Die Schule als Kampfzone

Welches ist der richtige Untterricht? Und wissen das Politiker besser als Pädagogen?

Welches ist der richtige Unterricht? Und wissen das Politiker besser als Pädagogen?

Die SVP hat die Schule zur Wahlkampfzone erklärt. Nachdem die Partei bereits Harmos ins Straucheln brachte, den Versuch die Volksschule landesweit zu harmonisieren, wird jetzt der Lehrplan 21 der Eidgenössischen Erziehungsdirektorenkonferenz attackiert. Der Lehrplan sei schwammig formuliert, leistungsfeindlich und wirtschaftsuntauglich, heisst es. Dagegen schwebt der SVP eine leistungsorientierte Volksschule vor – deren Grundlagen dem Lehrplan SVP zu entnehmen sind, welche eine Lehrarbeitsgruppe im November 2010 vorstellte.

Die SVP ist fleissig und sie weiss, wo sie angreifen kann, das muss man ihr lassen. Und stellenweise liest sich dieser Lehrplan-SVP gar nicht so unvernünftig. Die Partei formuliert dort ihre Absicht, die Volksschule von dauernder Reformitis zu heilen. Sie wünscht sich weniger Bürokratie, verbindliche Bildungsziele für die Jahrgangsstufen und mehr Methodenfreiheit für die Lehrer, denen mehr unternehmerische Freiheitgewährt werden soll. Man stellt sich das so vor: Gewerbe und Wirtschaft geben vor, was die Schüler bei Schulaustritt können müssen, die Lehrer schauen zu, dass sie das mit ihren Schülern erreichen. Wie genau sie das machen, ist ihre Sache – ebenso, auf welche Lehrmittel sie dabei zurückgreifen. Oder wie die SVP in ihrem Papier anmerkt: «In den Kellern allzu vieler Schulhäuser lagern für insgesamt Abermillionen Franken meist gut erhaltene Lehrmittel.» Der freie Markt soll dann entscheiden, welche davon sich bewähren und welche nicht.

So löblich es ist, die Position der Lehrer stärken zu wollen – verräterisch wird der Lehrplan der SVP in der Kritik am Lehrplan 2. Wo dieser versucht, die Schüler von heute auf die Anforderungen der Welt von morgen vorzubereiten, sieht die SVP eine linke Verschwörung am Werk: Die Einführung von Fachbereichen statt Fächern, wird als sozialromantisches Wischiwaschi abgetan, die Förderung von vernetztem Denken, individuellem Lehren und Lernen und Selbstverantwortung der Schüler als «am Zeitgeist orientierten Mode-Stoff». Und überhaupt: Dass es an der Volksschule Team-Teaching, Heilpädagoginnen, Schulpsychologinnen und Schulsozialarbeiter gibt, ist für die SVP der Beweis, dass die ganze Schule eine von linken Lehrern und Funktionären unterwanderte Institution ist.

Die Konzepte der SVP sind dagegen klar und einfach: mehr Disziplin, mehr Leistung, mehr «fordern und führen». Dabei scheint sie aber zu vergessen, dass zum Bildungsauftrag, wie ihn die Erziehungsdirektorenkonferenz definiert hat, auch der Artikel 3 gehört, der lautet: «Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten, beim Erwerb sozialer Kompetenzen sowie auf dem Weg zu verantwortungsvollem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt unterstützt.»

Der Lehrplan 21 ist das Projekt demokratisch gewählter Experten, diesen Bildungsauftrag im Einzelnen umzusetzen. Weil diese aber aus der Perspektive der SVP allesamt «weltfremde Theoretiker, am Bildungsapparat verdienende Funktionäre» sind, müssen die Politiker selbst ran. Wie, das zeigt das Beispiel Baselland. Dort will die SVP mit einer Motion das Bildungsgesetz so ändern, dass zukünftig nicht mehr die Bildungskommission allein über Lehrpläne entscheidet, sondern das Parlament mitreden kann. Frei nach dem Motto: Wir haben zwar keine Ahnung von der Sache, aber mitreden ist immer gut. Je lauter, desto besser.

Auch wenn es sogar Berührungspunkte der politischen Agenda mit den real existierenden Problemen im Klassenzimmer geben mag: Sollen Bildungsfragen wirklich zur Arena der Interessenvertreter werden? Sollen künftig die Lehrinhalte dem Referendum unterstehen? Führt dies zu schlankeren und eleganteren Problemlösungen oder wird die Schule nun einfach das Prestigepferdchen, auf dessen Rücken die politischen Parteien ihre Grabenkämpfe ausfechten? Was wird gewonnen, wenn Politiker, also pädagogische Laien, ein Mitspracherecht bei Detailfragen der Bildung bekommen – und wer gewinnt? Sicher nicht das Bildungswesen, weder Lehrer noch Schüler.

Oder was meinen Sie?

606 Kommentare zu «Die Schule als Kampfzone»

  • Megapearl sagt:

    Was mich am Lehrplan 21 schockiert ist, das folgender Inhalt in den Schulen Einzug halten soll:
    http://www.amorix.ch
    Das grenzt ja schon fast an Kindsmissbrauch!

  • Jürg sagt:

    Das ist diffamierend: „Wir haben zwar keine Ahnung von der Sache, aber mitreden ist immer gut.“ – damit ist auch der ‚Trottel von Stimmbürger‘ gehalten, sich nicht zu Atomkraftwerken zu äussern, schliesslich versteht er nicht, wie die funktionieren. Wenn auch ein Parlament nicht zwingend der Ort der Lehrplandiskussion ist, so wurde der SVP-Lehrplan immerhin von Lehrern geschrieben. Und zum Thema ‚Wünsche der Kinder‘: Wenn die Schulabgänger dereinst vorm Problem stehen, Ihr Bildungsinhalt reicht nicht für die Wunschlehre, spätestens dann wünschten sie sich, eine andere Schule gehabt zu haben.

  • Boudebbouz-Saxer Karin sagt:

    Das die Schule auf die wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet ist, dies ist bereits jetzt der Fall. Die Schule sollte auch den kindlichen Interessen entgegenkommen, Kinder sollten auch in der Schule Kinder sein dürfen. So sollte z.B. mehr dem kindlichen Bewegungsdrang Rechnung getragen werden. Für mich wäre eine Schule dann ideal, wenn sich die Kinder pro Tag eine Stunde bewegen könnten. Was die SVP Politiker immer wieder zeigen, ist, dass sie keine Ahnung haben, welche Interessen und Wünsche Kinder haben. Sie zeigen klar, das sie nicht Interessen von Familien und Kindern vertreten.

  • heidi reiff sagt:

    ist. Meine erwachsene Tochter geht ab und zu joggen finde das super. Mit meiner chronischen Bronchitis liegt das bei mir nicht drin.

    Leben und Leben lassen meine Devise.

  • Mamablog-Redaktion sagt:

    Geschätzte Leserinnen und Leser
    Wir bitten Sie deshalb im Interesse aller Userinnen und User, hier nur solche Beiträge zu verfassen, die sich auch tatsächlich auf das Thema beziehen oder frühere Wortmeldungen aufgreifen. Bitte halten Sie sich an diese einfachen Regeln. Die Redaktion behält sich zudem vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische und unsachliche Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Besten Dank. Die Redaktion

  • heidi reiff sagt:

    @ Sportpapi

    Ich bin eine Mimose , ein Gfröhrli, wenn ich kalt habe mach ich mir eine heisse Bettflasche, oder waerme meine Haende an der Zentralheizung. Die Sauna hab ich mal ausprobiert vor Jahren bei Bekannten, das war mir viel zu heiss. Die staendigen Propagandas mit Fitness gehen mir auf den Keks. Ueberall wird Heldentum und Starksein propagiert und idealisiert , zur Vorbeugung von Gicht mache ich Fingerübungen, seit ich Cross-Crowling gelernt habe sehen meine Augen übers Kreuz d.h.
    wenn ich am Postschalter meine Einzahlungen mache sehe ich, ob das Gegenüber Links- oder Rechtshaender

  • mostindianer sagt:

    was für ein ärger… lasst uns singen…

  • Eremit sagt:

    «Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten, beim Erwerb sozialer Kompetenzen sowie auf dem Weg zu verantwortungsvollem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt unterstützt.»

    Unterstützt, nicht aber dazu angehalten. Dem entsprechen wäre es nicht die Aufgabe von Schulen einer/m destruktiven Schüler/in Einhalt zu bieten.
    Und wenn Schulen unterstützung bieten von sozialen Kompetenzen wie Lügen, das heute angeblich als sozial betrachtet wird, dann unterstützen Schulen das Lügen. Wie soll man da in Zukunft den Lehrerinnen noch vertrauen können?

    • mostindianer sagt:

      @eremit
      haben sie schon mal in einem politischen gremium über die formulierung eines textes (zum beispiel ein reglement, ein gesetzestext, eine verordnung) debattiert? ich sage ihnen, wenn nur drei köpfe verschiedene ideen haben, ist der text am schluss entweder nicht mehr lesbar oder unverständlich und voll von gummiwörtern und kompromissen. auf keinen fall ist er eindeutig. im falle eines lehrplanes ist das beste beispiel das vom kanton zürich. „werden angehalten, werden unterstützt, müssen, sollen, dürfen, können…“ ein eldorado der modalverben.

  • Othmar O sagt:

    Als Berufsbildner habe ich sehr viel mit Schulabgängern zu tun. Ich glaube nicht, dass ich vor 20 Jahren auch so gut ausgebildet aus der Schule kam. Damit ist nicht unbedingt nur die fachliche, sondern auch die soziale Ausbildung gemeint.
    So schlecht kann unser Schulsystem demnach nicht sein.
    Die Schein-Volkspartei macht scheinbar Scheingefechte mit Scheinproblemen….

  • Henri sagt:

    Teil 1 von 27
    Über die richtigen Lehrpläne kann man wohl bestens streiten – insbesondere weil, wie dies schon jemand schrieb, in unserer Gesellschaft kein Konsens herrscht darüber, wohin die Reise gehen und wie sie absolviert werden soll, sei es in der Erziehung der Kinder, sei es in deren Ausbildung.

    Was mir aber am Beitrag von M. Binswanger einigermassen sauer aufstösst, ist der Spruch „Der Lehrplan 21 ist das Projekt demokratisch gewählter Experten…“.
    Also ich weiss ja nicht, wie es Euch so geht – ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, jemals einen der Experten auf einem der Wahlzettel

    • Henri sagt:

      Teil 2 von 27
      Was mir aber am Beitrag von M. B. einigermassen sauer aufstösst, ist der Spruch „Der Lehrplan 21 ist das Projekt demokratisch gewählter Experten…“.
      Also ich weiss ja nicht, wie es Euch so geht – ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, jemals einen der Experten auf einem der Wahlzettel gefunden zu haben, die auszufüllen ich die Ehre hatte.

      Wenn Ihr mich fragt: für mich sind solche Sätze irgendwo in der Region zwischen Schlaumeierei und dreisten Lügen zu finden, insbesondere, wenn sie von einer Journalistin kommen, welche es wahrhaft besser wissen sollte.

      Kommt dazu, dass auch

    • Henri sagt:

      Teil 3 von 27
      die ach so gelobten Experten politische Standpunkte haben – und in einem Umfeld wie der Pädagogik, wo Ursache und Wirkung schwerlich in Verbindung zu bringen sind, weil zuviele unkontrollierbare Einflüsse wirken, wo also viel mehr Bauchgefühl und Ideologie wirken, als die Experten zugeben wollen, wirkt der Glaube in die Fachlichkeit solcher Konzepte, egal aus welcher politischen Küche, umso irritierender.

      Ah – und wenn ich schon dabei bin: ebenfalls sauer aufstossen tun mir diese leichtfüssigen Disqualifizierungen im Stile von: wer ein neues Konzept ablehnt, ist veraltet, rück

    • Henri sagt:

      Teil 4 von 27
      rückwärtsgewandt, ängstlich und was weiss ich alles. Und wer es begrüsst, ist modern, offen, gewandt etc.

      Habe fertig.

    • Henri sagt:

      Teil 1 von 27
      Über die richtigen Lehrpläne kann man wohl bestens streiten – insbesondere weil, wie dies schon jemand schrieb, in unserer Gesellschaft kein Konsens herrscht darüber, wohin die Reise gehen und wie sie absolviert werden soll, sei es in der Erziehung der Kinder, sei es in deren Ausbildung.

  • Rekned Denker sagt:

    Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die populistisch primitive SVP am besten weiss, was an den Schulen gelehrt werden soll. Diese linken wischiwaschi Lehrpläne fördern doch tatsächlich das selbständige denken und handeln, vielleicht sogar das hinterfragten von gewissen Dingen, obwohl doch der milionenschwere Blocher am Besten weiss, wer was zu tun hat. Zum Glück bin ich mit meinen 9 Schuljahren letzten Sommer fertig geworden, noch bevor die SVP das gute Schweizer Bilddungssystem zerstören konnte.

    • Orlando S. sagt:

      Ecce homo (2): ein beispielhaftes Exemplar seiner Sorte, das das Scheitern der zu Tode reformierten Volksschule in höchster Vollendung vordemonstriert! Dreh nochmal eine Runde auf dem Catwalk deiner Eitelkeit, Rückwärtsdenker, ja, so, merci!

  • Benno Biedermeier sagt:

    Die Behauptungen der SVP sind sehr befremdlich. Ihre Behauptungen lesen sich wie Propaganda vom letzen Jahrhundert. Sie weisen klar darauf hin, wie gefährlich diese Partei und ihr radikales Gedankengut sein kann.

  • Roger sagt:

    @Orlando: Vielleicht schreibst Du mal wieder etwas zum Thema, statt nur mit Dreck zu schmeissen, zu provozieren und zu sticheln. Aus jeder Deiner Zeilen trieft die Überheblichkeit über die Andersdenkenden. Zum Thema selber kommt wenig.

    • Genau, werter Orlando, vom „Orlando furioso“ zum peinlichen „Orlando capricioso“ ist eben nur ein kleiner Schritt. Etwas mehr Augenmass und Disziplin und die Anpassung an die Umgangsformen an einen von einer Dame geführten Salon würde dir schon wohl anstehen. Trotz Asthma und der grossen Tagesfreizeit. Es darf hier dem Gentleman einfach nicht passieren, sich auf das Niveau gewisser Schnatterliesen einzulassen.

      • Orlando S. sagt:

        hm, die Generaldirektion hat meine kurze Replik scheinbar nicht durchgelassen. Dabei wär es so schön für sie gewesen, dass sie mal eine gehabt hätten, nicht? Nun denn, in aller Kürze: im Verteilen von Peinlichkeitsnoten bin ich weniger geübt, ich verstehe aber, dass ihnen die kapriziöse Kürze ein Dorn im Auge ist. Denn Relevanz stellt sich kaum zufriedenstellend ein, wenn man in einem Satirekäseblatt, das einer liest, publizieren darf. Da müssen sie schon unter die Menschen gehen, als Gleicher unter Gleichen. Und das können sie erwiesenermassen nicht!

  • Franz Oettli sagt:

    Ja die Schule war früher auch nicht besser. Ich habe immer Angst gehabt vor dem Lehrer, da gab’s zwar keine Tatzen oder Prügel, aber Ohrenwatschen oder so, wenn man nicht aufgepasst hat oder dem Lehrer unsympathisch war. Vielleicht war es einfacher und man hat alles besser verstanden, weil es keine Veränderungen gab. Heute ist halt alles so schnell, man weiss gar nicht, was man alles lernen soll. Schon morgen sieht doch die Welt wieder ganz anders aus. Also ich mochte nicht noch einmal zur Schule.

    • heidi reiff sagt:

      Kopfnüsse sagt man dem, Sadistische Lehrer haben nichts zu suchen an Schulen. die leidtragenden sind immer die Kinder, mein jüngerer Bruder hat mir erzaehlt wie er von seinem Lehrer blossgestellt wurde , weil er einfach êin Lausejunge war brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
      mich schüttelts heute noch durch, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

    • Cara Mia sagt:

      Ja, und dann wundert man sich, dass „früher“ mehr „Disziplin“ herrschte. Klar doch.

  • Orlando S. sagt:

    Welcher Bl0gbetreiberIn, der/die Germanistik, Philosophie studiert hat und sich durch eine gewisse Sensibilität für die Geschichte auszeichnen sollte, kann es dulden, dass einige Leute die anderen in ihrem Bl0g als

    NAZI

    beschimpfen! (Matthias:10. März 2011 um 16:57 und StefanB: 10. März 2011 um 17:02)???

    Ich verlange eine Löschung der betreffenden Posts und fordere eine Entschuldigung der Fehlbaren Kommentierer!

    • mostindianer sagt:

      es lebe die provokation…

      • mila sagt:

        wer sich provozieren lässt, hat das nachsehen. ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell das nazi-argument hervorgeholt wird – von leuten, die es besser wissen müssten, als linke, grüne, grünliberale, cvp-ler, bdp-ler… fdp-ler?

    • Sportpapi sagt:

      Ohne das rechtfertigen zu wollen. Vielleicht sollte man auch nicht so mit den „Heils“ um sich werfen.

      • Orlando S. sagt:

        Heil, heilen, heilsam, das Heil suchen? „Heil“ ist eine allgemeingebräuchliche Grussformel an jemand Gepriesenes, veraltetes Hochdeutsch. Etwas mehr Literatur/Kultur, Sportpapi, statt immer nur Schweiss und Turnschuhe.

      • Patrick Tigri sagt:

        „Heil“ ist kontaminiert, O, jetzt tu nicht so, als ob das harmlos wäre. Klar, Du bist der Gescheiteste wo’s je hät’s git’s, aber auch der Hinterlistigste.

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Orlando. Seit 60 Jahren ist diese Grussformel nicht mehr allgemeingebräuchlich. Und im verwendeten Zusammenhang entweder dumm – was ich nicht glaube – oder bewusst provozierend verwendet. Man tauft sein Kind ja auch nicht Adolf, nur weil es sich um einen schönen alten Namen handelt, oder?

      • fufi sagt:

        Achtung!, und bitte etwas Anstand!
        Monsieur O. ist definitiv ein meisterhaft-elender Provokateur!, OH JA, das ist er!
        Aber er ist ganz bestimmt weder ein Nazi noch ein durchgeblocherter PARTEI-Brüller!
        Oh nein, DAS ist er nicht, das merkt jede und jeder, die auch seine nicht-provokativen Beiträge (SIE, das git’s!) liest!

        in diesem Sinne: Shalom an alle!
        *grins*

      • Patrick Tigri sagt:

        Ja, die les ich zwar, aber ich find die nur langweilig.

    • Patrick Tigri sagt:

      Nazi? O ein Nazi? Nicht doch. Ein Suppennazi vielleicht.

    • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

      Ganz schlechtes Theater spielen Sie hier, Orlando.

      • Orlando S. sagt:

        Hab ich sie als Stalinistenschlampe bezeichnet oder als RAF-Flittchen? Oder als Ghaddaffi-Hure? Oder andere als Gulag-Aufseher? Oder Stasi-Schergen?

        Nein, habe ich nicht.

        Ich habe wundervolle Wort-Neuschöpfungen wie „Diplom-Patriziat“, „Umweltbesorgnisbewusstsein“, „Expertokratie“ und „Genderübersensibilisiertheit“ entworfen. Und an andrer Stelle habe ich gesagt, dass Homosexuelle im Bett meiner Ansicht nach „Gruusiges“ tun.

        Rechtfertigt das etwa die NAZIKEULE?

      • Henri sagt:

        Nein tut es nicht.

        Zappa formerly …. ist ein lauter Dummschwätzer, StefanB sowieso oft neben den Schuhen, und Tigri ein dummer Sekundant, der überall mitheult, wo es etwas zu heulen gibt.

      • Patrick Tigri sagt:

        O Du Würstchen!

      • Henri sagt:

        @atrick Tigri 11. März 2011 um 07:06
        >>>
        O Du Würstchen!
        >>>

        Seit wann snd wir per „Du“?

      • Patrick Tigri sagt:

        Entschuldigen Sie meine Respektlosigkeit. Ich wollte natürlich sagen: Sie Würstchen!

        Obwohl, wenn ich mir es genau überlege, ein Würstchen zu Siezen, ist doch eher doof.

      • Patrick Tigri sagt:

        Abgesehen habe ich ja O gemeint. Dessen Selbstbeweihräucherung ich immer lächerlicher und lächerlichererer finde.

    • Matthias sagt:

      Nur weil ich ein Jude bin, sie antisemit!

  • Knut N. sagt:

    Artikel 3 scheint die SVP eh nicht im Geringsten zu tangieren.Und zu den „Grabenkämpfen“ schaue man nur in den Aargua, wo ja nun nachdem das Bildungskleeblatt abgesägt, ebenso ein engagierter Regierungsrat Huber, nunmehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und zum Erstaunen der Eltern, welche durch Abstimmung dem zuarbeiteten dumm aus der Wäsche schauen, da kleinere Aussenstellen der Landschulen einfach dichtgemacht werden, als auch eine deutliche Unruhe und Fluktuation in Schulen vor sich geht, wobei mutmasslich die Partei-Vetterschaften und VetterInnenschaften, gedeckt durch BKS agieren.

  • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

    Schuld an allem ist sowieso das iPhone.

  • Katharina sagt:

    Also ich habe langsam genug. eine sachliche Diskussion wird hier verunmöglicht. Einerseits ist diese neuen Limite sehr knapp, dann entschwinden Teile, so wie oben in meinem Beitrag der letzte, der nun irgendwo wartet.

    es gibt hier Leute, die klagen wegen Polemik. Dagegen kann nur mit Sachlichkeit etwas getan werden. Sie haben damit eigentlich nun ein Problem, als Plattform relevant zu bleiben.

    • mila sagt:

      ich möchte gar nicht überlegen, katharina, wieviele meiner beiträge heute entschwunden und wieviele später wieder aufgetaucht sind – nachdem die diskussion sich schon weiter verlagert hatte.

      • Katharina sagt:

        Aber Du siesht oben, was dann passiert. und um diese tageszeit geht gar nichts mher. dienstschluss nehem ich an.

      • Katharina sagt:

        So fehlt oben eben der teil, wo ich sage, konsequenterweise muss ueber den lehrplan abgestimmt werden.

      • mila sagt:

        sachdienlich ist es auf keinen fall. am morgen wollte ich auf einen eintrag von giorgio giardet anworten. mehrere anläufe dazu sind in beliebiger reihenfolge und in weit auseinanderliegenden abständen reingepurzelt. klar kam so keine inhaltliche auseinandersetzung zustande. schade.

      • mila sagt:

        girardet muss es natürlich heissen.

      • Patrick Tigri sagt:

        „girardet“ kommt von „girare“, „drehen“ auf italienisch. Passt zu einem so verdrehten Typ…

      • Patrick Tigri sagt:

        Nein, über den Lehrplan kann man nicht abstimmen. Die Streiterei im Vorfeld wäre nicht auszuhalten. Und gewinnen wird die Wirtschaft, welche musische Fächer nicht braucht. Und Kultur braucht es eh nur die althergebrachte Volkskultur.

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Tiger. Etwas mehr Vertrauen in die Bevölkerung wäre schon angebracht. Die hat sogar den Handarbeitsunterricht wieder eingebracht…

  • Matthias sagt:

    Funktioniert bei uns dann bestimmt auch so toll wie die privatisierung der Krankenkassen. Oder des Stroms. Oder des Verkehrs…

  • Marc Meier sagt:

    Wie wär’s denn wenn zumindest ein paar wenige der 30% SVP-Wähler nicht nur in der Wirtschaft arbeiten und Geld verdienen würden, sondern in den Lehrerberuf wechseln würden? Dann müssten sie nicht über die „linken Gutmenschen“ wettern, die nicht nur an ihr eigenes Wohl denken, sondern durch lehren die Zukunft der Schweiz aktiv gestalten. Offensichtlich wollen nur linke Gutmenschen unterrichten während SVPler über die (besser ausgebildete?) ausländische Konkurrenz jammern.

    • Patrick Tigri sagt:

      Uaaaah, dann wär ich aber soffort für die freie Schulwahl… meine Kinder einem SVPler anvertrauen, sowit chunnts no!

