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Keinzigartiges Lexikon: Folge 24

Gisela Feuz am Dienstag den 13. Juni 2017

Der Berner Schriftsteller Giuliano Musio spürt für KSB jede Woche einen heimlichen Verwandten eines vermeintlich einzigartigen Begriffs auf. Manuel Kämpfer illustriert ihn.

Heute: Der Nu
Dass die Zeit manchmal im Nu vergeht, wurde durch den „Eurovision Song Contest“ möglich. Die Sendung langweilte so viele Menschen lebensbedrohlich, dass man ein Physikerteam damit beauftragte, ein alternatives Raum-Zeit-Kontinuum zu schaffen, in dem alles etwas schneller geht: den Nu. Leider hat man bis heute keine Kontrolle über den Nu. Im Schlussverkauf oder beim Ligretto-Spielen rutscht man ungewollt hinein, während man beim langweiligen Schwätzchen mit der Nachbarin vergeblich darauf hofft, in den Nu zu gelangen. Manche Wesen stecken permanent im Nu fest: Börsenspekulanten, Kellerasseln und natürlich das Gnu. Völlig vom Nu abgekoppelt sind dagegen die italienische Bahn oder Menschen mit langweiligen Sternzeichen wie Steinbock oder Waage.

Im Unterschied zum Faultier befindet sich das Hyperaktivtier fast immer im Nu.

Nächste Woche: Das Großod

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