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Etüden, Etüden, nie ermüden

Roland Fischer am Mittwoch den 23. März 2016

Gestern in der Kunsthalle: ein Tisch voller Elektronik in der Mitte des grossen Saals und zwei Soundkünstler, die auf die Ausstellung von Wolfgang Breuer reagieren und die Räume einfach mal ohne viel Ehrfurcht mit ihrer eigenen Kunst füllen.

Etude nennt sich das von Studierenden der HKB und der Uni konzipierte Format – gestern mit Olivier Zurkirchen und Dadaglobal. Und man muss da einfach Wiki das Wort überlassen, weil die Begriffsherkunft so schön ist:

Eine Etüde (französisch étude: Studie) ist in ihrem ursprünglichen Wortsinn (les études = ‚Studium‘; étudier = ‚studieren‘) ein Instrumentalwerk für ein Soloinstrument, das dem Musizierenden zu größeren Fertigkeiten auf seinem Instrument verhelfen soll. Im Mittelpunkt steht ein kurzes spieltechnisches Problem, das häufig wiederholt und in Sequenzen auftritt. Im Gegensatz zu den Übungen sind die Etüden harmonisch strukturiert und können auch die Tonarten wechseln.

Im 19. Jahrhundert entwickelt sich die Etüde zum Bravourstück des Virtuosen, der hier seine spieltechnischen Fertigkeiten einem Publikum präsentiert.

Und ja, auch gestern waren da ein paar Bravourstücke dabei. Und spieltechnische Fertigkeiten sehr zeitgemässer Art.

dada global

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