Schule-Spezial: Umarmen statt Rammeln

Der dritte Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» stammt aus der Feder von Allan Guggenbühl. Der Psychotherapeut und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich findet es skandalös, dass Jungs an der Volksschule keine Jungs sein dürfen.

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Typisch bübisches Verhalten ist in der Schule verpönt. Provozieren, prahlen, krasse Geschichten erzählen, das alles wird selten goutiert - Brüderpaar. (Bild: thejasandersfamily.blogspot.com)

«Heute hatten wir Schule!», teilt ein Knabe seiner Mutter freudig mit. Die Mutter ist erstaunt und fragt zurück: «Aber du gehst doch über ein Jahr in die Schule?» «Ja! aber bis jetzt haben wir noch nicht richtig Schule gemacht, mit Aufstrecken, richtig-falsch und so!»

Wir alle haben eine Vorstellung, wie Schule sein sollte. Diese wird durch unsere eigene Schulzeit, schöne Erlebnisse, wie mühsame Erfahrungen geprägt. Wir litten unter unsensiblen Lehrern, mühsamen Klassenkameraden, wurden ausgeschlossen oder verbrachten eine glückliche, problemlose Zeit. Auch Kinder haben Vorstellungen darüber, wie es in der Schule sein sollte. Sie erzählen es sich untereinander, vernehmen Geschichten von älteren Kindern oder lauschen den Erzählungen der Eltern. Solche Bilder beeinflussen unsere Haltung der Schule gegenüber.

Wie die Volksschule jedoch  sein sollte, ist schwieriger zu beantworten. An sich ist Schule eine grossartige Einrichtung: Sie ist nämlich die einzige Institution, die alle durchlaufen müssen, unabhängig von der sozialen Klasse, vom Geschlecht, den Interessen und der Persönlichkeit und dem kulturellen Hintergrund. In der Volksschule wird man also mit Menschen konfrontiert, mit denen man im Leben sonst nie etwas zu tun hat, die einem fremd und komisch erscheinen. Man sitzt mit ihnen im gleichen Klassenzimmer und muss irgendetwas lernen. Dies hat zur Folge, dass man als Schüler grossen internen Spannungen und Konflikten ausgesetzt ist. Für die Lehrpersonen ist es nicht einfach, aus diesen heterogenen Gruppen eine Einheit zu machen. Die Lehrpersonen müssen sich mit den Kindern auseinandersetzen, eine Beziehung aufbauen und Stoff vermitteln.

Heute steht die Volksschule noch unter zusätzlichem Druck: Reformen, die mit dem Stichwort Qualitätssicherung durchgesetzt werden und bei denen die Pisa-Resultate als Begründung herhalten müssen, erschweren die Arbeit vieler Lehrpersonen. Man will die Fachlehrpersonen einführen. Die Schüler und Schülerinnen haben dann nicht ein oder zwei Lehrpersonen, sondern werden schon ab der ersten Klassen von drei, vier und später noch mehr Lehrpersonen unterrichtet. Dazu kommen noch spezielle Förderlehrer und Spezialunterricht. Die Idee ist, dass sich die Fachkompetenz der Lehrperson erhöht. Die Folge: Die Schüler müssen mit verschiedenen Erwachsenen eine Beziehung aufnehmen, psychologisch etwas Unmögliches. Vor allem für zurückgezogene oder sozial herausgeforderte Kinder ist dies eine Katastrophe. Sie haben niemanden, der sich wirklich mit ihnen auseinandersetzt, sie kennen lernt, Konflikte austrägt. Es kommt zu einer Verantwortungsdiffusion.

Andere Reformen betreffend den Unterrichtsstil: Man setzt auf soziale Kompetenzen und eigenständiges Lernen und degradiert den Lehrer zum Coach. Wieder: Für viele Kinder kein Problem! Doch einige Kinder, und darunter vor allem Knaben, haben damit grosse Mühe. Sie bräuchten einen klaren Bezugsrahmen, eindeutige Verhältnisse. Zudem: Bei den sogenannten sozialen Kompetenzen, die heute entscheidend für eine erfolgreiche Schulkarriere sind, handelt es sich um Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen: Beziehungssprache, Gefühle in Worte ausdrücken, sich umarmen statt zu rammeln, ruhig sitzen und hinhören statt dreinreden und verhandeln wollen. Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert. Oft verlangt man von den Jungs sogar, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollten; eigene Lernziele formulieren, ein Portfolio führen. Dies funktioniert bei den meisten Knaben nicht: Sie wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun bzw. zu lernen haben. Sie integrieren sich in der Schule über Widerstand. Die Folge dieser Pädagogik: Knaben haben objektiv grosse Probleme in der Schule, schreiben schlechtere Noten, leiden unter mehr Schulausschlüssen und im Gegensatz zu den Mädchen häufiger unter Schulverleider. Und: Obwohl sie es von der Intelligenz her könnten, haben sie schlechtere Chancen ins Gymnasium zu kommen, wie eine schubladisierte Untersuchung des Kantons Zürich zeigt.

Es ist ein Skandal, dass diese Missstände nicht behoben werden und man nicht an einer knabengerechteren Schule arbeitet. Knaben können auch Freude am Lernen entwickeln und gerne zur Schule gehen. Keines der Geschlechter darf in der Volksschule benachteiligt werden.


MAMABLOG-ALLAN-GUGGENBUEHLAllan Guggenbühl, Psychologe FSP, dipl. analyt. Psychotherapeut SGAP, ist Leiter des Instituts  für Konfliktmanagement und Mythodrama (IKM), Leiter der Abteilung für Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche an der Erziehungsberatung der Stadt Bern sowie Dozent an der Pädagogischen Hochschule des Kantons Zürich. Guggenbühl ist Autor von «Kleine Machos in der Krise».

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.

260 Kommentare zu «Schule-Spezial: Umarmen statt Rammeln»

  • ajk sagt:

    Die einzigen die sich selbst Unnötig machen, sind die Frauen die keine Kinder bekommen. Solche brauchen wir nicht. Wir brauchen Nachwuchs und Leben.

    Wettbewerb ist und bleibt wichtig, ob mit Hellebarden oder nicht. Denken ist anstrengend, Wissen schaffen ebenso. Der Westen kackt gerade deswegen ab, weil weichgewaschene Menschlein meinen, das alle sich immer Umamren müssen..

    In übrigen frage ich mich wie die Menschheit sich fortpflanzen soll, ohne Männer. Aber was red ich, die Personen welche von „Abschaffung der Männer“ reden, haben null Ahnung von Biologie, sind also schlimmer als ungebildeter Pöbel. Sie meinen nämlich schlau zu sein..

    /ajk

  • Sabrina sagt:

    Was ich hier so alles lese… auch einiges frauenfeindliches… z.B. von Eni “Fazit: Frauen von Diktateoren und Tyrannen sind keinen Deut besser als ihre Männer, aber da sie nie die Macht gehabt hätten über Armeen und Sklaven zu herrschen haben sie das den Männern überlassen und es sich bequem gemacht.”. Es gibt zahlreiche Länder, wo Frauen an der Macht sind, findest Du da irgendwo eine Diktatorin? Vielleicht haben wir in der Schweiz bald eine Frauenmehrheit im Bundesrat. Man kann alos nicht behaupten Frauen seien nie an der Macht gewesen. Oder nehmen wir doch einmal England bzw. UK. Mit der Königin oder mit Margrith Thatcher. Welcher Mann hatte den soviel Macht? Frauen haben nicht nur immer mehr Einfluss in der Politik auch in der Geschäftswelt gibt es immer mehr CEO die in Fraunhände sind. Zwar können Frauen auch dominant, zielorientiert bzw. auch sehr zielstrebig und wissen was sie wollen, aber das sind noch lange keine Diktatorinnen oder Tyranninen… Gruss Sabrina

    • Talon sagt:

      Und zudem ist es auch noch falsch. Es gab sehr wohl Blutrünstige Diktatorinnen in der Geschicht: Bloody Mary zum Beispiel. Frauen hatten schon immer Macht und Einfluss, auch in der Politik. Die Jahrtausendelange Unterdrückung der Frau ist ein Mythos.

    • ajk sagt:

      Es werden nie mehr als 10% Frauen sein. Frauen sind zu wenig zielstrebig und wenn sie dann an der Macht sind, auch viel zu grausam weil sie versuchen „mitzuhalten“.

      Mehr und Mehr Frauen gibt es NICHT, es werden sogar weniger..

      /ajk

  • Andrea sagt:

    Wie bitte?:
    „Bei den sogenannten sozialen Kompetenzen, die heute entscheidend für eine erfolgreiche Schulkarriere sind, handelt es sich um Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen: Beziehungssprache, Gefühle in Worte ausdrücken, sich umarmen statt zu rammeln, ruhig sitzen und hinhören statt dreinreden und verhandeln wollen. Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert.“
    1. Soziale Kompetenzen sind nicht nur entscheidend für eine „Schulkarriere“, sie sind es auch und vor allem für eine spätere berufliche Karriere. Es sei denn, man wird Offizier oder Diktator.
    2. Soziale Inkompetenz, blöde Ego Prahlerei sowie Agressivität ist also schützenswertes und angeborenes Verhalten der Jungen/Männer? Mir ist es neu, dass Mädchen keinen Bewegungsdrang haben und von Natur aus „hörig“ sind.
    3. Die „erwachsene Männerwelt“ sollte sich mal fragen, was sie den nachwachsenden „Geschlechtsgenossen“ für Rollenmuster vorlebt, die diese dann früh schon nachahmen, um angeblich „richtige Männer“ zu werden. Diese Rollenmuster funktionieren nicht nur in der Schule nicht, sondern nirgendwo. Und „natürlich“ sind sie auch nicht.

    • lara sagt:

      auch männer dürfen eine doppelmoral haben ; )

    • Tim sagt:

      1) Es geht um bestimmte Formen von sozialer Kompetenz, die eher Mädchen entgegen kommen.
      2) Aha, Jungs sind also ihrer Meinung nach blöd und egoistisch?
      2) Rollenmuster? Freiheit von Rollen

    • ajk sagt:

      Ach was reden sie denn da..

      Was den Jungs beigebracht werden muss, ist dasselbe was man Jungs seit eh und je beibringen musste. Unsere Gesellschaften sind einige Tausend Jährchen älter als der Gedankenhorizont all dieser Pädagogen.

      Es ist der kämpferische, mutige und starke Mann, der auch Gedichte rezitieren kann.

      Das hat es schon vor 1000 Jahren gegeben und wird auch in 1000 Jahren benötigt. Die Rollen haben sich überhaupt nicht verändert.

      Schafft den ganzen Müll ab, lasst die Männer in ruhe und gut ist.

      /ajk

  • Lasst die Buben Buben sein sagt:

    Dieser Zustand wir nicht nur das Bildungsniveau in CH sinken lassen, sondern fördert noch zusätlich die soziale „Kastration“ der Buben bzw Männer, was schlussendlich diese noch mehr zu immer schwächer werdenden Geschlecht machen wird. Dies wird zur Vereinsamung und Bindungsunfähigkeit auch seinen Beitrag leisten.

    • Eremit sagt:

      Wenn ich die „Vereinsamung und Bindungsunfähigkeit“ von Frauen von heute betrachte, dann findet schleichend leider auch eine “Kastration” von Mädchen bzw. Frauen statt.

  • @Aeppli: Warum wurde die von Allan Guggenbühl erwähnte Studie, wonach es Knaben schwieriger fällt, ins Gymnasium zu kommen, schubladisiert? Und wohin genau ist sie verschwunden? Und: Wann wird sie wieder auftauchen? Welche Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein?

    • Cara Mia sagt:

      Würde mich auch Wunder nehmen, und zudem noch wann endlich die diversien Studien, die klar belegen, dass die Schule morgens viel zu früh beginnt, umgesetzt werden.

      Wir könnten nun böse sein: vielleicht fängt die Schule so früh an, damit alle noch so schlapp und müde sind, dass sie ruhig in den Stühlen hängen und keinen Blödsinn machen? Leider wird so allerdings auch kein Stoff vermittelt, weder an Buben noch an Mädchen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das frage ich mich auch, aber offenbar soll Schule wehtun und mühsam sein, sonst wären die Schulzeiten schon lange angepasst worden. Bereits eine Stunde später würde viel bringen, da sich der Wach- und Schlafrhythmus in der Pubertät verschiebt, das zeigt die Forschung der Chronobiologen eindeutig. Wie sollen Jugendliche um 6 aufstehen können, wenn sie vor Mitternacht keinen Schlaf finden? Einmal mehr verstehe ich die Gleichgültigkeit und Schwerfälligkeit des Systems nicht…..

      • Nemo sagt:

        Cara Mia und Pippi naja dies ist nun ein gewisses Dilemma. Soll der Schulbeginn möglichst früh starten, damit die berfustätigen Eltern ihrer Arbeit nachgehen können oder soll dieser später starten und damit die Kinder vollständig ausgeschlafen sind?

        Auch mag ich mich an eine meine Zeit in der Kanti erinnern, als der Lehrer auf unsere Reklamation bezüglich frühem Schulstart antwortete, andere Jugendliche in unserem Alter gehen in die Lehre und die starten teilweise früher mit der Arbeit. Ganz unrecht hatte der Lehrer nicht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nemo, späterer Schulbeginn für die Kinder ab zwölf, die können schon selber aufstehen. Auch Jugendliche, die eine Lehre machen, müssen nicht alle früh aufstehen, in den Handwerksberufen ist ein früher Beginn üblich, aber in den andern Sparten nicht unbedingt. Zudem gilt für viele die gleitende Arbeitszeit. Fazit: Wo es möglich ist, sollte Rücksicht genommen werden, im Interesse der Beteiligten.

      • Sportpapi sagt:

        Wie sollten Jugendliche um 6 Uhr aufstehen können, wenn sie vor Mitternacht nicht im Bett sind? Und: wenn die Schule später beginnt, ist sie auch später fertig. Bis wann darf denn die Schule dauern? Bis 17 Uhr? Bis 18 Uhr? Haben dann die Jugendlichen nicht auch schon wieder Programm?

      • StefanB sagt:

        @Sportpapi:
        Genau deshalb beginnt die Schule so früh: damit die Kinder lernen, dass sie, wenn sie eben früh auf müssen, ihr Abendprogramm eben so gestalten, dass sie früh zu Bett gehen können.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Früh ins Bett bringt auch nichts, wenn man dann noch zwei Stunden wachliegt. Das Problem ist nicht herbeigeredet, es existiert, die chronobiologische Forschung ist hier eindeutig. Sicher sind die Einen weniger davon betroffen als die Andern, ob man eine „Lerche“ oder ein „Uhu“ ist, spielt auch eine Rolle. Man ist kein besserer Mensch, wenn man gerne früh aufsteht, oder? 😉

      • StefanB sagt:

        Nein, Pippi, ob Lerche oder Uhu, beide sind gleichwertig. Ich frage mich allerdings, ob erforscht worden ist, was dabei von der Natur vorgegeben, und was konditioniert ist. Die biologische Uhr ist ja relativ flexibel, wie alle wissen, die schon mal Ferien in anderen Zeitzonen verbracht haben.

        Ich weiss aus eigener Erfahrung: selbst bin eher Eule, musste aber einmal eine Zeitlang berufsbedingt früh aufstehen. Was mir anfangs schwer fiel, aber nach erstaunlich kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie weit Konditionierung, weiss ich auch nicht. Wahrscheinlich hängt es mit der Ausschüttung des Melatonins zusammen, und das ist abhängig vom Licht, aber ich bin keine Expertin. Dass man sich an frühe Aufstehzeiten gewöhnen kann, ist klar, aber ob man sich dabei auch wirklich optimal leistungsfähig fühlt, ist die Frage. Ich finde einfach, wo Prozesse optimiert werden können, sollte es getan werden.

    • sportpapi sagt:

      Ich als gerne Frühaufsteher wäre aber mit einer späteren Startstunde bestraft gewesen. Oder führen wir auch Gleitzeiten ein? Die „Auffangstunden“ gehen in diese Richtung…

      • zysi sagt:

        möglich wäre natürlich auch ein schulsystem, das sich nochstärker nach den schlafbedürfnissen der schüler orientiert oder noch besser diese nach dem erwachen und dem sms-signal diese zu hause besuchen.

  • xyxyxy sagt:

    @alle
    also ich weiss nicht, wie es heute in der Schule zu geht, aber ich kann mich erinnern, dass auch zu meiner Zeit es nicht anders war, als von Guggenbühl beschrieben:
    Wir mussten lernen ruhig zu sein, nicht drein zu reden etc. und noch nie wurde rammeln gelobt. Nein, nie. Es gab kein Wettkampf im Ringen und Boxen. Auch das wurde zu unserer Zeit geahndet. Und wir hatten auch nicht mehr Turnen, als beschrieben.
    Wir hatten einfach noch das Fach „Werken“ getrennt von den Mädchen, welche häkelten. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass wir in diesem Fach als Buben besonders aufgeblüht wären. Das taten wir nur im Pausenplatz mit Fussball, Rösslikampf oder Velorennen und natürlich wenn wir ganz gezielt blödsinn anstellten und den Lehrer auf die Palme brachten.
    (Ein ziemlich unfähiger Mann übrigens, der später wegen Pädo-Neigungs-Verdacht von seinem Beruf zurücktreten musste.)

    Vielleicht liegt es also nicht an der Schule, wenn es heute mehr Probleme geben sollte als früher. Vielleicht liegt es einfach an der Gesellschaft, an den Eltern, an unserer Lebenskultur, an unseren WErten etc. von welchen alle Kinder weit mehr geprägt werden, als von der Schule.

    • ajk sagt:

      Es liegt daran das:

      1. Es weniger Platz zum spielen und toben gibt. Die Städte sind zugebaut.
      2. Jungs verachtet werden, sie entwickeln kein gutes Selbstgefühl

      /ajk

  • „Stattdessen jubelt man in den Medien, dass die Mädchen die Oberhand gewinnnen im Gimi und Uni, als ob man unsere Jungs dafür bestrafen wollte, dass einmal Mädchen benachteiligt wurden. Ich find es befremdlich…“

    Das hat zweifellos etwas. Und was ich dabei noch interessanter finde: Alle sprechen vom Gymi und den Unis / Hochschulen. Was sich in den letzten Jahrzehnten im Rest der ganzen Bildungslandschaft getan und verändert hat, interessiert offenbar niemanden. Und Akademiker machen gerade mal 25 Prozent an der Gesamtbevölkerung aus. Die restlichen 75 Prozent haben jede Relevanz verloren. Und das hat System, wie ich behaupte. In einem der letzten Beiträge- ach ja: Die Leiden der Männer- wurde doch darauf hingewiesen, dass ein Teil dieser Befragung / Untersuchung / Studie (ganz bewusst) ausgeblendet worden ist- zufälligerweise die Männer.

    Zufall? Kaum…

    Also, was ist jetzt mit den erwähnten 75 Prozent der Bevölkerung? Gibt es die überhaupt? Oder besteht unsere Gesellschaft gar am Ende nur noch aus Akademikern?

  • macho sagt:

    Es geht nur darum, die Jungs in Zukunft wieder besser zu fördern, abzuholen und sie Jungs bleiben lassen. Wenn man das tut, kommt das auch allen burschikosen Mädchen zugute! Gleichzeitig darf man keinen Rückschritt machen und sich nur noch auf die Jungs konzentrieren, logisch. Ich weiss nur was ich erlebt habe, es war ja noch nicht all zu lange her, bin jetzt 22, und es war als Junge nicht einfach. Bestätigen würden ihnen das 90% aller meiner Kollegen und auch Kolleginnen. Fragt doch mal nach bei jüngeren Leuten.

    Es geht doch auch darum, dass wieder mehr Jungs ins Gimi kommen, und sich das Geschlechterverhältnis bei ca. 50-50 einpendelt, wie es nach Intelligenz der Geschlechter auch sein sollte, denn da gibt es keinen Unterschied. Stattdessen jubelt man in den Medien, dass die Mädchen die Oberhand gewinnnen im Gimi und Uni, als ob man unsere Jungs dafür bestrafen wollte, dass einmal Mädchen benachteiligt wurden. Ich find es befremdlich…

    • ajk sagt:

      Man sollte nicht vergessen das 70% aller Frauen nur Teilzeit arbeiten, sie ernähren auch nicht die Familie sondern verdienen nur ein kleines Zubrot. Das tun sie Freiwillig und voller Verantwortungsgefühl zum Kind.

      Es ist total Unwirtschaftlich das Frauen an Unis gezwungen werden und dort ihre Fruchtbarsten Jahre verbringen. Das kostet auch verdammt viel Geld (Unsis sind darum pleite) und das zahlen auch noch Steuerzahler. Die meisten Frauen studieren sachen unnötig sind und auch keine richtige Vollzeitstelle ermöglichen. Allgemein ist das Studiumauswahlverhalten eher an „Spass“ orientiert, als an Wirtschaftlichen Überlegungen. Das wird uns allen noch um die ohren fliegen.

      Aber Chinesen und Inder sind ja fleissig am Aufbau ihrer Kultur.. Während wir hier darum diskutieren ob es Gleichberechtigung ist das die Steuerzahler Frauen bezahlen das sie zum Spass etwas studieren was sie auch zuhause mit einem guten Buch lernen könnten.

      Unis sind zu Balzveranstaltungen geworden.

      /ajk

  • Fiona sagt:

    Das Verrückte ist, das die Buben sofort auf ADS getestet werden, wenn sie etwas aus der Rolle fallen…

  • maria sagt:

    Seit ich Mutter zweier wilder, eigensinniger und trotzenden Buben bin, habe ich mich auch als Lehrerin ein bisschen geändert. Die Buben haben es wirklich schwerer in der Schule, schon nur wegen dem Bewegungsdrang, der bei ihnen meist höher ist. Als perfekter Lehrer würde man also oft Bewegungs-Sequenzen im Unterricht einbauen müssen, aber wer ist schon perfekt…Alle, auch Herr Guggenbühl müssten einmal einen Tag, noch besser eine Woche in einer „normalen“ Regelklasse unterrichten, dann wüssten sie, dass unser Schulsystem nicht für wilde, bewegungsfreudige und schwatzhafte Kinder geeignet ist, da liegt eben der Hase im Pfeffer. Ist noch ziemlich anstrengend, dieses Lehrerle, da reicht schon nur ein Querschläger um den ganzen Betrieb lahmzulegen, glaubt mir!
    Bei 20 und mehr Kindern hat man als Lehrer Freude an den Schülern, welche brav und still arbeiten können aber trotzdem rege am Unterrich beteiligt sind. Halt eher die Mädchen, jä nu.
    Und das Fach Mensch und Umwelt gibt es noch, weiss also nicht, was das soll, von wegen es gäbe keine Technik mehr im Unterricht. Bei mir ist Mensch und Umwelt zentral und alle Lehrer, die dieses Fach aus Zeitmangel ausblenden sind faul und arbeiten nicht nach Lehrplan.So.
    Auch meine zwei Jungs werden mal in den sauren Apfel beissen und schön brav auf ihren Stühlen still sitzen müssen und lernen, nur im richtigen Moment ihr Mäulchen aufzumachen, so ists halt. Schaden tuts wahrscheinlich nicht, sie haben ja auch noch das Dehei, wo sie so sein können, wie sie grad wollen.

  • Eremit sagt:

    „Man will die Fachlehrpersonen einführen.“
    Sollte man nicht zuerst Lesen und Rechnen lernen bevor man Fremdsprachen und Fachlehrer/innen einführt?

