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Längmuur-Spielplatz in Gefahr

Daniel Gaberell am Mittwoch den 11. April 2007

Haben Sie Kinder? Oder waren Sie früher selber einmal Kind? Dann sagen Sie mir: was gibt es Schöneres als auf einem Berner Robinsonspielplatz den Nachmittag zu verbringen? Einer der beiden, der vor 34 Jahren gegründete Längmuur-Spili, soll künftig nicht mehr betreut werden damit die Stadt 90’000 Franken spart (hier der Artikel im heutigen Bund). Und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass wird das Ende dieser Oase sein. Mehrmals machte ich mit meiner Tochter schnell wieder Rechtsumkehrt wenn der Spili sich selbst überlassen war. Die Verwahrlosung hält schnell Einzug auf dem Längmuur.

Dieser Spielplatz braucht Betreuung, nicht nur wegen der drohenden Versiffung. Ich erinnere mich auch gerne zurück an die Zirkuswoche, an das Seifenkistenbauen, an den Laternenumzug und an die feinen Konfischnitten um halbvier.

Nein, nein. 90’000 Franken ist eine lächerliche Summe wenn man bedenkt, welche Auswirkungen das Fehlen des Längmuur-Spilis auf unsere Kinder haben wird.

Der Stadtrat soll sich bitteschön an den weltweiten Tourimusstrategien orientieren. Nicht ohne Grund versuchen diese seit Jahrzehnten, vor allem den Kindern viele bleibende Erlebnisse zu bieten. Denn die Kleinen sind ihre Zukunft und sie sind es, die dann Jahre später wieder mit Kind und Kegel an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren werden. Der Längmuur-Spielplatz ist ein kräftiges Argument für den Standort Bern, familientechnisch gesehen.

Hier können Sie die Petition herunter laden. Drucken Sie diese aus, setzen Sie anschliessend Ihre eigene Unterschrift darunter, dann läuten Sie bitte beim Nachbarn und reichen ihm die Petition weiter. Viel Zeit bleibt nicht, bereits am 26. April gilt es ernst.

Die Kinder werden es Ihnen danken.

Spili

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22 Kommentare zu “Längmuur-Spielplatz in Gefahr”

  1. Bermuda sagt:

    Auch ich Jg. 70 genoss als Kind den (von uns damals noch Robinsonspielplatz genannten) Spili! Meine Kids sind auch gerne dort obschon sie den näheren Schützenweg-Spili öfters aufsuchen! Unglaubliche 90 000.– wollen sie sparen – bei einem Budget von 1 Milliarde! Gebe sonst gerne dem Stadt- + Gemeinderat ein paar Tips wie man hundertfach 90 000.– sparen kann! Bevor bei den Kindern noch mehr gespart wird gibt es in jedem Bereich noch genug Möglichkeiten! Strassenunterhalt: z.B. Optingenstr., Schläflistr., Viktoriaplatz + Moserstr. – alle paar Jahre wieder ein paar neue Markierungen, Pföstchen und Parkplätze die gestrichen werden – und der neuste “Gäg”: Nummerierung von weissen Parkplätzen in der ganzen Stadt (fragt mal Leute aus dem Ausland ob in ihren Städten auch Parkplätze nummeriert werden)! Ja solche Probleme muss man haben aber dann Spielplätze und bald auch Grünanlagen die geschlossen werden!

  2. Besserwisser sagt:

    Es kommte der Lächerlichkeit gleich! Ähnlich dem BOGA, sind auch hier die Sparübungen meiner Meinung nach total fehl am Platz. Bermuda kommentierte bereits sehr schlau und liefert einige Vorschläge, wie das Sümmchen von 90’000 Franken locker, ganz, ganz locker, eingespart werden kann.

  3. Müller sagt:

    Die Kinderarbeit in der Stadt Bern leistet mit bescheidenen Mitteln Grosses. Dass nun gleich drei Institutionen in diesem Bereich (Längmuurspili, Ludotheken Monbijou und Lorraine) mit existenzbedrohenden Budgetkürzungen konfrontiert werden, ist für unsere Stadt beschämend. Wer Kinder hat, weiss, wie wichtig diese Angebote sind.

  4. signora pergoletti sagt:

    Ich verstehe auch die Argumentation nicht ganz, dass heutzutage viel weniger Familien mit Kindern in der Altstadt leben und es deshalb an diesem Ort keinen betreuten Spielplatz mehr braucht. Zumindest auf die Matte trifft das bestimmt nicht zu! Soweit ich weiss, sind auch die Klassen im Matteschulhaus wieder viel grösser, als noch vor ca. sieben Jahren.

