Die kleinen Hitlers und ihre willfährigen Helfer

Kinder brauchen Widerstand - aber nicht alle Eltern haben die Nerven, ihnen Wünschen die Stirne zu bieten.

Kinder brauchen Widerstand – aber nicht alle Eltern haben die Nerven, ihren Wünschen die Stirne zu bieten.

Der kleine Hitler sass vorne im Einkaufswägeli und deutete mit gebieterischer Geste auf das Saftregal. «Gnäää!», quengelte er, während seine Sklavin ihn an den Säften vorbeischob und ab und zu mit fragender Geste den einen oder anderen herauszog. «Meinst du den?», fragte sie. «Gnää, gnää», antwortete der Führer zwei-, dreimal ungnädig, bis sie das richtige Getränk erwischte und er vor Begeisterung beinahe aus seinem Sitzchen gepurzelt wäre.

«Gnäää», sagte der Kleine und begann sofort am Verschluss herumzuhantieren. «Nein, wir müssen das erst bezahlen, weisst du», wagte die Sklavin zu widersprechen. «Gnääää!», tobte Hitler, bis sie nach ungefähr 30 Sekunden seufzte und, ganz die willfährige Helferin, den Saft öffnete. Hitler spülte ihn samt dem aufkeimenden Sklavenaufstand mit einem zufriedenen «Gnäää» den Schlund hinunter. Der Weg des kleinen Tyrannen durch den Supermarkt war akustisch problemlos weiterzuverfolgen, markiert von je nachdem gebieterischem oder weinerlichem «Gnää!»

«Der kleine Tyrann», so hiess ein Buch, das im Bücherregal meiner Mutter stand und genau dies thematisierte. Ich habe es nie gelesen, aber sein Cover hat sich mir ins Gedächtnis geprägt: Ein Kleinkind, das im Godzilla-Style über seine Eltern hinwegtrampelt. Entsprechend geht es darum, wie kleine Kinder ihre Eltern manipulieren, bis sie die absolute Macht im Haushalt errungen haben. Und auch, dass es Kindern schadet, wenn sich die Eltern dem Kind unterordnen und ihm bei seiner Anpassung an die Umwelt nicht stärkend zur Seite stehen.

Dass Kinder gern den Tyrannen geben, ist so bekannt wie gewöhnlich. Wie sollten sie auch anders, schliesslich müssen sie die Welt begreifen lernen und das tun sie, indem sie die Grenzen ausloten. Ohne Grenzen keine Strukturen, ohne Strukturen keine Formen, ohne Formen keine Werthaltungen und kein Grund, auf dem sich stehen und etwas aufbauen lässt. Das Verhalten der Kinder ist also normal. Die Frage ist, warum heute so viele Eltern sich von ihren Kindern versklaven lassen und sie damit der Möglichkeiten berauben, eine gefestigte Persönlichkeit zu entwickeln, was ohne Widerstand nun mal nicht möglich ist.

Als emotional verwahrlost bezeichnete hier im Blogforum mal jemand heutige Eltern, die ihren Kinder nichts abschlagen können, weil sie meinen, sich so deren Liebe erkaufen zu können. Das Kleine will Saft, obschon ich gerade gesagt habe, wir müssen ihn erst bezahlen? Schön, soll es Saft haben. Der Kleine weigert sich, sein Computergame nach einer halben Stunde auszuschalten, obschon es so vereinbart war? Na, lassen wir ihn doch. Der Grosse fordert immer weiter Geld, obschon er die ausgemachten Limiten immer wieder überschreitet? Kaufen wir ihm halt noch einen Computer, noch ein Auto. Auch wenn er uns dafür offensichtlich verachtet – was haben wir nur falsch gemacht?

Wir alle kennen Prinzipien, aber angesichts von Kindern erweisen sie sich als rein theoretisch. Lieber werfen wir sie leichtfertig über Bord, als uns damit bei denen unbeliebt zu machen, die wir lieben. Warum sagte die Mutter im Supermarkt ihrem kleinen Hitler erst: Aber das geht doch nicht, nur um nach dreissig Sekunden nachzugeben? Wer Regeln aufstellt, sollte sie nicht gleich wieder über Bord werfen, ansonsten verzichtet er lieber darauf.

Mein Freund McQueen lacht allerdings über mich, wenn ich ihm solches erläutere. Er, der mit einer Ausländerin verheiratet ist, macht sich immer lustig über die typisch schweizerische Law- and Order-Mentalität und erkennt im Ruf nach Grenzen eine kleingeistige Angst. In anderen Ländern, sagt er, würde weniger Wert auf solche Erziehungsprinzipien gelegt – was aber nicht bedeute, dass diese nur Versager produzierten. Trotzdem: Braucht nicht, wer Erfolg haben will, zunächst einmal Disziplin und dann ein Verständnis für die Regeln des Systems, innerhalb dessen er seinen Erfolg erreichen will?

Trotzdem zügelte ich in besagtem Supermarkt den kleinen Hitler in mir, der mich zum Blitzkrieg gegen die katastrophale Inkonsequenz der fehlbaren Mutter anstachelte. Aber ich liess es sein. Schliesslich habe ich meine eigenen Prinzipien, zum Beispiel, mich nicht unnötig einzumischen, wenn eine Interaktion ohnehin kontraproduktiv scheint. Ich hätte das auch nicht geschätzt, schliesslich bin ich auch nicht die heilige Jungfrau Maria der Erziehung. Ich lauschte also tatenlos den «Gnääs» des kleinen Hitlers, die langsam im Supermarkt verhallten, während ich meinen Käse an der Käsetheke bestellte. Schliesslich verhält es sich mit Menschen ähnlich wie mit Käse. Man muss sie nicht mögen und es sind nicht alle gleich und müssen es auch nicht sein. Oder was meinen Sie?

347 Kommentare zu «Die kleinen Hitlers und ihre willfährigen Helfer»

  • tina.baroni sagt:

    ich mag den mamablog, aber diese superbemühten vergleiche mit personen die so schlechtes über die welt gebracht haben, zeigen von mangelnder schreiberischen kreativität und vor allem ist es nicht nötig. sie könnens besser.

  • Moni sagt:

    Witzigerweise werden gleich im folgenden Beitrag Kinder und Tiere in Zusammenhang gebracht, was auch hier nicht ganz fehl am Platz wäre, denn wenn der Mensch seine Kinder mit derselben Konsequenz erziehen würde wie seine Hunde, wäre das Problem mit den kleinen Tyrannen erheblich geringer.
    Ja, ich höre schon alle aufschreien: Mein Kind ist doch kein Hund, sondern ein vernunftbegabtes Wesen, und das kann man doch gar nicht vergleichen.
    Wirklich? Ich sehe zum Beispiel keinen so richtig großen Unterschied zwischen „Bei Fuß!“ und „Du fasst mich an, wenn wir über die Straße gehen!“. Beides tun wir, um jemanden zu schützen, der (noch) nicht in der Lage ist, eine Situation in ihrer Gänze zu erfassen. „Erst Pfötchen geben!“ und „Wie sagt man?“ zielen beide darauf ab, gesellschaftlich akzeptables Verhalten zu etablieren. Und genau wie ein Hund ist ein Zweijähriges schlicht nicht in der Lage zu verstehen, was „Aber nur ausnahmsweise und sag’s nicht Mama.“ bedeutet. Ist so.
    Jedem von uns ist klar, dass man einem Hund nichts gibt, wenn er am Tisch bettelt, weil er das damit als selbstverständlich erachtet und es umso schwerer wird, ihm das wieder abzugewöhnen. Kleinkinder denken in ähnlichen Bahnen und werden entsprechend den Supermarktbesuch mit den Bonbons an der Kasse verknüpfen, so wie der Hund den Mittagstisch mit Snacks von oben. Weil aber das Kind natürlich über dieses Stadium hinauswächst und zudem unsere Sprache tatsächlich irgendwann versteht, meinen wir, von klein auf mit ihm argumentieren und Dinge relativieren zu können. Und das Kind argumentiert selbstverständlich gerne mit: „GNÄÄÄÄ!“.
    Ich weiß, dass es ein abgedroschener Punkt ist, dass Kleinkinder Grenzen und feste Strukturen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das nun mal so ist. Eine Welt, in der man heute den Saft sofort im Supermarkt trinken darf, ihn morgen erst bekommt, wenn er bezahlt ist, und übermorgen gar nicht, verwirrt und überfordert kleine Kinder einfach. Sie haben noch keine Vorstellung von Zeit und Bedingungen. Und wenn die „Ausnahme“ irgendwann die Norm ist, weil die Eltern sich selbst nicht an die Regeln halten, wie soll das Kind das dann tun?
    Ja, wir züchten uns unsere kleinen Tyrannen selbst heran: Aus Bequemlichkeit, aus schlechtem Gewissen, oder weil das Kleine ja soooooo niedlich ist, wenn es die Nudeln direkt mit dem Mund aus der Schüssel saugt. Und dann wundern wir uns, dass irgendwann die Super-Nanny kommen und uns Erziehungsgrundlagen eklären muss, die eigentlich jedem von allein einleuchten sollten.
    Man muss sich nur dran halten…

  • Sabrina sagt:

    Mich befremdet dieser Artikel sehr. Der Führer des nationalsozialistischem Reichs wird einmal mehr verharmlost dargestellt. Da kann man dies noch x-fach relativeren oder behaupten dies sei ja nicht ernst gemeint… So ein Monster darf man nie mit Samthandschuhen anfassen, auch beim schreiben nicht…

  • Baba sagt:

    Völlig daneben!
    Dieser Artikel ist völlig daneben und weit ab von allen modernen Erkenntnissen um emotionales Lernen und Friedenspädagogik. Solange kleinen Kindern unterstellt wird, sie wollten einem manipulieren und dass die Erziehung ein Machtspiel ist- solange sind wir weit, weit davon entfernt unsere Kinder gewaltfrei für eine friedliche Welt zu erziehen.
    Eine wertschätzende Erziehung basiert auf dem Erkennen von Bedürfnissen und einer Beziehung auf der Basis von Vertrauen. Dazu gehört abgegrenztes Handeln. Dazu äussert sich die Autorin aber leider nicht. Sie bleibt bei ihrem kriegerischen Vokabular und gibt keine brauchbaren lösungsorientierten Ansätze. Einfach beobachten, mit einem menschenverachtenden Vokubular zu beschreiben und fertig- damit ist aber gerade gar niemandem geholfen. ich hoffe, dass andere Beiträge hilfreicher sind.

  • Janara sagt:

    Um eine Gegenstimme betreffend der Kritik an der Wortwahl erklingen zu lassen:
    Mir hat die Verwendung von „Hitler“ als Überbegriff gefallen! Möglich dass die Wortwahl ursprünglich vor allem Aufmerksamkeit erregen und damit zum klicken/lesen anregen sollte aber zumindest ich fand den Verlgeich äusserst passen.
    Soziopathen, die zu Tyrannen und Diktatoren werden, so ist es mit den Goofen.

    • Sturmfock sagt:

      Braucht ein Missgriff welche Kritik provoziert eine Gegenstimme?
      Dann gehen Sie doch nach Weissrussland, stehen in der Hauptstadt vor das Regierungsgebäude und jubeln dem Wahlsieger zu!
      Anschliessend reisen Sie nach Tschetschenien und tun das Selbe dort.
      Darauf sausen Sie nach Iran, zollen dem iranischen Präsidenten als ehemaliger amerikanischer Botschaftsterroristen dort mit Ihrer Gegenstimme respekt und erfreuen sich daran, dass auch er tolle Sachen in Bezug auf Hitler sage.
      Ja, und dann merken Sie sicher dass man nicht so weit reisen muss um drängende Gegenstimmen abzugeben und reisen vor die Gefängnisse in der Schweiz wo Kinderschänder, Kindermörder (übleres kommt mir leider gerade nicht in den Sinn) und geben doch denen mal ihre Gegenstimme: „Ach ihr Lieben, ihr verkannten, ihr seid nicht so schlimm“.

  • Tobi sagt:

    Provokativ aber gut – habe mich köstlich amüsiert und kenne diese fordernde Art der kleinen Nervensägen… Für alle die sich an diesem Begriff kleiner Hitler stören – im Englischen wird little Hitler verwendet für eine Nervensäge oder eben ein kleiner Tyrann…

    • Sturmfock sagt:

      Hach, wie schön das jemand lachen kann!

      Ja und auf dem Afrikanischen Kontinent gibts ethnische Säuberungen mit der Machete.

      Hoffentlich haben Sie ein Sauerstoffzelt. Nicht dass Sie ab so viel Amüsement noch ins Gras beissen 😉

  • Marie-Theres sagt:

    Frau Binswanger
    Ich bin absolut schockiert über den Hitler-Vergleich und bitte Sie höflich, sich gebührend zu schämen!

  • Albert Hoffmann sagt:

    Alles wird heutzutage einfach mal mit Hitler verglichen. So bescheuert. Hört doch endlich damit auf.

  • Gene Amdahl sagt:

    „Der kleine Hitler“ ??? – Primitiver oder provokativer geht es wohl kaum. Wo bleiben die ‚Hitlerinnen‘??? Sie leben in den Sozialämtern und bei der Justiz, welche die Väter strangulieren und deren Kinder.

  • Valérie Gysi sagt:

    Der Inhalt dieses Textes geht ja noch. Aber die Form, „der kleine Hitler“, das geht definitiv nicht. Kinder können zwar nerven, aber sie so zu betiteln, schiesst weiter übers Ziel hinaus, v.a. aber verharmlost es die Taten des historischen Hitlers. Frau Binswanger, suchen Sie das näschte Mal einen anderen „catcher“.

  • Sturmfock sagt:

    Eigentlich ist es doch viel einfacher:
    Was Frau Binswanger mit Ihrem Text gemeint hat, ist die eine Seite und eigentlich bedürften es die Umstände auch darüber zu diskutieren.
    Welche Begriffe Frau Binswanger verwendet hat, da kann man mit mehr oder weniger Toleranz reagieren. Das ist wohl wahr.
    Dass Frau Binswanger auch mal eine schwache Minute haben kann, wenns denn eine war, das ist ihr ebenso zuzustehen.
    Wurde ihr dies in einem Beitrag verwehrt?

    Dass ich möglicherweise etwas sehe was nicht ist, ist möglich, finde ich persönlich nicht so wichtig. Ich habe das thematisiert, was mir da hochkam. Etwas besser tun, grundsätzlich sachlich, ohne auf die Person oder ein Geschlecht zu verletzen, das wäre immer besser. Ob diese Kritik berechtig ist, spielt keine Rolle, sie kann trotzdem respektiert werden.

    Ich sah auf dem Bild ein Bub im Wägeli, las *die kleinen Hitlers“ und sah dahinter halt eine andere Energie.
    Der Bub war halt nicht mit dem Vater unterwegs, das hätte dann ein anderes Thema assoziert.

    Aber: Schweigen ohne seine Meinung kund zu tun – sicher, nicht jeder Kommentar muss hilfreich sein – aber, feige Stumm bleiben wenn man sich angesprochen fühlt, war das nicht der wirkliche Grund dessen, dass der Hitler an die Macht gewemmt wurde? Getragen durch die tolerierende schweigende Mehrheit?

    So wie machche „Hexe“ auf dem Scheiterhaufen der Wahrheit von der schweigenden feigen Mehrheit, der Lust des Pöbels geopfert wurden. Nun, ich mag mich schlecht erinnern ob ich dabei war und auch feige geschweigen habe,

    Ich finde den Meinugnsaustausch und eine konstruktive Kritik gut. Sie bildet grundsätzlich die Basis in eine Zukunft des Miteinanders. Da kann man auch mal ausrutschen. Das finde ich nicht schlimm.

    Wüst hingegen ist, stur = dumm an offensichtlichem Schwachsinn festzuhalten, nur weil man sich mal für die falsche Eisscholle entschieden hat. Wenn es denn die Falsch ist! Ansonsten soll jeder mutig dazustehen und festhalten was für ihn richtig ist.

    Weil: ist nicht ebenso wüst, wegen fehlendem Rückgrat die Worte nach der Windfahne zu richten?

    Das einzigste was ich beispielsweise mit dem Wind mache ist: Segeln und Im Freien pinkeln wo es niemanden stört.

  • Marco sagt:

    Jene die hier die strenge Linie fordern, sind dann bestimmt die selben die gaaanz nachsichtig und verständnisvoll auf eskalierende Eltern/Kind Kampf-Situationen in der Migros reagieren. Die Kunst besteht darin, eine klare, faire Linie zu verfolgen, ohne stets den Autoritäts-Hammer auszupacken, der nur endlose Kampfsituationen provoziert. „Nein sagen“ und gleichzeitig den Kindesfrust verstehen (ohne sich diesem zu unterwerfen).

  • Dan sagt:

    ich finde den artikel eigentlich schwach und das hitlerding unnötiges künstliches gewelle für die klickrate. richtig gut finde ich aber, dass so etwas im mamablog trotzdem auch stehen kann. michèle binswanger darf auch mal eine schwache minute haben – so wie viele bloger hier…

  • henä sagt:

    Mich verwundern dass die Wortwahl von M.Binswanger so viele Kommentare erzeugt, dies zeugt von untoleranten und kleinkarierten Bünzlibürgern.

    • Nein, das ist unfair, sowas zu sagen. Ess zeugt von unterschiedlichen Meinungen. Und das ist m.E. sehr in Ordnung so. Ich würde meine Gegner nicht a priori als intoleranten kleinkarierten Bünzli bezeichnen.

  • Hermann sagt:

    wenn ich sie richtig verstehe, sollte ein Junge beim Sau ablassen gewinnen koennen, damit seine Zeugungsfaehigkeit in seiner Zukunft nicht leidet? Interessanter Ansatz.

  • Michi sagt:

    Hier wird ein negatives Frauenbild bei den Männern, die sich für die Schöpfung halten, zementiert. Wohlwohllende Männer, die Verständnis für die sozialen Anliegen der Frauen haben (und die sind m. E. in der Mehrzahl, entgegen pseudofeministischer Erklärungsansätze), werden aber skeptisch: Grölen, verallgemeinern, Schlagworte schreien… so geht das hier zu und her. Bedenklich! Wenn die hier hingehauenen Themen die wirklichen Frauenanliegen sind (also permanent gegen Männer, permanent negative Wertvorstellungen, permanent Negativbegriffe nur in männlicher Form), dann ist es nicht ein erfahrbarer Fortschritt, dann bleibt es beim inhaltlichen Quatsch, wie er in Frauenzeitschriften (auch hochglänzenden) täglich zelebriert wird. Und wenn DAS nun die sanfte, deeskalierende, versöhnende und integrative Seite weiblicher Anteilnahme sein soll, ja dann sind wir wohl einer hinterhältigen Lüge aufgesessen.

  • Esther G. sagt:

    Eigentlich gut, dass der Mama-Blog keiner Zensur ausgesetzt zu sein scheint. Aber in diesem Fall hätte ich mir ein zweites Augenpaar gewünscht, das den Text gegenliest und Frau Binswanger auf ihre absolut unpassende Wortwahl aufmerksam macht. Immerhin war Hitler ein Massenmörder, wohingegen uns die kleinen Tyrannen, von der Autorin als kleine Führer bezeichnet, uns höchstens mal den letzten Nerv rauben.

  • Benjamin sagt:

    die bezeichnung dieser kleinen verwoehnten kinder mit „hitler“ ist mehr als dumm. und unentschuldbar!

  • Sturmfock sagt:

    Diese Frau und Mutter, ab welcher Sie sich, liebe Frau Binswanger, derart genervt haben, weil in dem Verhalten des Kindes die Gleichgültigkeit einer Generation von Frauen zu einem tragenden Bild der aktuellen Zustände transportiert wird, in welchen die Männer als Frauenunterdrückende Schuldige, Nichtsnutze und grundsätzliche Versager gebrandmarkt werden.

    Ersmals höre ich, dass die männliche Tyrannei offensichtlich genetisch mit Adolf Hitler zu tun haben sollen.

    Das ist nun ganz neu und subtil. Undenkbar, dass ein Mädchen in dem Einkaufswägelchen sass. Nein, es ist ein werdender Mann.

    Pardon, nein, so hat der nie den geringsten Hauch einer Chance, ein respektabler wie respektierender Mann zu werden: Von Geburt an von der Frau in der Mutter enmannt, zum Despoten erzogen, auf dass er alle Vorurteile eines männlichen Tyrannen in seinem Leben beweise, um den Alice Schwarzers dieser Welt recht zu geben.

    Der Artikel von Frau Binswanger ist um Welten subtiler als hier diskutiert wird. Möglicherweise so subtil, dass es ihr selbst nicht auffällt. Weil die Kastration des Mannes dieser Generation in Fleisch und Blut übergegangen ist.

    Letztendlich ist es aber eine Selbstkastration welche nicht einmal der Frau hilft.

    • hansueli sagt:

      Ich glaube Sie interpretieren da deutlich zu viel hinein. Vor allem glaube ich auch, dass Sie da hineininterpretieren was Sie gerade lesen wollen!

    • Auguste sagt:

      hmm…, mir scheint ihre schoten sind ein bisschen zu stark getrimmt und das tuch zu fest gerefft. fieren sie gedanklich etwas aus und wagen sie sich mal vom teich auf ein grosses gewässer.

  • Rahel sagt:

    Ich habe unseren Kindern, als sie noch klein waren, immer vor dem Geschäft entweder gesagt dass es heute nichts gibt und sie deshalb gar nicht zu stürmen brauchen ODER dass sie sich etwas aussuchen dürfen von dem Gestell das ich bestimme.

    • Auguste sagt:

      hmm…, die 16 rollen toilettenpapier fanden die kids dann aber nicht so ganz „den bringer“, oder?

      • Carla sagt:

        als kind haben wir mit toilettenpapier ausufernde schlachten geschlagen. ein spiel war, dass das eine kind das andere mit toilettenpapier von oben bis unten umwickeln musste, wie eine mumie. wer das am schnellsten schaffte, hatte gewonnen. und die umhüllung zerfetzen war das schönste! das ganze wohnzimmer voll papier! ein beliebtes spiel an kindergeburtstagen, das kennen sicher auch noch andere in meinem alter. heute darf man ja nichts mehr verschwenden…
        ich vermisse im mamablog themen, die zu teeniekindern passen. das elternsein hört ja nicht auf, wenn die kinder in die pubertät kommen. es wird eher schwieriger. schade, dass keine der autorinnen ältere kinder hat.

    • Rahel sagt:

      @ Auguste

      Ah, da war der Fehler………… 🙂

      @ Carla

      Das mit den Teenie-Themen sehe ich auch so! Habe ich doch auch eine Tochter in diesem herrlichen 🙂 Alter! Aber wie wäre es, wenn Du eine Carte blanche zu diesem Thema schreiben würdest?

    • Rahel sagt:

      @ Auguste

      Ahhhh, da war also der Fehler……….aber es schreibt ja auch niemand auf diese Dinger „nicht zum Verzehr geeignet“…….
      🙂

  • Matthias F. sagt:

    Die Wahrnehmung von Kindern als „Hitlers“ ist mindestens so problematisch, wie wenn ihnen keine klaren Grenzen gesetzt werden. Eine strenge Erziehung macht nur dann Sinn, wenn genügend Raum für Liebe und Respekt gegenüber dem Kind bleibt!