    „Doch einige Kinder, und darunter vor allem Knaben, haben damit grosse Mühe. Sie bräuchten einen klaren Bezugsrahmen, eindeutige Verhältnisse. Zudem: Bei den sogenannten sozialen Kompetenzen, die heute entscheidend für eine erfolgreiche Schulkarriere sind, handelt es sich um Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen: Beziehungssprache, Gefühle in Worte ausdrücken, sich umarmen statt zu rammeln, ruhig sitzen und hinhören statt dreinreden und verhandeln wollen. Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert. Oft verlangt man von den Jungs sogar, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollten;“
    Gilt nun Rammeln und Dreinreden als etwas Gutes oder Schlechtes? Ebenso die Beziehungsgespräche, Ruhigsitzen und Gefühle über Worte ausdrücken. Gerades das „Gefühle über Worte ausdrücken“ kann in einer vernetzten Gesellschaft bedenklich sein, wenn z.B. jemanden, nennen wir ihn mal Anton, eine andere Person, nennen wir sie mal Beate, unsympatisch ist. So geht Anton hin, drückt bei einer anderen Person seine negativen Gefühle über Beate aus. Dadurch stimuliert er ggf. bei der anderen Person ebenfalls negative Gefühle gegenüber Beate. Diese negativen Gefühle pflanzen sich dann fort wie man es bei „sozialen“ Netzwerken, Chatrooms, Diskussionsforen usw. bis hin zu Facebook sieht. Am Schluss haben dann fast alle negative Gefühle gegenüber Beate, wollen mit ihr nichts zu tun haben, da sie dadurch als komisch, langweilig, zurückgeblieben usw. gilt. Sie kann dann alles tun was sie will, den Ruf wird sie nie mehr los. Utopie? Kenne in verschiedenen Firmen in denen es solche „Opfer“ gibt. In der USA kann man 1’000 km weit zügeln, da dort immer noch die selbe Sprache gesprochen wird. In Europa hingegen sind die Distanzen anders. Wäre es nicht gut, wenn man in den Schulen den Kindern zuerst bebringt, was sich gehört und was sich nicht gehört, bevor man beginnt über Gefühle zu reden?
    Gut, das setzt voraus, dass die Erwachsenen und LehrerInnen selbst über sowas wie eine Moral besitzen …

    Gerade der letzte Punkt „Oft verlangt man von den Jungs sogar, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollten“ drückt es sehr gut aus. Ein edler Ritter merkt es erst dann, dass der Drache bei der Prinzessin nicht ihr Schosshündchen ist, wenn sie um Hilfe schreit.

    Soweit zur Religion Guggenbühl.

    @Aeppli
    Wie soll die Schule knabengerechter werden, so dass 50% der Nichtberufs-Maturanden Jungs sind?
    Und wir wird eine Lehrerinnen / Lehrer Quote von 50% in dem Primarschulen angestrebt, wie wir es früher einmal für einen Augenblick hatten?
    Bitte keine schöne Worte sondern griffige Massnahmen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Super, und wer genau ist jetzt alles stolz drauf dass sich die Gespräche so ziemlich verzettelt haben?

    @Cara Mia: mich würd immer noch die Frage nach den Bildern interessieren, an was alles Sie in diesem Zusammenhang denken, oder wichtig finden würden. Und Ihre Kapuzenmädchen machen mir Mut!

    @Widerspenstige: was meinen Sie zu meinem Kommentar bezüglich dieser Sendung, deren XX/XY Erklärung ich mir zweimal angehört habe, und überhaupt keine Stützung der Globetrotterin darin erkennen kann?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    xaM = Brigitt Mittermeier. Ich glaube, er wird langsam zur Frau, macht es aber auch nicht besser. Assoziation: Hexe im Hänsel und Gretel.

    • Ja, ja Pippi und wieviele Minuten brauchen Sie, um einen missliebigen Diskutanten sperren zu lassen?
      Sind Ihre Lanzen so stumpf, Ihr Pferd so lahm, Ihr Schild so löcherig, Ihr Knappe so faul, Ihr Hirn so groggy, dass Sie die Gegner auf anderem Weg vom Turnierplatz räumen???

      • Katharina sagt:

        also mister m. lesen Sie das als Warnung:

        WENN ICH VON FORENSIKERN REDE, DANN MEINE ICH RICHTIGE FORENSIKER.

        Cybermobbing. Klar? dazu gibt es fuer diese Platform hier eine offene Akte beim FBI.

        das bedeuted auch, dass, wenn sie sich in den dunstkreis eines solchen verdachtes bringen, und ihr tatsaechlicher name von ihrer site her oeffentlich bekannt ist (inklusive Photo), sie ein problem haben, wenn sie sich in richtung dieses landes hier bewegen.

      • @Katharina

        Wer mobbt wen ganz genau?

  • Blitz Blank sagt:

    Ich finde es falsch, wenn die Erwachsenen oder die Gesellschaft (Schule) die Kinder zu neuen Frauen und Männer heranzüchten würde. Die Kinder sollen ihre Geschlechtlichkeit voll ausleben dürfen. Ich habe als Bub mit aller Lust Krieg gespielt und aus mir ist trotzdem eine neuer Mann geworden ;-)). Die Girls sollen sich total aufbrenzeln und die Jungs den coolen Macho durchgeben dürfen. Das alles ist nicht das Problem. Das Problem sind doch die Erwachsenen und ihre Welt, wenn sie sich immer noch an die Geschlechterstereotypen halten. Das kriegen doch die Kinder mit!! Lassen wir die Kinder in Ruhe und kümmern wir uns bei diesem Geschlechterthema lieber um uns selber.
    Nur so eine Idee: Wie wärs zum Beispiel mit einem „Geschlechtertag“ wo sich Papa und der Sohnemann als Frauen verkleiden, pink tragen und Puppen spielen und Mutti und die Tochter Ritter und Schwarzenegger. Das wäre doch eine Mordsspass?

    • Cara Mia sagt:

      Man kann das heute nicht mehr trennen, denn die Kinder sind voll in der Werbemaschinerie und werden umkämpft als „Potential“ wie blöd. Meine Töchter haben nie das Bedürfnis gehabt, sich aufzubrezeln, sondern sind natürliche Mädchen in Kapuzenpullis und Jeans. Diese frühe Sexualisierung der Mädchen ist ebenso schädlich für die Kinder, wie der Druck unter den Buben, möglichst früh schon ein Mädchen unter sich gehabt zu haben. Wir müssen hinterfragen, was wir an Bildern und Medien auf unsere Kinder loslassen, denn die sind dem nicht gewachsen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Sind mit „Bildern“ die Bilder in unseren Köpfen gemeint, oder auch überdimensionale Plakatwände, Kioskaushänge, Werbung in allen möglichen Print- und anderen Medien?

      • Cara Mia sagt:

        Ich denke halt, alles zusammen. Den Jugendlichen werden perfekte Körper vorgegaukelt, alles muss rasiert sein, und dann all diese grässlichen Shows mit Schönheits-OPs, Sixpacks und so weiter. Die sind doch unter einem enormen Druck, und in der Werbung werden nur Clichés vermittelt, die genau das zementieren, was heute nicht mehr funktioniert: ein richtiger Mann ist… eine richtige Frau ist….

      • Walter sagt:

        @Cara Mia
        Und genau da sind doch wir Eltern gefordert. Wir müssen unseren Kindern den Unterschied zwischen Werbung und Realität erklären. Wenn die Kinder der Werbung mehr glauben als ihren Eltern haben wir versagt.

        Das Problem sind natürlich die Leute, welche sich selber von der Werbung manipulieren lassen. Wie sollen dort Werte vermittelt werden?

    • @Cara Mia

      Kapuzenpulli, natürlich, häää???
      Natürlich wäre höchstens ein Lendenschurz aus Tigerfell.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Könnten Sie das nicht lassen?
        Ich nämlich bin dankbar für jedes Mädchen das Qualitäten hat wie Cara Mia’s Töchter!
        Das macht mir Mut für meine eigene, der das alles noch bevorsteht.

      • @Brunhild Steiner

        Man kann auch im Kapuzenpullig abgefackt, tätowiert, gepierct, von Zigarettenqualm stinkend daherkommen. Ein Kapuzenpulli ist zumindest in Bern kein Hinweis auf „Natürlichkeit“.

      • Katharina sagt:

        @Brunhild:

        es geht um den ideologischen ‚krieg‘ der an anderem ort angekuendigt wurde. deren ziel ist die verarschung dieser platform hier. es geht gezielt gegen bestimmte personenn hier. dahinter steht eine art krimineller energie. heute ist es so, dass xam ein profil missbraucht. rita angelone schreibt in einer anderen sprache als was wir hier sehen.

        meiner meinung nach ist das nicht nur eine art krimineller energie, sondern echt kriminell. ich glaube nicht, dass rita angelone erlaubnis dazu gab, auf ihre site zu verlinken.

      • @Brunhild Steiner

        Ja, ich sehe die Schulmädchen, um die ich mir Sorgen machen würde, wäre ich deren Vater.

        Pfadi, Sport, Musik andere sinnvolle Freizeitbeschäftigungen scheinen mir das gescheiteste.
        In dem Alter haben Sie als Eltern so gut wie keinen Einfluss mehr darauf, was die Kinder lernen.
        Sie lernen von den gleichaltrigen in den peer groups.
        Als Eltern haben Sie hingegen Einfluss auf den Umgang, können mitbestimmen, mit wem und wo sich Ihre Kinder treffen.

        Aber Natürlichkeit als Ziel und Vorurteile über eine Kleiderordnung, das kommt mir reichlich oberflächlich von Seiten der Eltern vor.

      • Cara Mia sagt:

        @Mittermeier: Ja kann man, und in einem Minirock bieder aussehen kann man auch. Und es gibt Transen, Drag Queens.. sonst noch was?

      • @Cara Mia

        Klicken Sie auf meinen nick und werden Sie täglich klüger.

        Ich habe Ihre Geschichten von Ihren Mädchen in den Pfadi immer gern gelesen. Sie bestätigen damit meine Meinung, dass eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung die Jugendlichen auch zu den vertrauenswürdigen Gruppen von Gleichaltrigen führt.

        Hingegen sind in fast allen Völkern weltweit die peer groups von pubertierenden nach Geschlechtern getrennt. Das hat seine guten Gründe.

        Auch die Koedukation in der Pfadi hat einen Haufen Nachteile: Aus Ihren Geschichten erfahre ich, dass jetzt die Buben in einer erweiterten Meitlipfadi integriert sind. Darüber kann ich leider nicht wirklich lachen.

  • @Aeppli

    Was halten Sie von freier Schulwahl, damit die Eltern nicht die ganze Privatschule aus dem eigenen Sack zahlen müssen?
    Sind Sie so wenig überzeugt von der staatlichen Schule, dass sie diese vor Konkurrenz protegieren müssen?

    • Cara Mia sagt:

      Es widerstrebt mir einfach, die Kinder, die nicht in die Schubladen passen, in Privatschulen abzuschieben, so stark ich die freie Schulwahl auch begrüsse. Die öffentliche Schule sollte allen gerecht werden. Sollte. Aber wie gesagt: sie spiegelt ja nur die Gesellschaft wider.

      • Die Frage war an Frau Aeppli, Frau Regierungsrat und Frau Bildungsdirektor im Kanton Zürich
        — notabene nicht an die Freizeitemanzen.

      • Katharina sagt:

        q.e.d. es handelt sich um eine organisierte manipulation. handelt es sich hier nicht um die nebenveranstaltung, sondern eine komplizin? Die sprache ist eindeutig. also gerade eben nicht eine komplizin, sondern der protagonist selber.

        fazit; dahinter steckt eine kriminelle energie. diese kindskoepfe denken wirklich, sie fuehrten hier einen ideologischen krieg,

      • @Katharina

        Die Erste Blogeuse forderte heute morgen hier in den Kommentaren auf,
        die Fragen an die Frau Regierungsrat Aeppli zu stellen und diese Fragen mit @Aeppli zu beginnen.

        Lesen, Studieren und dann Motzen, kann ich nur beratend hinzufügen.

      • @Cara Mia

        Das ist eine Zwetschgenbacke.
        Darin findet sich nämlich jetzt grad ein toller Mund voll von meinem frischgebackenen duftenden Zwetschgenkuchen.

  • Widerspenstige sagt:

    Der nachdenkliche Artikel von Allan Guggenbühl erinnert mich an seine Teilnahme an der Diskussionssendung ’scobel‘ im 3sat vom Juli mit genau diesem Thema ‚Jungs: das schwache Geschlecht..‘ und habe ich für alle Interessierten hier den Link dazu:

    http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/132154/index.html

    Es diskutierten mit ihm eine Reformpädagogin, welche die Lehrpläne als Basis betrachtet ‚die jedoch wenig bis gar nicht beachtet werden müssen…‘ und einem Neurobiologen, welcher nochmals genauestens informiert über das XX- und XY-Chromosom* und wieso Jungs deswegen eher verhindert werden in ihrer Entwicklung und eigentlich – wie ich es im thread gestern versucht habe zu erklären – ganz simple Herausforderungen wie eine Staumauer am Bach bauen und selbständig eine Lösung dafür suchen mehr profitieren als stundenlanges pauken und Vokabeln beigen etc. Sie lernen einfach anders als Mädchen und diesem Umstand muss Rechnung getragen werden. Denn was hat eine Gesellschaft davon, wenn junge kreative Menschen sich nicht so ausdrücken können, wie es ihrem Temperament entspricht? Sie werden das Ventil irgendwo irgendwann öffnen und wie aus heiterem Himmel losprügeln – alles schon bekannte Muster, die wir in den Medien lesen und dafür regelmässig andere Kulturen beschuldigen und sie verwahren oder mit Ritalin stilllegen. In Deutschland habe der Konsum von Ritalin übrigens um 300% – ein mE heller Wahnsinn diese Entwicklung! – in den letzten Jahren zugenommen und ADHS werde von der Krankenkasse als Krankheit akzeptiert. Himmelschreiend sowas – ich schnappe nach Luft und stelle meine Fragen

    (*der Neurobiologe erklärt sehr schön zu Beginn der Sendung, wie die weiblichen XX-Chromosomen bei der Entstehung des Menschen stärker sind und erst später durch die Kombination XY-Chromosomen das männliche Geschlecht entsteht – wie es @Globetrotterin in einem anderen thread erklären wollte und viel Häme dafür erhalten hat, vielen Dank noch für diesen wichtigen Hinweis der letzten Forschungsergebnisse! Ich möchte jedoch damit nicht negative Gedanken streuen sondern diese Tatsache als richtig bestätigen – nicht mehr und nicht weniger.)

    @ Frau Aeppli

    Wie hoch ist der Ritalinkonsum oder der Prozentsatz verabreichter Substanzen in der Schweiz, um Zappelphilippe ruhig zu stellen und wieso wurde dies nicht anders abgeklärt? Dazu könnte Allan Guggenbühl vielleicht seine Gegenargumente bringen und die psychologische Vorabklärung vor Verabreichung an solche Jungs stärker begründen. Es darf doch nciht sein, dass soviel bekannt ist inzwischen von den biologischen Zusammenhängen und bewegungslustige Jungs wie Zuchtpferde ruhig gestellt werden müssen. Wie werden die Lehrpläne in Zukunft gestaltet sein, um endlich diesem Umstand voll Rechnung zu tragen? Werden vermehrt Workshops im Freien stattfinden und vielleicht 1 Tag in der Woche geschlechtergetrennter Unterricht deswegen vorgesehen? Nur Sport zwei Lektionen pro Woche reichen da nicht aus um den Gemeinschaftssinn und Abenteuerlust der Jungs innerhalb einer Klasse zu festigen. Es geht ja auch darum, keinen unnötigen sog. ‚Gangs‘ in der Freizeit Vorschub zu leilsten sondern genau diese Problematik innerhalb der Schule anzubieten und abzuschwächen.

    • @Widerspenstige

      Schön, wenn die Emanzen sich in Molekularbiologie weiterbilden.
      Ansonsten wäre die die wikipedia zu konsultieren unter dem Stichwort „Y-Chromosom“.
      Die ist ziemlich auf dem neuesten Stand und gut mit links dokumentiert.

      Empfehlenswert für die spezifische Fragestellung wären die Ausführungen zur Dosiskompensation
      http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtschromosom#Dosiskompensation

      Ich nehme an, ideologische Verblendung schafft es ohne Sachkenntnis ganz gut.
      Es braucht keine Kenntniskompensation für die Widergespenties.

      • Katharina sagt:

        he. ich hab dir x-mal gesagt, du sollst hier nicht als frau aufkreuzen. und jetzt nissbrauchst du auch noch das profil aus deiner friendlist auf facebook.

      • Widerspenstige sagt:

        Habe ich Sie irgendwann irgendwo beleidigt oder übergangen und es nicht gemerkt? Ich kann mich leider schlecht daran erinnern und möchte klar stellen, dass ich keine Emanze bin. Ich sehe mich als emanzipierte Frau mit wachem Geist und möchte konstruktive Diskussionen und Lösungsansätze erwirken hier und im realen Leben. Ich strebe keinerlei Gleichmacherei der Geschlechter an sondern – wie schon öfters von mir betont – eine Gleichwertigkeit der Geschlechter und das ist ein wesentlicher Unterschied. Mein Hinweis wegen der vor einigen Tagen geführten Chromosomen-Diskussion passte gerade zum Thema und ich habe ausdrücklich betont, dass ich dies nicht im Negativen meinte sondern als Tatsache. Ich hoffe, Sie können damit etwas anfangen und wünsche mir mehr Sachlichkeit zum jeweiligen Thema.

      • Guten Morgen Katharina.

        Leider sind Sie nicht meine Mammi und
        „ich habe Dir schon x-mal gesagt, dass…“ das dürfen nur Mamis zu ihren Lausbuben sagen.
        Abgesehen davon, dass das garantiert nie nützt.

        Man folge dem Link und werde täglich klüger….

      • @Widerspenstige

        Wie gesagt, Sachlichkeit beginnt mit Sachkenntnis.

        Emanzen dürfen behaupten und können sich Sachkenntnis ersparen.
        Sie sind Wirklichkeitsresistent wie auch alle anderen Abkömmlinge
        der kommunistischen Frontorganisationen aus Zeiten des kalten Krieges.

        Sachverhaltskompensation ist bei denen wirkungslos.

      • Katharina sagt:

        @birgitt
        ich akzeptiere nicht, das sie hier vorgeben frau zu sein, nur um ihren ideologischen krieg zu fuehren. nehmen sie dazu gefaelligst ein maennliches pseudonym, so wie es sich fuer einen richtigen mann gehoert.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Katharina, tut er das wirklich? Warum weisst du das, bist du auch auf Facebook? Ich bin seit zwei Monaten dort, habe es mir aber lange überlegt, wegen des Datenschutzes etc.

      • Katharina sagt:

        @pippi:

        der link auf seinem nick zeigt auf die Site von Rita Angelone. das alleine ist ohne ihre einwilligung zumindest unlauter.

        facebook: check his firstname plus the german for word. How I know: he postet on the facebook page of this platform. so did the other one from the bar.

        i have no problem with him talking here in an acceptable tone and as a man. anything else i find unacceptable.

      • Michael Wirtschlecht sagt:

        Die Katharina könnte sich die Erklärungs-Verrenkungen sparen.

        Ich schreibe regelmässig auf die Pinnwand von mamablog bei Fratzenbuch.
        Die Kumpane vom Pippinator könnten diese Einträge einfach stehen lassen…

        Schon lustig, da löschen sies und hinterher verwundern sie sich und vermissen sies.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige: ich habe mir die Erläuterung nun zweimal angehört,
      nichts davon unterstützt die Aussage von Globetrotterin!
      Er sagt dass bei der Frau XX und beim Mann XY ist, und zwar von anfang an,
      und dass Y ein eigenständiges Chromosom ist (und nicht ein X dem das Bein abfällt)
      Der Moderator fasst es dann zu dieser „zu Beginn sind wir also alle Mädchen-Aussage“ zusammen, und ich hab mich sehr gewundert dass der Neurobiologe da nicht sofort klarstellt.
      Ein alleiniges X gibt nämlich kein gesundes Mädchen, also sind die EinzelXer mit Y im Anhang auch keine Mädchen welche sich in einem späteren Stadium umwandeln.

  • Cara Mia sagt:

    Wahrscheinlich müssen wir alle uns generell vom Genderdenken weg in Richtung individuelle Betrachtungsweise entwickeln. Wir haben so ein statistisches Mehrheitsdenken, und in dieses drücken wir die Angehörigen einer bestimmten Gattung rücksichtslos hinein.

    Wenn Knaben mehrheitlich gerne kämpfen, so doch nicht alle. Wenn Mädchen mehrheitlich besser Sprachen können als Buben, dann doch nicht alle.

    Knaben setzen eben auch Knaben unter Druck. Diese ganze Gewaltspirale ist doch ein Warnzeichen sondergleichen, dass das Männerbild nicht mehr stimmt und man den Knaben etwas anderes beibringen muss, als entweder eine halbe Frau zu sein oder gleich ein Totschläger.

    • Katharina sagt:

      Das habe ich ja gestern nacht schon angetoent. die reaktion war, dass der Bl0gwart es als offtopic betitelte.

      • Adrian sagt:

        Darüber hat Allan Guggenbühl bereits des öfteren geschrieben (also dass das Fehlen klarer Rollenbilder dazuführt das Kinder zu Tussies und Machos werden) zB in der Weltwoche aber auch anderswo … derselbe Autor, so offtopic ist das also nicht 🙂

  • Schurke sagt:

    «Oft verlangt man von den Jungs sogar, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollten; eigene Lernziele formulieren, ein Portfolio führen. Sie wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun bzw. zu lernen haben.»
    Hoffentlich ist das so! Denn: Was sollen die Kinder in der Schule lernen? Nach meiner Meinung sollen sie wie für die Realität, u.a. auch im Berufsleben gerüstet werden. Da bin ich sehr froh, dass auch Knaben dazu angehalten werden, sebständig zu handeln statt nur Befehle entgegen zu nehmen.

    • @Schurke
      Nach Ihrer Theorie wäre Schule überflüssig.

      Wenn die Buben alles selber merken sollen, dann können sie das auch beim Spielen an der Aare oder beim Indianerlis an der Sense.

      • Schurke sagt:

        Sie sollten unseren Jungs ein bisschen mehr zutrauen, denn das Indiänerle machen sie (je nach Charaktertyp) sowieso, da hält sie die Schule nicht ab.

        Und da soll die Schule gleich überflüssig sein. Sie werfen die Flinte aber sehr schnell ins Korn. Seien Sie unseren Jungs ein Vorbild und zeigen Sie ein bisschen mehr Standhaftigkeit.

        Sie sind in meinen Augen ein armer Kerl, dessen einziger Grund in diesem Blog aufzutreten das Provozieren ist und wenig zu einer sachlichen Auseinandersetzung beiträgt. Stellen Sie lieber Ihren Standpunkt dar. Es interessiert mich zum Beispiel von Ihnen, ob den Knaben in der Schule vorwiegend Befehle zu erteilen sind oder sie selbständig denken lernen sollen.

    • Michael Wirtschlecht sagt:

      @Schurke

      Haben Sie ein Problem mit logischem Argumentieren?

      Ich habe im Blogkommentar immer beiden Möglichkeiten und es wird sich in beiden Fällen jemand finden, der herummotzt:
      a) Entweder eine Überlegung sorgfältig ausführen, dann werde ich als Dampfwalze mit wenigen interessanten Ansätzen vom Pippinator eliminiert.
      b) Oder ich kann kurz und einfach aufzeigen, warum ein Argument nicht funktioniert und schon bin ich ein armer Kerl, der nur provoziert.

