Wider die weibliche Wohlfühlzone

Streitbare Autorin: Bascha Mika.

Streitbare Autorin: Bascha Mika.

Das schwachsinnige Geschlecht – so betitelte ich einmal einen meiner Artikel über eine TV-Serie. Ich meinte damit die Frauen und es ging mir um das Wortspiel – und natürlich um die Provokation. Gepasst hätte er auch zur aktuellen Streitschrift von Bascha Mika mit dem Titel «Die Feigheit der Frauen». Darin zieht die ehemalige Taz-Chefin gegen ihre Geschlechtsgenossinnen vom Leder. Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir Frauen, zu bequem, um für sich selber zu sorgen, zu faul, um berufliche Ziele zu verwirklichen. Statt uns im Arbeitsleben, in freier Wildbahn gegen die Männer durchzusetzen, machten wir es uns lieber in der traditionellen Rolle gemütlich. Dass so wenig Frauen in wirtschaftlichen Spitzenpositionen zu finden sind, liegt also nicht an der berühmten gläsernen Decke, sondern daran, dass die Frauen gar nicht erst unter der gemütlichen Bettdecke hervorkriechen, um sich die Hände im wirtschaftlichen Wettbewerb schmutzig zu machen. Nach dem Studium wird eine Familie gegründet, schnappt die Mutterfalle zu, taumeln die Frauen auf einer Latte-Machiato-Rampe ins Nichts. Weil sie zu feige sind.

Die These, dass die Frauen sich selber im Weg stehen ist nicht ganz neu und hat natürlich einen wahren Kern. Wir wissen, dass Frauen nicht nur keine Karriere machen können, weil es ungünstige Strukturen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt. Sondern dass sie es vielfach auch einfach nicht wollen. Oder nicht genug wollen. Allerdings ist daran nicht nur die «Mutterfalle» schuld, sondern auch andere Dinge. Vielen Frauen ist ein gepflegtes Sozialleben und persönlicher Freiraum wichtiger als Status und Geld, weshalb sie vor dem Opfer an privater Zeit, das jede Karriere einfordert, zurückschrecken. Die Kinderfrage verschärft dieses Problem lediglich, denn eine Familie zu gründen ist eine grosse Zäsur im Leben einer Frau. Nicht nur was die Lebensgestaltung, sondern wesentlicher noch, was die Wertehaltung betrifft.

Das kann man kritisieren, die Frage ist nur, vor welchem Hintergrund. Ideologisch gesehen ist es natürlich ganz schlecht, wenn die Frauen, die so lange dafür gekämpft haben, nicht an den Herd verbannt zu werden, nun freiwillig seinen Trost suchen. Das zementiert die Geschlechterrollen, könnte man aufheulen. Aber haben die Frauen nicht eigentlich um die Freiheit gekämpft? Und wenn sie heute so frei sind, wählen zu können, kann man ihnen dann verübeln, wenn sie das auch tun? Selbst wenn das Ergebnis den eigenen Vorstellungen nicht entspricht? Oder geht es hier nicht wieder einmal darum, dass all jene als Deppen dargestellt werden, die einen anderen Lebensentwurf gewählt haben, als man selber?

Vielleicht nicht nur. Tatsächlich gäbe es ja triftige ökonomische Argumente: Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen – ein Luxus, den sich die Schweiz und Deutschland aber scheinbar noch immer leisten können und auch wollen. Und so lange die Frauen eben nicht mehr in die Wirtschaft drängen, gibt es auch keinen Druck, allfällige Strukturänderungen vorzunehmen und die Wirtschaftswelt bleibt eine Männerwelt.

Die in Kinder investierte Arbeit ist wirtschaftlich nicht so einfach zu beziffern, wie ein Topjob – aber ist sie deshalb weniger wertvoll? Man könnte, wie Mika, anprangern, dass es bei der Entscheidung pro Kind und gegen einen anspruchsvollen Job nur um egoistische Motive geht. Aber ist das nicht auch so bei den Karriere-Männern? Ich glaube, die Crux liegt woanders. Mika behauptet, Frauen würden sich den Männern unterwerfen, wenn sie sich für die traditionelle Rolle entscheiden. Doch das ist ein Fehlschluss. Schliesslich sind es in den meisten Ehen die Frauen, die das Haushaltsbudget verwalten, Frauen, die den Lebensstil massgeblich mitbestimmen und auch den Konsum vorantreiben. Aber die ökonomische Verantwortung dafür schieben sie ab. Der «Zwang zur Karriere» lastet auf den Männern. Viele ächzen unter dem Zwang, den Ernährer spielen zu müssen, zumal sie sich in ihren Rechten an dieser Familie eingeschränkt fühlen. Ein Problem, das sich im Falle der Trennung besonders deutlich zeigt.

Den Frauen Feigheit vorzuwerfen ist eine gute Provokation, aber zu einseitig. Eine gleichberechtigte Gesellschaft kann nur entstehen, wenn sich nicht nur die Frauen von ihrer Rolle emanzipieren, sondern eben auch die Männer. Die umwälzendste Neuerung bei einer Familiengründung ist ja gerade, dass die eigenen Handlungen plötzlich nicht mehr unmittelbar nur einen selber betreffen, sondern ein System von Menschen, die Familie, betreffen.

Natürlich braucht es einen gewissen Effort, sich darüber Gedanken zu machen, wie man die Last der Verantwortung verteilen und welche Perspektiven man haben will. Aber ohne das geht es nicht, besonders angesichts der desolaten Lage, in der das männliche Geschlecht sich 40 Jahre nach der Emanzipation befinden soll. Wenn Männer weniger Arbeit und mehr Kinder wollen, dann müssen sie das eben deklarieren, ihre Frauen in die Pflicht nehmen und selber mehr Familienarbeit leisten. Nicht nur die Frauen müssen sich emanzipieren, sich Gedanken machen über ihre Rollenbilder und Motive, sondern auch die Männer. Vielleicht ist es nicht nur die Feigheit der Frauen, die die bestehenden Strukturen zementiert, sondern ebenso die der Männer.

Bascha Mika: «Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug», C. Bertelsmann Verlag, 256 Seiten

225 Kommentare zu «Wider die weibliche Wohlfühlzone»

  • Tom sagt:

    Man sollte bedenken, dass die TAZ ein deutsches Blatt ist. Es geht nicht mal darum, dass Frauen arbeiten sollen: sie müssen es einfach. Man kann in Deutschland mit 1000-1500 Euro Netto als Facharbeiter keine Familie ernähren. Da muss die Frau mit anpacken. Ob die will oder nicht spielt gar keine Rolle: sie muss! Trotzdem erlebe ich immer wieder Frauen, die einfach partout nicht wollen – oder wenn, dann aber nur halbtags. Dann könnte mir als Mann, der nach 50h Arbeitswoche noch Promotion schreibt und erfolgreich den Haushalt schmeißt und dies bis zum 67 Lebensjahr tun muss die Galle überlaufen.

  • M. sagt:

    Ein Innerschweizer Kanton ist soeben dabei die kommunalen Sonderschulen unter die Fittiche des Kantons zu stellen. Dabei wurde entschieden, dass bei einigen Sonderschulen, das bis anhin gut funktionierende Co-Schulleiterinnen-System (zwei Frauen teilten sich die Aufgaben der Schulleitung) über Bord geworfen wird. Der Kanton will, dass in Zukunft die Schulleitung nur noch durch eine Einzelperson wahrgenommen wird. Diese Entwicklung ist sehr bedenklich. Frauen mit Familie, die sich gerne dieser Aufgabe stellen möchten, wird so verunmöglicht den Schulleiterposten zu besetzen. Besonders Frauen (auch Männer) müssten doch die Möglichkeit haben, Teilzeit zu arbeiten, um Beruf und Kinder zu vereinen.
    Traurig auch: im Sonderschulbereich sind wohl über 90% der Mitarbeiter an der Basis weiblich! Und dort wird seit langer Zeit im erfolgreichen Job-Sharing-System gearbeitet, sprich unterrichtet. Der Führungsbereich scheint jedoch im Sinne des Kantons nur Männern vorbehalten zu sein oder Frauen die evt. der Karriere zu liebe auf Familie verzichtet haben. Ich empfinde diesen Entscheid – keine Job-Sahring-Schulleiterstellen – als unüberlegt und als wahren Entwicklungsrückschritt.

  • oscar biedermann sagt:

    mit dem thema frauen lässt sich trefflich geld verdienen.sollen muttis in den aufsichtsrat?was frauen wollen?dürfen kinder muttis beanspruchen?welche stellung beim sex ist feminismus gerecht?schambehaarung ja oder nein?darf die moderne mama ihre tochter in die kochschule schicken?usw.da können psychologinnen,soziologinnen und politologinnen bücher schreiben und sich ein bisschen bekannt machen,und manchmal sogar geld verdienen.sie werden dann in diverse talkshows als expertinnen in frauenspezifischen fragen zu rate gezogen.natürlich mit fürstlichem hohorar.aber wen interessiert es was diese plaudertaschen von sich geben,nicht einmal alice schwarzer,die interessiert doch nur ihr eigenes gesülze.

    • Ein Name, ein Programm.

      • Und erst noch einen Oscar gewonnen in der Kategorie Bieder.

      • Werner K. sagt:

        Tigri, tunSie nicht so dämlich. Wie alt sind Sie?!

      • Chris sagt:

        lol – Ich mag diese Diskussionen, und schon wieder einen, der Patrick verkennt (wahrscheinlich hat P. er meinen Jg 😛 )

        Freiheit und Emanzipation sind gut, solange es den Partner nicht in seiner eigenen Entwicklung einschränkt..

        Kürzlich war im Tagi Magi ein vertändlicher Artikel exakt zum selben Thema¨(leider kann ich es im moment nicht linken, da Wartungsarbeiten)

        Ich wurde auch auf null abgezockt, habe mich aber trotzdem wieder für Frau und Kind entschieden – und bin glücklich

  • Peter Wyss sagt:

    Ein Lob an Michelle Biswanger.
    Ein wunderbarer Artikel, der in so viel Kürze alle Wahrheiten sagt, die zu diesem Thema zu sagen sind.
    Absolut meine Meinung.
    BRAVO!

  • macho sagt:

    Ich finde die Freiheit wichtig, tun zu können was man will. Als Frau z.B. einfach wählen ob man voll Karriere versuchen will oder eben voll Mama sein oder was zwischendrin, ist doch alles gut wenn man es will und durchzieht. Und das ist heutzutage doch möglich oder? Also warum sich gegenseitg Vorwürfe machen, nur weil man eine andere Vorstellung vom Leben hat. Ich sehe das Problem von Frau Mika nicht ganz.

  • Claudia sagt:

    @Karen. Finde ich super. Es gibt verschiedene Lebensentwürfe und das sollte man respektieren! Wichtig ist doch, dass das Paar sich abgestimmt hat. Wenn die Frau arbeitet, wird vom Mann auch gewissen Druck als Alleinverdiener genommen. Mann und Frau teilen sich Verantwortung, Geld verdienen und Kinderversorgung. Studien beweisen, dass Kinder in Frankreich (praktisch alle 5 Tage in der Kita) nicht „gestörter“ sind als solche, die immer bei Mami Zuhause sind. Und ja, es gibt Frauen, die gerne Arbeiten, gerne das eigene Geld verdienen und gerne Mutter sind.

    • karen sagt:

      Claudia, gehörst du zu diesen Frauen? Manchmal würde ich gerne hören, dass es noch andere Frauen gibt, die so denken, fühlen und handeln wie ich. Wo findet man die? Ein Austausch täte gut.

    • Cara Mia sagt:

      Hier, ich bin auch so eine. Zwischenzeitlich sind meine Kinder nahezu erwachsen, und es war gut so. Das schlechte Gewissen, dass ich ab und zu eingeredet erhielt, hätte ich mir ersparen können: meine Töchter finden es selbstverständlich, den gleichen Weg wie ich einzuschlagen. So schlecht kann es also für sie nicht gewesen sein ;).

  • karen sagt:

    Als ich Kinder kriegte, gingen meine Freundinnen, Arbeitskolleginnen und Vorgesetzten ganz selbstverständlich davon aus, dass ich von nun an noch so dreissig Prozentchen oder so arbeiten würde. Wollte ich aber nicht! Ich wollte weiterhin voll arbeiten, mein Mann auch, für die Betreuung war die Kita und die Grosseltern da, alles war organisiert, bloss wollte niemand glauben, dass es auch diese Frauen gibt, die sich NICHT von ihrem Mann abhängig machen wollen, auch wenn sie Kinder haben. Das Teilzeitarbei-Phänomen unter Müttern ist extrem stark verbreitet, und will eine Frau etwas anderes, wird sie ganz schief angeschaut. Schade.

  • Kerstin sagt:

    Eine interessante Perspektive aus den USA, wo weibliche Karrieren viel selbstverständlicher sind als bei uns:

    http://www.slate.com/id/2274736/

    Was die Autorin in den Niederlanden beobachtet, stimmt ja genau so in der Schweiz und in Deutschland. Aber eben, ist das nicht persönliche Freiheit? Guter Punkt, Frau Binswanger.

    • Angie66 sagt:

      Diese persönliche Freiheit sollte auch den Männer gegönnt sein. DAS wäre emanzipation!

    • Ein ausgesprochen bemerkenswerter Artikel, danke! Wenn Männer das jetzt auch könnten, würden wir nahe am Paradies leben. Jetzt weiss ich endlich auch, warum Holland die höchste Teilzeit- Arbeitsquote in ganz Europa hat. Auf Platz zwei folgt übrgens die Schweiz.

  • Angie66 sagt:

    Ich habe 22 Jahre in einer Firma gearbeitet. Als die Kinder kamen und ich flexiblere Arbeitszeiten brauchte, sind mir meine (männlichen) Vorgesetzten immer entgegengekommen. Mit ein bisschen guten Willen und flexibilität beiderseits hat es sogar auch immer dann geklappt, als die Kinder mal krank waren. Vor 2 Jahren wurde eine Frau als Abteilungsleiterin eingesetzt und vor einem Jahr wurde der Gruppenchef zur Gruppenchefin. Ergebnis: vor einem Monat bin ich als 60% Angestellte als überflüssig deklariert und entlassen worden. Mein persönlicher Fazit: Der Frau schlimmster Feind ist die Frau, und in der Führungsetage sind mir, ehrlich gesagt, die Männer lieber, denn sie scheinen paradoxerweise für arbeitende Mütter das grössere Verständnis aufzubringen als die Frauen selbst.

    • wetter-engel sagt:

      das seh ich auch so,
      frauen stehen anderen frauen oft im weg.
      frauen spannen auch oft anderen frauen den mann aus
      frauen sind auch oft die die am meisten lästern wenn eine frau sich für kinder und gegen eine karriere entscheiden.

      hab auch schon oft erlebt das manche männer um einiges toleranter und emanzipierter sind wenn es um gleichstellung geht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das hab ich leider auch oft so erlebt, genau so. Ich denke, die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Menschen solidarisieren sich automatisch mit den Stärkeren, weil sie sich von ihnen Schutz erhoffen, dass sind in unserer Gesellschaft immer noch die Männer. Deshalb legen viele Frauen eine *Sklavinenmentalität* an den Tag. Auch fühlen sich viele Frauen, die sich für den konventionellen Weg entschieden haben, durch unabhängige Frauen in Frage gestellt und reagieren deshalb mit Ablehnung.

        Bei den kinderlosen Frauen kommt ab einem gewissen Alter oft ein Bedauern hoch, selber keine Kinder zu haben, deshalb reagieren sie auf Mütter zuweilen feindselig.

        Dass die meisten dieser Abläufe mehr oder weniger unbewusst sind, macht es so schwierig, dagegen anzukämpfen.

      • heidi reiff sagt:

        Meine Bilanz

        Hab zu 80% in Männerdomänen gearbeitet und gute Erfahrungen gemacht. Wurde gemobbt in Frauendomänen. Trotz Intervention meinerseits wurde alles unter den Teppich gekehrt.

    • Cara Mia sagt:

      Bei mir war es exakt umgekehrt. Die Männer hatten Panik, dass da eine an ihrem Stuhlbein sägt, die Frauen – durchs Band Sekretärinnen – freuten sich diebisch, das endlich eine Frau in die oberen Ränge kam und unterstützten mich, wo es ging. Ich hatte immer mehr Arbeit, als meine männlichen Kollegen, ich wurde überall mit Argusaugen beobachtet und durfte keinen Fehler machen. Was unbequem war, landete bei mir. Vierzehn Tage vor dem voraussitzlichen Geburtstermin meines Kindes wollte mich mein Chef noch an eine Verhandlung schicken, stundenlange Reise und Übernachtung inbegriffen. Ich wies dann darauf hin, dass die Fruchtblase während der Verhandlung platzen könnte, da verzichtete er dann darauf, mich zu zwingen. Am ersten Tag nach Ende des Mutterschutzes um präzise acht Uhr hat er mich gefeuert. Man habe während meines Mutterschaftsurlaubes gemerkt, dass es auch ohne mich ginge.

