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#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 19. November 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los, zum Beispiel ein heilloses Puff die ganze Woche lang.

Rabe Clubtour, Bongo Joe Label Night, MADBALL Gig, sakrales Ghetto und dieser obskure MUMA. Nach so viel kreuz und queer rauchen zuweilen Häupter und es drängt sich der sonntägliche Wunsch nach Besinnung auf.

Was hängen bleibt ist, manchmal ist’s echt zu viel des Guten – am besten gebrochen vom prägend knapp gehaltenen «Kingdom Come» Showcase freitags in der Dampfzentrale.
Neben dem warmen aber zu leisen Dorian Wood, den enervierten aber hart zu Brei gemischten Algiers und den etwas gar orientierungslos klingenden Ventil Leuten, schlug dieses audiovisuelle Stück aus der Feder von Gazelle Twin im mürben Hirn ein, wie eine Abrissbirne in der spröden Gipswand.

Das Problem mit dem Urgesetz von Ordnung und Zerstörung, unser auf Individualinteressen fixierter Gesellschaftsdiskurs, die Frage wohin der post-postmoderne Selbstoptimierungstrieb noch alles zu wuchern vermag und die Suche nach dem Ornament in der Digitalisierung –
alles in gut einer halben Stunde und trotz dünnem Bass ein Weckruf.

Hat geknallt, das Showcase “Kingdom Come” von Gazelle Twin am St.Ghetto in der Dampfzentrale.

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