Verhängnisvolle Hormondröhnung

Väter drücken sich nicht unbedingt vor der emotionalen Vrantwortung, aber sie äussern sie anders. Zum Beipsiel, indem sie ihre Kinder zu Unternhmungen animieren.

Väter drücken sich nicht unbedingt vor der emotionalen Verantwortung, aber sie äussern sie anders. Zum Beispiel, indem sie ihre Kinder zu Unternehmungen animieren.

Eltern streiten sich über vieles. Übers Putzen, über Geld und darüber, wer wie oft in den Ausgang geht. Das Schöne an diesen Dingen ist: Man kann sie regeln, weil sie quantifizierbar sind. Und dann gibt es noch diesen nicht hintergehbaren Rest. Was vom Tage übrig bleibt, wenn alles aufgeteilt, eingetütet, aufgegleist ist und rollt. Was ich damit meine ist Folgendes: Neulich kam Sohnemann nach Hause, Mama und Papa sassen beide in ihren angrenzenden Büros am Computer bei der Arbeit. Der Junge betrat Vaters Büro.

Papa? fragte er.
Ja? antwortete Papa
Wo ist Mama? fragte der Sohn.
In ihrem Büro, sagte der Vater.
Mama? rief der Junge.
Ja? rief ich.
Kannst du mir bitte ein Glas Milch geben?

FRAG DOCH PAPA! müsste die korrekte Antwort an dieser Stelle lauten. Aber der Gescheitere gibt bekanntlich nach, auch wenn er dadurch zugibt, dass er mit seinen Konzepten gescheitert ist. Zum Beispiel dem Konzept: ausgewogene Aufgabenteilung in familiären Belangen. Ich dachte immer, das sei simpel. Jeder putzt, kocht, jeder ist mit den Kindern zu ungefähr gleichen Teilen beschäftigt. Über die Jahre gerechnet, war mein Mann vielleicht sogar mehr zu Hause als ich. Und es ist auch nicht so, dass er ein Drache und ich ein Lamm wäre. Wir sind ganz normale, berufstätige Eltern, Aber wenn wir beide zu Hause sind, dann ist mein Mann in den Augen meiner Kinder nicht da. Ich hingegen bin die Unique Selling Proposition für die täglichen Bedürfnisse, die Premium-Betreuerin bei Problemen aller Art. Manchmal komme ich mir vor wie eine Ente, der die Kleinen hinterher watscheln und den ganzen Tag geht es Quak, Quak, Quak. Oder wie ein Esel.

In fast allen Familien tragen fast ausschliesslich die Mütter die emotionale Verantwortung. Genau so, wie die Väter meist ungefragt fürs Finanzielle einzustehen haben. Nur weiss jeder, was Geld wert ist. Bei Gefühlen ist das schwieriger. Und so ist es für Frauen auch schwierig zu benennen, was sie eigentlich leisten. Und es ist auch schwierig, Männern klar zu machen, was es bedeutet, wenn die Kinder den ganzen Tag mit ihren Bedürfnissen an die mütterliche Küste branden, während sie lediglich punktuell eingreifen. Denn auch leidenschaftliche Mamas haben davon irgendwann genug. Aber bei ihrem Job gibt es keinen Feierabend.

Wahrscheinlich ist das alles wissenschaftlich erklärbar. Vermutlich ist Oxytocin dafür verantwortlich, das so genannte «Liebes-Hormon», das bei emotionalen Bindungen vom Blickkontakt bis zum Orgasmus beteiligt ist. Frauen bilden während Schwangerschaft und Stillzeit jede Menge davon, und die entsprechende Dröhnung wird mit dem typisch bemutternden Verhalten von Babysprech bis Kuddelmuddel in Verbindung gebracht. Übrigens bilden auch Väter das Hormon. Früher hiess es ja immer, Neugeborene würden dem Vater gleichen, ein Trick der Evolution, dass diese sich um ihren Nachwuchs kümmern. Das würde zumindest erklären, warum Babys bei der Geburt eher unattraktiv wirken. Aber heute weiss man, dass auch Väter auf Oxytocin anspringen. Als Nasenspray verabreicht, soll es sie sogar in zärtliche und einfühlsame Wesen verwandeln, die sich besser in andere einfühlen und sogar Gesichter lesen können.

Aber bevor Sie jetzt in die Apotheke rennen und Ihren Mann mit einem Oxytocinspray attackieren, sollten Sie noch dies wissen: In Sachen Kindern und Familie hat das Hormon bei Männern einen leicht anderen Effekt als bei Frauen. Männer bilden nämlich mit der Vaterschaft  ähnlich viel vom Liebes-Hormon wie die Frauen. Aber während Frauen auf Oxytocin dazu neigen, ihre Kinder zärtlich zu umsorgen, bewirkt es bei Vätern eher stimulierendes Verhalten gegenüber ihrem Nachwuchs. Statt dem Sohn Milch zu geben, hätte der Vater ihn also eher dazu angehalten, das Zimmer aufzuräumen. Wobei, das ist vielleicht gar nicht so schlecht. Das nächste Mal werde ich in der Apotheke nach Oxytocin fragen.

122 Kommentare zu «Verhängnisvolle Hormondröhnung»

  • Hermann sagt:

    nun verstehe ich endlich, was sich bei den Geburten unserer Kinder abspielte. Mir war wind und weh, als ich meine arme Frau in Qualen gebaeren sah, ja ich fuehlte mich schrecklich, dass ich meiner geliebten Frau so etwas angetan hatte. Ich hielt mich am Bett fest, denn ich war kurz vor dem Umkippen. Und es war mir kotzuebel. Die Hebamme schubste mich beiseite, denn sie wollte nicht auch noch einen Ohnmachtspatienten haben. Doch wie der Kleine nun da war, schoss mir eine gute Dose Oxycotin ins Voderhirn und ich sah meine eigene Haesslichkeit im Gesicht meines Sohnes wieder. Das so ausgeloeste Gluecksgefuehl brachte mich fast zum Oxycotinorgasmus und loeste eine lebenslange Bindung mit meinem haesslichen Sohn aus. Wir gehoerten zusammen, ich war nicht mehr allein haesslich. Was fuer ein Gluecksgefuehl. Doch ueber die Jahre gab das Oxycotin nach, nur meine Frau hatte noch genug davon, was der Bengel natuerlich merkte, und nur noch Oxycotin Milch wollte, natuerlich nicht von mir. Meine Welt brach zusammen, wo ist der Spray…….

  • Kerstin sagt:

    Was mich bei fast allen Beiträgen und Kommentaren stört, ist die Tatsache, dass die Erziehung bzw. Begleitung des Kindes als eine ARBEIT rüber kommt, die im Kern als mühsam und lästig wahrgenmmen wird! Wenn ihr Kinder nicht Begleiten wollt, dann geht doch einfach arbeiten und versucht nicht immer zweispurig unterwegs zu sein. Vermutlich käme nun das Gegenargument, es gäbe schliesslich auch Familien, in welchen beide Elternteile arbeiten müssten. Die gibt es ganz sicher. Nur glaube ich, dass dies nicht diejenigen Mütter bzw. Väter sind, die sich hier eine peinlichst genaue Bilanz betreffend Arbeitsaufwand ziehen.

    Meine These:

    Eltern, die sich nicht zum Erziehen berufen sehen, sind keine guten Eltern. Von diesen gibt es leider zu viele!!! Die These stütze ich mit dem äusserst aktuellen Thema des Lehrermangels, denn Lehrer müssen sich – dank diesen Eltern (auch MÜTTER) Karriere orientiertenimmer Eltern immer mehr „verzogenen“ bzw. verschubsten Kinder behilflich sein. Dass diese dann keine Zeit für die Stoffvermittlung (PISA) haben, ist dann ja konsequenterweise logisch. Hauptsache in der Familienbrieftasche stimmts. Ah, ich bin eine erfolgreiche Frau! Beruf: Mutter!

  • Dräger sagt:

    und einmal mehr scheine ich die gaaaaanz grosse ausnahme unter vätern zu sein. was die nahrungsversorgung unserer tochter angeht, war hauptsächlich ich verantwortlich, sogar als die sie noch gestillt wurde habe ich sie nachts aus ihrem bett geholt und meiner schlafenden frau an die brust gelegt.
    arme frauen, die sich hier immer wieder über ihre emotionale überlegenheit und ihre rückständigen männer auslassen müssen…

    • Hotel Papa sagt:

      Ich nehme an, Du weisst, dass Du keine Ausnahme bist. Nicht in dieser Absolutheit, wie Du das beschreibst, aber eigentlich ist diese Arbeitsteilung doch heute die Norm. Lässt sich aber halt nicht so schön zu Feindbildern instrumentalisieren.