      Das Gerede über Frauen, die Frauen schikanieren, halte ich für ein Vorurteil, welches vor allem die Männer pflegen und welches bedauerlicherweise von vielen Frauen übernommen wird. Frauen, seid hier kritischer, es stimmt nicht. Das mit dem Zickenkrieg ist eine männliche Erfindung. Auch die nicht berufstätigen Frauen in meiner Umgebung haben mir immer geholfen und gehütet, von Zickenkrieg zwischen Nur-Hausfrauen und berufstätigen Müttern habe ich echt nie etwas gemerkt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cara, ich hab schon oft gedacht, dass du da eine ganz Glückliche warst. Ich würde es noch so gerne sehen wie du, es widerstrebt mir, den Frauen solche Vorwürfe machen zu müssen, aber es stimmt leider, dass ich oft zu kämpfen hatte mit den Schwestern. Besonders frustrierend war halt, dass von meiner Seite keine Ressentiments bestanden, ich bin immer wieder gutgläubig reingelaufen, weil ich von weiblicher Freundschaft und Solidarität ausging. Darauf konnte ich aber nur bei Frauen zählen, die selbstbewusst waren, du weisst selbst, dass es gerade damit bei vielen Frauen hapert. In der letzten Zeit bessert es sich langsam, es ist eine Entwicklung im Gang.

      • macho sagt:

        Nur weil es Ihre Erfahrung ist, ist sie als allgemeingültig und die anderen Frauen verbreiten nur von Männern indoktrinierten Stuss? Lächerlich…

        Ich glaube Ihnen ja was sie erlebt haben, das hört sich schrecklich an. Bei Ihnen waren die Feinde Männer, Fakt, bei vielen Frauen ist es anders, wie sie berichten, auch Fakt. Das ist doch immer wieder anders, gibt es „DEN FEIND“ einer Frau überhaupt? Ich selber werde mich zum Thema nicht äussern, ich bin ja ein Mann und will nur Vorurtetile pflegen. 😉

        Ich dachte als Antwältin könnte man ein wenig objektiver sein als ein 21 jähriger Banker. Ich bin stolz auf mich. 😀

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Macho, die Objektivität überlassen wir den Richtern, alle andern dürfen getrost Partei sein. Anwälte müssen sogar Partei sein, sonst sind sie eine Fehlbesetzung.

    • Also Männer = nicht so schlecht? Danke!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist immer individuell, ich mache mit Männern nicht grundsätzlich schlechtere Erfahrungen als mit Frauen. Im persönlichen Umgang komme ich mit den meisten Männern ziemlich gut klar, ich hatte auch immer männliche Freunde (nicht nur Liebhaber). Wenn ich vom Beliebtheitsstandpunkt ausgegangen wäre, hätte ich mir das Leben einfach machen können, die Voraussetzungen waren da.

        Ich bin nicht Feministin aus persönlichem Frust, sondern vom Gerechtigkeitsempfinden her, das ist ein grosser Unterschied. Was nicht heisst, dass ich nicht auch persönliche Diskriminierungen erlebt habe, weil ich eine Frau bin, das gab es immer wieder, aber ausschlaggebend war nicht das Persönliche.

      • Cara Mia sagt:

        @Pippi/Macho: vielleicht hängt es ja damit zusammen, dass ich in einer männlichen Domäne gearbeitet habe und mich privat eher in einer Umgebung von ehemaligen 68-er Kreisen befunden habe. Solidarität ist in diesen Kreisen halt schon da. Mein berufliches Umfeld hingegen war vor allem konservativ. Zudem habe ich als junges Mädchen immer wieder hören müssen, dass Frauen eh nie miteinander auskämen und dergleichen Quatsch. Das kam von meinem Vater und anderen Männern, nie von Frauen.

        Also, vielleicht bewegte ich mich in den „falschen“ Kreisen. Aber eines habe ich in meinem beruflichen männlichen Umfeld ganz klar feststellen können: die Männer tratschen und hecheln, da kann jede Frau einpacken. Was sie nicht machen, jedenfalls nicht von Mann zu Mann und schon gar nicht im Beruf, ist über Probleme reden. Wir Frauen schütten eher andern das Herz aus.

        Kann also sein, dass eine Frau von einer Frau schikaniert wird. Aber das machen die Männer auch, wenn sie ihre Rangkämpfe machen, und dann noch wie.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cara, das kann ich mir gut vorstellen. Ich lebte auf dem Land oder am Stadtrand, die Frauen, die dort mit ihren Familien wohnten, waren eher konservativ, Papa auf Arbeit, Mama zu Hause. Da bist du als Frau suspekt, wenn du ein anderes Leben lebst. Das heisst, wenn ich das arme Opfer gespielt hätte, das sehr unglücklich ist ohne Mann, hätte ich vielleicht Unterstützung und Freundlichkeit bekommen. Ich machte aber immer klar, dass ich mit meiner Situation nicht grundsätzlich unglücklich bin, mich nur mit den Rahmenbedingungen manchmal schwer tue aber ansonsten der Meinung bin, lieber allein als mit dem falschen Mann. Gegen aussen merkte man mir nie an, wenn es mir nicht gut ging.

        Dass Männer elende Klatschbasen sein können, die einander nicht die Grippe gönnen, habe ich allerdings auch festgestellt. Gerade in Spitälern, unter Ärzten, ist der Konkurrenzkampf enorm. Wenn sie von aussen angegriffen werden, machen sie die Schotten dicht, aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie untereinander gnadenlos sein können, mit riesen Egos.

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe viel gelernt von meinen Kindern, meine Kinder sind 7 Jahre auseinander und längst erwachsen haben auch 2 div. Väter. Meine Tochter hat immer gesagt : – schon als kleines Kind – Mammi mir müen nüt usser stärbe – meine Tochter hat mich in vielen Belangen unterstützt als Erwachsene wo ich zwei linke Hände hatte – meine Tochter bietet mir oft spontan Hilfe an obwohl sie recht engagiert ist privat. In der Realität gibt es nur ein Ja oder Nein und kein Aber und auch kein MAN. Ich Botschaften sind doch zentral um zu koordinieren. Ich gehe nach meinen Möglichkeiten mittlerweilen in die Offensive um Klarheit zu schaffen, bin nicht so gerne zwischen Stühlen und Bänken. Mit Frauen habe ich konsequent Brücken abgebaut, die ihre Kinder zu Sündenböcken machen. Jeder Mensch hat doch andere Hintergründe. Mir ist es heute schnurz egal, wer hinter meinem Rücken tuschelt. Moralin ist nicht mein Ding. Ich hatte immer einen guten Draht zu jungen Menschen unabhängig vom Geschlecht Mann / Frau. Wir sind doch keine Roboter – es gibt keine perfekten Menschen .

  • max sagt:

    Moderne Frauen verhalten sich absolut rational. Die Ideale von Frau Mika sind verstaubte Alt-68er Ideologie. Nach solchem fragt heute keine mehr.

    Frauen von heute wollen Kohlen und bekommen die auch: Sie angeln sich einen hart arbeitenden Mann zur Ehe, lassen sich zwei Kinder machen, verweigern ihm den Sex und fangen anschliessend an mit Quervögeln, bis es ihm aushängt. Dann können sie ihn aus der Hütte jagen. Mit den Kindern hat sie ihn an der Leine, blechen muss er weiterhin.

    Was wollen solche Frauen mehr? Sie haben Haus, Kinder und den X5 vor der Hütte.

    Ab und zu knallt dann einer durch, gute Schlagzeilen für den Blick und Gesprächsstoff für mamablog.

    Solange das nur einer oder zwei pro 10’000 geschundene Väter sind, die da durchknallen, solange brauchen unsere Emanzen mit ihren Scharaden und der Sozialbetreuerstaat mit seinen falschen Versprechungen ihre Positionen nicht zu revidieren.

    Man kann weiterhin den Frauen jegliche Freiheit von Bindung und Verpflichtung versprechen.

    Eine goldene Nase verdienen tun die staatlich besoldeten Sozialbetreuer, Psychoonkel und die Scheidungsanwälte und -richter. Bis die Frauen dann merken, dass sie den falschen auf den Leim gekrochen sind, bis dahin ist es schon zu spät.

    • Moritz Kraus sagt:

      @max: ich muss ihnen aufs schärfste widersprechen. meine ex beispielsweise hat sich nur einen nigelnagelneuen X1 gekauft, den X5 jedoch mit einem neuen haus kompensiert

    • macho sagt:

      Auch ich muss Ihnen widersprechen! Verallgemeinern bringt nichts, sie sprechen nur von einem gewissen Teil von Frauen und sind zudem selber schuld, wenn sie an eine solche geraten. Wenn Ihr Frust aus gemachten Erfahrungen entpsringt, tut es mir leid, aber behalten sie Ihren Sch… für sich, sie ziehen das Niveau hier nur runter…

    • Richtig, Du sprichst nur von einem Teil der Frauen, Max. Ich kenne da bereits schon einige Beispiele aus meinem näheren und ferneren Umfeld, in denen Frauen ganz bewusst darauf verzichten, den Mann mit allen juristischen Mitteln an die Wand zu spielen- obwohl sie das könnten, wie sie selber sagen, es aber eben nicht tun, weil sie das nicht wollen. Und ich glaube, das sind nicht wenige. Der Skandal ist, dass sie das könnten, das Gute, dass immer mehr offenbar nicht gewillt sind, es auch wirklich zu tun. Das zeugt doch von wahrer Grösse, oder nicht?

      Die Frage wäre natürlich, was wäre, wenn sie es grundsätzlich nicht einmal könnten- selbst wenn sie es wollten.

    • Katharina sagt:

      Ein Mord und Suizid wird als drohende Argumentation benutzt. Es wird hier gesagt, all die anderen angeblich geschundenen Männer hätten sich unter Kontrolle aber Wehe wenn alles so weitergehe wie bisher, dann würden auch die… die Kontrolle verlieren?
      Dann weiter, die Schuld für diese Tragödie sei den Sozialbetreuerinnen zugeschoben werden?

      Zu spät scheint mir da eher zu sein, dass sie je eine reale Perspektive einnehmen können.

      • max sagt:

        Ehemm, Katharina

        Ich habe weder Frau noch Kinder und mit Gewalt drohen muss ich niemandem.

        Aber wie anderswo gebloggt: Scheidungsväter sind eine sozialpolitische Zeitbombe.

        Es ist schlicht ein Wunder, dass nicht mehr von den geschundenen Väter über die Klippe geraten und ausrasten. Es geht um nichts als die Realität, nämlich die, dass jede Zitrone einmal fertig ausgepresst ist.

        Katharina, Sie leben ja in einer geschützten Siedlung im grossen, weiten Amerika. Da machen Sie sich vermutlich keine rechte Vorstellung davon, dass hier Frauen aktiv umworben werden als Klientinnen für die Sozialbetreuer-Mafia. Nur das Unglück zerstörter Familien sorgt dafür, dass diese SP-wählenden, staatlich besoldeten ihre Helferkarriere rechtfertigen können.

        @Marcel Zufferey

        Genau so war es gemeint: Die aktuell gängige Praxis bei der Anwendung des Scheidungsrechtes erlaubt den Frauen, sich wie die letzten Säue zu benehmen und die Kindsväter nach Strich und Faden hereinzulegen, auszunehmen und an die Wand zu spielen.

    • Karl sagt:

      Ihre Aussage trifft den Nagel genau auf den Kopf.

      Ich kenne aus meinem Umfeld mehrer Fälle in denen es genau so gelaufen ist.

      Des weiteren bin ich auch schon vielen Frauen begegnet, die sich so schnell wie möglich ein Kind machen lassen wollen und heiraten. Wenn dass dan langweilig ist können sie den Typen in die Wüste schicken und sich an einem Haufen Geld und Liebhabern erfreuen.

      Natürlich gibt es auch noch vernünftige Frauen aber mir kommt es oft so vor als seien diese in der Minderheit.

  • mila sagt:

    ich frage mich so langsam, was all die frauen, die für sich in anspruch nehmen, eigenständig entscheiden zu können, ob sie arbeiten wollen oder nicht, sagen würden, wenn die männer es ihnen gleichtäten. jeder darf, keiner muss…?

    soviel gleichberechtigung muss sein.

    • Diese Frage stelle ich hier schon fast genauso lang, wie es den Mamablog gibt, sie ist die Grundlage meiner gesamten Argumentation und zieht sich wie ein roter Faden durch praktisch alle meine Kommentare.

      Was sie sagen würden, wenn die Männer plotzlich dasselbe machen würden?

      Ich kenne die Antwort bereits, da schon x-fach durchgetestet in zahlreichen Foren und Blogs: Sie sind im allgemeinen fassungslos, kommen ins Stottern und wissen gar nicht mehr, was sie sagen sollen.

      Doch genau soviel Freiheit auf beiden Seiten muss sein- und wenn sie nur theoretisch existiert, will heissen: Egal, was die Paare dann schlussendlich daraus machen: Gleichberechtigung kann erst dann funktionieren, wenn beiden Geschlechtern genau dieselben Lebensoptionen offen stehen, sonst können wir die ganze Aktion vergessen.

    • mira sagt:

      ja, das frage ich mich auch immer…

    • Katharina sagt:

      Hätte ich eine Tochter, würde ich sie anhalten, ihre finanzielle Unabhängigkeit anzustreben und diese niemals aufzugeben. Ich denke das ist Kernelement einer Partnerschaft unter Gleichgestellten. Aber wie Schicksal gerne spielt, kann es ein Söhnchen werden. Aber auch da. Ach. Ich schweife ab.

    • Sportpapi sagt:

      Richtige Frage. Vielleicht kommt das ja noch. Spätestens dann werden sich halt die Partner einigen müssen – wenn man es sich überhaupt noch leisten kann, auf ein Einkommen zu verzichten.

  • Salome sagt:

    Es soll doch einfach jede Frau machen, was sie will.
    Die, die Kinder wollen, sollen sie bekommen und die, die Karriere machen wollen, verzichten.
    Das ist doch das schöne heute: jede darf, keine muss!
    Bascha Mika ist mit ihrer Reinrederei auch nicht besser als Eva Hermann.

    • mira sagt:

      Häh? Also dürfen nur Frauen Kinder bekommen, wenn sie keine Karriere machen? Und was ist mit den Männern? Müssen die zu allem ja und amen sagen? So einfach läuft das leider nicht…

  • Katharina sagt:

    „Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen.“
    Erstens wieso sollen diese Leute nicht gebildet sein und wer bitte nimmt sich überhaupt die Dreistigkeit, eine Leistungsschuld an den Staat zu postulieren? Solches wird wie selbstverständlich hingeschrieben und nie auf seine Richtigkeit hinterfragt.
    Ein Menschenleben ist nicht irgendeine Mikro-Ökonomie mit Soll und Haben.

  • Katharina sagt:

    „wirtschaftliche Spitzenpositionen“
    War die Dame je einmal bei einem Board Meeting dabei, oder in einem Projekt mit solchen Leuten?
    Danke, aber nicht mehr, also nein danke.

  • Katharina sagt:

    „Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir“ so… Frechheit so was. Ich liebe meine Hormone! (ausser während den bicha tagen).
    Aber wenn es so um die Sprungtage ist, da ist die Sprungfeder schön gespannt und es springt sich lang und weit.

  • Katharina sagt:

    Der Artikel mag ja interessantes zum Gespräch anbieten. Dazu habe ich meine Gedanken wiedergegeben.

    Es ist leider so, dass sich der ganze Aufwand nicht mehr lohnt, wenn jedes Wort und jeder Satz auf den Verdacht auf Anglizismen durchleuchtet werden muss. Da begeben Sie sich in die tiefste Provinzialität. Aber vielleicht waren Sie nie ausserhalb derselben.

    • Katharina sagt:

      Indem Sinn meine ich dann auch, dass Ihre Vorgehensweise eben NICHT hilfreich ist, gute themenbezogene Beiträge jenseits des Kindergartens zu erhalten.

      • mila sagt:

        katharina, in einem punkt gebe ich dir absolut recht: diese ganzen verzögerungen sind für ein mediales gefäss wie einen kommentierten blog nicht nur ärgerlich, sondern regelrecht dysfunktional.

      • Katharina sagt:

        Du hast vielleicht gesehen, dass ich abschnittsweise gepostet habe, um das Problem einzukreisen. Es ist möglich, dass technische Probleme Teil der Situation sind. Wenn dann Beiträge warten, dann besteht wohl auch ein Ressourcenproblem. Es gilt vorerst wohl, das technische Problem einzukreisen.

      • mila sagt:

        meine beiträge warten in den letzten tagen immer, egal wie lang oder kurz und unabängig vom inhalt. hätte nicht gedacht, dass ich so ein subversiver mensch bin.

  • Katharina sagt:

    „Hormongebeutelte Wohlfühlwesen seien wir“ so… Frechheit so was. Ich liebe meine Hormone! (ausser während den Tagen).
    Aber wenn es so um die Sprungtage ist, da ist die Sprungfeder schön gespannt und es springt sich lang und weit.

    Oder so.

    „wirtschaftliche Spitzenpositionen“
    War die Dame je einmal bei einem Board Meeting dabei, oder in einem Projekt mit solchen Leuten?
    Danke, aber nicht mehr, also nein danke.

