Keine Lust auf diese Tortur

Die kaiserschnittfreudigen Urnerinnen scheren sich keinen Deut um die Mystifizierung der Geburt - Karikatur von Satish Acharya.

Die kaiserschnittfreudigen Urnerinnen scheren sich keinen Deut um die Mystifizierung der Geburt.

Dieser Tage wurde eine Studie zu den Kaiserschnittgeburten in der Schweiz veröffentlicht. Sie brachte, wenig erstaunlich, den Hebammenverband in Rage. Die Zahlen steigen nämlich. Jede dritte Geburt hierzulande ist ein Kaiserschnitt, das entspricht einer Zunahme von 10 Prozent seit 1998.

Viel erstaunlicher als die Reaktion des Hebammenverbandes ist hingegen, dass sich auf dem Spitzenplatz Uri befindet. 40 Prozent der Geburten erfolgen dort per Kaiserschnitt. Dann folgt dicht der Kanton Zug, es erscheinen da Solothurn, Schwyz, Baselland, Nidwalden und Schaffhausen. Zürich figuriert auf Platz 8 und ist damit noch knapp über dem Durchschnitt; das Schlusslicht bildet der Jura mit immerhin noch 19,5 Prozent.

Das ist insofern bemerkenswert, als dass den Frauen, die sich für einen Kaiserschnitt entscheiden, immer wieder vorgeworfen wird, sie wären keine richtigen Mütter. Sie seien zu fein und zu verweichlicht, um sich den Wehen zu stellen. Sie würden sich um das einmalige Geburtserlebnis bringen, der Natur ins Handwerk pfuschen und ihrem Kind damit einen schwierigen Start ins Leben zumuten. Oder sie würden sozusagen mit der Agenda in der einen und dem Blackberry in der anderen Hand den Geburts- wie einen Geschäftstermin planen.

Damit wird den Frauen, die sich für einen Kaiserschnitt entscheiden, ziemlich unverhohlen Egoismus unterstellt. Und es wird suggeriert: Nur eine natürliche Geburt ist eine richtige Geburt, alles andere ist Versagertum.

Jetzt zeigt die Statistik nicht nur, dass die Kaiserschnitte weiterhin zunehmen. Sie zeigt auch, dass sich das Bild von der verwöhnten Tussi oder der herzlosen Karrierefrau nicht halten lässt. Wenn auf den Spitzenplätzen die Frauen der konservativsten Kantone der Schweiz figurieren, dann heisst das was. Es heisst: Da herrscht in Sachen Geburt exakt jener Pragmatismus, der den Innerschweizerinnen oft nachgesagt wird. Dass sie nämlich der Meinung sind: Wir haben keine Lust auf diese Tortur. Wir freuen uns zwar unglaublich auf unser Kind, aber wir haben keine Lust, uns dem Diktat zu beugen, dass nur jene Frauen gute Mütter sind, die ihre Kinder natürlich gebären. Und wir lassen uns schon gar nicht vorschreiben, wie wir unser Kind zur Welt zu bringen haben.

Kein Mensch käme auf die Idee, sich einen Zahn ohne Narkose ziehen zu lassen. Kein Mensch käme auf die Idee, die Heilung eines Beinbruchs der Natur zu überlassen oder ein Frühchen seinem Schicksal. Überall und immer wird auf die Medizin und vor allem auf die segensreichen Errungenschaften der Chemie zurückgegriffen – bloss bei der Geburt wird nach der Natur geschrien, die abgesehen von der vermeintlichen Romantik durchaus auch Risiken birgt.

Dass sich die Innerschweizerinnen keinen Deut um die ganze Mystifizierung der Geburt scheren, macht deutlich, dass Frauen heute zu Recht und in aller Selbstverständlichkeit davon ausgehen, dass sie die freie Wahl haben. Sie können über ihr Leben entscheiden, ganz so, wie sie es für richtig befinden. Nicht nur, was ihren Beruf angeht, ob sie heiraten wollen oder nicht, ob sie nach der Geburt des Kindes weiterhin arbeiten oder Hausfrau sein wollen.

Sie haben eben auch die Wahl, frei zu entscheiden, wie sie ihr Kind auf die Welt bringen. Wenn sie sich entscheiden, auf die Medizin zurückzugreifen, was jede werdende Mutter mit all den Tests und Untersuchungen grundsätzlich gerne tut (vor allem jene, die nicht auf natürlichem Weg schwanger werden können und dankbar die Fortpflanzungsmedizin in Anspruch nehmen), dann hat sie niemand dafür zu verurteilen.

Dass die Schweizer Frauen und allen voran die Innerschweizerinnen auf die Vorurteile pfeifen, ist gelebte Emanzipation. Der Hebammenverband, der sich angesichts der Statistik festzustellen bemüssigt fühlt, dass offenbar «ein wesentlicher Teil der Kaiserschnittgeburten nicht medizinisch begründbar sei», und generell von solchen Geburten abrät, sollte sich eine Scheibe von dieser Einstellung abschneiden.

Bettina Weber ist Gesellschaftsredaktorin des Tages-Anzeigers. Sie ist kinderlos und lebt in Zürich.

557 Kommentare zu «Keine Lust auf diese Tortur»

  • Andrea Mordasini sagt:

    Beim 1. Kind hatte ich einen geplanten KS wegen Beckenendlage, das zweite kam spontan auf die Welt. Für mich wären Wunschkaiserschnitte nicht in Frage gekommen, doch ich kann Mütter verstehen, die sich auch irgendwelchen Gründen und traumatischen Erlebnissen/Geburten für so einen entscheiden. Es ist und bleibt das Recht der werdenen Mutter selber zu entscheiden, wie sie gebären möchte, Hauptsache das Kindswohl ist nie gefährdet. Mühe hingegen habe ich mit „posh zu push“, wo Babys extra und um der „guten“ Figur der Frau per Kaiserschnitt geholt werden. Das hingegen finde ich enorm egoistisch!

  • Monika Diethelm sagt:

    Es ist tatsächlich so, dass Kaiserschnittkinder mehr Probleme mit der Adaptation ans Leben ausserhalb der Gebärmutter haben, v.a. auch Kinder, die mit einem Kaiserschnitt vor Wehenbeginn geboren wurden. Wenn eine Spontangeburt für Mutter oder Kind gefährlich wäre, muss man diese Probleme in Kauf nehmen. Aber wenn eine Spontangeburt möglich wäre, möchte ich das nicht riskieren. Ausserdem ist für frau die Gefahr von Problemen bei weiteren Schwangerschaften/Geburten nach einem Kaiserschnitt erhöht und auch das Risiko für Verwachsungen im Bauch, die später Schwierigkeiten machen können.

  • Franziska sagt:

    Das ist nämlich so: Im Kanton Uri werden tatsächlich am meisten Kaiserschnitte vorgenommen. Nun sind es aber nicht die weichen Urnerinnen die darum betteln, sondern die leitenden Ärzte die mit jedem Kaiserschnitt eine Menge Kohle absahnen und ihn darum leider allzu oft durchführen. In Stans zum Beispiel können auch drittgebärende eine Spontangeburt versuchen, obwohl sie bereits zwei Kaiserschnitte hinter sich haben. In Uri ist das nicht möglich. Ich wünschte mir einen Spital, der mehr mit der Komlimentärmedizin arbeitet und nicht für alles gleich Spritze und Pille empfiehlt.

  • Angela Bibiane Nussbaumer sagt:

    A propos Geburtsgewicht: mein erstes Kind wog 3520 g, mein zweites 4150 g – und die Grossmutter väterlicherseits wog bei ihrer Geburt 1924 stattliche 13 Pfund. Ebenso der Vater meines Vaters, geboren im September 1901… Eine Geburt ist eine Grenzwanderung und eine Grenzerfahrung für jede Frau. Diese macht sie so unermesslich wertvoll. Sie lässt einen die totale Nähe von Leben und Tod erfahren.

    Die ein anderer Aspekt der ganzen „Angelegenheit“.

    P.S. ich bin 157 cm gross

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      …unermesslich wertvoll, die Nähe von Leben und Tod zu erfahren? Ein bisschen kleiner gehts nicht?

      Vielen Dank, aber auf sowas kann ich gut verzichten, ich bin kein Adrenalin Junkie.

  • heidi reiff sagt:

    Leboyer hat ein aufschlussreiches Buch geschrieben – die sanfte Geburt – zeigte auch auf, wie Neugeborene durch Lichter im OP geschädigt werden. Wassergeburten im Meer ist seine Idee. Es gibt Frauen, die ihre Kinder im Meer gebären, wenn ich das Rad zurückdrehen könnte wäre das meine Entscheidung 2 Meeresgeburten, schnüff, wenn das Wörtchen wenn nicht wär……

  • sugus sagt:

    ich respektiere grundsätzlich die entscheidungen der frauen, finde es aber persönlich sehr schade, dass sich heute viele frauen eine spontangeburt nicht mehr zutrauen und die verantwortung abgeben.
    ich finde den artikel von bettina weber voll nervig und müssig, die vergleiche mit zahn- und anderen operationen hinken für mich sowieso.
    persönlich habe ich vier hausgeburten hinter mir( oh ja, das gibts auch noch!!) und kann nur sagen, dass mir diese erlebnisse enorm viel kraft und selbstbewusstsein gegeben haben und ich eine solche erfahrung jeder werdenden mutter wünschte.
    auf dass die frauen sich wieder mehr zutrauen!
    yes, we can;-)!

  • Cara Mia sagt:

    Was mich auch immer mal wieder stutzig macht: Meine Gynäkologin war meine Schwester, und ich war ziemlich ängstlich und hätte wohl rasch einem KS zugestimmt bei meiner ersten Geburt. Sie hat mich aber einfach seelenruhig mir selbst überlassen, sie sagte bloss, gesundheitlich sei alles ok und es sei noch kein Kind drinnen geblieben. Da ich Sport trieb, dauerte die Geburt ein Weilchen, zu starke Beckenbodenmuskulatur. Wäre ich nicht die Schwester gewesen, hat sie mir dann gesagt, hätte sie wohl eine Sektio gemacht, aus Angst vor dem Vorwurf, eine Gebärende so lange leiden zu lassen. Sie hat mir auch erzählt, dass die Frauen ihrer Kollegen viel seltener KS machen, als die „normalen“ Patientinnen. Spricht doch für sich, eigentlich…

    • Cara Mia sagt:

      P.S. Ich war danach sehr froh, es durchgestanden zu haben und die zweite Geburt verlief kürzer. Ich habe aus anderm Grund schon in der Pubertät Bauchschnitte gekriegt und hatte auch als Erwachsene nochmals eine Bauch OP, diese Narben sind derart mühsam und tun ewig weh, wenn es sich also umgehen lässt, dann tue ich das.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cara, lieber ein Schnitt im Bauch als in der Genitalgegend, das brauche ich nun wirklich gar nicht. Meine zwei KS waren absolut problemlos, ein Spaziergang im Vergleich zu Spontangeburten. Kann es ohne Einschränkung jeder Schwangeren empfehlen, Frau gönnt sich ja sonst nichts 😉

      • asti sagt:

        Guter Beitrag!

      • Laura TI sagt:

        @Pippi
        Wie können Sie wissen, ob eine Spontangeburt im Vergleich schlimmer gewesen wäre, wenn Sie selber nie spontan geboren haben? Wie können Sie wissen, ob ein Dammschnitt wirklich schlimmer gewesen wäre als ein Bauchschnitt, wenn Sie es selber nie erlebt haben? Sehen Sie, ich zum Beispiel würde nie jemandem etwas empfehlen, weil ich weder Dammschnitt noch Bauchschnitt kenne, ich könnte also nicht sagen, was schmerzhafter ist.
        Ich persönlich habe dreimal ambulant im Spital geboren, ging keine 8 Stunden nach einer Geburt mit dem Neugeborenen spazieren an der frischen Luft und konnte meinen Alltag in meiner Umgebung geniessen und vor allem auch die grösseren Kinder und meinen Mann am Neugeborenen teilhaben lassen vom fast ersten Moment an.
        Familie gönnt sich ja sonst nicht.

  • Sisasausewind sagt:

    Was hat den bitte eine hohe Kaiserschnitt-Rate mit Emanzipation zu tun?

    Nach meiner Erfahrung sind es oft gerade die emanziperten und selbstbestimmten Frauen, die sich gelassen auf eine natuerliche Geburt vorbereiten. Wenn es dann medizinisch notwendig ist, ist ein Kaiserschnitt ok, aber nicht aus Angst vor den Schmerzen (kann man mit der richtigen Vorbereitung gut damit umgehen lernen) oder weil es fuer den Arzt besser in den Terminkalender passt.

    Ich bin nach beiden Geburten nach weniger als 12 Stunden wieder fit durchs Spital spaziert waerend die Kaiserschnittmuetter nach tagelang (wenn ueberhaupt) in gekruemmter Haltung durch die Gaenge schlurften. Wer sucht sich das schon freiwillig aus?

    Meines Erachtens hat die hohe Kaiserschnitt-Rate auch viel damit zu tun, dass den werdenden Muetter zu wenig erklaert wird, was bei der Geburt passiert, v.A. das Zusammenspiel von Adrenalin und Oxytocin.

    • suha sagt:

      genau!! und ich bin nach den Geburten gleich wieder heim – ambulant gebären, die gute Alternative zu Hausgeburt in der CH
      – sowas musste man sich vor 30 Jahren noch „erkämpfen“ bei den Ärzten und Hebammen – und jetzt wieder dieser Rückschritt in die Abhängigkeit der Schulmedizin, Kaiserschnitt wo Normalgeburten möglich wären durch Angstmacherei – weniger glauben und mehr selber denken!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Bin ich auch, nach einem Tag durchs Spital spaziert, es ging mir sehr gut. Wenn ich aufstand, trug ich eine Bauchbinde, damit die Narbe gut verheilt, nach einigen Tagen brauchte ich sie nicht mehr.

  • dede sagt:

    Freitag, 03.12.2010
    ich kann mir einen kaiserschnitt selber nicht vorstellen. für mich war immer klar, dass ich eine spontan geburt versuchen will, wenn alle umstände gegeben sind. meine meinung ist, dass wir hier in der schweiz medizinisch so gut versorgt sind, dass im notfall sofort ein kaiserschnitt gemacht werden kann.
    deshalb habe ich das auch so bei meinen zwei geburten gehandhabt. meine tocher ist spontan zu welt gekommen ohne pda aber mit starken schmerzmitteln. meine zweite geburt mit zwillingen wollte ich auf jedenfall spontan probieren – die umstände erlaubten es. ohne pda ohne schmerzmittel. einer der zwillinge kam in steislage. die ganze geburt habe ich mit homöopathie begleitet. Neben den Hebammen waren natürlich auch die ärzte daneben bereit. Es klappte so gut, weil sich mein arzt (geburtshelfer) so grandios einsetzte, um einen evtl, kaiserschnitt zu verhindern. dies nenne ich wirkliche geburtshilfe.
    alles ging super. ich will damit nicht die frauen verurteilen, die einen kaiserschnitt hatten, jedoch finde ich, so lange keine medizinschen indikatoren, wie zu grosser kopf ect. für einen kaiserschnitt sprechen, sollte frau die spontangeburt versuchen – schliesslich bringen millionen frauen, tausende jahre, kinder auf die welt. auch ohne kaiserschnitt. und nochmals, hier in der schweiz, sind die ärzte da, wenns draufankommt.
    übrigens waren meine schwangerschaften alles andere als einfach, jedoch hatte ich nie angst vor der geburt.

  • heidi reiff sagt:

    Könnte mir jemand Auskunft geben über alle diese verlassenen und hungernden Kinder in Afrika, sag mir wo die Mütter sind, wo sind die geblieben, weshalb haben die sich aus dem Staub gemacht, da stimmt doch vieles nicht, wenn Mensch schon sich entscheidet, ein Kind auf die Welt zu stellen hat er auch VERANTWORTUNG, Kinder brauchen Begleitung bis sie selber Entscheidungen treffen können und ein selbständiges Leben führen können, hat ja nichts mit Hautfarbe zu tun, das wäre für mich gelebter humanismus ohne Heuchelei .

    • fufi sagt:

      @heidi reiff
      äxgüsi, hat glaub sehr wohl was mit der hautfarbe zu tun?
      wie stehts denn mit den weissen, die zwar kinder HABEN- ich sagte HABEN – wollen, aber vor lauter anderen verpflichtungen keine zeit fürselbige haben wollen – ich sagte HABEN WOLLEN!

      Mamablog, 3.12.2010!

    • barbara sagt:

      Die afrikanischen Mütter sind evtl. an AIDS gestorben? oder prostituieren sich in Hotels wo sich weisshäutige „Massas“ an ihnen ausleben und danach prahlen was für geile Weiber sie im Bett gehabt haben.
      Und: wieviele verwahrloste Kinder gibt es bei uns? Wieviele Eltern (es gibt auch solche in meinem Bekanntenkreis) wollten ein Kind, aber nicht auf den Ausgang verzichten und lassen das, vielleicht 2jährige, Kind alleine schlafend im Bett und gehen ins Kino? Wieviele Eltern wollen ein Kind um auch ein Kind zu haben, wollen aber weder mit dem Kind spielen noch sich Zeit nehmen? Da werden Kinder zugelegt wie Autos, Haus und Accessoires aber man geht nicht auf den Menschen (was das Kind ja ist) ein. Die Kinder werden nicht erzogen. Man lässt denen alles durch gehen, weil man sich nicht mit ihnen auseinander setzen will. Man will als Eltern keine Position beziehen.

      Sind wir in unserer, weissen, Gesellschaft besser als andere in anderen Kulturen? Wie können wir urteilen, wenn wir die Geschichten der Menschen nicht kennen?

    • Globetrotterin sagt:

      Ich erinnere mich noch gut an die Flüchtlingsbilder aus Ruanda. Scharenweise waren Mütter mit ihren Kindern, die sie sich auf Bauch oder Rücken geschnallt hatten, auf der Flucht. Etwa zur gleichen Zeit gingen die Bilder aus den rumänischen Waisenhäusern um die Welt. Damals habe ich oft gedacht, wie selbstgefällig wir Weissen doch sind. So verheerende, menschen- bzw. kinderverachtende Bilder wie aus Rumänien habe ich aus Afrika noch nie gesehen. Selbst in der allerschlimmsten Not und allerhöchsten Gefahr, vor Hunger und Durst selbst total geschwächt, haben diese armen schwarzen Mütter ihre Kinder mitgeschleppt. Diese Selbstbeweihräucherung hier auf Kosten der armen Frauen in Afrika ist einfach unglaublich!

      • Patrick Tigri sagt:

        „So verheerende, menschen- bzw. kinderverachtende Bilder wie aus Rumänien habe ich aus Afrika noch nie gesehen.“ Tja, gerade Ruanda solltest Du hier als Beispiel nicht heranziehen. 1994 wurden dort innert dreier Monate eine halbe bis eine Million Menschen geschlachtet.

      • Globetrotterin sagt:

        @Patrick Tigri:
        Verdreh‘ mir nicht das Wort im Mund. Wir sprechen hier von der Situation Mutter/Kind. Sorry, aber das ist leider mal wieder „typisch Mann“!

      • Patrick Tigri sagt:

        Du verstehst mich falsch. Es geht mir nur darum, dass Du richtige Beispiele heranziehst, unmissverständliche, und keine zweifelhaften.

  • Georg Stamm sagt:

    Kaiserschnitt, warum nicht ? Aber selber zahlen bitte, wenn keine medizin. Indikation besteht und es „keine Lust auf die Tortur“ der normalen Geburt ist.

    • asti sagt:

      Schon mal darüber nachgedacht dass jene die einen Kaiserschnitt wählen auch psychische Gründe dafür haben könnten??
      Mein erstes Kind war in Beckenendlage und da war ein Kaiserschnitt nötig. Danach war meine Meinung- Nie wieder!
      Mein zweites Kind habe ich im sechsten Monat verlohren und musste es „still gebähren“ (auf normalem Weg). Ganz ehrlich, wenn es soweit ist und ich noch einmal ein gesundes Kind auf die Welt bringen darf dann mit Kaiserschnitt.. denn die Erinnerungen, möchte ich in diesem Moment bestimmt nicht allle wieder durchleben..

  • Jürg. sagt:

    Kaiserschnitt wird zur Feuertaufe (20 minuten)

    http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/30020088

  • Fessler Walter sagt:

    Typischer Bericht einer kinderlosen Frau. Untersucht wurde von Ihr nicht, ob ein geldsüchtiger Chirurg im Spital in Altorf aktiv ist.
    Mit freundlichem Gruss

  • Mama3 sagt:

    Ich habe beides erlebt, zwei Spontangeburten und eine Kaiserschnittgeburt, und kann nur sagen: „Keine Lust auf diese Tortur“ gilt für mich auch – aber für den Kaiserschnitt!
    Abgesehen davon, dass die Geburt im Operationssaal überhaupt nichts Schönes ist, fand ich die Schmerzen NACH der Operation (trotz Schmerzmittel) viel schlimmer als die Geburtswehen bei den Spontangeburten.
    Und noch etwas, das einem niemand im Voraus sagt: Durch die Operation hatte ich während 6 Monaten kein Gefühl oberhalb der Narbe. Glück gehabt – ich kenne eine Frau, die unterhalb der Narbe kein Gefühl mehr hatte…
    Der Kaiserschnitt bei meinem dritten Kind war nötig, weil es in Steisslage war. Ich habe Frieden gemacht mit dieser Erfahrung, aber trotzdem: Wenn ich nochmals gebären sollte, ich würde NIE freiwillig einen Kaiserschnitt wählen!

    • macho sagt:

      Wie ist das zu verstehen, sie war bauchabwärts gelähmt oder hatte kein sexuelles Empfinden mehr?

    • Rahel sagt:

      @ Mama3

      Ja das sehe ich für mich auch so! Bei mir hat der Arzt noch etwas über die volle Wirkung der Narkose hinaus im Bauch herumhantiert ( habe ihn, als ich zu Hause war telefonisch gefragt, was genau, aber ich weiss es nicht mehr ), somit erfolgte das Zunähen in aufwachendem Zustand, was schlicht und einfach besch………..eiden war. Bis ich dann auf dem Zimmer war und die scheintote Schreckschraube von Hebamme mir nach dreimaligem Bitten um Schmerzmittel endlich den Beutel am Christbaum befestigte und das Zeug floss, hätte ich die Wände hochgehen können! Und ich übertreibe da abolut kein bisschen! Ich würde meiner ärgsten Feindin keine solche Tortur wünschen! Folter lässt grüssen!

  • aisha sagt:

    Frage mich auch gerade noch, ob es in uri von den ärzten gepusht wird, mit einem geplanten KS zu gebären….
    ansonsten unnötiger beitrag, da thema doch etwas abgezockt und doch auch sehr pragmatisch geschrieben…

  • Markus Schneider sagt:

    „Kein Mensch käme auf die Idee, sich einen Zahn ohne Narkose ziehen zu lassen. Kein Mensch käme auf die Idee, die Heilung eines Beinbruchs der Natur zu überlassen oder ein Frühchen seinem Schicksal.“

    Leichter, aber offenbar völlig unwichtiger Unterschied: Eine Schwangerschaft kommt nicht durch schlecht geputzte Zähne zustande, sie ist auch keine Krankheit oder ein Unfall. Dass ausgerechnet eine Frau die Schwangerschaft mit mangelnder Hygiene, Krankheit und Unfall vergleicht erscheint mir einigermassen peinlich.

    Die Schwangerschaft (und ebenso beispielsweise die Menstruation) ist ganz im Gegenteil ein ganz normaler körperlicher Vorgang, den der weibliche Körper schon seit Anbeginn seiner Entwicklung erlebt und ihm angepasst ist, und zwar sowohl körperlich (Vagina, Gebärmutter usw.) wie psychisch (Hormonausschüttung). Eine gesunde Frau ist jederzeit in der Lage gewesen, eine normale Geburt durchzustehen, ohne dass man ihr dazu hätte den Bauch aufschneiden müssen. Ob nun die Urnerinnen oder sonstwer die grösseren Weicheier sind ist ja völlig egal – dass die Kaiserschnittgeburt mit Natur nichts zu tun hat, dürfte wohl unbestritten sein. Nur warum das Kind eigentlich nicht schon im siebten Monat rausholen, damit es nicht so dick aufträgt und man nicht so teure Umstandmode kaufen muss? Die Mütter könnten dann auch gleich zwei Monate länger arbeiten und das Kind dann im neunten Monat beim Brutkasten abholen.

    „Überall und immer wird auf die Medizin und vor allem auf die segensreichen Errungenschaften der Chemie zurückgegriffen“

    Zur Erinnerung: Zu den segensreichen Errungenschaften der Chemie griffen auch die Nazis in Auschwitz zurück. Ebenso greifen darauf „überall und immer“ sämtliche Heroin-, Kokain- oder Medikamentensüchtigen zurück. Selbst die geliebte Anti-Babypille ist ein schweres Medikament, das nicht nur die weiblichen Körperfunktionen sondern auch die Psyche der Pillenschluckerinnen verändert. Dennoch Wohl sei derüber der geheiligten Krankenkassenprämie, welche die Kosten für diesen gottgefälligen Segen gerecht auf alle verteilt. Wo Vorteile sind, kann ich schliesslich mit einem Auge keine Nachteile sehen.

    • „Die Schwangerschaft (und ebenso beispielsweise die Menstruation) ist ganz im Gegenteil ein ganz normaler körperlicher Vorgang, den der weibliche Körper schon seit Anbeginn seiner Entwicklung erlebt und ihm angepasst ist, und zwar sowohl körperlich (Vagina, Gebärmutter usw.) wie psychisch (Hormonausschüttung).“

      Nun, wir wissen, dass das mittlere Geburtsgewicht und damit die mittlere Grösse eines Neugeborenen seit Jahren langsam zwar aber stetig ansteigt, zumindest in den meisten westlich orientierten Gebieten. Was hier genau die Ursachen sind, ist nicht sicher, aber sie hängen sicher mit den verbesserten Ernährungsgewohnheiten zusammen.

      Die durchschnittliche Frau wird auch grösser dabei, natürlich. Auf die Schnelle habe ich keine Studie finden können, wo das Wachstum von Embryo-, Mutter- und Beckengrösse über die Jahrzehnte einander gegenüber gestellt wird. Ich kann nur sagen, nach dem, was man hört (und das ist für mich nicht befriedigend, ist es doch nicht wissenschaftlich), wird das Verhältnis ungünstiger und dewegen werden natürliche Geburten problematischer.

      „Eine gesunde Frau ist jederzeit in der Lage gewesen, eine normale Geburt durchzustehen, ohne dass man ihr dazu hätte den Bauch aufschneiden müssen.“

      Das stimmt garantiert mal nicht. Es gab schon immer Todesfälle bei der Geburt, entweder starb dabei das Kind oder die Mutter oder beide. Und vor den Zeiten von Kaiserschnitt waren diese deutlich häufiger. Noch vor fünfzig, siebzig Jahren kannten in der Schweiz viele Leute Personen, die bei der Geburt gestorben waren. Das ist deutlich seltener heute. Und hier ist der KS eine sehr entscheidende Ursache.

      Und von wegen Chemie: Sind Sie dagegen? Sind Sie gegen die modernen Medizinen? Tja, dürfen Sie natürlich sein, seien Sie es sich aber gewiss, dass Sie damit nicht in besonders guter Gesellschaft sind. Unsere Gesellschaft ist ja immer denaturierter und der Gebrauch von Medikamenten wird immer verbreiteter. (In gewissen Berufsgruppen ist der Gebrauch von starken Schmerzmitteln und von Kokain beinahe schon Routine.)

      • Hotel Papa sagt:

        Ich kann nur sagen, nach dem, was man hört, wird das Verhältnis ungünstiger und dewegen werden natürliche Geburten problematischer.

        Um wieder einmal darwinistisch zu argumentieren: Das ist mit der Einführung des Kaiserschnitts nur logisch.

        Die Alternative (die Natur das steuern zu lassen) kann für einen zivilisierten Menschen keine sein.

      • Gelebter Darwinismus wäre also, die Mütter- und Kindersterblichkeit wieder auf ein den natürlichen Verhältnissen angemessenes Niveau zu holen und durch die Vermeidung von Kaiserschnitten evolutionär nicht Angepasste über die Klinge springen zu lassen? Das ist natürlich absurd. Obwohl, für Leute wie Markus Schneider vielleicht nicht.

      • Huber sagt:

        > Nun, wir wissen, dass das mittlere Geburtsgewicht und damit die mittlere Grösse eines Neugeborenen seit Jahren langsam zwar aber stetig ansteigt, zumindest in den meisten westlich orientierten Gebieten.

        Wissen wir das wirklich? Es wurde z. B. hier im Blog (Kommentare) zwar mehrfach erwähnt, aber ernsthaft wissen tu ich das nicht. Ich weiss das übrigens genau so wenig, wie sich die Beckenbreite (Gebährfreudigkeit) der Frauen entwickelt hat.

      • Katharina sagt:

        hmmm. die Beckenbreite indiziert die Gebaerfreudigkeit………

        Die Beckenbreite indiziert dann wohl auch den Durchmesser und Dehnfaehigkeit des Ausgangs. hmmmmm.

        „Nun, wir wissen, dass das mittlere Geburtsgewicht und damit die mittlere Grösse eines Neugeborenen seit Jahren langsam zwar aber stetig ansteigt“

        Was Patrick da sagt, stimmt. Life statistics …..
        Auch ueber sterblichkeitsrate, risiken danach (kindbettfiebr etwa). alle diese risiken sind weniger dank medizin. mit der medizin kommen andere risiken. richtig.

        die groesse der frau allerdings korreliert nicht mit den bei der geburt relevanten eckwerten…
        dazu gibt es ziemlich sicher auch keine untersuchungen. wer geht denn schon den durchmesser messen..und die dehnbarkeit .. in der situation…..aber genau genommen muesste es entsprechend untersucht werden.

        zu den ’naturisten‘ kann ich nur sagen…naja…. die vorteile zeitgenoessischer medizin sind dann beim infarkt wegen ueberfettetem bierbauch auch nicht anwendbar….

        evolution und natur wird’s richten…. ist ja ok, oder? gelebter darwinismus oder so. ist ja dann fuer die llgemeinheit auch noch viel viel billiger, der soll dann halt die operation und folgekosten, so etwa eine halbe million..selber zahlen nicht? ach nein, er darf ja nicht in den op wegen naturismus….

        „der Gebrauch von Medikamenten wird immer verbreiteter. (In gewissen Berufsgruppen ist der Gebrauch von starken Schmerzmitteln und von Kokain beinahe schon Routine.)“

        leider leider ist dem so, Patrick, nur wuerde ich das hier nicht als argument benutzen.

        Sie und ich wissen, dass der konsum von Koks und speed bei beratern sehr hoch ist. deshalb brennen viele nach drei jahren aus und die projektresultate sehen auch entsprechend aus.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, und früher gingen die Menschen zu Fuss, niemand ist mit Rädern geboren worden. Das wäre auch heute gesünder, die meisten Zivilisationskrankheiten würden gar nicht entstehen, fahren hat mir Natur nichts zu tun.

      • Markus Schneider sagt:

        „Es gab schon immer Todesfälle bei der Geburt, entweder starb dabei das Kind oder die Mutter oder beide. Und vor den Zeiten von Kaiserschnitt waren diese deutlich häufiger.“

        Das mag ja sein – doch damals starben die meisten Frauen nicht an der Geburt, sondern an darauf folgenden Infektionen (bes. Kindbettfieber usw.). Wenn der Kaiserschnitt nur dann angewandt würde, wenn er wirklich nötig wäre, dann wäre dagegen ja noch nichtmal soviel einzuwenden. Aber einfach lächerlich ist er, wenn er nur stattfindet, um dem Halbott in Weiss ein anruffreies Wochenende mit Golf und Familie zu gewährleisten. Wenn der Kaiserschnitt bei 30% oder mehr der Frauen wirklich eine Notwendigkeit darstellt, so frage ich mich, warum der Embryo nicht gleich ab dem siebten Monat gesetzlich geregelt aus dem Bauch der Frau entfernt und in einem Brutkasten fertigentwickelt wird. Der lästige Schwangerschaftsurlaub würde entfallen und der Frau würden postnatale Depressionen erspart, womit auch Krankenkassenkosten eingespart würden.

        Allen Wesen, die absolut nicht ohne Medikamente und sonstige „Segnungen“ der Moderne auskommen können sei gesagt, dass sie immer weniger zu den Menschen und immer mehr zu den Biomechanoiden gehören, die ohne solchen pharmazeutischen und künstlich gezpchteten Dreck überhaupt nicht lebensfähig und somit recht eigentlich Ausschuss der Evolution sind.