    • Tamar von Siebental sagt:

      Es braucht keine strenge Erziehung: man muss den Kindern einfach die Werte vorleben, aufzeigen dass man selber auch auf vieles verzichten muss, dass man gerne hätte. Die Kinder lernen nicht aus leeren Worten sondern aus Vorbildern. Kinder sind der Spiegel ihrer Eltern.

      • Hermann sagt:

        @Tamar: Ein Dreijaehriger versteht nicht, dass Papa auf grosse Ferien verzichtet, wiel er das Geld zur Seite legt, damit er einmal studieren kann. Mindestens funktioenrt das nicht, wenn ich ihm im Laden sage, nimm die Finger von der Schockolade, denn ich spare fuer Dein Studium. Was aber funktioniert ist ein klarer Kurs, naemlich dass er die Schokolade ganz einfach nicht bekommt. Das braucht zwar Nerven, denn er wird es immer wieder versuchen. Gibt man einmal nach, hat man verloren.

      • Tamar von Siebental sagt:

        @ Hermann

        Nun, es hat nichts mit strenger Erziehung zu tun, wenn ich meinem Kind sage, dass es jetzt keine Schokolade gibt, aber ich kann ihm auch immer wieder darauf hinweisen, dass man als Pappi/Mami auch nicht alles kaufen kann. Sicher versteht der Kleine das nicht beim 1. Mal und auch nicht beim 2. oder 7. aber nach dem 234. oder 398 Mal hat er es verstanden.

      • Matthias F. sagt:

        Selbstverständlich sind die Eltern die Vorbilder der Kinder und selbstverständlich übernehmen Kinder vorgelebte Werte. Das eigene Verhalten grundlegend zu ändern ist jedoch schwierig. Hauptfaktor hierfür: Die eigene Kindheit. In einen Kommentar gehören zudem nicht Fakten aus der Pädagogik, sondern Meinungen. Meine Meinung zur Erzieung: Es braucht eine vernünftige Strenge, übrigens auch mit sich selber.

      • Tamar von Siebental sagt:

        Es ist immer bequem als Hauptfaktor die eigene Kindheit als Ausrede zu benutzen für das Unvermögen seinen eigenen Kindern Werte vorzuleben. Wo wären wir denn heute, würden alle nach diesem Schema leben? In der Steinzeit.

  • Frank H. sagt:

    Hier wird aufs billigste versucht, mit einem provokativen Buzzword Klickraten zu erzielen. Bildzeitungsniveau.

    • Moment, dieser Mechanismus ist weder neu noch besonders verabscheuungswürdig oder selten. Das wird oft gemacht, auch von anderen Medien. Auch 20 Minuten funktioniert oft ja so.

      • Frank H. sagt:

        Nein, es ist nicht neu. Aber man darf trotzdem doch nochmal festhalten, welcher Mechanismus spielt. 20 Minuten ist in meinen Augen auch Volksverdummung. Aber das überlasse ich selbtsverständlich jedem selber.

  • Janine Hofmann sagt:

    Ich finde, den Vergleich von Kindern mit Hitler mehr als unpassend. Dieser Titel wurde wohl nur gewählt, um die Aufmerksamkeit auf diesen Beitrag zu richten. Dafür habe ich kein Verständnis.

    • orla sagt:

      Habe ich auch gerade gedacht, fuer was der Mann alles herhalten muss ist schon erstaunlich. Ich denke der allgemeine Begriff „Diktator“ haette es in diesem Zusammenhang auch getan und waere erst noch treffender, denn letztendlich diktieren die Kleinen das Leben der Grossen!

      • Jörg Rickli sagt:

        Ja klar, Hitler zu verwenden, wäre nicht nötig gewesen. Aber sonst ist das inhaltlich spannend. Ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Blitzkrieg nicht dennoch geeignet gewesen wäre. Vielleicht brauchen die Erwachsenen ja die „Liebe“ ihrer Kinder immer mehr, weil gesellschaftlich zu wenig Austausch statt findet? Vielleicht sind ihre Persöhnlichkeiten auch am verkümmern, weil alles in der „erwachsenen“ Welt so glatt verläuft und verlaufen soll. Auf jeden Fall gab es vor rund einem Jahr ein Bestseller zum Thema von einem Kinderpsycholgen: er hat es mit der unglaublich schnelllebigen liberalen Zeit in Verbindung gebracht. Wer mag sich neben der Auswahl zwischen Swisscom/Orange/Sunrise, Fedex/UPS/Post, Assura/Helsana/Group Mutuel…. am Ende des Tages auch noch um seine Kinder kümmern. Da fehlt die Energie und die Kraft. Aber Erziehung kann es dann wohl auch nicht mehr wirklich heissen.

  • Karer sagt:

    In einem trotzenden Kind Hitler zu sehen ist total daneben Frau Binswanger. Ihre Verniedlichung ist kein bisschen besser als Verharmlosung von diesem Massenmörder, auch wenn sie vermutlich nicht so gemeint haben. Sie kommen auch nicht mit ihrem „judischen Geschlecht“ ungeschoren davon. Diese Tatsache macht Ihren Fauxpas noch schlimmer. Da fragt man; was Sie überhaupt in Ihrem Philosophie- und Germanistik-Studium gelernt haben?

  • Nicole sagt:

    Es ist hier zwar schon öfters gesagt worden, aber ich finde auch, dass der Begriff „Hitler“ hier völlig deplaziert ist. Kein Kind ist wie Hitler!

    • Auguste sagt:

      hmm…, aber hitler konnte ganz schön kindisch sein, als er mit eingebildeten (im sinne von: der fantasie entsprungen) generälen und divisionen den russen noch von der schwelle des führerbunkers vertreiben wollte.

      • Eva Krieger sagt:

        hmm… hmm… hmm… @Auguste, Sie sind eine wirklich unverzichtbare Bereicherung hier… was ich alles gelernt habe heute!!!!!!

  • edgar sagt:

    Die abfällige Bemerkung von wegen „@ politisch Korrekte“ hat mich verletzt und sie erinnert mich an die Art und Weise, wie sich die SVP über die sogenannten „Gutmenschen“ lustig macht. Das zeigt einfach die Umkehrung der Werte, die in dieser Gesellschaft im Gange ist. Wer in diesem Land gegen die Verrohung der Sitten und des gegenseitigen Umganges anzukämpfen versucht, wird lächerlich und verächtlich gemacht. Selbst wer seine Steuern ehrlich bezahlt ist in den Augen dieser politischen Richtung „selber schuld“. Menschen, die an Ideale glauben werden als „naiv“ abgetan, wer spendet und hofft, damit „ein ganz klein wenig“ etwas zum Positiven zu verändern, wird als Träumer dargestellt. Und wer es wagt, in unseren ausländischen Mitbewohnern und solchen anderen Glaubensbekenntnisses eine Bereicherung zu sehen ist ein Heuchler oder man wählt das zum Schimpfwort gewordene „Mutlikulti“, um Menschen herabzusetzen oder lächerlich zu machen. Selbst der Begriff „politisch korrekt“ wurde, wie man hier sieht, zu einer negativen Eigenschaft umfunktioniert, mit der man den Andersdenkenden der Lächerlichkeit preisgeben kann. Zum Thema selbst kann ich nur wiederholen:

    Ich bin selber Vater von zwei Kindern und beide versuchten in gewissen Situationen, Grenzen zu überschreiten. Weil sie nicht wussten, was das sind, “die Grenzen”. Und da haben wir ganz altmodischerweise etwas ganz einfaches getan: Wir haben ihnen gezeigt, was Grenzen sind und “wo” sie stehen und weshalb sie nicht in einer Weise übersschritten werden dürfen, die Andere beschädigt. Auch lehrten wir sie, was Freiheit heisst und dass Freiheit nur so weit gehen darf, als diese nicht die Freiheit Anderer einschränkt. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht, ohne gleich den Hitler zu bemühen. Das was wir taten, taten wir aber mit Konsequenz und stets in gemeinsamer Absprache (zwischen uns Eltern). Konsequent sein bedeutet nicht, “dreinzuschlagen”, aber es kann bedeuten, dass man etwas laut werden muss. Und es kann und soil auch bedeuten, dass bewusste, geplante, gezielte Grenzüberschreitungen Konsequenzen haben. Zu dieser Zeit bedeutete das noch Einschränkung des Fernsehkonsums oder mal zuhause bleiben müssen wenn die anderen Kinder spielten. Heute würde man wohl eher die Internet- oder Handy-Nutzung einschränken. Harmlose Dinge, aber konsequent eingesetzt höchst erfolgreich.

  • Eva Krieger sagt:

    nur weill Binswanger ein jüdisches Geschlecht ist, dürfen Sie diesn Hitlervergleich ziehen… komische Logik!!!

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich habe sogar mal über bruno ganz gesagt: „der sieht aus wie hitler.“

      • Grandios in „Der Untergang“ Adolf Hitler in der Rolle des Bruno Ganz.

      • Auguste sagt:

        hmm…, tiger, wenn sie schwanger wären, könnten wir fast schon als double von ursus und nadeschkin einspringen.
        wie sieht’s aus – stehen ihnen gelbe latzhosen?

      • Eva Krieger sagt:

        was hat das damit zu tun???? Bruno Ganz hat ja nicht um sonst Hitler im „Untergang“ gespielt!

      • Auguste sagt:

        hmm…, der kontext, eva krieger. man sollte immer auch den zusammenhang berücksichtigen, in dem vergleiche gemacht werden. im konkreten fall war es ein mehr oder weniger glückliches stilmittel, das der illustration von elterlichem und kindlichem verhalten in einer nur allzu gut bekannten situation diente. man kann sich darüber empören, aber man kann es auch gerade so gut sein lassen. bruno ganz hat sich bei mir jedenfalls nie beschwert.

        und was denken sie, tigerstreifen und gelbe latzhosen – geht irgendwie nicht, oder?

  • Eva Krieger sagt:

    Der Artikel ist sehr gut und spricht mir aus der Seele aber der Hitlervergleich ist absolut deplatziert!!! Wer diesen Vergleich macht, hat sie nie und nimmer auch nur ansatzweise mit dem 3.Reich beschäftigt und sollte sich hüten diesen Begriff zu benutzen!

    • Oben auf der Seite steht: „Michèle Binswanger hat Philosophie und Germanistik studiert“. Ich bin darum SEHR sicher, dass sie sich deutlich stärker als der Durchschnittsschweizer mit dem Dritten Reich beschäftigt hat.

    • Auguste sagt:

      hmm…, im gegenteil, es gibt wenige dinge die menschliche abscheu bildhafter und allgemein verständlich ausdrücken als die symbole des dritten reiches. wo es angezeigt ist, sie einzusetzen, darüber kann man diskutieren. hitler wurde aber schon immer karrikiert.

      • Eva Krieger sagt:

        vieln Dank für die Belehrung! Trotzdem ist der Kinder als Hitler zu bennen in diesem Zusammenhang absolut deplaziert!

  • Oliver sagt:

    Na ja, die ganze Aufregung ist doch wie immer bei dem Thema etwas übertrieben, oder?

    Man muss diese Vergleiche nicht ziehen und ICH würde sie niemals ziehen, aber man kann sie ziehen. Und alle, die den Artikel mal jenseits emotionaler Eruptionen lesen, verstehen ihn auch richtig. Witze zu reissen, wäre unakzeptabel, aber das passiert hier ja nicht.

    Geschichte ist passiert, sie wird nicht besser oder schlechter, wenn man sich drüber ausschweigt.

  • Andres Egger sagt:

    Und wer hier pointiert diesen unsäglichen Hitler-Vergleich beanstandet, dessen Kommentar wird einfach wegzensuriert. Danke!

    • hansueli sagt:

      Nein, wird es nicht. Ich habe Frau Binswanger wiederholt, auch wegen anderen Dingen, scharf angegriffen und kritisiert. Teilweise sogar, wie z.B. mein letzter Beitrag oben, sehr hart an der Grenze zum persönlichen.

      Ich weiss nicht was Sie geschrieben haben, aber Sie können unschwer im Blog erkennen, dass Kritik nicht zwingend kritisiert wird.

      Im Übrigen gebührt Frau Binswanger dafür unser Respekt. Was denken Sie wohl wie es ist wenn man einen wirklich guten Artikel schreibt der im Anschluss in über 200 Kommentaren auf einen einzigen Punkt reduziert wird!

      • Andres Egger sagt:

        Mein Kommentar um ca. 21:30 wurde jedenfalls schlicht unterschlagen. Vielleicht, weil ich eine Parallele zog zwischen dem Hitlerregime und dem hitlerähnlichen Revival, welches meine Bosniakische Pflegetochter als KIND im Bosnienkrieg erlebte. Und vielleicht vor allem deshalb, weil ich der Meinung war, es sei nun der Moment gekommen, auch Frau Binswanger in die Schranken zu weisen… Und: Wer sich – der Effekthascherei zuliebe – einer solchen Rhetorik bedient, sollte sich nicht wundern, dass der Inhalt dadurch sekundär wird!

  • Katharina sagt:

    „Mein Freund McQueen lacht allerdings über mich, wenn ich ihm solches erläutere. Er, der mit einer Ausländerin verheiratet ist, macht sich immer lustig über die typisch schweizerische Law- and Order-Mentalität und erkennt im Ruf nach Grenzen eine kleingeistige Angst“

    wenn es law and order mentalitaet waere waers ja was amerikansiches. haereise schrien sie dann im tal der rechten mannen.

    was McQueen wohl meinte und was mir aus weiter ferne eben auch auffaellt, ist die kleinmaschigkeit der grenzziehungen.

    der eindruck ist,
    dass ihr dort floehe beschneidet.

    circumcising flees.

  • tobe or not tobe sagt:

    Und noch was fällt mir auf:

    Fällt das Wort Hitler, steigen jedem von uns die Bilder des tobenden, polarisierenden Diktators ein. Jeder von uns hat Aufnahmen seiner Ansprachen gesehen, wir wurden wortwörtlich Überschwemmt von Nazi-dokus, vor allem nach dem Mauerfall!! Wir sind alle aufgeklärt über die Gräueltaten die getan wurden.

    Doch das sind Kriege die Niedergeschrieben wurden, Informationen die wir (nach Jahren erst) gänzlich erhielten, wobei die Kriege die seit 1945 passiert waren, nie diese Ausmasse hatten. Jedoch die Taten haben sich wiederholt, immer und immer wieder. Sie passieren jetzt in dem Moment.

    Es brodelt auf dem Erdball und wir sollten jetzt reagieren uns nicht wie hier, heuchlerisch über die Geschichte Breitreden. Massenmord bleibt Massenmord, überall!!!

  • tobe or not tobe sagt:

    Hallo Zusammen… 5 Stunden spätern und ihr seit immer noch beim Thema Hitler??? Tabus zu brechen erfordert Mut, und dient dazu die Fliegen aufzuscheuchen, danke Michèle Binswanger.

    Das Wort HItler polarisiert so heftig, das sich hier Wiederspiegelt in welchem Masse noch Nachholbedarf besteht:

    Doch wo sind die Rebellen von einst? Leute mit Ideale die sich nicht von Geschichtsbüchern und menschlichem Geheuchel abgeben, d.h. durch die Oberfläche sehen?

    Diese widerspiegelt sich in der Erziehung unser Kinder unser Zukunft, die wir zu kleinen Diktatoren heranziehen.

    Ob Hitler, Uncle Hoe, Mao-Tse, Napoleon..auch diese Herren hatten ihre Vorbilder..

    Was ist aus den Leuten geworden, die eigentlich gegen Materielle Überschwemmung waren? damals in den 60/70/80er Jahren? Die die nun für Finanzinstitute arbeiten und Ihre Kinder mit Plastikmüll und jedem materiellen Wunsch erfüllen.

    Soziale Verantwortung, Vertrauen, Eigenständigkeit und die Fähigkeit und Mut zum Hinterfragen, bleiben auf der Strecke.

    DIE REVOLUTION FRISST IHRE KINDER..!¨

    • hansueli sagt:

      Aber bitte, seit wann ist das Thema Nationalsozialismus denn ein Tabu? Es gibt wohl kaum ein Kapitel der Menschheitsgeschichte welches derart tiefgründig aufbereitet wurde.

  • Huzi sagt:

    Komischer Artikel mit komischem Vergleichen!?

  • edgar sagt:

    In diesem Zusammenhang von „kleinen Hitlers“ zu sprechen ist heikel. Diese Formulierung verharnlost die unbeschreiblichen Gräuel, die das Nazi-Regime unter dem Verbrecher Hitler begangen hat. Ungezogene oder renitente Kinder errichten keine Konzentrationslager und keine Gaskammern, sie prügeln keine Menschen tot, machen keine „Medizinversuche“ und richten keine Weltkriege an. Nur um die Relationen wieder herzustellen.

    Ich bin selber Vater von zwei Kindern und beide versuchten in gewissen Situationen, Grenzen zu überschreiten. Weil sie nicht wussten, was das sind, „die Grenzen“. Und da haben wir ganz altmodischerweise etwas ganz einfaches getan: Wir haben ihnen gezeigt, was Grenzen sind und „wo“ sie stehen und weshalb sie nicht in einer Weise übersschritten werden dürfen, die Andere beschädigt. Auch lehrten wir sie, was Freiheit heisst und dass Freiheit nur so weit gehen darf, als diese nicht die Freiheit Anderer einschränkt. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht, ohne gleich den Hitler zu bemühen. Das was wir taten, taten wir aber mit Konsequenz und stets in gemeinsamer Absprache (zwischen uns Eltern). Konsequent sein bedeutet nicht, „dreinzuschlagen“, aber es kann bedeuten, dass man etwas laut werden muss. Und es kann und soil auch bedeuten, dass bewusste, geplante, gezielte Grenzüberschreitungen Konsequenzen haben. Zu dieser Zeit bedeutete das noch Einschränkung des Fernsehkonsums oder mal zuhause bleiben müssen wenn die anderen Kinder spielten. Heute würde man wohl eher die Internet- oder Handy-Nutzung einschränken. Harmlose Dinge, aber konsequent eingesetzt höchst erfolgreich.

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Politisch-Korrekte:Binswanger ist ein jüdisches Geschlecht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Liebe …ich lass das leer um nicht ins Nirvana zu kommen, was ist mit den unkommentierten Entfernungen?

      • Stef sagt:

        @ Autorin, Meine Kinder könnten den Israelischen Pass auch bekommen…
        Haben Sie doch bitte einfach die Grösse und sagen Sie, der Vergleich ging in die Hose.
        Das kann passieren, ob mit oder ohne jüdischen Namen.
        Ich glaube auch nicht, dass man aus Hitler das riesen Tabu machen soll, aber es gibt Grenzen. Für alle die mal über Hitler lachen wollen: Adolf 1+2 von Moers

      • Blitz Blank sagt:

        Die Verwendung von Begriffen wie „Hitler“ und „Tyrann“ für Kinder ist rein sachlich falsch: „Hitler“ und „Tyrannen“ waren/sind „Gewaltherrscher“ (Wiki), ihr grundlegendes Merkmal: absolute Macht. Kinder zeichnen sich hingegen durch ihre Machtlosigkeit gegenüber den Eltern aus. Mit solchen Begriffen rücken Kinder plötzlich Richtung Täter und die Eltern Richtung Opfer – das ist problematisch. Wenn ich also die Anwendung dieser Begriffe auf Kinder kritisiere hat das nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

        Ich meine der Titel/Untertitel

        „Die kleinen Hitlers und ihre willfährigen Helfer: Falsch verstandene Liebe macht aus Kindern Tyrannen und lässt sie eigentlich im Stich.“

        zeigt um was es Fr. Binswanger eigentlich bei dem Artikel geht: Es geht ihr um die Eltern (willfährigen Helfer), die ein Kind, das keine Grenzen kennt („kleiner Hitler“, „Tyrann“) erst möglich machen.
        Das ist sicher richtig.

      • Mirjam sagt:

        Dann finde ich den Vergleich trötzelnde Kinder und Hitler noch viel unpassender und viel geschmackloser. Was würden Ihre jüdischen Familienmitglieder davon halten, wenn Sie den schlimmsten Verbrecher aller Zeiten verniedlichen indem Sie ihm das Prädikat „Trötzelndes Kind“ verpassen? Dieser „Mensch“ hat mehr als 6 Millionen Menschenleben auf dem Gewissen, und vor allem jüdische Mitmenschen. Ich hatte die grossartige Gelegenheit, während meiner drei Monate Aufenthalt in den USA bei einem jüdischen Ehepaar leben zu dürfen. Sie hatten durch den Holocaust die halbe Familie verloren und flohen aus Deutschland in die USA. Hitlers Name wurde nicht ausgesprochen. Der, dessen Namen man nicht ausspricht. Das Leid ist nach wie vor präsent – auch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende. Dieses Monster war und ist und bleibt hoffentlich einmalig.
        Man hat ganz einfach nicht über ihn gesprochen. Der Schmerz ist auch so viele Jahrzehnte danach viel zu präsent und zu gross. Witze reissen über ihn? Ein Unding! Ueber ihn lachen? Das wäre meinen Gasteltern Avi und Rachel nie in den Sinn gekommen. Für Avi und Rachel war Hitler einfach „The beast“ oder einfach „The monster“.

        Unsere Kinder können nervig sein. Trötzeln ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Trötzelnde Kinder sind anstrengend und für uns Eltern stressig – aber die Monströsität eines Hitlers würden sie nie und nimmer erreichen. Kinder bauen keine KZ’s, Kinder vergasen nicht millionen von unschuldigen Menschen, zetteln Weltkriege an.

    • hansueli sagt:

      Und glauben Sie, dass dieser Umstand es rechtfertigt, dass Sie solche Analogien benutzen dürfen Frau Binswanger? Fast alle Kommentare sagen Ihnen, dass Sie zuweit gegangen sind und anstatt auch nur die geringste Einsicht zu zeigen rechtfertigen Sie sich mit Ihrem Familiennamen? Und dies auch noch in einer saloppen Art und Weise die suggeriert, dass Sie die Kommentare nicht einmal Ernst nehmen. Abgesehen davon, dass ein jüdischer Name noch nicht heisst, dass Sie selbst jüdischen Glaubens bzw. Herkunftes sind, fände ich den Vergleich selbst wenn Sie es wären absolut anmassend, verhamlosend, respektlos und ganz nebenbei auch sachlich in jeglicher Hinsicht falsch! Von der verwendeten 2. Weltkriegsretorik („Blitzkrieg“) ganz zu schweigen.

      Durch diesen Vergleich haben Sie es geschafft, dass sich fast alle nur noch über den Stil statt den Inhalt unterhalten. Ich finde dies wirklich schade, denn das Problem was Sie ansprechen ist es Wert diskutiert zu werden!

      Zum Inhalt: „Als emotional verwahrlost bezeichnete hier im Blogforum mal jemand heutige Eltern, die ihren Kinder nichts abschlagen können, weil sie meinen, sich so deren Liebe erkaufen zu können.“ Ich persönlich glaube, dass viele Eltern auch den Widerstand des Kindes bzw. das Geschreie danach nicht ertragen können und sich in der Öffentlichkeit dafür schämen. Das spielt sicher beides (Liebe+Schämen) eine Rolle.

