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Kultur allein Zuhause #5: Emotionale Albumcharts 2015

Saskia Winkelmann am Samstag den 16. Januar 2016

Nichts ist schöner (ok, fast nichts), als anhand der eigenen Playlist das alte Jahr nochmals Revue passieren zu lassen. Eine Zusammenfassung der ganz persönlichen, äusserst subjektiven Albumcharts 2015 der KSB-Jung-Bloggerin Saskia Winkelmann.

Das Jahr ist nun gut zwei Wochen alt. Es ist viel passiert. Es war ein gutes musikalisches Jahr. Ich habe soviel Musik gehört wie in meiner gesamten Pubertät (von 10-23) nicht mehr. Hier folgt eine wahnsinnig emotionale Zusammenstellung meiner meistgehörten Alben 2015, vertreten mit jeweils einem Track/Lied/Song.

10. Levon Vincent – “Levon Vincent” (Novel Sounds)
Lange erwartet und auf Vinyl super schnell ausverkauft. Rundes Album aus dem unendlichen Bereich der sogenannten Clubmusik. Das war noch bevor Levon Vincent sich auf Facebook mit diversen Fail-Posts (“Leute, bewaffnet Euch!” und “Mimimimi, Techno is Dead”) eher unbeliebt gemacht hatte. Trotzdem, big up, Levon, für diese Platte!

9. Young Fathers – “White Men Are Black Men Too” (BIG DaDa)
Nach dem Konzert in der Dampfzentrale (Ex-Kollege Oliver Roth fands auch gut!) auf und ab gehört. Grossartiger Albumtitel, grossartiges Songwriting.

8. Jessica Pratt – “On Your Own Love Again” (Drag City)
Sie ist eigentlich Opernsängerin. Dann das.
I’m Back, Baby <3 (2015, Du wildes Jahr!)

7. Tocotronic – Das Rote Album (Vertigo Berlin)
Ausgerechnet Romantik & (Nächsten-)Liebe! Sie verlernen es nicht, diese Poeten.

6. New Order – Music Complete (Traffic Inc.)
Sie können’s auch immer noch. Ausserdem: Platz 2 fürs beste Plattencover.

5. Prurient – Frozen Niagara Falls (Prodound Lore Records)
So brutal, so fragil, so schön, so hart!

4. Rex Ilusivii – In The Moon Cage (Offen Music)
Sommer im Serbien war genau so.

3. Fis – The Blue Quicksand Is Going Now (Loopy)
Fis, der rothaarige Neuseeländer, hat 2015 einmal im Rössli gespielt. Gesehen habe ich ihn aber in Mailand, wo er mir vor der Show anhand einer Ozean-Metapher das Geduldig-Sein erklärt hat. Danach: Eines der besten Konzerte überhaupt!

2. Wavering Hands – In Wet Sand (Oh Sister Records)
OMG! Was für ein Debut-Album von Rolf “Wavering Hands” Laureijs. Erschien letzten Herbst auf dem Berner Label Oh Sister Records.

1. Jenny Hval – Apocalypse, girl (Sacred Bones)
Jenny, oh, Jenny. Danke, dass Du das beste Album 2015 gemacht hast. Danke, dass Du mir gelernt hast: Take care of yourself. Danke! Danke! Danke!

 

Menschenfrei Kultur geniessen in den eigenen vier Wänden. Tipps und Tricks von KSB. Diesmal: Album-Chart-Special!

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