        @Pippi Langstrumpf

        Sie haben absolut recht. Wobei es einen Unterschied macht, ob bei der Fortbewegung (z. B. auf dem Fahrrad) die eigenen Muskeln eingesetzt werden oder ob (z. B. beim Auto) der ganze Speck ohne jeglichen eigenen Kalorienverbrauch in Bewegung gesetzt wird und dabei lediglich Schadstoffe (CO2 usw.) produziert werden. Die meisten Fahrten sind ohnehin vollkommen überflüssig und deuten lediglich auf das lausige Organisationstalent der Fahrenden hin.

    • Rabenmutter sagt:

      Ich finde es eine absolute Frechheit, dass sich ein Mann überhaupt erlaubt, Frauen zu kritisieren, welche eine KS machen! Sie können sich nicht im geringsten vorstellen, welche Schmerzen eine Geburt mit sich bringt. Würde mich ja interessieren, bei welchem Boboli Sie schon ein Pflästerli brauchen. Ich habe zwei Horrorgeburten hinter mir und bei der zweiten verweigerte mir die Hebamme sogar eine PDA mit dem Hinweis, es gehe nur noch wenige Minuten. Dass es dann noch weitere äusserst schmerzvolle 3 Stunden dauerte, schien die Hebamme nicht zu stören. Der absolute Gipfel war aber, dass sie mir danach sagte, es sei ja ohne PDA geganen. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich ihr die blutigen Lacken um den Kopf gewickelt, aber ich war dermassen kaputt, dass ich nur noch weinen konnte – und zwar nicht vor Glück! Wenn ich noch einmal zwischen „natürlicher“ Geburt und KS entscheiden müsste, müsste ich keine Sekunde überlegen. Und fragt mich eine Frau danach, rate ich ihr mit der grosser Überzeugung zum KS, denn so leiden soll keine meiner Freundinnen müssen.
      Und Sie als Mann wagen es, sich dermassen kritisch zum KS zu äussern? – Debatieren Sie doch über etwas, wovon Sie eine Ahnung haben!

      • Markus Schneider sagt:

        Sobald Sie Ihren Kaiserschnitt selber bezahlen, dürfen Sie auch selber darüber bestimmen. Vorher nicht.

      • Daniel Mühlauer sagt:

        Entschuldigung, aber diskutieren kann jeder, egal welcher Geschlechts. Es hat wohl nicht jede Frau bereits ein Kind geboren, die hier im Forum schreibt. Zudem gibt es sehr viele Menschen, meist Männder, die mit Geburten (aus beruflicher Sicht) massig Erfahrungen gesammelt haben.

        Dass die Natur ist, wie sie ist, liegt nicht im Verschulden der Männer. Und trotzdem muss festgehalten werden, dass die Natur in all ihren absonderlichen Ausprägungen stets Sinn macht.

        Ist unsere Gesellschaft verweichlicht? Ja das ist sie, und dazu gehören auch die Männer. Weswegen noch bestreiten?

  • Markus Schneider sagt:

    Liefert mal Zahlen und nicht nur dürre Worte und Behauptungen. Wieviele Urnerinnen gebären denn überhaupt und wo tun sie das? Gibt es in Uri überhaupt weiche Tussis?

  • Kanuka sagt:

    Das Thema ist schon langsam ermüdend – ich bin Hebamme und hatte nie Probleme mit geplanten Kaiserschnittgeburten. Im Gegenteil, ich genoss es sogar manchmal, dass zur Abwechslung alles so schön geplant ist, der Arbeitsablauf mehr oder weniger klar vorgegeben ist. Was aber dabei immer wieder ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass die Kinder meistens zu früh geholt werden. Die meisten Aerzte (ich spreche jetzt von Privatkliniken mit Belegarzt-System) wollen dabei natürlich das Risiko nicht eingehen, trotzdem noch in der Nacht wegen beginnender Wehen aufstehen zu müssen oder von der Praxis weggerufen zu werden, wenn man sich schön einen „Kaiserschnitt-Tag“ einplanen kann. Auch verständlich, irgendwie. Aber zu oft holt man die Babys zwei Wochen früher, um das Risiko einsetzender Wehen zu minimieren, durch falsches Errechnen des Termins ist es halt vielleicht dann nochmal ein paar Tage früher und diese Folgen werden bei der Diskussion meist ausgeblendet. Den Frauen pfeift man danach kräftig Schmerzmedis in die Infusion, spritzt Morphin gegen die Schmerzen – was das Kind mit der Muttermilch ebenfalls zu einem gewissen Anteil mittrinkt und abbauen muss – die Babys sind sehr schläfrig und müssen aufgeweckt und zum Trinken „gezwungen“ werden, sie werden, gerade durch die häufigere Medikamentenverabreichung, eher gelb und sind deswegen noch müder und brauchen häufigere Überwachung. Die Frauen sind sehr besorgt und verunsichert. Zudem ist das Atemnotsyndrom ebenfalls häufiger anzutreffen bei den Kaiserschnittbabys, da die Lungenflüssigkeit nicht auf natürlichem Wege (durch Druck bei Spontangeburt) ausgeschieden wird. Die Frauen können sich die ersten ein, zwei Tage praktisch nicht selber um die Babys kümmern, da sie wegen den Schmerzen schlecht mobil sind und der Mehraufwand an Pflege zwar ebenfalls mit den steigenden Kaiserschnittraten angestiegen ist, die Anzahl Personal aber nicht. Das ist die Realität und Spitalalltag – und manchmal frage ich mich, ob sich die Frauen immer noch für den „schmerzlosen“ Kaiserschnitt entscheiden würden, wenn sie wüssten, was das alles mit sich ziehen kann (und häufig tut).

    • lukipistole sagt:

      Das ist doch mal ein wirklich guter Beitrag! Herzlichen Dank, Kanuka!

    • Rahel sagt:

      Bei mir war es so, dass zum Kaiserschnitt noch eine heftige Wochen-bett-Depression dazukam, was ich von der ersten Geburt nicht kannte ( obwohl es das natürlich auch bei Spontan-Geburten gibt!!! ) . Das machte es noch schwerer. Ich war nicht fähig, für mich oder mein Kind Entscheidungen zu treffen oder mich für mein Kind oder für mich zu wehren.

    • Henri sagt:

      Dass das Baby dann Morphin mit aufnimmt, ist kein Problem – dank den im Suchtbereich gesammelten Erfahrungen mit abhängigen Müttern weiss man heute auch, wie man mit einem Baby einen Entzug machen muss.

      Kleiner Tipp: wenn es viel schreit, hat es nicht unbedingt Hunger, auch zwickt nicht unbedingt etwas – es ist dann einfach, wie man so sagt, äffig.

      • Huber sagt:

        „Kein Problem“… Da darf man aber schmunzeln, nicht? Sonst wird ja wegen der frühkindlichen Entwicklung alles mögliche (und unmögliche) als für das Kind und seine weitere Zukunft sehr bedenklich dargestellt.

        Nun setzt man also das kindliche Gehirn einer anständigen Portion Morphium aus und denkt, dem Gehirn mache das nichts, das Kind erfahre damit keine höhere Anfälligkeit gegenüber Suchtkrankheiten usw.

        Ich finde diese Haltung ohne breite Langzeituntersuchung, Paralleluntersuchungen und natürlich Peer-Reviews nicht nachvollziehbar.

  • Frank Bussmann sagt:

    Wie man Statistiken auslegt, hat die Autorin noch nicht ganz im Griff. Da werden wirklich Äpfel mit Birnen verglichen. Das darf man natürlich: Man wir dann lediglich feststellen, dass die Früchte ungleich sind. Das ist aber auch alles. 😉

    Aber sonst ist der Artikel einfach toll. Ich hätte nie gedacht, dass man so einen Artikel im Tagi veröffentlichen darf.Oder waren da die Chefideologinnen etwa gerade in Goa auf Urlaub? Hahaha!

  • Gion Saram sagt:

    „Sie haben eben auch die Wahl, frei zu entscheiden, wie sie ihr Kind auf die Welt bringen.“, aber natürlich ich haben sie dieses Recht meine Damen, aber seien sie bitte ehrlich, diese Freiheit der Wahl wird doch ungemein erleichtert dadurch das diese Wahl keine finanzielle Konsequenzen nach sich zieht, denn egal wie das Kind zur Welt kam, die KK bezahlt die Kosten der Geburt vollumfänglich und ohne Selbstbehalt. Das macht den Entscheid doch schon etwas leichter nicht wahr?

    • Linda-Sue sagt:

      Naja immerhin wird doch hoffentlich ein gesunder Prämienzahler geboren, der dann in 30 Jahren ihr künstliches Hüftgelenk mitfinanziert oder würde ein Rollstuhl nicht auch reichen? Mal sehen wie die Prämien dann steigen, wenn keiner mehr Bock auf Kinder hat….

      Das Gejammere um die paar Franken sind lächerlich, immerhin werden Kinder geboren, die es in unserer überalterten Gesellschafft dringend braucht.

      • Huber sagt:

        Dass die Schweiz überaltert sei, hörte ich schon in der Primarschule (70er-Jahre). Damals hatte die Schweiz 6 Mio Einwohner, heute knapp 8 Mio Einwohner.

        Ich bezweifle, dass die heute geborenen unsere Strukturprobleme substanziell lösen werden.Die Tendenz geht zur Uni-Ausbildung (bis 25), einer Zusatzausbildung (einige Jahre) und einer relativ frühen de facto Pensionierung (mit knapp über 60), aber einer sehr langen Lebenszeit (bis gegen 90). Netto wird man also noch gute 30 Jahre arbeiten und das doppelte davon (knappe 60 Jahre) nicht arbeiten. Das geht so oder so nicht auf resp. es bleibt fraglich, ob unsere Kinder unter dem Strich überhaupt selbsttragend, geschweige denn einzahlend werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Vielen Dank, Linda-Sue! 8)

  • Lemuria sagt:

    Was den Frauen fehlt, ist ein starkes tiefes Vertrauen in ihre Gebärfähigkeit. Uns wird überall Angst gemacht. Die Medikamente, die man während der SS angeblich nehmen soll verstärken dann noch die verkrampfte Haltung (vor der Geburt kein Eisen! Der tiefe Eisenspiegel ist von clever-Natur gewollt). Zur Geburt gehört aber Entspannung, Vertrauen, Loslassen. Solange dies nicht verstärkt gefördert wird, wird ein verkrampfter Geburtsversuch immer in die Länge gezogen und/oder mit einem KS beendet. Sucht euch medizinische und private Begleitpersonen, die euch stärken und ermutigen!! Ich hatte 2 spontane Geburten. Sie waren schmerzhaft, doch die Erlebnisse waren über alles gesehen die wunderbarsten meines Lebens!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Klar, tiefer Eisenspiegel, damit man so richtig auf den Felgen ist, wenn die körperlich härteste Zeit des Lebens ansteht: Jede Nacht mehrmals aufstehen, Säugling stundenlang rumtragen, wenn er schreit (das blieb mir zum Glück erspart), eine absolute Ausnahmesituation bewältigen mit einem tiefen Eisenspiegel? Schwachsinn……

    • Linda-Sue sagt:

      Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, wenn eine Frau einfach ein enges, kleines Becken hat und die heutigen Babys in unserer Wohlstandsgesellschaft, gerne mal über 4kg werden. Früher waren die Babys leichter und Frauen, die kein gebärfreudiges Becken hatten, starben, wenn sie die Geburt nicht schafften, das war dann wohl natürliche Selektion.

      Mich würd mal interessieren wie die Stresswerte beim Baby sind verglichen Sectio und nat. Geburt.

      PS: was genau ist an einem tiefen Eisenspiegel klever?

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Wenn auf den Spitzenplätzen die Frauen der konservativsten Kantone der Schweiz figurieren, dann heisst das was.“
    Offenbar einfach ein unglücklicher Aufhänger für eine berechtigte Auseinandersetzung mit dem Thema.
    Denn auf den „Urnerkontext“ bezogen heisst das offenbar folgendes
    – nur ein Spital vorhanden das liebend gerne KS empfiehlt, resp. bei Empfehlung-nicht-Folge-leisten-wollen die zukünftgen Patientinnen ins Exil abdrängt (und wär in diesem Fall auch für Allgemeinversicherte die ausserkantonale Geburt abgedeckt?)

    – nicht gerade überwältigend viele Geburtshilfeärzte und somit Auswahl

    – und wie war das nochmal, seit 3 Monaten wäre auch eine GynäkologIN verfügbar?

    Also wenn ich mir so die Kommentare der angeblichen Urnerinnen (deren Echtheit ich nicht anzweifle) ansehe,
    dann komme ich zu weniger charmanten Schlussfolgerungen als im obenstehenden Artikel.
    Das Thema an und für sich ist wichtig, die gegenseitige Rumhackerei eher unnötig.

  • Eni sagt:

    Lustig, wie sich Männer darüber mokieren, dass Frau Weber als Kinderlose keinen solchen Beitrag schreiben darf, aber selber grosse Töne spucken. Ihr Proleten habt doch sicher alle schon selber geboren oder?

    Sorry, Euch kann man wirklîch nicht ernst nehmen 😉

    • Katharina sagt:

      „Ihr Proleten“ ….. na ja, auch wenn Du was den Mangel an Erfahrung betrifft, recht hast, kannst Du die Leserschaft dann nicht Proleten schimpfen. Der eine etwa besitzt nach eigener Aussage diverse Liegenschaften.

      Andere dann scheinen genug Stutz zu haben, den ganzen Tag hier zu schreiben. die Proleten müssten in der Zeit ja chrampfen gehen. Oder auf Jobsuche. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass an einem gewöhnlichen Arbeitsplatz keine Probleme entstehen, stundenlang hier zu schreiben, nicht?

      Sonst wäre es ja mit der vielgelobten hohen Produktivität nicht weit her.

    • Henri sagt:

      @Eni 2. Dezember 2010 um 21:12
      >>>
      Lustig, wie sich Männer darüber mokieren, dass Frau Weber als Kinderlose keinen solchen Beitrag schreiben darf, aber selber grosse Töne spucken. Ihr Proleten habt doch sicher alle schon selber geboren oder?

      Sorry, Euch kann man wirklîch nicht ernst nehmen
      >>>

      Na da sind Sie ja wieder mal ordentlich in Fahrt gekommen …

      Aber selbstverständlich darf Frau Weber auch als Kinderlose solch einen Beitrag schreiben – genauso wie ein Mann dies auch dürfte – solange nicht vorgespiegelt wird, da wären eigene Erfahrungen dahinter.

      Daneben allerdings erlaube ich mir einzuwenden, dass man über alles und jedes eine Meinung haben darf, egal, ob man etwas davon versteht, egal, ob man es schon selbst erlebt hat.

      Mein Vater übrigens nannte Leute auch „Proleten“ – dann wenn sie ihm zuviel redeten – hatte nichts mit derer politischer und/oder sozialer Platzierung zu tun.

      • Henri sagt:

        Da frage ich mich nur, warum verflixt nochmal mein Kommentar in der Freischaltungs-Warteschleife gelandet ist.

        Dieses System hier ist wirklich der letzte Schuss.

      • Markus Schneider sagt:

        Frag die Geisteskranke, die weiss auf alles eine Antwort. Vielleicht solltest Du aber auch bloss in Dich gehen und Busse leisten für die Verfehlungen, die Du Dir in diesem Forum bisher geleistet hast. Denn dass Dein Beitrag zur bestimmten Stunde freigeschlatet wird, des sei gewiss. Uns aber verbleibt die Hoffnung auf erlösende Gnade.

      • Eni sagt:

        @ Henri

        Ich habe nicht gesagt, dass Männer über dieses Thema keine Meinung äussern dürfen oder sollen, sondern dass ich es sonderbar finde, dass es hier Männer gibt die Frau Weber absprechen als Kinderlose einen solchen Beitrag schreiben zu dürfen aber sich selber über dieses Thema äussern obwohl sie auch selber kein Kind geboren haben. Darum die Bezeichnung Proleten. Ich fand einfach, dass gewisse Menschen mit 2 verschiedenen Ellen messen.

        Selbstverständlich dürfen Männer hier sich zum Thema äussern, auch wenn sie keine Kinder geboren haben, aber Frau Weber darf das halt auch.

        Wenn Sie mir die Worte im Munde verdrehen wollen, seis drum.

  • Eremit sagt:

    „Wenn auf den Spitzenplätzen die Frauen der konservativsten Kantone der Schweiz figurieren, dann heisst das was.“
    Frau Weber, was halten sie davon sich mal vom Links, Mitte, Rechte, Rechts = Konservativ – Gedankengut zu verabschieden und in den 2-, 3- oder gar n-Dimensionalen Raum vorzustossen?

    „Und wir lassen uns schon gar nicht vorschreiben, wie wir unser Kind zur Welt zu bringen haben.“
    Im Hinblick auf die kulturbedingte Kostenexplosion im Gesundheitswesen wäre eine Rücksichtnahme nach Möglichkeit auf die Kosten begrüssenswert.
    Wie wäre es, wenn in Zukunft jede/r Patient/in bei einem Arztbesuch die freie Wahl hätte zwischen Röntgen und Kernspintomographie? Gerade bei der Mamographie wäre m.E. die Wahl zwischen CT und MRT nützlich, aber kaum jemand schreit dafür auf.

    „Kein Mensch käme auf die Idee, die Heilung eines Beinbruchs der Natur zu überlassen…“
    Mit dieser Äusserung wäre ich sehr vorsichtig. Bei derGeburt sollte m.E. das medizinische Kindeswohl und das medizinische Mutterwohl im Vordergrund stehen, Bikinischnitt hin oder her.

    „Sie können über ihr Leben entscheiden, ganz so, wie sie es für richtig befinden.“
    Gut, dürfen Männer auch über ihr eigenes Leben entscheiden wie sie es für richtig befinden?

  • Zum Thema Kaiserschnitt möchte ich gerne die Beobachtung aus unserem in Deutschland geführten Register für peripartale Kardiomyopathie an der Medizinischen Hochschule Hannover angeben. Peripartale Kardiomyopathie ist eine seltene schwere Herzkrankheit der Mutter, die kurz vor, während oder nach der Geburt auftritt und in ca 25% der Fälle tödlich verläuft. Sie kann sich durch Erkältungssymptome, Depressionen, Atemnot und Wassereinlagerungen anzeigen. Im Register finden wir das über 70% der Frauen, die nach oder während der Geburt eine peripartale Kardiomyopathie erlitten, einen Kaiserschnitt (sowohl geplant wie auch Notsektio) hatten. Ob es einen Zusammenhang zwischen Kaiserschnitt und der Peripartalen Kardiomyopathie besteht, ist bis jetzt nicht bekannt und ist Gegenstand der Erforschung dieser Krankheit. Weitere Informationen zur Krankheit gibt es auf unserer Wegpage: http://www.mh-hannover.de/ppcm.html
    Mit freundlichen Grüssen Prof. Denise Hilfiker-Kleiner

  • Laura sagt:

    Wenn ein Kind gezeugt wird, weiss jede Mutter und jeder Vater ( der wird ja auch gebraucht, ausser die Samenbank hilft), dass irgendwann die Wehen kommen, welche wie unsere Omas schon erzählen nicht „ Lustig“ sind, jedoch, dass dies die einzigen Schmerzen sind, welche sich lohnen. Ich finde es sehr „ pervers“ ein Zahnschmerz mit den Geburtschmerzen zu vergleichen. Was habe ich davon, wenn meine Weissheitszähne gezogen werden?
    Der Geburtschmerz ist ein Schmerz welcher verbindet, welcher Gefühle weckt, von denen wir nicht mal wussten, dass diese existieren. Der Moment, wenn das Kind welches 40 Wochen im Bauch gespürt wurde und so nicht real war, plötzlich real wird und fassbar ist, es einem anschaut, anweint… dieses Gefühl entschädigt alles.
    Ein Kaiserschnitt aufgrund einer Diagnose finde ich ok, ein Kaiserschnitt auf Wunsch finde ich egoistisch und schwach!

  • apfelkern sagt:

    Ich (als Urnerin) frage mich, wieso der Autorin nie in den Sinn gekommen ist, dass die hohe Rate auch am Spital liegen kann? Die Innerschweizerinnen sollen sich „keinen Deut um die ganze Mystifizierung der Geburt scheren“ – dass ich nicht lache! Aber am KSU bekommt frau sehr schnell einen Kaiserschnitttermin. So ist das! Und zum Thema Gynäkologin: Ja, es gibt EINE, seit ca. 3 Monaten!

  • Eni sagt:

    Mein Grosser war eine „Spontangeburt“ mit Saugglocke und war ein Schreikind ab dem 1. Atemzug, will heissen: er schrie unmittelbar nach der Geburt schon über 2 Stunden. Ab dem 2. Lebenstag hat er begonnen zu hyperventilieren, will heissen: beim kleinsten Pieps musste ich „seckle“ da er schon nach 10 Sekunden damit begonnen hat, die Luft einzuziehen. Danch viele Monatelang täglich stundenlanges Schreien und monatelang weniger als 8 Stunden schlafen pro Tag zusammengezählt und mit vielen Unterbrüchen. Durchgeschlafen hat er mit 6 Jahren. Dazu kam eine Dammnaht die nach 1 Woche vollständig aufgerissen ist und nicht mehr genäht wwerden konnte, will heissen: ich konnte fast 2 Wochen kaum stehen, geschweigen denn laufen und sitzen.

    Mein Kleiner kam per Notkaiserschnitt, hat nach der Geburt kaum geweint ( nach 1 Minute hatte ich schon Angst dass er nicht lebt, da ich es ja so nicht kannte). Er war ein sehr zufriedenes Kind das kaum weinte, nie geschrien hat bald schon 5 oder 6 Stunden am Stück und nach 6 Wochen teilweise schon bis zu 10 Stunden am Stück durchgeschlafen hat. Nach ein paar Monaten kam er dann im 2 Stundentakt, aber das auch nur, weil er sehr goss war und nur Mutttermilch genommen hat bis 11 Monate. Die Kaiserschnittnarbe war ein Sonntagsspaziergang, brauchte nur wenig Schmerzmittel obwoh ich eher wehleidig bin.

    Wenn ich noch einmal schwanger wäre, für mich käme nur ein Kaiserschnitt in Frage; es ist sicherer, für das Kind weniger Stress. Lieber ein pflegeleichtes Kaiserschnittbaby, als ein „natürliches“ Schreikind. Die Mutterbindung war und ist bei beiden sehr stark, hat also keinen Einfluss, aber es ist schöner, wenn man nicht schon am 2. Tag auf dem Zahnfleisch kriechen muss, dazu noch mit Dammschmerzen. Auch sehe ich nicht ein, warum ich mir mein Kind mit Geburtsschmerzen „verdienen“ muss, schliessslich muss der Vater auch keine Schmerzen ertragen im Gegenteil: er kann sich dann später noch darüber beschweren, was für ein Armer er doch war, weil er das Geschrei seiner Frau ertragen musste.

    • nick schmid sagt:

      Ääh, ich bin zwar kein Arzt, aber einen kausalen Zusammenhang zwischen der Art der Geburt und den Schrei-/Schlafgewohnheiten des Kindes herzustellen scheint mir doch etwas gewagt… Unsere Kinder sind spontan geboren und hätten von den Schrei-/Schlafgewohnheiten nicht unterschiedlicher sein können.

      Wo sind denn die Kinderärzte im Forum, wenn man sie mal braucht? 🙂 Irgend eine Fachfrau/ein Fachmann hier drin?

      • Eni sagt:

        Sorry, ich spreche von einem Geburtstrauma, ich dachte dass das offensichtlich ist. Der Grosse wurde mit Gewalt aus mir rausgezerrt und hatte infolge davon ein Geburtstrauma. Mein Kleiner kam Gewaltfrei per Notkaiserschnitt und hatte eben kein solches.

        Hut ab vor Frauen, die eine spontane Geburt wünschen und durchziehen und das mehrmals, aber es ist nicht jede Frau so gebaut um das problemlos durchstehen zu können und es gibt halt auch Frauen die Schisshasen sind (bei mir treffen beide Tatsachen aufeinander), warum soll man sich dann ünnötig quälen. Trotzdem ist es auch völlig respektlos, Frauen mit Wunschkaiserschnitt als Memmen zu betiteln und ihnen abzusprechen das Kind „verdient“ zu haben.

    • Eremit sagt:

      Wenn ich den Text von Eni lese, dann sollten Saugglocken verboten werden.

  • Katharina sagt:

    Das Problem der Argumentation ist, Urnerinnen bzw. Innerschweizerinnen generell als konservativ zu etikettieren. Schlussendlich gehen diese werdenden Mütter wie alle anderen auch durch die pränatalen Untersuchungen und entscheiden dann nach Sachlage, welche Methode in ihrer Situation optimaler ist.
    Die Sachlage zu eruieren und auf alle möglichen Komplikationen und Risiken aller verfügbaren Methoden hinzuweisen, ist Aufgabe der Ärztin. Laien können diese meist nicht wirklich bewerten. Es ist also essentiell wichtig, dass das Verhältnis zur Ärztin das eines Vertrauens ist. Hält die Ärztin Informationen dann vor, ist das Verhältnis eben nicht mehr da. Die logische Konsequenz wäre dann, die Ärztin zu wechseln.

    In diese Situation ideologisches Denken einfliessen zu lassen, finde ich grundsätzlich falsch. Auch falsch, dass eine Wertung der gewählten Methode entlang Kategorien wie Weich, Egoismus und ‚Zurück zur Natur’ gemacht wird.

    In dem Sinn finde ich den Artikel, insbesondere dann dessen Manifestation „Dass die Schweizer Frauen und allen voran die Innerschweizerinnen auf die Vorurteile pfeifen, ist gelebte Emanzipation.“ Unsachlich. – Ein Pamphlet oder politisches Manifest. Statt mit dem Artikel eine Gelegenheit für sachlichen Austausch zum Thema zu eröffnen, öffnet er Tür und Tor für unsachliche Anfeindungen im Dunstkreis ideologischen Denkens. Mir gefällt das ganz und gar nicht. Da finde ich, die Autorin lässt eine Sensibilität in die Richtung vermissen.

    Der Artikel spielt mit Stereotypen: DIE Innerschweizerinnen, die ach so Konservativen, bringt dann das Signalwort Emanzipation hinein. Emanzipation ist als Kontext eigentlich nur insofern angebracht, dass die Bewegung für die Verteidigung der Rechte der Frauen dazu geführt hat, dass werdende Mütter die Wahlfreiheit haben, statt bevormundet zu sein.

    Eigentlich heisst „auf die Vorurteile pfeifen“ ja auch noch, dass anscheinend die Entscheidungsfindung in dieser medizinischen Situation nicht entlang der Sachlage geschieht. Indirekt ein Hinweis für die bedenkliche Lage der medizinischen Versorgung, falls die Aussage stimmt.
    Eine solche Aussage müsste eigentlich ein Aufschrei von Ärztinnen und Ärzten verursachen. Es wäre vielleicht hilfreich, wenn eine Fachperson hier dazu Stellung nehmen würde.

    • Hotel Papa sagt:

      Unsachlich. – Ein Pamphlet oder politisches Manifest.

      Genau dieses.

    • Rob Mueller sagt:

      Durchdachte Formulierungen. Und interessante Zusammenfassung einiger Voten hier.

      „die Entscheidungsfindung geschieht in dieser medizinischen Situation nicht entlang der Sachlage“

      Anstatt sich eingehend mit dieser Sachlage zu beschäftigen, scheint die schreibende „Gesellschaftsredatktorin“ Klischees, Vorurteile und unsachliche Argumentation mit Journalismus zu verwechseln. Schade.

      Notabene zeigt die Kaiserschnittstatistik genau diese – oft kaum mehr von der Sachlage glenkten – Entscheidungen, welche unser Gesundheitssystem katalysiert!

  • Daniel sagt:

    Vorweg. Meine Frau und ich haben 3 Kinder. 1x Kaiserschnitt (à 30 Minuten) wegen Steisslage, 2x normale Geburt (à 18 Stunden)!

    Grundsätzlich finde ich es ätzend wer was der Frau bez. Schwangerschaft immer vorschreiben möchte. Da sind zum einem all die alternativen Frauen und Hebamen wo nur eine Geburt unter Schmerzen eine richtige Geburt ist. Denen sag ich: O.k. dann lasst Euch auch beim Zahnarzt die Weissheitszähne ohne Beteubung ziehen. Auch das ist natürlich.
    Bei uns ist es dann jeweils zu einem offenen Schlagabtausch zwischen Arzt und Hebame gekommen ob man Schmerzmittel geben darf odern nicht.

    Aus meiner Sicht soll die frau alleine entscheiden. Wenn sie einen Kaiserschnitt will soll sie ihn haben ob medizinisch notwendig oder nicht. Das selbe gilt auch für Schmerzmittel, etc.

    • Nick Schmid sagt:

      Theoretisch bin ich mit der Wahlfreiheit einverstanden, solange die Eltern auch für die Mehrkosten aufkommen.

      • emu's mom sagt:

        meine um-alles-in-der-welt-spontangeburt vor 13 jahren dauerte 30h und war mit den daraus resultierenden folgekosten (u.a. intensivbehandlung, nachbehandlungen, etc.) um einiges teurer als der geplante ks von letztem jahr…

    • Sportpapi sagt:

      Genau: Zu diskutieren sind in diesem Fall nur die Kosten. Leider ist es heute generell so, dass in unserem Gesundheitsswesen die Mentalität herrscht, nicht die Fachleute (Ärzte), sondern die Patienten sollen wie im Selbstbedienungsladen entscheiden, welche medizinische Massnahme für sie richtig ist – die Kosten trägt dann die Allgemeinheit. Dabei ist der Kaisersschnitt ein Beispiel, aber kein sehr gutes.

      • Janet sagt:

        Viagra ist vielleicht das andere Beispiel.

      • Patrick Tigri sagt:

        Viagra? Zahlt die KK nicht meines Wissens, oder?

      • Eni sagt:

        @ Huber

        Harngriess und Nierensteine könne Verletzungen an der Harnröhre verursachen welche sich entzünden können und unbehandelt zum Tode führen.

        Und ja, wenn eine Frau schmerzfrei gebären möchte hat Sie ein Recht dazu, sowie auch die Männer für sich ein Recht beanspruchen eine OP unter Narkose durchzuführen, die ja ebenfalls von der KK bezahlt wird.

        Was das natürliche wie in der Steinzeit angeht: ich nehme nicht an, dass Sie in einer Höhle wohnen 😉

    • Sportpapi sagt:

      @ Daniel: Sind die Schmerzen einer Geburt im Normalfall wirklich mit einer Operation ohne Betäubung oder wie in ihrem Beispiel dem Ziehen eines Weisheitszahns zu vergleichen (habe weder Geburt selber erlebt, noch Weisheitszahn gezogen, werde meine Frau fragen.)?

      • Auguste sagt:

        hmm…, sportpapi, mit solch unüberlegten, wenn auch nicht gänzlich verkehrten massnahmen, tun sie der sache der männer, die noch echte kerls sind, keinen guten dienst. „…werde mal meine frau fragen?“ – dinosaurier füttern verboten!

      • Sportpapi sagt:

        Och, ich war ja bei den Geburten dabei. Möchte nur meine Aussensicht noch einmal zur Sicherheit mir ihrer Innensicht abgleichen. Zudem: als echter Mann und echter Kerl habe ich mir natürlich eine Frau gesucht, die dazu passt – selbstbewusst und intelligent. Da „füttere“ ich gerne.

      • Kim sagt:

        Kenne die Schmerzen beim Ziehen eines Zahnes oder noch schlimmer bei Wurzelbehandlung…. ist tatsächlich hart an der Grenze des Erträglichen und trieb mir die Tränen in die Augen, aber der Schmerz bei der Geburt ist dennoch anders. Beim Zahni hab ich ihn nicht angeschrien, er solle abhauen, die Hebamme und meinen Mann bei der Geburt schon: „Verschwindet, lasst mich in Ruhe, ich halt das nicht aus, …“ und noch vieeeeeeel Schlimmeres.

      • Eni sagt:

        @ Nick Schmid

        Ich bin grundsätzlich damit einverstanden dass man bei Männern die Bypass-OP mit Narkose macht, aber nur dann, wenn der Mann für die Mehrkosten selber aufkommt.

      • Karinka sagt:

        Naja, ein Muskel in der Grösse eines Fussballs hat während mehreren Stunden einen Dauerkrampf und presst dadurch ein 3.5 kg-Baby , durch eine zwar dehnbare aber meist nicht genuge dehnbare, Körperöffnund die in der folge Aufreisst. Es ist nicht zu vergleichen mit dem Ziehen eines Weisheitszahns weils EXTREM VIEL SCHMERZHAFTER IST!
        Die Geburt meiner Tochter dauerte 18 quallvolle Stunden und ich frage mich bis heute, warum keiner auf die Idee kam mir einen Kayserschnitt zu machen.

      • nick schmid sagt:

        @Eni:
        Gratuliere, ganz toller Vergleich. Den lasse ich gelten, sobald sie eine Alternativbehandlung zum Bypass aufzeigen, welche ohne Operation funktioniert, ok?