      • „Fast alle“? Nein, viele. Viele haben sich aber auch so geäussert, dass sie das nicht stört, dass es sie vielmehr stresst, dass sich die Diskussion fast nur um den Titel dreht.

    • Peter K. sagt:

      Frau Binswanger, seien Sie doch bitte auch mal etwas selbstkritisch, und geben Sie den Missgriff doch einfach zu. Die Hitler-Anspielung ist in diesem Zusammenhang wirklich nicht gescheit. Sie werten damit Ihren sonst guten Beitrag auf Boulevardniveau ab, nur dass man hinzappt: Mamablog als „Blick am Abend“?

    • Papi sagt:

      Muss Frau Binswanger recht geben. Mir scheint das ganze gelaber bezüglich Hitler ziemlich hypokrit. Es zeigt von einer Politisch korrekte pavlovische reaktion. Sobald das Wort Hitler erscheint wird die Nazikeule geschwungen, ohne sich mal gedanken zu machen was in diesem Fall Frau Binsenwanger versucht hat deutlich zu machen. Hätte Frau Binswanger geschrieben: der kleine Napoleon, oder der kleine Stalin, oder der kleine Ceasar, hätte niemand gemotzt.

  • jost brigitte sagt:

    Ich bin der Ansicht, dass Hitler nicht im Geringsten mit einem quengelden Kind verglichen werden darf!!
    Das sind komplett verschiedene Geschichten. Hitler wird in diesem Vergleich als harmloses Kleinkind dargestellt. Ziemlich unpassend.
    Ich freue mich hingegen, dass das Thema Inkonsequenz angesprochen wird und bitte alle Erziehungsberechtigten sich dieser Herausforderung zu stellen.
    Das ist sicher weder einfach, noch angenehm. Es erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen. Aber es lohnt sich!
    Für das Kind, die Eltern, die Gesellschaft, für die absolut wichtige Errungenschaft der gelebten Demokratie. Denn mit Menschen, die nur ihr befriedigtes Ego kennen und leben wollen, ist eine lebenswerte Welt nicht realisierbar.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn man die historischen belege anschaut – z.b. biographien von heerführern der wehrmacht – dann finden sich darin viele wiedergaben von begegnungen mit hitler, bei denen er die gesamte klaviatur menschlicher gemütsäusserungen zeigte. schmeicheln, trotzen, cholerisch aufbegehren, stures verweigern, enthusiastische freudenausbrüche usw. da ist alles vorhanden, was schon ein kleinkind ebenso beherrscht. rein psychologisch betrachtet, ist der vergleich dieses verhaltens wirklich nicht abwegig. es ist zutiefst menschlich.

      was wir als stossend empfinden ist, dass „kindliche unschuld“ plakativ in die nähe fast unvorstellbarer, erwachsener schuld gerückt wird. das ist zwar störend und provokant, aber immer noch im rahmen des stilistisch und moralisch vertretbaren, finde ich.

      das uneingeschränkt erfreuliche an der verbreiteten empörung ist aber, dass sie einen hohen grad der sensibilisierung zu diesem themenkreis in der hiesigen bevölkerung widerspiegelt, auch wenn es sich hier nur um ein schwappen im wasserglas handelt.

  • xyxyxy sagt:

    @BlitzBlank

    das ist alles ein wenig theoretisch – wenn jemand sagt er habe einen schönen Sonnenuntergang gesehen, ist es auch nicht nötig ihn darüber aufzuklären, dass die Sonne gar nicht untergeht, sondern nur die Erde sich dreht.

    Jeder hier weiss, dass Kinder nicht die objektive Macht eines Tyrannen haben. Es ging von Anfang an um ihr Verhalten.

    Leider aber ist ihre Behauptung auch nicht ganz richtig. Viele Kinder haben Macht über ihre Eltern: sie haben ihre Eltern „um den Finger gewickelt“ und ihre Eltern zu ihren Marionetten gemacht, obwohl sie objektiv gesehen völlig von ihren Eltern abhängig sind.
    Zudem verhalten sich Kinder auch wie Tyrannen, wenn sie Schwächeren begegnen. Der 3jährige schubst als erstes mal den 2jährigen, der sich nicht wehren kann, nimmt ihm die Sachen weg, befiehlt ihm, was er tun und lassen soll. Der Schwächere wird also seiner Rechte enteignet und mit physischer Gewalt seinem Willen unterworfen, weil er die Macht dazu hat. Und diese Macht probiert das Kind auch gegen stärkere aus (Eltern) und wenn die kuschen, dann das Kind in seinem tyrannischen Verhalten zunehmen.
    Die Krux ist, Kinder sind nicht einfach nur „gut“. Soziales Verhalten muss man ihnen beibringen.
    Aber natürlich: für die „schlimme Jugend“ sind in erster Linie die Eltern verantwortlich. Kinder tun das, was wir ihnen beibringen und vorleben.

    • Blitz Blank sagt:

      Klar können Kinder gegen andere (schwächere) Kinder Hitler und Tyrann sein, denn sie können über sie Gewalt ausüben (oder androhen). Es ging im Artikel aber um die Beziehung Kind-Eltern und nicht Kind-Kind.
      Über ihre Eltern haben Kinder keine Gewalt, die Eltern aber über ihre Kinder (das ändert sich natürlich je älter und mächtiger die Kinder werden z.B. bei Gewalt gegen Eltern). Eine Verschleierung oder sogar eine Umkehr der realen Macht- bzw. Gewaltverhältnisse zwischen Kind und Eltern, wie sie es machen („sie haben ihre Eltern “um den Finger gewickelt” und ihre Eltern zu ihren Marionetten gemacht“) ist sehr problematisch, denn es besteht die Gefahr, dass Opfer zu Tätern und Täter zu Opfer gemacht werden. Wenn Eltern zu Marionetten ihrer Kinder geworden sind, liegt die Verantwortung dafür zu 100% bei den Eltern. Das Verhalten des Kindes spielt dabei überhaupt keine Rolle, denn wie auch immer sein Verhalten ist, es hat dadurch keine Gewalt über seine Eltern.
      Die Eltern haben sich zu Marionetten gemacht, nicht das Kind.

  • heidi reiff sagt:

    Wir sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen der anderen zu erfüllen, ich lese keinem Kind seine Wünsche aus den Augen ab, ich frage und biete einfach an, das Kind kann ja oder nein sagen, am meisten tun mir Kinder noch leid, die nach pechschwarzer Pädagogig erzogen wurden, die Konsequenzen waren ohne Znacht ins Bett, Strafe, am nächsten Tag den Schlangenfrass runterwürgen , der nie mit Liebe gekocht wurde, ja ja die lieben idealisierten Eltern meinten es ja nur gut….., Mütter mit vielen Kindern sind überfordert, kenne das aus meinem Ahnenkult, da könnte ich mehrere Bücher darüber schreiben, Guru Hellinger wirds schon richten.

  • Eipa sagt:

    Godwin incoming!!!

  • Tamar von Siebental sagt:

    Warum hatte Hitler so viele Anhänger? Weil er bisher der Einzige Politiker war, der seine Versprechen gehalten hat. Das deutsche Volk hat Hunger gelitten und Hitler füllte ihnen die Futternäpfe. Wenn die Kinder an Hunger sterben, dass beisst man nicht in die Hand die einen füttert.

    • Mischa Veith sagt:

      na klar, er hat ja ganz viele Versprechen gehalten und war so ein toller Politiker…zum Glück gehören Leute wie du zur aussterbenden Spezie der „ich habe Scheuklappen so dick wie eine Mauer und lebe glücklich damit“…wie kann man nur so ignorant sein…

      • Tamar von Siebental sagt:

        Halt halt, ich goutiere weder Hitler noch andere Despoten und Tyrannen, ich habe nur analysiert, wie es soweit kommen konnte.

        ps kennen wir uns dass Sie mich einfach duzen?

    • hansueli sagt:

      rofl@ analysiert wie es soweit kommen konnte…………………………..
      Sind alle Ihre Analysen im Leben so knapp, einseitig und kurzsichtig?

    • tobe or not tobe sagt:

      @Mrs.vonSiebenthal: Gut beobachtet, dies ist klar so gewesen, anfänglich natürlich, denn dies war der Grund für die polarisierende Wirkung der Nazis.

      Leider steht Wissen der Nazis noch Heute in vielen Geschichtsbüchern. Technik wurde übernommen, Wissen wurde übernommen und auch das Echo der Propagandamaschine der NS, hallt noch heute wieder (der Stil der Propaganda) Unterhaltung und Spiele wie beim den Römern.

      Panem et circenses- BROT UND SPIELE.. siehe Vorbild USA

      Aber es war nicht HItler nur, sonder die ganze Meute hinter ihm…

      • Tamar von Siebental sagt:

        @ hansueli

        Hunger und Angst sind die wirksamsten Generäle. Aus Angst und Hunger werden die meisten einerseits unberechenbar aber andererseits auch gefügig.

        Wenn Hunger weh tut, dann kann es passieren, dass die Leute zu demjenigen Gott überlaufen der einem den Suppentopf auch tatsächlich füllt und nicht nur verspricht diesen zu füllen.

        Angst und auch Hunger setzten kurz vor dem Ende ungeheure Energien frei und Hitler war (leider) intelligent genug, das nicht nur zu erkennen sondern diese Energie für seine grausamen Zwecke zu nutzen. Dann kommen noch halt die freiwilligen machtsüchtigen Helfer mit mehr oder weniger ausgeprägten sadistischen Zügen die ihre Chance nutzen diese ausleben zu können.

        Hitlier war ein grauenhafter Mensch, aber ich weigere mich ein ganzes Volk dafür zu urteilen. Viele haben das Hitlierregime hinterfragt und auch geholfen verfolgte zu verstecken. Vielleicht wussten auch viele nichts von diesen Gräueln, Radio war ein Medium, dass man sehr gut kontrollieren konnte.

  • Tamar von Siebental sagt:

    Klar gibt es Ausländer die unsere Law and Order Mentalität belächeln, aber wenn man in diesen Kulturen die Arbeitsmoral anschaut, dann ist man froh, ein schweizer Bünzli zu sein.

  • Rita sagt:

    Wenn Kinder trotzen und „Hitler“ spielen, ist es schwer genug, sich korrekt zu verhalten. Noch schwieriger ist es aber, sich gegenüber denjenigen korrekt zu verhalten, die sich einmischen…!
    http://www.dieangelones.ch/2009/11/mutter-courage-5/

  • Brunhild Steiner sagt:

    Bei Sicherheitsneurose hat eine grossflächige Entfernungsaktion stattgefunden,
    ich wäre um eine Erklärung sehr dankbar…

  • Claudia sagt:

    Der Vergleich ist sicher nicht passend. Aber ehrlich, gewisse Eltern erziehen ihre Kinder einfach nicht! Wenn Kinder, die bereits gehen können mit ihren nassen Schuhen auf den Zugpolstern rumtanzen und die Mütter einfach nur daneben sitzen, finde ich das nicht toll. Andere Menschen müssen sich da mit ihren Arbeitskleidern wieder drauf setzen. Ich denke, dass kann man auch einem 3 oder 4jährigen beibringen. Am liebsten würde ich dann den Müttern meinen Kaugummi in die Haare kleben mit dem Spruch: auch ich habe eine antiautoritäre Erziehung genossen….

  • Daniel Leber sagt:

    DIE KLEINEN HITLERS…

    Wie soll man das nun wieder verstehen? Sechsjährige, die eine Endlösung für die Krippe oder den Kindergarten erfinden?
    Bei allem Respekt, aber diese Sprache ist schlichtweg unter aller Sau. Kinder sind Kinder und nicht Hitler. Wurden die Mamablog-Journalistinnen kürzlich nicht mit einem Preis geehrt? Bitte hört auf zu schreiben und geht dem Goebbels seine Kinder retten bevor er die Pistole zückt.

  • Jürg Stähli sagt:

    Obwohl ich die Verärgerung über quengelnde Kinder verstehe, hier hat das Studium von Philosophie und Germanistik versagt, der ‘Künstlerin’ und Kletterin ist definitiv das Fangnetz unter dem Schreibgerät entglitten. Der Titel ist nur noch reisserisch, aber umso geschmackloser. Frau Binswanger, Sie haben einen ansonsten treuen Leser Ihrer Kolumnen schwer enttäuscht.

  • HPA sagt:

    Mich stört der der Name Hitler. Sonst bin ich einverstanden.

  • Katharina sagt:

    Als dieser Artikel gestern versehentlich kurz geschaltet war, hatte ich ein ungutes Gefühl.

    einfach, weil der vergleich etwas krass gewählt war. auch den ton fand ich etwas sehr zynisch.

    So ganz abwegig ist der Vergleich allerdings nicht.

    Denn: wenn in der Trotzphase kein Gefühl für grenzen beigebracht wird, kann eben daraus wirklich ein irregeleiteter Erwachsener werden, der dann mit Allmachtsphantasien sehr viel Unglück und Schrecken verursachen kann.

    • Katharina sagt:

      Ist der Artikel in dem Sinn gut oder nicht?

      ich weiss nicht. wenn die Absicht war, dass über Grenzen ziehen, konsequent sein, aus Liebe für das Kind hart bleiben, zu diskutieren, dann eben nicht. Denn die Diskussion ging zu einem grossen Teil nicht um diese Kernthemen des Artikels.

      Ich finde den Artikel aber gut.

      Weshalb:

      er ist eine Metapher für den Käse, den wir manchmal tagelang verzapfen, krächzend und rechthaberisch, im Ton des «Gnää, gnää», wie kleine Wichte mit Allmachtsphantasien.

      Wie wir eigentlich seit Freitag hier gut gesehen haben.

  • Stef sagt:

    Grenzen sind was praktisches, es kann mir völlig egal sein, wo im Migros die Süssigkeiten sind, die Kinder wissen, dass es nichts gibt. Grenzen setzen, heisst, dass ich die Kinder als Personen ernst nehme, dass ich was von ihnen verlange und sie nicht als Fische im Aquarium betrachte. Bei uns müssen die Kinder mithelfen, bei uns denken die Kinder mit, was wir kochen, was wir aus der Migros brauchen und was wir unternehmen könnten. Wir sind eine Familie, kein Dienstleistungsunternehmen.
    Frage mich ob ich den Kinderarzt Eichmann nennen soll, wenn hier schon doofe Vergleiche gemacht werden. Der Tagi ist der völkische Beobachter. Muss doch nicht sein, wir lesen auch ohne solche Titel.

    • heidi reiff sagt:

      Danke für ihre klaren Worte, zentral ist doch, dass Kinder einbezogen werden in normale Abläufe auch alltägliche, haushalten kochen putzen Frauen sind keine Dienstmädchen Männer auch keine Laikaien, ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, wenn es ums Gechirrabtrocknen ging war die Antwort meiner Brüder, – Weiberarbeit – bin etwas sekptisch aus diesen Fernsehserien , die Nannys die eingesetzt werden als Familientherapeutinnen, meist kennen wir die wahren Hintergründe nicht der oft verstrickten Familienfehden, meist Erbkonflikte, wenns ums Geld geht, ist so, Geld kann Mensch nicht fressen, auch Goldbarren nicht die in Tresoren in Banken gelagert sind. Ich schätze den Hausmann Friedli der sich ab und zu auch einloggt im Blog, des Kaisers neue Kleider lassen Grüssen, da könnte sich Jehova, Allah, noch eine Scheibe abschneiden, die Clowns Dalai Lama, die Haremsdamen sind glaub ich in fernen anderen Ländern zu finden, eine Burka wäre nicht mein Ding, war für mich schon Horror als ich mal Fasnacht gemacht habe in Basel als junge Frau, das erste war, ich hab mir die Gesichtsmaske vom Gesicht gerissen buh buh, sicher ein erster Schritt zu meiner persönlichen Befreiung , ich bin ein gebürtige Schweizerin, hab so meine Ikonen aus der Musikwelt, teilweise Männer teilweise Frauen, heisse nicht Maria Callas , bin schön blöd hab ich mir keinen Millionär geangelt, Shows und Theater sind nicht meine Welt, ich schätze meine MusikCDs , die Chance wäre ev. ein Lifting , ein Fitnesstudio, ein Haarpiercing, ein Totoostudio, ich mag Sado Maso nicht, war nicht der Marquis de Sade so ein aufgeplusterter Plauderi .Im hier und jetzt werden Kinder in Rudolf Steiner Schulen ohne schwarze Magie begleitet, der Urvater Rudolf Steiner der Begründer dieser Schule ist längst gestorben, zentral ist einfach, dass Kinder einbezogen werden in Prozesse , das Lernen wird ihnen farbig beigebracht und nicht schwarz weiss. l

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    „Oder fällt dieser Vergleich unter Humor, den ich nicht verstehe?“

    scheint so…

  • Liv sagt:

    Kinder auch nur in die Nähe von Hitler zu rücken, ist ziemlich geschmacklos, auch wenn der Vergleich nur metaphorisch gemeint ist. Es ist einerseits eine Beleidigung für jedes Kind und zweitens für alle, die unter Hitler in irgendeiner Art gelitten haben. Oder fällt dieser Vergleich unter Humor, den ich nicht verstehe?

    • Widerspenstige sagt:

      Nein Liv, dieser Vergleich fällt mE nicht unter Satire im üblichen Sinn. Er schwebt gefährlich über Sarkasmus und Zynismus – ich habe mich noch nicht entscheiden können, wohin ich ihn verbannen möchte. Ich überlasse es dir und deinem weiblichen Instinkt. 🙂

  • Hitler hatte meines Wissens keine Sklaven, sondern jede Menge Mitläufer und Stiefellecker, und er war auch kein Tyrann, sondern ein Verführer. Insofern hinkt der Vergleich. Ansonsten: Vom systemischen Standpunkt her spiegeln Kinder die Themen ihrer Eltern – aus Liebe, notabene, auch wenn es nicht danach aussieht. In vielen Familien hängt der Haussegen schief, weil keiner auf seinem richtigen Platz steht. Für Mutter/Vater muss klar sein: Ich bin die/der Grosse, und du bist die/der Kleine. Hier ist mein Platz, und dort ist deiner. Und was Grenzen und Regeln betrifft: Sie sind nötig und werden von den Kinder eingefordert. Man sollte sie mit Bedacht wählen und sich selber darüber klar sein, was verhandelbar ist und was nicht.

  • Karinka sagt:

    Ich glaube das vor allem faule Menschen gerne Grenzen setzen und diese mit aller Konsequenz durchsetzen. Denn so müssen sie nicht situationsbedingte Entscheidungen treffen. Klar gibt es gewisse Richtlinien, aber meine Tochter spürt meine Nähe, Aufmerksamkeit und Liebe immer dann ganz besonders, wenn ich diese imaginäre Grenze verschiebe oder ganz weglasse.

    • Sandarina sagt:

      Meiner Meinung nach sollten den Eltern das Sorgerecht entzogen werden, die der Meinung sind, dass nur faule Eltern den Kindern Grenzen setzten. Das sind genau die, die sich irgendwann wundern wenn’s Bubbeli dem Mami Eins auf die Rübe gibt, weil es darf ja e machen was es grad will!
      Aber eben, das ist ja nur meine Meinung…

      • Karinka sagt:

        Es ist etwas ganz anderes Kinder „einfach lassen zu machen was sie wollen“, oder sich damit auseinanderzusetzen in welcher Situation freier Wille und freie Meinung angebracht ist und in welcher nicht. Es spricht nicht für dich Sandarina, dass du solchen Eltern nur schlechtes wünscht. Warum? Spricht da der Neid?

    • Cara Mia sagt:

      Hm… bequem, Grenzen zu setzen? Oder bequemer, einen auf Spürschmi zu machen? Hoffen wir doch, dass die kleine Karinka bei ihren Kindergärtnern, Lehrern, Lehrmeister und Chefs auch immer die volle Nähe, Aufmerksamkeit und LIebe spürt, wenn sich die Grenzen verschieben…

      • Karinka sagt:

        Also meine Tochter ist zehn und bisher hatte weder ich noch eine Lehrperson je ein Problem mit ihrem Sozialverhalten. Ganz im Gegenteil. In den Elterngesprächen wurde eigentlich immer ihr gutes Sozialverhalten gelobt.
        Das Grenzen-Setzen-System ist einfach total ausgelutscht! Unsere Kinder werden auch anständig und gescheit wenn man ihnen das Leben einfach vorlebt, ihnen entgegenkommt, zuhört und hilft. Das müssen sie gar nicht mit einem „Spürschmi“-Wort lächerlich machen. Es ist nichts lächerliches, sondern das normalste der Welt. Und funktionieren tuts auch!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Das könnte aber auch an der Persönlichkeit Ihrer Tochter liegen.
        Dass sich alle Kinder so leicht vom vom ihnen-Vorleben, Entgegenkommen und Zuhören leiten lassen ist, um es mit Ihren Worten auszudrücken, genauso total ausgelutscht. Und Eltern, welche es gar nicht erst auf ein „Herausfinden wie es denn ohne die ominösen Grenzen ticken würde“ ankommen lassen wollen mitleidig belächeln nicht so berechtigt.

      • Karinka sagt:

        Da muss ich Ihnen sogar Recht geben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Karinka: ich meinte das nicht abschätzig, ich kenne auch solche Kinder bei denen das so traumhaft läuft, geniessen Sie es einfach, und wer weiss, vielleicht schaffen Sie es ja sogar auch so durch die Pubertät und gegen nicht-wachsende-graue-Haare ist ja niemand dagegen 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Karinka: dann geniessen Sie die stressarme Erziehungsarbeit…;-), wenn Sie Glück haben zieht das Ihre Tochter durch die Pubertät hindurch, und gegen nicht-wachsende-graue-Haare ist ja auch nichts einzuwenden!

  • Supernova sagt:

    Hitler ein Kind? Das ist mir neu!

  • Ashiro Moto sagt:

    Für Kinder ist es Wichtig, dass Grenzen und Regeln gesetzt werden. Doch sollte man sich als Eltern immer bewusst sein, dass Regeln nur dann was bringen, wenn man sie auch durchsetzten kann. Ob der kleine Junge beim Einkauf seinen Saft trinkt oder nicht, ist nicht die Frage, vielmehr aber, brauch es in dieser Situation eine Regel und wie setze ich sie durch. Denn safttrinken direkt vom Regal ist wohl nichts schlimmes, etwas dass ich als erwachsene Person auch manchmal tue. Natürlich darf man dies seinem Kind auch verbieten, aber nur, wenn man dann die Konsequenzen trägt.

  • mila sagt:

    interessant, dass political correctness für wichtiger befunden wird als die diskussion eines ernsthaften inhaltlichen problems. nebenbei der hinweis auf einen artikel aus dem wall street journal/der huffington post, der thematisiert, was chinesische mütter (angeblich) besser machen – das nenne ich mal ein law-and-order-regime…
    http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704111504576059713528698754.html

  • Mirjam sagt:

    Kleine, quengelnde Kinder mit einem Massenmörder in Verbindung zu bringen ist ja sowas von daneben, liebe Frau Binswanger! Hitler hat mehr als 6 Millionen Menschenleben auf seinem Gewissen – das mit quengelnden Kindern zu vergleichen ist ein absoluter Faux-pas, unverzeihlich.
    Auch meine Kinder quengeln – täglich – besonders im Migros an der Kasse. Und weshalb? Nur weil so ein paar raffinierte Konsumpsychologen herausgefunden haben, dass man an der Kasse anstehen muss, die Kleinkinder an der Hand oder im Sitzli des Einkaufswagens. Die Reizprodukte gemeinerweise direkt vor den Augen der Kinder platziert. So ist die Quengelerei vorprogrammiert.
    Was ich machen würde wenn mir ein derartiger journalistischer Faux-pas geschehen ist? Mich umgehend bei der Leserschaft für denjenigen entschuldigen. Ich kann Ihnen versichern, dass vor allem Holocaustüberlebende garantiert kein Verständnis dafür haben, dass der schlimmste Massenmörder mit trötzelnden Kleinkindern verglichen wird.

