Archiv für die Kategorie ‘Daten & Termine’

Kulturbeutel 16/18

Milena Krstic am Montag den 16. April 2018

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Die Krstic empfiehlt:
Meet me Mittwoch at Kapitel, wenn Marco Repetto live on air für das Radio Bollwerk den «Zeitkreisel» mode- und kuratiert. Inspiriert von John Lennons «Woman» spielt er Lieder mit und von Frauen.

Frau Feuz empfiehlt:
Noise-Rock mit New-Wave-Bassläufen: am Donnerstag sind im ISC A Place to Bury Strangers zu Gast. Am Freitag erweisen Sie dann der Lyrik-Spoken-Word-New-Dark-Wave-Pionierin Anne Clark die Ehre: in der Cinématte wird der Dokumentarfilm I’ll walk out into tomorrow über das Leben und Schaffen der Postpunk-Ikone gezeigt und zwar in Anwesenheit von Anne Clark herself.

Schwab empfiehlt:
Das Gipfeltreffen der Meister
am Pult. Zu fucking legend DJ Krush aus dem fernen gesellen sich weiter Bit-Tuner aus dem etwas näheren Osten sowie der beloved Lokalheld aka Bassderwisch Phrex. Könnt sein dass geil wird. Dachstock. Freitag. Ein Hoch auf die sinnvolle Lohnarbeit.

Der-Urs-Lifestyle-Consultings© empfiehlt.
Das Viersäulenmodell, patentiert im Hip-Hop, lässt sich aber auch prima sonst adaptieren:
1. Säule Film: Rote Sonne am Donnerstag im Rex – german hippies going nuts, must see!
2. Säule Theater: MESH am Donnerstag, Freitag oder Samstag im Tojo – szenografischer Minimalismus gegen Rollenklischees, oder so, gut so.
3. Säule Musik: Ester Rada am Sonntag im bee-flat – die «Soul-Sister» aus Israel, exzeptionell.
4. Säule Literatur: Michael Fehrs «Simeliberg» als Hörspiel von Kai Grehn, wann immer ihr Lust habt hier – definitiv mehr als eine simple Radiofassung.
Das Viersäulenmodell, Patentrezept zur Erlangung der ultimativen Kredibilität in der Freien Szene.

Foyer des Amateurs

Mirko Schwab am Freitag den 13. April 2018

Bizarr. Zwielichtig. Obskur. Heraus zum Abstieg in die fruchtbaren Randgefilde elektronischer Tanzmusik.

Foto: Phil Struck

Mit strenger Brille und angesteckter Zigarette selektiert sich Lena Willikens durchs Unerforschte. Weird shit only kommt hier auf den Plattenteller, zur Erzählung kompiliert in beeindruckender Fingerfertigkeit, mit der die Kölnerin durch die unterschiedlichsten Morphologien musikalischer Entrücktheit streift, ohne je das Leitmotiv der Tanzbarkeit, der Körperlichkeit und der Unmittelbarkeit preiszugeben.

Radio Bollwerk Klubnacht w/ Lena Willikens und Daniele Cosmo. Heute ab 23h im Foyer der Dampfzentrale.

Kulturbeutel 15/18

Milena Krstic am Montag den 9. April 2018

Die Krstic empfiehlt:
Letztes Jahr am Bestival hatte ich eine ziemlich gute Zeit: Croque Sandwiches essen im Sputnik, gucken, was der Theaternachwuchs so treibt und nach dem Dave Eleanor Konzert mit Schwab und den anderen Boys am Feuer über Kulturgelder philosophieren. Ich wette, dieses Jahr wirds mindestens so gut. Findet statt am Freitag und Samstag im Gaskessel.