      • Eni sagt:

        @ nick schmid

        Ach was, so ein bisschen aufschneiden hält doch ein Mann wie Sie aus, oder? 🙂

        Auch würde man bei so einem Eingriff ohne Narkose in eine gnädige Ohnmacht fallen vor Schmerzen, was bei einer Geburt halt nicht der Fall ist, da Frau unter der Geburt Hormone ausschüttet, die eine Ohnmacht verhindert, da diese bei einer natürlichen Geburt eher hinderlich wäre 😉

        Spass beiseite: Bei jedem Wehwehchen greift man(n) auf die moderne Medizin zurück, nur gebären soll Frau noch wie in der Steinzeit. Kann ich nicht nachvollziehen.

      • sepp z. sagt:

        war da nicht eine initiative für kostenfreie pille für die frau im raum?
        also wenn schon auf den männer rumhacken, dann bitte auch kostenfreie pariser mit in den initiativtext aufnehmen.

      • Huber sagt:

        Wieso sollten man nicht „wie in der Steinzeit“ gebären können? Man tut schliesslich vieles noch wie in der Steinzeit: essen, trinken, schlafen, vögeln… Ich wüsste echt nicht, warum ausgerechnet so etwas natürliches, das ja bei den meisten Frauen unproblematisch verläuft, wie eine Krankheit eingestuft werden sollte.

      • Eni sagt:

        @ Huber

        Dann soll Mann auch wie in der Steinzeit Nierensteine und Harngriess ohne medizinsche Hilfe auf natürlichem Weg ausscheiden oder halt daran verr……. Sorry, das kann doch keine Option sein. Medizinische Hilfe wurde dazu erfunden um diese auch bei minderwertigen Frauen anzuwenden und nicht nur bei den wertvollen Männern, wenigstens in unseren Gefielden, aber vielleicht wohnen Sie ja in Saudiarabien?

      • Huber sagt:

        Sorry, es war mir nicht bewusst, dass eine Schwangerschaft resp. Geburt wie die offenbar nur Männer befallenden Krankheiten „Harngries“ und „Nierensteine“ zwingend zu monate- oder jahrelangem Siechtum und vermutlich anschliessendem Tod führt.

        Andernfalls wäre der Vergleich etwas doof.

        Mir ist es übrigens relativ wurst, wie Frauen gebären (lassen). Aber die Selbstbedinungsmentalität („ich entscheide“) verbunden mit dem Vollcasco-Anspruch („die anderen zahlen [zum grössten Teil]“) geht für mich nicht auf.

      • Malou sagt:

        Aber ja, Sepp (20.47)!! Die Kosten für die ‚Verhüterli‘ sollten von der Krankenkasse übernommen werden. Bin als Frau völlig damit einverstanden. Aber zum Ausgleich müsste dann Frau auch die Ausgaben für die Monatshygiene bei der KK verrechnen können (ist doch einleuchtend: es geht hier um Blut, Bauchschmerzen etc.)

        Und die Folgekosten von Verhütungs-UNFÄLLEN könnten von der SUVA übernommen werden (abgebucht unter Sportunfälle).

  • Hotel Papa sagt:

    Jede Geburt ist anders, jedes Kind und jede Frau. Ich respektiere die Wahl jeder werdenden Mutter. Sie soll das entscheiden mit ihrer Gynäkologin, Hebamme und dem werdenden Vater.

    Und mehr müsste man zu dem Thema eigentlich gar nicht sagen.

  • Chantal sagt:

    Ja, ich habe keine Lust auf diese Tortur
    Mir wurde nach Risikoschwangerschaft und geplantem KS mit Zwillingen empfohlen, mein drittes Kind auch mit KS auf die Welt zu bringen, ich dachte aber, dass das nicht gut sei, schwach von mir und dass mir dieses Geburtserlebnis entgehen würde.
    Diese „natürlich Geburt“ (richtig, was ist da noch natürlich???) war nicht so der Hammer. Wasserbruch, Einleiten, Vaginal, Dammschnitt, Vakuum, 24 Std. Geburtsstress für beide. Meine Bindung mit meinem dritten Kind ist sehr viel stärker als die Bindung durch eine 40 Minuten-KS, den ich davor mit den Zwillingen hatte (1 Monat zu früh, geplant, problemlos). So ein Erlebnis verbindet. Er hatte die Nabelschnur um den Hals, keine Luft, war blau und hatte die miesesten apgar-Werte, die ich jeh gesehen habe. Ich hatte die letzten 30 Minuten Angst, dass er stirbt. Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich ihm das angetan habe, ihm diesem Risiko ausgesetzt habe entgegen der Empfehlung aller Aerzte.
    Die Zwillinge waren zwar Frühgeburten, hatten aber bessere Werte, keine Atemprobleme, sind auch soweit ich das beurteilen kann überhaupt nicht traumatisiert. Ich bin nach dem KS wieder schneller und besser auf den Beinen gewesen als nach dem Dammschnitt. Das Thema natürliche Geburt ist für mich erledigt. Ich renne lieber einen Marathon oder beweise meine Qualitäten beruflich als dass ich mir und meinen Kindern das nochmals antue.
    Jede Geburt ist anders, jedes Kind und jede Frau. Ich respektiere die Wahl jeder werdenden Mutter. Sie soll das entscheiden mit ihrer Gynäkologin, Hebamme und dem werdenden Vater.

  • Bärnerin sagt:

    Die wenigsten KS-Geburten sind Wunschkaiserschnitte von Memmen, die die Schmerzen einer Vaginalgeburt nicht aushalten wollen. Viel eher geht der „Druck“ zum KS von den Ärzten aus (die dann nicht mitten im Golfspiel davonrennen müssen, sondern die Geburt in der Agenda eintragen können, wie sich das gehört, und zum Abendessen pünktlich zuhause sein). Dann die Spitäler, die KSse nicht nur besser planen, sondern auch höher verrechnen können UND ihre Betten länger füllen.
    Und wer sich wirklich Schmerzen ersparen will, sollte dazu vielleicht nicht gerade eine OP am offenen Bauch wählen.

    • Eni sagt:

      Doch, die Kaiserschnittnaht schmerzt um ein vielfachen weniges als der Dammschnitt. Da bin ich lieber eine Memme, als eine Kampfgebärerin.

    • Janet sagt:

      Das ist ein absolut idiotische Bemerkung. Was geht es sie ueberhaupt an, wie andere Frauen gebaeren wollen? Schliesslich sind wir nicht mehr in der Steinzeit. Jede Frau sollte ihre eigene Entscheidung treffen und braucht sich dafuer nicht zu entschuldigen.

  • Freddy sagt:

    Bei der Geburt wird man von einem Arzt beraten. Der weiss normalerweise schon, was am besten ist, doch er verdient eben mehr an dem Kaiserschnitt und zudem ist es für ihn spannender und planbarer. Die Argumente sind dann schnell gefunden, indem man der Frau Angst macht vor Schmerzen, Komplikationen, Verletzungen des Kindes, … Es gibt schon Gründe, nicht natürlich zu gebähren, doch diese sind nicht bei 40% der Frauen zu finden. Das ist absurd. Schmerzmittel bei der natürlichen Geburt heben zudem Schmerzen auch auf. Was oft verschwiegen wird ist folgendes: Ein Kaiserschnitt hinterlässt eine Narbe. Das Gewebe muss heilen und dieser Prozess ist oft bedeutend langwieriger und schmerzhafter als die Heilung nach einer natürlichen Geburt. Die Frau muss dann ca. 2 Jahre warten, bis sie wieder ein Kind haben kann, weil sonst die Gebährmutter an der Narbe aufreissen kann. Daher sind dann nachfolgende Schwangerschaften häufiger von Komplikationen geprägt. Auch ist ein Kaiserschnitt eben doch ein Eingriff und kann auch Probleme machen, wie jede andere Operation auch. Risiken gibt es da immer, gerade auch mit Infekten. Fazit: Bei komplizierten Geburten ist ein Kaiserschnitt immer die bessere Wahl, ansonsten ist es sicher besser, natürlich zu gebähren. Für eine Geburt kann man sich mit ein paar Übungen auch vorbereiten und hat dann auch bedeutend weniger Stress bei der Geburt selbst. Wie auch immer. Es ist dann am schönsten, wenn alles vorbei ist und das Kind gesund ist.

  • die Ürnerin sagt:

    StefanB
    Du hast recht. Im Kanton Uri gibt es 1 Spital und da gebähren die meisten Frauen. Das Spital tendiert sehr schnell (sogenannte „Sicherheitsmassnahmen“) zu Kaiserschnitten. („Bei dieser und dieser Sachlage empfehlen wir einen Kaiserschnitt, sonst müssen sich nach Stans oder Luzern. Hier gehen wir dieses „Risiko“ nicht ein.“)
    Wenn ich meinen Freundeskreis anschaue, war keiner der Kaiserschnitte ein Wunschkaiserschnitt. Ich behaupte, dass die Urner Frauen tendenziell keinen Kaiserschnitt wünschen würden, jjedoch den Aufwand und die Distanz in ausserkantonales Spital scheuen. (Was wiederum ziemlich pragmatisch, aber nicht unbedingt emanzipiert ist.)

    • Thomas1 sagt:

      Dann liegt der Grund für die vielen KS in Uri nicht in der Emanzipation, sondern in der Höhrigkeit gegenüber den in diesem einen Spital agierenden Ärztinnen und Ärzte. Also ist da von Emazipation plötzlich nicht mehr viel übrig, im Gegenteil. Aber immerhin amüsant zu lesen, wie eine Autorin einen solchen Sachverhalt umschreiben und verideologisieren kann, um ihre eigene Meinung zu untermauern.

      • Eni sagt:

        So ein Blödsinn: ich wollte bei meinem Kleinen unbedingt einen Kaiserschnitt. Mit dem Versprchen der Ärztin einer sofortigen PDA bei Spitaleintritt, wolllte ich dann doch noch einmal eine Spontangeburt. Bei Spitaleintritt hiess es dann: nix da mit PDA, das Kind ist in 20 Minuten spätestens in 1/2 Stunde da. Tja, mein 4100 g Mocken fand dann den Weg halt doch nicht alleine und es endete in einem Not KS.

        Wie schon erwähnt hat es im Kt Uri nur einen Spital und die Ärzte dort verweisen Risikopatientinnen welche eine Spontangeburt wollen an einen ausserkantonales Krankenhaus. Aus verständlichen Gründen entscheiden sich dann viele Frauen für einen KS in heimatlichen Gefilden.

        Übrigens: seit der Erfindung des KS ist die Sterblickkeitsrate von Kind und Mutter drastisch gesunken, es ist müssig darüber zu diskutieren, das ein Wunschkaiserschnitt ein höheres Risiko darstellt als eine Sponatangeburt. Ist ja auch völlig unlogisch, dass Wunschkaiserschnitte risikoreicher sein sollen als ein KS aus medizinischen Gründen.

        Probiert doch mal Harngriess oder Nierensteine auf natürlchem Weg ohne Schmerzmittel auszuscheiden, vorher könnt Ihr Männer doch gar nicht mitreden.

      • StefanB sagt:

        Eni: Den Kaiserschnitt gibts seit Jahrtausenden (Caeser heisst eigentlich „der herausgeschnittene“); und ich denke, die Überlebensrate bei Geburt für Mutter und Kind liegt wohl eher an den gestiegenen hygienischen Umständen (siehe Sauerbruch) als am Kaiserschnitt selbst.

        Was das Harngries betrifft: die meisten Menschen haben Harngries, das sie unbemerkt ausscheiden.

    • Eremit sagt:

      „Das Spital tendiert sehr schnell (sogenannte “Sicherheitsmassnahmen”) zu Kaiserschnitten. (”Bei dieser und dieser Sachlage empfehlen wir einen Kaiserschnitt, sonst müssen sich nach Stans oder Luzern. Hier gehen wir dieses “Risiko” nicht ein.”)
      Wenn ich meinen Freundeskreis anschaue, war keiner der Kaiserschnitte ein Wunschkaiserschnitt.“

      Ergo sind Urnerinnen unschuldig.
      Vermute mal, dass dies auch bei Solothurn, Schwyz, Baselland, Nidwalden und Schaffhausen eintritt.

      • Eni sagt:

        Nur haben die Mütter den Kaiserschnitt vor 1000 von Jahren nicht überlebt. Historiker gehen sogar davon aus, dass der Kaiserschnitt bei Cäsar ein Fake ist.

      • Eremit sagt:

        @Eni; und wieso hatten sie es angeblich nicht überlebt? Die Behauptungen, dass die Menschen früher ungebildeter oder dummer waren zieht nicht.

      • Eni sagt:

        Zu diesen Zeiten wurde ein Kaiserschnitt gemacht um das Kind zu retten. Die Mutter wurde einfach aufgeschllitzt und fertig. Diese Methode wurde angewendet, wenn man wusste dass das Kind nicht rauskommen kann und dann die Mutter eh sterben würde, da ja das Kind im Mutterleib abstirbt und verwest.

        Bis vor 60 70 Jahren war die Geburtssterblichkeitsrate noch bei über 30% bei Mutter oder Kind.

        Der 1. Kaiserschnitt wo dokumentiert ist, dass die Mutter überlebte wurde durch einen Dr. Kaiser vorgenommen, im welchen Jahr das war weiss ich nicht mehr und heisst auch nicht, dass nach dieser Premiere die Mütter in der Regel überlebt haben.

        Zur Dummheit oder Intelligenz möchte ich nur soviel sagen, dass die Höhlenbewohner noch mit Speeren jagten. Die Griechen und Römer waren ihrer Zeit lange voraus; deren Errungenschaften wurden aber bei der Vernichtung dieser Reiche ebenfalls wieder vernichtet. Die Menschen lebten lange Zeit wieder rückständiger als 2 oder 3000 Jahre vorher.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Und tschüss, mir reichts.

    • macho sagt:

      pippi, what up?! du bist heute so gereizt…

      nimm ein bad, mach eine gute flasche wein auf und schau „Meet Joe Black“ auf hd oder so.. 😀

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du hast recht, macho, gestern war ich ausserordentlich gereizt, es gibt manchmal so Tage, da kommt eines zum andern und alles ist Schei……

        Joe Black, ja, der geht immer, so seidig…….
        Warum empfiehlst du mir ausgerechnet den? Weisst du, dass er zu meinen Lieblingsfilmen zählt, dann könntest du ja regelrecht Gedanken lesen? 8)

      • macho sagt:

        1. Weiss ich um dein Pitt-Flair

        2. Gefällt dieser Film fast jeder Frau

        🙂

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Endlich durch!
    PS. Ich weiss schon, dass ich Funtamentalismus mit d schreibt, aber man weiss nie, woran man hängen bleibt.

  • StefanB sagt:

    Übrigens: im Kanton Uri findet man sechs Einträge (davon sind zweimal zwei identisch), wenn man das Wort Geburtshilfe in directories.ch sucht, in Zürich-Stadt 244.

    Das müsste dann heissen, dass die meisten Geburten im Kanton Uri von den gleichen vier GynäkologInnen durchgeführt werden – was wohl nichts über die Emanzipation der Urnerinnen aussagen kann.

    Klar ist ein KS planbarer als eine Spontangeburt, aber das sind andere Eingriffe auch. Und: auch wer einen KS plant, kann von einer natürlichen Geburt überrascht werden, wenn das kleine früher raus will.

    Lassen wir mal alle Ideologien beiseite, alle Schuldzuweisungen und Unterstellungen, dann bleibt eigentlich nur: Jede Methode hat Vor- und Nachteile, und jede Geburt wird individuell erlebt. Jede Frau sollte deshalb die Wahl haben, wie sie die Kinder gebiert, ob ganz natürlich, als Wassergeburt, mit PDA, oder als KS. Und diese Wahl sollte m.E. ohne Blick auf Kosten getroffen werden können. Schliesslich hat sie den Bengel nachher noch an die zwanzig Jahre am Hals, und Kosten verursacht das Engelchen auch noch genug. 🙂

    • barbara sagt:

      Amen! Gut geschrieben. Dieses Vorwürfe-machen ist so was von unemanzipiert und beweist alleine die „Stutenbissigkeit“. Deshalb ist so ein Statement Balsam.

      Und es gibt auch KS die nicht gewünscht sind und nicht geplant. Wo man von Badewanne auf Bett wechselt, stundenlang Wehen hat, Presswehen hat und dann einen KS machen muss, damit das Kind überlebt. Da ist nix mit freier Wahl. Da nimmt man, was hilft. Auch wenn das Maya-Stühlchen verlockender war. Das Leben ist kein kägi-fret und manchmal muss man die Kinder nehmen wie sie kommen (oder eben nicht kommen, sondern geholt werden müssen)

      Hauptsache Mutter und Kind sind wohlauf. Und jede hat die Entscheidung gefällt, mit der sie am besten leben kann.

  • Rahel sagt:

    Zusammenfassend zu diesem Thema kann ich, im Hinblick auf meine Kinder, nur sagen: es ist schön, dass es sie gibt, ganz egal, auf welche Art und Weise sie auf die Welt gekommen resp. geholt wurden! Hauptsache sie sind gesund! Was würde es mir bringen, wenn ich mich bei meiner zweiten Tochter gegen den Kaiserschnitt gewehrt hätte und es wäre etwas schiefgelaufen ( das kann man schliesslich nie wissen ) , nur weil mein Ego auf einer natürlichen Geburt bestanden hat? Und obwohl ich nicht glücklich bin, wie es bei mir gelaufen ist und den Arzt auf den Mond schiessen könnte, aber ein solches Risiko wäre ich nie und nimmer eingegangen geschweige denn dass ich jetzt mit den Selbstvorwürfen und den Vorwürfen meines Umfelds leben möchte!

  • Tim sagt:

    Danke Frau Weber für diesen hervorragenden Artikel! Und allen, die den Kaiserschnitt verteufeln, sei das Nachtcafé von letzter Woche empfohlen: http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/did=7229938/pv=video/nid=200198/1dau3o0/index.html Ein Kaiserschnitt hätte verhindern können, dass ein kleines Mädchen schwerst und mehrfach behindert auf die Welt kam.
    Es muss sich niemand für die Entscheidung Kaiserschnitt rechtfertigen, schon gar nicht vor dem Hebammenverband. Das ist ein konservativer Verein, wie er im Buche steht und vertritt längst obsolete Meinungen. Ich jedenfalls traue keiner Hebamme mehr, nachdem einer Freundin die PDA verweigert wurde (!!! einer mündigen intelligenten Krankenschwester, notabene) und eine zweite ihrem Kind massiv zu wenig zu essen gab, weil die Hebamme die Muttermilch verherrlichte und obwohl das Kind ständig schrie, von einem Schoppen abriet (das Kind war 5 Monate alt).

    • Nick Schmid sagt:

      Nice try, Tim. Soll ich jetzt ein Dutzend Fälle rausgoogeln, bei denen KS-Geburten in die Hose gegangen sind und mich dann darauf berufen, dass KS des Teufels sind???

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dass Hebammen sehr gerne aus der Fundamentalo-Ecke kommen, ist allgemein bekannt, ebenso Vereine wie la leche liga, da heisst es, wenn das Kind an der Brust nicht gut trinkt: einfach hungern lassen, wenn es genug Hunger hat, trinkt es dann schon. Ja klar, aber vorher bin ich reif für die Klapse und das Kleine gleich mit. Kinder hungern lassen, nur der Ideologie zuliebe, krank sowas.

      • Simone sagt:

        ne, nicht googlen. aber glauben, dass auch hebammen ihre pfründli hüten und ihre ideologien haben…

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Warum muss mein obiger Beitrag auf Freischaltung warten, was ist daran nicht ok?

    • Hotel Papa sagt:

      Es gibt gewisse Reizworte, solltest Du doch inzwischen wissen. Sei froh, hast Du keinen IP-Adressen Bann. Den habe ich zu Hause, weil ich Max mal etwas HTML erklärt habe. Da gehen die Beiträge ALLE ins Nirwana, kommentarlos, und tauchen vielleicht einen halben Tag später auf.

      • Katharina sagt:

        das mit den Tags……

        da gab es mal einen artikel, wo das ganze format der site zerschossen war, weil einer dieser nicht geschlossen war. war kurlig anzusachauen, aber sehr unangenehm zum lesen.

        bei einigen hundert beitraegen ist es dann wie das suchen nach der nadel im heuhaufen.

        nur sollte dann die eingabe besser auf nur text eingestellt werden. sollte meines wissens moeglich sein, vielleicht auch nicht.

      • Hotel Papa sagt:

        AFAIK sind offene Style-Tags inzwischen abgefangen.

        Sabotageversuch.

      • Hotel Papa sagt:

        Q.E.D.

        </B> hat im vorangegenen Post gefehlt.

      • Hotel Papa sagt:

        Das Problem war allerdings damals, dass ich ihm den anchor-tag erklärt, und später über die dann einsetzende Zen$ur gelästert habe… Seither ist meine Heim-Maschine Persona non grata…

      • Katharina sagt:

        „Das Problem war allerdings damals, dass ich ihm … erklärt“ …
        Die Erklaerung damals war eben auch ein hinweis, wie bei der verlinkung umgangen werden kann, dass der beitrag dann in die warteschlaufe kommt. bei links muessen die das machen, weil sie als publikationsorgan fuer inhalte und verlinkung auf andere gesetzlich verantwortung haben.

        da ist eben ein solcher umgehungshinweis nicht gerade schlau. der adressat war dann auch noch … sagen wir mal ein etwas heisses eisen.

        ich finde grundsaetzlich, die ganze handhabe mit tags soll leuten ueberlassen sein, die davon was verstehen.

        diese site hier ist unter der motorhaube komplexer als sich das einige vorstellen und wohl sind die komponenten nicht immmer voll kompatibel. auch wenn ich es begrussen wuerde, meine texte etwas besser gestalten zu koennen, finde ich dennoch, ich will deswegen nicht zu einem Kodemoneky werden.

        also wenn ein grafischer editor verfuegbar ist, ok..sonst nicht.

      • Hotel Papa sagt:

        Die Erklaerung damals war eben auch ein hinweis, wie bei der verlinkung umgangen werden kann, dass der beitrag dann in die warteschlaufe kommt. bei links muessen die das machen, weil sie als publikationsorgan fuer inhalte und verlinkung auf andere gesetzlich verantwortung haben.
        Stimmt schon, und das begreife ich ja auch. Bloss, warum ich von zu Hause aus nicht schreiben darf, aus dem Büro aber dann doch? Aus dem Büro auch als „validierter User“, also ohne die Ehrenrunde bei den Korrekturlesern, die die Neuschreiber machen müssen. Es ist nicht so dass das unter einem anderen Nick geschehen wäre.

      • Das Internet LEBT vom Anchor-Tag… (http://de.wikipedia.org/wiki/Anker_%28HTML%29) Sollen froh sein, dass es das gibt…

      • Hotel Papa sagt:

        Das Problem ist, dass die Bl0gsoftware hier zwar einen nackten Link erkennt und zur Überprüfung in die Warteschleife schicken kann, den ins Anchor Tag verpackten aber nicht. (Es wäre kein Problem, das einzubauen; ist bisher aber offenbar nicht geschehen.)

        Für verantwortungsvolle Poster ist das nett, denn sie können ihre Links zeitnah präsentieren.

        Für den Bl0gbetreiber ist es ein sicherheitstechnischer Alptraum.

    • Kim sagt:

      Einfach sachlich bleiben, das hilft. Der Verzicht auf Beleidigungen kann doch wahrlich nicht so schwer sein. Gehe jetzt Schneemann (vielleicht auch Schneefrau) bauen mit den Kids.

  • Hotel Papa sagt:

    Grundsätzlich finde ich es gut, dass die Frauen die Wahl haben. Als Romantiker und Technologieskeptiker finde ich diese Tendenzen trotzdem traurig.

    Und wenn Berufsemanzen sich des Themas bemächtigen, werde ich erst mal misstrauisch. Denen traue ich genau so weit, wie ich meinen Schreibtisch werfen kann.

    Beim Zahnarzt lasse ich mir heute aber auch ein Spritze setzen, so there.

  • Ashiro Moto sagt:

    Eine Geburt ist in meinen Augen mehr als der Vorgang an sich. So spielen dabei die Schmerzen, Erwartungen, Hoffnungen, Ängste und allerlei anderer Gefühle eine wichtige Rolle. Eine Erfahrung die für eine Frau ein-, zwei,- oder vielleicht dreimalig in ihrem Leben ist. Folglich sollte man der Geburt mit Respekt begegnen, nicht nur der möglichen Komplikationen wegen, sondern auch Aufgrund des einzigartigen Ereignisses.
    In der Debatte über Vor- und Nachteile eines Kaiserschnitts erscheint mir dieser Punkt, neben den medizinischen Ansichten, äusserst wichtig und sollte alle anderen z.B. sozialen und wirtschaftlichen Aspekte überwiegen.

    • Hotel Papa sagt:

      und sollte alle anderen z.B. sozialen und wirtschaftlichen Aspekte überwiegen.
      Bis dahin war ich mit Dir einig. Aber die Gewichtung müssen wir schon den Betroffenen überlassen.

      • Ashiro Moto sagt:

        Natürlich, da gebe ich dir recht. Was ich sage, ist nichts anderes, als dass sich die Frau losgelöst von sozialem und wirtschaftlichem Druck eintscheiden soll.

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    was einem bei einer spontangeburt eher nicht passieren kann:

    Messina – Im Streit um einen Kaiserschnitt haben sich zwei italienische Ärzte im Kreißsaal geprügelt. Fäuste flogen und eine Scheibe ging zu Bruch, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Sonntag. Die hochschwangere Patientin musste anderthalb Stunden auf die Entbindung warten – mit schlimmen Folgen.

    Wegen einer lebensgefährlichen Blutung wurde der 30-Jährigen nach der Geburt die Gebärmutter entfernt. Der neugeborene Junge, ihr erstes Kind, lag nach einem doppelten Herzstillstand am Sonntag noch auf der Intensivstation des Krankenhauses in Messina. Der Junge werde vermutlich bleibende Schäden davontragen, hieß es.

    (Spiegel online)

    • Eni sagt:

      Bei meinem Grossen war es umgekehrt: der Arzt kam viel zu spät, ansonsten wäre es auch ein Kaiserschnitt geworden. Nach über 2 Stunden Presswehen im Minutentakt musste es plötzllich schnell gehen, weil die Herztöne sehr schlecht wurden und das Fruchtwasser grün; der Grosse wurde dann mittels Saugglocke regelrecht aus mir herausgezerrt und das alles nur weil der Arzt (Mann) eine ausgedehnte Mittagspause geniessen wollte.

      • Henri sagt:

        Es ist klar, dass eine Ärztin niemals bei einem ausgedehnten Mittagessen ihre Klientin vergessen würde.

        Allerdings, man müsste aber dafür sorgen, dass eine Ärtzin vor einem OP-Termin nicht shoppen gehen darf, vor allem nicht in ein Schuhgeschäft …..

      • macho sagt:

        @ Eni

        Unglaublich sowas! Verstehe deinen Ärger.

        Aber was hat das mit dem Geschlecht des Arztes, der Ärztin zu tun?

        @ Henri

        haha 😀

      • Eni sagt:

        @ macho

        Also das mit dem Geschlecht sage ich deswegen, weil dieser Mann genau zu dieser Gattung gehört die sagen: es ist noch Keines dringeblieben. Die Dammnaht war Pfusch und riss nach einer Woche vollständig auf und er fand das noch nicht mal so schlimm. Selbstredend dass ich danach den Arzt gewechselt habe.

        Klar gibt es auch Ärztinnen die sich nicht korrekt verhalten, aber konnte es nicht lassen zu stickeln ;.)

  • JungesMami sagt:

    Die Hauptsache ist doch, dass Mutter und Kind und auch der Vater die Geburt heil und ohne Traumata überstanden!!!

    Schaut euch eure Kinder mal an, umarmt sie oder denkt an sie….ist es dann noch wichtig wie sie auf die Welt gekommen sind?
    Für mich nicht.

  • Rami sagt:

    Ich habe noch keine Kinder. Darum ist die folgende Aussage nur hypothetisch gemeint:
    Als künftiger Vater bin ich eigentlich vollkommen dafür, dass die Geburt durch einen KS erfolgt. Genau nach den Schmerzen kommt das kleine niedliche Ding vor ihre Augen. Genau in diesem Zeitpunkt fängt die grosse Liebe an. Da vergisst man den andere Geliebten und konzentriert sich nur noch auf das Kind.

  • Ich habe beides erlebt: der Grosse ist „normal“ auf die Welt gekommen, allerings mit grossen Komplikationen für Mutter und Kind, der Kleine ist daher sicherheitshalber per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Nie mehr würde ich freiwillig eine Kaiserschnittgeburt wiederholen. Die schmerzhaften und beschwerlichen langen Tage nach der Operation … von denen spricht niemand. Wer glaubt, via Kaiserschnitt eine elegante, schmerzfreie Geburt erleben zu können, irrt sich gewaltig.

    • Sue sagt:

      Von den schmerzhaften beschwerlichen Tag nach der OP spricht vielleicht deshalb nicht jede, weil es auch nicht alle in dieser Ausprägung erlebt haben. Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich. Genau wie bei einer Spontangeburt, die nicht alle gleich einfach bzw. beschwerlich erleben. Eine Verallgemeinerung ist in diesem Zusammenhang offensichtlich nicht möglich

  • heidi reiff sagt:

    Meine erste normale Geburt dauerte 12 Stunden im Frauenspital Basel, Lachgas wurde verabreicht zur Schmerzverminderung, ich habe da extrem schlechte Erfahrungen mit dem Spitalpersonal, Chirurgen und Krankenschwestern. Die zweite Geburt war ein Kaiserschnitt. In 7 Minuten war mein Kind auf der Welt mit Vollnarkose. Bekannt ist ja, dass kein Mensch mit vollentwickeltem Gehirn auf die Welt kommt. Bei jeder Frau verläuft die Geburt anders. Ich habs überlebt und meine erwachsenen Kinder auch, das ist zentral für mich.

  • Jürg. sagt:

    Hallo Frauen,
    Ist es wirklich so (wie uns eine Hebamme sagt) dass die Mutter nach KS ca. 5 Wochen nichts mehr heben darf > 5 kg?

    • Karin sagt:

      Hallo Jürg
      Falls ein Kaiserschnitt zur Diskussion steht, würde ich nicht mit einer Hebamme sprechen, sondern auf die Ärztin hören. Meine Frauenärztin hat mir damals nicht viel dazu gesagt, ich sollte mir einfach überlegen, ob ich mich einer natürlichen Geburt aussetzen wolle. Wahrscheinlich trifft es das genau. Man kann es sich überlegen und sich dann dafür oder dagegen entscheiden. Wegen den 5 Kilo: tatsächlich übernimmt man sich zu Beginn lieber nicht mit dem Tragen. Der Maxi Cosi mit dem Baby geht aber schon. Und alles, was schwerer ist, trägt dann halt der Papi…

      • Nick Schmid sagt:

        @karin: „ich sollte mir einfach überlegen, ob ich mich einer natürlichen Geburt aussetzen wolle. “ Heisst für mich in der uncodierten Version: Sie werden ja wohl nicht so blöd sein und natürlich Gebären. Soviel zum Thema „auf die Ärztin hören“. Die war wohl alles andere als voreingenommen… 😉

      • Katharina sagt:

        „Meine Frauenärztin hat mir damals nicht viel dazu gesagt“….

        Ich finde das etwas besorgniserregend. Eigentlich muesste die Aerztin doch auf alle Risiken, Schwierigkeiten und Vorteile sachlich hinweisen, damit die werdende Mutter dann entscheiden kann. Wenig sagen finde ich dann schon schwach, vorallem, da genau genommen Laien , also nicht medizinisch gebildete, die Risiken gar nicht wrklich abschaetzen koennen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss nicht, ob eine werdende Mutter wirklich auf alle Risiken und Schwierigkeiten hingewiesen werden will. Meistens hat sie sowieso bereits zuvor selber entschieden, was sie möchte.

      • Henri sagt:

        Was mich bei der ganzen Diskussion etwas wundert: Das Thema „Spitalinfektion“ scheint gar nicht zu existieren….

    • JungesMami sagt:

      bei mir warens mind 6 wochen….=)

      aber wie soll man sich daran halten wenn man schon Kinder zuhause hat?
      Zähne zusammenbeissen und auf meinen Körper hören…so hats geklappt…

    • rage sagt:

      mir hat das der unterassistenzarzt nach dem zweiten kind – zweiter kaiserschnitt, medizinisch indiziert: ich zu schmal, kind zu gross – auch sagen wollen, aber irgendwann hab ich ihn unterbrochen und ihn gefragt: wissen sie, was für einen stuss sie hier rauslassen? allein das kind mit maxicosi ist schwerer als fünf kilo. meist hat man noch gepäck dabei, kommt also locker auf annähernd zehn kilo. dann hatte ich schon einen zweieinhalbjährigen sohn und klar, wenn der sieht, dass die schwester nur rumgetragen wird, will er nur noch laufen. ha! sagen sie mir, wie ich das handeln soll. dann dürfen sie mir gern solche dinge erzählen. seine antwort: betretenes schweigen.

      ich würde sagen: man merkt selbst, was geht und was nicht. aber die realität ist: man ist schnell über fünf kilo hebegewicht und verursacht keine probleme damit.

