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Naturschütz

Roland Fischer am Freitag den 25. August 2017

Donnerstag abend. Poesienacht im Boga, in der vielleicht am wenigsten pittoresken Orangerie der Welt. Und das ist jetzt nicht unbedingt kritisch gemeint, der Raum hat durchaus etwas für sich. Und wenn er so voll ist wie gestern (und auch schon am Mittwoch, dem Vernehmen nach), dann ist auch die Akustik einigermassen ok. Gefüllt wurde dieser Raum gestern mit allerlei lyrischem Wagemut, von jungen Autorinnen und Autoren. Und alle bemühten sich – mehr oder weniger bemüht – um einen Bezug zum Boga, zu Flora und Fauna. Würde gut auch ohne gehen, dachte man.

Dann noch weiter rüber zur Schütz, da spriesst ja auch so einiges an Kulturkraut. Und toll dass es da offenbar keinen Chef-Gärtner gibt, dass hier jede Ecke selber etwas anpflanzt und schaut, wie es gedeiht. Zuerst war da also ziemlich dunkel grundierter Jazz, auf der grossen Bühne, eine gute Ladung Sommerend-Melancholie. Und dann noch ein mächtiges Soulorgan drüben beim Roxy, wie zum Trotz. Und es zeigt sich wieder mal: Magerwiesen haben den grössten Artenreichtum.

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