Logo

Schmutz und Weisheit in der Reitschule

Grazia Pergoletti am Mittwoch den 26. November 2008

Ich habe den ersten Spielfilm unter der Regie Madonnas, Filth and Wisdom, noch nicht gesehen. Bloss gehört hab ich davon, zum Beispiel, dass ihre neuen Freunde Gogol Bordello mitspielen – sie hatten Madonna ja auch schon im Londoner Wembley begleitet.

Dass Gogol Bordello eine typische Reitschule-Band sind, muss ich den fleissigen Konzertbesuchern unter Ihnen ja nicht sagen. Falls es also zu einer weiteren Abstimmung kommen sollte, hier schon mal ein Vorschlag für einen Slogan: Reitschule – der Ort an dem Madonnas Freunde ein und aus gehen!

(Und sagen Sie jetzt bloss nicht, dieser Spruch wäre Kontraproduktiv)

« Zur Übersicht

14 Kommentare zu “Schmutz und Weisheit in der Reitschule”

  1. Herr Gnos sagt:

    Man hört ja erstaunlicherweise Gutes über diesen Film. Ich kann mir das aber, ehrlich gesagt, nicht vorstellen…

  2. signora pergoletti sagt:

    Ich schon. Madonna wollte ihrem armen Guy Ritchie bestimmt beweisen, dass sie sogar auf seinem Gebiet, dem “Underground”-Film, besser ist als er. Und dass die Frau einen Willen hat, wissen wir ja.

  3. Herr Eo sagt:

    Madonna ist grundsätzlich puuuh!

  4. erich j. hess sagt:

    madonna? nie gehört!

  5. signora pergoletti sagt:

    Ich habe schon einen gewissen Respekt vor Madonnas Energie, werter Herr Eo. Wenn bloss die Musik nicht wäre. Und die Muskeln. Und vor allem die Verbissenheit.

    Der Bordello-Frontmann Hütz hat übrigens schon in “Alles ist erleuchtet” mitgespielt, an der Seite von Elijah Wood. Diesen Film hab ich auch nicht gesehen, doch kann ich an dieser Stelle den gleichnamigen Roman von Jonathan Safran Foer noch einmal allerwärmstens empfehlen. Für mich etwas vom besten, was ich je gelesen habe.

  6. Christian Waber sagt:

    Die Madonna ist so eine katholische Hexe, lieber Erich, die brauchst du nicht zu kennen.

  7. Herr Lich sagt:

    Für mich etwas vom besten, was ich je gelesen habe.^

    Da übertreiben Sie aber ziemlich massiv, liebe Frau Pergoletti. “Alles ist erleuchtet” ist halt so kreativ-writung-Zeugs. Das mag ich nicht so, ist aber natürlich Geschmackssache.

    Und es ist natürlich ein einfacher Trick, die eigene Ignoranz hinter derjenigen der Hauptfigur zu verstecken und diese zu karikieren.

  8. signora pergoletti sagt:

    Nein, Herr Lich, ich übertreibe keineswegs. Sie wissen ja nicht, was ich sonst so lese ;)

    Nein im Ernst. Ich finde es ja interessant, Ihre Meinung zu lesen. Aber ich bin kein Schulmädchen mehr. Bedankt.

  9. s.p.- p.s. sagt:

    Das mit dem “einfachen Trick” meinen Sie auf den Film von Madonna bezogen, verstehe ich Sie da richtig, Herr Lich?

    Denn bei Foer kann schwerlich von Ignoranz die Rede sein, auch wenn einem das Buch nicht gefällt, oder? Bei Madonna allerdings schon. Ausser was das Business angeht.

    Ein Phänomen find ich, wie Madonna sich doch immer wieder ganz interessante Leute ins Boot holt – und wie es dann aber irgendwie meistens doch nicht so richtig was hilft.

  10. erich j. hess sagt:

    hab dank für den hinweis, lieber christian.
    ich werde gleich mal der frau heilige inquisition schreiben.
    die holen wir sicherlich auch ins boot gegen diese linken, hexen und ausländer in der reitschule.
    dann bauen wir uns ein schönes neues schopping-zänter, davon hat es in bern ja noch nicht so viele, gell.

  11. zuffi sagt:

    Gogol Bordello…
    Vor Jahren mal im Mokka gesehen, vor ca. 20 Leuten (meines Wissens war Madonna nicht anwesend, aber das weiss man ja nie so genau). Finde es ziemlich seltsam, dass die nun als Superhip gelten, fand das Konzert damals nicht wahnsinnig aufregend.

  12. pauli sagt:

    Frau Pergoletti, was Sie vielleicht nicht wussten: Gogol Bordello spielten in Bern zum ersten Mal im Kairo. Ein fürchterlicher Reinfall: Keine Leute, unzufriedene Band. Aber da ist ja offenbar noch was draus geworden.

  13. Herr Lich sagt:

    Tut mir leid, Frau Pergoletti, ich wollte Sie nicht beleidigen.

    Ich halte aber daran fest, dass “Alles ist erleuchtet” und auch J.S.Foer stark überbewertet werden.

  14. signora pergoletti sagt:

    Man wird beim Bloggen zuweilen etwas dünnhäutig, werter Herr Lich.

    Das zweite Buch von J.S.Foer fand ich übrigens nicht mehr so gut. Aber da kommt sicher noch einiges.

    Und Gogol Bordello hab ich noch nie gesehen. Aber die Kombi Hygiene/Fitness/Kommerz-Queen-Madonna und Schmutz-und-Weisheit-Reitschule find ich recht lustig. Lustig und bemerkenswert: Es ist ja so, dass man den Leuten immer wieder von Neuem unter die Nase reiben muss, wie weite Kreise die Reitschule zieht.