Moderne Technik ist ein Kinderspiel

Der leuchtende Touchscreen zieht die Patschhändchen magisch an : Kleinkind mit iPhone.

Der leuchtende Touchscreen zieht die Patschhändchen magisch an: Kleinkind mit iPhone.

Man drückt ein Knöpfchen und es passiert sofort etwas – kein Wunder, sind Kleinkinder von technischen Geräten fasziniert. All die herkömmlichen Handys und Fernbedienungen sind aber ein Klacks gegen das iPhone: Der leuchtende Touchscreen zieht die Patschhändchen magisch an – und die Bedienung des iPhones ist so kinderleicht, dass Junior sich schon nach wenigen Versuchen geschickt durch die verschiedenen Apps manövriert.

Die immense Auswahl an Kinder- und Baby-Apps lässt darauf schliessen, dass viele Eltern ihren Kindern das iPhone ab und zu in die Hand geben: Vom Zeichenprogramm über Games bis zu Lern-Apps ist alles im Angebot. Und tatsächlich zeigt eine amerikanische Umfrage, dass 59 Prozent der Mütter ihre Kinder mit dem iPhone spielen lassen. Die Gruppe der «iPhone-Moms» ist mittlerweile so gross, dass die App-Entwickler ihren Fokus vermehrt auf Babys und Kinder richten, um die neue, kaufstarke Zielgruppe zu erschliessen und die Kleinen schon früh an sich zu binden. Mit Erfolg: Zwei Drittel der iPhone-Mütter laden kinderfreundliche Apps aufs Smartphone.

Schöne neue App-Welt: «Baby Flash Cards», eine der erfolgreichsten Lern-Apps für die Kleinsten, wurde weltweit bereits 500'000 Mal heruntergeladen.

Schöne neue App-Welt: «Baby Flash Cards», eine der erfolgreichsten Lern-Apps für die Kleinsten, wurde weltweit bereits 500'000 Mal heruntergeladen.

Gut gemeint ist aber nicht zwingend gut. «Wer ein Buchstabierprogramm für lehrreich hält, versteht nicht, wie das Kleinkinderhirn arbeitet», erklärt die Kinderpsychologin Jane M. Healy in einem Artikel der New York Times. « Man lernt nicht lesen, indem man mithilfe des iPhones das Wort Katze buchstabiert, sondern indem man zuhört und die Sprache als solche erfasst», so Healy weiter, «wenn also die Mutter mit etwas beschäftigt ist, während das Kind auf dem iPhone spielt, wo findet dann das aktive Sprechen statt? Nirgends!»

Viele Eltern drücken ihrem Kind das iPhone unterwegs in die Hand, um es ruhig zu stellen. Eine Tendenz, die Experten beunruhigt. Allzu oft will das Kind das Gerät nämlich nicht mehr hergeben. Das Handy wird zur regelrechten Sucht, muss sofort hervorgezaubert werden, sobald man ins Tram steigt. Und vor lauter virtuellen Figuren nimmt das Kind die realen Menschen um sich herum nicht mehr wahr.

Soll man den Kleinen das iPhone also ganz verbieten? Viele Kinderärzte bejahen diese Frage – zumindest bis zum zweiten Geburtstag, analog zum Fernseher. Denn der Bildschirm stimuliert nur den Sehsinn, Kleinkinder sollten aber alle fünf Sinne interaktiv verwenden.

Der Expertenmeinung zum Trotz lasse ich meine Tochter gelegentlich auf meinem iPhone herumdrücken, dem Gotti darauf eine kryptische Nachricht schreiben oder auf dem elektronischen Xylophon spielen. Das findet sie zu Beginn jeweils unglaublich aufregend, nach zwei Minuten sind aber ihre Holzklötzchen wieder interessanter. Ihr das Touchscreen-Handy ganz zu verbieten, würde dieses nur noch faszinierender machen, die Gier danach noch grösser. So hingegen gibts kaum Protest, wenn ich das iPhone aus ihrer Reichweite verschwinden lasse. Und um telefonieren zu spielen besitzt sie schliesslich die ganze Palette, vom altmodischen Fisher-Price-Telefon übers ausgediente Handy bis zum Karton-iPhone, alle jederzeit frei verfügbar.

Wie handhaben Sie den Umgang mit iPhone und Co? Ist Ihrer Meinung nach ein striktes Verbot die Lösung? Oder finden Sie, dass die Kinder den Umgang mit der modernen Technik nicht früh genug lernen können?

Lesen Sie auch: Ihr Kinderlein glotzet

89 Kommentare zu «Moderne Technik ist ein Kinderspiel»

  • tekle sagt:

    ich habe einen sohn der gerne beim Internet züge,autos,bus liebt und er sieht wie mann ein zug entwerft
    ist dasein proplem?

  • Moni sagt:

    In einer großen Computerzeitschrift wurde kürzlich darauf hingewiesen, dass gerade in den Apps für Kleinkinder oft Werbebanner auftauchen, bei denen allein durch bloßes Antippen ein teures Abo für Klingeltöne etc. abgeschlossen wird. Offenbar spekulieren die Anbieter genau auf die Zielgruppe der unbeaufsichtigt mit dem Smartphone spielenden Kinder, um deren Eltern abzuzocken – denen das meiner Meinung nach recht geschieht.