    „Volkswirtschaftlich macht es wenig Sinn, Frauen durchs kostenintensive Bildungssystem zu schleusen, nur damit sie dann jahrelang auf Spielplätzen herumhängen.“
    Erstens wieso sollen diese Leute nicht gebildet sein und wer bitte nimmt sich überhaupt die Dreistigkeit, eine Leistungsschuld an den Staat zu postulieren? Solches wird wie selbstverständlich hingeschrieben und nie auf seine Richtigkeit hinterfragt.
    Ein Menschenleben ist nicht irgendeine Mikro-Ökonomie mit Soll und Haben.

    Der Rest ist das Rollenbilder Kauen wie gehabt. Schmeisst diese Rollen aus den Köpfen und über Bord.

  • Katharina sagt:

    Meister Sauber ist am arbeiten.

    • Katharina sagt:

      das ist echt scheisse.

      • Henri sagt:

        Ja ich finde Ihren Beitrag auch wieder mal ….

        Sie sind wirklich echt daneben, von Anstand sind Sie oft meilenweit entfernt.

      • Katharina sagt:

        und Sie? Dann schreiben Sie doch was zum eigentlichen inzwischen erschienenen Beitrag von mir. und zwar sachbezogen, nicht aus ihren Vorurteilen wegen meines Standortes.

        dass es hier seit langem technische Probleme gibt, die von vielen erwähnt werden, es sich aus diversen Gründen nicht gross verbessert hat und einige deshalb ungeduldig werden, ist allgemein bekannt.

        sie aber wie auch schon, verbeissen sich wieder einmal auf ein Wort, spielen ihre Vorurteile, die darin ersichtlich sind, dass sie bei anderen grosszügig NICHTS sagen.

        ihre Methodik ist etwas anders. sie verstecken ihre Verachtung in langen wortreichen Diskursen. wie gestern in dem Thema um diesen mord und suizid fall, wo sie eine Tragödie an unschuldigen benutzen, um daraus einen Beweis für die angeblich desolate Rolle von Männern in einer Gesellschaft des 21 Jahrhunderts zu konstruieren.

        bei ihresgleichen und erweitert bei ihrem Land kann frau schon immer stärker zum Schluss kommen, die begreifen es einfach nie.

        Also ich würde an ihrer stelle jedenfalls nicht gross wegen anstand. und eine Anstandsdame brauche ich nicht. So was von borniert. Was denken sie eigentlich wer sie sind? Eine Autoritätsperson? Die wurden doch längst entsorgt, da sie sich regelmässig als Heuchler herausstellen.

      • Henri sagt:

        Freut mich, dass Sie meine Beiträge lesen – aber auch meine Beiträge versacken macnhmal irgendwo, und dann lasse ich es halt eben.

        Ihre Beiträge lese ich oft an, aber meist sind sie mir zu lang, manchmal zu verwirrt, und manchmal spielen Sie sich auf, als ob die technischen Probleme hier nur Ihrer geneigten Analyse warten würden, was ich dann sowieso überspringe.

        Womit ich nicht gesagt haben will, dass ich alle Ihre Beiträge zum spülen finde. Nur einen wesentlichen Teil.

      • Katharina sagt:

        und gerade jetzt haengt eine antwort. antwort auf ihre antwort zu zuffi. das ist aergelrich, weil diese nun bis morgen irgendwo rumhaengt. kein reizwort drin.

        das abschnittweise posten war uebrigens in absprache mit den betreibern hier. weil eben wirklich was holpert und es schwer einzukreisen ist.. von wegen geneigte analyse. ja?

      • Henri sagt:

        @Katharina 16. Februar 2011 um 00:59

        Na dann lese ich Ihre Antwort halt morgen.

        Nun gehe ich schlafen, natürlich erstarrt in Ehrfurcht ob Ihrer Mission hier.

  • GustavGanz sagt:

    Ich möchte doch noch meinen Senf aus männlicher Sicht dazugeben.

    Wenn sich eine Frau für das „Mutter-Sein“ entscheidet, dann heisst dass ja auch im Normalfall, dass der Mann dann der Ernährer sein muss. Dieser sollte also auch mitbestimmen können. Ich bin mir aber nicht so sicher dem in der Realität so ist. Häufig wird der Mann in diese Rolle gedrängt. Also meines Wissens arbeitet kaum jemand wirklich gerne, die meisten würden lieber weniger arbeiten. (Aktuell eine Umfrage: 9 von 10 Männern würdern gerne Teilzeit arbeiten). Zudem machen – wie schon mehrfach erwähnt – die wenigsten wirklich Karriere.

    Natürlich müssen sich die Männer hier wehren, doch haben sie die schlechteren Karten. Zumindest für eine Weile kann eine Frau wegen Schwangerschaft und Geburt nicht arbeiten und von dem her rutscht der Mann zumindest für diese Zeit in diese Rolle. Wenn die Frau also Mutter sein will, kann sie das eher durchbringen wenn der Mann mit dieser Rollenaufteilung nicht einverstanden ist als umgekehrt. (Dementsprechend ist die Frau im Nachteil wenn sie arbeiten möchte und der Mann das nicht, hier gibt es aber ehr Lösungen. Jemandem zum Arbeiten zwingen ist aber viel schwieriger.)

    Ich glaube dass die wenigsten Männer den Sinn im Leben bei der Arbeit sehen. Bitte bedenkt dass liebe Frauen.

    So muss jetzt wieder Arbeiten (ächz…….)

    PS 1: finde den Blog sehr interessant. Ich denke jedoch, dass der Teil an Akademikern/Akademikern überproportional hoch ist, und die ganze Diskussion dementsprechend manchmal etwas abgehoben wirkt. Beispielsweise, denke ist, dass insbesondere Frauen die nicht studiert haben, sich weniger auf den Beruf konzentrieren (weniger Weiterbildung etc..) Zumindest ist dies mein Eindruck aus dem Bekanntenkreis.

    PS 2: Wenn sich ältere Männer für das traditionelle Model aussprechen, so kann ich das verstehen. Sie haben so gelebt und für sie hat es vermutlich funktioniert. (Zudem verklärt ein jeder sein eigenes Leben und sieht die meisten Entscheide in einem positiven Licht.) Ich denke aber, dass ein Gross der jüngeren Männer, das Ernährermodel nicht gutheissen.

    • mila sagt:

      @GustavGanz: auch aus weiblicher sicht finde ich ihren senf ziemlich überzeugend, dies darf auch einmal gesagt sein. irgendwie beschleicht mich zunehmend ein ungutes gefühl bei all dem ganzen ‚es soll jede frau entscheiden, wie sie es gerne mit beruf und privatleben halten möchte‘ und ‚jede kann, keine muss‘. die sicht der männer wird in der regel, wenn überhaupt, nur am rande mitdiskutiert.

  • Steph sagt:

    Ich finde die ganzen Diskussionen hier ja schön und gut. ABER wer interessiert sich eigentlich für die Kinder?!? Ich selbst bin eine Frau und habe studiert und ja, ich habe „Karriere“ gemacht. Und ich habe mich ganz bewusst gegen Kinder entschieden. Denn auch wenn ich nicht „altmodisch“ oder „verkrampft“ oder SVP Wählerin bin stelle ich mich immer noch auf den Standpunkt, dass ein Kind vor allem etwas braucht: seine Eltern. Die tollen Vorschläge von wegen Kindertagesstätten usw finde ich alle etwas befremdlich. Heutzutage kann sich schliesslich jeder selbst für oder gegen Kinder entscheiden. Und bei einem positiven Entscheid, sollte man auch zu den Folgen stehen. Ich kaufe ja auch keinen Hund und gebe ihn dann unter der Woche zu einer Hundesitterin und besuche ihn nur am Wochenende. Ich finde es schade, dass es bei diesen Diskussionen immer nur um die Frauen oder Männer geht aber nie um die Kinder. Schlussendlich sind sie es die darunter leiden, wenn Mama und Papa keine Zeit haben oder sich Kinder einfach angeschafft haben weil man das halt so macht. Die Verantwortung und die Erziehung werden dann aber in bester Managementmanie outgesourced. Zu Menschen die schon wissen wie man das macht. HALLO?!?! wieder mein Beispiel mit dem Hund: würden Sie denn auch in ein Erziehungscamp schicken? Mal ganz im Ernst es ist schon tragisch welchen Stellenwert Kinder heute erreicht haben. Wenn sich eine Frau gut um ihre Kinder kümmert ist sie nicht emanzipiert und hat keine Ahnung vom Leben. Gibt sie die Kinder in den Hort und arbeitet ist sie die Supermami, die zwar nie Zeit hat und immer gestresst ist, aber wen interessiert das schon? Schliesslich hat eine Frau von heute alles zu sein. ah nein, Hauptsche sie sieht den Inhalt ihres Lebens nicht in Kindern, denn dann ist sie ja nur noch eine „wertlose“ Hausfrau. schon merkwürdig, wie wenig Beachtung man den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder widmet. Wenn man bedenkt, dass sie eigentlich unsere Zukunft sein sollen.

    • Lara T. sagt:

      Ganz genau!

    • mila sagt:

      irgendwie scheinen alle zu vergessen, dass es über weite strecken der menschheitsgeschichte die luxuserscheinung der hausfrau und mutter schlicht und einfach nicht gab, und wenn, dann allenfalls innerhalb einer kleinen, privilegierten schicht (um die kinder kümmerte sich wohlgemerkt trotzdem nicht die mutter, sondern die amme). die bäuerin oder fabrikarbeiterin hatte jedenfalls anderes zu tun, als über die bestmöglichen aufzuchtbedingungen für ihren nachwuchs zu sinnieren. dennoch wurden kinder geboren, grossgezogen, einige wurden sogar zu genies – ohne zwangsweise besagter privilegierter schicht zu entstammen. vielleicht sollten wir wieder einmal über diese realitäten nachdenken und die elternrolle etwas bescheidener fassen.

      • Chris M. sagt:

        Ja, die Kinder wurden früher im Rudel von den älteren Kindern der Familie (ca. 1 Dutzend Kinder als Richtgrösse) oder in der Nachbarschaft erzogen und haben zusätzlich mal etwas von den Erwachsenen abgeschaut. Aber diese Zeiten sind längst vorbei. Heute herrscht meistens Isolierhaltung bis zum Kindergarten (ein oder zwei Kinder pro Wohnung, Auslauf ins Freie selten und nur unter strenger Aufsicht), mit Ausnahme der Kinder, die Ktas oder Spielgruppen besuchen dürfen. Kein Vergleich mit den guten alten Zeiten.

    • lukipistole sagt:

      Ich finde die Diskussion ja auch schön und gut. Aber: Es gibt Frauen, die sich ganz bewusst für Kinder entscheiden und arbeiten müssen! Da geht es nicht um Karriere, sondern ums Überleben. Das wird hier viel zu wenig geschrieben. Diese Frauen brauchen kein Mitleid, sondern gute Krippen/Hortplätze und Punkt. Mich nervt dieser Vergleich mit Haustieren ganz gewaltig und von jemandem, der sich „ganz bewusst“ gegen Kinder entschieden hat, tönt das einfach nur arrogant. Vielleicht sehen sie das in ein paar Jährchen wieder anders. Noch etwas: Krippenkinder werden auch glückliche Menschen!

    • Dominique sagt:

      sie haben ja überhaupt keine Vorstellung davon, was Kinder wollen…. in erster Linie nämlich Gspänli, mit denen sie spielen und sich ausprobieren können. Meine Grosser verzieht jeweils das Gesicht, wenn ich ihn im Tagi holen gehe, weil er noch nicht fertig gebastelt, gerutscht, geklebt und rumgetollt hat… SO ist die Realität.
      und es macht mich so glücklich zu sehen, dass meine Kinder gern ins Tagi gehen, weil ich verdammt nochmal auf das Geld angewiesen bin, das meine Erwerbsarbeit einbringt.

      Zudem: ich habe viel Zeit, Geld, Engagement und Herzblut in meine Ausbildung gesteckt, ein grosser Teil meiner Identität beziehe ich auch aus meiner Rolle als Berufsfrau, welche ich insgesamt 45 Jahre lang habe(n werde). Da werde ich für die Kinderphase doch nicht alles hinschmeissen????!!! Zudem bin ich – dank Blockzeiten – immer dann weg, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind und wenn sie frei haben, bin ich zu Hause. Was also ist ganz genau ihr Problem?

      • mila sagt:

        das ist ja das problem, dominique: es gibt im grunde genommen keines. nur wollen das einige einfach nicht wahrhaben, aus welchen gründen auch immer. aber soll uns das kümmern? sie haben, wie ich, sicherlich besseres zu tun.

    • mira sagt:

      Aus ihrem Beitrag leite ich ab, dass sie a) noch nie eine Kinderkrippe besucht haben, b) nicht wissen, was Kindern gut tut und wahrscheinlich c) eine Rechtfertigung für Ihre Kinderlosigkeit suchen. Die grosse Mehrzahl an Eltern, deren Kindern in Krippen sind machen KEINE Karriere, sondern sind ganz normale Angestellte. Wirkliche Karrieristen leisten sich eine Nanny, denn diese können den krankheitsbedingten Arbeitsausfall gar nicht hinnehmen, wenn die Kinder nicht in die Krippe gehen können.

      Noch ein Erfahrungsbericht aus dem tiefkatholischen Bayern: Hier geht der Mann tagsüber arbeiten und die Frau bleibt zwangsweise zuhause, da es fast keine Krippenplätze gibt und Tagesmütter sehr teuer sind. Da das Gehalt des Mannes aber nicht ausreicht, geht die Frau abends noch putzen oder macht einen ähnlichen 400 Euro Job. Sie können sich ausmalen, dass so kein glückliches Familienleben stattfindet. Ein Krippenplatz würde hier wohl so manche Ehe retten…

  • Was ist gegen die „weibliche Wohlfühlzone“ einzuwenden? Als Mann muss ich sagen: nichts! Aber wie Frau Birgit Schmit richtig im „Magazin“ schreibt. Frau „müsste“ Karriere machen, weil mittlerweile mehr als die Hälfte der MaturandInnen weiblich sind.

    Das einzige was aus männlicher Sicht gegen die „weibliche Wohlfühlzone“ (das einstige „Frauenzimmer“) einzuwenden ist, dass sehr vielen jungen Männern die Möglichkeit genommen wird, sich für Jobs zu qualifizieren, welche die Finanzierung einer solchen „weiblichen Wohlfühlzone“ gestatten würden. Denn vieler Männer heimlicher Traum ist es noch immer, einer Frau eine solche „Wohlfühlzone“ ermöglichen zu können. In solchen „Wohlfühlzonen“ sind die Weibchen oft paarungswilliger und haben grössere Lust zur Mutterschaft jenseits des zweiten „Pflichtkindes“.

    Die „überschichtende Immigration“ der letzten Jahre (deutsche Professoren, Ärzte, Manager) hat gesellschaftlich wohl damit zu tun, dass die Schweiz zu wenig qualifizierte karrierewillige Leistungsträger hervorbringt. Und die gleichgestellten Frauen „müssten“ nun eben zupacken. Ja, sie „müssten“. Die Vermutung, dass es so sein könnte war die letzten 20 Jahre nicht öffentlich diskursfähig. Insofern ist dieser Binswangersche Schwurbel-Slalom interessant. Was will das Weib? Mann wird es nie erfahren.

    Ein schön gedeckter Tisch mit leckeren Gerichten, war noch immer der Gipfelpunkt der Kultur und der Kern der „weiblichen Wohlfühlzone“. Jaaaaa, mehr davon. Nichts lieben wir Männer mehr als „weilbiche Wohlfühlzonen“, es sind grandiose Erholungsgebiebte im emotionalen Nahbereich.

  • Lara T. sagt:

    Es wird oft von der „Mutterfalle“ geredet aber nie von der „Karrierenfalle“ wo Frauen arbeiten müssen um zu zeigen wie emanzipiert sie sind und wie stark. Es liegt am fehlenden Selbstbewustsein würde ich sagen. Chris M. hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Jede Situation ist halt anders und jeder muss entscheiden dürfen was für Ihn/Sie und für die Familie am besten ist.

    Nebenbei, Frauen die nicht arbeiten und „nur Mütter“ sind also faul zu betrachten ist hysterisch…jeder der Kinder hat weiss dass Faulheit nicht erlaubt ist! Ich kenne viele Frauen die nur zu froh sind wieder arbeiten zu gehen…

  • Dan sagt:

    verstehe ich das richtig, alle wundern sich, dass in der schweiz oder anderen westlichen wohlstandsgesellschaften so wenig frauen sich für karriere oder berufliches engagement interessieren? die antwort ist einfach, aber mit freiheit hat es reichlich wenig zu tun: sie müssen nicht, es besteht für viele keine wirtschaftliche notwendigkeit… der mann oder der staat bezahlt alles. und bekanntermassen verändert man sich nur unter druck. ausserdem sind frauen zusätzlich in vielen bereichen gesetzlich massiv bessergestellt (da wie ein kind schutzbedürftig)… also warum etwas ändern? kein militärdienst, früher pensioniert, scheidungsrechtlich als mutter gesetzt, was soll da die emanzipation und selbstständigkeit ausser anstrengung und entbehrungen noch bringen? frau sommaruga als retro-quoten-bundesrätin machts vor: verteidigung des alleinigen sorgerechts für kinder bis aufs blut, damit das cherry picking weitergehen kann.. freiheit? wahlfreiheit? ich glaube, dass primär frauen wahlfreiheit haben – männer kennen solche dekandenten wohlstandserscheinungen nicht.

