich ja gar nicht, und das haben Sie auch nirgendwo von mir gelesen!
        Ich wende mich lediglich gegen von Beginn weg geplante Einelternteilschaften, das hat nun wirklich gar nichts mit unfreiwillig Alleinerziehenden zu tun, welche ganz klar jede Unterstützung erhalten sollten die sie brauchen. Und zu diesen Unfreiwilligen gehören für mich Frauen, welche aufgrund schwangerwerden verlassen werden, absolut dazu, denn in den meisten Fällen sind das nicht „ich will ein Kind egal wie“-Schwangerschaften.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila
        „eine technologie, ist sie erst einmal entwickelt, lässt sich nicht mehr zurücknehmen. entweder wird sie legal – und unter bedingungen, die wir kontrollieren können (oderwir dem Irrglauben unterliegen dies zu können…) – eingesetzt, oder…“
        in kurzen Worten das grosse Dilemma der aus dem Forschungsbetrieb ausgelagerten „Ethik“, wo sich ebenfalls Menschen auf wissenschaftlich hochstehendem Niveau Gedanken zur Zukunft machen, zusammengefasst. Das vor die Tatsache gestellt werden dass Verfahren az bereitsteht, ohne währenddem Prozess gründlich zu durchdenken wohin az führen könnte…

      • mila sagt:

        das siehst du schon ganz richtig, brunhilde. aber auch hier gilt: ethik kann man niemandem aufzwingen. und solange irgendwo auf der welt ein labor für geld alles macht, ob die gesetze es nun erlauben oder nicht, wird sich das dilemma auch nicht beheben lassen. unser zugriff auf diese dinge ist und bleibt beschränkt.

      • mila sagt:

        brunhild, natürlich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: es geht ja nicht um Ethikaufzwingen, sondern um die Gestaltung der entsprechenden Gesetze welche sich mit immer neueren Technologien konfrontiert sehen. Und die Gesetze, die sollten dann aufzwingbar sein…;-)
        aber nun seriös, der ganze Bereich Biotechnologie/Gentechnik, da wäre es zwingen nötig dass die Forschung von Beginn weg Hand in Hand mit anderen Institutionen geht. Und die Bereitschaft das eigene Forschungs/Entwicklungsverhalten zu hinterfragen, sich auf irgendeinen „Wertekatalog“ oder was auch immer zu besinnen, das sollte an den Lehranstalten zum täglichen Brot gehören-

      • Brunhild Steiner sagt:

        würde das einheitlich und weltweit so gehandhabt, oder wäre es je angestrebt worden,
        dann könnte ich mir vorstellen wir hätten ein paar gewichtige Probleme nicht.

  • Mirjam sagt:

    Adoptiveltern müssen unbedingt einwandfrei geschult werden. Jedes Adoptivkind kommt mit einem grossen Misstrauen gegenüber Erwachsenen in eine neue Familie. Es wurde ja schliesslich schon einmal von einem erwachsenen Paar (den leiblichen Eltern) im Stich gelassen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Adoptivkind das Recht darauf hat in einer intakten Adoptivfamilie aufzuwachsen. Dazu gehören Mutter und Vater. ABER: wenn das nicht möglich ist bin ich auch gegen ein gleichgeschlechtliches Elternpaar nicht abgeneigt. Ich bin adoptiert – ich kenne das Metier aus eigener Erfahrung.

    • tobe or not tobe sagt:

      Mirjam willkommen im club. Ist doch so, dass mn als Kind nur endlich wissen will, wo man bleiben darf.? Oder nicht? Die Angst alleine gelassen zu werden, zieht sich ansonsten sowieso durchs ganze Leben..

      • Mirjam sagt:

        Ja, die Angst noch einmal von einem Elternpaar (hier die Adoptiveltern) verlassen zu werden, weil man die Wurzeln sucht, für die Adoptiveltern unangenehme Fragen stellt (wer bin ich, wer sind meine leiblichen Eltern ect.) – ja diese Angst ist immer da. Man soll ja schliesslich dankbar sein dass man die Chance hatte adoptiert zu werden. Suchen ist für uns Adoptivkinder ein Bedürfnis und hat rein gar nichts mit Liebesentzug gegenüber den Adoptiveltern zu tun. Adoptieren ist eine komplexe Angelegenheit. Adoptiertsein auch.

      • tobe or not tobe sagt:

        Ganz genau. Während wir glücklichen Familien zuschauen durften und uns das jedesmal ein Stich ins Herz gab, wurde die Suche auch für mich zu einem Lebensinhalt, der wie auch du erzählt hast mit 12 Jahren fast zu Eklat geführt hätte, eine gefährliche Gradwanderung ist. Die Einsamkeit in Dir selber kann dir niemand ausfüllen, nur der Wunsch nach dem Wissen über deine Herkunft. Die Frage wieso man so ist, so aussieht und in manchen Situationen komplett anders als die Pflegeltern reagiert. MITTLEID Brauchen wir nicht…!

  • Cara Mia sagt:

    Da werde ja mal wieder Regeln aufgestellt… Wenn sich Kind und Eltern finden, und zwar egal, ob gleichgeschlechtlich oder nicht, dann sollen sie auch zusammenkommen dürfen. Es gibt doch nichts Schöneres für ein Kind, als geliebt aufwachsen zu dürfen. Und diese generalisierende Missbrauchskeule gegen die Männer – Pippi, sorry – also die verstehe ich schon gar nicht. Auch Hetero Männer sind nicht gefeit – sogar im Gegenteil: sie stellen den weitaus grössten Anteil an Tätern! Schwul ist nicht pädophil, für diejenigen, die das noch nicht begriffen haben sollten.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Cara, das weiss ich, ich will auch nicht speziell den Homos hier etwas unterschieben. Wir wären aber in der Vergangenheit besser gefahren, wenn wir etwas mehr generalisiert hätten, was Männer und Kinderliebe eben auch bedeuten kann. Viele dieser jetzt endlich aufgedeckten Missbrauchsfälle der Kirche und der Reformschulen wären bei etwas weniger Gutgläubigkeit zu verhindern gewesen. Da segelte sehr viel unter dem Titel „Kinderliebe“ und war doch nichts als Ausbeutung, zufügen von Schmerz und Scham. Eindrücke, welche die Betroffenen noch heute leiden lassen.

      • talon sagt:

        Wir wären auch sehr gut beraten, endlich mal die missbrauchsfälle von Frauen aufzudecken. Diese werden leider unter den Teppisch gekehrt, obwohl Frauen genauso oft missbrauchen wie Männer. Genauso wie bei Häuslicher Gewalt, dort haben Frauen heutzutage einen Freischein, obwohl schon längst bewiesen ist, das Frauen genauso oft Gewalt ausüben wie Männer.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Blödsinn!

        Dass Frauen genauso gewalttätig sein sollen wie Männer wird nicht dadurch wahrer, dass es dauernd wiederholt wird von Antifeministen und andern Komplexhaufen.

        Un warum bitteschön sollten Frauen missbrauchen dürfen, ohne dass jemand einschreitet? Gequirlte Scheisse, wie man im grossen Kanton dazu so schön sagt.

      • talon sagt:

        @pippi
        Es gibt über 271 Studien mit über 335000 Probanden, die Belegen, das Frauen genauso Gewalttätig sind, im Häuslichen Bereich, wie Männer. Wusste auch schon Erin Pizzey in den 70ern. Wurde aber von Radikalfeministinnen totgeschwiegen und jeder der das Behauptet hat, wurde bedroht. Informier dich mal über die Dame. Genauso geht es mit Vergewaltigungen von Frauen. Ein Tabuthema, man will nicht Kratzen an den Sauberen Image von Frauen, das Reine, das friedliche, das unsagbar Gute, einfach, das bessere Geschlecht zu sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey

  • Widerspenstige sagt:

    Also das Kindeswohl hat absolute Priorität bei einer Adoption und sämtliche erwähnten Faktoren zu den möglichen Betreuern bzw. ErzieherInnen – ob jetzt heterosexuelle Paare oder homosexuelle Paare ist irrelevant. Wer sich für eine Adoption entscheidet, möchte das Bestmögliche für ein Kind tun und DAS IST WUNDERVOLL! Anscheinend gibt es sowieso sehr wenige Kinder in der Schweiz, die zur Adoption freigegeben werden. Wieso also diese Argumente über ‚welche Menschen die besseren‘ wären? Das ist doch einfach Charaktersache und nichts, aber auch gar nichts anderes. Männer/Väter vs. Frauen/Mütter??!!

    • Astrid sagt:

      So ist es. Es ist Charaktersache und darf auf keinen Fall ein Kampfmittel für ideologische Grabenkämpfe sein. Entscheidend muss sein, ob ein Kind in eine Situation der Geborgenheit und Liebe kommt!

      • Widerspenstige sagt:

        Um genau das sollte es gehen und nicht um verborte Ideologien. Ich kann diese Denkweise nicht nachvollziehen und es grenzt an Rufmord wenn bestimmte Männer einfach ausgeschlossen werden. Wie würde ich mich fühlen, wenn gewisse Männer mir meine Mutterliebe absprechen würden mit der Begründung, dass es schon Kindsmorde von Müttern gegeben hat?! Ich würde mich wehren mit Händen und Füssen gegen solche Anschuldigungen und ehrverletzende Verleumdungen. Es darf doch nicht so verallgemeinernd diskutiert werden.

    • Eremit sagt:

      Liebe Widerspenstige, das Kindeswohl klingt gut. Es stellt sich nur die Frage was darunter zu verstehen ist.
      Wer kann sagen, dass der Bub der bei einem Home-Männer-Paar aufwächst keine Frau als Mutter braucht?
      Und wer kann sagen, dass das Mäitli das bei einem Home-Frauen-Paar aufwächst keinen Mann als Vater braucht?
      Man mag argumentieren, dass das was man nicht kennt nicht vermissen kann, nur, eine Mangelerscheinung zeigt sich erst nach einigen Jahrzehnten indirekt.

      • tobe or not tobe sagt:

        Es braucht es nicht.. !!! Glauben sie mir, es braucht nur Hilfe in dingen des Lebens und da ist egal ob es von der Grossmutter, der Tante, dem Onkel oder dem Nachbarn kommt. !

        Ich habe nur Mühe wenn politische Entscheide für homo-Ehen und adoption vor der Refesion von Adoptionsgesetzen gestellt wird.
        Fehler in de Erziehung machen auch leibliche eltern. !! Und auch die können ihr Kind verziehen und nicht verstehen… !!

