Zur Sache, Schätzchen

Es gibt, so gewinnt man den Eindruck, eine neue Sexismusdebatte, in der alles ein wenig komplizierter ist, als es scheint – und uns lieb ist. Michèle Binswanger und die Mamablog-Community spannten gestern einen Bogen auf von Katie Price über Emma bis hin zum biologischen Determinismus – die Fragestellung heute ist wahrscheinlich schlichter. Sie heisst: Weshalb nur schauen sich derzeit so viele Frauen so gerne die Storys über ein paar notorisch fremdgehende Obermacker an? Ich will sagen: Was nur bedeutet es, dass ausgerechnet die amerikanische Macho-Serie «Mad Men» bei Frauen so gut ankommt?

In «Mad Men» – die meisten werden es wissen – geht es um Don Draper, einen Creative Director in der New Yorker Werbeagentur Sterling Cooper Draper Pryce. Draper raucht und säuft und legt Frauen flach – alle drei Dinge tut er notabene im Büro –, und wenn er abends nach Hause kommt, ist der Tisch gedeckt, die Gattin sanft, die Kinderchen herausgeputzt. So waren die Sechziger. Eine super Zeit für Männer. Aber, so sollte man meinen, nicht unbedingt ein TV-Stoff, der das breite weibliche TV-Publikum begeistert.

In den USA wird die Serie von Erfolgsautor Matthew Weiner («The Sopranos») mit Preisen überhäuft. Und obwohl im deutschsprachigen Raum nur auf einem Spartenkanal ausgestrahlt, erlangte «Mad Men» insbesondere wegen der ästhetischen Ausstattung sogenannten Kultcharakter. Auch bei vielen Frauen, die vor kurzem noch «Sex and the City» als endgültigen Ausgang aus der Knechtschaft des Patriarchats feierten. Die DVDs der Serie sind jedenfalls auch hierzulande Bestseller.

Ja, «Mad Men» lässt den Stil jener Zeit offenbar so unwiderstehlich erscheinen, dass es zuweilen scheint, als ob Frauen – mal abgesehen von den eingangs erwähnten Feministinnen – nur davon träumten, wieder knappe Pullover mit Spitztüten-BHs zu Bleistiftröcken zu tragen, sich wieder in Korsagen zu zwängen, um dann im Traumberuf Sekretärin die Erfüllung zu finden.

Zwar will «Mad Man»-Macher Weiner sein Werk als explizit feministisch verstanden wissen, weil insbesondere in den späteren Staffeln drei und vier die Macker-Welt zerfällt, die Machos scheitern oder sich schlicht kaputt saufen, derweil einige Frauenfiguren sich emanzipieren. Doch selbst wenn einige Pop-Intellektuelle Weiner darin zustimmen – Tatsache ist: Mehr als dieses Nachzeichnen frühemanzipatorischer Bewegungen in den Sechzigern fasziniert das breite Publikum immer wieder die sexy Ästhetik der traditionellen Geschlechterordnung, einer Geschlechterordnung, in der Männer noch ganze Kerle sind und Frauen sich noch Schätzchen rufen lassen (lesen Sie dazu den Beitrag meiner Kollegin Bettina Weber).

Man kann es auch so sagen: Die Konstruktion klassischer Geschlechterstereotypen ist offenbar knackiger als deren Dekonstruktion – ähnlich wie im wahren Leben, wo rasierte weibliche Achselhöhlen womöglich doch appetitlicher sind als behaarte.

«Mad Men» hat eine eigene Gender-Debatte geschaffen, worin auch der Begriff «Retro-Sexismus» auftaucht («modern attitudes and behaviors that mimic or glorify sexist aspects of the past, often in an ironic way»). Retro-Sexismus wurde bislang vor allem der Werbung vorgeworfen, wenn sie, gewissermassen als Alibi, mit überzeichnetem, karikierten Sexismus operiert – im Endeffekt aber dennoch nur nackte Frauen zeigt. Unter den Retro-Sexismus-Verdacht gerät nun aber auch «Mad Men», stimmigerweise gerade eine Serie, die das Werbe-Business thematisiert. Dass Männer dafür empfänglich sind, mag kaum erstaunen, Männer amüsieren sich an Sexismus, ob retro oder nicht.

Die interessante Frage aber, die sich mit dem Erfolg von «Mad Men» auch beim weiblichen Publikum stellt, ist womöglich: Erlaubt es die historisierte und ästhetisierte Darstellung von, sagen wir mal, sehr konservativen Rollenmustern den Frauen zuzugeben, dass sie gegen diese so viel nicht einzuwenden haben? Sogar wenn Mann ihr auf den Hintern glotzt?

Es wäre natürlich toll, wenn uns Frauen diese Fragen beantworten.

MICHAEL-MARTI_100Michael Marti, 44, ist Stellvertretender Chefredaktor von Newsnetz und Vater von zwei Töchtern. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

330 Kommentare zu «Zur Sache, Schätzchen»

  • Spinnette sagt:

    An all die Streithähne: seid Ihr etwa alle Eltern??
    Irgendwie traurig…

  • Franz Oettli sagt:

    Ja, früher war man einfach noch direkter. Willst Du mit mir einen Kaffee trinken? Und dann hat man sich kennengelernt. Vielleicht ist es das, was man sich heute noch sehnt. Heute sitzt ja man mehr vor dem PC oder dem Telephon und sieht sich nicht mehr in die Augen!

  • Rosendreck sagt:

    Ich versteh die/der ganz/e Aufregung/in nicht. Wir haben grösser/e Probleme/innen als dise/r ganze/r Geschlechter/inn Quatsch/in.

  • Stephan sagt:

    wer mal etwas halbwegs intelligentes zum thema lesen möchte:: http://www.clack.ch/index.php/ressort/artikel/leben/1443/sch

  • heidi reiff sagt:

    Kommt mir jetzt nur ein Lied in den Sinn, crazy, das Lied gibts , ich schau mal im Wiki nach . Ich habe mir jahrelang so Seifensoaps am TV reingezogen einfach zur Unterhaltung – Gute Zeiten – schlechte Zeiten – meist gehts um blöde Intrigen die ich hasse wie Gift. Die Naturfilme von Moser haben mir mehr gebracht am TV, das Verhalten der Tiere die gehören ja auch zur Mutter Erde. Amerikakitsch was TV betrifft – Sex and the City – für mich Nein Danke .

  • Martin sagt:

    Ueber so einen Schwachsinn zu diskutieren….gohts eigentlig no? Diese Serien sind doch alle doof!

  • Katharina sagt:

    Retro….
    oder eben auch das ganze mondaene leben der gewoehnlichen:

    http://www.youtube.com/watch?v=kf8TM4CIk5g

  • Scholli65 sagt:

    Nun, ich bin wirklich sehr erstaunt darüber, wie hier miteinander umgegangen wird. Ich denke beide Seiten hören sich frustriert und enttäuscht vom anderen Geschlecht an. Zum Glück gehört dies bei uns allen zum Leben. Den dann besteht die Möglichkeit zu lernen und mann und frau haben evtl. die Möglichkeit ihre Illusionen über das andere Geschlecht endlich loszulassen und die Wahrheit zu erkennen.
    Du kannst die Probleme bei Anderen nicht lösen sondern nur bei Dir selbst!
    Aber das ist halt bekanntlich sehr anstrengend und deshalb ist es wohl einfacher ihr hackt euch frisch und fröhlich gegenseitig nieder! Bravo! So kommen wir wirklich weiter.
    Vergesst bitte nicht, bevor wir Frauen oder Männer sind, sind wir einfach Menschen.
    In diesem Sinne auf uns Menschen und unsere Fehler aber auch auf unsere Fähigkeit zu verzeihen und zu vergeben.

    • heidi reiff sagt:

      Sehe das auch so, wie Sie das im hier im Cyberblog rüberbringen, Menschen werden zu Bestien gemacht durch Religionsfanatismus gekoppelt mit Pechschwarzer Paedagogig, wer sein Kind liebt züchtigt es brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Guantanamo ein Ammenmärchen ? Kindsmissbrauch von Priestern und Nonnen ein Ammenmärchen inkl. Eltern ein Ammenmärchen ? – Kinder die liebevoll begleitet werden müssen ja nichts vergeben, werden ja nicht zu Sündenböcken gemacht, ES GIBT KEINE BOESEN KINDER. PUNKT. Thomas Mann hat mit seinem Roman die Boodenbrooks noch gut reflektiert in Bezug auf oft die etwas übertriebene Euphorie – Friede – Freude – Eierkuchen, von diesen extremen Szenarien in Familien ist ja bekannt, wenn ich nicht leben kann, sollst auch du nicht leben ist ja bekannt aus dem Szenario Selbstmordattentäter . Ist Rache so süss ? Eltern rächen sich an ihren Kindern weil sie ihre eigenen Leichen nicht aus dem Keller geholt haben, Kinder sind leider nach wie vor die Opfer, diese Niggertussis die Schmuckbehangen herumstolzieren für mich nicht das A und O. A. Miller hat das gut reflektiert in ihren Büchern , diese idealisierten Bilder der Niggerfrauen mit Kinder auf dem rückentragend, so werden wir immer wieder getäuscht und lassen uns täuschen, aus diesen destruktiven Mustern könnten wir auch was lernen, ganz einfach, es besser zu machen

  • Jürg Heldner sagt:

    Der „Mama-Blog“, speziell die Beiträge der fleissigen KommentarschreiberInnen, sind in etwa so lustig, emanzipiert und interessant wie minderjährige Prostituierte in Berlusconis Villa.

  • beauvoir sagt:

    An Genderdebatten fasziniert mich immer wieder, dass es nur um Frauen geht. Dabei ging es im Feminismus schon früh um die Befreiung des INDIVIDUUMS aus engen Geschlechterrollen. Es ging und geht um stärkere Menschen, die sich nicht ängstlich an irgendwelche vordefinierten Verhaltens- und Denkschemata klammern müssen um über die Runden zu kommen. Ich habe nur die erste Staffel gesehen, doch so far sind die Machos in Mad Men erbärmliche Gestalten – besonders gut repräsentiert von Pete Campell. Sie müssen die Frauen runtermachen und abwerten, um ihre fragilen Egos notdürftig zu stützen. Wollt ihr das wirklich zurück, Männer? Braucht ihr das immer noch?

    • Orlando S. sagt:

      Pete Campbell ist aber nicht einfach nur ein Serienbösewicht. In seinem Opportunismus und seiner Verletzlichkeit ist er zumindest eine ambivalente Figur. Wenigstens in den ersten beiden Seasons, als Nebenfigur hat er am meisten Potenzial. Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!
      Ich fand sehr rührend wie er und Trudy sich verhalten in den Tagen nach der Ermordung Kennedys. Ich war rasend gespannt darauf, wie dieses Ereignis in der Serie verarbeitet werden würde und war schlicht begeistert. Musste gar ein Tränchen wegdrücken.

      Himmel je mehr ich über diese Serie nachdenke, desto grandioser finde ich sie!

      • beauvoir sagt:

        Du hast natürlich Recht, Orlando. Pete Campell ist komplex und die meisten anderen Charaktere auch. Das Geschlechterthema ist nur eines unter mehreren aber ein sehr dominates. Und schliesslich ist es das Thema des Textes von Michael Marti auf das wir hier reagieren. Marti unterliegt meines Erachtens – wie neuerdings die meisten Journis – dem von der Weltwoche sehr erfolgreich kreierten antifeministischen (und nebenbei auch wahnsinnig vereinfachenden) Zeitgeist*. So kann er sich das Interesse, das die Serie auch bei Frauen weckt nur mit ihrer Sehnsucht nach den guten alten Zeiten, wo Frauen noch Frauen sein durften, erklären (das war jetzt im Fall ironisch gemeint). Für mich kann ich sagen, dass ich die Serie gerne schaue, weil sie eben sehr komplex und menschlich ist. Als Feministin hoffe ich zudem, dass junge Frauen, die die Serie schauen, vom Sexismus geschockt sind und die Radikalität und Wut der früheren Feministinnen vielleicht jetzt etwas besser verstehen. Und Orlando, hast du eigentlich auch eine Meinung zum Thema der Diskussion oder beschränkst du dich auf Filmkritik? Übrigens: Kann mir jemand die zweite Staffel ausleihen?

        *Dort hat sich eine Journalistin mal allen Ernstes gefragt, ob Männer Frauen ohne feminine Schuhe überhaupt attraktiv finden können.

      • Orlando S. sagt:

        ach wissen sie, die Texte oben interessieren mich meist nicht die Bohne. Nicht einmal die Diskussionen, die sich aufs Thema beziehen. Und schon gar nicht die gutgemeinte Erfahrungsaustausch- und Ratgeberfunktion, die dieser Bl0g eigentlich haben könnte. Aber immer, wenn vom speziellen Auslöser die Debatte auf grundsätzlichere und spannendere Fragestellungen hinüberschwenkt, dann ist Orlando dabei.

        Ich nehme an, ihre Mutter lebte in den Sechzigern, oder vielleicht ihre Grossmutter. Fragen sie die mal, wie schröööckckclich sexistisch die Sechziger wirklich waren. Oder ist das sowieso nur Rubbish, was die alten Schachteln erzählen?
        Und ihre Generation von Frauen, Frau Bellevue, ist eine der ersten in der Menschheitsgeschichte, der Mann nicht mehr ungestraft auf den Hintern gucken kann?

  • ivo rieser sagt:

    So etwas Peinliches wie auf dieser Kommentar-Seite habe ich kaum je gelesen. Wirkt wie ein Rudelkampf alter, getretener Hund. Hört doch bitte auf zu schreiben!

    • madwoman sagt:

      Dem muss ich absolut zustimmen. Es entsteht v.a der Eindruck, dass die Sendung – um die es hier eigentlich geht – von mindestens 80% der Kommentatoren noch nie gesehen wurde (da lobe ich mir orlando S). Also zurück zur Ursprungsfrage „warum sehen Frauen Mad Men gerne?“.

      Also, die Serie – wie im Artikel – auf (Retro)-Sexismus zu reduzieren ist schon mal völlig falsch. Die Dialoge (zumindest im Original und nicht Synchronisation) sind gehaltvoll, spitzfindig und unheimlich witzig. Sicherlich ist die Ästhetik der Folgen mit schuld, dass wir Frauen besonders gerne reinschauen – die Möbel, die Kleider/Anzüge und nicht zuletzt den sehr ansprechenden Don Draper. Ich erachte mich selbst als ziemlich „emanzipiert“ (ein fürchterliches Wort), doch seien wir mal ehrlich, bedeutet das eigentlich, dass wir Frauen keine Freude empfinden dürfen an gut angezogenen, sehr ansprechenden Männern? Dass wir nicht insgeheim uns wünschen können, ein mal so ein fantastisches Kleid à la Betty Draper tragen zu dürfen? Die Serie bringt uns auf eindrückliche Weise die anfangs 60er ins Haus. Da gehört das Rauchen dazu und den entsprechenden Chauvinismus. Im Übrigen ist die heutige Werbebranche weiterhin von „Sexismus“ geprägt und da stört sich offenbar auch keiner dran. Die Arbeitsatmosphäre bei Sterling Cooper entspricht teilweise den heutigen Zuständen bei grossen Investmentbanken, mit dem Unterscheid, dass sich die Frauen von heute gerichtlich wehren. Also lasst mal die Kirche im Dorf und geniesst die prickelnde Sendung MadMen – oder wenn ihr es nicht kennt, schaut mal rein und bildet euch eine Meinung!