      Ändert aber nichts an dem Phänomen, das Michèle beschreibt: Für die Kinder ist trotzdem die Mutter erster Anlaufpunkt. Kann sein, dass es in einer reinen Hausmann-Familie anders ist, aber in der Regel ist das so.

      • Kerstin sagt:

        Was mich bei fast allen Beiträgen und Kommentaren stört, ist die Tatsache, dass die Erziehung bzw. Begleitung des Kindes als eine ARBEIT rüber kommt, die im Kern als mühsam und lästig wahrgenmmen wird! Wenn ihr Kinder nicht Begleiten wollt, dann geht doch einfach arbeiten und versucht nicht immer zweispurig unterwegs zu sein. Vermutlich käme nun das Gegenargument, es gäbe schliesslich auch Familien, in welchen beide Elternteile arbeiten müssten. Die gibt es ganz sicher. Nur glaube ich, dass dies nicht diejenigen Mütter bzw. Väter sind, die sich hier eine peinlichst genaue Bilanz betreffend Arbeitsaufwand ziehen.

        Meine These:

        Eltern, die sich nicht zum Erziehen berufen sehen, sind keine guten Eltern. Von diesen gibt es leider zu viele!!! Die These stütze ich mit dem äusserst aktuellen Thema des Lehrermangels, denn Lehrer müssen sich – dank diesen Eltern (auch MÜTTER) Karriere orientiertenimmer Eltern immer mehr „verzogenen“ bzw. verschubsten Kinder behilflich sein. Dass diese dann keine Zeit für die Stoffvermittlung (PISA) haben, ist dann ja konsequenterweise logisch. Hauptsache in der Familienbrieftasche stimmts.

        Ah, ich bin eine erfolgreiche Frau! Beruf: Mutter!

  • peterhans sagt:

    Bei unserem 2 jährigen hat auch die Zeit begonnen, wo der vieles ‚läigäää‘ machen möchte. Und das lassen wir ihn dann auch. Wenn’s mal ne Überschwemmung gibt, so what? Einzig vor wirklich Gefährlichem versuchen wir Ihn fernzuhalten.

    Ich merke als Vater/Mutter ja in der Regel, ob er

    a: etwas extra verschüttet (mich dann von der Seite anschaut und ruft ‚Luuusä‘)

    b: in seiner Begeisterung einfach etwas fahrig ist (mit dem Milchchännli zum Grosi rennen, damit sie Milch in den Kaffee bekommt) oder

    c: er etwas zwar gerne selber machen würde, aber schlicht noch nicht kann (respektive darf).

    Auch wenn das Ergebnis in allen drei Fällen ein Fleck ist, so denke ich muss ich in den drei Situationen ander reagieren. Was ich nicht verstehe, sind Eltern, die z.B. Ihre Kinder zusammenstauchen, weil Sie im Auto mit den Schoggiguetzli auf’s teure Leder krümeln. Entweder ist es einem egal und man steht drüber, oder es gibt halt im Auto keine (Schoggi-)Guetzli.

    Etwas ist mir aber aufgefallen: Wenn’s eher Mut braucht ist der Papa wichtig, und wenn’s Zuspruch und Verständnis braucht, zum Tränen wegwischen und eingeklemmte Finger ‚heilen‘, taugt Mami viel besser. Papi kann dann wieder die teschnischen Dinge, (Pfläschterli hole und abschniide) oder die Flecken vom Holztisch kriegen, besser.

  • Eremit sagt:

    „Manchmal komme ich mir vor wie eine Ente, der die Kleinen hinterher watscheln und den ganzen Tag geht es Quak, Quak, Quak.“

    Werden Männer von Natur aus diskriminiert? Bzw. Warum laufen Kinder nicht mal zur Abwechslung den Väter hinter her?

  • Blitz Blank sagt:

    „In Sachen Kindern und Familie hat das Hormon (Oxytocin) bei Männern einen leicht anderen Effekt als bei Frauen.“ Frau Binswanger, wie kommen sie zu dieser Aussage? Gibt es dazu Untersuchungen? Der geschilderte Sachverhalt hat meiner Ansicht nach einmal mehr wenig mit dem biologischen Geschlecht zu tun. Der Rückgriff auf biologistische Faktoren zur Erklärung unserer geschlechtlichen Identität und unseres Verhaltens ist ein Holzweg. Klassifikationen (Schubladen) sind eine menschliche Erfindung. Die Natur besteht aber nicht aus Schubladen sondern ist lebendig, also prozesshaft. Die Unbestimmtheit der eigenen Identität zu akzeptieren ermöglicht erst wahre Lebendigkeit.

    • StefanB sagt:

      Blitz Blank, Wenn ich Sie recht verstehe, glauben Sie also nicht, dass Hormone das Verhalten von uns Menschen beeinflusst? Wenn es denn nicht die Hormone sind, die Teenager verunsichern, es nicht die Hormone sind, die Frauen einmal im Monat zu Furien werden lässt, wenn es nicht der Überschuss an Testosteron ist, der junge Männer alle Vorsicht vergessen und sie in gefährlichste Situationen bringt, was dann?

      Die Unbestimmtheit der eigenen Identität zu akzeptieren.. tönt ja hochphilosophisch, doch teile ich diese Meinung nicht, da die Prämisse unbewiesen ist. Oder beweisen Sie mir, dass meine eigene Identität unbestimmt (was immer auch darunter zu verstehen ist) ist? So ist es nur pseudointellektuelles Geschwurbel..

      Zudem: geschlechtliche Identität? Sie meinen eher Geschlechterrolle, und nur diese hängt nur teilweise von unserer Biologie ab.

      • Blitz Blank sagt:

        Klar sind Hormone Teil des Lebensprozesses und beeinflussen somit das Leben MIT. Aber im zweiten Satz machen Sie Hormone und Testosteron zum alleinbestimmenden Faktor für die von Ihnen beschriebenen Phänomene. Gegen diese Biologisierung des Menschen wehre ich mich.

        Die Unbestimmtheit der Identität hat weniger mit Philosophie als vielmehr mit moderner Physik zu tun. Die Annahme, dass das Leben vor allem aus Identitäten (Dingen: Frau, Mann, Stuhl, Tisch, Haus,…) besteht entspricht der mechanischen Physik von Newton. Die moderne Physik weiss aber, dass z.B. der für unsere Wahrnehmung ach so stabile Stuhl praktisch keine Masse hat (wenn überhaupt), sondern aus Energien und Kräften besteht. Die gewohnte (statische) Sicht auf uns und unsere soziale Welt hat also wenig mit der Realität zu tun.

    • Hansueli sagt:

      „die wahre Lebendigkeit“???? Das hört sich schon reichlich esoterisch an……

      • Blitz Blank sagt:

        Wenn Sie meinen. Wie wärs mit: „Wenn man sich mehr als Prozess, denn als Ding sieht, ist man wahrscheinlich lebendiger.“

    • Michèle Binswanger sagt:

      Die entsprechende Studie ist verlinkt. Und klar sind Klassifikationen ungenau, aber ohne Klassifikationen keine Sprache. Dann könnten wir uns diesen Blog sparen.

      • Katharina sagt:

        Die zwei Studien haben einmal 160 und einmal 28 Personen. nicht viel Aussagekraft.

        Uberigens; Der Oxytocin Nasalspray funktioniert nicht, da die substanz nicht vom blut in s gehirn gelangt. die halbzeit der susbatnz ist auch sehr kurz.

      • Katharina sagt:

        „klar sind Klassifikationen ungenau, aber ohne Klassifikationen keine Sprache“ das stimmt – nur sollte man sich ueber die eigene taxonomie klar sein. ein wesentliches manko in diesem bl0g.

      • Blitz Blank sagt:

        Habe den link jetzt gesehen. Danke! Dass es ohne Klassifikationen keine Sprache gibt würde ich so nicht sagen, aber eine ganz andere. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg (im Englischen heisst sie viel besser „Language of Life“) z.B versucht eine Sprache bzw. Kommunikation, die auf Klassifikationen wie Eigenschaftswörter und Hauptwörter verzichtet und den Schwerpunkt auf das beobachtbare Verhalten, die wahrgenommene Gefühle und Bedürfnisse lenkt also auf Prozesse. Jeder der dieses Modell schon mal praktisch ausprobiert hat, weiss wie schwierig es ist. Nicht weil die Regeln schwierig sind, sondern weil dahinter eine ganz andere Auffassung (nämlich eine prozess- statt dinghafte) Auffassung von Wirklichkeit steht.

        Man muss gar nicht so radikal sein und den Menschen nur als Prozess begreifen. Man kann ihn durchaus klassifizieren, wenn man realisiert, dass jeder Mensch ganz vielen und unterschiedlichen Klassen angehört. Amartya Sen hat das in seinem Buch „Die Identitätsfalle: Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt“ eindrücklich analysiert.