      • Widerspenstige sagt:

        Das lässt sich natürlich nie im voraus sagen, ob eine Erziehung gut kommt oder eben nicht, lieber Eremit. Aber ich ziehe inzwischen keine Grenzen mehr zwischen einer hetero- oder homosexuellen Erziehung. Bisher wurden Übergriffe praktisch nur in den herkömmlichen Erziehungsmethoden festgestellt. Und es sind doch immer noch Mnderheiten, welche Adoptionen hier in der Schweiz durchziehen. Ich bin deshalb die Letzte, die das Haar in der Suppe dahingehend finden möchte. Wie schon @Astrid betont hat: die Geborgenheit und Liebe für das adoptierte Kind ist das Wichtigste.

  • StefanB sagt:

    Wenn Männer noch mit 70 Väter werden dürfen, und Frauen sich dank Hormonbehandlung auch noch nach der Monopause zur Mutter machen lassen können, dann gibt es keinen Grund, irgendwelche Alters- oder Beziehungsvorschriften für Adoptionen ins Gesetz zu schreiben. Das gilt nicht nur für die Eltern, ebenso für die Kinder: Warum soll ich, wenn ich eine enge Beziehung zu den Kindern meiner Partnerin habe, diese nicht adoptieren dürfen? Warum soll ich zuerst die Partnerin heiraten müssen? Und was, wenn die Kinder bereits erwachsen sind? Warum sollen Paare, die sich erst später kennen- und lieben …

    • StefanB sagt:

      .. gelernt haben, nicht die vorhandenen Kinder (gegenseitig) anerkennen dürfen?
      Und warum müssen gleichgeschlechtliche Paare zwingend schlechtere Eltern als heterosexuelle Paare sein?

    • Widerspenstige sagt:

      Bin genau derselben Meinung, lieber StefanB, nur hängt mein Beitrag noch im Off und will nicht hier losgelassen werden… 😉

    • Annika sagt:

      kleine Zwischenfrage, näme mich wunder: Und warum heiratest Du Deine Partnerin denn nicht? Genau für solche Fälle gibt’s doch die Institution Ehe.

      • San sagt:

        Wo ist der Konnex zwischen Ehe und Stabilität in einer Partnerschaft, zwischen Ehe und dem Gute-Eltern-sein, zwischen Ehe und Liebe etc. Es gibt (ausser für Keusch-vor-der-Ehe-Fundis) eigentlich keinen Konnex, ausser natürlich den materiellen Konnex (z.B. Erbrecht…).

      • Annika sagt:

        @San: Der Link ist dort, wo ich meine Beziehung, meine Liebe etc. auf eine solide, rechtlich Basis stellen will. Statt nun mühsam Detailfragen (Besuchsrecht, Name, …) klären zu müssen, kann ich alles im „Pauschalangebot“ Ehe haben. Natürlich ist das kein Garant für ewigdauernde Liebe (die gibt’s eh nicht), stellt aber das ganze auf ein Fundament. Braucht auch Trauzeugen vor dem Standesbeamten. Ich verstehe einfach nicht, weshalb man nicht bestehende rechtliche Gefässe benützt und stattdessen mühsam über 100 Ecken geht, um ans selbe Ziel zu kommen.

      • sepp z. sagt:

        annika, die institution ehe ist heute vor allem dann relevant, wenns um steuervermeidung geht, um unterhaltszahlungen, um rechtliche besserstellung gegenüber ohne trauschein lebende, kurz: die qualität des zusammenlebens und -passens ist total irrelevant, es geht primär um materielle aspekte, und, nicht zu vergessen, um einen moralischen normativ, der auf den dogmen der christlichen ideologie gewachsen ist.
        was genau das gute-eltern-sein damit zu tun hat, ist mir schleierhaft.

      • StefanB sagt:

        Gute Frage, Annika. Aber um zu heiraten, müssen zwei „Ja“ sagen. Und wenn eine Hälfte des Paares schon eine Ehe hinter sich und bei der Scheidung sich geschworen hat, „nie mehr“ diesen Fehler zu begehen, da bleibt der anderen Hälfte halt nur, abzuwarten, bis der andere Teil es sich anders überlegt hat.

      • Annika sagt:

        Danke, @StefanB. Dein Eingangsvotum (Du plädierst für eine Adoption ohne Trauschein, wenn ich Dich richtig verstehe) nun weitergedacht: Du möchtest also ein Kind adoptieren können von jemandem, der noch nicht definitv ja gesagt hat. Wie auch immer, ich drück Dir (und dem Kind) jedenfalls die Daumen 🙂

      • San sagt:

        @Annika: Man kann gar nicht definitiv ja sagen. Man kann sich jederzeit wieder trennen oder scheiden lassen. Das wäre dann definitiv… Insofern ist das kein Argument.

      • Annika sagt:

        @San: So „definitiv“, dass es zum Kinderaufziehen reichen würde, bei mir wäre in etwa das Ja-Wort zur Ehe.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich denke es gibt einen guten grund für einige einschränkungen: dort wo entscheide auf „unnatürliche“ weise fallen, sollte man versuchen, die bestmöglichen voraussetzungen zu schaffen. umstände, die sich in freier wildbahn nicht bewährt haben, sollten schon genauer geprüft und, wenn nötig, vermieden werden können.

  • mumph sagt:

    Ah ja, und noch was. Der Artikel beschreibt wie es schwierig für heterosexuelle Kinder zu adoptieren. Warum stellt sich die Frage in den Kommentaren sofort ob Schwule und Lesben adoptieren dürfen ? Warum diese Angst wenn es schon so schwierig ist für heterosexuelle ??

    • Brunhild Steiner sagt:

      weil eine Forderung nach Gleichstellung im Adoptionsrecht besteht,
      und irgendwann werden wir darüber abstimmen dürfen/müssen.

  • abi sagt:

    Wenn ich einige Beiträge hier lese überkommt mich das kalte Grauen. Es spielt doch letztlich keine Rolle, ob das Kind dann zwei Mami’s, zwei Papis oder eine Mama und einen Papa hat – hauptsache es wird geliebt und Männer können auch Kinder lieben – auch wenn das in der heutigen leicht dramatisierten Zeit wohl ein wenig schräg rüber kommt.

    Was bei all diesen Vorschlägen und Meinungen vergessen wird: Es können heute zwei 18jährige miteinander ins Bett hüpfen und ein Kind zeugen. Da fragt KEIN MENSCH danach, ob die beiden reif für ein Kind sind oder nicht, geschweige ob sie geeignet sind…

  • mumph sagt:

    Interessant wäre noch : Wieviele Kinder es in der Schweiz zu adoptieren gibt ? Bzw. wieviele Kinder nicht adoptiert werden ?

    • tobe or not tobe sagt:

      sollten um die 12000 Pflege- und Waisenkinder sein in der Schweiz, genau weis ichs leider auch nicht ganz. Bundesamt für Statistik ist hier sicher aktueller.. .

  • tobe or not tobe sagt:

    Ich war vor 3-4 Jahren in Vietnam und übernahctete in einem Staatshotel in der Hauptstadt. Was wir dort sahen waren täglich Adoptionswillige europäische Familien, die ihr zukünftiges Adoptivkind für einen Tag im Hotel sehen und kennenlernen durften. Durch den hype, ausgelöst durch Angelina Jolie etc, wurde der Ruf nach asiatischen Waisenkindern erhört und verkommt mittlerweile zu einer Wirtschaft! Es waren täglich -5 Paare die sich Kinder aussuchten. wieso so wei suchen wenns im eigenen Land bereits viele Waisenkinder gibt? das ist purer Egoismus…

    • Mirjam sagt:

      Ja, liebe Tobe! Ich kenne diese Situation, bin doch auch ich aus Vietnam adoptiert worden. Ich wurde dort geboren. Ich persönlich befürworte eher, die Länder dort direkt zu unterstützen, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Ich hatte als Kind extrem darunter gelitten, dass ich wegen meiner langen schwarzen Haare und den Mandelaugen in der Schule gemobbt wurde. Rassistische Angriffe waren an der Tagesordnung. Das ging soweit, dass ich mir als 12jährige das Leben nehmen wollte. Niemand hat mir geholfen, weder meine Eltern noch die Lehrerin. Meine Schulzeit war der absolute Albtraum!

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mirjam: Ich kann dich sehr nachvollziehen. In dem Moment hat dich nieman verstanden und du hast nieman verstehen können. Die Pfegeltern haben es wohl auch bei Dir nicht akzeptieren wollen, dass du deine Wurzeln brauchst und wissen willst wer sind deine Eltern. Ich habe heute nur noch 1 Bruder der mein Blut trägt vom Rest kenne ich nur Stories. Erst mit 20 Jahren wurde mir noch gestanden, dass ich blutsvewandte hier im Lande habe. Die Begeisterung dieser Leute war aber etwa so gross wie wenn jemand seine Steuerrechnung erhält. Sieh das so heute. Wer nix hat kann nichts verlieren 🙂

  • Daniel sagt:

    Adoption ist eine Risikosituation, insbesondere von Kindern, die älter als 1-2 Jahre sind. Leider werden auch heute noch Adoptiveltern viel zu wenig informiert und sensiblisiert, dass die Eltern-Kind-Beziehung bei adoptierten Kindern häufig viel problematischer ist, als bei eigenen. Adoptierte Kinder sind häufiger schwierige Kinder, der Umgang mit diesen ist für Eltern auch deshalb umso schwieriger, weil die Kinder einem ein Stück weit immer fremd bleiben, weil es einfach nicht die eigenen sind. Deshalb: stabilie Verhältnisse/Erfahrung sind zentral. 35/5 beibehalten. Mehr Infos über Risiko!

    • San sagt:

      Das von Dir Dargelegte gilt besonderem Masse auch für Kinder i) aus sozial schwächeren Verhältnissen, ii) mit Migrationshintergrund, iii) aus bildungsfernen Verhältnissen, iv) mit chronisch kranken Eltern, v) mit beruflich besonders engagierten Eltern vi) etc… Da man Handwerkern, Nicht-Schweizern, Nicht-Akademikern, Kranken&Verunfallten und Managern das Kinderkriegen (Gott sei Dank) nicht verbieten will, gibt es bei der Adoption keinen zwingenden Gründe, derart restriktive Regeln vorauszusetzen.

    • Mirjam sagt:

      Nein, wir Adoptierte sind nicht schwierigere Kinder. Wir haben einen schwierigen Lebensstart hinter uns. ABER: wir machen nicht Probleme weil wir adoptiert sind, sondern weil die Gesellschaft Adoptierte als Menschen 2. Klasse ansieht. Das habe ich als Adoptierte immer wieder zu spüren gekriegt. Du bist ja nur adoptiert. Das ist ein Stempel welchen man sein Leben lang trägt. Ein Makel im Lebenslauf. Und wenn wir anfangen zu suchen, dann werden wir von den Adoptiveltern als schwierig taxiert. Dass sie sich als Adoptiveltern darauf vorbereiten MÜSSEN ist leider noch viel zu wenig thematisiert.