    Zum Thema „Kleine Terroristen“ (dieser Ausdruck ist auch so fragwürdig): Kleinkinder mit kleinen Terroristen in Verbindung zu bringen ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei. Kleinkinder MUESSEN quengeln – das ist eine wichtige Entwicklungsphase. Trötzeln ist wichtig für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Das erste sich-distanzieren von den Eltern. Lernen, seinen Willen durchsetzen zu können oder auch Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Kinder wollen Grenzen haben, Kinder suchen Grenzen – und das ist wichtig dass sie diese auch gesetzt kriegen. Kinder welche nie Grenzen kennen gelernt haben sind arme Kinder. Sie werden es später in ihrem Leben sehr schwer haben.

    Eine eigenständige Persönlichkeit werden, sich abgrenzen können, die eigenen Wünsche und Ziele kennen und erreichen. Das ist wichtig. Und dazu gehört auch das Trötzeln, Quengeln und das auf-den-Boden-stampfen und das-sich-auf-dem-Boden-wälzen. Für uns Eltern anstrengend – aber auch für die Kinder selber. Ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Kinder und ein wichtiger Lerneffekt bei den Eltern.

    • Karinka sagt:

      Auf Hitler darf man heute spucken, man darf über ihn lachen, man darf Vergleiche ziehen. Wir tun keinem Holocaustüberlebenden oder -nachkommen einen Gefallen, wenn wir Hitler heute noch gross und mächtig reden und Angst davor haben, seinen Namen zu „missbrauchen“.

      • Mirjam sagt:

        Ja, liebe Karinka, auf Hitler darf und muss man heute spucken. Deshalb finde ich den Vergleich trötzelnde Kinder und Hitler derart übel. Auf trötzelnde Kinder spucken? Nur weil sie eine ganz normale Entwicklungsphase durchlaufen? Ich finde den Artikel per se nicht schlecht, ABER: ich bin allergisch darauf, dass Hitler mit kleinen Trotzköpfen verglichen wird. Meine Kinder sind sicher keine Engelchen, aber ich würde sie niemals mit einem Massenmörder in Verbindung bringen. Falls wir wirklich mal soweit sein sollten, dann tun mir diese Kinder Leid. Unsere Kinder haben so einen üblen Vergleich nicht verdient.

    • Blitz Blank sagt:

      Herzlichen Dank für diese „Pro-Kind“-Zeilen!!!

  • Antithese sagt:

    Tja. Wenn Gerneration X und Y Kinder kriegen, dann wird halt auch das „dramatisch“, wie der Titel zeigt. „Normal“ ist und darf nichts sein. Schon gar nicht die „Muttis“, wie es scheint…;-)

  • Monika sagt:

    Persönlich habe ich es zuhause mit einem kleinen Napoleon zu tun und ja, man hört uns gut beim einkaufen. Er hat es auch schon geschafft, sich vor Wut und Empörung in einer filmreifen Fussballerschwalbe vor ein Wägeli eines anderen zu werfen. Was macht Frau da in der Not? Einfach ignorieren, weiterlaufen und so tun, als wäre es nicht ihr Kind. Auf jedenfall gibt es bei uns Grenzen und ich lassen mich nicht terrorisieren. Und wenn sich andere ab dem Geschrei meines kleinen Napoleon aufregen, sollen sie doch. Die waren auch mal klein!

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      huch! sie benutzen das wort „terrorisieren“ im zusammenhang mit einem kind! sie machen sich lustig über die opfer von 9/11! 😉

      • Widerspenstige sagt:

        …oder Sie, Heiri Chlüpplisack, machen sich über berechtigte Sorgen von Frauen/Müttern lustig….tztztz!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        nö, ich mach mich über die sturmtruppen der politischen korrektheit sowie das fehlende humor-gen und das überentwickelte entrüstungs-gen der überwiegend weiblichen sich-in-gerechter-empörung-erheberInnen lustig.

        yup, das mach ich. und zwar mit grossem vergnügen! 😛

    • Widerspenstige sagt:

      Liebe Monika, genau dasselbe habe ich mit meinen Kindern in Einkaufszentren auch erlebt und genau so durchgezogen. Es hat mich ziemliche Überwindung gekostet, den tobenden Trotzkopf auf dem Boden lassend zu ignorieren und einfach für ihn nicht mehr sichtbar (aber hörbar!) weiterzulaufen und so zu tun, als wäre ich irgendeine Konsumentin. Ich bin dann in ein Seitenregal mit dem Einkaufswagen gegangen und habe ihn versteckt beobachtet – er kam ziemlich schnell weinend hinter mir her und dann habe ich ihn aufgefangen. So war das Geschrei schnell verstummt und er hatte die kleine Lektion des Lebens gelernt. Kinder dürfen mit liebevoller Disziplin erzogen werden, das habe ich hier schon viele male gesagt und es hat nicht schlecht geklappt. Aber es braucht Nerven, jaja. 😉

      • B. Kant sagt:

        @ Heiri Chlüpplisack: Ja, meine Grosstanten, die in Auschwitz vergast wurden, würden diese Hitlervergleiche sicherlich auch total lustig finden. Es ist ja so was von humorig, ein trötzelndes Kind mit einem der grössten Verbrecher der Menschheit gleichzusetzen. Und Sie, Heiri, sind ja allen sich Empörenden so überlegen, weil Sie sich nicht empören. Wow, wie mir Ihr Humor imponiert. Und wie Sie hier erst gratis und franko den politisch ja so Unkorrekten geben können. Wahnsinn, Sie müssen ein toller Kerl sein. Ironie Ende.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        oje, b. kant (bekannt? b. cunt?), danke für ihr paradebeispiel, genau das meinte ich mit „selbstgerechter empörung“.

        und wissen sie, da ich mich auf der seite von leuten wie ernst lubitsch, larry david oder sarah silverman weiss, kann ich ganz gut damit leben, mit ihrer empörung. 🙂

        ach, noch was: ironie tags… ein sicheres anzeichen für ein nur rudimentäres humorverständnis.

      • Lilith Loew sagt:

        @ Heiri Chlüplisack: Güzün Kar muss Ihresgleichen gemeint haben, als sie diese geistreiche Kolumne schrieb.

        http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Wann-kommt-die-inkorrekte-Zahnpasta/story/11126942

        Denn eines ist offensichtlich: Ihnen fehlt es vor allem an Selbstironie.

  • Supernova sagt:

    Liebe Frau Binswanger, ich schätze sonst ihre Artikel sehr, aber hier trotzige Kinder Hitler zu nennen, ist nicht nur für die Dramaturgie des Textes unnötig, sondern trägt zur Verharmlosung und Verniedlichung des grössten Verbrechers der Menschheitsgeschichte bei. Vergessen wir nicht, wie viele Millionen Menschen Hitler umgebracht hat.

    • johanna wels sagt:

      Supernova, das kann ich nur dick und fett unterstreichen.
      Wie gedankenlos, gerade diesen Namen zu wählen.

      • Jonathan Huston sagt:

        Aber Hitler war auch „nur“ ein trotziges Kind, dem man hätte Grenzen setzen sollen.

      • heidi reiff sagt:

        Hitler hatte seine Helfershelfer, allein kann kein Mensch ein Volk ausrotten, mitgegangen mitgehangen, viele Kinder werden leider heute noch sozialisiert nach alter Väter und Mütter Sitte, nach wie vor gekoppelt mit Religionsfanatismus , wer sein Kind liebt, züchtigt es = Religion, in Oststaaten wie China müssen viele noch mit Gewehren in Schritt und Tritt rumlaufen, schreckliche Machtstrukturen, Kinder müssen mitmarschieren. KADAVERGEHORSAM , Nein Danke.

      • Cara Mia sagt:

        Heidi, super, voll ins Schwarze! Zum Tyrannen gehört einer, der sich tyranniesieren lässt, in Hitlers Fall ein ganzes Heer. Wehret den Anfängen, die SVP geht auch in diese Richtung…

  • independent sagt:

    Es liegt IMO daran, dass zu vielen Kinder zu wenige Grenzen (oder zu entfernte) gezeigt wurden. Diese Kinder fallen im öffentlichen Leben, z. B. im ÖV, wo sie die ganze Zeit hin und her rennen, längere Zeit Krach machen, mit den Schuhen auf die Sitzbänke steigen, etc., negativ auf.

    Es ist mir schon klar, dass Kinder grundsätzlich so sind. Aber man muss das nicht die ganze Zeit zulassen; auch das gehört zur Erziehung.

  • Heinrich Heine sagt:

    Jeder setzte seinen Kindern Grenzen, manche mehr manche weniger, da komm man gar nicht drum herum.
    Spannender ist die Frage, warum das heute wieder so populär ist, dass extra betonen zu müssen. Liegt es vielleicht daran,
    dass wir heute nicht mehr bereit sind zu akzeptieren, dass Kinder (inbesondere nicht die eigenen) furchtbar nerven können?
    Und dass das im modernen Leben als unsägliche Störung empfunden wird, da das Verhalten der Kinder die Grenzen
    der mühsam angeeigneten Bürofreundlichkeit verletzt? Denken wir hier wirklich zuerst an das Wohle des Kindes und nicht, wie ich meine, an das Eiigene? Oder Ist es einfach superpraktisch eine „die Eltern haben versagt, da sie zuwenig Grenzen setzen“ Keule in der Hand zu haben?

    • xyxyxy sagt:

      wie ich schon weiter oben erwähnte, liegt es eher daran das eine ganze Generation von der 68er Philosophie geprägt, das Gegenteil gepredigt hat – irgendwann gab es dann mal eine Kehrtwende in dieser Frage, und irgendwann plappert es dann jeder nach, genauso, wie vor wenigen Jahren das Gegenteil nachgeplappert wurde

    • mira sagt:

      Haben Sie schon mal ein grenzenloses Kind getroffen? Ich ja und es war schrecklich. Zum Glück hat die Mutter die Notbremse gezogen. Übrigens: Ihr Mann kam aus einem anderen Kulturkreis und wollte lange nicht einsehen, dass sie einen kleinen Tyrannen herangezogen hatten… Das hat nichts mit Bürounfreundlichkeit, sondern mit gestörter Entwicklung zu tun.

  • Also meine Tochter heisst auf jeden Fall nicht Adolfina.

  • Michael sagt:

    Ist für mich kein Problem. Sobald mir der Kleine auf die Nerven geht, erinnere ich seine Mutter daran, wer die Hosen an hat und wo das Sturmgewehr steht. Sie weiss dann was zu tun ist und verschwindet ein paar Tage zu ihrer Mutter, mit dem Quälgeist. Und ich habe meine wohlverdiente Ruhe.

  • mira sagt:

    Mich hat der Vergleich nicht gestört, denn in Wahrheit geht es weniger um Hitler, sondern um das gedankenlose Folgen der Eltern. Und da ist der Begriff schon passend.

    Ich habe 2 mal in einem nordafrikanischen Land gearbeitet und bin überzeugt, dass die dort gehandhabte, sehr lasche Erziehung grosse Folgen auf die Arbeitsmoral der Erwachsenen hat: Sie ist praktisch nicht vorhanden und das Land kommt nicht vorwärts. Natürlich aber gibt es auch noch andere Faktoren, die da mitspielen, was hier jetzt nicht das Thema ist. Aber die (fehlende oder fehlgeleitete) Erziehung ist sicherlich ein wichtiger Faktor.

    Bei uns gibt es ebenfalls manchmal Geschrei, wenn ein Nein bei einem Nein bleibt. Ich bin jedoch überzeugt, dass das längerfristig zum Wohl des Kindes ist.

    • xyxyxy sagt:

      ich habe in Südosteuropa ähnliche Erfahrungen gemacht

      seither begegne ich Lobhudeleien auf andere Kulturkreise, die es angeblich besser machen als wir sehr skeptisch

      • mira sagt:

        ja, so geht es mir auch. ich war als jugendliche sehr fasziniert von anderen kulturkreisen und war überzeugt, dass es anderswo besser ist als hier in der scheiz. bis ich angefangen habe umherzuziehen (europa, nordafrika, asien, amerika). nicht nur als tourist, sondern auch beruflich. seitdem bin ich viel zurückhaltender mit meinen schwärmereien geworden. ich bin immer noch fasziniert vom andersartigen und sehe durchaus verbesserungspotential für die schweiz, aber grundsätzlich haben wir ein sehr gutes niveau erreicht, von dem viele länder nur träumen können…

      • xyxyxy sagt:

        zu 100% einig mit dir mira

  • Frederic D sagt:

    …also ich hab die Botschaft verstanden – die mit Hitler und die mit dem Käse… guter Artikel! immer wieder eine Freude 😉

  • Blitz Blank sagt:

    Ein Tyrann ist gemäss Wiki ein „Gewaltherrscher“. Kinder als „Hitler“ und „Tyrann“ zu betiteln ist eine totale und gefährliche Verkehrung der tatsächlichen Gewalt- und Machtverhältnisse zwischen Eltern und (Klein-)Kind.

    • xyxyxy sagt:

      stimmt doch gar nicht – Kinder ohne Korrektur verhalten sich oft wie Tyrannen: sie setzen ihre Interessen mit Gewalt durch und es fehlt ihnen oft an Mitgefühl, sie sind allein von ihren Interessen beseelt und verlangen sofortigen, widerspruchslosen Gehorsam ihren Ansprüchen gegenüber – das sind verhaltensweisen eines Despoten.

      Gefährlich ist gerade, wenn man solche Tendenzen verniedlicht. Denn aus kleinen süssen Raubtieren, werden bekannterweise einmal gefährlich grosse.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Es geht nicht um das Verhalten, sondern wer die Macht hat, das Kind zum Tyrannen werden zu lassen. Das Kind hat nicht die Macht dazu, nur die Eltern. Das Kind kann zwar Gewalt gegen die Eltern ausüben, aber es hat nicht genügend Gewalt, die Eltern zu beherrschen.

      • Blitz Blank sagt:

        Danke Teilzeitpapi!

        @xyxyxy: Dann halten sie z.B. „despotische“ bzw. „tyrannische“ Kinder auch für so „mächtig“ und „beherrschend“, dass einem WEGEN ihnen auch mal die Hand ausrutschen kann und dass folglich das „mächtige“ Kind etwas tun muss damit das nicht mehr vorkommt und nicht der/die erwachsene BesitzerIn der Hand?

        Bei diesem Thema geht es nicht um Kinder sondern um Eltern/Erwachsene.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Sehr gut! Supertreffend.

      Nicht die Kinder reissen die Macht an sich, sondern die Eltern geben die Führung ab. Und tragen auch die Verantwortung dafür.

      Tyrann war übrigens früher nicht negativ besetzt. Es war die Regierungsform für Notzeiten im alten Rom. Ein Alleinherrscher, der schneller entscheiden kann (und zum Wohl des Volkes hätte sollen). Wurde dann natürlich ausgenützt und daher die negative Besetzung des Wortes.

      • xyxyxy sagt:

        genauso verhält es sich mit dem Wort Despot

      • xyxyxy sagt:

        @Blitz Blank – ich verstehe sie nicht ganz

        natürlich sind Eltern für die Kinder verantwortlich – und nirgendwo wurde gesagt, dass Kinder dieselbe Macht hätten wie ein Gewaltherrscher, sondern es ging um ihr Verhalten, das einem solchen ähnelt. Wenn man das missverstehen will, kann man das natürlich. Aber ich frage mich, wo der Sinn darin liegt.

        Natürlich geht es um die Eltern. Das ist hier wohl jedem Diskutierenden klar.

      • Blitz Blank sagt:

        Lieber/Liebe xyxyxy

        Ich wollte nur den Gebrauch von Begriffen wie „Hitler“ und „Tyrann“ für Kinder problematisieren, denn die Situation des Kindes zeichnet sich u.a. ja stark durch seine Machtlosigkeit/Abhängigkeit gegenüber den Eltern aus, während dem sich „Gewaltherrscher“ gerade eben durch Ihre absolute Macht auszeichnen. Werden Kinder also als kleine Hitler oder Tyrannen bezeichnet, unterstellt man ihnen unterschweillig eine Macht über ihre Eltern, die sie in Wirklichkeit nicht haben.

        Ein Kind ist nicht für das Erleben und Verhalten der Eltern verantwortlich, egal wie es sich verhält.

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    aus wiktionary:

    little Hitler (plural little Hitlers)

    1. (derogatory) An unnecessarily or pretentiously dictatorial person – a jobsworth.

    so, und jetzt packt eure heuchlerischen empörungsmonologe endlich weg.

    • Sportpapi sagt:

      Empörung ist falsch. Der Vergleich war aber unnötig und lenkt vom Thema ab. Tyrann wäre doch stark genug gewesen.

      • Heiri hat gezeigt, dass „little Hitler“ ein durchaus gebräuchlicher Ausdruck ist, ist er ja sogar im Wiktionary verzeichnet.

        Aber heuchlerisch würde ich das nicht nennen. Die Leute haben halt unterschiedliche Ansichten, das muss man ernst nehmen.

    • Widerspenstige sagt:

      Nein, so einfach geht das nicht, Heiri Chlüpplisack, wie Sie das jetzt banaliesieren wollen. Wer hat das überhaupt in ein ‚wiktionary‘ getan? Was für ‚Fachleute‘ waren hier bestimmend? Es gibt einfach Dinge sprich Wörter des guten Geschmacks und solche, die einfach nur geschmacklos daher kommen. Egal wo sie als Gegeben scheinbar sanktioniert wurden. Ich bin da sehr empfindlich auf diesem Ohr und solche Unwörter müssen angeprangert werden und haben mE mit Heuchelei nichts, aber auch gar nichts zu tun.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        *seufz“… also, nochmals langsam, zum mitdenken: „little hitler“ ist ein v.a. im amerikanischen raum gerne verwendeter begriff für jemanden, der glaubt andere herumkommandieren zu müssen oder für jemanden, der sein (kleine) machtbefugnisse ausspielt.

        und im wiktionary steht’s, weils vom volk BENUTZT wird.

        und ja, vielleicht ists geschmackssache. nur: ihr persönlicher geschmack ist leider, leider nicht richtschnur für die ganze restliche welt. das wäre eine ide, die eines little hitlers würdig wäre…

      • Nun, wenn Sie das Wort in wiktionary nicht wollen, dann beteiligen Sie sich an der Diskussion auf der Seite dafür und dann wird es vielleicht gelöscht. Sie können es auch selbst löschen, auch ohne Diskussion, aber das ist sehr undemokratisch (fast schon hitlerisch… 🙂 )

      • Widerspenstige sagt:

        Aha, also liege ich nicht so ganz daneben mit meiner Entrüstung dem ganzen unbedarften Wörter-um-die-Ohren-Geschmeisse weltweit und der damit arbeitenden aufmerksamkeits-heischenden Multi-Media-Welt…eine wahrlich salomonische Antwort, Heiri Chlüpplisack! 😉

        Aber was aus USA kommt, war für mich noch nie richtungsweisend und muss deshalb absolut nicht übernommen werden. Einverstanden?!

    • Nala sagt:

      Hmm Widerspenstige, sollte demfall im Titel besser „Stalin“ stehen? Oder „Bush“? Mit Hitler wird ganz klar, dass einfach ein Tyrann gemeint ist. Ein kleiner, zappliger, nerviger Tyrann, der irgendwann die Weltmacht erobern will, wenn man ihm weiterhin keine Grenzen aufzeigt.

      • Widerspenstige sagt:

        Tja Nala, darüber können wir diskutieren und ich hätte folgende Vorschläge:
        Die kleinen Napoleons (Blocher) und ihre willfährigen Helfer aber wahrscheinlich komme ich mit diesem Beitrag hier nicht durch. Mal sehen…

      • Nala sagt:

        Ok Napoleons könnte man nehmen. Aber da wissen vermutlich extrem viele Leute nicht, wie der war. War das ein Tyrann? Ein erfolgreicheres Staatsoberhaupt…? Bei Hitler ist eben grad klar was gemeint ist. Dem würde man nie was zu gute halten (was eigentlich schade ist. Auch der schlechteste Mensch hat seine guten Seiten!). Bei Blocher – naja, also das wär dann aber schon beleidigend für die Kinder.

  • Bitta sagt:

    am Samstag beim Einkauf: Mutter schiebt Einkaufswägeli, max 4jährige Tochter nimmt alles aus den Regalen und schleppt es zum Wagen, Papa steht neben dran, glotzt dumm aus der Wäsche, aber unternimmt nix.
    Mein Sohnemännchen, 2 Jahre, füllt mir Äpfel und Birnen in die Tasche, bis ich stopp sage, schaut mich an, ob er was aus dem Regal nehmen darf, und bei Kopfschütteln lässt er es sein.
    Ja, bei uns fällt das Wort „nein“ relativ oft. Und es gibt Geschrei. Aber lieber so, als dass er in 5 Jahren mühsam in der Schule lernen muss, dass er nicht alles haben kann.. ausserdem kümmert er sich rührend um seinen Babybruder und alle anderen Kinder mit auas, nd wird dafür auch gelobt.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn wikileaks einmal das enthüllungspotential der überwachungsvideos unserer grossverteiler erkennt, dann können die domina-studios dicht machen.

  • marvin_m sagt:

    Schade, demonstrieren Sie fehlendes Geschichtsverständnis und Unsensibilität. Wäre der Vergleich eines Kindes (wie wohl erzogen oder auch nicht) mit Hitler nicht derart unsäglich und jenseits von Gut und Böse, liesse sich diskutieren. Aber so…. . Einfach nur beschämend!

  • Widerspenstige sagt:

    Ich freue mich irgendwie, dass der teaser heute hier allgemein in den falschen Hals gekommen ist. Das zeigt mir, dass die konsumgeilen Leute der letzten Jahrzehnte wieder langsam zu Menschen mutieren und solche Vergleiche mit einem Massenmörder nicht goutieren. Nein, Michèle, da sind Sie jetzt einfach zu weit gegangen und das diskussionswürdige Thema wird dadurch nicht besser. Dieser Vergleich mit Hitler und einem unschuldigen Kleinkind ist ein NO-GO! Danke für die Berücksichtigung in der Titelgebung in Zukunft. 😉

  • Teilzeitpapi sagt:

    „Man muss sie nicht mögen und es sind nicht alle gleich und müssen es auch nicht sein. Oder was meinen Sie?“

    Ja, finde ich auch. Jeder hat seine Ansichten und Erziehungsvorstellungen und gibt sein Bestes. Mögen muss man deshalb die anderen Stile nicht unbedingt. Aber wir sind und bleiben Teil einer Gesellschaft. D.h. wir sind mit diesen Familien mit kleinen Königen verbunden. Vielleicht können wir den Eltern mit Tipps helfen (ich hab da ein super Buch gelesen, vielleicht entsteht Neugier?), denn sehr wahrscheinlich sind sie längst überfordert. Oder wir können darauf vertrauen, dass sich das System Familie selbst ins Lot bringt. Oder das Problem sich derart vergrössert/radikalisiert, dass Hilfe von aussen ins Spiel kommt (Beratung, Vormundschaft, Polizei, etc.). Juul beschreibt schön, wie Kinder ein Spiegel sind. Aber wenn man nicht in den Spiegel schauen will, nicht lernen will, was zu lernen ist, dann kann es sein, dass alles so ausartet bis eine Sozialarbeiterin Tacheles mit einem redet. Hier sind wir über unsere Steuern mit der Familie verknüpft, sollte diese soziale Dienstleistungen, Sozialhilfe, etc. beanspruchen.