      Vielleicht sind ja die armen Kerle diejenigen, die mit einen ausführlichen Einwurf nicht zu überblicken vermögen und die ein träfes logisches Argument nicht nachzuvollziehen vermögen.

      Also noch einmal ausführlicher:
      Wenn die Buben alles selber merken sollen, dann brauchen sie keinen Lehrer und keine Schule. Schule ist im allgemeinen für die Bereiche zuständig, die die Kinder nicht selber merken.

      Was die Überlegung von Guggenbühl angeht, so bezieht er sich auf die moderne Selbsterfahrungspädagogik, wo Zweitklässler ihren eigenen persönlichen Lehrplan selber zusammenstellen sollen. Das funktioniert nicht und diese Art von „Selbständigkeit“ hat nichts mit der Realität im späteren Leben zu tun.

      Wenn Sie, Schurke finden, dass im Berufsleben jeder Angestellte selbständig handeln soll statt nur Befehle entgegennehmen, so bewegen Sie sich auf einem anderen Niveau logischer Typisierungen. Der Angstellte ist sowohl ausgebildet für seine Arbeit, wie auch hat er einen definierten Auftrag. Man nennt das auftragsorientierte Führung im Militär.

      Von einem 8-jährigen erwarten unsere Schulen, dass er alles miteinander tut: Den Auftrag definieren, die Methoden entwickeln, das Handwerk erlernen und dann auch noch selbständig alle diese Aufgaben lösen.

      Früher nannte man das Verwahrlosung, wenn man Kinder dermassen ihrem Schicksal überliess. Heute ist es moderne Pädagogik und wir zahlen einen Haufen Kohlen für diesen Stuss.

      • Schurke sagt:

        Dann wünsche ich Ihnen viel Glück und Gelingen bei der pflichtbewussten Auftragserfüllung. Für mich und meine Kinder wünsche mir, dass sie aktiv ihr Leben gestalten. Wenn die Schule sie bereits früh zu kritischem Denken, Hinterfragen und eigenen Entscheidungen ermuntert, bin ich ihr dankbar.

  • Das trifft sich doch nett für die Presse, wenn ein Leiterleiterdozenttherapeut einen Skandal mitzuteilen hat! Potzblitz: Jungen dürfen keine Jungen sein in der Schule! Aber dürfen Mädchen Mädchen sein? Dürfen Lehrer Lehrer sein und Lehrerinnen Lehrerinnen? Eltern Eltern? Als Ich-kann-Schule-Lehrer sehe ich in diesen Unterrichtsvollzugsanstalten nichts, was noch in einer funktionierenden Orndung gelebt würde. Weshalb dann wieder nur die üblichen Schablonen pflegen?
    Der SKANDALaufschrei zeigt immer, dass wir etwas immer noch nicht verstanden haben, was in der Ich-kann-Schule zum Kern der Pädagogik gehört: Probleme ERSCHEINEN zwar immer als SACHprobleme, sie SIND aber in WIRKlichkeit immer MENSCHLICHE Probleme. Wir lösen immer die SCHEINprobleme und die SEINSprobleme wachsen dadurch weiter.
    Was wir also für Buben, Mädchen, Lehrer, Eltern in der Schule dringend brauchen, wäre eine echte Kommunikationen + Selbstkommunikation mit jeweils ALLEN IHREN TALENTEN. Nicht mit vorsortierten Talenten sondern mit allen. Und nicht eingeschränkt und vorsortiert auf der Erzieherseite sondern offen und souverän. Dafür müsste sich aber der Pädagoge vom Vollzugsangestellten zum souveränen Lehrer in des Wortes ursprünglicher Bedeutung wandeln.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

    • Manuel sagt:

      „Was wir also für Buben, Mädchen, Lehrer, Eltern in der Schule dringend brauchen, wäre eine echte Kommunikationen + Selbstkommunikation mit jeweils ALLEN IHREN TALENTEN“

      Dabei setzen Sie aber die Kommunikation + Selbstkommunikation (Selbstgespräche?) als Talent voraus, was möglicherweise nach allen gleichermassen gegeben ist.

  • Bubenmutter sagt:

    Der Artikel von Guggenbühl stösst eine wichtige Diskussion an. Denn unsere Erinnerungen von damals lassen sich nicht mit dem vergleichen, was wir heute an den Schulen vorfinden: der Gap der Maturaquote entwickelt sich immer mehr zuungsten der Buben. Das ist neu. Wozu das führt, wissen wir nicht. Die Buben machen eine Lehre und arbeiten ein Leben lang, die Mädchen erhalten eine vom Staat teuer bezahlte Bildung und arbeiten dann später Teilzeit?

    Fact ist: Der Unterricht ist heute zu wenig bubengerecht, d.h. nichts mit schlechten Lehrerinnen zu tun, aber mit ihren Interessen und dem Unterrichtsstil. Heute findet Unterricht fast ausschliesslich als Werkstattunterricht statt. Da werden alleine Blätterberge abgearbeitet, während die Lehrerinnen als Tutoren an ihrem Pult sitzen und sich nur noch einzeln mit den Kindern abgeben. Das ödet die Buben an. So ist nur noch dass GEMEINSAME Fussballspielen in der Pause wirklich spannend.

    Ausserdem:
    – Wieso hören die Kinder an der Primarschule nichts über Technik?
    – Warum lernen die Kinder nichts über Naturwissenschaften? – Dafür gibts Kunst, Kunst, Kunst (was das ist, lernen die Kinder dann aber doch nicht).
    – Weshalb reduziert sich Mathematik auf rechnerische Fähigkeiten (ausser in der Gymi-Vorbereitung)?

    Es ist kein Wunder, dass die Ingenieure, die Techniker, die Physiker und Naturwissenschafter aus den EU-Staaten importiert werden müssen. Den Schweizer Buben, die sich dafür interessieren würden, wird der Weg dazu schon im Primarschulalter verbaut.

    • mira sagt:

      „Es ist kein Wunder, dass die Ingenieure, die Techniker, die Physiker und Naturwissenschafter aus den EU-Staaten importiert werden müssen. Den Schweizer Buben, die sich dafür interessieren würden, wird der Weg dazu schon im Primarschulalter verbaut.“

      Und für die Schweizer Mädchen ist es aufgrund immer noch herrschender gängiger Denkschemen immer noch schwierig, so einen Beruf zu ergreifen (nach Abzug der unbegabten und uninteressierten Mädchen!).

      • Bubenmutter sagt:

        Aber die Benachteiligung der Mädchen ist ein Dauerbrenner zu deren Lösung viel Mittel aufgewendet wird. Dass die Buben heute bîldungsmässig benachteiligt werden, dafür wird noch nichts gemacht.

      • Adi sagt:

        @Bubenmutter Das entspricht sehr genau meinen Beobachtungen. Technik und Naturwissenschaften haben zu wenig Platz in den Schulen. Besuche im Technorama sollten z.B. für alle Primarschulen im Kt. ZH Pflicht sein.

        Die Thematik mit den Ingenieuren aus dem Ausland habe ich in diesem Blog schon mehrfach aufgeworfen. Sehe ich genauso.

        @mira Das stimmt so nicht, an der ETH wird am Informatik Departement extra Frauenförderung betrieben (Schnupperstudium in den Sommerferien exklusiv für Frauen). Solche „Förderung“ gibt es zuhauf – und ich finde sie schlecht, da damit nämlich einfach nur die Jungs diskriminiert werden. Wennschon soll man Schnupperwochen für alle machen. Punkt.

        Ich rate allen jungen Maturandinen einen Beruf in diese Richtung zu ergreifen: gute Einstiegslöhne und nicht zuletzt der Frauenbonus weil man eine Minderheit ist und es als modern gilt wenn eine Firma Frauen einstellt in diesen Männerdomänen.
        Aber leider wollen das die jungen Frauen oft nicht… sie wollen alle lieber Soziologie, Publizistik oder Psychologie studieren – was über kurz oder lang zu einem Überschuss an diesen Fachkräften führen wird.

      • zeitungsleser sagt:

        es gibt ja auch den „töchtertag“ (papa soll tochter zur arbeit mitnehmen). was die jungs an diesem tag tun sollen, weiss ich nicht und finde diesen ansatz – wie der von adi beschriebene eth schnuppertag nur für frauen – falsch (ich kann mich dagegen erinnern, ich war als junge mal mit papa im labor und fand das spannend).

      • @Adi

        … und arbeitslos bleiben oder wenn alles andere fehlschlägt bei newsnetz anheuern.

      • Adrian sagt:

        Ich kann Bubenmutter nur zustimmen! … der Einwand von Mira mit den Mädchen hingegen ist mehr als unangebracht: was heute an Aufwand in der Mädchen/Frauenförderung betrieben wird ist immens … Schnuppertage *nur* für Mädchen, zusätzliche Stipendien *nur* für Frauen, Familienförderung *nur* für Studentinnen (nicht aber für Studenten … [1]) et cetera … nein, diese „gängiger Denkschemen“ sind überholt, wenn heute jemand den Frauen im Wege steht dann sind es die Frauen selber.

        [1] … weil nach der Logik des Frauenbüros der Uni seine Freundin offenbar ja keine förderungswürde Frau ist — err, das verstehe noch einer !? Da zeigt sich ganz klar dass Frauenförderung schlussendlich eben wieder nur Karrierefrauenförderung ist und nicht allen Frauen dienen soll … wie gesagt, heute stehen vor allem die einen Frauen den anderen Frauen im weg.

  • @Aeppli: Warum schicken Sie eines ihrer Kinder in eine private- und nicht in eine öffentliche Schule? Trauen Sie dem staatlichen Bildungssystem nicht? Glauben Sie nicht, dass Sie diesbezüglich eine Art Vorbildfuktion haben?

    • Eremit sagt:

      Das ist eine sehr würzige Frage, die man m.E. allen Politiker stellen sollte.
      Kann es sein, dass Kinder von PolitikerInnen in der öffentlichen Schulen gehänselt und gemobbt werden und man wieder mal(?) Symptombekämpfung betreibt?

  • René sagt:

    @Aeppli: Wie ist aus Ihrer Sicht der Projektfortschritt des Lehrplan 21 (lehrplan.ch), insbesondere hinsichtlich geographischer Ausbreitung und Kompromisstiefe in fachlicher Hinsicht?

  • Blitz Blank sagt:

    „Umarmen statt Rammeln“. Klar sollte Beides für beide Geschlechter in der Schule platz haben. Platz für Kopf und Körper. Aber es soll mir mal bitte einer/eine erklären wieso das eine „weiblich“ sein soll und das andere „männlich“. An meiner Sekundarschule (80er) auf dem Lande hatten wir bei den Mädchen von der Tussi bis zum Bauernmädel, die uns Buben das Knie zwischen die Beine gerammt hat, alles. Ich denke, dass uns die vermittelten Konzepte von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ viel mehr bestimmen als die tatsächlichen biogeschlechtlichen Unterschiede – und sie schränken uns in unserer individuellen Lebensäusserungsfreiheit ein. Mit dem Konzept „Männlichkeit“ verbinden die meisten halt immer noch Stärke, Kampf, Heldentum (die „Bösen“ Schwinger). Die Fähigkeit etwas unter Kontrolle zu bringen, ein Spiel, Sportgerät, den Gegner zu beherrschen, zu bezwingen. Die Frage ist doch aber in welchen Lebenssituationen – ausser im Sport und in akuten lebensbedrohlichen Situationen, ein solches Konzept angemessen ist. Die meisten Lebensituationen zeichnen sich doch durch irgendwelche Formen von Abhängigkeiten und Begrenztheiten aus, die nicht überwunden (ausser mit Gewalt) sondern nur akzeptiert werden können. Da gibt es dann den Extremalpinisten der 8000er besteigt aber aus Überforderung seine schreiendes Kind zu Tode schüttelt. Oder ein anderer Extremsportler, der alleine die Arktis durchquert hat, aber sagt dass das Familienleben ihn erst an die Grenzen bringt. Männer und Frauen sollten sich selbst und die anderen von solch einschränkenden „Geschlechtskonzepten“ verschohnen und den Blick frei machen für das Individuum.

    • mikkesch sagt:

      Antwort an Blitz Blank@
      WIe viel Individualität verträgt unsere Gesellschaft noch? Ehrlich, bei allem Respekt. Genau Ihre Haltung ist wichtiger Bestandteil, damit unsere Kultur und Gesellschaft dermassen zerfällt.

    • Markus Schneider sagt:

      Nur so als Nebeninformation: das Kinderschütteln ist kein rein „männliches Verhalten“, zumindest wird in 30% der Fälle auch von Frauen angewendet. Allerdings ist das medizinisch bedenkliche Kinderschütteln zum Glück nicht sehr weit verbreitet, pro Jahr werden in der Schweiz gerade mal 30 Kinder wegen Schüttelns hospitalisiert. (siehe http://www.craniotherapie.ch/b_izr.html)

      Sind das nun die Segnungen der Frauenemanzipation? Wurde früher weniger geschüttelt oder schüttelten früher nur Männer? Sollten sich die Männer in Zukunft besser nicht mehr an der Kleinkinderziehung beteiligen? Schütteln Frauen vielleicht nur weniger stark, sodass die von ihnen geschüttelten Kinder weniger oft hospitalisiert werden müssen?

      So oder so ist die extreme Form des (sehr seltenen) Zutodeschüttelns klar eine Überreaktion. Selbst die Berfürworter moderater Erziehungsgewalt (Festhalten, Ohrenziehen, Ohrfeige, Fuditätsch usw.) würden wohl nie so weit gehen, ihr Kind dabei totzuschlagen oder das zu wollen. Auch die tatsächlichen Täter schütteln das Kind wohl kaum absichtlich zu Tode, sondern sind psychisch einfach überfordert und gehörten eigentlich in Behandlung. Leider weiss man das bei den meisten erst nach der Tat.

      • Blitz Blank sagt:

        Danke für die detaillierten Zahlen zum Schüttelthema. Ich wollte mit diesem Beispiel gerade nichts über Männer aussagen , sondern nur etwas über das klassische Konzept „Mann“ in dem Kontrolle sehr wichtig ist und für welche Lebenssituationen sich ein solches Konzept augenscheinlich eher eignet und für welche eben eher nicht.
        Ich finde es geil, dass ich im Sommer mein MTB und im Winter meine Skis beherrsche (Kontrolle), aber beherrsche ich irgendeinen Menschen bzw. eine Beziehung? Wenn ich keine Gewalt anwende wohl eher nicht. Alles klar?

      • Henri sagt:

        Mit beschränktem Geist – klar – da könnten Sie eine Beziehung tatsächlich nur mit Gewalt beherrschen.

        Aber es gibt andere als Sie, welche dazu keine Gewalt brauchen.

        Alles klar?

  • peters sagt:

    @Appli
    Frage 1:
    Warum wird der IQ Test bei der Gymiprüfung wieder abgeschafft?

    Frage 2:
    Gemäss Largo beträgt der Entwicklungsverzug der Jungs im Alter von 12 Jahren im Schnitt 1.5 Jahre. Warum wird dann nicht ermöglicht, dass Jungs später in Sek oder Gymi eintreten können?
    (Hatte in meinem Heimatkanton vor Jahren bestens funktionert)

    Frage 3:
    Wie wäre es wieder getrennte Mädchen- und Bubenschulen einzuführen? Oder dies mindestens für einzelne Fächer zu ermöglichen?

    Frage 4:
    Wieso hat ein Lehrer praktisch eine Jobgarantie auf Lebenszeiten? Sprich sind zu viele Lehrer absehbar wird alles Mögliche unternommern um Quereinsteiger anzuziehn. Ist Überfluss absehbar wird überall gebremst und Quereinsteigern keine Chance gegeben. In jedem anderen Beruf löst dieses Problem der Markt.
    Wäre für die Qualität der Schule sicher hilfreich
    PS: Die besten Lehrer in meiner Schulzeit und nun auch wieder bei meinen Kindern waren/sind Quereinsteiger

    Frage 5:
    Wie denken Sie, kann die Schule für Männer wieder attraktiver gemacht werden?

    Frage 6:
    Wie denken Sie kann die Chancengleichheit verbessert werden? Quartier/Wohnort/Soziale Schicht sind immer noch entscheidend für den Schulerfolg. Da hat sich wenig geändert in den letzten 30 Jahren…

  • Markus Schneider sagt:

    Wer ist Herr Guggenbühl?

    Er stellt die Buben als komplette Idioten dar, deren Verhalten aus „witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen“ besteht. Was für ein armseliger Psychologe. Sein Geschwätz ist unterirdisch.

    Dann behauptet er auch noch, die Schule sei „eine grossartige Einrichtung: Sie ist nämlich die einzige Institution, die alle durchlaufen müssen, unabhängig von der sozialen Klasse, vom Geschlecht, den Interessen und der Persönlichkeit und dem kulturellen Hintergrund.“ Wenn es denn nur stimmen würde. Die Bessergestellten geben ihre Kinder doch längst in die Privatschule, je nach sozialer Schicht wohnen die Leute unterschiedlich und besuchen deshalb auch verschiedene Schulen, von Durchmischung ist da selten die Rede. Die zuwenig Intelligenten gehen nicht in die Volksschule, sondern in die Sonderschule. Offenbar hängt Herr Guggenbühl reichlich sozialistischen Vorstellungen an, bei denen es gut erscheint, wenn alle dasselbe machen (müssen). Vor allem ist die Volksschule doch eine Zwnagsanstalt, in die jedes Kind willig oder unwillig eingewiesen wird. Nicht mit dem Zweck des Lernens (das zwar stattfinden kann, aber nicht muss), sondern mit dem Zweck der Gleichmacherei und Unterwerfung.

    Die Schule könnte vielleicht eine „grossartige Einrichtung“ sein, aber nicht im gegenwärtigen Zustand, wo insbesondere auf das Individuum so gut wie keine Rücksicht genommen wird. Aber das ist ja auch nicht möglich: Individuen sind nicht vergleichbar und lassen sich auch nicht gleichmachen.

    • Eni sagt:

      Das es auf den öffentlichen Schulen keine Durchmischung gibt, ist wohl vor allem ein Problem in grossen Städten wo man Ghettos oder reine Ausländerquartier hat. Bei uns auf dem Land sind die Quaritiere und die Arbeiterkinder sind mit Milionären in der gleichen Klasse. Auch gibt es bei uns wenige Schweizer die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, dass sind eher die Ausländer die Geschäftsführeranstllungen inne haben und ihre Kinder auf die International Shool schicken, wohl auch weil sie nur ein paar Jahre in der Schweiz bleiben und beim Umzug der Anschluss in der nächsten International Shool gewährleistet ist.

      Dass die Buben in der Schule zu Mädchen gemacht werden ,sieht man ja schon bei den Schulbüchern: Blumen und Katzen aber keine Autos, Helden und Dinos.

    • Markus Schneider sagt:

      Das mag sein, dass die Durchmischung auf dem Land besser ist. Aber zum einen gibt es auf dem Land weniger Millionäre und auch weniger Ausländer – die Kinder dieser Bevölkerungsgruppen sind also in den ländlichen Schulen untervertreten. Allerdings wird die Schweiz hauptsächlich von städtischer Bevölkerung bewohnt – in Städten wohnen 75%, auf dem Land nur gerade 25% (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Stadt).

      2006 lag der Anteil der Privatschüler in der Schweiz bei 5% – da nur Bessergestellte sich eine solche leisten können, ist unschwer auszurechnen, wie wenige Kinder von Bessergestellten sich überhaupt noch in der Volksschule befinden. Von Millionären gar nicht zu reden.

      Wo die Ausländer wohnen ist bekannt, jede Stadt hat so ihre Quartiere, wo sehr viele deutschsprechende Eltern spätestens dann wegziehen, wenn ihre Kinder schulpflichtig werden.

      Guggenbühls schönfärberische Ansicht von der durchmischten Schule kann ich nicht nachvollziehen. Er verklärt ein (zweifelhaftes) Ideal zur Realität.

      • Eni sagt:

        @ Markus Schneider

        In meinem Wohnort hat es viele sehr reiche Menschen die alteingesessen und die Kinder von denen ich kenne gehen alle auf die öffentliche Schule. Auch wir haben einen relativ hohen Ausländeranteil, aber da es bei uns nicht so anonym ist wie zB in ZH sind ein höherer %- Satz integriert als in der Grosstadt. Auch wir haben Häuser in denen der Ausländeranteil sicher 90 % ist, aber da handelt es sich um eine Ansammlung von 3 bis 4 Wohnblöcke und nicht um ganze Postkreise.

    • Kommentare von richtigen Männern sind nicht erwünscht. Also kann man

      a) Markus Schneider nicht wirklich antworten.
      b) Nicht erklären, warum Herr Guggenbühl in fast allem richtig recht hat.

      Immerhin: Koedukation in der Pfadi funktioniert nicht.
      Die wirklich schwierigen Abenteuer haben wir in der Pfadi nur bestanden, weil die älteren Buben die jüngeren anleiten und in Extremsituationen widerspruchslos befehlen konnten. Gerade die grössten Schlingel mit dem meisten Blödsinn im Kopf konnten mit eindeutigen Befehlen gebändigt werden.

      • Cara Mia sagt:

        Das läuft heute anders. Die Jungs und Mädels in den Pfadi meiner Kinder machen das eigentlich gut. Zum Beispiel beim Küchendienst gibt es absolut keine Fragen nach dem Geschlecht, das macht, wer Lust hat, und oftmals Buben. Sie bauen eher die grossen Dinge auf, haben halt mehr Muskeln, und die Mädels die Zelte. Das Material verwalten eher die Mädels, aber auch da hat es auf beiden Seiten Chaoten und Ordnungsanatiker. Die Kämpfe und Schlammschlachten sind immer gemischt, mit macht, wer gerne rauft, und da ist eine meiner Töchter in vorderster Front dabei und manche Jungs brauchen’s echt nicht. Nett ist, wie manche meine Töchter nach Hause begleiten, da bin ich wirklich froh. Also da spielt das irgendwie gut, finde ich.

      • @Cara Mia

        Ja, ja, alles schön lustig, Meitli-Pfadi eben.

        Aber die wirklich gefährlichen Sachen, abenteuerliche Nachtübungen, die langen Märsche im schlechten Wetter, die Dreitages-Haijks,
        die kann man
        a) mit geschlechter-gemischten Gruppen nicht machen.
        b) die funktionieren nur, wenn die Hierarchien klar sind, wenn die grösseren Buben die Gefahren aus Erfahrung kennen und wissen wie man die jungen Schlingel nicht nur führt, sondern auch Befehle erteilt.
        c) Kraft und Ausdauer sind in dem Zusammenhang in dem Alter von 11 bis 16 eher nebensächlich.

        Ihre Pfadi, das ist Pfadieslizeugs. Man hat auf das Niveau der Meitlipfadi nivelliert, damit alle mitmachen können.
        So brauchen auch die Mammeli nicht im voraus Angst zu haben.

      • sportpapi sagt:

        Was für ein Mist! Gemischte Gruppen machen in der Pfadi sehr viel Sinn. Das war schon früher so, als wir gemeinsam Abentuer bestanden (aber sicher nie „Extremsituationen“ – was soll das?). Bei uns waren die wilden Mädchen, daneben gabe es dann noch die reine Mädchen-Pfadi…

  • Nicole Althaus sagt:

    @alle: Der Fragenkatalog an Bildungsdirektorin Aeppli ist noch etwas spärlich. Wer hat noch Fragen, und zwar möglichst konkrete, welche er der Regierungsrätin gern stellen würde? Einfach posten in der Kommentarfunktion @Aeppli
    Herzlichen Dank

  • Detta sagt:

    „Sie wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun bzw. zu lernen haben“

    Was für’n Scheiss. Auch Jungs wollen Selbständigkeit erlernen.