  • Orlando S. sagt:

    Nun, ich habe zwar alle Episoden aber nur der ersten beiden Seasons von „Mad Men“ gesehen, erst kürzlich auf DVD erworben. Und ich bin ziemlich begeistert – so begeitert wie seit „Sopranos“ nicht mehr (die ich auch verspätet und kompakt innerhalb weniger Wochen gesamthaft inhaliert habe).

    However, es wird in dieser Serie alles andere als die heile Welt von gestern vordemonstriert. Ziemlich im Gegenteil. Einige Erkenntnisse ergeben sich dem geneigten Zuschauer:

    1) Einer der Grundkonflikte ist die Spannung zwischen der Welt der vorangehenden Generation, die fast übermenschlich-heroisch eine neue Zeit geschaffen hatte (Depression, Weltkrieg, Atommacht, Wirtschaftswunder) und der neuen Modernität, die anbricht und wofür die gezeigten Ostküsten-(gehobener)-Mittelstand nicht robust genug sind – wie Kinder, die Spielzeuge in die Hand bekommen, die sie selber gefährden

    2) Die Basslinie ist das unerhörte wirtschaftliche Wachstum und der technologisch-kulturelle Fortschritt jener Zeit. Die Handlung setzt ein in jenem Übergang von der wertemässig soliden Eisenhower-Ära (die ganz den graugeschläften Herrenmenschen gehörte, die Jugendlichkeits-Kult-Besessenheit setzte erst damals langsam ein, James Dean, Monroe…starben beide jung und schön), dem Übergang von den Fünfzigern zu den Sechziger Jahren der verkommenen aber sexy Kennedys, den schrillen Pilzköpfen aus Liverpool, dem Siegeszug des Fernsehens, des nie dagewesenen Luxus für alle Schichten, und…

    3) …einer entfesselten Sehnsucht der Spätergeborenen nach Abgrenzung von der fast übermenschlich ausstrahlenden älteren Generation mit ihren hohen Erwartungen an „den Amerikaner“. Eine Abgrenzung, die darin bestand, dass Freiheit neu definiert wurde als eine Ware, die individualistisch jedermann und -frau zustand und konsumiert werden wollte. Freiheit von Verantwortung, Freiheit von Zwang, Freiheit von Moral und Freiheit von…

    4) …dem American Way of Life: der ja schon aus Propagandagründen gegen die sowjetische Hälfte der Erde als leuchtendes Beispiel gelten sollte: Materialismus pur als Widerlegung des Materialismus der Marxisten. Aber mit Gott auf unserer Seite. Der Siegeszug von Demokratie und Kapitalismus fand folglich erstens vor allem zuhause mit Kühlschränken, Automobilen und freien Massenmedien statt und nicht in…

    5) ..Vietnam. Die Entwicklung in den USA liefen etwas anders, setzte aber früher ein (eben davon erzählt „Mad Men“) als in Europa – hier war das Jahr 1968 der grosse Wendepunkt, der auch viel gründlicher und radikaler ausfiel. In Amerika manifestierte sich der Wandel bereits früher und er gebar sich aus dem in 3) beschriebenen hedonistischen Freiheitsdurst der Gesellschaft. Es gibt den Spruch: „If you remember the Sixties, you haven’t really lived in them.“, der die Frivolität der Sechziger (the Sixties) beschreibt. Die Bürgerrechtsbewegung, Anti-Vietnamkundgebungen, Woodstock, das kam alles erst später. Und: diese gesellschaftlich-kulturelle Welle begann Ende der Fünfziger und verebbte erst mit Reagan in den Achtzigern.

    Ich bezweifle, dass man etwas gewinnt, wenn man mit einem genderpolitischen Tunnelblick an die Serie herangeht. Ein grosser Pluspunkt der Serie ist, dass sie – niemals mit dem Besserwissen der Nachgeborenen wertend – ein faszinierendes Panoptikum einer damals herrschenden gesellschaftlichen Realität bietet. Indem sie plausible Geschichten mit komplexen Charakteren erzählt, die das ganze Unbehagen der Zeitgenossen im Sinne von 1) bis 5), aber auch ihre Frivolität, ihre Unvernunft und Schwachheit vordemonstriert.

    Ein Fernsehgenuss, der zum Nachdenken zwingt – und dennoch vor allem ästhetisch eine wahre Pracht ist: Die Kleider, die Accessoires, die Möbel, die Interieurs, die Autos und das pausenlose Gerauche (sicherlich auch als ein Kommentar zur politisch korrekten und aseptischen Jetztzeit gedacht) und Whisky-Getrinke – einfach herrlich!

    • Orlando S. sagt:

      Der Titelmusikbeginn der Serie ist übrigens Programm: der Zeichentrickmann stürzt an einer Werbeplakatfassade herunter. Er stürzt – Vertigo!

      Diese Menschen stürzen in einen Strudel vom Modernität, dem sie nicht gewachsen sind.
      Und oft scheinen die Figuren selber nicht zu verstehen, warum sie trotz allem so unglücklich sind (auch so ein modernes Sentiment).

    • Auguste sagt:

      hmm…, strasser, entweder sollten sie mit dem saufen aufhören oder sehen, dass sie diesen pegel halten können.

    • mila sagt:

      sieh an, orlando , wir haben ja doch etwas gemeinsam – die sopranos gehören ebenfalls zur liste meiner all-time-favourites. dass ich das noch erleben darf…

  • Katharina sagt:

    Und wieder ein laengerer beitrag im orkus. sh….

  • Katharina sagt:

    Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe geht es um die Frage, warum solche Serien überhaupt als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklung gesehen werden.

    Der Autor versucht eine Erklärung. einerseits, wo ich Ihnen zustimme, dass eben das ganze Unterhaltung ist, dass Ästhetik zum Genuss der Serie beiträgt, dass vielleicht das ganze als retrospektive mit den Augen des 21. Jahrhunderts auf die 50er Jahre gesehen wird.

    Oder wie bei City als Hyperbel eines urbanen Lebens, das so real nicht existiert.

    Wo ich Sie kritisiere, ist ihr Schluss, dass es um Geschlechts-Stereotypen geht, oder die Zuschauer/innen solchen Serien immer anhand dessen den Vorzug geben.

    Die Frage, die Sie nicht anschnitten ist, weshalb es anscheinend sehr viele Leute gibt, die sich mit solchen Serien sehr stark identifizieren und den darin dargestellten Lebensstil nachzuahmen versuchen. – Ein Aspekt, der zur Dynamik des Soziallebens beiträgt.

    Interessant für mich ist, dass der Artikel etwas die europäische Wahrnehmung widerspiegelt. Insofern für mich amüsant und ein Kichern kann ich mir da nicht verheimlichen. Sehen die das dort wirklich so? Lesen die dermassen viel da hinein?

    Ich bestreite, dass es uns Vergnügen macht, dass Frau und Mann auf meinen Hintern glotzt. in einer Arbeitsumgebung ist das lästig, in der girl bar aber erwünscht. Der Kontext der Situation ist wichtig!

    Ich habe weder city noch mad men lange mitverfolgt. ich finde beide Serien langweilig, die Dialoge in der Originalsprache hastig und zwitschernd, ohne grossen Inhalt.
    Ich bin mir nicht sicher, wieweit Ihr Artikel Ironie hat. Es scheint mit zu schwingen, aber es kommt nicht ganz klar durch.

    Da finde ich, Sie sollten vielleicht weniger ambivalent schreiben.

    Es ist ein Artikel für Mittwoch, also wo Themen etwas leichter sein mögen. Mit der Themenwahl haben sie das gut getroffen. Ich finde jedoch, eine etwas stärker durchscheinende Ironie würde den Artikel stärker machen.

    • Orlando S. sagt:

      schreiben sie doch selber einen Text! Wann kommt die exklusive Carte Blanche von Krazy-Kat aus dem materialistisch-enthemmten/bigott-ultrareligiösen (zutreffendes bitte unterstreichen) Amerika der Jetztzeit?

      Schreiben sie doch über L-Word.

      • Katharina sagt:

        solche bemerkungen von ihnen lese ich als beleidigung.
        und, ja ich habe mir das schon ueberlegt. nur wenn leute in ihrem ton hier herum schwirren sage ich eher, nein danke.
        ehrlich gesagt habe ich wohl auch muehe, nie noetige kuerze zu erreichen. das ist ja eine der grossen leistungen der autoren hier. neben vielem anderem.

      • Jürg Heldner sagt:

        Ob den Beiträgen von Katharina kann ich mittlerweilen nur noch ungläubig den Kopf schütteln. Ihr umfassendes Scheinwissen in sämtlichen Belangen, frei von jedem Selbstzweifel und komplett unreflektiert, wären lustig, aber sie meinen das ja leider auch noch ernst was sie dem Plenum stets ausführlichst zukommen lassen.

      • Katharina sagt:

        Ach, immer noch betupft dass ich eben sage die Ironie kam nicht durch? Es ist Aufgabe des Autors, seinen Punkt effektiv zu kommunizieren. Und nicht auf ‚Kooperation‘ des Lesers zu hoffen. Da hilft es auch nicht einen getarnten Namen zu benutzen.

    • Was Katharina anbelangt, liegen Sie eher falsch, Jürg. Da wären jetzt ihre Sachbeiträge gefragt.

  • Markus Schneider sagt:

    Einen Scheissdreck „waren so die 60er“ – das sind bloss die Phantasien irgendwelcher Idioten im Jahre 2011.

    • Eremit sagt:

      Wenn man die wirtschaftliche Situation hier betrachtete und die Demonstrationen in der USA wegen dem Vietnamkrieg, dann scheint die Äusserung zuzutreffen.
      Sieht man in der Serie mad men auch regelmässig von Kriegen verkrüppelte Männer?

  • Worin der Reiz dieser Serie besteht? Die Männer wirken irgendwie zufrieden und selbstbewusst.

    Wenn auch auf eine… verlogene… Art.

    Mad Men lässt die Illusion in unseren Köpfen aufleben, dass dazumal die Welt noch in Ordnung war: Es gab ein klares Oben und ein Unten, ein Rinks und ein Lechz, Kommunisten und Kapitalisten, Reiche und Arme, den Süden und den Norden, die Industrie, einen Feierabend ohne schlechtes Gewissen, Wohlstand für alle, Vollzeitarbeitsplätze ohne Ende, gesicherte Existenzen, Ehen, Beziehungen, Männer und Frauen, Norden und Süden, den Mond und die Sterne, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Jerry Cotton und andere Groschenromane, grosse Menschen und kleine Menschen, dicke und auch schlanke, Alkohol und Zigarren in rauhen Mengen, John Wayne und Charles Bukowski, Geschichten vom südlichen Ende der Couch, Of Mice And Men, grosse Autos und Kühlschränke, Appartements und Motels, Highways und Rocker, das wilde Leben… und Wachstum, Wachstum, Wachstum an allen Ecken und Enden, ohne dass sich jemand Sorgen darüber gemacht hätte!

    Zusammen gefasst: Einfach Wirtschaftswunderjahre und einen unverbesserlichen Zukunftsoptimismus!

    • interim placeholder sagt:

      Und aus heutiger Sicht unendlich naiv.

    • Nicht unbedingt naiv, aber einmalig. Die Wirtschaftswunderjahre waren auch wirtschaftshistorisch betrachtet eine einmalige Epoche.

      Würde man versuchen, diese Zeit in einem Chart nach zu bilden, dann stellen sie einen aussergewöhnlich steilen Ausreisser nach oben dar- also eine Art von klassischem Trendbruch. Der Abgang der US-Amerikaner vom Goldstandard unter Richard Nixon 1971 und der kurz darauf folgenden Ölschock hat den goldenen Jahren, wie die Wirtschaftswunderjahre manchmal auch genannt werden, ein jähes Ende bereitet.

      Diese Serie ist von nostalgischem Wert- wenn auch nicht nur für Nostalgiker.

      Die Zeit der Wirtschaftswunderjahre wird nicht mehr wiederkehren. Und wenn, dann nicht mehr bei uns, sondern in Asien.

      • Katharina sagt:

        troztdem ist amerika wirtschaftlcih immer noch nummer 1. china wird ja demnaechst implodieren. da ist viel wunschdenken in deinem beitrag.

      • interim placeholder sagt:

        Ach, wie schön war die Zeit, als es noch keinen Klimawandel und keine Atomkraftabfalldebatte gab…

        War doch künstlich.

      • mila sagt:

        kubakrise, vietnam-krieg – sie haben recht, marcel, das war schon eine einmalige zeit. mit der nostalgie ist es leider so: sie legt einen glorienschein um einige wenige dinge, und verdeckt gleichzeitig all die unschönen erinnerungen. natürlich ist die serie nostalgisch – nur wird eben am ende der nostalgiker entlarvt.

      • Orlando S. sagt:

        @Marcel: und was waren die Achtziger Jahre anderes als Wirtschaftswunderjahre? Und die späten Neunziger? Und dann wieder die Jahre nach 2001 bis 2008?

        Sofern man die richtigen Leute im Weissen Haus hat bekommt jede Generation mal ihr Wirtschaftswunder…

        Einerseits haben wir uns an das „Wunder“ gewöhnt und andererseits ist die Dauer der Abfolge Rezession-Konjunktur kürzer geworden.

      • Hm, also das mit den kürzer werdenden Konjunkturzyklen lässt sich aber historisch nicht eindeutig belegen, Ronaldo. Kommt natürlich wieder auf das Zeitfenster an, das man wählt. Und die Optik, die man dabei verwendet. Die Achziger waren hierzulande zweifellos gülden. Doch die Neunziger waren die Hölle- wenn man über den Betrachtungshorizont von BIP-Statistiken hinausgeht.

        Was ich im 21. Jahrhundert für unabdingbar halte.

      • Orlando S. sagt:

        Ich weiss nicht, ob BIP-Statistiken in diesem Fall genügen. Es geht vielmehr um die Wahrnehmung aus der jeweiligen Zeit heraus. Aufbruch, Goldgräberstimmung, günstige Kredite, viel Kleinunternehmertum, Immobilieneigentum wird erworben, Luxus leistet man sich, es entstehen breite Mittelschichten, die Zeit umgibt den Ruch, dass man in eine neue Ära eintritt (wie vielleicht zuletzt Ende der Neunziger mit dem Internet und den neuen Kommunikatioinstechnologien).
        Fragen sie mal die Bürger in den asiatischen Tigerstaaten, was für sie Wirtschaftswunder bedeutet, oder noch besser: Menschen in Polen, Tschechien oder Ungarn.