  • Annika sagt:

    Kinderadoption sollte der ehelichen Familiengemeinschaft vorbehalten bleiben, das ist der richtige Rahmen, auch rechtlich. Ein Kind benötigt stabile Verhältnisse und nicht ad hoc getroffene Abmachungen.

    • tobe or not tobe sagt:

      Ich bin nicht adoptiert aber habe in meiner direkten Vewandtschaft eine Pflegefamilie gefunden die mich vor dem Heim beschützen.

      Sie glauben nciht wie lange sie kämpfen mussten umd von irgendeiner Institution Unterstützung zu erhalten. Der Staat hat ihnen über Jahre unsere Waisenrente vorenthalten und knapp vor meinem 18 Lebensjahr ausbezahlt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe, das tut mir leid für dich, solche Geschichten dürfte es einfach nicht geben. Wenn auf dem Rücken der Schwächsten und Wehrlosesten, nämlich der Kinder, gespart wird, ist das so erbärmlich und unwürdig, ich werde es nie verstehen. Für den Staat sind es ein paar Kröten, für das betroffene Kind lebenswichtig. Ich kann mir vorstellen, wie demütigend es für dich gewesen sein muss, auf die Gnade der Pflegeeltern angewiesen zu sein. Solche Gemeinden und Behörden gehören an den Pranger!

      • tobe or not tobe sagt:

        @PippI. Als Kind willst du nur deine Kindheit in Ruhe geniessen, du willst wissen ob der Platz wo du dich jetzt befindest auch dein Zuhause ist und du nicht noch mehr hin und her geschoben wirst.

        Mit der Angst zu leben immer wieder abgeschoben zu weren, ist unterträglich und da sind die Gemeinden und Vormundschaftsämter nicht verständnisvoll. Kinder werden wie Ware behandelt, als unwissende Wesen über die man bestimmen kann. Meine Pflegeeltern haben einen JOb gemacht, der 99% nicht machen würden. Sie verzichteten auf einen Grossteil ihrer Jugend um mir ein gutes Leben zu ermöglichen!

      • Astrid sagt:

        Pippi, die Betroffene. Und oben schreibt sie irgendwo: ‚ Dieses Privileg des Kinder bekommen Könnens ist ein Stachel im Stolz der Männer, ich weiss‘. Wissen Sie was, solange Frauen das Kinderkriegen als Druckmittel bzw. Kampfmittel ansehen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Männer davon laufen. Erst wenn Sie wirklich einsehen, dass es hier nur um das Wohl der Kinder geht, können Sie Gemeinden und Behörden an den Pranger stellen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Astrid, such dir jemand anders zum Streiten, ich hab keine Lust. Deine Argumente sind abgegriffen und langweilen mich, wenn ich tobe mein Mitgefühl ausspreche, darfst du das ruhig so stehen lassen. Er weiss, wie’s gemeint ist.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: Mit einer verwirkten Kindheit, ist für mich als MANN der KINDERWUNSCH grösser als sie sich vorstellen können. Ich bin eine ausnahmewerscheingun, was ich im Umfeld immer wieder bemerken muiss. Doch Familie zu haben und sich loyal durch dick und dünn zu begleiten ist etwas, dass ich als „DIE AUFGABE“ für mich empfinde. Etwas was ich als Pflegkind nie hatte, möchte ich meinen Kindern geben können, den das ist das grösst Überhaubt. Materielle Gelüste sind nur Zeitvertreiber und Abklenkung von den eigentlichen Bedürfnissen.Manchmal besser keine Familie als eine, die dich Kaputtmacht.!!!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe, klar gibt es Männer mit Kinderwunsch, ich kenne auch welche. Ist doch toll, es gibt genügend Frauen, die genauso einen Mann suchen und nicht finden, leider. Ich spreche den Männern doch nicht ab, sich ehrlich und von Herzen Kinder zu wünschen, ich sehe es nur nicht, dass schwule Paare fremde Kinder adoptieren können sollen.

    • San sagt:

      Es ist trügerisch zu glauben, eine Ehe sei stabiler als ein Konkubinat. Rein rechtlich betrachtet ist es bedeutend einfacher, eine Ehe als ein Konkubinat aufzulösen…

  • Erich sagt:

    Gutes Thema, auch wenn die nicht gerade repräsentativen Beispielfrauen die Perspektive etwas verzerren. Die Diskussion ums Kinderadoptieren ist für mich lediglich ein Symptom des Zeitgeistes, sich sein Leben so zusammenzustellen, wie man sich das wünscht. Fehlt ein Modul, wird das bestellt und ins Konzept eingefügt, sei’s mit Silikon, Adoptivkind oder einer Harley Davidson. Die Frage ist doch vielmehr: Wollen wir Grenzen akzeptieren, können wir darin glücklich werden oder müssen wir dazu ein afrikanisches Kind verpflanzen?

    • Erich sagt:

      Die derzeitige Regelung ist richtig: Es braucht eine gewisse Reife und Stabilität.

      • zysi sagt:

        … die reife der eltern erkennt man an der einstellung zur natürlichen familie.

      • Widerspenstige sagt:

        Oh zysi, so weise Worte an einem simplen Montagvormittag? Ob das wohl auch richtig interpretiert wird hier von den ewigen Traditionalisten und Moralisten?

    • Astrid sagt:

      Ich glaube, dass Sie im wesentlich recht haben. Allerdings darf m.E. daraus nicht der Schluss gezogen werden, dass Adoption per se verwerflich ist. Das ist ja das, was an Madonna et al so störend ist – zu ihrem Lifestyle gehört es, sich Kinder zu ‚kaufen‘ und zwar offensichtlich nur als Selbstzweck. Menschen, egal welcher sexuellen Ausrichtung, die einem Kind eine Perspektive geben können und wollen, sollten nicht daran gehindert werden. Und die, die eben eine Adoption gerade nicht als kaufbares Modul ihres Lifestyles begreifen, sollten von uns unterstützt werden.

  • Chris M. sagt:

    .
    Das Angebot sinkt und die Nachfrage steigt, drum steigt auch der Preis. Bald können sich nur noch Leute, die so reich sind wie Angelina Jolie, Madonna, Sharon Stone und Konsorten, eine Adoption leisten. Dann spielen die heutigen Kriterien immer weniger eine Rolle und das Geld tritt in den Vordergrund. Wenn dann der Preis hoch genug ist, dann ist es billiger, sich eine Gebärmutter zu mieten und Samen und Eier zu kaufen. Reproduktion bald für den Supermarkt. Tatsächlich scheint dies in einigen Ländern zu einem Exportartikel zu werden.

    Das Land mit den laschesten Regeln gewinnt!
    Wer verliert?

    • tobe or not tobe sagt:

      Ja ist so.. Kinder sin Handelsware und wenn der Adoptionsboom zunimmt, werde wohl auch Kinder verkauft, die einfach arme Eltern haben die das Geld benötigen.

      KINDER SIND KEINE HAUSTIERE!!

      • Chris M. sagt:

        Der Adoptionsboom nicht nicht zu, er geht zurück weil immer weniger Kinder für Adoptionen freigegeben werden.

        Was zunehmen wird, sind technisch erzeugte Kinder (Ei-Spende, Samen-Spende, Leihmutter, usw.) in Ländern, in denen nicht die Rechtsprechung dagegen spricht. (In Ländern, in denen ein Samenspender plötzlich zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden kann, wird es kaum mehr Samenspender geben.)

        „Technisch erzeugte Kinder“ tönt für mich grauenhaft. Aber es zeigt wie alles technisch Machbare auch gekauft wird. Ethik??

      • tobe or not tobe sagt:

        Habe gerade gestern die DOKU über die californische Samenbank gesehen, wobei vorallem junge Singlemütter und auch viele lesbische Paare ihre Kinder erzeugen lassen können.

        Ethik? Die geht verlohren in der heutigen Zeit, mich lässt das Wort „Eutenasie“ nicht los. Die Unterscheidung der Menschen nach guten un schlechten Genen, erinnert eher an einen Mästbetrieb, der nur die besten Zuchtbullen und Kühe sich vermehren lässt. Doch wer entscheide über „schlechte“ und „gute“ Gene? Das Echo der Nazis ist bis heute zu hören!!!

      • mapa sagt:

        Tobe
        du meinst wirklich Eutanasie??? Nicht eher Eugenik???

    • tobe or not tobe sagt:

      Ja MAPA ich meinte eigentlich Euthanasie…eine langsame Heranzucht des „perfekten Menschen“!

      • mapa sagt:

        tobe
        Ja MAPA ich meinte eigentlich Euthanasie… ????????

      • mila sagt:

        mapa, eugenik und euthanasie sind doch ohnehin nur zwei seiten ein- und derselben medaille.

      • tobe or not tobe sagt:

        Was ist an dieser provokativen Aussage falsch?

      • fufi sagt:

        @tobe

        Euthanasie heisst – die mehr oder weniger freiwillig erfolgende Tötung eines Menschen (->Exit und so).
        Eugenik heisst: Potentiell „unwertes“ Leben soll gar nicht erst entstehen dürfen. Betraf zum Beispiel – auch in der CH Sterilisation und Kastration von gewissen Bevölkerungsteilen, damals insbesonders von Zigeunerkindern, „notorisch unangepassten Querschlägern“ und Behinderten.
        Heute ist’s etwas humaner: da kriegen geistig- und/oder mehrfach behinderte Frauen (!) ganz einfach die Pille zum Dessaert.
        En guete!

      • mapa sagt:

        Ok sehe jetzt besser was tobe schreiben wollte. Für mich persönlich ist der Begriff Euthanasie weniger ideologisch geladen und ich verstehe immer noch nicht, wie Samenbanken und Kühe so direkt mit den Nazis zusammenhängt.
        Uebrigens sind wir alle das Produkt einer genetischen Selektion: Schöne und erfolgreiche Homo sapiens haben sich während Jahrtausenden gepaart um noch erfolgreichere und schönere Nachkommen zu zeugen. Sicher lässt sich über den Erfolg des Resultats streiten 🙂

      • mila sagt:

        im nationalsozialismus war euthanasie ein euphemismus für die massenhafte auslöschung ‚unwerten‘ lebens, fufi. daher die von mir postulierte nähe zur eugenik.

      • mila sagt:

        schrecklich, schon wieder ein hängender post. fufi, weisst du, wie die nationalsozialisten euthanasie (euphemisch) definierten?

      • fufi sagt:

        @mila

        Nein. Lass es los … !
        Von wegen dem Kropf!
        P)

  • Chris M. sagt:

    ..
    ICH WILL „ES“ HABEN!

    SOFORT !!!
    ..

