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Kulturbeutel 03/08

Daniel Gaberell am Montag den 14. Januar 2008

Monsieur Gaberell empfiehlt:
Diesen Freitag eine Reise in die Backstube von Katja und Herbert an der Freiburgstrasse 111. Nebst Suppe mit frisch gebackenem Brot (ab 19 Uhr) stürmen anschliessend die aus dem fernen St. Gallen angereisten «Stahlberger & Band» (21 Uhr) die wohl kleinste Bühne in ganz Ausserholligen.

Frau Götti empfiehlt:
Die Schweiz zu verkaufen. Oder zumindest darüber nachdenken. Und zwar anlässlich der gleichnamigen Tagung am Freitag und Samstag in der Nationalbibliothek über Wechselverhältnisse zwischen Literatur und Tourismus seit 1800. Neben einem trivialliterarischen Blick aufs Matterhorn oder auf die Plakate der graphischen Samlung der Bibliothek werden Schweizer Tourismuswerbung und Tourismuskonzepte kritisch betrachtet. Und dann gibts noch eine Buchpräsentation der Schweizer Literaturgeschichte, mitherausgegeben von meinem verehrten Herrn Prof. Eremitus Rusterholz (siehe S. 29 im heutigen “Bund” – verlinken ging leider nicht wegen momentaner technischer Probleme auf eBund).

Herr Gnos empfiehlt:
Diesen Samstag nicht zu Naked Lunch in die Mühle Hunziken zu gehen. Denn offenbar habe ich nur geträumt, dass die da spielen sollen. Und zudem lässt die Band verlauten: «LEIDER MÜSSEN WIR BEKANNTEGEBEN, DASS ALLE JANUARDATEN NICHT STATTFINDEN WERDEN! WE’RE SO SORRY!» Nun, die Daten werden trotzdem stattfinden, einfach ohne Naked Lunch. Wenn Sie gleichwohl in die Mühle wollen: Am Freitag, 18. Januar, um 21 Uhr spielen dort die Kummerbuben. Oder Sie gehen ans erste Bejazz-Winterfestival in den Vidmarhallen.

Signora Pergoletti empfiehlt:
«Wenn wir uns treffen, dann gehen wir durch die Strassen und zünden Autos an» von Ariane von Graffenried und Dirk Vittinghoff, beide ihres Erachtens überaus interessante Persönlichkeiten. Diese Mischung klingt verheissungsvoll! Ab Samstag, 19. Januar, im Schalchthaus Theater.

Benedikt Sartorius empfiehlt:
Lapin Machin aus Paris, schon nur, um wieder einmal auf die wunderbaren Concerts à Emporter hinzuweisen. Die dilettantische Kartontruppe spielt anlässlich der samstäglichen Tour de Lorraine im Café Kairo auf. Aber obacht: Erscheinen Sie frühzeitig, Platzmangel droht.

Und zum Schluss: Fieps!

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2 Kommentare zu “Kulturbeutel 03/08”

  1. signora pergoletti sagt:

    Stahlberger und Band – nie davon gehört, werter Monsieur Gaberell. Aber so eine Entdeckung! Umwerfend! Die Texte sind absolut reizendst!

    Freiburgstrasse 111. Wo einst eine relativ bekannte Schweizer Theatergruppe gegründet wurde. Geht man doch glatt hin.

  2. Monsieur Gaberell sagt:

    Ja, werte Signora, die klingen in der Tat rechts amüsant, die Stahlbergers. Ich hoffe ich schaffs auch am Fritig, garantieren kann ich allerdings nichts.