Archiv für die Kategorie ‘Rock & Pop’

Angesexter Electropop

Gisela Feuz am Freitag den 9. Dezember 2016

Hat Ihnen heute schon jemand gesagt, dass Sie sexy seien? Nicht?! Skandal. Dann gucken Sie jetzt auf der Stelle das neue Video von Fiji, polieren ihr Ego und lernen dabei auch noch gleich ein bisschen Französisch. Deux …. ähem …. Fliegen? …. voleuses à une coup, oder so. Also eigentlich drei, weil das Video von Mag Design bietet ja auch gleich eine prima Zeitreise dank Neonfarben- und Rubik-Würfel-Ästhetik, die an irgendeine Bonusrunde eines Computergames erinnert (Mario Kart? Super Mario? Wipe Out??) und verdrängte Erinnerungen an diese gerillten Gartenschlauch-Instrumente wach werden lässt, die man schwingen konnte und die dann einen Ton erzeugten. Also die, die nach den Hula-Dings-Ringen kamen. Wie «schlechtes Gedächtnis»?! Wissen Sie etwa noch, was Sie in den 90ern getrieben haben? Mein Beileid.

Farbenfroh und angesext ist im Übrigen auch das neuste Erzeugnis aus dem Hause Tim & Puma Mimi. Eines Tages sei eine Anfrage in den Band-Briefkasten geflattert, so die Legende, ob man nicht einen Song kreieren wolle für einen Animationsfilm, in welchem ein Bäckerslehrling sich ausgiebig mit dem Kneten von Teig befasst. Man wollte. Herausgekommen ist ein Animationsfilm namens «Ivan’s Need» zu Deutsch: «Ivan knetet sich in Ekstase», der landauf landab an Filmfestivals gezeigt wird. Und ausserdem haben die Macher von «Ivan’s Need» (Veronica L. Montaño, Manuela Leuenberger, Lukas Suter) mit Szenen aus ihrem Animationsfilm nun auch ein hübsches Musikvideo für Tim & Puma Mimis «Dupi Dough» zusammengestiefelt.

Hände in die Luft…

Christian Zellweger am Mittwoch den 7. Dezember 2016

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Boris sind in der Stadt. Respektive: waren, gestern. Das «Drink more beeeer!» von Bassist/Gitarrist Takeshi (Doppelhals!) lief an diesem nebligen Dienstagabend im eher halb als dreiviertel gefüllten Dachstock zwar etwas ins Leere, aber das machte nichts. Die die da waren wussten: Es ist richtig, da zu sein. Nicht nur, aber auch im Andenken an Sandro Wiedmer.

Arigato, Atsuo-san, Takeshi-san, Wata-san!

Als sänge einem

Mirko Schwab am Mittwoch den 7. Dezember 2016

Die Popgruppe East Sister aus Basel macht alles richtig. Doch lassen Sie sich von der Niedlichkeit nicht täuschen. Eindrücke von der ersten EP «Colourblind».

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Irgendwo zwischen spät und früh sitze ich auf einem Parkettboden oder liege auf einer Matratze, als ich es zum ersten mal mit East Sister zu tun bekomme. Ich beobachte den Rauch zweier Zigaretten, wie er sich nach der Decke hochschraubt und von einem kühlen Luftstoss zerzaust wird, den man dem Schnauf zuliebe ins Zimmer gelassen hatte. Im Laufwerk dreht sich «Colourblind». Achtzehnminutenlang, bevor die Platte endet, wie sie begonnen hat: mit einer gebrochenen, brüchigen Holzgitarrenfigur.

Das Gefühl von Intimität, Nähe, Wärme – es ist wie ein Schermen vor der daran mangelnden Welt über das ganze Album gespannt. Aber solcherlei Wohligkeit stirbt schnell den Tod des Belanglosen. Oder der Überzuckerung oder woran sonst so verleidet, was uns im Hitradio als Befindlichkeitsmusik entgegengeschmettert wird. Auf «Colourblind» ist nichts zu befürchten. Der darauf ausgeführte Perfektionspop ist eben auch im Timing perfekt, die schöne schiefe Note kommt bestimmt und in Drums, Lines und Sounds hocken die kleinen lustvollen Fallen.