    Die entspricht doch dem aktuellen Trend in einer verwöhnten Gesellschaft. Der Run auf Fun will befriedigt werden und zwar sofort. Alles soll nach unserem Willen geschehen, alles scheint machbar – koste es, was es wolle – ohne Rücksicht auf Verluste. Natürliche Einschränkungen und Grenzen werden immer weniger akzeptiert (Fruchtbarkeit). Wenn der Nachbar etwas hat, dann will ich auch!

    Instant-Befriedigung ist gefragt – Verzicht ist altmodisch und unakzeptabel.

  • Sportpapi sagt:

    Wenn ein Waisenkind liebevolle Eltern findet, sollte doch alles andere egal sein. Solange das Wohl des Kindes und nicht „nur“ das der Adoptiveltern im Vordergrund steht. Entsprechend wäre eine saubere Einzelfallprüfung angesagt. Wobei natürlich viele der heute gültigen Gesetze mindestens als Richtlinien wieder angewendet würden.

  • Was ist das nur für eine merkwürdige Argumentationsschiene, zu behaupten, Menschen, die ein Kind adoptierten, seien lediglich Egoisten, denen nichts am Kinderwohl, dafür aber umso mehr am eigenen Kinderwunsch gelegen ist? Und aus welchen Gründen dürfen Homosexuelle keine Kinder adoptieren? Etwa aus denselben Gründen? Diese Kreationisten, Religiösen und Traditionalisten können einem so was von auf den Sack gehen!

    • mila sagt:

      vergiss die besserwisser und gelangweilten nicht, die keinen anderen zeitvertreib kennen, als sich mit erhobenem moralischen zeigefinger und dozierenden endlosmonologen in die angelegenheiten anderer einzumischen. was für ein trauriges leben das sein muss, das einen zu so einem verhalten nötigt.

      • Orlando S. sagt:

        Irgendwo auf dem Weg von der Moderne in das, was jetzt kommt, hat der Mensch den Sinn für einige anthropologische Grundlagen und seine geistigen Wurzeln verloren und taumelt nun in unersättlicher Gier einem ungewissen Neu-Zustand entgegen, in dem angeblich alles möglich ist und der Mensch selber über Leben und Tod, über Geburt, Geschlechtlichkeit und Emotion entscheidet. Der Körper is fehlerhafte Hülle, an der herumoperiert wird, bis er unseren Vorstellungen entspricht – befeuert von den Evangelisten dieses elysischen Zustandes, in dem der Mensch alles fordern kann, alles! Und alles wird egal

      • mila sagt:

        orlando, wo sehen sie die lösung? in einem moralisch abgesegneten (von wem?), totalitären (hallo, eigenverantwortung?) system, das uns auf den ‚rechten‘ weg zurückzwingt? die einzige hoffnung, die ich sehe ist, dass sich der mensch gerade in seiner freiheit neu auf seine anthropologischen grundlagen und geistigen wurzeln besinnt.

      • Orlando S. sagt:

        Ich sehe keine Lösung im Bereich des rechtlichen, gesellschaftlichen, sozialen Kontextes, die unsere Grundwerte (offene Gesellschaft) nicht in Frage stellte, mila.

        Was noch lange nicht heisst, dass ich alles gutheissen muss, was da kreucht und fleucht und sich im Wahn des Übermenschen für Gott hält.

        Es bleibt nichts als gezielte Intoleranz. Nervende, lärmige, ätzende, höhnische Intoleranz!

      • mila sagt:

        damit, orlando, kann ich sehr gut leben. solange sie nicht an die freiheitlichen prinzipien unserer gesellschaft hand anlegen (dagegen würde ich allergisch reagieren), dürfen sie soviel intolerantes gegenwicht stemmen, wie ihnen lieb ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Diese Vorwürfe lassen mich kalt,
      nach wie vor bin ich dagegen dass Kinder bewusst in Einzelkonstellationen oder XX resp. XY Konstellationen geplant werden, ob nun über Adoption, Insamination oder Leihmutterschaft.
      Ein Kind hat genau zwei Elternteile, eine Mutter und einen Vater, offenbar hat die Natur es nicht für nötig erachtet diese Möglichkeiten zu erweitern. Daher finde ich auch Einelternadoptionen nicht in Ordnung, jedenfalls nicht hier in unserer Wohlstandsgesellschaft.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Dass Kinder aus früheren Partnerschaften, deren Elternteil heute in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, besseren Rechtsschutz brauchen finde ich ebenfalls, ob das nur und ausschliesslich über eine Adoption möglich wäre ist eine offene Frage.

      • mila sagt:

        @brunhilde: in einer gesellschaft, in der gut die hälfte der kinder längst nicht mehr in intakten familienverhältnissen lebt, scheint mir ihre argumentation ziemlich weltfremd. das modell vater/ mutter garantiert noch lange nicht, dass es einem kind besser geht als bei einem alleinerziehenden elternteil oder – gott behüte – bei gleichgeschlechtlichen eltern. natürlich ziehe ich eine traditionelle lösung vor, wenn sie möglich ist. ist sie aber in vielen fällen nicht mehr. oder wollen sie gleich auch allen frauen, die trotz suche keinen partner finden, kinder verbieten? männer haben mehr zeit.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: ich finde nicht dass mit einer bestehenden Unglücklichkeit eine andere forciert werden sollte.
        Und was verstehen Sie unter „nicht intakten Verhältnissen“? Im guten Fall besteht auch nach einer Scheidung der Kontakt zu Mutter UND Vater, und ist für das Kind enorm wertvoll.
        Und ja, ich bin absolut dagegen dass sich Frauen, die alleine bleiben, ein Kind organisieren.
        Es gibt andere Wege um mit unerfüllten Lebensträumen umzugehen, mit Begrenzungen und begrenzt-werden klarzukommen,
        ein Recht auf ein Kind existiert nicht.

      • mila sagt:

        mein vater, brunhilde, wird mit bald 60 nochmals papi – zum x-ten mal und mit der nun dritten frau. ich persönlich finde das durchaus naturwidrig; er könnte morgen einen herzinfarkt bekommen (bei seinem lebensstil ist das alles andere als ausgeschlossen), und mutter wie kind stünden plötzlich allein da. aber wissen sie was? ich werde ihm trotzdem das beste wünschen und meine meinung für mich behalten. denn es ist am ende sein leben, nicht meins. was aber meine schwester sagen wird, die gerne ein zweites kind hätte mit ihrem mann, und nach einer fehlgeburt wahrscheinlich keines bekommen kann?

      • mila sagt:

        2. einwand: es gibt heute genug männer um die dreissig, die keine verantwortung für eine familie übernehmen wollen, denn sie fürchten, dass ihre freundin (immerhin wäre es die mutter ihrer kinder) sie am ende ausnehmen könnte – talon lässt grüssen. auf der strecke bleiben also die gleichaltrigen frauen, die einen kinderwunsch haben, während diese herren es sich auch noch mit 50 anders überlegen können. fair? nein. deshalb soll jeder selbst darüber bestimmen, wie er es mit kindern halten will.

      • Brunhild Steiner sagt:

        ich finde nicht dass Kinder ein Gut sind, über welches jeder, egal in und unter welchen Umständen, einfach so selbst bestimmen sollte. Und schlechte Vorbilder die ihren Kopf einfach durchsetzen sind kein guter Masstab.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ein Kind organisieren? Nicht schlecht, diese Ausdrucksweise. Zum Glück ist das für die meisten Frauen kein Problem, auch ohne Adoption nicht. Wir haben da ganz eindeutig ein Privileg, das wir uns weder nehmen noch vermiesen lassen. Frauen bekommen Kinder, wenn sie Kinder wollen, ganz einfach. Ob das nun allen passt oder nicht. In der Geschichte der Menschheit war die Alleinaufziehende Mutter wohl das häufigere Modell als die Kleinfamilie, oder eben dann die Sippe als Ganzes. Wenn das für die Kinder ein Problem wäre, wären wir schon lange ausgestorben.

      • mila sagt:

        liebe brunhilde, die kindergerechteste lösung wäre wohl, wenn alle, die zeugungswillig sind, sich einer umfassenden überprüfung ihrer elterlichen eigenschaften unterziehen müssten, unabhängig vom geschlecht, zivilstand und der sexuellen orientierung. dazu wird es (hoffentlich) nie kommen, denn wir leben in einer freien gesellschaft und müssen es aushalten können, wenn diese freiheit in einzelfällen missbraucht wird. und solange wir keine solche totalitäre ‚gesamtlösung‘ praktizieren, hat ein jeder grundsätzlich recht auf ein kind. über die motive anderer zu urteilen masse ich mir nicht an.

      • mila sagt:

        brunhilde: solange elterliche eigenschaft nicht systematisch bei allen zeugungswilligen überprüft wird, unabhängig von geschlecht, zivilstand und sexueller orientierung, hat ein jeder anrecht auf ein kind, ja. wir leben in einer demokratie, und diese beschneidet unsere freiheit eben erst dort, wo es zum missbrauch kommt. mit der damit verbundenen unsicherheit müssen wir leben können, oder würden sie etwa das oben beschriebene, totalitäre modell vorziehen? überhaupt, wer sind wir, dass wir über die motive anderer urteilen?

      • Orlando S. sagt:

        Doch, es ist ein Problem, seit die Menschheit die emotionalen, sozialen, psychologischen und ökonomischen Vorteile der „bürgerlichen Kleinfamilie“ entdeckt hat. Wenn sie mal an Mercedes gewöhnt sind, steigen sie auch höchst ungern wieder auf die klapprige Postkutsche um.

        Mami, Papi, Eltern – nur wer es nicht erlebt hat kann den Zauber der in diesen Worten liegt negieren.

        Das Modell ist nicht totzukriegen, so sehr sie’s auch versuchen. Zwar ist das Scheitern daran hierzulande gross, aber ich freue mich ja auf unsere lieben Secondas und Secondos, die diese Zahlen wieder ins Lot bringen. 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf: „Frauen bekommen Kinder, wenn sie Kinder wollen, ganz einfach. Ob das nun allen passt oder nicht.“,
        der altbekannte Schlachtgesang, bloss weil wir die Möglichkeit haben, bedeutet noch lange nicht dass die Umsetzung auch richtig ist.

        @mila: Totalitäres System versus Eigenverantwortung? Gibt es keine Grautöne? Mit der beschworenen und erhofften Eigenverantwortlichkeit klappt es nicht immer. Alle (fast) alles machen lassen bloss damit man sich nicht undemokratisch schimpfen lassen muss? Überheblich oder sich zum Richter aufspielend? Nicht anecken und fast alles abnicken?