    • Kim sagt:

      Ist bei Spontangeburt normalerweise auch so (Beckenboden, Bauchmuskulatur, evtl. Dammriss/-schnitt). Deshalb darf frau auch erst frühestens nach 6 Wochen mit Rückbildungsturnen beginnen.

    • Widerspenstige sagt:

      Jürg, das ist richtig so, aber reine Therorie, welche kaum umsetzbar ist!! Kaum eine Mutter kann sich hier im Westen danach richten und sich ca. 6 Wochen schonen. Nein, sie darf auch noch schwere Einkaufstüten tragen, den schweren Kinderwagen vielleicht auch noch selber im öV heben und auch sonst sich auf wenig Hilfe von Dritten verlassen. Ihr Mann/Partner ist ja in der Regel tagsüber nicht Zuhause und so hebt sie ihre anderen Kleinkinder bereits nach wenigen Tagen wieder auf und lässt sie nicht einfach schreien etc. Also reine Theorie und dann fragt man sich, wieso diese frischgebackenen Mütter ständig müde sind, über Rückenschmerzen klagen und sich nicht richtig erholen können von den Strapazen einer Geburt. Deshalb sind Nannies unentbehrlich die ersten Wochen und ich votiere dafür für jede Mutter als Hilfe und Prävention. Jetzt können die flames kommen….

  • Jürg Wahlen sagt:

    Dass bei einer Risikogeburt ein Kaiserschnitt notwendig sein kann, ist ja allen klar. Doch die Argumentationslogik von Bettina Weber bewegt sich auf sehr seltsamen Bahnen. Ein entzündeter Zahn oder ein Beinbruch sind krankhafte Störungen, bei denen wir uns selbstverständlich der modernen Medizin bedienen, um einen möglichst schmerzfreien Heilungsprozess zu befördern. Sind für Frau Weber Kinder vor der Geburt abenfalls krankhafte Störungen, die es mit Skalpell und Chemie zu beheben gilt? Möglichst schmerzfrei?
    Ich habe als mehrfacher Vater miterlebt, was es für eine Mutter heisst, ein Kind zu gebären. Mit der von Bettina Weber zitierten Romantik hat das herzlich wenig zu tun. Vielleicht könnten Mütter, die beiderlei Geburten erlebt haben, mehr darüber sagen.
    „Keine Lust auf diese Tortur!“ als Schlagzeile. Also geht es ja wohl doch vor allem um die Vermeidung des Schmerzes (und vielleicht weiterer „widriger“ Umstände, z.B. die schlechtere Planbarkeit). Deswegen die armen Urnerinnen nun gleich zu heroischen Pragmatikerinnen hochzustilisieren und ihren Entscheid als Emanzipation zu verkaufen ist schlichtweg dumm. Sind die benachbarten Nidwaldnerinnen mit der zweittiefsten Kaiserschnittrate oder die Jurassierinnen deshalb unpragmatisch und rückständig, unemanzipiert?
    Eine interessante Frage wäre vielleicht noch, was es im inneren und äusseren Leben eines Kindes für einen Unterschied macht, ob es auf natürliche Weise oder mithilfe der Chirurgie zur Welt kommt. Davon wissen wir noch so wenig.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Warum muss ich auf Freischaltung warten?????

    • Kathy sagt:

      ev warst du wiedermal zu beleidigend..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das bin ich nie, Kathy. Ausserdem war es ein sehr sachlicher Beitrag, ein Erlebnisbericht. Ich weiss, dass dir das gefällt, wenn ich ein bisschen geärgert werde, kann es sein, dass du an sehr wenig Freude hast……

      • Kathy sagt:

        Im Gegenteil, bisher war ich sogar oft einer Meinung mit Dir. Ich finde einfach, Wörter wie „Arschloch“ oder Sätze wie „Verpiss Dich“ haben in einem Diskussionsforum nichts zu suchen. Würden wir miteinander sprechen, hättest Du vermutlich auch mehr Hemmungen Dich so auszudrücken. Es zeut auch von einer gewissen Hilflosigkeit – wer Argumente hat muss nicht zum Schlagstock greifen.
        Ich bin sogar ein ausgesprochen fröhlicher Mensch, aber ich sage/schreibe halt meine Meinung, wenn ich eine habe.

      • Kathy sagt:

        „zeugt“ natürlich..

      • Hotel Papa sagt:

        Das bin ich nie, Come ON! Ich weiss, dass Du ein arg geschöntes Selbstbild hast, aber das musst sogar Du merken.

        Im übrigen: Mach mal locker…

      • Henri sagt:

        @Kathy 2. Dezember 2010 um 15:20

        bitte streichen Sie das „ev“

      • Hotel Papa sagt:

        „Evangelisch“?

      • Pippi lässt sich halt manchmal hinreissen, HP. Das geht vielen so hier.

      • Mir nicht, verdammt noch mal!!!

      • Hotel Papa sagt:

        Mit hinreissen Lassen habe ich wenig Mühe, wenn frau hinterher dazu stehen kann, dass es eine Entgleisung war. Dummerweise gehören Unterstellungen nach dem Muster „didn’t get any lovin today?!“ und rüde Beschimpfungen zum MO. Ausserdem Beifall an Leute, die ähnliches praktizieren, falls im richtigen Lager.

        Und da kommt mir dann die Galle hoch, wenn sie so tut, als könne sie kein Wässerlein trüben.

        Ich habe ihr einmal gesagt, dass sie eigentlich immer in Stilfragen angreifbar wird. Wo sachliche Argumente reichen, ist sie eigentlich recht sattelfest.

  • Karin sagt:

    Tatsächlich ist ein geplanter Kaiserschnitt gegen die Natur. Na und? Wenn ich es nicht so mit der Natur habe, ist das doch meine Sache. Das „Natur-Argument“ spielen lassen kann meinetwegen wer will. Für mich gehört das in die rechtskonservative Ecke und erinnert an die Ideologie des Nationalsozialismus.

    • xyxyxy sagt:

      ist der Mensch überhaupt natürlich? – immerhin tragen wir Kleider, benutzen Verkehrsmittel, leben in geheizten Häusern, verringern die Kleinkinder- und Geburtensterblichkeit – verlängern unsere Lebenserwartung – ist das natürlich?

      • StefanB sagt:

        Gegenfrage: Die Spinne, die ein trockenes und warmes Plätzchen zum überwintern sucht und in meinen Keller gekrabbelt ist, verhält sich diese unnatürlich? Unsere Katze, die lieber im warmen Körbchen döst, als draussen unter einem Strauch, die mich auch jedesmal, wenn ich ihr die Tür öffne, ansieht mit einem Blick, als wollte sie sagen: „Hast Du das eklig-kalte weisse Zeugs immer noch nicht weggemacht?“, verhält diese sich widernatürlich?

      • xyxyxy sagt:

        die Katze ist unnatürlich – sie ist ein Haustier
        die Spinne krabbelt in den Keller oder in ein Erdloch – das ist natürlich

        aber Spass beiseite – man könnte doch mit deinem Argument auch sagen, dass die menschliche Technik natürlich ist, da es in der Natur jeder Spezies liegt, sämtliche ihrer Möglichkeiten auszuschöpfen um sich das Leben so sicher und angenehm wie möglich zu machen

  • xyxyxy sagt:

    @Kathy – zu den Wissenschaftlichen Tests
    natürlich muss man diese mit grosser Vorsicht geniessen: fast jede „Erkenntnis“ wird früher oder später überholt und oft sogar wieder ins Gegenteil verkehrt.
    Lange glaubte man z.B. die Erde sei flach, weil man sich auf die grossen Wissenschaftler der Antike stützte
    Rund ums Gebären und Kleinkind – kommt es alle paar Jahr wieder zu neuen Theorien

    soviel vorweg – ich habe aber gar nicht in Frage gestellt, ob nach einer natürlichen Geburt mehr Glückshormone ausgeschüttet werden. Obwohl sie und ich, diese Studie kaum verifizieren können, scheint mir das einleuchtend, weil es der menschlichen Erfahrung entspricht, dass durch Entbehrung der Genuss bzw. das Glücksgefühl erhöht wird. Das Essen schmeckt besser wenn man hungrig war, der Feierabend ist umso schöner, je anstrengender der Tag war.
    Also scheint es auch logisch, dass dies auch bei einer Geburt so ist.

    Jedoch daraus zu schliessen, dass deshalb nun auch die Bindung zum Säugling in den nächsten 1-2 Jahren tiefer ist, scheint mir reichlich naiv und nciht wikrlich eine „wissenschaftliche“ Aussage.
    1. Wie kann man eine solche Beziehung messen?
    2. Und selbst wenn man das könnte. Fehlt der effektive Vergleich, denn bei einer innigen Beziehung spielen unzählige Faktoren mit: Gesundheitszustand und Gemütszustand von Mutter und Kind. Die emphatischen Fähigkeiten von Mutter und Kind. Das soziale Umfeld, die Vorsgeschichte von Schwangerschaft und Geburt etc. etc.

    Sie dürfen mich natürlich gerne der Rückständigkeit verdächtigen, aber mir sind solche pseudowissenschaftlichen Schlussfolgerungen einfach nicht wissenschaftlich genug. Bei Dingen welche so mulitkausale Ursachen haben, einfach einen Faktor herauszugreifen und aufgrund dieses Faktors eine Gleichung zu erstellen, halte ich für tendenziös, naiv, populistisch oder eben zum in der Pfeife rauchen.

    • Latinistin sagt:

      Liebe/r xyxyxy
      Ich wünschte WIRKLICH, das Märchen vom Glauben an eine flache Erde in Antike und Mittelalter würde endlich aus den Köpfen verschwinden! NEIN, in der Antike war die Kugelform der Erde längst bekannt (z.B. Aristoteles), das gleiche gilt für die Gebildeten im Mittelalter (was die weniger Gebildeten glaubten, wissen wir leider nicht, weil sie es auch nicht aufschreiben konnten).

    • Kathy sagt:

      Hast Du meinen Link nicht gesehen? Es wurden Studien mit Frauen durchgeführt, welche als erstes einen Kaiserschnitt und danach eine Spontangeburt hatten. Die Mehrheit sagte aus, dass die Bindung nach der Spontangeburt grösser war als nach einem Kaiserschnitt. Wieso sollte ich Ihnen nicht glauben?

      • xyxyxy sagt:

        @Kathy
        1. ab wieivel untersuchten Frauen ist eine Studie wirklich repräsentativ? 100 oder 1000 oder 10000?

        2. das weitaus grössere Problem, als das der Zahl: Multikausale Ursachen – wurden die wirklich gebürend berücksichtigt? (und ist das anhand der Fülle der verschiedenen Faktoren überhaupt möglich) –

        Davon habe ich ja geschrieben.

        Natürlich darfst du das den Frauen gerne glauben, warum auch nicht.
        Wenn ich eine Meinung habe, dann glaube ich auch gerne denen, welche meine Meinung bestätigen. Wir alle nehmen die „Fakten“ der Welt gefiltert auf. Was ich müssig finde, ist das wir dann immer gleich vorschnell „wissenschaftlich bewiesen“ hinausträllern.
        Je mehr wir wissen ,um so mehr wissen wir, dass wir eigentlich sehr wenig wissen, geschweige denn beweisen können.

        Natürlich kann ein intensives Geburtserlebnis zu einer tieferen Bindung seitens der Mutter führen. Das ist eine logische Komponente, die man auch sonst im Leben beobachten kann, z.B. bei „Waffenbrüdern“ etc. – mich stört das pauschalisierende Urteil, das eben die Realität nicht wirklich wieder gibt und meiner Meinung nach zu falchen (Vor)Urteilen führt.
        Verstehst du was ich meine.

        @Latinistin
        Danke für die Richtigstellung. Ich werde von nun an ihrer Meinung folgen, bis mich ein allenfalls ein noch grösserer Gelehrter erneut eines besseren belehrt. Man lernt nie aus.

  • Julia sagt:

    Die natürliche Geburt ist deshalb so schmerzhaft, weil der Kopf des Kindes im Verhältnis zum Becken der Frau sehr gross ist. Evolutionstechnisch betrachtet heisst das, dass die Nachteile dieses ungünstigen Verhältnisses (z.B.Schmerzen, grosser Energieverbrauch der Mutter) i.A. geringer sind als die Vorteile eines grossen Kopfes der Nachkommen bei der Geburt. Der Hauptvorteil ist dabei das grössere Gehirn, sprich grössere Intelligenz. Witzigerweise ist es gerade diese erhöhte Intelligenz die die Möglichkeit eines Kaiserschnittes eröffnet. Wäre es dann nicht dumm unseren evolutionären Vorteil nicht zu nutzen?

    • Thomas1 sagt:

      Wenn ich Sie richtig verstehe, sagen Sie: die Folgen einer natürlichen Geburt ist ein kleinerer Kopf. Und ein kleinerer Kopf = kleinere Intelligenz. Können Sie uns den Link zu diesen Thesen oder Studien geben? Das würde mich interessieren. Danke.

      • Julia sagt:

        Nein, so wars nicht gedacht. Es geht um die Frage warum beim Menschen im Vergleich zu anderen Säugetieren die Geburt so schmerzhaft und schwierig ist. Die Antwort liegt im besagten Verhältnis. Da muss man sich auch die Frage stellen warum sich das in der Evolution des Menschen durchsetzen konnte. Die Antwort ist eben das mit der Intelligenz.
        Mein Beitrag ist natürlich sehr provokativ. Es geht mir darum zu eruieren wie natürlich die „natürliche Geburt“ tatsächlich ist.

      • Thomas, das ist doch nur der Unterschied zwischen Individuum und Evolution. Julia hat nirgends gesagt oder gedacht, dass Leute mit kleinerem Kopf dümmer sind als die mit grossem.

        Ein Mensch lebt 80 Jahre. Menschen gibt es seit vielleicht etwa 50000 Mal so langer Zeit.

      • Eos sagt:

        „warum beim Menschen im Vergleich zu anderen Säugetieren die Geburt so schmerzhaft und schwierig ist“

        Ist sie das wirklich? Ich denke, es geht eher darum, dass wenn eine Gazelle sich die Lunge aus dem Leib schreien, ein Löwe ziemlich bald dem ein Ende setzen würde. Würde eine Frau neben einem hungrigen Tiger gebären, würde die menschliche Geburt wohl viel weniger schmerzhaft rüberkommen 😉

    • Yves M. sagt:

      Puh. Nun der Kopf wird ja auch ein wenig zusammengedrückt. Aus diesem Grund ist ja wohl der Schädel noch schön weich und nicht zusammengewachsen…

    • agatha sagt:

      Naja, wenn man sich einen faulen Zahn ziehen lassen will vielleicht…@Bettina Weber: Was für ein Vergleich im Übrigen!!!!!?

      NEVER TOUCH A RUNNING SYSTEM!
      Klar birgt eine natürliche Geburt Gefahren, genau wie jede Sectio aber auch.
      Und wer ernsthaft glaubt ein KS ist weniger schmerzhaft, ist blauäugig und feige.
      Alle anderen Gründe (außer Schmerzvermeidung) sind für mich irgendwie nachvollziehbar, selbst Terminplanung, freaky aber nun gut…

      Alta, eine Geburt ist doch kein Beinbruch (oder sonst eine Krankheit).
      Traut Euch! Ihr schafft das! Den KS könnt Ihr Euch immer noch in Petto halten, meine Güte!

    • Thomas1 sagt:

      Danke Julia. Mit dem Zusatz „im Vergleich zu anderen Säugetieren“ verstehe ich, was Sie sagen wollen. Ein interessanter Gedanke, hab‘ ich mir so noch nie überlegt. Die Frage ist, ob ein grösseres Hirn letztlich zu nicht viel mehr führt, als einer noch grösseren Massenarbeitslosigkeit im Hirn.

    • Hotel Papa sagt:

      Die relativ schwere Geburt beim Menschen ist auch eine Folge des aufrechten Gangs. Der modifiziert das Becken in eine nicht besonders geburtsfreundliche Form.
      Ich fände es trotzdem bedenklich, wenn wir uns als Spezies vom Kaiserschnitt abhängig machen.

    • Kathy sagt:

      Warst Du schon mal bei einer Tiergeburt dabei? Da leiden die werdenden Mamis auch…

      • Hotel Papa sagt:

        Bei kaum einer Tierart ist die Geburt so schwer wie beim Menschen. Das wurde wohl erst dadurch möglich, dass Menschen sich eben sozial verhalten und eine Gebärende in der Situation schützen können. Das machen Herdentiere zwar auch, aber einen Nesthocker & Schwere Geburt, dazu braucht es Sozialwesen.

      • Cara Mia sagt:

        Schlage vor, dass man während der Schwangerschaft nur noch kriecht..

  • maya kutter sagt:

    naja, jede meiner kolleginnen wurde von der hebamme massiv bedrängt, keinen keiserschnitt zu machen. sie kommen mit 1000 argumenten worin man nur den hass zur heutigen zeit und den ärzten sieht. ich fand das immer seltsam. warum soll eine frau schmerzen erleiden, die sonst keiner bereit wäre freiwillig zu ertragen. die meisten mussten während der geburt auf scherzmittel zurückgreifen. es gibt schon gründe neben schwäche und schönheit warum das frauen heute so machen. es will nicht jede später beim sport ständig das wasser verlieren weil alles ausgeleiert ist – ich habe in meiner jugend noch vielen müttern ab 30 so gesehen.

    komisch ist auch…. meistens sind die hebammen kinderlos…

    • Kim sagt:

      Wie wärs mit Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining, Yoga, Pilates und was es sonst noch gibt? Dann ist auch nichts mit ausgeleiert (sowohl am Bauch wie auch im Vaginalbereich) und Wasser verlieren. Frau muss halt nach der Geburt was für sich tun. Kenne einige, die genau darüber jammern, aber eben nichts dagegen unternehmen.

    • Nala sagt:

      Wie haben das bloss die Mütter vor der Kaiserschnittmöglichkeit gemacht? Ja Kinder- und Müttersterblichkeit war grösser. Aber sonst? Was soll der Vorteil eines KS sein? Wenn wir schon die Schmerzen der Geburt nicht aushalten – wie halten wir nachher die Probleme mit dem Kind aus *grübel*

      • Mike sagt:

        Geht es Dir eigentlich noch?? Was soll „Was sonst?“ meinen? Mütter- und Kindersterblichkeit so despektierlich zu behandeln ist stillos. Bei der Geburt ist dies zu verhindern das allerwichtigste!!!! Alles andere ist zweitrangig. Und dass die Sicherheit bei Mutter und Kind bei einem KS höher ist als bei einer spontanen Geburt ist in hunderten internationalen Studien bewiesen.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        nur hat die sterblichkeitsreduktion mit dem lifestyle KS gerade mal gar nichts zu tun…

    • Peter sagt:

      Status der momentanen Forschung:
      „cesarean delivery on maternal request has not been proven to reduce the long-term risk of urinary and anal incontinence.“
      Vorsicht mit „Stammtischweisheiten“!

      • StefanB sagt:

        Ein weiteres Highlight aktueller Forschung:
        Langzeitstudien haben gezeigt, dass die maximale Lebenserwartung bei Spontan- wie auch bei Kaiserschnittgeburten keinen statistisch relevanten Unterschied aufzeigt: nach hundert Jahren sind über 95% in beiden Gruppen tot. 🙂

      • fufi sagt:

        Stefan B.
        Bloss 95%?
        Aber sonst ein Super Argument!
        😉

    • mira sagt:

      Wasserlassen beim Sport? Da muss aber was ganz schief gelaufen sein! Mit nur ein bisschen Aufwand hat sch das schnell wieder eingerenkt. Faulheit ist kein Argument für KS.

      • Tanja sagt:

        Nala: Eine Reduktion der Mutter- und Kindersterblichkeit ist wohl nicht ein so wahnsinnig geringer Vorteil, würde ich meinen! Ausserdem: was für ein Vergleich der Schmerzen während der Geburt mit späteren Problemen mit dem Kind! Wovon redest du? Ich habe mich vor der Geburt meines Kindes auf das Kind gefreut und nicht schon mit so unsäglichen Problemen gerechnet! Was für eine negative und voreingenommene Einstellung!

      • Janet sagt:

        Dann sind sie wohl noch nicht alt genug? Mal schauen wie das Argument mit der Faulheit so wirkt nach den Wechseljahren. Der Aufwand beinhaltet uebrigens auch eine Operation Mira.

      • mira sagt:

        @Janet
        Nach den Wechseljahren hat man auch keine Geburt mehr und allfällige Inkontingenz habt andere Gründe.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gebärmutter- und Blasensenkungen nach den Wechseljahren kommen bei Frauen mit mehreren Spontangeburten bedeutend häufiger vor als bei Frauen ohne Geburten oder solchen, die mit KS entbunden haben. Dazu gibt es Studien.

      • Cara Mia sagt:

        @Pippi: hm… weisst Du, wie einfach das vermieden werden kann? Ich hatte eine leichte Senkung und nun ist alles wieder an Ort und Stelle, mit ein wenig Gymnastik, ohne Physio ohne nix, echt lächerlich. Probleme haben unsportliche und übergewichtige Frauen – aber das wird nicht untersucht, da müsste man mit der Statistik ansetzen. Möglicherweise gebären die zufälligerweise eher, als dass sie eine Sectio machen lassen, schon möglich.

        Ich habe einfach das Gefühl, zuweilen, dass viele KS Frauen mit allen Mitteln versuchen, sich zu rechtfertigen, und damit machen sie dann die armen werdenden Mütter total kirre. Was so eine natürliche Geburt alles für Folgen haben soll, das geht auf keine Kuhhaut. Fakt ist, dass weder die Scheide ausleiert, noch die Gebärmutter unten raushängt, noch die Brüste runterhängen (Stillen) noch sonst was. Jedenfalls ist das bei mir so, und warum sollte es nur bei mir so sein. Man wird einfach älter, und das werden wir alle.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cara, du hast schon recht mit dem Einwand, dass sich vieles mit etwas Gymnastik vermeiden lässt, aber warum tut das dann niemand?

        Ich will mich nicht rechtfertigen für den KS, das muss ich gar nicht, der steht mir zu, jede Frau darf wählen, wie sie ihre Kinder zur Welt bringt. Der KS war für mich selbstverständlich, meine Mutter unterstützte mich dabei, ich war auch ein KS Kind, es waren aber ausschliesslich medizinische Gründe. Als ich mal zu meiner Mutter sagte, ich könnte ja auch spontan gebären, schaute sie mich an und meinte, ich soll mir gut überlegen, ob ich diese Qual wirklich durchleiden wolle. Sie liebte mich und wollte nicht, dass ich unnötig leiden muss, ich werde ihr immer dankbar sein. Es gibt so viele Gründe, warum ich sie vermisse, gerade in diesen Tagen, sie starb am 12. Dez. 2000.

  • lukipistole sagt:

    Menschen haben wohl die Tendenz, Erfahrungen im Nachhinein für sich positiver zu bewerten, als sie vielleicht ursprünglich empfunden wurden. Zum Glück! Denn ansonsten wäre ja alles irgendwie sinnlos. Was mich aber dabei stört: Dass man seine persönliche Erfahrung auf andere Personen anwendet und sich dabei wie ein stolzer Pfau aufpluster (ich meine damit nicht nur die Männer).

  • Rob Müller sagt:

    Hätte Frau Weber ihren Text gründlich recherchiert, wäre ihr wohl aufgefallen, dass die Begründung mit den „pragmatischen Innerschweizerinnen“ an den Haaren herbeigezogen ist:

    a) Die Statistik studieren, dann schreiben: Der benachbarte Kanton Obwalden hat mit 22,7 % die zweittiefste Kaiserschnittrate der Schweiz. Leben im Kanton OW keine „pragmatischen Innerschweizerinnen“?
    Umgekehrt sind die JurassierInnen also nicht „pragmatisch“, weil dort die tiefste Kaiserschnittrate der Schweiz herrscht?

    b) ist der Schluss von der Urner Kaiserschnittrate auf das Wesen der „pragmatischen“, „entmystifizierten“ Innerschweizerin mehr als fragwürdig. Klischees und Vorurteile auf Grund von Herkunft – ich bitte Sie!

    c) Die Gründe für oder gegen einen Kaiserschnitt genau studieren: hängt die Entscheidung für einen Kaiserschnitt nicht weniger mit den Präferenzen der Frau zusammen als mit den Behandlenden Ärzten/Ärtzinnen oder Hebammen? Im Kanton Uri gibt es einziges Spital – vielleicht erhellt es die Autorin ein wenig, wenn sie die Kaiserschnittraten der einzelnen Spitäler vergleichen würde…

    d) auf Grund der kleinen Anzahl Geburten (OW, NW und UR um 350, JU um 600) und der wenigen Spitälern in den kleinen Kantonen sind die Statistiken in diesen Kantonen kaum geeignet für weitere Schlüsse. Dazu müssen weitere Statistiken verglichen werden wie z.B. der Anteil privat Versicherten, Anteil an Privatkliniken, genügend Kliniken für eine statistisch signifikante Aussage.

    Die Entscheidung pro oder kontra Kaiserschnitt sollte allein bei der Frau liegen und nur im Notfall an den Arzt delegiert werden; ich möchte da keiner Frau einen Entscheid nahelegen.

    Nur darf ich von einer – notabene kinderlosen – Jounalistin keinen persönlichen Erfahrungsbericht zum pro und contra erwarten; im Gegenzug aber vielmehr vertiefte Recherchen! Aufgrund einer mangelhaft Interpretierten Statistik auf das Wesen der „InnerschweizerIn“ oder gar von „Kaiserschnittmüttern“ oder „spontan gebärenden Müttern“ zu schleissen ist definitiv zu einfach.

    • Nick Schmid sagt:

      Interessanter Beitrag. Etwas Klarheit würde wohl ein Ratio bringen, der pro Arzt ausweist, wie hoch „seine“ KS-Quote ist. Da dürfte doch der eine oder andere Ausreisser dabei sein…

    • Yves M. sagt:

      Spiel, Satz und Sieg.

    • KoW sagt:

      Was für ein Return, da hätte sogar Roger Federer nur noch zugeschaut …

      Soweit sind wir schon, dass ein Laie(?) in einer Blogantwort einer ausgebildeten (???) Journalistin zeigen muss, wie vernünftig recherchiert wird.

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      ach kommt, ihr erinnert euch doch sicher noch an den „mütter sind das letzte“ artikel aus derselben feder… provokation, nicht information ist das ziel…

      • Widerspenstige sagt:

        Richtig erkannt, sie darf das, denn sie wird bezahlt dafür, möglichst den Blutdruck hochfahren zu lassen…eine Gesellschafts-Journalistin und nichts weiter..na ja.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige: das mit dem „Blutdruck hochfahren lassen“ gefällt mir, ist nach einem Interviewhinweis von Ihnen bei „von Natur aus auf sich gestellt“ auch passiert, aber die Leute haben sich wenigstens eingehend mit den gemachten Äusserungen auseinandergesetzt.
        Ihre abschliessende Einschätzung zu all den Voten wär wirklich spannend zu lesen, darf frau hoffen?…;-)

  • Peter sagt:

    Hier ein paar Fakten für diejenigen die all zu sehr aus den eigenen Erfahrungen auf die Mehrheit schliessen wollen:

    1.) jede Frau hat prinzipiell die Wahl, man kann sie nicht zwingen eine normale Geburt zu erleben, solange sie die Mehrkosten übernimmt (falls KS indiziert, ist er bezahlt). Ein KS ist zwar vordergründig teurer, aber, hier wirds kompliziert: würden alle Frauen einen KS haben, würden sich die Kosten fürs Gebären extrem senken lassen, denn dann bräuchte es
    – fast keine Hebammen mehr, ausser für prä/postnatale Betreuung
    – ca. 50-80% weniger ärztliches Personal in der Geburtshilfe
    – alle Gebärsäle könnten geschlossen werden
    Ergo: fairerweise müssten auch die KS bezahlt werden, denn unter dem Strich wären sie günstiger, wenn es alle machen würden

    2.) oft ist es nicht die Frau, die einen KS will, sondern die Mediziner/Hebammen, da man heute einfach keine Risiken mehr eingehen will. Z.B. eine Steissgeburt, medizinisch gesehen ist da ein KS besser. Die indizierten KS müsste man aus der Statistik rausnehmen

    3.) eine normale Geburt ist medizinisch für das Kind besser. Ist eine normale Geburt möglich, sollte diese gewählt werden, wenn man das Wohl des Kindes über das eigene Wohl als Mutter stellt (Schmerzen gehen vorbei, das Kind hat ev. bleibende schäden nach einem Atemnotsyndrom etc.). Es macht keinen Sinn, die ganze Schwangerschaft parainoid zu leben und jeglichen Noxen aus dem Weg zu gehen und dann einen elektiven KS wegen den Schmerzen wählen, trotz höherem Risiko für Kind??

    4.) eine Geburt ist zwar schmerzhafter, dafür kann man kurz danach schon wieder rumspazieren und hat fast bis keine Schmerzen mehr (ausser bei Dammriss/schnitt). Ein KS ist eine relativ traumatisierende (fürs Gewebe) Operation, die Wunde verheilt langsam über Wochen, die Schmerzen bleiben oft 1 Woche oder mehr, ausserdem hat man eine grosse Narbe.

    5.) ein KS ist eine OP im Bauchraum, dabei gibt es in vielen Fällen postoperativ Verklebungen die wiederum zu Schmerzen, ud auch Jahre später zu Darmverschlüssen usw. führen können. Bei einer vaginal-Geburt gibt es v.a. bei verzögerter Geburtsvorgang und grossem Kind bzw. erster Geburt aber auch immer wieder Komplikationen (u.a. Dammriss, Hämatom im Beckenbodenbereich usw.). Was man als schlimmer betrachtet ist eine persönliche Entscheidung.

    Fazit: Ich bin auch der Meinung, einen KS zu wählen nur wegen den Schmerzen einer normalen Geburt, finde ich nicht gerechtfertigt. Die gehen vorbei und wenn das Kind da ist, ist die Mutter über glücklich. Das wichtigste Argument für mich, ist das Kindswohl. Allerdings würde ich nie eine Frau verurteilen wenn sie einen KS hatte. Menschen, und v.a. Mütter, die das tun, sind einfach nur voll daneben und zu bemitleiden. Schlussendlich bleibt es die eigene Wahl. Dem Arzt kommt die Rolle zu, die Frau davon zu überzeugen was in ihrer Situation die bessere Wahl ist, mehr kann er nicht, aber mindestens das soll er gewissenhaft tun.

    • Rob Müller sagt:

      Sind sie sicher, dass KS für alle billiger wäre? Vergleichen sie mal die Kosten eines KS gegenüber einer spontanten Geburt.

      – Kennen sie die Rolle einer Hebamme beim Kaiserschnitt? Wäre es billiger, wenn diese Arbeit von Ärzten/Ärtzinnen erledigt würde?
      – Ist ein OP gratis gegenüber einem Gebärsaal?
      – Und wie steht es mit dem Wochenbett? Kommt es billiger, wenn alle Frauen nach KS mindestens eine Woche im Spital liegen? Die Betreuung einer postoperativen Person ist aufwändiger als die einer Wöchnerin nach spontaner Geburt.
      – Wie steht es mit den Folgekosten? Nach dem Kaiserschnitt ist eine Frau i.d.R weniger mobil, bräuchte also über längere Zeit Unterstützung bzw. Kinderbetreuung. Sie belegen das ja selbst in Ihren Punkten 4 und 5.
      – alle verhältnissmässig sehr günstigen Geburten in Geburtshäusern oder zu Hause würden wegfallen.

      Einmal ganz abgesehen davon, dass dies ein undiskutabler Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der Frau wäre.

      zu 2.: die Grenze von idiziert zu Wunsch ist nie klar zu ziehen.

      • Peter sagt:

        Rob, sie müssen das betriebswirtschaftliche sehen. sie haben eigentlich bei fast allem Recht, ausser dem Aspekt der Planbarkeit.

        Nehmen wir an alle Frauen würden per KS gebären. Z.B. ein Universitätsspital, Geburtshilfeabteilung: Da nun fast alle Geburten planbar sind -> 2-3 Oberärzte und 2-3 Assistenzärzte könnten den ganzen „Aufwand“ (ca. 2000 Geburten pro Jahr) locker selber machen, da KS wie sonstige Operationen eingeplant werden können und diese ca. 30-40 Minuten gehen. Aktuell muss ein riesen Apparat, etwa 5-10 mal mehr Ärzte und anderes Personal (Hebamen, Raumpflege, Pflege, Anästhesie usw) (schätzung von mir) vorhanden sein, um 24h pro Tag alle „unplanparen“ Geburten abzudecken. Viele Räumlichkeiten würden wegfallen, Nachtschichte mit Zulagen auch, usw. Der betriebswirtschaftliche Gewinn, bei 100% KS Rate wäre astronomisch! Das würde die paar hundert Franken mehr für einen KS locker wegmachen!