      • Katharina sagt:

        @Blitz Blank:

        Kommunikation: Austausch von labels (Etiketten), Ausloeser von kognitiv-assoziativen mustern, es erfolgen dann ueber geometrische/optische mustererkennung assoziationen zur erinnerung.
        ein wesentlicher aspekt der kommunikation ist ’negotiation of labels‘. klasifizerung ist daher schon wesentlich. allerdings ist diese dynamisch und interaktiv. da die labels ausloeser sind, ist die damit aufgerufene erinnerung eben auch emotional und sowohl vom kontext der erinnerung selber als auch dem kontext der zur zeit laufenen kommunikation abhaengig.

    • @ Blitz Blank: Genausowenig wie mittels Gender-Theorie stichhaltig bewiesen werden kann, dass die geschlechtliche Identität alleine eine soziokulturelle Konstruktion ist, lässt sich mittels „Biologismus“ das Umgekehrte beweisen: Nämlich dass die geschlechtliche Identität in Stein gemeisselt ist. Insofern hat der Satz

      „Der Rückgriff auf biologistische Faktoren zur Erklärung unserer geschlechtlichen Identität und unseres Verhaltens ist ein Holzweg.“

      für, gelinde ausgedrückt, leicht übertrieben. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass dahinter, so vermute ich einmal, die Politisierung der (eigenen) Sexualität steckt. Und das ist meines Erachtens die falsche Grundlage, für eine dermassen hochtrabende Behauptung. Was Newton mit Geschlechteridentitäten zu tun haben soll, ist mir offen gestanden schleierhaft, da mit dieser Feststellung lediglich auf ein Denkmodell zurückgegriffen wird, in welchem nirgendwo explizit die Rede von Geschlechtern, Identitäten u. ä. ist.

      • Insofern ich den Satz

        wollte ich natürlich schreiben.

      • aha: http, das Wort „halte“ wurde verschluckt, da ich zur Markierung die falschen Zeichen eingesetzt habe.

        Also, noch einmal:

        Insofern halte ich den Satz (…)

        sorry

      • Katharina sagt:

        Sorry when ich da zwischenfunke. Geschlechtliche Identitaet ist, als was man/frau sich indentifiziert – unabhaengig vom koerper.
        dann gibt es geschlechtsspezifisches rollenverstaendis (sich selbst/ gesellschaft)

        dann gibt es die orientierung, also straight/gay/lesbina und die spielarten dazwischen

        it’s complicated but a lot of fun.

      • Blitz Blank sagt:

        Spannend, dass Sie die Politik da ins Spiel bringen. Auf das will ich ja grad hinaus. Identität und Politik ist ein explosives Gemisch. Aber der Wunsch nach Identitäten scheint leider sehr trendy. Wie oben schon erwähnt hat Amartya Sen in seinem Buch “Die Identitätsfalle: Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt” die Gefahren rund um unsere geliebten Identitäten sehr gut beschrieben.

      • Martin sagt:

        Jaha, Blitz Blanks Geschwätz von „moderner Physik“ ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Und selbst wenn er über Frauen, Männer, Stühle, Tische und Häuser etwas kluges zu berichten hätte: Eine geschlechtliche Identität ist etwas anderes.

      • Körper, Geist, Seele und Sexualität- klingt zwar nicht gerade trendy, trifft aber den Nagel aber auch auf den Kopf. Je mehr Kategorien dazwischen geschaltet werden, desto ominöser wird es. Natürlich sehnen sich im Prinzip alle danach, irgendwie gleich zu sein- oder in einer bedingungslos toleranten und liberalen Gesellschaft zu leben. Leider wird es das nie geben. Daher kommt wohl auch der Versuch, die bestehende (Geschlechter) Ordnung mit allen Mitteln aufzulösen. Ich habe solche Diskussionen andernorten schon tausendfach geführt- wobei mir auffiel, dass ganz bestimmte Gruppen- ich vermeide jetzt das Wort Randgruppen- immer wieder auf dieselben Argumentationsmuster (gegen „Biologismus“) zurückgreifen. Diese Personen sind einfach zu kategorisieren- was dem geübten Betrachter natürlich ins Auge sticht.

        Mir persönlich ist es vollkommen egal, wer mit wem warum und warum nicht aber möglicherweise vieleicht doch, wenn da nur nicht …. wäre, etc.

        Konkret: Sowohl die sexuelle Orientierung, die Religion als auch die Hautfarbe sind für mich bei einem Menschen vollkommen nebensächlich. Mühsam finde ich es nur- als „Mitglied“ einer Mehrheit notabene- wenn man mir ständig versucht beizubringen, dass es mich in dieser Form eigentlich gar nicht gibt. Das ist nicht gerade tolerant, wenn wir schon beim Thema Toleranz sind.

        Und ja: Der Mensch tendiert nun einmal dazu, Ordnungssysteme zu erschaffen. Was sollte daran falsch sein? Wenn wir jetzt den „Biologismus“ mit der Gender-Theorie austauschen, dann handelt es sich dabei doch auch nur um ein neues Ordungssystem, da dürfen wir uns nichts vormachen.

  • heidi reiff sagt:

    Ich mag Rollencliches nicht. Ich habe viel gelernt von meiner Tochter, sie hat sich als kleines Kind frühzeitig gewehrt, als ich ihr das Essen eingeben wollte sagte sie immer „sälber, sälber“. Wenn ich mal als Ansprechsperson meine Enkelinnen hüte, da meine Tochter teilzeitig berufstätig ist, ich koche für meine 2 Perlen, wenn sie aus der Schule nach Hause kommen schmeissen
    sie ihre Schulsäcke in eine Ecke im Gang und fragen „Omi, was gibt es zu essen“. ? Meine Grosskinder werden zur eigenen Selbständigkeit sozialisiert, die können auch kochen, wenn sie draussen mit ihren Gspänli spielen und Hunger haben kommen
    sie nach Hause und teilen mit „ich habe Hunger“, darf ich was essen, ich sage immer ja, ihr wisst wo der Kühlschrank ist, dann holen sie sich das, nach was die Lust haben. In der Küche steht ein Schemel um auf das oberste Tablar heranzukommen, wo ev. Schoggi oder Bisquits verstaut sind. Ich hoffe die Zeiten sind endlich vorbei „es wird gegessen was auf den Tisch kommt“, Suppenkaspar lässt grüssen – ich esse diese Suppe nicht – wau gute Entscheidung. 🙂

  • Wenn Sie mich fragen: „Vo noimeds hät das Chind das Verhalte…“

  • 2mann sagt:

    schon spannend wie das alles auf die geschlechter-rolle gewickelt wird. – dabei hängts doch nur einerseits an gesellschaftlich konservativer prägung des familie/ehe-lebens und andererseits an einer nicht wirklich gleichberechtigt gelebten eltern-rolle durch die beiden partner.

    ich bin schwul, habe partner und einen sohn. wer sich denkt, in gleichgeschlechtlichen eltern-paaren gäbe es die problematik der rollen-verteilung nicht, der/die irrt ! – und das geht auch nicht entlang der genetischen linie (wer ist der „natürliche“ vater), sondern einzig und allein entsprechend der persönlichkeit und dem verhalten der beiden väter selber. – genauso wie hier im forum diskutiert: wer lässt wieviel spielraum für die beteiligung auch des anderen, wer macht sich selber zum dienstleister und wer verfolgt erzieherisch andere ziele …. – nur eben: die geschlechterfrage spielt überhaupt keine rolle dabei, kann sie gar nicht. also mal brav die finger von der mutter-vater frage lassen und selbstkritisch die dinge betrachten.
    die bemühung sogenannt durch die natur vorgegebener rollenverteiligung ist fernab der wriklichen problematik im umgang mit kindern in einer funktionierenden familie.

    • Georg sagt:

      Wundere mich, dass dieser Post nicht mehr anklang fand. Ich finde ihn super.

      • 2mann sagt:

        danke georg 🙂 …
        – aber so richtig wundern tu ich mich nicht. es ist am ende einfacher an den konventionellen mustern des geschlechterstreits festzuhalten. die „frauen von der venus – männer vom mars“ theorie bestätigt ja dann auch noch allen, dass dem so schon recht sei …
        – die enizig durch die natur gegeben sache ist der umstand, dass ein kleiner mensch aufwächst, der in verschiedenen phasen unterschiedliche bedürfnisse hat, denen gegenüber man stets offen sein sollte und gleichzeitig die eigene position in stillung dieser bedürnisse unter kontrolle hat.