Zum Beispiel «Code», der zweite Song aus fünf. Er verbindet das unschuldige Lächeln mit dieser cleveren Listlust. Laura Schenks Retroorgel aus dem Repertoir kanadisch-amerikanischen Indipops kommt vertraut. Oder Lorraine Dinkels warm und klar formulierte Gesangslinien, die spätestens in Doppelstimmigkeit und Kombination mit der Schlagzeugerei zum ersten unwiderstehlichen Popmoment der Platte führen. Davon gibt es reichlich mehr und auch in balladeskem Register, sie beleuchten den handwerklich-kompositorischen Plan hinter East Sister und der vordergründig bodenständigen Songschreibe.

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Popeye auf 2900 Pfeifen

Gisela Feuz am Mittwoch den 30. November 2016

Draussen herrscht bei eisiger Kälte buntes Treiben, Plastic-Hämmer werden geschwungen und Konfetti geschleudert, die eine oder andere rote Nase zeugt von frühmorgendlichem Glühweinkonsum und über allem liegt dieser unverkennbare Duft von Zwiebeln und Gasen. Zibelemärit. Die einen lieben ihn, andere meiden ihn wie die Fasnacht und suchen entsprechend Schutz hinter heiligen Gemäuern, um beim erbaulichen Zwiegespräch mit dem obersten Chef die Seele zu stärken. Aber: oh Ungemach! Welch unheilige Klänge erschallen denn in der Heiliggeistkirche? Und was genau treibt ein Matrose auf der Empore?!

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Einmal pro Jahr spiele er in der Heiliggeistkirche beim «Zibelesound» alles das, was Gott verboten habe, sagt Marc Fitze. Das Programm stellt der 42-jährige Organist aus Publikumswünschen zusammen. Die Grundregel sei, dass er alles ausser Orgelmusik spiele. Am meisten würden Popsongs, Filmmusik oder auch Opern gewünscht, sagt Fitze. Grundsätzlich sei fast alles möglich, wenn auch die Transkription der Songs grossen Arbeitsaufwand bedeute. «Besonders bei Filmmusik mit komplexen Partituren ist es nicht immer ganz einfach, auf der Orgel etwas zu finden, was adäquat klingt», erklärt Fitze. Die Songs würde er so auswählen, dass sie sich unter einem bestimmten Thema zusammenfassen liessen und es sei Ehrensache, dass er sich dann auch dem Thema entsprechend kleide. Dieses Jahr lautete das Motto «Schiff ahoi!» – darum auch das Matrosenkostüm – er sei aber auch schon als Torrero oder Cowboy verkleidet auf der Empore gestanden. Ein Schalk, wer hier an YMCA denkt.

Schon als kleiner Bub habe ihn das Instrument Orgel begeistert, sagt Marc Fitze, weil diese ja eigentlich ein Einmann-Orchester sei und man so gut wie alles damit spielen könne. In der Heiliggeistkirche ist der Organist Herrscher über 2900 Pfeifen und es hat durchaus was, wenn da die Titelmusik von «Pirates of the Caribbean» oder «Popeye» durchs Kirchenschiff schallt. Bei «Yellow Submarine» der Beatles nickt dann das eine oder andere ergraute Haupt gar freudig im Takt mit. Profane Unterhaltungsmusik in der Kirche, ja darf man das denn? Jawohl, hier in dieser Kirche dürfe man das, sagt Fitze bestimmt. Es gehöre ja zum Konzept der Heliggeistkirche, dass man eine offene Kirche sein wolle. Alles was zum Leben gehöre, gehöre auch in die Kirche. So dann eben auch eine kitschige Herzschmerz-Nummer wie «My heart will go on».