        Ich möchte damit nich sagen, dass man das so machen muss, es ist eine theoretische Überlegung, die mich dazu verleitet zu behaupten, eigentlich müsste man auch den KS bezahlen, den rein theoretisch wäre er günstiger.

        Persönlich bin ich ein klarer Befürworter der vaginalen Geburt. Ich bin aber der Meinung, dass man Frauen die einen KS haben wollen nicht diskriminieren darf.

        Übrigens: nach einem KS könnte die Frau theoretisch auch schon nach 2(-3) Tagen wieder nach Hause, die 4-5 Tage in der CH sind reiner Luxus. Genauso bei den Geburten, die Müttern sind viel zu lange im Spital. würde man das Betreuungssystem zu Hause ausbauen, könnten sie schon am Tag nach der Geburt wieder nach Hause! Das wird sich ändern, der Kostendruck schaut da schon. „Weniger mobil“ nach KS heisst nicht, dass man sich nicht um ein Baby kümmern könnte.

        zu 2) klar ist das nicht genau definiert, aber irgendwo muss man ja die Richtlinien setzen!

    • Julia sagt:

      Warum ist die natürliche Geburt für das Kind medizinisch besser? Kennst du dich da aus?

      • sara sagt:

        Weil das Fruchtwasser beim Durchtritt des Kindes durch den engen Vaginalkanal aus den Lungen gepresst wird. Kinder nach Kaiserschnitt haben deswegen öfters ein Atemnotsyndrom.

      • Yves M. sagt:

        Nun. Soweit ich weiss werden während des Geburtvorganges Hormone ausgeschüttet, die das Kind auf das Leben ausserhalb der Fruchtblase vorbereiten. Ob das nun besser oder schlechter ist, kann vermutlich nie genau gesagt werden…

      • JungesMami sagt:

        Meine zweite Tochter kam mit Kaiserschnitt zur Welt der vom Arzt empfolen wurde…unter der Operation sah man, dass die Nabelschnur 3 mal um den Hals gewickelt war und sie mussten den schnitt au 15cm vergrössern weil der Kopf überdurchschnittlich gross war…

        ihr hätten diese Hormone nicht viel genützt….und trotz allem ist sie gesund und beginnt zu jauchzen wenn sie meine Stimme hört…

      • Peter sagt:

        Die Entscheidung ob KS oder vaginale Geburt überlässt man am besten den Ärzten, sie sind die einzigen die alle Informationen für eine Entscheidung haben (insbes. Ultraschalluntersuchung).

        Nur, und nur dann, wenn die vaginale Geburt ohne Risiken möglich ist (Kopflage, kein Becken/Kind Misverhältnis, keine mütterlichen oder kindlichen Risiken wie Herzschwäche, Zwillinge usw), ist sie besser als ein KS. Logischerweise überwiegen die Vorteile einen KS zu machen, wenn dieser medizinisch indiziert ist (z.B. Zwillinge).

        Wählt man trotz möglicher vaginaler Geburt einen KS, sind die Risiken nach heutigen Erkenntnissen für das Kind etwas erhöht (primär wegen Atemnotsyndrom des Neugeborenen). Allerdings ist auch hier das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das kann sich ev. in Zukunft auch ändern. Aktuell wird aber klar die vaginale Geburt empfohlen.
        Wählt man einen KS, ist man aber trotzdem kein böser Mensch, die Entscheidung gilt es zu akzeptieren!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das Atemnotsyndrom bei KS entsteht vor allem, wenn die Kinder vor dem Termin geholt werden. Das kann vermieden werden, ich kam z.B. auf die Welt, nachdem meine Mutter die ersten Wehen hatte. Der KS war geplant, aus ausschliesslich medizinischen Gründen.

      • Kim sagt:

        Atemprobleme (Atemnotsyndrom betrifft nur Frühgeborene) sind jedoch bei KS statistisch nachgewiesen. Während der Wehen freigesetzte Hormone befreien die Lungen der Neugeborenen von Flüssigkeit, der physische Druck durch die Wehen und der Durchtritt durchs Becken unterstützt diesen Prozess.

      • Hotel Papa sagt:

        @Pippi: Den geplanten KS nach Weheneinsetzen mögen die Spitäler aber nicht besonders, da schlecht planbar. Letzteres ist für die Ärzte ein gewichtiges Motiv für KS und eingeleitete Geburten.

      • Peter sagt:

        Pipi du hast recht, leider ist das oft nicht der fall, denn ein KS wird wie eine OP geplant. ganz das gleiche Risiko ist es trotzdem nicht.

        Kim, das ANS des Neugeborenen ist nicht gleichzusetzen mit dem des Frühgeborenen!

  • Ronja sagt:

    Diese Zahlen sind erst aussagekräftig, wenn man eruiert, aus welchen Beweggründen mehr Kaiserschnitte vorgenommen werden. Solche Entscheide erwachsen m. E. nur zu einem kleinen Teil dem subjektiven Empfinden einer einzelnen Frau. Da ist wohl das Umfeld sehr prägend, und damit meine ich auch das dem kulturellen entsprechende medizinische Umfeld… Gehn Sie mal an die Gold-Küste; da sind die Leute zwar weder wehleidiger noch vermehrt krank als anderswo, und dennoch wird viel mehr Geld in die Gesundheit investiert. Die Statistik der Kaiserschnitte hat mir spontan die Steuergerechtigkeitsinitiative in Erinnerung gerufen – die Parallelen sind schon ziemlich frappant. Auch wenn es natürlich noch zahlreiche weitere Beweggründe gibt.

  • Staunemann sagt:

    Gratuliere den Frauen. Das ist wirkliche Emanzipation auch gegenüber ihren Müttern.

  • Michael sagt:

    Unsere Tochter kam am Ende „leider“ via Kaiserschnitt auf die Welt. Geplant war eine Wassergeburt zu Hause. Nun, sie hatte sich anderst entschieden und so konnten glücklicherweise Mutter und Kind die Geburt gesund und „buschber“ überstehen. Dafür bin ich sehr dankbar.
    Nichts desto trotz sehe ich es als Erfahrungs-Verlust für das Kind und für die Mutter, wenn die Erfahrung der normalen Geburt gezielt ausgelassen wird.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jede Mutter selber entscheiden soll, wie die Geburt ablaufen soll, nur stellt sich jedoch die grosse Frage, warum denn die Natur den Bauch nicht mit einem Reissverschluss versehen hat, wenn dies doch so nebensächlich sein soll, wie das Kind auf die Welt kommt.
    Als Mann kann ich zwar nur ohne direkt persönliche körperliche Erfahrung mitdiskutieren, die Erfahrung bei der über 30 Stunden andauernden Geburt dich ich mit all mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützt habe, hat mir aber gezeigt, wie wichtig der ganze Prozess für die gebärende Frau, für die beteiligten Menschen und vermutlich auch für das Kind ist.
    Ich plädiere auf jeden Fall dafür, sich der Situation hinzugeben und zuerst mal zu versuchen vaginal zu gebären und wenn die Schmerzen zu gross sind, eine PDA zu setzen. Woher wissen sie, dass die Geburt schwierig wird, oder wirklich sehr schmerzhaft oder sehr lange dauern wird??!! Es gibt genügend andere Beispiele bei denen die lieben Kinderlein nach 2-3 Stunden mehr oder weniger herausgeflutscht sind. Falls dies nicht klappt, kann ja immer noch der Kaiserschnitt eingesetzt werden. Der gute Wille und der Versuch waren dann da und es muss sich niemand nachher mit einem evtl. schlechten Gewissen oder Versagens-Gedanken herumschlagen.
    Ich schlage vor, dass sie sich diese Erfahrung nicht nehmen (lassen) sollten.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ein Ratschlag ist immer auch ein Schlag, darauf können Frauen verzichten, vor allem, wenn die Schläge von Männern kommen.

      • Nick Schmid sagt:

        Pippi: Kann es sein, dass du den Zweck eines Diskussionsforums nicht ganz verstanden hast? 😉

      • Peter sagt:

        wieder mal die alte feministinnen Laier Pipi. den beitrag als „Schlag“ zu betiteln ist einfach himmeltraurig!
        Immerhin schreibt er: „Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jede Mutter selber entscheiden soll, wie die Geburt ablaufen soll“
        Ist dir eine solche Pro-Frauen Haltung immer noch zu wenig?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, sie ist zuwenig, weil er sie am Schluss wieder relativiert. Ganz grundsätzlich, wenns um Geburten geht, haben Feministinnen, auch alte, auch Schachteln, sicher mehr zu melden als Männer, ganz grundsätzlich….. ich bin sicher eine Feministin, aber so wenig eine Schachtel wie alt, jedoch eine Frau, die zwei Kinder allein grossgezogen hat, was willst DU mir erzählen?? Dies hier ist nicht das „Männer-Aufplustforum“, macht euch auf irgendwelchen Autoseiten wichtig!

      • sepp z. sagt:

        pippi, autoseiten…
        du trägst ja noch ein recht traditionelles männerbild mit dir herum….

      • JungesMami sagt:

        Finde ich jetzt nicht ganz fair….Männer dürfen zu dem Thema meiner Meinung genau so viel sagen wie Frauen….
        Wie ich schon mal geschrieben habe…dürften Frauen, die schon geboren haben auch nicht über anderer Frauen Geburten urteilen. Ich für meinen Teil kann beurteilen was für MICH richtig ist und wie schlimm MEINE Schmerzen waren.
        Und der Mann kennt seine Frau denke ich gut genug um zu sehen wie sehr sie leidet oder eben nicht, wenn er nicht sogar auch mit jedem nerv seines Körpers mitleidet…
        Bei mir war zwar beide Male die Mama dabei, weil die Männer nicht durften (wegen Trennung) oder konnten (Ohnmacht bei der Vorbereitung für den KS), aber von den meisten höre ich, dass die Männer bei der Geburt sehr wichtig sind und darum sollten sie auch was dazu sagen dürfen.

      • Hotel Papa sagt:

        @ Junges Mami: Fairness war noch nie Pippis anliegen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sepp, da orientiere ich mich an der Wirklichkeit und propagiere gleich meinen alten Slogan: Neue Männer braucht das Land. BTW ich kenne welche…… Land in Sicht.

      • Henri sagt:

        Es ist natürlich sehr erfreulich für Sie, Pippi Langstrumpf, wenn Sie „neue Männer“ in Sicht haben – ich nehme mal an, Sie meinten damit Ihren nicht etwaigen „Verbrauch an Männern“.

        Davon abgeshen ist es aber einmal mehr offensichtlich, dass für Sie ein Diskussionsforum nur dann akzeptabel ist, wenn alle nach Ihrer Pfeife diskutieren – ansonst greifen Sie wie immer beherzt in die Kiste der altfeministischen Riege und, wenn das nicht reicht (was Sie recht oft zu empfinden scheinen), in die rot bemalte Kiste der Unflätigkeiten und dummen Bemerkungen.

        Aber wie gesagt: man kennt Sie ja.

        @fufi 2. Dezember 2010 um 20:13

        Wie schade.
        Als Sie begannen, hier mitzuschreiben, da hatten Ihre Beiträge noch Format und waren vor allem weder dumm noch dämlich noch beleidigend.

        @
        Davon abgesehen halte ich mich natürlich als Mann beim Thema Geburt sehr zurück – wäre ja sonst, wie wenn eine Frau über Technik im allgemeinen oder Computer im Speziellen referieren würde: man hört höflich zu, danach erklärt man, wie es wirklich ist.

        Angesichts der aktuellen Minustemparaturen draussen wünsche ich allen noch eine recht hitzige Diskussion hier.

    • Peter sagt:

      ich plustere mich überhaupt nicht auf. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass du mehr Frauen bzw. ihre Haltung vertritts als gewissen Männer hier im Forum.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kann gut sein, dass du über ein sehr beschränktes Vorstellungsvermögen verfügst.

      • Kim sagt:

        SACHLICH sollte jede(r) zu jedem Thema etwas beitragen dürfen. AGGRESSIV und BELEIDIGEND jedoch nicht.

      • Peter sagt:

        schon komisch, bin ich doch extrem pro Frau eingestellt und trotzdem werde ich hier von dir wie ein Frauenhasser hingestellt. du hackst auf dem falschen rum! ich gehöre zu den „neuen Männern“.

      • Hotel Papa sagt:

        @Peter: Merke: Wer eine Feministin kritisiert ist ein Chauvischwein, Retro und soll in seine Höhle zurück.

      • Peter sagt:

        das meinst du jetzt aber ironisch, oder?

      • Hotel Papa sagt:

        @Peter: Ich ja…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was heisst zurück, HP, du warst offensichtlich noch gar nie draussen, schade, ich dachte schon……..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        HP bewirtschaftet hier sein Scheidungsrauma. Nein HP, ich bin nicht deine Ex!

      • Peter sagt:

        at pipi: nur so als hinweis zu deiner unnötig feindlichen Haltung mir gegenüber:
        lese mal meine beiträge, ich bin nicht nur dafür, dass jede frau selber entscheiden kann, ich bin sogar dafür, dass man den KS auch ohne med. Indikation bezahlt bekommen sollte. und ich bin auch bereit dafür mehr prämien zu bezahlen.

        Gibt es noch mehr, das ich vergessen habe zu unterstützen. bring it on, ich werde auch dafür sein!

        Als kämpferische befürworterin für frauenrechte, sollte es dir ein anliegen sein, auch männer auf deine seite zu holen. Wir leben in einer direkten demokratie (für mich etwas zu direkt, siehe letztes Wochenende) und ohne die männer erreicht man die 50% marke sehr schwierig! und es ist licht am horizont, viele junge männer, dazu gehöre ich, haben sich schon lange vom patriarchat verabschiedet!

      • Sportpapi sagt:

        @ Peter: Du bist ein neuer Mann und unterstützt blindlings alles, was die Damen wünschen? Ich für meinen Teil liebe es, selber zu denken…

      • Peter sagt:

        at sportpapi:
        ja, bezüglich Kaiserschnitt unterstütze ich blindlings alles was sich Frauen wünschen, denn schliesslich sind es sie die unter dem messer landen. bin ich wegen dem ein weichei bzw. kein „neuer Mann“? Ich glaube nicht!
        zu anderen Themen habe ich mich nicht geäussert.

      • Hotel Papa sagt:

        HP bewirtschaftet hier sein Scheidungsrauma. Nein HP, ich bin nicht deine Ex!

        Gern kolportierte Unterstellung Deinerseits.

        Richtig ist, dass ich anhand meiner Scheidung darauf aufmerksam geworden bin, was eine gewisse Kategorie Emanzen auf dieser Welt anrichten. Und ich werde nicht müde, das aufzudecken, wo ich kann.

        Falsch ist, dass ich in Dir mein Ex sehe. Da gibt es dann doch zu deutliche Unterschiede.

        Und ich kann unfaire Diskussionskultur und ad hominem Angriffe auf den Tod nicht ausstehen. Für beides bist Du leider ein Musterbeispiel (letzteres allerdings schon länger nicht mehr.)

      • Rotkäppchen sagt:

        „…ihr Kinderlein kommet…oh kommet doch bald…“ oder
        „…es schneielet es beielet es goht en chüele wind und d’meitli legen händschli ah und d’buebe laufend gschwind…“

        jetzt seit doch brav und vertraget Euch. Der Samichlaus steht doch schon vor der Türe und bringt diesmal aber sicher eine Rute mit, dabei habe ich mich soooo auf mein besonderes Gschenkli gfreut. Ihr seit Spielverderber, alle hier…sniff!!

      • Henri sagt:

        @Peter 2. Dezember 2010 um 14:57

        >>>
        schon komisch, bin ich doch extrem pro Frau eingestellt und trotzdem werde ich hier von dir wie ein Frauenhasser hingestellt. du hackst auf dem falschen rum! ich gehöre zu den “neuen Männern”.
        >>>

        Oh Sie Armer – sind ein neuer Mann und fühlen sich nicht als Mann respektiert?

        Nun ja, ein Mann, welcher den Frauen nach dem Mund redet, ist, was soll ich sagen,

        ah, nein, ich sage es nicht.

        Aber ich rate Ihnen nicht für dieses Forum, sondern für Ihr Leben, sich auf sich zu besinnen, allen feministischen Erwartungen eine Absage zu erteilen, sich nicht wie ein Hund auf den Rücken zu werfen und zu winseln, wenn mal eine Frau die Stirn runzelt; kurzum: seien Sie ein Mann.

      • Peter sagt:

        @Henri
        Mich nerven Feministinnen genauso wie sie, die meisten kann ich nicht ausstehen. ich bin aber auch für gleichberechtigung, für männer und für frauen. ich habe in meinem votum nicht erwähnt, dass ich auch pro Mann bin. haben sie das gefühl ich finde es lustig, dass männer z.B. in scheidungsfragen diskriminiert werden?
        Würden sie sich aber als Mann vorschreiben lassen, wie sie ein Kind auf die Welt bringen müssen? natürlich nicht! Darum bin ich auch der Meinung die Frau darf selbst entscheiden.
        Ich plädiere für gegenseitigen Respekt und Wertschätzung, sei das zwischen Frau und Mann, Ausländern/Inländern usw. In den Gebieten wo dies nicht der Fall ist, bin ich pro Frau, in den andern pro Mann usw.
        Genügt Ihnen das, oder muss ich mit der Harley und dem Holzfällerhemd daher kommen und am Stammtisch einen Stumpen rauchen um ein richtiger Mann zu sein? Ich hasse übrigens teure protzer Autos, das passt ihnen wohl schön ins Bild!

      • Henri sagt:

        @Peter 3. Dezember 2010 um 00:01

        Morgen, @Peter,

        bei Ihrem etwas anbiedernden Ton war ich mir nicht ganz sicher, ob Sie den ernst meinen oder ironisch. Vorsichtshalber nahm ich an, Sie meinen ihn ernst – es gibt mittlerweile zuviele Männer auf dieser Welt, welche sich über die Frau und deren Wohlgefallen definieren.
        Was Sie zu Scheidungen und sonstigem meinten, war ja nicht Thema, soweit dachte ich noch gar nicht – meist setzt bei der erwähnten Gruppe von Männern aber erst zu jenem Zeitpunkt das Denken ein.

        >>>
        Würden sie sich aber als Mann vorschreiben lassen, wie sie ein Kind auf die Welt bringen müssen? natürlich nicht! Darum bin ich auch der Meinung die Frau darf selbst entscheiden.
        >>>
        Im Grundsatz „ja“, beim Kind „entschieden nein“.

        Sie gehen bei Ihrer Argumentation davon aus, dass der Mann seinen Samen in der Frau deponierte mit der Absicht, nichts mehr davon zu hören oder zu sehen.
        Es gab da mal ein Gerichtsurteil, demzufolge mein Abfall, wenn ich ihn auf die Srrasse stelle, immer noch mir gehört.

        Hmmm. Ja.
        Der Vergleich mit dem Abfall hinkt natürlich schwer, er ist etwas daneben (und deshalb gefällt er mir), aber im Kern geht es darum: auch wenn sich der Mann scheinbar von seinem Depot abwendet, es ist immer noch seins, und das heisst, das Produkt aus Samen und Eiern ist beiden zuzuordnen, dem Manne und der Frau, mit allen Rechten und Pflichen.
        (Bei der Zuordnung der Rechte sind die Frauen ja heutzutage sehr schnell, primär wenn es um ihre Rechte geht, aber bei den Pflichten haperts noch schwer – da müssen sie (die Frauen) noch an sich arbeiten).

        Und darum können und dürfen Frauen eben nicht alleine über das Kind entscheiden.
        Dass sie das lieber täten, verstehe ich, das ist meist einfacher, aber solchen Wünschen darf man nicht nachgeben.

        >>>
        Genügt Ihnen das, oder muss ich mit der Harley und dem Holzfällerhemd daher kommen und am Stammtisch einen Stumpen rauchen um ein richtiger Mann zu sein? Ich hasse übrigens teure protzer Autos, das passt ihnen wohl schön ins Bild!
        >>>

        Naja, ein Holzfällerhemd wäre ok, aber nicht in die Hosen schoppen dann, sondern lässig darüber.
        Harley fahren meinetwegen auch, obwohl, bei diesen Temperaturen (wir hatten -9): man kann es mit dem Mann-Sein auch übertreiben.
        Protziges Auto? Gibt es nicht. Es gibt nur Autos, um die einen die anderen beneiden.

      • Ein protziges Auto ist eines, das gekauft wird mit dem Ziel, beneidet zu werden.

      • fufi sagt:

        @ Henri

        Zunächst besten Dank für das Kompliment.

        Was meinem Kommentar am 2.10.10, 20:13 betrifft:
        Der bezog sich auf einen Betrag des Herrn „Odnalro Ressarts“. Und selbiger pflegt in den meisten seinen Beiträgen nicht bloss einen ………… Destruktivismus, sondern er beliebt auch stets, mich und andere Blog-Teilnehmer und –Innen zu beleidigen. Und DAS mag ich nämlich grad gar nicht goutieren.

        Ich denke schon, dass ich das Florett beherrsche, aber ich kann auch mit dem verbalen Zweihänder umgehen!
        Und dass in gewissen Kommentaren mein – zugegeben manchmal etwas schräger – Humor mit mir durchgeht, das sollte mir doch bitte niemand übelnehmen.

        😉

        Grüssli vom fufi

      • Henri sagt:

        Naja, ok, jeder versteht das Gesagte bzw, das Geschriebene etwas anders.

        Den „Odnalro Ressarts“ kann man hier schon lange lesen.

        Ich lese ihn gerne, auch wenn er manchmal etwas neben dem guten Ton liegt, in der Sache gefällt er mir, weil er den Mut hat, die Dinge direkt anzusprechen, so wie er sie sieht – gegen den Strom.
        Man muss auch nicht seiner Meinung sein, um es gut zu finden, eine klare Meinung zu haben.

        Dass er seinen Namen immer wieder anders schreibt, hat wohl mit einem der Filter hier zu tun, bzw. damit, dass er den Filter passieren möchte.

        Was mich dabei stört: dass man hier Quasseltanten und feministische Blindgänger und Schrappnells ungestört wüten lässt, Leute wie ihn jedoch offensichtlich aussperrt, weil sie den kuscheligen Konsens hier stören.

        Aber wie gesagt: ist meine eigene Meinung, man muss sie nicht teilen.

      • fufi sagt:

        @Henri

        Es geht mir wie schon gesagt nicht darum, eine Meinungsäusserung zu verbieten – dies mal zunächst ganz abgesehen von deren Inhalt – oh Gott, hätte beinahe „UN-halt“ geschrieben. Servus Mr. Freud!
        Aber dass der Herr O.S. einige Blogger gezielt beleidigt, und das heisst konkret (hier 2 Beispiele):
        mich als „fluffy fufi“ und eine gewisse Pippï als „pee-pee“ anspricht, das finde ich tatsächlich unter jedem undenkbaren Sauhund.
        Wie gesagt: Es geht um Anstand, nicht um die Meinung!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Henri: „…wäre ja sonst, wie wenn eine Frau über Technik im allgemeinen oder Computer im Speziellen referieren würde: man hört höflich zu, danach erklärt man, wie es wirklich ist.“
      Uuuuuuhhhhh Henri, wenn Sie sich damit bloss nicht in die Nesseln setzen…, wirkungsvoller wäre wohl
      „… wenn eine Frau über Prostatabeschwerden und ihre Auswirkungen aufs eigene Wohlbefinden…“ oder irgendwie so gewesen, ich fürchte das wird nicht allen Informatikingenieurinnen gefallen, oder überhaupt weiblichen Wesen die diese Kisten in-und auswendig kennen.

      • Henri sagt:

        Ich hatte jetzt einfach wieder mal Lust mich in die Nesseln zu setzen.

        Und es gibt ganz sicher kaum eine Frau, welche diese Kisten wirtklich (ich meine mit wirklich: *wirklich*) kennt. Aber auch nicht soviele Männer …. aber man ja immer so tun als ob …

        Und der mit der Prostata, naja, geht so – aber jetzt, dank Ihrer Anschub-Hilfe, kommen mir natürlich auch noch andere passende Vergleiche in den Sinn.

        Obwohl, wie angedeutet: es entspricht meinem Naturell, hin und wieder mal einen Pflock einzuschlagen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Henri: schon wieder?! (in die Nesseln setzen meine ich)…;-)
        hat aber leider noch nicht soviel ausgelöst, doch was noch nicht ist könnte ja noch werden-
        bin mir allerdings noch unschlüssig ob ich dazu „viel Erfolg und gutes Gelingen“ skandieren soll…;-)

      • Henri sagt:

        @Brunhilde Steiner

        „Gutes Gelingen …“

        Naja, Brunhilde Steiner, ich schreibe hier nicht ursächlich, um zu provozieren.

        Aber es geht mir hier oft wie im echten Leben, privat wie im Geschäft: ich weiss genau, dass das, was ich gleich sagen werde, eine Menge Staub aufwirbeln wird, wohl besser ungesagt bliebe und überhaubt nicht „in line“ ist (für die, welche es englisch mögen), aber es ist wie ein Zwang: „es“, mein Mundwerk, sagt es, meine Finger tippen es.

        Auf der anderen Seite, wenn es etwas gibt, was ich in meinem langen Leben gelernt habe, dann dies: ich bin nichts Spezielles. Also wird es wohl allen so gehen.

        Auf der dritten Seite stelle ich aber fest, es gibt Leute, welche sich niemals so in die Nesseln setzen. Also sind doch nicht alle gleich, und ich vielleicht doch etwas Spezielles? Die Hoffnung stirbt zuletzt ….

        Das war jetzt natürlich total neben dem Thema, und gute Nacht.

  • Odnalro Ressarts sagt:

    Danke @Cara Mia, für den Satz: „Man fragt sich halt schon, was da los ist. Es scheint da schon eine dezidierte Abgrenzung gegenüber dem Baby stattzufinden, eine Körperfeindlichkeit zu bestehen.“

    Das ist der Kern des Problems. Man muss nicht mal wie Frau Weber, das Thema verbrämen mit Emanzipationsschrott. Die Leidensfähigkeit ist einfach massiv herabgesetzt und zwar bei Männern auch, aber vor allem bei Frauen: es darf ihnen ja nichts mehr zugemutet werden, ohne dass es gewitzte Schreiberinnen oder alte 68er-Schachteln wie Globetrotterin oder Pee-Pee als frauenfeindlich und ein Verstoss gegen den hehren Fortschritt und die Selbstbestimmung der Frau zetern.

    Die einfache Rechnung (Ideologien sind immer einfach) lautet: je mehr die Frauen über alles nach individueller Lust und Laune und nach ihrer Befindlichkeit entscheiden und je weniger sie sollen und müssen, desto glücklicher seien sie. Ladidah, punkt.

    Ist das wirklich so?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Lieber eine Schachtel als ein Arschloch……

    • fufi sagt:

      2. Dezember 2010 um 18:23
      pippi

      wie ich dich verstehe!
      von so was angefräst zu werden, ist übel. Kotzübel!

      der kerl ist ja nicht mal intelligent genug, sich einen nickname zu verpassen, den meine katzen nicht knacken können, von meiner Hündin gar nicht zu reden.
      obwohl er – wie er mal sagte – das gymnasium besucht hat. wahrscheinlich hat er sogar noch was studiert. aber das war wohl noch vor dem numerus clausus (bös grins).
      gelernt hat er dabei glaub nüüt. jedefalls nüüt für’s läbe, höchschtens fürs Gäld.

      Tja, Anstand ist unlernbar!

      Hey, Pippi:
      siehst du ihn, wenn er diesen meinen Kommentar liest, wie er sich auf die Schulter klopft: Mann bin ich doch ………. .

      Oh ja, Mann: Du bist!

      ————————————————————————

      2. Dezember 2010 um 19:49
      Liebe Pippi

      Habe bereits um 18:23 eine Antwort geschrieben.
      Warte noch immer auf Freischaltun.
      Dabei war ich ja noch nicht einmal so richtig böse … .
      Jedbfalls
      Gegen enzephalitische Gonorrhöe hat die Schulmedizin leider noch kein Medikament erfunden.
      Leider
      ——————————————————————

      Pippi

      das ist jetzt der 3. Versuch (18:23 und 19:49 warten noch auf Freischaltung, obwohl ich doch gar nicht so böse war ..)
      Jedenfalls:
      in 1 passen Schätze, und mit 2 macht Hakle Millionen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke Fufi, für deine Unterstützung. 🙂

      • Katharina sagt:

        naja, ob das wirklich unterstuetzung ist? es ist ein beleg fuer etwas, stimmt.

        es ist ein beleg, dass hier beide seiten… nun ja. die dokumentation ist selbstredend.

        wie alt seid ihr ? hab’s vergessen.

      • fufi sagt:

        @Katharina

        Mein aktuelles Alter beträgt heute 13650 Artbeitstage, bei 5-Tage-Woche, Feiertage inbegriffen!

  • Lina Hartmann sagt:

    Plumpe Polemik, Frau Weber.

    Frauen, die einen Wunschkaiserschnitt (ohne medizinische Gründe, nota bene, sondern just for Fun) hatten, fühlen sich Spontangebärenden ein Leben lang unterlegen. Sie wissen, dass sie kleine Weicheier sind. Was – nebst dem lädierten Selbstverständnis als Frau – gegen einen solchen (Wunsch-)Kaiserschnitt spricht: Der Bauch wird nie mehr schön flach…Das ist der Preis für die Feigheit.

    • lukipistole sagt:

      Denken sie das wirklich? Nun, der Bauch wird auch durch natürliches Altern nicht schöner….

      • mojo sagt:

        also wer sich ein Leben lang unterlegen fühlt, wird auch sonst ein Selbstwert-Problem mit sich rumtragen,
        bereits vor einer Geburt… typisch Frau!

        Vergleichen und sich besser fühlen, sogar einen flachen Bauch?!?

      • Lina Hartmann sagt:

        Natürlich finde ich das!

        Nennen Sie mir einen guten Grund (ausser die pure Feigheit), warum sich Frauen freiwillig den Bauch zerschneiden lassen?

    • Yves M. sagt:

      Vielleicht ein wenig krass vormuliert… aber ja.

    • Sue sagt:

      Kleine Weicheier? Sich unterlegen fühlen? Solche Unterstellungen sind anmassend! Und lächerlich, da ist wohl der Wunsch die Mutter des Gedanken. Diese Aussagen hören sich für mich so an, als ob das eigene Selbstwertgefühl nur dann erhalten werden kann, wenn sich andere klein machen oder fühlen.

      • Lina Hartmann sagt:

        Korrektur: Grosse Weicheier. Versagerinnen.

      • Eni sagt:

        @ Lina Hartmann

        Mit Ihrem Selbstwertgefühl kann es ja soweit nicht her sein, wenn Sie das nur über eine schmerzhafte Geburt definieren. Ihre Argumente sind wirklich armseelig.

      • Lina Hartmann sagt:

        @ Eni

        Die vier Geburten waren intensive Erlebnisse, aber – da hatte ich Glück – durchaus auszuhalten.

        Den sog. „Selbstwert“ beziehe ich aus meinem Beruf. Wenn meine Leute – in Firma und Familie – zufrieden sind, fühle ich mich wohl. Mehr braucht es nicht. – Wie ist das bei Ihnen?

      • Rotkäppchen sagt:

        Und schon haben wir uns aber gaaaanz feste über diese Weicheier und riesengrossen Feig-frauen lustig gemacht, gell Lina. Oder ist es doch eher ein Linus….Spassvogel allemal und die haben es hier alle nicht gemerkt..nasowas muss mir niemand weiss machen, nee, Linus!

      • Lina Hartmann sagt:

        @ Rotkäppchen

        Oh, da sind für eine Märchenfigur ein paar Klischees arg ins Rollen gekommen…

        Frauen, die nicht parieren, die nicht im feministischen Mainstream mitschwimmen oder im allgemeinen Gejammer und verlogenen Wohlfühl-Ringel-Reihen, die leistungsorientiert, tough, objektiv (monetär und statusmässig) erfolgreich u n d ebenso erfolgreich Frau/Mutter sind, werden dem Männlichen zugerechnet. Interessant. – Das sagt viel über die Betrachterin aus, R o t k ä p p c h e n.

      • Eni sagt:

        @ Lina Hartmann

        Mein Selbstwertgefühl beziehe ich aus mir selber, dass ich es schaffe trotz über 11 Jahre andauerndem massiven Schlafmangel jeden Tag aufzustehen für meine Kinder zu sorgen, zu arbeiten um meine Kinder zu ernähren und meinen Haushalt piccobello zu halten und das obwohl ich auf dem Zahnfleisch gehe. Unnötige Schmerzen auszuhalten gehören nicht zwingend dazu, obwohl ich sicher schon mehr Schmerzen ertragen musste als viele Andere.

      • Lina Hartmann sagt:

        Habe vollen Respekt für Sie, Eni. – Wünsche nur das Beste!

      • Eni sagt:

        Danke, das wünsche ich Ihnen selbstverständlich auch.