    Und wenn diese in der Schule „wieder“ richtige Jungs sein dürfen, dann werden die Stärkeren wieder mehr auf Schwächere eintreten und es gibt wieder mehr Fälle, die psychologische Betreuung brauchen oder von einer Brücke springen. Wollt ihr das?

    • peters sagt:

      Quatsch! Jungs werden selbständig indem Sie in den entscheidenden Bereichen Anleitungen und Rollenmodelle kriegen. Und das heisst auch mal klare Ansage. Mädchen schauen oft eher ab und machen nach. Jungs testen und überschreiten Grenzen aus meiner Erfahrung aber oft absichtlich und fordern Widerstand. Gebt Ihnen den und sie werden genau solche Jungs wie Du sie Dir wünschst. Das heisst nicht, dass geduldet wird dass die Schwächeren getreten werden!

      Und die mehrzahl der Sonderbetreuung ist heute für die Jungs nötig. Man denke…

      • Melanie Meier sagt:

        Also…korrigiert mich wenn ich das falsch verstehe. Es werden Regeln gefordert für die Knaben. Aber das ist ja, was momentan zu viel passiert? Also was jetzt, keine Regeln und Knaben mehr Knaben sein lassen, oder Regeln an die sich Knaben nicht halten mögen weil sie zu regulativ sind?

      • StefanB sagt:

        Melanie, man kann Regeln aufstellen, aber solche, die vernünftig sind. und wichtig: Keine Regel ohne Konsequenzen, und die dann auch vollziehen.
        Wenn Klein Fritzli den Hansli schlägt, die Pädagogin sieht das, dann nützt es nun mal nichts, wenn sie dann zu beiden hingeht, zehn Miinuten auf beide einredet und ihren Monolog abschliesst „… so, und nun gebt euch die Hand, vertragt euch, und umarmt euch“. Womöglich müssen die zwei sich noch ein Küsschen geben..
        Das führt nur dazu, dass Klein Fritzli den Hansli das nächste Mal schlägt, wenn garantiert die Pädagogin nicht zusieht.

        Bei Kindern hat die Sanktion sofort zu erfolgen, angemessen, konsequent und unmissverständlich zu sein.

  • Cara Mia sagt:

    Ich bin jetzt mal ganz provokativ: vielleicht ist ja der Mann ein Auslaufmodell, rein von der Evolution her betrachtet? Bringt uns dieses Rangeln, das Hackordnungsbedürfnis, dass Ringen und Kämpfen und Risiken eingehen – ja, bringt uns das denn weiter? Oder eher das Gemeinschaftsdenken, Harmoniebedürfnis und soziale Abtasten der Frauen? Wieso stellt sich plötzlich die Frage, ob wir eine Mehrheit von Frauen im Bundesrat haben sollen? Was haben uns die Männer gebracht mit ihren Grabenkämpfen, im letzten Jahr gerade, im Bundesrat? Herr Blocher?

    Natürlich haben die Männer auch viel bewirkt, aber das war damals, als sie noch mit Hellebarden aufeinander losgehen konnten. Heute haben sie längst Waffen entwickelt, für die man keine Muskeln mehr braucht, weil man bloss auf einen Knopf drücken muss. Der Rest ist Reden, Kommunikation, Diplomatie.

    Haben sich die Männer selber überflüssig gemacht?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Cara Mia: Sie vergessen das verunglückte Y Chromosom zu erwähnen, denn eigentlich wären wir alle XX wenn sich bloss das Ding nicht immer wieder das Bein brechen würde 😉

    • Tomas sagt:

      Ich denke, Ihrer Meinung sind in diesem Lande nicht wenige, ohne dabei das Gefühl zu haben provokativ zu sein.
      Hoffentlich wird schon bald die Reproduktionsmedizin uns Männer definitiv überflüssig machen, dann kann die schöne neue harmonische Welt endlich ausbrechen.

      Komisch, dass die schlimmsten Hackordnungskämpfe und Mobbingintrigen eigentlich in rein weiblichen Kollektiven zu finden sind.

    • Andere Frage: Wie weit weg wären wir heute ohne Männer vom Höhleneingang entfernt?

      Wer gründet.. nein, nicht Coiffeursalons, sondern Grosskonzerne à la Microsoft etc.?

      Wer wird technologische Innovationen zur Serienreife bringen?

      Wer karrt den Müll, der vor dem Haus liegt, weg?

      Wer räumt die Strassen morgens um 04.00 Uhr, wenn’s gerade geschneit hat?

      Wer zieht die Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser hoch, in dnenen es im Winter immer so schön warm ist?

      Wer baut dem Kühlschrank zusammen?

      Wer verlegt die Telefonkabel?

      Wer hebt die Gräben aus, in die die Telefonkabel gelegt werden- und wer bohrt den Teer mit dem Presslufthammer weg?

      Wer repariert das Telefon wieder, wenn’s kaputt ist?

      Wer installiert es überhaupt?

      Wer verlegt den ADSL-Anschluss hoch ins Wohnzimmer?

      Und wem kann man anrufen, wenn der Computer beim Kommentare schreiben im Mamablog gerade nicht läuft?

      Natürlich alles Frauen, wie gehabt 😉

      • StefanB sagt:

        Wie weit weg wären wir heute ohne Männer

        ich denke mal, wir wären ganz weg, da ausgestorben nach der ersten rein weiblichen Generation. 🙂

    • Wer entwickelt die Stromanlagen, dank denen man den Computer überhaupt benutzen kann?

      Wer stellt sie auf?

      Wer kümmert sich um ihren Unterhalt?

      Wer holt das Öl aus dem Boden, dank dem es im Wohnzimmer immer so schön warm ist?

      Wer karrt es um die Welt?

      Wer hat die Wärmepumpe entwickelt, weil die Ölvorkommen immer knapper werden?

      Wer installiert sie in den Häusern?

      Wer geht noch zur Feuerwehr und löscht die Brände?

      Wer pumpt mit Wasser gefüllte Keller leer?

      Wer hat das Tram, den Bus, den Zug oder das Auto entwickelt, mit / in dem man zur Arbeit fährt?

      Wer baut die Strassen, Autobahnen, Schienennetze etc.?

      Wer unterhält sie?

      Wer plant sie?

      Wer baut all die schönen Shoppingmalls auf, in denen man doch so schön go lädele chan?

      Cara Mia: Schwachsinn, ehrlich! Nochmal eine Frage: Wozu kann man Ex-68er überhaupt noch gebrauchen? Oder solche, die kurz danach jung waren, die dreiviertel-68er also?

      • Widerspenstige sagt:

        Marcel, doch doch, ist ja gut, das habe ich ja auch schon gesagt übrigens nur nicht sooo weit ausgeholt wie Du es beliebst. Ohne diese wichtigen Arbeiten der Männer stünde es schlecht in unserer Gesellschaft, das ist doch klar und das bezweifelt doch auch keine vernünftige Frau! Männer leisten grossartiges und ich bewundere zB jeden Viadukt immer wieder. Es geht hier doch um nicht sichtbare oder vermeindlich vernachlässigbare Tätigkeiten wie sie von Cara Mia erwähnt werden wie ‚Gemeinschaftsdenken, Harmoniebedürfnis und soziales Abtasten der Frauen‘. Diese und noch viele mehr in die emotionale Intelligenz mündenden Fähigkeiten werden halt gerade von Männern wie Dir zu wenig wahrgenommen und als ebenso wichtige Mosaiksteinchen im gesellschaftlichen Gefüge estimiert. Nur um das geht es uns ‚zänkischen Frauenstimmen‘ in den meisten Fällen und darf ruhig mehr erwähnt werden. Das sind halt nicht sicht- und fassbare Werte, welche in einer Firma zB als ideelle Werte und bestimmtes Know-How in einem Geschäftsbericht vorkommen. In unserer westlichen Gesellschaft sind diese Werte nirgends erfasst und trotzdem sind sie der Mörtel, der Kitt, der das Wertesystem nicht zum Einstürzen bringt. Aber der Mörtel, der Kitt bröckelt, weil er zu laienhaft renoviert oder ersetzt wird und weil er zuwenig finanziell aufgewertet wird. Hier passt das Zitat: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.

    • Nemo sagt:

      @Cara Mia berchtigte Fragen. Aber wo würde die heutige Gesellschaft stehen, wenn niemand Risiken eingehen würde, wenn alle die Herausforderung scheuen? Das unkonventionelle zu versuchen, birgt das Risik des Scheiterns oder es führt im Extremfall zum Erfolg (Bsp. Microsoft, Apple, etc.), ohne ein Mindestmass an Gemeinschaftsdenken oder Harmonie resultiert aber kein gesamtgesellschaftlicher Nutzen. Es braucht beides, es braucht die mutigen Frauen und Männer, welche die Herausforderung suchen und das Risiko nicht scheuen, aber es braucht auch die fleissigen ArbeiterInnen die den Weg mitgehen es ist nicht ein gegeneinander sondern ein miteinander. Nicht sehe keinen Widerspruch sondern eine Ergänzung.

    • peters sagt:

      Cara Mia, muss mich Marcel Zuffery leider anschliessen…

      Er hat nur noch vergessen aufzuzählen was wir Männer heute alles noch übernehmen sollen was früher Frauensache war. Und das das hier klar gesagt ist. Ich finde das gut. Wundere mich dann aber nur immer wie die gleichen Damen alles was Marcel aufzählt mit einer seltenen Selbstverständlichkeit an die Männer delegieren. Und die Ausreden sind meistens noch „intelligenter“ als diejenigen die ich von Männern höre die nicht Kochen, Bügeln, Windeln wechseln, etc wollen

      Ach ja und Jungs und Männer benötigen nicht immer nur Reden, Diplomatie. Verhandeln gehört auch noch zum Repertoire. Und Kommunikation kann auch mal nur aus einem oder zwei Worten bestehen….

      Ob man das alles wie Marcel sagt auf die Alt-68er abschieben kann finde ich dann aber eine sehr gewagte Aussage:-)

    • mikkesch sagt:

      Liebe Cara Mia

      Noch was Provokatives. Wenn die Männer den Schalter wirklich umkippen, haben die Frauen gar nichts mehr zu sagen. Damit meine ich, die Männer haben den Frauen die Gelegenheit gegeben sich zu emanzipieren. Nicht umgekehrt. Apropos weibliches Harmoniebedürfnis… Die Stutenbeisserei im aktuellen BR kommt ja nicht von ungefähr. Es sind die Frauen, die untereinander Oel ins Feuer giessen und nicht bereit sind in Korporation zu arbeiten. Diese Erfahrung ist nicht neu. Man trifft dieses Beispiel praktisch in jeder Unternehmung an. Die Frau ist kein Auslaufmodell. Nein. Das Modell Frau hat sich in der Geschichte der Menschheit noch gar nie bewährt. Es gibt keinen einzigen Leistungsausweis. Darum kann ich Ihnen versichern, die Männer werden die Letzten sein, die sich überflüssig machen.

      • Melanie Meier sagt:

        Nun, das Modell Frau hat sich insofern bewährt als dass Sie auf der Welt sind… bis jetzt hat das Klonen soweit mir bekannt noch keinen Erfolg gehabt, auch wenn Männer dies immer wieder probieren…

    • Markus Schneider sagt:

      Wer hier in der Schweiz am Trockenen sitzt, mag vielleicht glauben, dass „das Gemeinschaftsdenken, Harmoniebedürfnis und soziale Abtasten der Frauen“ die Welt weiterbringt. Aber hier kann man j auch ungestört schlafen, ohne sich um die realen Probleme kümmern zu müssen.

      „Haben sich die Männer selber überflüssig gemacht?“ – Wären die Männer Frauen, so würden sie zum Beweis des Gegenteils vermutlich mal einen Männerstreik machen. Zum Glück sind sie keine Frauen.

      Solche Pauschalanwürfe, die gleich ein ganzes Geschlecht umfassen, sind doch einfach nur dumm. Ich würde eher fragen, sind nicht gewisse Frauen auf dieser Welt überflüssig, so wie auch eine gewisse Sorte Männer überflüssig ist? Aber das ist natürlich eine rein rhetorische Frage,

      Ja, und was hat uns Blocher im Bundesrat gebracht? Er brachte zumindest mir, dass ich mich im Bundesrat vertreten fühlte, was momentan nicht der Fall ist. Meinetwegen können Sie denken, Blochers und meine Meinung brauchen im Bundesrat nicht vertreten zu sein. Bedenken Sie aber, dass ich keineswegs der einzige bin, der sich dort nicht mehr vertreten fühlt. Dann sorgen Sie entweder für Abhilfe oder hören Sie auf mit ihrem schleimigen Gerede von „Harmoniebedürfnis“. Mit Demokratie hat das jedenfalls nichts zu tun und ruft höchstens den Wunsch nach anderen Verhältnissen hervor.

    • Cara Mia sagt:

      Hinter meiner Bemerkung – mit Fragezeichen, nota bene – steht halt die Überzeugung, dass die Schule nichts anderes ist, als der Spiegel der Gesellschaft.

      Wir können die Schule nicht ändern, wenn die Gesellschaft sich in diese Richtung entwickelt.

      Also: wollen wir dies? Warum geschieht dies überhaupt? Was können wir dagegen tun?

      Wie von Marcel Zuffrey oben eindrücklich geschildert, haben die Männer ja viele Verdienste. Vielleicht hätten sie anteilsmässig weniger, wären die Frauen nicht lange Zeit gar nicht zum Zug gekommen. Immerhin kommen wir dies heute, weil wir etwa dank der Pille aktiver sein können, und die hat ja auch ein Mann erfunden.

      Wenn Ihr also meine persönliche, unprovokative Meinung wollt: der Mann muss sich emanzipieren. Er muss seine Rolle gemäss seinen Fähigkeiten neu definieren, denn die alten Muster haben ausgedient, und heute wird den Männern (und Knaben) das Frauenverhalten übergestülpt, was für sie nicht stimmt. Dann werden auch die Knaben wieder glücklicher.

      Es war ja eine Zeitlang auch so, dass die emanzipierten Frauen einfach ein Männerverhalten an den Tag legten, wenn sie Richtung Chefetage schwebten. Auch wir Frauen mussten erst herausfinden, wie wir unsere Weiblichkeit mit den neuen Rollen unter einen Hut kriegen konnten.

      Es ist wichtig, dass die Männer das anpacken, und hier hat unser heutiger Autor einen grossen Verdienst. Was aber in der Schule ändern soll, muss in der Gesellschaft vorgelebt werden. Man kann in der Schule das Rad nicht mehr zurück drehen, denn man muss Jungs und Mädchen auf die Gesellschaft vorbereiten, und die ist derzeit auch für die Männer nicht angepasst. Auch die Frauen müssen lernen, nicht zu „herrschen“, sondern zu kooperieren, etwa wenn es darum geht, eine Anlaufstelle für Männer, ein „Männerhaus“ oder dergleichen auf die Beine zu stellen.

      • Eni sagt:

        Leider aber heisst die Devise der Emmanzen: die Rechte der Frauen stärken, auch wenn es auf Kosten der Männer geht. Männer sollen büssen für 34987 Jahre Unterdrückung. Von Gleichbereichtigung keine Spur, nur von Ueberberechtigung. Von Pflichten wollen wir erst gar nicht reden, wozu auch, dafür sind ja die Männer da.

      • Diana Maurer sagt:

        @Eni: 34987 Jahre Unterdrückung? Es waren insgesamt 34’988,357296 Jahre Unterdrückung! Wenn man schon mit Zahlen spielt, dann bitte ganz genau, ok?

        @Cara Mia: Dachte schon, Du hättest ganz den Verstand verloren. So verschieden Männer und Frauen sind, so ähnlich sind sie sich. Um das festzustellen, braucht man keine Gender-Denkkrücke, da reicht ein Blick in die Wirklichkeit. Der ist zwar nicht allen gegeben, aber die meisten schaffen das ohne Hilfe.

        Die neuen Rollen werden sich mit der Zeit garantiert einspielen- wenn die einen unter uns (auch hier) nur nicht so auf die Tube drücken würden und glauben, jede Veränderung zwischen den Geschlechtern müsse bis morgen abgeschlossen sein. Dei Veränderungen werden sich von ganz alleine ergeben, ohne ideologie und ohne Gedankenkrücken.

        Unter uns gesagt- was im Internet ja gar nicht so einfach ist: Ich halte die Jungenkrise für eine Erfindung. Und wäre ich jetzt eine Alt-Emanze und spräche für mein eigenes Geschlecht, so dürfte man diese Aussage unverändert stehen lassen, weil, ja weil… ich das irgendwie fühle oder so. Doch da ich (Mann) in Schul- und Bildungsfragen nicht bewandert bin und sogar dazu stehen kann (weil ich keine Alt-Emanze bin, die ständig Recht haben muss), halte ich diese meine eigenen Aussage für völlig unqualifiziert. Trotzdem lasse ich sie mal so im Raum stehen…

        Schönen Abend 😉

      • Markus Schneider sagt:

        Soso, „der Mann muss sich emanzipieren.“ Muss er also. Einfach mal so ein wenig rumemanzipieren wohl. Natürlich nicht irgendwohin, sondern dahin, wo „Cara Mia“ das gern hätte. Könnte es dann aber nicht auch sein, dass ein wahrhaft emanziperter Mann Mittel und Wege „fände“, die „neue Frau“ zu knechten? Schliesslich werden die Ziele der Männeramnzipation wohl kaum dieselbe wie die die der Frauenemanzipation sein. Wie würde Ihnen eine solche Emanzipation gefallen? Falls denn Emanzipation überhaupt etwas bedeuten könnte, wäre sie nicht die Befreiung der Männer von all den ewigen und immer wiederholten und icmmer noch anmassenderen Ansprüchen und Forderungen der Frauen? Er soll stark und mutig sein, er soll ausdauernd sein, er soll leisten und verdienen, er soll verhüten, er soll früher sterben… die Welt wie wir sie kennen würde einstürzen, wenn einfach alle Männer auch nur eine dieser Eigenschaften plötzlich nicht mehr besässen. Schlimm genug, dass einige sie eh nie besessen haben.

        Ich denke, ein Mann braucht lediglich die Ansprüche der Frau zu erfüllen, mit der er zusammensein will. Alle anderen Frauen der Welt haben null Anspruch auf irgendeine Verhaltensänderung. Meiner Erfahrung nach erachten Männer das ganze Gewäsch von wegen Emanzipierung, Frauenbefreiung, „neuer Mann“ (am besten noch mit „Hesus“ als Vorbild) usw. aber sowieso als nicht diskussionswürdig. Also keinerlei Handlungsbedarf. Mag ja sein, dass sich der eine oder andere arme Kerl sich den Wünschen seiner angelachten Emanze fügt. Die anderen bemitleiden einen solchen nur. Mögen sich also die Frauen weiterhin emanzipieren, wie sie auch sonst jeder Mode und jedem „Trend“ hinterherrennen. Zum Glück gibt es noch Männer, die Beständigkeit vermitteln. Oder um es kurz zu machen: Männer, die sich emanzipieren, waren doch von Beginn weg keine.

      • Katharina sagt:

        „Hinter meiner Bemerkung – mit Fragezeichen, nota bene – steht halt die Überzeugung, dass die Schule nichts anderes ist, als der Spiegel der Gesellschaft.“

        Somit ist Eure Gesellschaft gemaess dem Artikel faschistisch. Und wie in der Gesellschaft selber wird mittels Indoktrination und Ausgrenzung das faschistische Mindset erzwungen. Im Notfall dann mit Medis gegen ADD.

      • Cara Mia sagt:

        @Eni: die Emanzipation wäre ohne die Männer doch gar nicht möglich gewesen. Sie haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, sie haben das Frauenstimmrecht eingeführt. Es ist also lächerlich, hier auf einer Unterdrückung rumzureiten, die letztlich nicht die Männer, sondern die Religionen verbrochen haben.

        @ Markus: ja, ich denke, dass der Mann nun nachziehen muss, denn offensichtlich gehen die Jungs unter, und das darf nicht sein. Es ist wie eine Schaukel, wir müssen uns gegenseitig raufschaukeln, ohne Werterei. Im Moment sind die Frauen oben, vielleicht, aber glücklich macht uns das auch nicht. Wir sollten Partner sein, nicht Gegner. Vielleicht braucht Ihr nun unsere Hilfe, wie wir früher Eure?

        @Diana: ich glaube nicht, dass diese Krise eine Erfindung ist, schau mal, wie diese Gewalttätigkeiten zunehmen, die Arbeitslosigkeit unter den Jungs, und so weiter. Da stimmt was nicht. Früher hatten die Männer Verantwortung und deshalb auch Verantwortungsbewusstsein. Heute ist das zu sehr bei den Frauen. Das muss wieder in ein Gleichgewicht kommen.

      • Liebe Cara Mia, Du bringst da glaube ich etwas durcheinander. Ich habe lediglich behauptet- ohne für diese Aussage speziell qualifiziert zu sein, da ich kein Fachmann bin und von diesem Thema keine Ahnung habe- dass das Jungenproblem an den Schulen meiner Ansicht nach ein zumindest gezielt gepushtes (erfundenes) Poblem ist. Gepusht wird es von den Maskulisten, die alles andere, als über jeden Zweifel erhaben sind: Die mischen Fakten und Wünsche häufig genauso bunt durcheinander, wie die Feministinnen.

        Die zunehmende Gewalt bei den männlichen Jugendlichen hat wohl zahlreiche Gründe und sind nicht auf ein rein schulisches Problem zurückzuführen. Dito die höhere Jugendarbeitslosigkeit.

        Richtig ist hingegen das hier: „Früher hatten die Männer Verantwortung und deshalb auch Verantwortungsbewusstsein.“ Man hat die Männer genau genommen in eine marginalisierte Rolle hineingedrängt (woran sie allerdings zu einem guten Teil selber schuld sind)- doch die Ansprüche der Frauenwelt- oder zumindest grossen Teilen von ihr- sind bislang annähernd dieselben beblieben. Das ist ein Zeitbombe: Entweder oder. Entweder, man ist bereit, als Frau auch beim Haushaltseinkommen tatkräftig und spürbar mitanzupacken oder man hört endlich damit auf, sich ständig zu beschweren und steht zur Hausfrauenrolle- die sich nicht wenige Frauen übrigens auch freiwillig gewählt haben, wie zahlreiche Studien und Untersuchungen beweisen. Hier spielt selbstverständlich das Bildungsniveau eine entscheidende Rolle: Je tiefer, desto grösser der Wunsch nach dem „starken Mann“, je höher, desto weniger- auch das lässt sich belegen.

        „Heute ist das zu sehr bei den Frauen. Das muss wieder in ein Gleichgewicht kommen.“ Sorry, aber das habt Ihr Frauen Euch selber zuzuschreiben. Wer sich so leichtsinnig scheiden lässt, wie die heutigen Frauen (zwischen 60 und 80 Prozent aller Scheidungen gehen von Frauen aus), soll sich hinterher nicht beschweren, dass das Leben so hart zu einem ist. Schlussendlich muss man auch lernen, Verantwortung für das eigenen Handeln zu übernehmen. Zudem: Wer geglaubt hat, die Arbeitswelt stecke voller Chancen, wird schnell einmal eines Besseren belehrt (Stichwort Karriere). Gut in die Arbeitswelt integriert zu sein bedeutet vor allem eines: Arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten- und das bei ständig wachsenden und wechselnden Anforderungen. Leistung first also, da gibt es kein Ladies first, für niemanden.

