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Remixes

Benedikt Sartorius am Samstag den 22. September 2012

Es ist ein trüber Morgen, und da kann ein wenig Musik aus den Streamweiten nicht schaden.

– Wäre der Mix, den der Chilene Nicolas Jaar im Mai für die BBC angefertigt hat, ein Album, ja, er wäre ganz weit vorne in den Platten-Jahreslisten. Nun gibts diese zwei Sternstunden, die unter ganz vielen Soundspuren von Twin Peaks, Bill Callahan und NSync enthalten, auch ohne die Jingles des britischen Hoffunks. Hier, zum Beispiel.

– Interessieren Sie sich für die Band The xx? Wenn ja: Hier gibts die Band mit Orchester (dies habe ich mir noch nicht angetan) oder in der schönen Remix-Form des geschätzten Elektronikers Four Tet.

– Remixes haben in Copyright-Copyleft-Zeiten auch eine politische Komponente. Und wenn beides zusammenkommt, dann ist Zeit für den Autotune-Remix einer Sorry-Rede von Nick Clegg, seines Zeichens Vizepremier Englands. Schön.

– Und wenn wir schon hier angelangt sind, bei freien Lizenzen und Interpretationen des Originals, darf natürlich das Kunstwerk des Jahres der spanischen Rentnerin Cecilia Giménez nicht fehlen. Völlig zurecht fordert sie, die ein Jesus-Fresko auf ureigene Art restauriert hat, eine Gewinnbeteiligung an den Publikumsströmen, die ihren «Ecce Mono» bewundern und das Dorf reicher machen.

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3 Kommentare zu “Remixes”

  1. Newfield sagt:

    der Mix, den der Chilene Nicolas Jaar im Mai für die BBC angefertigt hat

    Herr Sartorius trübe Tage mit zwei Stunden Musik erhell Gott von einem anderen Download! Thanx.

    einer Sorry-Rede von Nick Clegg

    Sie sind ein Grüsel. Ich musste heute schon in den Hass- äh Hess-Film reinschauen, drüben bei den Lederboys …

  2. Herr Sartorius sagt:

    Sie sind ein Grüsel.

    Ja, ich weiss, und ich möchte mich auch entschuldigen, Herr Newfield. Allenfalls kann ich Sie mit einer weiteren okayen Melodie zum Tag versöhnen:

    Ich hörte in dieses sehr schön verhangene Album erst heute ein. Live am 3. Oktober im Fri-Son zu sehen. Jetzt aber muss ich mich aber mal in Form bringen, sonst wird das heute nichts mehr.

  3. Newfield sagt:

    sehr schön verhangen

    InderTat, und geschmacksicher unsauberer Gitarrensound gegen Schluss.