      • mila sagt:

        nein, brunhilde: gezielt dort eingreifen, wo mit freiheit schindluder betrieben wird. strikt gegen missbrauch vorgehen – ja, ich bin für ein funktionierendes und vor allem effizientes rechtssystem. und vor allem eins: nach dem eigenen massstab leben und hoffen, dass es wenigstens auf die eigenen kinder abfärbt. zu viele predigen wasser und trinken wein. andere lösungsansätze sehe ich leider nicht.

      • Sportpapi sagt:

        „Frauen bekommen Kinder, wenn sie Kinder wollen, ganz einfach.“ Ein dummer Mann, der sich ungenügend schützt und dafür ein halbes Leben lang bezahlt, wird frau ja schon noch finden, oder? Und dem Kind geht es sowieso besser, wenn es nicht noch dem schädlichen Einfluss eines Mannes ausgesetzt ist… Frauen wie Pippi sind Teil des Problems, dass Männer im Umgang mit ihren Freundinnen vorsichtiger, misstrauischer werden. Auch wenn ich es nicht gerade wie mila sehen. Ich glaube, nach wie vor haben viele Männer einen Kinderwunsch – als gleichberechtigter Vater, nicht als Zuschauer.

      • mila sagt:

        brunhilde, einmal mehr tauchen antworten ab. sie tauchen aber hoffentlich wieder auf. eins möchte ich festhalten: es gibt zuviele, die sich selbst nicht an die prinzipien halten, die sie anderen vorschreiben wollen. gerade weil die welt aus grautönen besteht, bin ich sehr vorsichtig mit einem urteil über andere. wo wir eingreifen können und müssen: beim missbrauch von freiheit. hier wäre mit effiziente(re)m vorgehen schon viel gewonnen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schlachtgesang Brunhilde? Nein, es geht um weibliche Selbstbestimmung, wurde von der Natur auch so vorgesehen, sonst würde es gar nicht funktionieren. Dies aus einem religiösen Dogma heraus zu ignorieren, ändert nichts daran. Selbstbestimmte Frauen sind das rote Tuch jeder grossen Religion, schade dass die Frauen sich davon immer noch knechten lassen. Befreien sie sich, Brunhilde, lassen sie ihrem Geist Flügel wachsen, hinterfragen sie die religiösen Dogmen, von hüben wie drüben, es läuft doch alles auf dasselbe hinaus: Die Frauen zu unterdrücken. Das wollte JC sicher nicht, der Freigeist 😛

      • Orlando S. sagt:

        Männliche Selbstbestimmung, Pippi, wäre demnach sich zu jeder Zeit jede Frau für einen Quickie zu nehmen, wenn er gerade Lust hat, was mehrmals pro Tag vorkommt. Notfalls mit Gewalt. Das ist inetwa die gleiche Logik. Denn meistens ist der Mann stärker.

        Es sind nur „religiöse Dogmen“ und abstrakte Sittlichkeitsgebote, die uns davon abhalten, sie Strumpf.

        Wie steht es um das Selbstbestimmungsrecht des Kindes?

      • mila sagt:

        sportpapi, zum glück gibt es diese männer! aber nicht jede frau kriegt ein solches prachtexemplar ab, und in diesen fällen bin ich dafür, dass grundsätzlich auf die mittel der reproduktionsmedizin zurückgegriffen werden kann – auch wenn für mich eine derartige lösung nicht in frage käme.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Schrumpfkopf, bestechende Logik!

        Selbstbestimmung heisst genau das, wo sie die Freiheit von andern tangiert, hört sie auf. Das wissen sie genau, warum stellen sie sich dumm? Ein bisschen provozieren zum Wochenauftakt? Gehen sie raus an die Sonne, Gehirn durchlüften….

      • Sportpapi sagt:

        Wenn eine Frau sich entschliesst, sich ein Kind machen zu lassen, es aber alleine aufzuziehen (mit oder ohne finanzielle Unterstützung des Erzeugers), dann ist das nicht einfach ihre freiheitliche Entscheidung, sondern hat sehr wohl grossen EInfluss auf das Leben des Kindes und des Vaters. Orlando hat sehr wohl recht, wenn er dieses „Natur-Argument“ widerlegt. Nicht nur, dass die Natur die Männer stärker gemacht hat, so dass sie sich alles nehmen können, wenn sie wollen. Sie können vor allem auch sich ohne jede Verantwortung aus dem Staub machen. Und das willst du ja wohl auch nicht, oder?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf: vielen Dank für den von Herzen gemeinten Befreiungswunsch 🙂 ich fühl mich zwar nicht speziell unfrei, und genug frei um mir aus meinem Frausein nicht spezielle Privilegien abzuleiten,
        genug frei mir von natürlichen Vorgaben keine Knechtschaft einzureden.
        Denn von der Natur ist immer noch xy&xx zur Kindentstehung vorgesehen.
        Ein Kind ist, wenn es denn Projekt oder Verwirklichung genannt sein soll,
        ein Gemeinschafts- und kein Soloprojekt.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Reproduktionsmedizin, damit sich eine Frau allein ihren Kinderwunsch erfüllen kann? Da bin ich doch eher dagegen. Konsequenterweise würde sich dann auch die Männer Kinder organisieren (und die Nänny dazu). Beides scheint mir weder sinnvoll, noch erstrebenswert.

      • mila sagt:

        es passiert längst schon, sportpapi, wenn auch nicht hierzulande. mir ist eine solche lösung mittels anonymem, freiwilligem samenspender allemal lieber, als wenn frauen männer als unfreiwillige, nichtwissende oder übertölpelte samenspender benutzen. dir nicht? merke: wo ein wille ist, findet sich auch ein weg, ob uns das nun passt oder nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Muss ich wirklich zwischen zwei Übeln wählen? Ist mir natürlich auch lieber. Andererseits muss die Frau doch erst mit einem (ungeliebten) Mann ins Bett, wahrscheinlich mehrfach. Ist doch auch wieder ein Hindernis, oder? Wie auch immer – ich bin dagegen, dass sich Frauen allein ein Kind zutun. Aber verbieten würde ich auch das nicht. Aber dann doch lieber Adoption. So, ich bin dann mal weg.

      • In Ergänzung zu Orlandos folgerichtiger Antwort auf Pipis allmählich wirklich mühsames und vor allem bemüht wirkendes Unabhängigkeits-Schlachtgeheul: Jeder Mann hat, die Unabhängigkeitsdenke weiter geführt, auch nach dem Quickie trotz Kind davon zu laufen und jederzeit überall ein neues mit x Frauen zu zeugen, ohne je dafür zur Verantwortung gezogen werden zu können. Die Schwulenhetze, die unser Prachtsstück da veranstaltet (weiter oben)- so was lässt nicht einmal mehr kommentieren, selbst wenn man wollte.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja ja, ihr könnt mir anhängen, was ihr wollt, Prachtstück ist nicht mal so schlecht 😉 Männer, die ihre Sämchen streuen, sind selber schuld, wenn es daraus Kinder gibt. Wäre ich ein Mann, wüsste ich, was zu tun, nämlich ein Gummi drum, ganz einfach. Ansonsten meinte ich mit der Selbstbestimmung die Samenbank, Sperma kann man sich per Post zuschicken lassen, im Internet gibt es seriöse Adressen von Kliniken. Wäre nicht mein Weg, aber warum nicht, wenn es sonst nicht geht. Dieses Privileg des Kinder bekommen Könnens ist ein Stachel im Stolz der Männer, ich weiss, aber die Natur ist nicht gerecht

      • Astrid sagt:

        Pippi, ich empfinde Ihre ‚Laissez-faire‘ Haltung in Bezug auf Kinder, e.g. sie als Kampfmittel in Ihrem ewigen Geschlechterkampf einzusetzen, einfach als undiskutabel. Ich kann nur immer wieder sagen, Sie kämpfen hier nicht meinen Kampf.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schon klar, Astrid. Und trotzdem profitierst auch du von der Bereitschaft derjenigen, die immer wieder bereit waren und sind, sich in die Nesseln zu setzen. Ich gönne es dir, weibliche Solidarität……..

        Vielleicht orientierst du dich ein wenig an mila, da kannst du viel lernen!

      • Astrid sagt:

        Pippi, da muss ich nur drei Worte nennen, dann hast Du den ganzen Unterschied zwischen Mila und Dir: Nachdenklichkeit, Kritikfähigkeit und Humor! Und Deine Einforderung von ‚weiblicher Solidarität‘ belegt doch genau das, wovon ich hier rede: Du kämpfst hier den ewigen Kampf einer Feministin von vorgestern (die ich im übrigen vom Alter her auch bin), dieser Kampf ist für mich längst ausgetragen. Ich solidarisiere mich grundsätzlich nur mit Personen und Positionen, vor denen ich Respekt habe.

      • Astrid sagt:

        Pippi, hier noch ein kleines Olivenzweiglein: ich gestehe ein, dass ich mir von Milas Fähigkeiten als Diskutantin auch eine grössere Scheibe abschneiden könnte……

      • mila sagt:

        meine lieben, jetzt ist mir gerade irgendwie unheimlich zu mute, würde ich doch meinen, dass ich mich nicht als (vorzeige-)beispiel eigne. falls ihr es nicht erkennt: euch beiden ist auf je eigene weise hauptsächlich am wohlergehen von kindern gelegen, und das ist gut so. damit entschwirre ich fürs erste an die arbeit und hoffe, eine meiner verschwundenen meldungen taucht an meiner stelle noch auf. wünsche einen schönen nachmittag!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke für das Olivenzweiglein, Astrid.

        Ich meinte aber eigentlich nicht milas Diskussionsstil, sondern ihre Haltung ganz grundsätzlich, die sie hier an den Tag legt. Gefällt mir sehr!

      • Astrid sagt:

        Ich gehe mal davon aus, dass beides zusammenhängt. Gefällt mir auch sehr!

      • Chris M. sagt:

        Das Kind von der Samenbank ……

        bald vorbei. Wenn sich die Rechtsprechung weiter entwickelt wie in letzter Zeit, dann gibt es keine anonymen Samenspender mehr, da ein Kind immer das Recht hat, seinen Vater zu kennen. Nun hat letzthin (in Deutschland?) eine Mutter dies ausgenutzt und dem Samenspender nach einigen Jahren eine Vaterschaftsklage mit Zahlungsaufforderung angehängt.

        Es ist leicht auszurechnen, wieviele Männer in Zukunft noch das Risiko einer Samenspende eingehen werden.

        Und wenn Frauen absichtlich schwanger werden ohne Einverständnis des Mannes ist dies einfach Betrug.

    • heidi reiff sagt:

      Das betrachte ich auch so. Ein manches Kind kann bei einem homosexuellen Paar ev. bessere Erfahrungen machen als bei
      idealiisierten Rabeneltern. Leider blöde Vorurteile, Zuckerbrot und Peitsche ist oft noch IN, da stehen mir die Haare zu berge.