      • Laura TI sagt:

        Ist die politische Gesinnung wichtig um diesen Beruf ausüben zu können? Persönlich kenne ich ein paar Lehrer aus der Deutschschweiz, die SVP-Wähler sind aus Überzeugung, sie beklagen zwar auch die ständigen Reformen, versuchen aber trotzdem das Beste zu geben, so wie das wohl die meisten von uns im Job machen.

      • Patrick Tigri sagt:

        Nicht Wähler. Bitte, sogar unter den SVP-Wählern hat es Brauchbare… 🙂 Nein, ich spreche von veritablen SVPolitikern. Wenn die Lehrer werden, dann klappt sicher nicht mehr viel.

  • Katharina sagt:

    Es ist sicher attraktiv. Die Partei ist nun mal Reizsignal.

    Grundsätzlich finde ich den Anspruch falsch, dass Schule nur dazu da sei, Menschen auf die Anforderungen der Wirtschaft vorzubereiten und dass leistungsorientiert das goldene Mass sei.

    Von da her ist deren Vorschlag von der Motivation her abzulehnen.

    • Katharina sagt:

      Aber, in der Sache haben sie in einem Punkt Recht:

      Denn, wenn der freie Markt entscheiden soll, welche Methode sich bewährt und welche nicht, heisst das konsequenterweise freie Schulwahl und damit, dass die Rahmenbedingungen für Privatschulen denen öffentlicher gleichgestellt sein müssen.

      So wie ich den Vorschlag verstehe, geht die SVP aber nicht soweit, sondern hält am Prinzip der staatlichen Verordnungshoheit fest. Ich finde es falsch, dass das Parlament in der Ausarbeitung eines Lehrplans mitwirkt, denn genau dann entsteht noch mehr von dem, was sie dem bestehenden System vorwerfen:

      • Katharina sagt:

        der lezte Teil haengt.

      • Sportpapi sagt:

        Freie Schulwahl heisst aber auch, dass keine Gemeinde mehr verpflichtet ist, ein Angebot zu stellen.

      • Katharina sagt:

        wie gesagt, der letzte teil wartet. so ist eine sachliche diskussion unmoeglich.

      • Katharina sagt:

        wieso, Sportpapi? das macht ja bei kleinen gemeinden sowieso nicht immer sinn.

      • Matthias sagt:

        Und was ist der Vorteil von Privatschulen ausser der das Familien mit mehr Geld bevorteiligt sind?
        Das ist ja defakto jetzt schon so, ich weiss nicht warum man das Problem weiter verschärfen soll.

      • Katharina sagt:

        ich sagte: „dass die Rahmenbedingungen für Privatschulen denen öffentlicher gleichgestellt sein müssen.“, Mathias.
        dazu gibt es loesungen in anderen laendern, die funktionieren, sodass die wahlfreiheit auch bei tieferen einkommen garantiert ist.

      • Sportpapi sagt:

        Weil heute zum Beispiel meine Gemeinde für rund 10 Mio Franken neuen Schulraum bauen muss, weil die Anzahl Neubauten und steigende Kinderzahlen das erfordern und die Gemeinde verpflichtet ist, alle einzuschulen. Wird jetzt halt gerade eine kritische Grösse überschritten, mit grossen finanziellen Konsequenzen. Lieber würden wir den überzähligen aber mitteilen, dass wir halt momentan einfach keinen Platz haben…

      • Katharina sagt:

        Ach weisst du sportpapi, ihr muesst wirklich mal von der kleinraeumlichkeit wegkommen. wie gesagt, eine schaliche diskussion ist unmoeglich. denn der letzte teil fehlt immer noch.

        diese ganze limite ist doch ein typisches symbol eurer kleinkraemerischen mentalitaet.

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        Freie Schulwahl wäre der Untergang unseres Bildungssystems! Verheerend. Und Leute, die davon keine Ahnung haben machen Propaganda dafür.

      • Katharina sagt:

        Die Schweiz hatte mal wohl eines der besten Schulsysteme der Welt. Dann geschah etwas. Und jetzt habt ihr die wichtigste Ressource eures Landes kaputt gemacht.

        ich schau da ja nur das Resultat. nämlich, wenn sich dann einige bei Projekten bewerben: Danke, aber nein danke.

        In einem Staat, wo die macht immer nur vom Bürger aus geht, ist freie Schulwahl logische Konsequenz.
        Aber ich denke, bei ihnen ist eine art Umkehr dessen geschehen. und das ist genaugenommen unschweizerisch.

      • Sportpapi sagt:

        Ich stehe auf Kleinräumlichkeit. Soziale Kontrolle und Schulwege, die aus eigener Kraft – selbstständig – zurückgelegt werden können.

      • Katharina sagt:

        Ich bin gegen soziale ‚Kontrolle‘. Denn die kommt immer so besserwisserisch daher.

        Die Kleinräumlichkeit erzeugt eben diese extreme und teure Redundanz, unter der ihr leidet. Da dann jeder einzelne Kleinraum seine eigene autarke Orts-Planung macht, entstehen Engpässe, so wie du sie schilderst, sehr schnell.

      • Sportpapi sagt:

        Ach, so schnell geht das nicht. Es gibt ja Zonenpläne, Quartierplanverfahren etc. Das heisst, die Schülerzahl ist über Jahre einigermassen planbar. Das gilt natürlich nicht mehr bei freier Schulwahl. Und betreffend sozialer Kontrolle: Früher wohlten alle Lehrer im Dorf und waren da Autoritäten. Heute wohnen alle auswärts (wie übrigens auch die Gemeindeschreiber, etc.), weil sie nicht ständig auf der Strasse angesprochen werden wollen. Diese Entwicklung finde ich schade.

      • Patrick Tigri sagt:

        Wenn ich in der Gemeinde unterwegs bin, werde ich immer mal wieder von einem Gemeinderat angesprochen: „Grüezi Herr Tigri“… worauf ich dann jeweils irgendwie ums Faktum herumnavigieren muss, dass ich keine Ahnung habe, wie der Typ jetzt grad heisst… elende Stalker diese Politicians 🙂

        Nein, wirklich, der Gemeindepräsident der Nachbargemeinde kennt mich beim Namen und ich hab keine Ahnung, woher…

      • Lina sagt:

        Der Gemeindepräsient kennt dich per Namen. Oha Lätz! Darf ich noch „du“ sagen, carissimo?

      • Lina sagt:

        Bitte, Tiger-Leu, wildes Tier, sag: ja, unbedeutende Lina! Wie sagt Frau B. so schön: in der Bedeutungslosigkeit oder so versunken Seiende…Ja, Lina, du darfst du sagen. Von du auf du etc. – Sorry, der Barolo…

      • Patrick Tigri sagt:

        fammi pensare. Weil Du es bist, bella. *grin*

        Helmut Kohl sagte der Legende nach zu George Bush „You can say you to me.“.

      • Lina sagt:

        Troppo gentile, amore. Uno, duo, tre: v i a! – Buona notte!

      • Patrick Tigri sagt:

        Dormi bene bella.

      • Patrick Tigri sagt:

        Anche voi altre bellezze, dormite bene.

      • mila sagt:

        reicht ein merci, oder muss es grazie heissen…?

      • Katharina sagt:

        Lina und Tigri, müsst ihr eure themenfremden Privatdiskussionen immer bei meinen Beiträgen machen? Die gehören da nicht hin. Ich finde der Kindergarten wäre doch passender, nicht?

      • Patrick Tigri sagt:

        Ok Mami.

    • Katharina sagt:

      nämlich, dass die in den Kommissionen Sitzenden aus Eigeninteresse handeln.

      Wenn schon der Markt entscheiden soll, dann müsste eigentlich das Resultat der Kommissionsarbeit, der Lehrplan, zur Abstimmung vorgelegt werden.

    • Katharina sagt:

      Die Partei wirft Eigeninteresse vor. Falsch ist die Aussage nicht.
      Konsequenz des Vorschlags wäre eigentlich, den Lehrplan dann zur Abstimmung vorzulegen.

      • mila sagt:

        der denkansatz ist richtig, katharina: die kommissionsarbeit sollte zur abstimmung vorgelegt werden. über harmos, um ein beispiel zu nennen, haben am ende die stimmbürger entschieden – mit unterschiedlichem ausgang.

      • Sportpapi sagt:

        Wobei es schon nicht sein muss, dass jeder Kanton einzel entscheidet. Eigentlich wäre es deutlich sinnvoller, die Schulhoheit beim Bund zu haben – so gross ist die Schweiz ja nicht. Zum anderen – welche Eigeninteressen sollen Kommissionsmitglieder haben? Sie vertreten höchstens ihre Interessengruppen.

    • Chris M. sagt:

      Wenn ich das Resultat der Marktkräfte auf dem Feld der Schule in anderen Ländern anschaue, dann ggraut mir!

      Wer in einem guten (=teuren) Schulkreis wohnt, dessen Kinder haben gute Lehrer, Schulzimmer, Schulmaterial, usw. Wer eine Privatschule bezahlen kann ebenfalls. alle anderen müssen sich mit Dritt-welt-Qualität oder weniger begnügen. Es ist klar, dass in guten Schulbezirken die Preise für Wohnungen und Häuser steigen und auf diesem Weg eine soziale Auswahl stattfindet und deswegen haben gute Schulbezirke mehr Steuern und mehr Geld für die Schule und deshalb ist die Schule besser….

  • StefanB sagt:

    Ein durchaus wahrer Punkt der SVP-Leute ist, dass vor lauter Reformitis keiner mehr weiss, was denn nun gilt, und ob das, was heute gilt, auch morgen noch gültig ist. Und durchaus zutreffend ist die Bemerkung, dass vor lauter „Form“-Diskussion der Inhalt etwas unter die Räder gekommen ist. Aber es ist falsch, nun einfach die Zeiten von Hodlers Schulmeister zurückzuwünschen – und wer die bestmögliche Schule für unsere Kinder will, muss auch bereit sein, dafür die nötigen Mittel zu sprechen – die SVP tut genau das Gegenteil!

    • max sagt:

      @StefanB

      Die tödlichen Gefahren der Reformitis acutis wären wirklich der einzige Grund, um nicht noch den Reformen die SVP-Reform hinterherzuschicken.

      Abgesehen davon bin ich für die freie Schulwahl: Die Eltern bestimmen in welche Schule ihre Kinder gehen. Dann hört dieser linke Bürokratenspuk von selber auf!

      NEHMT DIESEN SPINNERN DAS GELD WEG!

      • StefanB sagt:

        Freie Schulwahl? dass noch mehr Elternteile die Kinder noch weiter durch die Gegend kutschieren? So ein Nierensekret!
        Aber wenn die Wirtschaft ja Flexibilität von den Arbeitnehmenden (und das sind auch Eltern) fordert, so muss zwingenderweise das Wirrwarr von 26 Bildungssystemen durch ein einheitliches Schulsystem ersetzt werden, um das Umziehen zu erleichtern. Aber die ach so wirtschaftsfreundliche SVP widersetzt sich doch genau diesem Vorhaben!

  • Markus Müller sagt:

    Das Traurigste ist, dass die SVP mit ihrer einseitigen ideologischen Sicht es geschafft hat, uns glauben zu machen, das bisherige Erziehungs- und Schulsystem hätte versagt. Liberale, integrative Erziehung hätte uns Misserfolg und Jugendkriminalität beschert. Dabei ist das liberale System der letzten 25 Jahre extrem erfolgreich. Wenn man genau die abzieht, die nicht liberal, sondern autoritär erzogen (gechlagen) wurden, nämlich gewisse Kategorien von Ausländern und Kinder von SVP-Mitgliedern, so sind die alle schulisch extrem erfolgreich und habe sozusagen keine Kriminalität. Augen auf, Leute!

    • max sagt:

      @Markus Müller
      Nennen Sie mir einen einzigen dieser Erfolge! Ich habe täglich, wirklich jeden Tag mit dem Auswurf dieser verträumten, ausrangierten 80er-Jahre-Selbsterfahrungspädagogik zu tun.

      Diese Söhne und Töchter dieser von Ihnen gelobten Schulen sind grau Mäuse, werden durch eine stramm getrimmte Bologna-reformierte Universität gepeitscht, sind unfähig selber zu denken, selber zu urteilen, diskutieren nicht ein einziges mal was sie den Tag über erleben. Sie sind meine Studienkollegen. Gescheite, geistig bewegliche Leute doch als Persönlichkeiten verkümmert und unselbständig.

      • Sportpapi sagt:

        Über Bologna könnte man gerne diskutieren. Die haben ja schlicht alle Ziele verfehlt. Nur – das war doch für einmal nicht den Linken zu verdanken, oder? Ist doch stramm auf die Erfordernisse der Wirtschaft ausgerichtet, und deshalb eben massiv verschult.

      • Markus Müller sagt:

        Max, ich glaube, Sie sind einfach frustriert. Sie spielen die gleiche, seit 2000 Jahre bekannte Leier: Die Jugend taugt nichts. Diesmal einfach noch mit etwas primitiver SVP-Ideologie unterlegt. Ich bin selbst über 50 und arbeite oft mit solchen jungen Akademikern zusammen. Sie sind gut und man merkt, dass sie besser als wir gelernt haben, wie man komplexe Probleme interdispziplinär löst. Sie haben z.B. während Schule und Studium auch wesentlich mehr Arbeiten abliefern müssen als wir damals. Wie gesagt: Das System der letzten 25 Jahre ist grosso modo gut. Verlierer gibt es immer ein paar.

      • mila sagt:

        ob alle ziele verfehlt sind – ich weiss nicht. viele auf jeden fall. und das mit dem wirtschaftlichen argument habe ich auch noch so im kopf, sportpapi.

        max, in einem punkt muss ich dezidiert widersprechen: die studis, dich ich in meinen alltag erlebe, sind sehr wohl mehrheitlich eigenständige, kreative persönlichkeiten. viellelicht kommt das daher, dass sie in der regel geisteswissenschaftler sind, könnte ja sein. vielleicht darf man aber auch einfach nicht zu streng mit ihnen verfahren.

  • Orlando S. sagt:

    Unser Bildungsexperte im Himmel
    geadelt werde dein Name
    Deine Herrschaft komme, dein Wille geschehe
    In der Turnhalle wie im Schulzimmer
    Unsere tägliche Pädagogik gib uns heute
    und vergib dem dummen SVP-Volk seine Ignoranz
    so wie auch wir vergeben unserer Aufmüpfigkeit
    Und führe uns nicht in zuviel demokratische Mitbestimmung
    Denn dein ist die Sozialkompetenz, die Kuschelpädagogik
    und das Gutmenschen-Heil in Ewigkeit!
    Finnland.

  • sepp z. sagt:

    leistungsorientierung, wirtschaftstauglichkeit, unternehmerische freiheit, selbstverantwortung – alles leere worthülsen der svp. man schaue bloss, wie sich ihre (durchgesetzten) forderungen für ihr hätschelkind landwirtschaft diametral davon unterscheiden: planwirtschaft, protektion, subvention, abschottung. also bitte.

  • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

    nene, revoltieren!

  • max sagt:

    @Widerspenstige

    Dass Finnland das besser Schulsystem habe als die Schweiz wird seit der ersten PISA Studie herumbehauptet. Dies ist eine rein politisches Kalkül der linken Bildungs-Apparatschicks. Ziel ist die Verstaatlichung der Kinder, der Unmündigerklärung der Kinder.

    • Matthias sagt:

      Was reden sie wieder für einen Quatsch. Kinder sind auch in der Schweiz per Gesetz nicht mündig.

      • max sagt:

        @Matthias

        Sorry, war der Eifer des Gefechts: Sollte heissen, Unmündigerklärung der Eltern.

        Sie SP und die Ökofaschisten wollen den Eltern die Kinder wegnehmen und deswegen muss man die Eltern als unfähige Trottel hinstellen und ihnen die Rechte entziehen, möglichst flächendeckend.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich als Vater gefragt werde: Meine Frau uns ich und die meisten uns bekannten Eltern sorgen sehr wohl für eine gute Erziehung der Kinder – in einem gewissen Rahmen natürlich. Als Lehrer habe ich aber plötzlich auch mit ganz vielen anderen Kindern zu tun, bei denen wirklich etwas schief gelaufen ist. Also, was jetzt: Augen verschliessen (wie die SVP zurecht immer der SP vorwirft), Ausschaffen? Bussen verteilen (wie bei den Kindern, die das Schwimmen verweigern…). Was, wenn die Eltern eben ihrer Verantwortung nicht nachkommen, weil sie nicht können oder nicht wollen?

      • max sagt:

        @sportpapi

        Eben,
        1) Pech gehabt für die Kinder. Nicht jeder hat die gleichen Chancen im Leben!
        2) Den Kindern helfen erwachsen zu werden. Als erwachsene sind sie für sich selber und auch für die persönliche Weiterentwicklung selber verantwortlich.
        3) Linke Bildungsapparatschiks fördern nur die Abhängigkeit von einem grauen, geistlosen Apparat. Erwachsen werden die Kinder in den Bolognareformierten Studiengängen nicht.

      • Sportpapi sagt:

        1) ok. Aktuell heisst es aber: Pech gehabt für die Lehrer…
        2) ok. Aber als Kinder brauchen sie Hilfe. Wenn sie die nicht von den Eltern erhalten, dann braucht es jemand anderer
        3) Kinder gibt es in keinen Studiengängen. Zumindest nicht in der Schweiz.

      • max sagt:

        @Sportpapi

        Reden wir aneinander vorbei? Ich studiere Pflanzenökologie an der Uni Bern. Ich rede von der bologna-kastrierten Uni und davon, dass dort junge Erwachsene am Erwachsensein gehindert werden.

        Die Jungen düfen nicht lernen, wie man selber denkt, selber redet, selber urteilt, eigenes Wissen aufbaut, eigene Einsichten gewinnt. Ihre berufliche Zukunft wird zugemauert. Ich mag diese Leute. Ich könnte heulen vor Schmerz

        Das seltsame an alledem ist aber, dass diese Jungen nicht einmal spüren, was ihnen fehlt!!! Sie wurden vorher schon in den Volksschulen zu grauen Mäusen getrimmt!

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht. Ich bezeichne Studenten einfach nicht als Kinder. Ansonsten sind wir völlig einer Meinung, was die Hochschule angeht. Allerspätestens hier sollte das eigene Denken beginnen und gefördert werden. Dafür braucht es aber auch Wissen als Basis.

    • max sagt:

      @Widergespenst

      Die Wahrheit ist folgende: Die Varianz der Leistungsfähigkeit der Schüler war zwischen den Schulklassen innerhalb der Länder wesentlich grösse als zwischen den Ländern. Die Folgerung daraus:

      Es gibt keine statistisch signifikante Rangfolge der Länder

      Wer behauptet, die Schulen in Finnland seien besser als die in CH hat von Statistik nichts verstanden. Oder er ist schlau genug, seine Lügen mit Wissenschaft zu verbrämen. Oder sie gehört zu Lenins nützlichen Idioten.

    • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

      Wieviele von euch gibt’s denn noch??

    • Sportpapi sagt:

      Max hat teilweise recht: was sagt PISA über das Bildugnssystem aus? Soll er doch die gemessenen Leistungsvorteile mal anders erklären. Über Immigration haben wir bereits gesprochen…

    • max sagt:

      Die Wahrheit ist folgende: Die Varianz der Leistungsfähigkeit der Schüler war zwischen den Schulklassen innerhalb der Länder wesentlich grösse als zwischen den Ländern. Die Folgerung daraus:

      Es gibt keine statistisch signifikante Rangfolge der Länder Wer behauptet, die Schulen in Finnland seien besser als die in CH redet macht sich zum nützlichen Idioten linker Propagandisten.

      • max sagt:

        Autsch, max hat PISA Test nicht bestanden! Zwei Tipfehler, zwei Fehler im Satzbau, einmal die Worrte verwechselt in nur fünf Sätzen.

      • Sportpapi sagt:

        Habe kurz nachgelesen. Selbstverständlich gibt es eine signifikante Rangfolge. Auch wenn Ihr Argument natürlich wichtig ist, um etwas das Mass zu behalten.

      • Patrick Tigri sagt:

        Die genetischen Unterschiede zwischen Individuen einzelner Volksgruppen sind grösser als die genetischen Unterschiede zwischen den Volksgruppen. Daraus schliesse ich, dass es recht insignifikant ist, ob jemandes Haut nun schwarz ist oder weiss, auf seine anderen genetischen Merkmale kann ich nicht schliessen.

        Das ist keine wilde Behauptung, ich habe sowas einmal gelesen.

  • max sagt:

    @Widerspenstige:
    Hier bin ich, ohne Leerzeichen, ohne Lücken, ohne Rechtschreibefehler, ohne Löschung!

  • Huckleberry Finn sagt:

    Nun haben wir aber viel diskutiert. Sind wir nun gescheiter? Und was machen wir nun mit diesem neuerworbenen Wissen?

  • heidi reiff sagt:

    Intermezzo

    Goldene Regel der Mathematik:

    Wer A sagt muss nicht immer B sagen, wenn er erkannt hat, dass A falsch ist……..

    • StefanB sagt:

      Heidi, das ist nicht Mathe, das war Bertold Brecht. Wie O.S. sagen würde: Auch wieder so ein intellektueller linker weltverbesserischer Gutmensch…

      • heidi reiff sagt:

        Danke für Ihre Info. Ich bin nicht aktiv politisch taetig, informiere mich einfach im Wiki über das Weltgeschehen, Populisten und Aufplusterer interessieren mich nicht Politik ist Affentheater weltweit. Ich bin eine Grüne was die Natur betrifft, eine Kraeuterhexe, hoffe ich schaffs noch, mal in die langen Erlen , da gibts ev. ausser Fliegen- und Knollenblaetterpilze und Rumpelstilzchen noch Morcheln oder Eierschwammpilze. Meine Alternativlösung ist jetzt die Morchelsauce von Knorr .

  • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

    Alle reden immer von Finnland. Das hat auch seine Berechtigung. Der, meiner Meinung nach, wohl wichtigste Punkt am System in Finnland ist, dass die angehenden LehrerInnen eine Aufnahmeprüfung absolvieren müssen, um überhaupt die Ausbildung beginnen zu können. Hier kann leider jeder Lehrer werden, was sehr zu bedauern ist. Was hier an den PH’s rumläuft und in ein paar Jahren vor Schülern steht, DAS macht Angst. Da müsst man ansetzen!

    • mila sagt:

      das renommé, das dem lehrpersonal in finnland entgegengebracht wird, ist aber auch um einiges höher. entsprechend zieht es kluge, fähige, motivierte köpfe in diesen beruf. bei uns sieht die sache etwas anders aus: wir müssen wohl nehmen, was sich so anbietet… im guten wie im schlechten.

      ländervergleiche bringen aus meiner sicht wenig bis nichts, ausser man zieht alle notwendigen faktoren zur analyse herbei.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Laufen denn Sie in den PH’s rum dass Sie das so genau wissen?
      Der Hauptunterschied ist wohl eher was vor der Lehrperson in den Klassen sitzt!
      In diesem hochgelobten Finnland…

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Ja, das tut ich. Fast täglich.
        Sie? Wann waren sie zum letzten mal in einer Schule? So richtig?

      • Brunhild Steiner sagt:

        In einer Volksschule oder in einer PH?
        Ich habe Kinder in der Volksschule, inklusive Lehrer die ganz frisch ab PH gekommen sind, und habe das Glück im Moment nur gute Erfahrungen machen zu dürfen. Ich weiss aber auch von Klassen wo es fürchterlich schief gelaufen ist, aber da waren nicht nur junge PH-Abgänger die Verursacher… .
        Wenn Sie da fast täglich drin rumlaufen, haben Sie irgendwelche Möglichkeiten die Betreffenden mit Ihrem Appell zu erreichen?

    • Widerspenstige sagt:

      @The Symbol…
      Das ist ein ganz wichtiger Punkt: eine Aufnahmeprüfung wie in Finnland. Schliesslich wissen die dort am besten, wieso sie das eingeführt haben und es funktioniert! Danke noch für die Unterstützung bei meinen Kommentaren. 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        Und bei uns sind die Prüfungen während der Ausbildung, was soll dieses so angeblich stichhaltige Argument,
        das ist nun weiss Gott wohl wirklich nicht der ausschlaggebende Punkt warum es in Finnland anders läuft!
        Hätten wir diesselben Voraussetzungen in den Klassen wie in Finnland und anderen skandinavischen Ländern, wären ganz viele Nebenproblemschauplätze schlicht inexistent!

