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die anderen haben auch eines, imfall

Miko Hucko am Mittwoch den 26. August 2015

«Endlich diese Übersicht – ein Stadtmodell für Bern» heisst diese Ausstellung, die neu im Historischen Museum (Sie wissen schon, das Schloss am Helvetiaplatz) zu Gast ist. Zu Gast, das trifft’s genau, denn die Idee zur dazu kommt vom Architekturforum Bern, dessen Räume zur Zeit etwas eng und belegt seien, so Jeanette Beck an der Medienorientierung Dienstag früh.

Worum geht’s?
Berner Stadtplaner_innen und Architekt_innen wünschen sich ein Stadtmodell von Bern. 3D. Ein aktuelles, hübsches, das als Arbeitsinstrument benutzt werden kann, das angefasst und umgebaut werden darf. Aber Achtung: «Laien und Touristen, das wäre höchstens eine Sekundärnutzung». Die Expert_innen unserer Stadt wollen etwas, mit dem sie besser planen können.

Wo ist das Problem?
Das neuste grossflächige Stadtmodell ist aus dem Jahr 1800. Und steht im historischen Museum. Es ist hübsch anzusehen, aber wenig praktisch. Ein neues Stadtmodell kostet ziemlich viel Geld. Also gibt es eine Ausstellung zum Thema, damit alle schon mal informiert sein können. Ah, und: Basel, Zürich, Genf, Hamburg und Berlin haben auch schon eines.

Commons?
Ich fände ein Stadtmodell auch schön. Eines, das mitten in der Stadt steht und für alle gratis (!) zugänglich und veränderbar ist. Für eine öffentliche Meinungsbildung. Damit Stadtplanung wirklich etwas für alle wird (was ja dem Experten nicht passt).

Und was ist jetzt mit der Ausstellung?
Nett. Gehen Sie doch mal hin und schauen Sie sich die verschiedenen existierenden Modelle von Bern an (Massstab 1:500) Es ist schon schön, seine Stadt so von oben zu sehen und hindurchzulaufen. Und diese schönen Begleittexte erst:

Das ausgewählte Stück Stadt zeigt den Entwicklungsschwerpunkt Bern Ausserholligen. In den nächsten Jahren soll sich dieser Ort zu einem lebendigen Quartier verdichten.

Gentrifidingsbums?

Hier noch ein Bild, wie das  Areal vom Tramdepot Burgernziel in Zukunft mal aussehen wird. Wohnzone, vorne an der Strasse Mischnutzung.

 

Die Ausstellung steht bis zum 27. September 2015. Es gibt neben zwei öffentlichen Führungen (am 06. und 20. September) drei Begleitveranstaltungen.

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