  • Die Frauenbewegung hat nach einer neuen Rollenverteilung und dem „neuen Mann“ geschrien. – Nun sind wir da, und es scheint, als hätte keiner auf uns gewartet. Jedenfalls sehe ich keine Innovationen beim Sorgerecht, der Teilzeitarbeit oder der Elternzeit.

    Die Frauenrechtlerinnen haben es versifft, an ihre Kinder zu denken.

  • Blitz Blank sagt:

    Ja wo kämen wir denn hin wenn jeder Mensch ein Wohlfühlwesen wäre?!?!?!?
    Schliesslich haben wir nur insofern eine Existenzberechtigung, insoweit wir als Produktionsfaktor und Konsument die Wirtschaftsmaschine ölen.
    Frauen lohnen sich einfach nicht für das KAPITAL!!! Schwangerschaft und Aufzucht sind himmelschreiend ineffizient. Das muss alles schneller und billiger gehen!!! Die Schweizerinnen sollen doch ihre befruchtete Eizelle von chinesischen Frauen austragen lassen und die Kinder gleich auch dort zu rentablen humanen Ressourcen abrichtung lassen (s. Weltwocheartikel: „Wie man Kinder zu Höchstleistungen treibt; oder eben „abrichtet“).

    • Das ist jetzt einmal eine wirklich gute Antwort, Blitz Blank, wirklich gut: Und rein in die superkapitalistische Verwertungs- und Verwurstungsmaschine. Die Ressource Menschfrau gut durchfüttern, für das allgegenwärtige Naturgesetz des Wettbewerbes fit machen- und alles, was nicht direkt mit Umsatz- und Aktienkursfördernder Leistung zu tun hat, auslagern!

      Humankapital heissen wir Menschenfrauen- und Männer ja sinnigerweise schon!

      • Blitz Blank sagt:

        Danke!

        Schön, dass es noch andere gibt, die die Irrationalität dieses Ökonomie-Modells wahrnehmen.

        Die Irrationalität von uns Menschen könnte einen schon wahnsinnig machen. Wir organisieren unser Überleben mittels einer Wirtschaft, deren Ideen keine Entsprechung in der physischen Welt haben. Ideen wie „Geld“, „Eigentum“, „Freiheit“ gibt es in der Natur nicht und der Natur sind unsere Ideen auch völlig egal, sie funktioniert ideologiefrei mittels Naturgesetzen. Ich habe noch niemanden gesehen, der von Geld lebt. Oder macht sich jemand aus gehackten 100 Noten einen feinen Salat? Niemand käme auf den Gedanken ein Flugzeug auf Grund von Ideologien zu bauen. Die Naturgesetze geben vor, wie ein Flugzeug gebaut werden muss damit es fliegt.

        Glücklicherweise hat der menschliche Geist vor ein paar hundert Jahren eine Methode erfunden, mittels derer er sich der Wahrheit der Natur mehr und mehr annähern kann: Die „wissenschaftliche Erkenntnismethode“. Doch die Leute scheinen schon die Schnauze voll von der Wissenschaft zu haben, denn Forschung ist viel anstrengender als ideologisieren. Das Misstrauen gegenüber der Wissenschaft ist teilweise auch verständlich, wird sie doch massiv von privaten Interessen vereinnahmt.

        Eine Wirtschaft, die uns unser körperliches Überleben garantieren soll ist eine rationale, wissenschaftsbasierte Ökonomie. Die Basis dieser Ökonomie bildet das „System Erde“ und eine „Ressourcenbasierte Ökonomie“ entspricht dieser Tatsache. Eine „Geld-Eigentum-Profit-Vodoo-Ökonomie“ ist jedoch ein reines Phantasieprodukt des menschlichen Geistes.

        Manche Neuropsychologen/-philosophen sind nicht sehr optimistisch angesichts der psychischen und emotionalen „Schwächen“ von uns „Affen mit Atomwaffen“ und fordern neben einer technologischen auch eine anthropologische Folgeabschätzung. Unser Geist scheint nicht gemacht zu sein, um mit einer vernetzten Welt angemessen umzugehen. Unser Denken, fühlen und Handeln scheint sich immer noch mehr oder weniger um die eigene Horde von ca. 80 Personen zu drehen. Innerhalb dieser Horde kümmern wir uns umeinander und sind zu grosser Kooperation fähig. Doch der Rest (der Welt) ist uns mehr oder weniger Schnuppe, wie auch die Zukunft, welche über unsere eigenen Kinder hinausgeht.
        Vielleicht liegt diese geistige „Rückständigkeit“ aber auch daran, dass wir wohl unseren Körper mehr oder weniger pflegen (Zähneputzen etc.), unserem Geist aber nicht annähernd (wenn überhaupt) eine solche Pflege zukommen lassen.

        Eine Geistespflege wird die Welt jedoch nur bedingt ändern. Denn so irrational die heutige Ökonomie auch ist, die Profiteure von diesem System haben ein ganz rationales Interesse daran nichts zu ändern und werden sich wohl gegen jede Veränderung stemmen. Ohne Widerstand und Protest wird sich wohl nichts ändern.

  • Tomas sagt:

    Scheint es mir nur so, oder haben sie wirklich mal ein sachlich ausgewogenes, neutrales Beitrag geschrieben?

  • Eve sagt:

    Die ständige Polemik zu diesem Thema finde ich total überflüssig. Ich bin einfach glücklich darüber, dass heute sowohl Frauen wie auch Männer weitgehend selbst bestimmen können, wie sie ihr Leben leben wollen. Ob mit oder ohne Kinder, ob berufstätig oder in der Familienarbeit engagiert oder beides, jedes Lebensmodell ist gleich viel wert! Das Degradieren von anderslebenden Menschen finde ich unsäglich. Aber Hauptsache, man hat ein Luxusproblem und etwas zum drüber schreiben…

    • tobe or not tobe sagt:

      Amen, kann dem wirklich auch nichts mehr zufügen.

      Wir fragen uns ob die 2Jobs fürs Haus und Auto reicht, andere frage sich ob 1 Job überhaubt für Nahrung reicht. Also keep cool und lässte euch nicht von dieser Maschnierie blenden!!!

    • Chris M. sagt:

      „….dass heute sowohl Frauen wie auch Männer weitgehend selbst bestimmen können, wie sie ihr Leben leben wollen.“

      Das scheint mir eine übertrieben optimistische Sicht der Lage zu sein, vielleicht zutreffend für den Mittelstand und darüber. Für viele wird die Freiheit stark eingeschränkt durch ökonomische Zwänge – dann besteht die Wahl/Freiheit darin, ob man putzen geht oder als Kassierin auf Abruf arbeitet, weil keine andere Möglichkeiten offenstehen. Beim Leben mit Sozialhilfe ist die Freiheit auch stark eingeschränkt.

      Ob jedes Lebensmodell gleich viel wert ist, zeigt sich in dem, wie wir mit den Schwachen, denen unten auf der sozialen Leiter, umgehen.

  • S. Ammann sagt:

    Allgemeine Aussagen zu diesem Thema sind einigermassen heikel, ein Familiengebilde funktioniert genau so gut, wie es die Beteiligten aufbauen – egal wer wieviel arbeitet und wieviel Geld nachhause bringt. Nur ein paar wenige Punkte, die im übrigen teilweise schon erwähnt worden sind:
    Frauen, lasst euch weiter ausbilden, egal ob ihr euch nach der Uni oder welcher Schule auch immer fürs Muttersein entscheidet. Mir ist es auf jeden Fall lieber, eine Partnerin an meiner Seite zu wissen, die ungefähr versteht wovon ich spreche, auch wenn sie heute „nur“ noch teilzeit arbeitet.
    Aber: Es ist tatsächlich so, dass trotz beschränkter Kita-Plätze auch Frauen problemlos einer erfüllten Arbeit nachgehen können, sofern sie dies wollen und eine solche finden. Und weiter sehe ich um mich herum (sic!) zahlreiche, bestens ausgebildete Frauen, die äusserst qualifizierte Arbeiten verrichten und dazu noch Mütter sind. Insofern verstehe ich die Polemik nur so halb.
    Zudem ist die Definition von Karriere etwas äusserst Individuelles. Ich habe Karrieristen in einer Grossfirma erlebt, deren Arbeit und Auftritte mich nicht wahnsinnig beeindruckt haben. Und gleichzeitig gibt es Leute, die in ihren KMU oder ganz simpel als Angestellte Grossartiges leisten.
    Abschliessend habe ich aus meiner Miniperspektive den Eindruck, dass sich die Familien – zumindest jene die ich kenne – durchaus in eine positive Richtung bewegen: Erstens mehr oder weniger befreit von der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, zweitens aber auch befreit vom Rollenbild von Kampf-Feministinnen oder Hobby-Machos.

  • mama sagt:

    ich würde gerne amy chua gegen bascha mika wrestelnd die latte-macchiato-rampe runterrutschen sehen – ‚pflotsch‘ in den ideologiesumpf … die schwierigkeiten, die wir uns durch die individualisierung von lebensentwürfen und den pluralismus bzgl. vorstellbarer familienmodelle lgeschaffen haben lassen sich nicht unter „DIE männer bzw. DIE frauen sollten/müssten/könnten“ abhaken. nicht durch empirisches wissen, aber durch reichlich (teilnehmende) beobachtung abgestützt stelle ich fest, dass arbeit/arbeitsteilung/kindererziehungen zwischen jedem einzelnen paar und über die jahre immer wieder ausgehandelt werden (müssen). dabei scheint mir der spielraum der männer im allgemeinen eher klein zu sein.

    • Astrid sagt:

      Das sehe ich ähnlich. Allerdings auch hier wieder: es liegt an jedem(r) einzelnen, seinen/ihren Lebensentwurf zu leben und selbstbewusst dazu zu stehen. Dazu gehört eben auch, Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Die ewigen Rechtfertigungsversuche, Erklärungen und das Mit-dem-Finger-auf-andere-zeigen sollte endlich aufhören. Es zeigt eigentlich nur, wie unzufrieden man mit sich selber ist und dass man eben nicht eigenverantwortlich lebt. Leonardos Beitrag sollte zur Pflichtlektüre werden. Wenn wir anfangen, Menschen einer Kosten-Nutzen-Analyse zu unterwerfen heisst das nichts weniger, als dass wir Menschen und Lebensentwürfe alle über einen Kamm scheren und nur nach dem vermeintlichen Nutzen beurteilen.

  • Linda Stahel sagt:

    @ mila und lara: Natürlich „rentieren“ auch nicht alle Männer. Es soll auch nicht das Ziel sein, dass wir wie ferngesteuert unser Leben auf die „Wirtschaft“ ausrichten. Hat mich einfach überrascht, wie wenig Frauen mit guten Abschlüssen (und während dem Studium erworbener Berufserfahrung) Lust haben, intensiv ins Berufsleben einzusteigen. Bin wohl etwas desillusioniert, dass dieses von unseren Müttern hart erkämpfte Privileg für uns oft einfach „nice to have“ ist, egal welches Geschlecht.

    Habe beruflich oft mit Indien und China zu tun und dort ist der Kampf um Bildung noch in vollem Gange. Manchmal gehts wirklich um alles und wenn ich mich dann wieder mal mit meinen Schweizer Freundinnen treffe, brüskiert mich deren Einstellung irgendwie.

    @ the man: Ja, das mit der Verhütung ist so eine Sache:-). Wieso kann man nicht einfach ehrlich sein und sagen, „es war ein Unfall“ und nicht „ich schwörs ich nehm die Pille immer rechtzeitig“ blablabla…

    • mila sagt:

      @linda stahel: ihre mühe mit dieser emanzipatorischen ’nice to have‘-haltung kann ich ziemlich gut nachvollziehen, und mir fehlt wie ihnen das grundsätzliche verständnis für frauen, die ihre gute ausbildung zu einem eben solchen ’nice to have‘ verkommen lassen. nur, wenn man sich überlegt, weshalb das so ist, kommt man auf eine ganze reihe faktoren individueller wie struktureller natur, wobei ich meinen würde, dass letztere sicherlich die ausschlaggebende rolle spielen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wieso MUSS Frau die Pille nehmen?

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: Was ist den mit dir los heute 🙂 Kommt den noch die Frage: Wieso muss Frau gebähren? Und so abwägig ist der Gedanke nicht, da die nahende Zukunft auch Schwangerschaften ausserhalb des Körpers ermöglichen wird. Abgesehen von den Schmerzen, denke ist es ein Privileg der Frau, Kinder zu gebähren und nicht eine bestrafung wie es manchmal klingt.

        @Linda: ich habe dies in meinem Umfeld genau gleich beachtet. Die sogenannten „Nice to haves“ sind aber auch:

        „Australien Aufenthalt“
        „schönes neues Auto“
        „Weltreise mit 25 Jahren“
        „Mann der sich fügt“ etc etc etc…… die materiellen Gelüste, lässt uns die wirklichen Bedürfnisse ignorieren..

        Doch man(n) muss auch beachten, dass auch die Frauen Bildung wollen und benötigen. Ob dann ein Doktortitel noch benötigt wird, steht klar in Frage aber das darf doch jedem seine Entscheidung sein. Ansonsten müssen wir eine Planwirtschaft einführen und sie bleiben bei einem Job das Leben lang!! Und glaube das kann das individualisierte System nicht bieten…

        Andere möchten studieren und können nicht, andere studieren und benötigens nie..!! ist doch auch traurig..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe, damit meinte ich, warum von jeder Frau erwartet wird, dass sie ganz selbstverständlich bereit ist, ihren Körper während Jahrzenten mit zusätzlichen Hormonen zu belasten, obschon die Langzeitwirkungen dieser Hormone nicht wirklich erfasst sind, in gross angelegten, unabhängigen Langzeitstudien.

        Das alles, damit sie jederzeit „benutzbar“ ist? Haben Männer Anspruch darauf, dass Frauen sexuell verfügbar sind? Es gibt andere, effektive Verhütungsmittel, welche die Gesundheit nicht belasten. Ausserdem gibt es Formen der Sexualität, wo Frauen nicht damit rechnen müssen, schwanger zu werden. Das meinte ich mit meiner Frage.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: Ganz klar. Die hormonelle Belastung der Frauen durch die Pille, sind noch nicht in Langzeitstudien erfasst, was ich sehr bedenklich finde. Ist es nicht auch so das die Frau mit Pille auch geistig eine Veränderung durchmacht, rein durch die Hormone die Gefühlsschwankungen auslösen??

  • Leonardo sagt:

    Nun – andere haben ähnliche Gedanken vorgebracht. Mich befremdet in solchen Diskussionen das „Bewertungsraster“ und die Schubladisierung des Lebens. Eine Punkte zur Verdeutlichung:

    1. Freizeit – und die damit Verbundene klare Trennung von der Erwerbsarbeit – sind relativ neue Konzepte. Ganz offenbar hat unsere Gesellschaft hier noch keinen perfekten Weg gefunden. Für viele Menschen existiert ein Privatleben und ein Arbeitsleben. Wobei das Arbeitsleben viel höher bewertet wird. Aber warum? Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, in der Konsum und Wachstum die beherrschenden Themen sind. Der Grund für den Statusgewinn durch Erwerbsarbeit ist das System selbst.

    1a. Warum soll es falsch sein, wenn eine Person studiert und sich danach etwas anderem widmet? Weil die Ausbildung etwas gekostet hat und danach „nichts zurückkommt“? Aber was wollen wir denn zurück haben? Arbeitsstunden? Steuern? – Ich behaupte diese Sichtweise ist völlig falsch.

    Seien wir ehrlich: Nur wenige arbeiten, gerade in der Schweiz, in wirklich weltbewegenden Berufen und Funktionen. Viele sind (teilweise zurecht) stolz auf ihre Karrieren. Doch was bringen diese Karrieren? Ein iPhone, das Trinkgeräusche simuliert; ein zusätzliches Handyabo; ein Versicherungsprodukt, das keiner braucht; ein Waschmittel, das seit 40 Jahren noch weisser wäscht: einen Werbeslogan, welcher tierisch nervt; 20 Prozent Rendite bei einer Währungsspekulation? Was produzieren die meisten von uns eigentlich? Und wie belasten uns Manager, die 15 Jahre lang, 14 Stunden am Tag „Zeug“ produzieren und danach menschliche Wrack sind? Was haben die uns gebracht? Und ihren geschiedenen Frauen? Und den einsamen Kindern? Lest im Geo „Väter“ die Briefe an die Väter – lest was berühmte und erfolgreiche Väter ihren Kindern teilweise antun und zumuten.

    1b. Warum kann es sinnvoll sein, dass Menschen studieren und dann trotzdem nicht „Erwerbsarbeiten“? Bildung bedeutet nicht nur Wirtschaftswachstum. Eine aufgeklärte Gesellschaft ist friedlicher und gesünder. Das Selbstwertgefühl ist mit Ausbildung sicher auch ein anderes. Darüber hinaus behält man „die Wahl“.