      • bronf sagt:

        Finland, Finland, Finland,
        The country where I want to be,
        Pony trekking or camping,
        Or just watching TV.
        Finland, Finland, Finland.
        It’s the country for me.

        You’re so near to Russia,
        So far from Japan,
        Quite a long way from Cairo,
        Lots of miles from Vietnam.

        Finland, Finland, Finland,
        The country where I want to be,
        Eating breakfast or dinner,
        Or snack lunch in the hall.
        Finland, Finland, Finland.
        Finland has it all.

      • Orlando S. sagt:

        In Skandinavien ist alles besser. Warum? Weil in Skandinavien alles besser ist. Weil in Skandinavien einfach alles besser ist. Weil…usw.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Kennen Sie denn die Prüfungen während der Ausbildung? Das sind irgendwelche „Reflexionen“ und „Arbeiten“ die (viele) STudis sich gegenseitig zusammenklauen und austauschen. In den präsenzpflichtigen Fächern ist bei jeder Sitzung eine Unterschrift nötig, doch diese wird einfach gefälscht, damit man nur ein paar mal im Semester hingehen muss. Ein Grossteil der Leute, die dort sitzen, sind kaum selbst aus der Schule raus und haben dementsprechend ihr schulisches Verhalten..rum. Das ist ja in der Schulzeit völlig ok, aber als Student und angehender Lehrer??

      • Widerspenstige sagt:

        Hallo Brunhild, ganz ruhig bleiben, denn es ist eine der vielen Möglichkeiten, wieso Finnland nun mal das beste Bildungswesen u.a. in Europa vorzuweisen hat. Wieso soll das nicht ein Kriterium sein dürfen und wieso sollen dort nicht auch während der Ausbildung schon Vorprüfungen stattfinden? Aber ganz klar, in Finnland hat es weniger Migranten als in der Schweiz, dürfte aber nicht zu einem Hauptproblem hochgepusht werden. Gerade Finnland hat u.a. russische Migranten, die eine kyrilische Schrift gelernt haben und total von vorne beginnen müssen. Wie lösen die Finnen dieses Problem?

      • Widerspenstige sagt:

        @bronf : danke danke danke…you made my day! 😀

        @Brunhild : meine Antwort hängt im Off irgendwo und mag noch nicht hierher kommen…

      • Orlando S. sagt:

        @bronf: den hab ich der Widerstrebenden doch schon vor ein paar Wochen um die Ohren gehauen…;-)

      • bronf sagt:

        @orlando: vor ein paar wochen war ich noch nicht da… oder darf man erst mitmachen, wenn man den ganzen backlog durchgeackert hat?

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt in vielen Ländern Aufnahmeprüfungen und Ähnliches zu den Hochschulen, nicht nur PHs. Das ist aber eher ein Misstrauensvotum gegen die Gymnasien, und nicht etwa ein Zeichen für höhere Ansprüche.

      • Patrick Tigri sagt:

        Du hast eben verschissen, O, gibt’s auf. Ich reservier Dir den Platz in

        a) dem Kloster Deiner Wahl
        b) dem Psychi mit geschlossener Abteilung Deiner Wahl

        Hä? Du wirst Dich da sehr wohl fühlen.

      • bronf sagt:

        tigri, ein kastrierter ziegenbock wird übrigens „mönch“ geheissen… nur so wegen dem kloster…

      • Rahel sagt:

        Ouuhh ja, Finnland! Dort gibts die feinsten Kräuterzückerli 🙂
        Suomi, i’m coming!!!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige: vielleicht müssten sie diesbezüglich gar nicht so viel lösen,
        weil sie sich nicht mit Desinteresse konfrontiert sehen?
        Und das mit dem besten Bildungswesen glaub ich einfach nicht mehr nach lesen all dieser diversesten Hinweise und Verweise und Quervergleiche in all den Threads zum Thema Schule…

    • mila sagt:

      nein, brunhild, das problem ist ein anderes: in finnland bist du als lehrerIn ein gemachter mensch: du wirst respektiert und kannst stolz auf deinen beruf sein. hier sieht das alles ein bisschen anders aus, weswegen die klügsten, fähigsten und motiviertesten köpfe eben nicht immer auf der PH landen. wenn ihr schon ländervergleiche durchspielen wollt, dann bitte in der gesamten komplexität.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: es sind sehr viele Unterschiede vorhanden, in den diversen Threads zu Schulthemen wurde immer wieder drauf hingewiesen. Etwas vom Dringendsten was hier bei uns in der Deutschschweiz nötig wäre, sind kleinere Klassen und eine Deutschpflicht für alle, und zwar nicht erst als Zusatzangebot wenn die Kinder in Kindergarten eintreten, sondern eine Pflicht für Kinder und Eltern Deutsch vor Eintritt in die Volksschule zu beherrschen.

      • mila sagt:

        ich sehe es ähnlich, brunhild: vergleiche bringen wenig, wenn man nicht die unterschiedlichen soziokulturellen und politischen umstände in die analyse mit einbezieht. was ich nicht nachvollziehen kann: ich habe auch erst im kindergarten deutsch gelernt, eine schulfreundin von mir sogar erst auf gymnasialstufe. wir beide beherrschend die sprache besser als mancher gebürtige schweizer. das problem liegt also wohl im willen, nicht im können. wie aber soll man dem willen beikommen? am ehesten doch über motivation, die in vielen fällen vorhanden wäre.

      • Sportpapi sagt:

        Man lernt im Kindergarten deutsch, wenn eine deutliche Mehrheit der Schüler deutsch spricht, und man auch die Freizeit in diesem Umfeld verbringt. Dann kommt das fördernde Umfeld dazu, insbesondere Eltern.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: auch da spielen verschiedene Faktoren mit, sind es bloss 2, 3 fremdsprechende? Oder die grosse Mehrheit? Aus derselben Sprachgruppe oder viele verschiedene? Sprechen die hiesigen Kinder mit denen auch Schweizerdeutsch, oder „Deutsch“? Und was ist mit den Eltern dahinter? Beherrschen diese die hiesige Landessprache? Sorgen sie dafür dass ihre Kinder auch in der Freizeit mit dieser Sprache „zu tun bekommen“?
        Ohne Beziehungen geht da wenig, deshalb lege ich auch Wert auf Kontakt zu fremdsprachigen Kindern und wir reden mit ihnen auf Dialekt damit sie in unsere Alltagssprache hineinkommen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila: eine Antwort ist unterwegs, hoffe sie landet dann mal und entschwindet nicht…

      • mila sagt:

        sportpapi, vielleicht bin ich ja etwas naiv, aber die ausländer, die ich kenne – verwandte, bekannte und freunde – können alle deutsch, haben alle einen beruf erlernt und sind noch nie mit dem gesetz in konflikt geraten (wobei, ich erinnere mich an einen fall von trunkenheit am steuer). mit ihren kindern halten sie es ebenso: diese lernen, sich wie schweizer zu verhalten, im besten sinn. meist sind es doch nur wenige problemfälle, die allerdings einen rattenschwanz an konflikten nach sich ziehen. sollte man sich nicht um diese intensiv kümmern, anstatt alles von grund auf umstellen zu wollen?

      • Sportpapi sagt:

        Man muss nicht alles umstellen. Aber schauen, dass der Anteil fremdsprachiger in einer Klasse nicht zu gross ist. Sonst klappt es nämlich nicht mehr. Und Sprachkurse auch von den Eltern – vor allem den Müttern – einfordern. Sonst verstehen sie nicht, was mit ihren Kindern passiert. Alles andere ist fördern und fordern.

    • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

      Liebe Brunhild, Sie haben ja wirklich keine Ahnung wie’s an den PH’s zu und hergeht…
      Aber schön, dass immerwieder Leute Dinge rausposaunen, von denen sie keine Ahnung haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Immerhin hab ich genug Ahnung um zu wissen dass die ewige Vergleicherei von Finnland und uns, mit Forderung von Übernahme des finnischen Systems, komplett an der Realität vorbeigeht.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Was qualifiziert Sie denn zu der Äusserung? Bildungsexpertin? Dozentin? Lehrerin? Migrationsexpertin?

      • mila sagt:

        da wären wir einer meinung, brunhild: die vergleiche bringen wenig, wenn man die unterschiedlichen politischen wie soziokulturellen umstände nicht mit berücksichtigt. aber das sollte einen nicht grundsätzlich davon abhalten, die augen hinsichtlich potentieller neuer lösungsansätze offen zu halten.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Und zu den Zuständen an der PH möchten Sie plötzlich nichts mehr sagen? Sie können doch nicht bellen und dann den Schwanz einziehen…Und gleich anderswo weiterbellen. Was soll denn das?

      • mila sagt:

        sorry, brunhild, ich antworte und antworte, komme aber nicht durch!

      • Katharina sagt:

        Symbol, wenn sie schon meine Marke benutzen, dann diskutieren sie bitte sachlich und kanzeln leute ncht wegen komptetenz ab. die fehlt ihnen vielleicht auch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Symbol: ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz warum Sie mir gegenüber so bissig sind.
        Nicht ich habe die PH’s abqualifiziert, sondern Sie.
        Und wenn Sie etwas abqualifizieren müssen Sie damit rechnen dass die Leute wissen wollen weshalb Sie zu dieser Einschätzung gekommen sind.
        Meine Erfahrung mit frischen PH-Abgängern ist positiv.
        Und was die Unterschiede betrifft, ich muss keine Expertin sein um zu realisieren dass Bevölkerungszusammensetzungen, Klassengrössen, und die Art und Weise wie Eltern mit der Schule zusammenarbeiten- oder eben nicht- ganz gravierende Auswirkungen hat.

      • Sportpapi sagt:

        Damit, dass angehende Lehrer an Hochschulen unterrichtet werden, die Lehrer plötzlich Dozenten oder gar Professoren sind, die selbstverständlich auch noch Forschung betreiben möchten, damit ist unsere Ausbildung sicher nicht besser geworden. Billiger wohl auch nicht. Nun wäre es sicher schön, man könnte nur noch die besten Interessenten, z.B. nur noch solche mit Gymnasialer Matur, zum Studium zulassen. Aber eben – wir haben doch schon Lehrermangel.

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        Das stimmt absolut. Man vergleiche eine Professur einer Ph mit einer von Uni oder ETH, das sind Welten. An der PH gibt’s quasi Professuren für Häkeln und Stricken.

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        @katharina
        sie sind eine marke? und ein bisschen grössenwahnsinnig?

      • Sportpapi sagt:

        Das geht ja noch. Schlimmer ist es, wenn es Professuren in einem Bereich sind, der so oder ähnlich auch an Uni/ETH angeboten wird. Und wenn diese Professoren mit ihrer Arbeit noch die ganze Forschung in Verruf bringen. Man muss ja heute nur mal in der Schule fragen, wer noch bereit ist, an einer Studie teilzunehmen – verbrannte Erde!

    • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

      @Orlando
      Was soll der Post? Meine Begründung war nicht „Weil eben alles besser ist“ sondern, ich hab Argumente geliefert. Würden Sie sich zurückhalten, meine Posts dauernd destruktiv zu verspamen?

      • Orlando S. sagt:

        Nieder mit dem Volk! Es leben die skandinavischen Verhältnisse (und die Diplom-Patrizier)! Heil der finnisch inspirierten Expertokratie!!

        Ab in die Sauna! Und noch ein paar Flaschen Vodka, bitte! 😀

      • StefanB sagt:

        Ja, Roli, wir wissens jetzt! und nun sei brav und nimm deinen rechten Arm wieder runter, sonst kriegst du noch einen Krampf, und der bleibt dir!

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        Heeee, die Redaktion hat meine wüste Beschimpfung gegen Orlando (die Pforte für die menschliche Nahrung zur Aussenwelt) zensiert. Aber nein, Michele Rothen hat mal im Magazin (das ist ja von euch!) einen ganzen Artikel darüber geschrieben. Gespickt mit dem Pfui-Wort. Pfui, pfui.

      • Katharina sagt:

        sie verspamen meinen namen.

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        liebes, wo sehen sie den in meinem Nick ihren Namen? Immer noch nicht zufrieden? Aber, aber.

      • Katharina sagt:

        Also gut. Zappa war ein bekannter von mir. one of the few men.
        ein wahrer mensch und genius.

    • Katharina sagt:

      Ich habe hier in der ferne mal von Finnland gehört. irgendwas. ja was war das denn nun wieder? ach so ja! Finnlandisierung Europas.

      Finnen die hier zu Besuch kommen, tia die kommen uns halt exotisch vor. finnisch eben. man schaut ihnen an den kopf und fragt: sind sie am leben?

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        Das fragen wir uns bei den Amis. 😉

      • Katharina sagt:

        also koennt denn nun all diese verdammte namensspile mal aufgeben??????????????????????????????

      • Katharina sagt:

        Ach ja, wir haben sowieso das beste schulsystem. warum, weil wir immer das beste haben. wenn nicht, ist das andere automatisch schlechter.

        wir sind eben ehrlich:

        wir wissen dass politiker eigentlich eine art psychische stoerung des affig seins ist. deshalb wahlen wir affen, clowns oder schauspieler in den zirkus.

      • Orlando S. sagt:

        „sind die am Leben“ ROTFL 😀

      • Patrick Tigri sagt:

        Äh Katharina, Linus Thorwalds ist ein Finne und hat sein Ding bei sich im Schlafzimmer erfunden. Ein bisschen Ehrfurcht bitte.

  • fufi sagt:

    Achtung! Off topic!
    Zeichendiktatur?
    Wehren wir uns doch nordafrikanisch, heisst elektronisch!
    Beschwerden bitte adressieren an
    „DieserBlog“
    @
    Nachrichtennetz (AUCHTUNG: Erstes Wort englisch!)
    in der Schweiz!

    • bronf sagt:

      die zeichenbregenzung geht ja noch, aber dass ich die letzt zeilen jeweils blind tippen muss, weil sie unterhalb des eingabefensters zu liegen kommen, dass ist einfach ganz schauderhafte usability… biäch!

      • Patrick Tigri sagt:

        Nein, Du kannst das Eingabefeld vergrössern mit der Maus. Einfach an der unteren rechten Ecke ziehen. Funktioniert mit jedem einigermassen aktuellen Browser, denke ich.

      • bronf sagt:

        nö, das geht eben auch nicht mehr. auf alle fälle nicht mit firefox 3.x oder IE 7.x… doppelbiäch!!!

      • Rahel sagt:

        Bei mir klappts nicht 🙁

      • Patrick Tigri sagt:

        Ich habe Firefox 4.0 Beta 12, da geht’s. Mit kleineren Feuerfüxen sollte es auch schon gehen, kann grad nicht testen.

    • Chris M. sagt:

      bei mir gibts auf der Tastatur rechts ein paar Tasten mit Pfeilen. Wenn ich den nach unten gerichteten Pfeil drücke, sehe ich den unteren Teil des Textes im Fenster. :–))

    • Henri sagt:

      Mein Geheimtipp: Ich schreibe meine Texte immer in einem Editor (einigen von Euch würde ich Word mit massivster Rechtschreibeprüfung empfehlen): hat den Vorteil, dass ich den Text noch habe und nochmals senden kann.
      Und wenn er zulange ist, kann ich ihn nach belieben in mehrere Texte splitten.
      Und überhaupt.

  • oscar biedermann sagt:

    seit ca.30ig jahren wird reformiert.die lehrpläne werden überfrachtet mit neuen fächern.immer mehr junge menschen verlassen die schule und können nicht schreiben und rechnen.üben ist verpönt.alles muss spielerisch gehen.frontalunterricht ist out.die schüler sollen den stoff selbst erarbeiten.warum nicht sowohl als auch?warum diese ideologische fixierung auf eine methode?das wort selbstdisziplin wurde im schulunterriicht gestrichen und dafür darf das kind aufhören ,wenn es genug vom stoff hat,das nennt man dann selbstbestimmtes lernen.später im beruf oder beim studium braucht es selbstdisziplin

    • bronf sagt:

      sorry, aber das ist blödsinn. wann haben sie zuletzt ein klassenzimmer von innen gesehen? der weitaus grösste teil aller unterrichtsstunden findet nach wie vor im frontalunterricht statt (u.a. auch weil alle anderen formen einen weitaus grösseren präparationsaufwand bedeuten… zeit, die für die administrationsflut benötigt wird…).

      kein (guter) lehrer fixiert sich auf eine methode (und wenn er es tut, so ist’s normalerweise frontalunterricht).

      und was soll denn 30ig heissen dreissigig?

    • Patrick Tigri sagt:

      2/3 der Schulabgänger können nicht rechnen. Den anderern 50% ist das egal.

      • Rahel sagt:

        Also 1. schreibt man *anderen* und nicht *anderern*
        *habihnaucheinmalerwischtgrinsenaufsetz*

        2. So gut rechnen wie Du kann ich schon lange 🙂

      • Patrick Tigri sagt:

        1. ist 70 % der Leute egal
        2. der anderern Hälfte.

      • Patrick Tigri sagt:

        😀

      • Rahel sagt:

        Bumm….jetzt bin ich tot, mundtot und mausetot, und Du hast mich auf dem Gewissen………….

      • Patrick Tigri sagt:

        Oh, kannst Du mir nochmal verzeihen?

      • Rahel sagt:

        Hm, mal sehen…….. ist aber nicht ganz gratis, gäll 🙂

        Jetzt muss ich aufhören, Seich zu schreiben und mit Smileys um mich zu werfen, sonst gibts wieder Schimpfis……..

      • Patrick Tigri sagt:

        Dann folgt jetzt das, was John Belushi im Abwasserkanal mit Carrie Fisher gemacht hat, als sie ihm verziehen hatte (Blues Brothers, 1980).

        😉

      • Rahel sagt:

        Hä? Waseliwas?

      • Patrick Tigri sagt:

        Sie beschiesst ihn mit einem Maschinengewehr, weil sie so eine Stinkwut hat auf ihn, seltsamerweise geschieht ihm nichts und er bezirzt sie, indem er die Sonnenbrille abnimmt (das einzige Mal im Film übrigens) und mit seinen Augen betört… „Oh Baby Baby es tut mir leid…“ der übliche Schmus halt… und sobald sie in seinen Armen liegt und sich an ihn drückt, verschmiert mit Scheisse, wie er halt ist vom Kanal her, ist er sicher vor ihr und lässt sie in den Bach fallen… um abzuhauen…

        Die klassische Szene des männlichen Arschlochs… aber sehr lustig…

        Naja, ICH bin ja nicht so.

      • Rahel sagt:

        Hätte ich auch keineswegs erwartet….. 🙂

  • niklaus b sagt:

    ich bin überzeugt,dass politische ideologien in der schule gar nichts zu suchen haben.bildung muss frei von politik und parteibuch bleiben, denn ideologisch ausgerichtete schulen gibt und gab es immer wieder,die resultate hierzu zeigt die geschichte.oder hatten wir nicht schon genug braune oder andersfarbige schafe/mitläufer? liebe politiker versucht euch an die fehler/verbrechen eurer vorgänger zu erinnern, wenn ihr mal eine leistungspause macht. übrigens was leistet ihr gerade in bern? schon lange nichts substanzielles mehr gesehen/gehört. hallo, Hallo, HALLO Bern-Bundeshaus, HAAALLLOOOO?

  • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

    Warum bietet der MamaBlog dem ganzen SVP-Blödsinn eine Platform?

    Das gefährliche ist, dass in dieser ganzen Angelegenheit Leute einen Machtanspruch erheben, die keine Ahnung von Schule, Schulentwicklung, Bildung und Pädagogik haben. Von aussen ist es ziemlich einfach, Ziele und Richtlinien aufzustellen, doch wie der Koloss Schule funktioniert, davon haben die meisten noch nie einen Einblick gehabt.
    Bildung, Lernen, Wissensvermittlung, Entwicklung sind alles auch Zweige einer Wissenschaft und somit über Jahre von Fachleuten erforscht.

    • Orlando S. sagt:

      Es lebe die Expertokratie! Heil!

      • Matthias sagt:

        Ja ist schon so, für was braucht man diese gebildeten Leute. Dummheit ist cool. Dummheit ist toll. Einfach alles dem grossen Führer nachplappern ist schön.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Hä? Ojemine, soviel Stupidität… Lassen Sie sich denn von ihrer Coiffeuse den Blinddarm operieren? Oder wollen Sie das nicht lieber den Experten überlassen? Wollen SIe, dass der Jazzmusiker den Grosskonzern leitet?
        Ihnen gegenüber bleibt irgendwie nur Ratlosigkeit.
        Mir macht es Angst in einer Schweiz zu leben, wo Spiessbürger, die Schwäne mit Kranichen verwechseln und alles verspotten, was sie nicht verstehen, das Sagen haben!

      • Orlando S. sagt:

        @Symbol. siehe Seite 1. Haben sie nichts Neues?…*gähn“…

      • Patrick Tigri sagt:

        Wieso, sie hat voll Recht. Ist Dein Computer von einem Schreiner gebaut worden (ich meine nicht *zusammengebaut*, ich meine alles, was dazugehört)?

      • StefanB sagt:

        Lieber O. Derjenige, der sich immer auf „sein Volk“ berufen hat, starb 1945 (Gottseidank) in einem Berliner Bunker!

      • Henri sagt:

        Obwohl komplett OT

        @Patrick Tigri 10. März 2011 um 15:35
        Ich gehe mal davon aus, dass Sie ihren PC auch nicht selbst gebaut haben.
        Und ich gehe weiter davon aus, dass Sie das auch nicht könnten – dass Ihnen dazu das theoretische Wissen zwar zur Verfügung stehen könnte, die parktische Umsetztung aber kläglich scheitern würde.
        Falls nicht, lassen Sie wissen, welchen PC Sie wie gebaut haben. Rücken Sie mit technischen Details raus, dann sehe ich, ob es stimmt.

        Ansonst würde ich aber solche Vergleiche grundsätzlich lassen, sie sind Vorspiegelungen.

    • Orlando S. sagt:

      Der Irrtum lautet: der Staat mit seinen Experten kann alles besser als die Bürger selber. Die sind zu dumm und bilden sich seit Tausenden von Jahren ein, sie können die Kinder „fachgerecht“ erziehen!

      Ich bin als Republikaner skeptisch gegenüber all den (pseudo)wissenschaftlichen und anderen weltlichen Autoritäten, die für sich das Siegel der allumfassenden Kenntnis über einen Bereich anlegen und mit Macht ausgestattet werden, ihre Ideen (es geht um Meinung, da Pädagogik keine exakte Wissenschaft ist) zu realisieren. Eines der grössten Menschenexperimente, die dieses Land JEMALS gesehen hat!!!

      • Matthias sagt:

        Und wer ist den der Staat Herr Orlando! Schauen sie in den Spiegel, sie sind ein 7bemillionstel vom Schweizer Staat!
        Also ob Bürger und Staat zwei verschiedene Dinge wären.

      • Erich sagt:

        @Orlando: Wenn unsere Bildungsfachleute weiter so kutschieren, kriegen wir bald tatsächlich de facto die Zweiklassenschule. Was das heisst, führen uns USA, GB u.a. vor Augen, d.h. auch mit weniger erwünschten Konsequenzen (gute Ausbildung nur für Finanzstarke, Bildungselite in Prestige-Unis etc.). Wie wollen Sie diese abfedern?

        NB: Gar nicht gefallen dürfte Ihnen als Republikaner, dass nur Kinder gutbetuchter Eltern eine Chance hätten bzw. G. Girardet, dass Schweizergeschichte wohl als Fach höchstens noch bei Historikerausbildungen eine Chance hätte.

      • Sportpapi sagt:

        Was für kuriose Ideen Republikaner zum Teil haben, sehen wir ja aktuell in einem anderen, weit grösseren Land. Auch da basiert das auf wahnsinniger Ablehnung jeglicher Wissenschaft.

    • Orlando S. sagt:

      (Teil 2) Die “Experten”, mehrjährig an den Fragestellungen herumstudiert haben, sind unsere neuen Diplom-Patrizier – wir sollten ihnen wirklich mehr Entscheidungsmacht zugestehen. Delegierung von Entscheidkompetenzen und fehlende Kontrolle ist zutiefst undemokratisch.

      Ich sage: es braucht beide, Gärtner und Botaniker. Der Gärtner allein macht gewiss auch Fehler und findet neue Techniken nicht selber raus. Der Botaniker aber braucht das Gspüri und die Kunstfertigkeit des Gärtners um etwas den Witterungsverhältnissen, Bodenqualität und Bewässerungstechniken entsprechend zum Gedeihen zu bringen.

