Logo

«Chlyklass isch zrügg»

Gisela Feuz am Mittwoch den 29. April 2015

Es tut sich was in der Breithosen-Abteilung: Die Jungs des Rap-Kollektivs Chlyklass melden sich zurück und zwar «unger Strom, geng no i Form.» Yo! An Bescheidenheit haben die Herren in all den Jahren ihres Bestehens nicht zugelegt, aber das gehört sich im Metier des gereimten Wortes ja auch nicht. Chlyklass protzen allerdings sympathisch selbstironisch, etwa wenn sie das eigene Auftreten mit dem Einfall eines Heuschrecken-Schwarms vergleichen.

Der Vergleich ist so schlecht nicht, denn tatsächlich dürften die Chlyklässler im Verlauf der Jahre so manchen Veranstalter das Fürchten gelernt, so manches Büffet rübis und stübis leergefressen und so manche Bar trockengesoffen haben. Die Herren Baze, Diens, Greis, Skoob, Poul Prügu und wie sie alle heissen, sind ja seit Ende der 90er-Jahre gemeinsam auf der Pirsch und haben in Ihrem Kollektiv über 30 Veröffentlichungen auf den Markt geworfen, die zum Teil wegweisend für den Mundart-Rap waren. Nun meldet sich Chlyklass zehn Jahre nach dem letzten offiziellen Gemeinschaftsprojekt zurück und zwar gleich mit Album, Film und natürlich Video. «Zu grosse Manne passe grossi Taten.» Gut gebrüllt im Mikro-Jungel, ihr wilden Stubentiger!

Das Album «Wieso immer mir?» erscheint am 1. Mai, der Film «Backstage mit Chlyklass» wird heute Abend 20:30Uhr und 21:30Uhr im Kino Kunstmuseum gezeigt und live zu sehen gibts die Jungs in der Region am 17. Juli auf dem Gurten und am 12. September im Mokka.

« Zur Übersicht