      • Markus Schneider sagt:

        „@ Markus: ja, ich denke, dass der Mann nun nachziehen muss, denn offensichtlich gehen die Jungs unter, und das darf nicht sein. Es ist wie eine Schaukel, wir müssen uns gegenseitig raufschaukeln, ohne Werterei. Im Moment sind die Frauen oben, vielleicht, aber glücklich macht uns das auch nicht. Wir sollten Partner sein, nicht Gegner. Vielleicht braucht Ihr nun unsere Hilfe, wie wir früher Eure?“

        Was meinen Sie denn konkret mit „nachziehen“?

        Ich denke, dass das, was uns in den letzten 50 Jahren als „Frauenemanzpation“ verkauft wurde, eine Fehlentwicklung ist. Leider zieht ja eine Fehlentwicklung die andere nach sich. Wenn einige es auch glauben, aber nicht wir werden es sein, die diese Fehlentwicklung korrigieren, sondern die jetzige Jugend korrigiert das ganz von sich aus. Beispiel die vielen nicht gefallen:
        * Junge Männer schlagen gerne was kaputt und manchmal auch einen anderen. Die Zeitungen sind voll davon. Das ist ebenso eine Fehlentwicklung wie die Jungen Männer die sich ungehemmt wie Frauen aufführen und eshalb von den anderen verprügelt werden.
        * Ein bisschen ältere Männer denken nur ans Geld und wie sie möglichst viel davon ranschaffen können, egal wie. Die gegenwärtige Krise zeugt davon (und sie wird uns auch noch erreichen, auch wenn schon davon geschwafelt wird, sie sei bereits überwunden).
        * Junge Frauen ziehen sich an wie Nutten und verhalten sich auch so, dafür kommen sie sogar aus aller Herren Länder. Die Zeitungen sind ebenfalls voll davon (und nicht nur im Inserateteil). Umgekehrt sehen wir die oh so hochintelligenten Frauen, die schlussendlich keinen für Bett und Familie zu finden, weil niemand mehr weiss, was an ihnen eigentlich noch Frau ist.
        * Ältere Frauen denken nur ans Geld und wie sie möglichst rasch mit wenig Aufwand da rankommen, beispielsweise durch Scheidung oder durch Sozialhilfebezug. Alternativ kann man auch einen Tattergreis heiraten und dick erben.

        Allein diese Punkte (und viele andere) sind ganz das Gegenteil von dem, was meiner Generation von den 68ern und anderen vorgebetet wurde. Ich dachte mal, Selbstverantwortung wäre eine Zier – das scheint sie mitnichten zu sein. Die Jugend macht längstens (und wie schon immer) ihr eigenes Gesetz.

        Ich glaube, dass sämtliche Ideen (egal ob sie Sieg über die Österreicher oder Sieg über die Katholen oder Sieg über die Patriarchen oder Sieg über die Kommunisten oder Sieg über schlechtes Klima heissen) einer Halbwertszeit unterliegen. Entweder sie werden erreicht und dann noch hundert Jahre nachgebetet und konserviert (davon lebt die SVP, und momentan sehr gut), oder sie werden nicht erreicht und untergepflügt und vergessen (das Schicksal aller „Progressiven“). Die Jugend von heute wird sich von uns nicht vorschreiben lassen, was sie als ihre Ziele ansehen soll. Und irgendwann werden wir älteren auch gar nicht mehr da sein, um ihnen ihre Ziele madig zu machen.

        In punkto Patriarchat bin ich der Ansicht, dass sich der ganze Hype betreffend „Frauenemanzipation“ totgelaufen hat, dass die Mehrheit sie gar nicht wirklich will und sich nun wieder anderen Dingen zuwendet.

      • Eni sagt:

        Die Kirche wurde von Männern geführt, sämtliche Herrscher, Diktatoren, Sklavenhäbndler usw waren Männer. Aber kein Mann der solches nicht verbrochen hat, hat dafür zu büssen.

        Lasst die Männer endlich wieder Männer sein und keine Kastraten, dann können die Frauen auch wieder Frauen sein und keine Mannswieber mit Haaren auf den Zähnen, die ihr ganzes Leben dafür verschwenden, gegen allles männliche zu kämpfen und wofür? Das man als Sieger dasteht, aber den Preis mit Einsamkeit bezahlt, weil kein Mann etwas mit so einer anfangen will, höchstens für nebenehelichen Sex und wenn Frau Glück hat, kann sie ihm dann noch ein Kind anhängen, der als Erwachsener Mann bzw Memme andere Leute im Internet bedroht.

      • Markus Schneider sagt:

        „Die Kirche wurde von Männern geführt, sämtliche Herrscher, Diktatoren, Sklavenhäbndler usw waren Männer. Aber kein Mann der solches nicht verbrochen hat, hat dafür zu büssen.“

        Und sämtliche dieser bösen Männer waren natürlich schwul, oder wenn doch einer eine oder mehrere Frauen hatte, dann haben die ihm jeweils nächstelang ins Gewissen geredet und jedenfalls keine einzige Handtasche und kein einziges Paar Schuhe von diesen schlimmen Kerlen angenommen, denn wie hätten sie wissen sollen, dass hinter den fies lächelnden Fassaden dieser Männer gewissenlose Schurken steckten? Natürlich liessen sich diese Frauen auch niemals von einem Sklaven bedienen oder trugen nie Kleider aus von Sklaven gepflückter Baumwolle, auch zogen ganze Heere von selbstlosen Frauen gegen die Diktatoren ins Feld und setzten sie ab, damit die Welt besser und gerechter werde. Und auch ihre Mütter tragen tragen keinerlei Schuld an den Verirrungen ihrer Söhne, da sie sämtlich direkte und unbefleckte Abkömmlinge der Jungfrau Maria waren, die von ihren Söhen auch nie nur ein Stück Brot angenommen hätte. Das geht leider zu oft vergessen.

      • Eni sagt:

        @ Markus Schneider

        Sie wissen, dass ich es nicht so gemeint habe.

        Selbstverständlich gab und gibt es immer solche Nutzniesserinnen, die sich um Andere keinen Deut scherten. Selbstverständlich hatten diese Frauen auch kein Interresse daran etwas daran zu ändern, also habe sie auch ihre Söhne zu solchen Despoten erzogen. Klar könnte man sagen, dass die Frauen keine andere Wahl hatten (haben) aber das wäre einfach eine Ausrede von solchen, die ihre bequemlichkeit nicht aufgeben wollen. Alle diese Frauen, die diese Gräuel zugelassen haben oder zulassen waren oder sind eben so schuldig und haben dann noch die Frechheit zu behaupten, dass sie nichts zun können oder konnten. Das sie aus purem Egoismus nicht handeln, dass geht einfach unter in ihrem scheinheiligen Geschwätz. Das beste Beispiel dafür sind Mütter, die wissen, dass ihre Kinder misshandelt oder missbraucht werden aber schweigen, weil sie nicht riskieren wollen aus ihrem goldenen Schloss vertrieben zu werden.

      • Markus Schneider sagt:

        @Eni

        Dann sind wir uns ja zumindest in dem Punkt einig.

      • Eni sagt:

        @ Markus Schneider

        Fazit: Frauen von Diktateoren und Tyrannen sind keinen Deut besser als ihre Männer, aber da sie nie die Macht gehabt hätten über Armeen und Sklaven zu herrschen haben sie das den Männern überlassen und es sich bequem gemacht.

      • Markus Schneider sagt:

        @Eni

        „Fazit: Frauen von Diktateoren und Tyrannen sind keinen Deut besser als ihre Männer, aber da sie nie die Macht gehabt hätten über Armeen und Sklaven zu herrschen haben sie das den Männern überlassen und es sich bequem gemacht.“

        Das geht mir zuwenig weit – wieviele Diktatoren und Tyrannen gibt’s denn schon? Kaum eine Handvoll. Was viel deutlicher gemacht werden müsste ist, dass auch die Frau Blockwartin nicht besser ist als der Blockwart. Und auch die Frau Fritzl nicht besser als der alte Fritzl (falls man sich an den noch erinnert). Ich höre immer nur, dass hinter jedem starken Mann „eine starke Frau“ steht. Nur weiss ich nicht was mit allen den Memmen und Kriechern los ist, was für Frauen hinter denen stehen.

        Mein Fazit ist deswegen allgemeiner: Frauen sind keinen Deut besser als Männer. Sie haben es sich bloss in der Nische bequem gemacht, welche von den Männern nicht besetzt wird und verkaufen das nun als ihre Heiligkeit. Dumm ist nur, dass es keine Heiligen gibt. Weder männliche noch weibliche.

  • Nemo sagt:

    Was ist der Unterschied zwischen der Volksschule und dem Fussball? Wenn ich diese Diskussion betrachte keiner. Im Volk wimmelt es nur so von Experten. Nur weil wir alle selber in die Schule gingen und teilweise eigene Kinder im Schulalter haben, heisst dies doch nun wirklich nicht, dass wir auch alle Experten sind.

    Herr Guggenbühl nimmt Dinge war und beschreibt diese, das hat mich schon vor zwanzig Jahren fasziniert. Ich erinnere mich noch an eine seiner Analysen bezüglich Gewalt und den Unterschieden zwischen physischer und psychischer einerseits und die unterschiedlichen Rollen der mänlichen und weiblichen Teenies andererseits, faszinierend. Er macht mit seinem Blogbeitrag nur darauf aufmerksam, dass die heute vorherrschende Harmoniesucht, Gschpürschmi- und Eigenverantwortungsphilosophie, nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer hervorruft. Diese Verlierer sind heute eher die Knaben, während dies bis vor vielleicht 30 Jahren eher die Mädchen waren. Was ist daran falsch, dass dies thematisiert wird? Guggenbühl ist nicht der einzige der dies kritisiert. Obwohl die Sozialisierung unbestritten der wesentlichste Faktor ist, der die Unterschiede der Geschlechter und derren Rollen beeinflusst, so gibt es doch biologische Faktoren. Es ist nachweislich, dass sich die Hormone auf die Entwicklung und die Hirnaktivitäten auswirkt. Dass es dabei nicht nur 0 und 1, wie in der binären Welt sondern verschieden Ausprägungen gibt, ändert nichts daran, dass das Testosteron und das Östrogen ihren Einfluss entfalten.

    Ist es effektiv so, dass in der heutigen Zeit überproportional Knaben darunter leiden, dass sie ihr Potential nicht ausschöpfen können und damit Bildungswege erschwert werden? Wenn ja, kann man dies versuchen zu ändern oder so sein lassen, schliesslich haben die Mädchen bereits die letzten 3000 Jahre darunter gelitten. Aber der absolute Höhepunkt in diesem Blog scheint mir der zu sein, dass bei einer allfälligen Anpassung auf die Bedürfnisse der Knaben, der Rechtsstaat ins Schwanken kommen sollte. Es geht doch nicht darum, das Faustrecht oder gar die Prügelstrafe wieder einzuführen. Aber könnte es sein, dass die heutigen Pädagogen den Bogen überspannt haben?

    Ich hoffe unsere Kinder sind nicht so verkrampft, wie die hier anwesenden Bloger, wenn es darum geht bestehendes zu hinterfragen. Unsere Väter und Mütter waren es nicht, sonst würde das Fraustimmrecht immer noch in weiter Ferne sein.

  • Knut N. sagt:

    Quo vadis Helvetia? 🙂

  • Knut N, sagt:

    1. Es geht hier zum Einen um Rollenbilder, zum anderen um Bildung.
    2. Ich zitiere: “ Die Beziehungsebene trägt die Inhaltsebene.“
    und 3.
    „Seich“ bzw. Gescwätz, wird nicht intelligenter, wenn es an Sprachgewandtheit mangelt und selbst Erwachsene, selbst „schlaue“ Erwachsene keine objektive Sichtweise an den Tag legen, bei dem, was Sie da formulieren.
    4. Mal wieder: „Qua adis Heletia.“

  • BigMac sagt:

    Leider beschränkt sich die Diskussion hier bisher sehr stark auf die „körperlichen“ Aspekte männlichen Sozialverhaltens. Viel wichtiger in Bezug auf den Lernerfolg / die Lernfreude an der Schule scheinen mir jedoch die Aussagen von Herrn Guggenbühl bezüglich der Lehrmethoden. «Ja! aber bis jetzt haben wir noch nicht richtig Schule gemacht, mit Aufstrecken, richtig-falsch und so!»

    Obwohl ich selbst Vater zweier Töchter bin beobachte ich in meinem Umfeld immer wieder, dass Jungs viel stärker das Bedürfnis haben, sich untereinander zu messen. Da ist es wichtig, wer „Erster“ ist, sei das auf der Rutsche, beim Radfahren, beim Puzzeln – alles ist Wettkampf und „bitterer ernst“. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob ich auch mal so ein Testosteron-Bolzen war – wahrscheinlich ja – und bei dem Gedanken meine Mutter bemitleidet.

    Diese Verhaltensmuster vor Augen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass gewisse neuzeitliche Ideen – wie bspw. der Verzicht auf Noten – auf Jungs alles andere als motivierend wirkt. Die eigene Leistung ist nicht mehr mess- und vor allem vergleichbar. Es gibt kaum „Erfolgserlebnisse“. Ein mündliches Lob vom Lehrer oder eine umschreibung der eigenen Leistung in Form einer „Schulbeurteilung“ liefert keine klare Orientierung und kann nur ungenügend eingeordnet werden. Jungs bräuchten wohl eine Schulform, die ihnen erlaubt, das Lernen als „Wettbewerb“ zu verstehen, um motiviert zu sein.

    • BigMac sagt:

      Nachtrag: mein erster Satz hat sich ich in anbetracht der letzten Statements als obsolet erwiesen.

    • mira sagt:

      Nicht nur Jungs, auch Mädchen brauchen diesen Wettbewerb. Ich war 9 Jahre in der Steiner-Schule, und hatte 9 Jahre keine Noten. Erst nach dem Wechsel an eine normale Schule wurde mir klar, dass man lernen muss, um etwas zu erreichen. Und innerhalb weniger Monate war ich Klassenbeste. Der Wettbewerb hat mich total angespornt.

  • sabina sagt:

    Im endeffekt geht es doch einfach um den gegenseitigen respekt! und dieser muss schon in der grundschule vorhanden sein. wird ein kind, ein mensch, jeder altersstufe übrigens, respektiert, respektiert es auch sein gegenüber, sprich hier den lehrer, die lehrerin.
    ich bin überzeugt, dass sowohl der leistungswille der kinder, und sicher insbesondere der der buben, wie auch die soziale kompetenz dadurch gefördert würden! da müsste man vielleicht mal ansetzen…

  • Auch ich war ein unglaublicher Junge – Scheidungskind, Einzelkind, Verwöhnt und eine grosse Schnurre. Gelernt habe ich bis in die 7 Klasse nur unter Zwang und habe lieber geraucht oder Töffli frisiert. Die Lehrer in unserer Sekundarklasse waren alle um die 40/50 und haben sich auf das vermitteln von Wissen (wie es hier so oft gewünscht wird) konzentriert.

    Mir als „Störfaktor“ wurde schon von Beginn der 5 Klasse an eigentlich indirekt klar gemacht, dass es für mich wohl keine Hoffnung geben würde und ich in einer Primarschule wahrscheinlich besser aufgehoben/abgeschoben bin. Nun, wie macht man aus schmalspur Töfflibuben James Deans? Hier ein paar Dinge von denen ich glaube, dass sie mir geholfen haben

    – Ich hatte das Glück dass ich in der 6. Klasse einen Klassenlehrer bekam, der mich ernst genommen hat. Er hatte nämlich Zeit dafür, mit mir „von Mann zu Mann“ zu sprechen. Er hat so mit mir geredet, dass ich trotz meiner Hormone begriffen habe, dass ich wohl jetzt etwas bremsen muss.
    – Unsere Schulklasse bestand aus 15/18 Kindern. 5 Mädchen, 12 Jungs.
    – Wir haben regelmässig ab der 6. Klasse in Geschichte und Religion gesellschaftliche Themen diskutiert
    – Wir hatten 4 Lehrer mit denen wir regelmässig Schule hatten. Männer & Frauen.
    – Wir hatten Leistungskurse in Sprache und Mathematik die wir zusätzlich besuchen durften.
    – Wir hatten alle 2 tage Sport
    – In der Schule haben die Älteren immer Ämtli zu übernehmen, bsp. den Pingpong-Tisch aufzubauen, Pausenaufsicht etc.

    Mein Ratschlag also: Klassen verkleinern, Anzahl der Lehrpersonen für die Klassen beschränken, mehr Sport und vor allem, Kinder ernst nehmen und schon früh Verantwortung für etwas geben. Das würde ich Progressiv nennen.

  • StefanB sagt:

    Es geht m.E. nicht darum, dass man eine „Beziehung“ zur Lehrperson aufbaut. Ich selbst hatte keine „Beziehung“ zu meinen ersten Lehrern, es waren für mich eben „die Lehrer“, und als soche waren sie es, die die Regeln im Klassenzimmer aufstellten.

    Ich denke auch, dass Kinder im Alter von sieben, acht Jahren überfordert wären von einem Fachlehrersystem, einfach deshalb, da es bei einem Lehrer oder Lehrerin nur einen Satz Regeln beherrschen muss (zusätzlich zu den Regeln, die innerhalb der Familie gelten), bei Fachlehrern aber gibt es für jede Fachlehrperson einen eigenen Satz Regeln. Dazu kommt noch, dass es die Regeln kennen muss, mit denen die Fachlehrer untereinander arbeiten. Dies kann einige Kinder überfordern.

    Wir wissen andererseits alle, dass es durchaus auch Kinder gibt, die bei mehreren Bezugspersonen diese durchaus gegeneinander ausspielen können, sei dies in der Familie, sei dies an anderer Stelle.

    • mira sagt:

      Problematisch wird es dann, wenn ein Kind mit dem einen und einzigen Lehrer nicht gut auskommt. Weil a) der Lehrer das Kind falsch einschätzt und dadurch falsch behandelt, oder b) weil sie einfach nicht die gleiche Wellenlänge besitzen) oder c) weil das Kind aus der „falschen Familie“ kommt oder d) etc.

      Ich wäre als Kind dankbar gewesen, wenn ich mehrere Lehrer gehabt hätte und so ein vielleicht positiveres Bild einer Lehrperson hätte aufbauen können.

      Zu den Regeln: Kind begreifen unglaublich schnell, was sie wo können und dürfen. Sei es nun bei Mama, Papa oder Grosseltern, oder in der Kita, etc. Kinder haben hier einen angeborenen Sensor und ja, die Erwachsenen müssen aufpassen, dass sie nicht ausgespielt werden.

      • StefanB sagt:

        Mira, auch das muss man lernen: dass man die Zeit nun auch mal mit Leuten verbringt, die einem nicht sofort um den Hals fallen und einen abknutschen. Wir können uns nun mal nicht immer nur mit denen umgeben, die wir mögen und die uns wieder mögen.
        Tut mir leid, aber ich denke nicht, dass ein Lehrer mit zwanzig Kindern im Zimmer mit allen auf gleicher Wellenlänge sein kann. Ich halte das schlicht für unmöglich. Und Hand aufs Herz: ist es der Lehrer, der das Kind falsch einschätzt, oder haben die Eltern falsche Erwartungen an ihn – oder auch an das Kind?

  • Patrick Keller sagt:

    Was für ein rückwärtsgewandtes, stereotypenbehaftetes Geschwätz!

    Das einzig Skandalöse ist, dass Herr Guggenbühl immer wieder Plattformen erhält, um seine nimmermüde herbeigeredete “Bubenproblematik“ zu verbreiten, die freilich auf seine individuellen Erfahrungen zurückgehen mag, die aber zur durchaus herausforderenden und komplexen Diskussion rund um die Qualitätsentwicklung der Volksschule keinen relevanten Beitrag leistet.

    Ein paar Beispiele? Bitte sehr:

    „[…]bis jetzt haben wir noch nicht richtig Schule gemacht, mit Aufstrecken, richtig-falsch und so!“
    Es ist beileibe kein Verlust, dass die autoritären Führungsstile von anno dazumal relativiert und mit Neuem ersetzt wurden und es entspricht ebenso wenig einer schulischen Realität, dass an der Unterstufe keine eindeutigen Antworten, „mit Aufstecken, richtig-falsch und so“, erwartet würden.

    „Die Schüler müssen mit verschiedenen Erwachsenen eine Beziehung aufnehmen, psychologisch etwas Unmögliches.“
    Diese Aussage steht als irreführende, wenn nicht gar falsche Behauptung im Raum und ist empirisch tausendfach widerlegt. Bekanntlich ist das genaue Gegenteil der Fall: Kinder, die sich früh – z.B. in der Kita – an verschiedene Bezugspersonen gewöhnen konnten, die festgestellt haben, dass es eine wohlwollende Erwachsenenwelt auch jenseits von Mamis Rockzipfel gibt, werden stärker, früher selbständig und letztlich glücklicher werden. Von Verantwortungsdiffusion oder gar einer „Katastrophe“ kann keine Rede sein – das ist pure Polemik.

    „Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen: Beziehungssprache, Gefühle in Worte ausdrücken, sich umarmen statt zu rammeln, ruhig sitzen und hinhören statt dreinreden und verhandeln wollen. Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert.“

    Diese ermüdenden Stereotypen brauchen eigentlich gar nicht mehr kommentiert zu werden, vielmehr ist es höchst verwunderlich, dass eine „Fachperson“ nach wie vor solche systemstabilisierende Plattitüden von sich gibt. Als Mann und Vater eines Jungen lösen solche kruden Aussagen in mir nur Kopfschütteln aus. Wenn “krasse Geschichten erzählen“, “prahlen“ und “dreinreden“ für Herrn Guggenbühl zu den schützenswert männlichen Attributen gehören – so be it. Ich und mein Sohn brauchen solche Schubladen nicht. Und wir sind schon zwei.

    Ganz schlimm wird‘s schliesslich, wenn sich Guggenbühl in Sätze versteigt wie: „Dies funktioniert bei den meisten Knaben nicht: Sie wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun bzw. zu lernen haben.“
    Solcherlei soldatisches Gedankengut zementiert erneut Jahrhunderte alte Geschlechterstereotypen, geht von einem bekanntlich längst überholten biologistisch-deterministischen Geschlechterbild aus und trägt rein gar nichts zur Lösung der Probleme bei, mit denen Jungen wie Mädchen in der Volksschule und später konfrontiert werden.

    Auch wenn die Feminisierung des Bildungswesens als durchaus beunruhigende Entwicklung wahrgenommen werden kann, deren Gründe in der Abwertung der Attraktivität des Berufsstandes zu suchen sind, so muss bestimmt nicht eine “knabengerechtere Schule“ geschaffen werden, sondern müssen die Kantone allenfalls Anstrengungen unternehmen, wieder mehr Männer – auch für die Unterstufe – zu gewinnen. Dies allerdings nicht, weil die armen Buben wieder mehr machoide Vorbilder bräuchten, sondern schlicht um im Lehrkörper die gesellschaftliche Realität wieder besser abzubilden.

    • StefanB sagt:

      Schön, dass Sie sich gegen autoritär-soldatisches Gedankengut wehren, Herr Keller. Und ich nehme an, dass Sie Ihre Antwort mit Ihrem Sohn besprochen und jedes Wort durchdiskutiert haben, so dass Sie diese Meinung jetzt kund tun.