      • Sportpapi sagt:

        Hatten wir doch letzte Woche schon. also, ich übersetze: wir brauchen erfahrene Lehrer und ausgewiesene Bildungsexperten, die miteinander „Schule machen“. Wo kommen hier denn Sie und ihre SVP ins Spiel?

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        SIE behaupten doch hier die ganze Zeit, es brauche nur Gärtner und keine Botaniker…
        Und so nebenbei… haben Sie eigentlich nichts zu tun den ganzen Tag?

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Das eben hat sich auf Orlando bezogen, nicht auf Sportpapi…

      • Orlando S. sagt:

        Nein, die Gärtner sind „das Volk“, die Eltern, die das schon seit 1000en Jahren machen! Kinder erziehen, meine ich.

      • Matthias sagt:

        Und was hat Kindererziehung mit Bildung zu tun?!

      • bronf sagt:

        ist ein grossteil des problems nicht, dass die „gärtner“ ihren job eben nicht mehr machen sondern ihn an die „botaniker“ abtreten (irgendwie schräg, das bild…).

        ohne metapher: viele eltern erfüllen ihren „erziehungsauftrag“ eben nicht mehr, sondern delegieren ihn an die schule.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Bilden Sie ihre Kinder selber aus? Bitte lernen Sie doch möglichst bald irgendwie einenm Argumentationsstrang logisch zu folgen. Mit solcher wirren Propaganda lässt’s sich ganz schwer arbeiten.

      • bronf sagt:

        was sind sie denn für eine aggressive tante?

        ja, der (ursprüngliche) auftrag der schule ist „bildung“.
        der job der eltern „erziehung“.

        wenn nun die eltern ihren job nicht mehr machen, sondern an die schule delegieren, so ist das ein problem. zu kompliziert für sie?

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        @bronf
        ?? Davon redet hier ja gar niemand. Das ist schon klar.

        Es geht darum, dass O. mit seinen Aussagen impliziert, Bildung sei Sache der Eltern.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        @bronf
        achso, sie haben meinen beitrag auf sich bezogen… nee, ich meinte orlando.

      • bronf sagt:

        @symbol: ok… war etwas irrtiert…

      • Orlando S. sagt:

        @bronf: sie sprechen modernen Eltern die Fähigkeit zur Kinderaufzucht ab und beleidigen hiermit alle Eltern. Schämen sie sich!

        Wieso Eltern gegen die Schule ausspielen? Das wurde hier vor Wochenfrist schon versucht.
        Einen TEIL der Erziehungsarbeit wird an die VOLKSschule abgegeben, vornehmlich die Vermittlung einer Reihe von Fähigkeiten und von Wissen.

        Der Staat oder die Schule können kein Ersatz für Familie und die Eltern (ja, Mama und Papa) sein. Diese muss man eben wieder stärker in die Verantwortung nehmen. Und nicht noch mehr an den Staat delegieren, capisc?

      • StefanB sagt:

        Ja, Orlando, ja, und demnächst gehen wir noch darüber abstimmen, wann wo und wie lange die nächsten Verkehrskontrollen durchgeführt werden. Oder wollen Sie dies etwa auch „selbsternannten Experten“ und „staatsbeamteten Sesselfurzern“ wie der Polizei überlassen?

      • bronf sagt:

        @orlando: mit ihrem leseverständnis steht’s offenbar auch nicht zum besten (obwohl ich die absicht des bewusst falsch verstehen wollens natürlich erkenne):

        sie sprechen modernen Eltern die Fähigkeit zur Kinderaufzucht ab und beleidigen hiermit alle Eltern.

        wo mach ich das genau? wo spreche ich „modernen eltern“ die fähigkeit zur kinderaufzucht ab???

      • Katharina sagt:

        Symbol, sie missbrauchen meinen guten Namen für ihre Popularität.

      • Patrick Tigri sagt:

        Du siehst Gespenster, Kat. Die beiden Nicks sind nicht zu verwechseln.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        @Katharina
        Hä?
        Grossartig, das wird ja immer absurder mit dem Namenstheater. Könnten Sie mich mit solchem Nonsense in Ruhe lassen? Danke.

      • mila sagt:

        das sehe ich nicht ganz so, patrick: ich dachte für eine lange zeit, dass beides dieselbe person ist. anderen könnte es ähnlich ergehen.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Ich habe/hatte auch eine Verwirrung wegen mila und Mila. Und weiss eigentlich auch immer noch nicht, wer sie sind. Meine Güte, was soll denn das alles.

      • Zappa, formerly known as The Symbol sagt:

        So, seid ihr nun zufrieden? Ich heisse von nun an Zappa, formerly known as The Symbol.
        Ich will ja nicht, dass es Tränchen gibt.

      • mila sagt:

        ich bin die kleine mila, und nur die kleine mila. die grosse Mila schaut ab und zu vorbei und ist mir bei diesen gelegenheiten immer sehr sympathisch.

      • Sportpapi sagt:

        @Orlando: Nach wie vor sehe ich – bei ihrem Gleichnis – eher die erfahrenen Lehrer als die Eltern als „Gärtner“. Leider werden aber auch die nicht bei allen Reformen angemessen einbezogen. Bei den Eltern sind Sie ziemlich widersprüchlich. Sie sagen, man soll die Erziehung nicht noch mehr an den Staat delegieren. Sondern die Eltern in die Verantwortung nehmen. Wer bitte macht denn das? Wieder der Staat, oder? Oder passiert das einfach so, weil wir uns das so schön wünschen? Und wenn – weshalb nicht bereits heute? Der Staat greift ja nur ein, wo Probleme bestehen. Subsidiär…

      • Orlando S. sagt:

        Nein, Sportpapi, die Gesellschaft, wir alle, les Citoyens, Nachbarn, verantwortungsvolle Bürger müssen unsere Mitmenschen wieder zu mehr Eigenverantwortung anhalten! Dazu gehört, dass man die Faulen, Dummen und Frechen nicht einfach gewähren lässt sondern sie fordert: am Arbeitsplatz, in der Schule, Im Quartier, im Kollegenkreis, in der Freizeit, in der Verwandschaft. Es funktioniert nur, wenn wir alle dem vorsätzlichen Scheitern und der Verwahrlosung (von Existenzen, Familien, Kindern, Strukturen des Zusammenlebens) nicht einfach hinnehmen und jeder denkt, der Sozialstaat wirds schon richten.

      • Orlando S. sagt:

        (2): wir sind ein konfliktscheues, gleichgültiges (im Mantel der Toleranz), selbstsüchtiges und feiges Volk geworden! Sobald es Probleme gibt rufen wir nach einem neuen Gesetz, einer flächendeckenden Subvention oder nach mehr staatlicher Regulierung. Dabei plustern wir den Staat dahingehend mit Experten und Ressourcen auf, dass der Subsidiaritätsgedanke in sein Gegenteil pervertiert wird. Die Strukturen stehen ja bereit, wie bei der IV, nehmen wir noch ne Psychostörung in den Katalog, züchten wir noch mehr Sozialfälle heran, judihui! Das „rent-seeking“ ist hierzulande massiv unterschätzt.

      • Orlando S. sagt:

        Und dann, letzter Akt, ersteht der umfassende Versorgerstaat (à la bedingungsloses Grundeinkommen) der seine Bürger von der Wiege bis zur Bahre an der Hand führt und sie vor den bösen Risiken des Lebens schützt und jedes Problem mit noch mehr Geld zukleistert. Das er sich freilich irgendwo zusammenstehlen muss (bei den „Reichen“, den Unternehmen, beim grössten Tubel im Umzug, dem Mittelstand, wo denn sonst?), was er dann beschönigend „Umverteilungsstaat“ nennt.
        Die SP spricht in ihrem Parteiprogramm ja von „Überwindung des Kapitalismus“ und Enteignungen.

        Wehret den Anfängen, sag ich da!

      • Sportpapi sagt:

        Gut! Hier, auf dieser grundsätzlichen Ebene, kann ich gut folgen. Einverstanden!

  • T.Leuenberger sagt:

    Ich lade jeden nicht Lehrer einmal ein eine Woche Schule zu geben ich würde sagen das nicht einmal die Hälfte diese Woche überstehen geschweige denn geben könnte. Schlussendlich ist es ja die SVP die den Karren noch gänzlich an die Wand fährt. Nur weil jeder von euch mehr oder weniger die Schule besucht haben heisst das noch lange nicht das ihr auch etwas davon versteht. Heute meint jeder der nicht unterrichtet er könne bei der Schule auch noch mitreden.Ich habe es schon einmal erwähnt das Politiker gleich welcher Partei nichts im Schulwesen zu suchen haben.Dies ist Sache der Lehrer.

    • Chris M. sagt:

      Die Schule ist zu wichtig, um sie nur den Lehrern zu überlassen. Zu gross wäre die Gefahr der Inzucht und des Realitätsverlustes. Es braucht beides: Expertenwissen und Aussensicht.

      In einer Demokratie wird das Volk durch gewählte Personen vertreten, auch der Schule gegenüber. Ich bin dagegen, demokratische Prinzipien und Verfahren aufzugeben, nur weil einigen das Ergebnis in einem Sonderbereich nicht passt.

      Allerdings ist es zwingend notwendig, die Aufgaben von Aussensicht und Expertenwissen nicht zu vermischen.

  • FH sagt:

    Die SVP soll diejenigen die Schulen leiten lassen, die was davon verstehen!!!

  • Sportpapi sagt:

    Statt uns zu sehr in die Detailarbeit der Lehrpläne zu vertiefen, sollten wir uns schon endlich einmal – politisch – auf wesentliche Rahmenbedingungen einigen. Wie zum Beispiel: Einheitliches oder föderalistisches Schulsystem. Bildung oder „nur“ wirtschaftsrelevantes Wissen. Fächer und ihre Bedeutung. Lernziele: Was soll ein Schulabgänger können? Wissen oder denken, oder am besten beides? Gibt es eine „Erfolgskontrolle“ – was wird dabei gemessen? (Externe Schulaufsicht, Bildungsmonitoring,…). Was ist wichtig, kann aber nicht gemessen werden? Was machen wir mit „Versagern“? Was darf es kosten

    • Dieser Ansatz verkennt das Schulwesen. Dieses wurde in der CH meist von „Persönlichkeiten“ geprägt. Pestallozzi galt als Autorität, oder seine schriften. Die neuen Lehrerseminarien hatten Direktoren, die lange und prägend wirkten und lange „Bremsspuren“ hinterliessen. Auch Erziehungsdirektor Dr. A. Gilgen war als wackerer Methodist, noch diesem Ideal verpflichtet. Das Chaos begann mit dem „ökonomischen Paradigma“ von Prof. Dr. E.Buschor: er hat ein Reformchaos hinterlassen. Dr. R.Aeppli hatte als Sozialistin nur den Ehrgeiz den Schaden zu begrenzen, eine „Leitidee“ ist nich mehr erkennbar.

      • Sportpapi sagt:

        Eine Volksschule muss vom Volk getragen werden. Deshalb braucht es eben die genannten „Persönlichkeiten“, die überzeugen können, versichern, dass die Schule auf dem richtigen Weg ist.

    • StefanB sagt:

      Nun, Sportpapi: am besten doch jeder Ortspartei ihre Schule, nur wirtschaftsrelevantes Wissen (Tippen, Kaffee kochen .. ) Und kosten darfs schon gar nichts oder kaum etwas, die Lehrer sollen doch froh sein, dass sie nicht ernsthaft arbeiten müssen (ironie off)

  • fufi sagt:

    Ich gebe zu, dass ich zur AKTUELLEN Schule nichts sagen kann.

    Dennoch:
    1. Solange unsere Schulkonzepte auf wissenschaftliche psycho-pädagogische Grundlagen basieren sollen, werden sie der gesellschaftlichen Realität IMMER 10 – 15 Jahre hinterherhinken.
    2. Wenn man sich das SO vorstellt:“Gewerbe und Wirtschaft geben vor, was die Schüler bei Schulaustritt können müssen“ wird DIE SCHULE auch DIESEN Vorgaben IMMER hinterherhinken! (Da wären umprogrammierbare Androiden billiger als Kinder!)
    3. Wenn die Politik den Lehrplan bestimmt, ist’s definitiv aus mit der Demokratie! (DR, DDR, z.B.)
    🙁

    • bronf sagt:

      Da wären umprogrammierbare Androiden billiger als Kinder!

      das ziel ist natürlich, aus kindern programmierbare arbeitsdrohnen bzw. konsumenten zu machen. selbstständig denkende bürger sind für die wirtschaft eher mühsam…

    • bronf sagt:

      eben: buchhaltung anstelle von staatskunde.

    • Orlando S. sagt:

      Aber fufi, „die Politik“ heisst (im Ggs. zu DR, DDR) eben im CH-Kontext demokratisch zustandegekommene Lehrpläne. Ihr SVP-Hass steht ihnen wiedermal beim Denken im Weg.

      • bronf sagt:

        feine idee, lehrpläne zum schlachtfeld des permanenten wahlkampfs zu machen. yup, da kommt sicher grossartiges dabei raus…

      • fufi sagt:

        @Orlando

        S‘ Problem sind eben die 51 / 66%-Grenzen. Wenn DIE mal überschritten sind, gibt’s meist kein Halten und kein Zurück mehr!
        Verweise auf die Pressefreiheit in Ungarn, tja und in Italien liegen die Verhältnisse ähnlich. Beide Regierungen übrigens demokratisch gewählt!

      • Matthias sagt:

        Das heisst also die Kinder müssen nach jeder neuwahl der Parlaments was anderes lernen? Ganz toll.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Finde ich grossartig, dass Sie das so wichtige Thema der „Bildung“ Leuten überlassen wollen, die sich noch nie damit auseinandergesetzt haben. Hurra.

      • Orlando S. sagt:

        Die Nerven jetzt nicht verlieren, Leute! Die SVP hat knapp 30%.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Was? Hirn?

      • fufi sagt:

        @Orlando:
        Sag das mit den 30% mal den PARTEI-Strategen.
        DIE brüllen ja stets, dass nur sie DAS VOLK vertreten.
        DA wird nichts von den 30%W-Anteilen gesagt, und unter der Berücksichtigung, dass DIE PARTEI die höchste W-Mobilisierungsqoute hat, dürften’s denn effektiv wirklich bloss 15 – 20% sein?
        Aber klaro, der Rest besteht aus Heimatmüden und ScheinSchweizrInnen!
        8)

      • bronf sagt:

        nebenbei: schon mal bemerkt, dass viele svp-anhänger die svp nur noch als die volkspartei bezeichnen (ist mir vor allem in den kommentaren zu tagi-artikeln aufgefallen)… tönt irgendwie unheilvoll…

      • Orlando S. sagt:

        Ich wundere mich ja auch über den Flyer, den wir in der Stadt Züri gestern im Briefkasten hatten: „Schweizer wählen SVP“. Sie hat halt als einzige Partei etwas Rüpelhaftes, Bockiges, Renegatenhaftes, Freches, Unangepasstes. Das finde ich irgendwie sexy.

        @bronf: man kann auch „Freisinn“ sagen, wenn man nicht FDP-Mitglied ist, oder? Ich sage zum Bsp auch immer „Sozis“, obwohl ich weiss GOTT keiner bin…

      • Widerspenstige sagt:

        @Orlando S.
        Ach so, wie niedlich. Die SVP hat etwas Rüpelhaftes, Bockiges, Unangepasstes etc. und wenn ich oder andere hier unangepasste Kommentare schreiben, dann ist es was?? Sie sind ein rüpelhafter bockier Intelligenzverweigerer – am besten ignorieren.

      • mostindianer sagt:

        @orlando
        das schweizer demokratieverständnis: der souverän wählt volksvertreter. also leute, von denen man glaubt, sie kommen draus. die nächste stufe: innerhalb der volksvertreter werden experten gewählt zu bestimmten themen, beispielsweise bildung. so funktioniert auch die wahl eines bildungsrates. man wählt leute in ein gremium, weil man glaubt, die kennen sich aus. wenn kreti und pleti über alles bestimmen könnte, würde gar nichts mehr funktionieren.

      • Mark Keller sagt:

        Demokratisch zustande gekommene Lehrpläne ist wohl das Letze was wir brauchen, bei dem Kantönligeist der unserem Schulsystem innewohnt. Da soll minimalstes harmonisiert werden, und schon hagelts von allen Seiten Kritik. Es wäre an der Zeit, dass das gesamte schweizerische Schulsystem harmonisiert wird. Dass die Schüler überall die gleichen Lernziele zur gleichen Zeit erreichen würden! Frühenglisch, Frühfranzösisch oder doch lieber Alemannisch (äh ägsgüsi Schwiizerdütsch) im Kindergarten anstatt Standardsprache! Das kommt dabei raus, wenn die Sprachdiskusion basisdemokratisch geführt wird.

    • fufi sagt:

      une dennoch: Androiden wären billiger!

      • Globetrotterin sagt:

        Fritzli fragt seinen Vater, was denn Politik sei. Der Vater versucht zu erklären und fasst am Ende zusammen: „Also, ich vediene das Geld – ich bin das Kapital. Deine Mutter verwaltet das Geld – sie ist die Regierung. Die Regierung kümmert sich um das Volk – das Volk bist Du. Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse, und das Baby die Zukunft.“
        In der Nacht schreit das Baby auf Grund voller Windeln. Fritzli geht ins Elternschlafzimmer, findet die Mutter, die sich nicht wecken lässt. Er geht zum Dienstmädchen, und findet den Vater in ihrem Bett. „Jetzt weiss ich, wie Politik funktioniert“ sagt

      • Globetrotterin sagt:

        Fortsetzung:
        Fritzli: „Das Kapital missbraucht die Arbeiterklasse, die Regierung schläft und ignoriert das Volk, und die Zukunft ist voll Scheisse.“

      • O. R. Lando 22 sagt:

        Globetrotterin: Ihre Witze sind etwas, sagen wir „abgelaufen“. Kramen Sie doch noch weiter, vielleicht finden Sie einen, der schon so alt ist, das wir ihn vergessen haben.

  • heidi reiff sagt:

    Fortsetzung 10.03.2011 12.33

    trachte . 🙂

    PS. Waere noch fairplay, wenn Mitschreiberinnen und Mitschreiber informiert würden , wie viele Zeichen wir schreiben dürfen, bei meinem Computer kommen immer so Zahlen – Unten links – Verbleibende Anzahl Zeichen jetzt 332, jetzt 321 jetzt 311, liegt das an meinem Computer ? Bitte um Aufklaerung. Besten Dank im voraus.

  • Hansjörg sagt:

    Sagt das eine Kindergartenkind zum anderen: „Hey du, mega cool! Ich habe mich bei Novartis beworben, und sie nehmen mich! Aber ab morgen muss ich auf Basel in den Kindergarten. Tschüss!“

  • Widerspenstige sagt:

    @Redaktion Mamablog
    Ich finde es einfach eine Zumutung, dass dieser Orlando S. nicht gesperrt wird und wir uns seine primitven Kommentare gefallen lassen müssen. Das ist kontraproduktiv für eine ausgewogene Meinungsbildung und hilft niemandem wirklich. Wieso kann er nicht wie Max seinerzeit ausgeschlossen werden? Und noch eine Frage wegen der Zeilenbeschränkung: wieso wurden wir BloggerInnen nicht darüber vorher informiert? Das hat viele verärgert und gegenseitige Vorwürfe wurden plaziert, weil einige mit langen Kommentaren durchkamen und andere wurden nicht mehr berücksichtigt.

    • mila sagt:

      ich hätte nicht gedacht, dass sie so empfindlich sind, widerspenstige. wenn man herr o ausschliessen würde, müssten andere kommentatoren fairerweise ebenfalls ihre sieben sachen packen. so geht mir und anderen ein bestimmter frauenverächter auch gehörig auf den wecker, aber bislang hat erstaunlicherweise noch niemand seinen ausschluss gefordert – vielleicht, weil es nicht um vornehmlich (sozial-)politische diskussionsfelder ging, und man deswegen seinen unsinn unter ferner liefen toleriert?

    • Orlando S. sagt:

      Ja genau, wie bei Stalin, schickt die Orlandos, Maxens, Talons nach Sibirien ins Umerziehungslager. Was für eine Denke sich da wieder offenbart, heieiei.

      • heidi reiff sagt:

        Es gibt einen irischen Whyski heisst Baileys schmeckt echt gut, fast wie eine Caramelcreme, hmmmmm …….

    • mila sagt:

      da haben sie pippis körbchen um einiges lieber, nicht wahr, orlando? 🙂

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Orlando S. ist voll daneben, aber ich überlese ihn mittlerweile einfach! Bringt doch nichts, sich wegen solchen Leuten aufzuregen, soll er doch in seinem kleinbürgerlichen Vorgärtchen versauern.

      • mila sagt:

        ich weiss nicht, the symbol. meinen eigenen garten kenne ich schon in- und auswendig, da schnuppere ich doch lieber an fremden herum – je andersartiger, desto besser. aber meine art von humor gehört, wie ich gestern schon anmerkte, wohl nicht zur geläufigen sorte.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        doch, doch, ich schnuppere sehr gerne an anderen Gärten, an interessanten, hübschen, erstaunlichen Gärten. Aber diese hochdruckgereinigten Vorplätzchen mit dem weissen Plastikmobiliar, den Windmobiles und Gartenzwergen interessieren mich nicht. Sowas zu sehen macht nur traurig.

      • mila sagt:

        dann gehen unsere meinungen auseinander, ich mag die vielfalt in allen ihren formen. besser gesagt, ich gehe den sachen gerne auf den grund. das dabei mitunter auch unschönes zum vorschein kommt, versteht sich von selbst.

    • Hitz sagt:

      Ähm, Widerspenstige, in einem Kommentar weiter oben beschwören sie den Bürgerkrieg herauf, weil es Leute gibt, die nicht ihrer Meinung sind und sie werfen nun Orlando Primittivität vor und fordern seine Sperrung? Können sie ungefähr nachvollziehen, dass das leicht absurd und totalitär anmutet?

      • Matthias sagt:

        Nein, wir werden den Bürgerkrieg anfangen. Dank den netten SVPler haben wir ja auch noch Waffen zuhause. 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Arsen wäre besser, Orlando. Zu ihrer haltlosen Aussage oben: wie Erich richtig bemerkt hat, habe ich keines Wortes gedroht sondern eine Befürchtung eines Bürgerkrieges ausgedrückt. Dahin schlittern wir nämlich, wenn die populistischen und primitiven Auswürfe von Leuten wie Ihnen nicht massiv gebremst werden. Dafür ist jedes Mittel recht. Herr Fehr war nur der Anfang und hat es selber provoziert mit seiner Art, Andersdenkenden an den Karren zu fahren. So wird jede Demokratie an die Wand gefahren!! Seien Sie verdammt nochmal klüger Orlando mit ihren erst knapp 40 Jahren oder irre ich mich so?!

    • Orlando S. sagt:

      Tiervergleiche sind wenigstens lustig. Blöde Kühe, bunte Vögel, dumme Esel, graue Mäuschen…:-)

      • mila sagt:

        und das mäuschen ging wohl wieder einmal an mich. tz tz tz, orlando, fällt ihnen zwischenzeitlich denn nichts neues ein? 🙂

      • Orlando S. sagt:

        hm, Brillenschlange? ..:-)

      • mila sagt:

        entspricht schon eher der wahrheit… es handelt sich dabei keineswegs um synonyme, das ist ihnen doch hoffentlich klar?

      • Orlando S. sagt:

        Aber ja doch. Oder empfehlen sie mir, mich mit Antiserum einzudecken, für den Fall…;-)

      • mila sagt:

        komisch, meine kommentare an sie sind derzeit die einzigen, die durchgeschaltet werden. vielleicht erwartet man ja einen todesbiss von mir, sie wissen schon, einen von der sorte, gegen den kein kraut gewachsen ist? dabei bin ich doch so eine harmlose, nette, kleine, feine person…

      • Orlando S. sagt:

        Die stillen Wasser sind tief. Und im Mondlicht erst…tiefes Schwarz, wie der Tod. Aber – wenn ich wählen kann – dann doch lieber einen Todeskuss, okeh?

      • StefanB sagt:

        Wenn schon Tiervergleich: Es gibt haufenweise Lemminge, die ihrem grossen Anführer bedingungslos folgen – und wenns über die Klippe ins Meer ist!

