Ich arbeite, also impfe ich

KeystoneDie Masern sind wieder einmal ausgebrochen: Der Ktipp befürchtet einen versteckten Impfzwang, weil die Einzelimpfungen für Masern, Röteln und Mumps nicht mehr erhältlich sind. Der Tages-Anzeiger listete am Samstag die verschärften Richtlinien des Bundes im Umgang mit Masern auf: Schulausschluss für Masernkranke und ungeimpfte Geschwister oder Klassenkameraden  für 18 Tage!  Allenthalben wird gefragt, wie man Eltern besser über die Kinderkrankheit aufklären könnte. Nur die nächstliegendste Frage hat noch niemand öffentlich gestellt: Welchen Einfluss haben Mutterrollen auf die Impfbereitschaft?

Einen grossen, bin ich überzeugt: Wer ausser Hausfrauen nämlich  kann den Ausbruch der Masern im eigenen Haushalt organisatorisch überhaupt bewältigen? 18 Tage Schulausschluss! Bei meiner Nachbarin und mir haben schon 4 Tage Windpocken gereicht, um unsere ansonsten perfekt durchorganisierten Familiensysteme lahmzulegen.  Zwar ist der Varizellen-Virus medizinisch gesehen harmlos,  aber er ist wie die Masern  hochansteckend.  Fallen die Pusteln ein Kind an, wird es zusammen mit den noch gesunden Geschwisterkinder in Quarantäne verfügt. Konkret heisst das: Kein Kind kommt aus der Wohnung raus, kein Kind kommt rein. Familienhaft, die länger als 24 Stunden dauert ist  für jeden Erziehungspflichtigen eine Quälerei, für berufstätige Mütter aber ist das die Hölle: Jeden Morgen Fiebermessen, Chef anrufen, Kunden vertrösten, Meetings verschieben.  Oder im emanzipatorischen Idealfall: Sich jeden Morgen mit dem  Kindsvater streiten, wer nun die wichtigere Sitzung /Tätigkeit / Rolle am Arbeitsplatz hat, wer zuhause bleibt und siehe oben. Wenn das erste Kind dann wieder schul- oder krippentauglich ausschaut, fängt das Geschwisterkind an zu pusteln…

Masern oder Mumps sind mit dem Alltag einer berufstätigen Mutter schlicht nicht kompatibel.  Ausser man kann sich eine geimpfte Nanny leisten. Denn die drei Tage, die Erziehungsberechtigte per Gesetz ihren Nachwuchs jeweils pflegen dürfen, reichen gerade mal für das Auskurieren eines  Magen-Darm-Infekts. Die Losung in Sachen Masern heisst für viele Berufstätige Mütter, zum Beispiel für mich, deshalb jenseits aller medizinischer Überzeugungen ganz pragmatisch: ich arbeite, also impfe ich.

43 Kommentare zu «Ich arbeite, also impfe ich»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Ich bin zweifache Mutter und teilzeit arbeitstätig. Dass ich die Kinder nach Impfplan habe impfen lassen, hat nichts mit dem Teilzeit-Arbeiten zu tun, sondern damit, dass ich die Kinder vor schweren Krankheiten und möglichen Nachfolgeerkrankungen (zb. bei Masern) schützen will. Impfen erachte ich als das kleinere Übel als das Durchmachen einer dieser Krankheiten wie Keuchhusten oder Masern. Zudem werden diese Impfungen seit Jahren verabreicht und sind getestet. Die Kinder haben nie grosse Nebenwirkungen gezeigt nach den Impfungen bis auf etwas Müdigkeit. Zudem möchte ich durch die Impfungen andere, noch nicht geimpfte Kleinkinder/Babies, vor möglichen Erkrankungen schützen. Ich würde es mir nie verzeihen, würden meine Kinder durch eine Masern-Erkrankung schwer geschädigt oder andere noch ungeimpfte Kleinkinder durch meine angesteckt. Wie auch immer, alle Eltern müssen selber entscheiden ob, wie und was sie impfen wollen oder nicht und vor allem mit ihrem Entscheid leben können.

    Alles Gute und gute Gesundheit!

  • peter sagt:

    Dieser Bericht ist die Höhe! Mütter die Ihre Kinder nicht impfen sind doch selber schuld wenn sie zuhause bleiben müssen um diese zu pflegen. Nicht die arbeitenden Supermütter sind das Problem unserer Gesellschaft sondern all diejenigen – Entschuldigung – Idioten welche Ihre Kinder nicht impfen lassen. Es ist ein Skandal, Krankheiten die längst ausgerottet wurden treten wieder auf, und wo? In der Schweiz! Sogar die umliegenden Länder haben bereits den Mahnfinger gehoben. Nur die Schweizerlein impfen sich munter nicht mehr…. Ein skandal ist das!

    • Roy sagt:

      Bitte schaut in den Spiegel, dann könnt Ihr den Idioten erkennen.

      Zudem ist Rechnen auch nicht Eure Stärke
      Denn wenn mal was Ausgerottet ist, kann es auch nicht wieder
      zum Vorschein kommen.

      Oder habt Ihr bereits auch Dinosaurier gesehen, die sind (oder waren)
      auch mal ausgerottet oder …. ??

      Zudem mach ein Virus wie der Wolf und der Bäer angeblich welche auch
      ausgerottet waren (in der CH), keinen halt vor CH-Grenzen !

      Also wer keine Zeit hat für sein Kind (warum auch immer) der
      kann es ja Impfen lassen, dann wird es ja auch nicht krank.
      So zumindest die Werdbung ?!