    Was können wir sonst noch tun? Das Kind hüten und ihm Grenzen beibringen (mit Liebe). Kann sein, dass es das nicht mag, vielleicht den Halt dadurch schon. Und wenn es wie bei Juul (das kompetente Kind) beschrieben, mit Respekt und Interesse für das Kind geschieht (gleichwertige Führung, man ist zwar Chef, aber das Kind und seine Wünsche/Bedürfnisse werden anerkannt, nicht abgewertet).

    Direkt Einfluss nehmen (nach Möglichkeiten) oder solidarisch Steuern bezahlen scheinen mir die beiden Optionen zu sein. Bezahlen müssen wir für Kinder ohne gelernte Grenzen sowieso. Sei es über die eigenen Kinder in Kindergarten/Schule, die überforderten Kindergärtner/LehrerInnen, Miterziehung, falls wir sie hüten können, später unanständige Jugendliche (jenseits vom üblichen aufmüpfig sein) oder via Kosten für die Institutionen für solche Kinder und spätere Jugendliche.

  • Martin A. sagt:

    Der Vergleich mit anderen Kulturkreisen ist immer schwierig, soviel man voneinander lernen kann. Oftmals vergleicht man eben dann nicht konkrete Fälle sondern verallgemeinert weis sich die Fälle eben nicht decken.

    Aber um beim Orangensaft etc. zu bleiben. Kleine Kinder wollen immer irgendetwas und ich sehe keinen Grund, warum man dem immer nachgeben muss. Denn oftmals sind sie nach zwei Minuten wieder gleich glücklich wie vor dem Anblick des Organgensaftregals. Und ohne gross an „Disziplin“ „Grenzen“ und was auch immer zu denken, sehe ich den Sinn nicht ein alles gleich zu kaufen nur weil es eben mal rasch gewünscht wird. Natürlich macht das ab und zu Freude – das kennen wir Erwachsene ja auch – aber dauernd instante Bedürfnisbefriedigung wird rasch langweilig.

    Das einfach mit Law and Order Mentalität zu vergleichen ist natürlich eines der Clichés die wir Schweizer mit uns herumtragen. So, wie die Amis oberflächlich sind. Da hat es immer Wahres und Falsches drin.

    • „Afaf“! Meine kleine Tochter liebte Orangensaft.

    • Ms Rohner sagt:

      richtig!

      … und spätestens, wenn man 3 Ecken vom Orangensaft weitergebummelt, ist das bunte JaMaDu-Säckchen mit netten Kinderchips der absolute Run.

      vom Kind zur Mutter:
      Wenn ich keifend durch ein Schuhladen ginge und mein Financier mir die Wünsche erfüllen tät, bloss, damit ich Klappe halt, wo kämen wir da mit unserm engkalkulierten Familienhaushaltsmonatsbudget hin?

      .. und es fängt bei O-Saft und JaMaDu und Kinderschokolade in jüngsten Kinderschuhen an. oh ja. Also, Finger weg von der ewigen Wunscherfüllerittis.

      Wir müssen uns ja nicht Liebespunkte wegen Wunscherfüllens sammeln, wie die Deutschen ihr Punkte in Flensburg. Das Nein ist gar nicht so schlimm, wie es klingt. Es gibt den Knirbsen wohl eher eine verlässliche Anlaufstelle.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Als ich zurückkam und sah wie hoch der Kommentarzähler ist,
    dachte ich, wow, bin ja mal gespannt was die so alles schreiben…, nun ja, ich weiss es nun…,
    doch damit der Artikelinhalt auch noch auf der zweiten Seite ein bisschen gewürdigt ist,
    kopier ich meinen ersten Beitrag hierrüber und bitte um Verständnis…;-)

    Sehr spannendes Thema, und ja, an was alles es wohl liegen mag?
    Die verschiedensten Vermutungen wurden hier drin ja schon gemacht,
    von der attestierten Erziehungsunfähigkeit resp.-unwillens über
    “die möglicherweise knappe Präsenzzeit nicht mit unangenehmen Massnahmen belasten wollen”,
    bis zu Fehlinterpretationen von “Liebe”.
    Zwei Dinge würden mich tiefer interessieren, einerseits wie genau funktioniert denn das in welchem Ausland?
    Mir berichten Bekannte aus Italien, dass die dortigen Kinder/Jugendliche finanziell sehr grosszügig gehalten werden, bis Auto-und Wohnungssponsoring der Eltern (welche dafür auf einem Minimum leben). Haben diese Kinder dann selber Kinder entstehen aufgrund der unrealisistischen Erwartungen, und dem nicht-gelernt-haben wie man mit dem eigenen Lohn auskommt, sehr grosse Probleme. Ich weiss nicht ob dies überall so ist, aber ich denke auch im kleinen Umfeld wird dies nicht bloss konstruktive Auswirkungen haben. Irgendwo beginnt ja die Haltung “ich schau vorallem mal um mich, und es geht vorallem mal um mich” welche man dann auch im Grossen beobachten kann.

    Das andere ist unsere grosse Verstummung.
    Wehe jemand öffnet irgendwo seinen Mund dann schreits gleich “Mütter-und Väterpolizei!”
    Gut, vielleicht hatten wir ja auch in der Vergangenheit nie die Fähigkeit uns in angemessenem Tonfall gegenseitig Ermutigung und Hinweise zu geben, vielleicht gab es tatsächlich nie eine “gute, wertschätzende soziale Kontrolle”.
    Zwar grosses Entsetzen wenns dann doch irgendwo heftig knallt, ob nun zwischenmenschlich oder als Sachbeschädigung, und vielleicht hat man ja schon immer eigentlich gewusst dass…, aber wir erlauben uns nicht mehr zu lernen, wie man in einer Gemeinschaft verbindlich lebt, inklusive auch mal eher unangenehmes Einmischen, obwohl wir alle dann mit den (jugendlichen/erwachsenen) Resultaten fertigwerden müssen.
    Meine Kinder wissen dass ich es in Ordnung finde, wenn sie auch von anderen Menschen auf Dinge hingewiesen werden. Manchmal gibts dann Diskussionen über den Tonfall, welcher nicht immer glücklich gewählt ist, aber wichtig ist mir in so Fällen immer auch der sachliche Inhalt. Kann man über den strittigen Punkt geteilter Meinung sein? Also bspw. dürfen sie Gras abreissen oder nicht (Ja, ich finde sehr wohl dass sie dürfen…;-) ), ist es okay an fremden Autos herumzufingerln? (nein, finde ich absolut nicht okay). So lernen sie, dass wir in einer Gemeinschaft, einem verwobenem Netz leben. Sie haben dadurch auch gelernt besser hinzuschauen, ihnen fallen Kleinigkeiten auf und sie können diese in einen grösseren Kontext stellen, sie sehen nicht nur das isolierte “Tun”, sondern auch die möglicherweise daraus folgenden Konsequenzen für andere, für uns alle.
    Aber das wäre wohl genug Stoff für einen separaten Artikel… 😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, speziell für sie brunhild steiner:

      youtube: brad paisley – no

      • Brunhild Steiner sagt:

        merci Auguste, tja, all diese „neins“, besser man lernt früh damit klarzukommen dass man nicht immer kriegt was man will, ob nun Kinderrad oder die ersehnte ersehnte erste Zigi…;-)

  • Hans Mustermann sagt:

    Wollen wir ernsthaft über Hitler diskutieren oder über die kleinen Quälgeister mit ihrem Hang zum Dramatischen?
    Na gut, dann nenn ich meinen eben Fidel Castro…

    • Teilzeitpapi sagt:

      „die kleinen Quälgeister mit ihrem Hang zum Dramatischen“

      Lesen sie „das kompetente Kind“ von Juul. Kinder sind ein Spiegel. Wenn sie einen Hang zum Dramatischen haben werden ihre Kinder ihnen das zeigen. Wie? Sie werden auf das Dramatische reagieren und die Kinder so ihre Ziele erreichen. Lerneffekt bei den Kindern: Der Trick/Das Verhalten funktioniert. Wenn ihre Kinder sich beim Einkauf auf den Boden legen und eine dramatische Show abziehen, sie ohne Hang zum Dramatischen cool daneben stehen und warten bis die Show vorbei ist werden sie sehr wahrscheinlich spätestens nach ein paar Malen die Show gar nicht mehr geniessen dürfen. Vielleicht müssen sie noch ein paar Drama-Effekte wie „Wie können sie nur? Warum lassen sie das Kind auf dem Boden? Warum tun sie denn nichts für das Kind?“ oder böse Blicke einstecken, aber als Typ ohne Hang zum Dramatischen lässt sie das natürlich kalt oder sie erklären den tieferen Sinn der Show-Einlage.

      Dass mal ein Wehweh dramatisiert oder von Kindern dramatischer als aus Erwachsenensicht erlebt wird, okay. Das scheint mir was anderes zu sein.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Ich will mal die Grenzen der Opfer von Hitler verlassen. Unsere Gesellschaft scheint teilweise Probleme mit Grenzen setzen gegenüber Kindern zu haben (Konsequenzen beim Anstand?). Aber auch mangelndes Grenzen setzen gegenüber Immigranten, die zu uns kommen und andere Spielregeln einführen wollen (diese Kritik ist oft auch von integrierten Einwanderern zu hören).

    Interessant ist auch, dass unsere Gesellschaft grösste Mühe hat, einige Grenzen zu akzeptieren und über ihren Grenzen lebt (teilweise auf Kosten der Entwicklungsländer, die dann via Immigration daran teilhaben wollen, diese haben aber auch hausgemachte Probleme): http://www.footprint.ch

    Grenzen, ein spannendes Thema. Auch bezüglich Eigenverantwortung. Wie kann ein Kind ohne Grenzen (= definierter Handlungsspielraum) Verantwortung lernen? Es ist doch mangels Erfahrung ohne den Halt von Grenzen hoffnungslos überfordert. Und dann mangelnde Eigenverantwortung mit tausend Sicherheitsregelungen kompensieren, weil man die Eltern nicht zum Lehren von Eigenverantwortung zwingen kann?

    Vielleicht trifft dies nur für eine Minderheit zu, keine Ahnung. Vielleicht eine wachsende Minderheit. Gibt es Zahlen?

  • lisi sagt:

    Ich persönlich finde den Vergleich von Kleinkindern mit Hitler geschmacklos. Aber er stimmt auch nicht, denn der grosse Unterschied zwischen Hitler und Kindern ist schon ein ganz wichtiger. Hitler tat, was er tat bewusst und wusste was er anrichtet. Ein Kind welches in seinem frühkindlichen Verhalten steckt und nirgends auf Grenzen stösst und tun und lassen kann was es will, ist Opfer seiner Umgebung. Aus diesem Kind wird im schlimmsten Fall später ein schwieriger junger Mensch der es schwer hat und nicht weiss warum. Aber einmal erwachsen ist in der heutigen Zeit ja dann leider die Kindheit oft die Entschuldigung für alles was falsch läuft. So gesehen kommen wir wieder zurück auf Hitler. Ich weigere mich jedoch bei erwachsenen mündigen Menschen alles zu entschuldigen, weil in ihrer Kindheit etwas falsch lief.

  • marc sagt:

    als neuling gebe ich nun auch noch meinen senf zum thema stil. ob der vergleich nun ok ist oder nicht, kommentiere ich nicht. was sich aber alle hier in meinen augen wiedermal bewusst werden sollten, ist dass es unsäglich viele tyrannen, massenmörder und andere scheusale in der geschichte der menschheit gab und gibt. nach biblischer lehre stammen wir sogar alle von einem brudermörder ab und haben somit mördergene in uns. können wir uns darauf einigen das die menschheit die krone der schöpfung im bezug auf grausamkeit, unmoral und alle anderen schlechten tugenden ist! nachzulesen in sämtlichen religiösen werken, geschichtsbüchern usw. und die in unseren breitengraden vorherrschende glaubensrichtung war und ist in dieser beziehung keinen deut besser als die vermeintlich „bösen“ religionsgemeinschaften. opfer gab es übrigens immer und überall…

    vor diesem hintergrund werden also alle vergleiche von irgendetwas mit irgendjemandem in eine zumindest ähnliche ecke gedrängt und somit „unter aller sau“. wo hier die grenzen zu ziehen sind, finde ich sehr schwierig. die gefahr jemandem oder auch meist sehr vielen mitmenschen zu nahe zu treten, ist doch überall da.

    mfg marc

  • xyxyxy sagt:

    @Binswanger
    es wird am Thema vorbeigestritten, insofern ist der Hitlervergleich schlecht Frau Binswanger. er überlagert ihre Aussage und Fragestellung. Ihr Bekannter McQueen geht völlig unter.

    Zu seiner Frage: sind wir übertrieben auf Disziplin und Grenzen fixiert?

    Zum Ersten: die zwei Begriffe standen gerade für die 68er mit Hitler im Zusammenhang – sie forderten keine Grenzen für das Kind, in der irrigen Annahme, das der Mensch ein edler Wilder sei, den nur die Zivilisation (also die Erziehung) böse macht.
    Nachdem das Jahrzehntelang in den Köpfen rumgespukt ist, gab es dann irgendwann eine Trendwende und heute schreiben selbst Journalistinnen und Bloggerinnen, die tendenziell die Erben dieser 68er sind, wieder über die Wichtigkeit von Disziplin und Grenzen.
    Ihr Bekannter stellt das in Frage und meint das in anderen Kulturkreisen andere Werte gelten.
    Hier ein Schwachpunkt:
    1. Welche Kulturkreise meint ihr „McQueen“?
    2. Welche Werte werden dort mehr gewichtet?
    Das müsste man wissen, um über die Frage diskutieren zu können.

    Grenzen und Disziplin halte ich für sehr wichtige Werte um Sozialkompetenz zu erlernen und erfolgreich zu sein. Kulturkreise, welche diese Werte nicht intus haben, werden zwar Einzelne sehr erfolgreiche Menschen hervorbringen, das Volk als ganzes aber leidet unter Armut, Korruption und Perspektivenlosigkeit.
    Natürlich sind diese zwei Werte aber nicht die einzigen. Sie sind nicht das alleinige Nonplusultra. Darüber zu diskutieren, wäre interessant.
    Inwieweit sind Disziplin und Grenzen wichtig, wo aber müssen wir aufpassen, dass wir es nicht übertreiben, welche andere Werte sind für eine Gesellschaft – und somit auch für Kinder – wichtig.

  • Anna Meier sagt:

    Da kann ich wieder mal nur den Kopf schütteln ab dem mehrheitlichen Tenor dieser Kommentare.

    Ich weiss nicht, ob ihrs evtl. schon mitgekriegt habt. Hitler ist tot, der Krieg vorbei – SCHON LANGE!!! Es ist also schlichtweg nicht nötig, vor Entrüstung gleich aus den Socken zu kippen. In der Geschichte der Menschheit gab es viele schlimme Persönlichkeiten und wird es auch immer geben – HItler ist nur einer von vielen. Also werded mal ein bisschen locker! Ich kenne die Gedankengänge von Frau Biswanger nicht, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass der „kleine Hitler“ hier als Sinnbild für Tyrannei steht, und nicht der Adolf aus Braunau in Babyjahren gemeint ist! Ihr seid hier ja wieder mal päpstlicher als der Papst!!

    • Auguste sagt:

      hmm…, hat diesen anspruch nicht bereits der herr ratzinger für sich gepachtet?

    • Ja, Anna, das sehe ich eigentlich auch so, das mit dem Sinnbild für die Tyrannei. Dass der Krieg vorbei ist, stimmt zwar auch, ist aber in diesem Zusammenhang irrelevant. Der Vergleich wird nicht besser oder schlechter, je mehr Jahre hinter uns liegen, er hat wenn schon absoluten Wert. Ein „Hitler“ ist einfach ein Diktator. Dass Adolf ein sehr extremer Diktator war, mit dem sich Kinder nicht vergleichen lassen, ist ALLEN klar.

  • StefanB sagt:

    Mal was anderes: Eigenartigerweise habe ich gedacht, MB hätte ca. die Hälfte aus einem Ratgeber für Hunde- und Katzenerziehung gelesen und (sorry) abgeschrieben 🙂 (Nein, ich weiss, hat sie nicht!)

    Selbst wenn jetzt einige auf mich eindreschen, man könne doch einen Menschen nicht mit einem Tier vergleichen: Doch, ich kann: weil kleine Kinder wie auch Tiere kaum ein Gestern, schon gar kein Morgen kennen, sondern ganz im Hier und Jetzt verwurzelt sind, müssen wir Erwachsene sie Grenzen respektieren lehren. Denn wenn sie diese nicht schon als kleine Kinder von den Eltern lernen, so lernen sie’s später als Jugendliche oder Erwachsene viel schmerzvoller!

    Und ja, mindestens einen Unterschied gibt es zwischen Tieren und Kindern: Kindern kann man auch Altruismus (beispielsweise Teilen mit der kleinen Schwester) beibringen…

    • Buddyguy sagt:

      Interessanterweise sind mir, als ich den Artikel las, auch als 1. Katzen und Hunde in den Sinn gekommen…

      Katzen = …wie kleine Kinder ihre Eltern manipulieren, bis sie die absolute Macht im Haushalt errungen haben“
      Hunde = …wer Erfolg haben will, zunächst einmal Disziplin und dann ein Verständnis für die Regeln des Systems, innerhalb dessen er seinen Erfolg erreichen will“

      und als 2. sind mir dann die typischen Katzenhalterinnen und die typischen Hundehalter in den Sinn gekommen….

  • Jo Mooth sagt:

    Dass nun der Hitlervergleich zum dominierenden Thema wird, spricht für die Community hier. Die Autorin hat übers Ziel hinausgeschossen und wird sich beim nächsten Mal genau überlegen, was so eine Wortwahl für Konsequenzen haben kann für die anschliessende Diskussion, die offenbar auch als Regulator wirkt.

  • Dani sagt:

    Ich muss mich ausnahmsweise der Mehrheitsmeinung des Blogs anschliessen. Der Hitlervergleich ist nicht lustig. Hitlervergleiche sind meist völlig deplatziert, so auch hier. Das ist unterster Boulevard! Das Thema ist sehr interessant aber der Artikel ist leider durch den Hitlervergleich kontaminiert!

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      wer machte denn sie zum richter darüber, was lustig ist und was nicht..?

      • Dani sagt:

        Wenn sie düber lachen können – bitte sehr. Ich kann es nicht. Es ist einfach etwas billig nicht wahr? Rasch ein paar mal Hitler im Text auftauchen lassen und schon ist mann lustig oder fantasievoll? Ich erwarte einfach mehr als ein paar dümmliche Witzchen mit Hitler um schmunzeln zu können. Und leider ist der Hitler auch Lichtjahre am Thema vorbei. Bin ich jetzt arrogant?

  • Ms Rohner sagt:

    Nein aus Liebe!

    liebevolle Konsequenz ist das A und O. In dem Text erkenne ich mich und meine Kinder im Ansatz. Aber ich hab – so hart es ist – mich niemals dazu erweichen lassen, nach einem NEIN (bewusst ausgewählten) dann doch noch ein geflüstertes und versagendes JA hinterher zu hauchen und dem Kind den Wunsch zu erfüllen resp. Ruhe zu haben. Was lernt das Kind? Ich kann toben und mich aufführen, wie ich will, schlussendlich hab ich mir meine Sklavin (gem. Text) gezüchtet und ich bin Chef.

    No go! Dem Kind ist nicht gedient und mir auch nicht. Was man mit fremden Blicken auf sich nehmen muss, keine Frage, eine ziemlich schweisstreibende Herausforderung. Zudem noch ohrenbeteubend und frustrierend, beim Gekeife des Nachwuchses dieses durch den Einkaufsjungle zu schleifen. Abgenervt und k.o. wie nach einer Schlacht. Aber man hat weder verloren noch gewonnen. Das ist doch einfach der absolut normale Wahnsinn im Leben mit (Klein-)Kindern.

    Der Vergleich mit Hitler ist mir erst im Hals stecken geblieben; nach kurzer Innehaltung ist mir es so, als wenn ich liebevoll von meinen Talibanen rede, vorgekommen. Was nun besser ist, das sei dahingestellt. Ich werde auch darüber nachdenken.

  • Jaap sagt:

    PS. Wenn ich Voten wie dasjenige von Giftzwerg lese, wird mir auch nicht besser. Bitte Leute, informiert Euch doch ein bisschen.

  • Jaap sagt:

    Sorry, ich sage es nur ungern, aber manchmal können Hormone wohl das Denkvermögen total lähmen. Oder ist es nur grenzenlose Faulheit? Der Ausdruck „der Kleine Hitler“ ist so strunzdumm dass man es kaum glauben kann. Unsäglicherweise wird er auch noch wiederholt vorgetragen. Es ist also mehr als eine einmalige Entgleisung des Gedankenflusses. Während ich die Dummheit eines Bohlen oder einer Heidi Klump mit mildem Lächeln übergehen kann, macht mich dieses einfältige Geschwafel fassungslos. Plötzlich wird mir klar, dass der Begriff „fremdschämen“ doch seine Berechtigung hat. Frau Biswanger, bitte lesen Sie in der Wikipedia die Artikel über Adolf Hitler und Nationalsozialismus und schämen sie sich dann. Und bitte, bitte schreiben Sie nie nie wieder einen Artikel, ohne zuerst ein minimales winziges kleines kleines Bisschen zu recherchieren.

    Es ist schade um das eigentlich wichtige Thema. Es ist der biologisch programmierte Job eines Kindes, die Grenzen auszutesten. Die Eltern müssen liebevoll und konsequent Grenzen setzen und so ihr Kind für ein gutes Leben in realen Welt vorbereiten. Ein Kind muss in ungefährlichen Situationen lernen, dass es Grenzen gibt, damit es später im Leben nicht in den grossen Hammer läuft.. Die Diskussion, wie das genau vonstatten gehen soll, wäre interessant und lehrreich. Aber nach diesem stupiden Vergleich hab ich keine Lust mehr.