  5. stimme aus dem quartier sagt:

    Ich selber bin auf dem Spielplatz Längmuur gross geworden, meine (im Quartier lebenden Söhne!) mitsamt ihren Freunden sind seit Jahren ebenfalls regelmässige Spielplatzbesucher.

    Was diesen Spielplatz so grossartig macht ist das Angebot, welches die Bedürfnisse vom Krabbelkind bis zum Teenager abdeckt. Ein wunderbarer Sandkasten, der Wasserturm mit Ziehbrunnen, das Mosaikbecken, welches im Sommer zum Baden gefüllt wird, die diversen Gefährte, die Hockeyarena im Winter, die Werkstatt, das Seifenkisten bauen aber nicht zuletzt auch der bespielbare Innenraum, der schon manche Mutter in regnerischen Tagen Abwechslung ins zu Hause sein gebracht hat.

    Wird nun damit agrumentiert, dass viele Kinder begleitet auf diesen Spielplatz kommen und deshalb keine Betreuung mehr notwendig ist, geht dabei die immense Arbeit die Toby, Tinu und all die Freiwilligen um sie herum mit viel Liebe in den Unterhalt des Längmuurs stecken, vergessen.
    Wird die Betreuung gestrichen, wird diesem Spielplatz die Seele genommen, er wird zwar noch bespielbar sein, doch kurzum nicht mehr bespielt werden, denn: Rutschbahn und Sandkasten ohne besondere Atmosphäre finden sich in jedem Quartier und die Kinder, welche über das Sandkastenalter rausgewachsen sind, werden sich dann wieder woanders vergnügen müssen und da das Angebot in jedem Quartier der Stadt für Kinder in diesem Alter eher dürftig ist, wird’s dann wohl „rumhängen“ und Fussball spielen auf dem Pausenplatz sein (es sei denn, ihre Mütter und Väter begleiten sie auf den anderen betreuten Aktivspielplatz dieser Stadt, der dann vielleicht auch bald ohne Betreuung sein wird, weil die Kinder eben betreut erscheinen…)

    Fakt ist: der Spili muss betreut bleiben, weil die Betreuuer für das Besondere auf dem Längmuur verantwortlich sind, das Besondere, welches diesen Spielplatz so anders macht und das viele Kinder betreut und unbetreut den langen Weg an die Aare machen lässt um ein paar kreative, verspielte Momente in dieser wundervollen Atmosphäre zu verbringen (die übrigens auch Eltern sehr zu schätzen wissen und deshalb oftmals auch einfach auf dem Spielplatz sind, um zu geniessen und nicht um zu betreuen!)

  6. Monsieur Gaberell sagt:

    Schön gesagt und auf den Punkt gebracht: wird die Betreuung gestrichen, wird diesem Spielplatz die Seele genommen.

    Hallo Stadtrat, aufwachen!

  7. signorino sagt:

    dann lieber die bären freilassen…

  8. Fred sagt:

    Der Schützenweg-Spili ist schon gut, aber wer im heissen Sommer die Wahl zwischen Längmuur und Schützenweg hat, der entscheidet sich ganz sicher für den Längmuur. Denn die sengende Hitze auf dem Schützenweg ist kaum auszuhalten während die Bäume auf dem Längmuur einen willkommenen Schattenspender sind.

    Sind zwei betreute Spielplätze für die Stadt Bern tatsächlich zu viel? Sind 90’000 Franken pro Jahr wirklich eine Diskussion wert? Wollen wir eine Liste zusammenstellen, bei welcher deutlich wird, welche vergleichbaren Beträge von der Stadt Bern jährlich für ganz andere Dinge ausgegeben werden? Braucht der Stadtrat tatsächlich einen solchen Augenöffner?

  9. Himmel über Bern sagt:

    Eine leide Geschichte. Ich kann nur aus Erfahrung sagen (Gurten – “Himmel über Bern”), dass es “nicht-quartierbezogene-Spielplätze” erst recht braucht. Es bringt Menschen zusammen, die sonst nie zusammenkommen würden. Wichtig ist ja gerade, dass die Erwachsenen mitdabei sind. Auch die müssen heute mitbetreut werden. Auf diesen Spielplätzen lernen Menschen, miteinander, ob gross oder klein, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Und vielleicht lernen die Erwachsenen sogar, den Kindern zuzuhören und mal Kinderregeln zu akzeptieren. Man lernt allerhand dabei.