    Zu was führt das? Zu einer gebildeten und zufriedenen Gesellschaft, die Wahlmöglichkeiten besitzt. Denn nach der Theorie: „Nur Ausbilden was sich später „lohnt“ bräuchte es vieles nicht. Warum Geschichtsstudenten, warum Philosophen etc. Auch gibt es viele Menschen, die für ihren „Job“ gar keine Ausbildung brauchen. Warum die überhaupt zur Schule schicken?

    2. Warum arbeiten wir überhaupt? Einfach, um zu leben. Und wen die Arbeit die Berufung ist und der Lebensinhalt, dann gilt das sogar doppelt. Ziel sollte also nicht einfach Geld, Karriere oder Macht sein. Ziel sollte ein glückliches Leben sein.

    Wenn sich nun also ein Mann und eine Frau aus freien Stücken zusammenfinden und einen positiven Lebensentwurf anstreben. Das Paar glücklich ist und die Allgemeinheit nicht einfach ausnutzen. Ist das nicht das perfekte Modell? Wenn es nicht um Karrieren, den Porsche, um die eigene Eitelkeit oder die Fassade geht? Wenn es um Liebe, Geborgenheit, persönliche Reife, Weiterentwicklung, Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit etc. geht?

    Ich denke dann spielt es keine Rolle was man tut, wie viel man verdient oder was man für eine Ausbildung hat. Und danach strebe ich, zusammen mit meiner Frau.

    • bohrerin sagt:

      danke leonardo,

      kann mich dir nur anschliessen. dir und deiner frau alles gute

      • Urs Tobler sagt:

        @ Leonardo: Sehr guter Beitrag, danke! (AAA Rated ;-P ). Hoffentlich lesen das einige der «Strand statt Verstand» Fraktion.

    • Yves M. sagt:

      Stimmt.

      Weiter gibt es da jene, die machen einfach aus einer Passion den Beruf. Ist mir so passiert.

    • fufi sagt:

      @leo:
      😀
      😛

    • Sandra sagt:

      Danke!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Gefällt mir, Leonardo 8)

    • Heinz sagt:

      super beitrag. Hut ab 🙂

    • Kathy sagt:

      schön leo, es bräuchte mehr menschen mit deiner einstellung!

    • urs sagt:

      Schliesse mich dem Lob an! Grazie

    • Rocky sagt:

      @ Leonardo

      Kompliment für diese Einstellung. Wenn das bedingungslose Grundeinkommen angenommen wird, können sich bestimmt noch viel mehr Menschen zu dieser Einstellung bekennen. Dann ist nämlich das Risiko, dass Angst aufkommt, wenn keine steile Karriere oder Ausbeutereien in Betracht gezogen werden, viel geringer als ohne eine solche finanzielle Absicherung.

    • Henri sagt:

      Gefällt mir auch, Ihr Beitrag, auch wenn ich an einigen Orten nicht zustimmen kann.

      Es macht aus meiner Sicht einfach wenig Sinn, Leute (in diesem Fall Frauen, aber es geht mir ums prinzipielle) für sehrrrr teures Geld auszubilden, auf dass sie dann 0.0 Zeit lang das Gelernte anwenden.
      Immerhin wird die exorbitant teure (und immer teurer werdende) Akademiker-Ausbildung bis dato und mehrheitlich von der allgemeinen Gesellschaft finanziert.

      In der Privatwirtschaft wird eine teure Ausbildung oft mit einem Sklavenvertrag verbunden, dh. man muss nach der Ausbildung eine gewisse Zeit der Firma dienen, oder aber bei früherem Ausstieg einen Penalty bezahlen.

      So etwas, meine ich, müsste bei der Akademikerausbildung ebenfalls gemacht werden, um wenigstens einen kleinen Rückfluss der Investitionen zu erhalten.

      • mila sagt:

        wie gesagt, henri, es gibt einige akademikerinnen und akademiker sowie andere gutausgebildete, die ihre berufstätigkeit zum nachteil der allgemeinheit ausüben. im endeffekt kosten sie den steuerzahler millionen, was sage ich: milliarden! soll man für sie ebenfalls strafgebühren einführen, beispielsweise für unfähigkeit und anmassung?

      • Leonardo sagt:

        Hallo Henri

        Das Problem bei Ihrem Gedanken, ist die Komplexität. Denn um jemandem Egoismus oder Verschwendung vorzuwerfen – wenn diese Person nach dem Studium keiner Erwerbsarbeit nachgeht – hat man niemals genug Daten und Fakten. Sie können einfach nicht wissen. Die andre Frage ist wiederum: Wie bewerten Sie? Was genau wollen Sie zurückhaben? Was ist mit Menschen, die im Ausland Karriere machen, aber in der Schweiz studiert haben? Reden wir von globalem „Return“?

        Es kann sein, dass eine Frau Studiert, 20 Jahre zuhause ist und danach eine Firma gründet, eine Revolution anführt, einen Bestseller schreibt, für ein NGO hart arbeitet usw. Vielleicht rettet Ihnen eine Ärztin, für teures Geld ausgebildet und dann als Mutter seit 5 Jahren zuhause, das Leben weil sie zufällig Ihre Nachbarin ist und Ihren Gartenunfall beobachtet.

        Auch gibt es Menschen, die jahrelang hart arbeiten und eine Bank ruinieren, Amok laufen, Korruption betreiben usw. Sie müssten ja jede Person bis aufs äusserste durchleuchten, damit man ihren „Wert“ berechnen kann. Und darüber hinaus ginge das nur am Lebensende. Und für die Gläubigen kommt dieser Tag ja auch irgendwann (ich gehöre nicht dazu).

        Sie können es nicht wissen. Sie können den „Wert“ eines Lebens nicht bemessen. Natürlich gibt es Momente in denen Sie Personen bewerten müssen – anhand bestimmter Faktoren und bezüglich bestimmter Ziele. Aber das sind verdammt schwierige Prozesse und führen oft zu Problemen. Und zwar in eingeschränktem Rahmen. Also im Bereich Versicherungen, Organtransplantationen etc.

        Bildung ist (nahezu) immer positiv. Als Extrembeispiel: Nehmen sie einen Menschen ohne jede Bildung und sagen ihm „Dieser Kerl dort ist schuld an der schlechten Ernte, die Miesere hat angefangen seit er hier ist. Vertreiben wir ihn!“ Er könnte eine solche Argumentation für plausibel halten (siehe Hexenverbrennungen, Ketzerprozesse etc.). Sagen Sie das gleiche einem ETH-Mathematiker (jetzt Hausmann). Das bedeutet, dass wir das Bildungsniveau immer eher verbessern sollten. Bildung schützt und stützt unsere Gesellschaft.

        Grüsse

        Leonardo

    • Chrümscheli sagt:

      Leonardo – Danke für diesen Beitrag. Es sollte mehr Menschen geben, die so denken!

  • Markus Schneider sagt:

    „Wenn Frauen den Spielplatz statt die Kampfzone Beruf wählen, ist das Ausdruck von Freiheit, nicht Feigheit.“

    Ja, selbstverständlich ist das Freiheit. Allerdings geht jede Freiheit auf Kosten von irgendejmandem – hier geht die Freiheit auf Kosten desjenigen, der den Aufenthalt auf dem Kinderspielplatz finanzieren muss. Vermutlich ein Mann. Und wahrscheinlich sogar sogar ein Mann, der es gut findet, dass sich seine Frau mit den Kindern auf dem Spielplatz beschäftigt. Ich hoffe nur, dieser Mann wählt nicht SVP, denn dann müsste die arme Frau (womöglich sogar gerne) für ihn kochen, und das wurde hier im Blog ja bisher noch nicht als Ausdruck von Freiheit wahrgenommen.

    • Hutmaier sagt:

      die Männer finden dieses Privileg der Kinderbetreuung immer gut, bis es zur Scheidung kommt. Dann steht das Kindeswohl plötzlich hinten an und die Ex-Frau soll so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen…. oder die Männer suchen sich mit 45 ein neues Gpusi, dass 20 Jahre jünger ist, als die Ex und spannender….

  • the man sagt:

    Als Grundlage werden hier unreflektiert ein paar Prämissen angenommen:
    – Jeder Mensch will Karriere machen
    – Eine Karriere ist reine Willenssache, man entscheidet sich bewusst dafür oder dagegen
    – Jeder Mensch, der sich in der Kinderbetreuung engagiert hätte sonst Karriere gemacht

    Also, in meinem Umfeld haben die meisten einfach einen Job. Der macht manchmal Spass und manchmal nicht, dient aber in erster Linie der Befriedigung der Grundbedürfnisse. Die meisten Menschen, egal ob Mann oder Frau, Eltern oder Single, machen nie Karriere – und haben trotzdem ein mehr oder weniger erfülltes Berufsleben. Es müsste also heissen: Familie oder Job. Oder: Familie oder Karrieremöglichkeiten.
    Und wenn ich schon dabei bin: Der Anteil an AkademikerInnen, die keinerlei Erwerbstätigkeit nachgehen, ist gemessen an der Gesamtbevölkerung verschwindend klein – und diesen Luxus können wir uns ruhig leisten!

    • Sandra sagt:

      🙂

    • Susann sagt:

      Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Nur eine der Kommilitoninnen, mit welchen ich noch Kontakt habe, arbeitet weniger als 60%. Und die hat (gasp!) keine Kinder.
      Ausserdem möchte ich noch kurz aufwerfen, dass diese hochkompetitiven Männer- & Karrierejobs auch zu den nicht gerade Krisenresistenten gehören. So kann es – über die Länge eines Arbeitslebens gesehen- monetär absolut lohnend sein im vergleichbar schlecht bezahlten Gesundheits- oder Sozialwesen tätig zu sein und dafür keinerlei Zeit ohne Job zu verbringen.

    • 13 Prozent aller verfügbaren Stellen in der Schweiz werden gem. SAKE zu den Stellen gezählt, die hier wohl unter dem Begriff Karriere verstanden werden: Das mittlere, obere und oberste Kader machen also einen Achtel aller verfügbaren Stellen aus. Das obere und oberste Kader machen statistisch 5,7 Prozent- oder etwas unter eine Zwanzigstel aller verfügbaren Stellen in der Schweiz aus. Und CEO’s, CFO’s, Verwaltungsräte etc. dürften sich nur noch im Promillebereich bewegen.

      Also Gas geben, Leute: Wir haben z. Z. gut 4,5 Millionen Beschäftigte in der Schweiz- wer Karriere machen will, muss sich beeilen!

      • mila sagt:

        du verkennst eins, marcel: nicht jeder versteht unter einer karriere eine kaderlaufbahn in der wirtschaft. so betrachtet, gibt es der karrierewege viele: von der selbständigen nagelstudiobetreiberin über den engagierten heilpädagogen bis hin zum kleinbühnen-artisten.

      • Hm, mila, also im allgemeinen feministisch-gesellschaftlichen Kontext wird unter Karriere (ein furchtbar inflationär verwendeter Begriff) heute vor allem die hohe, höhere, höchste, allerhöchste Position verstanden, wie z. B. alleine die Debatte um die Frauenquote zeigt. Der heute gebräuchliche Begriff Karriere ist aufs Engste mit gesellschaftlichem Aufstieg verbunden, nicht mit einem erfüllten Leben. Hier funktioniert die übergeordnete Motivationsmaschine sehr gut: Wir sollen alle immer nur und ausschliesslich Leistung erbringen- wie das liebe Vieh, das tagtäglich gemolken wird.

        Ansonsten muss ich Dir recht geben.

      • mila sagt:

        wäre es dann nicht langsam an der zeit für eine emanzipation von der emanzipation, marcel? so ganz im sinne einer (wirklichen) gleichberechtigung? aber ich glaube nicht, dass ich mit dir darüber diskutieren muss… zuviel einheitlichkeit schadet der debatte.

  • Thomas M. sagt:

    Die klassisch hierarchische Organisationsform von Firmen ist wohl besser angepasst an die männliche Art zu handeln und zu kommunizieren. Es ist wohl für Frauen in der Regel sowohl schwieriger wie auch weniger attraktiv, da mitzutun. Wahrscheinlich werde ich in der Luft zerrissen für mein Gefühl, dass grosse Organisationen (Grossfirmen, Armeen etc.) wohl mit Männern besser funktionieren. Für mich als Mann war das aber auch nicht attraktiv, darum bin ich seit 18 Jahren selbständig und nutze das, um mehr Zeit für meinen Sohn zu haben und trotzdem gut davon zu leben. Ich würde den Frauen eher den Weg in die Selbständigkeit empfehlen.

    • mira sagt:

      Meine Erfahrung ist, das gemischte Teams am besten arbeiten. Reine Männerteams kommen weniger schnell vorwärts, da zuwenig in Teamarbeit und Kommunikation investiert wird und „nur“ ge-ellenböglet“ wird. Reine Frauenteams kenne ich persönlich nicht, es wird aber auch da immer wieder mal Negatives berichtet. In gemischten Gruppen kommen die Vorzüge beider Geschlechter zum tragen.

  • Beatrice sagt:

    Die Wahl zu haben, das ist doch das zentrale – deshalb sind heutige Modelle eben besser, wie das Frau Binswanger mal wieder richtig festhält. (Schaut euch zur Illustration sonst mal den Film Revolutionary Road an.) Und vielleicht ist es in der Tat so, dass heutige Modelle in vielen Fällen erst für die Frauen besser sind. Allerdings frage ich mich, ob es den Mann und Papi und Karrieretypen heute wirklich nicht mehr gibt, der Mami nur daheim beim Kochherd haben will. Schaut euch doch um! Es gibt soviele Familienmodelle, da kann man nun wirklich nicht alle über einen Leisten schlagen. Und genau das ist auch das Problem bei der Suche nach einer für alle fairen Regelung im gemeinsamen Sorgerecht.

    • mila sagt:

      sicher hat man/frau heute grundsätzlich die wahl, nur sind die strukturellen möglichkeiten noch lange nicht so weit, dass jede/r diese wahl unabhängig von den eigenen sozialen und finanziellen rahmenbedingungen treffen kann. dies ist mitnichten ein appell für einen rundum versorgenden wohlfahrtsstaat, sondern ein plädoyer für die staatliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche hilfe zur selbsthilfe.

  • In spätestens zwei Jahrzehnten werde solche Diskussionen- zumindest auf dieser Schiene- vergessen sein. Dafür wird der übergeordnete, volkswirtschaftliche Veränderungsprozess sorgen. Spätestens dann, wenn es keine Vollbeschäftigung mit Vollzeitstellen mehr gibt, werden sich Männer und Frauen ihr Leben- privat wie auch beruflich- entsprechend einteilen und gestalten. Und zwar nicht, wie sie wollen, sondern wie sie müssen. Insofern bin ich also zuversichtlich. Weniger zuversichtlich bin ich allerdings, ob es die Zivilgesellschaft auch wirklich schafft, sich unter dem ökonomischen Druck neu zu formieren. Dabei dürfte eine der wichtigsten Fragen darin bestehen, wie wir Arbeit in Zukunft definieren- und vor allem entlöhnen (oder honorieren)- wollen. Diesbezüglich scheinte sich unsere Gesellschaft noch im Tiefschlaf zu befinden. Oder im Dornröschenschlaf- was weniger positiv wäre…

    • Katharina sagt:

      Die Vollbeschaeftigung ist genau genommen schon heute Vergangenheit.

    • Henri sagt:

      Das sehe ich genauso: uns wird die Arbeit ausgehen, die Karrieren sowieso – es wird alles in China stattfinden – dort wo nicht nur die Kinder noch Hunger nach Lernen und Leistung haben, dort, wo Lernen ein gesuchtes Privileg darstellt, dort, wo gelerntes nicht vergeudet wird … man könnte die Litanei noch weiter führen, aber wozu.

      Jedoch, bis es soweit ist, müssen wir uns mit dem Gerangel hier und jetzt auseinandersetzen.

      Ich habe es schon in einem anderen Beitrag geschrieben, welcher aber wohl einen Umweg über M-81 macht:

      Es ist ein Witz, dass wir die exorbitant teure akademische Ausbildung an Leute (nicht nur Frauen) verschwenden, welche diese danach nicht verwenden und damit auch keinen „Mehrwert“ für die Gesellschaft generieren (denn immerhin hat die Gesellschaft die akademische Ausbildung bezahlt).

      Jemanden per Verdacht von der teuren Ausbildung aussperren, halte ich aber auch für schlecht.

      Ich meine, man sollte es machen wie in der Privatwirtschaft: eine teure Ausbildung wird dort oft mit einem Vertrag für eine gewisse Zeit an die Firma gebunden. Will der Ausgebildete die Firma dennoch vorher verlassen, muss er einen Penalty bezahlen.

      Meiner Meinung nach sollte in der akademischen Ausbildung etwas Ähnliches installiert werden, ohne dass ich jetzt aber sagen könnte, wie genau das geschehen soll.
      Damit würde dies aber wie vieles anderes im Leben funktionieren: wir können unsere Pflicht erfüllen, oder wir können aussteigen, und müssen „den Preis“ bezahlen.

