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Keinzigartiges Lexikon: Folge 25

Gisela Feuz am Dienstag den 20. Juni 2017

Der Berner Schriftsteller Giuliano Musio spürt für KSB jede Woche einen heimlichen Verwandten eines vermeintlich einzigartigen Begriffs auf. Manuel Kämpfer illustriert ihn.

Heute: Das Großod
Das Großod ist ein beliebtes Schmuckstück, insbesondere bei älteren Damen, die ihr Geld sinnvoller einsetzen möchten als für die Schulbildung der Enkel oder für wohltätige Zwecke. Im Unterschied zum Kleinod hat das Großod den Vorteil, dass es Problemzonen überdecken kann: Ein adrettes Monsterbijou im Haar lenkt dezent vom Hinterteil ab, und eine Kette aus Riesenperlen hinterlässt nur noch eine Ahnung vom Bauch darunter. Geübte Großod-Trägerinnen haben auf Galas und Kreuzfahrten schon bewiesen, dass sie auch auf der Tanzfläche eine gute Figur machen. Um dabei der hohen Zentrifugalkraft zu trotzen, empfiehlt sich neben regelmäßiger Rückengymnastik und Stützgurt eine Stabilisierung der Ohrläppchen durch Ringlochverstärker.


Auch mit Kronleuchter-Ohrringen lässt sich Discofox oder rassiger Cha-Cha-Cha tanzen.

Nächste Woche: Der Stadt-Öhi

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