      Nun und wenn schon durchimpfen, wann hatten SIE
      die letze MMR Impfung ? Diese hält max. 10 Jahre !!

      Und auch im erwachsenen Alter kann man an MMR erkranken,
      aber vielleicht hatten Sie ja glück und durften diese druchmachen
      und können jetzt egoistisch sein

      PS: Ach ja was haben wohl unsere Eltern gemacht und deren Eltern
      als es diese Impfungen noch nicht gab ?

      Gruss

  • Lehrzeit sagt:

    @Brunhilde Steiner: Ja wir müssen mit Vehemenz die Eltern an ihre Pflicht erinnern, kranke Kinder zu Hause zu betreuenj – wenn sie denn überhaupt erreichbar sind, und nicht ihr Telefon ausgestellt haben oder unsere Anrufe nicht entgegennehmen. Es gibt eine vertragliche Regelung, nicht zuletzt zum Schutz der anderen Kinder vor Ansteckung.

  • yael sagt:

    bin schon immer wieder ueberrascht zu hoeren wie die ch- geselschaft sich gegen eltern mit kinder verhaltet .
    Das pseudo Kinder liebende komentare ,gehen einem massiv auf den Nerven . Wartet doch mal bis die H1N1 richtig los geht mit Kinder in Spitaler mit Komplicationen . ………….. evt. fatale schluss ………
    Impfungen sind geschweige manchmal auch fuer die anderen KInder wichtig wie z.B die freune der kinder , der kleine nachbar der Astma hat und daran sterben kann .
    oder der Kleine baby der noch nicht geimmpft werden kann .
    und zum schluss laesst die muttern in ruhe die arbeiten, und der Geselschaft nicht zur last werden .
    sondern beitrag leisten .
    und des oeftern gute aussgeglichne Muttern sind als die frustrierten Haus frauen……………..
    ich impfe und meine kindern werden trotzdem machmal krank so ist nun mal das leben
    by the way bin zu Huse mit den kindern.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Lehrzeit: das ist von Kitaseite her aber klar vertraglich geregelt? Oder müssen Sie mit Vehemenz darauf bestehen, dass kranke Kinder zuhause betreut werden? Wasser auf die Mühlen all derjenigen, die den Kitabenutzern „Kinderabschieben“ vorwerfen. Und die Verantwortung auf Arbeitgeberseite abzuschieben ist auch zu einfach, würden nämlich alle Elternteile, die dann eben aufgrund kranker Kinder länger zuhause blieben, gekündigt, ginge das Geheule wegen fehlender Mitarbeiter bei der Arbeitgeberseite, resp. zu vielen Antragstellern bei den Ausgleichskassen los… .
    Eltern sollten sich im Krankheitsfall der Kinder überhaupt kein schlechtes Gewissen machen müssen. In Staaten mit angeblich vorbildlich ausgebautem Kitasystem werden Kinder doch auch krank- gehen die dann einfach trotzdem in die Tagesbetreuung?
    Oder ist es dort eben fortschrittlich, dass Eltern die kranken Kinder zuhause betreuen, egal wielange?

  • Lehrzeit sagt:

    Als Mitarbeiterin in einer Betreuungsstätte erschreckt mich die Unwilligkeit der Eltern, ihren kranken Nachwuchs zu betreuen. Eine zunehmende Zahl von Eltern fühlt sich einfach nicht mehr zuständig, ein grippekrankes Kind zu Hause zu betreuen. Da werden die Kinder schon mal mit 39° Fieber gebracht. Ein Kind, das im Krankheitsfall mehr als 3 Tage zu Hause bleiben kann ist selten geworden. Da zieht sich eine unauskurierte Erkältung schon mal ein bis zwei Monate hin.

  • Maja sagt:

    Eins wollen wir mal klar stellen – das Kind ist wichtiger als der Chef oder die Firma. Unsere Gesellschaft entwickelt sich langsam zu einer Wirtschaftsdiktatur und das kanns ja auch nicht sein.

    Dazu braucht es immer zwei, jene die sich unterdrücken lassen und jene die unterdrücken. Und wir machen uns Sorgen wegen Minarette. tsz tsz

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    Ich verstehe nicht, warum es DIskussionen um die Impfung von Masern gibt, das ist absolut keine harmlose Krankheit. Die Diskussion muüsste sich wenn schon, darum drehen, wieso man überhaupt gegen Mumps und Kinder gegen Röteln impft. Bei Jungen ist die Rötelnimpfung ganz unnötig (Schwangerschaft).
    Masern ist für unter 2 jährige Kinder extrem gefährlich! Danach ist diese Krankheit weiterhin nicht zu unterschätzen.

  • Monika Diethelm-Knoepfel sagt:

    Mein Bruder und ich sind vor 40 Jahren schon gegen Masern geimpft worden, nicht weil meine Mutter damals schon erwerbstätig gewesen wäre, sondern weil meine Eltern auf Rat unseres Kinderarztes, der immer up to date war, die Gelegenheit nützen wollten, uns die Masern und mögliche schwere Komplikationen zu ersparen. Ich bin ihnen dafür dankbar.
    Die Quarantäne für Masernkranke und ungeimpfte Geschwister hat zum Ziel, andere Kinder zu schützen, bei denen die Impfung nciht gewirkt hat (was zwar nur bei ca. 2 von 1000 Kindern vorkommt, aber das sind pro Kinderjahrgang doch 100 Kinder in der Schweiz) oder die wegen Immunsuppression durch Krankheit, Chemotherapie etc. nicht geimpft werden können und durch Masern besonders gefährdet sind.
    Bei Windpocken gibt es hingegen keinen Grund, Erkrankte zu Hause zu behalten, wenn sie sich wohl fühlen, und Geschwister schon gar nicht. Windpocken sind schon 2-3 Tage vor dem Krankheitsausbruch ansteckend, sodass man eine Ausbreitung nicht verhindern kann. Da es sinnvoll ist, Windpocken als Kind durchzumachen, ist es auch gar nicht nötig, Ansteckungen zu verhindern. Nur gegenüber schwangeren Frauen ohne sichere Immunität und Immunsupprimierten, die noch nie Windpocken hatten und nicht geimpft worden, soll man vorsichtig sein und sie nicht besuchen.