    Im Vor-Kindergartenalter sind technische Geräte selbstverständlich unglaublich interessant – was aber nicht bedeutet, dass sie ddeshalb den Kindern auch zur Verfügung gestellt werden sollten. Bohrmaschine und Rührgerät halten wir schließlich auch unter Verschluss, selbst wenn der Zweijährige noch so quengelt.
    Man sollte nicht vergessen, dass Kinder vor allem durch Abgucken und Nachmachen lernen. Was machen denn Mama und Papa mit dem Telefon? Telefonieren und es danach gleich weglegen? Okay, dazu ist es dann wohl da. Thema erledigt, nächstes Spielzeug bitte. Den ganzen Nachmittag auf dem Sofa sitzen und gebannt reinstarren? Dann muss das wohl was tolles, spannendes und vor allem „Erwachsenes“ sein, das will ich auch ausprobieren.
    In diesem Alter von „Handy-Verbot“ zu sprechen, ist meiner Meinung nach der falsche Begriff. Es geht vielmehr darum, das Mobiltelefon für das Kind nicht-existent zu halten. Sozusagen „Aus den Augen, aus dem Sinn.“. Es öffentlich auf den Couchtisch zu legen und dem Kind zu sagen „Das darfst Du aber nicht anfassen!“ weckt natürlich Begehrlichkeit, ein Telefon in einer Schublade oder auf einem hohen Schrank, wo das Kind nicht nur nicht drankommt, sondern es gar nicht erst wahrnimmt, entsprechend nicht.
    Und so praktisch es sein mag, wenn das Telefon auf Knopfdruck „La le lu“ anstimmt, um den Nachwuchs in den Schlaf zu wiegen, Mama und Papa können und sollten das durchaus auch selbst summen.

  • Hermann sagt:

    Nun habe ich aber endgueltig ein schlechtes Gewissen. Wir haben kein I-phone, nur einen PC, den ich mit inserem 8 Jaehrigen gebaut habe, damit er Flugsimulator und Trucking spielen kann. Mein Dreijaehriger ist „digital foreigner“ und jagt am liebsten Eidechsen im Garten. Er erkennt schwarze Wittwen Spinnen, deren Biss er kaum ueberleben wuerde. Er weiss, wann die Feigen und Erdbeeren reif sind und er sie geniessen kann. Er baut vieles mit allem moeglichen, hat eine grosse Phantasie. Und by the way, ich habe schon viele Ingenieur Kollegen erlebt in meinem Beruf, die Schlechtesten waren die Toeggeler, die besten die Phantasiebegabten…..

  • Marco sagt:

    „nur wohldosiert. Der Küchenwecker wird jeweils eingestellt und nach 10 Minuten“ und „während langer Autofahrten (mehr als 30 Minuten) erhält eines der Kinder das Iphone, das andere das Ipad“ Naja, unter Aufsicht ist das ja nicht. Dafür gibt es ein Donnerwetter und gezetere wenn dann ein solches Teil anschliessend im Müll entsorgt werden kann. Da habe ich eine bessere Lösung bzw. ist in den Rücklehnen meines Autos fest eingebaut: Ein Videosystem, dass sich von der vorderen Mittelkonsole einstellen lässt. Das tolle daran, auf beiden Monitoren können verschiedene Filme angeschaut werden, was wiederum nicht sinnvoll sein mag, wen man nur eine Tochter hat.

  • Mirjam sagt:

    Mein Iphone erhalten die beiden Kinder (Tocher 4 Jahre, Sohn 6 Jahre) nur wohldosiert. Der Küchenwecker wird jeweils eingestellt und nach 10 Minuten klingelt es und das Iphone wechselt wieder in meinen Besitz – trotz lautstarkem Protest. Das Gleiche mit dem Ipad. Was aber genial ist: während langer Autofahrten (mehr als 30 Minuten) erhält eines der Kinder das Iphone, das andere das Ipad und dann ist Ruhe während der Reise. Kein Gequäke „Mami wenn sie mir de ändlech da?), kein Gezanke, jedes der Kinder ist beschäftigt. Sie wissen, dass während längerer Autofahrten das Iphone und das Ipad benutzt werden darf. Ansonsten werden die bei ihnen wirklich sehr beliebten Spielzeuge unter Verschluss gehalten. Sie spielen immer noch am Liebsten mit den Cuboro-Würfeln, der Brioeisenbahn oder der Märklin-Eisenbahn meines Mannes. Wenn ich sie vor die Wahl stelle Märklin oder Iphone dann ist die Märklin eindeutig begehrter.

  • Marco sagt:

    Lieber Ferdi, deine Tochter ist ja auch noch zu klein um die Gefahr zu erkennen und wovor soll sie Angst haben Das Ding beisst ja nicht. >>Wenn ich auswärts essen gehe, reicht mein Handy<< Also, das ist die beste Aussage ever! Kannst du denn dein Handy wirklich essen und warum gehst du ausswärts dein Handy essen?

  • Ferdi sagt:

    Ich bin weiblich 🙂
    Meine Tochter ist 23 Monate und bedient das iPhone (bzw. ihre Spiele) ohne Hilfe. Sie wächst mit dieser Technik auf, sieht keine Gefahren und hat keine Angst, etwas falsch zu machen. Wie man das iPhone wieder abstellt, das musste sie natürlich auch schnell lernen!
    Trotzdem hat sie auch ein FisherPrice Telefon und lernt die Anrufmöglichkeit per Wählscheibe, obwohl diese Telefone heute gar nicht mehr zu kaufen sind.
    Ich selber nutze das iPhone für meinen Job, bin aber auch begeistert von der Kamera für Bild und Film. Die Lieblingsmusik von mir und meiner Tochter ist natürlich auch drauf, so dass man auch mal unterwegs ein tolles Lied hören kann.
    Andere, noch nicht so modern eingestellte Leute, schleppen einfach für die gleichen Möglichkeiten CD-Player, Puzzles, Memorys mit. Diesen Aufwand kann ich mir ersparen. Wenn ich auswärts essen gehe, reicht mein Handy.

    • Das Kind eines Kollegen, seine Mutter verlegt zu Hause stets das schnurlose Telefon, hat eine coole Lösung für dieses Problem parat: „Man muss das Telefon halt mit einer Schnur anbinden!“. Dass das vor zwanzig Jahren noch sehr üblich war, ist ja klar, aber das war in grauer Vorzeit.