  • StefanB sagt:

    Ja, ich bin auch der Meinung, der Kleine sollte mit 5 Jahren sich die Milch selber holen können. Aber immerhin hat die Autorin ihren Jungen so gut erzogen, dass er ins Zimmer geht und nach Mami fragt, statt einfach mit gefühlten 105 Dezibel „MAAMMMIII“ zu schreien.

    Wobei ich mich gerade frage, weshalb geht er ins Büro des Vaters und fragt nach Mami, warum schaut er nicht gleich selbst in Mamis Büro? Hat ihn Mami erst kürzlich relativ unsanft rausgeworften, weil sie unbedingt noch einen Artikel fertigstellen musste? Oder war die Sache mit der Milch nicht eigentlich eine Bitte: Hallo Papi, kümmerst Du Dich mal ein wenig um mich?

    • Auguste sagt:

      hmm…, manchmal scheitern solch kleine verrichtungen einfach an der banalität des alltags, zb. dass die gläser im küchenschrank zu hoch und deshalb ausser reichweite von kleineren kindern aufbewahrt werden – was ja mal durchaus sinn machte. oder, dass die mutter, wie bei uns, seit kindergedenken mit fast schon diktatorischem eifer auf dem trinken der abendlichen milch/ovo/kakao bestand und das getränk bei weigerung wahrscheinlich sogar intravenös verabreichen würde.
      auch die schönsten rituale haben eben nicht nur positive seiten.

      • StefanB sagt:

        Sicher, Auguste, es gibt diese organisatorischen Hindernisse. Allerdings können diese Hindernisse ja abgebaut werden, wenn kein Grund mehr dafür besteht. Oder vielleicht auch nur umgangen. So käme ich in vergleichbarer Situation darauf, einfach ein Glas (leer natürlich) auf dem Küchentisch zu deponieren, damit sich der Kleine selbst bedienen kann. Damits keine Scherben gibt, nähme ich ein unzerbrechliches Glas.

    • Widerspenstige sagt:

      Da bin ich mir nicht so sicher, dass ich das bei meinen drei Kindern zugelassen hätte, nein. Die Milch schwappt auch bei mir bedenklich über, wenn der Tetrapack noch ziemlich voll ist. Dieses voraussehbare Verschütt-Risiko darf ruhig verjährt werden ohne schlechtes Gewissen zu haben. Es erstaunt mich eigentlich mehr, dass Sohnemann überhaupt nach Milch verlangt und nicht nach einem Sirup oder ähnlich Süssem und er sogar ‚bitte‘ dazu sagt. Das macht mich schon eher stutzig in diesem guten Artikel. Und ich gebe da StefanB Recht, dass er – wie es scheint – eher den Papi dafür einspannen wollte und einen Umweg über Mami nimmt…könnte ja sein, oder?

      • StefanB sagt:

        Ich dachte eher, der Kleine nimmt Mami als Vorwand, um Vati zu stören. Vielleicht wollte er ja etwas Quality Time? Oder einfach: Beide Eltern sind zu Hause, aber beide schwer beschäftigt – nur nicht mit ihm.

    • Kate Bush sagt:

      Auguste, dafür haben sie nun starke Knochen, dank dem Calcium in der Gute Nacht-Ovo.

  • R. Jucker sagt:

    Mit vom besten, was mir meine Eltern mit auf den Weg haben geben können, ist die frühe Anleitung und Motivation zur Selbständigkeit. Wenn man von klein auf Dinge lernt, aufräumen, kochen, Wäsche machen und sonst alles mögliche., dann freut einen die Kompetenz, die man gewinnt, das Selber-Können, das eigene Gestalten. Es fördert die Unabhängigkeit des Kindes und das Selbstvertrauen, meine ich.

    • Kate Bush sagt:

      Stimmt, ich freue mich auch immer, wenn ein Mann Kompetenz zeigt, wenn er meine Wäsche macht und weiss, dass BH’s nicht zusammen mit der Frotteewäsche gekocht werden müssen.

      • Hotel Papa sagt:

        Heh! als ich daheim ausgezogen bin, hat mir meine Mutter, quasi als Initiationsritus, beigebracht, wie man Hemden bügelt. Aber erst dann. Frau hat schliesslich ihren Stolz!

        Dass man Wäscheetiketten weitgehend ignorieren muss, habe ich mir selbst beibringen müssen:

        Weisses Baumwollstück:
        Wash separately
        30°C
        Schongang.

        Yeah, right!

      • StefanB sagt:

        Hotel Papa, nicht die Waschtemperatur ist meiner Erfahrung nach entscheidend, man kann auch weisse Baumwollsachen bei 40 oder 60° waschen. Wichtig ist, was nach dem Waschen passiert: Wenn möglich, natürlich trocknen lassen, dabei noch nass in Form ziehen. Wenn es sein muss, dann nur auf schonenster Stufe im Tumbler trocknen, sonst laufen die Teile ein.

        Und ich war noch Teenager, da brachte mir meine Mutter bei, wie ich Hemden bügle oder einen Knopf annähe. Und ja, meine Hemden bügle ich immer noch selbst 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Ich bin auch ziemlich beeindruckt von diesen waschechten Aussagen zum Wäschewaschen und so…super! Hier hat es also doch versteckte Traummänner – hab ich’s doch gewusst und sie spielen lange mit verdeckten Karten…understatement pur sozusagen…hmmm

      • Hotel Papa sagt:

        Um der Damenwelt noch mehr zum Schwärmen zu geben (oder auch nicht):

        Stefan, Du verstehst mich miss. Natürlich kann man Baumwolle wärmer waschen als 30°. Weisse kann man IDR schadlos kochen. Bloss nähen die Hersteller in jedes Kleidungsstück ein Label mit absolut lächerlichen Vorsichtsmassnahmen, nur um ja nicht in die Situation zu kommen, für eine verfärbte oder eingelaufene Wäsche verantwortlich gemacht werden zu können.

        CYA, cover your ass. Wen kümmerts, wenn absolut unpraktische Waschanleitungen herauskommen. Im Zweifelsfall ist der Hausmann selber schuld. Deswegen entscheide ich aufgrund von Material, Web- und Machart selber, wie grob die Maschine mit den Sachen umgehen darf. Der Nachwuchs beginnt nun auch, sein eigenes Urteil über die Hersteller-Gängelung zu stellen. Find ich gut.

        Trockner läuft bei mir nur im Notfall, wenns schnell gehen muss. Ich kann meinen Strom für Schlaueres einsetzen.

      • Hotel Papa sagt:

        @Widerspenstige: Irgendwie desillusionierst Du mich jetzt aber. Kenntnis der Waschprogramme qualifiziert schon zum Traummann? Irgendwie hätte ich auf der Liste andere Qualitäten weiter oben erwartet…

      • Widerspenstige sagt:

        Hätte es wissen müssen, dass Hotel Papa das nicht einfach so stehen lässt. Bei Deinem intellekt nicht verwunderlich, aber meine Bewunderung war als Aufmunterung gedacht, mehr von solchen Qualitäten hier preis zu geben, welche eigentlich zur Grundausstattung eines jeden beziehungsfähigen Partners gehören sollten. So funktionieren mE spannende Beziehungen längerfristig besser, wenn beide über banale Alltagsarbeiten Bescheid wissen und diese auch abwechselnd ausführen – ohne langes wenn und aber. Das gefällt wahrscheinlich nicht nur mir sehr und kann süchtig machen! 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Hotel Papa, wichtige Ergänzung: es sind die kleinen Dinge des Alltags sog. Mosaiksteinchen, die erst die essentiellen Qualitäten eines Traumpartners – um bei diesem heeren Ausdruck zu bleiben, ob Mann oder Frau – beflügeln und diese umsetzbar machen. Also ich kann nicht von einem Partner Feinfühligkeit und Empathie in delikaten Momenten erwarten oder gar verlangen, wenn die kleinen Mosaiksteinchen des Alltags dürftig vorhanden sind. So kann kein ganzes Bild entstehen und mich tagtäglich erfreuen.

      • Hotel Papa sagt:

        @Widerspenstige: Habe wohl den Ironie-Smilie vergessen. Dachte, die Ellipse bringe das auch rüber. Der Einwurf war ziemlich :^) (Tongue in cheek)

        Natürlich gehören diese kleinen Dinge dazu und helfen im Alltag v.a. gegen das Aufkommen von Konflikten. Ich werde aber misstrauisch, wenn Frauen z.B. ihre Unlust am Sex (wortwörtlich so gelesen) an sochen Dingen festmachen. Kann sogar sein, dass sie das selber glauben, wenn sie das schreiben/sagen. Sie lügen sich dann aber kräftig in die eigene Tasche. Attraktion hängt, Gott seis getrommelt, an anderen Dingen.