    Bei Windpocken gibt

  • Katharina sagt:

    Dann liefere ich eben den naechsten Themenvorschlag zum Stichwort „Aspekte der Erziehung“ im Zusammenhang mit der schrecklichen Geschichte von Lucie..

  • Luzi sagt:

    Was ist denn nur los heute? Ich, voller Hoffnung auf den heutigen Mamablog an den Computer, aber weit und breit ist da kein aktuelles Thema mit witzigen Details oder ironisch gefärbtem Unterton zu lesen.
    Etwa nur weil Wochenende ist? Oder gehen der Blogmeisterin schon die Themen aus?
    Dies frage ich mich sorgenvoll als bereits bloginfiszierter , oder hoffentlich nicht schon abhängiger Junkie

  • Katharina sagt:

    Ganz genau weiss ich nicht, wo ich nun diesen meinen Beitrag platzieren soll, eben doch unter Allgemeines, aber da sind nun die Impfungen…na dann wollen wir mal:
    Ich frage mich da etwas Grundsaetzliches: Ist dieser Blog nun einfach die leicht intellektuellere und ausfuehrlichere Form des wir eltern-forums, damit die regelmaessigen Tagesanzeiger.ch-Besucherinnen wie ich nicht auch noch auf jene Webseite wechseln muessen, wenn sie denn etwas im Zusammenhang mit Elternsein mitzuteilen haben oder lesen moechten. Oder ist es fuer Nicole Althaus ganz einfach eine praktische Moeglichkeit von „Arbeitsplatz zu Hause“, was ich ihr und ihrem Nachwuchs ganz herzlich goenne.

  • bibi sagt:

    Danke SaSa und Mammax3!! Die Kinderkrankheiten sind doch für die Kinder und deren Entwicklung enorm wichtig und ausserdem eigentlich nichts Neues. Darum verstehe ich nicht ganz, dass solche Krankheiten ganze Familienstrukturen auseinanderreissen können. Vielleicht müssten wir uns weniger „durchorganisieren“, damit im Alltag auch Unerwartetes Platz hat, eben auch Kinderkrankheiten.

  • Hausmann sagt:

    Ich frag mal und hoffe auf eine sachliche Antwort:

    1. Haben wir alle die Hochglanzprospekte und Impfbüchlein durchgeblättert, die in den Arztpraxen so rumliegen. Warum haben wir in all den Jahren KEINE EINZIGE impfbefürwortende Publikation in den Wartezimmern gefunden, die nicht von der Pharmaindustrie gesponsert war?

    2. Ein einfacher Intelligenztest für Herdentiere (bitte gaaanz laaangsam lesen): Ich gehe davon aus, dass Eltern von ungeimpften Kindern kein Problem mit der Vorstellung haben, dass ihre Kinder Masern kriegen. Also was soll das mit dem Ausschliessen von der Schule? Wer soll geschützt werden? Ungeimpfte? Geimpfte? Wo liegt das Problem?

    3. Ein Beispiel aus der Praxis: Ich habe 3 Kinder, die sich gegenseitig dauernd mit allem möglichen ansteckten und auch oft krank waren (z.B. im 2-Monatsrhythmus Mittelohrentzündung etc.). Dann hatten sie alle 3 die Masern. Ist es nun ein Zufall, dass die 3 das erste Mal seit 9 Jahren während einem ganzen Jahr keine einzige Krankheit hatten?

    Es gibt auch ausgewogen impfkritische Eltern. Das heisst, grundsätzlich impfkritisch, aber nicht in jedem Fall. Natürlich gibt es auch fanatische Impfkritiker. Aber wenn Impfbefürworter alle Impfkritiker in den selben Topf werfen, dann outen sie sich als die wahren Fanatiker.

    Es gibt Forschungsergebnisse, die einen Zusammenhang zwischen einem besseren Immunsystem und Masern aufzeigen. Aber natürlich finden wir dies nicht in den Hochglanzblättern, die beim Kinderarzt aufliegen. Und diese Forscher werden sicher auch nicht entsprechend gesponsert, dafür totgeschwiegen.

  • mammax3 sagt:

    Ja Bibi, ich habe keine Angst vor den Kinderkrankheiten. Habe meine 3 Kinder nicht geimpft, bin alleinerziehend , arbeite und glaube an die gute Entwicklung der Kinder nach jeglicher Krankheit. Grippe, Masern, Mumpf und Co.

  • Papi sagt:

    „a) mit der Impfung Schaden zufügen und b) ihnen die Möglichkeit nehmen, mit Hilfe der Masern ihr Immunsystem zu trainieren, chronische Krankheiten zu überwinden “

    Das Risico das ein Kind schade davon trägt bei eine eventuelle Erkrankung sind viele male grösser als das Risiko das es schaden von einer Impfung davon trägt

    Um himmelswillen, durch eine Massererkrankung will man das immumsystem gegen andere Chronische krankheiten stärken. Was hatt eine Masernerkrankung mit artritus, Rheuma, pechterev oder was dann auch zu tun?
    Und was wen das areme Kind diese Krankheit doch nicht durchmacht?