  • Ferdi sagt:

    Ich bin Pädagogin und gebe mein iPhone trotzdem ab und zu meinem Kleinkind. Die Feinmotorik wie auch Geduld und Konzentration werden bestens geschult und ergänzen die traditionellen Spiele wie Lego, Puppenspiel, Puzzle,… Natürlich sitze ich daneben und bestimme auch, wie lange gespielt wird. Ich finde das Angebot der Apps super und sehe keine Gefahren im Gebrauch. Ich lasse mein Kind lieber 10 min. Tozzle spielen als dass ich es vor den TV setze. Es ist jedoch nicht so, dass alle Kleinkinder an diesen Spielen interessiert sind. Manchmal denke ich, dass gewisse Schreiber auch etwas neidisch sind, dass andere Kinder bereits so problemlos mit technischen Geräten umgehen können.

    • Katharina sagt:

      Ferdi ist ein frauenname?

    • Meine Achtjährige bringt mir oft mein Telefon und verlangt von mir, ein Game zu starten, irgendwie hat sie es noch nicht ganz drauf. Aber danach kann sie sich länger damit beschäftigen.

      • Marco sagt:

        @Patrick TIgri; hast du auch noch so ein altes Bakelit Telefon in Schwarz? Meines hängt an der Wand und meine Tochter ist noch ein wenig zu klein um es alleine zu erreichen. Wie spielt man eigentlich ein Game mit diesem Telefon? Drehen der Wählscheibe? Achtung, könnte plötzlich sein, dass jemand aus Japan am anderen Ende ist und dann wird die Konversation etwas schwierig ausser du hast auch eine Frau aus Japan, dann ist es wiedrum ok.

      • Nein, aber ich würde einiges zahlen für ein altes Bakelittischtelefon in schwarz. Mit Wählscheibe. Soo cool. Mein Vater hatte eines, leider hat er es weggegeben, bevor er es vererben konnte…

  • Eremit sagt:

    Ein interessantes Thema von Frau Kuster.

    „« Man lernt nicht lesen, indem man mithilfe des iPhones das Wort Katze buchstabiert, sondern indem man zuhört und die Sprache als solche erfasst», so Healy weiter…“

    Gut, lesen lernt man in dem man zuhört. Für was gibt es dann in so manchen Schulen Schulbibliotheken und Leseecken mit Bücher und ohne Sprach-CD’s?

    „Oder finden Sie, dass die Kinder den Umgang mit der modernen Technik nicht früh genug lernen können?“

    M.E. lernt ein Kind von selbst früh genug damit um zu gehen. Das selbe gilt auch für die Sprachen.
    Männer in meinem Arbeitsumfeld finden es toll, wenn Kinder schon ab Geburt mit einem iPhone spielen, zumal sie (grosse Kinder?) selbst am liebsten die ganze Zeit damit spielen würden. Nur ob man dadurch lernt mit zwischenmenschlichen Konflikten um zu gehen?

  • max sagt:

    Wo ist der experimentelle Nachweis, dass Frau Kusters zweijährige Tochter
    a) weiss, was ein Verbot ist
    b) verbotenes interessanter findet als erlaubtes.

    Hier wird ein plumpes Klischee hervorgezaubert, um sich vor der Erziehungsverantwortung zu drücken. Solche modischen Psychosprüche werden immer wieder beiläufig eingestreut, wenn die Leute nicht wirklich beobachten und nachdenken wollen.

    • Eremit sagt:

      Ab wann weis ein Kind was ein Verbot ist?
      Und ab wann findet es das Verbot interessant?
      Welche Erfahrungswerte kann max uns da liefern?

    • Diana sagt:

      Max – die Aussage der Autorin deckt sich mit Theorien und Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie. 😉 Ein gesunder, kontrollierter Umgang mit Dingen – Grenzen erfahren – Dinge erkunden dürfen….

  • Katharina sagt:

    Naja…..

    Ich schlafe wohl besser weiter.

  • Isabella sagt:

    Ja! Wir haben unserer Tochter sogar schon im ersten Lebensjahr das Iphonhe gegeben! Aber nicht ohne Aufsicht (sie hätte es in den Mund genommen). Es gibt nicht viele Dinge, die ein Kind ein paar Minuten zum schweigen bringen. Ein paar wertvolle ruhige Minuten. Ich stehe dazu und man kann es auch mit der Pädagogik übertreiben. Natürlich weiß ich, dass es nicht richtig ist aber meine Nerven müssen auch mal etwas geschont werden.

    • Marco sagt:

      Sind nun die Minuten wertvoll, die das Kind still ist oder die Minuten, die man mit dem Kind verbringt?

      • Schurke sagt:

        Du hast wohl kein Kind Marco, sonst würdest du nicht am PC zu sitzen. Du wärst wohl der Albtraum jedes Kind, jede Minute um es herum, du willst ja nur das beste, und merkst gar nicht, dass dem Kind ein gelassener, glücklicher, ausgeglichener und erholter Vater mit interessanten Hobbies und Fertigkeiten und Wissen – welche/s man in freien Minuten aneignet – bedeutend lieber wäre.

      • Marco sagt:

        @Schurke; Möchte folgendes zu deinem Kommentar schreiben:

        A.) Ich habe eine Tochter
        B.) Ich schreibe hier in meinen Arbeitspausen.
        C.) Du kennst das Wort Ironie* noch nicht?
        D.) Such dir das passende Synonym aus.

