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Hotel zur fröhlichen Stunde – Örtchen des Tages: beim stillen

Roland Fischer am Mittwoch den 17. September 2014

Für die Dauer der Biennale Bern wird das Schlachthaus von verschiedenen Künstlern des Kollektivs Bern zu einem Hotel umfunktioniert. Der Kulturblog ihres Vertrauens geht diese Woche undercover und wirft jeden Tag einen indiskreten Blick in eines der Zimmer.

Heute: Hinten rechts, bei den Toiletten, eingerichtet und verwaltet von Transform

Die Idee Hotel lässt sich als eine Form von Theater lesen, wo Leute zusammenkommen, die einerseits da arbeiten, andererseits Gäste sind. Beide Seiten spielen im Moment ihres Zusammentreffens ihre definierte Rolle (Gast/Dienstleistende). Damit das Hotel als Dienstleistungsbetrieb funktioniert, bedarf es einer vielfältigen und ausgeklügelten Arbeitskette vielteiliger Jobs. Diese Seite des Hotels aufzuzeigen und zu akzentuieren interessiert Transform. Dabei soll eine der tiefsten Ränge der gastronomischen Hierarchie in den Blickfeld kommen: Die Aufsicht der Toiletten.

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Jeden Tag der Biennale Bern wird Transform einen prominenten WC-Angestellten stellen. Dieser wird vor den Türen sitzen mit den üblichen Utensilien von Klopapier, billigen Parfüms, Hygieneartikel und natürlich einer Schale für Trinkgeld. Zu jeder Stunde macht der Angestellte eine Runde und kontrolliert/putzt gegebenenfalls die Schüssel und Spiegel. Neben dem gesamten Verein von Transform nimmt auch die eine oder andere Lokalprominenz den Platz ein – und setzt damit ein Statement für diesen Job. Der anonymen Putzkraft soll mit dieser Intervention ein Gesicht gegeben werden und der Status und die Stellung dieser Arbeitskraft zumindest beleuchtet werden.

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