Schwab empfiehlt:
Schöne Raverei allenthalben! Versionen schon am Donnerstag im Ross (w/ Nitrate, DAAT (live), Tashi Noir). Am Freitag dann stellen sich die Weichen zwischen der Dampfzentrale und einer dusteren Klubnacht nach Bollwerk’scher Art (w/ Lena Willikens, Daniele Cosmo) oder einem von dunkler Weltklubmusik befeuerten 3AM Karma Decrease im geliebten Internationalen Shabazz Club (w/ Smugplaydirty, Illegyalz, Zsameszad). Entweder oder auch am Samstag: das Kapitel lädt zum Familientechno (w/ Marco Repetto & Angelo Repetto (live), Princess P., Heiko) und der Dachstock macht auf tropisch Vinyl (w/ Studer TM, Uedé Bongoboi Suavé & Beni Severo). Brn City, Bébé!

Der Urs empfiehlt:
Schliess mich dem ravenden Schwäbchen an, vor allem am Freitag mit Lena (GeneigteR lese hier) und Cosmo im Dampfbad. Das ist elektronische Tanzmusik maximal weit weg ihrer uninspiriert-ballernden Abarten im Hauptstrom.
Dafür verspielt, obskur und polygenerisch – state-of-the-art!

Frau Feuz empfiehlt:
Seine Verse sind so schlicht, leicht, geschmeidig und luftig, dass man ihnen die Arbeit nicht anmerkt, die dahintersteckt. Berns Vorzeigelyriker Raphael Urweider tauft am Dienstag im Tojo der Reitschule seinen 4. Gedichtband «Wildern». Am Mittwoch gehts dann im ISC mit Doom-Drone-Postmetal von Sannhet und Sum of R schön düster zur Sache.

Kulturbeutel 14/18

Milena Krstic am Dienstag den 3. April 2018

Die Krstic empfiehlt:
Wir haben schon geschwärmt vom Pyrit. Jetzt hat er ein neues Album am Start. Darin vertont er das wesenhafte Etwas, das aus einer kalten Maschine dringen will. Ich bin schon ein paar Mal in «Control» versunken, am Freitag gehe ich ins Bad Bonn, um mir das Gesamtkunstwerk des Thomas Kuratli alias Pyrit anzusehen.

Schwab empfiehlt:
Kraut und Jazzrüben, Freakpunks feinster Sorte! Am Mittwoch ins Rössli zu Aul und Leon, zweimal musikalisches Grenzgebiet aus hiesigen Landen. Mit Qualitätsgarantie dank den Querulanten Berther, Hänni, Wäspe, Schild, Ortis, Meier, Läng. (D. aus Z. meldet bezügl. Aul indes: «Auch wem die Platte zu fummelig produziert sei, der solle sich unbedingt live eines Besseren belehren lassen in Sachen Brett.») Also.

Der ÜD empfiehlt:
Ich mag auch Kraut und Rüben. Und umso mehr, wenn dazu eine Liebeserklärung auf Magnetband gereicht wird: I MADE YOU A TAPE, im Donnerkessel, am Gastag.
Dort mit am Start übrigens auch Jeffs Mutter, die hatte nach dir gefragt.

Frau Feuz empfiehlt:
Mittwoch bis Samstag geht die fünfte Ausgabe des Berner Lesefests Aprillen im Schlachthaus über die Bühne. Spannend hier vorallem die Wort-Musik-Kombinationen, etwa Andreas Spechtl (Ja, Panik) und Fhunyue Gao & Hassan Taha oder Balts Nill, der sich mit Melinda Nadj Abonji und Mich Gerber zusammengetan hat. Am Freitag kommen Sie ausserdem zu uns in die Too Late Show und am Samstag gehen Sie ins Kino: entweder ins Rex, dort wird Xavier Kollers Klassiker Reise der Hoffnung mit dem Kurzfilm Sans Papier des Berner Jungregisseuren Nikolai Paul gepaart. Oder aber sie gehen ins Kino Reitschule, wo The Ghost in our machine läuft. Und dann sind ja da Samstagnacht auch noch die formidablen Garager Come n’Go in der Spinnerei.