        *ironie (feiner) Spott · Doppeldeutigkeit · gespielte Ernsthaftigkeit · gespielter Ernst · Hohn · Ironie · Seitenhieb · Spitzfindigkeit · Spöttelei · Stichelei · Verhöhnung

  • Auguste sagt:

    hmm…, ihr kind ist ein tech-freak, wenn es:

    als erstes wort „apps“ sagt
    mit ausgestrecktem zeigefinger jede steckdose untersuchen will
    mami am buggy-lenker mitteilt: „the track’s clear, keep pushing before the pit-stop!“
    mit dem fingerchen wie wild über den angebissenen apfel streift
    das stillen mit einer druckbewegung auf den freien nippel abschliesst
    ganz glänzende augen kriegt, wenn es papi und mami über ihre jobs sprechen hört
    in der post partout vor dem handy sortiment und nicht bei den kinderbüchern warten will
    statt stofftiere lieber ein paar fernbedienungen ins bett mitnimmt
    beim baden „mr. roboto“ von styx in den duschkopf quietscht
    sich beim anblick von bill gates sofort übergibt
    toy story 3 nur auf blue ray sehen will
    kleinnager „logitech“ nennt

  • Sugus sagt:

    Jetzt wird es wieder zeitig dunkel, Kerzen werden angezündet und gemütlich versammelt sich die Familie zu Hause. Wir wärmen uns die Hände am Gehäuse unserer MacBook Pros, essen Dörräpfel mit Zimt und sprechen aktiv. Und wenn die Kinder im Bett sind, schenke ich mir ein Glas Club Mate ein, starte Xcode und stricke an sinnvollen und nützlichen Apps für meine Liebsten, damit alle etwas schönes Selbstgemachtes bekommen am Weihnachtsabend.

  • Roy sagt:

    unser sohn ist heute 3.5 jahre alt und spielt mit dem iphone. (mindestens seit er 2j alt ist) der umgang mit dem iphone ist für ihn total natürlich und völlig logisch. erstaunlich finde ich wie sich seine intuition entwickelt hat. neue spiele beherrscht er in wenigen minuten. er mag vorallem geschicklichkeits-spiele wie parking lot (muss ein auto in die parklücke manövrieren) oder x invasion 2 (fliegerei spiel)
    ausserdem kann er seine trickfilme und seine musik selber abspielen. er kann fotos schiessen (unglaublich interessanter blickwinkel) und die bilder bearbeiten. er versteht die technik und geht damit sehr behutsam um. als ich mir ein neues iphone gekauft habe, habe ich ihm mein altes iphone neu konfiguriert und er kann damit machen was er will – wir regulieren den iphone gebrauch selbstverständlich, denn es besteht tatsächlich eine suchtgefahr. (manchmal will er das iphone gar nicht, sonder spielt lieber mit der duplo eisenbahn oder mit den autölis)

    am faszinierendsten finde ich, dass er in den spielen navigiert, als könne er lesen (meisst englisch) er drückt also auf die richtigen tasten obwohl er gar nicht weiss was da steht. das hängt vorallem mit dem wahnsinnigen gedächtniss zusammen. er sieht wie ich es einmal gemacht habe und weiss dann die genauen tastenfolge um das spiel zu starten, zu beenden, zu speichern oder anzuhalten……

    ich erziehe meinen sohn so, dass er den umgang mit der modernen technik als etwas natürliches betrachtet. (digital native)

    er versteht das PC system mittlerweile (maus bewegen, klicken, bildschirm, etc.) sowie das MAC system (gesten auf trackpad, zoomen, etc.) wie der DVD, der TV oder das telefon funktioniert weiss er sowieso schon längst….

    und wenn ich ehrlich bin, spielt er mit diesen sachen pro tag sicherlich nicht mehr als 1-2h. morgens ist er in der krippe und nachmittags ist fussball-spielen und sändälä mit nachbarskinder sowieso viel lustiger! vor dem abendessen oder danach kann er dann DVD, TV, IPHONE oder was auch immer benützen – thats it.

    mein sohn ist wegen des konsums dieser medien nicht dumm oder asozial. ebenso wenig leidet seine direkte kommunikation zu uns eltern oder zu anderen kindern – im gegenteil! (2 sprachig) auch die physis leidet nicht darunter – sportlich äusserst begabter und leidenschaftlicher fussball- und tennisspieler!

    p.s. bei uns zuhause gibt es keine waffen-spielsachen (nicht mal eine cowboy pistole) und schon gar keine gewalt-iphone-apps!
    p.p.s. am liebsten geht er mit mir ins stadion den FCZ schauen…! (natürlich ist die FCZ app eine der lieblings apps meines sohnes….)

    • Stefan W sagt:

      Auch wenn ich es grundsätzlich ähnlich sehe, muss ich als Vater von drei Söhnen doch gestehen, dass mich ein wenig der Neid packt wenn ich lese, dass andere KInder schon mit dreieinhalb Jahren nicht nur zweisprachig kommunizieren und Technik intuitiv erfassen, sondern auch noch äusserst begabte Fussball- und Tennisspieler sind. Ist er nicht in der Krippe krass unterfordert?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Bei uns gab es auch keine Spielzeugwaffen, keine Pistolen, ganz klar. Mein Sohn hat irgendwann das Stück Brot so abgegessen, dass es der Rinde entlang aussah wie eine Pistole, damit zielte er auf seinen Bruder, Hände hoch, sonst knallts, päng.

    • Markus Schneider sagt:

      Manchmal sind auch die Minuten wertvoll, die man mit dem Kind still verbringen kann. Dasselbe gilt beim Zusammenleben von Ehepartnern. Und überhaupt fürs Zusammensein mit irgendjemandem. Permanenter Schnurepfluderi ist ja für niemanden zu ertragen.

      • Rolf sagt:

        Wow Roy……… ich bin sprachlos über deine erzieherische Fähigkeiten. Das ist ja so was von hammergeil und gleichzeitig bedenkenlos!

  • Adi sagt:

    Mich erstaunt die oftmals technikfeindliche Haltung in den Kommentaren hier. Klar, den Tagi Journis hats das iPhone irgendwie angetan (deshalb schreiben sie auch immer von iProdukten und nicht von Smartphones etc.) Das ist aber nur Nomenklatur.