      Oder verstehe ich Sie falsch, und Ihr Satz „Ich und mein Sohn brauchen solche Schubladen nicht.“ ist genau so eine autoritär-soldatische Indoktrinationsfloskel, die Sie ja angeblich nicht brauchen?

      • Marcel Ursprung sagt:

        Öhm, also das mit „anti-Autorität“ haben wir nun langsam durch. Dieses Experiment hat man jetzt genug lang der Gesellschaft angetan und es funktioniert einfach nicht. Kinder sind Kinder und brauchen Autoriät. Man kann lediglich darüber verhandeln wie viel.

      • StefanB sagt:

        @Marcel Ursprung: Stimmt, ein Kind muss lernen, Regeln zu befolgen, wenn es Teil einer Gruppe sein will. Wichtig ist auch, dass diese Regeln für alle gelten, sonst fühlen sich die Kinder zu Recht ungerecht behandelt.

    • Georg ZImmer sagt:

      ich bin auch erstaunt wie schablonenhaft herr guggenbühl argumentiert. dabei wirkt er selber eher sensibel und verständnisvoll. attribute die nach seinem verständnis weiblich wären. wer so einen „kleinen macho“ zu hause hat soll ihn doch ins schwingen oder ringen schicken. dort darf er sich austoben. die mitschüler möchten nämlich lernen und wollen sich nicht als punchingball zur verfügung stellen.

    • Kristina Schüpbach sagt:

      Danke für Ihren Kommentar, Herr Keller, bin genau Ihrer Meinung.
      Mich erstaunt es immer wieder, wie sehr diese Stereotypisierung selbst bei Psychologen, die dies eigentlich besser wissen müssten, verankert sind. Es sind ja nicht die Jungen, die „wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun haben“, viel mehr wird ihnen von unserer Gesellschaft noch immer vermittelt, dass sie dies zu wollen hätten.

      • Yves M. sagt:

        Nun ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Frauen später im Leben doch gerne wieder einen Mann an ihrer Seite habe, der von der Gesellschaft das „Mann-Sein“ vermittelt bekommen hat. Das „Mann“ sein schliesst nicht aus, dass wir auch Umarment etc können. Im Gegenteil. Aber wir sind grundlegend verschieden in der Veranlagung und den Erfahrungen, die wir machen. Vielleicht wäre es ja gut, explizit zu sagen, dass Mann und Frau eben anderst ticken. Vielleicht wird dann auch das Verständnis grösser.

    • Tomas sagt:

      Ich tippe bei Ihnen auf eine Person, die sich an den „vorwärtsgewandten“ Strategien für unseres Schulwesen beruflich beteiligt.
      Jawohl, immer schön vorwärts, eins zwei, eins zwei. Hauptsächlich nicht zurückblicken, da war doch alles falsch.
      Aber jetzt wird alles besser, alle werden nett und kommunikativ, alle gleichgeschaltet und alle ein bisschen dumm, was aber nicht weiter stört weil wir uns ja alle so herrlich verstehen und so viel Mitgefühl für die anderen haben.

    • peters sagt:

      Tja nur ist es leider so, dass Jungs im Schnitt halt erstens etwas „lebendiger“ durch die Gegend rasen und eher auf direkte Ansage reagieren. Dies wird in der heutigen Schule aber sofort als negativ abgestraft (Ausser sie werden zu Supersportlern…)
      Natürlich schreibt Guggenbühl hier etwa überspitzt und provokativ. Aber hören sie sich mal einen Remo Largo an. Die Aussagen sind da wohl etwas weniger direkt formuliert, dafür mit Daten aus Langzeitstudien unterlegt. Und das Fazit ist sehr ähnlich. Wir haben heute eine Mädchenschule, genauso wie wir vorher 100 Jahre eine Jungenschule hatten.
      Ziel sollte doch eine Schule sein, die gleiche Chancen für beide Geschlechter ermöglicht.

      PS: Was her unterschlagen wird in der Diskussion, dass Mädchen in der Entwicklung den Jungs gleichen Alters im Schnitt in den meisten Bereich voraus sind. Das verschärft die ganze Problematik zusätzlich.
      Gemäss Largo sin das z.Bsp. im Alter von 12 Jahren, ca 18 Monate Entwicklungsrückstand der Jugns (und da wundert sich noch jemand, dass es die Jungs nicht ans Gymi schaffen)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wir haben keine „Mädchenschule“, sondern eine Schule für langweilige Streber und faule Lehrer. Wer nicht so ist, eckt an, ob Schüler oder Lehrer. Wer engagiert Schule gibt, wird genauso ausgegrenzt wie viele Schüler, die nicht ins Raster passen. Wie war das noch mit diesem Bieler Lehrer?

      • Nemo sagt:

        Pippi mit Ihnen vollständig einverstanden. Ergänzen möchte ich nur, dass in der Schweiz die Mittmässigkeit gefördert wird. Der untere Teil verliert den Anschluss und der obere Teil, wird abgeschossen da unbequem.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Nemo

        Genau, leider……

      • Yves M. sagt:

        @Nemo: leider ist’s so.

      • Regula sagt:

        @peters: ich bin ihrer Meinung.

        Die momentane Schule ist schwergewichtig eine Mädchenschule auch deshalb, weil es viel mehr Lehrerinnen gibt als Lehrer. Für mich ist zum Beispiel dieser Satz in Guggenbühls Artikel sehr hilfreich, beruhigend und motivierend: „Sie (die Jungs) integrieren sich über Widerstand.“ Also ist es ja klar, warum ich mit den Jungs immer am kämpfen bin. Es ist nichts Persönliches. Sie brauchen es.

        Ich stelle fest, dass Lehrerinnen oft nicht wissen, was sie von den Buben halten, wie sie ihnen begegenen sollen. Allan Guggenbühl zuzuhören, Remo Largo zuzuhören kann doch da nur nützlich sein.

        Wieder einmal meine Frage: Warum ist es ein Ziel, es ins Gymi zu schaffen? Für alle die Jungs, die eben etwas „lebendiger durch die Gegend rasen“, ist vielleicht der Weg über eine Berufslehre mit körperlicher Arbeit der Weg. In der Schweiz ist es ja NIE zu spät, einen schulischen Weg einzuschlagen.

      • Eremit sagt:

        „Was hier unterschlagen wird in der Diskussion, dass Mädchen in der Entwicklung den Jungs gleichen Alters im Schnitt in den meisten Bereich voraus sind. Das verschärft die ganze Problematik zusätzlich.“
        Wäre dem so, so wäre Frühenglisch und Frühfranzösisch fast kriminell, da dadurch die frühentwickelten Mädchen noch mehr gefördert würden und Jungs mit dem nichtexistenen Frühmathematik und Frühtechnischzeichen auf der Strecke bleiben würden.

      • Buddyguy sagt:

        @Regula:
        „Wieder einmal meine Frage: Warum ist es ein Ziel, es ins Gymi zu schaffen? Für alle die Jungs, die eben etwas “lebendiger durch die Gegend rasen”, ist vielleicht der Weg über eine Berufslehre mit körperlicher Arbeit der Weg. In der Schweiz ist es ja NIE zu spät, einen schulischen Weg einzuschlagen.“

        Weil man z.B. zum Unterrichten für Vorschulstufe und Primarstufe die Matur benötigt? Klar kann man das später nachholen… nur das ist mit viel grösserem Aufwand und finanziellen Einbussen verbunden… und dann wundert man sich, dass die männlichen Lehrfachkraft fehlen.

        Und überhaupt – würde ich als Mann ihre Aussage „für alle die Jungs, die eben etwas “lebendiger durch die Gegend rasen”, ist vielleicht der Weg über eine Berufslehre mit körperlicher Arbeit der Weg“ mit anderen Vorzeichen machen – wau – das bashing über mich wäre was. wahrscheinlich würde der Beitrag nicht einmal freigeschaltet. Oder wie tönt folgendes: „für alle Mädchen, die etwas schüchtern sind und ihr Können nicht so gut präsentieren können, ist es vielleicht der Weg über eine zusätzliche Ausbildung, doppelter Leistung oder anderen Gefälligkeiten zum selben Lohn zu kommen, die einem Jungen selbstverständlich angeboten werden.“

      • Regula sagt:

        @buddyguy

        Ihr Beispiel mit den „Mädchen, die etwas schüchtern sind und ihr Können nicht so gut präsentieren können“ passt nicht ganz zu meinem Beitrag.

        Es geht ja nur darum, dass nicht alle Menschen für die Schule gemacht sind. Es geht darum, den richtigen Platz zu finden.

        Und à propos Lehrerausbildung: Viele Lehrer, die auf dem zweiten Bildungsweg zu ihrem Beruf gekommen sind, üben diesen nach wie vor mit grossem Engagement aus. Viele, die auf dem ersten Bildungsweg Lehrer geworden sind, sind das nach wenigen oder einigen Jahren nicht mehr.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Es ist erschreckend, wie dauernd auf die Lehrer eingedroschen wird. Es kann nun mal nicht sein, dass der Lehrer BUBSEIN oder MAEDCHENSEIN vermitteln muss. Das sind Dinge, die jedes Kind-Jungendliche-Erwachsene für sich selber erleben muss.
    Der Lehrer soll sich auf sein Kerngeschäft, Wissensvermittlung konzentrieren.
    Und alle Mütter die ihre Kinder als hochbegabt bezeichnen, sind überhebliche, narzistische Persönlichkeiten. Begabung ist immer nur retrospektiv beurteilbar. Superpianisten, Supermathematiker, Supersportler, Supermanager etc etc etc entdecken nicht Pädagogen und Psychologen sondern werden durch den Alltag bestimmt.
    Sorry die Sonderbehandlung und Abklärerei von Kindern ist ein Armutszeugnis unserer total verdummten, expertenüberfüllten welt- und naturfremden Gesellschaft.

    Gruss

    • Gianin May sagt:

      Besser hätte iches nicht sagen können. Es spinnen nicht die Römer sondern die Eltern von heute

    • the man sagt:

      … nichts mehr zuzufügen! Vollterffer!

    • rapunzel sagt:

      Im Hinblick auf die beginnende Schulzeit meiner Tochter bin ich ja ganz zufrieden: sie ist blond und normalbegabt.
      Es wäre ja schlimm und ich müsste noch meine Persönlichkeit wechseln, hätte ich hochbegabte Jungs in der Familie.

    • peters sagt:

      Guggenbühl drischt ja nicht auf die Lehrer ein. Der Lehrer muss nicht BUB oder Mädchen sein vermitteln, wie sie hier unterstellen. Aber er soll jungentypisches Verhalten zulassen, aushalten und damit umgehen können.

      Und das, musste ich leider erleben, ist heute nicht gegeben. Das geht bis zu Aussagen von Lehrerinnen wie: „ich hätte lieber nur Mädchen, dann ists einfacher“. Und dementsprechend unmöglich gings dann her und zu.

      Wäre die Schule bereit die Eigenheiten beider Geschlechter auch zu beachten wie von Guggenbühl gefordert, dann würden sich viele Abklärungen erübrigen.
      Aber wenn Lehrerinnnen einfach Schubladen aufmachen wo die Jungs reingeschmissen werden und erst nach Fachabklärungen bereit sind mal genauer hinzusehen dann muss man sich nicht wundern.
      Und ich habe hier bewusst Lehrerinnen geschrieben. Ich habe dieses Schubladendenken bei keiner männlichen Lehrperson festgestellt aber bis auf 2 Ausnahmen bei allen Lehrerinnen die meine Kinder hatten (und teilweise leider noch haben…)

    • Buddyguy sagt:

      „Der Lehrer soll sich auf sein Kerngeschäft, Wissensvermittlung konzentrieren.“

      Würden sich die Lehrpersonen auf ihr Kerngeschäft „Wissensvermittlung“ konzentrieren, oder vielleicht auch dürften sich darauf konzentrieren, würden die Jungs, respektive die Kinder mit etwas Entwicklungsrückständen in Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen (z.B. Eigenverantwortung, Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Lernbereitschaft, Ziel- und Ergebnisorientierung, Einfühlungsvermögen) auch nicht derart benachteiligt im heutigen Schulbetrieb.

      Ich stelle fest, dass heute in der Schule das Kerngeschäft „Wissensvermittlung“ folgendermassen erledigt wird. Kurzer Stoffübersicht, Verteilen von „Wochenplänen“ welches „Wissen“ mit welchen Aufgaben/Übungen erarbeitet werden soll und dann überlässt man die Kinder sich selbt mit dem Hinweis „ihr könnt jederzeit auf mich zukommen und Fragen stellen“. Kinder mit oben aufgeführten Defiziten oder Entwicklungsrückständen haben keine Chance ihre „Wissensvermittlung“ zu erhalten und so genügend Fachkompetenz für die höheren Schule zu erlangen – es sei denn, die Eltern holen zuhause die „Wissensvermittlung“ nach (obwohl sie in der Schule dafür zwei Stunden Zeit gehabt hätten (welche leider zum zeichnen verwendet wurde)), was ja genau nicht deren Job wäre.

      Diese Art von „Wissensvermittlung“ mag für ein Gymi oder Uni oder Erwachsenenbildung gut sein – ganz bestimmt NICHT für die Unterstufe als Vorbereitung für den Übertritt in Sekundar- oder Gymistufe.

      Wenn nun Lehrpersonen nicht gewillt oder nicht fähig sind, die Kinder für ihre „Wissensvermittlung“ zu begeistern und es ihnen egal ist, ob ihre Schüler etwas lernen, dann haben sie eigentlich den falschen Job, und wenn sie nicht selber wechseln sollte man diese entlassen.

    • Goofos sagt:

      Ging es etwa darum, dass die Lehrer Bubsein und Mädchensein vermitteln müssten? Ich denke es ging wohl eher um ein Bildungssystem das Jungs durch schlichtes Jungssein benachteiligt und Mädchen durch schlichtes Mädchensein bevorzugt. Woran Lehrer mit Schuld tragen. Schließlich sind sie es die Jungs für gleiche Leistung schlechter benoten als Mädchen. Ebenso sind es die Lehrer die vor allem den Mädchen entgegenkommen und an Jungs wiederum obskure Ansprüche stellen.

      Da darf man sehr wohl auf die Lehrer und natürlich auch Lehrerinnen eindreschen und ihre miserable Arbeit gnadenlos bewerten, was die Lehrer und Lehrerinnen offensichtlich nicht beherrschen.

  • Kathrin sagt:

    Was sowohl dem Text als auch den meisten Kommentaren fehlt, ist die Perspektive des Individuums. Was wiederum zeigt, wie dringend nötig das „Gendern“ nach wie vor ist: Weg von Geschlechtsstereotypen, hin zu menschlichen Individuen, die – unabhängig davon, ob sie ihre primären Geschlechtsteile innen oder aussen tragen – ihre ureigene Persönlichkeit frei entwickeln dürfen.

    • Margarete Grünfeld sagt:

      Liebe Kathrin,

      so unangenehm Dir Geschlechtsstereotypen auch sein mögen; viele Verhaltensroutinen und soziale Interaktionen werden nun einmal durch das Geschlecht vorgeprägt. Es sind nicht nur meine beiden Kleinen, die sich (obwohl ich geschlechsspezifische Erziehung dediziert vermieden habe) „typisch Meitschi“ oder „typisch Buebi“ verhalten und zielsicher zur Puppe, bzw. zum Bagger greifen. In verschiedenen Studien hat sich herausgestellt, dass der Mensch keineswegs eine ‚leere Schiefertafel‘ (‚blank slate‘) ist, sondern mit bestimmten Ausprägungen und Vorlieben auf die Welt kommt. Mein Bub, obwohl der (geistig) Schnellere und Neugierigere von den beiden, hat in der Schule massiv Probleme, da er Authorität nun einmal gern in Frage stellt und sich seine Grenzen sicher nicht selbst setzt. Ihm muss man Grenzen zeigen, mit Konsquenzen drohen und diese auch durchsetzen. Ja, er ist lebhaft und ungestüm. Doch genau darum geht es ja; welcher Bub ist das nicht.

      Dass die Probleme für Buben im derzeitigen Schulsystem (u.a. auch der Mangel an männlichen Bezugspersonen) klein geredet werden und die Buben durch Medikamente ruhiggestellt werden, spricht auch nicht für die förderung der ‚ureigenen Persönlichkeit‘. In Zürich werden massiv mehr Buben als Mädchen per Ritalin & Co. künstlich ruhig gestellt. Warum so viele Buben? Weil ihr Verhalten im heutigen Schulsystem als ‚abnormal‘ empfunden wird. So auch bei meinem Kleinen. Das geht sogar so weit, dass Eltern unter Druck gesetzt werden.

      Diese Situation ist nicht tragbar.

  • Wir brauchen nur in diesem Blogkommentar zu zählen: Wieviele Frauen antworten und wieviele Männer? Dazu sollten wir noch die Männer hinzuzählen, die nichts zu melden haben, weil ihr eigenständiges Denken den Frauen von der R. nicht genehm sind.

  • jackie sagt:

    Danke Herr Guggenbühl

    Jeder mit einem „Michel von Löneberga“ im eigenen Haushalt weiss wovon sie sprechen.

  • uma sagt:

    Dieser Artikel beschreibt die Perspektive eines Psychologen und ist demnach sehr eindimensional. Dass die genannten altertümlichen Genderattribute (Mädchen können besser zuhören, Jungs rangeln) heute noch wirksam sind, ist offensichtich. Ich habe das Problem damit, dass der Hr. Psychologe dies noch fördern möchte, indem er eine ‚knabengerechte‘ Schule möchte. Sollte nicht eher an dem gesellschaftlichen Bild von Mann und Frau gearbeitet werden? Z.B. wird eine Junge, welcher gut zuhören kann, andere umarmt, gut kommunizieren kann, oftmals als ’schwach‘ ja sogar ‚defizitär‘ angesehen und der Homosexualität verdächtigt. Warum darf ein Mann oftmals keine vermeintlich weiblichen Attribute besitzen, ohne gleich befürchten zu müssen, abgewertet zu werden und seine Männlichkeit zu verlieren? Das gleiche geschieht umgekehrt mit den Mädchen, nur wird es nicht als ‚defizitär‘ gewertet, da die männlichen Attribute immer noch die vermeintlich ’noblen‘ sind… Es ist ein langer Weg, bis zur sozialen Gleichheit der Geschlechter und da sind Spannungen inbegriffen. Vor allem wird das durch ältere Generationen so vermittelt, welche stolz auf ihre wilden Jungen-Jahre zurückblicken und sich dann umso männlicher fühlen und dies auf ihre Kinder übertragen. Es kann sein, dass das Bildungswesen nicht das gelbe vom Ei ist, aber betrifft dies nicht auch die Mädchen? Als ob die immer zuhören, brav und nett sind… Grundsätzlich finde ich die schwerpunktmässige Ausbildung sozialer Kompetenzen sehr gut und ich verstehe nicht, wie so darüber gemotzt werden kann. Schliesslich muss der zuhnemenden Jugendgewalt (über die eben auch jeder motzt) Rechnung getragen werden und dies ist in jungen Jahren wichtig, nicht später, wenn es eben zu spät ist. Die Schule kann auf die Persönlichkeitsbildung nur begrenzt Einfluss nehmen und es ist gut, dass sie das tut (versucht)! Es geht nicht nur darum, ein möglichst gutes Zeugnis zu haben, damit man/frau sich später möglichst gut an den Kaptitalismus verkaufen kann, depressiv wird und ein unglückliches Leben führt (es gibt wenig wirklich glückliche und zufiedene Menschen). Es geht meiner Meinung nach vor allem darum zu lernen, was ein guter Mensch ist und dass man lernt, sich mit sich selbst auseinander zu setzten, sich zu mögen und fähig ist, sich in jemand anderen hinein zu versetzen und Verständnis für das Gegenüber zu haben. Dass Konflikte ganz normal sind, ist klar und sollte auch nicht künstlich unterdrückt werden. Aber die Evolution macht meiner Meinung nach einen kleinen Fortschritt mit der Bearbeitung sozialer Kompetenzen, denn von diesen hängt nicht nur das berufliche, sondern auch das persönliche Glück ab.

    • Hotel Papa sagt:

      „dass man lernt, sich mit sich selbst auseinander zu setzten, sich zu mögen“

      Wie lernt man das in einer Umgebung, die einem ständig klar macht: „So wie Du bist, ist nicht erwünscht!“ Das ist doch das Problem der Buben heute in der Schule. (Erweitert gesagt: aller nicht Normgerechten, und die Norm in der Schule ist heute weiblich)

      • Gene Amdahl sagt:

        Super ausgedrückt Hotel Papa!

      • uma sagt:

        Keine Ahnung. Wahrscheinlich kann man/frau das in einer solchen Umgebung nicht lernen. Aber warum immer diese Stereotypisierung von männlich und weiblich? Ist es nicht das, was eigentlich das Problem ist (altertümliche Gender Vorstellungen treffen auf Neue)? Weshalb ist denn diese angebliche ‚weibliche‘ Norm so schlecht? Und wer beweist, welche männlichen/weiblichen Verhaltensweisen in der Kindheit wirklich biologisch determiniert sind und welche nicht? Aber wie ich u.a. bei ihrem und vielen Beiträgen sehen kann (und zugegebenermassen auch in meinem eigenen Verhalten subtil beobachten kann), ist diese Stereotypisierung tief in uns verwurzelt und somit auch wirksam, da sie uns prägt und oftmals auf sehr subtile Weise. Es ist schon klar, dass die Jahrhunderte des Patriarchat uns geprägt haben und ein Paradigmenwechsel nicht ohne Nebenwirkungen von statten geht. Frage ist, wie wir damit umgehen, welche Lösungen gibt es? Oder wollen wir zurück ins Mittelalter und die Geschlechter getrennt unterrichten, spezifisch, nach vermeintlich weiblichen und männlichen Attributen (moment, durften Frauen damals überhaupt schon in die Schule???) oder nehmen wir diese Konflikte in Kauf (welche in 100 Jahren wahrscheinlich nicht mehr Thema sein werden) und fördern die Individualität, unabhängig von Gender und Hierarchisierung von Unterrichtsfächern, so dass sich jeder, seinem eigenen Wesen entsprechend entwickeln kann. Das ist doch eine viiel vielversprechendere Zukunft! 🙂

    • „So wie Du bist, ist nicht erwünscht!” im Bezug auf Knaben.

      Lässt sich diese Aussage irgendwie belegen?

  • Nemo sagt:

    @Aeppli: Warum wurde die von Guggenbühl erwähnte Studie schubladisiert?

  • Anna S. sagt:

    Danke an Allan Guggenbühl! Als Mutter von zwei schulpflichtigen Knaben erlebe ich seit den ersten Kindergartentagen, wie unsere beiden lebhaften, intelligenten und aufgeweckten Knaben bei der kleinsten „Abweichung“ gemassregelt, bestraft und von einer Horde weiblicher Lehrerschaft und „feminisierten Sozialarbeitern“ in ihrem natürlichen Drang als Jungs sich auszutoben, mal zu protzen und einen Konflikt auf ihre Art (eben balgen, aber fair!) auszutragen regelrecht beschnitten werden. Ein ganz krasses Beispiel erlebten wir während der letzten Fussball-EM als die Lehrerin den Knaben das Fussballspielen während der Pause verbot, weil es immer wieder auch zu Konflikten kam und die Knaben, mittlerweilen so konditioniert, gleich zur Lehrperson rannten, anstatt untereinander eine Lösung zu suchen. Der Lehrerin wurde das zu bunt (logisch, sie wurde in ihrer „Pausenzeit“ jeweils gestört), sodass dann jeder Knabe ein Mädchen zugeteilt erhielt, mit welchem es in der Pause zu spielen hatte (kein Fussball!) und das Mädchen sozusagen die Aufsicht übernahm. Auf meine Intervention, was hier eigentlich auch für eine FRAUENBILD den heranwachsenden Männer vermittelt würde, wurde mit langen und umschweifenden Ausreden abgespiesen. Eines von zahlreichen Beispielen, die mich als emanzipierte und selbstständige Frau, wütend machen und ich mit meiner Meinung oftmals auch alleine stehen, werden doch (nicht alle!) Lehrerinnen, Schulleiterinnen und Vertreterinnen von Schulpflege auch noch von gleichgesinnten Müttern assistitiert. Daher mein Aufruf an die Väter: Bitte unterstützt eure Söhne und seid präsent – nicht nur beim Fussball spielen!