    • tobe or not tobe sagt:

      Ja mir geht es ziemlich auf den Sack, den keiner dieser Schwätzer würde ein Kind aus der Verwandtschaft bei sich aufnehmen. Sie würden es lieber ins Heim stecken!! sehr menschlich diese Leute.. Habe es auf meine eigenen Leib erfahren wie wir als Kinder von Pontius zu Pilatus geschickt wurden und lange nirgends angekommen waren. Sogar die Verwandschat wollte uns ins Heim stecken… Dank meiner grosherzigen Pflegeltern, wurde dies mir erspahrt. !! Die Religiösen in der Verwandschaft waren die, die uns ins Heim tun wollten.Deshalb auch mein Bruch mit der Kirche!!

      • mila sagt:

        tobe, das ist ja schrecklich. wie ich schon sagte: viele predigen wasser und trinken wein. gerade menschen, die sich selbst als christen bezeichnen, legen nicht selten erschreckend wenig mitgefühl und verständnis für andere an den tag.

      • Astrid sagt:

        Verstehe Ihren Einwand. Hier wird praktisch nicht nach dem Wohle des Kindes gefragt, es geht um Selbstbestimmung, Selbstverantwortung etc. Wer fragt denn nach dem Wohl des Kindes? Und sind wir auch bereit, Kinder, die bereits da sind und evtl Probleme haben, zu adoptieren? Gehört es wirklich zu einem selbstbestimmten Leben als Frau, auf ein Recht auf ein kleines, wenn möglich noch ‚unverdorbenes‘, unversehrtes Kind zu pochen?

      • mila sagt:

        gegenfrage, astrid: schliessen sich selbstbestimmung und kindswohl prinzipiell aus? mir scheint, dass wir viel zu undifferenziert über ein hochkomplexes thema (respektive grundlegendes menschliches bedürfnis) diskutieren. vor allem gehen wir immer von unserer eigenen erfahrung aus, was uns andere denkoptionen von beginn weg verschliesst.

      • Astrid sagt:

        Ich habe nichts von ‚Ausschliessen‘ gesagt, Mila. Aber ob das ‚hochkomplexe Thema‘ (Zustimmung) ‚respektive grundlegendes menschliches Bedürfnis‘ gleichzusetzen ist mit einem Recht auf Kinder, bezweifle ich doch sehr. Allerdings bin ich viel zu sehr Realistin (wenn auch oft resigniert), um nicht feststellen zu müssen, dass wir die Zeit nicht zurückdrehen können. Für meine Begriffe muss eine Gesellschaft jedoch das Wohl des Kindes über das Recht auf Selbstbestimmung stellen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass zum Wohl eines Kindes eine Form von Familie notwendig ist.

      • Astrid sagt:

        Diese Familie muss jedoch nicht in der traditionellen Form daherkommen. Entscheidend ist für mich der vorliegende Wille, einem Kind Geborgenheit und Schutz zu geben. Das kann in homosexuellen Beziehungen genauso sein wie in heterosexuellen. Auf die Zukunft von Bindungen respektive Familien, in der traditionellen wie in der erweiterten Form, können wir alle nur vertrauen – es gehört zum Leben von Kindern dazu, dass sich Umstände ändern.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tobe or not tobe: das tut mir sehr leid, und toll dass es noch so Menschen gibt.
        Allerdings wüsste ich nicht bei welchen Verwandten unsere Drei unterkommen sollten, und mir kommen auch keine Freunde in den Sinn welche Platz für drei zusätzliche Kinder hätten.
        Von dem her muss ein Heim, wenn dafür die Geschwister zusammenbleiben können und im Idealfall in Nähe der vorherigen Umgebung (Schule, Freunde etc) bleiben nicht immer die schlechteste Lösung sein.

      • mila sagt:

        als realistin weiss ich, dass das kindswohl selbst in einer festen, heterosexuellen beziehung nicht immer an vorderster stelle steht. deswegen kann ich mit der argumentation einiger nichts anfangen, ausser natürlich wir fangen an, elternpatente auszustellen und so die spreu vom weizen zu trennen. dann aber rigoros.

        überhaupt, auch ein alleinerziehendes elternteil verfügt über familienbeziehungen, die einen fehlenden partner teilweise kompensieren können.

  • Beni sagt:

    In Russland läuft die Adoption über das Gericht und das Prüft ob alles Rechtens geht. Es gibt sehr viele Kinder die gerne Eltern hätten.

    • Auguste sagt:

      hmm…, vorbildlichere rechtsprechung als in russland kann ich mir auch nicht vorstellen.

      • San sagt:

        hmmm, also Russland hat eigentlich, sieht man von den politischen (Straf-)Prozessen ab, eine differenzierte und hoch entwickelte Rechtsprechung im Familienrecht. hmmm, aber vielleicht kannst Du Gegenbeispiele aufzeigen, hmmm, oder begründen, worauf die Deine Kritik an russischen Familienrechtsverfahren basiert. hmmm.

      • Orlando S. sagt:

        Seufz, so gut wie in Russland müsst man’s haben!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Naja, ich kenne eine Familie welche zwei russische Kinder adoptiert hat, alles schön übers Gericht etc mit entsprechenden finanziellen Auslagen. Später stellten sich dann bei den als gesund deklarierten Kindern erhebliche Behinderungen heraus. Wenigstens noch nicht ganz so hefig wie in Fällen aus Rumänien, wo eine Familie mit der Zeit misstrauisch wurde was das offizielle Geburtsdatum betrifft, und Abklärungen ergaben, dass da wirklich etwas nicht stimmen kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @San: ein Gegenbeispiel ist unterwegs, aber hängengeblieben.

      • Auguste sagt:

        hmm…, san, was glauben sie, wie sich der gewöhnliche, russische richter verhält, wenn er von den obersten staatlichen instanzen öffentlich vorgeführt bekommt, dass parteiische rechtsprechung akzeptabel, ja sorgar zwingend ist? und wie vorbildlich die russische justiz- und rechtprechungstradition ist, kann man auch in den heute „unabhängigen“, ehemaligen sowjetrepubliken sehen. in minsk, kiew oder chisinau herrschen ja ganz vorbildliche rechtsstaatlichkeit. dass es dort im familienrecht anders zugehen soll wie sonst auch, ist höchst zweifelhaft.

      • San sagt:

        hmm…, du hast also keine Erfahrung mit der russischen Justiz. hmm…, habe ich mir fast gedacht. hmm :-(.

      • fufi sagt:

        @Orlando

        Wie wär’s mit einem Tapetenwechsel?
        😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, man muss nicht unbedingt die hand selber ins feuer legen, um zu wissen, dass es keine gute idee ist, san. was meine mangelnde direkte erfahrung mit der russischen justiz betrifft, zeigen meine smiley-mundwinkel nach oben.

      • Orlando S. sagt:

        Hmm, also Erfahrungen mit der russischen Justiz würde ich nicht mal dem Trottel August an den Hals wünschen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, die sonne lacht, gestern war „nowruz“, die forsythien können es kaum mehr erwarten zu explodieren…und strasser sendet morgengrüsse, die auf etwas ungelenke art beinahe an die freundschaftsbetteleien auf facebook erinnern – jetzt gibt es definitiv kein zurück mehr: der frühling ist da!

        gruss zurück – ihr „drunk posting“ von letzter nacht erinnerte mich an diesen „drunk dialing“ hit vom letzten jahr:

        youtube: lady antebellum – need you now

    • fufi sagt:

      @Beni
      Hach wie schön muss es denn in Russland sein!
      Bekanntlich sind DORT die Gerichte und sowieso alle Behörden ja sooo viel weniger korrupt als hier in der CH!
      Oder sollt’s etwa zynisch gemeint gewesen sein?
      😛

  • mammab sagt:

    Und was ist mit all den Kindern, die über ein Jahr alt sein? Müssen die nun einfach in den Kinderheimen oder sonstwo bleiben? Warum ist es in der Schweiz nicht möglich, auch ein älteres Kind zu adoptieren?

  • Megapearl sagt:

    Tatsächlich ist die Vereinfachung nicht gut, denn ein Konkurrenzkampf um Kinder ist nun wirklich das falsche. Bei Adoptionen aus dem Ausland ist höchste Vorsicht angebracht. Man gerät in eine Vertragsverhältnis zugunsten Dritten, das für betrügerische Machenschaften genutzt werden kann. Das kann ganz übel werden. Finger weg von Adoptionen aus dem Ausland, die Rechnung dafür, dass man sich auf das eingelassen hat, erhält man später von den Behörden.

  • Chris M. sagt:

    Das Angebot sinkt und die Nachfrage steigt, drum steigt auch der Preis. Bald können sich nur noch Leute, die so reich sind wie Angelina Jolie, Madonna, Sharon Stone und Konsorten, eine Adoption leisten. Dann spielen die heutigen Kriterien immer weniger eine Rolle und das Geld tritt in den Vordergrund. Wenn dann der Preis hoch genug ist, dann ist es billiger, sich eine Gebärmutter zu mieten und Samen und Eier zu kaufen. Reproduktion bald für den Supermarkt. Tatsächlich scheint dies in einigen Ländern zu einem Exportartikel zu werden.

    Das Land mit den laschesten Regeln gewinnt!
    Wer verliert?

  • Chris M. sagt:

    .
    ICH WILL „ES“ HABEN!

    SOFORT !!!
    .

    Die entspricht doch dem aktuellen Trend in einer verwöhnten Gesellschaft. Der Run auf Fun will befriedigt werden und zwar sofort. Alles soll nach unserem Willen geschehen, alles scheint machbar – koste es, was es wolle – ohne Rücksicht auf Verluste. Natürliche Einschränkungen und Grenzen werden immer weniger akzeptiert (Fruchtbarkeit). Wenn der Nachbar etwas hat, dann will ich auch!

    Instant-Befriedigung ist gefragt – Verzicht ist altmodisch und unakzeptabel.

  • Nina sagt:

    Da ich an der unheilbaren Eierstockerkrankung PCO leide, kann ich mit grösster Wahrscheinlichkeit keine eigene Kinder bekommen. Bin aber sonst kerngesund! Und ich hätte sehr gerne eine Familie! Bin 25 und müsste nach der heutigen Gesetzgebung mindestens 10 Jahre warten und gleichzeitig auch noch verheiratet sein. Wirklich eine mittelalterliche Gesetzgebung hier in der Schweiz (die dringend der heutigen Realität angepasst gehört) und eine Diskriminierung für alle, die aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen können. Sollen mir demnach wegen PCO-Syndrom Kinder vergönnt bleiben?

    • Sportpapi sagt:

      Mit dem Alter haben Sie recht. Eine Heirat scheint mir da schon eher zumutbar.