    Ich schlage vor, dass die Stadträte – statt im Sandsteinhaus – auf so einem Spielplatz spielen gehen…

    Nebenbei ist der Längmuur verantwortlich dafür, dass es einen “Himmel über Bern” gibt. Auch ich bin auf dem Längmuur gross geworden und er ist bis heute mein unerreichtes Vorbild geblieben! Längmuur, du hast meine Solidarität und ich helfe wo ich kann. (Wir sammeln übrigens auf dem Gurten Unterschriften!…)

  10. DELFIN sagt:

    Als alleinerziehende und arbeitende Mutter eines Sohnes war ich sehr dankbar für eine Betreuung auf dem Längmuur Spili. Ich wusste die persönlichen Beziehungen meines Sohnes zum damaligen Betreuerteam sehr zu schätzen. Ich war beruhigt, wenn ich am Arbeiten war und mein Kind gut aufgehoben war.
    Beziehungen geben Selbstvertrauen, erlauben kreatives Spiel und Arbeiten, beugen Gewalt vor und ermöglichen Integration.

  11. Mut am runden Tisch sagt:

    Das darf doch nicht wahr sein!
    Dachte ich, als ich hörte, dass das Jugendamt der Stadt Bern die Betreuung des Längmuur Spilis einsparen will auf Ende dieses Jahres!
    Sofort habe ich mich umgehört und habe Ihnen hier eine Idee zum Einsparen von Finanzen!
    Liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte
    Haben Sie den Mut und erhöhen Sie die Altersgrenze bei der Pensionierung für Ihre Verwaltungsangestellten der Stadt.
    Zur Erinnerung: das Pensionsalter bei den Angestellten der Stadt Bern ist 63 Jahre!
    Das wäre ein echter Sparbeitrag! Und würde auch einen tollen Betrag ausmachen, statt Spielplatzbetreuung zu streichen, was ein kleinster Tropfen auf einen heissen Stein ist!

  12. Christoph Flückiger sagt:

    Na, na das sind ja wieder Nachrichten… Eigentlich erstaunlich bei einer rot-grünen Obrigkeit. Wie ich das meinem sechsjährigen Sohn erklären soll? Wohl in dem ich ihm die direkte Demokratie erläutere und ihn danach Frage, ob er die amtierenden Stadträte wieder wählen würde.

  13. Phipu sagt:

    Als früherer Praktikant auf dem Spielplatz bin ich entsetzt, enttäuscht un geschockt! Wie um himmels willen kommt man auf so eine %ç*”*%/> Idee, dem Längmuurspielplatz die Betreuung und somit, wie vorher erwähnt, die Seele zu nehmen? Dies kann meines Erachtens nur der Entscheid einer kinderlosen Bürokratie sein! Man reklamiert jeden Tag über die Kinder, welche ihre Freizeit vor dem TV oder der Playstation verbringen und gleichzeitig nimmt man ihnen ein so wundervolles und geiniales Draussen- und Freizeitangebot! Das verstehe ich beim besten willen nicht! Gehe ich mit einer Tagesschule auf den Längmuur, blühen die Kinder förmlich auf!

    Liebe Stadtratfreunde, hebt euch aus euren 425 Fränkigen Stockestühlen, klappt euren 4200 Fränkigen Vaio Laptop zu, verlasst die im monat 3000 Franken kostenden muffigen Büroräume, zündet eine 30 Rappen teure Zigarette an, spaziert gemütlich durch die UV-bestrahlte Welt und besucht diesen wundervollen, wertvollen mit liebe gemachten, persönlichen Ort, bei welchem ihr entspannte und erfreute Gesichter fröhlicher Eltern und kinder beobachten könnt. Der Spielplatz Längmuur!!
    ein Student der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern, und ein Freund!

  14. Wisser sagt:

    wird der spili betreut, haben wir dort bald einen platz für obdachlose und junge biertrinkende kiffer…..nicht das die keinen platz verdient hätten, doch dann wird der spielplatz blad nicht mehr von mütter, väter und kindern besucht!
    Lasst Tinu, Tobi und alle anderen diesen Plaz weiterhin mit diesem Charme und Liebe so schön halten……..