      • Lina Hartmann sagt:

        Eni, vgl. Sie bitte oben. Ich habe meine Antwort am falschen Ort platziert…

      • Eni sagt:

        @ Lina Hartmann

        Gute Entscheidung; es kommt nie gut, wenn man sich mit mir anlegt 🙂

  • Thomas1 sagt:

    – Die Geburt via Kaiserschnitt wird von Ärzten und Spitälern deshalb bevorzugt, weil es schlicht und einfach bequemer ist: man muss nicht über Tage bereit stehen, sondern die Sache lässt sich präzise planen. Deshalb kommt das oft auch günstiger. Je mehr Spitäler es also in einer Gegend gibt und desto grösser der Konkurrenzdruck, desto mehr spielt wohl auch der Kostenfaktor für das Spital eine Rolle.
    – Es gibt zahlreiche Studien (einfach mal Kaiserschnitt und Studien) googlen, die u.a. belegen, dass das Erbgut von KS-Geborenen verändert ist. Die Forscher sehen darin einen mögliche Erklärung, weshalb bei Kaiserschnitt-Kindern ein höheres Risiko für Krankheiten wie Asthma oder Diabetes besteht. Auch wird nachgewiesen, dass die Komplikationen nach einen KS verharmlost werden. Also: die „tortur“ der Mutter ist die eine Seite, die Kosten, die das Kind unter Umständen dafür bezahlt, das andere.
    – Das Argument „diese Tortur nehme ich nicht auf mich“ ist ein Phänomen unserer Zeit. Wenn etwas einen zu kleinen Spassfaktor hat, wird es möglichst verhindert. Da gehört z.B. auch das (nicht gewaltätige!) Grenzen ziehen bei Kindern dazu: das ist manchmal schmerzhaft, aber die Kraft dazu fehlt immer mehr Leuten. Auch das Altern und der morgendliche Blick in den Spiegel kann je nach Lebensanschauung eine Tortur sein. Das halten auch immer weniger aus und entsprechend wird dann Botox gespritzt. Da könnte man Beispiel en masse beifügen. Von gewissen Leuten wird Leiden ja immer gleich als Unding der Kirche verteufelt. Womöglich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
    – Es gibt einige Frauen, die (auch mittels geeigneter Techniken) eine natürliche Geburt relativ schmerzfrei meistern.
    – Es gibt erstaunlich viele Frauen, die keinen blassen Schimmer haben und sich nicht informieren (ausser natürlich via ihre hysterische Freundin, die eine Horrorgeburt hatte). Und einfach dem Arzt alles glauben. Oder sich nicht getrauen, eine andere Meinung dazu zu haben. Männer inklusive.
    – Es gibt auch einige Frauen, die eine ziemlich überromantisierte Vorstellung vom natürlichen Gebären haben und daraus ein Riesenritual machen. Ich würde begrüssen, wenn die wieder auf den Boden kommen könnten, denn ihre Tamtam wiederum schreckt viele oben genannte davon ab, sich mit Alternativen zu befassen.
    – Ich beobachte, dass Frauen, die sich für einen KS entscheiden, schnell gereizt reagieren („ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden“ etc.), wenn man mehr über die Gründe erfahren will. Da kann etwas nicht ganz stimmen, sonst könnte sie sachlich und souverän mit dem Thema umgehen. (Diejenigen, die ich persönlich kenne, waren schlicht nicht Persönlichkeit genug, um ihren Arzt zu hinterfragen, sich selbständig zu informieren und je nach dem die Stirn zu bieten. Sie haben sich überreden lassen…
    Meine Meinung: Jeder soll selber entscheiden, das eine ist per se niciht besser als das andere, jeder Fall ist verschieden. Aber bitte sich ausgiebig mit den Fakten befassen. Auch hinterfragen, warum heute so schnell KS empfohlen wird und ob dabei das Wohl des Kindes und der Frau im Zentrum steht, oder das des Spitals und das Arztes. Ansonsten würde ich, wäre ich frau, darauf vertrauen, dass -wenn Menschen und Tiere das instinktiv seit jeher können- ich das auch kann. Und den Fortschritt unserer Medizin dann hinzuziehen, wenn es Sinn macht: dann nämlich, wenn ich’s wirklich nicht anders schaffen kann.

    • Yves M. sagt:

      Sehr treffend geschrieben.

      Weiter erscheint mir, dass die Frau Weber denkbar ungeeignet ist, einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben.
      Oder wie kann einen Frau, die noch nie geboren hat, über dieses Thema urteilen?

      • Rahel sagt:

        Ich würde nicht sagen, dass die Autorin ungeeignet für einen solchen Artikel ist! Im Grunde dürfen doch alle darüber schreiben! Aber ich denke, dass Frau Weber sich für ihre eigene Zukunft eventuell Gedanken macht ( Natürlich nur, wenn sie auch mal Kinder möchte! ) und für sich selber rausfinden möchte, welche Art der Geburt sie selber erleben möchte!

      • JungesMami sagt:

        Ich finde aber au, dass ich über keine Geburt einer anderen Frau urteilen kann. Auch wenn ich schon zwei Kinder geboren habe und den Schmerz, MEINEN Schmerz kenne. Wie eine andere Frau empfindet kann ich nicht beurteilen und darf ich deshalb schon gar nicht verurteilen.

        Meine Meinung.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie kann ein Mann, der nie geboren hat, hier seinen Senf dazu geben? Verpisst euch!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        pippi, sie haben ja auch nicht geboren, sie haben’s sich rausschneiden lassen.

      • Nick Schmid sagt:

        @Pippi: die „Männer verpisst euch“-Keule musste ja früher oder später kommen… Schade.

      • Ts, Nick, Pippi hat das Votum von Yves genommen und ein bisschen verschärft zurückgeworfen.

        Ich bin wieder einmal bass erstaunt, wie viel Gehässigkeiten so ein vermeintlich normales Thema herausholen kann aus den Leuten. Verletzungen werden sichtbar, Leute benutzen Hintergrundinformation, um andere zu verletzen, Blutdrücke steigen schnell auf ansehnliche Werte an.

        Ich habe nicht geboren und finde es enorm anmassend, einer Frau zu sagen, was sie tun und zu lassen hat. Ich kann meine Meinung äussern, allerdings habe ich im heutigen Klima keine Lust dazu. Dass Frau Weber oder andere die (noch) nicht geboren haben, sich hier so ihre Überlegungen anstellen, halte ich für sehr legitim.

        Toleranz, Leute. Bitte. Und: ymmv.

      • Kathy sagt:

        mässige dich in deiner wortwahl pippi, du benimmst dich wie ein verzogenes gör!

      • Henri sagt:

        @Pippi Langstrumpf 2. Dezember 2010 um 14:06

        >>>
        Wie kann ein Mann, der nie geboren hat, hier seinen Senf dazu geben? Verpisst euch!
        >>>

        Oh, schon wieder soweit, die Maske fallen zu lassen?

    • sepp z. sagt:

      thomas, das ist noch interessant. am eingang der gebärkliniken sind doch oft diese grossen tafeln, geburtstagskalender aller im laufenden jahr geborenen. für jedes neugeborene ein farbiger wimpel, rosa und hellblau oder sonstwie farben, und jeder wimpel am entsprechenden tag eingesteckt.
      achten sie sich mal darauf, wie verhältnismässig wenig kinder noch übers wochenende geboren werden.
      für astrologie-interessierte stellt sich dann auch mal die frage, ob damit der aszendent oder gar das sternzeichen manipuliert werde…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und du wie ein dummes Huhn Kathy…….

      • Kathy sagt:

        ach pippi, manchmal verstehe ich dich echt nicht. das ist doch kindergarten-getue (spiegli, nei du häsch agfange, doppelspiegel, immer eimal meh, immer gotteszahl meh, hehe ich ha gunne)

    • Peter sagt:

      behalten sie ihre pseudo-wissenschaftlichen Erkentnisse bitte für sich!
      „erbgut verändert durch KS“, ich lach mich kaputt! Wissen sie überhaupt was das Erbgut ist?

  • Auguste sagt:

    hmm…, wie man es auch macht, hauptsache, es kommt ein kleines wunder dabei heraus:

    youtube: george strait – i saw good today

    (disclaimer: vorsicht, es gibt kaum etwas kitschigeres als web-clowns in der vorweihnachtszeit)

  • lukipistole sagt:

    „Willst du wirklich wissen, wie so eine Geburt tatsächlich ist? Kneife dich in die Oberlippe. Fest! Noch fester! Gaaanz fest! Und jetzt ziehst du sie dir einefach rückwärts über den Hinterkopf!“ (Zitat aus „Traumfrau-Mutter“, eine Komödie)

  • Nick Schmid sagt:

    Ich werde den Verdacht nicht los, dass es unter den Ärzten solche gibt, die – sagen wir’s mal diplomatisch – verstärkt zu Kaiserschnitten tendieren. An meinem Wohnort kenne ich jedenfalls einen, der bekannt für KS ist. Klar, dass werdende Mütter einer ärztlichen Einschätzung hohen Glauben schenken, schliesslich ist er der Fachmann. Nur Frage ich mich halt, ob die KS jeweils medizinisch indiziert sind oder ob die Eltern teilweise „überredet“ wurden. 😉

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      naja, der kaiserschnitt bringt natürlich ein ganzes stück mehr kohle in ärztekässeli und lässt sich zudem viel einfacher mit der golf-agenda arrangieren…

    • Rahel sagt:

      Ja, leider bin ich an so einen geraten……….Wäre besser Metzger geworden! Pfui Teufel!

  • xyxyxy sagt:

    der Artikel deckt sich mit meiner Meinung – jede Frau soll selbst entscheiden, wie sie gebären möchte, solange dies nciht die Gesundheit des Kindes gefährdet.

    bei uns gab es zweimal KS – zwar vom Arzt empfohlen – aber eine Empfehlung der wir noch so gerne gefolgt sind

    beide Geburten waren ein grosses Erlebnis und wir verspüren nicht die geringste Lust, dass es hätte anders sein müssen, dass wir etwas verpasst hätten, aber wie gesagt: jedem das seine

    und meiner Frau sage ich jeweils, sie solle Verständnis haben für die Frauen, welche eine schwere Geburt durchgemacht haben und sich dann von einer KS-Gebärerin ein wenig übervorteilt fühlen, bzw. finden die KS-Gebärerin hätte gemogelt oder eben etwas verpasst –
    natürlich muss man diesen enormen Schmerzen etwas positives abgewinnen, sonst würde man sie ja nicht eingehen

    dafür sollte die KS-Gebärerin Verständnis haben

    • mira sagt:

      Mann kann auch ohne die grossen Schmerzen gebären: Mit einer PDA. Dafür brauchts keinen KS.

    • Gaston sagt:

      So ist es, schön gut gesagt. Obwohl eine Geburt wohl für alle ein einschneidendes Erlebnis sein kann, darf man nicht vergessen, dass schon viele Milliarden Geburten stattgefunden haben. Da kann man schon von gewissen Erfahrungswerten sprechen und das objektiv und tolerant sehen.

      • mira sagt:

        @Gaston
        Das ist richtig. Allerdings waren früher die Babies kleiner und leichter und „flutschten“ leichter durch. Heutige Babies gehen nicht selten auf die 5 Kilo zu und haben eine Grösse, welche einfach nicht mehr durch den Geburtskanal passt. Dammrisse sind dann vorprogrammiert. Früher sind solche Frauen dann einfach verblutet. Kindsbetttod war wohl die häuftigste Todesursache junger Frauen.
        Will man also richtig natürlich sein, so muss frau auf Vitamintabletten und gutes Essen verzichten und sich so kärglich ernähren, wie das unsere Urzeitfrauen getan haben. Dann werden auch die Babies nicht so gross und das Gebären wieder einfacher 😉

      • SamaM. sagt:

        Eines der grossen Probleme von Frauen in der dritten Welt sind Fisteln, die durch Dammrisse bei Geburten entstehen und oft zu Inkontinenz (Urin und/oder Stuhl) führen. Der menschliche Körper ist nicht wirklich für eine Geburt gemacht udn die Leichtigkeit mit der viele Tiere gebären ist dem aufrechten Gang zum Opfer gefallen. Die sog. natürliche Geburt hat Millionen von Frauen das Leben gekostet und ungezählten das Leben kaum erträglich gemacht.
        Heute ist durch die medizinische Versorgung in der westlichen Welt das Risiko zwar sehr gering geworden, Geburt ist aber nach wie vor eine Erfahrung, die an den Grenzen dessen, was für den Körper noch erträglich ist geht, streift. Nur, weil etwas natürlich ist, ist es nicht automatisch gut.

        Privat habe ich schon alles erlebt , Frauen die leicht gebären, solche die den Schmerz gut aushalten und solche, die ihn niemals mehr erleben wollen. Und da letzteres heute möglich ist (durch KS oder durch Verzicht auf weitere Kinder),sollen sich Frauen doch so entscheiden,wie sie es wünschen.

      • Kathy sagt:

        @mira: andererseits waren die frauen damals auch kleiner und leichter – bitte immer beide seiten betrachten

      • mira sagt:

        @Kathy
        Das stimmt. Aber die Becken waren wohl im Schnitt breiter.

      • Hotel Papa sagt:

        @mira: Aber die Becken waren wohl im Schnitt breiter. Das züchten wir ja heute mit dem gängigen Schönheitsideal ziemlich rapide weg.

      • Gott, sicher nicht. wenn nur die Leute in der Schule besser aufgepasst hätten beim Thema Evolution…!

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      naja, die einen fahren halt gerne mit der seilbahn auf den berg, die andern steigen lieber selbst hinauf. oben sind dann schlussendlich beide.
      (auch wenn die mit der seilbahn sich vielleicht etwas komisch vorkommen, wenn sie mit echten bergsteigern ins gespräch kommen…)

      • Vanessa Mendoza sagt:

        Danke für diesen ganz simplen, aber einleuchtenden Beitrag! 🙂 Ich gehöre im Übrigen auch hier zur ‚Weicheier-Fraktion‘ und fahre lieber Seilbahn, aber die Aussicht ist dennoch super! 🙂

      • Thomas1 sagt:

        Wenn die Folgen eines Kaiserschnitts nur die Frau betreffen würde und nicht auch die Gesundheit des Kindes, gäbe ich Ihnen recht. Da aber Studien diesbezüglich Fragen aufwerfen, finde ich Ihren Vergleich zwar wohlklingend, aber unreflektiert.

      • mira sagt:

        Schmerz ist ein subjektives Gefühl und der Vergleich mit dem Bergbahn unpassend. Nicht alle „Steinzeit“gebärerinnen sind Bergsteiger, viele von denen haben einfach das Glück nicht so starke Schmerzen gehabt zu haben. Schön, wenn sie ihr Glück dann nicht in Überheblichkeit umwandeln.

      • Widerspenstige sagt:

        Also dieser Vergleich hinkt aber gewaltig und ich komme nicht umhin, mal tief die frische Winterluft draussen einzuatmen bevor ich deftigere Ausdrücke verwende. Das kann ja wohl nur ein Mann sagen, welcher von Geburten wirklich keine Ahnung hat und was da effektiv so abgeht! Mehr Feingefühl bitteschön, Heiri Chlüpplisack!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        widerspenstige: und wo genau hinkt mein vergleich so gewaltig? sie vergassen, das anzufügen…

      • Aber das ist doch klar!

        (Naja, für die Widerspenstige zumal…)

  • Gaston sagt:

    Nimm’s easy Vanessa. Gegen die „Natur“ sind wir in fast jeder unserer Handlungen. Zum Wasser holen gehst du ja auch nicht jedes mal zur Quelle hin und tränkst dich am sprudelnden Nass. Das mit der Natur ist eben so eine Sache, da kann man auch gleich Fragen ob es Gott gibt.

    • Vanessa Mendoza sagt:

      Jetzt wirds spannend, weil ja, mit Gott hab ich nicht viel am Hut. Ich bin sonst aber nicht gar so naturlästernd wie beim jetzigen Thema… 🙂

      • Cara Mia sagt:

        Hehe, ich hab’s auch nicht mit Gott. Aber wenn’s denn einen gäbe, dann hätte der uns die Fähigkeit mitgegeben, Pillen zu drehen und Kaiserschnitte zu machen. DAS ist nun wirklich nicht das Argument. Wichtig sind Mutter und Kind und wie sie sich fühlen.

      • fufi sagt:

        Hallödeli Cara Mia

        Tja, wie’s halt so ist:
        Wir – die Menschen – haben die Fahigkeit, Pillen zu drehen und Kaiserschnitte zu machen.
        Also gibt’s Gott.
        Oder habe ich dich falsch verstanden?

  • mira sagt:

    Oder doch anders? die Innterschweizerinnen sind im Schnitt nicht ganz so gebildet und unabhängig wie ihre städtischen Genossinnen, sondern vertrauen noch blind den Göttern in weiss (=Ärtze). Und diese drängen vermehrt auf einen Kaiserschnitt. Nix da mit Emanzipation und Pragmatismus, sondern weniger stark ausgeprägte Fähigkeit zum selbständig denken…

    Was wirklich stimmt, weiss ich nicht, aber Zahlen sind halt geduldig und man kann allerhand hineininterpretieren, wie man sich gerade ideologisch ausgerichtet hat… und Frau Weber hat sich ihre persönliche Variante herausgefischt.

    • mira sagt:

      Mich nimmt ja wunder, was an diesem meinem Beitrag zuerst überprüft werden musste…. Irgend ein Reizwort, welches auf einer Blacklist steht?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Nein nein, Mira, es sind nicht die Ärzte, die auf einen KS drängen, da tust du denen unrecht. Ich musste mich vor mehreren Ärzten rechtfertigen, dass ich nur unter KS meine Kinder bekommen wollte. Die sprachen von wunderbaren Spontangeburten, ich habe dankend verzichtet.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        Henning Schneider, Chefarzt an der Frauenklinik am Berner Inselspital, sagt zudem, dass der finanzielle Aspekt einer Kaiserschnitt-Geburt «auch nicht von der Hand zu weisen» sei. «Der Arzt ist im Konflikt. Er soll im Interesse der Frauen beraten, hat aber eigene Interessen im Sinn.»

        Gemäss Helsana-Sprecher Christian Beusch verdient der Arzt bei einer halbprivat versicherten Patientin 100 Franken mehr für den Kaiserschnitt. Bei Privatpatientinnen sind es 400 Franken. Teurer sind allerdings die Anästhesisten und Assistenzärzte, die bei einem Kaiserschnitt mitarbeiten. Sie treiben den Preis der Kaiserschnitt-Geburt bei halbprivat Versicherten auf 3500 Franken, bei privat Versicherten gar auf 5600 Franken. Für Ärzte und Spitäler sind Kaiserschnitte ein Geschäft.

        (ktipp)

      • sepp z. sagt:

        da werd ich immer doppelt misstrauisch, wenn der markt sich mit einer total fremden ideologie paart.
        mehr umsatz UND selbstbestimmung und autonomie der frau (das zweite gibts geschenkt dazu)

      • Widerspenstige sagt:

        Operationen SIND ein Geschäft – egal was operiert werden muss. Ihre Zahlen hier sind vernachlässigbar im Vergleich mit vermeidbaren Operationen verursacht durch Fehlernährung, Alkoholkonsum, Drogen, Rauchen, etc. Was soll das?!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        widerspenstige, für sie nochmals ganz langsam: ein spital/arzt verdient mehr (allgemein versichert) bis viel mehr (privat versichert) an einem kaiserschnitt als an einer spontangeburt.

        aber sie haben natürlich recht: da ja alle ärzte ihren beruf aus reiner nächstenliebe gewählt haben, wird nie, NIE einer auf die idee kommen aus z.b. finanziellen gründen einer schwangeren einen KS nahezulegen…

      • JungesMami sagt:

        Ich bin Privat versichert, mein Arzt han mit einen KS empfohlen, ich habe einen KS machen lassen und es was das beste für mich.

        Meinem Arzt vertrau ich nach wie vor und ich würde es wieder tun. Egal ob er jetzt mehr oder weniger verdiehnt oder ob er ev au finanzielle Motive hatte.

        Meine Tochter ist gesund…pasta.

      • Hotel Papa sagt:

        En Guete! 😉 8)

      • JungesMami sagt:

        hehe oh schreibfehler…=P

      • mira sagt:

        @JungesMami
        Hach ist das Leben einfach! Die Götter in weiss 🙂

      • JungesMami sagt:

        Die Götter in weiss mag übertrieben sein…aber was ist wenn man den Ärzten gar kein Vertrauen mer schenkt? Meiner Mutter und meinem Grossvater haben sie das Leben gerettet und meine Kinder sind gesund auf die Welt gekommen…
        Ohne Äzrte gäbe es mich nicht einmal…..

        Komisch wenn man sich das so überlegt….

      • mira sagt:

        @JungesMami
        Ich will ja auch nicht alle Ärzte schlecht reden! Nur etwas zum selbständigen Denken anregen… Ich bin auch froh, dass ich Ärzte habe, an die ich mich bei Problemen wenden kann.

  • Vanessa Mendoza sagt:

    Lieber Patrick, sie verstehen nicht wie man gegen die Natur sein kann? Ach ja… Ich rate Ihnen beim nächsten Zahnarzt-Besuch oder bei der nächsten OP auf jegliche Narkotika zu verzichten. Wenn Sie dies durchgehalten haben, dann können Sie diese Erfahrungen mit Faktor X multiplizieren und sind dann aber erst annährend auf der Schmerzstufe einer Geburt. Wie kann man da nur gegen die Natur sein…

    • Sandra sagt:

      Einen Zahn zu ziehen oder zu heraus zu opererieren würde ich nicht gerade als natürlichen Vorgang bezeichnen…
      Haben Sie denn schon mal geboren?

    • Nick Schmid sagt:

      Liebe Vanessa, gemäss eigener Aussage haben sie noch keine Kinder, ergo noch nicht geboren, sind aber Fachfrau für Geburtsschmerzen? Woher die panische Angst?

      • Vanessa Mendoza sagt:

        Lieber Nick Schmid,
        keine panische Angst, nur zwei meiner Freundinnen bei drei Geburten begleitet. Eine Geburt verlief fantastisch, bei der zweiten litt ich 18 Stunden mit meiner Freundin und erlebte wie sie danach (inkl. Dammriss) mehrere Tage sehr schwach beisammen war (ist sonst auch eine topfitte und sportliche Frau) und wie jeder Toilettengang zur Qual wurde. Und bei der dritten Geburt meinten die Ärzte irgendwann lapidar, dass es nun zu spät sei für eine PDA. Nach 14 Stunden und Dammschnitt war das Kind da und meine Freundin am Ende – nein danke. Mein viertes Geburtserlebnis (durfte aber nicht mit in den OP) war meine Schwägerin, welche ihren Sohn via Kaiserschnitt auf die Welt brachte und sorry, aber das war mir wesentlich sympathischer!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Vanessa Mendoza: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, Ihre Argumente finde ich berechtigt und das Misstrauen in die PDA angebracht, denn die wird in der Regel ja auch nicht schon stundenlang vorher angelegt und wenn Sie Pech haben ist es dann eben auch zu spät.
        Was die Frauen betrifft die nach der Geburt alle so superfit und weiss nicht was alles waren-
        ich bin nach zwei Spontangeburten kollabiert und brauchte Tage, resp. Wochen um mich von sehr anstrengenden Schwangerschaften/Geburten zu erholen. Für das tolle Bindungszeugs hatte ich weder die Kraft noch die Lust!
        Das dritte Kind kam per geplanten KS und ich war noch nie so fit nach einer Geburt!
        Zudem stellte sich noch heraus dass das gute Kind quer lag (der Bauch war eher rechteckig als rund) und die Nabelschnur kunstvoll um Hals und Schulter drapiert. Spätestens da war auch die Oberärztin ganz froh dass es sich um eine KS-Geburt gehandelt hat… .
        Individuelle Erlebnisse sind immer spannend, aber lassen Sie sich nicht einreden es gäber auf KS Seite nur überwiegend Negatives, und auf der anderen nur überwiegend Positives…

      • JungesMami sagt:

        mir wurde die PDA nach 15 Stunden mal gelegt und erst noch nicht richtig…nru eine Seite war ebtäubt und die Wehen gingen zurück…

        auch die PDA ist nicht immer ohne Komplikationen, jede Geburt birgt Schmerzen und am Ende sind doch alle froh, dass ihr Kind gesund zur Welt gekommen ist, egal auf welchem wege….=)

        oder nicht?

      • Laura TI sagt:

        @Vanessa Mendoza
        Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe, ob man selber eine Geburt erlebt oder ob man da nur zusieht. I
        ch hatte bei meinem zweiten Kind DIE perfekte Geburt, als die Wehen anfingen rief ich meine Schwester, die den Grossen hütete, während ich ins Spital ging. Ich hatte Wehen klar, aber relativ leichte, ich versuchte eine entspannende und erleichternde Position einzunehmen während der Wehe, für mich war das alles eher Vorfreude auf das Kind, das dann ohne Probleme zwei Stunden später geboren wurde. Meine Schwester hingegen, die war traumatisiert, für sie war es schrecklich, mich während der Wehen zu sehen, so ohnmächtig zuschauen zu müssen, wie ich Schmerzen habe. Sie ist bis heute kinderlos, was ich sehr bedaure, denn sie wäre sicher eine liebevolle Mutter.

  • Gaston sagt:

    Hier wird doch immer ein so grosses Tamtam um die Selbstbestimmung der Frau gemacht. Aber sobald es dann um Stillen oder Kaiserschnitt (toller Name für einen Coiffeur-Salon übrigens) geht, dann nimmt es gleich fundamentale Züge an. Lasst doch jede Gebären wie sie möchte. Beides hat Vor- und Nachteile. Es ist doch am Ende so wie beim Autokauf. Es entscheiden Sozialisierung und das Gefühl, so what. Lasst doch die Frauen ihre Autos gebären ganz wie es ihnen behagt

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      😉 🙂 8)

    • fufi sagt:

      Salut Gaston!

      MEINE REDE!

      Bloss ein kleiner Einwand:
      Lass die Frauen Babies gebären, die haben nämlich einen kleineren CO2-Ausstoss/km als die kleinsten Kleinstwagen.
      Tja, wie’s später mit dem Methan sein wird, ist ernährungsabhängig!
      😉

    • Henri sagt:

      Freie Wahl, selbstbestimmt, ok, aber auch finanzielle Konsequenzen selbst tragen.

      • Eni sagt:

        Warum wird immer über die Kosten geredet?Wunschkaiserschnitte verursachen sicher weniger Kosten, als ein Geburtschaden von in die länge gezogenen Spontangeburten, von Raucherschäden, Alkohohlschäden und Übergewichtsschäden ganz zu schweigen.

      • macho sagt:

        Jeder Sch… kostet uns was, und Babys und Schwangere sind doch noch gute Gründe Geld auszugeben, da gibt es noch viel Überflüssigeres!

      • macho sagt:

        ups, das kann man jetzt falsch verstehen. natürlich sind babys und schwangere nicht überflüssig, ich hoffe ihr versteht wie es gemeint war!

        😀

      • Henri sagt:

        Oh nein!
        Ich dachte wirklich, Sie meinten, dass Babies schon uziemlich überflüssig seinen.

        Schlimm, das.

  • elena sagt:

    die innerschweizerinnen sind vielleicht – ganz getreu dem bilde des konservativen denkens – folgsamer was ich nicht unbedingt mit ‚ich fühle mich freier‘ gleichsezten würde. aber wer ist schon frei, gell frau weber? kaiserschnitte sind kostenintensiver und für das einkommen der ärzteschaft grundsätzlich interessanter; eventuell zur motivation den frauen noch etwas von sicherheit erzählen, also angst schüren – und schon sind die eventuell nicht ganz so freien urnerinnen und andere dabei. wenn dann auch der urner daheim das gut findet, entspricht das ganz eher einem konservativen denken. frei? emanzipiert? mein lieber schwan. tortur? eine kinderlose freu weber redet von der geburt? das ist vielleicht emanzipation, frei nach weber: gleiche rechte wie die männer, die ja auch von den schmerzen der geburt reden, als könnten sie da mitreden…..aber man muss sich ja über alles eine meinung bilden. auch wenn es gar nicht nötig wär. nächster artikel. danke.

    • Martin sagt:

      liebe elena,

      du begehst leider den ähnlichen Fehler wie Frau Weber: Du redest (teilweise) über etwas, dass du offenkundig nicht kennst. Wie sie über Urnerinnen und deren Beweggründe Bescheid weiss (=nicht), so weisst du über gierige Ärzte Bescheid (=nicht). Ich kenne keine Urnerin, aber Ärzte genug, auch solche, die bei geplanten und notfallmässigen KS involviert sind. Du kannst mir glauben, kein einziger von denen denkt nur 2 Sekunden von seinem 10-14h Arbeitstag an ‚Geld machen‘. Dafür ist der Job zu streng und zu verschleissend.

      Der Druck auf die Ärzte, werdenden Müttern zum Kaiserschnitt zu raten, hat m.E. viel mehr mit der Erwartungshaltung derselben zu tun: Der Sicherheitsanspruch kommt orginär von dieser Seite.

      Das Thema Kaiserschnitt hat m.E. also weniger mit Freiheit, Ärzten und Urnerinnen zu tun, als mit einem überrissenen Sicherheitsanspruch einer Gesellschaft, die den Tod nicht wahrhaben will.

      Was bleibt ist die wiederholte Einsicht, dass Blog im schlechtesten Fall heisst: ‚Meinung ohne Sachkenntnis und Recherche‘ oder etwas vulgär gesagt: ‚Ein Furz‘.

      • Henri sagt:

        Aber immerhin sagte mir ein Arzt, welcher es wissen muss, da er auch chirurgisch tätig war, dass er Kaiserschnitte bevorzugte.

        Warum?

        Die KS kann man planen, da läutet das Telefon nicht mitten in der Nacht (man sollte auch nicht vergessen, dass das Telefon eines Arztes auch ohne Geburten des öfteren in der Nacht klingelt).

      • Joooo, der arme Arme der. Doctores pflegen ein sehr hübsches Salärchen nach Haus zu tragen. Hin und wieder ein bisschen Pikettdienst darf man ihnen dafür schon zumuten, nicht?

    • maria sagt:

      Innerschweizerin plichtet Dir bei.

  • Auguste sagt:

    hmm…, der aufschrei der hebammen ist verständlich, sägen doch solche zahlen an ihrem „raison d’être“. weil beide wege meistens zum ziel führen und es auch gute gründe für beide methoden gibt, sollte man die entscheidung vielleicht einfach der wirklich betroffenen überlassen und ihr einen richtig schönen „bauchentscheid“ zugestehen.

    • Cara Mia sagt:

      Hehe. Würde mich Wunder nehmen, wie die Gilde der Hebammen reagieren würde, gäbe man ihr ein Messerchen in die Hand…

  • adrian sagt:

    Geburten für Frauen – Kaiserschnitt für Ängstliche. Jedem das seine.

    Habe beides von aussen miterlebt, 2 x natürlich, 1 x Kaiserschnitt: Fazit: Kaiserschnitt weniger schmerzahft, danach aber längere Rekonvaleszenzeit, mehr Schmerz in den Wochen danach.

    • macho sagt:

      Kaiserschnitt für Ängstliche, das ist ein wenig hart. Wenn eine Frau den Kaiserschnitt will, dann soll sie ihn auch bekommen, gratis!

      Ich hab mich mal beim Zahnarzt gegen eine lokale Narkose entschieden, er hat gesagt es sei eh was kleines. Tja, er hat mir dann frisch-fröhlich ein meiner Meinung nach überhaupt nicht kleines Loch gebohrt, das waren Schmerzen sag ich euch! Und Geburtsschmerzen sind wohl noch mal eine andere Gewichtsklasse, von daher ist der Respekt verständlich.

      • Eni sagt:

        Ich bin schon mal beim Zahnarztbesuch in Ohnmacht gefallen und der Depp hat es noch nicht mal gemerkt. War übrigens auch ein Mann.

      • macho sagt:

        eni, was ist los mit dir, du bist sonst nicht so polemisch-sexistisch..

        Frauen sind keine besseren Ärzte.

      • Eni sagt:

        @ macho

        Ich weiss, dass weibliche Ärzte nicht per se besser sind als männliche, nur ich persönlich habe bisher nur schlechte Erfahrungen mit männlichen Ärzten gemacht.

        Mein Sohn wurde im Kinderspital nur von männlichen Ärzten behandelt und sie haben alle gute Arbeit geleistet.

        Wollte nicht sexistisch rüberkommen (bezeichne mich auch nicht als Feministin), wollte aber einfach die Tatsachen ausprechen was meine Erlebnisse betrift.

        Und wenn ein Zahnarzt/in nicht merkt, wenn sein Patient bewusstlos wird, dann ist er wirklich ein Depp oder eben eine Deppin, meinen Sie nicht auch?