    Vielmehr Sorgen macht mir, dass es auch heute noch diese „Holzklötzchen, Puzzle, Chügelibahn, kein TV, kein Internet, kein iPhone“ Sorte von Eltern gibt. Ich bin in den frühen 80ern geboren und hatte auch einen Freund mit so einer Mutter. Sie meinte er müsste auch mit 16 noch mit seinen Kollegen ein Brettspiel spielen statt etwas am Computer zu machen.
    In einem Punkt gebe ich dieser „Fraktion“ recht: zu viel Konsum dieser Medien kann durchaus schaden. Aber dennoch kommen die Kinder nicht mehr darum herum, und Technologie ist auch eine Voraussetzung für schulischen/beruflichen Erfolg. Zu intensives Abschrirmen der Kleinen vor all den „bösen Sachen“ schadet den Kindern also mehr als es nützt.

    Ich hatte damals auch schon mit 8 einen Computer im Zimmer, bedingt durch Platzmangel weil mein Vater dort auch das Büro hatte, und ich denke geschadet hat es mir nicht. Ich habe schon früh gelernt mit Photoshop und co. zu arbeiten, habe mit 12 begonnen zu programmieren und schliesslich Informatik studiert.

    Wenn ich also dereinst Vater bin, werde ich mir sowohl Zeit nehmen um mit den Kids in den Wald zu gehen oder ins Verkehrhaus/Technorama. Aber gleichermassen werde ich ihnen auch den Zugang zu neuen Geräten und Technologien ermöglichen.

    • Hotel Papa sagt:

      Alles zu seiner Zeit. Mit 16 muss man sicher keinen mehr vom PC fernhalten (sehr wohl aber diesen evtl rationieren, das zeug hat Suchtpontential.)

      Ein Kleinkind hat aber andere Dinge zu lernen, als mit Maschinen zu kommunizieren. Sprache (verbal und nonverbal). Soziologie (Eltern ärgern, was ertägt es, wann bin ich zu weit gegangen?) Physik. (Wenn ich den Löffel loslasse, fällt der wirklich jedsemal runter?) u.s.w. u.s.f.

      Blinkende Lichtlein stören da nur. Auch wenn sie als „interaktive Kinderbücher“ daherkommen. Was Kinder an diesen Medien lernen, ist, dass alles Fake ist. Sie lernen nie, sich auf ihre Sinne zu verlassen.

    • Bodie sagt:

      Zu meinem obigen Eintrag: Ich sehe mich nicht als technikfeindlich, sondern plädiere für den Konsum in Massen resp. den sinnvollen Gebrauch. Wer seinem Kind beim samstäglichen Einkauf aus Bequemlichkeit ein iPhone in die Hand drückt damit es Ruhe gibt, dem empfehle ich das Kind miteinzubeziehen, nach dem Motto erkläre dem Kind die Welt. TV, Gamekonsole und Computer sind in unserem Haushalt nicht des Teufels, aber ich sehe nicht ein warum ich den Nachwuchs drei Stunden vor die Glotze lasse, nur weil’s ihm zum Beispiel gerade langweilig ist (tausend Spielsachen im Zimmer hin oder her).

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Adi: natürlich kann man es mit „nur Holz, Natur und Eile mit Weile“ auch übertreiben,
      aber Sorgen macht mir eher dieser Technikwahn, immer das noch neuere und noch bessere mit noch mehr Funktionen-Gerät völlig egal wo, wie und mit was (Rohstoffbeschaffung) es hergestellt wurde, und vorallem was mit dem altem Gerät gemacht wird. Klar, man kanns auch so sehen: je mehr Elektroschrott anfällt, desto mehr Beschäftigte in der Recyclingbranche, frag mich trotzdem ob das der gesunde Weg ist.

      • Adi sagt:

        Das mit dem Technikwahn hat schon was, und der dadurch entstehende Verschleiss ist durchaus ein Problem. Allerdings haben wir nur dank diesem rasanten Fortschritt überhaupt so vieles verbessern können (ich denke an Minergie Häuser, sparsame Autos, sparsamere Geräte allgemein).

        Somit ist der Fortschritt eben auch ein Segen. Als ich vor wenigen Wochen in Kuba, Argentinien und Chile den Strassenverkehr miterleben durfte, wurde mir einmal mehr klar, wie wenig Gestank wir in unseren Städten trotz hoher Verkehrsdichte haben (10 mal mehr Autos als in Kuba, 10 mal weniger Gestank dank Katalysator und modernen Motoren).

        Wir haben es in der Famillie jeweils so gemacht, dass alte Geräte jeweils weitergenutzt wurden (an Orten oder von Personen wo nicht das allerneuste gebraucht wird). So kann man zum Beispiel das „alte“ iPhone dem Sohn/der Tochter geben und damit ein noch älteres Gerät ersetzen. (Das löst das Problem zwar nicht ganz, aber ich denke es ist ein guter Ansatz).

  • Stuzzicadenti sagt:

    Um ein Kind ruhig zu stellen, sollte man wohl keine iGadgets verwenden. Interaktive Kinderbücher auf Tablet-PCs machen jedoch durchaus Sinn und sind/werden ein riesiger Markt.

  • Alexandra A. sagt:

    Ich und mein Mann haben je ein iPhone und haben auch ein paar Kinder-Apps, z.B. Animal Sounds, Talking Carl, MiniPiano usw. Unsere Tochter (2.5-jährig) mag vor allem die Tiergeräusche, und manchmal suchen wir die Elmo/Sesame-Street Clips von Youtube wie z.B. ABC Song, Goodnight song (Andrea Bocelli – herrlich!) usw. Und Schnappi habe ich auch auf dem iPod, wenn sie mal danach fragt. Im Gross und Ganzen ‚benutzt‘ sie mein iPhone für max. 10min pro Woche, wenn überhaupt so viel, und dann nur am Wochenende wenn wir uns parat machen bevor wir rausgehen.

    Oft schaut sie sich auch die Fotos an, oder nimmt selber welche!