Die Heliggeistkirche war übrigens brechend voll bei «Zibelesound».Vielleicht wäre weltliche und nichtchorale Beschallung ja ein Rezept, mit welchem leere Bänke gefüllt werden könnten, liebe Kirchen? Den Popstar hätte man mit dem sympathischen Organisten Marc Fitze ja jedenfalls schon.

«Journalisten sind bekannt dafür, faul zu sein»

Mirko Schwab am Mittwoch den 23. November 2016

Wenn morgen Morgen früh das Putzlicht angeht im Dachstock, wird wohl ein wieterer denkwürdiger Abend über das alte Anarcho-Parkett gefegt sein. Mal kurz nachgefragt bei den Herren Beak> um Geoff Barrow.

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Beak>: Geoff Barrow, Will Young, Billy Fuller.

Zum Glück durfte Frau Feuz nicht ran ans Telefon. Aus zwei Gründen: Erstens hätte sie dann diesen wunderbaren Artikel nicht so geschrieben, dem Sie bitte die wichtigsten Eckdaten zur morgigen Affiche entnehmen wollen. Und zweitens gibt es sicher erbaulichere Interviewpartner da draussen, als die für ihre Journalistenaversion bekannten Krautrocker, die sie in eleganter südenglischer Schmallippigkeit vortragen.

Umso schöner also, dass da immerhin ein kleines Frage-Antwort-Spiel per Digitalpost zustande gekommen ist. KulturStattBern im Gespräch «question and answer» mit Beak> aus Bristol.

Bristol ist seit einem Vierteljahrhundert eine der ersten Adressen für elektronische Popmusik – trotz seiner überschaubaren Grösse. Was ist anders in Bristol?

Der künstlerische Glaube daran, sich nicht anzupassen. Es ist zwar keine grosse Stadt – aber gerade deshalb auch nicht gross genug, um vom Musikbusiness kontrolliert zu werden. Also arbeitet jeder mit jedem.

Welchen kreativen Vorteil habt ihr erreicht, als ihr mit der EP «Beak> <Kaeb» zu zwei verschiedenen Bands wurdet?

Das «<Kaeb-Ding» erlaubte es uns einfach, mit Gästen zu arbeiten, ohne, dass wir das dann «Beak> with …» nennen mussten. Weil das wär kitschig.

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Beschwörungs- und andere Tänze

Gisela Feuz am Mittwoch den 23. November 2016

KSB gratuliert Dichterfürst Jürg Halter und den Damen und Herren von MDME SPKR herzlichst zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss an der Akademie für angewandten Ausdruckstanz!

Herr Halter hat sich zur musikalischen Untermalung seiner Kür seiner eigenen Version des Mani Matter Klassikers «Us emene lääre Gygechaschte» bedient und legt dazu einen schmucken, spastischen Lampenbeschwörungstanz hin. Wir sind angetan.

Die Damen und Herren von MDME SPKR aus England tanzen derweilen steifes Ballett beziehungweise halbnackig Bauchtanz zu schrummeligen Stormgitarren und sind im Übrigen diesen Freitag 25. November live zu sehen in der Playground Lounge. Wie die Combos aus dem Vorprogramm, Occam’s Razor und The Return of Bigton, ihre musikalischen Darbietungen tänzerisch umzusetzen gedenken, konnte bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung gebracht werden. Favorit im internen Redaktions-Wettspiel ist zur Zeit Line Dance. Was glauben Sie?

Er wird ganz gross

Mirko Schwab am Freitag den 18. November 2016

Dem Zürcher Faber jetzt noch eine grosse Zukunft zu bescheiden, ist etwa so prophetisch, wie dem Kapitalismus keine. Trotzdem muss beides immer wieder getan werden.