      • Katharina sagt:

        die Abwanderung von Arbeit nach China hat schlicht mit den Kosten zu tun. ich sehe China krass ausgedrückt als Sklavenhalter Land. Leute, die mit sehr bescheidenen mitteln auskommen müssen und an der Kandare gehalten werden was das Zeugs hält.

        was Sorge zu Umwelt betrifft, sind die meisten Produktionsmethoden dort weit entfernt von dem was im Westen getan wird. damit können sie weiter massiv Kosten einsparen.

        weiter sind die Chinesen sehr gut darin, auch innovative Firmen in ihr Land zu bringen, dann aber den Innovationstransfer erzwingen. und die westlichen Firmen, einmal dort haben ausser Rückzug wenig Alternativen.

        ich sehe aus wirtschaftlicher Sicht schon, dass ein Ausbildungsvertrag wie in der Privatwirtschaft sinn machen würde. ich bin aber dagegen, weil ich eine Bildung nach besten Möglichkeiten und Fähigkeiten als ein Grundrecht jedes Menschen sehe, als eine Vorbedingung für sein/ihr Streben nach Glück und Erfüllung. Ich frage mich eigentlich, ob Wissen nicht öffentliche Domäne ist. Kultur etwa wird doch so verstanden. Und Wissen ist Teil von Kultur.

        weshalb, einfach gesagt, soll die Person, die sich primär um das Aufziehen der Kinder kümmert, nicht bestens gebildet sein, wenn er/sie das angestrebt hat?

        ein Menschenleben ist doch nicht ein Hauptbuch mit soll und haben.

  • Hansueli sagt:

    Die Frauen stehen sich doch nicht selber im Wege punkto Karriere. Sie wissen einfach nur, was für eine friedliche Welt gut ist und was nicht.
    Die Frauen sind den Männern in vielen Dingen grundsätzlich einen Schritt voraus. In den letzten Jahrhunderten wurden die Frauen unterdrückt und als „minderwertige“ Wesen abgetan, weil sie viel mehr als die meisten Männer, für eine harmonische Welt plädieren, feinfühliger sind und sich auch dementsprechend verhalten.
    Den martialischen Männern waren also die Frauen schon immer ein Dorn im Auge. Die Frauen passten nie wirklich in das kämpferische Bild des Mannes. Sie wussten instinktiv, dass das grundlegende Verhalten der Männer destruktiv ist.
    Und nun, in Zeiten der Emanzipation, wundern sich viele Männer (und auch einige Karrierefrauen- die wahrscheinlich damit ihrer Frustration über ein verpasstes harmonisches Leben Ausdruck verleihen), wieso der große Ansturm der Frauen – es ihnen gleichzutun mit der Karriere – ausfällt. Mit anderen Worten, die meisten Frauen weigern sich, sich dem destruktiven, martialischen, nach-mir-die-Sintflut Verhalten des Mannes anzuschließen.

    Kurz noch etwas zum Wort Karriere; in einem solchen Kontext (und in unserer Leistungsgesellschaft) wird Karriere auf gleicher Stufe betrachtet wie der Profit. Je mehr (Wohlstand, Status, usw.), umso grösser ist die Illusion der Befriedigung.

    Von den Frauen können wir Männer einiges lernen. Wir dürfen sie nur nicht zwingen, sich unserem kriegerischen Verhalten anzupassen, denn hier ist schon wieder eine Unterdrückung des femininen Spirit im Gange, gegen den sich jedoch die meisten Frauen mit Bravur zu behaupten wissen.

    An alle Frauen: Lasst euch von den destruktiven Ansichten der vielen Karrieremänner nicht irritieren. Geht euren eigenen Weg. Ich bin stolz auf euch.

    MfG Hansueli

    • lara sagt:

      frauen sind von natur aus die bessere menschen? ist das ihr ernst?

      • Hansueli sagt:

        Lara, versuchen Sie nicht in Kategorien wie Schlecht und Gut zu unterteilen, ich habe nicht geschrieben, dass die Frauen bessere Menschen als wir Männer sind. Besser wäre die Unterteilung zwischen konstruktiv (Harmonie, Frieden, usw.) und destruktiv (Ausbeutung, Krieg, usw.).
        Frauen haben gegenüber den meisten Männern in Gefühlsangelegenheiten einfach die Nase vorne. Sie als Frau (ich vermute mal, Ihrem Namen nach zu urteilen, dass Sie eine frau sind) sollten doch verstehen, was damit gemeint ist. Oder?

      • lara sagt:

        ja, ich bin eine frau und halte von solchen stereotypen gar nichts. die frauen sind nicht gefühlsbetonter als männer. genauso wie nicht alle männer destruktiv agressiv sind. es gibt ‚die frauen‘ und ‚die männer‘ nicht. die unterschiede innerhalb einer gruppe sind grösser als der unterschied zwischen den gruppen.

        wir sollten endlich aufhören mit solchen pauschalen verallgemeinerungen um uns zu schlagen!

      • Hansueli sagt:

        Lara, wieso sehen Sie alles nur in schwarz – weiss? Wir diskutieren hier von fundamentalen Tatsachen. Alles andere sind feine Facetten, die aus der Polarität – Mann/ Frau – hervorgehen. Das hat nichts mit Stereotypen zu tun, wie sie vielleicht vermutet haben. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau können auch Sie nicht verleugnen.
        Aber genau diese Unterschiede (diese Polarität), sind für die Evolution des Menschen unerlässlich. Vielleicht haben Sie in meiner Erläuterung einen falschen Eindruck von mir bekommen, ich behaupte nicht, dass nur die Männer etwas von den Frauen lernen können, aber in Sachen Feinfühligkeit sind die Frauen einfach fortgeschrittener als viele Männer.

        Also akzeptieren Sie bitte, dass sowohl der Mann von der Frau etwas lernen kann, als auch die Frau vom Mann. Es ist einfach so, ob Sie wollen oder nicht Lara.

    • mila sagt:

      @hansueli: ist es demnach ein glücksfall für die männer, dass sich die weiblichen und männlichen hirnstrukturen einigen neueren studien zufolge zunehmend angleichen – oder doch ein pech für die frauen? oder handelt es sich, man möchte es kaum zu hoffen wagen, gar um eine win-win-situation? ich für meinen teil halte die plastizität des menschlichen gehirns für eine ziemlich feine sache. 🙂

      • Hansueli sagt:

        mila, clevere Argumentation. Aber wie wollen Sie beweisen, dass der menschliche Spirit (Geist, Verstand) tatsächlich im Gehirn entsteht? Den neusten ganzheitlichen Feldtheorien aus der Quantenmechanik zufolge, ist der Sitz des Spirits des Menschen nämlich nicht im Gehirn, sondern das Gehirn dient als Schaltzentrale für eben diesen Verstand. Vergleichbar ist das mit einem Computer; man kann einen Computer doch auch mit allerlei Software vollpacken, die Hardware bleibt aber dieselbe.
        Zudem hat der feminine Körper nicht umsonst eine andere Hormonausschüttung als der eines maskulinen. Bedenken Sie, was bestimmte Hormone in einem Körper alles für Reaktionen hervorrufen können (z.B. Aggressivität, Harmonie, Stress, usw.). Die Produktion des Sexualhormons Testosteron z.B. ist beim Mann viel ausgeprägter als bei der Frau. Dieses Hormon ist bekannt dafür, dass es die Aggressivität steigern kann.
        Ich hoffe, mila, Ihre Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Falls Sie weitere Fragen haben, ich bin ganz Ohr (Auge) 

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich finde die Fragen, die Hansueli hier aufwirft, eben schon sehr wichtig. Gerade was die Wirkung der Hormone betrifft, wir wissen hier wenig mit Sicherheit, aber Testosteron ist sehr interessant im Zusammenhang mit Aggressivität. Wir müssen offen bleiben, mit Dogmen kommen wir nicht weiter, Dogmen schränkten viel zu lange das Leben der Frauen und Männer ein.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        wo verflixt ist jetzt schon wieder mein Beitrag?

      • mila sagt:

        @hansueli: und wie wollen sie beweisen, dass es so etwas wie einen ’spirit‘, verstand oder überhaupt so etwas wie ein unabhängiges bewusstsein gibt? die neurowissenschaftler scheinen jedenfalls mit den quantenmechanikern in diesem punkt nicht ganz einig zu sein. und die philosophen hätten sicherlich auch ihren senf dazu zu geben, wenn man sie fragen würde…

        eines der interessantesten neueren forschungsergebnisse ist dieses, dass die cerebrale entwicklung des embryos nachhaltig durch die hormonausschüttung im mutterleib beeinflusst wird. da kann es unter anderem leicht passieren, dass ein genetisch ‚weibliches‘ hirn in ein ‚männliches‘ umgemodelt wird. im grunde spielt das jedoch keine ausschlaggebende rolle, weil das menschliche denkorgan auch im späteren lebensverlauf noch derart anpassungsfähig ist, dass die ganze nature vs. nurture debatte sich derzeit gerade tot läuft.

      • Hansueli sagt:

        Ja mila ich weiss, in einem solch komplexen Gebiet etwas beweisen zu können ist sehr schwierig und deshalb kann man (zurzeit) ja auch nur von Theorien sprechen. Was mir persönlich meine Ansichten bestätigt, ist das Leben selbst. Wenn ich die Geschichte der Menschheit studiere, mein Leben selbst, die neusten Forschungsergebnisse oder die zwischenmenschlichen Beziehungen generell, dann komme ich einfach zu diesem Schluss, dass der einzelne Mensch nur ein kleines – aber dennoch sehr wichtiges – Fragment eines grösseren Ganzen ist und wir in erster Linie hier auf dieser Erde sind um im Evolutionsprozess vorwärts zu kommen, oder anders ausgedrückt; wir lernen aus unseren Erfahrungen und entwickeln uns somit weiter, sowohl im geistigen, als auch im physischen Bereich.

      • mila sagt:

        ach, hansueli, ihnen dürften meine neoplatoniker der renaissance sehr sympathisch sein: schon diese gingen davon aus, dass der mensch einen göttlichen funken reiner geistiger existenz in sich trägt, und es daher seine aufgabe sei, sich selbst wie auch die welt als ganzes aus den niederen materiellen verstrickungen zu befreien. aber halt, die neoplatoniker der spätantike wussten das ja lange vor den renaissancephilosophen, und von der weisheit der ägypter und anderer archaischer hochkulturen wollen wir gar nicht zu sprechen anfangen… schöne gedanken, selbst für eine skeptikerin wie mich.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    mir drängt sich da eine frage besonders auf: warum sollen denn die frauen jetzt auch noch karriere machen? haben die nicht schon lange gemerkt, dass die karriere der männer blos eine illusion ist? das karriere machen weder dem glück noch der zufriedenheit dient? das an der spitze der pyramide nur einer sitzt und der ganze rest erst danach kommt? sollten wir nicht viel mehr die männer aus der wirtschaft befreien? müssen denn die frauen jetzt dieselben fehler machen, wie wir männer? FRAUEN: MACHT ES UNS NICHT GLEICH! BEFREIT UNS!

    • lara sagt:

      aber arbeiten darf ich?

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ lara

        du darfst arbeiten. du darfst sogar eine karriere machen. du darfst auch hausfrau sein. du darfst auch kinder haben. was du nicht darfst: eine krarriere beginnen und danach heulen, es hätte dich niemand davor gewarnt.

    • the man sagt:

      Wer hat schon mal „habe mich für Kinder entschieden und meine Stelle als gewöhnliche Angestellte geopfert“ gehört? Nein, da musste immer eine vielversprechende Karriere aufgegeben werden… 🙂

      • Hansueli sagt:

        Genau. Nehmen wir uns die Frauen als Vorbilder, nicht als folgsame „Schoßhündchen“ die dem destruktiven durchschnitt Spirit des Mannes folgen müssen. Zu Zeiten der Naturvölker war es so, dass man die Frauen als Vorbilder und sehr oft als Familienoberhaupt angesehen hatte. Damals lebte man auch im Einklang mit der Natur und bestimmt hatten diese Völker viel weniger Streitereien als wir in unserer Kultur.

      • lara sagt:

        von wo wissen sie das? wie konnte dieses wissen überliefert werden? oder raten sie einfach bzw. ist das eine wunschvorstellung von ihnen?

        zur zeiten der naturvölker? wann war das? was ist ein naturvolk?

      • Hansueli sagt:

        Lara, Sie wollen aber viel wissen von mir. Ich bin doch nicht Ihr Geschichtslehrer. Wenn Sie ein gewisses Mass an Allgemeinbildung haben, dann würden Sie vielleicht nicht so viele Fragen stellen. Recherchieren sie doch im Internet ein wenig umher, dann fällt es Ihnen vielleicht leichter mitzureden (schreiben).

      • lara sagt:

        ich weiss von was ich rede. habe zufälligerweise so was studiert und kann ihnen darum sagen, dass ihre vorstellungen von ’naturvölkern‘ bestenfalls pseudo-wissenschaftlich fundierte wunschvorstellungen sind.

      • Hansueli sagt:

        Schön, dann wissen sie ja auch etwas über den Animismus, der ca. 8000 v.Chr. seinen Ursprung fand und bis heute bei einzelnen „Naturvölkern“ wie. z. B. den Aborigines immer noch zu finden ist.

  • fufi sagt:

    Weshalb sollen Frauen denn unbedingt Karriere machen wollen müssen?
    Und dies ganz unabhängig von der Ausbildung!
    Es soll auch Männer geben, die keine Karriere machen wollen.
    Und dies ganz unabhängig von der Ausbildung!

    Ganz abgesehen, dass zwischen dem „Wollen“ und dem „Können“ zuweilen Welten klaffen, nicht nur was individuelle Fähigkeiten betrifft, sondern vielmehr was die jeweiligen Lebensumstände mit sich bringen.

    Gelinde gesagt pervers finde ich die Frage nach den volkswirtschaftlichen Kosten der gut ausgebildeten Nur-Müttern.
    (geht insbesondere an Lorenz Pfister am 15. Februar 2011 um 10:32)
    Oder vielmehr und entsprechend noch abscheulicher: gut- ausgebildeten NICHT-Karriere-Frauen, denn es gibt wie gesagt auch etliche Männer, die trotz guter Ausbildung keine sogenannte Karriere (Einkommenssteuerrelevant!) vorweisen können.
    Zudem: Ob Männli oder Weibli, ob Karriere oder nicht, auch die Bestausgebildeten (sag mal: Hochschule), brauchen in ihrem (späteren) Beruf höchstens 10% des Wissens, das sie sich im Studium haben aneignen müssen! Da liesse sich doch auch noch was sparen!

    Aber denken wir das Ganze doch zu Ende:
    Da müsste doch – so allerspätestens mit 14 Jahren – so eine volkswirtschaftlich optimierte Berufs-und Karriereselektion der heranwachsenden humanoiden Produktionseinheiten stattfinden, so nach Nur-Mütter, verschieden Berufsgruppen und Karriere, natürlich abgestimmt auf die aktuellen Bedürfnisse der Wirtschaft.

    Bestehen noch Klarheiten?

  • Leonidas sagt:

    bin völlig ihrer meinung frau binswanger. freiheit bedeutet die wahl zu haben, entsprechend den eigenen präferenzen und werten zu entscheiden. ich bedaure es überaus, dass emanzipation und gleicheit immer mit berufskarriere gleichgesetzt und die erzieherrolle abgewertet wird. generell bin ich der meinung, dass der job/die karriere in der CH völlig überbewertet wird, ja einige mitbürgerInnen ihren selbstwert nur über ihren beruf zu definieren scheinen. ganz nach dem motto: ich arbeite (und kaufe), also bin ich. in griechenland gibt es die weisheit: „die arbeit endet nie, das leben endet.“ dementsprechend sollte man seine prioritäten setzen und in diesem zusammenhang scheint es mir nichts als vernünftig sich für das leben zu entscheiden, welches viel zeit mit den kindern verspricht. anstatt im alter selbstmitleidig festzustellen, „ach, hätte ich doch mehr zeit mit den kindern verbracht!“.

    • Urs Tobler sagt:

      Genau da hackt es ja. Wie andere hier erwähnten – und Sie ja auch – gibt es pro Person eine Lebensweise. Hier sehe ich das Problem nicht bei den Geschlechtern sondern die Lebensweisen in einer Gesellschaft unter einen Hut zu bringen, damit eben diese gelebt werden können. Bezugnehmend auf «Die Männer müssen…» hat sie schon recht, denn diese müssen zuerst noch den «Berg» der Männer aus dem 20. Jahrhundert überwinden. Wie auch Frauen wollen viele dieses nicht oder entscheiden sich bewusst für die «alte» Rolle. Das ist i.O. so, die freie Wahl sollte jeder haben. Aber Männer haben diese im Moment eher nicht, denn Ihnen stellen sich die explizit gleichen Probleme in den Weg wie den Frauen (gut, 😉 abgesehen vom Umstand des Gebärens *hüstel*). Wenn man als männlicher Arbeitsnehmer (ich beleuchte nur die männliche Seite, da ich als Mann nicht von der anderen Situation reden kann) eine Reduktion des Arbeitpensums möchte um (egal für was) neben der Arbeit anderen Interessen nachzugehen, wird man oftmals sanktioniert (die weiter oben – in den Kommentaren – erwähte Situation «Du hast zu funktionieren, sonst bist du weg»). Viele müssen (für mich absolut verständlich) oder wollen diesen Drohungen nachgeben, die die sich davon nicht beeindrucken lassen, sind wenige. In der heutigen Gesellschaft der Schweiz wird man gezwungen sich mit/über den Beruf zu definieren, diese Ansicht ist vielen (auch unbewusst) in Blut und Fleisch übergegangen (z.B. Thematik: «Befristete Anstellung und das Stockholm Syndrom»). Das sind nur mal meine Gedanken. Vater bin ich noch nicht und die Mutter wäre dann auch so eine, von denen da, oder, «die uns gekostet hat». Nur so am Rande, ich als ehem. Lehrling habe dem Staat auch was gekostet. Arbeitest du um zu Leben, oder lebst du zum Arbeiten? Deine Entscheidung.