  • Ich weiss selber nur allzugut, was es heisst, wenn ein schon Fahrrad-Platten den ganzen durchorganisierten Familien-Alltag durcheinanderbringt. Nur, liebe Mütter: Kann die Tatsache, dass wir zugleich Mutter und Berufsfrauen sind und somit unter chronischer Zeitnot leiden, wirklich der Grund dafür sein, dass wir unseren Kindern a) mit der Impfung Schaden zufügen und b) ihnen die Möglichkeit nehmen, mit Hilfe der Masern ihr Immunsystem zu trainieren, chronische Krankheiten zu überwinden und alles in allem gesünder zu werden?
    Es geht doch um unendlich viel mehr, als um ein paar Tage des Verdienst-Ausfalls!
    Blicken wir doch ein bisschen weiter als nur bis zum nächsten Meeting, das wir absagen müssen. Es geht um die Gesundheit unserer Kinder und Kindeskinder! Es lohnt sich, uns vor der Impfentscheidung umfänglich zu informieren, von beiden Seiten, und sich nicht von der Angst leiten zu lassen. Lesen wir die Beipackzettel der Impfstoffe. Wollen wir wirklich derartige Impfcocktails unseren Kindern direkt ins Blutsystem injizieren? Zählen wir auf unseren gesunden (weiblichen) Verstand und trauen uns, die Botschaften engstirniger Wissenschaftler-Hirne zu hinterfragen und von milliardenschwerer Pharma-Industrie manipulierte hochglanzpolierte Statistiken anzuzweifeln.

  • Sos Wald sagt:

    „leben und leben lassen“.

    Warum muss immer alles gewertet werden? Warum muss die Hausfrau, gegen die Teilzeit-ausser-Haus-Arbeitende gegen die Teilzeit-zu-Hause-Arbeitende gegen die Ausser-Haus-Tätige ausgespielt werden? Eine mit ihrem Leben zufriedene Frau ist ausgeglichener und somit wohl auch die bessere Mutter. Was wiederum in Sinne des Kindswohl ist. Aber was „zufrieden“ bedeutet, ist bekanntlich etwas sehr sehr Induviduelles.
    Ähnlich steht es mit dem Impfen. Da gibt es die „Pros“ und „Contras“, die Entscheidung liegt bei den Eltern. Sie müssen entscheiden, was sie für ihr Kind als Gut erachten. Ob es immer zum Kindswohl (das Impfen sowohl auch das Nichtimpfen) sei dahin gestellt. Das Leben lässt sich mal nicht nur in Schwarz und Weiss unterteilen, da gibt es noch x Grautöne dazwischen.

  • mustikka sagt:

    Eine ziemlich traurige Entscheidungsfindung, wenn nur die evt. Abwesenheit vom Arbeitsplatz zählt ob impfen oder nicht…
    Bei der ganzen Impfkritik, gehts ja nicht nur ums durchmachen der Krankheiten, sondern ob die Impfungen überhaupt schützen und mit welchen Konsequenzen (Nebenwirkungen: zb Autismus, Allergien). Gut möglich, dass auch ein geimpftes Kind die Masern erwischt (wieso wird das in den Medien eigentlich nie gross thematisiert?!) Und ja, wir impfen, aber nach einem eigenen Zeitplan – sicher pumpen wir nicht ein 2-monatiges Kind mit irgendwelchen Erregern voll.

  • Papi sagt:

    @ Arbeitspsychologin

    „Die Architektur ist nicht ausgerichtet in sippenähnlichen Gruppen zu leben und dort Kinder in der Gemeinschaft aufzuziehen und im Krankheitsfall “rotieren” zu lassen.

    Was heisst das, zurück zu den ’68 und ihre Kommunen wo kinder nicht mehr so genau wussten wer jetzt der papa und Mama ist. Um gotteswillen. Sie sprechen von Kinder und benutzen das Wort rotieren (auch wenn sie es nur in „“ setzen). Es scheint mir alsob sie eine Fussballmannschaft haben deren spieler Sie rotieren lassen.

    Wollen wir doch ehrlich sein:
    – Nicht impfen ist das neue Chick der „Eliten“, oder die die meinen dass sie das sind
    – ein gute organisierte Familie / Haushalt bedeutet doch nichts anders, dann dass die Kinder ja nicht mit extra Würste kommen sollen, da dies nicht im durchorganisierten Zeitplan passt. Weill wir haben es ja so bussy bussy…

    Eine schöne neue Welt ist das für die moderne Kinder. Ist das was die emanzipation gebracht hat? In erste linie Ich als Frau und meine bedürfnisse, und dann das Kind?

    „Papi“ will nich nicht heissen das ich einen Mann bin. Aber es lustig die Pawlov Reaktionen von verschiedene Frauen zu lesen. „Die Herren der Schöpfung, welche sich in diesen Blog verirrt haben…“

  • Hans Imhof sagt:

    Es gibt viele Männer, welche gerne die Kinder hätten, sie aber nicht haben dürfen, sondern nur beschränkte Besuchsrechte. Ich finde es toll, wenn eine Frau arbeitet, wenn Sie Hausfrau ist, wenn Sie die Kinder bei sich haben will und nicht beim geschiedenen Ehemann. Ich finde es aber nicht toll, wenn man klagt, behauptet man sei gut organisiert und das LEBEN vergisst. Klagen auf hohem Niveau ist und bleibt lächerlich!!! Immer dieses ich will, ich will, ich will … nun so sind wir Menschen, aber bitte im Stillen und nicht laut sagen wie in diesen Artikeln.