  • Vanessa Mendoza sagt:

    Lieber Sport-Papi,
    aha, sie wollen Kaiserschnitte nicht via Krankenkasse mitfinanzieren… spannend… dann wäre ich dafür, bei Männern in Zukunft bei krankenkassenpflichtigen OP’s auf die Narkose zu verzichten, nur damit wir so quasi Schmerz-Gleichstand haben!

    • Nick Schmid sagt:

      Geburts-Narkose = PDA. Ist einiges günstiger als ein KS… 😉

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Ich nehme Schmerzmittel, wenn ich die Schmerzen nicht mehr aushalte – also sehr selten. Und eine OP mache ich, wenn es dringend nötig ist. Ein Kaiserschnitt ist eine OP, die in vielen Fällen nicht nötig ist. Meine Frau hatte beispielsweise das Glück, bei beiden Geburten relativ schnell und problemlos gebären zu können. Ihr käme es nie in den Sinn, einen Kaiserschnitt machen zu lassen. Nach einer schlechten Erfahrung oder wegen eine Vorbelastung sieht das natürlich andes aus. Woher kommen Ihre Ängste?

    • Cara Mia sagt:

      Ich bin der Meinung, dass zuerst einmal Viagra nicht mehr von der Kasse bezahlt werden soll. Das kostet uns Unsummen. Mann soll der Natur ihren Lauf lassen. Die Frau kann es auch anders geniessen und braucht dieses pharmazeutische Brecheisen nicht unbedingt, wieso muss sie diesen Blödsinn also mitfinanzieren? Eben.

  • Vanessa Mendoza sagt:

    Liebe Cara Mia,
    ich und mein Umfeld kann Ihnen versichern, ich leide nicht unter Problemen psychologischer Natur. Ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein und meine Argumente für einen Kaiserschnitt sind ganz simpel. Ich habe während meiner Zeit als Spitzensportlerin einges an Schmerzen ertragen, bin mir jedoch bewusst, dass dies im Vergleich zu einer natürlichen Geburt alles nur Mini-Wehwehchen waren. Ich bilde mir nicht ein, dass ein Kaiserschnitt schmerzlos ist, aber diese Schmerzen sind für mich kalkulierbar. Eine Geburt ist nicht kalkulierbar, es kann 30 Minuten, aber auch mehrere Stunden dauern und es kann auch bei einer natürlichen Gebur einiges schief gehen. Wenn ich diese Unsicherheitsfaktoren ausschalten kann, entscheide ich mich als rational denkendes Wesen für einen Kaiserschnitt. Ich habe Freundinnen, die ihre Kinder auf natürlichem Weg zur Welt gebracht und solche, die sich für einen Kaiserschnitt entschieden haben. Alle diese Frauen stillen, also lässt sich der Vergleich von wegen Kaiserschnitt = nicht stillen nicht so leicht anstellen.
    Fazit: die Entscheidung für einen Kaiserschnitt kann ganz pragmatische Gründe haben und muss nicht mit irgendwelchen Fragen psychologischer Natur zu tun haben…

    • Cara Mia sagt:

      Liebe Vanessa! Es steht ja jedem frei und ich bin die letzte, die Vorwürfe macht. Ich frage mich aber dennoch, und gerade auch bei Ihnen: warum um nur lässt man sich freiwillig die Bauchdecke aufschneiden mit allen Konsequenzen? Nur weil man das Ereignis Geburt nicht voll kontrollieren kann? Fehlt es da nicht an Vertrauen in sich selber, ins Los- und Gehenlassenkönnen?

      Ich bin alles andere als eine Alternative, aber ich hatte krankheitsbedingt diverse Bauchscnitte und zwei natürliche Geburten, die erste schmerzhaft und lange, die zweite weniger, aber dafür ganz ohne Medis. Wenn ICH es vermeiden kann, die ganze Bachdecke durchgeschnitten zu kriegen, dann tue ich das, denn es ist einfach super im Gabärsaal vom Schragen zu steigen, das Baby in den Arm zu nehmen, und dann ab unter die Dusche, ohne Nähte. Auch danach, mit Fäden im Bauch das Baby rumzutragen – das ist doch mühsam. Aber jedem das Seine.

      Gerade wenn Sie doch Schmerzen aushalten können, kann ich das nicht verstehen. Sooo schlimm ist eine Geburt nun wirklich nicht. Man hat ja dauernd völlig schmerzfreie Wehenpausen und kann durchatmen. Kein Vergleich zu andern Schmerzen.

      • Vanessa Mendoza sagt:

        Hallo Cara Mia,
        nun wird’s interessant. Ihr zweiter Teil an Argumenten finde ich bereits wesentlich interessanter.. 🙂
        Heute, rückblickend, würd ich alle Schmerzen und Wehwehchen die Leistungssport mit sich bringt, auch nicht mehr einfach so klaglos hinnehmen. Leider steigt nicht jede Frau einfach so vom ‚Schragen‘ und geht dann ab unter die Dusche. Meine Kolleginnen mit Dammriss etc. waren danach ziemlich lahmgelegt. Im Übrigen ist es überhaupt nicht meine Absicht Kaiserschnitte zu bagatelisieren, ganz und gar nicht. Aber wie gesagt, ein Kaiserschnitt ist für mich kalkulierbar, eine natürliche Geburt kann von relativ einfach bis stundenlang mit Dammriss etc. alles mit sich bringen und ich seh nicht ein, wieso ich mich bewusst in diese Ungewissheit begehen muss, wenn es auch anders geht.

      • mira sagt:

        @Vanessa Mendoza
        Auch Kaiserschnitte bergen Unsicherheiten. zB ist die Gefahr, dass sich die Wunde infisziert da, oder dass sie nicht richtig verheilt. Möglicherweise klappt es mit dem Stillen nicht (das weiss man vorher nicht, das Risiko ist grösser als bei einer Geburt).
        Ich verstehe die Angst vor dem Schmerz gut. Es gibt tatsächlich Schmerz, der unerträglich ist und frau ALLES tut, damit er aufhört. Wobei der Schmerz nicht bei allen Frauen (und bei allen Geburten) gleich ausgeprägt ist. Ein KS ist meines Erachtens nicht die beste Lösung gegen Schmerz. Bei Komplikationen jedoch ist er sicherlich ein Segen und das deutlich kleinere Übel.
        Kalkulierbar ist sowieso nur eines mit Gewissheit: Nach der Geburt ist alles anders 🙂

      • Cara Mia sagt:

        Es ist völlig normal, dass man etwas vor der Geburt bibbert, vor allem das erste Mal. Ging mir auch so. Dann noch all die Schauergeschichten, die man erzählt erhält. Ich hatte das erste Mal auch einen Dammriss, aber das habe ich etwa so gespürt, wie wenn ich mich beim Rüsten in den Finger schneide, nämlich kaum. Die zweite Geburt war problemlos.

        Ich habe mir einfach immer gesagt, dass statistisch gesehen weltweit (!) 96% aller Geburten ohne Probleme verlaufen. In Anbetracht der Risiken in manchen Drittweltländern heisst dies bei uns, dass man fast keine Chance hat, Probleme beim Gebären zu kriegen.

        Erzählt und mediengerecht aufbereitet werden natürlich nur die Schauermärchen mit Uterusruptur, strangulierten Babies und allen Krimis dieser Welt. Da muss man vor der Geburt unbedingt weghören, sonst macht man sich verrückt. Das ist wie Flugangst.

        Und in Sachen Schmerzen hat mir kürzlich eine Freundin erzählt, die das dritte Kind gebar, sie habe sich erstmals eine PDA machen lassen, und dies sei super gewesen. Sie hat pressen können und alles, auch die Beine gespürt, aber kaum bis keine Schmerzen gehabt. Ich würde das heute wohl so machen.

      • maria sagt:

        Liebe Vanessa

        Wenn man sich für einen Kaiserschnitt entscheidet, weil er kalkulierbar ist bin ich der Meinung, man sollte noch einmal überdenken ob es die richtige Entscheidung ist, Kinder zu haben. Kinder sind nämlich nicht kalkulierbar und damit auch das eigene Leben nicht mehr immer.

      • Eni sagt:

        @ Cara Mia

        Wehenpause? Was ist das?

    • Cara Mia sagt:

      Das ist die Pause zwischen den Wehen, die man (nur!) dann hat, wenn man keine wehenfördernden Mittel erhält.

  • Heiri Chlüpplisack sagt:

    interessant, dass frau weber gebären mit zahnziehen oder knochenbrüchen vergleicht… schwanger sein ist also eine art krankheit.

  • Patrick sagt:

    Liebe Frau Weber, haben Sie auch etwas gegen natürlichen Sex?
    Ein Kaiserschnitt ist eine Notoperation, ich verstehe nicht wie man gegen die Natur sein kann, finde ich doch sehr anmassend.

  • Luk sagt:

    Eine natürliche Geburt hat für das Kind offenbar wichtige Vorteile. Bei meiner Nichte jedenfalls war das verblüffend.

    Wegen einer früheren Rückenoperation meiner Schwester konnte sie ihr erstes Kind nicht auf natürlichem Weg gebären, obwohl sie es zuerst versucht hatte. Als wurde meine Nichte mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Die ersten Wochen ihres jungen Lebens waren geprägt von Problemen mit der Verdauung. Bäuchlings auf dem Arm von Vater oder Mutter ging es der Kleinen noch am besten.

    Eine gute Bekannte, Osteopathin und Physiotherapeutin, hat dann mit meiner Nichte den Geburtsvorgang nachgestellt: besonders die mehrmalige Drehung des Kopfes auf dem Weg durch das Becken der Mutter, so erklärte sie bildlich, stelle wichtige „Schalter“ beim Menschen auf „draussen“. Nach dieser Behandlung waren die Beschwerden des Neugeborenen mit der Verdauung ein für allemal vorbei.

    Als Mann kann ich Ängste und Gefühle vor dem Gebären nicht ermessen. Mit dem selbst erlebten Beispiel meiner Nichte stelle ich fest, dass für das Kind vermutlich eine natürliche Geburt, wenn immer möglich, zu bevorzugen ist.

    • StefanB sagt:

      Hm, nach einigen Wochen gings zur Osteopathin, und dann gings? Interessant! V.a., wenn man weiss, dass die Umstellung auf Milchnahrung in jedem Fall einige Wochen, manchmal bis zu drei Monaten (daher „Dreimonatskoliken“) braucht.

      Aber wie sagte ein bekannter deutscher Arzt: Die Hauptaufgabe des Arztes ist es, dem Patienten (ich meine: auch den Angehörigen) den Eindruck zu vermitteln, dass man sich um ihn kümmere – den Rest erledigt meist die Natur.

    • Sue sagt:

      Wie zum Kuckuck ist es möglich, dass im Zusammenhang mit Kaiserschnitten immer wieder diese Halbwahrheiten, persönlichen Interpretationen und üblen Voraussagen vorgebracht werden? Es gibt meines Wissen keine einzige anerkannte Studie, die wirklich nachweist, dass ein Kaiserschnitt solche negativen Auswirkungen hat, wenn er zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird.
      Und wenn wir schon bei persönlichen Erfahrungen und Wertungen sind: mein Sohn kam per Kaiserschnitt zur Welt, hat aber weder eine gestörte Bindung zu mir noch ist er besonders kränklich. Und dem Vorurteil der Ego-Mutter zum Trotz kann ich hier sogar noch anfügen, dass ich ihn gestillt habe.
      Ich frage mich wirklich, warum es einer Rechtfertigung bedarf, wenn sich eine Frau für einen Kaiserschnitt entscheidet. Ich bin der Ansicht, jede Frau entwickelt während der Schwangerschaft ein Vorstellung, wie ihre „ideale Geburt“ aussehen soll. Wie diese Vorstellung zustande kommt, ist von unterschiedlichen Einflüssen und persönlicher Wertung geprägt. So kann die Befürchtung, die Schmerzen könnten einem an die Grenzen bringen, einer der Gründe sein, warum man sich für einen Kaiserschnitt entscheidet. Vielleicht spielt aber die Vorstellung, der Sex könnte nachher nicht mehr gut sein, eine grössere Rolle. Es sollte jeder Frau überlassen sein, diese Wertung selber und ohne Rechtfertigungsverpflichtung vorzunehmen.
      Was die Kosten anbelangt, möchte ich doch noch einmal darauf verweisen, dass die Kosten eines geplanten Kaiserschnitts nicht um ein Vielfaches höher sind, als diejeniger eine Spontangeburt. Und wenn überhaupt, sollten lediglich diese Mehrkosten von der Zusatzversicherung übernommen werden.

      • Luk sagt:

        @Sue
        1. Der Kuckuck sollte hier nichts zu suchen haben.
        2. Meine Schilderung ist keine Halbwahrheit, sondern eine Ganzwahrheit. Der Lüge bezichtigt zu werden oder der Unterschlagung der ganzen Wahrheit… naja, wer keine Argumente hat, bringt halt sowas…
        3. Es handelt sich um einen persönlich erlebten Einzelfall sowie um meine persönliche Meinung, die sich daraus gebildet hat. Daran sollte doch wohl nichts Ernsthaftes auszusetzen sein, nicht?

        Ich gebe ja nicht vor, eine Studie, einen Durchschnittswert oder eine allgemeingültige Aussage abzugeben. Zudem ist meine Meinung nicht in Stein gemeisselt, die Welt kann auch blau, gelb oder grün sein (sinngemäss nach Heiner Geissler). Das zeigt sich nicht zuletzt in der Schwester der oben erwähnten Nichte, die notgedrungen (sc. Rücken-OP der Mutter) ebenfalls per Kaiserschnitt zur Welt kam – und keine Beschwerden zeigte. Der erlebte Einzelfall bleibt deswegen dennoch bestehen.

        Meine Meinung, die ich oben geäussert habe, gilt ganz genau für mich. Und da ich nie schwanger werde (als Mann), ist sie an sich nicht relevant. Ich stehe dennoch dazu, wie geschrieben, „dass für das Kind vermutlich eine natürliche Geburt, wenn immer möglich, zu bevorzugen ist.“

        Damit ist immer mit eingeschlossen, dass die persönliche Situation von Mutter und Kind v. a. durch die Mutter selbst beurteilt wird. Und es geht hier um jeden Fall einzeln, um jede Mutter für sich selbst. Damit ergibt sich jedes Mal eine einzigartige Kombination von Emotionen, Gründen, Beispielen, Überlegungen, Ängsten usw., die dann zum Entscheid für eine natürliche Geburt oder für einen Kaiserschnitt führen. Habe ich dagegen etwas eingewendet?

        Ich finde es übrigens gut, wenn man seinen Entscheid begründen kann und vielleicht damit auch eine Zeitlang hin- und her gerissen ist, bis es dann klar ist. Eine solche Begründung als „Rechtfertigung“ abzukanzeln finde ich dagegen polemisch, denn ich habe dies in meinem Beitrag ja auch gar nicht gefordert.

        Mein Beispiel als Einzelfall möge denjenigen dienen, die damit was anfangen können. Wer das Beispiel mit meiner Nichte nicht wahrnehmen möchte, auch OK. Wer mit meinem Einzelfall nichts anfangen kann, weil alle persönlichen Entscheide zuerst nach Studien ausgerichtet werden: auch OK.

      • Kathy sagt:

        Geh doch mal googlen, da findest Du die Studien. Zum Beispiel hier:

        http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zur-schwangerschaft/kaiserschnitt/zweiter-kaiserschnitt/861-spontangeburt-oder-kaiserschnitt-wie-bewerten-frauen-das-bonding-beziehungsaufbau-zum-kind.html

        Es geht nicht um üble Voraussagen oder darum, das ein Kaiserschnitt negative Auswirkungen hat, sondern umgekehrt – eine Spontangeburt kann oft positive Auswirkungen haben auf die Mutter-Säuglings-Bindung. Sobald dieser ein Kleinkind ist, spielt es absolut keine Rolle mehr wie entbunden wurde.

  • Vanessa Mendoza sagt:

    Ich bin 35 und wünsche mir Kinder, aber ich wünsche mir nicht diese wie im Mittelalter unter horrenden Schmerzen gebären zu müssen und dass wir heute selber entscheiden dürfen, ob Kaiserschnitt oder nicht, das hat wahrscheinlich doch was mit Emanzipation zu tun. Und lieber Jaro, betr. Ihrem kleinen Seitenhieb ‚dass die Verfasserin kinderlos ist, finde ich auch amüsant‘, nun meine Retourkutsche: ‚dass der Kommentar-Verfasser ein Mann ist, finde ich auch amüsant‘! Weil ja, lieber Jaro, mussten Sie oder Ihre Frau die Schmerzen ertragen? Eben!

  • Roman sagt:

    Ein sehr einfaches Weltbild. Die Innerschweizerinnen sind pragmatisch (sind sie das?) und deshalb: ab unter das Messer?

    Könnten nicht auch andere Gründe für eine stetige Zunahme von Kaiserschnitten verantwortlich sein? Zum Beispiel hat uns eine befreundete Hebamme dringend von einer Privatversicherung abgeraten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Herr Chefarzt dann unbedingt einen Kaiserschnitt empfiehlt, sei ungleich grösser. Money rulez!

    Keine LUST auf diese Tortur?
    Niemand hat LUST auf Torturen, es sei denn er oder sie sind einschlägig veranlagt.
    Der Titel sagt aber einiges über das unselige LUSTprinzip aus, das immer mehr den gesunden Menschenverstand verdrängt.

    Frauen, seid froh dass ihr Kinder natürlich zur Welt bringen könnt! IHR seid es, nicht die Chefärzte und Hebammen und die Operationstechniken.
    Wir Männer kompensieren ein Leben lang und bringen doch nur Autos, Häuser, Unternehmen, Gewinne und Frust zur Welt.

  • Mirjam sagt:

    Ich habe meine beiden Kinder durch Kaiserschnitt geboren (beides Muss-Kaiserschnitte). Und ich bin froh, dass ich diese Möglichkeit hatte. Meine Schwester hatte bei der ersten Geburt einen Dammriss, einen Scheidenriss, die grossen Labien waren gerissen. Sie konnte 8 Wochen lang nicht sitzen. Die beiden jüngeren Kinder kamen dann als Wunschkaiserschnitte. Und ich kann es verstehen, dass sie nach der ersten albtraumhaften Geburt die beiden anderen Kinder per Wunschkaiserschnitt geboren hat. Ich bin übrigens noch am gleichen Tag des Kaiserschnittes selber aufgestanden, habe darauf bestanden, dass der Blasenkatether gezogen wurde, habe mich selber gepflegt, die Babys gestillt, mich selbständig angezogen, bin selbständig auf die Toilette gegangen. Klar, die Narbe ist gross und schmerzt ziemlich – aber es hält sich in Grenzen. Jetzt bin ich mit dem dritten Baby schwanger und es wird wieder ein Kaiserschnitt werden – beim zweiten Kaiserschnitt sagte mir dann meine Aerztin, dass die Kaiserschnittnarbe bei einer Spontangeburt gerissen wäre – und das ist lebensgefährlich für die Mutter.
    Dass es Mütter gibt, welche verächtlich auch Kaiserschnittmamis herabschauen ist für mich unverständlich. Hauptsache ist doch, dass Mutter und Kind die Geburt gut überstanden haben, egal ob es jetzt vaginal oder per Bauchschnitt abgelaufen ist.

    • Rahel sagt:

      Auch meine Schwester hatte drei Kaiserschnitte. Dies, weil es jedesmal entweder um ihr Leben, um das des Babys oder um beider Leben ging. Ihr Körper ist aus anatomischen Gründen für eine spontane Geburt nicht geschaffen. Früher wäre meine Schwester einfach gestorben und evt. das Kind auch!

    • Cara Mia sagt:

      Das ist doch völlig richtig und es geht nicht an, verächtlich über jemanden herabzuschauen! Aber man darf doch nach den Motiven fragen bei diesen freiwilligen KS, und weshalb nicht zu einer PDA gegriffen wurde, wenn schon Angst vor den Schmerzen bestand, oder nicht?

  • Cybot sagt:

    Hier wird ziemlich viel Ideologie, romantische Vorstellungen und Halbwissen verbreitet. Die Auswirkungen auf das Kind oder dessen Mutterbindung halte ich z.B. für ziemlichen Unsinn, ausser wenn man es zu früh rausholt. Immerhin gibt es heute Millionen von Menschen, die per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind, und die sich deswegen nicht schlechter entwickelt haben.

    Die interessantere Frage ist doch, welches denn die risikoreichere Variante ist, was die Komplikationen bei der Geburt selbst angeht. Und da hab ich mal von einer Studie gelesen, die nachgewiesen haben will, dass Kaiserschnitte um ein vielfaches häufiger zu Problemen führen. Insbesondere bei ungeplanten Kaiserschnitten, wenn während der Geburt erst festgestellt wird, dass ein KS doch besser ist, lag das Risiko um ein zigfaches höher als bei einer natürlichen Geburt. Die Aussage, dass eine natürliche Geburt riskant ist, mag zwar stimmen, aber dass sie riskanter als ein Kaiserschnitt ist, ist doch zumindest zweifelhaft.

    Nichts gegen die Vorzüge moderner Medizin, aber sich freiwillig einer Operation zu unterziehen, würde wohl den wenigsten Menschen einfallen. Um die Schmerzen zu vermeiden gibt es ja auch einfachere Methoden. Aber in Zeiten wo sich Menschen auf für die Schönheit unters Messer legen, sind solche Argumente vermutlich nicht mehr salonfähig, Komplikationen tauchen ja immer nur bei anderen auf.

    • Rahel sagt:

      Haben Sie nähere Informationen zu dieser Studie? Würde mich sehr interessieren, welcher Art diese Komplikationen sind, war es doch bei mir genau so, dass der Kaiserschnitt nach der Einleitung für einen Spontangeburt erfolgte!

    • StefanB sagt:

      Freiwillig einer Operation unterziehen?
      Nun, jede Operation ist freiwillig: ob es um KS geht, die Extraktion des Weisheitszahns, den Lungenkrebs, oder die Brustimplantate: kein Arzt kann eine/n Patientin/en zwingen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das überrascht aber wohl hoffentlich überhaupt niemanden,
      dass ein notfallmässig angeordneter KS die Komplikationsrate auf Seite Kaiserschnitt massiv erhöht?!
      Wirklich aussagekräftig wäre eine Gegenüberstellung von gewollten Spontangeburten versus gewollte und im Voraus geplante Kaiserschnitte, alles andere ist ziemlich nutzlos.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Glaub‘ nur der Studie, die du selbst gefälscht hast…….

  • Sandra sagt:

    Ja, sicher, Wehen bereiten Schmerzen, und das stundenlang. Die Aussicht auf eine schmerzende Narbe und eingeschränkte Mobilität nach einem Kaiserschnitt finde ich aber ebenfalls nicht gerade prickelnd – und diese Schmerzen habe ich dann tagelang.

  • Als Mann kann man hier wenig beitragen. Ausser, dass die Gleichung „der Männer Schmerzen und der Frauen Wehen“ immer wieder gezogen wird. Wenn nur noch knappe 50% eines Männerjahrgangs diensttauglich sein soll, dann ist es logisch, dass nur noch ein entsprechendes an Frauen natürlich Gebären wollen. Erstaunlich ist es aber, dass dies gerade im katholischen Kanton Uri geschieht. Es zeigt wie sehr sich unsere Gesellschaft von „absoluten Gegebenheiten“ wegbewegt hat. Bei Frauen, die natürlich gebären wollten und dann unter zum Teil dramatischen Umständen dann doch einen Kaiserschnitt machen mussten, stelle ich oft eine gewisse Trauer und ein Gefühl des „Versagens“ fest. Der Geburtsvorgang scheint doch noch einen Initiaitionszauber zu haben. Er scheint die Frau zum vollwertigen Weib zu machen, eine Art natürliche Status zu verleihen. Wie auch Männer, die sonst wenig zu husten haben, wenn sie in Erregung geraten mit ihren Diensttagen blagieren.
    Im Militärdienst und im Kreissaal setzt man sich existenzieller Gefahren aus (in ersterem eher virtuell).
    Mit zusammengekniffenen Augen und mit grosser Distanz betrachtet, kommt man zum Schluss, dass die natürliche Auslese im Westen seit 40 jahren nicht mehr spielt und wir deshalb allmählich am degenerieren sind. Aber das ist nicht gerade das, was sich hier begeisterete postfeministinnen, die sich als die befreitesten Wesen der Menschheitsgeschichte wähnen, hören wollten.

    • Von wegen natürlicher Auslese: 40 Jahre sind für die gar nichts. Auch wenn für weitere 10000 Jahre die Selektion beim Menschen ausgeschaltet würde, würde sich noch wenig wirklich verändern. Fragen stellen sollte man sich bei Kulturpflanzen und Tieren. Hier sind die Populationen von durch den Menschen ungeliebten Arten klein, und die Evolution spielt nicht mehr gut. Und die anderen, die Massenorganismen, werden de facto ja immer mehr geklont (heute durch Züchtung, bald durch wirkliches Klonen).

      Bin ich dagegen? Naja, bin ich dagegen, dass eine Kochplatte heiss wird, wenn man sie anstellt? Vielleicht, aber heiss wird sie natürlich dennoch.

      • fufi sagt:

        @Giorgio G.
        Interessant, der Vergleich von „natürlicher Geburt“ und Militärdienst (=Kriegsdienst)
        Wie sagte doch schon damals der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda:
        „Mädchen spreiz die Beine, das Vaterland braucht kleine“. KdF?
        Wääck!

        @Patrick
        Ich versteh dich glaub nicht ganz richtig mit deinem Kochherd. Wen meinst du, wenn du dagegen bist , dass eine Kochplatte heiss wird, wenn „man“ sie anstellt? Dich oder andere? ALLE?

        Betreffend natürlicher Auslese:
        Du sprichst glaub von der Biodiversität und der (ach so fortschrittlichen) Weiterentwicklung ehemaliger Nutzplanzen und Nutztieren zu, ich sag mal industriellen Bioreaktoren.
        Da könnte die Komplexität der Biosphäre den Businessplänen aber einen ganz, ganz dicken, sozusagen ruinösen Strich durch die Rechnung machen.

        @Patrick und Giorgio
        Was nämlich die – interne – natürliche Auslese der Tierart Homo sapiens sapiens betrifft:
        Da wird die genetische Selektion natürlich soweit wie möglich ausgeschaltet.
        Aber das begann schon damit, dass das, was wir heute „Medizin“ nennen, erfunden wurde.
        Viel bedrohlicher ist das, was ich META-Evolution nennen möchte und sich auf den Menschen als „Kulturwesen“ bezieht.
        Der Mensch ist nämlich das erste Tier, das nicht nur seine Nahrungsgrundlagen zerstört (vgl. die Schwankungen zwischen Fuchs und Hase, z.B.) sondern zudem auch seine Umwelt (= biologischen Lebensbedingungen), oder diese zumindest verändert.
        Welche Auswirkungen DAS haben wird …….. . Ob das genetisch (gentechnisch?) kompensiert werden kann? Oder wenigstens technisch? Und ob das ALLEN zugute kommen wird, und wenn nein: wem?
        Holy shit!

      • Ich meine mich selbst. Ich kann gegen das Funktionieren der Platte sein, heiss wird sie dennoch. Ich kann dagegen sein, dass ich Hunger bekomme, wenn ich zehn Stunden nichts esse, ich bekomme ihn dennoch…

        Und ich sagte auch nicht, dass der Mensch die Evolution im Griff hätte, bewahre, und ich weiss, dass die Natur schon zurückschlagen wird…

        Und noch was: Wir hier pfuschen der Evolution ins Handwerk. 80% der Menschheit haben diese Möglichkeiten aber nicht. Die Evolution tut also, was sie immer tat. (und fufi: ich bin ja der Ansicht, dass die Evolution ein Werk Gottes ist und dass Adam und Eva und der Garten Eden und so weiter alles nur nette Sagen und Erklärungsversuche für damals Unerklärliches waren, genauso, wie heute ja kein vernünftiger Mensch etwa am wissenschaftlichen Modell des Sonnensystems zweifeln kann, obwohl es die Kirche jahrhundertelang verteufelt hat).

      • fufi sagt:

        @Patrick

        Du kannst persönlich ja schon gegen alles sein,
        aber überlass das politisch besser DER PARTEI
        😎

        Und klar:
        Miss Evolution tut noch immer, was sie schon immer getan hat!
        Soweit sie ein Töchterchen Gottes ist, habe ich mal – in Memoriam des Herrn A.E. mal gedichtet:

        Gott würfelt nicht.
        Gott spielt nicht Roulette.
        Gott macht Menschen.

        😉

        fufi

      • Patrick Tigri sagt:

        Sag nie wieder DIE PARTEI… Den Namen des Göttlichen führt man nicht unnütz im Mund…

        Aber wer ist A.E…?

  • Ylene sagt:

    Ich verstehe nicht, wieso ein KS schmerzfreier sein soll? Ich habe 2 Kinder und lag jeweils mit KS-Mütter im gleichen Zimmer. Die hatten noch nach einer Woche starke Schmerzen und lagen halb invalid im Bett.
    M. E. ist eine natürliche Geburt mit PDA am schmerzfreisten. (Fast) keine Wehenschmerzen, keine Schmerzen danach. Oder das Baby stellt sich gleich an wie meine Tochter bei meiner zweiten Geburt. Bei ihrer Geburt ging der Muttermund innerhalb von einer Viertelstunde von 1 cm auf 10 cm auf, sie selber war dann nach 30 min. da. Das bedeutete zwar 40 min. starke Schmerzen, dafür war es dann vorbei.
    Jeder aber das ihre, Hauptsache Mutter und Kind überstehen die Geburt gut. Wie ist doch völlig egal.

    • Rahel sagt:

      Habe ich auch so erlebt! Nach *meiner* ersten Geburt, ging total ca. 4 Stunden, war ich fit wie ein Turnschuh, schrieb spät in der Nacht noch die Geburtsanzeigen und war sofort auf den Beinen. Nach dem Kaiserschnitt war ich zwar auch am gleichen Tag auf den Beinen, war aber sehr schmerzhaft. Und erst das pinkeln…..wehe man wartete zu lange 🙂 . Tja, die Geburtsanzeigen folgten auch erst am 2. od. 3. Tag. Nun, das ist ja nicht so entscheidend, aber es zeigt, dass ein Kaiserschnitt den Körper doch sehr mitnimmt, klar, eine OP! Und doch ist es gut, dass es sie im Notfall gibt!

  • lukipistole sagt:

    Ja, mit dem Berufsstand der Hebamme hatte ich danach auch meine Mühe….Und ich pries die zuständigen Ärztinnen und die moderne Medizin für den Segen der PDA! Hallelujah!!!
    Danach kam dann da Kapitel „Stillzwang“, eine ähnliche Debatte. Ich habe den Hebammen-Ratgeber jedenfalls im Altpapier entsorgt.

    • Nick Schmid sagt:

      Was genau finden sie schlimm am Stillen? (nur aus Neugier…)

      • Wenn die Stillmafia neben dem Bett steht und der Mutter mit den wunden Brustwarzen ihre Predigt hält, nachdem die arme Frau seit Tagen das Kind zu Stillen probiert…

      • JungesMami sagt:

        @ nick schmid: ich glaube nicht, dass sie das Stillen schlimm findet, sondern die Blcike und Überredungsversuche der Hebammen im Wochenbett….mein Ratgeber ist auch im Altpapier gelandet…ich habe meine mädels jeweils 2 wochen gestillt und dann aufgehört, weil es für mich einfach nicht gestimmt hat….es tut mir leid für all diejenigen die wollen und nicht können, aber an ihrer situation ändert sich nichts wenn ich dafür meini kinder stille einfach nur weil ichs kann….auch hier darf jede frau für sich oder mit dem pratner entscheiden…

  • Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dieses „normal gebären“ und die schneidenden Blicke der Hebammen wenn es denn zum kaiserschnitt kommt – das gehört in den Hades verbannt.

    Bei einer Diskussion mit meiner Oma und der Grosstante: „Wenn wir damals die Wahl gehabt hätten, dann hätte ich auf diese Schmerzen auch verzichtet.“

    ich will hier also nichts lesen über die Grossartigkeit des normalen Gebärens. Das darf jeder für sich entscheiden.

    • Heiri Chlüpplisack sagt:

      wieviele kinder haben sie denn bisher geboren, herr sutter? und wieviele davon mit kaiserschnitt? nur, damit ich ihre „eigene erfahrung“ etwas einschätzen kann…

      • Ich habe noch nicht geboren, war aber dabei. 1 x. Und wie ich dabei war… dass ich der Hebamme nicht eine gelangt habe als sie den Arzt nicht holen wollte, darauf bin ich heute noch stolz.

      • Kathy sagt:

        Hast Du den Text wirklich aufmerksam gelesen? Die Schmerzen nach einem Kaiserschnitt sind normalerweise grösser, als bei einer Spontangeburt mit PDA.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        eine gute bekannte von mir ist hebamme. die erzählt auch manchmal von typen wie ihnen: keine ahnung von botanik, nur stören und dreinquasseln und die hebamme beschäftigen (anstatt dass die sich auf die gebärende frau konzentrieren kann)…

      • Widerspenstige sagt:

        Kathy, das stimmt zu ca. 90% dass die Schmerzen nach einem Kaiserschnitt grösser sind und vorallem länger dauern als bei einer Spontangeburt mit normalem Verlauf. Ich habe noch sehr gut in Erinnerung wie die Wöchnerin mit KS ständig gejammert hat neben mir, wenn sie sich mehr als nötig bewegen musste und während dem Stillen die Muskelkontraktionen der Gebärmutter das Übrige taten.