    Ich finde in Massen schadet diese moderne Technik nicht. Überall wird man mit moderner Technik konfrontiert, ich verstehe nicht, dass so viele Menschen dies nicht akzeptieren wollen/können.

  • Bodie sagt:

    Smartphones haben wir (noch) nicht, und wir halten es in unserem Haushalt so, dass es immer Alternativen zu TV und Computer gibt. Bedingt dann eben einfach, dass sich einer von beiden dem Kind annehmen muss. Natürlich ist das eben anstrengend und wenn es gar nicht mehr geht, und nur dann, darf der Kleine auch fernsehen. Ich glaube nicht dass er etwas verpasst und als ich ihm kürzlich Photoshop erklärte hatte er in nullkommaplötzlich ein Bild gemalt – ohne stundenlanges üben!

    Zurück zum Ursprungsthema. Vielleicht funktioniert das Ruhigstellen mit dem iPhone im Kleinkindalter, aber was später? Wie will man das Kind ruhigstellen wenn es nicht lernt, auch mal Ruhe zu gehen und zu warten? Auch Eltern können lernen, sich gegen über den Kindern durch zu setzen. Wie oft begegnen mir schreiende Mütter und überforderte Väter, vielleicht weil es nicht mehr reicht ein iPhone hinzuhalten wenn das Kind mal nicht so tut wie man gerne hätte.

  • bitta sagt:

    mein kleiner darf sich mein handy ausleihen, um papi anzurufen. da er genau weiss, wo die wahlwiederholung ist und ich in weiser voraussicht immer die nummer meines mannes zuoberst habe.
    das ist aber auch alles – mehr ist mit meinem handy auch nicht möglich, habe weder ein i-phone noch internetzugang, sondern nutze mein telefon – oh wunder! – zum telefonieren..

    • Adi sagt:

      „habe weder ein i-phone noch internetzugang, sondern nutze mein telefon – oh wunder! – zum telefonieren“

      Irgendwie schwingt da eine Wertung mit: wer das Mobilgerät zum telefonieren benutzt ist besser/vernünftiger als wer es (auch) für anderes benutzt? Da kann ich irgendwie nicht ganz folgen.

      Für SMS brauchst du es demnach nicht, oder liege ich da falsch?

      • Ich bekomme meine Mails auf dem Telefon und die Mamablog-Beiträge auch… Und das ganz ohne iPhone! Jaja, das geht.

      • Adi sagt:

        @Patrick Tigri …haben Sie etwas falsch verstanden in meinem Beitrag? Es ging überhaupt nicht um iPhone vs Konkurrenz (Android, Symbian etc.) – ich habe ja bewusst den neutralsten aller Begriffe verwendet.

      • Nö, nur mit einem normalen Sonyericsson, ohne Smartphone, das brauch ich nicht. Smart bin *ich*, das outsource ich doch nicht.

      • Rotkäppchen sagt:

        …me too and – oh wunder! – ich hab auch nur ein Sony Ericsson, Panther. 🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, hätten sie ein richtiges smartphone gehabt, rotkäppchen, hätte der böse wolf sie vielleicht nicht reingelegt.

  • Marco sagt:

    „dass 59 Prozent der Mütter ihre Kinder mit dem iPhone spielen lassen“ Diese Aussage setze aber vorraus, dass 100% der Mütter ein iPhone besitzen müssen.

    Ps. Meine Tochter hat auch schon mit meinem „normalen“ Handy gspielt, Fazit nachdem sie es mit dem Mund bearbeitete, hat es nicht mehr funktioniert . Das wird mit den iPhones auch nicht anders sein, wen der Geifer in die Steckverbindungen läuft.
    Bücher sind zwar nicht so hype wie das iPhone, abe meines Erachtens immer noch das geeignetste Mittel für Kleinkinder. Ausserdem sind die Strahlungen von solchen Smartphones enorm und sicher auch nicht gesundheitsfördernd, soviel zur Kinderliebe, wo die Erwachsenen Kinder vor allem gefährlichen bewahren wollen. Dazu folgende Aussagen:

    Mit einem Wert von 1,39 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G) und 1,19 Watt pro Kilogramm (iPhone 3G S) schneiden Apple-Handys schlecht ab. Sutton, die selber ein iPhone besitzt, empfiehlt, zum Telefonieren Headsets oder drahtlose Bluetooth-Freisprechgeräte zu gebrauchen. Sie warnen vor erhöhtem Risiko für Gehirn- und Mundtumore. Soviel zum Thema Strhlungen.

    • Meinen Kindern reichen die Games auf meinem Sonyericsson auch.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Marco, natürlich sind 59% der Mütter, die ein iPhone besitzen, gemeint. Dachte, das sei klar…die iPhone-losen Mamas können ihre Kinder ja schlecht mit einem iPhone spielen lassen. 😉
      Ich gebe meiner Kleinen das iPhone nie in die Hand, sondern halte es fest und lasse sie nur auf dem Touchscreen herumtippen – so kann sie es weder vollgeifern, noch hält sie es sich an den Kopf.

  • Adrian sagt:

    Für meinen Sohn ist mein Touch-Phone genauso interessant, wie die neuen VBZ oder SBB Ticketautomaten, der Fernseher im Hauptbahnhof bzw. im Schaufenster oder im Bus und Tram. Kurz, der Kleine kommt kaum um iPhone & Co. rum. Es macht also keinen Sinn, diese Dinge zu verbieten.

    • Siehst Du, und hier sieht man nicht nur die Unmöglichkeit, die neuen Medien vor den Kleinen zu verbergen sondern auch den Unterschied zwischen den Leuten (zwischen den Geschlechern? Andere Frage…) Meine Töchter finden Ticketautomaten und grosse interaktive Bildschirme und so nicht so attraktiv. Telefone und youtube und Gameboy usw. hingegen schon.

  • Daniel sagt:

    Schon die Eltern sind ja der Sucht Handy verfallen. Wie viele Leute müssen ständig auf diesen Geräten rumdrücken. Werden ganz nervös wenn sie es mal 5 Minuten nicht können.
    Diese Kultur geben sie ihren Kindern weiter….

