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Fischsex

Roland Fischer am Dienstag den 6. März 2018

So, nun hat er den Oscar also auch noch geholt, nach dem goldenen Löwen in Venedig und dem Golden Globe. Und dann gleich das Double: beste Regie und bester Film. Guillermo Del Toro ist – nach langen Jahren als Regieweirdo, der zwar immer grössere Kisten drehen durfte, dabei aber nie so ganz ernst genommen wurde – im Film-Olymp angekommen. Ok, wohlverdient. Aber musste es denn unbedingt «Shape of Water» sein, das ihm die Lorbeeren einbringt?

Dieses Kitschstück, das seine Geschichte mit wirklich sehr holzschnittartigen Figuren erzählt? Mit bösen Fieslingen und einem zwielichtigen aber sich letztlich für seine Ideale aufopfernden Kommunisten? Einem schussligen, herzensguten, kreativen Schwulen? Und einem Paar, dessen Lust und Liebe zu gross ist für diese kleingeistige Welt? Das einzig wirklich interessante an dem Film ist die Hommage an die «Creature from the Black Lagoon» und speziell den ikonischen Gill-Man. Entsprechend toll dieses Trailer-Mashup:

Eine legendäre Filmszene aus der Trash-Ära Hollywoods nehmen und sie zu einem oscarreifen Melodram veredeln? Kann man machen. Auch wenn – oder vielleicht eben gerade weil? – das am Schluss alles ein wenig bizarr bleibt.

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