        Genau, wegen den Muskelkontraktionen während dem Stillen zur Rückbildung der Gebärmutter fällt mir gerade ein:

        Etwas ganz Wichtiges wurde noch nicht angesprochen: die Gebärmutter bildet sich viel rascher zurück bei Spontangeburten und auch die Bauchmuskulatur profitiert davon. Diese nicht zu unterschätzenden Vorteile bei etwas mollig veranlagten Frauen – nicht bei allen notabene! – dürfen auch in die Waagschale pro Spontangeburt gelegt werden. Ich hatte drei Spontangeburten und bei der ersten Geburt hätte ich mir aber um alles in der Welt einen Kaiserschnitt gewünscht! Es kam anders und ich litt stundenlang ohne PDA…

        Es muss individuell entschieden werden, welche Frau sich was wünscht und darf unter keinen Umständen verurteilt werden. Ob jetzt der zuständige Arzt oder die Ärztin dabei an ihr Konto oder Hobby beim terminieren eines KS denkt, ist ja wirklich mehr als Polemik! Es geht hier doch um das Wunder der Geburt und es darf ruhig so risikofrei UND schmerzbefreit wie nur möglich vor sich gehen. Eine Hebamme ist dabei für die Betreuung während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit ebenso unerlässlich wie die Präsenz eines Arztes oder einer Ärztin während der Geburt. Das muss uns ein neues Leben und auch das der Mutter wert sein, sonst zweifle ich am gesunden Menschenverstand einiger Menschen hier wie dort!

      • Wieso jeder hier nun besser wissen will, wie man ein Kind zur Welt bringen will ist Bezeichnend für das, was man erlebt wenn man Eltern wird. Basierend auf eigene Erlebnisse und mit gefährlichem Halbwissen wird hier probiert, die Andersenkenden an die Wand zu spielen.

        Ich kann es nicht verhindern wenn hier herausposaunt wird dass KS Kinder Schäden davontragen, Frauen heute keinen Schmerz lehr ertragen können und Ärzte einen geheimen Bund bilden.

        Was ich aber weiss: Was bei einer Geburt passiert, ist Sache des Elternpaars. Ärzte, Hebammen und Personal haben die Werte und Vorstellungen der Gebärenden zu akzeptieren ohne diese zu werten.

        Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft mehr Belegshebammen und mehr Personal auf Geburtskliniken geben wird.

        PS: Herr Chlüpplisack, ich würde ihnen gerne ein paar Klämmerli ans Gemächt kneiffen.

      • JungesMami sagt:

        @ Kathy: normalerweise, aber nicht immer….Meine erste Tochter bekam ich mit 20ig spontan und alle sagten ich sei ja noch so jung und da heilt alles super….es kam zu einem 24stündigen kampf mit pda und ich wahr die 3 folgenden Monate ständig bei ärzten und mit anitbiotika vollgepumt….meine zweite Tochter kam dann per Kaiserschnitt….die Schmerzen sind die esten paar Tage gross, aber am Tag 5 konnte ich alles wieder machen, ausser schwere Sachen tragen…

        @ alle: für mich war der Kaiserschnitt besser zu verarbeiten…bei der ersten Geburt kam es zu Depressionen…
        also würde ich schon sagen, kann man nie sagen was richtig und was falsch ist…man vergisst, dass auch die mutter nach der geburt wohl auf sein muss, damit es dem kind guet gehen kann…Traumas und Depressionen helfen da wenig…

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        @sutter: lustig, das ist in etwa derselbe gedanke, der meiner bekannten durch den kopf geht, wenn sie’s mit aggressiven und randalierenden werdenden vätern zu tun hat, die, wie sie, besser bescheid zu wissen glauben als die hebamme…

        und, btw: „Basierend auf eigene Erlebnisse und mit gefährlichem Halbwissen wird hier probiert, die Andersenkenden an die Wand zu spielen.“ – trifft das nicht ziemlich genau zu auf das, was sie hier von sich geben..?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schmerzen nach KS grösser? Stimmt nicht, im Gegenteil, lieber ein Schnitt im Bauch als in der Genitalgegend. Jedes Wasserlassen brennt, beim Stuhlgang wird oft die Dammschnittnarbe wieder aufgerissen, eine Bekannte von mir war wochenlang stuhlinkontinent, weil beim Dammschnitt gleich durchgeschnitten wurde, Horror!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        sutter, ich entschuldige mich! hab‘ gerade gesehen, dass sie web-designer o.ä. sind! damit sind sie natürlich automatisch fachmann für geburten und dem „gefährlichen halbwissen“ jeder hebamme jeder hebamme überlegen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Pasci du bist mein Held, weiter so! 8)

      • fufi sagt:

        @Heiri Chlüpplisack

        Wieviele Kinder haben denn SIE schon zur Welt gebracht! Und wie?
        Es sei denn, sie belügen uns mit der Geschlechtskonnotation ihres Vornamens!

    • PS – Machen SIe nur weiter damit, KS gebärenden Frauen ein schlechtes Gewissen aufuschwatzen. Genau das braucht man nach der Geburt.

      • JungesMami sagt:

        Ja, lassen lassen Sie die Frauen gebären wie sie es für richtig halten….die ganzen Diskussionen bringen den Müttern nicht viel und schon gar nicht den Kindern…

      • Kathy sagt:

        Aber Pascal, es geht doch gar nicht darum, jemandem ein schlechtes Gewissen einzureden. Aber wenn das Thema „Kaiserschnitt oder Spontangeburt“ ist, darf man doch die eigene Meinung äussern!? Schlussendlich entscheidet das jede Frau für sich selber. Und wenn eine wegen einem Blog-Kommentar ein schlechtes Gewissen bekommt, dann soll sie es halt nicht lesen!

    • Ich habe nie behauptet, Spezialist für medizinische Belange zu sein. Ich mache meine Erfahrungen auch nicht zum Status Quo. Gebären soll jede Frau so dürfen, wie sie will.

      Um eine gute Geburt zu erleben sollte jede Frau ihre eigene Hebamme zu der sie Vertrauen hatmitbringen können. Eine Hebamme die während der Geburt ins nächste Zimmer rennen muss oder ihre Erfahrung wie ein trotziges Kind dauernd herausposaunt ist das letzte was man braucht.

      Weiterhin bin ich ausgeglichen genug um dann Laut zu werden, wenn es angebracht ist und meinen Mund zu halten, wenn ich nichts dazu sagen kann. Das kann ich jedem Vater der an der Geburt dabei ist nur empfehlen.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        tja, sutter, sie hätten ja 9 monate zeit gehabt, sich die „hebamme ihres vertrauens“ zu suchen…

        wir waren in einem geburtshaus (2x). da bleibt die hebamme, bis das kind da ist, die atmosphäre ist viel stressfreier und wenn’s dann unerwartete komplikationen geben sollte gibt’s einen deal mit dem nächstgelegenen spital zur sofortigen überführung.

        kann ich nur empfehlen.

      • das freut mich für sie

      • Widerspenstige sagt:

        Heiri, ach so ist das, Sie votieren eigenltich für ein Geburtshaus mit Hebamme oder gar eine Hausgeburt?! Wieso sagen Sie das nicht viel früher und verunglimpfen schon fast die KS? Ich teile hier Ihre Meinung und freue mich natürlich, dass es diese Institutionen immer mehr gibt. Ich toleriere nur einen KS, wenn es die werdende Mutter so haben möchte oder eben eine Spontangeburt es nicht anders zulässt. Aber die Atmosphäre in einem Geburtshaus mit Wassergeburt, entsprechender Musik, entsprannten Gesprächen befürworte ich natürlich sehr – gar keine Frage. Ganz abgesehen von der speziellen Intimität eines Geburtshauses und nebenbei kostengünstigerer Geburt. Das ist immer die bessere Alternative zur Spitalgeburt – ganz sicher!

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        schauen sie, ich bin gar nicht so dogmatisch, wie ich (manchmal) scheine. ich neige einfach dazu auf provokationen sofort mit gegenprovokationen zu reagieren. dies vorausgeschickt.

        ich propagiere gar nichts, ich bin durchaus der meinung, dass sich jede das selber aussuchen soll. und gegen einen KS aus medizinischen gründen ist ja logischerweise gar nichts einzuwenden.

        ich finde aber auch das gejammere der lifestyle KS frauen über „mangelndes ansehen“ etwas lächerlich. um bei meinem bergsteigerbeispiel zu bleiben (ich weiss, ihnen passt das nicht, aber trotzdem): wenn ich selbst auf den verdammten berg hochgekraxelt bin, so nehme ich mir durchaus das recht heraus, über die gondelbahn touris in den turnschuhen ein wenig zu lächeln…

        die aussicht haben am schluss sicher alle dieselbe. die erfahrung ist aber kaum zu vergleichen.

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        und wenn jemand ganz allgemein auf hebammen rumhackt, so macht mich das erst recht sauer. die hebamme, die ich kenne ist natürlich keine bekannte, sondern meine frau. und ich sehe, wie sie sich engagiert und andauernd fortbildet und das wohl von mutter und kind immer oberste priorität hat, und ich sehe was sich die ärzteschaft in sachen geburtshilfe (teilweise) leistet und ich sehe die lohnunterschiede… und da werd ich dann ganz schnell stinkig, wenn’s unqualifizierte kommentare dazu gibt.

  • Sportpapi sagt:

    Das soll tatsächlich jede Frau selber entscheiden, wie das Stillen etc. Einzig wenn es um das Finanzielle geht (Krankenkasse), geht mir dann die Solidarität zu weit. Ich möchte das nicht mitfinanzieren. Aber das gilt auch für einige andere Themen, die dort aus dem Grundkatalog entfernt werden müssten. Leider reicht es – wie das Beispiel zeigt – auch nicht, auf medizinische Notwendigkeit abzustellen. Heute bekommt man von den Ärzten ja alles verschrieben, wenn man lange genug Druck macht. Aber wie sonst?

    • Ich will auch nicht mehr für Autobahnen und die Armee bezahlen. Wo kann man sich da einschreiben?

    • Grasshüpfer sagt:

      Kann ich ja eigentlich verstehen, könnte man durchaus in eine Zusatzversicherung schieben.

      Dann sollte aber bitte auch der Besuch beim Kinesiologen, Osteopathen, Schamanen usw., um dem schreienden Kind zu helfen, sein schlechtes Geburtserlebnis durch Stärkung seiner Aura zu verarbeiten, auch nicht aus der Grundversicherung bezahlt werden…

      • Susann sagt:

        Das teure an der Gebärabteilung sind die Spontangeburten, für welche rund um die Uhr tonnenweise Personal bereitstehen muss. Würden alle Geburten per Kaiserschnitt durchgeführt würd’s schön billig.

  • lara sagt:

    oh mein gott… es ist ja nicht so, dass es nichts zwischen der spontangeburt ohne schmerzmittel und kaiserschnitt mit vollnarkose gibt.

    ein wenig mehr pragmatimus würde helfen! jede frau muss für sich selbst entscheiden wieviel schmerzen sie aushalten kann und welche hilfsmittel sie wann und wie benötigt. (kommentare von männern wie schön die natürliche geburt war, kann ich gar nicht haben. die wissen ja nicht ansatzweise wie schmerzhaft eine geburt sein kann)

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Genau, das finde ich auch immer wieder schön, wenn Männer von der „natürlichen Geburt“ schwärmen, alle waren glücklich, judihui. Wenn man dann die Frauen unter vier Augen noch mal darauf anspricht, sieht es oft ziemlich anders aus – aber ja, einmal im Leben Heldin zu sein, hat schon was, wenigstens dann wird man vom Man bewundert.

      Die Periduralanästhesie während einer Spontangeburt ist zum KS keine echte Alternative, oft muss dann die Zange her, weil die Wehen zu wenig gespürt werden. Schon beim Wort Zange im Zusammenhang mit meinem Unterleib bekomme ich Zustände, nein danke! Und erst das arme Kind, sein Kopf wird gequetscht. Aber alles kein Problem, Hauptsache natürlich?

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        „Aber alles kein Problem, Hauptsache natürlich?“ – pippi

        genau! woher kommt bloss dieser unverdient gute ruf des natürlichen!?

        schliesslich ist’s überall besser geworden, wo der mensch die natur verbessert hat: gen-tech-food (tomaten bleiben jetzt 2 monate frisch und knackig!), betonplätze sind viel einfacher zu reinigen als doofe wiesen oder wälder und sehen ordentlicher aus und dank der fortpflanzungsmedizin ist es endlich möglich 8linge zu haben (etwas, dass uns die blöde natur niemals erlaubt hätte!).

        holt endlich diese „natürlichkeit“ von ihrem unverdienten sockel herunter!

      • Widerspenstige sagt:

        Ziemlich sarkastisch wenn nicht gar zynisch drauf heute, Heiri Chlüpplisack, Hat’s zuviel Schnee auf den Berspitzen oder was könnte der Grund dafür sein? Natürlich ist Natürlichkeit immer und überall sehr begehrt – ausser ein paar Ausnahmen und darunter gehören Geburten. Auch die sind bereits in der High-Tech-Welt angekommen und die Spitzenmedizin darf hier brillieren – wieso nicht?!

  • Kim sagt:

    PANIK…….
    Wieso KS-Geburten häufig als die einfacheren Geburten dargestellt werden, zumindest die geplanten, ist mir schleierhaft. Sicher sind sie dann terminlich planbar und man umgeht die teils fast unerträglichen Wehen, aber danach hat man dann ja auch Schmerzen, ist erstmal ans Bett gefesselt, nimmt Komplikationen in Kauf etc.
    Ich habe PANIK, wenn ich mir vorstelle, dass meine dritte Geburt Ende Februar ein KS werden könnte. Meine ersten beiden Geburten waren Spontangeburten, so nennt man „natürliche“ ja und darüber bin ich froh. Die Vorstellung, dass mir der Bauch aufgeschnitten wird, bereitet mir Angstschweiss und tatsächlich Panik. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich noch nie operiert wurde, ich weiss es nicht. Aber diese Seite der Medaille gibt es auch: Angst und Panik vor einem ach so „einfachen“ Kaiserschnitt.

    • Rahel sagt:

      Kann ich gut verstehen! Ich hoffe ganz fest für Dich, dass Du auch dieses Mal eine Spontangeburt erleben darfst!

      • Was ist das Gegenteil einer Spontangeburt? Na klar, die Ponstangeburt.

      • Rahel sagt:

        Witzbold 🙂

      • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

        Sehr lustig!!!! 🙂

      • Kim sagt:

        Kommt ihr mit zur Geburt? Dann bin ich sicher abgelenkt vom Lachen und brauche spontan kein Ponstan.

      • Rahel sagt:

        🙂

        Ich glaube, Dein armes Kind würde meinen Anblick nicht unbeschadet überstehen 🙂

      • fufi sagt:

        Hast da nicht Viagra gemeint?
        😉

      • Hmmmm, Ist Rahel
        a) hässlich
        b) bescheiden
        oder
        c) kokett?

        Jedenfalls hat sie einen Typ, der sie manchmal ausführt, also kann sie so unvorzeigbar nicht sein. Bescheiden kommt sie mir ganz generell auch weniger vor, also bleibt nur kokett…

      • Rahel sagt:

        @ fufi

        Wie hast Du das mit dem Viagra gemeint?

        @ Patrick Tigri

        Hohoho……….warum nicht bescheiden? Ey, Bescheidenheit ist mein zweiter Vorname……:-) Aber wie kommst Du darauf dass ichs nicht bin? Fakten, Herr Tigri, Fakten…….

        Kokett…..hm, was ist das? Etwas zu Essen, ähnlich vielleicht wie ein Kotelett ?

        Ich gebs ja zu…….es ist eindeutig a) ! Keine Ahnung warum mein Mann mich trotzdem ausführt……vielleicht weils im Kino die meiste Zeit eh immer dunkel ( oder fast dunkel ) ist???? Da braucht mein Umfeld nicht mal diese 😎

      • Rahel sagt:

        Okay, ich war vielleicht mal sowas wie vorzeigbar….aber das ist Lichtjahre her…..leider, snif

      • Heiri Chlüpplisack sagt:

        das lichtjahr, liebe rahel, ist ein längenmass, keine zeiteinheit
        /klugscheisser mode off

      • Rahel sagt:

        Ja genau, Klugscheisser……äh Heiri Chlüpplisack……..:-) ich glaube, ich bin bei meiner Geburt nicht auf den Kopf gefallen ( muss mal meine Mutter sicherheitshalber fragen ) 🙂 aber, nichts desto trotz……das mit den Lichtjahren hat mir an dieser Stelle einfach gefallen 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Sowas wie oder sowas von?

      • Ich sag auch immer, ich sei der allerbescheidenste Mensch der Welt, was sage ich, des Universums.

        Und Rahel, nenn Dich nicht hässlich. Bist Du sicher nicht.

      • Rahel sagt:

        @ Heiri Chlüpplisack

        Was das mathematische angeht haben Sie natürlich vollkommen Recht 🙂

        Danke Auguste 🙂

      • Rahel sagt:

        @ Sportpapi

        Sowas wie…….:-)

        @ Patrick Tigri¨

        ICH HABE MICH AUCH NICHT ALS HÄSSLICH BEZEICHNET……..wer hat da angefangen Optionen aufzulisten, wereliwer? Hä? Ich höre so schlecht, bitte lauter…….

      • Du, Rahel, Du…: „Ich gebs ja zu…….es ist eindeutig a)“ Du bist nicht nur hässlich, laut Selbsteinschätzung, sondern eindeutig hässlich…

        Naaa, des konnst net sogn. Wobei, wenn „kokett“ die Assoziation zu „Kotelett“ hervorbringt, dann… was heisst das, Dr. Freud? Hmmmm.

        😎

      • Rahel sagt:

        Neeeiiin, neiiin…….ich habe das Wort nicht in den Mund genommen, nur das a)…….

      • Kim sagt:

        @Rahel: Wie? Ich dachte, du feierst auch jedes Jahr deinen 25. Geburtstag. Schnell die Sonnenbrille aufsetzen, damit man die Augenfältchen nicht sieht. Hoffentlich funktionierts. 8)

      • fufi sagt:

        @Rahel

        Ging an Patrick, von wegen Ponstangeburt.
        Ok, war vielleicht ein schlechter Scherz?
        😎

      • Postan ist gegen Gliederschmerzen.

        Viagra irgendwie auch.

      • fufi sagt:

        Ja, und irgendwie wirkt Viagra ja auch noch psychopharmakologisch!
        Auf das Volkswohl!
        😉

      • Rahel sagt:

        @ Kim

        Mein Kommentar wurde bis jetzt nicht freigeschaltet….dabei habe ich nix schlimmes geschrieben!
        Also probiere ich es nochmals:

        O shit, Kîm….habe mich verplappert…….bin naatüüürlich noch nicht so alt ( gefühlte 25!!!!!) !
        Gute Idee, das mit der 😎 Duck und wech….*Loch-in-Erde-grabend*

      • Rahel sagt:

        @ fufi

        Nein, kein schlechter Scherz, fands lustig 🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, vorsicht heiri, umgangssprachlich ist das lichtjahr synoym für etwas das lange ist oder weit zurück liegt. sprache ist nicht mathe, da vermischen sich dinge hier und da.

    • fufi sagt:

      Kim

      Wünsche dir alles Gute!

      fufi

      • Kim sagt:

        Danke, fufi. Bin optimistisch. Bis jetzt deutet nichts auf KS hin, Kind hat sich sogar schon mit Kopf nach unten gedreht. Einziges Problem: scheint wohl wieder ein >4kg-Baby zu werden, was bei vielen Ärzten erstmal gleich die KS-Empfehlung auf den Plan ruft.

      • Patrick Tigri sagt:

        Ueee, Kim, alles Gute!

    • Anais sagt:

      Darf ich dir ein bisschen Mut machen, Kim? Denn ich finde, dass es noch wichtig ist, wie du psychisch drauf bist, auch gegenüber eines worst-case Scenario’s. Sollte es bei dir tatsächlich zum KS kommen…. Ja, ein KS ist eine Operation und dadurch per Definitionem gefährlich, wie jede x-beliebige andere Operation auch. Aber sie gehört zum Glück zu den Routine-Eingriffen, das heisst, die Mehrzahl der Frauenärzte beherrschen ihn (und ich nehme an, dass du deinen Frauenarzt bereits schon eingehend auf Herz und Nieren geprüft hast ;-)). Ich habe mein Kind per geplantem KS geboren und hatte davor auch noch nie im Leben eine Operation, daher verstehe ich deine Angst sehr gut. Du spürst Nichts von dem Schnitt am Bauch, bist aber bei vollem Bewusstsein (zumindest wenn es kein Not-KS ist). Nach der Entbindung hast du ein paar Nachwehen, die M.E. gut erträglich sind. Anschliessend bekommst du die nächsten paar Tage Schmerzmittel verabreicht und somit kannst du bereits am zweiten Tag aufstehen (so ging es mir). Das Kind kannst du in dieser Zeit trotzdem stillen, es ist nicht unbedingt schläfriger oder sonst irgendwie von der Schmermitteleinnahme betroffen. Im ersten Monat solltest du dich nicht allzusehr körperlich anstrengen und nichts Schweres heben (das Baby zählt nicht dazu, lol). In den folgenden Monaten (bis zu einem Jahr) bleibt es um den Schnitt am Bauch etwas taub, ansonsten, wenn Alles gut und nach Plan lief, hast du keine Beschwerden. Aber sprich doch nochmals mit deinem Arzt darüber und frage ihm Löcher in den Bauch, bist du keine Panik mehr verspürst ;-).
      Ich war zufrieden mit dieser Methode, für mich war sie die Richtige, aber jede Frau soll das für sich selbst zu entscheiden und Keiner/Keine hat das Recht dies zu verurteilen. Sämtliche Geburtarten bergen Risiken. Je nach „Mode“ kommt die eine oder andere Methode in den Schlagzeilen (… Zeitungen brauchen gute Auflagen).

  • Cara Mia sagt:

    Nunjanunja. Man sollte das ganze auf eine sachliche Ebene hinunter dividieren. Ist die Geburt mal überstanden, ist man ja umgehend wieder fit und schüttet auch jede Menge Glückshormone aus, jedenfalls war das bei mir so. Viele Frauen fürchten aber die Schmerzen und ihnen kann man helfen, beispielsweise mit einer Periduralanästhasie, das ist wirklich super. Kaiserschnitt muss also nicht sein und verhindert vieles, etwa die Ausschüttung besagter Glückshormone. Wie bei jedem Bauchdeckenschnitt ist man noch einige Zeit ziemlich lädiert, die Narbe kann lange schmerzen. Sind aber Kind oder Mutter in Gefahr, muss ein Kaiserschnitt unbedingt sein.

    Man sollte Mütter, die einen Kaiserschnitt vorab schon planen, eher helfen. Meistens haben sie Angst oder ekeln sich und wollen von allem nichts mitkriegen. Einschlafen oder high sein, und dann ist das Baby da. Oder sie befürchten, ihre Scheide werde ausgeweitet und dann sei der Sex nicht mehr gut. Was hinter diesen Gefühlen steckt, ist problematisch, nicht der Wunsch nach einem Kaiserschnitt an und für sich.

    Diejenigen meiner Kolleginnen, die nicht gebären wollten, haben zudem ausnahmslos nicht gestillt. Vielleicht ist das Zufall, aber man fragt sich halt schon, was da los ist. Es scheint da schon eine dezidierte Abgrenzung gegenüber dem Baby stattzufinden, eine Körperfeindlichkeit zu bestehen.

    Aber wie gesagt, dass ist eher eine Frage psychologischer Natur und da würden die fraglichen Frauen Unterstützung, Ermutigung und Hilfe brauchen, nicht Vorwürfe oder Moralin. Denn bestehen diese Probleme, sind die mit der vermiedenen Geburt ja nicht ausgestanden.

    • lukipistole sagt:

      Ich stimme Ihnen zu. Aber, der Sex war in der Tat nicht mehr so gut, nach meinen zwei „natürlichen“ Geburten. Die Narbe nach einem Dammschnitt kann extrem schmerzhaft sein, über lange Zeit. Und Zeit, ist etwas, was wir heute nicht mehr haben……..

    • Rahel S sagt:

      Du sprichst mir aus dem Herzen.
      Es gibt Situationen, da ist ein Kaiserschnitt unvermeidbar und dafuer bin ich dankbar.
      Einen Kaiserschnitt mit Emanzipation zu vergleichen finde ich absolut weit hergeholt. Das hat doch nun wirklich nichts miteinander zu tun!
      Bei meinem ersten Kind wollten die Aerzte auch einen Kaiserschnitt machen- trotz Schmerzen weigerte ich mich und sagte ihnen, dass ich das nur will, wenn es wirklich unumgaenglich sei- und siehe da- es ging auch ohne.
      Ich denke, es sollte immer genuegend und neutral informiert werden und vorallem auch die Aengste ernst genommen werden!

      • lukipistole sagt:

        „Emanzipiert sein“ bedeuetet für mich, dass ich mich selber entscheiden kann, wie ich mein/unser Kind zur Welt bringe. Ich trage die Verantwortung, ich trage die Konsequenzen! Insofern geht es sehr wohl um Emanzipation.

      • Cara Mia sagt:

        Bei mir ist der Sex viel besser, als vor den Geburten. Keine Ahnung weshalb, von Ausgeleiertsein keine Spur.

      • Rahel sagt:

        Da kann ich nur zustimmen! Mein Mann schwärmt auch 🙂 wobei der Sex auch vor der Geburt nicht schlecht war!

  • Kathy sagt:

    Habe letzthin eine Studie gelesen, worin gezeigt wird, das eine andere Verbindung zwischen Mutter und Kind bei einer natürlichen Geburt entsteht, weshalb es grundsätzlich sinnvoller sei, dies so zu halten.

    • xyxyxy sagt:

      diese Studien können sie in der Pfeife rauchen – solche „Studien“ sind immer so angelegt, dass das heraus kommt, was man will

      die Bindung zwischen zwei Menschen entsteht durch jahrelange Beziehung.
      Selbst Kinder, welche die ersten Lebensjahre bei ihrer Mutter aufwuchsen – danach aber von ihr getrennt wurden – haben später keine innige Beziehung mehr, das wurde x-fach beobachtet und bezeugt.

      Man fragt sich woher immer diese mystischen Gedanken kommen, wenn uns der Alltag doch eindeutig zeigt, woher tiefe Bindungen kommen: Liebe, Annahme und viel Zeit miteinander.

      • Kathy sagt:

        Habe die Erklärung wieder gefunden, ist eignetlich das selbe was Cara Mia schon gesagt hat. Nach der Geburt werden bei einer Frau, im Gegensatz zum Kaiserschnitt, viele Glückshormone produziert, was sich auch positiv auf das Kind auswirkt. Zudem werden Synapsen bei der Mutter anders geschlossen, was einen Einfluss auf das spätere „Feinempfinden“ der Mutter hat (Bsp. „hört“ das Kind schon schreien, bevor es anfängt“). Natürlich ist die Bindung nicht nur davon abhängig, aber teilweise sicher.

      • Odnalro Ressarts sagt:

        „x-fach beobachtet und bezeugt“. das ist etwa soviel Wert, wie die Studien die sie in der Pfeife rauchen wollen…

      • xyxyxy sagt:

        ja aber das ist doch so – Kind wächst bei Oma auf – Oma ist für es wie die Mutter – zur Mutter lebenslang eine gespaltene Beziehung etc.

        ich frage mich einfach ob viele Zeitgenossen, so Beziehungsblind sind, dass sie nicht einmal die einfachsten Grundsätze wie eine Beziehung funktioniert verstehen (50% Scheidungsrate sprechen dafür)

        Ob Kinder dereinst sich von den Eltern(Mutter) entfremden hat rein gar nichts zu tun, mit der ARt und WEise wie sie geboren wurden.
        Ebenso wenig kann man dadurch stärkere Muttergefühle „beweisen“.
        Meine Frau hatte KS und vor Freude geweint bei der Geburt und eine sehr tiefe Verbindung und Liebe zu den Kindern. Eine Bekannte empfand erst bei ihrem 3. Kind überhaupt Muttergefühle, obwohl sie alle natürlich gebar.
        Dann kenne ich einige Frauen welche in Depressionen verfielen nach der Geburt und über Jahre ein gestörtes Verhältnis hatten zu dem Kind, welche natürlich gebaren.
        Eine Nachbarin hatte eine so schwere Geburt und das Kind kam mit einem so verdrückten Kopf auf die Welt, dass ihre erste Reaktion war „das ist aber hässlich – nur Freude und ein schlechtes Gewissen erst noch dazu“.

        Wissen sie, solche Studien der erfahrenen Alltagsrealität sagen mir viel mehr, als irgendwelche Messungen von Hormonen, welche dann im realen Leben kaum wirkliche Relevanz haben.

      • Kathy sagt:

        Ev. haben wir uns falsch verstanden. Es geht um die Bindung zwischen Mutter und Säugling, was später ist hat damit nichts zu tun. Natürlich gibt es auch andere Situationen, wie von dir beschrieben, das stellt ja niemand in Abrede. Und sie „müssen“ natürlich solchen wissenschaftlichen Studien nicht glauben, das ist ihr gutes Recht (Katholiken glauben schliesslich auch nicht an die Evolutionstheorie). Also cool down…

  • Karin sagt:

    Liebe Bettina Weber, ihr Beitrag spricht mir aus dem Herzen! Ich habe bereits meine erste Tochter per Kaiserschnitt entbunden und kann mir eine natürliche Geburt nicht vorstellen. Obschon ich der Meinung bin, dass jede Frau für sich entscheiden soll, ärgere ich mich darüber, wie überhöht die „Natürlichen“ die Geburt darstellen. Bei ihnen scheint sie nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck und – noch schlimmer- Mittel zur Selbstbestätigung zu sein. Nur schon aus Abgrenzungszwecken ist der Kaiserschnitt also nötig!

    • juhee sagt:

      naja… also deine charakterisierung der ’natürlichen‘ ist auch eine reine zuschreibung… da du ja nicht weisst, wie es wäre, natürlich zu gebären – geburten sind übrigens, wie ich glaube, sehr individuell, ob kaiserschnitt oder nicht !

  • sepp z. sagt:

    Irgendetwas muss sich ja schon ‚verbessern‘, wenn die Gesundheitskosten für alle jährlich um 5-10% steigen…

  • Jaro sagt:

    Ich war bei der natürlichen Geburt dabei und es war ein tolles Erlebnis. Für mich und für meine Frau.
    Ich finde es gut wenn eine Frau selber entscheiden kann wie sie das Kind auf die Welt bringen will. Und schlecht, wenn Sie dafür kritisiert wird. Die Hebamme kümmert sich nach der Geburt ja auch um das Kind, egal wie es auf die Welt kommt. Der Hebammenjob dreht sich ja nicht nur um die Geburt selbst.
    Wir stehen voll hinter der natürlichen Geburt, Gründe dafür gibt es genug. Aber wir sind beide froh, dass es für den Notfall, bei Komplikationen, die Möglichkeit gibt, einen Kaiserschnitt zu machen.
    Das Beispiel mit dem Zahn und dem gebrochenen Knochen finde ich sehr weit hergeholt. Auch bei der natürlichen Geburt gibt es Hilfsmittel, auf die niemand verzichten will. Es gibt ja noch die Hausgeburt. Aber das wäre uns sogar ein zu hohes Risiko.
    Aber einen Kaiserschnitt mit Emanzipation zu vergleichen ist wohl eher ein Witz als ernst gemeint. Und dass die Verfasserin kinderlos ist, finde ich auch amüsant.
    In diesem Sinne, ein hip hip hurra auf die Emanzipation!

    • maria sagt:

      Guter Beitrag.
      Hat mir wieder mal gezeigt, wie verschieden die Menschen sind. Ich hatte zwei Hausgeburten, weil es mir ein zu hohes Risiko erschien, in einem Spital zu gebären und mich mit Menschen zu umgeben, die ich nicht kenne und deshalb sicher auch Mühe hätte, mich zu öffnen und zu vertrauen. Und das ist vielleicht die grösste Arbeit bei der Geburt. Zu vertrauen, dass es geht und sich in einem ungewohnten Mass fremden Menschen zu zeigen.

  • Rahel sagt:

    Nichts gegen einen Kaiserschnitt wenn er für die Frau stimmt ( mit dem ganzen Drumherum ). Ich möchte kein Kind mehr auf diese Art bekommen. Aber meine Abneigung liegt an der damaligen Athmosphäre und dem Arzt! Diese Faktoren entscheiden wesentlich, wie man sich daran zurückerinnert!

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