        Ein ehemaliger Personalchef von mir hat diese Dinge (in anderem Zusammenhang) als „Hygienefaktoren“ bezeichnet. Sie müssen da sein, um Zufriedenheit zu bewirken, erhöhen selbige Zufreidenheit aber nicht wirklich. In anderen Worten: Abwesenheit wird negativ empfunden. Anwesenheit aber nicht lange positiv.

    • Kate Bush sagt:

      Hey, zwei Männer unterhalten sich über das Wäschewaschen, das finde ich mal cool!

      • sumu sagt:

        Vileicht sollten auch Frauen erkennen das die meisten Männer unterdessen über solches Wissen verfügen. Die meisten Männer leben über eine gewisse Zeit als Single ohne „weiblichen Beistand“. Meist gibt es einfach wichtigere Themen als die Putz/Koch/Wasch-qualitäten (üblicherweise trivial als Hausfrauenfähigkeiten abgetan) hier darf Frau in einer Partnerschaft klare Ansprüche stellen (muss aber akzeptieren das gewisse Dinge anderst erledigt werden als sie es sich gewohnt ist).
        Diese neue Zeit ist schon lange gekommen.

      • Kate Bush sagt:

        Sumu, ist mir alles recht, wenn dafür meine Wäsche gemacht wird 😉

  • Auguste sagt:

    hmm…, ich gratuliere ihnen zu ihrem klugen sohn frau binswanger. offensichtlich weiss er instinktiv, dass wir männer nicht von kleinigkeiten abgelenkt werden sollten, wenn wir uns über so wichtige dinge wie: derdiyiok’s miserable leistung im länderspiel, ob das nächste auto wirklich in weiss bestellt werden sollte oder wieso christa rigozzi mehr als alle anderen ch-missen vor ihr verdient hat usw., den kopf zerbrechen müssen.

    • StefanB sagt:

      Nein, Hotel Papa, die Farbe meines Autos ist meine Sache. Ich weigere mich, mit einem Auto zu fahren, für dessen Farbe ich mich abgrundtief schämen müsste – rosa zum Beispiel 🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, glauben sie, elvis fragte seine mutter in welcher farbe er den cadillac bestellen solle?

        elvis: dad, where’s mom?
        dad: in the kitchen, son.

        und das unheil nahm seinen lauf…

      • Hotel Papa sagt:

        Dachte jetzt eher an Bebels rosa Rolls mit grünen Sternen. In welchem Film war das nochmal? Pierrot le fou?

        Keine Ahnung übrigens, wo mein ursprüngleicher Post hin ist, auf den StefanB geantwortet hat. Ich hatte angemerkt, Autofarbe sei Frauensache. Mit Ausnahme von richtig männlichem Gerät wie Ferrari oder Lotus. Wo es gewisse Traditionen zu wahren gibt, deren Feinheiten sich dem durchschnittlichen weiblichen Gemüt entziehen.

      • StefanB sagt:

        Nun ja, Hotel Papa, mir gefallen nun mal kräftigere Farben mehr. Lieber Grell als pastell. 🙂

  • Hansueli sagt:

    Sehr geehrte Frau Binswanger, grundsätzlich ist das ein hoch spannendes Thema welches Sie hier ansprechen und ich habe den Artikel gerne gelesen. Zwei Sätze stossen mir allerdings etwas sauer auf.

    Zunächst einmal darf ich Ihnen sagen, dass Sie den Begriff „Unique Selling Proposition“ falsch verwenden. Zumindest in der Art wie der Satz formuliert ist, auch wenn ich erahnen kann worauf Sie hinaus möchten. Sie „sind“ keine USP, sondern sie „haben“ in den Augen ihrer Kinder eine USP wenn es um deren Betreuung geht. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Abgesehen davon hätten Sie auch schreiben können, dass Sie in den Augen Ihrer Kinder hierfür besser geeignet sind. Das wäre eine klare, einfache und vom Sinn gleiche Aussage die auch jeder ohne Pseudo BWL Kenntnisse verstanden hätte.

    Mit dem Zweiten Satz habe ich insbesondere als Mann extrem Mühe: Sie schreiben, dass es früher hiess, dass Neugeborene ihrem Vater gleichen würde, was zumindest erklären würde warum Babys bei der Geburt eher unattraktiv wirkten. Vielleicht war dies nicht Ihre Absicht aber die Beleidigung und die Verachtung die für mich aus diesem Satz strömt finde ich beachtlich.

    Bitte schreiben Sie doch in Zukunft ein wenig Sorgfältiger und Überlegter. Dann wäre Ihnen mit Sicherheit auch der hübsche Schreibfehler in der Bildunterschrift aufgefallen……

    • Michèle Binswanger sagt:

      Das ist ein Witzchen auf Kosten der Männer. Nehmen Sie es nicht persönlich, sie sehen bestimmt super aus.

      • macho sagt:

        haha 😀

        Hab ichs mir doch gedacht…

      • Hansueli sagt:

        Es tut mir leid aber für mich aus dem Zusammenhang nicht deutlich, dass dies als Witz gemeint war. Ausserdem halte ich Witze auf Kosten anderer Personen grundsätzlich für eher fragwürdig. Und wenn Sie schon „Witzchen“ auf Kosten anderer machen dann können Sie es niemandem verübeln wenn er oder sie es doch persönlich nimmt. Und mit dem Kommentar, dass ich bestimmt gut aussehe ziehen Sie die Verletzung der Gefühle anderer obendrein noch ins lächerliche. Abgesehen davon war der hergestellte Zusammenhang nicht „hässlicher Vater => hässliches Kind“ sondern „Kind hässlich weil es dem Vater gleicht“. Insofern spielt meine „Schönheit“ nicht die geringste Rolle.

        Bei allem Respekt aber bevor Sie sich noch mehr in diesem Fettnapf verbuddeln, entschuldigen Sie sich doch einfach und entfernen diese beleidigende Passage aus dem ansonsten wirklich guten Artikel!

      • Hotel Papa sagt:

        @Hansueli: Ehrlich gesagt lebe ich lieber in einer Welt, in der Michèle einen Witz über hässliche Männer macht und ich deswegen mit dem gleiche Augenzwinkern auch einen über weibliche Autofahrkünste machen darf, als in einer in der alles PC zugeht. SolcheÜberempfindlichkeiten helfen keinem.

    • Cara Mia sagt:

      Man könnte auch mal darüber schreiben, warum manche Männer immer so belehrend sein müssen, so gönnerhaft von oben herab. Vielleicht bitten die Kids sie deshalb nicht gerne um ein Glas Milch? Dass Herrr Binswanger so ein guter Onkel Hansueli ist, kann ich mir allerdings absolut nicht vorstellen..

      • zeitungsleser sagt:

        ich fand diesen witz auch nicht wahnsinnig originell. er ist sogar eher sehr stereotyp.

      • Ginola sagt:

        @Zeitungsleser
        @Hansueli

        Ach du meine Güte. Wie empfindlich seid ihr? Ich fand den Witz eigentlich noch recht lustig. Und sowieso, man muss auch über sich selbst bzw. über sein eigenes Geschlecht lachen können. Also, ich würde Euch vorschlagen, das alles nicht allzu ernst zu nehmen…

      • StefanB sagt:

        Klar, Ginola, der Witz war lustig, und hat vielleicht sogar einen wahren Kern. Aber das trifft auch für Blondinenwitze, Österreicherwitze etc. zu.

      • Ginola sagt:

        @StefanB

        Na ja, mann kann es auch so sehen.

        Aber hey, ein Witz ist primär mal ein Witz. Nur nicht zu viel interpretieren. Und sowieso, wer darauf so empfindlich reagiert, bestätigt ja eigentlich, den von Dir erwähnten klitzelkeinen Kern der Wahrheit…- zumindest für sich… 🙂

      • StefanB sagt:

        Ginola, Du wirst keines meiner Kinder entdecken, das mir nicht ähnlich gesehen hat. Und ja, es war ein Witz, und auch ich habe beim ersten Lesen schmunzeln müssen.

  • Stefan Molikoff sagt:

    Hoch lebe das Gluckentum. Für mich ist das die Essenz dieses Artikels.

    Aber das ist ok, nur sollten die Frauen halt endlich einsehen, dass sie nicht das Zentrum des Universums sind und ein Kind sehr wohl einen Vater braucht und nicht durch die ebenfalls alleinerziehende Freundin aus dem Nachbarhaus ersetzt werden kann.

  • L. Erni sagt:

    Einfach wunderbar geschrieben!

    Vielen Dank dafür!

  • Bitta sagt:

    tja, selbst ist der Mann, kuschelt halt mal mit dem Sohnemann. Macht meiner auch, vor dem Zubettgehen pflanzen sich Papa und Kleinsohn aufs Sofa, schauen ein Büchlein an und dann bekommt Papa einen Kuss und Sohnemann watschelt ins Bett.