        Ironischerweise ist „Wirtschaftswunder“ eher ein kultureller Begriff. Das meinte ich.

      • „Fragen sie mal die Bürger in den asiatischen Tigerstaaten, was für sie Wirtschaftswunder bedeutet, oder noch besser: Menschen in Polen, Tschechien oder Ungarn.“

        Hm, Ronaldo: Also wenn ich die Menschen in Polen, Tschechien oder Ungarn jetzt, nach der Finanzkrise fragen würde, was meinen Sie, würden Sie mir antworten?

        Und bei den Asiaten war im Zuge der Tigerkrise genau dasselbe zu beobachten: Zu hoch hinaus, in zu kurzer Zeit- und alles auf Sand gebaut. Doch die haben sich in einem sagenhaften Tempo wieder erholt- was ich damals noch voraus gesagt habe. Wohl auch deshalb, weil sie sich geweigert haben die Tips vom IWF zu befolgen. Und weil z. B. Mahathir Mohamad, der damalige Premieminister Malaysias, die eigene Währung vom Dollar abgekoppelt hat. Und den janusköpfigen George Soros mit verantwortlich gemacht hat für die Krise.

        Die klassischen Wirtschaftswunderjahre waren im Vergleich dazu aus ganz anderem Holz geschnitzt. Wussten Sie, dass sich z. B. das Wirtschaftswachstum in allen frühindustrialisierten Nationen (EU-17, Japan und in minderem Masse auch in den USA) seit den Siebzigern- also nach dem Ende des Goldstandards und des Ölschocks- halbiert haben? Sie ziehen zwar seit Kurzem wieder an, aber nicht mit denselben Raten, wie seinerzeit nach dem Krieg.

        Aber Sie haben recht: Die Wirtschaftswunderjahre sind eher ein kulturell besetzter Begriff.

  • Daniela sagt:

    Aber das Schlimmste was im Moment im TV läuft ist diese absolut sexistische Doktorserie: Doktors Diary oder so ähnlich. So unfassbar dumm wie die Frau in dieser Sendung dargestellt ist, sollte eine Klage zur Folge haben. Aber ich kann ja zum Glück abschalten und Mamablog lesen .-)

    • Hans Mustermann sagt:

      Also das abspringen des obersten Knopfes sollte man in Zeitlupe alla Matrix zeigen. Das würde ganz schön aufwerten *gg*
      ich find es trotzdem irgendwie lustig.. oder sprechen da schon wirder die hormone aus mir?

      • Daniela sagt:

        BITTTTE NEIN das kann niemand lustig finden, tun Sie mir das nicht an 🙂

      • Hans Mustermann sagt:

        Glauben sie einem Vater der gerade zwangsweise DSDS Casting schauen muss. Irgendjemand hat immer gerade den richtigen Hormonpegel für fast alle Sendungen die es gibt. Und sie ist ja so schön blond, oder? (^_^)

      • Daniela sagt:

        Wenn man die Wahl zwischen DSDS und Doktors Diary hat, dann ist wohl kein Fenster zu klein um den Fernseher rauszuschmeissen.

        Sie haben mein volles Mitgefühl und ich verstehe dann sogar, warum manche ihren Kindern einen TV ins Zimmer stellen. .-)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich kann Katharina nur unterstützen: Austeilen ist nicht das selbe wie verbale Gewalt. Dass der ich-hab-ein-grundsätzliches-Problem-mit-Frauen-Zuffrey diesen Unterschied nicht kennt, hat er schon oft bewiesen und tut es immer wieder, so spontan kommt mir da gerade das F…… – Wort in den Sinn, dass er mir kürzlich an den Kopf warf, ABSOLUT UNTER JEDER KANONE! Wer das tut, disqualifiziert sich selbst!

      • Henri sagt:

        @Pippi Langstrumpf 27. Januar 2011 um 09:50

        Seien Sie doch etwas nachsichtiger, Pippi Langstrumpf – auch Sie haben sich schon des öfteren selbst disqualifiziert.

        Aber nicht wahr: was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

        Und Ihre Dauerfehde mit Marcel Zufferey ist ja mittlerweile stadtbekannt – bloss, warum hier wieder einen Seitenhieb, so völlig im Vakuum, gewissermassen, wo doch weit und breit kein Kommentar von Ihm in Sicht ist?

        Und dass Sie dafür, wenn es wieder mal einen kleinen Raid gegen die Männer gibt, sogar mit der Globetrotterin zusammenspannen und jeden ihrer dümmlichen Ausrutscher mittragen, naja, sagt viel aus über Sie.

    • Katharina sagt:

      Sicher… die k0mmentare hier sind ja zur mehrheit nicht frauenfeindlich oder so.. ganz sicher.

      • Hans Mustermann sagt:

        @Katharina Nur wenn man alles todernst nimmt ^^

      • Katharina sagt:

        Ich nehme verbale Gewalt leider ernst. ich kann darueber nicht lachen. sorry. Und einiges was ich lese geht in die richtung.

      • Katharina, bei allem Wohlwollen: Wenn Du von verbaler Gewalt sprichst, kannst Du Dich gleich selber am Schopf packen. Im Austeilen bist Du immer- auch mir gegenüber- sehr gut.

        Doch wenn’s dann um’s Einstecken geht, berufst Du Dich dann schnell auf Deine Verletzlichkeit. Wer austeilt, muss auch einstecken können.

        Diese Rechnung geht für mich nicht auf.

        Das nur so nebenbei.

      • interim placeholder sagt:

        Tja, Marcel, es ist genau das, was Du einstecken musst. Capisc?

      • Hör doch auf, das Interim Placeholder-Melodrama zu spielen, Patrick.

        Du bist sowas von oberlächerlich.

        Sag doch einfach, dass Du verletzt worden bist, wo und von wem auch immer. Doch die Show, die Du da gerade abziehst, ist wirklich jenseits von Gut und Böse! Ist das eine Art von postpubertärer Krise, die Du da gerade durchläufst?

        Nenn Dich doch einfach wieder Patrick- the zutiefst verletze, super sensitive und immer für alles verständnsivolle- Tigri, der den Mamablog öfters mit einem Chatroom- samt Link aufs eigene Facebook-Profil (könnt‘ sich ja mal eine gute Gelegenheit ergeben, nicht?)- verwechselt.

        Wäre viel ehrlicher!

      • Katharina sagt:

        das weise ich zurueck. insbesonder bei leuten die staendig auf incommunicado machen. Mit wenigen ausnahmen habe ich nie verbale gewalt benutzt. einige starke woerter ab unz zu. das gebe ich zu.

      • Katharina sagt:

        das weise ich zurueck.

      • Katharina sagt:

        insbesondere von ihnen herr m. sie reagieren manchmal ausserordentlich emotional. das war geradezu schockierend. haette ich nie gedacht. naja.

        aber die zeit hochstehender beitraege, die sich mit dem thema selber befassen und dazu eine eingehende analyse bieten, ist wohl vorbei.

      • interim placeholder sagt:

        Show? Indem ich interimsmässig ein alternatives Pseudonym verwende? Jetzt lömmer aber t Chile im Dorf.

        Denk, was Du willst. Ist mir einerlei. Und bald sind die Streifen wirklich fertig aufgefrischt. Geduld.

      • interim placeholder sagt:

        Abgesehen davon find ich den neuen Namen immer noch ganz lustig.

      • Also auf explizite, destruktive Hasspropaganda gegen Männer reagiere ich mit aller Schärfe und der gebotenen Emotionalität. Und Globi ist ein Kind des Hasses. Völlig abnorm, was da jeweils geboten wurde.

        Das sind wiederum bei mir die Ausreisser. Ansonsten hat sich einiges tot gelaufen stimmt. Auffälligerweise vor allem seit ich Judith Buttler ins Feld geführt habe. Da ist man natürlich sofort homophob- oder ein der Homophobie- versteckter natürlich- Verdächtiger. Auch wenn man es erwiesenermassen nicht ist. Das ist genau das, was Philipp Gut seinerzeit in seinem viel beachteten Artikel in der Weltwoche kritisiert hat: Als in alle Richtungen kritisch denkender Mensch stösst man beim Thema Homosexualität plötzlich an sehr enge Grenzen.

        Schade. Aber das muss man wohl akzeptieren.

      • Katharina sagt:

        Ich weiss dass, Du nicht homophob bist. Dafuer stehe ich ein. zwischen Dir und mir war das nie ein Thema von disputen, M.

    • mila sagt:

      @daniela: jetzt gehen sie mal das gretchen nicht so an. sie haben wohl die ganze ironie, die in der serie verpackt ist, vollkommen ausgeblendet. für eine deutsche produktion kann ich nur sagen: hut ab!

      • Daniela sagt:

        Schon zwei, die die Sendung anschauen können ohne einen Gehirnbruch zu bekommen??? Jetzt haben sie mein ganzes Weltbild von weiss und schwarz durcheinander gebracht. Dachte wirklich NIEMAND könne die Serie gut funden 🙂

        aber sie haben mich schon fast soweit, dass ich die Serie nochmals schaue, ich liebe sonst Ironie, aber die muss ich übersehen haben 3:)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gehirnbruch gibt es nicht, Daniela, das Hirn ist eine weiche, bewegliche Masse, da kann nichts brechen. Wenn du das Gretchen schauen würdest, wüsstest du das. 😉

        Die Serie ist in keiner Weise frauenfeindlich, sondern ironisch und das Gretchen vor allem selbstironisch, genauso wie die Mama. Wir alle kennen die Momente, wo einfach jemand auf dem Schlauch steht, obschon wir normalerweise keine lange Leitung haben. Genau solche Szenen sind es, die diese Serie so sehenswert machen. Ausserdem werden gewisse Klischees so überzeichnet, dass sie einfach lustig rüberkommen, dazu die Dialoge, echt witzig.

        Gestern musste ich das Gretchen leider verschmähen, auf 3Sat kam noch was viel Spannenderes: Das Tier im Menschen – nein, das ist kein scharfer Film, sondern die Geschichte der menschlichen Evolution auf äusserst unterhaltsame Weise verfilmt. Hat mich stark an entsprechende BBC Produktionen erinnert.

        @Mila, wir sind schon 3, die Kathy liebt das Gretchen auch.

  • Daniela sagt:

    Ich mag die Serie weil ich sehe wieviel die Generation Frauen vor mir, für mich erreicht hat. Als ich die Serie das erste Mal sah, erinnerte ich mich wieder an meine Jugendzeit und sah, dass sich wirklich viel zum positiven geändert hat.

  • Katharina sagt:

    Ich finde, da wird viel zuviel in diese Serie hineininterpretiert.

    Solche Serien sind meist Unterhaltung und bei besserer Qualität Kunst, nicht ein sozialkritisches Spiegelbild.

    Nur ist es so, dass Sie meine Teilnahme an der Diskussion unnötig behindern, wenn sie Begriffe der gender Orientierung auf ihrem Filter haben. Das habe ich nun gestern und heute dreimal beobachtet.

    Tut mir leid, aber das empfinde ich als Beleidigung. In dem Sinn finde ich dann ihren Ausdruck Community etwas zynisch.

    • interim placeholder sagt:

      Ich bin noch nicht durchgestiegen, was für Reizworte ihren Filter zum Zuschlagen bringen. Zuweilen waren es harmlose Posts, die in die Schleife gerieten, manchmal sind solche mit Kraftworten glatt durch.

  • Daniel Zollinger sagt:

    An Pippi Langstrumph! Hast Du blöde tussi auch ein Hirn, oder schreibst Du einfach drauf los???

    • Bionic Hobbit sagt:

      Na, Na, Herr Zollinger. Das Hirn liegt zwar im Normalfall, oder zumindestens bei Frauen, über der Gürtellinie, Ihre obige Bemerkung aber deutlich drunter.
      Vielleicht sollten Sie Ihre Sekretärin diese Korrespondenz machen lassen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, am liebsten sind mir die schwachköpfe, die mehr über sich selber aussagen, als ich es je könnte.

      na gut, jetzt bin ich wohl etwas zu bescheiden.

      • interim placeholder sagt:

        Einfach ignorieren, Auguste.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auguste, ich bin froh, dass du es nicht einfach ignorierst, wenn Frauen im Blog so primitiv runtergemacht werden. Wenn von Männern da kein Widerspruch kommt, denken die Typen noch, sie würden die Mehrheitsmeinung vertreten. Nein nein, das ist schon wichtig, dass Mann hier klar Stellung bezieht. Ein grosses MERCI! 🙂 🙂 8) 😛

      • Globetrotterin sagt:

        Also, wenn ich das so lese dann frage ich mich ernsthaft, weshalb Frauen Männer eigentlich attraktiv finden. Das ist doch sowas von DAS LETZTE, dass man als Frau nur noch den Rückzug antreten und sagen kann „Ihr könnt‘ mich alle mal…!“

      • interim placeholder sagt:

        Tja, Pippi, da weiss ich von einem, dem ist es neulich hier SEHR schlecht ergangen, als er einen Streit „nicht einfach ignoriert“ hat. Anscheinend kommt es vor allem drauf an, wer streitet. Es gibt Streithähne (oder -hennen), da hält man sich besser raus, bei anderen wird es geschätzt, wenn man seinen Senf dazu gibt.

        Allerdings hast Du schon Recht, an sich, obwohl ich ja bei der Waffendebatte keinen Stich hatte, habe ich den Meinungsführern dennoch immer wieder einen solchen versetzt.

        Und wieso Frauen Männer IM PRINZIP attraktiv finden, Globine? Evolution. Wenn es nicht so wäre, gäbe es keine Menschheit mehr.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Patrick, hör auf die beleidigte Leberwurst zu spielen, das ist lächerlich. Auguste spielt sich nicht als Schiedsrichter auf, sondern weist die Frauenhasser auf die Plätze, das tut er schon seit einem Jahr, stetig und unvoreingenommen.

      • Globetrotterin sagt:

        Frau kann’s auch übertreiben mit der Evolution – vor allem der männlichen. Wir sollten uns auf die weibliche konzentrieren und die „Affen“ „Affen“ sein lassen.

      • interim placeholder sagt:

        Ich versteh zwar nicht, was hier abgeht, aber sei’s drum. Hauptsache Ihr tut’s.

        Pippi, ich habe die Frage gestellt, warum es so unterschiedlich sein soll, wenn zwei das gleiche tun. Und Schimpfereien geerntet und die Titulierung als „beleidigte Leberwurst“. Dabei war es wirklich eine ernst gemeinte Frage. Auf die es, folgere ich jetzt, keine Antwort gibt ausser „es ist halt so.“ Die klassische Antwort derer, die nicht mehr weiter wissen…

        Ich verstehe es wirklich nicht! Und ich würde gerne!