  15. wisser sagt:

    ich meine natürlich, wenn der spili NICHT mehr betreut wird……

  16. perpignan sagt:

    Mehrmals machte ich mit meiner Tochter schnell wieder Rechtsumkehrt wenn der Spili sich selbst überlassen war finde ich ein bisserl zu pathetisch. Weil nicht zum ersten Mal war ich letztes Wochenende spielen mit Kollegin Lara. Und ich habe keine Bedrohung wahrnehmen können.
    Dass der Spielplatz bleibt und die Stadt diesen unterstützt ist sonnenklar. Sonst könnte dem perpignan noch einfallen die Steuern nicht mehr zu bezahlen.

    jawoll

  17. Zaubermann sagt:

    Haben sich die Verantwortlichen schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Wichtig solche betreute Spielangebote heute sind? Die Kid`s erleben dort in einem offenen Rahmen das gemeinsame Spiel im Freizeitbereich. Und das ist eben nicht dasselbe wie in der Schule wo die Leistung im Vordergrund steht. Gerade heute wo die Gewalt unter Kid`s in aller Munde ist sind solche Angebote eine Investition in die Zukunft. Beim Längmuur Spili sind Profis am Werk! Profis, die gerade auch, weil sie Männer sind, den Jungs auch mal eine andere Facette von Männlichkeit aufzeigen können. Gerade für Jungen in der Unterstufe fehlen oft solche männlichen Vorbilder. In der Schule, den Kitas und oft auch zuhause sind die Männer meist abwesend!!! Der Längmuur Spili ist der einzige betreute Spielplatz in der Stadt Bern der durch ein reines Männerteam geführt wird. Allein dies ist schon unterstützungswürdig. Längmuur muss bleiben!!!!!

  18. So was von Kurzsichtig… die Glücklichkeit im Leben sollen die Kinder doch später selber kaufen – oder was? Jedes Erlebnis der Kinder – in der Stadt eben vor allem auf unseren Erlebnis-Spielplätzen ist eine der Grundlagen im späteren Leben, um eigene Ressourcen zu entdecken und Selbssicherheit und Zufriedenheit zu erlangen.
    Edi Modespacher, Sozialpädagoge HFS
    http://www.moemusic.ch

  19. Nina und Vera sagt:

    Als wir noch jünger waren ( vor 15-vor ca.7 Jahren) haben wir sehr viel Zeit auf dem Längmuur-Spili verbracht, er war wie unser 2. Zuhause. Oft gingen wir direkt nach der Schule/Kindergarten auf den Spili, um dort unsere Freundinnen zu treffen und zu spielen.
    Es wurde uns nie langweilig. Der Spili bietet so viele unterschiedliche Aktivitäten für jeden Geschmack. Sogar bei schlechtem Wetter kann man sich dort in der Baracke vergnügen. Noch immer hängen wir am Längmuur und helfen bei jedem Sonderanlass freiwillig und gerne mit.
    Wir sind jetzt leider aus dem Spili-Alter rausgewachsen, doch wir sehen noch immer, wie unsere kleinen Nachbaren (Altenberg) mit Begeisterung ihre Eltern fragen, ob sie auf den Spili gehen können. Bei solch einer Institution darf einfach nicht gespart werden!!! Geld in den Längmuur-Spili zu investieren ist sicherlich kein Fehler! Vielen Kindern wird damit ein Platz geschaffen, wo sie ihre Freizeit verbringen können. Ich glaube unsere Eltern waren auch oft sehr froh um die Betreuung die dort geleistet wurde/wird. Dies sollte wirklich nicht geändert werden.
    Wohl bemerkt: wir haben früher in der Altstadt gewohnt und kamen trotzdem jeden Nachmittag auf den Spili.
    Auf dem Längmuur haben wir Freunde kennengelernt, mit denen wir heute noch gut befreundet sind! Auch die Teammitglieder wachsen allen Kindern schnell ans Herz und werden auch zu wichtigen Bezugspersonen. Bei uns war das auf jeden Fall so. Und es ist eigentlich immer noch so!
    Wie soll es beispielsweise mit dem Zvieri funktionieren, wenn der Spili nicht mehr betreut ist???
    Zum Schluss: Wir wären sehr traurig, wenn der Spili in seiner heutigen Form nicht mehr bestehen würde. Wir hoffen doch schwer, dass unsere Kinder (wenn wir mal welche haben) auch auf dem Spili spielen können, ihren Spass haben werden und von einem stets freundlichen und aufmerksamen Team empfangen werden!!!!!!!!!!!!