  • L. Mueller sagt:

    Sein Kind impfen zu lassen, weil eine ausbrechende Kinderkrankheit das eigene Berufsleben behindern könnte ist Ich-bezogen und den Kindern gegenüber ungerecht.

    Leider werden heutzutage viel zu oft Kinder „nebenbei“ gehabt, statt ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Selbstverständlich, es gibt sie, diejenigen, denen es nicht vergönnt ist zu Hause zu bleiben, sondern aus finanziellen Gründen gezwungen sind einer Erwerbsarbeit nach zu gehen.

    Doch viel zu oft treten als Modeerscheinung die jammernden „Superfrauen“ in Erscheinung, welche sich über die Gesellschaft oder weiss der Teufel wen beklagen, dass sie ihr sattes Berufsleben, die Selbstfindung, die Hausarbeit und Kinder nicht unter einen Hut bringen. Irgendetwas scheint hier falsch zu laufen. Denn Kinder-haben muss ein bewusster Entscheid sein. Kinder haben es verdient, dass sich die Eltern um sie kümmern und nicht an bezahlte Kinderbetreuer abschieben.

    Es erstaunt, mit welcher Verbitterung z.T. hier frauenseitig argumentiert wird. Fast so, als ob die Frauen und Mütter es nicht selbst in der Hand hätten sich zusammen mit ihrem Ehemann, Vater der Kinder und (Teilzeit-)Ernährer zu organisieren. Mangels dessen pauschal über die hier teilnehmenden Männer zu urteilen führt deren implizite Forderungen ad absurdum.

  • hausmannus sagt:

    Nein, ich bin nicht der Ansicht, die Mutter hätte sich für die Kinder aufzuopfern. Sie möchte dies aber bitte auch nicht für den Arbeitgeber tun.

    Wenn eine Frau Lust hat, sich voll und ganz dem Job hinzugeben, dann darf sie das ohne Einschränkung auch tun. Nur: Müssen deswegen die Kinder ausbaden, was Papa und Mama und die Gesellschaft nicht auf die Reihe bekommen?

    Ausserdem: Ich sehe viel zu oft, dass Väter und Mütter mit Stress ihre Kinderchen schnell mit dem Auto zu Schule fahren – und dabei sich und andere in grosse Gefahr begeben.

    Aber beim Impfen dann so ein Theater abziehen…

    Die Gesellschaft ist dabei, alles mega wichtig zu nehmen – ausser den (eigenen) Nachwuchs. 🙁

    Milliarden für die Wirtschaft. Den Lehrerinnen wird dafür seit Jahren der Lohn nicht mehr angehoben. Den Krippen das Budget gekürzt. Schön. Auch Frauen könn(t)en wählen. Zuerst den Mann und Papa. Dann auch an der Urne.

  • dafürunddagegen sagt:

    Es ist enorm, wie das Thema Impfen emotional und irrational behandelt wird. Die Kinderkrankheiten sind im heutigen Lifestyle etwas lästiges, das man im optimierten und durchorganisierten Familienmanagement tunlichst vermeiden sollte.

    Lieber etwas mehr Verstand als schwache Polemik und aufpolierter Mainstream sind heute nötig:

    Man darf sich weder auf die Schulmedizin verlassen, noch auf die notorischen Imfgegner. Beide sind von Interessen unterwandert. Die Schulmedizin teilweise von der Pharmaindustrie, vielfach mit Panikmache vor den Krankheiten. Die Impfgegner auf der anderen Seite sind beeinflusst von altmodischen, überholten, vereinfachenden Vorstellungen und esoterischem Brimborium.
    Das einzige ist, sich selber schlau zu machen, Informationen einzuholen und sich eine unabhängige Meinung zu bilden.
    Das heisst, von Fall zu Fall zu unterscheiden:
    1. was ist für mein Kind nützlich?
    2. wieviel kann ich bewältigen?
    3. was kann und muss ich meinem Kind zumuten?

    Es gilt nicht „Impfen um jeden Preis“. Nein, es gilt abzuwägen, Informationen einholen und das beste Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko für die eigene Situation und seine Kinder herauszufinden.
    Und ich weiss wovon ich rede: bin selber Mann mit 4 Kindern und teile Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit mit meiner Frau.

    Wenn Frau Althaus‘ „pragmatisches Losung: ich arbeite, also impfe ich“ für sie die beste Kosten/Nutzen Relation ergibt, dann ist das ihre Sache.

    Ich meine: Es ist an der Zeit, dass auch mal neuere Impulse ins Denken hineinkommen, anstatt dass immer und ewig nur die Wichtigkeit der Arbeit betont wird und die eigene Unersetztbarkeit im Job.

