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Spionieren im Burgund

Roland Fischer am Samstag den 19. März 2011

Diese Woche im Restaurant Burgunder: Am Nachbartisch hat sich eine eigenartige Runde versammelt, die etwa so konspirativ tut wie das Gründertreffen eines Swingerclubs. Mit der Zeit hört man indessen heraus, dass die Damen und Herren durchaus nichts Schlüpfriges, sondern etwas Kulturell-Kulinarisches zu besprechen haben. Ich vertiefe mich energisch in die Magazinlektüre und spitze die Ohren, ein zu durchsichtiges Manöver offenbar, bald werde ich als «Spion» gebrandmarkt und das Gespräch wird endgültig zum Getuschel.

Restaurant Muesmatt. (Bild Roland Fischer)

Nun, wenn ich schon entlarvt worden bin: Das Geheimnis sei hiermit ausgeplaudert, schliesslich ist es ein durchaus erfreuliches. Das Restaurant Muesmatt in der oberen Länggasse hat einen neuen Besitzer und wird mit einer ebenfalls ganz neuen Mannschaft demnächst wiedereröffnen.

Und es soll nicht nur gekocht werden im schmucken Lokal mit wunderbarem Garten, es gibt auch allerlei Pläne für Veranstaltungen. Von Konzerten, Ausstellungen, gar Modeaktivitäten war zu vernehmen, ein kunterbunter Verein hat sich dazu formiert. Andere Quellen wissen von einer Fotoausstellung von Fabian Unternährer. Man darf also gespannt sein – anfangs April ist Eröffung, bis dahin dürfte wohl auch die Webseite mit offiziellen Infos aufgeschaltet sein.

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8 Kommentare zu “Spionieren im Burgund”

  1. Herr Gnos sagt:

    da bin ich ja mal gespannt! die länggasse darf ja durchaus etwas wiederbelebt werden in sachen nachtleben. und das nicht erst seit den verkehrberuhigenden massnahmen…

  2. Auf Ron Orp gesehen sagt:

    Stellen offen für aufgestellte Servicepersönlichkeiten ab 1.April im neu eröffneten Restaurant Muesmatt in der Länggasse. Ig mues id Muesmatt und die Bewerbung auf restaurant@muesmatt.be. Wir freuen uns!

  3. Herr Gnos sagt:

    darf ich ihre aufmerksamkeit kurz auf etwas anderes wenden? alegrias, das grandiose flamenco-angehauchte werk von howe gelb, ist nun endlich in der schweiz erhältlich. zum beispiel hier: http://www.cede.ch/de/music-cd/frames/frameset.cfm?aobj=878872

    dank amazon erfreue ich mich schon seit monaten an diesem wirklich grandiosen album.

  4. eddie c. palermo sagt:

    das freut, weil: eigentlich sehr schön gelegene und ausgestattete beiz.

    aber herr fischer, sie plaudern diese arkana einfach so mir nichts, dir nichts in grosse weltweite netz aus? wird da die konspirative truppe nicht stinkesauer? oder sind sie etwa… ? you gonna bansky us?

  5. Fischer sagt:

    aber nein, aber nein. alles ganz echt, kein gebankse. und bis jetzt hat sich auch niemand wegen der gratiswerbung beklagt. stattdessen wurde schon konspirativ vermutet, dass das geheimnisvolle treffen inszeniert war, um aufmerksamkeit zu schüren. ein umgekehrter banksy also, gewissermassen. lustig übgrigens, dass sie banksy erwähnen, herr palermo, weil der name nämlich nach der vorführung von ‘my kid could paint that’ auch ein paar mal gefallen ist – die geschichte schien manchen zuschauern auch grösser als real zu sein.

  6. Fischer sagt:

    es gibt news von der muesmatt, eröffnung nächstes wochenende:
    http://www.muesmatt.be/

  7. […] dem Spionage-Bericht unlängst vor der Muesmatt-Eröffnung erneut eine gastronomische Indiskretion. Allerdings diesmal […]