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«Oh weh, Ungemach!»

Gisela Feuz am Montag den 28. Dezember 2015

Ein seltsames Video hat sich im elektronischen Briefkasten von Frau Feuz eingefunden. Irgendwie erinnert das Ganze ja an die Weihnachtsgeschichte. Lange passiert nichts, aber bleibt man im Glauben beständig, wird die Beharrlichkeit doch noch belohnt: in einem Fall mit dem Finden eines Stalles, der Flüchtlinge wilkommen heisst, im anderen Fall mit bewegten Bildern. Zudem scheint auch die Wanderschaft der Video-Protagonisten eine beschwerliche zu sein, gleich wie Josef und Maria schlagen auch sie nicht den kürzesten Weg ein und ein (Draht)Eselchen ist ebenfalls mit von Partie. So weit so gut.

Bloss sieht die wunderbar trüb verhangene Nebellandschaft so gar nicht nach Westjordanland, sondern eher nach Berner Mittelland aus und das Kindlein entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Leiche. «Oh weh, Ungemach!» ruft da die Gottesfürchtige aus, denn hier wurde offensichtlich ein unschuldiges Geschöpf arglistig niedergesäbelt, einem schuldlosen und keuschen Wesen wurde das Lichtlein ausgehaucht und nun sollen die sterblichen Überreste mit einem überaus ungeeigneten Fluchtfahrzeug abtransportiert werden. Jessesmariaaberauch. Wenn das bloss Förster Herodes nicht zu Ohren kommt.

Das Berner Avantgarde-Spoken-Word-Duo Fitzgerald & Rimini verabschieden sich vom alten Jahr mit dem Bermondsey Remix von Play Patrik alias Patrick Zeller und einem Clip von roja-films.

Fitzgerald & Rimini sind im Rahmen von WortKlangRäume zusammen mit Organist Daniel Glaus am Dienstag 12.1.2016 um 19:30 im Münster zu sehen.

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