Fischer empfiehlt:
Ein neuer Kunstraum geht auf, mit dem schönen Namen Reflector. Neben der Stadtgalerie gelegen wird es da ein sehr zeitgenössisches und die digitalen Realitäten reflektierendes Programm geben – den Start macht die junge Wiener Künstlerin Johanna Bruckner mit Hyperbodies. Vernissage ist am Donnerstag und am Sonntag zeigt das Rex dann auch noch Bruckners Film «Total Algorithms of Partiality»

Kulturbeutel 13/18

Gisela Feuz am Montag den 26. März 2018

Frau Feuz empfiehlt:
Osterraven bis der Kreislauf kollapst: Von Donnerstag bis Sonntag spannen Kapitel und Gränni zusammen und lassen insgesamt 28 DJs an den Reglern hantieren, darunter Matthias Tanzmann (Lepizig), Mihai Popoviciu (Rumänien), Teenage Mutants (Berlin) und Kotelett & Zadak (Berlin). Oder aber Sie schauen die Tage im Tojo der Reitschule vorbei, dort geht die 3. Ausgabe der Berner Humortage über die Bühne. Bitterböse Satire, Antischubladen-Denken, Spokenword-Performance und Bühnenpoesie gibts zu sehen und zu hören, unter anderem mit Christoph Simon, Jacqueline Feldmann, Gesa Dreckmann oder Renato Kaiser.

Die Krstic empfiehlt
sich gemütlich zu verkapseln. «Snugly Encapsulation» heisst die neue Kleiderkollektion des Berner Jungdesigners Ghislain Clerc, der die PVC-Raumfahrtromantik mit schweren Baumwollstoffen verbindet. Präsentiert wird am Mittwoch ab 20 Uhr im Kulturesk Raum an der Güterstrasse 8, mit Musik der Multimediakünstlerin Casanora.

Fischer empfiehlt:
In die Sattelkammer, Mittwoch oder Samstag, da gibt es Kultur im weiteren und erweiternden Sinn: Mitte der Woche einen Wissenschaftstalk rund um eine Drag-Performance und Ende der Woche Studio Mondial, Radio zum Zuhören. You hear? Then listen!

Der Urs empfiehlt:
«VOLLMUND» am Samstag in der Spinnerei. Mit Michael Fehr und Manuel Troller von Schnellertollermeier, outstanding!
Niemand erklärt sonorer wie so ein Rebhuhn auseinandergenommen gehört, lyrisch sowie musikalisch hochtreibend die beiden.
Und noch ein Geheimtipp: Die versteckte Grabkammer der goldenen Pyramide liegt am 31. unter Tage im Perimeter Bollwerk. Bei Intresse wende man sich an städtische ArchäologInnen des Untergrunds.

Kulturbeutel 12/18

Milena Krstic am Montag den 19. März 2018

Die Krstic empfiehlt:
Ihr nonchalanter Umgang mit der Realität und deren Zerlegung, die Suche nach dem Abgefahrenen und wie sie sämtliche Kunstformen in den Mixer werfen: Das alles macht mich zum Fan von Annalena Fröhlich und Fhunyue Gao. Die zwei sind nicht nur das Performanceduo J.A.W.I.S., sondern bringen auch ein gemeinsames Stück in den Turbinensaal der Dampfzentrale. Es heisst «Sonder» und behandelt den Zwischenzustand vor und nach dem GAU. Am Freitag ist Premiere, mit einer zweiten Vorstellung am Samstag.

Frau Feuz empfiehlt:
Heute Abend wird im Dachstock ordentlich gebrettert, Fu Manchu kommen auf Besuch. Seit 21 Jahren fabrizieren die vier Mannen aus Kalifornien fadengraden Stonerrock, der nach heissem Wüstenstaub und Motorenöl klingt. Ab Donnerstag läuft im Schlachthaus Theater der erste von insgesamt vier Teilen eines Kammerspiels namens Die Schwestern Karamasoff. Matto Kämpf lässt darin Romanfiguren von Dostojewski im heutigen Bern auferstehen.