    • Hawera sagt:

      Der Hitler-Vergleich ist dem Medium geschuldet. Ich bin sicher, dass die Autorin diesen Titel in einem Printmedium niemals gesetzt hätte – oder falls doch, er nicht publiziert worden wäre. Ein Instant-Medium wie ein Blog verleitet zu Kurzschlüssen jeglicher Art. Es ist nun mal nicht das Gleiche, ob man privat etwas äussert, das als witzig gelten kann, oder ob man es in die Welt hinausposaunt.
      Jetzt noch was zum Inhalt: Da ich selber zur Fraktion der eher strengeren Mütter gehöre, finde ich es durchaus in Ordnung ein Kind mal toben zu lassen. Ist aber sehr anstrengend…

    • Bitte, Jaap, gehe nicht davon aus, dass Frau B. unterinformiert ist über den Naziterror. Ich bin ziemlich sicher, dass sie genau weiss, wer Hitler war. Recherchieren über ihn ist unnötig, in diesem Zusammenhang hier.

  • Giftzwerg sagt:

    Ach du meine Güte!man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen.
    Das ganze ist jetzt doch schon Viele Jahre her.
    Ich behaupte jetzt das keiner von uns diese Zeit
    Miterlebt hat. Man sollte das ganze sicher nicht
    Vergessen aber sicher mal sacken lassen. Und nicht
    Immer gleich ein Aufstand machen wenn man gewisse
    Wörter aus dieser Zeit hört/ließt. Wenn ich am einkaufen bin
    mit meiner Tochter und dann andere Eltern mit ihren Kindern sehe
    finde ich diesen Vergleich sehr treffend im humoristischen Sinn!

    • tobe or not tobe sagt:

      Genau aber manche Exponente fühlen sich in ihrem Wissen gekränkt, weil sie den Humor verloren haben.

      Oder sollen wir die kleinen Ho-tschi minh oder Mao-Tse nennen? Kleine Blochers??

      • Patrick Tigri sagt:

        Blocher? BLOCHER????

        Also der Blocher-Vergleich geht ja gar nicht. Ist ja wie der Hitler-Vergleich nur schlimmer.

      • StefanB sagt:

        Wie wärs mit Idi Amin? Augusto Pinochet? Oder Bokassa?

      • Das ginge ja noch. Aber Blocher???????

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich muss hier mal was loswerden: Dieses ständige Blocherbashing geht mir auf den Wecker!

        Dass Blocher viel Angriffsfläche bietet, ist klar. Genauso klar ist aber auch, dass wir ohne Blocher heute mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in der EU wären, mit allen Konsequenzen: Keine direkte Demokratie mehr, keine Neutralität, ein Mehrwertsteuersatz von 19 %, Verlust unserer Währung usw. Gibt es hier jemanden, der das wirklich möchte?

        Ich bin froh, dass es nicht soweit kam, was die EU anbelangt, war ich mit Blocher immer einer Meinung, ich wünschte mir, dass wir endlich differenzieren.

      • Blocher geht mir von seinem Gehabe her auf den Sack, und die meisten seiner Verhaltensweisen halte ich für sehr unmenschlich. Seine Person macht mir Angst. Ich halte ihn für die Schweiz nicht für positiv.

        ymmv

        Klar kann er ernsthaft nicht mit einem Diktator verglichen werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Unmenschlich? Er ist ein Haudegen, der manchmal den Anstand vermissen lässt, geschmeidige Umgangsformen hat er auch nicht.

        Andererseits ist er ein brillanter Denker, das macht seine Defizite mehr als wett, IMHO. Wir müssen differenzieren zwischen dem Mensch Blocher und dem Politiker. Dass er einem unsympathisch sein kann, sollte einem trotzdem nicht daran hindern, seine politische Haltung zu studieren. Er hat in der Vergangenheit grossmehrheitlich recht behalten. Der alt Bundesrat Stich meinte mal: Wir sollten nicht immer wieder den Fehler machen, dem politischen Gegner nicht zuzuhören. Eine weise Einsicht, finde ich.

      • StefanB sagt:

        Pippi, da gebe ich dir Recht: Ohne Blocher wären wir jetzt in der EU – oder zumindest im EWR. Aber ob das gut oder schlecht ist für die Schweiz, ist eine andere Frage: Wir sind stolz auf unsere direkte Demokratie – durchschnittliche Stimmbeteiligung 40% – also ist sie mindestens für die Hälfte egal… Irland, Schweden und Österreich sind immer noch neutral… Unser gegenüber dem Euro harte Franken macht unserer Wirtschaft zunehmend Probleme… Wir vollziehen die Beschlüsse der EU „auonom nach“ – in meinen Augen beugen wir uns dem Diktat aus Brüssel, dabei hätten wir die Möglichkeit, als Mitglied mitzubestimmen…

      • Sportpapi sagt:

        Ach Pippi, jetzt auch noch Blocherfan? Aber irgendwie passt das. Und natürlich wären wir ohne Blocher im EWR. Und hätten wenigstens minimale Mitspracherechte, statt immer nur automatisch nachzuvollziehen. Das Problem ist doch, dass die Geschichte selten oder fast immer recht gibt, je nach Standpunkt, weil man die andere Variante nicht ausprobieren kann. Übrigens glaube ich auch, dass Blocher sehr intelligent oder zumindest geschickt ist. Was von seinen Anhängern nicht behauptet werden kann.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Sportpapi

        Ui ui ui, jetzt kann einer sein Feindbild pflegen……

        Mach dich nicht lächerlich, das Leben ist nicht so eindimensional, wie du gerne glauben möchtest, ich auch nicht. Beruhige dich! 😛

      • Sportpapi sagt:

        Ach, ich muss mich nicht beruhigen, bin ganz gelassen. Irgendwo müssen die SVP-Anhänger ja sein. In meinem Umfeld finde ich sie nämlich nirgends. Was ist aber gemeint mit dem mehrdimensionalen Leben? Versuche mir das gerade bildlich vorzustellen…

      • fufi sagt:

        @Pippi, 11.1.11;11:57

        >Wir müssen differenzieren zwischen dem Mensch Blocher und dem Politiker. <
        Da bin ich einverstanden, allerdings andersrum: könnte mir vorstellen, mit "dem Chrigel" ganz gut auszukommen.
        Aber nur höchstpersönlich, sozusagen!
        😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Fufi, das könnte ich mir auch vorstellen, ich kann selber sehr direkt sein, wenn ich es muss. Ich schätze auch, wenn ich weiss, woran ich mit jemandem bin, und da lässt Blocher weder Freund noch Feind im Ungefähren. Aber ich verstehe auch, wenn Leute Mühe haben mit seiner Art, wenn er angreift, ist er rücksichtslos und ich kann mich noch gut erinnern, wie er damals Lilian Uchtenhagen angegriffen hat, weil sie das neue Eherecht verteidigte, er war ein Kotzbrocken.

        Aber ich finde es einfach dumm, ideologisch korrekt zu wählen und zu stimmen, ich nehme mir die Freiheit, selber zu denken und entsprechend zwischendurch auch Positionen zu vertreten, die in meinem eigenen Umfeld nicht gern gesehen werden. Ich war immer gegen den EWR- und EU-Beitritt der Schweiz und bin es mehr denn je. Unsere Staatsform ist ein Juwel, ich würde sie jederzeit und mit allen Mitteln verteidigen, je mehr ich im Ausland war, desto mehr bin ich dieser Meinung. Ich will hier nicht näher darauf eingehen, das würde den Rahmen sprengen.

    • Sandra sagt:

      Meine Rede.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: Herr Blocher hat schon immer ganz schlau in seine eiigenen Taschen politisiert. Sie wissen aber auch, dass der nette Herr mit dem Apartheidssystem in Südafrika sympatisiert hat.? Ist für mich grund genug ihn nie mehr zu respektieren. Einmal braun immer braun.

        Ganz klar sollten sie die Geschichte sacken lassen. den es gab mittlerweile weit mehr als 6 Millionen Tote seit dem 2. Weltkrieg, die Todgeschweigen werden. Nicht das ich was verharmlosen möchte, aber anstatt wegzuschauen und auf die Geschichte zu starren sollten wir unsere Augen öffnen und die Situation Heute beurteilen. Siehe Beispiel Ruanda, 1 Millon Menschen innerhalb weniger Monate abgeschlachtet wie Schlachtier…. Und sind sie aufgebracht gewesen??

      • tobe or not tobe sagt:

        @Hans Chüplisack: Bin ihrer Meinung. Das Karma wurde noch nicht ganz abgelegt… es wird verdrängt sowie es die Österreicher noch bis Heute machen..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sehr interessant, Heiri, wer als Frau froh darüber ist, dass die Schweiz nicht in der EU ist – vor allem dank Blocher und das entsprechend benennt – wird gleich des Rassismus verdächtigt. Wir kann man so verbohrt sein, oder ist es Bösartigkeit? Jedes Mittel ist recht, Frauen, die sich zum Feminismus bekennen, zu diskreditieren. Dieser Diskussionsstil ist einfach nur stillos, Ende der Durchsage!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        ach pippilein, sie nun wieder…

        schauen sie, sich zum feminismus zu bekennen macht einem nicht automatisch zu einem besseren menschen. und wenn sie ihre scheuklappen mal abziehen würden, würden vielleicht auch sie erkennen, dass es auf dem blütenreinen kleidchen des feminismus eben auch ein paar dunkle flecken gibt.

        die frau lederer z.b. hat das getan. das macht sie in meinen augen ein ganzes stück glaubhafter als sie mit ihrer simplen „frau = gut / mann = böse“ weltsicht…

    • Teilzeitpapi sagt:

      „Man sollte das ganze sicher nicht Vergessen aber sicher mal sacken lassen.“

      Sacken lassen = verharmlosen? Sacken lassen = über die Millionen Gequälten und Getöteten lachen? Wie sieht Ihr Humor über Massenmorde und ihre Mörder aus?

      Dürfte ich darüber lachen, wenn ihre Liebsten in den KZs ermordet worden wären?

      Sorry, aber ein Kind als Hitler zu sehen, als Menschen, der Befehl zum Massenmord gibt, daran finde ich nichts Lustiges. Und ich bezweifle, dass sie es lustig finden würden, wenn wir in Europa eine Schlachterei am Laufen hätten. Es ist für mich ein Ausdruck davon, dass in Europa kaum mehr jemand weiss, was Krieg, Gulags, usw. sind. Vielleicht liegt es am Zeitfaktor, vielleicht an der Abstumpfung, keine Ahnung. Etwas mehr Mitgefühl mit Kriegsopfern, egal aus welcher Zeit, fände ich schon angemessen. Oder wo bleiben die Witze/humoristischen Vergleiche zu Genitalverstümmlung, Zwangsheirat, Ehrenmord & Co?

      • Evie sagt:

        Sacken lassen = über die Millionen Gequälten und Getöteten lachen?

        Das hat doch keiner behauptet. Aber es kann doch nicht sein, dass die Kinder von heute permanent mit einem schlechten Gewissen in der Gegend rumlaufen müssen, nur weil der zweite Weltkrieg passiert ist. Warum soll ich Schuld sein an den Taten meiner Vorfahren? Ich kann es weder rückgängig machen noch kann ich viel mehr tun, als ständig im Hinterkopf zu behalten, wie schrecklich das gewesen sein muss. Aber muss ich mich deswegen die ganze Zeit schuldig fühlen? Ich weiss nicht, welcher Generation Sie angehören, aber ich kann’s mir denken.

        Anderer Gedanke: Haben Sie denn kein schlechtes Gewissen, über den Zustand, in dem sie uns die Welt weitergeben wollen? Mit der Umwelt geht’s den Bach runter, einen Job zu finden ist für Schulabgänger mehr Glückssache wie Selbstverständlichkeit und der dritten Welt geht’s auch nicht besser. Dankeschön, und das alles nur für EUREN Aufschwung!

      • Teilzeitpapi sagt:

        „Das hat doch keiner behauptet.“

        Ich auch nicht, es war eine Frage. Die Frage, wie man darüber lachen soll.

        „Aber es kann doch nicht sein, dass die Kinder von heute permanent mit einem schlechten Gewissen in der Gegend rumlaufen müssen, nur weil der zweite Weltkrieg passiert ist.“

        Wer redet denn von schlechtem Gewissen? Es geht nur darum, dass das Leid der Ermordeten sich nicht für einen humoristischen Vergleich eignet. Ob 5, 10 oder 100 Jahre danach.

        „Warum soll ich Schuld sein an den Taten meiner Vorfahren?“

        Ich sah in keinem Beitrag das Thema Schuld. Sie sind nicht schuld (sind sie katholisch?). Es geht darum, dass eine Gesellschaft, die längst verstorbene Massenmörder verharmlost wahrscheinlich nicht besonders immun gegen potentielle neue sein dürfte.

        „Aber muss ich mich deswegen die ganze Zeit schuldig fühlen?“

        Wer sagt denn sowas? Fühlen sie sich denn schuldig? Ich nicht. Ich habe nur die Verantwortung, in meinem Einflussbereich meinen Teil beizutragen, dass sowas nicht erneut passiert.

        „Ich weiss nicht, welcher Generation Sie angehören, aber ich kann’s mir denken.“

        Dann wollen wir mal keine Wetten abschliessen… Ich bin zwar im letzten Jahrhundert geboren, aber ich habe noch keine grauen Haare. *grins*

        „Haben Sie denn kein schlechtes Gewissen, über den Zustand, in dem sie uns die Welt weitergeben wollen?“

        Schlechtes Gewissen kenne ich nicht. Ich versuche, bestmöglich Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Aber immer im Wissen, dass ich nur meine Welt und nicht die Welt aller verändern kann. Und zum Weitergeben bin ich noch zu jung, ich hoffe, ich muss noch nicht gleich weitergeben, sondern darf noch etwas (hoffentlich positiv) mitgestalten. Ausserdem würden sich meine beiden kleinen Kinder über einen vorzeitigen Abgang nicht besonders freuen.

        „Mit der Umwelt geht’s den Bach runter“

        Pauschale Aussage. In einigen Dingen ja, in einigen Dingen nein. Der Rhein ist z.B. ab Basel nicht mehr regenbogenfarbig. Sie sollten auch meinen späteren Beitrag lesen.

        „einen Job zu finden ist für Schulabgänger mehr Glückssache wie Selbstverständlichkeit“

        Sicher nicht einfach, doch wie lange war es das je? Die Demografie und die beschränkte Zuwanderungsakzeptanz spielen aber eher für die zukünftigen Schulabgänger (die natürlich auch ihren Teil leisten müssen). Ausserdem sollten Sie mal die Arbeitslosenquote der Schweiz mit anderen Ländern vergleichen.

        „und der dritten Welt geht’s auch nicht besser.“

        Teils, teils. Und wenn sie schon beim Gewissen sind: Natürlich gibt/gab es Ausbeutung. Aber auch viele eigene Probleme. Korruption. Clan-Denken. In Afrika Voodoo-Glaube, usw. Es gibt auch Afrikaner/Drittweltbürger, welche die Entwicklungshilfe abschaffen wollen, weil sie denken, dass das besser für ihre Länder wären (vielleicht würden dann die Diktatoren weggeputscht, weil sie nicht mehr von Entwicklungshilfe Waffen für die Unterdrückung kaufen könnten und die Opfermentalität würde vielleicht vermehrt durch Unternehmertum abgelöst).

        Es ist nicht alles schwarz und weiss. Haben sie in der Schule gelernt, dass es vor dem „weissen“ Sklavenhandel bereits einen Sklavenhandel gab, der danach weiterbestand? Ich nicht. Warum wissen wir so wenig darüber? Weil diese Sklaven für die muslimischen Herrscher alle weg sind, während die Nachfahren in den USA an ihre Herkunft erinnern. Die Muslime waren schlauer. Wer die Kastration überlebte konnte später keine Nachfahren zeugen. So sind sie dann verschwunden, nachdem die bösen Weissen die Sklaverei weltweit verboten.

        „Dankeschön, und das alles nur für EUREN Aufschwung!“

        Ich hoffe, es geht Ihnen gut, dass auch Sie genügend zu essen haben. Und sie in Sicherheit und frei leben können. Ein Geschenk, wenn man sich so die Welt anschaut. Vor allem für Frauen.

      • Teilzeitpapi, wenn Sie so zitieren, wird der Post lesbarer:

        Zitat

        Einfach die Leerzeichen weglassen, dann kommt das heraus:

        Zitat

      • Oh Gott peinlich.

        Am Beginn des Zitats ein „“. Am Schluss des Zitats das gleiche nochmals, aber diesmal vor dem Wort blockquote ein „/“ hinmachen.

      • Also diese Forumssoftware frisst ja schon alles weg. Zuerst also ein kleinerals, dann das Wort blockquote, dann ein Grösserals. Und am Schluss das Wort blockquote mit einem / vorangestellt versehen und ansonsten das ganze mit kleiner und grösser nochmals.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Danke für die ausführliche, frassresistente Anleitung, Patrick. Also ein HTML-Tag.

      • Geht aber auch in der Nacht.

    • Sportpapi sagt:

      @Pippi. Natürlich muss man selber denken und muss auch Positionen einnehmen, die im Umfeld nicht gerne gesehen sind. Man soll sich auch zu unserer Staatsform bekennen, unbedingt. Und man darf gegen EWR-Beitritt sein (ich war dafür) und sicher auch gegen einen Beitritt zur EU (wie ich auch). Und – Skandal – man darf auch mal einer Meinung sein mit Christoph Blocher. In meinem Fall wäre das aber eher Zufall – auch CB hat offenbar lichte Momente… Wer aber selber denkt, wird schnell merken, dass Blocher in der Regel komplizierte Sachverhalte massiv verkürzt und alles weglässt, war gerade nicht in sein Weltbild passt. Dass er uns seine Riege uns nun ein Denkverbot betreffend unserem Verhältnis zur EU verordnen möchten, passt dazu. Und dass er die EU als Erpresser hinstellt, nur weil sie genauso die eigenen Vorteile im Auge haben wir wir, wird zwar gerne gelesen. Hilft aber nicht.

  • Gott, als Kind war ich ein riesiges A-loch. Wahrscheinlich noch schlimmer als der kleine Hitler oben. Ich weiss bis heute nicht wie meine Eltern das fertiggebrahct habe dass ich heute nicht Diktator in Südamerika, Leutnand oder Businessanalyst geworden bin um meine Gelüste zu befriedigen.

    Jetzt nimmt mich wunder wie das andere Eltern machen, denn mein Kind – so stellt sich langsam heraus – hat sich aus meinem A-Loch-Genpool bedient. Man redet ja immer von Konsequent sein und Linie fahren. Ende der Kuscheljustiz sozusagen.

    Bloss, wie macht man einem Kind verständlich, dass es etwas nicht darf wenn es noch gar keine Vernunft entwickelt hat?

    • Auguste sagt:

      hmm…, ans tischbein fesseln, knebeln und ihm mit einer feder im haar erzählen, dass man jetzt eine stunde lang „indianerlis“ spielen werde. fortgeschrittene indianer könnten dann ein paar handschellen, schnauz und polizeimütze von der letzten fasnacht schnappen und nachschauen, ob mami grad wahnsinnig beschäftigt ist.

    • Maja sagt:

      Ob Hitler wirklich so ein Kind war wie oben beschrieben!

      • Patrick Tigri sagt:

        NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

    • Buddyguy sagt:

      @Pascal Sutter

      Wenn ich es wieder einmal zu bunt getrieben habe, stöhnte meine Mutter nur noch verzweifelt „ich wünsche dir solche Kinder wie du eins bist, damit du einmal begreiffst, was du mir antust“.

      Nun ich habe begriffen…. 😉

      (Auch wenn ihre Wünsche nicht ganz real wurden… den Genen meiner Frau sei dank)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das hat uns unsere arme Mutter manchmal auch gewünscht; ihr Wunsch ging – zum Teil – in Erfüllung, ich kam ganz böse auf die Welt. 😛

        Allen betroffenen Eltern kann ich nur raten: Frühzeitig professionelle Hilfe suchen, die Erziehungsberatungen sind erste Anlaufstellen und unentgeltlich, anrufen und Termin vereinbaren.

    • Gabri sagt:

      Ablenken, den Fokus des Kindes auf etwas anderes richten.
      Kinder erziehen hat etwas vom Gänsetreiben, man gibt zwar die grobe Richtung vor und verhindert das ausreissen, aber je weniger auffällig man das macht desto besser geht es. (Das Kinder – der Diktator, die Mutter- der Manipulator?)
      Bei den Süssigkeiten bei der Kasse hat es übrigens immer geholfen, wenn ich ebenfalls gesagt habe, was ich davon am aller liebsten jetzt und sofort haben möchte. Da ist es dann uns allen gleich bescheiden gegangen, weil wir alle zusammen keine Süssigkeiten dort kaufen konnten. Hat die Zeit beim Warten verkürzt und gequengel verhindert.

    • StefanB sagt:

      Die Frage ist aber, ob das Kind wirklich noch keine Vernunft entwickelt hat – oder ob die Eltern sie nicht wahrnehmen möchten, um sich nicht mit den eigenen, unbewussten Inkonsequenzen auseinandersetzen zu müssen.

      • Was uns geholfen hat war die sogenannte NEIN Liste wo wir vermerkt haben, was für den nachwuchs Tabu ist dmait wir dasselbe erlauben/verbieten. Danach habe ich sogenannte demilitarisierte Zonen eingerichtet wo alles zerstört werden kann das nicht niet- udn nagelfst ist. Damit läufts ganz gut… so haben wir die Schauplätze der „Grenzen ausloten“ Showdowns definiert : )

  • Sportpapi sagt:

    Und nun zur Sache. Erziehung heisst, vielfach Nein sagen zu müssen, auch wenn man sich kurzfristig beim Nachwuchs unbeliebt macht. Aber auch mal über seinen Schatten springen, weil der Moment einfach passt. Prinzipien sind gut, (seltene!) Ausnahmen besser…

  • Sandra sagt:

    „Autobahn geht halt nicht, finde ich.“ (vgl. Herman bei Kerner, Oktober 2010)

  • hansueli sagt:

    Toller Artikel der eine immer grassierendere Untugend anspricht. Ich kann nur zustimmen. Den Vergleich mit Hitler finde ich allerdings unter aller Sau! Vielleicht sollten Sie mal wieder in die Geschichtsbücher schauen Frau Binswanger und wenn das nicht hilft besuchen Sie eines der KZ’s hinter der Grenze. Nach so einer mulmigen Erfahrung werden Sie sich solche Analogien in Zukunft sicher zweimal überlegen. Ich wünsche mir etwas mehr Respekt vor „unserer“ Geschichte und ihrer Opfer!

    Insbesondere ist der Vergleich auch schade, da Sie in Ihrem Artikel selbst schon Alternativen aufzeigen. Wie wäre es denn mit Tyrann? Oder Diktator? Im Übrigen stört es mich langsam ungemein, dass Sie mittlerweile in fast jedem Artikel jemandem auf die Füsse treten oder es deutlich an Respekt vermissen lassen.

  • Anna Halter sagt:

    mich hat der titel überhaupt zum lesen bewogen. etwas provokant, aber ich gewann ihm ein grinsen ab. wir sagen unserer kleinen ab und zu heimlich „mussolini“… wers schräg findet sollte vielleicht wieder einmal ab sich selbst lachen. einzig das bild zum artikel ist vielleicht etwas gewagt.. obwohl ich nicht sicher bin wieviel absicht dahinter steckt 🙂

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Anti-Hitler-Fraktion: Man kann sich auch darauf beschränken, über Stil statt über Inhalte zu diskutieren.