    Zum Thema selber Milch einschenken: kommt ja wohl aufs Alter drauf an, ob man das Kind selber machen lässt. Wenn Papa meint, mach doch selber, räumt er dem 5jährigen dann auch die Sauerei hinterher auf?

    • Jürg. sagt:

      Einverstanden, Vater muss auch bereit sein die Konsequenzen zu tragen.

      • Sportpapi sagt:

        Ja. Papa geht mit dem 5jährigen hinterher zum Kühlschrank und räumt die Sauerei mit dem Sohnemann auf, wenn es denn eine gibt. Wieso sollte es? Vielleicht würde Papa dann beantragen, künftig die Milch in kleineren Einheiten zu kaufen, so dass das selber einschenken einfacher geht. Und mit dem Kleinen besprechen, wie es funktioniert (Becher abstellen, Flassche in zwei Hände, …).

    • macho sagt:

      Mein Vater brachte mich immer zu Bett, ein wenig mit mir rumgealbert und dann Gute-Nacht-Kuss. Wenn ich noch nicht müde war und er nicht gerade schlechte Laune hatte, hat er jeweils mit mir „gschleglet“ bis ich erschöpft war und dann schlafen konnte. Ich werde das bei meinen Kindern auch so machen! 😀

      • kitty sagt:

        mein papa auch und ich hatte ein buch mit 365 geschichten und die hat meistens mein papa mir vorgelesen und er konnte das super. auch wenn er von den geschäftsreisen heim kam brachte er mir immer ein kuscheltier mit, ich hatte einen richtigen zoo. was nicht so klappte war das beim hausaufgaben machen helfen, er fand immer: „das ist doch logisch und das muss mann doch verstehen“. aber ich hab halt immer noch so meine liebe mühe mit rechnen noch jetzt während der kv-2. ausbildung! da hat halt mama geholfen. aber im grossen und ganzen hab ich aus meiner sicht die weltbesten eltern!

      • macho sagt:

        2. Ausbildung? Wie alt bist du wenn ich fragen darf?

  • Thomas M. sagt:

    Ich denke, dass die Rollenverteilung ganz früh beginnt. Wenn ein Mann sich nicht von Beginn weg engagiert UND die Mutter das auch zulässt, dann wird es sich wohl nie mehr ausgleichen.

    Den Frauen kann ich folgenden Tipp geben: Lasst die Männer machen, und schaut nicht immer über die Schulter und greift ein. Es wird sonst auf ewig an euch kleben.

    Den Männern kann ich folgenden Tipp geben: Wenn ihr euch früh engagiert, kann sich das in einem Trennungsfall auszahlen. Meine Frau war nach der Trennung problemlos bereit, mir unseren Sohn an 6 von 14 Abenden zu überlassen, weil sie a) wusste, dass der Sohn gut versorgt ist und b) sich daran gewöhnt hat, nicht immer alles selber machen zu müssen. Sie hat keine Lust, jetzt plötzlich doppelt so viel zu tun wie vorher.

    Trotz alledem behandelt mich mein Sohn nicht einfach wie „Mutter 2“, aber das soll ja auch so sein.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das ist die Gebrauchsanweisung, kann ich alles unterschreiben.

      Auch was oben gesagt wurde wegen der Selbständigkeit der Kinder, sich selber zu helfen, ist in meinem Sinn. Es gibt aber so schusslige Kinder, die noch mit 12 jedesmal eine Sauerei hinterlassen, wenn sie etwas einschenken, richtig wegputzen können (wollen?) sie auch nicht, also ist es praktischer, wenn man ihnen hilft. Ich kenne Familien, da gibt es bei fast jedem Mittagstisch eine Überschwemmung, weil die Kinder selber nachschenken, da ist es wirklich einfacher, das für sie zu tun, sonst kommt man als Eltern nicht mehr zum Essen, weil man dauernd die „Wasserwehr“ ist.

      • Regula sagt:

        Diese Kinder können ja dann das Einschenken in der Kochschule lernen. Oder auch da nicht, weil immer jemand da ist, der macht, was man nicht machen möchte.

      • Sportpapi sagt:

        Mein dreijähriger Sohn möchte auch immer gerne selber einschenken. Meistens gibt es die entsprechende Sauerei. Dann muss er selber den Lappen holen und – so gut wie er es eben kann – aufputzen. Strengt er sich nicht an, darf er halt das nächste Mal nicht mehr – nächster Versuch dann nächste Woche… Aber wir könnten den Kindern auch immer einen Schoppen oder geschlossenen Trinkbecher geben, damit die Eltern in Ruhe essen können. Und das Essen in kleine Teile zerlegen, weil das mit dem Messer einfach zu gefährlich ist. Und… Hoffe aber schwer, dass meine Kinder später mit 12 ihre Sauerei selber wegputzen können.

  • Hotel Papa sagt:

    Mir stellt sich die Frage, warum Papa in der Situation nicht selbst auf die Idee kommt, das zu übernehmen, da Sohnemann doch schon bei ihm steht.

    Im übrigen heisst Erziehung natürlich häufig, den anstrengenderen Weg zu gehen, auch wenn „einfach selber machen“ (Mama holt die Milch) am einfachsten wäre.

    Man darf sich nicht über die in Stein gemeisselten Verhältnisse in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Nachkommenschaft beschweren, wenn man selbst zur Änderung nicht beiträgt.

    • macho sagt:

      Ja, find ich auch. Der Papa soll halt auch mal sagen: „Komm mit dem Zeug auch mal zu mir! Mama hat genug um die Ohren und will dir nicht den ganzen Tag alles nachtragen!“

  • Linda-Sue sagt:

    Kenn ich auch, beine beiden Söhne hängen nur an mir, der Vater wird praktisch ignoriert.

    zB: Wir sitzen alle am Tisch, Sohn fragt mich: „Mami duet der Papi mit uns hüt no dschute?“ Warum fragt du denn nicht den Papi, der sitzt doch gleich neben dir? Sohnemann grinst nur…..

    Keine Ahnung warum das so ist, sicher bin ich mehr zu Hause und Bezugsperson Nr. 1, aber der Vater würde sich auch kümmern wenn er dann mal angesprochen würde.

    • Stefan Molikoff sagt:

      So, und jetzt mal das stille Kämmerlein aktivieren und nachdenken, wieso das wohl so ist?

      Und dann die Antwort gleich hier wieder mitteilen.

    • Freddy sagt:

      Auch noch ein paar Fragen dazu: Darf ihr Mann das denn selbst mit dem Sohnemann abmachen, ohne Sie zu fragen? Haben Sie nicht schon den Tag genau geplant und ihr Mann hat da gar nichts zu bestimmen? Darf ihr Mann im Haus mindestens 50% der Eintscheide selbst fällen, oder zumindest 40% und sie akzeptieren das und richten sich danach? Was wäre mal, wenn Sie nichts antworten und einfach den Papi mit grossen, erwartungsvollen Augen anschauen? Mein Tipp hier auch folgendes: Lehnen Sie sich mal zürück und lassen sie den Dingen einfach mal freien Lauf. Ihr Mann wird aufblühen und vielleicht entdecken Sie dann, was für einen tollen, kreativen, lebensfrohen und verspielten Partner sie da haben. Sie werden ihn nicht wieder erkennen und sich fragen, ist das wirklich derselbe Couch-Potatoe, der vorhin letargisch und anteilnahmslos dabei sass. Fact ist: Menschen werden passiv und langweilig, wenn Sie sich nicht einbringen können und wenn sie nichts zu sagen haben. Dies gilt auch für Männer im Haushalt.