  • Arbeitende Arbeitspsychologin sagt:

    Bitte lieber Mann dieser Sorte lass uns doch Frauen unter uns diskutieren und beschäftige dich mit deinen Kindern, da du bestimmt eine Frau am Herd hast.
    Es ist absolut stimmig, was die Autorin schreibt. Bei mir hat sich dies genau so abgespielt. Ich bin ursprünglich eine absolute Impfgegnerin. Habe keine Angst vor Kinderkrankheiten, sondern hätte mir gewünscht es gäbe das System, welches über den Familienrahmen hinaus gehend einem erlaubt Kinder 18 Tage geborgen zu umsorgen. Leider geht es sehr rasch nicht, wenn die Grosseltern nicht in der gleichen Stadt wohnen. Die Architektur ist nicht ausgerichtet in sippenähnlichen Gruppen zu leben und dort Kinder in der Gemeinschaft aufzuziehen und im Krankheitsfall „rotieren“ zu lassen.
    Die Finanzkrise bringt es aber an den Tag, dass es Frauen in der Arbeitswelt braucht. Nun wird das System gezwungen werden, den Missstand der Obhut der Kinder (weiter – und auch im Krankeitsfall) noch stärker anzugehen. Das Sytem ist aber männlich und somit kann dieser Schritt länger dauern. Da wie man und frau an den männlichen Kommentaren unschwer erkennt, sind gewisse Männer (häufig mit Frauen am Herd und eben an Schlüsselpositionen) nicht bereit, Macht zu Gunsten des Gemeinswohls abzugeben.

  • mapa sagt:

    Impfen aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen halte ich zwar nur für Nebenargumente welche für das Impfen sprechen. Aber es sind eben auch Gründe die absolut ihre Berechtigung haben.
    Ich habe keine Angst vor Kinderkrankheiten, einfach nur Respekt. Indem unsere Kinder und ich geiimpft sind schütze ich übrigens auch andere schlechtgeiimpfte Menschen oder solche mit einer Immunschwäche. Zudem sind wir nicht Ausgangspunkt für Epiedemien die z.T. von uns in andere Länder (z.B. 3. Welt Länder) eingeschleppt werden und dort Jährlich einen hohen Bluttzoll fordern.

  • mami mit Beruf sagt:

    Die Herren der Schöpfung, welche sich in diesen Blog verirrt haben, haben offensichtlich eine starke Meinung hinsichtlich der Mutterrolle – wie doch so viele Leute im kleinen Schweizerland. Aufopfernd hat die Mutter in erster Linie zu sein und – selbstredend – nicht arbeitstätig. Vielleicht geht sie einem kleinen Hobby nach, aber bitte nicht zu oft und nicht zu viel. Denn sie hat den grössten Teil der 24 Stunden eines Tages für die Familie da zu sein. Dies auch wenn der schweizerische Steuerzahler sie zur Aerztin, Anwältin, Sachbearbeiterin etc. etc. ausgebildet hat, sobald sie Mutter wird hat sie in der Arbeitswelt nichts mehr verloren. Dass die Realität diesem Idealbild des frühen 20. Jahrhunderts nicht gerecht wird scheinen die Herren nicht bemerkt zu haben. Denn erstens gibt es Frauen, welche aus finanziellen Gründen arbeiten müssen, und dann gibt es noch solche – Gott bewahre – welche arbeiten möchten. Die Herausforderungen an die Organisation sind gigantisch, und es sind antiquierte Meinungen wie diese, welche es den arbeitstätigen Müttern noch schwerer machen. Obwohl ich das Thema „Impfen“ noch nie unter diesem Blickwinkel betrachtet habe muss ich sagen, dass ich dem kritiklos zustimme. Und meine Herren: Wäre der Artikel nicht derart überspitzt formuliert hätten sie ihn doch auch nicht gelesen, oder?

  • SaSa sagt:

    Ja, es gibt solche die keine Angst vor Kinderkrankheiten haben! Meine Jungs hatten diese ohne Komplikationen (12+14), ungeimpft. Neben der Schule, dem Kinder/Hausarzt, der Mütterberatung, der Nachbarin, anderen Müttern nun auch der Arbeitgeber; schon wieder ein Druckmittel um unsere Kinder zu impfen. Ist ja super.

  • Berufsmama sagt:

    Und was, wenn Mama selbst krank wird…? Dann bricht nicht nur das durchorganisierte Familienleben sonder auch eines der Zugpferde ein. Und auch das ist nur schwer handelbar (meinen höchsten Respekt allen allein erziehenden gegenüber!!!).
    Darum auch: Ich arbeite, also impf ich auch mich selbst.

  • bibi sagt:

    Gibts auch jemand, der keine Angst vor Kinderkrankheiten hat?

  • Thommen sagt:

    Kann es eventuelle Zusammenhänge geben zwischen der Tatsache, dass sich Eltern weigern, ihren Kindern von AIDS zu erzählen und der Tatsache, dass sich immer mehr Junge infizieren? Oder dass sogar Kinder Kinder bekommen, weil sie keine Kondome gebrauchen?
    Kann es eventuelle Zusammenhänge geben zwischen einer Arbeitskraft und deren Reproduktion? Bei neuen Maschinen sind deren Kosten normal. Bei neuen Arbeitskräften hingegen wird in der Wirtschaft mit „unnötigen Kosten“ gerechnet…

  • Hans Imhof sagt:

    Bei einem perfekt durchorganisierten Familiensysteme kann ein Kind problemlos 5, 10 oder auch 15 Tage krank sein. Das Familiensystem der Schreiberin scheint diesen Anforderungen nicht gewachsen [und trotzem schreibt sie ihr Familiensystem sei perfekt organisiert 😉 ]. Schade gibt es heute viele solche Haushalte.

