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Bernmobil – falsch verstanden

Resli Burri am Freitag den 9. November 2012


Weil es im Tram und Bus
(Drum&Bass) von Bernmobil (Tschernobyl?) nicht eigentlich wirklich immer nur still ist, kommt es immer wieder vor, dass man die im Fahrzeug geschmeidig angesagten Haltestellen falsch versteht:

Kategorie akustisch nicht verstanden:

Zytglogge – Zyklopen
Guetmatt – Guet gmacht / Guet Nacht
Gartenstrasse – Gar ke Schtrass
Saali – Sälü!
Gurtenbahn – Guete Plan
Guisanplatz – Mise en place

Oder die Stationen haben in einer anderen Sprache eine andere Bedeutung.
Kategorie Fremdsprachen:

Der fordernde Engländer am Frühstückstisch: «Nydegg
Der Chinese: «Immel wenn chalt, dann Flühli
Der Franzose, der ungeduldig auf den Auftritt von Moby wartet: «Moby, joue!» – Monbijou (so wie wir es aussprechen)
Der gleiche Franzose, der nach einer Absage seiner Englisch sprechenden Angebetenen feststellen muss: «elle fait no!» – Elfenau (so wie wir es aussprechen)
Und sie versteht unter Rathaus eine Bleibe für Nager und bei Wankdorf macht sie sich auch ihre Gedanken.
Ein Ostschweizer beim Holzen zum anderen: «Du, sisch ja gly Wiehnachte, sölli die chlyni Tanne au fälle?» – «Jaja, Felsenau

Eine Station (Stadt Sion) kann nichts für ihren Namen, sie wird einfach getauft, die arme, und oft missverstanden. Ein Seminar ist kein Halbschlauer, im Oberfeld stehen nicht unbedingt Kellner herum und mit Ostring ist nicht das Pendant zum G-String gemeint. Dafür weiss man jetzt dank der Leuchttafeln meistens Wander Bus fährt.
Wenn man nicht sicher ist, ob man am richtigen Ort ist, muss man halt fragen: «Bin ich wirklich in der Dübystrasse? – Düby or not Düby?»

Kategorie Berndeutsch umgedeutet:

Sägestrasse – Nenne einen Weg!
Victoriaplatz – Viktor, i ha Platz!
Der Vater: «Bueb, we de wotsch e rächte Endo wärde, muesch nach der Schueu id Hasler
Auf dem Bauernhof. Der Deutsche: «Du, sag mal, ist dieser Hofgut?» – Der Bauer: «Ja klar, Sonnenhof gsehsch säute, es macht nume der Aschyn, aus brächi da d Muri, i zeige dir der Schtau u nähr luege mer no d Siloah. Oh! D Geiss isch furt, ds Rossfeld u jitz isch ou d Kunoweg

Die Liste der Haltestellen von Bernmobil gibt es hier. Sie dürfen sich gerne beteiligen am heiteren Stationenspiel!

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12 Kommentare zu “Bernmobil – falsch verstanden”

  1. Philipp Ritterfremdsprachenmann sagt:

    *wieher* isch einisch eine adschwanne chlömme!

  2. Müller Rolf sagt:

    Gurtenbahn = Gurkenbahn
    Weissensteinstrasse = Reifensteinstrasse (hören Sie mal genau hin)

  3. Fritz Schmied sagt:

    Spitalacker = Interlaken ist auch so einer.
    Wurde wirklich mal im Tram gefragt ob wir denn tatsächlich schon in Interlaken seien!

  4. Zugvogel sagt:

    Selten so laut gelacht am frühen Morgen. Grandios!

  5. Rudolf sagt:

    Hessstrasse = Stresshase.

  6. Jean-Cédric Lajoie sagt:

    Zu Wankdorf: Eng. to wank (vulg.) = wichsen
    * captain obvious flies away *

  7. Resli Burri sagt:

    Schön, liebe Leute, habt ihr mitgemacht, jetzt nur nicht schon aufgeben.
    Hier ein kleiner Nachschlag:

    Das Bitzeli Übergwicht bringsch locker mit Sportweg
    Du hesch gärn Cailler, Unitobler
    Wos guete Wy git, wüsse d Wylerguet
    Stell d Täller nume grad id Spühli

  8. mich sagt:

    In Tschechien gibts ein “We d’ustigsch, chasch da stah”.

  9. Giiger sagt:

    Unitobler = Tue nid tuble (freiburgerdeutsch)

  10. Habistuta sagt:

    I ha Fuessbaufans gärn, Ausserholligen.
    Wed nid i Fluss wosch, de gang doch i Bachmätteli.
    Wäsch doch no dini Schweissfüess im LavaBeaumont Cher.

  11. Resli Burri sagt:

    Suber, Frau oder Herr Habistuta! (Ha! Bist du da?)
    Fast hätte ich noch etwas von Pfyffli fort und Mösliweg geschrieben, aber das war mir dann doch ein wenig zu fest unter der Schwarte.
    Vielleicht noch ein Letzter: Nach Baden Powell (Chinesisch für Englisch Kraft), eine gute Tat pro Tag: Gestern hast du eine Strasse gerettet, heute Schützenweg!

  12. Habistuta sagt:

    Habe ich da Baden Powell gehört, Herr Burri?

    Was gits schöners aus Baden Powell zu Wy, Chäs u Brot?