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Porträt mit Kerzen?

Grazia Pergoletti am Sonntag den 31. August 2008

Nebst dem ganz normalen und anständigen Schlachthausfaltblatt, das einem im Kulturcouvert ins Haus flatterte, ist schon vor einigen Tagen noch ein eigener Brief mit Poster vom Schlachthaus beziehungsweise «Schlächthaus» angekommen.

Unter dem Titel «Autumn is the mind’s true spring» werden im Begleitbrief folgende Fragen zur kommenden Saison gestellt: Wird das Theater auf den Kopf gestellt? Geht alles pietätvoll weiter? Hängt im Foyer jetzt ein Porträt von Sandro Lunin? Mit Kerzen? Wird man sich vor lauter blutjungen neu entdeckten Theatersprossen bereits ab 22 Jahren alt vorkommen?

Die Antworten sollen am Saison-Eröffnungsapéro gegeben werden (am 4. September um 18 Uhr im Schlachthaus Theater selbst).

Dem Brief liegt ein schülerzeitungsmässig gestaltetes Programm mit fingierten Produktionen bei, und wir alle von der freien Szene, inklusive das Schlachthaus selbst, werden darin auf die Schippe genommen. So zum Beispiel mit dem «Brunchen wie zu Gotthelfs Zeiten» von Beat Sterchi, mit Hans Ruprecht als Ueli der Knecht und Raphael Urweider als die Schwarze Spinne.

Einige entgeisterte Stimmen waren schon zu vernehmen. Und Spekulationen darüber, ob dieses Couvert tatsächlich vom Schlachthaus kommt, oder ob sich da jemand einen Scherz erlaubt hat. Für mich sieht es eindeutig nach einem Scherz im Stil von Schlachthaus-Co-Leiter Raphael Urweider aus. Und ich finds ziemlich lustig und sehr erfrischend!

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Ein Kommentar zu “Porträt mit Kerzen?”

  1. signora pergoletti sagt:

    Auch schön:

    “Die Walküre”. Eine Première: Die freie und die unfreie Szene arbeiten zusammen für diese rohe Variante der brillianten Wagner-Oper. Marc Adam inszeniert im Schlachthaus “Die Walküre”. Mit allen pensionierten Musikern des Berner Symphonie Orchesters und Simonetta Sommaruga am Klavier.

    Oder das “Festival Afro Ostern”, u.a. mit dem Vortrag von Pedro Lenz: “Schwarze Fussballer in Glasgow” Magie oder Rassismus?