  • Greatsheep sagt:

    Unser Bube hatte von der 1. – 3. Klasse so eine Lehrerin die nichts kapierte an bübischem Verhalten; ist ja auch kinderlos. Jetzt in der 4. Klasse und mit einer Lehrerin die Kinder hat, auch Buben, ist die Hoffnung gross, dass es „besser“ wird.
    Nur schon bei der Tochter sieht man, dass Lehrpersonen die Kinder haben, ein anderes Veständnis für die Schüler und -innen haben.
    Als Vater kann ich Guggenbühl nur zustimmen, unser Sohn ist momentan voll auf der Schiene. Es zwar mühsam und anstrengend aber normal, aber noch mühsamer ist immer wieder meine Frau (und andere Frauen) von der Palme runterzuholen :-).

  • Bitta sagt:

    man braucht kein Psychologe zu sein, um zu sehen, dass es Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt, die NICHT erziehungstechnisch erklärbar sind. Gut zu sehen an den Krippengspänli meines Sohnes, alle zwischen 1 und 2 Jahren alt.
    Als Mami von zwei Jungs bin ich gespannt, wie sie sich in der Schule schlagen werden (sinnbildlich, nicht wörtlich). Und wenn sie zum Stillsitzen gezwungen werden, obwohl sie halt etwas läbig sind, und nicht zurecht kommen, dann werden wir sie halt zu Hause entsprechend fördern.

  • Claudia Bohringer sagt:

    Seit Jahren Verdient Herr Guggenbühl mit seiner These von den armen, nicht-sich-selber-sein-könnenden Jungen sein Geld.

    Als höchstes Ziel sieht er wenn Mann gewisse „männliche“ Züge ausleben kann und darf. Wenn das nicht immer geht sieht er ein Problem.

    Sollen die Jungs doch ausserhalb der Schule rammeln und sich verprügeln – in der Schule sollen aber meiner Meinung nach ruhig andere Werte gelten.

    Jungen und Männer sollen doch lernen, sich anzupassen, Gefühle zu verbalisieren und – warum nicht – sich zu umarmen.

    Der einfachste Weg ist nicht immer der beste, und was seit Generationen als „männlich“ betrachtet wird ist auch nur männlich anerzogen oder eben innerhalb eines bestimmten Wertsystems männlich.

    Grenzen, klare Grenzen, sind sinnvoll, aber nicht nur für Knaben, sondern auch für Mädchen – und hier ist das Problem dass eben Knaben immer anderst behandelt werden sollten als Mädchen weil sie gemäss Guggenbühl „anders sind“ – meiner Meinung nach in vielen Bereichen aber eben nur weil Guggenbühls darauf herumhacken, den Status Quo (für Knaben ist gemäss Guggenbühl der Fokus auf soziale Kompetenzen nicht akzeptabel – folglich für Männer wohl auch nicht – wir werden weiter von asozialen Egoisten regiert) behalten wollen.

    • Gianin May sagt:

      Der Text eines Mädchens eben. So wie Sie es vorschlagen ist es jetzt doch, jedenfalls wird das angestrebt und hopp gibt es Probleme. Wieso denn nur?

    • the man sagt:

      „Jungen und Männer sollen doch lernen, sich anzupassen“ … tun wir doch: im Sportverein, in der Pfadi, in der Band…
      „Gefühle zu verbalisieren“… sollte man können – man sollte aber auch die Freiheit haben, seine Gefühle für sich behalten zu dürfen!
      „und – warum nicht – sich zu umarmen“… auch kein Problem, machen wir regelmässig während dem Fussballspielen, das nächste Mal zu beobachten heute Abend, wenn YB ein paar Töpfe schiesst!
      Im Ernst: Vielleicht sollte sich die Schule wieder vermehrt ihrer Kernkompetenz widmen: dem Vermitteln von Wissen, auf jeder Stufe, für beide Geschlechter. Weniger Ideologie, weniger Psychologie, weniger Emozionalität… dann würden auch mehr Männer diesen Berufsweg einschlagen!

    • Yves M. sagt:

      „was seit Generationen als “männlich” betrachtet wird ist auch nur männlich anerzogen oder eben innerhalb eines bestimmten Wertsystems männlich.“

      Stimmt so nicht. In fast allen Kulturen ist dieses „männliche“ Verhalten zu beobachten. Woran das wohl liegt? Vielleicht gibt die Natur eben doch mehr mit, als wir uns wünschen würden. Und was ist daran so schlecht?

  • Markus Schneider sagt:

    Ein Problem ist sicher auch die permanente und häufig auch ideologisch geprägte „Psychologisierung“ der Schule. Eine knabengerechte (und mädchengerechte) Grundschule muss auch viel mehr die Erkenntnisse der Evolutions- und Soziobiologie berücksichtigen. Wir werden nun mal primär durch unsere Entwicklungsgeschichte und unser Erbmaterial geprägt; dies gilt auch für die unterschiedlichen Verhaltensmuster von Mädchen und Knaben. Die ganze Pädagogik und Psychologie ist zu ideologisch und gesellschaftstheoretisch ausgerichtet. Ich pers. bezweifle schwer, ob hier noch von einer Wissenschaft ieS (Aussage, Methode, ggf. Falsifizierung etc.) gesprochen werden kann. Zu häufig dienen die in der Volksschule praktizierten „Modelle“ nur dazu, bestimmte politische Ziele umzusetzen.

  • Oswald Müntener sagt:

    So so… also prügeln sollen sich die Knaben in der Schule. Spannend dabei ist die Tatsache, dass immer nur diejenigen Eltern damit einverstanden sind, die einen „prügelnden“ Knaben haben. Die dauernd und immer wieder verprügelten Kinder und deren Eltern findens nicht gleichermassen lässig… Und von einem Allan Guggenbühl hätte ich doch mehr Differenzierung erwartet! Ich bin durchaus auch der Meinung, dass sich Knaben austoben sollen und die Möglichkeit haben müssen, ihre (körperlichen) Grenzen zu finden. Sie sollen das gefälligst aber untereinander tun und diejenigen, die sich nicht daran beteiligen wollen (gibt es nämlich auch!!!) gefälligst nicht behelligen damit!

    • J_Randi sagt:

      Wo haben Sie in Guggenbühl’s Ausführungen das Wort „Prügeln“ gefunden? Ich kann es nicht finden. Er sagt: „Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert.“ Nirgends schreibt er übers prügeln.

      • Oswald Müntener sagt:

        A. Guggenbühl sagt „rammeln“. Wenn ich aber sehe, dass sich 10jährige Buben die Faust gegenseitig und ungehemmt ins Gesicht schlagen und auch noch weitermachen, wenn der unterlegene aufgegeben hat, dann sage ich dem prügeln. Es ist eben nicht alles immer so einfach, wie es A. Guggenbühl darstellt oder ausführt!

      • J_Randi sagt:

        Ich bin ziemlich sicher, dass der Titel des Beitrags nicht von Guggenbühl stammt, sondern von der Tagi- oder Mamablog-Redaktion, wie bei vielen Beiträgen. Somit sagt Guggenbühl nicht „rammeln“. Im Text kommt nämlich nichts davon vor.
        Abgesehen davon bin ich Ihrer Meinung (und Guggenbühl würde Ihnen auch zustimmen). Verprügeln ist übel und gehört nicht auf den Pausenplatz.

      • Yves M. sagt:

        Sorry aber unter „rammeln“ ist wohl eher das kollegiale Ringen und Kräftemessen gemeint, als jemanden zu verprügeln.

      • Melanie Meier sagt:

        Stefan W. hat die Bedeutung des Wortes bereits früher erklärt. Ich hoffe doch nicht dass Knaben auf dem Pausenhof rammeln, wenn, dann bitte rangeln.

      • thomas sagt:

        @ Melani Meier: Rangeln ist ein Wort aus einer ca 600 km nördlich existierenden Fremdsprache. In vielen schweizer Dialekten heisst es „rammle“. Die sexifizierte Bedeutung ist in der Schweiz artfremd :-).

      • Melanie Meier sagt:

        @ Thomas

        Muss sagen, ich habe auch in der Schweiz das Wort noch nie in einem anderen Zusammenhang als Beschreibung dessen gehört, was Kaninchen machen 😉 oder andere Tiere. Aber je nach Sprachregion in der Schweiz ist es halt auch verschieden, welche Worte man benutzt. Aber für mich ist der Zusammenhang des Wortes mit dem Artikel auf jeden Fall nicht so gegeben.

        Aber man lernt ja immer dazu!

      • thomas sagt:

        Das deutsche „rammeln“ kommt vom deutschen Wort für einen männlichen Hasen, dem „Rammel“, deshalb auch die NOCH speziellere Bedeutung (mit den ..-Bunnies). In den schweizer Gegenden in denen ich mich bisher aufgehalten habe, nannte man das Tier normalerweise „Bock“.

      • Eni sagt:

        @ Melanie Meier

        Natürlich heisst es auch in der Schweiz rangeln und nicht rammeln. Rammeln ist auch bei uns das was die Hasen machen.

      • Henri sagt:

        @Melanie Meier, Eni

        Doch doch, hier in der Schweiz, zumindest dort, wo ich aufwuchs, also in der Stadt Zürich, war „rammeln“ ein gängiger Begriff für das bei Buben sehr beliebte Kräftemessen.

        Rangeln hingegen, ich versichere es Ihnen, isch definitv käs züritüütsches Wort.

        Dass das Wort „rammeln“ noch eine weitere Bedeutung hat, ist dabei kein Problem – viele Wörter haben zwei oder auch mehrere Bedeutungen.

    • Henri sagt:

      Das sagt jemand, der die Veröffentlichungen und Tätigkeiten von Hrn. Guggenbühl nicht im Ansatz kennt, aber offenbar auch zu faul war, vor dem Schreiben nachzuspüren, ob Guggenbühl nun rammeln oder prügeln meinte ….. kleiner Tip: er wurde oft zu Klassen gerufen, bei denen alles ausser Kontrolle geraten war – ob er da wohl empohlen hatte, mehr zu prügeln?

      Aber eben – Beschränktheit tut nicht weh, macht aber vieles einfacher.

  • Dr. Jürg Gassmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Guggenbühl, ich kann Ihnen nur beipflichten. Ich vermute einmal, dass Lehrer und Lehrerinnen mit gutgemeinten, aber erziehungsideologisch begründeten und daher grundfalschen pädagogischen Regeln verbildet werden und die Freiheit verlieren, durch Experimentieren die Lösungen zu finden, die schlicht funktionieren. Die Unisex-Masche funktioniert nicht. Und wenn wir in 20 Jahren mit einem Anstieg der Gewaltverbrechen durch Männer konfrontiert werden, die von Kindheit an systematisch benachteiligt und für dumm und asozial verkauft wurden, dann liegt der Grund hier.

  • Eva Schaffner sagt:

    Ja, lieber Alain Guggenbühl, die Welt ist einfach für sie: Knaben sind so und Mädchen so. Das hat Gott so geschaffen, äh, nein, die Evolution, die Gene, die Hormone? Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Die Angelegenheit mit den Mädchen und den Knaben und deren „Geschlechtscharakter“ ist komplexer. Auch die kleinen wilden Piratinnen und Indianerinnen haben es nicht leicht in der Volksschule. Und noch heute sind es vor allem die ruhigen, züruckgezogenen Knaben, die von den anderen Knaben gehänselt und bedrängt werden. Hoffen wir doch, dass Lehrpersonen in solchen Situationen eingreifen und die coolen Jungs da etwas bremsen. Oder müssen wir halt unter den Klassenkameraden der wilden Jungs Opfer in Kauf nehmen, damit sie sich gut entwickeln können? Da befürworte ich doch sehr, dass Sozialkompetenz bei Knaben wie bei Mädchen gefördert wird. Ich sage Ihnen, es ist die Grundlage eines Rechtsstaates, dass die Menschen anerkennen, dass ihre Freiheit an der Grenze des nächsten Individuums endet. Das zu lernen, war und ist für Kinder seit Menschengedenken keine leichte Sache – und viele haben auch als Erwachsene noch Mühe damit – und doch so notwendig, wollen wir nicht einfach dem Faustrecht unterliegen.

    • J_Randi sagt:

      Glauben Sie mir, Allan Guggenbühl weiss genau, dass die Sache recht komplex ist. Ich verfolge seine verschiedenen Veröffentlichungen seit Jahren, und er hat einen wichtigen Punkt. Im Mamablog allerdings muss er seinen Punkt prägnant und vielleicht etwas überspitzt darstellen, das es nicht genug Platz für lange Ausführungen gibt.

      • Eva Schaffner sagt:

        Nun, Herr Guggenbühl trägt als Pädagoge und Fachperson gegenüber der Gesellschaft eine hohe Verantwortung. Die nimmt man nicht wahr, in dem man Halbwahrheiten im Blickstil verbreitet. In seiner Liga sollte er sich in der Öffentlichkeit um eine differenzierte Auseinandersetzung mit pädagogischen Themen bemühen.

      • Tom Sigrist sagt:

        Ja eh und nur die Männer in diesem Blog schreiben Blick-style. Nie könnte dieses ganze Gefährt populistischer Natur sein… ich glaub sie haben „bloggen“ noch nicht ganz verstanden.

    • Susann sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen. Nicht alle Knaben sind Rüpel. Mein Grosser geht seit 2 Wochen im Kindergarten. Er singt gerne, hört gerne Geschichten und er mag Hello Kitty (er durfte einen Hello Kitty Sticker auf seine Znünibox kleben). Eine Gruppe anderer Knaben ist nun täglich daran ihm alles auszutreiben, was sie als zu mädchenhaft wahrnehmen.
      Für mich ist es schlimm zu sehen, dass wir in unserer heutigen Zeit wirklich noch keinen Schritt weiter sind als ALLE Knaben und ALLE Mädchen nach den extremsten Geschlechterstereotypen einzuordnen.
      Meiner Meinung nach hat doch jedes Kind forsche und sanfte Seiten. Jeder will sich mal durchsetzen und jeder kann auch damit leben sich hin und wieder anzupassen.
      Meinem Jungen wäre in seiner jetzigen Situation mehr damit gedient, wenn die Kindergärtnerin die Kinder auf die Gemeinsamkeiten der Geschlechter aufmerksam machen würde als wenn ein separates Knabenprogramm durchgeführt würde.

      • Tom Sigrist sagt:

        Alleinerziehend? So rein physikalisch hat er doch vorne so einen kleinen Zipfel oder? Jetzt kommen sie als Mutter und sagen „wir sind alle gleich“? Als nächstes trampelt ihr Bube dann in ein Mädchenklo und fragt sich dann, weshalb er bestraft wird. Meiner Meinung nach überfordern sie ihren Jungen mit dieser „wahlfreiheit“. Denn er hat keine, sein Pimmel wird nicht abfallen…

      • Adi sagt:

        Nein Tom, sie hat schon recht. Es geht nicht um Wahlfreiheit. Aber man sollte die Kinder weder in die eine noch in die andere Ecke drängen… also weder Jungs zu Mädchen erziehen, noch „unmännliche“ Jungs zu „männlichen“ Jungs.

        Der Druck ist beidseitig. Oft wird in diesen Diskussionen die Verweiblichung der Schule diskutiert, welche sicher ein Problem sein kann.

        Aber das genau gleiche Problem gibts auch in männlicher Richtung, wo Männer andere Männer zu richtgen Männern machen (bestes Beispiel Militär). Dies ist genauso schädlich. Da wird alles und jeder als „schwul“ (immer noch ein Schimpfwort) taxiert, was nicht in gängige männliche Klischee passt (nur ein Beispiel)

      • Tom Sigrist sagt:

        @Adi: Das mag alles zutreffen. Ändert aber nichts an den Tatsachen. Solange sich Frauen nicht plötzlich von weiblichen Attributen angezogen fühlen, bringt den Jungs die genderneutrale Erziehung garnichts. Ein weiteres Klischee, ich weis. Zum Beispiel HelloKitty Kleber… ich hätte versucht, ihm stattdessen ein Pokemon Kleber anzudrehen. Auch härzig, aber er wird deswegen nicht/kaum gehänselt/verprügelt da nicht rosa und kein „Kätzchen“. *klugscheissmodus off, sorry Susanne*

        Zur Deklaration/Wortgebrauch „schwul“ hier mein Senf. Solange für mich der sexualle Kontakt zweier Männer etwas fragwürdiges ist, wird mir dass Wort „schwul“ noch des öfter als Schimpfwort heraus rutschen. Aber in einer narzistischen Gesellschaft darf ja jeder seinen sturen Grind durchbogsen. Mich eingeschlossen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich kann Eva Schaffner nur beipflichten. Auch ich hätte mich in der Schule leichter getan, wenn es mehr eine „Bubenschule“ gewesen wäre, mir fielen die sogenannten „Mädchenkompetenzen“ genauso schwer, abgesehen von den sprachlichen Fähigkeiten, die mir geschenkt waren. Am schlimmsten was das Handarbeiten, stillsitzen und vor sich hinlismen war Folter, meine Hände waren schweissnass, bei jeder Masche knirschte es, die Zeit verging zäh wie Gummi, zwei Lektionen kamen mir vor wie ein halber Tag; und draussen schien die Sonne. So ab zwölf Jahren liess ich mir das nicht mehr gefallen, Handarbeitslektionen waren von da an für mich Gelegenheit, den Clown zu machen, nie mehr wurde etwas fertig, es war mir egal. Später habe ich für meine Kinder trotzdem Pullis gestrickt, mit Mustern, es machte mir Spass.

      Bei meinen Kindern ging die Misere von vorne los, alter Wein in neuen Schläuchen, die Schule tat nur so, als hätte sie sich geändert. Sie wurden beide mehrmals abgeklärt und bekamen die Diagnose Hochbegabung mit ADD, damit fielen sie aus dem engen Schulrahmen. Ich habe es hier schon mehrmals erwähnt und tue es einmal mehr: Wenn ich noch einmal ein Kind einschulen müsste, nur noch in einer Reformschule!

      Guggenbühls Feststellungen sind nicht falsch, aber es ist keine Frage des Geschlechts, sondern des Temperamentes und des Charakters. Eigentlich war ich als Mädchen sogar doppelt gestraft, mir wurde es entschieden übler genommen, wenn ich nicht stillsitzen konnte, als einem Buben, weil ich damit gegen Geschlechtsstereotype verstiess. Ich denke, vor allem für ADDler ist das „Bubenmodell“, unabhängig vom Geschlecht, viel angebrachter. Schule muss sich ändern, sie muss kinderfreundlicher werden, für alle!

      • Hotel Papa sagt:

        ADD ist Pathologisierung der Buben. Hier wird zu einer Krankheit gestempelt, was ein Stück weit normales Verhalten ist.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Hotel Papa, aber nicht nur der Buben, auch vieler Mädchen. Ich kann hier das Buch von Thom Hartmann „ADHS als Chance begreifen. (Nennen wir es das Edison-Gen)“ sehr empfehlen.

        Wenn wir die Schule kritisieren, müssen wir das Personal genauer ansehen. Angepasste Mädchen und Buben fühlen sich eher zum Lehrer/Innenberuf hingezogen als diejenigen, die sich mit der Institution schon immer eher schwer taten, entsprechend ist dann auch das Klima, die Unangepassten werden ausgegrenzt. Wir müssten also bei der Selektion der zukünftigen Lehrkräfte beginnen. Den Beruf so attraktiv machen, dass sich nicht nur die ehemaligen Streber angesprochen fühlen.

      • zysi sagt:

        also heisst attraktiv machen den menschen zur anpassung zu formen, schöne selbstbestimmt haltung, doch.
        was man von gutmenschen lernen kann, staun

      • buddyguy sagt:

        @Pippi
        sehr gut und differenziert beschrieben. besonders auch dein Beitrag von 25. August 2010 um 10:40 – kann ich nur beipflichten.

        „Guggenbühls Feststellungen sind nicht falsch, aber es ist keine Frage des Geschlechts, sondern des Temperamentes und des Charakters.“

        Was denkst du mit deinen Erfahrungen ? Es ist doch nicht nur eine Frage des Temperamentes und Charakters, sondern eine Frage der priosierung unterschiedlicher Kompetenzen. Wurde früher (zu)viel Wert auf Fachkompetenzen gelegt, wird heute (zu)viel Wert auf Selbst- und Sozialkompetenzen gelegt, was ja grundsätzlich nicht schlecht ist. Nur geht es meines erachtens heute leider so weit, dass Kindern mit mangelnden Selbst- und Sozialkompetenzen (z.B. Eigenverantwortung, Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Lernbereitschaft, Ziel- und Ergebnisorientierung, Einfühlungsvermögen) der Zugang zur Fachkompetenz verwehrt wird.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @buddyguy

        Ja, das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Gerade ADDler sind z.T. sehr ungleichmässig entwickelt, sie können intellektuell einerseits schon sehr weit sein und emotional noch sehr kindlich, d.h. z.B. auch, dass sie schlecht warten können, Mühe haben, Bedürfnisse aufzuschieben. Dadurch ecken sie oft an, es wird ihnen als mangelnde Sozialkompetenz ausgelegt, im schlimmsten Fall als böser Wille, sie sind ja geistig fit. Dabei wird übersehen, dass es ein Reifeproblem ist, sie sind noch nicht so weit, sie brauchen etwas Zeit und Geduld. Sie müssen das immer wieder üben, wie vielleicht ein anderes Kind das räumliche Vorstellungsvermögen immer wieder trainieren muss. Umsomehr sind sie darauf angewiesen, dass ihre intellektuellen Fähigkeiten gewürdigt werden, damit sie ihr oft schlechtes Selbstwertgefühl hier bilden können, auch sie wollen spüren, dass sie angenommen sind, trotz gewisser Defizite im sozialen Bereich. Es läuft darauf hinaus, dass man wirklich jedem Kind die Zeit zur Entwicklung gibt, die es braucht, das Eine hier, das Andere in einem anderen Bereich. Wenn wir das berücksichtigen, profitieren davon alle Kinder, nicht nur die ADDler.

    • Henri sagt:

      Lesen Sie doch zuerst seine Bücher, anstatt hier einfach irgendwelche Gemeinplätze von sich zu geben – Sie würden dann bemerken, dass seine Welt beinahe (aber nur beinahe!) so kompliziert und komplex ist wie Ihre……

  • Stefan W, sagt:

    Es hat zwar nichts zur Sache zu tun, aber „Rammeln“ sollen die Jungs in der Schule wirklich nicht. Ich habe ja nichts gegen einige RANGELEIEN auf dem Schulhof, aber GERAMMELT wird hauptsächlich im Kaninchenstall und in manchen Betten.
    Aber das nur am Rande.