      • mila sagt:

        aber orlando, wo denken sie hin, ich bin doch keine poison ivy… wobei, wenn ich es recht bedenke, ein nachtschattengewächs könnte durchaus zu mir passen. wir bücherwürmer mögen es von zeit zu zeit exotisch.

        StefanB, ich bin wahrlich keine SVP-sympathisantin, aber es stösst mir jeweils sauer auf, wenn ich sehe, wie der politische diskurs von beiden seiten zunehmend vergiftet wird. wer seine mitbürger lemminge nennt, ist meines erachtens auf dem besten weg, sturm zu ernten.

      • Orlando S. sagt:

        Ahh, und ich hatte es mir in meiner Fantasie grad so hübsch eingerichtet mit Mondschein, schwüler Fiebrigkeit, dem Hauch des Todes und einer schlangenhaften Erscheinung die mir den Todeskuss zuteil werden lässt….und dann kommen sie mit Sukkulenten. Sie sind eher so ein flinkes Wiesel, mila, klug wie eine Eule und schlau wie ein Fuchs. Und ich Kamel glaubte schon, mich knutscht ein Elch…:-D

      • bronf sagt:

        posion ivy und sukkulenten… von ihnen, orlando, möchte ich jetzt also gar keine metaphern aus der botanik mehr hören… sonst können sie mit dem tigri zusammen nachsitzen.

        two go in, one comes out! two go in, one comes out! two go in, one comes out! two go in, one comes out!

      • Orlando S. sagt:

        Ertappt! @bronf: ich habe wirklich keine Ahnung von Botanik. Ich zügle mich also in Zukunft. 🙂

      • mila sagt:

        recht haben sie, bronf. zwischen einer, sagen wir mal, lieblichen tollkirsche und einem stacheligen kaktus besteht ein himmelweiter unterschied. himmelweit! wiesel, eulen und füchse, ich mag sie alle, diese grazilen tierchen. als kamel kann ich sie mir hingegen nicht so recht vorstellen, orlando, da muss schon was räuberisches her… wäre ihnen ein lupardus genehm?

    • Markus Schneider sagt:

      Die „Widerspenstige“ zeigt immerhin ganz deutlich, wes Geistes Kind sie ist – kontraproduktiv ist hier einzig ihre ungehemmte Selbstbespiegelung. Durch ihr Geschwätz disqualifiziert sie doch nur sich selber. Ich bin immer wieder froh, dass am jeweiligen Tag der Abstimmung nicht nur die Mamablog-Vielschreiber abstimmen gehen und dass Leute wie die „Widerspenstige“ noch lange nicht Königin der Schweiz werden. Weil wir doch den Anfängen wehren sollen, soll sie bitte auch nicht Königin des Mamablog werden. Wieso macht sie nicht den Widerspenstigen-Blog auf und diskutiert mit sich selber?

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        @Markus Schneider

        Ähm, am Tag der Abstimmung? Sie wissen schon, dass – auch wenn jeweils 50%-60% eine Entscheidung treffen, jeweils immerhin 40%-50% anderer Meinung sind. Das sind ziemlich viele! Wenn man zudem bedenkt, dass nur ein Bruchteil abstimmen geht. Nur weil Sie anscheinend zu den Abstimmungsgewinnern gehören massen Sie sich an, dass die ganze Schweiz ihrer Meinung ist?

      • Hitz sagt:

        Das ist doch immer das selbe. Diejenigen, die nicht abstimmen gehen, erklären sich damit stillschweigend bereit, das Abstimmungsresultat zu akzeptieren und sind somit immer den Abstimmungsgewinnern zuzurechnen und somit haben die Abstimmungsgewinner implizit bei jeder Abstimmung eine absolut überwältigende Mehrheit hinter sich.

      • StefanB sagt:

        Ja, the Symbol, das ist das Eigenartige: wenn 35% aller Berechtigten stimmen gehen, und von diesen 51.3% im Sinne der SVP stimmen (also 18% des Stimmvolkes), dann hat das Vok gesprochen, und Regierung und Parlament haben sofort auszuführen. Wenn aber diese 18% des Stimmvolkes anders entschieden haben, dann macht natürlich die 65% des Stimmvolkes einfach die Faust im Sack.

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Hä? Nochmals.

      • Orlando S. sagt:

        Kommt kein Schwein draus. Und ein Lemming schon gar nicht.

      • StefanB sagt:

        Nun denn, Symbol: Wenn „das Volk“ (eben die 35%, die abstimmen gehen) im Sinne der SVP entscheidet, dann (so moniert die SVP) habe sich Regierung und Parlament uneingeschränkt danach zu richten, und man dürfe die nächsten 100 Mio. Jahre ja nicht mehr in die Nähe des Themas politisieren. Wenn aber die SVP unterliegt, dann (so meinen diese Gesellen), so ist das ja nur ein Zufallsmehr, denn die 65%, die daheim geblieben sind, liegen ja eigentlich alle auf Linie SVP, und wenn sie abgestimmt hätten, dann so wie die SVP empfiehlt. Darum muss da nochmals nachgehakt werden…

      • Patrick Tigri sagt:

        Also ich komm draus. Aber O war ja noch nie der hellste.

      • Henri sagt:

        Also dieses SVP-Bashing hier ist ja ziemlich dümmlich, aber zugegebenermassen bei einigen Leuten hier gross im Trend.

        Nur, finde ich, die „Bashers“ wie StefanB und Konsorten zeigen mit Ihren Äusserungen viel mehr von sich selbst, als ihnen lieb ist, und das was sie zeigen, ist nichts Beeindruckendes.

        Man muss ja nicht einer Meinung sein mit der SVP, ja man darf deren Meinung vehement ablehnen – aber doch bitte mit etwas mehr Stil.

        Und der Beitrag der Widerspensitgen, naja, man sollte doch jeder und jedem mal einen Fehtritt zugestehen – kann passieren, aber hoffentlich nur einmal.

      • Orlando S. sagt:

        @Henri

        schon zu spät. Die Dame hat nachgedoppelt:

        Widerspenstige sagt:
        10. März 2011 um 15:52
        Arsen wäre besser, Orlando. (…) wenn die populistischen und primitiven Auswürfe von Leuten wie Ihnen nicht massiv gebremst werden. Dafür ist jedes Mittel recht. Herr Fehr war nur der Anfang und hat es selber provoziert mit seiner Art, Andersdenkenden an den Karren zu fahren.

        „Dafür ist jedes Mittel recht“, sagt sie.
        Fehr war nur der Anfang – ich bin der nächste?
        Erinnert mich an das „Selbstverständlich darf geschossen werden“ von Frau Meinhof.

        Widerspenstige droht mir bereits zum zweiten mal!

  • AlbertDerGigaMegaSuperduperweise sagt:

    Wer die Schnürlischrift pushen will kann nicht ernst genommen werden. Wieviel Zeit haben wir doch dafür verschwendet.

    Weiter finde ich es absolut sinnvoll, das man Fremdsprachen fördert. Insbesondere Englisch, das ist einfach und kann auch früh real angewendet werden. Mathematik darf man auch nicht vernachlässigen. Zurückfahren kann man meiner Meinung nach mit „Totem Wissen“, Geographie etc. In Zeiten des Internets kann man diese Informationen sehr einfach nachschlagen.

    • AlbertDerGigaMegaSuperduperweise sagt:

      Irgendwo sollte man die Kinder aber auch noch Kinder sein lassen. Alles soll man nicht der Wirtschaft unterordnen. Die Wirtschaft ist für uns da, nicht umgekehrt.

      • Cara Mia sagt:

        Nützt denen dann viel, wenn sie keine Stelle finden, weil sie das nicht können, was gefragt ist. Im Gegensatz zu etwa Deutschen…

      • Sportpapi sagt:

        Die Deutschen können auch nicht mehr, im Gegenteil. Es gibt aber einfach mehr von ihnen, die zudem noch billiger sind…

    • Sportpapi sagt:

      Was, bitte, ist totes Wissen? Geographie: zu wissen, wo sich die Läner befinden, von denen in den Nachrichten die Rede ist? Geschichte: wissen, dass die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vor dem 1. Weltkrieg stattfand? Meiner Meinung nach wird heute viel zu sehr Sprache und Kommunikation forciert, während Wissen und Vernetzung vernachlässigt wird. Was nützt mir ein toller Vortrag, wenn kein Inhalt vorhanden ist?

      • AlbertDerGigaMegaSuperduperweise sagt:

        Natürlich sollte man eine Ahnung über Geographie haben, aber es ist einfach so, dass man heutzutage viele Dinge in sekundenschnelle Nachschlagen kann. Hier Länder zu büffeln ist verschwendete Zeit. Man soll den Überblick haben, Detailsachen kann man aber ohne Probleme nachschauen.

        Zur Schnürlischrift: Heutzutage schreibt man meistens mit der Tastatur und wenn man von Hand schreibt in Blockschrift. Ich ärgere mich auf jeden Fall immer wenn ich einen nicht entzifferbaren Text in Schnürlischrift lesen muss. Eigene Schrift? Das entwickelt man a) sowiso b) bringt einem nichts.

      • Sportpapi sagt:

        Bei uns hiess es, weshalb das Einmaleins lernen, wenn es doch Rechner gibt. War dem Matheverständnis aber nicht gerade förderlich…

      • Patrick Tigri sagt:

        Die Gewichtung der Fächer ist heute meines Erachtens gut. Es braucht Geographie, es braucht Mathe, es braucht Sprachen. Und Turnen. Schnüerlischrift ist aber in der Tat überflüssig, die meisten Leute, die ich kenne, benutzen davon höchstens noch ein paar wenige brauchbare Dinge, sonst schreiben Sie wie ihnen der Zeigfinger gewachsen ist.

      • Sportpapi sagt:

        Die meisten Leute, die ich kenne, können kaum mehr von Hand schreiben. Egal wie. Aber ich habe mal etwas gelesen über die Bedeutung des Erlernens der Schnüerlischrift. Muss ich mal nachschlagen. Mir hat jedenfall auch das benotete Schönschreiben nicht geschadet, obwohl ich es gehasst habe. Sonst hätten meine Banknachbarn nie von mir profitieren können 🙂

      • Henri sagt:

        @AlbertDerGigaMegaSuperduperweise 10. März 2011 um 12:10

        Ah – der musste ja kommen, dieser Einwand:
        Wozu lernen, wo ich doch alles (im Internet) nachschlagen kann?

        Haben Sie schon mal versucht, irgendwo in China schnell was nachzuschlagen?
        Da bin ich aber gespannt, wie Sie das geschafft haben.

        Was ist Ihre Arbeit? Wieviel (wechselndes) Wissen brauchen Sie an Ihrer Arbeit?
        Und finden Ihre Arbeitskollegen es gut, wenn Sie nie was wissen, sondern immer zuerst nachschlagen müssen?

    • plop sagt:

      Find ich jedenfalls schade, dass die Schnürlischrift nicht mehr gelernt wird – ist doch wichtig für die Entwicklung der eigenen Schrift.
      Und das „Tote“ Wissen… wenn einem irgendwo Unterwegs wieder in den Sinn kommt wie dieser Berg/Fluss/See heisst, ist das doch schöner, als anstatt den Berg/Fluss/See zu betrachten, ins iphone zu gucken… und da ganz viel zu lesen, was man eh grad wieder vergisst.
      Sehr einig mit Dir mit der Mathematik….

      • Sportpapi sagt:

        Ach, Mathematik ist doch nach dieser Definition ganz viel totes Wissen. Bzw. das, was spannend ist, baut darauf auf.

      • fufi sagt:

        @Sportpapi

        Meine Rede!

        Hab’s leider erst viel zu spät bemerkt, was ich an der Schule Interessantes hätte lernen können ….. .
        Aber ist sichernicht nur MEINE Schuld!

      • Kathy sagt:

        Ich habe zu viel „totes Wissen“ gelernt. Neandertaler in der Primarschule und dann nochmals in der Oberstufe, ebenso Bronzezeit usw. Weiss ich heute nichts mehr davon, hat mich damals nicht interessiert und tut es heute auch nicht.

      • AlbertDerGigaMegaSuperduperweise sagt:

        Mathematik ist nicht totes wissen. Hier geht es um Verstehen und nicht um einfach abrufbare Fakten.

      • Patrick Tigri sagt:

        „Entwicklung der eigenen Schrift“ – ja, und wozu soll das gut sein? Ich schreib so wenig von Hand, wenn ich mal ein paar Worte auf Papier kritzeln muss, dann sieht das katastrophal aus. Oder wie mein Geschichtslehrer sagte „Eine Schweineklaue, dass Gott erbarm.“

      • Buddyguy sagt:

        @plop
        nicht nur schnürlischrift ist ein blödsinn… es ist grundsätzlich tragisch, dass zur heutigen zeit die handschrift noch immer als bewertungskriterium für schulische leistungen verwendet wird. nachbarsjunge, ein aufgeweckter kleverer kerl, ganz bestimmt nicht dumm jedoch mit grösseren motorischen schwierigkeiten erlebt seit der einschulung nur frust, weil er den mindestanforderungen handschriftlicher ausdrucksform nicht gewachsen ist. gebt dem jungen für diktate und rechenaufgaben eine tastatur und er kann die arbeiten lösen. ist jedoch nicht vorgesehen.

      • Rahel sagt:

        Und was ist mit der neuen Rechtschreibung? Da habe ich mir die ganze Schulzeit eingetrichtert dass es Gemse und Stengel heisst, und jetzt? Aber mich tröstet’s immer wieder, wenn ich das Ursprüngliche doch noch hin und wieder lese!

      • StefanB sagt:

        Tja, Rahel, damit habe auch ich Mühe… aber dann sage ich mir, dass da halt ein paar Länder-Kulturminister des Grossen Kantons ihre häufigsten Fehler legalisieren wollten – schliesslich kommt Gämse ja vom Gamsbart.

      • Rahel sagt:

        @ StefanB

        🙂

        Tu, icch wahr imm Vall mahl garr nichd soo schlächt im Tüütsch

      • fufi sagt:

        Und schwuppdiwupp:
        Ick richtig machen Sälchen deutsh!

    • AlbertDerGigaMegaSuperduperweise sagt:

      Also das man die Schnürlischrift verteidigen kann verstehe ich nicht und ich werde es in 1000 Jahren nicht verstehen.
      Kein praktischer Nutzen, sehr zeitaufwändig, Kinder werden terrorisiert.

  • mostindianer sagt:

    die svp hat die zeichen der zeit zweifellos erkannt: viele eltern sind unzufrieden mit dem schulsystem. deshalb hat das thema bildung auch einzug gehalten ins parteiprogramm. die zusätzliche forderung, dass lerninhalte und lehrpläne von einem parlament abgesegnet werden müssen ist eine logische folge davon.
    was die svp aber nicht bedenkt: die schule wird so zerstört. ganz im sinne von: zu viele köche verderben den brei. bis lehrpläne abgesegnet sind, würde zu viel zeit vergehen (s.a.: diskussionen zur boni-steuer…). und: zu viele parlamentarier haben schlicht KEINE ahnung von der materie…

  • Martin Sutter sagt:

    Ist klar, was die Wirtschaft zum Grössten Teil will, fügsame Arbeiter die zu allem Ja und Amen sagen. Wer selbständig oder kreativ denkt ist per se schon verdächtig und läuft grösste Gefahr, auf dem Abstellgleis zu landen. Und die SVP will doch nur ihre Doktrin von der wahren Schweiz in die Köpfe der Schüler bringen.

    • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

      Schön gesagt; liegt’s am Namen?

    • Patrick Tigri sagt:

      Genauso, Sutter. Die SVP will uns zu frohen Lämmern machen. Oder, wie Auguste sagen würde:

      Begrüssen Sie, Zottel!

      Ach ne das war ja eine Geiss. Nicht mal Biologie können sie, diese Halbschlauen.

      • bronf sagt:

        tigri, schon wieder sie! zottel ist ein bock, keine geiss. das gibt eine zwei. setzen!

      • Patrick Tigri sagt:

        Hä? Ein Bock ist ein Exemplar der Art „Geiss“ meines Wissens…

        Und wenn ich schon eine miese Note einfahren muss, dann bitteschön einen Nagel!

      • bronf sagt:

        na, man weiss nie, ob’s noch spatzung nach unten braucht… gebe ganz selten 1er und 6er.

        die gattung heisst „ziege“, das weibchen „geiss“, das männchen „bock“.
        selber schuld, wenn sie dialekt und schriftsprache mischen… gibt’s halt miese noten!

        btw: es gibt auch ziege-schaf hybriden: schiegen

      • Patrick Tigri sagt:

        Gibts auch Ziefen?

  • Widerspenstige sagt:

    Ich kann mir nicht helfen, aber auch der MamiBlog verkommt zu einer Politbühne für die SVP- Wahlkampf-Strategen genau wie im PolitBlog. So kann doch keine lösungsorientierte Diskussion um so wichtige Themen stattfinden. Ich erwarte von den jeweiligen BlogbetreiberInnen mehr ausgewogene Artikel mit Einbezug von Meinungen zur Sache von ALLEN wählbaren Parteilen – notabene in einem Artikel kurz präsentiert. Was machen denn die FDP, CVP, GLP, BDP, Grünen etc. im Bildungswesen für Vorschläge im Parlament? Ich kann so eine einseitige Sicht nicht länger akzeptieren. Das führt bald zum Bürgerkrieg.

    • Orlando S. sagt:

      Sie drohen mit Bürgerkrieg?

      Tatsache ist, die SVP hat ein revolutionäres Reformpapier vorgelegt. Die anderen Parteien nicht.
      Sollte man nun über die nichtexistierenden Positionspapiere der anderen Parteien diskutieren? Unsinn.

      Sie, Widerspenstige, fallen immer mehr mit Maulkorbideen und Intoleranz Andersdenkenden gegenüber auf. Mässigen sie sich! bitte!

      • Sportpapi sagt:

        Die anderen Parteien unterstützen seit vielen Jahren die Arbeit an einem gemeinsamen Lehrplan. Sie äussern sich in Vernehmlassungen und werden – am Schluss, wenn erst mal etwas vorliegt – auch sonst Kommentare und Änderungswünsche einbringen. Der Lehrplan der SVP ist nicht ausgearbeitet, nicht umsetzungsfähig, sondern nur eine Provokation. Als solche aber eventuell nützlich, weil nun eine breitere Diskussion anläuft.

      • Orlando S. sagt:

        …die @Widerborstige lieber nicht geführt haben möchte. So siehts aus.

      • Matthias sagt:

        Die SVP hat das Positionspapier von 1950 herausgekramt, was daran revolutionär sein soll, soll mir mal jemand erklären.
        Lernen sie zuerst einmal was der Begriff bedeutet, Herr Orlando! Konservativer Quatsch ist ganz bestimmt nicht „Revolutionär“.

      • Sportpapi sagt:

        Revolution hat doch mit zurückdrehen, zurückwälzen zu tun. Insofern stimmt der Begriff…

    • Markus Schneider sagt:

      Ihnen passt doch bloss nicht, dass 30% der aktiven Stimmbürger SVP wählen, während Ihre Meinung ganz allein ist und noch nichtmal von einem Promille vertreten wird. Wenn da wirklich 70% anderer Meinung als die SVP sind, so sollen sie ihre Meinung ebenso fokussiert kundtun wie die SVP das tut. Einfach nur zu sagen, die SVP-Meinung taueg nichts und stattdessen die eigene Minderheitenmeinung zu verbreiten, das ist doch auch nichts.

      • Orlando S. sagt:

        1x Sibirien einfach auch für Schneider!

      • Matthias sagt:

        Naja, sobald die restlichen 70% einen IQ Test für Wähler eingeführt haben wäre das Problem SVP auch erledigt.

      • Patrick Tigri sagt:

        Der sass.

      • mila sagt:

        selbst keine SVP-wählerin, muss ich wohl für SVP-wählerInnen (zumindest die, die mir persönlich bekannt sind) linas berühmte lanze (ohne verniedlichung) brechen. das sind zum grossen teil weder dumme, noch leichtgläubige, noch irregeleitete menschen; sie sind lediglich enttäuscht über den gegenwärtigen verlauf der dinge – klassische protestwähler, wenn man so will. und je mehr man sie in eine bestimmte ecke drängt, desto mehr werden sie die faust im sack ballen. und es werden sich weitere zu ihnen gesellen.

      • fufi sagt:

        @Matthias

        Tja, Dann müssten leider aber wohl die meisten der restlichen 70% Wähler von Wahlen ausgeschlossen werden!

      • Henri sagt:

        @Matthias 10. März 2011 um 13:56

        >>>
        Naja, sobald die restlichen 70% einen IQ Test für Wähler eingeführt haben wäre das Problem SVP auch erledigt.
        >>>
        Ich hoffe, Sie sind jung – so < 25 – wenn man so jung ist, darf man so radikal sein und meinen, man wüsste alles über die Welt und die Welt warte auf einen.
        Solten Sie aber 25 oder mehr sein, dann gute Nacht, da müssen Sie noch einiges lernen.

      • Patrick Tigri sagt:

        Ja, mila, es sind die klassischen Propagandaopfer halt… ich kenne auch welche. Die anderen Parteien verklären die Realität

    • Erich sagt:

      Bevor Orlando Strasser hier wieder mit dem Zweihänder alles kurz und klein schlägt, bitte erst lesen (Widerspenstige „droht“ nicht mit Bürgerkrieg, sie befürchtet ihn). Schade, sie kochen hier nur wieder mal die Diskussion auf, statt sie zu führen. Widerspenstige hat nämlich recht, anstatt über Sachthemen wird wieder über die medial ergiebigste Partei geredet. Näme mich als Nichtprofi tatsächlich auch wunder, was denn die anderen Parteien zu bieten hätten.

      • Chris M. sagt:

        Die andern Parteien haben zum Beispiel erkannt, dass wegen der verlangten Flexibilität in der Wirtschaft die Eltern vermehrt den Arbeitsplatz und damit meist auch den Wohnort wechseln, und dann gesehen, dass die Kindeer wegen unterschiedlicher Lehrpläne der Kantone Schuljahre repetieren müssen. Das Ziel ist, dass Kinder für einen Schulwechsel über die Kantonsgrenzen nicht bestraft werden sollen. Das kann nur erreicht werden, wenn die Kinder pro Altersjahr in jedem Kanton etwa den gleichen Stoff in der Schule haben. eigentlich logisch für jeden vernünftigen Menschen. Nur die SVP ist dagegen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Wenn ich noch einmal ein Kind einschulen müsste, dann von Anfang an in eine Steiner- oder Montessori-Schule. Die öffentliche Schule ist seit über einem Jahrzehnt eine Baustelle, aber die wesentlichen Punkte werden ängstlich ausgeklammert: Die freie Schulwahl würde helfen, dass sich viele Probleme von selbst lösen. Der Arbeitsplatz der Lehrenden ist die Schule, also Präsenzzeiten von morgens 8 h bis nachmittags 17 h, Mittagspause, wie in Finnland.

    • Orlando S. sagt:

      Kann ich unterschreiben. Welche „wesentlichen Punkte“ meinen sie?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es braucht auch in der Schule einen gewissen Wettbewerb, gute Lehrer sollen belohnt werden für ihren Einsatz, die unfähigen sollen aussortiert werden können. Es darf keine geschützte Werkstatt für die Lehrer sein. Ausserdem müssen Lehrer/Innen geschult werden, dass sie konfliktfähig sind, die Schule darf kein Ort für Weicheier sein. Keine autoritär-aggressiven Lehrerinnen, aber Unterrichtende mit echten Nehmerqualitäten und Selbstbewusstsein. Als Beispiel denke ich an den Bieler Lehrer Pichard. Ohne Leadership-Qualitäten kann nicht erfolgreich Schule gegeben werden. Und: Weniger Papierkram!

      • heidi reiff sagt:

        Liebe Pippi

        Sehe ich auch so, in den Schulen Rudolf Steiner und Montessori wird den Kindern das Lernen farbig beigebracht, die Buben haben im Handarbeitsunterricht auch die Möglichkeit , Stricken, haekeln, makramee auszuprobieren, die Maedchen lernen Tschutten im Turnunterrich, die strickte Trennung Mann/Frau wird locker angegangen.

        Ui Ui Ui Ui, jetzt hab ich die Helden vergessen , die ja nach wie vor idealisiert werden.