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb dann dieser Stil, der den Inhalt völlig in den Hintergrund rückt? Braucht es doch gar nicht, auch wenn Hitler- und Nazivergleiche offenbar in Mode sind.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Michèle Binswanger: Ich glaube die Art sarkassmus verstehen halt viele Leute falsch oder nicht richtig. Nur durch Provokationen auch im kleinen Rahmen haben ihre Wirkung wie sie hier merken müssen. Find ich super, bitte weiter so….

        Werte Kollegen und Kolleginnen:

        Verschwenden sie nicht ihre wertvollen Ideen um den Schreibstil zu kritsieren, lesen sie den TEXT!

      • Jo Mooth sagt:

        Der Hitlervergelich ist keine Stilfrage. Sie verharmlosen den Nationalsozialismus. Und nun wäre es höchste Zeit, den Artikel neu zu formulieren. Ich überlege mir gerade eine Anrufung des Tamedia-Ombudsmannes.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Aha, und Ihre Fraktion problematisiert dann den SVP-Stil und schreibt ihm einen Einfluss auf das politische Klima, usw. zu. Sage ich als Nicht-SVP-Anhänger.

        Ganz stilvoll würde ich finden, wenn Sie sich für das Danebengreifen im Vergleich entschuldigen und dies korrigieren würden. Aber Fehler eingestehen ist leider nicht der Stil von heute, obwohl Fehler menschlich sind.

        Meine Frage an Sie: Wenn Sie in einem KZ gewesen wären oder Ihre gesamte Familie darin verloren hätten, hätten Sie dann diesen Vergleich gewählt?

        Ich bin gespannt auf Ihre Antwort. Die KZ-Überlebenden sind ja nicht mehr so zahlreich, um den verharmlosenden Journis Paroli zu bieten resp. aufzuzeigen, dass sie die Grenzen der Opfer überschritten haben.

        Interessantes aufgetauchtes Argument: Würde ein kleines Kind ohne gelernte Grenzen mit Waffen mehr Schaden anrichten? Sehr wahrscheinlich. Geht es dabei um’s Schaden anrichten? Ich vermute weniger. Die Absicht des Kindes ist es doch eher, ENDLICH Grenzen zu fühlen, die Eltern zu spüren (nicht im Sinne von Gschpürschmi, sondern Orientierung, Halt, Führung, in die als unselbständiges Wesen vertraut werden kann).

        Ob Hitler mit seinem Massenmord nach Orientierung/Halt suchte? Ich weiss es nicht, hab mich nie mit Psychoanalysen über Hitler beschäftigt, aber ich bezweifle es. Und ausser bei psychisch sehr kranken Menschen glaube ich, dass jeder halbwegs gesunde Mensch weiss, dass der andere Mensch leidet wie er selbst leiden kann, wenn er ihm Leiden zufügt. Auf Dauer hält das kein gesunder Mensch aus. Darum arbeiten in Folterkammern von Regimes häufig psychisch kranke Menschen als Folterer, weil ihnen die Empathie-Fähigkeit fehlt.

        Tut mir leid, ich sehe die Vergleichsbasis zwischen Kleinkind mit natürlichem Verhalten und schwierigen Eltern und erwachsenem Massenmörder immer noch nicht, ausser dass vielleicht grenzenloses Aufwachsen die Empathie-Fähigkeit vermindert und deshalb Verbrechen gegen Mitmenschen begünstigen könnte. Aber darum ging es im Text ja nicht.

      • Patrick Tigri sagt:

        Nun, der Titel verharmlost die Nazis für Menschen, die hier wahrscheinlich eh ein Problem haben (selbst oder in der Wahrnehmung). Für mich ist der Vergleich eines quengelnden Kindes mit Hitler nicht anderes als der Ausdruck der Hilflosigkeit. Dass Hitler und sein Regime viel schlimmer waren als es jedes Kind sein kann, ist so enorm sonnenklar, dass niemand im Ernst etwas anderes denken kann. Für mich geht der Titel also in Ordnung.

        Erinnert Ihr Euch an den Suppennazi? Köstliches Stück.

        Inhaltlich möchte ich nicht viel hinzufügen. Die erwähnten Verhaltensweisen kommen vor, sind aber in meiner Wahrnehmung durchaus nicht typisch oder häufig.

        ymmv

      • Ja, ich sehe das allerdings auch so, der Hitlervergleich ist keine Stilfrage, er ist eine inhaltliche Sache. Sicher nur symbolisch gemeint, aber eben alles andere als symbolisch angekommen.

        Allerdings, wie ich andernorts sagte, übertreiben es meines Erachtens die Leute hier zumeist deutlich. Wichtig ist doch, was der Vergleich aussagen soll, und diese Bedeutung ist wichtig für den Artikel.

        Frau Binswanger hat sich heute Morgen hinter die Ohren geschrieben, nie wieder unbedacht einen Hitlervergleich anzubringen.

      • Britta sagt:

        Da habe Sie recht, aber Sie scheinen auch nicht gerade selbstkritisch. Was soll dieser schnippische Kommentar?!

    • Markus Schneider sagt:

      Man kann im Tagesanzeiger auch schreiben, Blocher habe Juncker mit Hitler verglichen, obwohl Blocher den Namen Hitler im Zusammenhang mit Juncker noch nicht einmal verwendete. Und dann ein Riesentamtam machen. Aber Michèle darf das natürlich.

  • Independent sagt:

    Gott, was seid ihr ängstliche Tabu-Opfer! Natürlich ist der Hitler-Vergleich krass. Aber er ist eben auch richtig. Wenn man die möglichen Mittel vergleicht, dann war Hitler im Vergleich zu einem Kleinkind vermutlich sogar gemässigt.

    Hätte eine Kleinkind die damaligen Mittel von Hitler, dann würde es wegen des kleinsten Anlasses Tote geben. Gerade aus dem Grund hat Frau Binswanger mit ihrem spöttischen Eintrag recht: es ist IMO zwingend notwendig, den kleinen Diktatoren ihre Grenzen aufzuzeigen.

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      von einem kanadischen kinderpsychologen (dessen name mir entfallen ist) stammt der spruch: dass 2jährige nur sehr selten jemanden umbringen hat damit zu tun, dass sie nur sehr schwer an waffen herankommen… 😉

  • lara sagt:

    der hitlervergleich ist bedenklich, den blogeintrag mit ‚jedem das seine‘ zu beenden ist aber nur noch geschmacklos!

    ‚jedem das seine‘ stand auf einigen eingangstoren der konzentrationslager. ‚arbeit macht frei‘ vielleicht für den nächsten blogeintrag?

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      jedem das seine (suum cuique) ist einer der klassischen grundsätze des rechts.

      aber sie haben recht, das sätzchen ist vorbelastet, v.a. wenn’s in einem text benutzt wird, in dem hitler eine rolle spielt… wenn’s von MB bewusst dort eingebaut wurde, so hätte das etwas durchaus abgründiges. ich unterstelle mal, dass hier der zynische komiker „zufall“ mitmischte…

    • Kathy sagt:

      Sicher ungeschickt gewählt. Aber man kann es auch übertreiben – oder soll ich meinen Hund abtun, nur weil Hitler Hunde mochte?

  • J_Randi sagt:

    Ueber Vergleiche mit Hitler wird man immer streiten können. Der Vergleich von Frau Binswanger war ja nicht ernst gemeint, sondern humoristisch (und etwas reisserisch), also ist er nicht „unter aller Sau“ oder was auch immer. Hätte sie jemanden ernsthaft mit Adolf verglichen, stünde es natürlich anders.

  • tobe or not tobe sagt:

    Seit nicht so empfindlich auf das Wort Hitler: HItler war ein kleiner jähzorniger, teubelnder Mann… der Vergleich ist derb, aber auch witzig auf seine Art.

    Nun zum Thema.: Ein Kind materialistisch zufrieden zu stellen, mag einige Zeit funktionieren. Doch es wird immer mehr wollen und wie jeder andere Mensch merken, das es nicht glücklich macht. Ich glaube sie können ihrem Kind gezielt bewust machen, das es nicht immer alles bekommt und den Grund dafür auch immer und immer wieder erläutern, mehr bleibt ihnen wohl nicht übrig.

    Ich kann nicht aus Erfahrung sprechen, da ich noch keine kleine Hitlers zuhause habe. Ich würde sie vielleicht kleine Mao-tse oder so nenne, macht aber keinen Unterschied 🙂

    • Jo Mooth sagt:

      „HItler war ein kleiner jähzorniger, teubelnder Mann…“ Ein ignorante Verharmlosung. Du hast wohl keine Ahnung.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Jo Mooth: Danke für die Blumen.
        Es geht hier nicht um die Person Hitler, sondern um das Bild des kleinen Adolfs den wir von Dokus kennen. Laut losbrüllend, zwängelnd etc. Fehlt nur noch das sie mich Antisemit schimpfen… Halllooo?

        Als bitte zurück zum Thema……

      • NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

    • Teilzeitpapi sagt:

      „HItler war ein kleiner jähzorniger, teubelnder Mann…“

      Zeitliche Distanz führt zu kollektivem Erfahrungsverlust führt zu fehlendem Vorstellungsvermögen führt zu Verharmlosung führt zu Vergessenheit führt zu neuen Möglichkeiten des Gleichen.

      Es werden in Europa wieder Strukturen zugelassen, die Menschen nach Eigenschaften ab-/entwerten:

      „These are girls I did not respect and these are girls who are just ­partying and taking drugs and we had consensual sex.“ (http://www.dailymail.co.uk/news/article-1333537/Nine-men-Derby-jailed-grooming-100-sex.html) Auch nicht erstaunlich, dass die Loverboys, welche ihre Mädchen zur Prostitution zwingen, ebenfalls aus dem gleichen Milieu stammen (v.a. Holland, vermehrt auch in Deutschland). Und warum es in Frankreich Tage des Rocks gibt (http://www.n-tv.de/panorama/Aktion-gegen-Huren-Image-article175902.html)? Wer hat diesen Trend „Rock = leichtes Mädchen“ (anderswo: „kein Kopftuch = Freiwild“) Aufschwung verliehen?

      Schweife ich ab vom Artikel? Oberflächlich ja. Aber eine Gesellschaft, insbesondere eine Einwanderer-, muss nicht nur den eigenen Kindern Grenzen setzen. Wer allerdings gewissen Einwanderern Grenzen setzen will benötigt heute je nachdem bald Polizeischutz.

      Nichts gegen Gleichberechtigung. Aber dass Durchsetzvermögen und die dafür manchmal benötigte Kraft (= Agressivität im positiven Sinne) ein negatives Image verpasst wurde hat der Fähigkeit unserer Gesellschaft, Grenzen zu setzen, nicht geholfen. Ohne Konsequenzen keine Grenzen. Und Grenzen erfordern meist Durchsetzvermögen. In schlimmeren Fällen Gewalt (persönliche Selbstverteidigung) bis hin zum (Verteidigungs-)Krieg, wenn eine Bevölkerung einer anderen Grenzen setzen muss. Eine Bevölkerung, für die Krieg als allerletzte Möglichkeit zur Bewahrung der eigenen Werte, der selbst gewählten Form des Zusammenlebens, nicht mehr in Frage kommt, wird nur Bestand haben, solange sie niemand herausfordert. Wenn sie nicht bereit ist, mit Sprache Grenzen zu setzen, kann sie sich noch schneller von ihren Werten verabschieden und wird von dominanteren Kulturen/Religionen/Gruppen übernommen.

      Erhalt der Werte ist Arbeit. Arbeit ist anstrengend. Anstrengung ist mühsam. Kino, neuestes Handy, Playstation ist nicht mühsam.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        anderswo: “kein Kopftuch = Freiwild”

        In Paris gab es dazu den Protestmarsch der Bewegung „Ni putes ni soumises“ (weder Huren noch Unterwürfige) nach einem „Ehrenmord“ eines jungen Mannes an seiner Schwester.

        Es stimmt, wenn wir, die Gesellschaft als Ganzes, diesen jungen Tyrannen – und hier kann man von Tyrannen sprechen, sie sind keine Kinder mehr – nicht Grenzen setzen, powern sie, wie sie wollen. Die Leidtragenden sind Frauen und Kinder.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Mutige Frauen in der Bewegung „Ni putes ni soumises“…

        Die jungen Tyrannen werden von tolerierten und eingefressenen/etablierten Strukturen produziert und gelenkt. Allein die Muslimbruderschaft kontrolliert über 600 Moscheen (http://www.ksta.de/html/artikel/1237457426948.shtml), vielleicht schon über 700, wer weiss. Am grössten Islamistentreffen in Paris nehmen 25’000 bis 30’000 teil, ohne dass Tagi oder NZZ oder sonstige Mainstreammedien darüber berichten (http://www.sappho.dk/among-the-believers.htm). Alle anderen Demokratiefeinde würden sich wahrscheinlich auch über soviel Toleranz/Ignoranz freuen.

        Nicht zu vergessen: Die weiteren Leidtragenden sind auch Juden, Homosexuelle, Ex-Muslime, Mehrgottgläubige wie Hindus und Animisten, Gottlose wie Atheisten und Buddhisten und schliesslich Kuffar im allgemeinen (also letztlich alle ausser den Totalitären selbst). Die ersten drei plus die Frauen spüren es schon zunehmend (am meisten natürlich in Gegenden mit hohem muslimischen Bevölkerungsanteil, für die „politisch korrekten“ Antirassismuskeulenschwinger: natürlich sind nie ALLE Muslime an Ressentiments/Übergriffen beteiligt), bei den letzteren wird es noch ein wenig länger dauern, aber wahrscheinlich auch noch ankommen, wenn es so weitergeht.

      • Evie sagt:

        @ Teilzeitpapi: Viel Blabla, wenig dahinter, sorry! Nur weil etwas satirisch verarbeitet wird, heisst das doch nicht, dass das Grausame daran in Vergessenheit gerät. Satire funktioniert ja eben nur im Wissen um die „Schrecklichkeit“ von Hitlers Regime.

        Und den plötzlichen Angriff auf die Jugend (Handy, Playstation…) verstehe ich in diesem Zusammenhang auch nicht. Die Jugend von heute ist gut angepasst und verhält sich so, wie man es von ihr erwartet. Sie sollte nicht für eure Fehler und die eurer Eltern geradestehen müssen. Das tut sie schon oft genug.

        PS: Hitler WAR ein kleiner jähzorniger, teubelnder Mann, der einfach gern Künstler geworden wäre. Er war weder der Teufel in Person noch der Antichrist. Einfach ein verrückter Mann, dem zu viele zu lange zugehört und geglaubt haben.

      • Teilzeitpapi sagt:

        „Nur weil etwas satirisch verarbeitet wird, heisst das doch nicht, dass das Grausame daran in Vergessenheit gerät.“

        Ich kann nur wiederholen: Wie würden sie sich fühlen, wenn das grosse Leid ihrer getöteten Liebsten satirisch verarbeitet würde? Es geht mir nur um die Würde der Opfer. Aus meiner Sicht sind Opfer für Satire tabu, sich lustig machen über oder mit Opfern finde ich total geschmacklos. Satire über alle Ideologien, Ansichten, usw. JA. Deshalb wurde übrigens das Haus eines dänischen Künstlers in eine Festung umgebaut.

        „Und den plötzlichen Angriff auf die Jugend (Handy, Playstation…) verstehe ich in diesem Zusammenhang auch nicht.“

        Wieso Jugend? Sind Sie jugendlich? Es waren Konsumbeispiele. Gehen nur Jugendliche ins Kino?

        „Sie sollte nicht für eure Fehler und die eurer Eltern geradestehen müssen. Das tut sie schon oft genug.“

        Wo hab ich denn das geschrieben? Geradestehen muss niemand für die Fehler der älteren Generation, ausbaden aber schon. Aber auch von all den früheren Anstrengungen und Errungenschaften profitieren.

        „Er war weder der Teufel in Person noch der Antichrist.“

        Nein, aber einer, der Befehl zum Massenmord gab. Oder soll ihm das nicht bewusst gewesen sein?

        „Einfach ein verrückter Mann, dem zu viele zu lange zugehört und geglaubt haben.“

        Ja und Nein. Er konnte seine Pläne natürlich nur durch die Unterstützer (und Radio/Lautsprecher) und einem genial konstruierten System der Verantwortungslosigkeit umsetzen. Geglaubt haben ihm allerdings zu wenige. Er schrieb lange vorher, was er tun würde (was von den Allierten spät gelesen wurde). Kaum jemand nahm es ernst. Gleich wie wir heute auf zig Websites nachlesen können, was mit den Ungläubigen passieren soll. Aber die meinen das ja nicht so (auch der Irre im Iran nicht), die wollen nur ein bisschen spielen (damit sie für’s CNN-Theater mit Entwicklungshilfe abgegolten werden). Vielleicht, vielleicht auch nicht. Wir werden es vielleicht sehen.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        hitler war der man, der chaplin den schnurrbart abgekuckt hat.

        sie wollen das grauen auf den sockel stellen und zementieren, ich bin eher dafür, es der lächerlichkeit preis zu geben (und ich befinde mich damit in bester gesellschaft… wissen sie was die nazi/hitler-witz-reisser larry david, jerry seinfeld, sarah silverman, woody allen, bill maher, … gemeinsam haben? richtig. alles juden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Teilzeitpapi, leider muss ich Ihre Befürchtungen teilen, was die Muslimbruderschaft und ihre Aktionen betrifft. Die aufgeklärten „Multikultifreunde“ wollen das alles nicht wahrhaben. Intoleranz mit Toleranz zu begegnen heisst, die Intoleranz zu stärken!

      • Jo Mooth sagt:

        Die satirische Verarbeitung des Nationalsozialismus und damit Hitlers wäre ok und keinesfalls zu tabuisieren. Satire am Thema darf alles. Das wäre dann Satire über den Nationalsozialismus oder eben: „Über Hitler lachen“. Hier hingegen ist das Thema „Kleinkinder als Tyrannen“, und Hitler wird als satirische Komponente dazugesellt – das geht eben nicht. Da wird – gleichsam als Rückkoppelung – der Nationalismus verharmlost, wenn auch ohne Absicht.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        ich liebe sie, diese humorpolizisten, die für alle genau wissen, bis wohin der spass getrieben werden darf. schön, dass ihre persönliche schmerzgrenze auch gleich die des rests des universums sein muss…

      • Buddyguy sagt:

        @ Teilzeitpapi sagt: 11. Januar 2011 um 11:10

        „Ich kann nur wiederholen: Wie würden sie sich fühlen, wenn das grosse Leid ihrer getöteten Liebsten satirisch verarbeitet würde?“

        Da ich es glücklicherweise nicht erlebt habe, ist logischerweise alles nur hypothetisch: Nicht Hitler meidet plötzlich den Kontakt mit mir, obwohl wir Jahre zusammen zur Schule gegangen sind. Nicht Hitler wirft mir Steine ins Schaufenster, obwohl ich mir das Geschäft ganz legal mit viel Schweiss aufgebaut habe. Nicht Hitler stürmt nachts in meine Wohnung und deportiert mich, da mein einziges Vergehen „Nichtarier“ ist. Hitler macht mir keine Angst, nein, wenn ich den in den Übertragungen sehe, muss ich wirklich lachen – auch wenn es mir kurz danach kalt den Rücken hinunter fährt, im Wissen darauf, was dieser kleine polternde Egozentriker ausgelöst hat.

        Hitler als DAS Böse hinzustellen ist einfach nur billig und verwantwortungslos – dann haben wir aus der Geschichte einfach gar nichts gelernt (was ja mit der Annahme der Ausschaffungsinitiative bewiesen wäre).

      • Teilzeitpapi sagt:

        @ Heiri Chlüpplisack, 11. Januar 2011 um 11:18

        „wissen sie was die nazi/hitler-witz-reisser larry david, jerry seinfeld, sarah silverman, woody allen, bill maher, … gemeinsam haben? richtig. alles juden.“

        Das ist das Privileg der Opfer.

        @ Heiri Chlüpplisack, 11. Januar 2011 um 11:27

        „ich liebe sie, diese humorpolizisten, die für alle genau wissen, bis wohin der spass getrieben werden darf. schön, dass ihre persönliche schmerzgrenze auch gleich die des rests des universums sein muss…“

        Sie dürfen lachen, damit habe ich keine Probleme. Das ist ihre Freiheit, für die ich kämpfen würde, wenn man sie ihnen wegnehmen wollte. Aber für mich stehen sie im Verdacht, dass sie Massenmörder, die ihre Pläne (teilweise) umsetzten, nicht ernst nehmen. Und dass sie die potentiell lebenden Massenmörder möglicherweise auch nicht ernst genug nehmen.

        Satire als Waffe gegen Ideologien. JA, SUPER. Totalitäre Ideologien ihrer Lächerlichkeit preisgeben. Ja, sofort. Aber nicht, wenn einer sie umgesetzt hat. Oder am Umsetzen ist. Dann ist die Zeit der Satire vorbei, dann muss der Bleispucker hervorgeholt werden. Und danach die Opfer und gefallenen Bekämpfer würdevoll in Erinnerung behalten werden.

        Übrigens schaue ich sehr genau darauf, wen die Satiriker nicht mehr ins Visier nehmen. Ich erachte dieses Zeichen als Warnung, dass die betreffende Ideologie auf dem Vormarsch ist und wir uns der nächsten Auseinandersetzungsstufe nähern. Ich sage nur soviel:

        „Talkmaster Harald Schmidt wird in seiner ARD-Show keine Scherze über den Islam oder die Mohammed-Karikaturen machen. «Davon lasse ich die Finger», sagte er der Berliner «tageszeitung». Er habe zwar keinen gefährlichen Beruf, aber er müsse wachsam sein. «Sie brauchen die nötige Feigheit», sagte Schmidt.“ (http://www.netzeitung.de/medien/381286.html)

        Carrell hat 1987 noch gescherzt, musste sich dann aber entschuldigen. Es sind nicht mehr viele Karikaturisten/Satiriker übrig, jedenfalls nach meiner Beobachtung. Was natürlich nicht heisst, dass wir im Konflikt verlieren müssen. Aber der Satirebetrieb ist schon mal weitgehend schariakonform (auch die Bondfilme, früher mit Gegnern der Zeit). Nur dass der nicht das Primärziel ist.

      • Teilzeitpapi sagt:

        @ Buddyguy, 11. Januar 2011 um 11:52

        „dieser kleine polternde Egozentriker ausgelöst hat.“

        Dieser kleine polternde Egozentriker hätte sie damals einfach verschwinden und irgendetwas mit ihnen anstellen (z.B. Experimente) lassen können. Sie haben anscheinend niemand aus ihrem Umfeld, der aus einer Diktatur kommt. Diese Leute haben ein anderes Lebensgefühl, wenn sie wissen, dass der Herrscher jederzeit auf ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, Gesundheit und Leben zugreifen kann, wenn ihm gerade danach ist.

        „Hitler als DAS Böse hinzustellen ist einfach nur billig und verwantwortungslos“

        Das sehe ich auch so. Aber Hitler trägt die Verantwortung dafür, einen Massenmord, Angriffskriege u.v.m. befohlen zu haben. Hitler war nicht unwichtig. Möglicherweise ersetzbar, das wird man nie genau wissen. Böse mag ich nicht. Aber es sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, was doch einiges aussagt. Jedenfalls mehr als „teubeln, jähzornig“, etc.