  20. Marie-Louise sagt:

    Wo werden schon Kinder ernst genommen,
    wo haben grosse Freundschaften begonnen,

    Wo kann man lachen, spielen und schrein,
    wo kann man einfach sich selber sein,

    Wo lernt man Dinge, die man nie mehr vergisst,
    wo hat man Erfahrungen, die man nicht will gemisst,

    Wo trifft man den Osterhasen, den Schmutzli und den Samichlaus,
    wo will man einfach nicht mehr nach Haus,

    Wo wird sich gekümmert ob Regen, ob Schnee,
    wo gibt es um vier ein Gläslein Tee,

    Die Antwort ist einfach und logisch zu gleich,
    der betreute Spielplatz-Längmuur, er soll bleiben, machet kein Seich!

  21. Felice sagt:

    Früher als ich noch kleiner war( schon vor über 10 Jahren), gingen meine Schwester und unsere Freunde jeden Tag auf den Spili. Da der Montesori Kindergarten gerade in der Nähe ist, waren wir schon im Kindergarten Alter dort um zu spielen. Der Spili lebte und war ein sehr belibter Ort um sich zu treffen, ein Schwätzchen zu halten, oder einfach die schöne Atmosphäre zu geniessen. Die Eltern wussten/wissen ihre Kinder gut behütet auf dem Spili. Noch heute hege ich grosse Sympathie für den Spielplatz Längmuur und helfe gerne bei freiwilligen Arbeiten mit z.B das Seifenkistenrennen (wo wir auch dieses Jahr wieder mithelfen), die Chilbi und bis vor ca. 2 Jahren auch in der Zirkuswoche als Gruppenleiterin mit meiner Schwester und ihrer Kollegin. Wir hatten immer sehr grossen an all diesen Aufgaben.
    Meine Mutter war auch viele Jahre im Vorstand des Spielplatz Längmuur. Das Spili-Team wurde/wird von den Kindern sehr gerne gemocht. Wir hatten sehr viele schöne Momente auf dem Spili, wieso soll das für die nachkommende Generation der Umgebung nicht auch so sein? Ich verstehe nicht, dass mann am Wohl der Kinder sparen muss, wo doch der Spili so viele Möglichkeiten bietet die Kinder zu erfreuen.
    Ich hoffe das möglichst viele Leute die Pedition unterschreiben (was ich auch schon getan habe!) und das so noch etwas für den Spili getan werden kann…

    Ich bin auch dafür, der Längmuur muss bleiben!!!

  22. daperuz sagt:

    Wahrlich ein jämmerlicher Vorschlag, den Spielplatzbetrieb im Längmuur einzustellen, eine typische Schreibtischtat, abstrakt, kleinlich und kurzsichtig.

    Und dies weil der Längmuur nicht im Quartier verankert sei. Quartier? Vom Altenberg bis zur Matte, von der Lorraine zum Obstberg reicht das Einzugsgebiet des Längmuur. Und noch viel weiter. Bis nach Aarberg, zum Beispiel, wo in den letzten Jahren ein Kinderzirkus nur darum stattfinden konnte, weil es den Längmuur mit den Betreuern, dem Know-how und dem Material gibt. Oder es gibt im Längmuur Workshops, das Seifenkistenrennen, den Kinderzirkus, die Chilbi. Alles Aktivitäten, die nicht einfach mit dem täglichen Betrieb zusammenfallen, aber die es ohne diesen so nicht geben könnte. Den Betrieb streichen, das heisst auch alle diese Vernetzungen streichen und überhaupt gleich den ganzen Spielplatz schliessen.

    Und was will man damit erreichen? Einsparungen von 90’000 CHF. Ja, hallo?! Das muss sich einmal vergegenwärtigen: 23 Millionen will der Gemeinderat einsparen, 5,4 Millionen in der Direktion für Bildung, Sport und Soziales. Wie viele Spielplätze wie dem Längmuur müsste man da streichen, um die 5,4 Mio. einzusparen? Gut 60 Stück. Und 255 Stück, um auf die 23 Mio. zu kommen.

    Oder anders: 5,6 Millionen hat der Gemeinderat beantragt für die Euro 08, d.h. für 3 Mal 90 Minuten Fussball. Würde man das in den Spielplatzbetrieb investieren, dann könnte man den Längmuur 57 Jahre lang betreiben, mehrere Generationen lang.

    Das alles ist nicht schwer zu sehen. Bloss vom Schreibtisch aus schon. Schreibtischtäter haben kein Gewissen. Sie schauen sich Zahlen an, streichen und schicken ein E-Mail und hoffen, niemand sagt was.

    Aber hier muss man einschreiten, mit Entschiedenheit, und NEIN sagen.