  • Freddy sagt:

    Ach Herrje… Schon wieder so ein Artikel, deren Schreiberin einfach keine Ahnung hat von Männern und auch nicht versteht was Frauen grundsätzlich falsch machen in der Erziehung. Ich weiss, als Mann auf MAMAblog zu schreiben ist ja sowieso schon verwerflich. Es heisst ja nicht PAPAblog oder ELTERNblog, was politisch korrekt wäre. Ich versuche jetzt als Mann, obschon mir die Gefühlswelt ja nicht zugänglich ist, das mal zu erklären aus Sicht des Mannes. Also. Aus Sicht eines Mannes verhindert eine Frau die natürliche Entwicklung des Kindes, indem es das Kind zu Bequemlichkeit und Abhängigkeit erzieht. Einem Mann ist das zutiefst zuwider in der Erziehung. Seine Erziehung zielt einzig darauf ab, das Kind zur Selbständigkeit zu animieren und es ihm zu ermöglichen, seine Grenzen selbst zu finden. Was durchaus mit heftigen Schrammen und Prellungen und fürchterlichem Geheule sowie einem riesigen Zusammenschiss über Verantwortlungslosigkeit seitens der Mutter enden kann. Dem Kind schadet das nicht, denn so lernt es, dass am Ende des Tages nicht der Papi oder die Mami es schon retten. Es lernt, dass es für sein Leben und die Risiken, die es darin eingeht ganz alleine selbst verantwortlich ist. Es lernt sich zu beherrschen, Ziele zu verfolgen, auch wenn es unbequem ist und es lernt seine ganz eigenen Grenzen kennen. Dies alles wird im Wattepolster mütterlicher Bequemlichkeit nicht ermöglicht. Warum fragt das Kind die Mutter nach einem Glas Milch. Weil der Papi sagen würde: Du bist gross genug, dir das selbst zu holen. Er würde es dem Kind ev. nochmals zeigen, wie das geht, aber sicherlich nicht Hotel Papa spielen. Da das Kind selbst natürlich auch nicht doof ist, geht es den Wattepolsterweg des Lebens und fragt Mama. Diese holt dem Kind natürlich das Glas sofort. Was lernt das Kind damit: Die Welt tut was ich sage wenn ich mich nur genügend hilflos oder nervig anstelle. Das funktioniert im Job dann eben leider nicht. Der Mann hat jedoch praktisch keine Chance diese Werte dem Kind beizubringen, weil jedes Mal, wenn der Mann wartet, bis das Kind das Glas selbst holt, zerstört die Mutter diese Lektion im Leben, indem Sie Hotel Mama spielt. In diesem Zyklus werden die Ziele und Lektionen männlicher Erziehung täglich von der Mutter torpediert. Sehr zum Unklück des unselbständigen Kindes.

    • Regula sagt:

      Sehr schönes Wort: „Wattepolsterweg“.

      Und obwohl ich jetzt eigentlich Zeit und Lust habe, meinem Sohn die Wäsche, die er normalerweise selber besorgt, zusammen zu legen, werde ich das nicht tun.

      • Freddy sagt:

        Richtig so! Meine Mutter war nämlich eine Ausnahme und hat mir bereits mit 6 gezeigt, wie ich Wäsche zusammenlege und was ich alles tolles in meinem Alter schon im Haushalt helfen kann. So kam es dann, das ich mit Erstaunen als Erwachsener feststellte, dass die meisten Mütter ihren Söhnen weder Waschen noch Kochen noch Putzen beigebracht hatten. Solche verwöhnte Jungs hatte ich dann in der WG. Der beste war jedoch ein Kollege, dessen Mutter dann jede zweite Woche gekommen ist und uns die ganze WG geputzt hat. So etwas muss man sich mal vorstellen. Sie hatte so derart das Bedürnfnis, für ihren 22-jährigen Sohn zu sorgen, dass sie das für die ganze „hilflose“ WG übernommen hat?!? Wir haben Sie natürlich nicht daran gehindert, da sie irgendwie glücklich war damit. Nach den zwei Jahren in der WG mit gratis Putzdienst, habe ich auch fast verlernt, wie ich putzen musste. Das war hart, danach wieder damit anzufangen 🙂

    • Sportpapi sagt:

      So ist es! Da geht es nicht um die Faulheit des Vaters, sondern Erziehung zur Selbstständigkeit.

      • Freddy sagt:

        Ja, das ist genau so. Stimmt. Mir wurde dann oft gesagt, dass ich faul sei, und mich nicht ums Kind kümmere, wenn ich nicht sofort zum Kühlschrank gesprungen bin. Dabei war das gar nie mein Ziel. Dafür bin ich stundenlang neben meiner Tochter gestanden und hab ihr geduldig beigebracht, selbst auf den Stuhl zu klettern und selbständig zu essen und zu trinken. Jetzt kann sie es und wehe, ich würde sie heute noch füttern wollen mit einem Löffel, sie würde mir das Essen verweigern, weil sie nämlich super stolz ist, dass sie selbst essen kann. Natürlich ist sie dadurch auch unabhängig von mir und nicht mehr kontrollierbar und natürlich wird sie irgendwann so selbständig, dass sie mich nicht mehr braucht, um ihr Leben zu meistern. Doch genau das ist ja Erziehung für mich, loslassen jeden einzelnen Tag.

      • Sportpapi sagt:

        Oh ja. Mein jüngster hat schon vor jährig darauf beharrt, selber zu essen. Was für ein Schritt! (und was für eine Sauerei…)

      • Franzi sagt:

        also meine nichte hat schon mit 2.5jahren rüebli und gurke geschält.. sehr süss 😀 und sie faltet auch immer bei ihrer uroma die taschentücher und sowas, weil sie da immer zugeguckt hat!

        und wenn man ihr in dem alter schon bei irgendwas helfen wollte, hiess es: „nei tanti chani sääälbeer“ 🙂

        ob soviel selbständigkeit macht man sich aber schon fast wieder gedanken…

      • Hotel Papa sagt:

        Gehört doch zur normalen Entwicklung in dem Alter, das „chani sälber“ Phänomen. Manchmal wünscht man sich, etwas von dem Geist liesse sich in die Teenie-Jahre retten. Aber ohalätz, da gelten andere Regeln!

    • Linda-Sue sagt:

      Ich finde deinen Text spannend zum Lesen und er bringt einen zum Reflektieren. Es stimmt schon, dass Mütter das Beschützen und „bei jedem Schreien des Kindes“ sofort zu rennen vielleicht seit Babyzeit verinnerlicht haben und es schwer wird, das mit den Jahren wieder abzustellen oder runter zu dosieren. 🙂 Oder die Mutter hat ein schlechtes Gewissen/ fühlt sich ungenügend, wenn sie die Kinder nicht so umsorgt und umhegt, wie es ihr eigenes Mutterbild von ihr verlangt?

      Ich erziehe meine Kinder zur Selbständigkeit, weil es mich nervt, den ganzen Tag sie bedienen zu müssen. Die Ansprüche der Kinder werden nicht kleiner, im Gegenteil mit der Zeit ist es selbstverständlich, dass Mami das Zimmer aufräumt, die Kleider rauslegt, Taxi ist, (weil Tramfahren doof ist)….. Ich helfe gerne, aber ein Kind muss auch alleine „tun“ können, natürlich altersentsprechend.

      • Freddy sagt:

        Merci und meine Mutter hat das eben auch so gemacht. Das hat mich zwar als Junge oft genervt, aber es war am Ende gut so. Sie hat mit mir halt oft auch Zeit verbracht mit Reden und parallel haben wir gemeinsam irgendetwas im Haushalt gemacht. Durch die Selbständigkeit von uns Kinder hat sich dann eben am Ende folgender Effekt eingestellt. Wir hatten alle mehr Quality Time zusammen, wir Kinder hatten Respekt vor der Arbeit der Mutter, wir hatten auch Respekt vor Ihr. Wir Kinder durften dann sogar mal über einen Monat den Haushalt selbst schmeissen, weil sie krank war. Hat super geklappt damals und wir waren auch sehr stolz. Natürlich war das Essen etwas pastalastig 🙂

      • Kathy sagt:

        Ich finde Männer toll:) Und habe selber einen Super-Papi, der genauso kocht, wäscht, bügelt und erzogen hat wie wie meine Mutter.

    • Auguste sagt:

      hmm…, nimmt man den umfang ihrer heutigen beiträge als indiz, dann scheint ihnen ihr „verwerfliches“ tun, ausgelöst durch den artikel einer ahnungslosen in einem politisch inkorrekt betitelten blog, eine ordentliche menge spass zu machen. recht so, freddy. aber bedenken sie, man kann hier auch ins forum kommen, ohne die türe einzutreten.

      • Freddy sagt:

        Ja, da haben Sie ev. Recht. Doch es nervt schon, wenn hier in allen Artikeln ins gleiche Horn geblasen wird: Frau = Gut, Mann = Schlecht, unfähig, faul oder ev. gerade noch so geduldet. Das zeigt sich eben schon im Titel MAMAblog. Es fehlen mir hier konstruktive Beispiele wie Eltern das Leben angehen. Stattdessen liest man häufig Texte, welche mich sehr stark an eine „Anleitung zum Unglücklichsein“ erinnern. Das fördert zwar die emotionale Reaktion der Leser, ist jedoch am Ende, nach ein paar Wochen MAMAblog lesen einfach nur noch nervig und führt dazu, dass sich die männlichen Leser unverstanden von diesem Hort des Feminismus abwenden. Dann fehlt eben auch die andere Seite in der Plattform. Ich habe noch kaum was positives hier über Männer gelesen und das spiegelt die Realität überhaupt nicht. Ich kenne so viele gute Väter und Mütter und ich würde gerne da mehr Tipps hören, wie die das anstellen.

