Logo

Schmäh à gogo

christian pauli am Mittwoch den 6. August 2008

Schmäh ist das, was die Wiener uns humoristisch voraus haben. Kritik ist das, was die Deutschen so gut können. Und Popmusik ist das, was wir immer noch nicht so richtig gut können. Zusammen gibt das – richtig: Die Pop-Schmähkritik.

Die linke Berliner Tageszeitung taz hat ein besonderes Näschen dafür. Die führen ein Popblog namens Monarchie & Alltag. (So hiess das 80er-Album der Fehlfarben. Und ein Popblog wiederum ist so ein Internet-Ding, wo es um Popmusik und verwandte Themen geht. Das aber nur nebenbei.) Auf Monarchie & Alltag wird geschmäht, was das Zeug hält. Oder besser: Dort wird Schmäh gesammelt. Nun schon zum 100. Mal.

Eine überaus löbliche Gewohnheit, finde ich. Oder wo sonst finden wir so vergnügliche Bepinkelungen von Adam Green, Urs Meier und der Skateboarder-Kultur?

« Zur Übersicht

3 Kommentare zu “Schmäh à gogo”

  1. JBIII sagt:

    Danke, meneer Pauli, kannte ich noch nicht, muss ich jetzt wohl auch manchmal lesen.

  2. signora pergoletti sagt:

    ich dachte immer, der berühmte wiener “schmäh” hätte was mit charme und komplimenten zu tun, nicht mit verschmähen und häme.

  3. s. p., p.s. sagt:

    siehe wikipedia: …könnte mit dem jiddischen wort schmeicheln verwandt sein.