        Kleine Episode: Als Scherz an einem Kegelabend in einer Fa. war die Auflage, den Maennern das Stricken beizubringen, köstlich wenn ich das Fotoalbum nach X Jahren be

      • Sportpapi sagt:

        Hm – lohnwirksame Qualifikationen sind doch grandios gescheitert in der Schule – wie auch fast überall sonst. Wie also, nach welchen Kriterien, werden gute Lehrer ausgesucht, bewertet, belohnt? Brauchen unsere Lehrer/innen noch mehr Nehmerqualitäten? Sind doch keine Abfalleimer! Der erneut gewählte Begriff der „Geschützten Werkstatt“ ist ein Hohn, eine Verunglimpfung. Pippi: geh mal ein Paar Tage in einer „heissen“ Schule unterrichten, dann sprechen wir wieder. Die Lehrer/innen haben heute vor allem Respekt verdient, und unsere umfassende Unterstützung dringend nötig. Blöde Sprüche nicht!

      • The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

        Ich bin auch ein Fan von Alain Pichard, bezweifle jedoch stark, dass der für freie Schulswahl ist. Die Volksschule muss gestärkt werden, nicht die Privarschulen, sonst haben wir in der Bildung ein Zweiklassensystem.

        Dürfte ich fragen, warum SIe die Arbeitszeit von 8h bis 17h so herausheben? Ich kenne keinen Lehrer, der nach 7.15 beginnt und vor (allerfrühestens) 17 Uhr aufhört mit der Arbeit…!

      • Chris M. sagt:

        @Pippi
        Unfähige Lehrer aussortieren ist beinahe unmöglich, wenn Lehrermangel herrscht und man keine lehrerlose Klassen will. Träumen wir vom Lehrerüberschuss und der Möglichkeit Lehrer auszuwählen oder leben wir in der Realität, in der die Schulen jeden Lehrer nehmen müssen, den sie kreigen können, weil sonst die Eltern und Politiker über unfähige Schulbehörden schimpfen, die ihre Aufgaben bei der Stellenbesetzung nicht gemacht haben.

      • Chris M. sagt:

        Je mehr über die Lehrer geschimpft wird, je mehr die Lehrer unter Druck von allen Seiten gesetzt werden, um so schwieriger wird es, junge Menschen für diesen Berufe zu gewinnen (die Fähigen, nicht jene, denen sonst nichts Besseres einfällt) und um so mehr Lehrer steigen schon nach wenigen Jahren wieder aus.

        Wir hätten allen Grund aus Sorge um eine qualitativ hochstehende Schule uns besser um die Lehrer und deren Arbeitsbedingungen und Unterstützung zu kümmern. Stattdessen wird die Schule zum Kampfplatz der Parteipropaganda und Volksverführer.

    • Sportpapi sagt:

      Jawohl: was sind die wesentlichen Punkte? Die – selbstverständlich – in Privatschulen zum gleichen Preis gelöst sind? Zu den Präsenzzeiten: Glaubt heute tatsächlich noch jemand, dass Lehrer/innen im Schnitt zu wenig arbeiten? Sollen sie nun in der Schule einen rechten Arbeitsplatz bekommen und ihre Stunden mit der Stempeluhr belegen? Da würden wohl einige auf die Welt kommen. Wer bezahlt die Mehrkosten?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, merci für die „dummen Sprüche“, ich weiss schon, wovon ich spreche. Und was das Geld anbelangt: Die öffentliche Schule bezahlt pro Kind jährlich gegen Fr. 20’000.–, die Steiner Schule hat etwa die Hälfte, wenn es hochkommt. Es ist eben nicht nur eine Frage des Geldes. Schule geben ist mehr als ein Job, es ist eine Berufung, genauso wie Arzt, Anwalt und noch ein paar andere Professionen.

      • Sportpapi sagt:

        Für niemanden ist die Arbeit in einer „geschützten Werkstatt“ eine Berufung. Das ist es nur, wenn auch Respekt und Anerkennung zu verdienen sind.

      • Dani Mächler sagt:

        Liebe Pippi
        Klingt alles wunderbar. Belohnung für gute Lehrer? Super. Problem bei Umsetzung: Viel Bürokratie und subjektiv. Geschützte Werkstatt? Bei uns Visitierung sämtlicher Lehrer, d.h. Unterricht wird kontrolliert (meist unangemeldet). Konfliktfähig, kein Ort für Weicheier? LehrerIn muss super-empathisch sein, aber selbstverständlich durchsetzungsstark mit natürlicher Autorität und leistungsorientiert. Alles wünschenswert, aber nebst stofflichen und administrativen Aufwänden insbes. für Junglehrer sehr schwierig. Empfehlung: Psycho-Studium. Lehrer haben idR gute Nehmerqualitäten!

    • mostindianer sagt:

      finnland, finnland…
      in finnland geht die schule am nachmittag für 4.-6.-klässler bis um 14.00 uhr.

    • Kathy sagt:

      Danke Pippi, you made my day 🙂 Einerseits forderst du Leadership-Qualitäten, andererseits würdest du die Kinder an eine Steinerschule schicken?! Hat das Zeug sich zum klassischen Oxymoron zu etablieren. Ich war in einer Steinerschule – du findest dort vieles, aber keine Führungspersonen. Es geht ums-sich-wohlfühlen, das miteinander, „gschpürschmizüügs“…

      • Luca sagt:

        Kathy….der war super! sorry, hab grad komische Blicke geerntet beim loslachen im Büro!
        Nein ehrlich! Ich hab nicht mal Kinder, liegt in meiner Planung auch nicht drinnen…aber das Problem unserer Gesellschaft gründet meiner Meinung nach hauptsächlich darin, dass viele Eltern nicht wissen wie sie ihre Kinder zu erziehen haben und das dem Lehrer überlassen, dessen Aufgabe dies nicht sein sollte! Er sollte als Ansprechperson für Eltern da sein, in Problemfällen. Ich krieg sowas ja mit, meine Güte was heutzutage vor sich geht ist bedauernswürdig, egal woher jemand kommt nebenbei!

      • Luca sagt:

        ach ja und noch was:
        Woher wollt ihr denn diese super qualifizierten Lehrer nehmen? Ich lese immer wieder dass wir einen Mangel an guten Lehrkräften hätten, weil ein extremer Imageschaden stattgefunden hätte, da will keiner mehr den Job. Ist verständlich, ich persönlich kenne aus dem Bekanntenkreis aus ich sag mal 30 Leuten gerade 1 Lehrerin!? In Zürich gibts ja dann noch die Schnellbleiche zum Lehrer, wo auch Deutsche mitmachen….dass die SVP daran noch keinen Aufhänger gefunden hat, grenzt an ein Wunder!

      • Cara Mia sagt:

        Den Job wollen alle die nicht, die nicht hoffnungslose Idealisten sind, sondern Realisten. Danke allen Lehrern, die durchhalten.

      • adlerauge sagt:

        mal abgesehen davon, dass lehrpersonen an steiner-schulen wohl am ehesten in so etwas wie einer geschützten werkstatt werkeln. auch was die qualität ihrer ausbildung angeht.

        aber eben, hierzulande wird das system steiner auch von den medien fast durchwegs unkritisch und positiv dargestellt, ja geradezy idealisiert. aus meinem umfeld kenne ich mehrere beispiele, die absolut nicht da reinpassten und dann mehr oder weniger heftig aus dem anthropo-kuchen ausbrechen mussten. die gründe waren unterschiedlich, unterforderung und das hinterfragen von sonst nicht hinterfragten dogmen sind zwei davon.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kathy, da müsste man Leadership definieren. Ich hab die Lehrer/Innen dort durchaus als Leader erlebt, als mein Sohn diese Schule besuchte.

        Wenn ich die Steiner Schule erwähne, geschieht das weniger aus Begeisterung für die Anhtroposophie, darüber weiss ich zuwenig, als mehr aus der Überzeugung heraus, dass Reformschulen grundsätzlich adäquater auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und deshalb langfristig erfolgreicher sind. Offenbar gelingt es dort besser, die intrinsische Motivation zu nützen, und nur die ist nachhaltig, wie man aus der Forschung weiss.

      • Sportpapi sagt:

        Reformschulen sind langfristig erfolgreicher? Wie kommst du zu dieser Behauptung? Wie misst du das? Was, wenn die intrinsische Motivation einfach nicht reicht?

  • StefanB sagt:

    Das Ganze ist ja nur ein weiterer Ausdruck, dass für die Exponenten der SVP nur Wirtschaftsführer akzeptable Experten sind, alles andere sind ja nur Schein-Schlaue ohne wirklichen Bezug zur Realität. Dass es aber sie selbst sind, die den Bezug zur Wirklichkeit verloren haben, merken sie selbstverständlich nicht.
    Wenn die Wirtschaft via Politiker sich einmischt, wird es wohl nicht lange gehen, bis der Wert der Kreiszahl Pi per Gesetz auf 22/7 festgelegt wird – für Handwerker und Gewerbler ist dies schliesslich eine hinreichend genaue Näherung.

    • Orlando S. sagt:

      Sagen wir mal so: die SVP hat damit immerhin „die Wirtschaft“ auf ihrer Seite. Dagegen scheinen die wolkig-blumigen Konzepte der Linken, die eine bessere Gesellschaft mit besseren Menschzen darin erbauen wollen, geradezu im luftleeren Raum.

      Überspitzt formuliert: eine Generation von Lehrern hat Zeit gehabt, uns zu umweltbesorgtenbewussten, genderübersensibeln Gutmenschenmutanten gebrainwashed. Zu welchem Zweck? Damit wir die richtigen Parteien wählen, gefälligst!

      Bei ihnen scheint es gewirkt zu haben. 😀

      Wir anderen wehren uns eben nun! Bitte, gern geschehen.

      • StefanB sagt:

        Orlando: Bei Ihnen offenbar auch. Nur scheinen Sie immer das Gegenteil dessen, das Ihre Lehrpersonen vermitteln wollten, geglaubt zu haben. Sogar in so klaren Bereichen wie der Grammatik: Uns zu … gebrainwashed was? Da fehlt ein Verb (für SVPler: ein Hilfstätigkeitswort) wie „zu haben“.

      • StefanB sagt:

        Und übrigens: keine(r) meiner LehrerInnen war ein Linker – die „linke Gesinnung“, die Sie mir unterstellen (ich würde sagen: die Stimme der Vernunft) habe ich mir selbst erarbeitet.

      • Yves sagt:

        Na, bei Ihnen ja auch 🙂 Oder glauben Sie letzten Endes, wir wären dem Mittelalter dank “toughen“ Durchblickspächter wie Ihnen entsprungen? Ohalätz, die Linken warens.

        You are Welcome!

        PS: Wenn ihr Mäuslein einst merkt, dass die Katzen die ihr wählt halt doch nicht euer Bestes wollten – wird das Wölkchen plötzlich doch ganz passabel, gell? Geschichte wiederholt sich – frag Giorgo.

      • Orlando S. sagt:

        Reichlich schwachbrüstige „Argumente“, meine Herren. Geben sie sich doch etwas mehr Mühe,bitte!

      • Erich sagt:

        @Orlando: Bevor Sie StefanB eins überziehen, gehen Sie doch erst mal auf seine Argumente ein. Eigentlich ja logisch, was er sagt: Ginge es nach der Wirtschaft, wäre Rechnen, Lesen und Schreiben das einzige, was vermittelt werden müsste. Gerade Sie müssten wissen, dass auch etwas mehr Bildung nicht schlecht ist, oder? Also, bitte keine Schlagworte hier, sondern Diskussion.

      • the man sagt:

        Ich würde erst mal gerne sehen, wie „die Wirtschaft“ an einen runden Tisch sitzt und ausjasst, was denn nun relevante Lerninhalte sind. Könnte es sein, dass ein Bänker andere Ansprüche an zukünftige Lehrlinge stellt als eine Metzgerin? Oder ein Fussballtrainer? Oder eine Gärtnerin? Wenn ich’s mir recht überlege: Reserviert mir einen Platz an dem Tisch, da muss ich auch dabei sein!

  • Die andere Seite versucht die ganze Gesellschaftliche Bandbreite in den Lehrplan einzuflechten. Die Lehrpläne sind absolut überladen mit Lehrtechniken. Ein Baukasten ohne Anleitung für jedermann. Jede Schulleitung kann die Schwerpunkte heute selber festlegen.

    • Es ist furchtbar zu sehen, wie die Schweiz mangels einer funktionierenden Migration ihre wichtigste Ressource verschwendet. Einwanderer die in ihren Herkunftsländern über akademische Ausbildungen verfügen müssen mangels Anerkennung ihrer Ausbildung in Berufen arbeiten für die sie völlig unterqualifiziert sind. Stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre wenn gut Ausgebildete und integrierte Osteuropäer die Medien füllen würden, wenn SIe abstimmen könnten, und in den Schulgremien sitzen würden.

  • Manfred Meier sagt:

    Ah, heute wieder ein Thema mit Substanz, danke!
    War das ja ein Geschnatter hier gestern, Mamablog wird Mamachat.

    • Orlando S. sagt:

      Ach, im Grunde wurde dazu bereits alles Wesentliche vor genau einer Woche gesagt. Die Ereignisse haben sich überschlagen und Orlandos Ideen – ohne dass er zuviel über das Positionspapier der Volkspartei wusste – haben sich verwirklicht. Diese Synchronizität wieder!

      Damals stieg sogar Frau B. vom Olymp hernieder um meine Argumentationslust freundlich zu diffamieren. Unterdessen hat sie sich direkt bei der Quelle schlau gemacht. Gut für uns alle.

  • Lassen Sie mich mal eine kleine Rückschau machen. Eine Subjektive. Seit ich den Politzirkus verfolge ist die Ausländerpolitik eine Kampfzone. Seit nunmehr 20 Jahren in meinem Bewusstsein wurde keines derdamals schon aktuellen Probleme gelöst. (Migration, Einwanderung, Asylwesen etc.) Nun schicken sich unsere Milizpolitiker an, dasselbe mit dem Schulwesen zu machen.

    • Die eine Seite verlangt dass wir unsere Ausbildung der Wirtschaft anpassen. Deren Exponenten aber scheinen aber beispielsweise zu vergessen, dass wir Geld brauchen um das Schulwesen aufrechtzuerhalten: Finanzielle Anreize für Lehrer zu schaffen und die Klassen endlich zu redimensionieren. Gestern habe ich das Gespräch im TalkTäglich mit Herrn Mörgeli erlebt. Cleantech scheint für die SVP ein Fremdwrt zu sein. Wo, frage ich mich, wo sind dann die Zukunftsaussichten für unser Land?

    • bronf sagt:

      natürlich wurde keines dieser probleme gelöst, gelöste probleme lassen sich ja nicht mehr bewirtschaften… damit lassen sich keine 51% erreichen.

  • Thommen61 sagt:

    Weder die SVP, noch die Wirtschaft selber können prognostizieren, welche Berufe und welche Ausbildungen in 20 Jahren gebraucht werden. Doch das wäre vorausschauend ihre Pflicht, die sie bis heute vernachlässigt haben. Lieber holen sie Ausländer, deren Ausbildung sie nicht bezahlen müssen und hauen dann auch noch propagandistisch auf denen herum! Letztlich sind ihnen „unsere“ SchülerInnen völlig egal. Die SVP und die FDP entziehen lieber die Boni den Steuern, damit wir bald wieder einen Geldadel haben, mit Besitz für mehrere Generationen…

    • StefanB sagt:

      Den Geldadel haben wir bereits – seine Vertreter sind diejenigen, die sich gegen die Bonibesteuerung aussprechen.
      Und dem Adel war der Pöbel schon von jeher egal…

    • tobe or not tobe sagt:

      @Thommen61: Danke das ich noch Leute mit klarem Kopf antreffen darf…. Die die sich schweizer Volks Partei schimpfen, verarschen ihr Vok tagtäglich…. Der Geldadel à la Blocherfamilly die sich ja fürstlich verhaltet, als wären Sie die blaublüter Helvetiens.(dabei nichtmal ganzer Schweizer, tstststst)

      Die Jugendlichen heute finden sich immer weniger in dem Dschungel von Ausbildung und Weiterbildung zurecht. Da mittlerweile jeder eine Schule gründen kann, ist auch der Unterschieder in Qualitätsfragen grob.

    • Chris M. sagt:

      Quizfrage:

      Wer spendet am meisten für Parteien? bei welcher Partei kommt am meisten Geld an? welche Partei kann bei Kampagnen mit der grössten Kelle anrichten?

      Welches ist die Gegenleistung für das viele Geld? was erwarten die grossen Spender? (die mit den Boni und Millionen – eben)

  • tobe or not tobe sagt:

    ich nenne das systemathische Unterwanderung der Demokratie. Die SVP hat Blut geleckt in den letzen Abstimmungen und die neue Macht hat begonnen zu gefallen.

    Hat die SVP ihren Fuss drin, will sie alles haben… und das macht das ganze Unsympathisch. Die Forderungen werden dann nicht mehr abbrechen. Es werden dann getrennte Klasse von Ausländern und Schweizern geben.

    Es hört aber auf wenn sich die Wirtschaft noch mehr einmischen darf, dies passiert schon genug und das seit Jahrzenten.

    Ach Schweiz wo fährst Du hin…..?????

  • Martin sagt:

    Die Grundproblematik unsers Schulwesens ist:
    a) Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert
    b) Eltern aus dem 20. Jahrhundert
    c) Kinder aus 21. Jahrhundert

    Die Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung ist halt einfach so hoch, dass jeder Lehrplan und jedes System veraltet ist, bis es eingeführt ist. Unter diesen Umständen muss es auf Umsetzungsebene eine möglichst weitgehende Autonomie der Betroffenen (also der Lehrer – denn SIE sind im Unterricht am nächsten bei den Kindern) geben. Welche anderen (studierten) Berufsleute würden sich sonst diese Einmischung gefallen lassen?

    • Das Grundproblem der Pädagogik: anders als in Physik und computertechnik gibt es keine Entwicklung. Es gibt den ewig gleichen Menschen mit seinem Hirn und händen, den es für die Lebensspanne fit für die Gesellschaft zu machen gilt: Dass für diese Aufgabe ein universitäres Studium und der souveräne Umgang mit Fussnoten und Doppelblindstudien matchentscheidend sein soll, ist ein verhängnisvoller Irrtum der derzeitigen Blidungshurerei.

      • bronf sagt:

        ah, so ist das! der ewig gleiche mensch in einer ewig gleichen umwelt…

      • Katharina sagt:

        „für die Lebensspanne fit für die Gesellschaft zu machen gilt“ ja welche gessellschaft denn? Ihre?
        sie sind also auch ein social engineer, genau, was sie den anderen den ‚linken‘ vorwerfen.

      • Patrick Tigri sagt:

        Es gibt keine Entwicklung in der Pädagogik? Spinnst Du, Mann? Das ist ein Wissensgebiet wie viele, und gerade in den letzten dreissig, vierzig Jahren wurden Dutzende neuer Sachgebiete erforscht. Nicht zu vergessen ist die Didaktik. Haufenweise neuer Methoden wurden erfunden, ausprobiert und verbessert.

  • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

    Eigentlich ein wahrer SVP Klassiker: auf der Finanzseite auf die Bremse treten und auf der Wir-wollen-Seite die maximal Forderungen stellen! Man muss sich nur überlegen, wie die perfekte Schule aussieht und man kommt schnell zum Schluss, dass das durchaus möglich wäre, nur kostet das halt viel Geld….

  • Blitz Blank sagt:

    Wieso soll ich mich mit solchem SVP-Zeugs auch nur im geringsten auseinandersetzen, solange diese Partei in ihrem ewigen Wahlkampf allen ihren „Gegnern“ immer wieder ins Gesicht spuckt.

    Wer um sich spuckt hat nur ein Pfui und ein STOPP! verdient!

  • Karl Ochslet sagt:

    Der Lehrplan 21 droht zum Expertenfutter zu verkommen. Die Orientierung am labilen Zeitgeist ist offenkundig. Die SVP kritisiert den LP21 zu Recht. Allerdings liegt m.E. die Problematik vorallem im ausserfachlichen Bereich, wo beispielsweise der Genderideologie, trotz immer lauter werdenden Bedenken grosse Bedeutung zugemessen wird. Wenn die EDK aber alles ohne öffentliche Debatte durch die Hintertür schleusen will, ist Hellhörigkeit ganz dringend angezeigt. Wegweisend könnte der PISA-Sieger Finnland sein, Dort hat jede Schule bzw. Region ihre eigenen Lehrpläne…

  • Daddy_cool sagt:

    Es existiert wohl ein wichtiger Grund, warum die SVP sich dem Thema Schule widmet. Sehr viele Eltern sind mit der Schule überhaupt nicht zu frieden. Ich sehe mich als Anhänger der Mittelparteien, muss aber in diesem Punkt der SVP Recht geben. Die Schule entwickelt sich in die falsche Richtung und die Politik (Volksvertreter) schaut zu. Früher war nicht alles besser. Aber vielleicht sind einfache Lernkonzepte besser als hochtrabende, schöngeistliche Lehrpläne. Die heutige Erwachsenengeneration ist mit diesen „einfachen“ Konzepten aufgewachsen und damit sehr gut gefahren. Weniger ist oft mehr

    • Matthias sagt:

      Aha, sie denken also irgendwelche Politiker würden das besser machen? So wie in der Sowjet Union oder dem 3. Reich? Da hat auch die Politische Führung den Lehrplan bestimmt.

      Politik soll sich nicht in den Lehrplan einmischen. Sie darf gerne die neue Pädagogik abschaffen, die Frage ist nur wozu. Denken die Eltern von schulisch nicht erfolgreichen Kinder das diese durch eine Änderung der Politik plötzlich zu Genies werden? Warum kann man sich nicht einfach damit abfinden das nicht jedes Kind einen Schnitt von über einer 5 im Zeugnis haben kann?

      • Markus Schneider sagt:

        Soweit mir bekannt wurde die politische Führung weder in der Sowjetunion noch im Deutschen Reich in freien Wahlen bestimmt. Politik soll sich sehr wohl in den Lehrplan einmischen und das tut sie ja auch längst, denn sind die Mitglieder der Schulpflege vielleicht keine Politiker? Sind nicht viele heutige Lehrer ursprünglich als linke Agitatoren angetreten, welche „das System von innen bekämpfen“ wollten, nämlich indem sie die Kinder des „Klassenfeindes“ mit Marx, Engels, Lenin und Mao indoktrinieren wollten?

      • Matthias sagt:

        SIe haben in der Schule aber gut aufgepasst, die NSDAP hatte dabei genau gleichgrosse Wähleranteile wie die SVP. Auch beide so gesund rechts. 🙂

    • Kathy sagt:

      „Sehr viele Eltern sind mit der Schule überhaupt nicht zu frieden.“

      Genau das ist ein Hauptproblem. Viele Eltern stehen in einem ständigen Kampf mit der „bösen Schule“ und stellen sich verteidigend vor ihre „Engelchen“, statt mit den Lehrern zusammen zuarbeiten. Zudem ist es heute schon fast normal die Erziehungspflichten zu vernachlässigen oder diese aber vollständig auf die Schule abzuschieben. Statt jetzt aber der SVP nachzurennen und die Schule verändern zu wollen, sollte man sich erst mal bei der eigenen Nase nehmen.

      • Ursula sagt:

        Ich bin überzeugt, dass nicht dieser Kampf gemeint ist, den kann man als engagierte Lehrerin durchaus mit Argumenten ausfechten. Eines der vielen Probleme ist doch, dass , wie Sie selbst erwähnen, Lehrer immer mehr zu Erziehenden mutieren und Eltern immer mehr zu Lerncoaches. Und zwar auch bei guten Schülern, da oft Grundsätzliches vernachlässigt wird, dann aber auf der nächst höheren Stufe (Lehre, Gymi, Fachmittelschule) plötzlich verlangt wird.

  • Tom Würgler sagt:

    Wenn die SVP konsequent wäre, würde sie sich für eine Stärkung der Privatschulen einsetzen. Dann würde sich automatisch zeigen, welches Schulprinzip erfolgversprechend ist. Die Einmischung von Parlamentariern in den Schulbetrieb provoziert förmlich Amateurverhältnisse. Als Vater und Steuerzahler erwarte ich, dass sich ausschliesslich Profis um die Belange der Schulen kümmern. Bastelbuben benötigen wir nicht.