    • mira sagt:

      wie das griechische system funktioniert, haben wir ja alle gesehen. vielleicht hätte ein bisschen mehr arbeitsmoral dem land nicht geschadet…

      • Leonidas sagt:

        da geb ich dir recht liebe Mira. nichtsdesotrotz muss ich meinen landsleuten attestieren, dass die solidarität zwischen den generationen intakt ist, kinder willkommen sind und sich geborgen fühlen im familien-clan, psychologen weitgehendst arbeitslos sind und man wirklich, wirklich gut feiern kann;) geld ist halt nicht alles, gäll?

  • Chris M. sagt:

    Was hat welchen Wert? Was strengt mehr an?

    Ich kenne eine Frau, die hat an der HSG studiert und dann das Studium abgebrochen um zu heiraten. Ich bewundere sie und ihre Leistungen!

    Kinder gross gezogen, Verwandte unterstützt, dem Mann beim Aufbau einer Firma geholfen (erst im Hintergrund, dann als Teilzeitangestellte, usw.). Das tönt nicht besonders beeindruckend, solange man nicht die Einzelheiten anschaut.
    z.B. Verwandtenunterstützung:
    Den Sohn der Schwägerin in einer äusserst schwierigen Phase bei sich aufgenommen, durch viele Krisen hindurch begleitet mit vielen Interventionen bei Lehrmeister, Behörden, Polizei, Eltern, …. ein jahrelanger Kampf ohne realistische Aussichten auf Erfolg.
    Die Schwiegermutter unterstützt, zuerst bei der Pflege des Schwiegervaters, dann bei der alltäglichen Arbeit, später im Spital, in der Reha, im Pflegeheim bei allen Therapiefragen, Besorgungen, Untersuchungen, Fahrten da und dort hin. Tausende von Stunden!
    Die eigenen Eltern unterstützt nach einer Krebsdiagnose bei der Mutter durch alle Tiefpunkte, Hoffnungslosigkeit und wieder neuen (geringen) Hoffnungen mit neuen Therapien/Medikamenten trotzt finaler Prognose.

    .

    War das Studium unnütz? Wie viel haben ihr die Kenntnisse genützt im Umgang mit Behörden, Formularen, Verfahren? Wieviel menschlicher ist die Welt geworden für die Betroffenen durch ihren Einsatz? Hätten das Sozialarbeiter und Rechtsanwälte auch gekonnt?

    .

    Ich glaube, solche Bücher und Artikel kranken an einer viel zu einseitigen Betrachtungsweise.

    Alles wird ökonomisch betrachtet oder vielleicht noch politisch: Was kann mit Geld bewertet werden oder was bringt allenfalls noch Macht und Einfluss und Karriere. Und dann zählen zwangsläufig irgendwelche Quoten, die erreicht oder eben nicht erreicht werden in Politik und Wirtschaft. Und dann werden zwangsläufig einige Tätigkeiten massiv überbewertet und überbezahlt (z.B. das zocken an der Börse) und andere unterbewertet.

    Viel mehr müsste man das Resultat an der Lebensqualität der Mitmenschen messen. Dann würde diese Frau ganz weit oben stehen und einige Politiker und Manager viel weiter unten als aktuel. Dann würde die ganze Quotenfrage ganz anders aussehen.

    Wieviel wert ist uns die informelle, freiwillige „Arbeit“, der unbezahlbare Dienst am Nächsten und an der Gemeinschaft, (beinahe) im Verborgen und nicht im Rampenlicht? Hat hier eine gute Ausbildung einen Wert oder ist sie verschwendet?

    .

    Zurück zum Artikel:
    Sind Frauen feige, die sich so engagieren? Ist das ein gemütlicher Platz unter der Betdecke? Ich glaube nicht!
    Frauen haben für die Freiheit gekämpft! Aber ist es noch Freiheit, wenn uns der Nächste nicht kümmert? Manchmal gibt es Situationen, wo man eben in erster Linie die Pflicht sieht oder sehen sollte (z.B. Verwandtenunterstützung oder Kindererziehung). Ist das so schlecht?!?

    Die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach einem erfüllten Leben geht weit über das Ökonomische oder Politische hinaus und betrifft eben das ganze Menschsein. Wir sollten weniger nach Quoten fragen, sondern danach, wie wir allen ein sinnvolles, erfülltes Leben ermöglichen können und wo wir unseren eigenen Beitrag dazu leisten können.

    • Leonidas sagt:

      WORD!!!! ein gesunder, menschlicher verstand. gratuliere Chris!

      • Astrid sagt:

        So ist es. Ich gehöre zu dieser Gruppe von Frauen, die alles, was der Feminismus an Gutem hervorgebracht hat, genossen hat. Ich habe mir das genommen, was ich wollte: habe studiert, war mehrere Jahre im Ausland, unstetig, habe meine Kinder relativ spät bekommen und, obwohl ich immer dachte, meine Karriere sei das Wichtigste für mich, war ich eines Tages ’nur‘ noch Hausfrau. Ich hatte die freie Wahl, und die habe ich mir auch hier wieder genommen. Wenn wir es uns nicht hätten leisten können, hätte ich weiter gearbeitet, wenn ich es unbedingt gewollt hätte, auch. Aber so habe ich mich eine grosse Weile lang als eine Art Stachel im Fleisch der ‚Nur-Arbeitenden‘ bzw. ‚Nur-Hausfrauen‘ betrachtet: jede Art von Vorurteil, von welcher Seite auch immer, habe ich aufgenommen und zwar nicht als kriegerische Emanze, sondern einfach als (sorry, Selbstbeweihräucherung folgt!) intelligente und gebildete Frau aufgenommen. Dabei habe ich viele Freunde und Kontakte aus völlig anderen Lebensbereichen gewonnen. Lange Rede, kurzer Sinn: wir alle haben einen anderen Lebensentwurf, ob Männlein oder Weiblein, reich oder arm, kinderlos oder kinderreich. Alle über einen Kamm zu scheren, wie das Bascha Mika macht, ist einfallslos, einseitig und daher muss ich mir das nicht ad nauseam anhören oder ansehen. Das Gute ist, wir haben alle die Wahl, auch von einer Bascha Mika als feige und abhängig bezeichnet zu werden und uns diesen Schuh nicht anzuziehen! Das ist doch eine Errungenschaft!

      • Chris M. sagt:

        @Leonidas:
        ich verstehe nicht ganz was gemeint ist mit: WORD!!!!
        Ist das ein mir unbekanntes Acronym?

      • Andi sagt:

        EXCEL!!! Aber im Ernst: ! Tja, das Ökonomische. Manchmal kommt man aber eben nicht drum herum, bzw. nicht weit ohne sie. It’s the economy…

      • Chris M. sagt:

        Sicher , Ökonomie und Politik sind wichtig (etwas anderes habe ich nie behauptet)! Aber wie gesagt, es sind nicht die einzigen Aspekte die zählen und sollten deshalb nicht zum alleinmassgebenden Massstab gemacht werden.

    • Chris M. sagt:

      Noch eine Ergänzung:
      Macht Wirtschaftswachstum glücklich? (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34197/1.html)

      • Leonidas sagt:

        entschuldige Chris, WORD ist so ein doofes englishes wort, welches vorwiegend von den rappern gebraucht wird. damit soll bekundet werden, wenn jemand etwas „wahres“ oder zumindest bedeutendes sagt. benutze ich sonst nie, bin auch kein rapper, kam mit einer humoristischen konnotation.

  • Jo Mooth sagt:

    Männer, die sich auf Spielplätzen tummeln, müssen damit rechnen, als Pädophile bezeichnet zu werden.
    Ausserdem: wenn Frauen die Kinder nicht betreuen wollen, müssen sie es halt ebenso sagen. Dann soll der Papi ran. Aber die meisten Kinder werden ja heute vom Staat betreut. Da gibts eigentlich wirklich keinen Grund mehr für Mütter, den Tag auf dem Spielplatz zu verbringen.

    • Patrick Tigri sagt:

      „Die meisten Kinder werden vom Staat betreut“? Hööö? Wie meinst Du denn das?

      • Astrid sagt:

        Sie meint es immer gleich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit: Frauen, die ihre Kindern ‚fremdbetreuen‘ lassen, hätten gar keine bekommen sollen……. Das geht mir so auf den Keks, diese immer gleichen Stimmen, die die immer gleichen Wortmeldungen machen und in (fast) jedes Blogthema das immer dasselbe hineinlesen. Das ist keine Satire mehr, sondern fast schon tragisch.

      • mila sagt:

        tragisch ist ebenfalls, dass jene stimmen, die berufstätige mütter kritisieren, in der regel dieselben sind, die sich lauthals über den stetig rückgehenden schweizer nachwuchs beklagen und ängste vor einer überfremdung schüren…

    • tobe or not tobe sagt:

      Ja das würde mich auch noch wundernehmen: Wo betreut der Staat unsere Kinder (ausserhalb der Schulen)????

  • Hitz sagt:

    Ich finde, wenn man all das aufgeblasene Gedröhne von Bascha Mika weglässt und das Ganze nüchtern betrachtet, handelt es sich um nichts Weiteres als das bornierte, sich selbst zu wichtig nehmende Geschwätz von jemandem ohne Kinder gegenüber allen mit Kindern. Hier geht es letztlich nicht um Emanzipation, Feminismus oder Geschlechterfragen, es geht nur darum, dass Frau Mika sich nicht vorstellen kann, dass eine Mutter, die sich gemeinsam mit ihrem Mann aus etwelchen Gründen auch immer dazu entschieden hat, zuhause zu bleiben und für die Kinder zu schauen, auch eine emanzipierte Person sein kann.
    Was die ökonomischen Argumente anbelangt: Es macht durchaus Sinn, dass jemand die Aufzucht des Nachwuchses beaufsichtigt und ob diese Person jetzt ein Studium hat oder nicht, ist eigentlich egal. Hauptsache ist: Nachwuchs. Ausser man wäre der Ansicht, dass die Altersvorsorge von einem selbst dereinst eh von tunesischen Bootsflüchtlingen bezahlt wird. Dann kann man auch finden, dass sowohl Frauen wie auch Männer jeweils 100%-Jobs besetzen und keine Zeit mehr finden, sich überhaupt fortzupflanzen.

    • Hansueli sagt:

      Frau Mika ist wahrscheinlich frustriert, weil sie das Familienglück gegen ein Karriereglück eingetauscht hat und stellt nun mit Entsetzen fest, dass dieses Karriereglück gar kein richtiges Glück ist, sondern nur eine Illusion. Um jedoch nun ihr Verhalten trotzdem zu rechtfertigen, stellt sie sich auf die Seite der „Karriere für alle“ (was ja in sich schon ein Wiederspruch ist), damit sie die Wahrheit – dass sie womöglich unglücklich ist – besser ertragen kann.

      • mila sagt:

        ich weiss nicht, hansueli, aber es soll tatsächlich frauen und männer geben, die ihren beruf nicht nur ausüben, um geld zu verdienen und/oder möglichst hoch die karriereleiter hinaufzuklettern. vielleicht gehört frau mika ja zu dieser sorte mensch?

      • Hansueli sagt:

        Vielleicht, vielleicht auch nicht.

  • „Vielleicht ist es nicht nur die Feigheit der Frauen, die die bestehenden Strukturen zementiert, sondern ebenso die der Männer.“

    Ganz genau so ist es!

  • ü40, 100%, ohne Kinder sagt:

    Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, denn auch ich habe mich für eine Fachkarriere und nicht für eine Führungskarriere entschieden. Um ganz ehrlich zu sein, genau aus den immer wieder beschriebenen Gründen. All das wofür die Generation Frauen vor mir gekämpft haben, geniesse ich als Selbstverständlichkeit. Wahl- und Stimmrecht, keine Kinder zu haben ohne in die Hexenecke gedrängt zu werden, alles was ich will erreichen auch erreichen zu können, Karriere machen zu können. Trotzdem habe ich keine Lust dazu.

    Man muss also nicht nur in die „Mutterfalle“ tappen, sondern kann auch sonst zu „feige“ sein, die Karriere Treppe aufzusteigen, mit all ihren Hindernissen, Ellenbogen und zermürbenden Persönlichkeiten.

    • Kathy sagt:

      Wieso feige? Wer sagt denn, das unser kapitalistisches System – immer schneller, höher, weiter, mehr Gewinn usw – das „richtige“ ist?

  • Sportpapi sagt:

    Nun lesen wir zwar nicht Neues, aber mal richtig auf den Punkt gebracht. Übrigens haben auch viele Männer keine Lust auf Karriere und massive Überzeiten – Haupternährer sind sie dennoch. Was ich aber nicht verstehe: Weshalb ist immer von MutterFALLE die Rede, wenn es doch eher Wunsch und Ziel vieler Frauen ist?

    • mila sagt:

      von mutterfalle kann allenfalls die rede sein bei frauen, die sich neben einer familie vom leben noch etwas anderes wünschen (und dadurch in den bekannten zwiespalt von privatem und beruflichem geraten). das sehen sie schon richtig, sportpapi.

  • Lorenz Pfister sagt:

    Nach mehreren Jahrzehnten Gleichstellung darf man sich nun mit Fug und Recht fragen, welchen Sinn es macht, tausende Frauen in teuren Gymnasien und Universitäten zwischenzudeponieren, welche danach ihre Kenntnisse verkümmern lassen und sich anders orientieren. Erstens nehmen sie Studienplätze denen weg, die diese erfolgsversprechender ausfüllen würden und zweitens kostet das Geld, das danach nicht zurückerwirtschaftet wird. Deshalb plädiere ich für eine Begrenzung von Frauen in mindestens jenen Studiengängen, die bereits jetzt am Limit sind. Eine solide Berufsausbildung sollte genügen und lässt eine Weiterbildung zu, so sie denn wirklich einmal opportun ist.

    • Linda Stahel sagt:

      Vor einigen Jahren hätte ich so einem Post nicht einmal im Traum zugestimmt. Nun, nach abgeschlossenem Studium und zahlreichenen Diskussionen mit Freundinnen, Bekannten etc. muss ich sagen, dass 3/4 der Frauen wohl besser auf ihr Universitätsstudium verzichtet hätten. „Ich will doch nicht mein Leben lang 100% arbeiten“ oder „Wenn das Kind da ist, will ich auch immer zu Hause sein“, so die gängigsten Statements. Alles schön und gut, aber die wenigsten sind sich bewusst, dass sie sich vom Staat eine ziemlich teure Ausbildung finanzieren lassen, um sich dann zurückzuziehen oder in einem Teilzeitjob eine ruhige Kugel zu schieben… Aber wirklich genug hab ich von Ex-Kommilitoninnen, die ein Jahr nach dem Studienabschluss ein Kind kriegen und dann so einen Satz wie „ja, es war halt ungeplant“ oder „wir haben schon verhütet, aber das ist wohl Schicksal“. Grrrrrrrrrrrrrrrrr…

      • mila sagt:

        @linda stahel: eine andere frage, die man in diesem zusammenhang fairerweise stellen müsste: leisten denn alle männer, die von einer teuren hochschulbildung profitiert haben, ihren beitrag an die allgemeinheit, die eben diese teure hochschulbildung mitfinanziert hat? anders gesagt: ‚rentieren‘ alle männlichen akademiker? ich wäre aus unterschiedlichen gründen versucht zu sagen: nein.

      • lara sagt:

        und was für lösungen schlagen sie vor?

      • the man sagt:

        Unfälle bei der Verhütung? In diesen Kreisen? Oft gehört, nie geglaubt… 🙂

      • Patrick Tigri sagt:

        Ein Kondom platzt schon mal auch beim 23-jährigen ordentlichen Professor und die Pille versagt auch bei der 32-jährigen Nobelpreiskandidatin.

        Was mir schon Kondome geplatzt sind, geht auf keine Kuhhaut…

      • the man sagt:

        Neee, die Pille versagt nicht, die wird nur falsch eingenommen – und für alle anderen Fälle gibt’s die Pille danach…

      • Patrick Tigri sagt:

        Einfaches Szenario, wann die Pille versagen kann:

        Eine Frau hat befruchtungsfähige Samenzellen am Warten vor den Eileitern, es sind grad die Tage des Eisprungs, dann muss sie aufgrund eines Infekts Antibiotika einnehmen, die machen die getreulich geschluckte Antibabypille unwirksam und wusch ist die Frau befruchtet.

