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Frau Feuz hat fertig

Gisela Feuz am Mittwoch den 3. Oktober 2018

Liebes KSB-Blog, wir beide haben uns ziemlich exakt vor 10 Jahre aufeinander eingelassen, gell. Läck bobi war ich nervös, als ich im September 2008 den ersten Text für dich abfeuern durfte. Es ging um das Konzert von Unhold im Dachstock, weisst du noch? STUN-DEN hab ich daran rumgebastelt. Wenn ich den Text heute lese, schäm ich mich ein bisschen. Weil gut ist anders. Aber item.

Es folgten wilde Zeiten, oh boy, und wenn ich wild schreibe, dann mein ich auch wild. Wie oft bin ich nach einem feuchtfröhlichen Konzert nach Hause gewankt, um dir noch davon zu berichten. Im Notfall bediente ich die Tastatur mit einem Zeigefinger, weil ich mir mit der anderen Hand ein Auge zuhalten musste. Und wenns gar nicht mehr ging, dann klemmte man sich am nächsten Tag mit Brummschädel hinter den Computer, um von irgendeiner Hundsverlochete des Vorabends zu erzählen. Der gestrenge Herr Gnos machte einem damals noch die Hölle heiss, wenn nicht anständig verlinkt wurde und der nicht minder gestrenge Herr Sartorius knallte gnadenlos mit der Peitsche, wenn man sich denn mal in der eigenen Kater-Fäule suhlen wollte.

Geduldig und nachsichtig hast du so einige feuzsche Text-Experimente, Stilblüten, Unwahrheiten und sprachliche Unflatiche über dich ergehen lassen, gell liebes KSB. Entschuldigen mag ich mich nicht dafür, weil ich weiss, dass meine blühende Fantasie dir insgeheim genau gleich viel Freude bereitet hat wie mir. Vielmehr möchte ich mich bei dir bedanken, dass ich mich all die Jahre dermassen hemmungslos austoben durfte.

Gemeinerweise hat alles ein Ende. Nein, komm mir jetzt nicht mit der Wurst. Du hast dich verändert, Frau Feuz hat sich verändert. Erwachsen wäre das falsche Wort. Aber die zeitlichen Ressourcen müssen definitiv besser eingeteilt werden und das geht leider Gottes auf deine Kosten. Ja, mir blutet auch das Herz. Aber weinen tun wir trotzdem nicht, gell liebes KSB. Ganz vom Kulturacker* mach ich mich ja nicht und du hast doch neue junge Wilde am Start, mit denen du zukünftig bestimmt allerlei lustigen Unfug und Schabernack erleben wirst. In diesem Sinn: go KSB-Crew, gooooo!

Auf immer und ewig deine,
Frau Feuz

*Frau Feuz bleibt dem Kulturkuchen als Kulturredaktorin bei Radio RaBe erhalten und schreibt weiterhin als freie Journalistin für den Bund. 

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12 Kommentare zu “Frau Feuz hat fertig”

  1. Herr Zellweger sagt:

    …wenn nicht anständig verlinkt wurde…

    (aber eigentlich: merci für alles und godspeed, liebe frau feuz!)

  2. Lars: L sagt:

    Merci Herr Zellweger.

    Und bestesten Dank Frau Feuz! Alles Gute in der Zukunft.

  3. Harvest sagt:

    Alles Gute, Frau Feuz, und herzlichen Dank, Sie bereicherten unsere testosterongeschwängerten Redaktionsessen.

  4. Der Urs sagt:

    Frau Feuz, verstehen sie diesen Satz bitte als die Sülze, weche zu verfassen ich nicht im Stande bin. In Trauer – der Urs.

  5. sittingdino sagt:

    alles gute frau feuz, und danke.

    ein treuer, bis-jetzt-nicht-kommentierender leser.

  6. Dr. MadR sagt:

    the godess of schnäbirock waves goodbye.

    herzlichen dank für den horizont und die dahinterliegenden felder.

    keep on rocking in the free world!

  7. Newfield sagt:

    Danke Frau Feuz, möge Ihr Haar – frei nach Prince – noch lange nicht violett werden … oder so, and cheers!

  8. Monsieur Gaberell sagt:

    Tschüss, Frau Feuz – und alles GUTE!

  9. Roland Fischer sagt:

    unwahrheiten? hier im blog? FAKE – fuckin’ – news?
    that’s what you call avantgarde, i guess.

  10. Protagonist sagt:

    ich hab bei ihrem ersten beitrag kommentiert & kreise-schliessen-sich-halber tu ich das nun auch bei ihrem abschiedsbeitrag:

    grossen dank für alles & auf eine nicht minder wilde (naja…) zukunkt. rock on, Frau Feuz, rock on!

  11. Sgt.Pepper sagt:

    Tami – die Zeit vegeht eben doch…Messi für Alles

  12. Val der Ama sagt:

    Vielen Dank, liebe Frau Feuz, es war immer schön mit Ihnen.

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