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Lichtspiel

Daniel Gaberell am Montag den 19. Februar 2007

Bern ist eine Kinostadt. Wer sich an einem Samstag- oder Montagabend um Halbelf einen Weg durch die Menschenmassen rund um den Bubenbergplatz bahnen will, wird dieser Behauptung unweigerlich beipflichten.

LichtspielKiinoEtwas weniger massig aber nicht minder kinomässig geht es jeweils an der Bahnstrasse 21 im Lichtspiel zu und her. In einem ehemaligen Chocolat Tobler Fabrikgebäude in Bern werden seit dem Sommer 2000 kinematographische Schätze geborgen und längst vergessene Filme auf die Leinwand zurückgeholt. Die Bar und die alte Kinobestuhlung stehen in Mitten dieser Trouvaillen (unzähligen Projektoren, Filmrollen, Gestellen mit technischen Geräten) und auch ganz wunderschön ist der dreistufige Klang des ebenfalls vergessenen Gongs, der viele Jahre lang unserem Gehör die Assoziation «Kino» akustisch näher brachte.

Zum Beispiel heute Abend: gezeigt werden Kurzfilme aus den Anfängen des Filmkurses der Schule für Gestaltung.

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6 Kommentare zu “Lichtspiel”

  1. Herr Gnos sagt:

    ich muss gestehen, lieber monsieur gaberell, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, endlich einmal ins lichtspiel zu gehen. das muss so rasch wie möglich geändert werden! zum beispiel nächsten montag. gibt es da draussen jemanden, der mich begleiten würde? auf meine kosten, natürlich…

  2. killerbiene sagt:

    Ok, ich hatte sie zu früh gebauchpinselt, Herr Gnos. Sie kennen das Lichtspiel nicht? Tut mir leid, das ist eines der grössten Versäumnisse, die man der Berner Kultur antun kann… also wirklich…

  3. Herr Gnos sagt:

    darf ich das als angebot nehmen, mich am nächsten montag zu begleiten, wenn ich mich aufmache, diese lücke zu schliessen, liebe killerbiene?

  4. killerbiene sagt:

    Schön wär’s. Aber ich weile da schon weit weg, mit den Füssen in den Sand und den Blick in die Sonne gerichtet…

    Flüsterton: passiver attacker! Jetzt bitte schnell ein Ferienbildli…

  5. Monsieur Gaberell sagt:

    Der Abend gestern war ein guter Abend. Gezeigt wurden zwei berner Zeitdokumente: Lebensgefühl am Klösterlistutz und in der Felsenburg (Freaks, Secondos, Künstler) und die bewegte Geschichte des Kaiserhauses an der Marktgasse. Unter den Kinogästen befand sich nicht nur Herr Kaiser himself, es war zudem auch ein Klassentreffen der damaligen Schülern des ersten Filmkurses (und des Kaiser-Films).
    Doch, doch, auch der Gong läutete…

  6. oger sagt:

    ich möchte hier auch auf die sonntäglichen leckerbissen hinweisen, welche je nach jahreszeit um sieben oder acht beginnen.
    gezeigt werden trouvaillen aus dem reichhaltigen archiv.