      • interim placeholder sagt:

        Äh und Globine, ich hoffe ja wirklich, dass Sie mich nicht einen Affen nennen.

      • Globetrotterin sagt:

        Wie war das doch gleich mit der Parthenogenese?
        http://www.marianne-wex.de/pdfs/Parthogenese.pdf

      • Globetrotterin sagt:

        Sorry für den Tippfehler. Aber der Link bringt Euch ja trotzdem ans Ziel.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Patrick, es ist nicht dasselbe! Wenn dir die Unterschiede nicht auffallen, kann ich dir auch nicht helfen, dieses Gschtürm langweilt mich. Ich werde hier nicht mehr antworten!

      • Auguste sagt:

        hmm…, pippi, ignorieren ist tatsächlich keine option. es war, glaub ich, hannah ahrendt, die in ihrem buch über eichmann zum schluss kam, dass vieles was damals in deutschland geschah, in einem klima passierte, das suggerierte, dass ausschreitungen gegen juden toleriert würden – was ja dann auch tatsächlich geschah und im holocaust endete.

        glücklicherweise sind es hier nur vereinzelte wirrköpfe, die über ihr tun einfach nicht nachdenken, wenn sie wieder einmal bei einem ausflug in den mamablog-thread übel austeilen. die müssen deutlich darauf hingewiesen werden, dass so etwas nicht hingenommen wird und zwar nicht in erster linie von den blog-verantwortlichen.

        schlimmer sind diejenigen, die es vorsätzlich tun – da besteht geradezu die pflicht zum vehementen einspruch, wenn man es antrifft.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach so, die Juden nehmen sich heute alles heraus? Nicht mehr wie früher, wo sie sich diskriminieren und knechten liessen, nicht wahr, dito die Frauen.

        Man sollte nicht alles vermischen, Kakatakakakakakakaka – sehr aussagekräftiger Nick – vor allem sollte man nicht von gesundem Menschenverstand sprechen, wenn einem jeglicher Verstand fehlt, Zusammenhänge zu begreifen.

    • Gene Amdahl sagt:

      Super Herr Zollinger – es scheint eine grosse Anzahl von Weibern haben permanent ein PRoblem. Falls keines existiert wird eines kreiert. Eine permanent Unzufriedenheit scheint einigen angeboren zu sein – unfähig Partnerschaften zu führen und wohlwollend noch das Wohl/Interesse von Kindern zu vernichten. Unterstützt werden dann noch solche von den pervertierten Behörden – meisten d.h. zu 95% erneut Weiber angeführt.

      • Globetrotterin sagt:

        Ihr habt einfach keine Frauen verdient! Seht zu, wie Ihr alleine zurecht kommt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Globe, Planet der Affen…. wobei, das ist eigentlich eine Beleidigung dieser Tiere.

      • interim placeholder sagt:

        WENN Amdahl jetzt einfach keine Antwort gekriegt hätte, hätte dann irgendjemand, auf den Sie ihrgendwas geben, Globine, denken können, sein Hingekotztes sei irgendwie akzeptabel? Ich glaube das nicht. Und darum hätte ich Ihnen hier ebenfalls das Ignorieren empfohlen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …..und kannst du dir vorstellen, dass Frauen auf deine Ratschläge verzichten können? Du bist eine echte Nervensäge, hör auf!

      • Globetrotterin sagt:

        Nun, solange es bei „Empfehlungen“ bleibt….die muss frau ja nicht unbedingt befolgen. Männer können es halt einfach nicht lassen, den Frauen immer und immer wieder Ratschläge zu erteilen. Glücklicherweise sind wir klug genug zu wissen, dass solche Ratschläge in den meisten Fällen einfach nur Wichtigtuerei sind.

      • interim placeholder sagt:

        Ja, das denke ich. Wie auch ich die Ratschläge von Frauen öfters mal annehme.

      • interim placeholder sagt:

        Wichtigtuerei? Vielleicht andere Typen, zu anderen Zeiten. Ich nehme mich sehr sehr unwichtig (sicher zu unwichtig).

      • Globetrotterin sagt:

        …und: das letzte Wort müssen Männer selbstverständlich auch haben!

      • beat sagt:

        du sagst es

      • Orlando S. sagt:

        hahahaha, Unfrieden im Kuschelzoo, bei dem Emanzenduett brennen die Hormone durch und Dumpfback-Plüschtigri löst sich im Nichts auf, weil er sich so unwichtig nimmt. Grosses Kino!

      • Katakakito(m) sagt:

        Sehr geehrte Leserschaft…

        was ist denn hier los?!
        zum einen lassen sich die „Vertreter“ meines Geschlechts auf ein unsagbar tiefes Niveau herunter. (was hier ja auch bereits zur Genüge von euch allen festgestellt und ebenfalls festgehalten wurde)
        aber tut mir leid, aber wenn ich die oberen Zitate oder Aussagen lese, stehen mir die Haare zu Berge.
        was soll der Mist, dass alle Männer in einen Topf geworfen werden?! Ihr beklagt euch, wie das weibliche Geschlecht hier teils beschrieben oder mit Kraftausdrücken benannt wird. eure Einfälle sind aber auch nicht ohne… (Planet der Affen usw…) naja, ein Wenig besser als das F-Wort mag es ja sein, aber sei’n wir ehrlich, ein anderes Niveau kann ich nicht erkennen…

        Emanzipation ist ja gut und recht, aber irgendwann gibt es auch Grenzen. Man könnte es teilweise sogar mit dem Holocaust vergleichen. Ich will hier keinem zu nahe treten oder in irgendeiner Hinsicht alle Frauen oder alle Juden in einen Topf werfen. aber ist es nicht so, viele Juden denken doch sie können sich heute erlauben was sie wollen, nur weil vor 70 Jahren (!!!) eine riesen Katastrophe zu Lasten vieler Juden passiert ist…
        natürlich hätte ich einen Hass auf die Mörder meiner Grosseltern oder Eltern oder wie auch immer, jedoch sollten genau diese Menschen wissen, wie sich der Schmerz anfühlt, und dass Rache wohl kaum etwas verbessern wird…

        genau so ist es doch teilweise bei den Frauen… viele denken sich doch, da die Frauen früher unterdrückt wurden seien jetzt endlich mal sie am Zug… wir sind wiederum beim Punkt Rassismus. Man macht spätere Generationen für Fehler deren Vorfahren verantwortlich und will nun diese zur Rechenschaft ziehen. aber macht euch das nun zu besseren Menschen als es unsere Vorfahren waren?! – NEIN!
        ihr lasst euch auf genau das selbe erbärmliche Niveau runter… genau so erbärmlich sind die Typen die heute noch Frauen unterdrücken oder wie den letzten Dreck behandeln. Klar, man wird auch entsprechend von der Gesellschaft und von den Medien so erzogen oder geformt, aber schlussendlich hat jeder einen freien Willen und ein Hirn das – jetzt aber aufpassen – zum Denken da ist.

        mit etwas gesundem Menschenverstand (an den ich hiermit laut appelliere) , den jeder von euch grundsätzlich entwickeln könnte, würde das Ganze bestimmt weniger aus dem Ruder laufen!

        ich erwarte weder eine Stellungnahme noch irgendeine schlaue Antwort auf meinen Beitrag, ich erwarte noch nicht mal, dass irgendjemand das lesen wird, ich habe jedoch die Hoffnung, dass damit zumindest jemand von euch was davon mitnehmen kann und auch nur ansatzweise versteht was ich hier zum Ausdruck bringen wollte…

        in diesem Sinne, wünsche ich einen schönen Tag, und im Dezember wieder frohe Weihnachten!.

      • interim placeholder sagt:

        Agent Doppelnull hat gesprochen. Strasser, Sie Armleuchter…

        Sorry, Katakakito, Dein Post war sehr gut und hätte etwas Anständigeres verdient von mir.

      • Orlando S. sagt:

        @Kakatakito(m)

        Ihr Vergleich mit den Juden trägt einen üblen antisemitischen Beigeschmack. Pfui Teufel!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Antisemitismus – und das ausgerechnet am Tag des Holocausts, einfach widerlich. Wie kann man mit einem frechen Spruch über das Leid von X Millionen hinweggehen, es ist unterträglich, sowas lesen zu müssen. Die Wunden der Hinterbliebenen sind nicht verheilt, sie werden das nie, ein bisschen Respekt vor diesen Menschen wäre das Mindeste.

      • mila sagt:

        eigentlich finde ich es ziemlich praktisch, dass sich die anmassenden ‚gutmenschen‘ jeweils selbst desavouieren…

      • Til sagt:

        Naja, also tatsächlich sind wir Menschen ja Affen, oder nicht?
        Wo gibt es da ein Problem?

  • Salina sagt:

    Also ich weiss wirklich nicht, wieso die Serie so einen riesen Hype ausgelöst hat. Ich finde sie ziemlich langweilig und die Kleidung/ Ausstattung ist jetzt auch nicht besser als in jedem anderen Film/ TV-Format, das eine bestimmte Epoche beleuchten möchte. Ich muss jedoch zugeben, dass ich nur 3 oder 4 Folgen gesehen habe, also vielleicht habe ich noch nicht genügend Kompetenzen erworben um eine handfeste Kritik abliefern zu können.
    Übrigens kenne ich nur Männer, die die Serie schauen und keine Frauen. Aber auch die mir bekannten Männern schauen noch viele andere Serien, die sie viel lieber mögen als Mad Men.
    Vielleicht bietet sich Mad Men einfach auch sehr gut an, um darüber zu schreiben, da die Serie schon ein bisschen provoziert (wie eben: Genderdebatte, Frauen mit grossen Br üsten und Hintern, ständiges Rauchen etc). Es ist wie damals bei Sex and the City, als Frau Ende 90er zum ersten Mal so öffentlich in einer amerikanischen Serie über Orgasmen und Selbstbefriedigung reden durfte. Da wurde die Serie auch in jeder Zeitschrift resp Artikel durchanalysiert, was den Hype sicherlich noch um einiges hat steigern lassen.
    Und was den historischen Aspekt angeht, wie er von „Bionic Hobbit“ erwähnt wird: Der wurde ja bereits von einigen Werbung-machenden aus dieser Zeit als nicht wahrheitsgetreu indentifizeirt, da es ein solches Machotum in den 60ern Jahren in diesem Ausmass gar nicht mehr gab. Auch nicht in der Werbebranche…

  • Bionic Hobbit sagt:

    Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht von der Behauptung, dass die Serie bei Frauen so ankommt. Ich habe mir der ersten paar Folgen angeschaut und fand sie fast unerträglich sexistisch, was ja wohl Absicht ist. Schlimm fand ich auch die Szene, als Drapers Frau zum Psychiater geht, und Draper selbst nachher am Telephon von ebendiesem alle Details der Session erfährt….
    Von den Dekors war ich auch nicht hingerissen. Ich glaube, heissen Sex gab es in diesen ersten Episoden überhaupt nicht. Und dann dieses widerliche Gequalme, natürlich ganz zeitgemäss.
    Ich habe dann mal vor einigen Monaten ein paar amerikanische Freunde gefragt, wieso sie es denn schauen. Sie fanden den historischen/politischen Aspekt der Serie sehr toll. Findet das hier auch jemand oder ist das allen vor lauter Dekor/Sex egal?? Jede Saison spielt anscheinend in einer anderen Dekade (korrigiert mich, wenn das nicht stimmt, ich habe nicht weitergeschaut). Von sich von Draper flach legen lassen war da nicht die Rede.
    Vielleicht sollte ich mal weiterschauen…

  • René Baron sagt:

    Lieber Gott mach doch bitte dass das richtige Leben und Film immer zwei verschiedene Dinge sind, und dass ich immer das eine vom anderen unterscheiden kann.

    • fufi sagt:

      Lieber Gott, mach doch bitte, dass ICH immer im RICHTIGEN Film bin!
      😀

      • Hans Mustermann sagt:

        Und lass mich auch mal George Clooney sein und mein Stethoskop ,oder wie heist das Ding schon wieder, gekonnt einsetzten.
        Oder wenigstens 45 Min Don Draper.. Danke und Amen..

      • Auguste sagt:

        hmm…, das „vater unser“ der generation „casting-show“.

      • Hans Mustermann sagt:

        ausserdem heist das nicht mehr „vater unser“ sondern MEIN Vater!. nur damit das wieder mal klar ist im phall..

      • fufi sagt:

        @ H.M.

        Also eigentlich heissts ja so öppe (lautmalerisch): „patär hümin“.
        Und das isch griechisch, aber scho zimli alt.
        gut deutsch: „unser Vater“
        vatikanisch deutsch: „Vater unser“
        Aber von MEINEM Vater ist dort, wo Auguste sich darauf bezieht, wenn auch nicht keine Rede, so doch keine Buchstabenfolge!

        Und WER zum Teufel sind George Clooney und Don Draper?
        (*mich glaub als mittleren Höhlenbewohner outend*)

        Naja, von G.C. hab ich 20Min sei dank glaub auch schon was überlesen!

        😀

      • fufi sagt:

        Was ich vergessen habe zu betonen:
        Imus Phallus!

      • interim placeholder sagt:

        Romanes eunt domus!

      • Hans Mustermann sagt:

        Ups. bei Mein Vater hab ich gerade an Karl Hirschmann gedacht sorry..

  • Mrs.K. sagt:

    Mein lieber Herr Marti, warum sind Sie sich so sicher, dass die Serie hauptsächlich durch Frauen geschaut wird? ;-)) Mein Mann schaut nie Serien, von dieser aber war er begeistert, womöglich, weil er sich als alter CD nocheinmal mit einem nostalgischen Schmunzeln der „whao, waren wir damals gut“-alten zeiten erinnern durfte. Und ich sitz nebendran und denke: „Ist doch herrlich, mit welcher Ironie jeder Mann und jede Frau überzogen dargestellt wird, freue mich, dass wir Frauen schon damals wussten, wie man den Herrn um den Finger wickeln kann, und sich schlussendlich davon doch zu emanzipieren wussten.“

  • Blitz Blank sagt:

    Was man/frau unter den Links „Gender-Debatte“ und „Retro-Sexismus“ im Artikel findet, finde ich noch recht interessant. Wenn ich mir aber die Beispiele der US-Werbevideos anschaue (Link „Retro-Sexismus“), finde ich, dass schweizer Werbevideos recht anders sind. Ich finde, dass hier oftmals der Mann als irgendeine Art Idiot dargestellt wird.

    Beispiele:
    Die Coop Werbung über die gesenkten Preise, die man im Internet nachschauen kann. Kommentar Frau: „Aber das macht ja eh kein normaler Mensch“. Der Mann – eine Art „Nerd“ geht dann natürlich an den PC nachschauen.

    Verschiedene Werbefilme über den typischen Orange ME Kunden: „Matteo Online-Casanova“, „Nico-Notlüge“. Alles in allem eher unattraktive, schrullige, verklemmte Männer.