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Bis sich die Stimme überschlägt und die Kehle sich rötet: Faber aus Zürich. (Le Rod)

Der vorab ausverkaufte ISC ist gestern Donnerstag so berstend voll, dass einige Dutzend Leute auf den Treppen und am Rand des Raums um eine Streifdosis Beschallung, einen erspähten Haarschopf oder einen aufblitzenden Gitarrenhals zu kämpfen haben. Macht nichts. Ein gutes Konzert dringt bis in die hintersten Ecken und auch einer, der an der Bar steht seit zwanzig Jahren, Cuba Libre säuft und sich den Bart mit Nüsschen vollstopft, kann sich dieser Dringlichkeit nicht entziehen. Und das Publikum weiss das, erwartet das. Als die Zupfgitarre eröffnet, werden die Gespräche noch zu respektvollen Tuscheleien, wer trotzdem weiter dreinplaudert, hat mit bösen Blicken zu rechnen. Zweihundertfünfzig Leute haben sich hier eingefunden, um für etwas mehr als eine Stunde gepflegt die Fresse zu halten oder mitzusingen bei Faber und Band. Und dieses vorgeschossene Vertrauen unterscheidet, was gemeinhin mit den Branchenfloskeln «aufstrebender Newcomer» beschrieben wird, von einem «Headliner». Und nirgends ist die deutsche Sprache ohnmächtiger als im Bookingwesen.

In diese Stimmung bester Erwartung hinein tritt er, der eigentlich zu jung ist für seine Stimme und die von ihr erzählten Geschichten. Von obessiver Liebe im Milieu, von den unterdrückten Fantasien unterdrückter Bürolisten und von der hochbeschworenen Wut im Bauch jener, die vor allem Angst haben. Faber singt davon und täte er es als altkluger Beobachter mit Gesicht und Tolle eines Jünglings, hiesse der Verdacht, einem Voyeur mit Gitarre gegenüberzustehen, der sich an den schön dreckigen Biographien anderer verlustiert. Aber Faber ist kein Beobachter, er ist ein Ergriffener, mit den wachen Augen eines Frühzwanzigers die Traurigkeiten und derben Freuden dieser Welt erst aufsaugend, dann verkörpernd, dass Zeilen wie «Bleib dir nicht treu, sei niemals du selbst» nicht nihilistisch ironisiert daherkommen, sondern glaubhaft. Über die (selbsternannten) Verlierer des Systems macht er keine Witze, sondern offenbart auch in der bitterbösesten Abrechnung mit ihren trüben Ideen Empathie und Verständnis – er wird selbst zu einem, dem der Hass die Kehle rötet, nimmt sich der Parolen an und schreit sie in den Raum, von sich weg, damit sie sich selbst auflösen mögen.

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Mit Kevin auf Augenhöhe

Urs Rihs am Donnerstag den 17. November 2016

Am Dienstag war Marathonstart, im BadBonn in Düdingen, mit Kevin Morby und seiner Band. Sonst Bassist bei den Woods, früher Frontmann der Babies, seit 2013 unter eigenem Namen unterwegs. Folk, Roots, Americana, soviel zum Setting. Wir waren da und es war wunderschön.

Wir meint Martin, den Ragnar und ich. Und ja Ragnar, so wie der Wikinger, er verdient den Namen, glaubt mir und zu einer Folk-Rock Show macht sich das natürlich gut. Der Duktus ist an diesem kalten Dienstagabend sowieso sehr skandinavisch. Bärte, Wolle, Leder, alles sehr fransig und kuschelig. So sind die Leute auch drauf – anschmiegsam – es scheint als müsste was an Seelenwärme kompensiert werden. Kein Wunder nach den letzten Wochen.
Eröffnet wird der Abend im BadBonn von Meg Baird, so elfenhafter Wald-Folk-Gesang. Harter Tobak für uns drei Jungs, die auf der Hinfahrt von Bern im Fiat die strengen Sachen verhandelt hatten. Die schwarzen Teufel halt; Depression, Trennung, den Herbstblues und naja, eben, wir stiegen schon etwas gebeutelt aus der Kiste. Die gute Baird, nichts für ungut, ist uns da einfach ein bisschen zu Haight-Ashbury-hippiemässig…
Martin erzählt, dass er Meg letztes Jahr nach einem Morby Konzert im Wallis kennengelernt habe. Angesprochen hatte er sie, weil ihm ihr Geruch aufgefallen war. Oregano und Majoran oder so – ich versteh nur Bahnhof – er aber voll im Ernst weiter: «Es gibt da so ein mexikanisches Ritual. Temezcal – dabei reibt sich geneigter Geist mit ätherischen Kräuterölen ein und schwitz dann das Zeug in einer Dampfhütte wieder raus, wirkt kathartisch.»
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Tickets für Swatka Ghetto