  • hausmannus sagt:

    Liebe Chräsebäse, Sie sind Ihrem Arbeitgeber eine Verpflichtung eingegangen, vielmehr aber noch Ihren Kindern. Ich weiss, dass in dieser Zeit das Abwägen meist sehr einfach ist, weil Kinder zu haben keinen gesellschaftlichen Wert darstellt. Ich weiss aber auch, dass gerade Frauen alles tun, nur um ihren Job nicht zu verlieren. Und dieses „Alles“ geht leider manchmal auch weit über das Impfen der Kinder hinaus. Es dient der Sache der Frau nicht, wenn sie (oder die Kinder) am Spagat zwischen Kinder und Job zerbrechen. Meine Argumentation zielt nicht auf die Frau (die – Gott behüte – nicht etwa zurück an den Herd sollte), sondern dem Umdenken in der Wirtschaft und Politik:

    Mehr Freiräume und Flexibilität zu Gunsten der Familien!

    Und warum ich hier überhaupt schreibe: Das Thema Impfen mit der Problematik um Job/Frau zu verknüpfen, halte ich für hanebüchen. Da hat Frau Althaus noch viel Verbesserungspotential…

    PS: Gerade lese ich noch den Untertitel „Kinder, Knatsch & Prosecco“: Das hatten wir schon. Frau Knecht machte das wunderbar. Kein Grund also, irgendetwas zu wiederholen.

  • Leonie sagt:

    Ja genau! Ich bin mit dem Text voll einverstanden, es geht mir genauso. Es spielen ganz pragmatisch auch andere Überlegungen mit, wenns ums Thema Impfen geht.

  • Lisa sagt:

    Ich arbeite und ich habe meinen Sohn geimpft. Aber eigentlich aus einem anderen Grund !
    Ich finde nicht dass ich mein Kind diese Krankheiten durchmachen muss ! Warum auch ?
    Ich will nicht zusehen müssen wie mein Kind 2 Wochen an Masern oder Mups leidet und ich hätte ihn davor schützen können ! Immunsystem stärken etc. was ja auch immer das Arrgument der Impfgegner ist. Lasst die Kinder draussen spielen auch bei jedem Wetter, ernährt sie ausgewogen etc… auch das stärkt das Immunsystem!

  • Chräsebäse sagt:

    Als alleinerziehende berufstätige Mutter mit einem 60 % Pensum bin ich heute froh, habe ich meine Kinder bereits im Kleinkindalter impfen lassen. Klar lässt es sich organisieren, daheim zu bleiben wenn eines der Kinder krank ist und ja es ist wichtig und richtig. Trotzdem ist es jedesmal ein erheblicher Stressfaktor in einem Alltag, der ohnehin nicht immer einfach zu organisieren ist.
    Ich möchte mich hier bitte aber auch nicht falsch verstanden wissen. Ich beklage mich nicht darüber, meine Kinder sind mir das wert, trotzdem ist es halt manchmal stressig.

    Zu Herr Hausmannus: Es freut mich für Sie, wenn Sie für sich eine Lebensform gefunden haben, in der Mann der Arbeit eine geringe Priorität einräumen kann, weil Geld ja nicht so wichtig ist.
    Und auch wenn ich Ihnen zustimme, dass kaum eine Firma zusammenbricht, bloss weil Mitarbeiter mal ein paar Tage fehlen oder Meetings absagen müssen, bin ich meinem Arbeitgeber gegenüber auch eine Verpflichtung eingegangen. Und Arbeitnehmer, die dauernd fehlen, weil ihre Kinder krank sind, fördern nicht unbedingt den Willen der Entscheidungsträger und Personalchefe, auch zukünftig Frauen einzustellen, die Kinder zuhause haben, geschweige denn auch noch Alleinerziehende. Aber macht ja auch nix, gerade den alleinerziehenden wird das Geld ja quasi nur so nachgeworfen und in den Hintern.. ok lassen wir das.
    Ich würde mich liebend gern wieder nur um den Haushalt und um meine Kinder kümmern, weil ich Ihnen zustimme, dass es kaum etwas Wichtigeres gibt, nur kann ich mir das leider nicht leisten.

    Zu Dante Alighieri: Find ich toll.. der Blog total überflüssig, aber immerhin wichtig genug, dass Sie sich hinsetzen und einen absoluten (pardon) Nonsens-Beitrag dazu schreiben. Nun so hat wohl jeder seine eigenen Prioritäten im Leben.

  • Anonymous sagt:

    Als alleinerziehende berufstätige Mutter mit einem 60 % Pensum bin ich heute froh, habe ich meine Kinder bereits im Kleinkindalter impfen lassen. Klar lässt es sich organisieren, daheim zu bleiben wenn eines der Kinder krank ist und ja es ist wichtig und richtig. Trotzdem ist es jedesmal ein erheblicher Stressfaktor in einem Alltag, der ohnehin nicht immer einfach zu organisieren ist.
    Ich möchte mich hier bitte aber auch nicht falsch verstanden wissen. Ich beklage mich nicht darüber, meine Kinder sind mir das wert, trotzdem ist es halt manchmal stressig.

    Zu Herr Hausmannus: Es freut mich für Sie, wenn Sie für sich eine Lebensform gefunden haben, in der Mann der Arbeit eine geringe Priorität einräumen kann, weil Geld ja nicht so wichtig ist.
    Und auch wenn ich Ihnen zustimme, dass kaum eine Firma zusammenbricht, bloss weil Mitarbeiter mal ein paar Tage fehlen oder Meetings absagen müssen, bin ich meinem Arbeitgeber gegenüber auch eine Verpflichtung eingegangen. Und Arbeitnehmer, die dauernd fehlen, weil ihre Kinder krank sind, fördern nicht unbedingt den Willen der Entscheidungsträger und Personalchefe, auch zukünftig Frauen einzustellen, die Kinder zuhause haben, geschweige denn auch noch Alleinerziehende. Aber macht ja auch nix, gerade den alleinerziehenden wird das Geld ja quasi nur so nachgeworfen und in den Hintern.. ok lassen wir das.
    Ich würde mich liebend gern wieder nur um den Haushalt und um meine Kinder kümmern, weil ich Ihnen zustimme, dass es kaum etwas Wichtigeres gibt, nur kann ich mir das leider nicht leisten.