    Tassimo: Wissende Frau, naiver, ahnungsloser Mann.
    http://www.youtube.com/watch?v=-wjXxoZ-mOg

    Clientis Regionalbank: Ein fast schon psychisch gestörter Mann, neben einer attraktiven, arroganten Frau.
    http://www.youtube.com/watch?v=atYxDvGG23k

    • Hans Mustermann sagt:

      Ja da sollte das Gleichstellungsbüro mal eingreifen. Zum Glück bin ich ein mann, da ist das „ich asoziere mich jetzt ein bisschen fest mit den protagonisten“ gen nicht sehr stark ausgeprägt. Wird wohl daran liegen das wir männer eher dazu angehalten werden besser als die andere zu sein.

      • Independent sagt:

        Es liegt auch daran, dass wir Männer uns nicht beklagen dürfen, weil’s sonst heisst, wir seien dünnhäutige Weicheier.

        Merke: der Mann ist kein Opfer und wenn er doch eins ist, dann ist er selber schuld und darf belächelt werden.

      • Eremit sagt:

        @Hans Mustermann, sie erwarten aber nicht wirklich, dass das Gleichstellungsbüro eingreift, wenn dort fast alles Frauen sitzen? Gut es wird ebenfalls auch dann kaum eingreifen, wenn dort 50% Frauen und 50% männliche Marionetten oder Feministen sitzen.
        Das Thema mit der „witzigen“ Werbung ist ähnlich wie bei den „verzweifelten Hausfrauen“: Frau ist glücklich wenn Frau über Mann lachen kann, Mann ist dadurch glücklich dass Frau glücklich ist, und niemand bedenkt dass dabei in ganz kleinen Schritten Mann diskreditiert werden kann und zukünftige Generationen von Frauen mühe haben werden einen Mann an ihrer Seite (auf die Dauer?) zu akzeptieren. Alles korrigiert sich irgend wann von selbst, auch wenn erst in einigen Generationen.

        Bis dahin muss Mann sich mit systematischen Ansätzen am Leben erhalten: http://www.youtube.com/watch?v=mCwKbUVyHLY
        🙂

      • Eremit sagt:

        @Independent
        Mit den Satz „der Mann ist kein Opfer und wenn er doch eins ist, dann ist er selber schuld und darf belächelt werden“ wir (Cyber)mobbing legalisiert und legitimiert. Unterm Strich initiiert dies ein mentales „Barbarentum“ hin zum rohen Faustrecht. Man bedenke, nicht alle Menschen haben die selben mentalen Fähigkeiten, oder gelten nun alle Nichtphysiker als „schlechte“ Menschen?

      • mila sagt:

        ich für meinen teil schaue gerne von zeit zu zeit zu meinem mann auf, und er manchmal auch zu mir… where is the problem?

    • Julia sagt:

      @ Blitz Blank: Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Darauf muss ich mich in Zukunft achten. Wäre schon bedenklich, wenn es denn so ist.

  • plop sagt:

    Ah: was mir gefällt (aus Sicht des heutigen Nichtraucherfundamentalismus): die immerwährende Raucherei, egal ob neben Kinderbett, Schwangere, während dem Essen, Arbeiten, Präsentationen….. Da wurde es mir manchmal fast schlecht vom zuschauen, obwohl ich auch gerne paffe.
    Find ich verrückt, dass das überhaupt erlaubt und ausgestrahlt wurde…

  • E.H. Roth sagt:

    meine Frau steht auch auf Don und bin überzeugt, sie würde sich sofort von ihm flachlegen lassen. Ich liebe die sexy Joan Harris. Bürosex ist das beste…

  • Hans Mustermann sagt:

    Also vom Blickpunkt der Realsatire übertifft dieser Blog wieder mal sämmtliche TV Serien bei weitem..
    Selten so gelacht.

  • plop sagt:

    Ich habe alle Folgen geguckt und war jedesmal ein bisschen deprimiert davon – ich kann nicht ganz verstehen, was die Leute an der Serie so cool finden, es ist doch echt erdrückend, diese Hausfrauen (bin auch eine), diese Männer, die machen was sie wollen und auch immer wieder ein bisschen lächerlich find ich die Szenen in der Agentur (bin auch Grafikerin) – Don Drapers Wahnsinnsideen.
    Dennoch hab ichs geguckt, und ja, die Ausstaffierung ist ganz toll, einige Personen (inkl. Don) stark, aber „cool“ ists nicht, es ist eher traurig!

    Liebe Frauen: denkt euch mal, ihr hättet zu der Zeit gelebt!

    Dazu auch ein Buchtipp: Doris Lessing, „Das goldene Notitzbuch“

    • mila sagt:

      wenn ihnen die ausstaffierung gefällt, versuchen sie es mal mit boardwalk empire. finden sie vielleicht etwas weniger deprimierend als mad men.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich schau heute abend wieder Dr. Gretchen Hase in Doctor’s Diary. Echt gute Komödie für deutsche Verhältnisse, und die Hauptdarstellerin ist so süss!

      • plop sagt:

        merci – scheint spannend zu sein –

      • plop sagt:

        Ach, das Gretchen, ja, das guck ich auch gern – ist ja sehr harmlose Sache das, schon fast ziemlich blöd, aber tiptop für nach einem Hausfrauentag…

      • Kathy sagt:

        Juhu Pippi, ich mag Gretchen auch sehr!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Juhu Kathy 😛

      • Rotkäppchen sagt:

        Heute abend wird bei mir 3sat geguckt – da gehts zur Sache „Im Bett“ mit der heissen Serie „amour fou“ (psst…nur für Insider und echte LiebhaberInnen der Materie)…da kommts „Zur Sache, Schätzchen“ und sieht „Mad Men“ echt altmodisch aus. Ich kenne diese Serie übrigens nicht und habe keine Ahnung , wer da wen flachlegt und dann noch im Retro-Stil…

      • mila sagt:

        gretchen ist mein all-time-favourite, was deutsche comedy betrifft – einmal mehr auf einer linie, pippi…

    • interim placeholder sagt:

      plop! plop das heisst stopp und noch einmal hopp dann bleibt es dabei!

      Soundtrack der Siebziger…

      Wenn ich die Wahl habe zwischen etwas Gutem, etwas sehr Gutem und etwas Bestem, dann wähle ich sehr oft das Gute, dummes Muster. Und es ist nicht so selten, auch andere versagen sich oft dem Besten, unbewusst, irgendwie aus Selbstkasteiung.

      Wenn ich aber etwas Schlechtes gesehen habe, dann will ich es nicht noch einmal erleben. Ich fühlte mich auch eher deprimiert nach einer Folge Mad Men und das hat mich dann davon abgehalten, weitere zu schauen. Nicht wie Dich, plop.

      • plop sagt:

        … ein bisschen depro schadet manchmal nicht … Die (von mir aus gesehen) guten Bücher oder Filme hinterlassen ja auch häufig einen Nachgeschmack…. Aber du hast schon recht, von wegen Stoppundnichtplop, und ausserdem hast du mit der ersten Folge wohl auch grad die beste und alles wichtige gesehen –

      • interim placeholder sagt:

        Ach, zum Deprowerden brauch ich keine Hilfsmittel, das kann ich schon ganz allein…

  • Jill sagt:

    Antworten zu der Umfrage
    ja, ich schaue Mad Men regelmässig
    ich finde sie extrem gut
    Grund: Don Draper ist sehr sexy, von dem würde ich mich auch flachlegen lassen, jederzeit, auch in seinem Büro.

    Mein Mann findet hingegen seine Frau superheiss, und die ist ja auch nicht so brav, wie sie sollte.

  • marie sagt:

    ich schaue mad men, weil ich in einer anderen nicht minder potenten branche als „direktionstippse“ arbeite und leute der einzige unterschied zur serie: die formvollendete ästhetik findet definitiv in mad men statt. ansonsten ist es ziemlich ähnlich.

  • Jean Lenaux sagt:

    Diese krampfhafte Psychologisierung ist unsinnig. Retro-Irgendwas hat immer wieder etwas Faszinierendes. Wenn wir unseinen Film ansehen, der in der Römerzeit spielt, dann nicht unbedingt deshalb, weil wir es eigentlich geil finden, wenn Gladiatoren sich gegenseitig umbringen mussten.

  • devil sagt:

    Ausschliesslich??

  • devil sagt:

    Du aber auch, Augustchen. Schreibst Du darum klein??

  • Jacqueline sagt:

    Warum denn immer alles hinterfragen? Mir (als Frau) gefällt die Serie, weil sie gut gemacht ist und bestens unterhält.

    • Aaaaaber WIR wollen jetzt einen intellektuellen Diskurs daraus machen! Handelt es sich bei der Kult-Serie Mad Men lediglich um eine kulturelle Chiffre- oder bildet sie gar am Ende die gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer ganzen Bandbreite ab? Oder, noch schlimmer: Ist das etwa die Wirklichkeit?

      Das sind ganz wichtige Fragen, Jacqueline, denen sollten Sie sich nicht verschliessen. Einfach gerne schauen- das gilt nicht! Das müssen Sie schon begründen können, sonst…, ja sonst, äh *räusper* … könnte man noch darauf kommen, dass es sich bei einer TV-Serie einfach um Unterhaltung handelt.

      Die, notabene, durchaus auch einen Teil der Wirklichkeit abbildet, abbilden könnte, bzw. abbilden muss, weil sie sonst kein Schwein schaut, was sich wiederum negativ auf die Einschaltquoten (ach, wie altmodisch, diese klassischen Medien!) und letztendlich auch auf die Werbeeinnahmen drückt. Und die Werbetreibenden bestimmen die Inhalte, die Sendeformate, die uns tagtäglich von hysterisierten Medien aufgetischt werden, denn die müssen Umsatz generieren, Geld einspielen, damit die zumeist börsenkotierten Medienkonzerne ihren Anteilseignern auch genug zu bieten haben!

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich kann mich zu „mad men“ noch nicht äussern, weil ich noch keine folge davon gesehen habe. aber was nicht ist, kann ja noch werden.

        da aber einige hier schon ein paar staffeln voraus sind und auch einiges über die zukunft der protagonisten verraten, möchte ich einfach darauf hinweisen:

        versaut mir den moment nicht, wenn rick castle und beckett sich in die arme fallen!

      • Hans Mustermann sagt:

        das selbe gilt übrigens für Bones und Booth..

      • Habe ich Ihnen eigentlich schon einmal gesagt, dass ich Ihren Humor ausgeprochen gut finde, Auguste? Ohne jede Ironie: Ihr Humor hat Stil und Gehalt, immer gewürzt mit einem augenzwinkernden Blick auf das ewig Menschliche. Andernorten würde ich von typisch englischem Humor sprechen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, vielen dank, das freut mich, marcel zufferey. in meinem beruf ist das bestimmt kein nachteil. es ist natürlich auch schön zu wissen, dass man in der kontaktanzeige jetzt ohne weitere bedenken das kreuzchen bei „humorvoll“ hinmachen könnte. gerüchten zufolge sei das bereits die halbe miete. die andere hälfte wäre dann wohl, frei nach pilcher: ein alter adelstitel von dem man noch nichts weiss, 190 cm, breite schultern, geld und den neuen mustang oder sonst was schnittiges, um aufs landgut in cornwall zu kommen – damit wäre alles geritzt. so aber, wird nur ein wunder oder ein verspäteter wachstumsschub 2011 zum statistischen ausreisser nach oben werden lassen.

      • Henri sagt:

        @Auguste 27. Januar 2011 um 18:04

        Mustang geht nicht fürs Landgut, ist ja nicht mal Allrad.

        Ich empfehle z.B. einen Landrover mit Lederinterieur, dazu Lederhandschuhe zum fahren.

    • silvano k sagt:

      Genau – Mad Men geniessen! Nehme es regelmässig auf!

  • silvano k. sagt:

    Genial Serie – man kann dieses Retro Feeling geniessen – ohne ewig klingelnde Natels – ok das Rauchen im Bett und Büro war wohl weniger Lustig – Herr Marti – machen Sie es nicht so kompliziert – sie verderben mit Ihrer schöngeistigen Analyse den Spass an MAD MEN!

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    sorry, aber dieser text ist so voller haltloser unterstellungen und unüberprüften behauptungen, dass sich meine teilnahme an einer diskussion von vornherein ausschliesst.

    etwas fand ich jedoch wirklich toll: das wort ‚hintern‘ ist fett geschrieben! haha! warum bloss? 😀

  • Daniel Zollinger sagt:

    Vermutlich schauen darum soviele Frauen die Sendung, weil sie insgeheim wünschen dass ihnen sowas nie passieren dürfe. Hankerum gibt es auch viele frustrierte Chipsfressende tussen, die den ganzen Tag auf dem Sofa hocken, die Hausarbeit vernachlässigen und wünschen würden sie spielten in der Sitcom mit.

    • Auguste sagt:

      hmm…, warum gründen sie, als unternehmer, nicht ein sorgentelefon für vernächlässigte hausarbeiten, daniel zollinger. ihre bude scheint mir sowieso dem untergang geweiht zu sein – der chef hat rechtschreibe- und noch ein paar andere probleme, und die kundenberaterinnen sind reizlos oder, wenn reizvoll, überfordern die kunden. klingt alles nicht so doll, wenn ich’s mir kurz überlege.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auguste 🙂

      • Daniel Zollinger sagt:

        Ist ja klar, das wieder ein idiotischer Kommentar von Ihnen kommen muss. War ja gestern auch nicht besser! Was das schreiben anbelangt; für Korrespondenzen und ähnliches habe ich meine Sekretärin und die muss auch nicht mit ihren Reizen spielen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich versuch halt meine kommentare den adressaten anzupassen. klar, muss ihre sekretärin nicht mit ihren reizen spielen, jemand muss ja richtig und viel schreiben.

      • Daniel Zollinger sagt:

        Was soll eigentlich das ewige hmmmm….? Tun Sie so als müssten Sie zuerst überlegen was Sie sagen wollen? Mit was denn?

    • Auguste sagt:

      hmm…, das hab ich hier gestern nachmittag schon jemandem ausführlich erklärt – nicht schlafen im mamablog, daniel zollinger. das können sie in ihrer firma machen. wenn sie die geschichte mit den „hmm…,“s interessiert, sagen sie ihrer sekretärin, sie soll es raussuchen, wenn sie mit den chips fertig ist.

      • fufi sagt:

        hmm…, hab ich glaub auch gelesen!
        😛

      • Henri sagt:

        Nunja, Auguste,

        manchmal sind Ihre Kommentare gut, manchmal nicht.

        Am besten sind sie, wenn Sie wenig und sparsam kommentieren.

        Zur Zeit sind sie (Sie) nicht so gut.

      • interim placeholder sagt:

        Stimmt nicht, Henri, Augustes gelegentliche längere Beiträge sind lesenswert.