      • Kathy sagt:

        Ja Teilzeitpapi, jagen wir die Moslems, holen wir die Bleispucker hervor…und in 100Jahren gelten die heutigen Menschen als die Dümmsten, die es je gab – wer macht schon den gleichen Fehler zweimal??

      • Teilzeitpapi sagt:

        @ Kathy, 11. Januar 2011 um 13:46

        „Ja Teilzeitpapi, jagen wir die Moslems, holen wir die Bleispucker hervor…“

        Troll oder Provokation als Stilmittel? Bitte genauer lesen. Ich habe nirgends geschrieben, dass wir die Muslime jagen sollen. Ich habe meine Bedenken bezüglich Islamisten und Scharia (die für alle gilt) geäussert, die sie nicht teilen müssen. Und dass wir auf einer neuen Auseinandersetzungsstufe angelangt sind, weil die meisten Satiriker verstummt sind (falls sie jemals über den Islam gespöttelt haben). Es ist die Auseinandersetzungsstufe, in der wir entscheiden müssen, ob wir weiterleben wie bisher (mit Bier, vorehelichem Sex, Konkubinat, freie Religionswahl, Schweinefleisch, usw.) oder uns den Forderungen unserer Gegner anpassen. Für das weiter wie bisher ist der Preis, dass wir jederzeit bereit sein müssen, dafür geliebte Mitmenschen bei einem Anschlag zu opfern. Und uns auf einen jahrzehntelangen Zermürbungskonflikt einstellen müssen, denn der Gegner wurde zahlreich ins Heimatland (huch, SVP-Jargon, aber wohin sollten wir sonst gehen, in ihre Länder? Nein danke) hereingelassen, operiert aus dem Hinterhalt, global vernetzt, Top-ausgebildete Leute und hat mit seinem langen historischen Bewusstsein einen langen Atem.

        Wenn man ein totalitäres System machen lässt steht man irgendwann vor der Wahl zwischen Selbstaufgabe/Anpassung, zerstört werden und Kampf. Ob ihnen das passt oder nicht, aber das liegt in der Natur von Totalitarismen. Ich habe auch nirgends gesagt, dass wir (bei uns) bereits in der Periode der Bleispucker sind. Das war eine allgemeine Aussage. Als die Hutus in Ruanda mit dem Abschlachten der Tutsi begannen, wie hätten sie die noch stoppen wollen? Mit gutem zureden? Gewalt/Militär-/Waffeneinsätze sind das letzte Mittel, aber sie sind manchmal das nötige Mittel. Minimale Leidverursachung, um noch grösseres Leid zu verhindern. Ich hoffe nicht, dass es in der Auseinandersetzung mit den Islamisten so weit kommt. Aber die Hilflosigkeit der Politiker und das Wegschauen vieler verheissen nichts Gutes. Oslo hat heute eine höhere Vergewaltigungsrate als New York. Wer nimmt das schon zur Kenntnis (und rechnet mit einem baldigen Rechtsrutsch in Oslo/Norwegen)? Ein auf Vergewaltigungen spezialisiertes Spital in Oslo wird überrennt. Das verbreitete Muster: Täter muslimische Männer, Opfer junge Norwegerin (mit einheimischen Wurzeln): http://www.aftenposten.no/english/local/article190268.ece, http://www.aftenposten.no/english/local/article1567514.ece. Europa verändert rasend schnell sein Gesicht und (noch) wenige nehmen’s zur Kenntnis. Vielleicht wird Holland bald juden- und homosexuellenfrei: http://www.welt.de/politik/ausland/article11558101/Liberaler-empfiehlt-orthodoxen-Juden-die-Auswanderung.html, http://www.welt.de/print/wams/politik/article11573788/Juden-in-Holland-Fliehen-oder-kaempfen.html.

        „und in 100Jahren gelten die heutigen Menschen als die Dümmsten, die es je gab – wer macht schon den gleichen Fehler zweimal??“

        Gut möglich. Denn wer seine Werte aufgibt ist dumm. Wer Offenheit mit Grenzenlosigkeit und Toleranz mit Ignoranz verwechselt ist auch nicht besonders klug. Wer einem gewaltbereiten, nicht an Konventionen gebundenen Gegner gewaltfrei begegnen will, hm… Oder welchen Fehler meinten sie? Einen neuen Totalitarismus zuzulassen, dieses Mal Religionsfreiheit beanspruchend? Das Muster ist immer das gleiche: Mit der Abwertung von Bevölkerungsgruppen beginnt es (normalerweise Minderheiten, dieses Mal interessanterweise der Mehrheit, wobei die Minderheiten zuerst drankommen). Trifft sie auf Feigheit geht’s zackig weiter.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Teilzeitpapi führt doch genau aus, warum er so denkt, er liegt richtig damit. Seine Überlegungen zum Islamismus teile ich, und ich bin damit nicht allein, die Sicherheitschefs aller westlichen Länder sehen das genauso. Wie lange wollen wir noch die Augen verschliessen? Es geht nicht um Religion, es geht um Totalitarismus, die Religion wird nur vorgeschoben, das sollten wir endlich begreifen. Was muss noch passieren, weitere Attentate in U-Bahnen, Flugzeugen.? Oder in Regierungsgebäuden?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi: ich befürchte dass selbst wenn bei uns etwas Vergleichbares geschehen würde, also ein Anschlag auf Leben oder ausgewählte Symbole, selbst dann verzweifelt nach allen möglichen Erklärungen gesucht würde um bloss nicht der Wahrheit ins Auge sehen zu müssen. Denn wenn sie stimmt, dann haben wir nicht nur ein Problem, sondern ein riesen grosses Megatonnending vor uns, mit dem wir irgendwie konstruktiv umgehen sollten/müssen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das haben wir tatsächlich, Brunhilde. Überall dort, wo die Meinungsfreiheit geritzt wird aus falscher Rücksichtnahme, überall dort, wo Frauen und Mädchen die freie Entfaltung verwehrt wird im Namen von Traditionen, überall dort werden die extremen Kräfte gestärkt, zum Nachteil von uns allen. Und noch einmal, es ist nicht eine Frage der Religion, die wird bloss vorgeschoben, es geht hier um Totalitarismus, darum, die westliche Demokratie nachhaltig zu schädigen, mit allen Mitteln. Das passiert noch nicht heute, aber morgen, wenn sie gestärkt sind und in der Überzahl. Die wirtschaftliche Schwäche des Westens kommt da wie gerufen.

        Und bei uns gibt es tatsächlich Leute, die meinen, es sei möglich, das Scharia-Recht neben unserem Rechtssystem gelten zu lassen……..

  • mostindianer sagt:

    ich bin entsetzt über den vergleich. das ist schlicht nicht tragbar. in diesem text werden menschen mit käse verglichen. so etwas geht gar nicht!
    😉
    ansonsten finde ich den beitrag sehr witzig.

  • Hawera sagt:

    Der Vergleich mit Hitler stösst mir sehr unangenehm auf. Ein kleiner, nerviger Rotzbengel mit Tyrannen-Allüren ist nun mal kein psychopathischer Massenmörder.

    • Nala sagt:

      Hitler war vielleicht auch mal nur ein kleiner, nerviger Rotzbengel mit Tyrannen-Allüren…

      Ansonsten halte ich mich besser aus der Diskussion raus. Ich sehe Hitler nicht im selben Winkel wie die meisten Leser hier. Und nein, ich seh ihn auch nicht als Gutmensch. Nur versuche ich noch dahinter zu schauen. Nicht er hat all die Menschen umgebracht, sondern seine Untertanen. Die die meinten, sie würden in seinem Glauben handeln. Die Welt ist einfacher, wenn wir Hitler als den einzig bösen hinstellen können und wir uns nicht überlegen müssen, wer noch beteiligt war. (Kennt jemand die Bücher von Churchill…?)

    • Hawera sagt:

      Ist ein Massenmörder nur derjenige, der die Waffe in der Hand hält? Oder den Hebel im Krematorium umlegt? Ich bin der Meinung, Hitler im Jargon dieses Blogs als Massenmörder zu bezeichnen schliesst noch nicht aus, dass ich mir dennoch Gedanken darüber mache, warum er so viele willige Vollstrecker hatte. Im übrigen interessiert mich Hitlers Kindheit nicht so wahnsinnig. Gut möglich, dass er ein kleiner Tyrann war – na und? Entwicklungspsycologisch kann man tausend Erkärungen finden, warum er zu dem wurde, der er war. Trotzdem bleibt der Vergleich unzulässig.

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    ach, noch was: warum die angst vor dem ursprünglichen titel? jetzt ist’s irgendwie ziemlich seltsam und leicht verstörend… eindeutig eine verschlimmbesserung. jemanden als „hitler“ zu bezeichnen, der sich diktatorisch aufführt, ist m.w. im z.b. amerikanischen raum durchaus gang und gäbe, „führer“ habe ich hingegen in diesem zusammenhang noch nie gehört…

    • Michèle Binswanger sagt:

      Ok, überzeugt. Done.

      • fufi sagt:

        Hab bisher gemeint, dass wir uns hier im Zentraleuropäisch-Helvetisch-Eidgenössischen (Lebens)Raum und NICHT in einem – mir bisher unnbekannten amerikanisierten Raum befinden! (Trotz den nur kurz zurückliegenden Waffen-Diskussionen!)
        Da möchte fufi das Photon aber rassig in einen positiv gerümmten Nebenraum abhauen!

    • Yves M. sagt:

      Hmm. Jemand als HItler zu bezeichnen habe ich in den USA von keinem meiner Bekannten dort je gehört. Vielleicht noch Gestapo (bei der zu starken Kontrolle von etwas…).

  • Helga Klee sagt:

    Mich stört in diesem Artikel ganz gewaltig der Vergleich mit Hitler. Dieser Name sollte endlich aus den Vokabularen der schreibenden Zunft verschwinden. Dass vielen Kindern keine Grenzen mehr gesetzt und schon gar nicht kontrolliert wird, ob diese auch eingehalten werden, ist leider eine Tatsache. Vielleicht sollten wir uns einmal die Frage stellen, weshalb Kinder überhaupt Eltern haben. Die Antwort: weil sie für ihre gesunde Entwicklung Bezugspersonen brauchen, welche ihnen viel Liebe, sehr viel Zeit, echte Geborgenheit schenken und Werte vermitteln. Wer sein Kind liebt, der setzt ihm Grenzen, Kinder suchen diese auch. Werden ihnen keine gesetzt, dann überborden sie. Das geht schon sehr früh an und steigert sich in der Pubertät zu jenen Jugendlichen, die nur noch machen was sie wollen. Mit dem Resultat, dass es zur Wohlstandverwahrlosung kommt und im schlimmsten Fall gar zu einer Heiminweisung. Wir tun deshalb gut daran, wenn wir uns daran halten: Werte müssen vermittelt, vorgelebt und auch durchgesetzt werden. Wir tun dies in erster Linie im Privaten, also in unserem direkten Umfeld in der Familie, im Freundeskreis oder in Vereinen. Auch die Schule ist gefordert. Als wichtige Sozialisationsinstanz hat sie nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Erziehungsauftrag, wobei dieser nicht in reine Nacherziehung münden darf. Erziehen heisst schliesslich Werte vermitteln und damit die moralische Entwicklung fördern.

    • Yves M. sagt:

      Ich finde den Vergleich eines quängelnden Kindes (was in einem gewissen Alter zur normalen Entwicklung gehört…) mit Hitler (verantwortlich für Massenmord etc.) unter aller Sau. Ganz schlechter Artikel.

      • fufi sagt:

        Der Blog war bereits gestern Nachmittag, 10.1.11, für kurze Zeit aufgeschaltet, danach wurde er wieder vom Netz genommen. Hab eigentlich gemeint, dass das am Titel gelegen habe – sei vielleicht ein, wenn auch „diskutabler“, Arbeitstitel.
        Hab mich LEIDER getäuscht!
        Ebenso daneben finde ich allerdings, dies
        @ Thomas um 11.1.11, 11:04
        wenn anstelle Hitlers kommunistische Diktatoren ins Spiel gebracht werden.
        (falls ironisch gemeint: Bitte die Ironie ankreuzen!)

        Finde den Vergleich mit real Existierenden/exisiert Habenden Diktatoren echt dégoutant!
        Da gings nämlich nicht um ein Orangschesäftli im Migros, sondern um Tausende (Millionen) von Ermordeten, Gefolterten, Vertriebenen und so.

        Schade um den ansonsten guten Artikel!
        🙁

      • Patrick Tigri sagt:

        Stimmt, habe ich auch gesehen.

    • Independent sagt:

      Damit habe ich überhaupt kein Problem. Das Bild ist extrem plakativ und sicher auch überspitzt, aber sinnvoll provozierend.

      Gutes Stilmittel!

    • Teilzeitpapi sagt:

      Kann mich der Kritik am Hitlervergleich nur anschliessen. Das Verhalten des Kindes ist natürlich, es kooperiert mit dem Verhalten der Eltern (siehe Juul „das kompetente Kind“). Hitler war ein erwachsener Mensch und hat sich bewusst entschieden, unzählige andere Menschen (denen er davor Menschlichkeit absprach) quälen und töten zu lassen.

      Unter aller Sau finde ich noch nett ausgedrückt. Auch das weitere Kriegsvokabular. Entweder liegt es daran, dass Frau Binswanger in einem Land lebt, in dem die Leute keine Ahnung mehr von Krieg haben (was zwar schön ist, aber manchmal auch ein Nachteil sein kann, Wachsamkeit, etc.). Oder es kann dem Mamablog wie auch sonst vielen Medien nicht mehr schrill genug sein im „Krieg“ um Werbeeinnahmen?

      Liebe Frau Binswanger, gehen Sie doch mal in ein Kriegsgebiet. Begleiten Sie James Nachtwey oder einen Kollegen von ihm. Nehmen Sie Kinder, gross werden und Erziehung unter solchen ernsten Bedingungen als Anlass (und Rechtfertigung gegenüber der Redaktion). Vielleicht hilft es Ihnen, bei der Wortwahl wieder zu Verhältnismässigkeit zu finden. Eltern, die Kindern keine/zu wenig Grenzen setzen sind ein Problem (wohl in jeder Gesellschaft, Ausland hin oder her). Aber keine Völkermörder, die mit solchem Sprachgebrauch verharmlost werden.

    • Jo Mooth sagt:

      Ich finde den Vergleich mit Hitler in dem Zusammenhang unsäglich! In einer echten Satire ginge das, denn Satire darf alles. Der Beitrag hier ist aber zu ernsthaft.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das sehe ich auch so, liebe Michèle. Der Artikel ist sehr gut und hat einen wunden Punkt getroffen bei mir, aber der Vergleich mit Hitler ist absolut unpassend, wie kommen Sie auf sowas?

        Ich kenne das Buch über den kleinen Tyrannen auch und habe es sogar mal gelesen, bin damit nur in wenigen Einzelheiten einig und fand vor allem auch den Ausdruck „Tyrann“ völlig daneben.

        Meine Devise war: Ball flachhalten! Wegen Nichtigkeiten sollte nicht alles zum Eskalieren gebracht werden, das hilft niemandem, Pragmatismus ist immer besser als sture Prinzipienreiterei, was nicht heisst, dass man nicht konsequent sein soll. Es ist immer ein Abwägen, und genau das ist die Kunst.

    • Patrick Tigri sagt:

      Naja, Heimeinweisung. Ich denke nicht, dass die Ursache in der Mehrzahl der Fälle eine Wohlstandsverwahrlosung ist. Da gibt es sicher viele, verschiedene Gründe.

    • Tomas sagt:

      ja, denke ich auch, Stalin, Kim Jong Il oder Pol-Pot wären wohl besser.

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    und nochmals, bevor der auguste mir zuvorkommt: elvis costello – two little hitlers

    • Auguste sagt:

      hmm…, heiri, ausser bei garth liegen unsere musikgeschmäcker wahrscheinlich recht nahe beieinander, auch was den viel zu früh verstorbenen „burrito brother“ angeht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Sehr spannendes Thema, und ja, an was alles es wohl liegen mag?
    Die verschiedensten Vermutungen wurden hier drin ja schon gemacht,
    von der attestierten Erziehungsunfähigkeit resp.-unwillens über
    „die möglicherweise knappe Präsenzzeit nicht mit unangenehmen Massnahmen belasten wollen“,
    bis zu Fehlinterpretationen von „Liebe“.
    Zwei Dinge würden mich tiefer interessieren, einerseits wie genau funktioniert denn das in welchem Ausland?
    Mir berichten Bekannte aus Italien, dass die dortigen Kinder/Jugendliche finanziell sehr grosszügig gehalten werden, bis Auto-und Wohnungssponsoring der Eltern (welche dafür auf einem Minimum leben). Haben diese Kinder dann selber Kinder entstehen aufgrund der unrealisistischen Erwartungen, und dem nicht-gelernt-haben wie man mit dem eigenen Lohn auskommt, sehr grosse Probleme. Ich weiss nicht ob dies überall so ist, aber ich denke auch im kleinen Umfeld wird dies nicht bloss konstruktive Auswirkungen haben. Irgendwo beginnt ja die Haltung „ich schau vorallem mal um mich, und es geht vorallem mal um mich“ welche man dann auch im Grossen beobachten kann.

    Das andere ist unsere grosse Verstummung.
    Wehe jemand öffnet irgendwo seinen Mund dann schreits gleich „Mütter-und Väterpolizei!“
    Gut, vielleicht hatten wir ja auch in der Vergangenheit nie die Fähigkeit uns in angemessenem Tonfall gegenseitig Ermutigung und Hinweise zu geben, vielleicht gab es tatsächlich nie eine „gute, wertschätzende soziale Kontrolle“.
    Zwar grosses Entsetzen wenns dann doch irgendwo heftig knallt, ob nun zwischenmenschlich oder als Sachbeschädigung, und vielleicht hat man ja schon immer eigentlich gewusst dass…, aber wir erlauben uns nicht mehr zu lernen, wie man in einer Gemeinschaft verbindlich lebt, inklusive auch mal eher unangenehmes Einmischen, obwohl wir alle dann mit den (jugendlichen/erwachsenen) Resultaten fertigwerden müssen.
    Meine Kinder wissen dass ich es in Ordnung finde, wenn sie auch von anderen Menschen auf Dinge hingewiesen werden. Manchmal gibts dann Diskussionen über den Tonfall, welcher nicht immer glücklich gewählt ist, aber wichtig ist mir in so Fällen immer auch der sachliche Inhalt. Kann man über den strittigen Punkt geteilter Meinung sein? Also bspw. dürfen sie Gras abreissen oder nicht (Ja, ich finde sehr wohl dass sie dürfen…;-) ), ist es okay an fremden Autos herumzufingerln? (nein, finde ich absolut nicht okay). So lernen sie, dass wir in einer Gemeinschaft, einem verwobenem Netz leben. Sie haben dadurch auch gelernt besser hinzuschauen, ihnen fallen Kleinigkeiten auf und sie können diese in einen grösseren Kontext stellen, sie sehen nicht nur das isolierte „Tun“, sondern auch die möglicherweise daraus folgenden Konsequenzen für andere, für uns alle.
    Aber das wäre wohl genug Stoff für einen separaten Artikel… 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Brunhilde, jetzt muss ich Ihnen ein grosses Kompliment machen: Das ist wohl der beste Kommentar, den ich bis jetzt von Ihnen gelesen habe. All die verschiedenen Punkte sauber herausgestellt, beleuchtet, wo die täglichen Herausforderungen in der Kindererziehung liegen. 🙂

      Ich würde heute vieles noch ähnlich machen, aber einiges ganz anders, weil ich die Prioritäten anders setzen würde. Was ich vor allem gelernt habe: Was bei dem einen Kind völlig richtig ist, muss beim andern überhaupt nicht funktionieren……

    • StefanB sagt:

      Ja, ich gebe Ihnen und Pippi recht: Wir müssen (wieder) lernen, Kindern Grenzen aufzuzeigen: Grenzen des (finanziell und physisch) Möglichen, Grenzen, die zu ihrem Wohlergehen beitragen…

      Und ja, Pippi: So, wie jeder Mensch verschieden ist, sind es auch Kinder. Und was für ein Kind vielleicht nicht ganz völlig richtig ist, kann für das andere völlig falsch sein. 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Stefan, deshalb ist es auch so wichtig, Prinzipien und Grundsätze gelegentlich zu hinterfragen, sonst können wir den Kindern und ihren individuellen Bedürfnissen nicht gerecht werden. 🙂

      • Patrick Tigri sagt:

        Ausserdem gibt es ja keine Regel ohne Ausnahme.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Pippi Langstrumpf: na, wenn das nicht runtergeht wie Honig?! Ja, manchmal kann ich erstaunlich vernünftig und klar sein, auch wenn Sie mehrheitlich vielleicht einen ganz anderen Eindruck gewonnen haben 😉 Das mit der Verschiedenartigkeit geht mir genau gleich, ich nenne es „dieselben Prinzipien aber nicht dieselbe Umsetzung derselbigen“, der Persönlichkeit und Situation angepasst, immer schön flexibel ohne in die Überdehnung zu geraten… .

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Brunhilde, ich weiss, dass sie klar und vernünftig denken können. Nur beim Thema „Feminismus“ sind sie einfach nach wie vor im „Anhänger“ sorry. Sie kommen mir da zu früh mit der Harmonie, zuerst muss ausgemistet und aufgeräumt werden, sonst kommen wir nicht weiter. Und dabei müssen die Männer, als Nutzniesser des Systems „Patriarchat“, in die Pflicht genommen werden. Missstände müssen benannt werden, sonst können sie nicht behoben werden.

        Wir wollen eine neue Gesellschaft, ganz unbescheiden. Dass wir auf guten Wegen sind, zeigt mir die gestrige Haltung der Männer, als der unsägliche „Flüeler“ seine abstruse Meinung kundtat. Sowas wäre vor dreissig Jahren nicht möglich gewesen, dass es heute möglich ist, haben wir den Feministinnen zu verdanken. Sie und nur sie hielten den Finger auf diese Wunde, alle andern versteckten sich hinter dem Tabu: Es kann nicht sein was nicht sein darf! Wobei das Tabu immer nur das darüber Sprechen betraf, der Missbrauch als solches war kein Tabu, dazu war er zu verbreitet.

        Die Mär von den „frühreifen Lolitas“ und den „süssen willigen Jungs“ geisterte durch alle Schichten, in der Kirche und den Freikirchen genauso wie bei den aufgeklärten Pädagogen und den fortschrittlichen Intellektuellen, wer sich dort dagegen stellte wurde als lustfeindlich, frigide und frustriert hingestellt. Bei den Kirchen ging es um die „Erbschuld Evas“, bei den weltlichen Kreisen darum, progressiv zu sein und Sexualität als immer positiv darzustellen.

        Trotzdem, in vielen entscheidenden Fragen finden wir immer wieder Konsens, das freut mich!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Aber Pippi, der Thread ist doch schon so total auseinandergefallen
        und die Wogen gehen hoch wie man nun die Kleinen möglichst politisch korrekt nennen darf, soll, muss-;
        wollen Sie da wirklich noch den Feminismus als zweiten Sprengsatz zünden?
        Aber nun noch ganz seriös, die Konsensfindungen freuen mich jeweils natürlich auch sehr!

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