      • Widerspenstige sagt:

        Keine Angst, Freddy, es gibt sie. Sie sind vielleicht nicht so in der Überzahl oder in Blogs wie diesen anzutreffen – hoffentlich beleidige ich jetzt nicht gerade einen Traummann – aber ich bin solchen Traummännern schon begegnet. Frau sollte sie machen lassen und nicht ständig dreinreden, dann entwickeln sie sich zu Göttergatten bzw. Göttern schlechthin! 😉

      • Hotel Papa sagt:

        „Sie sind vielleicht nicht so in der Überzahl oder in Blogs wie diesen anzutreffen“

        Ähnlich häufig wie Frauen mit einer gesunden Einstellung zu Partnerschaft. 😉

      • Ginola sagt:

        @Freddy

        Ich finde das reichlich überempfindlich reagiert: „…Frau = Gut, Mann = Schlecht, unfähig, faul oder ev. gerade noch so geduldet….“ steht nirgendwo geschrieben oder sagen wir es so, habe ich nirgendwo gelesen. Interpretieren kann man natürlich die Artikel, wie man will.

      • Auguste sagt:

        hmm…, freddy, hier werden nur spitzen gehandelt, ähnlich wie an der börse. und wie dort bestimmt die tagesaktualität, ob die tendenz positiv oder negativ ist. bullen und bären – frauen/mütter und männer/väter. verschiedene meinungen ergeben einen markt, aber keine universallösung.

      • Freddy sagt:

        @ Ginola… Dann lesen Sie noch mal und nehmen Sie eine objektive Brille.
        @ Auguste. Das National Geographic oder andere Artikel haben auch Erfolg ohne einseitigen Populismus. Sie prägen eine positive Einstellung und fördern generell das Interesse und Verständnis. Der Tagesanzeiger ist ja auch nicht der Blick. Eine Zeitung kann zwar polarisierend berichten, sollte jedoch immer Beide Seiten der Geschichte zeigen. Hier ist das nicht der Fall
        @ Widerspenstige… Wirklich… Etwas positives von Ihnen über Männer. Congrats… und haben Sie den Traummann geheiratet oder ist es der Nachbar, von dem Sie heimlich träumen 🙂

    • Eremit sagt:

      „Aus Sicht eines Mannes verhindert eine Frau die natürliche Entwicklung des Kindes, indem es das Kind zu Bequemlichkeit und Abhängigkeit erzieht. Einem Mann ist das zutiefst zuwider in der Erziehung. Seine Erziehung zielt einzig darauf ab, das Kind zur Selbständigkeit zu animieren und es ihm zu ermöglichen, seine Grenzen selbst zu finden. Was durchaus mit heftigen Schrammen und Prellungen und fürchterlichem Geheule sowie einem riesigen Zusammenschiss über Verantwortlungslosigkeit seitens der Mutter enden kann.“

      Nicht generell, aber tendenziell: Ja.
      Wobei, eine Erziehung zur Selbständigkeit kann das „soziale“(?) Ziel beinhalten niemandem zur Last zu werden. Es kann aber auch dem egoistischen Zweck dienen „mir“ nicht zur Last zu werden.
      Würde nur Männer Kinder erziehen, dann würden m. E. viele Kinder „zu früh“ ins kalte Wasser geworfen werden und traumatisiert. Würde nur Frauen Kinder erziehen, dann würden m. E. viele Kinder „zu spät“ ins kalte Wasser geworfen werden und ebenfalls traumatisiert. Das Beste ist daher nach wie vor Mann & Frau.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Nein, das nächstemal sagen Sie Ihrem Sohn: Papa gibt dir ein Glas Milch.

    Neugeborene sind eher unattraktiv weil sie dem Vater gleichen?? Da kann man vorbeugen, indem man einen attraktiven Mann sucht, meine Kinder waren sehr hübsche Bébés, eine Hebamme nannte meinen Sohn „Sidebolle“. Ich finde nicht, dass Männer generell weniger gut aussehen als Frauen.

    • Jürg. sagt:

      Genau das ist doof: “ Papa gibt dir ein Glas Milch“
      Papa will das nicht, er soll sich sein Glas Milch selber holen.

      • Hotel Papa sagt:

        So wie ich das verstanden habe ist das (Bub schenkt sich selbst ein Glas Milch ein) im Haushalt Binswanger keine Option. Gibt ja X Gründe, warum das so sein kann.

      • Yvonne sagt:

        Vielleicht ist „Bub“ auch noch sehr klein….so drei Jahre…..dann können sie den Kühlschrank aufmachen, kommen aber nicht an die Milch ran. Genauso sind Gläser und Tassen oft in Hängeschränke verstaut so das Knirps nicht ran kommt, ausser er lernt fliegen.

        @Jürg. Und warum will Papa das nicht…..zu faul….wichtigeres zu tun?

      • Sportpapi sagt:

        @ Yvonne: Der Sohnemann ist offenbar 5jährig. Der Vater will nicht, weil das Kind das selber lernen soll (was tatsächlich für die Zukunft auch eine Arbeitsersparnis ist – so faul sind wir Väter!). Ausserdem muss der Sohn nicht fliegen lernen, sondern die Schränke sollten vernünftig eingeräumt werden. Bei uns sind zum Beispiel die Trinkbecher der Jungs, ihre Teller etc extra in ihrer Reichweite angeordnet, so dass sie beim Auftischen (mit Freude!) helfen können. Kühlschrank öffnen ist etwas schieriger, aber mein 3jähriger schafft das problemlos. Hier muss ich nur schauen, dass er vorher fragt und sich nicht bei allem selber bedient.

    • macho sagt:

      Bei dem Satz hab ich auch kurz gestuzt, war das humorvoll gemeint?!

  • Jürg. sagt:

    Viele Männer finden es sei nicht Männlich die Emotionale Kommunikation zu verwenden (Babysprech und Kudelmudel etc) und müssen diese auch zuerst lernen.
    Was das Umsorgen betrifft übertreiben die Frauen auch masslos. Der Junge kann sich ein Glas Milch auch selber holen.
    Es braucht keine Trinkflaschen in der Schule es gibt genügend Wasserhähne etc.

    • Hotel Papa sagt:

      Babysprech halte ich für ziemlich überflüssig, auch von Müttern. Kinder verstehen erwachsenes Deutsch, evtl. mit der passenden Emotion in der Stimme, geausogut.

    • Sportpapi sagt:

      Was bitte ist emotionale Kommunikation? Mit meinen Kindern spreche ich so, dass auch sie sprechen lernen. Babysprache ist da nicht förderlich. Bin aber gleicher Meinung: Das Glas Milch können die Kinder auch selber holen – oder ist der Kühlschrank wohl das unantastbare Heiligtum der Mutter?

      • Linda-Sue sagt:

        Baby-Sprech kommt ganz automatisch/instinktiv bei vielen Frauen, wenn sie was süsses, kleines sehen, kann Baby oder auch ein kleines Tier sein zB. Welpen, junge Katze was immer. Scheint hormonell bedingt zu sein, schwupps geht die Stimme hoch und Unsinn wird gebabbelt….. :-), hab aber auch schon mal gelesen, dass Babys/junge Tiere auf solche Sprachfolgen besser reagieren und diese bevorzugen als tiefe Stimmen. Natur hat sich evtl. etwas dabei gedacht.

        Also nix gegen Babysprech, sofern man mit den Kindern nicht nach 10 Jahren immer noch so redet ;-)))

      • Jürg. sagt:

        emotionale Kommunikation gibts natürlich nicht, ist von mir und meine Definition wäre die von Hotel Papa und Linda-Sue:
        Stimme hoch und Emotionen in die Stimme (Liebe, Liebe, Liebe). Ev. vermischt mit Babysprech, dem Versuch irgendwie mit dem Baby zu kommunizieren.

      • Sportpapi sagt:

        Die überrmässige Verwendung der Babysprache kann die Sprachentwicklung beeinträchtigen. Aber natürlich soll man mit der Tonlage Gefühle kommunizieren. Verkleinerungsformen finde ich aber generell unnötig. Und weshalb soll das Kind dem Hund Wauwau sagen, nur um es später wieder umzulernen?

      • Hotel Papa sagt:

        Die Kinder sorgen in ihrer Sprachentwicklung noch für genug Kreativität. Einiges hat sich bei uns dann in die Alltagssprache gestohlen. Ist irgendwie Identitätstiftend, wenn die ganze Familie „Portenee“ sagt statt „Portmonee“. Kinder lernen auch sehr schnell zu differenzieren, wo die Verwendung des entsprechenden Wortes angebracht ist und wo nicht.

      • Moi sagt:

        Wie wärs mit Cervalami? Kreation von meiner Schwester. Aber keine Ahnung mehr ob Salami oder Cervalat gemeint war….

  • J_Randi sagt:

    Ansonston ist der humorvolle Beitrag gelungen!

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