      • Auguste sagt:

        @ henri

        hmm…, sie haben recht, wer andern den spiegel vorhält, darf sich nicht beschweren, wenn er selbst mal in reflektierendes glas blicken muss. wie so fast alles auf der welt, unterliegt auch die qualität meiner „auftritte“ diesem faszinierenden phänomen: zyklen. mal sind sie besser, mal sind sie nicht so gut – ein ewiger kampf um die perfekte pointe. allerdings müssen sie zugegeben, ein sorgentelefon für vernachlässigte hausarbeiten ist an absurdität fast nicht zu übertreffen – ein schmutziger boden, der sich danach sehnt, dass wieder mal der wischmop drüber geht… – ich wäre neidisch geworden auf diesen einfall, wäre er mir nicht selbst durch den kopf gegangen.

        sie haben auch recht damit, dass weniger mehr ist. normalerweise versuche ich mich an meine eigene „nicht mehr als eine handvoll“ -regel zu halten. aber es gibt tage, da liefern einem die andern poster so viele vorlagen, dass es sünd und schad wäre, sie nicht zu verwerten. ich will an meinem grab nicht hören müssen, dass ich ein „chancentod“ war.

        unangenehmer sind jedoch diejenigen, die den mamablog als willkommene gelegenheit betrachten, rücksichtslos auf das andere geschlecht loszugehen. wer hier versucht männer als ein ziemlich unzulängliches resultat der schöpfung/evolution hinzustellen, darf das ohne weiteres tun – bei obsolet aber hört der spass auf. genauso muss keine, im putzen eher mässig begabte frau, die zwischendurch auch mal snacks isst und durch den mamablog blättert, hier lesen müssen, dass sie eine faule, „chipsfressende tusse“ ist – und das auch noch orthographisch inkorrekt. hier schreite ich dann in meiner bekannt unzimperlichen art ein und rücke mit ein paar verbalen „kopfnüssen“ die welt im mamablog wieder etwas zurecht. da bleibt halt der humor manchmal auf der strecke – dafür gibt’s einen ringplatz beim „hosen runterlassen und arschversohlen“ mit kasperle auguste. die schlaueren unter den „bashern“ merken schnell, dass das krokodil mit der grossen klappe auch hier die rolle mit der „arschkarte“ ist.

        natürlich werde ich mir ihre rückmeldung, wie alle andern auch, zu herzen nehmen, aber die illusion, dass alle welt meine zeilen mit frenetischem drücken des „gefällt mir“ icon quittieren würde, hatte ich sowieso nie – auch wenn der applaus natürlich brot und droge des artisten ist.

        als kleines „danke schön“ für ihr feedback, der wohl traurigste clown-song in all of country music:

        youtube: george jones – wino the clown

        (der 3.44 clip mit dem winchester-foto ist der beste)

  • Dominique sagt:

    Was für eine schwache Konklusion von Herrn Marti… Wie ist es denn mit all den andern Serien? Dr. House für Hypochonder, Grey’s Anatomy für Psychosomatiker und weisse-Kittel Fetischisten und was all die Dexter-LiebhaberInnen gern als Realtität hätten, mag ich mir in dem Fall ja schon gar nicht vorstellen.

    • Hans Mustermann sagt:

      *lach* Danke Dominique. So einfach kann TV schauen sein. Gut gemacht Unterhaltung ohne böse Hintergedanken.

    • interim placeholder sagt:

      Ich liebe halt Scrubs, da spinnen irgendwie alle (genau wie im richtigen Leben, im Übrigen)

      • Hans Mustermann sagt:

        aj scrubs ist auch immer wieder schön schräg. wie wärs mit two and a half men als rotes tuch für feministinnen? ps. gibts eigentlich auch feministen?

      • interim placeholder sagt:

        Ich kenne feministisch angehauchte, die Two and a half Men durchaus goutieren… wie Charlie sich immer wieder selbst lächerlich macht durch seine Art…

      • Hans Mustermann sagt:

        @interim placeholder
        Ich glaube das ist auch die einzige Sendung wo der Wiskey wirklich mindestens 10 Jahre alt ist. Und Berta ist sowieso unschlagbar.

      • interim placeholder sagt:

        Meine Kinder verstehen zwar nicht, worum es geht, aber neulich hat mir die Ältere (11) gesagt, sie fände Two and a half men gut, vor allem gefiele ihr Charlie. Muss mal mit der TV-Aufsicht beraten…

    • mila sagt:

      na, da unterschätzen sie aber die ausserordentlich begabten amerikanischen TV-drehbuchautoren, wenn sie meinen, die verfolgten keine hintergründige agenda. house, dexter, sopranos und wie sie alle heissen werfen einen messerscharfen blick auf die gesellschaft – wer augen hat, der sehe.

      • Dominique sagt:

        @mila
        ich unterschätze gar nichts – im gegenteil… gerade wegen des subversiven humors wegen schätze ich einen teil dieser produktionen ausserordentlich. ich meinte nur, dass mir herr marti’s erkenntnisse über zuschauerzahlen (woher auch immer sie sein mögen) und deren motivation ein wenig zu einfach sind.. oder meinen Sie, wer zuviel mad men schaut, sehnt sich demzufolge einfach 50 jahre zurück?

      • mila sagt:

        liebe dominique, meine replik ging eigentlich auch nicht an sie, sondern an hans muster. mit ihrem beitrag bin ich vollkommen einverstanden.

      • Hans Mustermann sagt:

        @mila.
        mit bösen Hintergedanken meinte ich ja auch nicht die der Autoren sondern die der, sagen wir mal „feministischen“ ,Zuschauerinnen die vor lauter sexistischen Machos den Witz daran nicht mehr sehnen.

      • mila sagt:

        wieso sollten ‚feministische‘ zuschauerinnen per se blind sein? ich bin keine ‚feministin‘, wohl aber emanzipiert, und ich danke den feministischen vorgängerinnen für ihre vorarbeit (auch wenn sie zwischenzeitlich ausgedient hat, da sind wir uns einig)

  • Manuela Schulte sagt:

    Man hätte ja auch fragen können, wer unter den Leserinnen sich Mad Men anschaut und warum. Aber nein, M. Marti beschwört lieber eine neue (Retro-)Sexismusdebatte. Er druckst sich um ein klares Statement herum, als würde er sich den emanzipatorischen Backlash geradezu herbeiwünschen: der Mann als glotzender Macker, der kein Problem mit Sexismus hat, die Frau als sein Komplement. Natürlich fühlt sich da auch unser Experte M. Zufferey angesprochen und beisst sich schon mal in der Kommentarspalte fest.
    Den beiden Herren zur Erinnerung: Die Genderdebatte wurde noch nie im Fernsehen geführt, und den antifeministischen Backlash gibt es bereits seit 30 Jahren.

    • Jetzt fehlt eigentlich nur noch Ihr Fachwissen, Frau Schulte, dann wissen endlich alle Bescheid!

      Bringen Sie doch bitte das Licht der Erkenntnis in das Dunkel unseres patrirchalen Nichtwissens: Ich hab‘ so Angst im Dunkeln, darum!

      *gähn*

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Manuela, ich schliesse mich deinem Statement voll an! 🙂

      Mad Men hab ich noch nicht gesehen, aber schon einiges darüber gelesen. Werde ich mir auf jeden Fall anschauen, ich mag den Blick zurück, wenn der Film gut gemacht ist, umso mehr. Es ist einfach interessant, zu sehen, wie das damals war zwischen den Geschlechtern, zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten. Aus dem gleichen Grund schaue ich auch gerne alte Hitchcock Filme oder Gotthelf Filme. Mad Men soll ästhetisch sehr ansprechend sein, noch ein Grund mehr, die Serie zu schauen. Auf welchem Sender läuft sie?

    • Julia sagt:

      @ Schulte: Starten wir doch die Umfrage selbst.

      Liebe Mitkommentierende,

      Schauen Sie sich regelmässig Mad Men an?
      Habe Sie die Sendung schon mal gesehen?
      Wenn ja, wie finden Sie sie?

    • zeitungsleser sagt:

      „Die Genderdebatte wurde noch nie im Fernsehen geführt“? http://www.youtube.com/watch?v=2sXzxvns5jY. einer der absoluten tv-feiminismus hits aus der steinzeit (übrigens: frauen sterben früher!). man würde hoffen, dass sich der diskurs allseits etwas ent-ideologisiert.

      • Auguste sagt:

        hmm…, erhellendes über ein dunkles kapitel. worüber würden die beiden sich wohl am meisten schämen, wenn sie heute diesen clip anschauen? für einmal wahrscheinlich nicht die frisur.

      • sepp z. sagt:

        ist das echt?
        frau schwarzer behauptet steif und fest, die lebenserwartung von frauen in industrieländern sei 5 jahre geringer als die von männern.
        eine kleine revisionistin? 😉

      • Rotkäppchen sagt:

        Das soll anscheinend so stimmen und es wundert mich überhaupt kein bisschen. Zuviele Frauen von heute (oder von gestern?) sind ja so dämlich und machen freiwillig den ganzen Kram selber: Kinder, Haushalt, Brötchen verdienen gehen….ächz!!! Nicht mal nen Hausdiener leisten sie sich und sind stolz auf selbst-ist-die-frau…dachte immer, Eigengoals gebe es nur im männlichen Teamsport mit einem Fussball als Köder…

      • Eremit sagt:

        Danke Zeitungsleser für den Link.
        Interessant ist dabei u.a. die Bezeichnung: Es heist nicht Feministin, zumal offensichtlich sich nicht alle Frauen mit Frau Schwarzer identifizieren können, sondern Femifaschistin.

    • Katharina sagt:

      Nun… das Problem ist, dass Frauen, die hier die Anliegen des Feminismus verteidigen, gehetzt und totgeschrien werden, die Vertreter der Gegenposition aber verbal freie Hand haben. Sie jammern dann auch dermassen, das ja der Anschein entstehen muss, sie seien unschuldige Opfer.

      • zeitungsleser sagt:

        soweit das an mich ging: ich habe eher das gefühl, frau schwarzer hätte hier etwas behauptet, was nicht gestimmt hat. und dass sie andere leute diffamiert, zb die frau schöder. gegen die sache der frau hat glaube ich keiner etwas (ausser den taliban).

      • Katharina sagt:

        nein, Zeitungsleser, mein Beitrag war eher allgemeiner zum Thema, das Manuela ansprach.

      • Eremit sagt:

        Was sind die Anliegen des Feminismus? Und was sind die eigentlichen Ziele des Feminismus? Sollten die Anliegen nicht so „hoch“, ehrenwert sein, dass sich auch viele Männer damit identifizieren können ohne irgend eine Form von Gewalt ausüben zu müssen, ohne zu lügen oder Ungerechtigkeit oder Hass zu sähen?

        Wenn man an das erste Antifeministentreffen sich erinnert, dann war es nicht so dass Feministinnen bedroht und Antifeministen freie Hand geboten wurde, sondern umgekehrt. Ebenso verdreht argumentierte Frau Schwarzer. Die Liebe zur „unschönen“ Wahrheit kann ein Indiz dafür sein, wie sehr das Herz offen ist für die Nächstenliebe.

  • Bert Erb sagt:

    Frau sucht Mann
    Suche Mann mit Knackarsch, muss Macho sein und sollte sich wie ein Rüpel benehmen, darf aber nicht zuviel, sonst habe ich Probleme, Kleines Bäuchlein darf. Muss in der Chefetage sitzen, muss aber um 5 Uhr zu Hause für die Kinder dasein. Muss auch Monteur sein der zu Hause den Gabelstapler für seine Freunde repariert. Muss Maximum 35 Jahre alt sein, darf aber älter sein, weil dann mehr Erfahrung etc etc
    Ich hatte das schon ein paarmal mitgemacht, weil ich ziemlich fest bin. Ich habe jetz mit 55 Jahren endlich die Frau gefunden, die mich so liebt wie ich bin. Hallo Frauen, wacht endlich auf, den Traummann gibst nur in der serie und den haut ihr sowieso in die Pfanne, weil er wie ein Tier fremd geht…… Und trotzdem liebe ich die Frauen, weil sie eben doch nicht das >starke Geschlecht< sind und doch immer wieder auf Männer, die sie terrorisieren und Prügeln, hereinfallen. Meine Frau eben nicht, sie liebt mich auch ohne Knackarsch und Brutalogehabe

    Viele Grüsse

    • interim placeholder sagt:

      Bert Erb, das sind doch so zwei Figuren aus der Sesamstrasse?

    • heidi reiff sagt:

      Ich freue mich für Sie, ich hoffe Sie sind kein Brutalo, ich würde mich nie schlagen lassen von einem Mann, hier in Basel gibt es Frauenhäuser, eine gute Sache, auch eine Ansprechstelle für geschlagene Männer, die gibts nämlich auch, hab ja vergessen dass Männer seit eh und je zu Heldentum sozialisiert werden, in Schritt und Tritt marschieren. Heil Hitler, Heil Stalin, Heil Mao, nein Danke.

      • Leonardo sagt:

        Frauenhäuser, gute Sache. Besser jedenfalls als Laufhäuser – ausser natürlich für Männer. Vergass, dass Männer Gewalt über sozialisierte Sexualität heben. Dabei aber keinen Bruch. Das ganze kommt ja nur aus der Bibel. Religion – pfui Teufel. Militär, Werbung, Kirche, Sesamstrasse – nein Danke!

        Heidi – mal ehrlich: Kiffen Sie?

      • Simone sagt:

        ev. aber ohne zu inhalieren…

    • Annabelle sagt:

      Um Himmels Willen, wieso denn Traummann? John Draper ist eine tragische Figur!

  • Chris Heyduk sagt:

    Ach Leute, das ist doch nur gutgemachte Unterhaltung. Erfolgreiche, selbstbewusste und gutaussehende Männer werden auch in 100 Jahren willige und beeindruckte Frauen finden, die sie flachlegen können. It’s human nature, baby!

  • mira sagt:

    Ich kenne die Serie nicht, aber wenn ihre Argumentatino schlüssig ist, dann sollte man sich auch fragen, warum ein Buch wie „Nicht ohne meine Tochter“ soviel Erfolg hatte. Auch dort wird hauptsächlich die Unterdrückung beschrieben, die Flucht erst am Schluss… Ich glaube, es geht eher um den Sensationseffekt. Man sitzt vor der Kiste und kann sich gemütlich ob der schrecklichen Verhältnisse der Protagonistinnen gruseln und froh sein, dass es einem selber nicht so geht.

    • heidi reiff sagt:

      Ich hab mal im Kino „nicht ohne meine Tochter“ gesehen, Julia Roberts war die Hauptdarstellerin, ich hab zum Glück diesen Film verdaut, zentral war das Thema Islam, fanatische Kultur- Familienfehden. Freiheit ist doch das schönste Gut eines Menschen ob Mann oder Frau.