  • Ein Satz ist mir ins Auge gesprungen:

    „Obwohl sie es von der Intelligenz her könnten, haben sie schlechtere Chancen ins Gymnasium zu kommen, wie eine schubladisierte Untersuchung des Kantons Zürich zeigt.“

    Wer hat diese Untersuchung warum wohin schubladisiert? Zum Thema Jungenkrise kann ich nicht viel sagen, da ich keine Ahnung von unserem Bildungswesen habe und zudem Vater einer Tochter bin.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Jahwohl, es braucht eine Bezugsperson, den Klassenlehrer. Dieser muss eine klare Linie fahren. Das ist die einzige richtige Vorbereitung auf das wahre Leben. Kreativität der Kinder kann nur blühen, wenn sie eine gute, solide Wissensbasis erhalten. Und sie müssen sozial belastbar werden, das geht nicht mit einem Kumpel als Lehrer. Eltern, welchem mit einem fairen aber konsequent autoritären System Mühe haben, bleibt die Steinerschule zu empfehlen.

  • Sabrina sagt:

    Was sogar bei Tieren normal ist, bei ihrer Erziehung, sollen Jungs nicht machen dürfen. Umso weniger sie lernen sich durchzusetzen, umso schwieriger werden sie es im späteren Leben haben.

    • Kathrin sagt:

      Schlimm ist, dass das offenbar nur Jungs betrifft. Mädchen dürfen weiterhin rammeln und lernen, sich durchzusetzen. Oder wie soll man die ganzen Kommentare hier deuten?

      • thomas sagt:

        Mädchen schlagen mit Worten, Buben regeln die Angelegenheit meist mit Schubsen und „Rammle“ (90%). Was längerfristige Schäden verursacht ist nicht notwendigerweise das augenfälligere.

        In diesem Sinne ja: Die Mädchen dürfen „ihre Waffe“ weiterhin einsetzen, sie werden sogar unterstützt dabei. Dabei hat doch beides einen gesunden Bereich (und einen ungesunden). Die Balance zu finden wird immer schwierig sein.

      • elena sagt:

        Aber ja Kathrin, das machen wir Mädchen doch schon seit Generationen, rammeln, laut brüllen, hämmern und zimmern, ins Gymi gehen, tolle Berufsausbildungen wählen, Kaderstellen erobern, uns durchsetzen, nur auf uns schauen, etc. usw.. Jawoll, seit Generationen! Alle! Aber nein – lies genau: zuhören und still dasitzen, das kommt vor allem den Mädchen entgegen. Sich umarmen statt zu rammeln – aber hallo, was schreibt denn der da? Gut weiss der Herr Guggenbühl aus eigener Erfahrung am Besten, was Mädchen entgegenkommt. Und ui, von den Jungs wird offenbar verlangt, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollen – das kommt offenbar vor allem den Mädchen entgegen, klar, führen später ja auch alle ein sehr selbstbestimmtes Leben im Gegensatz zu den Befehle ausführenden Männern. Hä? Jämmerlicher Text.

  • James Lehmann sagt:

    Ich hätte da noch eine Frage: wieso wird nie ein Psychologe einer anderen Fachrichtung als der Psychoanalyse zu Rate gezogen. Vielleicht solche, welche die Kindererziehung und Entwicklung von Kindern in ihrem Schwerpunkt haben. Z.B. Frau Professor Roebbers von der Uni Bern und Leiterin der ganzen psychologischen Abteilung. Ausserdem ist sie Ordinaria…

    • elena sagt:

      Ja James, das interessiert mich auch schon lange. Aber die meisten nicht; ist ziemlich populistisch dieser ständige Herr Guggenbühl und meiner Meinung nach werden seine Aussagen sehr überbewertet.

    • zysi sagt:

      man lerne, ein experte ist er jemand, der die eigene sichtweise wiedergibt
      auch @ parick keller

  • Michael sagt:

    Entsetzlich, dass sich Kinder heute bereits von klein auf mit Themen wie Selbstreflexion, Konfliktmanagement, Selbstmanagement, etc. beschäftigen sollen. Der junge Mensch lernt meiner Meinung nach wie eh und jeh primär dadurch, dass er Fehler machen darf und Stück für Stück lernen darf/muss, die Folgen davon zu tragen. Bereits in so jungen Jahren derart zu abstrahieren und Konflikte beinahe nur noch theoretisch abzuhandeln, führt meiner Meinung nach früher oder später zur hoffnungslosen Überforderung. Nämlich spätestens dann, wenn ein echtes, konkretes Problem ansteht.
    Velleicht ist es ja auch einfach ein hoffnungsgeladener Versuch, die Menschheit künstlich eine Evolutionsstufe höher zu hieven?

    In meinen Augen ist das heutige Schulsystem eine subtile und berechnende „Gewaltanwendung“ an den Jungs, wo sie gezielt in ihrer Wesensart untertrückt werden, um sie so zu formen wie es den heutigen „neuen“ Normen entspricht. Diese „neuen“ Normen wurden wohl stark durch einen militanten Feminismus geprägt, welcher zunehmend die Grenzen zwischen den Geschlechtern verwischt, in dem er vorwiegend „männliche“ Attribute als primitiv, unwürdig und lächerlich herabwürdigt. So wird eine Generation von zukünftigen Männern eines Teils seiner Identität beraubt und zur Annahme „weiblicher“ Attribute genötigt. Die Folgen sind noch nicht absehbar, der Preis ist aber scheinbar keinesfalls zu hoch, dient alles doch einem übergeordneten Zweck…
    Dadurch, dass zudem jegliche öffentlichen kritischen Äusserungen an irgend einer Ausprägung des Feminismus meist in regelrechten Hexenjagden ausarten, landen wir statt auf der vermeintlich höheren (da verweiblichten) Evolutionsstufe, wohl eher wieder im finsteren Mittelalter (jedoch vielleicht mit umgekehrten Vorzeichen).

    • mira sagt:

      Momentan ist es eher in, gegen Feminismus zu schimpfen und sie befinden sich in guter Gesellschaft. Sie schwimmen mit ihrer Meinung im Main-Stream…

      • Gene Amdahl sagt:

        Leider zum größten Teil sehr wohl berechtigt!

      • Adi sagt:

        Ich denke nicht dass es in ist über den Feminismus zu schimpfen – vielleicht in gewissen Kreisen, aber dort war das schon vor 10 Jahren in. Ich persönlich will auch nicht gegen den Feminismus schimpfen, aber ich will mir erlauben Fragen zu stellen, gewisse Sachen zu hinterfragen oder Umkehrschlüsse zu ziehen.

        Leider gibt es aber in einigen Kreisen hierzulande sozusagen ein Denkvebot in diese Richtung. So gibt es z.B. sofort ein Geschrei wenn eine Bundesrätin sich fragt, ob eine 5er Frauenmehrheit im Bundesrat gut oder schlecht wäre im Sinne der gleichmässigen Vertretung der Bürger in der Regierung (eine wohl berechtigte Frage).

        Ebenso gibt es einen Aufschrei von weiblicher Seite (Frau Zapfl) wenn die Stadt Zürich die Frauenparkplätze aufhebt mit dem Argument, die Parkhäuser allgemein sicherer zu machen – für ALLE Benutzer, und nicht nur für ein paar privilegierte welche sich einen der 10 Spezialparkplätze schnappen können.

      • Meine Haltung gegenüber dem Feminismus entspricht haarscharf derjenigen von Adi: Kritisch hinterfragen, alte Denkschemen demontieren, wo’s nötig ist und neue Horizonte aufzeigen, die Männer und ihr Denken, Fühlen und Handeln mitein- und nicht ausschliesst.

        Ob das bei unseren Jungen ebenfalls angesagt ist, kann ich nicht beurteilen- und Diskussionen im Wahrscheinlichkeitsmodus oder im Rahmen von Glaubensbekenntnissen u. ä. sind mir ein Greuel.

      • mira sagt:

        @Adi und Marcel Zufferey
        Ich kann mich Eurer Haltung anschliessen, sie entspricht dem gesunden Menschenverstand. Auch ich verstehe das Geschrei um Frau Calmy-Reys Aussage nicht. Und, für mich ist genau das auch guter Feminismus: Chancengleichheit für alle.

      • Walter sagt:

        @mira
        Nur geht es MCR eher darum Frau Sutter zu verhindern, als um die Chancengleichheit der Männer.

  • Gene Amdahl sagt:

    Die totale Verblödung findet fast ausschliesslich nur unter den Fittichen weiblicher Elemente statt.

    • Bitta sagt:

      dann werden Sie Primarlehrer und ändern Sie das. Es ist ja wohl kaum der Fehler der Frauen, dass kein Mann Lehrer werden will.

      • Thomas sagt:

        Das stimmt nur bedingt. Männer in Kindergärten und Unterstufe werden vom einen Geschlecht als „Weicheier“ und vom anderen als verkappte Pädophile angesehen. Diskriminierung gibt es nicht nur auf der einen Seite der Geschlechtergrenze. Entsprechend gross ist der Anstrum auf den Job.

      • Gene Amdahl sagt:

        Lehrer? was ist das? – Ein heruntergekommener Beruf für den man noch eine unnütze Matura plötzlich braucht? Nein danke.

  • Philip sagt:

    In meinem Gymi (Typ C) gabs viel mehr Buben als Mädchen, und entsprechend waren auch sechs von acht Klassen reine Bubenklassen. Damals sah ich das als riesigen Nachteil („MAMIIIII, ich werde so NIE eine Freundin haben“ 🙂 aber rückblickend haben wir uns wohl besser auf den Stoff konzentriert, als anders der Fall gewesen wäre. Ganz getrennte Klassen sind deppert, aber einen Tag pro Woche oder so separat — das würd ich auch in der Primarschule für sehr sinnvoll erachten. Vorausgesetzt, natürlich, dieser Tag wird nicht mit „Werken“ (Knaben) und „Handarbeit“ (Mädchen) gefüllt — diese Zeiten sind hoffentlich vorbei.

    • Hans sagt:

      kann ich nur zustimmen, war auch in diesem typ (mng basel). da gabs noch kopfnuesse und nasse schwaemme, wenn man einmal ned aufgepasst hatte. richtige jungs vertragen das aber die heutigen „maedchenhaften“ jungs, memmen und verzogene kleine bastarde rennen dann zu papi und mami und der lehrer fliegt anschliessend raus…

      • Melanie Meier sagt:

        Ja,und am besten führt man wieder die Prügelstrafe ein! Ist ja eine Frechheit wie die heutige Jugend in der Schule verzogen wird. Kein Wunder wollen immer weniger junge Männer ins Militär!

        Spass bei Seite… Kinder, egal welchen Geschlechts, sollten von niemandem geschlagen werden. Hoffe nicht dass das Ihre Auffassung einer knabengerechten Schule ist.

  • Katharina sagt:

    ich kann das nicht beurteilen, aber wenn das, was der Autor schreibt, der heutigen Situation entspricht, bin ich schockiert.

    Diese Aussage verstehe ich nicht: „Die Schüler müssen mit verschiedenen Erwachsenen eine Beziehung aufnehmen, psychologisch etwas Unmögliches“

    Mit dieser Aussage bin ich ncht einverstanden, da sie meiner Meinung nach sich sehr an gender-spezifischen stereotypen haelt; „Zudem: Bei den sogenannten sozialen Kompetenzen, die heute entscheidend für eine erfolgreiche Schulkarriere sind, handelt es sich um Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen“.

    „An sich ist Schule eine grossartige Einrichtung: Sie ist nämlich die einzige Institution, die alle durchlaufen müssen, unabhängig von der sozialen Klasse, vom Geschlecht, den Interessen und der Persönlichkeit und dem kulturellen Hintergrund. “
    Da finde ich, dass dem nicht mehr so ist, weil der trend dahin geht, dass die begueterten so frueh wie moeglich ihre kinder in privatschulen schicken. das hat einerseits mit qualitaet zu tun, aber auch, um sicherzustellen, dass der familiennachwuchs in demjenigen wertesystem aufwaechst, das der meinung und tradition der eltern entspricht.

    als hier im zusammnehang mit Affirmative Action eine Zwangsintegration ueber die Schule versucht wurde, begann genau dieser trend – aus zugegenen unlauteren Motiven. aber der trend hielt an und verstaerkte sich. Mit dem heutigen resultat, dass der ganze weg der erziehung von frueh auf getrennt ablaueft. getrennt nach vermoegen und einkommen, ethnischen und religioesen grenzen, also genau das gegenteil desjenigen, was Affirmative Action wollte.

    Weshalb die integration heute trotzdem weiter fortgeschritten ist und rassimus und ethnische diskriminierung geringer ist: die wirtschaftlichen ebtfaltunsgmoeglichkeiten dieser gruppen hat sich – teilweise aus eigenem antrieb – verbessert.

    folglich sehe ich es als den besseren weg, die wirtschaftlichen bedingungen ethnischer gruppen zu verbessern, also indirekt auf das erziehungsumfeld einzuwirken, als direkt ueber schulreglemente.

    • Bitta sagt:

      es geht hier um die Diskrepanz zwischen Mädchen und Jungen und nicht um die wirtschaftliche Förderung ethnischer Gruppen – wie kommen Sie bloss dazu, soweit vom Thema abzuweichen?

      • Katharina sagt:

        @Bitta:

        die Diskrepanz zwischen Mädchen und Jungen ist meiner Meinung zu einem Grossteil nichts als Stereotypen.
        das gilt auch für Situationen, wo das Wort asozial benutzt wird und keine strafbare Handlung vorliegt.

        mein Eindruck aus entfernter Warte ist, dass in der Schweiz ein Grossteil der ‚Reformen‘ mit Integration zu tun hat. das heißt, dass die Schule als Instrument für die Korrektur sozialer Fragen benutzt wird. da könnte sogar von Missbrauch der Schule für ideologische Zwecke geredet werden.

        Als Beispiel habe ich dann affirmative Action genannt, da auch dies eine Benutzung der Schule für die Lösung eines sozialer Probleme benutzt wurde. Affirmative Action hatte neben der Schule auch Auswirkungen auf das Arbeitsrecht; das nur nebenbei.

        Was die Schule betrifft, hatte es den genau gegenteiligen Effekt als erwünscht. Nämlich eine inzwischen fast absolut vollzogene Segregation der Schulen.

        Trotzdem kann gesagt werden, dass die Integration ethnischer Gruppen in den USA fortgeschritten ist. meiner Meinung nach sogar soweit, dass das Thema in vielen Gebieten keines mehr ist.

        Der Grund ist meiner Meinung nach, dass über Maßnahmen im Bereich Wirtschaftsförderung (etwa über die Small Business Administration) die ökonomische Situation von Minderheiten verbessert wurde und dadurch die Integration verbessert wurde, was wiederum auf die schulische Ausbildung von deren Kindern positiv einwirkt. All dies ohne die ideologische Indoktrination in Eurem Schulsystem.

        Folglich dachte ich, dass das ein Denkanstoss für eine Lösung sein könnte.

        Aber: anscheinend sind Sie in der orthodoxen Nomenklatur dermaßen befangen, dass Sie den Aspekt, dass gender-spezifische Stereotypen und deren ideologischer Ausnutzung die Ursache dieser Diskrepanzen sein könnten, gar nicht erkennen können. So was nennt sich selektive Wahrnehmung.

        Frage: was geschieht mit einem Tomboy? Gemäß dem Artikel fällt so ein Mädchen in den Aufnahmeprüfungen durch und hat Probleme mit der Rechtschreibung.

  • macho sagt:

    ich war auch so ein kleiner macho 😀

    ich kann herr guggenbühl nur beipflichten, es sollte knabenfreundlicher aussehen in der schule. ich hatte wahrscheinlich besonderes pech, was meine lehrpersonen angeht, überall wird es nicht so aussehen. im kindergarten hat unsere lehrerin uns knaben befohlen, einen anderen jungen der klasse zu verprügeln, vor allen kindern im zimmer, was dann nach langem zögern unsererseits „ausgeführt“ wurde, weil er nicht die ganze zeit malen und basteln wollte und frech war. echt krass, hab erst später realisiert, was da passiert ist. er kam später in eine klasse für lernschwache kinder, hatte grosse probleme, später sinderschule, heute schlägt er seine mutter und ist arbeitslos. ich könnte schwören, damals wurden die weichen gestellt.

    ja und später wurde es nicht viel besser. schon so, dass man als knabe immer daran erinnert wird, wie falsch man sich falsch verhält, man wurde aufgefordert, sich so wie die mädchen zu verhalten. meine mutter wurde mal von meiner lehrerin in die schule bestellt, um sich anzuhören wie vulgär ich spreche, aber sonst schon ein „härziger“ wäre. ein „härziger“, super, dass nenn ich kompetenz, nach 2 jahren kann sie über mich sagen, das ich „härzig“ bin. meine mutter hat sich sowas von aufgeregt. dann hab ich auf der schulerreise arschloch zu einem kollegen gesagt, und bekam promt einen tritt von der lehrerin. ich hab das wohl verdrängt, wusste nichts mehr davon, bis meine mutter mir es erzählte. sie hat mir dann mal abends beim rumblödeln einen klaps gegeben, worauf ich weinkrämpfe bekam. irgendwie kam es da in mir hoch, ich hab ihr dann erzählt ws passiert ist, worauf es wieder ein gespräch mit der lehrerin gab, diesmal auf initiative meiner mutter. sie war verdammt wütend, doch die lehrerin hat alles abgestritten, und nur gesagt, dass ich nicht folge, immer den spassvogel spiele und „grusigi“ wörter benütze…

    noch später, am ende der grundstufe, wolte man mich anfangs in die real ( sek b) stecken. weil ich keine freude an der schule hatte, und von anfang an untere durchschnitt war in der schule, hat meine mutter es in die hand genommen, und mit mir viel gebüffelt, mich motiviert. ohne sie wär ich in der sek b gelandet, so aber kam ich in die sek a. (da sieht man schon, was dann mit kindern passiert, deren eltern nicht helfen können, vielleicht nicht mal deutsch sprechen) dort fand ich bei den neuen lehrern spass an der schule, habe meine arbeiten immer gut gemacht, auf prüfungen gelernt usw…, und schon nach der 2ten sek a konnte ich mit super vornoten(war sogar klassenbester!) an die gimiprüfung, die ich bestand.

    ich weiss also, von was herr guggenbühl spricht, ich war genau so ein „problem“-knabe. bubenfreundlich müsste die schule werden, die stärken von ihnen würdigen und fördern, sie richtig abholen. wie herr guggenbühl gesagt hat, am IQ liegts nicht, die knaben haben bei den intelligenztests sogar ein wenig besser als die mädchen abgeschlossen, vielen dann aber mehr durch bei der gimiprüfung.

    sollte man die geschlechter wieder trennen? so könnte man sie gezielt fördern…

    • mira sagt:

      ich habe mal meinen lehrer mit arschloch betitelt. dafür gab es 3 tage schulausschluss. meine mutter fand die reaktion übertrieben und ich genoss 3 tage ferien 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das habe ich dem Pfarrer im Konfunterricht auch gesagt, dafür durfte ich den Rest der obligatorischen Schulzeit im Internat verbringen, mein Vater bugsierte mich innerhalb einer Woche nach Lucens, die Schule hatte das nicht verfügt, es war sein Entscheid. Ich wurde nicht gefragt.

      • mira sagt:

        @Pippi Langstrumpf
        Boah, zu welcher Generation gehörst Du? Das ist ja echt krass… Wobei… ich hätte mir nichts sehnlicher gewünscht, als in einem Internat zu sein. So wie Hani und Nanni in den Kinderbüchern.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Mira

        Glaub‘ mir, du hättest dir das nicht wirklich gewünscht, ich weiss nicht, wie es bei Hanni und Nanni war, bei mir war es Schei….. Ich wurde Anfang der 60er Jahre geboren, mein Vater war der Chef in seinem KMU-Betrieb und in seiner Familie. Das Gute mit so einem Vater ist, dass man hart im Nehmen wird, ich kämpfe eigentlich nicht gern, trotzdem kann ich es gut, wenn es sein muss.

      • Silvia Müller sagt:

        wow, zu welcher Generation gehörst du denn??? ich finde es unerträglich, zu einem Lehrer das A-Wort zu sagen, mit welchem Recht denn??!!! ist er etwa dein Kumpel (du darfst deine Kollegen zu nennen, wenn du möchtest, und du wirst sehen, wie viele davon du nach einer Weile noch behältst!!) und die Reaktion deiner Mutter ist ebenfalls unverständlich, was für ein Niveau habt ihr denn eigentlich zu Hause????

      • mira sagt:

        @Silvia Müller
        Bei uns zuhause wurde weder geflucht, noch wurden unflätige Wörter gebraucht. Die Situation, aus der meine Reaktion damals entstand, war speziell und hatte auch viel mit dem Lehrer zu tun.
        Die Reaktion meiner Mutter war richtig. Wir haben natürlich darüber diskutiert. Nicht nur, was ich gemacht habe, sondern vor allem WARUM ich es gemacht habe. Ich habe daraufhin keine solche Situation mehr gehabt.
        Aber schön, dass Sie gleich so pauschal urteilen!

    • Thomas sagt:

      im kindergarten hat unsere lehrerin uns knaben befohlen, einen anderen jungen der klasse zu verprügeln, vor allen kindern im zimmer, was dann nach langem zögern unsererseits “ausgeführt” wurde, weil er nicht die ganze zeit malen und basteln wollte und frech war. echt krass, hab erst später realisiert, was da passiert ist. er kam später in eine klasse für lernschwache kinder, hatte grosse probleme, später sinderschule, heute schlägt er seine mutter und ist arbeitslos. ich könnte schwören, damals wurden die weichen gestellt.

      Läck du mir … ich finde den Text auch in Ordnung, und auch ich bin der Ansicht dass Jungs heute zu wenig Jungs sein dürfen (Benachteiligung resp Bevorteilung der Mädchen/Frauen … wie halt bei jeder ehemalig unterdrückten Gruppe in der Geschichte …) aber was Du hier schilderst ist ja echt das allerhinterletzte. Ich meine, ich hätte verstanden wenn die Kindergärtnerin den Jungen mal kurze an den Ohren gezupft hätte (sowas hat bei uns in der Primar auch einer bekommen – ich bin 1986er und damals wurde die Empörung ob physischem Kontakt zwischen Lehrpersonen und Schülern gerade so richtig gross), aber die anderen Jungs anweisen ihn zu verprügeln? Da wird dem Jungen, der es scheinbar sonst schon schwieriger hatte, doch noch reingebohrt wie nutzlos er ist – ja sogar verprügeln darf man ihn und das auf Anweisung und hochoffiziell, und dann noch von seinen Freunden. Befohlen von der Kindergärtnerin, eigentlich ja „Vertrauensperson“. Dass der dann total abrutscht ist doch absolut kein Wunder … das ist echt perfid. Die Kindergärtnerin hätte sofort suspendiert gehört.

      • peters sagt:

        Tja und gibts indirekt auch heute noch. Erlebt an einem Beispiel in einer Klasse eines meiner Kinder. Wenn immer dem Aussenseiter (von der Lehrerin dazu auserkoren) etwas angetan wurde wurden immer die Täter in Schutz genommen. Mit Resultaten wie oben beschrieben.
        Klassenwechsel brachte nichts, sie hat dann einfach den nächsten zum Sündenbock gemacht…
        Allerdings hat dann Schulpflege und Schulpsychologischer Dienst (zu spät) eingegriffen!

    • Ich wünsche niemandem, in eine Internat versetzt zu werden- ich wurde ebenfalls drei Jahre in ein Internat gesperrt.

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