Schwab empfiehlt:
Heraus zum Bildungsaufstand, folks! Bildungsideale verhandeln, Kritik organisieren, Solidarität leben, laut sein und auf die Kakke hauen. Demo am Mittwoch, 18:00 auf dem Kornhausplatz. Soliparty am Donnerstag, 22:00 im Café Toujours. Das vollständige Wochenprogramm finden Sie hier.

Der Urs empfiehlt:
Auch mal voreingenommen darf sein –
Am Donnerstag lädt nämlich «Sassy J», die international momentan umtriebigste Djane unserer Stadt, zur eigenen Labelnacht «Patchwork» ins Rössli.
Nebst natürlich ihrer selbst, kommt da aus Chicago Tone B. Nimble angeflogen und dazu gibts mit «Ill Dubio» aus Neuch, auch noch Support von ännet dem Röstigraben. Heads unite around this mix: House, Disco, Jazz und Gospel – vom Allerfeinsten selcted!
The dancefloor will certainly be on fire …

Fischer empfiehlt:
Interkulturelles Meetuppen im Lehrerzimmer. Solche Treffen sollen da nun regelmässig stattfinden, wie man hört. Heute abend gibt es den Film The Color Of Fear – und danach wohl einiges zu disktutieren.

Kulturbeutel 11/18

Milena Krstic am Montag den 12. März 2018

Die Krstic empfiehlt:
Dampfzentrale,
Bonnies, am Freitag nämlich, weil dann spielt die Wahlberliner Australierin Carla dal Forno lo-fi Pop vom Feinsten. Zur Einstimmung hier lang. Support bietet Feldermelder. 

Der Urs empfiehlt:
Sich mindestens einen Film – am Sonntag beispielsweise den Ménage à trois Klassiker «JULES ET JIM» ­–  aus der Programmreihe Retrospektive Jeanne Moreau im Rex zu gönnen. Nouvelle Vague Ikone die Frau und wie gewohnt grosses Kino an der Schwanengasse.
Und am Freitag stoss ich mit Gurkenwasser Wacholder Tonic zu werter Frau Patagônia in der Dampfere –
dal Forno/Feldi – definitley the topteam of this week!

Frau Feuz empfiehlt:
Am Samstag geht in der Dampfzentrale das Newcomer-Festival Shit & Schein über die Bühne. Dieses Jahr am Start sind Moder & Sauerland, best-elle, Ringhof, Chinzilla und Nhijr. Ebenfalls am Samstag wäre auch ein Ausflug ins schöne Mokka ein Thema,  dort wird bei der 19. Thuner Slam Night gepoetryslammed, was das Zeugs hält. Oder aber sie feiern im ISC mit BAZE dessen Tourabschluss, auch eine Variante.

Fischer empfiehlt:
In den Untergrund – und zwar so richtig. Die Dampfzentrale bespielt am Donnerstag den wohl tollsten und auf jeden Fall geheimnisumwittertsten Raum Berns, im Galgenfeld tief unter dem ehemaligen PTT-Gebäude. Mit dabei: François Chaignaud & Théo Mercier, Herpes Ö DeLuxe und Colliding Fields.

Schwab empfiehlt ausserkantonal:
Horizonterweiterung im Limmattal. Fahren Sie aus zu den Schlieremer Chindsgrinde von Perlaton und BlauBlau. Unter dem Namen «BlaBlaTon» gibts während zwei Tagen ein wildes Drunter-und-drüber aus musikalischen sowie sonstwie gearteten performativen Experimenten, Koryphäen des Underground, hintersinnigen Blödeleien und einem guten Bitz Auf-die-Kakke-hauen. Just for you. Atelier Schwarzmatt, Wiesenstrasse 10, 8952 Schlieren ZH.

‘Dschnure / Shut Your Mouth

Mirko Schwab am Mittwoch den 7. März 2018

Über ein sehr talentiertes Duo aus Dresden und die Fahrigkeit der Musikvermarktung.