    Wie konnten wir früher nur ohne all diese Dinge leben und überleben…?

  • xyxyxy sagt:

    bei solchem Artikel ist ja klar, was man dazu sagt: ein bisschen gesunder Menschenverstand und das Thema ist gegessen.
    Jeder Mensch kann wegen einer anderen Sache verblöden.
    Und, das Vorbild ist entscheidend: blöde Eltern können BlödianINNen prägen.

    – warum also ständig fragen, ob dies und jenes gut oder böse ist? sind wir zu dumm, unsere eigenen Kinder zu kennen und allenfalls ständig neu ein wenig zu korrigieren, falls sich ein ungesundes Verhalten herauskristallisiert?

  • JinGin sagt:

    Bei uns gibt’s auch keinen I-Phone, I-Pad oder I-Pod. Das sind für die Erwachsenen auch wie Spielzeuge. Hinzu kommen die Kosten für Apps, die man nie genug bekommt. Wir verzichten auf solche Unnötigen und bin damit in der Lage, in den Urlauben zu gehen, um die Welt zu sehen und vieles Mehr.

    • Adi sagt:

      Ist hier nun zwar off-topic, aber:

      Kosten für Apps hatte ich bisher CHF 2.20 innerhalb von 1.5 Jahren.

      1.10 für WhatsApp (das mir nun 75% der SMS Kosten erspart)
      1.10 für ein Game

      Sie sagen sie gehen gerne reisen um die Welt zu sehen – das geht mir auch so. Aber wenn ich im Ausland bin telefoniere ich mit Skype für 3 Rp/min in die CH statt für teilweise CHF 3.70/min (Swisscom Roaming).

      Das iPhone mag Spielzeug Charakter haben, aber es kann durchaus auch zu einer Kostensenkung in der Mobilkommunikation beitragen (vor allem SMS und Roaming).

  • Antenne sagt:

    Ich musste ca. anno 1980 ein Jahr lang (!) meinen Eltern in den Ohren liegen, bis sie mir ein „Computerspiel“ schenkten (das war die Primitiv-Variante des heutigen Gameboy mit nur einem einzigen simpel-stupiden Spiel drauf.) Ich habe es danach bis zum Exzess gespielt, und zur Strafe war ich dann die, die 10 Jahre später den Computer in unserer Familie eingeführt hat – die älteren Geschwister haben erst viel später nachgezogen, und ich verdiene heute mein Brot mit dieser frühen Leidenschaft. Darum bin ich auch bei meinen eigenen Kindern für einen moderaten Einsatz von neuen Technologien – wie schon gesagt, auch Donald Duck, Bravo etc. hat man uns damals vorenthalten wollen, und trotz des Konsums solch minderwertiger Medien sind wir recht gut rausgekommen. Finde Totalverbote nicht zielführend.

    Man muss dafür die Stärke haben, das enttäuschte Geschrei des Kindes auszuhalten, wenn es dann halt mal NICHT mit dem Handy spielen darf. Und (bei etwas älteren Kindern) klare Regeln festlegen, wann gespielt werden darf und wann nicht.

  • Rahel sagt:

    Unsere grosse Tochter hat, seit sie in der 1. Klasse ist, ein Handy. Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass sie ins Tal runter muss zur Schule mit dem ÖV. Falls sie nun das Posti verpasst, hat sie die Mäglichkeit sich zu melden und wir als Eltern sind auch beruhigt, da wir wissen, was Sache ist! Die kleinere Tochter hat bis jetzt noch keines ( obwohl sie auch schon in der 1. Klasse ist ) aber bei ihr passt, wenn immer möglich, die grosse Schwester auf ( betr. Posti verpassen ).

  • Hmm. DIeses „kein TV und kein Compi“ Dogma spricht gegen jede Realität. Ich kann da keine Schaden sehen wenn man nicht dauerfernsieht. Manchmal läuft halt der Fernseher mal eben wenn Fussball läuft oder das Guetnacht-Gschichtli. Mein Töchterli darf manchmal auch auf meinen Schoss sitzen wenn ich am gräfikerlen bin. Dadurch wird kein Kleinkind dämlich.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Mir macht diese Entwicklung aus anderen Gründen Bauchweh.
    Dieser Technikwahn, immer das noch neuere und noch bessere mit noch mehr Funktionen-Gerät völlig egal wo, wie und mit was (Rohstoffbeschaffung) es hergestellt wurde, und vorallem was mit dem altem Gerät gemacht wird. Denn besser als das maximal optimierteste Recycling ist immer noch gar nicht erst Technikschrott anfallen zu lassen.
    Wir leben in unserem „gadgetbescheidenem“ Haushalt bestens. Und dass sie dereinst die versammelten Haushaltgeräte fehlerfrei bedienen können ist mir wichtiger 😉

  • Henne sagt:

    Ich habe meine Kinder nie mit dem Handy rumspielen lassen. Es gibt Dinge, die gehören mir und nicht in Kinderhände. So zum Beispiel mein Handy, meinen Schlüsselbund, etc.
    Nun sind die Kleinen eben nicht mehr klein sondern Jugendliche. Beide haben ein Handy, das sie sich selber kaufen mussten. Und auch das Guthaben müssen sie selber bezahlen. Der Grosse braucht das Handy meist zum Musikhören, die Kleine nur, um mich von unterwegs anzurufen, falls es mal später werden sollte.
    Der Grosse hat letztens gesagt, dass er gerne ein i-Phone hätte. Da bin ich jedoch dagegen. Man braucht nicht mit 14 bereits alle Wünsche erfüllt zu haben.
    Ich bin wahrscheinlich eine altmodische Mutter – aber die Nutzung elektronischer Medien bedarf bei uns mein OK. Bei uns besitzen zwar alle einen Laptop – aber der Gebrauch ist zeitlich begrenzt. Auch die Glotze darf nicht einfach so eingeschaltet werden ohne zu fragen. Komischerweise gab das nie ein Theater. Die Kinder gucken die Programmzeitschrift durch und fragen, ob sie eine bestimmte Sendung gucken dürfen. Ich sage praktisch nie nein. Lustig, dass sie pro Monat selten mehr als zweimal fragen.
    Die heutigen Kids sind durch elektronische Medien permanent reizüberflutet. Ich sehe den Sinn und Zweck nicht ein, ein Kleinkind an den PC oder mit einem Handy spielen zu lassen. Eltern die das tun, sind meiner Meinung nach einfach zu faul, um sich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Es ist einfacher, dem Kind etwas Elektronisches in die Hände zu drücken, statt mit ihm ein Puzzle zu machen oder eine Geschichte zu erzählen oder in den Wald zu gehen.