      • Leonardo sagt:

        Ist das seltsamer Humor, eine Anspielung die ich nicht verstehe oder verwechseln Sie schlicht Julia Roberts mit Sally Field?

  • Axopana sagt:

    Hand auf’s Herz, Herr Marti: Haben Sie die Serie gesehen? Ihre Schlussfolgerung erscheint mir nämlich entweder verkürzt oder absichtlich provokativ verfasst. Ausgangspunkt Ihrer Analyse ist, dass die dargestellte Zeit aus Sicht der Männer – rauchen, saufen, Frauen flach legen – eine super Zeit war. Und die Frauen dabei schlecht wegkommen. Und wenn die Frauen dann die Serie schauen, dann zwangsläufig deshalb, weil sie mit den darin verkörperten Frauenrollen einverstanden sind und diese toll finden.

    Ob die dargestellte Zeit wirklich so eine super Zeit für Männer war, ist eine Wertung und liegt im Auge des Betrachters. Ausgeblendet bei dieser Sichtweise bleibt ein von Anfang an von den Produzenten subtil eingesetztes Detail, nämlich, dass Don Draper sein Leben (wortwörtlich) auf einer geklauten Identität aufgebaut hat. Er ist ein Suchender (ein altes Thema); der Machotyp ist der Ausgangspunkt der Serie, nicht ihr Schlusspunkt. Der Machotyp Don Draper ist übrigens auch derjenige, welcher der einzigen Frau dieser Serie, welche eine „Männerarbeit“ verrichten will (Peggy Olson), dies ermöglicht und ihr in einer scheinbar auswegslosen Situation aus der Klemme hilft.

    Auch der nächste Punkt Ihrer Analyse erscheint mir fragwürdig. Dass die Frauen angesichts dieses „tollen Machos“ nur davon träumen, „wieder knappe Pullover mit Spitztüten-BHs zu Bleistiftröcken zu tragen, sich wieder in Korsagen zu zwängen, um dann im Traumberuf Sekretärin die Erfüllung zu finden“. Ja, was für eine Erfüllung denn? Vielleicht diejenige der Betty Draper, welche – mit netten Geschenken bedacht – zu Hause auf ihren Göttergatten wartet und bereits zu Beginn der Serie auf der Couch des Psychiaters landet? Oder vielleicht die coole Joan, welche den von Ihnen dargestellten Traum verwirklicht und daraus in der nächsten Season ihrerseits neben einem gescheiterten Göttergatten aufwacht? Oder …?

    Die Serie hält schlicht keine positiven Rollenbilder bereit, mit denen eine simple Identifikation im von Ihnen dargestellten Sinn („ja genau, das ist toll, das will ich auch“) möglich wäre. Sie überzeichnet und stellt damit Satire im besten Sinn dar. Ihr Erfolg zeigt – zumindest meiner Ansicht nach -, dass das Thema Gender und auch die eingesetzten Stilmittel anscheinend den Zeitgeist treffen.

    Im Gegensatz zu Sex & the City setzt Mad Men dort an, wo Märchen aufhören („und sie heirateten und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“). Was ich an der Serie mag, ist, dass sie eben kein Märchen verkörpert, sondern (sicher schematisch und überzeichnet) die Konsequenzen dieser Rollenbilder aufzeigt; in diesem Sinn konstruiert sie eben tatsächlich keine Rollenbilder, sondern dekonstruiert diese. Sie ist unterhaltsam, zynisch und bringt zum Lachen – auch über sich selbst, falls man sich denn ansatzweise in einer oder mehreren Personen zu erkennen vermag. Und leistet damit auf eine entspannte Art sicher auch ihren Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft (welche zur Zeit die Rückkehr der „natürlichen Rolle der Frau als Mutter und Bewahrerin des Heims“ feiert).

    • Wie gesagt, ich habe mir Staffel 1 bis 3 angeschaut. Ihre Vorstellungen von Journalismus sind ja geradezu verletzend…

      • interim placeholder sagt:

        Äh, sorry, Mr. Marti, hier im normalen Volk ist die Meinung über Journalisten halt nicht mehr so gut…

        Bei meinem Vater, einem Journi, hing an der Wand der folgende Spruch:

        Sagt meiner Mutter nicht, dass ich Journalist bin
        Sie denkt immer noch, ich sei Pianist im Puff.

  • Matt Kimmich sagt:

    Der Blog scheint etwas naiv davon auszugehen, dass alles, was mit einer gewissen Attraktivität dargestellt wird, automatisch gutgeheissen wird. Der Umkehrschluss wäre, dass man etwas als durchwegs negativ darstellen sollte, wenn man es kritisiert.

    Sind nicht die besten, interessantesten und differenziertesten Kritiken genau die, welche dem Kritisierten auch zugestehen, dass dieses eine attraktive Seite haben kann?

    Z.B. ich kann Coppolas Der Pate anschauen und ein gewisses Mitgefühl mit den Charakteren entwickeln, ohne dass ich dadurch die Mafia gutheisse. Ich kann Die Sopranos anschauen, ohne dass ich Tony Soprano als Helden wahrnehme. Und ich kann Mad Men schauen und Don Draper und die dargestellte Welt kritisch hinterfragen, auch wenn ihre Oberfläche noch so attraktiv daherkommt.

  • tomas sagt:

    … sehnsucht nach dem satten, grenzenüberschreitenden, leib- und herzzerreissenden auch sich selbst neugebäreneden (na sagen wir mal) Fick oder Liebe oder grosse gefühle oder wie auch immer … darum gehts, anstatt sich wieder mal ein paar neue stiefel zu kaufen

  • Blitz Blank sagt:

    Zum Unterschied zwischen Fantasie und Wirklichkeit:

    Auch wenn eine Frau ein „Zur Sache, Schätzchen“ in Ihrer Fantasie als lustvoll erlebt, heisst das nicht, dass sie sich das auch in der Realität wünscht. Selbst bei einer Vergewaltigungsfantasie hat die Frau ja totale Kontrolle über ihre Phantasie und kann sie nach Lust und Laune gestalten.

    Man sollte also von phantasierter Lust nicht leichtfertig auf reelle Lust schliessen.

  • the man sagt:

    „Mad Men“ ist etwas vom Besten, was das Fernsehen zu bieten hat. Die Serie überzeugt (v.a. in der amerikanischen Originalversion) auf allen Ebenen. Den Beitrag von Herrn Marti verstehe ich deshalb nicht ganz – man muss schon einiges an böswilliger Phantasie aufwenden, um dieser Serie Sexismus vorzuwerfen. Die Serie ist einfach nur unglaublich nahe an der Realität (wurde mir von einer Sekretärin aus der Branche zu jener Zeit bestätigt), und so sind fast alle Protagonisten offene oder versteckte Rassisten – trotzdem kann der Serie nicht vorgeworfen werden, sie fördere Rassismus! Zudem sind die Frauenrollen (Spannungsfeld Betty – Peggy – Joan) viel differenzierter und interessanter dargestellt als ihre männlichen Pendants, mit Ausnahme von Don vielleicht.
    Serien wie „Mad Men“ (oder „Californication“, andere Sparte!) präsentieren Männer mit Charakter. Ob man diese mag oder nicht, es sind eindrückliche Charaktere, die schlussendlich immer grandios und an sich selbst scheitern. Das ist für mich viel interessanter als die aalglatten, eindimensionalen „Helden“ aus Lost, 24, usw.
    Dass bei „Mad Men“ noch richtig getrunken und geraucht werden darf finde ich in einer Zeit, in der Genus immer gegen Gesundheit aufgewogen wird, ziemlich witzig.

    • interim placeholder sagt:

      Das wurde mir auch bestätigt, und zwar von meiner Tante, die in den 60ern in New York in Firmen als Schreibkraft arbeitete.

      Nur etwas, the man: Der Whisky ist in Wahrheit Kräutertee…

  • Mad Men – eine der genialsten Serien der letzten Zeit. Die seelischen Abgründe die sich da öffnen sind unglaublich. Eine Zeit voller Zwänge und Regeln. Sie weckt die Sehnsucht nach einer Zeit, als die Fronten noch klar waren. Die Welt in Schwarz und Weiss. Traditionelle Werte.

    Eine Frau und ein Mann können heute alles sein, was sie wollen. Softie oder Macho, Hausfrau oder Businesslady. Das Spektum ist 360 Grad . Wir können auswählen aus schier unendlichen Werten und Lifestyle-Konstrukten. Einige Wesenszüge können wir uns mit Konsum erkaufen, andere beim Therapeuten abholen.

    Die globalisierte Gesellschaft fordert von uns eine unmögliche Flexibilität die mit der gelebten Realität nichts zu tun hat. Wieso messen wir uns an Trends, die in New York aktuell sind? Stehen wir im Konkurrenzkampf mit Mumbai? Was soll das eigentlich?

    Der Rückzug ins persönliche Reduit ist vollzogen, die Schleusen sind per Autolock geschlossen. Wir lassen nur noch rein, was wir kontrollieren und beherrschen können. Wenn uns etwas nicht passt, werfen wir es raus. Zeit für den Konflikt und das Auseinandersetzen mit sich selber hat keiner mehr. Wir entfremden uns von der Realität und leben nur noch auf einer Metaebene.

    Ja, der Wunsch nach einer einfachen kleinen Welt in der man Harmonie hat und seine Rolle nicht andauernd anzweifeln muss, dieser Wunsch ist heute so stark wie noch nie. Ich habe ehrlich gesagt auch keinen Bock, mich dauernd neu erfinden zu müssen.

  • Liv sagt:

    Sehnsucht nach der guten alten Zeit, die gar nicht so gut war? Sehnsucht nach sicheren und eindeutigen Rollen, weil sie Beständigkeit in einer beängsigenden Welt vorspielen? Sehnsucht danach, als Mensch die Verantwortung für das eigene Leben abzugeben, weil Verantwortung und Freiheit nun ‚mal auch ihren Preis haben und es dann leichter erscheint, Entscheidungen jemand anderem zu überlassen? Ich kenne die Serie zwar nur vom Hörensagen, aber möglicherweise ist die Antwort einfach auch nur, dass die Sendung unterhaltsam ist, so wie „Navy CSI“ oder „die Sopranos“ es auch sind.

    • Auguste sagt:

      hmm…, serien können wahrlich für allerlei gut sein – für mich z.b. hat seit house und grey’s anatomy der herzstillstand seinen schrecken völlig verloren.

  • Madwoman sagt:

    Ich schaue mir die Serie gerne an, weil sie intelligent, witzig und ästhetisch ist. Und nach jeder Folge verstehe ich noch mehr, weshalb die Emanzipation der Frauen absolut notwendig war.

    Dem Votum von effilinde kann ich mich vorbehaltlos anschliessen: gut sind die Zeiten vorbei.

  • margaret sagt:

    habe alle staffeln gesehen und bin begeistert und fasziniert.

    die serie ist aussergewöhnlich gut gemacht, die sprache, die outfits, die ausstattung – penibel den 60ern nachgestellt. ich tauche ein in eine welt, die ich noch nicht kannte. die frauen beginnen, sich aus dem sekretärinnen – und hausfrauendasein zu befreien, die männer reagieren irritiert auf diese neue frauen power.

    ausserdem ist es auch einfach eine gute geschichte, die charaktere sind stark und – was extrem oft bei anderen serien fehlt – authentisch. man kann den einen beim scheitern, den anderen (eben oft den frauen!) beim gewinnen zukucken.

    diese serie ist etwas komplett anderes als ein lobgesang auf die „gute alte zeit“. im gegenteil!

    michael marti – haben sie sie überhaupt gesehen?

  • Independent sagt:

    Kein besonders intellektueller Beitrag, dafür umso passender:

    Christina Hendrix ist oberscharf. (Jedenfalls in „Mad Men“.)

  • effilinde sagt:

    Ich schaue diese Serie mit Vergnügen. Dieses besteht aus einem Augenschmaus – Ausstattung der Räume, Kleidung, schöne Frauen, gepflegte Männer. Und aus einem „Läck bin ich froh, sind diese Zeiten vorbei“.
    Meine Heldinnen sind eindeutig die Frauen. Die Männer sind mehr schmückendes und oft leicht nerviges Beiwerk. Aber ohne sie würde die Serie nicht funktionieren.

    • Adi sagt:

      „Meine Heldinnen sind eindeutig die Frauen. Die Männer sind mehr schmückendes und oft leicht nerviges Beiwerk. Aber ohne sie würde die Serie nicht funktionieren.“

      Trifft das nur auf die Serie zu oder denken Sie allgemein in solchen Mustern? Ich befürchte letzteres.

      • effilinde sagt:

        Nein, das trifft wirklich nur für die Serie zu. 😉
        In meinem Leben schätze ich die mich umgebenden Männer meist sehr.

  • Annabelle sagt:

    Ich kann es kaum erwarten, bis die nächste Staffel herauskommt. Warum ich die Serie gerne schaue? Ich empfinde es als Eintauchen in eine Vergangenheit, welche nicht die meine, sondern die meiner Mutter ist. Oft bin ich entsetzt, wie zu dieser Zeit die Rolle der Frau gelebt wurde. Nur um gleichzeitig den Frauen dankbar zu sein, die dazu beigetragen haben, dass dies heute so nicht mehr ist. Viele Szenen hinterlassen einen regelrecht schockierten Eindruck bei mir. Einfach weil, ich meine, die 60er Jahre liegen nicht so weit zurück. Und wie stehe ich zur Hauptfigur Don Draper? Schwierig, schwierig. Ich finde ihn widerlich, er tut mir leid, nach aussen strahlt er eine starke Dynamik aus, weil er sich seiner Sache (Werbung, Business) immer so sicher ist. Ja verdammt, ich spreche darauf an, wenn ein Mann sich einer Sache sicher ist. Ich mag es, wenn ‚echte Sicherheit‘ ausgestrahlt wird. Also nicht nur gross gewachsen, eine tiefe Stimme, Managerposition besetzend, sondern wenn wahrlich auch etwas dahintersteckt. Aber da wir als Zuschauer ja wissen, wie es um diesen Mann wirklich steht, verliert er auch gleich wieder seine gesamte Anziehungskraft auf mich. Was ihm zugute kommt, ist, dass er Streckenweise versucht seinen Lebensstil zu ändern, dass er seinem Inneren Wesen näher kommen möchte, ohne sich durch Sex mit irgendeiner Frau abzulenken. Aber eben, es bleibt bei diesem Versuch. Ich glaube in der letzten Folge der letzten Staffel hat er seine Sekretärin geheiratet. Eine Frau, die es gut mit seinen Kindern kann, eine Frau, die ihm den Eindruck eines ‚perfekten‘ Familienlebens vermittelt. Und dann gibt es da ja noch Peggy Olson. Freue mich immer, wenn sie wieder eine Szene hat. Zwischen ihr und Don passiert nicht wirklich viel. Aber es passiert was. Leichte, zärtliche Begebenheiten. Ja da kommt meine romantische Seite voll zum Zug. Eben, weil nur ganz schwach vorhanden, kaum merklich, diese, ja was für eine Beziehung eigentlich? Aber auch hier suche ich gerne wieder die Realität auf. Zwischen diesen beiden sollte nichts weiter passieren. Denn es entspräche werde ihrem noch seinem Charakter und Werdegang. Zumindest würde es nicht gut gehen auf Dauer.