Stimmgewalt ist ein wüstes Wort. Übt gleich selbst Gewalt an den Stimmen, auf die es angesetzt wurde. Gerne verwechseln die floskelfreudigen Sadomasochisten der Promotion – ebenso wie die stinkfaule Musikjournaille – jene diagnostizierte Gewalt mit Feinfühligkeit. Inéz Schaefer ist das wahrscheinlich egal. Sie macht ihre Arbeit, sie macht sie verdammt gut und ob es die Gewalt ist oder die Liebe, die der kleine Mann mit dem Bleistift darin zu erkennen glaubt, ändert im Allgemeinen nichts.

Also:
Shut your mouth. Als mir das Lied letzten Winter im Feed zum Frass vorgeworfen wurde, da fiel ich instantly in Liebe damit; das Schlagzeug direkt ins Gesicht wie ein nasses Tuch, links rechts, und schon ist man mittendrin im wunderschönen Wahnsinn dieser Gruppe. Inéz Schaefer schmettert ihre zuweilen karibisch skandierten Zeilen hinterher und kurz bevor man den Verstand komplett verlöre, Ha!, ist Luft und Frieden: Unter Einsatz eines anmutig glucksenden Vocoder-Geräts seiltanzt sich die Sängerin, eine zurückhaltende Pianofigur als Sicherheitsnetz nur, seiltanzt sie sich in die Höhe und man glaubt Justin Vernon daneben zu erkennen, er nickt ihr zu mit einem Lächeln. Gesichert aber ist folgendes: Moses Schneider, der Bands wie Tocotronic grossartig und Bands wie AnnenMayKantereit mit Sicherheit nicht noch beschissener gemacht hat, dieser findige, zu tontechnischen Abenteuerlichkeiten neigende Intuist, hatte seine geschickten Finger an den Reglern. Schaefer singt, Schneider schält im Hintergrund – das Beste hätten wir beinahe vergessen.

«Minimalistische Beats» behauptet der Pressetext. Und lügt natürlich, jeder Pressetext lügt irgendwo, um der gegenwärtigen Mode einen Gefallen zu tun. (Lügenpresse! Sidenotiz: Die Band hat sich einst in Dresden zusammengetan.) Gelogen also darum, weil die Lieder getragen werden von einer perkussiven Opulenz, vordergründig und aufdringlich im besten Sinn, die mit fiesen Sounds und fiesen Rhythmen so zu operieren weiss, dass ihre Körperlichkeit und Direktheit dabei keinen Schaden nimmt. Dafür verantwortlich zeichnet Demian Kappenstein, Drummer at heart und wild und mindestens die Hälfte.

ÄTNA heisst das ungemein zeitgeistige Duo und brennt mit seiner polytoxischen Mischung aus Electronica und Kammerpop-Songschreibe, aus spätmodernem RxB und in die Klangwelt des Industrial verkanteten Dubmomenten gerade richtig durch. (Besagtes Lied liegt nach Spotify-Beliebtheit mit jämmerlichen 14’000 Hörmomenten auf dem siebten Platz, weit hinter der Pianoballade «Remission» mit 900’000 Plays.)

Ja, das einzige, was an dieser Band wirklich nervt: Die beiden sehen bei all der Begabtheit auch noch verdammt gut aus.

Finden Sie sich heue bei Bee-Flat im Progr ein. ÄTNA spielt auf, die – vielleicht etwas gar gut – bekömmliche Basler Folkpopgruppe Serafyn eröffnet. 19:30.