    Zu Dante Alighieri: Find ich toll.. der Blog total überflüssig, aber immerhin wichtig genug, dass Sie sich hinsetzen und einen absoluten (pardon) Nonsens-Beitrag dazu schreiben. Nun so hat wohl jeder seine eigenen Prioritäten im Leben.

  • Papi sagt:

    Was soll den der Satz. „Die Losung in Sachen Masern heisst für viele Berufstätige Mütter, zum Beispiel für mich, deshalb jenseits aller medizinischer Überzeugungen ganz pragmatisch: ich arbeite, also impfe ich.“ umhimmelswillen bedeuten?

    Vielleicht: „Ich bin zwar vehement gegen Impfen, da ich aber meine Karriere nachjage, bin ich gezwungen zu impfen?
    Würde dies wierum bedeuten, dass wenn Sie nicht arbeitstätig wären Sie nicht impfen würden, da sie ja ein Krankes kind betreuen könnten.

    Ich finde es komisch das die Entscheidung für das Impfen anscheidend über einen ICH gesteuerten Prozess verläuft, und dass nicht im mittelpunkt der Diskussion das Kind steht, sondern Sie als berufstätige Mama.

  • Dante Alighieri sagt:

    Endlich. Hoechste Zeit. Noch ein Frauenblog. L.A.-Brauen, „Miss Universe“ und die Tatsache, dass die Haelfte der Kulturseite mit Klatsch und Tratsch vom Leutschenbach gefuellt wird, reichten nirgendwo hin.
    Bin so froh. Jetzt muss ich nicht mehr immer die Glueckspost, die SI, Bild fuer die Frau, Echo der Frau, Alles fuer die Frau, Die Neue Frau, Frau im Leben, Frau im Spiegel, Frau mit Herz, Frau von heute, Laura, Lea, Lisa, Tina, Mein Leben, Madame, Neue Post, Neue Welt, SF, Blick am Abend, annabelle, Bolero und Cosmopolitan lesen.
    Zumal es schon viel zu viele Maennerblogs gibt hier auf newsnetz. Kann es nicht mehr lesen, wie sie diskutieren ueber Schopenhauer (als ob so ein Toter noch irgend etwas bedeuten wuerde!), ueber die Eskapaden ihrer 14jaehrigen Toechter (selber Schuld, wenn sie sie nur an den Wochenenden erziehen), ueber die unterschiedlichen Geschmaecker von Whiskeys (so oede! Whiskey ist Whikskey), die Entdeckung neuer Bild- und Ton-Aufnahmen von Jimi Hendrix auf You Tube (noch so ein Toter), die scheinbar herausragende schauspielerische Leistung von Steve MC Queen in „Papillon“, …, …, …, …, …

  • hausmannus sagt:

    Kann man sich gegen Arbeititis impfen? Leben wir wirklich nur noch für die Arbeit?

    Ich glaub, ich bin krank, denn ich ziehe Zeit dem Geld vor. Zeit für die Kinder. Egal ob krank oder nicht. Scheint bei mir sogar chronisch zu sein…

    Wer am Arbeitsplatz unersetzlich ist, mach eh etwas falsch. Gilt auch für den Chef. Ausnahmen mache ich für Kleinstbetriebe: Chefin weg = niemand mehr da. Aber sonst? Geht die Welt unter, weil ich mal an ein paar Sitzungen fehle? Werden Aufträge storniert, bloss weil das Telefon halt mal länger klingelt oder gar der Anrufbeantworter sich meldet?

    Himmel nochmal, die Kinder gibt es einmal im Leben während 20 Jahren, danach nie wieder. Arbeiten kann man meinetwegen sonst bis in alle Ewigkeit noch.

  • bastet01 sagt:

    Ich bin zwar (noch) keine arbeitende Mama, ich habe aber meinen knapp dreijährigen Sohn trotzdem gegen fast alles impfen lassen – auch gegen Masern. Im Risikovergleich zu dem, was durch eine Impfung passieren kann, und zu dem, was passieren kann, wenn die Krankheit ausbricht (z.B. die Masern), finde ich es fast unverantwortlich, Kinder nicht zur Impfung zu schicken. In Österreich ist es üblich, diese Impfungen vom Kinderarzt durchführen zu lassen. Arbeit hin oder her – ich finde es wichtig, die Kinder gegen die gängigen Kinderkrankheiten zu immunisieren.

    Grüsse und viel Erfolg mit dem neuen Blog! Werde sicher öfter reinschauen!

  • rabenmutter sagt:

    Zähle mich ebenfalls zu den arbeitenden und pragmatischen Müttern, bin also auf der ganzen Linie einverstanden. Ausser mit den 3 Tagen, die ich zur Pflege frei nehmen darf. Wenn es darauf ankommt, können Eltern nämlich mehr Tage beziehen: Art. 324a Obligationenrecht http://www.1eltern.ch/arbeitsrecht_kranke_kinder.html#ART324A_OR

    Hoffe, es nehmen viele Mütter und Väter davon Kenntnis.

    Ansonsten: Viel Erfolg mit dem neuen Blog!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.