      • Mirjam sagt:

        @Nina: Auch ich leide unter PCO. Auch mir hat man gesagt dass ich nie Kinder haben werden. Erst als ich diese Diagnose akzeptierte und meinen riesigen Kinderwunsch begraben hatte wurde ich spontan (ohne medizinische Hilfe) schwanger. Ich habe inzwischen zwei Kinder. Es ist also nicht unmöglich mit dieser Diagnose trotzdem schwanger zu werden. Also: nicht die Hoffnung aufgeben!

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mirjam: Finde ich wirklich schön das zu hören… Ich hoffe es gibt dir das Zurück das du nie hattest. gruss ein Mitfühlender 🙂

  • Franz Oettli sagt:

    Warum die Leute aber auch immer Kinder adoptieren wollen? Geht es um die Kinder, dann könnte man ja ein World Vision-Patenkind unterstützen. Geht es aber um die Erfüllung des eigenen Kinderwunsch… dann ist es eigentlich schon egoistisch, so ein kleinea Ding auf Biegen und Brechen zu benutzen. Und diese ausländischen Damen dürfen dojch gopfridschtutznochmal auch nicht als Referenz herbeigezogen werden, die spinnen ja sowieso an irgend einer Ecke! Also wenn wir selber keine Kinder bekommen hätten, hätten wir das halt akzeptiert. Es ist nicht immer alles machbar!

    • mammab sagt:

      Und all die Kinder in den Kinderheimen? Dürfen die denn keine Eltern haben? Vielleicht sollten sie dies mal aus deren Sicht betrachten. Es ist doch kein Egoismus, einem Kind ein Zuhause zu geben!!!!

      • E.H. Roth sagt:

        aha, was ist das denn für eine denkweise? Glauben Sie wirklich, dass alle die in den Kinderheimen sind keine Eltern haben? Lesen Sie z.B. das Buch Weggesperrt von D.Strebels. Adoption oder bei den Eltern zu leben ist nicht immer die beste Lösung leider auch heute noch.

    • Lina sagt:

      „Wenn wir selber keine Kinder bekommen hätten, hätten wir das halt akzeptiert.“ Ich akzeptiere auch, dass ich keinen Krebs, keine Cholera, keine Pest und – noch schlimmer – keine Allergie auf Spaghetti Napoli, Barolo sowie auf Riesensteaks, die über den Teller lampen, habe.

      • Anna Meier sagt:

        Sie vergleichen nicht entsthaft Kinder mit Krebs, Cholera und Pest… ??? gehts noch?

      • Lina sagt:

        Sie scheinen als Anna wenig Sinn für Ana-lo- sowie für Iron-ie zu haben…Also, Anna: Es ist billig, wenn nicht mickrig und gemein, als satter, glücklicher Vater (ein unverdienter Zustand) den Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch vor den Latz zu knallen, sie sollen jetzt halt das Unabänderliche annehmen. „Wenn wir selber keine Kinder bekommen hätten…“ schreibt Fränzchen Dudel. Hätten. Wenn er nicht hätte, wüsste er jetzt nicht im Ansatz, wie er fühlen w ü r d e. Hier kommen nebst dem Konjunktiv das Paradox ins Spiel. Aber ich lasse Sie jetzt in Ruhe, Anna.

      • Lina sagt:

        Anna, eine pretty much belehrende Antwort an Sie zum Thema Ana-lo- und Iro-nie sowie Konjunktiv und Paradox wartet. Irgendwo. Falls sie unauffindbar wäre, dies: Es ist einfach über andere zu schwafeln, Moral und Etikette zu bemühen, wenn das eigene Gesäss zufrieden-wohlig im gewärmten Leder-Autositz (Stufe 6) versinkt, was das Gehirn zu benebeln scheint, wie geschehen bei Fränzchen Dudel.

  • Eremit sagt:

    „…ideal passende Elternpaar…“
    Was ist, wenn die Nachbarn mit bereits vier Kindern das passendeste Elternpaar sind?
    Und warum sollte man mit 35 ein Kind adoptieren anstelle eigene zu zeugen?
    Und wenn man wirklich Kinder will, warum sucht man dann nicht bereits mit 25 eine/n passende/n Partner/in?
    Man mag die Alterlimite auf 30 reduzieren und auf 45 erhöhen, nur sollte man im Gegenzug auch die Frage stellen warum das Paar keine eigene Kinder will oder bekommt.

    Menschen sind ein Geschenk, und sollte dies nicht so bleiben?

    • Eremit sagt:

      Ein mögliches Zukunftszenario, passend zur Entwicklung der Gesellschaft von heute:
      Man geht ins Migors, Coop oder Ikea und sagt zur Kassiererin; „und ich hätte noch gerne ein Baby und eine/n attraktive/n Frau/Mann dazu sofern es noch welche im Lager hat“.

      • Widerspenstige sagt:

        Eine Gegenfrage sei erlaubt: wieso bist du ein Eremit und ziehst das einsame Leben einer Partnerschaft vor u den daraus resultierenden unweigerlichen Stresssituationen wie einer Kinderlosigkeit aus biologischen Gründen? Wer sagt denn im Artikel, dass zeugungsfähige Paare einfach so aus Lifestylegründen eine Adoption anstrebten? Ich sehe diesen Hinweis nirgendwo u richtig: Menschen sind ein Geschenk u dürfen auch so behandelt werden – eine Adoption kann Leid des Betreffenden lindern. Mit entsprechend moderaten Gesetzen. Das ist jetzt sehr zynisch geraten dieses Shopping-Zukunfts-Szenario….!

      • Eremit sagt:

        Liebe Widerspenstige, wer sagt dass Eremiten wie z.B. im übertragenen Sinne der Glöckner von Notre Dame für eine Partnerschaft geeignet sind?
        Es ist richtig, dass der Artikel nicht explizit ausdrückt, dass Paare einfach so aus Lifestylegründen eine Adoption anstrebten, er schliesst dies aber m.E. auch nicht aus. Das selbe gilt auch bei meinem möglichen Zukunftszenario.

    • mammab sagt:

      Und was ist mit den Kindern, die ohne Eltern aufwachsen müssen? Dürfen die keine schönes Zuhause haben? Schauen sie doch das Ganze mal von der Sichtweise der armen Kinder an, welche in irgendwelchen Heimen „dahinleben“.

      • Eremit sagt:

        Wie wäre es sich dann zu melden als Pflegeeltern?
        Oder gibt es da irgend welche mir noch unbekannten Bestimmungen welche diese verunmöglichen …

    • Gaëlle sagt:

      Oh ja, warum habe ich nicht schon mit 25 den passenden Partner gefunden, der auch Kinder will? Gesucht habe ich schon mit 21. Wenn jemand Karriere machen will, ist das planbar. Aber einen lieben Partner finden, der mit mir eine Familie gründen möchte, das plane ich schon seit 7 Jahren. Leider ist nicht alles planbar, Herr Eremit.

    • yellow sagt:

      zum beispiel weil man keine eigenen kinder zeugen kann? oder weil es aus gesundheitlichen gründen, z.b. vererbbarkeit von bestimmten dispositionen, nicht sinnvoll ist, ein kind zu zeugen? sollen diese menschen dann kinderlos bleiben?
      und punko passender partner: wenn es so einfach wäre, dann gäbe es sicher nicht so viele singles, die nichts lieber wollen als einen passenden partner!
      bitte ein wenig mehr weitsicht, ist ja peinlich!

      • Eremit sagt:

        Die Argumente sind mir durch aus bekannt, oder habe ich mich hier irgend wo grundsätzlich gegen die Adoption von Waisenkinder geäussert?
        Und warum gibt es heute so viele Singles im Vergleich zu früher?
        Um es mit Worten ihres Niveaus auszudrücken: Bitte ein wenig mehr Weitsicht, ist ja peinlich!

  • Thomas sagt:

    Gleichgeschlechtliche Paare sollten keine Kinder adoptieren dürfen. Jedes Kind hat das Recht auf Mutter und Vater, ein Menschenrecht auf Kinder gibt es nicht.

    • Orlando S. sagt:

      Da stimme ich zu. Sorry, liebe in unserem Alltag bestens akzeptierte Schwule und Lesben, aber gewisse Dinge gehen nun mal nicht, fertig punkt schluss. Vielleicht siehts in 100 Jahren anders aus, aber ich glaube es nicht.

      • Katharina sagt:

        begruendung? gibt es keine. sorry.

      • Hera sagt:

        Kinder haben ein Recht auf Elternliebe. Heterosexualität ist aber keine Garantie dafür.

        @Thomas: Konsequenterweise müssten Sie dann aber auch verbieten, dass Mütter oder Väter alleinerziehend sein dürfen.
        @Orlando S.: Ich glaube ihnen gerne, dass sich in 100 Jahren mit einer fertig-punkt-schluss Einstellung nichts ändert wird.

      • Klara sagt:

        „fertig punkt schluss“?? Ahhh Orlando hat gesprochen, es gilt als Naturgesetz und -gewalt. Super, dass es so simpel sein kann für einige Mitmenschen. Schön, dass man anderer Meinung sein kann. Lieber ein gleichgeschlechtliches Elternpaar, welches liebevoll miteinander und mit den Kindern umgeht als ein „normales“ Elternpaar, welches lieblos und übler mit dem Nachwuchs umspringt und miteinander. Basta.

      • Orlando S. sagt:

        @Klara: Ein „Naturgesetz“ bringen sie ins Spiel? Wollen sie ernsthaft in diesem Zusammenhang über Natur diskutieren?

      • Klara sagt:

        Orlando, stimmt! Ich meins nicht wörtlich… oder aber: ist nur, was natürlich geht, gut? Kaum.. Ich würde nicht auf chemische HIlfe bei Krankheit verzichten wollen, wenns as Läbige geht. „Natur“ ist kein Garant für gut.

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich glaube nicht, dass die grösste schwierigkeit im adoptionsverfahren darin liegt, dass man ungeignete „lifestyle-homos und -heteros“ aussieben muss – die erkennen mit der materie vertraute leute wahrscheinlich ziemlich rasch. viel schwierigerer ist es unter jenen die ungeeigneten zu finden, die eigentlich geradezu geeignet erscheinen.

    • Patrick Tigri sagt:

      „Jedes Kind hat das Recht auf Mutter und Vater.“ Vielleicht, aber viele Kinder haben weder das eine noch das andere, und viele haben nur das eine davon. Wenn ein Vollwaise von zwei Schwulen adoptiert wird, dann hat es wieder eine Familie, viel besser als das Waisenhaus, oder? Nein, so absolut wie ihr kann man hier nicht sein.