Kulturbeutel 10/18

Milena Krstic am Montag den 5. März 2018

Die Krstic empfiehlt:
Yo, Thun, am Donnerstag ist Tag der Frau und du bist dabei. Schön! Und erst noch am schönsten Ort dort: im Mokka. Der Anlass heisst «Frau macht!», unsere werte Frau Feuz moderiert und mit dabei sind (mit Berufsbezeichnung): Gülsha Adilji (Autorin und Moderatorin), Prof. Dr. Kathrin Altwegg (Physikerin Uni Bern), Stefanie Grob (Autorin und Spokenword-Literatin), Ursula Haller (alt Nationalrätin & Gemeinderätin Thun), Jolanda Spiess-Hegglin (Internet-Aktivistin), Aniya Seki (Boxerin), Dr. med. Cynthia Wolfensberger (Ärztin für ästhetische & plastische Chirurgie). Offen für alle Geschlechter, btw.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Sonntag feiert Der Gesunde Menschenversand im Schlachthaus seinen 20. Geburtstag. Ja genau, das ist derjenige Verlag, der auch das erste KSB-Büchlein Montagshunde herausgegeben hat. Am Sonntag mitfeiern tun u.A. Matto Kämpf, King Pepe, Stefanie Grob, Andres Lutz, Guy Krneta & Raphael Urweider, die Gebirgspoeten und Renato Kaiser. Happy Birthday!! *Korkenknall*

Fischer empfiehlt:
Etwas zusammenbrauen in Bümpliz. In der Cabane B wird den ganzen März über mit kleinsten Viechern experimentiert (nein, keine Tierversuche, Kunst). Das Gasthaus: Fermentation and Bacteria von Maya Minder ist zu Gast, jeweils am Mittwoch wird gebraut, probiert, verdaut.

Der Urs Bongoboy empfiehlt:
Linus Rast, ein kluger Digger mit Klängen «zwischen Vorgestern und Übermorgen», am Mittwoch im Kapitel, eingeladen vom Studio Mondial, im Senderahmen Radio Bollwerk.
Aber Achtung – nur geeignet für Menschen mit der Lust nach Unbekanntem und sicherlich nichts für TraditionalistInnen …

Schwab empfiehlt:
Trendvulkan Dresden Neustadt vermeldet ein Gastspiel der grandiosen Art:  ÄTNA, ein unerhört zeitgeistiges Duo im Spagat aus handgemachter, gern geschmackvoll verdubbter Elektronik und Rhythmus und Blues. Versanddatum Zwietausendundjetzt. Am Mittwoch in der Turnhalle des Progr.

Kulturbeutel 09/18

Milena Krstic am Montag den 26. Februar 2018

Die Krstic behauptet:
In Bern findet ab Mittwoch die Bad Bonn Kilbi des Jazz statt. Ich meine, schauen Sie mal, was die Jazzwerkstatt da an Land gezogen hat: Die abgefahrene Saxophonistin Mette Rasmussen, die gloriosen Bnat Timbouktou rund um Asmaa Hamzaooui und der komplett mit Band gespielte Hip Hop von Vincent Pongracz. Fulles Programm hier. 

Schwab empfiehlt:
Lady Flück und Entourage haben mal wieder mit der Boss-Kelle angerührt. Slowdive, so ca. die Lieblings-Schuhspienzler nebst MBV, ihnen gehört am Mittwoch die Dachstockbühne. Stoked beyond belief. Zur B-Seite des monumentalen Albums «Souvlaki» wurde einem einst die Liebe aufgekündigt. Auch deshalb wird er da sein und vielleicht ein bisschen weinen.

Der Urs empfiehlt:
Sich mal wieder aufzuputzen, mit frischem Altgarn aus dem neuen Frenchy Store an der Sulgeneckstrasse 36. Vintage-Streetwear – klingt zwar hart wie Rhabarberschorle am Prenzlauer, zugegeben, aber eine wohlsortierte Kleiderstube ist doch auch nichts anderes als ein gut selektiertes DJ-Set.
Und fürs Gewissen – am Sonntag an die Urne.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Donnerstag läuft im Kino Movie Mario, Marcel Gislers neuer Spielfilm, der ein Tabuthema sondergleichen verhandelt: Schwuler Fussballer. Im Anschluss diskutieren der Filmemacher, YB-CEO Wanja Greuel und Schiedsrichter Pascal Erlachner, der sich kürzlich geoutet hat. Freitag und Samstag sattteln Sie dann ihr Pferd und galoppieren richtung Tojo Theater, wo die Comiclesung Who’s Johnny Cash? über die Bühne geht.