Gisela Feuz am Mittwoch den 16. November 2016

Sie haben einen Vogel, die Herren von Swatka City. Beziehungsweise mehrere. Ihr Debut «Nighthawks» benannten die Berner Indie-Popper nach Nachtschwärmern, während der Zweitling den klingenden Namen «Marabu» bekam. Sie wissen nicht, was ein Marabu ist? Ein gefiedertes Teil aus dem Königreich der wilden Tiere, welches deutlich macht, dass der liebe Gott bei der Produktion von gewissen Lebewesen psychedelischen Drogen offenbar nicht abgeneigt war. Mit der Namensgebung ihrer Platte befinden sich die Herren Swatka City übrigens in bester Gesellschaft. Vögeln ist sind beliebt in MusikerInnenkreisen. Hier Frau Feuz’ Top-Drei-Vogelnamen-Bands:

1. Eagles of Death Metal
2. Herbie Hancock
3. The Flamingos

Swatka City spielen am Freitag 18. November ihr voraussichtlich letztes Konzert im 2017 und zwar im Punto, die Vermutung liegt nahe, dass die Herren dann gen Süden ziehn. Sie möchten gerne gratis ans Konzert von Swatka City? Dann schicken Sie HIER eine Mail bis Freitagmittag 12Uhr.

Lustige Vögel und – Obacht, Gender-Polizei! – Vögelinnen werden am Wochenende auch die Dampfzentrale bespielen. Dort geht nämlich die 9. Ausgabe von Saint Ghetto über die Bühne, demjenigen Festival, welches der weniger gefälligen Sorte Musik zugetan ist. Dieses Jahr mit von der Partie sind am Freitag Dillon & Choir, Raime, Mykki Blanco, die japanische Rausschmeisser-Ladies group A und Trillion Tapeman. Am Samstag eröffnet dann Baby Dee und Richard Dawson den Saint-Ghetto-Reigen in der Französischen Kirche, weiter gehts im Anschluss in der Dampfzentrale mit Marie Davidson und Daniele Cosmo.

Sie möchten gerne zu Saint Ghetto, ohne Ihr Portemonnaie zu strapazieren? Dann sind sie ein geiziger Saftsack bzw. eine geizige Saftsäckin hier an der richtigen Stelle, denn KSB verlost Tickets. Schreiben Sie in die Kommentarspalte, welches ihr Lieblingsvogel ist und warum. Teilnahmeschluss Freitag 12Uhr.

Mykki Blanco featuring Woodkid ‘High School never Ends’ from matt lambert on Vimeo.

 

Kälifornia – Glanz & Gloria

Gisela Feuz am Dienstag den 1. November 2016

Passend zum gestrigen Halloween (Himmelsack, müssen wir eigentlich jeden Mist importieren?!!) haben die Mundart-Barden von Container 6 soeben ein Video veröffentlicht, in dem Zombies ihr Unwesen treiben. Genauer: Emmentaler Trachten-Zombis. Im schmucken Eiger wird kollektiv abgenickt und wüst gegessen, derweilen der Traum aller Schwiegermütter, Sänger Thomas Glatthard, Geschichtsstunde hält und das Schicksal des «Generals» Johann August Sutters schildert, der in «Kälifornia – Neu Helvetia – Glanz & Gloria» zu Goldrauschzeiten sein Glück gemacht hat. Oder eben auch nicht. Einen süffigen Hund von einer Pop-Nummer haben Container 6 da gebastelt, wobei das Theaterkollektiv «Faust Gottes» offensichtlich mit Freuden zur Tortenschlachtsache geht. Einzig dem armen Nasenbären scheint die ganze Angelegenheit nicht ganz geheuer zu sein.