    • interim placeholder sagt:

      Naja, Draper meint sicher, sich einer Sache sicher zu sein, aber die Sache ist ja hohl, und man sieht das immer mal wieder ein bisschen.

      Und darum empfinde ich keine Freude am Schauen dieser Serie. Die Leute bescheissen sich fortlaufend selbst. Und ihnen dabei zuzuschauen fände ich voyeuristisch.

  • Reto sagt:

    Ganz einfach, weill die Weiber deutlich mehr vor der Glotze hocken als Männer…

    • Cara Mia sagt:

      Ich kann nur für mich reden, aber bei uns ist es genau umgekehrt. Ich „sitze“ nur vom dem TV, wenn ich auf dem Laufband bin, sonst gar nie, ist mir schlicht zu doof. Mein Liebster aber jeden Abend, stundenlang, und am Wochenende Sport…

      • Rahel sagt:

        Bei uns ist es so: ich bin zwar meistens die, welche die Flimmerkiste ( mittels Handkurbel, versteht sich *schwitzschwitz* ) in Gang setzt, aber den Abschaltknopf findet meistens mein Mann erst nach mehreren Anläufen 🙂

      • interim placeholder sagt:

        Dann habt Ihr also einen Fernsehapparat, den man anwerfen muss wie weiland die Motoren der Propellerflugzeuge. Ich hoffe, er stinkt weniger und stottert und spotzt.

      • Rahel sagt:

        Jep! Hatten aber auch schon einen mit Münzeinwurf 🙂

      • interim placeholder sagt:

        Juke-Box-TV.

      • Rahel sagt:

        Nö, der Münzeinwurf diente nicht der Programmwahl! Da wurde einfach abgestellt wenn das Guthaben aufgebraucht war……….. 🙂

      • interim placeholder sagt:

        Waschmaschine-in-der-Mietkaserne-mässig. Das Ding hat mein Vater damals gehackt, mit Schraubenzieher und ohne jede Informatikkenntnisse… er hat jahrelang gratis gewaschen… (posthum darf man das ja sagen…)

      • Rahel sagt:

        @ interim placeholder

        War ein einziger Witz…………….. 🙂

    • Liv sagt:

      @ Reto: Huch, was für ein konstruktiver Beitrag.

  • In „Mad Men“ – ich habe noch keine Folge gesehen, aber sehe bei weiblichen fb-profilen einige „fans“ – scheint es sich um die Sehnsucht der Frau nach dem „souveränen Mann“ zu handeln, der in den letzten 40 Jahren „weggendert“ wurde und durch den 80%- Snuggli-tragenden- selbstironisch-coolen Scherzkeks ersetzt wurde. Offensichtlich werden in der Serie „Mannsbilder“ gezeigt, die noch nach dem Motto der 50er Jahre grossgezogen wurden: „Aus Junges werden Leute, und aus Mädchen werden Bräute“. Die letzte Generation weisser Männer, die sich noch unhinterfragt als „Herren des Globus“ fühlen konnten, welche den Flug auf den Mond schafften und die Atom-Versuche im Bikini-Atoll. Birgit Schmid hat in einem Tagi-Magi-Artikel wieder den „Offizier“ der Armee 61 beschworen. Ich glaube darum handelt es sich, lerne aber gerne noch dazu, wenn es Frauen gibt, die mir die Faszination besser erklären können.

    • lara sagt:

      der souveräne mann gibt es eben in mad men nicht (ja, ich habe alle folgen gesehen). die serie zeigt schön auf, dass es diese heile welt nie gab. die retrobrille hat doch einen enormen romantisierenden charakter.

      • Wenn ich die Aussage von „Annabelle“ dazu nehme, dann scheint eher der „Doris Day“-Typus der Frauen, die sich alle als prfekte Mütter und Hausfrauen inszenieren die „romantische Ironie“ auszumachen, sowie scheint der Hauptdarsteller noch Versuche zu unternehmen, einem „Höheren Kodex“ der Moral zu genügen zu wollen (noch alter Biedermann) aber bei aller Coolheit scheint er den Reizen der Frauen ausgeliefert, was dem weiblichen Publikum offensichtlich enorm schmeichelt.

      • E.H. Roth sagt:

        sorry, ist nicht ganz richtig, ich bin ähnlich wie im film mad men aufgewachsen. heil war die welt nie aber für manche menschen ist sie das schon gewesen, was nicht bedeutet, dass mal ab und zu ein problemchen zu lösen war. ich selber habe noch das zeitalter ohne computer im büro erlebt, hatte eine schreibkraft (so hiess es noch) welche mich am ersten arbeitstag fragte, wie ich es gerne möchte, wie sie angezogen sein soll. Damals habe ich im büro geraucht und tranken alk zum essen. freitag nachmittag war büro apero angesagt und ein paar gläser später sind uns die mädels auf dem schoss gesessen verheiratet oder nicht es war egal, wir hatten spass…

  • Kennt jemand die Mediadaten von Mad Men bei den jeweiligen Sendern? Sind das wirklich Frauen, die sie sich gerne schauen?

    Ich habe noch keine einzige Folge geschaut. Zudem erqchte ich es für ausgesprochen heikel, den Zeitgeist ausgerechnet an einer einzigen, hippen Fernsehserie fest zu binden. Und, nicht zuletzt: Frauen haben sich doch Gesellschaftsfilme schon immer gerne angeschaut. Fas war schon bei Dallas so und ist es auch heute wieder. Ob dabei „traditionelle“ Geschlechterstereotypen gefeiert werden oder nicht, ist, so glaube ich, nur nebensächlich. Hauptsache Liebe, Intrigen und Beziehungen in allen möglichen Varianten.

    • mila sagt:

      stimme ihnen zu. auch wenn es einige männer vielleicht gerne sehen würden, wenn frauen sich diese zustände zurückwünschten (einzelne solche exemplare gibt es sicherlich, sie müssen sie nur gut suchen), die grosse mehrheit kann zwischen realität und fiktion durchaus unterscheiden. wussten sie übrigens, dass ausgerechnet soap-operas eine wichtige rolle in der emanzipierung lateinamerikanischer gesellschaften einnehmen?

    • Hier handelt es sich wohl weniger um „Retro-Sexismus“ als vielmehr um eine Art Arztroman-Syndrom.

    • marcel sagt:

      Als ob heute noch unterschieden würde zwischen TV und Realität.

    • mila sagt:

      sie sind ja noch der grössere kulturpessimist als ich. und ja, es wird unterschieden, sonst hätten wir es ausschliesslich noch mit herumballernden ego-shootern, verzweifelten hausfrauen und hässlichen entlein, die sich zu schönsten schwänen mausern, zu tun. die virtuelle welt ist eben doch nicht (oder noch nicht?) die reelle.

    • E.H. Roth sagt:

      die Serie ist toll! Ist eine Erinnerung an meine Eltern und meine Jugend. Und bitte nicht vergessen ES IST NUR EIN FILM!!!!

      Meine Frau ist ebenfalls immer toll angezogen. Letzes Wochenende hatten wir Freunde zum Essen eingeladen und wie schon oft waren unsere Frauen der Hammer!! Meine wie immer mit Stöckelschuhen, Strümpfe (nicht Strumpfhosen) ein schwarzes Kleidchen schön frisiert und geschmickt. So wie wir es alle lieben.

      Ich sage Euch Männer, es gibt Länder voll von klugen Frauen die so sind wie meine (übrigens eine Finanz Expertin) und diese super Frauen fühlen sich weder unterdrückt, reduziert noch ausgenutzt Sie wollen uns einfach gefallen. Sexy sein!
      Emanzen glauben immer sie müssen für alle Frauen sprechen. Warum eigentlich? Auch die Schwarzer hat dies erkennen müssen.

      • Simone sagt:

        Hei wie schön für Sie! Und Sie sind hoffentlich auch immer top angezogen, halten die Türe auf, öffnen den Wein, bestimmen das Gesprächsthema und das Budget etc. etc. So schön kann es sein… seufz. So einfach…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Roth, hast du schon mal gesehen, wie ein Emanze in den grossen Ausgang geht? Du könntest ziemlich ins Staunen geraten……

        Mit Mitte zwanzig hatte ich unzählige Einladungen zu Bällen, du darfst dreimal raten, wieso.

      • E.H. Roth sagt:

        stimmt, ich halte die Tür auf, öffne den Wein, trage gerne einen Anzug etc. Ich tue das wirklch, weil es mir wichtig ist. es ist mir wichtig, dass es ihr gut geht und sie glücklich ist. Auch als Macho ist das möglich. Zu Hause übrigens sitzen wir nie im Trainer rum, wir essen zusammen, haben kein TV-Gerät. Wenn überhaupt schauen wir was auf dem computer an TV od. DVD. Sonst Kino.

        nein, keine Ahnung was eine Emanze heute trägt und wie sie aussieht. ich denke aber, dass diese Frauen mich kaum mögen. 🙂

      • Kathy sagt:

        bist du sicher, dass deine frau „euch einfach gefallen will“? ev macht sie sich auch für sich alleine zurecht und es gefällt IHR..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das kann gut sein, Roth, dass du bei einer solchen nicht landen könntest. Da ist es schon angenehmer für das Selbstwertgefühl, ihr die Attraktivität von vorneweg abzusprechen.

      • E.H. Roth sagt:

        habe dich nie unterschätzt Pipi,
        ich weiss, viele männer sind dumm, wenn es um frauen geht. auch in meinem umfeld werden die frauen immer jünger. lächerlich schon der anblick ist oft nur peinlich.

      • E.H. Roth sagt:

        kathy, auch du hast natürlich recht, meine frau macht es auch für sich selber. sie kauft ja meistens ihre kleider alleine aber mir gefällt es auch mal dabei zu sein einfach nur zuschaue wie sie das eine oder andere kleid probiert mir vorführt und mich nach meiner meinung fragt obwohl ich denke das dies nicht viel zu bedeutung hat und ohne darüber zu reden wissen wir das beide 🙂

  • Rahel sagt:

    Kenne diese Serie nicht……. 🙁
    Was mich aber sehr irritiert ist, warum Herr Marti keine Augen hat 🙂

  • Cara Mia sagt:

    Ich denke, die Schlussfolgerung ist falsch, lieber Michael Marti. Frauen schauen die Serie wohl deshalb, weil sie sich, trotz retro, wiedererkennen. Frauen schauen entweder Frauenrollen an, die sie gerne innehätten, oder solche, in denen sie sich wiedererkennen. Ersteres dürfte hier eher nicht der Fall sein, (auch) Frau wird nicht gerne hintergangen. Aber so manch eine hat halt einen untreuen Mann oder einen verheirateten Liebhaber, und wenn das andern auch so geht, fühlt man sich doch gleich viel besser, oder etwa nicht? Denn Kostüme hin oder her, so viel hat sich nicht geändert.

    • Bemerkenswerte Einsicht, Cara Mia! Ja, in der Tat: Soviel hat sich trotz aller Bemühungen auf allen möglichen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ebenen nicht verändert, das hat auch Stanley Kubrick bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film, Eyes Wide Shut gesagt. Ich könnte da jetzt, bescheiden, wie ich nun mal bin, auf meine beiden Beiträge hier im Mamablog verweisen.

      Ich sitze gerade im Zug nach Zürich, und die Mädchen hier, alles Heranwachsende und alle auf dem Weg zur Schule, scheint nichts anderes mehr zu beschäftigen, als Jungs. So spielt das Leben eben!

      • Rahel sagt:

        Suuupppeeerrr! Ich geb die Kommentiererei für heute jetzt denn auf!
        Mein erster Kommentar kam in die Warteschlaufe, mein zweiter wurde schon zweimal geschluckt!!!! Tja, die Grippe macht halt auch hier nicht halt ( oder haben meine zwei daheimgebliebenen, grippelnden Kids den Blog über den PC angesteckt…….*grübelgrübeldenkdenkstudierstudier*)

        Aber ich gebe so schnell nicht auf, also noch ein drittes Mal: Dass die Mädels bei Ihnen im Zug nur noch Jungs im Kopf haben ist doch selbstverständlich ( ich weiss ja wovon ich rede, habe selber eine Teenie-Tochter ) oder hatten Sie als Teenie-Boy keine Mädchen im Denkerstübli 🙂 ????

      • Rahel sagt:

        Dass die Mädels bei Ihnen im Zug nur noch Jungs im Kopf haben ist doch selbstverständlich ( ich weiss das mit einer Teenie-Tochter haargenau 🙂 ) oder hatten Sie damals keine Mädchen im Kopf???? 🙂

      • Rahel sagt:

        Dass die Mädchen bei Ihnen im Zug nur Jungs im Kopf haben ist doch selbstverständlich ( habe auch so eine Teenie-Tochter). Oder hatten Sie damals keine Mädchen im Kopf? 🙂

      • Rahel sagt:

        Dass die Mädchen bei Ihnen im Zug nur noch Jungs im Kopf haben ist doch klar ( habe auch eine Teenie-Tochter der es so geht ), aber Jungs haben auch Mädchen im Kopf!

      • Rahel sagt:

        ….und es funktioniert doch!!! 🙂

      • Rahel sagt:

        Puaahhh…..bin ich aber grad echli erschrockt…….wollte Sie nicht gleich so bombardieren Herr Zufferey, sie Armer……. 🙂

      • interim placeholder sagt:

        Der braucht das, Rahel.

      • Rahel sagt:

        @ interim placeholder

        Neeein, es war wirklich keine böse Absicht *schwör*! Aber als meine Kommentare alle so mir nichts dir nichts verschwanden, habe ich es einfach weiter probiert………*schwitz* 🙂

      • interim placeholder sagt:

        Böse? Natürlich nicht, nur hat die Software hier seit einigen Tagen wirklich Probleme. Fast jeder von uns kann von Artikeln berichten, die lange in der Warteschlange standen oder sogar ohne Sang und Klang im Nirvana verschwanden.

        Und bei Computern ist „nochmals versuchen“ wirklich das Mittel der Wahl; viele Probleme treten beim 2. Versuch nicht mehr auf. Beim Forum hier allerdings halt schon.

      • Rahel sagt:

        Ja, habe an anderer Stelle hier auch schon diese Probleme festgestellt!
        Aber eben, es geht allen gleich 🙂

      • Rahel sagt:

        Tschuldigung………habe grad festgestellt dass es „Sie Armer“ heissen muss………..(pom)pöser Fehler, scusi……. 🙁

      • interim placeholder sagt:

        Se parlasse italiano direbbe „Niente, Rahel“…

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