      • Patrick Tigri sagt:

        Ausserdem, man, endet der Spruch mit „für alle anderen Fälle gibt’s Mastercard.“

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Satire?

    • mila sagt:

      irgendwie scheint mir, dass sie problemen von heute mit (ewig)gestrigen lösungen begegnen wollen. wenn uns die geschichte jedoch eines lehrt, herr pfister, dann dies: das rad der zeit lässt sich nicht zurückdrehen. sonst würden wahrscheinlich heute noch die dinosaurier anstelle von uns menschen auf der erdoberfläche rumspazieren.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Da ist der Herr Pfister nicht der Einzige, mila, gerade in diesem Blog gibt es noch viele solche Exemplare. Alles Elend der Welt wird den Feministinnen in die Schuhe geschoben, alles war besser, als Mutti zu Hause war um Mann und Kindern zu dienen.

    • Lorenz Pfister sagt:

      Von Ihren Kommentaren kann ich kaum einen ernst nehmen, da sie kein Alternativen zum Kernproblem aufzeigen. Fakt ist, dass wir uns ein immer teurer werdendes Bildungssystem leisten und dieses mit vielen Studentinnen besetzen, die später tatsächlich keinen „Return“ liefern. Das Rad der Gleichberechtigungszeit möchte ich auch nicht zurückdrehen. Nur sollte man systemische Probleme angehen, so sich diese zeigen. Meine Lösungsansätze wären (siehe oben) eine Art numerus clausus für weibliche Studienanfängerinnen oder Bildungskredite, die zurückzahlbar wären (das müsste Ihnen, mila 11.56h entgegenkommen). Nebenbei: Was soll an einer Berufslehre schlecht sein?

    • Andi sagt:

      Ich verstehe sowieso nicht, warum immer alle noch so lange Schulbank drücken wollen. Leute, geht raus ins Leben, wo die Musik spielt!

  • tobe or not tobe sagt:

    Zu diesem Text passt nich anders alls der CINDERELLA KOMPLEX, der beschreibt genau diese Angst der Frau unanbhängig zu sein, sie trauen es sich nicht zu..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cinderella-Komplex

    „Dadurch hätten Frauen nicht gelernt, mit ihren Ängsten umzugehen. Die unbewusst akzeptierte weibliche Rolle, das Warten auf den Retter (wie im Märchen von Aschenputtel) verhindere die volle Entfaltung ihrer geistigen Kräfte und sieht Belege in der Erfolgsangst von Frauen in Spitzenberufen der Wirtschaft.“

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich habe über das Buch von Bascha Mika auch gelesen und Interviews von ihr dazu. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn sie die Frauen in die Verantwortung nimmt, auch der angriffige Ton ist nicht schlecht, wenn es darum geht, aufzurütteln.

    Was mir weniger gefällt, ist ihre einseitige Betrachtungsweise. Mika weiss nicht, was es heisst, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, weil sie nie Kinder aufgezogen hat. Kinder aufzuziehen, zu begleiten, zu lieben, auszuhalten, zu umsorgen ist viel umfassender als jede Arbeit. Einerseits, weil sie rund um die Uhr geleistet werden muss, andererseits, weil es eben ein emotionales Engagement ist, so intensiv, fordernd und erfüllend, wie sonst gar nichts. Auch Kinder, die in der Krippe betreut werden, sind im Bewusstsein der Mutter ständig präsent. Und sobald ein Kind krank wird, mehr als zwei, drei Tage, wird es richtig mühsam. Eine wirkliche Lösung des Problems sehe ich nur in der Lebensarbeitszeit, d.h. Eltern, die kleine Kinder zu betreuen haben, brauchen Freiräume, sie müssen flexibel sein können. Wir sollten die Prioritäten richtig setzen.

    • Sportpapi sagt:

      Mika nennt das offenbar „Überhöhung der Mutterschaft“, um sich zu rechtfertigen. Und genauso lese ich das hier auch wîeder.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wieso Überhöhung, wenn die Bedürfnisse richtig erkannt werden? Es geht um die Kinder, in erster Linie, nicht um die Mütter. Dass Mika davon keine Ahnung hat, ist klar ersichtlich. Für Frauen ohne Kinder war es schon immer viel einfacher, in der männlich dominierten Arbeitswelt mitzumischen. Männer werden das erst nachvollziehen können, wenn sie genauso in der Betreuungsverantwortung sind wie die Frauen. Kleines Beispiel: Wer nimmt meistens frei, wenn beide arbeiten und das Kind krank wird? Für dich, Sportpapi, ist das vielleicht nicht dasselbe, weil du als Sportlehrer nicht von morgens um 8 bis abends um 18 h auswärts bist. Ich hatte solche Arbeitszeiten und ich sage dir, es ist die Quadratur des Kreises, sobald etwas Unvorhergesehenes passiert, wenn zwei Ereignisse zusammentreffen, z.B. ein grosser Kongress ausserhalb UND ein krankes Kind, ist die Hölle los.

      • Sportpapi sagt:

        Ach. Seit zwei Tagen „arbeite“ ich nun zuhause, weil meine Frau krank ist. Sollte aber noch zwei Vorträge vorbereiten, weil ich eigentlich ab morgen 4 Tage an einem Kongress bin. Wird wohl Nachtarbeit werden, weil ich vorher nicht dazukomme. (Mamablog – dafür reichen die Kurzpausen und die Konzentrationsspanne, die meine Kinder mir gewähren…). Ein krankes Kind ist immer ein Problem, das bei doppelter Erwerbstätigkeit zu fast unlösbar ist,.

      • Cara Mia sagt:

        Aber Zeit für diesen Blog hast Du dennoch, lieber Sportpapi… 😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Unlösbar bei doppelter Erwerbsarbeit? Ich war Alleinerziehend.

        Schön, dass du deine kranke Frau pflegst, aber einen erwachsenen Kranken zu betreuen ist ein himmelweiter Unterschied zu einem kleinen Kind, wie kannst du so etwas vergleichen? Also wirklich, ich will deinen Einsatz nicht schmälern, aber wir reden hier von völlig verschiedenen Dingen. Von Situationen, von denen du keine Ahnung hast, sorry.

        Es ist auch ein grosser Unterschied, beim Staat zu arbeiten oder privatwirtschaftlich, in der privaten Wirtschaftswelt wird viel weniger Rücksicht genommen auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer, du hast zu funktionieren, sonst bist du weg. Da ist nichts mit ein bisschen freier Einteilung, ein bisschen Projekt, langen Ferien von 15 Wochen usw.

      • Sportpapi sagt:

        Ich pflege nicht in erster Linie meine Frau, sondern beschäftige die zwei Kinder. Wären die krank, was hin und wieder vorkommen soll, müssen wir halt schauen, was geht. Wenn meine Frau unterrichtet, bin ich zuhause. Das ständige schlecht machen von öffentlichen Angestellten geht mir langsam auf den Geist. Was soll das? Wenn ich in der Lage bin, meine Zeit etwas freier einzuteilen (aber sicher nicht weniger lange zu arbeiten), ist das doch nur modern. Blöder Spruch mit den 15 Wochen Ferien. Sind da Lehrer gemeint (bin ich nicht mehr…), die erwiesenermassen deutlich mehr Arbeitsstunden leisten also sie sollten? Die dafür aber im Gegensatz zu Angestellten in der Privatwirtschaft keinen Bonus erhalten. Von der emotionalen Belastung (ja, gibt es nicht nur bei Müttern) gar nicht zu reden.

  • Sandra sagt:

    Zum selben Thema im aktuellen „Das Magazin“ hat Birgit Schmit einen Artikel verfasst, „Das bequeme Leben“. Darin findet sie, Frauen „müssten“ vollzeit arbeiten gehen. Wie auch in diesem Beitrag mit der Begründung der volkswirtschaftlichen Unsinnigkeit, dass Hochschulabsolventinnen Vollzeitmütter werden. Aber kommt denn eine gut gebildete Mutter nicht auch den Kindern zu Gute? Oder ist es besser, wenn sie bei jeder Frage sagen muss „keine Ahnung, frag deinen Vater“? Hinzu kommt meines Erachtens die Schwierigkeit des Zeitpunkts, sich für Karriere oder Familie entscheiden zu müssen – nämlich vor einem allfälligen Studium. Was, wenn dann aber ein potenzieller Vater fehlt? Soll Frau dann rotzdem auf ein Studium und eine Karriere verzichten, in der Hoffnung, dass bald einer auftaucht? Und ist eine Frau, die sich für die Familie und gegen ein Studium entscheidet nicht so oder so „noch schlechter dran“, falls sich an ihrer Lebenssituation etwas ändert?

    • lara sagt:

      ich glaube definitiv nicht, dass mein uni abschluss mich zur besseren mutter macht. oder soll ich mit meinem dreijährigen die diskursanalyse durchnehmen?

      • Sandra sagt:

        Kinder werden bekanntlich auch älter. Es braucht natürlich nicht für alle Fragen einen Hochschulabschluss, aber generell verfügen solche Frauen auch über eine grössere Allgemeinbildung. (Ja, es gibt Ausnahmen.) Es prägt sicherlich auch das Frauenbild, dass die Kinder erhalten, wenn die Mutter immer auf den Vater verweisen muss.
        Arbeiten Sie denn, als Mutter mit Uniabschluss, so wie es von verschiedner Seite gefordert wird?

      • lara sagt:

        ja, ich arbeite zwischen 40 und 60% je nach projekt. mein mann und ich teilen uns nicht nur die finanzielle verantwortung sondern auch die betreuung unseren zwei jungs.

        die uni vermittelt spezialwissen, das ich ausserhalb meines gebietes nicht wirklich anwende. allgemeinwissen und menschenverstand (was nicht unbedingt an der uni gelehrt wird) sind wichtige und gute begleiter bei der erziehung von kindern.

      • Hansueli sagt:

        @Sandra

        Sie vermuten also, dass Menschen ohne Hochschulabschluss „schlechter dran“ sind?
        Oje, wie oberflächlich 🙁

        Hier haben Sie Ihre Allgemeinbildung:
        wikipedia.de

        Und hier haben Sie die Lösung für alle Ihre „oberflächlichen“ Sorgen:
        http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/ein/

      • Sandra sagt:

        @Hansueli
        Nein, falsch. Ich denke nur, dass eine Frau, die später wieder in den Beruf einsteigen möchte, mit einer besseren Aus/Vorbildung auch bessere Chancen für einen Wiedereinstieg hat. Sie hat generell mehr Optionen. Eine Frau mit niedrigerer (Achtung: nicht „schlechter“) Ausbildung hat es schwieriger, das habe ich in meinem Umfeld mehrfach so erlebt. Es gibt einen Grund, weshalb ich das „noch schlechter dran“ in Anführungs- und Schlusszeichen geschrieben habe.

      • Hansueli sagt:

        Tja, das ist das leidige Statusdenken. Für jede noch so einfache Büro Stelle benötigt man heutzutage irgendein Diplom, und wenn man nur den ganzen Tag für die Ablage zuständig ist, ohne Diplom geht fast gar nichts mehr in der Berufspraxis. Das ist ein riesiges Geschäft für die Bildungsindustrie.
        Dabei sieht man ja am Thema Lehrermangel, dass unter gewissen Umständen sogar Studenten und Menschen ohne abgeschlossene Matura, andere Menschen unterrichten können – und dies sogar sehr erfolgreich.
        Und schon sind wir wieder beim Thema Profitdenken und deren Konsequenzen. Ob Mann oder Frau, beide Geschlechter passen sich schlussendlich diesem Prozess an, sobald sie sich für eine Karriere in einem solchen System entschieden haben. Man muss sich entscheiden, das stimmt, aber das ist gut so. Es ist wichtig, dass man sich entscheiden kann und jeder wird automatisch feststellen, ob er oder sie den richtigen Weg gewählt hat oder nicht. Wenn der falsche Weg gewählt wurde, kann man jammern, das ist auch legitim, aber fertig werden mit den Konsequenzen solcher Entscheidungen muss schließlich jedermann (und jede Frau) selber.

    • Sandra sagt:

      Ich bin einfach nicht dafür, dass man Frauen den Zugang zu einer höheren Ausbildung verweigern sollte, weil sie sich ja eventuell dafür entscheiden könnte, mal ein paar Jahre nur für die Familie da zu sein. Ich bin pro Bildung für alle.
      Wenn es um die volkswirtschaftlichen Kosten geht, kann man ja auch die Frage in den Raum stellen, welche Kosten Kinder verursachen, denen die elterliche Betreuung abgeht?!

  • zeitungsleser sagt:

    das fazit der kritik lautet (trommelwirbel): die männer sollen… das war aber gerade die kritik der ersten autorin, oder nicht?

    eigentlich fände ich es aber viel interessanter, mal zu hören, was die schlagenden vorzüge des „neuen modells“ wären. es müsste ja dem ist-zustand schon überlegen sein… erst 50% um die kinder kümmern, beruflich nicht vorankommen und doch geschieden werden – kinder zu mama, das ist ja dann meist ergebnis – tönt z.b. nicht nach einer extrem attraktiven perspektive.

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Zeitungsleser: Falsch. Man muss schon lesen, um mitreden zu können. Wer nicht genau hinschaut, wird überall immer nur dasselbe sehen. Ein 50/50-Modell wird nirgends propagiert. Mika sagt: Frauen sind feige und faul, sie sollen mehr arbeiten. Ich sage: Wenn Frauen zu faul sind und die Männer darunter so sehr leiden, warum wehren sie sich dann nicht?

      • zeitungsleser sagt:

        ich entschuldige mich, nicht lesen zu können. und auch dafür eine andere meinung zu haben (möglicherweise).

        warum sie sich nicht wehren?: wenn ich es recht verstehe, stand herr theunert neulich mit einer fakel auf dem bundesplatz.

        das war aber nicht so sehr der punkt. ihre frage ist ja, warum er (fast) allein dort stand. meine these: es ist nicht so einfach zu sehen, was man dort hätte gewinnen können. was ist also Ihre antwort hierauf (und auf meine erste frage)?

      • zeitungsleser sagt:

        schade, dass hierzu keine anwtort kam. m.e. ist es einfach ein zentrales problem am ganzen. solange das eine ewige schwarzpeterdiskussion ist, bewegt sich nichts.

      • Sportpapi sagt:

        Schwarzer Peter? Richtig ist, dass sich die Frauen offenbar nicht so verhalten, wie von vielen Feministinnen gewünscht. Und dass das scheinbar je länger, je mehr auch den Männern nicht passt. Aber auch die stehen offenbar nicht auf die Barrikaden. Offenbar sind alle einigermassen zufrieden mit den aktuellen Mehrheits-Modell. Und es drängt sich vor allem eines auf: nicht immer über gesellschaftliche Zwänge, sondern mehr über eigene Wünsche und Werte zu debattieren.

      • Katharina sagt:

        MB, um mitreden zu können solltet Ihr aber auch Eure Wortliste überarbeiten. Ausser Ihr wollt dies als deutsche Plattform betreiben. mit Leitkultur und einem deutsch-deutschen Reinheitsgebot der Sprache. Das ist nicht mehr lustig, sondern dilettantisch.

  • mila sagt:

    @michèle binswanger: eine etwas andere perspektive nimmt folgender artikel in der süddeutschen ein: http://www.sueddeutsche.de/leben/bascha-mika-ueber-frauen-im-beruf-zu-weich-zu-feige-zu-unterwuerfig-1.1057495

    die argumente ‚verkrümelte existenz‘ und ‚reue‘ finde ich eigentlich ziemlich überzeugend, sie nicht? ich persönlich möchte nicht so lange warten, bis sich auch noch der letzte mann emanzipiert hat, um das einzufordern, was mir zusteht. eine neuere sozialstudie aus dem kanton st. gallen zeigt allerdings, dass die heutige männergeneration offenbar sehr wohl ein ausgeprägtes interesse an einer vernüftigen work-life-balance und an der gemeinsamen kinderbetreuung hat: http://www.sg.ch/home/staat___recht/recht/gleichstellung.html

  • Andrea sagt:

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie eine Frau sich finanziell von ihrem Partner abhängig machen kann, anstatt selber einen Beruf zu haben und Geld zu verdienen. Wenn Männer mehr mitarbeiten sollen in der Kindererziehung und im Haushalt, dann müssen die Frauen halt mehr berufliche, und damit finanzielle, Verantwortung übernehmen. Das wäre effizienter, anstatt immer die Männer zu beschuldigen, sie würden nicht genug mitarbeiten im Haushalt und in der Kindererziehung. Offenbar ist es ja so, dass Männer in den vergangenen Jahren mehr Haushalt- und Familienarbeit leisten, aber immer noch gleich viel beruflich engagiert sind, sie sind also höher belastet als früher. Dein einzigen Ausweg sehe ich in einem höheren Anteil an Frauen, die Berufen nachgehen, welche finanziell lohnend sind. Frauen, geht arbeiten, die Kitas in der Schweiz sind von so hohem Niveau, dass die Kinder nur profitieren.

  • lara sagt:

    kann ich so unterschreiben!

    • Katharina sagt:

      Ich nicht. Im Wesentlichen ist es das Wiederkauen von Rollenbildern wie gehabt. Schmeisst diese Rollen aus den Köpfen und über Bord.

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