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Science Fiction im 16. Jahrhundert

Frau Götti am Montag den 21. Mai 2007

Die Versuchung des Heiligen Antonius Was für ein stimmiger Auffahrtsausflug, nach Colmar ins Museum Unterlinden.

Denn dort steht der wunderbare Isenheimer Altar von Matthias Grünewald (1506-1515).

Es ist aus dem Staunen nicht herauszukommen, ich sage Ihnen. Dämonische Tiere, magisch bebartete Heilige, makaber verzerrte Gliedemassen, ohnmächtig werdende Jungfrauen – ein Surrealist wie Giger und ein Filmer wie David Lynch könnten den namenlosen Schrecken der Welt nicht besser darstellen.

Heute renn ich in die nächste Buchhandlung und kauf mir ein kunsthistorisches Buch zum Isenheimer Altar – um vielleicht erklärt zu kriegen, was in diesen Mensch genannt Günewald gefahren ist, dass er solches dargestellt hat.

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10 Kommentare zu “Science Fiction im 16. Jahrhundert”

  1. Frau Götti sagt:

    Das Museum selbst ist ein ehemaliges Kloster und schon selbst einen Besuch wert.

  2. David Linch sagt:

    Ich heisse eigentlich David Lynch, aber ist ja auch egal.

  3. Herr Perpignan sagt:

    da ich über Pfingsten eh in der Gegend bin, machen wir einen Ausflug nach Colmar.
    Merci beaucoup für den Hinweis.

    perpignan

  4. Val der Ama sagt:

    Und wenn Sie schon dort sind, dann leisten Sie sich ein Zimmer im Le Marechal. “Händel” ist super, “Bach” riesig und das Essen supi.

  5. Valérie sagt:

    Dieser Val der Ama mit seinem Hoteltipp oben ist übrigens Elfmetergott bei FC Rundes Leder, numeso.

  6. Frau Götti sagt:

    Nicht empfehlen in Colmar kann ich übrigens das La Maison des Têtes. Sehr heisse Zimmer und ziemlich überteuert. Le petit déjeuner pas inclus. Trés, trés français. Es dauert im edlen Salon de restaurant geschlagene eineinhalb Stunden, bis der erste Gang serviert wird. Man verbringt das Warten staunend über die Kellnerprozessionen mit Silbertabletts und einer contenance impéccable: Brust vor, Schultern zurück. Da lob ich mir die italienische gastliche Effizienz ohne Schnickschnack.

  7. signora pergoletti sagt:

    Recht habens, liebe Frau Götti! Überhaupt, die französische Küche…ein Fleisch-amuse-bouche, danach eine Fleischbouillion, dann ein Salat mit Fleischsauce, ein Fleischküchlein und dann Fleisch. Naja, mich als Italo braucht man da nicht lange zu fragen.

    Aber danke für den tollen Tipp!!

  8. Herr Perpignan sagt:

    encore merci pour l’information. J’en suis reconnaissant, Mesdames, Monsieurs.
    Soll ich Ihnen was mitbringen aus Colmar?

    gruss perpignan

  9. Frau Götti sagt:

    Herr Perpignan, ach ich fürchte, Sie werden nichts zum Mitbingen finden. Jetzt ist ja kein marchée de Krischtkindl. Mir dürften Sie allenfalls aber den linken innersten Altarflügel mitbringen, mit der Versuchung. Nein, stopp, will ja nicht zum Kunstklau anstiften…

  10. Herr Lich sagt:

    Ich kann Ihren Tipp nur bekräftigen, Frau Götti. Ich war schon dreimal dort und jedes mal wieder überwältigt. Es ist auch nicht weit bis nach Colmar, und wenn Sie schon dort sind, fahren Sie auch noch nach Strassburg, da gibt es auch viel zu sehen. Was die Beizen angeht plädiere ich eher für Einfachheit, z.B. im Djerba la Douce in Colmar 10 rue du Mouton, da singt der Kellner laut zu arabischer Hintergrundmusik, während er das Couscous serviert. In Strassburg empfehle ich die Trois Brasseurs. Am besten fährt man übrigens auf der elsässischen Weinstrasse mit dem Velo. Zur rechten Jahreszeit kann man dann und wann am Strassenrand etwas degustieren.