    • Cara Mia sagt:

      Bingo. Und die SVP und konsequent? Ein Widerspruch in sich.

      • heidi reiff sagt:

        Vieles hat sich zum Glück geaendert in unserer Neuzeit, Kinder mögen auch basteln, ob Bub oder Maedchen, als Maedchen habe ich von meinen Brüdern gelernt, einen Drachen zu basteln, hatte echt Spass, diesen im Herbst fliegen zu lassen. Muessen wir jetzt in der Schule das Heldentum einführen, auf Schritt und Tritt marschîeren, Dressur ? NEIN DANKE.

      • Tomas sagt:

        Hmm, man kann der SVP einiges vorwerfen, aber inkonsequenz wohl am wenigsten.
        Ich glaube, dass das mitunter der wahre Grund für den etwas irrationalen Abwehrreflex bei den Linken ist.

        Das ist an sich Schade, denn die stramm ideologisierten Genossen sind spätestens ab dem Augenblick unfähig über ein Thema sachlich nachzudenken, in dem SVP dazu ihre Meinung publik macht.
        Wenn egal welche von SVP geäusserte Meinung automatisch dazu führt, dass sie von den Genossen bekämpft wird, muss man sich nicht über „rechtsrutsch“ in der Bevölkerung wundern, denn was bleibt dann eigentlich übrig?

      • bronf sagt:

        Hmm, man kann der SVP einiges vorwerfen, aber inkonsequenz wohl am wenigsten.

        öhm, landwirtschaftspolitik?

    • Sportpapi sagt:

      Naja, ich halte demokratisch gewählte Schulpflegen für etwas sehr Wichtiges., auch wenn es keine Profis sind. Und ich bedauere es sehr, wenn diese nun nur noch „strategisch“ tätig sind, sprich: nicht mehr wissen, was im Schulhaus abläuft.

  • Cara Mia sagt:

    Jedes Unternehmen weiss es: Erfolg und Misserfolg stehen und fallen mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Egal, wie nun reformiert und umgebaut wird, wenn die Lehrer nicht voll hinter der Schule stehen und mit Freude unterrichten können, klappt es nie. So wie es jetzt läuft, mit Sparübungen, riesigen Klassen und blödsinnigen Stundenplänen kann Unterrichten keine Freude machen, und entsprechende Lehrer haben wir:frustrierte oder welche, die sich einen einfachen Beamtenjob machen. Die Schule muss vom Staatsbetrieb zum Unternehmen werden, Anreize schaffen, kontrollieren und Unfähige entlassen.

    • Harry B sagt:

      Wenn ich das schon höre „Anreize“ schaffen, schlagen sie etwa vor, wie bei den Banken, „Boni“ zu verteilen. Wenn Sie mal etwas in die Welt schauen, so würden Sie vielleicht stutzig werden. Für mich ist die Wirtschaft in vielen belangen duckmäuserisch und inkonsequent. Unternehmen schröpfen sich in den Reichtum und wenn sie bankrott gehen flehen sie den Staat und die Gemeinschaft um finanzielle Hilfe an. Nein, sorry die Wirtschaft ist für mich kein Vorbild, wenn es um die Organisation der Bildung geht.

      • Genau. Anreize ist das letzte was es braucht. Der Lehrer, der Pfarrer und der Hirte: es sind „Berufene“ für den den Dienst am Volk. gibt es Boni auf den Bündner Galtvieh-Alpen? Neeee. Gibt es Boni für reformierte Theologen? Neeee. Den Bonus gibts im Himmel und hienieden gibt es fröhliches muhen, volle Kirchenbänke und feuchte Augen oder eben dankbabere Ex-Schüler und Eltern. Wer wegen des schnöden Mammons das Schulzimmer betritt soll es gleich lassen.

      • bronf sagt:

        sie haben noch das pflegepersonal vergessen, die brauchen auch keinen lohn…

    • Cara Mia sagt:

      Lehrer sollen also ohne Anreize arbeiten, mit proppenvollen Zimmern, kurzen Unterrichtsstunden, antiquierten Lehrmitteln. Sie sollen gratis und franko mit auf Ausbildungsreisen, abends und am Wochenende mit Eltern debattieren. Sie sollen weiterhin Schlaue und Dumme, Erzogene und andere unter einen Hut bringen und sich den Sandkasten-Restrukturierungen weltfremder Theoretiker unterwerfen. Wie seit Jahren.
      Schon klar: das sind ja Idealisten, mit denen kann man alles machen. Ich schaue nicht über den Haag, meinen Sie? Schauen Sie doch selber mal besser hin.

      • chr sagt:

        Das kann ich so 1:1 bestätigen – bin selber Lehrer auf dem Absprung.

      • StefanB sagt:

        Frage, Cara Mia: Was heisst denn „Anreize schaffen“? In der Wirtschaft (und daher kommt das Gelaber ja) heisst dies nur, erfolgreiche Mitarbeiter zu belohnen. Was aber heisst in der Schule erfolgreich sein? A la SVP doch, dass möglichst viele das Klassenziel erreichen – was bei schlechten Klassen dazu führen wird, dass die Prüfungen entsprechend leichter ausfallen, um ja den geforderten Prozentsatz an erfolgreichen SchülerInnen zu erfüllen.

      • Cara Mia sagt:

        Anreize schaffen: ok, das war vielleicht ein KO-Wort. Ich meine: die Lehrer müssen gerne unterrichten, dann tun sie es auch gut. Die Frage muss also sein: was brauchen sie, um gerne zu unterrichten? Ich bin bloss Mutter, aber was ich sehe, reicht mir, siehe oben. Stimmen die Anstellungsbedingungen, kann man auch Forderungen stellen an die Leistungen der Pädagogen. In den Privatschulen geht das ja auch. Eigentlich muss man nichts neu erfinden, nur schauen, wie es diese Schulen machen.

      • Cara Mia sagt:

        @chr: spring nicht ab, kämpfe! Den Kindern zuliebe! Sonst haben die am Schluss wirklich nur noch die Pfeifen, die sich auf 12 Wochen Ferien freuen, und lernen gar nichts mehr.

    • Erich sagt:

      @Cara Mia, Anreize schaffen wie ein Unternehmen. Lieber nicht, denn Unternehmen schaffen derzeit vor allem extrinsische Anreize. Bei Lehrpersonen sollten intrinsische nicht zu kurz kommen. Diese drohen derzeit erstickt zu werden in fehlender Anerkennung (s. auch Elternterror-Blog), Uberladen mit Administrativtätigkeiten u.ä.

      • Cara Mia sagt:

        Es braucht beides. Eltern: ich bin dagegen, dass Eltern die Lehrer ungefiltert belästigen und bestürmen können. Wäre ich der „Schulchef“ würde ich eine Stelle schaffen, bei der sich alle beklagen können, wenn sie mit der Note nicht einverstanden sind, und die würde das dann mit dem Lehrer klären und den Eltern berichten. Da würden die Druckversuche rapide abnehmen, mit jeder Garantie. Und dass Klassen Lehrer abwählen dürfen, das geht doch nicht (ist aber gang und gäbe). Wie soll man da noch erziehen können? Ich wäre als Mutter wohl auch schon einige Male abgewählt worden…

    • Sportpapi sagt:

      Du hast ja teilweise recht, Cara Mia. Gute Schule steht und fällt mit guten Lehrern, die wiederum motiviert sein müssen. Auf der anderen Seite sind Lehrer angestellte. Und es gibt kaum einen Berufsstand, der Anweisungen so radikal unterlaufen kann, wie Lehrer. Deshalb kommen auch viele Reformen in den Schulzimmern gar nicht an.

      • chr sagt:

        Die für mich sinnlosen Anweisungen, die ich unterlaufen kann, unterlaufe ich auch tatsächlich. Das ändert aber nichts daran, dass:
        – ich eine zu grosse Klasse habe, von der die Hälfte Sonderschulung bräuchte
        – ich m.E. zu wenig verdiene, bzw. keine Aussicht auf echte Lohnerhöhungen in Zukunft habe
        – kein Support von politischer Seite vorhanden ist
        – das Geld so knapp ist, dass ich mir auf eigene Kosten Dinge für die Schule anschaffen muss (Beamer)
        – es kein funktionierendes Konzept für die mir anvertrauten Jugendlichen gibt (SekC + Sonderschüler)
        – etc. etc.

      • Cara Mia sagt:

        Das geht doch nicht! Wir vertrauen den Lehrern unser höchstes Gut an, unsere Kinder, unsere Zukunft, und behandeln sie derart jämmerlich. Unsummen fliessen in den Strassenbau, zum Beispiel, aber für die Bildung ist kein Geld da. Die Konsequenz ist, dass wir wirklich auch Lehrkräfte haben, die diesen Namen nicht verdienen. Was wir brauchen, sind engagierte Lehrer, die den Lehrstoff vermitteln können (das wäre die Qualitätskontrolle), und denen muss man ein gutes Arbeitsumfeld bieten, sonst geht das nicht. Man kann auch nicht einen „autoriären“ Unterricht verordnen, wenn dies dem Lehrer ff…

      • Cara Mia sagt:

        ..ff nicht liegt. Jeder muss selber schauen, wie er mit der Klasse das Ziel erreicht, ob kollegialer oder strenger. So, nun habe ich diese Buchstabenpickerei ausgetrickst, adieu mitenand!

      • Sportpapi sagt:

        So knapp ist das Budget für Bildung nicht. Und wenn wir jetzt das Geld noch sinnvoll einsetzen würden, wäre viel erreicht. Nicht jede teure Innovation – eingeführt natürlich als kostenneutral – ist tatsächlich ein Fortschritt.

      • Cara Mia sagt:

        Wenn 26 Schüler in eine Oberstufenklasse gequetscht werden müssen, damit der Etat für die Lehrkraft reicht, wie bei meiner Tochter, dann ist nicht genug Geld da. Wir waren vor 30 Jahren auf der gleichen Schulstufe noch 15 Jugendliche!

      • Sportpapi sagt:

        Der Schnitt der Klassengrössen ist deutlich tiefer. Was wäre im beschriebenen Fall die Alternative? Einige zusätzliche Stunden Teamteaching zur Entlastung bringen wohl am meisten. Was ich meine: In meiner Gemeinde muss aktuell ein Schulhaus erweitert werden, weil es mit 250 Schülern überfüllt ist. Beim Neubau vor 30 Jahren wurden im gleichen Haus 400 Schüler unterrichtet. In der Zwischenzeit braucht es eben Nebenräume, Gruppenarbeitsräume, Computerräume, Therapiezimmer, Schulleitungsbüros, …

  • Matthias sagt:

    Das ganze ist ziemlich lächerlich. Die Schule soll politisch Neutral sein, wenn man diese aber der Politik übergibt werden die Mehrheiten das auszunutzen wissen.
    Auch halte ich nichts von diesem Rückwärtsgerichteten denken. Buchhaltung statt Staatskunde klingt ja schon verräterisch genug. Sich darüber aufregen das auch Männer „nähen lernen“ finde ich auch etwas bescheuert, vermutlich hätte die SVP gerne wieder Geschlechter getrennten unterricht, Frau lernt Kochen und Nähen die Männer Mathematik, Geometrie, Werken, etc. Schliesslich sagen sie ja offen, dass sie das alte System mögen.

    • Monika sagt:

      …die SVP-ler könnten ja Ihre Kinder in SVP-Schulen schicken. Die Blochers, Brunners, Giezendanners etc. würden sicherlich solche verBlindungsstätten (ehemmm, sorry, Bildungsstätten) finanzieren… Jedenfalls schicke ich mein Kind lieber in eine Schulen, in der common sense und Toleranz von Fachkräften vermittelt wird als zurück in ein Klassenzimmer wie zu Gotthelfs Zeiten. Aber was schreibe ich hier: SVP bleibt SVP bleibt SVP.

      • Ruedi Lais sagt:

        Aha, heute ist statt Polit-Blog Outdoor-Blog. Deshalb muss der Mama-Blog die Rolle des SVP-Blogs übernehmen. Hauptsache, der ADS-Partei wird geholfen.

      • Markus Schneider sagt:

        Nein, das können sie eben nicht. Stattdessen müssen sie die von den Linken beherrschten Schulen mitfinanzieren und den ganzen Blödsinn mitmachen, weil die Demokratie es so will und weil die SVP eine demokratische Partei ist, die sich an Mehrheitsentscheide hält. Auch zur Demokratie gehört aber, dass man gegen Dinge sein darf, die einem nicht passen. Man darf darüber sprechen, man darf Initiativen einreichen und man darf selber bestimmen, welche Volksvertreter man wählen will. Einzig das macht die SVP – und inzwischen rund 30% des Schweizervolkes.

      • Sportpapi sagt:

        Nein, die SVP gibt vor, mit ihren 30 Prozent der Stimmenden die Meinung der Mehrheit des Volkes zu vertreten. Das hat mit demokratisch nichts zu tun.

  • Erich sagt:

    Die im letzten Abschnitt gestellten Fragen sind wohl rhetorischer Art. Natürlich sollten Schul- und Lehrpläne durch Experten (allerdings unter Einbezug aller Beteiligten und Achtung von Rahmenbedingungen) konzipiert werden: Je weniger Köche, desto besser der Brei. Unser Bildungssystem ist einfach zu wichtig, um am Stammtisch zerredet oder zu billigem Stimmenfang missbraucht zu werden.

    Der Lehrplan 21 geht (http://www.lehrplan.ch/) geht in die richtige Richtung und basiert auf bestmöglichem Konsens. Jede (auch politische) Partei hat dort im Vernehmlassungsverfahren mitwirken können.

  • Roger sagt:

    Es ist völlig unerheblich, wer mir als verantwortlichem Klassenlehrer die Vorgaben macht: Letztlich bin ich immer abhängig von der Zusammensetzung der Klasse und den Eltern, die dahinter stehen. Bildungspolitiker, Landräte, Pädagogik-Experten, Lobbyisten, Interessenvertreter, Funktionäre: Jeder kocht sein eigenes Süppchen, und allesamt planen sie an der Realität vorbei. Keine Klasse ist gleich wie die zuvor. Die aktuelle Diskussion um Amy Chuas Buch zeigt ausserdem, dass wir weit entfernt von Einigkeit darüber sind, was wir von den Kindern erwarten wollen.

    • Kathy sagt:

      So ist es. Bis jetzt das Vernünftigste was hier geschrieben wurde..

    • Tomas sagt:

      Das stimmt wohl.

      Nur, ich denke dass damit einem Mensch später im Leben die Möglichkeit offen steht, eigene Meinung zu bilden, muss er / sie über ein gewisses Fundament an Wissen verfügen. Zu konstatieren, dass man etwas im Internet finden kann nutzt nicht viel wenn man nicht weisst, wonach man suchen soll. Erst die Fähigkeit Quer durch die Disziplinen Zusammenhänge zu erkennen befreit den Geist für eigene Meinungsbildung und macht ihn immuner gegen Ideologien aller Art.
      Je breiter abgestützt das angeeignete Wissensfundament ist, desto freier kann sich der Geist bewegen.

  • Als Historiker und Vater kann ich nur bestätigen: „Fachbereiche“ führen nicht zur „vernetztem Denken“ sondern zu flächendeckendem „Unwissen“. Während mir als Sechstklässler noch die blutige Geschichte von Morgarten bis Marignano erklärt wurde und ich als Dreikäsehoch einen Begriff von der Schweiz bekam, erhalten heutige ABC-Schützen in „Mensch und Umwelt“ einen Brei vorgesetzt, der wenig zur staatsbürgerlichen Identitätsstiftung beiträgt. Ein bisschen Römer, Pfahlbauer und … ja keine Schlachtengeschichten: denn auf dem Rütli war nichts und Tell ist erfunden. Nationale Selbstabschaffung.

    • Baumgartner sagt:

      na ja, sie als Historiker… schon mal was von Schiller gehört?

      • Luca Conconi sagt:

        Herr Girardet sie haben ja zimlich Gas gegeben…anyway!
        Ich (Jahrgang 86) inzwischen keine Ahnung mehr, wie die Lehrpläne aussehen, aber eines ist sicher! Was auf keinen Fall wichtig ist, die Kinder auf die Wirtschaftswelt vorzubereiten, dafür sind Lehren gedacht und weiterführende Schulen je nach dem! Vor allem hat dazu kein Kind Bock…warten Sie mal ab bis alle in der Lehre sind….dann gibt es viele Dinge die interessanter sind! 😉 Was das mit dem Tell soll….meine Güte, ich weiss gar nicht ob ich das noch hatte…ist sowiso nur ein Mythos, und Schlachten gibts auch bei Herr der Ringe!

      • Walter sagt:

        Die Lehre ist Wirtschaft und darauf müssen die Kinder vorbereitete werden. Und wenn sich die Schule danach richtet worauf die Kinder Bock haben, ist das Debakel vorprogrammiert.

      • Lina sagt:

        Schlachten gibt es in Libyen. Leider im Moment nicht zu besichtigen. Und furchtbar weit weg.

      • @Baumgartner
        Jaja, Schiller kenne ich. Und wetten besser als Sie?

      • Orlando S. sagt:

        Ecce homo Luca Conconi – ein beispielhaftes Exemplar für die Sorte Bubis, die herauskommt, wenn aus der Volksschule ein umweltbesorgtgutmenschlichgenderübersensibles Brainwash-Seminar geworden ist.

    • Lina sagt:

      Vorweg: Ein Skandal, dass mit dem Abgang von Sabli die Schweizer Geschichte an der Uni (ZH) abgeschafft wurde. Symptomatisch. / Das Problem scheint mir aber nicht zu sein, ob Tell imaginiert ist oder nicht, sondern dass die staatsbürgerliche Erziehung (und dazu gehört historisches Grundwissen, olle Facts, nicht nur Schwabbel-Retro-Gefühle und Drauflosgelabber) von der Schule systematisch unterhöhlt wird. Es fehlt ganz banal an Wissen und – weniger banal – an Bewusstsein sowie Identität (bei der Lehrerschaft).

      • Yves sagt:

        Die Frage ist jetzt nur, ob es eine nationale Identität gemäss SVP oder eine individuelle Identität gemäss heutiger Welt sein soll.

      • Sportpapi sagt:

        In den Schweizer Hochschulen muss international publiziert werden, nicht Lösungen für die Schweizer Probleme erforscht werden. Sind eben unabhängig, die Unis…

      • Luca sagt:

        Orlando S. ….kannst gerne mal mit mir an den Stammtisch sitzen und bisschen quatschen! Ich hab auch andere Seiten…und zwar diese wenn mir ein Möchtegern-Ich weiss ja alles-Klugscheisser was sagen will. Du weisst gar nix, ich hab warscheinlich noch ne bessere Schule als du genossen auf dem Lande, in unserer suuuper SVP-Hochburg! Piss mir nicht ans Bein und bleib etwas sachlich und entspannt…sonst pfeffer ich dir noch mehr solche Antworten um die Ohren!

    • Lina sagt:

      Giorgio, meine Antwort ist wieder weg.

      • Hey Lina, was ist nun ein „gestreiftes Länzchen“? und woher hast du dein wissen über die Schule?

      • Lina sagt:

        Giorgio! Ein gestreiftes Länzchen. Das ist eine kleine, elegante Lanze, die ich für dich und deine Beiträge, die ich als grosse Bereicherung empfinde, breche. Und weil wir im Mamablog sind, der oft zu einem Mami-/Papiblog verkommt, wird das Länzchen zauberzauber in ein geburtstagskerzliartiges Streif-Ding umdekoriert, z.B. in Himmelblau-Weiss. Mit Schleife. Aber nicht unernst gemeint, trotz Verniedlichung. – Von der Schule weiss ich einiges via befreundete Gymilehrerinnen sowie via dauerkommunizierender Patenkinder und via meiner eigenen Politikanten-Existenz.

    • mila sagt:

      als berufskollegin sage ich ihnen eins, giorgio: es geht nicht darum, was auf dem rütli war oder nicht, sondern wie man damit umgeht. brisantes beispiel: der amselfeld-mythos. serbische historiker haben diesen längst auseinandergenommen, nur weiss die bevölkerung nichts davon – ein herrlich-nützliches mittel der politischen instrumentalisierung. die wenigen fakten, die man tatsächlich auf den tisch bringen kann, wären im grunde um einiges interessanter als die kolportierte erzählung.

    • mila sagt:

      @giorgio girardet: ich wollte ihnen eigentlich am beispiel der serbischen geschichte – sozusagen unter berufskollegen – erklären, weshalb aus heutiger sicht der umgang mit mythen ausschlaggebender ist als das, was sich vielleicht, vielleicht aber auch nicht vor vielen, vielen jahren zugetragen hat. aber die antwort will nicht durchkommen.

      • Ohne, dass ihre Antwort durchkommt. Ich weiss wohl was sie meinen, denn die Mythenbesoffenen Serben sind bald die einzigen, die über solche Zusammenhänge noch geordnete Gedanken äussern könnnen. Hier ist in Lehrstühlen und Redaktionen die grosse Sitzpinkelei ausgebrochen. Aber immer mit Doppelblindstudien abgestützt. Im Nebelspalter gibt es seit 2005 die Kolumne „Tito’n’Tell“ zu fragen von Jugosphäre und Eidgenossenschaft und Integration.

      • the man sagt:

        Au, Mila, auf diesen Beitrag bin ich jetzt sehr gespannt! Das könnte mir noch den Morgen retten…

      • mila sagt:

        ich weiss nicht, giorgio, aber meine gedanken gehen wohl in eine etwas andere richtung. wenn man sich diesen einen berühmten schlachtenmythos anschaut, hat der in den letzten drei jahrzehnten eine welle des todes und der vernichtung nach sich gezogen. dabei haben ihn serbische historiker längst auf basis der wenigen fakten, die überliefert sind, in zentralen punkten modifiziert – nur weiss die serbische bevölkerung nichts davon, weshalb besagter mythos immer noch als hochnützliches instrument (national-)politischer propaganda zu gebrauchen ist. daraus ergibt sich eine these: (s. zweiter teil)

      • mila sagt:

        2. teil: würde man die mittelalterliche serbische geschichte auf ihrem neuesten stand kennen, sähe man die eigene vergangenheit in einem etwas anderem licht. man könnte sich der ganzen, überlebten grossmachtphantasien entledigen und erstmals wieder so richtig stolz auf die eigenen vorfahren sein. will heissen: man muss die destruktiven aspekte von mythen entlarven, um ihre positiven kräfte – verbundenheits-, heimatgefühl etc. – sinnvoll nutzen zu können. was nicht funktioniert, ist die vollumfängliche absage an mythen, denn sie decken bedürfnisse ab, an die fakten allein nicht herankommen.

      • mila sagt:

        der erste teil steht, wie ich sehe, immer noch aus. darin geht es um die zerstörerischen kräfte einer bestimmten schlachtenerinnerung und ihrer instrumentalisierung in den letzten jahrzehnten.

      • Patrick Tigri sagt:

        Hab grad heute vom Amselfeld gelesen, das ist ja riesig, 80 km lang…

      • mila sagt:

        es war auch eine grosse schlacht, mit ungewissem ausgang…

      • Patrick Tigri sagt:

        Laut Wikipedia gab es in der Geschichte 4 Amselfeldschlachten…

    • tobe or not tobe sagt:

      Die Jugend will keine Mythen mer.. Die Jugend will offene Grenzen… das Konstrukt von Nationalität und Rasse ist was sich eine SVP auf den Banner schreibt oder eine Le Pen auf den Kopf schreibt.. Viele Junge verachten dies, doch es sind ihre Eltern die sich einst gegen dies wehrten und nun dieselben Lemminge wurden!!

      Wir glauben nicht mehr an Märchen wie Tell, Jesus etc… Die Zeit der Warheitsfindung ist gekommen hoffe ich…

      • Oje Oje Oje. Die „Wahrheitsfindung“ „Ohne Mythen“. Die endete noch immer im Blutbad. Das ist das einzige was ich aus der Geschichte lernen konnte.
        Darum haben Sie sich wohl auch so einen tragischen Nick ausgesucht: „tobe or not tobe“.