  • Es ist wie mit allem: man kann versuchen, die Kinder davor zu bewahren – aber irgendwann werden sie eh damit konfrontiert. Wir haltens da relativ locker. Und nachdem sie ein paar Mal darauf herum gefingerlt haben, ist der Reiz schon wieder dahin!

    • Rena sagt:

      Genau, sehe ich genauso (und auch wie Frau Kuster); nach einigen Versuchen sind andere Dinge plötzlich wieder viel interessanter!

  • Mike sagt:

    Viel schlimmer sind die Eltern die ihre Finger nicht mehr von ihren Gadgeds lassen können und so die Aufmerksamkeit für die Kinder auf ein Minimum reduziert wird.

  • Stefan W sagt:

    Zum Einen gibt es nicht nur iPhones (Ihr Bild zum Artikel zeigt zum Beispiel ein Android-Handy), man sollte also statt des Markenbegriffs iPhone besser den Gattungsbegriff „Smartphone“ verwenden.

    Zum zweiten passiert bei einem Smartphone-App folgendes: Man tut etwas mit den Händen und betrachtet die Reaktion des Objekts und variiert entsprechend seine Handlungen. Das ist nicht so arg verschieden davon was abläuft, wenn das Kind mit irgendwas „Traditionellem“ spielt. Die Warnungen der Experten vor neuen Medien sind meines Erachtens ungefähr gleich berechtigt wie in meiner Kindheit die Warnung der Experten vor Comics. Angeblich sollten wir ja keine zwei zusammenhängende Sätze schreiben können, weil unser Sprachverständnis durch Konsumieren der „STÖHN!“ Sprechblasen von Donald&Co in der KIndheit total verkümmert sein müsste. Ich halte daher wenig von vor neuen Medien warnenden Experten. Warnen ist ihr Job und immer wenn es neue Medientypen gibt, warnen sie halt 🙂

    Ich würde mein Smartphone trotzdem nicht einem Kleinkind geben, weil ich es nicht mag wenn nachher alles verklebt und eingespeichelt ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Mir macht diese Entwicklung aus anderen Gründen Bauchweh.
    Dieser Technikwahn, immer das noch neuere und noch bessere mit noch mehr Funktionen-Gerät völlig egal wo, wie und mit was (Rohstoffbeschaffung) es hergestellt wurde, und vorallem was mit dem altem Gerät gemacht wird. Denn besser als das maximal optimierteste Recycling ist immer noch gar nicht erst Technikschrott anfallen zu lassen. Darauf sollte ich nun wirklich nicht angewiesen sein um meine Kinder zu angenehmen Mitpassagieren zu machen, falls sich die Experten da wirklich zu Recht beunruhigen.
    Wir leben in unserem „gadgetbescheidenem“ Haushalt bestens. Und dass sie dereinst die versammelten Haushaltgeräte fehlerfrei bedienen können ist mir wichtiger 😉

    • syl sagt:

      Jep. Aluminium aus Ungarn, Öl aus dem Golf von Mexiko, entsorgen in Afrika. Keine schlaflose Nacht, aber viel Spass mit dem Neusten was auch immer. Ein kleiner Prozentsatz der Erdbewohner macht sich schuldig am Rest der Menschheit und der Erde mit allen Lebewesen. Umweltbewusst leben… ein Hohn. Ich schnalls nicht.

  • Macht die Kinder frühzeitig zu Apple-Fanboys. Bei uns gibt es kein iPhone, und ich denke, dass es nie eins geben wird. Es gibt auch keinen iPad, iPod oder sonst i-rgendwas. Zum Spielen hat es zwar haufenweise elektronische Spiele (Gamecube, Gameboy, ja, ich bin Nintendo-Mann), aber eben auch Tonnen von Brettspielen.

    Den Umgang mit der Technik lernen die Kinder ganz nebenbei. Meine 11-jährige Tochter hat gestern ganz selbständig und in wenigen Sekunden die Zeit umgestellt auf dem ihr unbekannten Telefon meiner Mutter.

    So halte ich es also.

    Generell denke ich, dass die Entwicklungspsychologen schon wissen, was sie empfehlen. Haltet die Gofen frei von iPhones (sowie von Fernsehern, Gameboys etc.) bis sie ein gewisses Alter haben. Generell denke ich aber nicht, dass Videospiele schaden, jedenfallls die meisten den meisten Kindern nicht.

    Lustig ist übrigens, dass das zweite Bild gar kein iPhone zeigt sondern einen Androiden…

    • heidi reiff sagt:

      Ich bin schon etwas älter, eine Omi, habe Null Ahnung was ein Iphone ist, ich lehne Technik nicht ab, der Computer ist im Gegensatz zu früher stricken und häkeln mein Ding , mein Bruder selig hat mich eingeführt in die Welt der Technik, hat mir auch die Entwicklung der Technik erklärt, das ist nicht entstanden aus einem Zauberwort, die Zeit läuft immer gleich ab, einfach Naturphänomene, ich werde jeden Tag ein Tag älter, da bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.