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Lieblingsposen: Die wahren Könner

Ruth Kofmel am Montag den 11. Juni 2012

Die Woche der Lieblingspose – eröffnet von Frau Kofmel mit den ungeschlagenen Königen und Königinnen des Posierens.

Posieren, tut niemand so leidenschaftlich grossgekotzt und darum um so gelungener, als die Rap- und Hip Hop-Anhängerschaft. Ausschlaggebend dafür ist möglicherweise die eine Disziplin der heiligen Dreifaltigkeit des Hip Hops (Musik, Graffiti, Tanz) nämlich der Breakdance oder das B-Boying, B-Girling. Wichtiges Stilelement dieses Tanzes ist der Freeze, das kurze Verharren in einer Position, die natürlich möglichst spektakulär und beeindruckend sein sollte.

Nicht überraschend fand das Posieren im Hip Hop auch bei den Nichttänzern gute Abnehmer – cool in einer Position verharren ist ja immerhin schon etwas, wenn man’s mit dem Tanzen nicht so hat.

Besonders schön in Szene gesetzt wurde dieses Posieren im Bildband «Cause we got Style, European Hip Hop Posing from the 80’s and early 90’s». Zusammengestellt von der in Biel ansässigen Rosy One, einer der wohl aktivsten und legendärsten Frauen in der europäischen Hip Hop Szene, sei es als Graffiti-Malerin oder als DJ.

Was das sich in Pose werfen anbelangt darf man allerdings auf keinen Fall das Vouging unterschlagen, das mit dem Breaking diesbezüglich locker mithalten  kann – im Prinzip ist es dasselbe in Blau, lediglich in schwul und auf Disco.

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2 Kommentare zu “Lieblingsposen: Die wahren Könner”

  1. gubor fröhlich sagt:

    ach, jede musikrichtung hat ihre poser, ob es die harten hip-hoper, die bösen metaller oder die intellektuellen indietypen sind.
    lustig finde ich auch immer die gitarrenträger, einige trägen sie in den knie unten, andere am hals oben,
    anahand von diesen fotos kann man meistens die musikrichtung auch ausmachen.
    hauptsache die fassade stimmt, wie wir architekten immer sagen.
    e hiube

  2. Kofmel sagt:

    Auch wieder wahr und trefflich ergänzt Herr Fröhlich. Heiteres Fassadenraten allenthalben!