      • Eremit sagt:

        Hat ein Kind kein Anrecht auf ein Vorbild seines Geschlechtes?
        Und hat ein Kind das „Frauen“ bzw. Mutterorientiert ist kein Anrecht auf eine Mutter?
        Und hat ein Kind das „Männer“ bzw. Vaterorientiert ist kein Anrecht auf eine Vater?

      • tobe or not tobe sagt:

        Aber als direktbetroffener muss ich sagen, lieber bei einem Homosex. Ehepaar als im Heim aufzuwachsen. Das Heim stempelt die Kinder zu einer aussichtslosen Zukunft als geächtetes Heimkind. 80-90% aller Heimkinder haben Mühe, in unser Gesellschaft Fuss zu fassen. Sie werden aber auch immer wieder als Heimkinder, die was schlimmes verbrochen haben abgetan. Habe ich täglich erlebt und wünsche lieber jemand eine Familie (egal welcher Konstelation) als eine verwahrlosung im Heim. Die Heime entziehen die Kinder der Realität!!! So wie es mit Behinderten Mitbürger passiert!Aus dem Auge aus dem Sinn!!

    • frau schröder sagt:

      aha. soso, thomas. da hätte ich aber mal ein paar fragen: was ist mit eltern, die ihr kind allein aufziehen? da fehlt ja nun ein elternteil. wie sollte man den nur ersetzen? was ist mit allein erziehenden, die sich in das gleiche geschlecht verlieben? warum darf der partner oder die partnerin dann nicht adoptieren? vor allem dann, wenn beide teile verantwortung übernehmen wollen? wer bestimmt überhaupt, was eine stabile, vertrauensvolle beziehung ist? und wieso sollte sie nur heterosexuell lebenden paaren vorbehalten bleiben als würde das und das alter zu irgendetwas qualifizieren?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Für Frauen stellt sich das Problem so nicht, die können ja Kinder bekommen, jedenfalls die Eine, die Partnerin soll dann das Kind adoptieren können. Dass schwule Männer keine fremden Kinder adoptieren können, finde ich auch richtig. Wenn aber der Eine ein Kind in die Partnerschaft einbringt, aus einer früheren, heterosexuellen Beziehung, soll sein Partner das Kind adoptieren dürfen, wenn die Verhältnisse entsprechend sind.
      Es gibt aber sowieso zuwenig Adoptionskinder, sie sind ein begehrtes Gut.

      • plop sagt:

        Pippi, wieso sollen Schwule Männer keine Kinder haben? (kein Angriff auf dich, nimmt mich nur Wunder wo du den Unterschied machst)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wer soll wie überprüfen, warum ein schwules Paar ein Kind adoptiert? Es gibt zu viel Kindesmissbrauch, wir können keine zusätzlichen Risiken eingehen, sorry, ich sag dies im Bewusstsein, dass es politisch nicht korrekt sein mag, trotzdem. Welche Mutter wäre einverstanden damit, dass ihr Kind, das sie zur Adoption freigibt, einem schwulen Paar überlassen wird? Das kann in Einzelfällen angehen, wenn man die Leute genau kennt und einschätzen kann, aber generell eben nicht. Ich traue den Männern in dieser Hinsicht einfach nicht, nach den Vorfällen in den Reformschulen noch weniger, Liebe zum Kind?

      • Hera sagt:

        sie möchten den missbrauch an kindern reduzieren indem sie homosexuellen männern das adoptionsrecht verweigern? wo bitteschön ist hier der zusammenhang? wenn man ihren kommentar liest, könnte man meinen sie denken das die missbrauch-täter in allen fällen homosexuelle männer sind!

      • Sportpapi sagt:

        Nein, für Pippi sind einfach alle Männer, die Kinder wollen, verdächtig. Es handelt sich um eine krankhafte Paranoia, mit der sie jede Form von Benachteligung/Diskriminierung von Männern rechtfertigt. Aber Gegenfrage: Welche Mutter wäre einverstanden damit, dass ihr Kind, das sie zur Adoption freigibt, einem lesbischen Paar überlassen wird? Und: welche Mitentscheidung hat die Mutter denn, die sich nicht selber um das Kind kümmern will oder kann?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Hera, nicht speziell homosexuelle, aber speziell Männer, ob Hetero oder Homo. Risikominimierung! Ihr könnt mich dafür verteufeln, aber ihr wisst genau, dass diese Befürchtungen in den Köpfen von sehr vielen Menschen sind, warum wohl? Political correctness schert sich um solche Gefühle nicht. Dass schwule Männer je legal fremde Kinder adoptieren können, halte ich für ausgeschlossen.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: einem Kind istes grundsätzlich egal, bei wem es aufwachsen darf. Wir hatten eine Wohngemeinschaft von über 6 Erwaschsenen und 2 adoptierten Kindern. Auch ein homosexueller hat zu unserer Erziehung massgebend beigesteuert. Ich empfinde mich nicht alls anormal oder anders, ich würde sogar behaupten ich weis z 100% wer ich bin und was ich will. Niemals hat mich eine sexuelle Einstellung eines erwachsenen Seelisch benachteiligt, wurde auch nicht belästigt sonder mit Respekt behandelt. Ich bin sogar stolz darauf solch einen Bewusstsein erhalten zu haben und wünschte das einigen da draussen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe, das kann ich mir gut vorstellen, ich hab selbst mal in einer WG gelebt, mit Kind, in dem auch ein Homosexueller lebte. Ich hatte und habe diesen Männern gegenüber keine Berührungsängste, ich hab selber schwule Freunde, trotzdem würde ich nicht so weit gehen, dass schwule Gemeinschaften genauso adoptieren können wie Heteros oder Lesben.

      • StefanB sagt:

        Aber Pippi, die meisten Päderasten sind keine offen schwule Männer, sondern „brave“ Ehe- und Familienväter. Um das Kind zu schützen, dürften nach dieser Logik nur lesbische Paare Kinder adoptieren.

    • Katharina sagt:

      was, wenn kinder aus frieheren beziehungen da sind, der ehemalgie partner weg, oder nicht mehr am leben? dann soll es dem neune gleichgeschlechtlichen partner auch nicht erlaubt sein?

    • Lina sagt:

      Thomas, muss ich das liebevolle, stabile, kultivierte, gebildete, umsorgende schwule Paar aus meinem Freundeskreis, das in den USA zwei Kinder adoptiert hat, verurteilen? Mit dem Finger auf diese Familie, die gerne Wanderungen unternimmt und Kuchen backt, zeigen? Ich wollte Papa und Dad ja – nach guter Kleinbürgermanier – heftig verurteilen, es war mein heiliger Vorsatz, aber die Liebe der beiden Männer zu den Kindern strafte mich ab als enge Moralistin, die aus Komplexität gerne übersichtliche Kirche-im-Dorf-Lösungen macht. Und plötzlich stand ich da: als Esel-am-Berg.

      • E.H. Roth sagt:

        Wir müssen nicht zwingend das tun was die Amerikaner tun. Finde ebenfalls schwule Paare sollten keine Kinder adoptieren dürfen. Das hat nichts mit enge Moralistin zu tun Frau Lina. Uebrigens auch bei Madonna sind noch heute viele Leute mit ihrer adoption nicht einverstanden aber bei solchen Leuten die zuviel Geld haben und alles nur ein Trend und eine Laune ist… spielt es eben keine Rolle.

      • Orlando S. sagt:

        @Lina: so schnell werfen sie ihre Prinzipien über Bord? Oder nur weils stabile, kultivierte, gebildete Leute sind?
        Ich finde auch was Riky Martin mit einer Leihmutter gemacht hat, eine Geschmacklisogkeit, die uns die Unersättlichkeit, Gier und den Egoismus dieser Leute exemplarisch vor Augen führt.

      • Astrid sagt:

        Orlando, bitte erleuchten Sie mich: was hat Riky (sic) Martin mit einer Leihmutter gemacht?

      • Widerspenstige sagt:

        Lina, treffender hätte ich es nicht formulieren können, excellentes Beispiel! Es geht mE den Moralisten nicht um das Kindeswohl in erster Linie, sondern um die Umsetzung ihrer eigenen Wertvorstellungen. Sie fühlen sich für das Leben der Anderen verantwortlich, verwechseln das aber mit der eigenen Engstirnigkeit und Intoeranz anderen Lebensweisen gegenüber. Ein bewundernswerter Wille dieses Musterpaares, die grosse Verantwortung mit den zwei Kindern auf sich genommen zu haben. In Asien wird die Kindererziehung übrigens ähnlich tolerant gehandhabt und niemand stösst sich gross daran. Wieso auch

      • Lina sagt:

        Orlando, bellissimo, meine Prinzipien werfe ich in hohem Bogen und mit Anlauf, Schlachtruf, entzückt und beschämt über Bord, wenn ich merke, dass sie hartherzig/dumm sind und nicht dem Gesetz der Menschlichkeit, sondern lediglich einer Ideologie oder einem Prägungsdefizit gehorchen. Und, weiter, Orlando, fortissimo: Kultivierte, freundliche Schwule und Lesben stehen mir näher als vergammelte, gewalttätige Hetero-Pfeifen ohne einen Funken Verstand im Leib.

      • mila sagt:

        lina, wie herrlich undogmatisch!

      • Patrick Tigri sagt:

        Way to go Lina. Wer nicht dazulernen will endet als öh Orlando.

      • fufi sagt:

        Also irgendwie hat Lina ja schon recht, wenn ich da an den Spruch des alten chinesischen Weisen Fu Fi denke:
        „Wer sich selbst treu bleiben will, muss sich immer wieder von sich selbst verabschieden“!
        😉

    • Ana sagt:

      Dann muss man also Scheidungen verbieten? Denn wie oft hat ein Kind nach der Scheidung nur noch die Mutter als dauernde Bezugsperson? Wird dem Kind der Kontat zum Vater nicht mehr erlaubt? Wie ist das nun mit dem Recht auf Mutter und Vater?

      • Sportpapi sagt:

        Man sollte Scheidungen verhindern, nach denen das Kind nur noch die Mutter als dauernde Bezugsperson hat. Weil es eben ein Recht auch auf den Vater hat.

      • Globetrotterin sagt:

        Sportpapi, Ihre Angst vor Frauen scheint ja schon pathologisch zu sein! Haben Sie diesbezüglich ein dermassen schlechtes Gewissen?

    • tobe or not tobe sagt:

      @Thomas: Sie haben nur wie wir alle keine ahnung was mit solchen Kindern wird, die bei homosexuellen eltern aufwachsen. doch schlussendlich ist es für das Kind eher egal als für die Erwachsenenwelt. Es geht hier nicht um das psychische Wohl vom Erwachsenen, die Ihr Lebenswunscharsenal noch mit Kindern aufrüsten möchten. !!

      Lieber jemand als gar keine Familie. !!

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