      • mila sagt:

        ach ja, lieber tobe, und weshalb hört man gerade in jüngeren kreisen immer wieder diesen saudummen spruch: schweizer kann man werden, eidgenosse nicht? etwa, weil sich die mythen überlebt haben? ich selbst betrachte mich gerne als kosmopolitin, bin meinen zwei heimaten jedoch aufs herzlichste verbunden. und ich sehe nicht, was daran falsch sein soll. ausser eben, es kommen unreflektierte ressentiments ins spiel.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        tobe, das stimmt doch nicht, die Rechten haben bei den Jungwählern und bei den Alten die meisten Anhänger. Was auch kein Zufall ist, weil sie nämlich den Preis für das unreflektierte Multikulti der Elterngeneration zu zahlen haben. Sie sind es, die sich mit Leuten, die unsere Werte ablehnen, herumschlagen müssen, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Ausgang. Die jungen männlichen Einwanderer aus muslimischen Ländern sind es, die Probleme machen. Davon hat die Elterngeneration oft überhaupt keine Ahnung und will das auch gar nicht wissen, weil sie dann ihre Ideologien überdenken müsste.

      • mila sagt:

        eben, pippi. daher die ganze ablehnung gegenüber allen ausländern, auch denjenigen, die die werte der schweiz mittragen und hochhalten. und das alles nur, nur weil man die probleme nicht in aller deutlichkeit benennen will.

      • mila sagt:

        wieder diese warteschlaufen heute. pippi, ich wollte nur sagen, dass du recht hast: gerade weil wir die probleme nicht beim namen benennen, grassiert gerade unter den jungen eine zunehmende ablehnung gegenüber allem fremdländischen, auch gegenüber denjenigen, die die werte der schweiz teilen und die sich benehmen wie jeder andere gebürtige schweizer bürger auch.

      • mila sagt:

        pippi, dritter anlauf. ich sehe es ähnlich wie du: wenn man die probleme nicht beim namen nennt und sie unter den teppich kehrt, dann kommt es eben dazu, dass aufgrund eines unreflektierten multikulti teils ebenso unreflektierte vorurteile entstehen. statt dass man gegen die einzelnen problemverursacher mit aller härte der gesetzes vorgeht, trifft die kollektive wut am ende eine höchst heterogene gruppierung von menschen, die sich nichts haben zuschulde kommen lassen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        mila, finde es schön, dass du mir gleich dreimal zustimmst, wenn zweimal auch etwas unfreiwillig 🙂

        Wir hatten immer Kontakt mit Ausländern, meine Eltern hatten einen KMU-Betrieb mit Arbeitern aus Italien, Spanien, Jugoslawien. Meine älteste Freundin, seit der zweiten Klasse, ist gebürtige Serbin. Auch meine Jungs haben einen internationalen Freundeskreis. Seine ausländischen Freunde respektieren heisst auch, an sie die gleichen Forderungen zu stellen wie an die Schweizer Freunde. Keine Extrawürste!

      • mila sagt:

        immerhin, pippi, die comments kommen durch. das ist ja nicht immer der fall, deshalb: dreifach genäht hält besser!

      • Orlando S. sagt:

        Sieh an, Pippi denkt ganz klar und sogar vernünftig, wenn sich nicht der trübende Schleier ihres Vorvorgestern-Feminismus zwischen die Synapsen schiebt. 🙂

      • Tomas sagt:

        Pippi, hast du jemanden an deinen computer rangelassen? Das tönt so ungewohnt vernünftig, dass ich ganz verwirrt bin 🙂

      • Markus Schneider sagt:

        Pippi hat eben ein gutes Herz und das ist doch alleine, was zählt.

      • the man sagt:

        @ Pipi:
        „Die jungen männlichen Einwanderer aus muslimischen Ländern sind es, die Probleme machen“- bei deinem Versuch, die Probleme beim Namen zu nennen bist du wohl in eine Klischee-Falle getreten. Welche Einwanderer kommen denn schon aus muslimischen Ländern? Die allermeisten Einwanderer kommen aus säkularisierten europäischen Staaten, in denen die Religion kaum eine Rolle spielt (wie etwa in der Schweiz). Die von vielen Schweizern als störend empfundenen Unterschiede ergeben sich aus der jeweiligen Kultur und dem Bildungsstand (beidseitig) – mit der Religion hat das aber kaum was zu tun…

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mila: Diese sogenannten Eidgenossen sind zu 90% vom Land… Diese Herren der PNOS usw. sind für mich auch keine normalen jugendlichen sonder stehengebliebene, von den Eltern und den Reduitstorys ihrer Grosseltern hinrgewaschene Glatzköpfe die nicht merken wie dumm ihre Aussage ist. 80% aller Mittelländler sind keine eidgenossen. Das dürfen sich Uri, Schwyz und
        Vielleicht hätte ich schreiben sollen, die Jugend in den Städten und agglos…..

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi Langstrumpf: Muslimische Einwanderer sind schuld.? Das hat nichts mit der Religion zu tun sondern mit vielen anderen Faktoren. Ja das Gewaltpotenzial ist höher bei Einwanderer da sie sich auch mehr beweisen müssen um Euren Klischees nicht zu entsprechen. Doch alle in einen Topf zu werfen Madame passt nicht zu ihnen…
        Das Problem von vielen muslimischen Einwanderern ist die Unnachgiebigkeit ihrer Familien. Und klar passt dies nicht in Schweizer Werte.. Doch wie viele Schweizer Firmen haben zu tausende Gastarbeiter in der Türkei angeheuert?

      • tobe or not tobe sagt:

        @Giorgio:Konfuzius sagte schon: Die Jüngeren sollen wir fürchten, denn woher wollen wir denn wissen, dass sie uns in Zukunft nicht übertreffen werden? Einen Mann hingegen, der schon vierzig oder fünfzig geworden ist, ohne dass man je etwas von ihm gehört hätte, den braucht man auch nicht mehr zu fürchten.”

  • Eine erfahrene Lehrkraft sagte kürzlich: „Wer macht eigentlich eine gute Schulpolitik? – Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu komme, es zuzugeben: Die SVP“. Dass die Wirtschaft schon jetzt über „basic check“ und „mulit check“ die Abgänger der Volksschule evaluiert, bevor sie Schüler auch nur zu Schnupperlehren zulässt ist Realität. Die Ausdehnung des Schulobligatoriums auf 9 Jahre, hat dazu geführt, dass die Lehrkräfte denken: das hat noch Zeit (Rechtschreibung, Staatskunde, Neturwissenschaften). Migrantenkinder aus Staaten, wo die Kinder nach 5 Jahren „alles“ wissen müssen, staunen.

    • chr sagt:

      Der Multicheck wird in der 3. Sek gemacht. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem jeder Schüler, der in der Berufswahl nicht alles verschlafen hat, schon Schnupperlehre(n) gemacht hat.

      • Tatsache bleibt, dass die Reformkaskade in Notengebung, Zeugnis-Formularen und Organistionsformen der Oberstufe die Abgangzeugnisse für die Berufswelt unlesbar gemacht hat. Die Notengebung und Beurteilung ist zu reiner Gutmenschen-Onanie verkommen. Was nützt „Sozialkompetenz“ wenn die Rechtschreibung nicht sitzt?

      • Lina sagt:

        Point taken.

      • Henri sagt:

        @Giorgio Girardet 10. März 2011 um 10:15

        Also wenn das stimmt, was Sie sagen, dann tummeln sich hier in diesem Forum eine ganze Menge Leute mit jeder Menge an Sozialkompetenz – angesichts deren mangelhaften Rechtschreibung ….

    • Liv sagt:

      @Girardet: Sie sehen die Bildungswelt schon recht einfach. Eigentlich behaupten Sie, dass früher die Schulwelt eine bessere war. Das denkt und verbreitet jede Generation von älterwerdenden Menschen seit Jahrtausenden. Die sind überzeugt, dass diejenigen nach ihnen kommen dümmer, ungebildeter, egozentrischer, etc. sind und die Welt sowieso in die Apokalypse treiben würden. Was für ein Bildungswesen soll es denn sein? Eines, dass Schülerinnen und Schüler zu „Schäflein“ macht und sie davon überzeugt, dass alte, weisse, reiche Männer die natürliche Ordnung der Welt bestimmen?

      • gelsomina sagt:

        was nützt mir perfekte orthographie, wenn ich, sei’s an einem schalter oder in einem spitalbett, schlecht behandelt werde?

      • Markus Schneider sagt:

        @gelsomina: Sie können dann ein orthographisch korrekt verfasstes Beschwerdeschreiben verfassen und es dem zuständigen Amt zukommen lassen, das es natürlich bürokratisch korrekt ablegen und von Experten vergessen lassen wird. Denn die Leute am Schalter oder am Spitalbett bekommen ihr Geld nicht von Ihnen, sondern aus der Kasse, die durch das Zwangseintreiben von Steuern und Krankenkassenprämien gefüllt wird, aber nie voll genug ist um die unverdienten Lohnerhöhungen bezahlen zu können. So verdienen auch die Banken etwas, denn bei denen muss der Staat dann Schuilden machen.

    • Lina sagt:

      Die heutige Jugend ist nicht dümmer und nicht schlechter als „früher“ (?), sondern so idealistisch, liebenswert und romantisch wie eh und je. Da aber „die Welt“ im Prozess der Technisierung wesentlich komplexer und begehrlicher geworden ist, wir Menschen aber als Wahrnehmende, unsere psychischen, mentalen Apparate hinterherhinken, ist es an uns (wohl ebenfalls verunsicherten) Erwachsenen, mit einigermassen festem Schritt voranzugehen – führend und beratend, sich bemühend um Orientierung, Werte, Richtung, Struktur, klare Inhalte -, wie es die Pflicht ist von Erwachsenen.

    • bomberman sagt:

      Als Lehrmeister in einem Informatikbetrieb kann ich dazu nur sagen: FAIL!
      Der Multicheck ist zwar ein manchmal brauchbares Vergleichsinstrument, ein Zeugnis aber genauso. Schulzeugnisse liefern klare Indizien und ein Gespräch mit Lehrern (welche oft als Referenz angegeben) bringt weitere Klarheit. Was der Wirtschaft sehr viel bringt ist eine Harmonisierung der Schulen, da man dadurch viel besser die Abgänger vergleichen kann (es heisst dann nicht mehr: Progym, Sek-2, Bez1, Bez-2 oder was auch immer), aber genau gegen Harmonisierung ist die SVP ja dagegen.

  • J_Randi sagt:

    Zu Ihrer ersten Frage: Bildungsfragen sind schon lange von Interessenvertretern beeinflusst. Oder glauben Sie, Frau Binswanger, dass die „demokratisch gewählten Experten“ keiner Interessensgruppe angehören? Es ist völlig legitim, wenn politische Parteien Einfluss zu nehmen versuchen. Ob es gelingt, ist eine andere Frage.
    Aber eine Schule, die die Kinder nicht auf die Wirtschaftswelt vorbereitet, ist vor allem eines: FAIL. Die Kinder dürfen es dann ausbaden.

    • Im Bildungswesen hat sich ein verhängnisvoller „Ideologie-Loop“ eingerichtet: gescheiterte, gutmenschenlehrer werden „Pädagogen“ und kommen dann als Universitär geprüfte „Experten“ in die Schulzimmer der „Praktiker“ wo sie den erfahrenen und erfolgreichen Lehrkräften mit „Doppelblindstudien“ und „Evaluationstools“ und „Gender-Unterricht“ die Freude am Beruf vergällen. Wenn dann die „wissenschaftlcihen Konzepte“ scheitern? Kein Problem, eine ganze Rige Schulsozialarbeiter, Buben- und Mädchenexperten, Individualisierungsberater, Inter-, Super- und Revisoren und Evaluatoren kommen hinzu.

      • Michèle Binswanger sagt:

        @Girardet: Sie können diese Propaganda in Endlosschlaufe wiederholen, sie wird dadurch auch nicht wahrer.

      • chr sagt:

        Wow, arbeiten Sie bei der Weltwoche?

        Woher haben Sie eigentlich all diese Einblicke in den Schulalltag? Vom Hörensagen?

      • Lina sagt:

        Ein „wahrer“ gibt es sprachlich und inhaltlich ebenso wenig wie ein „optimaler“. Denn wahr ist wahr. Und Giorgio hat recht. Das ist wahr.

      • Lina sagt:

        Funktioniert die Antwort-Möglichkeit?

      • @Binswanger
        herzlichen Dank für die Publikationsfreitheit im Rahmen der „Tamedia“
        @chr
        Früher schrieb ich für „Vorwärts“ und „WOZ“. Aber was ich denke, kann nur noch als Satire oder eben in der „Weltwoche“ publiziert werden. Oder eben hier im grossartigen Mamablog der bewunderswerten Mme Binswanger, die darum sehr zu Recht „Journalistin des Jahres“ heisst, weil sie ein echtes publizistisches „feu sacré“ hat. Auch Alain Pichard, der Bieler Lehrer musste seine Ideen in der „Weltwoche“ platzieren. Man muss es mit zugehaltener Nase machen, aber es geht nicht anders. LEIDER.

      • mila sagt:

        es gibt aber redewendungen, lina. und die sind nicht immer sprachlich korrekt, wie wir wissen.

      • Tomas sagt:

        @Binswanger: Das eigentliche Problem sehe ich darin, dass eine Meinung, die man als nicht konform zu der eigenen empfindet, als „Propaganda“ abgestempelt wird und fortan als „nicht beachtenswert“ betrachtet wird – obwohl man eigentlich zuerst einen Beitrag schreibt, dessen vermuteter Ziel ist es, in einer Diskussion genau die unterschiedlichen Meinungen auszuloten.

        Ich würde eher nach den Gründen fragen, wie eine Meinung entstanden ist, wenn ich an einer Diskussion tatsächlich interessiert wäre – und das sollte gerade bei der Bloggerin wohl der eigentliche Zweck der Bemühung sein.

      • Michèle Binswanger sagt:

        @Tomas: Sie haben recht, das könnte man fragen. Aber wenn jemand behauptet, alle Lehrer sein linke Funktionäre, dann wird meiner Meinung nach genau die politische Propaganda bemüht, die nirgendwo hinführt und meine Erfahrung sagt mir, dass auch Nachfragen immer nur neue Schlagworte nach sich zieht. Falsch liegen Sie mit der Unterstellung, ich würde den Kommentar als Nicht-beachtenswert zur Seite schieben. Indem ich darauf Bezug nehme, habe ich ihn im Gegensatz zu ganz vielen anderen Kommentaren schon mal beachtet.

      • Niemand behauptet: „alle Lehrer sind linke Funktionäre“,. Aber es gibt im Schuldienst (wie bei der Polizei) einen gewissen „esprit de corps“ einen „Korpsgeist“ (wie auch in der tamedia-mensa): „wir die Profis“. Dieser Korpsgeist führt dazu, dass man als Lehrer, Journalist oder Polizist nur eine Meinung „öffentlich“ vertreten darf die innerhalb dieser „akzeptierten Bandbreite“ liegt. Wenn das System aber eine gewisse Korruptheit erreicht hat, dann muss man gezielte Molotow-Cocktails in die neuraligischen Zentren werfen, damit die Fassade zum Einsturz kommt.

      • Orlando S. sagt:

        Die Lehrer vielleicht weniger, die LehrerINNEN dafür umso mehr!
        Oder haben Sie eine SVP-Lehrerin im Bekanntenkreis?

      • Tomas sagt:

        Ich habe Familienhalber ziemlich einen guten Einblick in das Schulsystem, und das Schema „wenn der Lehrer ausgebrannt ist und nicht mehr kann, machen wir doch einen Bildungsexperten aus ihn“ ist keine Fiktion.

      • Manu sagt:

        Wenn eine Meinung nicht genehm ist, dann mutiert sie eben schon mal schnell zur Propaganda. Und die eine oder andere Zuschrift zu unterdrücken hat doch beim Tagi längst Tradition; schliesslich geschieht so etwas ja bloss immer im Interesse einer guten und gerechten Sache.

      • max sagt:

        @Michele Binswanger

        Leider ist das nicht Propaganda von Giorgio Girardet. Es ist die abslut grässliche Warheit, die ich von verschiedenen Primarlehrerinnen aus der ganzen Schweiz immer wieder erklärt bekomme.

        Die Lehrerinnen verbringen zwischen 20 und 40 % der Arbeitszeit mit dem Ausfüllen von Formularen und mit dem Anhören von Raporten, wo genau das passiert: Computergestützte Evaluationen, Qualitätssicherungen, wissenschaftliche Konzeptionen werden abgearbeitet.

      • max sagt:

        @MB, Forts.
        Die letzte und unverdächtige Zeitzeugin zu diesen Zuständen unterrichtet an einer solothurnischen staatlichen Schule. Im zweiten Beruf ist sie Bühnenschauspierin bei den Mysterienspielen am Goetheanum. Sie hat sich einen Sonderjob geangelt, eine Spezialaufgabe, wo sie sich ausserhalb dieser Bürokratie stellen kann. Andere hatten weniger Glück und ich hörte von mindestens sechs Frauen und einem Mann, die genau aus den von Giorgio genannten Gründen den Schuldienst quittierten. Nur noch unverbesserliche Optimisten spielen da noch mit. Sonst sind nur Besserwisser und Serienversager!

    • Sportpapi sagt:

      Ich bin auch über den Begriff der demokratisch gewählten Experten gestolpert. Die gibt es leider selten. Wir wählen Politiker als unsere Vertreter, die dann – per Zufall oder aus Interesse – ein Ressort erhalten. Dort lassen sie dann die Experten arbeiten.

    • bronf sagt:

      diese expertenfeindlichkeit ist auch sehr interessant. alle, die hier gegen experten gift und galle spucken, die lassen sich hoffentlich konsequenterweise ihren eiterzahn vom coiffeur ziehen und gehen für die blinddarmoperation zum dorfmetzger…

      • Orlando S. sagt:

        Der Unterschied, lieber bronf: Pädagogik ist weder eine exakte Wissenschaft noch ein unentbehrliches Fachwissen: versagt der Pilot, stürzt das Flugi ab, ist der Arzt unfähig, stirbt jemand. UND DIESE LEUTE WERDEN BEI VERSAGEN GEBÜSST UND VERURTEILT, oder verlieren mindestens ihren Job. Ob die Rezepte und Theorien der Pädagogikwissenschaftler und Bildungsfunktionäre wirklich funktionieren, zeigt sich erst nach Jahren, wenn man niemanden mehr zur Verantwortung ziehen kann.

      • Nun die Fähigkeiten von Coiffeuren oder Dorfmetzgern sind vor aller Menschen Augen und dem freien Markt ausgesetzt. Die Bildungsexperten sind dies nicht, sie haben in ihrem Kanton ein Monopol und bei einem Schuler liegt dann die Frage: wer ist schuld, nicht so einfach wie bei der schiefen Franse oder der vergammelten Wurst. Darum hatte ja der demokratisch-liberale Staat die Lehrer zu abwählbaren Beamten gemacht unter Laienaufsicht (Schulpflege). In den letzten 20 Jahren hat man aber gesagt: 1. das Volk ist zu blöd, 2. Es braucht „Profis“, 3. Wir sind die Experten. Jetzt haben wir den Salat.

  • Sibelius sagt:

    Ich, selbst kein Experte in Sachen Schule, bin genau Ihrer Meinung. Hier müssen Leute, die ihre Sache beherrschen, abwägen und entscheiden, wie man am Besten vorgehen soll. Wenn jeder Politiker, nein, jeder Bürger meint, er wisse wie es gehe und mitreden will, kommt’s sicher falsch.

    Was mich grundsätzlich stört: Die Meinung, dass früher alles besser war, und dass wir unbedingt dorthin zurück müssen. Nicht nur in der Bildungspolitik, nein auch in allen anderen Bereichen. Ein einfaches und erfolgreiches Konzpet der SVP: Die Unzufriedenen mit Versprechen der glorreichen alten Zeiten füttern…

    • Lieber Sibelius. Was die Geschichte anbetrifft WAR früher alles besser. Es gab Kindergerechte hochstehende narrative Lehrmittel, die mir als „Tschinggen“ ermöglichten zu verstehen, wie die Schweiz entstanden ist und wie sie funktioniert. Was heute im Fach „Mensch und Umwelt“ geboten wird ist gänzlich unbrauchbar. Man will heute schon 10jährige, bevor sie sich die Grundbegriffe angeeignet haben, „forschen“ und „sich einbringen“ und „präsentieren“ lassen. Das führt zu einer Schule die ein permanentes „Casting“ ist aber kaum mehr solide Grundkenntnisse vermittelt.

      • chr sagt:

        Was die Geschichte betrifft, steht uns auf der Oberstufe noch ein solches superduper Lehrmittel aus anno dazumal zur Verfügung. Wie ich letzthin feststellen musste (ich brauche das Buch fast nie), ist mein Klassensatz SO alt, dass da beim Thema „Amerika“ ein ganzes Kapitel „Negersklaven“ heisst….

      • Yves sagt:

        Die Welt ist ein einziges Casting! Oder glauben Sie ernsthaft, man kommt heutzutage mit guter Leistung allein vom Fleck? Arbeiten Sie in einem Staatsbetrieb? Bin zwar noch nicht ganz fertig mit meiner Ausbildung – aber in der Primar musste ich noch lernen, wie die bei Sempach aufgestellt waren (jaja, ein Dreieck wars! Supi Rittergeschichtlein, tolle Unterhaltung aber null Wert). Wie aber ‚meine‘ heutige Schweiz geformt wurde (Sozialwerke, Boomjahre, etc) das musste ich selber erforschen, erarbeiten, erkunden. Die Zeit im Unterricht reicht halt nur fürs wirklich wichtige.

      • Patrick Tigri sagt:

        DSDS. Die Schule sucht den Superstar.

        Die Welt ist ein permanentes Casting. Sehr wahr.

    • bronf sagt:

      […] die mir als “Tschinggen” […]

      aaah, jetzt wird einiges klar:überassimilation.

      • @bronf
        „aaah, jetzt wird einiges klar:überassimilation.“: Jetzt wird alles klar: ein Fall von Heimatmüdigkeit. So heimatmüde, dass man sich auch als „bronf“ tarnt. Keine offene eidgenössische Auseinandersetzung auf Augenhöhe sondern höhnisches Abqualifizieren.

      • bronf sagt:

        hey, bronf ist ein alteingesessenes schweizergeschlecht! mein urahne walter bronf war ein jasskumpan von werner stauffacher! wie aus mir vorliegenden quellen hervorgeht (z.b. die lange verschollenen aufzeichnungen von gottfried egg), haben die beiden so manches säuli heimgebracht!
        ich bin also um einige 10er potenzen schweizerischer als ein zufällig über die grenze gestolperter und eingebürgerter fremder fötzel! soviel dazu.
        und was soll eigentlich dieser lieblingskampfbegriff der svp „heimatmüde“ genau heissen? gibt’s noch eine andere bedeutung als „ist nicht für die svp“?

      • Ich rate der alterwürdigen familie bronf, mal was einzukreuzen: aus dem Balkan, türkei, oder dem Maghreb. Es würden interessanter Voten von den bronfs gepostet werden.

      • Lina sagt:

        Der Begriff „heimatmüde“ mieft. Mühe bekunde ich mit auotaggressivem, ja, masochistischem Verhalten vieler Schweizerinnen linker Prägung. Und ut Freud docet: Der Masochismus hat immer eine sadistische Seite…Scho no blöd! Auf die SVP-Überheblichkeit, die das Produkt einer Horde allzu schlichter Gemüter mit Erbenshirnen sein muss, verzichte ich aber auch explizit (, um hier nicht gleich in die bräunliche Schweizerfahne gewickelt zu werden); die cholerischen Brüller vergellen uns doch jeden Fondue-Plausch, und wir würgen verzweifelt einen unverdächtigen asiatischen Vegi-Teller hinunter.

      • bronf sagt:

        da können wir dann wieder drüber reden, wenn in etwa 30 jahren (hochrechnungsmethode © sarrazin) die ganze schweiz durchislamisiert ist (die ganze schweiz? nein! eine von unbeugsamen eidgenossen bevölkerte familie hört nicht auf, dem eindringling widerstand zu leisten).

        was heisst jetzt „heimatmüde“? ausser, dass der damit bezeichnete eine andere vorstellung von der schweiz hat als die svp?

      • Lina sagt:

        Vielleicht ist das Problem unserer „heimatmüden“ (bläähh) Gschpöhnlis, dass sie überhaupt keine Vorstellung von der Schweiz haben, aber ziemlich gut sind im Dauermaulen?

      • Patrick Tigri sagt:

        „Schweiz“. Gibt’s nicht. Es gibt viele „Schweizen“. Das ist eigentlich jedem klar. Eigentlich…

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