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Kunst als Freiheit

Frau Götti am Mittwoch den 14. Februar 2007

Die Bedingungen waren ja eher schwierig für diese Vernissage: Strömender Regen, hundskommuner Mittwochabend, Werbung nur über einige E-Mails.

Da muss es schon am Thema und an der Faszination von Bildern liegen, dass über 100 Leute den Weg an die Herrengasse in die Galerie Artdirekt fanden, zur Ausstellung “Zeige deine Wunde – befreiende Kunst” mit Bildern von Psychiatrieerfahrenen. Aber schauen Sie selbst:


(Bon Bon Desiderio stellte zum ersten Mal aus und verkaufte gleichentags ihr erstes Bild, und dann gleich an ein Museum: jenes links oben, Sonntagsspaziergang mit Mamma im Park.)

Eindrücklich die Vielfalt der Themen, von Trauer und Tod bis zu Lachen und Licht, eindrücklich die Vielfalt der Stile und Techniken, von Farbstift, über Kohle und Kreide bis hin zu Öl und Gouache.

Weiterer Ausstellungsort ist das Psychiatrie-Museum Bern, wo Bilder schon seit Ende Januar zu sehen sind, mit zum Programm gehören Filme und Konzerte zum Thema.

Bern ist die letzte Station der Wanderausstellung, die in fast 40 Städten in Deutschland zu sehen war. Die 123 Werke wurden ausgewählt von unter anderem Christopf Schlingensief als Jury-Mitglied.

Sie dürfen zufrieden sein: Galerist Giovanni A. Schumacher (r.) mit Künstlerin Bon Bon Desiderio und Künstler Philippe Saxer (l.)

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20 Kommentare zu “Kunst als Freiheit”

  1. Frau Götti sagt:

    Nein, Herr Gnos, ich bin kein Vernissagen-Tussi, aber die hier hat sich gelohnt.

  2. Fearless Freak sagt:

    Apropos “Psychiatrieerfahrene”: Man lese nur mal das Bekenntnis von Pierre Rivière (in “Der Fall Rivière”, hrsg. von Michel Foucault), den armen “Woyzeck” von Büchner (mitsamt dem Clarus-Gutachten zum historischen Woyzeck) oder “Matto regiert”. Auch ansehen: den Trailer zum Film “The Devil & Daniel Johnston” hier:, den ganzen Film gibts mitsamt Albert Kuhn in der Cinématte am 28. März.

  3. Fearless Freak sagt:

    Sorry F5, hier noch ein Artikel zum Februar-Musikfilm in der Cinématte:

    Bedankt!

  4. JBIII sagt:

    Nein, Herr Gnos, ich bin kein Vernissagen-Tussi

    Wenn der geliebte Herr Gnos Ihnen noch einmal ein Vernissagen-Tussi nennt, wird er was erleben, Frau Götti.

  5. Frau Götti sagt:

    Ganz entzückend, Menheer, herzlichen Dank. Aber Herr Gnos ist ein ganz ein Lieber und würde mich sicher nie Vernissagen-Tussi nennen. Oder?

  6. JBIII sagt:

    Aber Herr Gnos ist ein ganz ein Lieber

    Bis jetzt, Frau Götti, bis jetzt …

  7. Herr Gnos sagt:

    nie im leben käme ich darauf, sie ein vernissage-tussi zu nennen, frau götti! als solche bezeichne ich ersten grundsätzlich nur männer. und zweitens kann ein so bezeichneter eben gerade nicht unterscheiden zwischen lohnenswerten und anderen vernissagen. (eine fähigkeit, die sie, frau götti, spätestens hiermit bewiesen haben.)

  8. maria sagt:

    ja ich fand die ausstellung wunderbar – schade das die bilder aus deutschland schon verkauft sind – auch v.bovet eine wunderbare endteckung.

  9. niklaus sagt:

    ja super ausstellung. lohnt sich hinzuschauen! danke göti für den hinweis

  10. herr lüdi sagt:

    sehr geehrte frau götti,

    wie komme ich zu der galerie , haben sie eine webadresse oder eine wegbeschreibung?
    vielen dank

    lüdi

  11. Frau Götti sagt:

    @Herr/Frau Lüdi: Entschuldigen Sie, ich hatte den Link vergessen. Ist nachgeholt oder hier, Herrengasse 4 (beim Münsterplatz)

  12. signora pergoletti sagt:

    Mist, jetzt habe ich die Vernissage verpasst (ich bin nämlich schon ein bisschen ein Vernissagen-Tussi). Aber danke, Frau Götti, dass Sie auf die Ausstellung hinweisen. Dann heisst es jetzt wiedereinmal Giovanni besuchen.

  13. Herr Gnos sagt:

    sie, frau pergoletti, ein vernissage-tussi? jedenfalls nie und nimmer laut meiner definition.

  14. passiver attacker sagt:

    endlich ein tussiblogg!
    viel spass und angeregte gespräche wünsch ich ihnen heute in der reitschule, werte signora!

  15. signora pergoletti sagt:

    stimmt, werter herr gnos, ich unterscheide schon.

    eine vernissagen-tussi bin ich in dem sinne, dass es mir manchmal tatsächlich mehr spass macht, an eine vernissage, als an ein dub-quest zu gehen, um leute zu treffen. wer an eine vernissage geht, um leute zu treffen, ist eine vernissagen-tussi. in dem sinne…

    das “freie szene”-fest heute abend fand ich super! natürlich wird es wieder heissen: “warum hat man für so etwas soviel geld ausgegeben!” aber ich fand es gut, hat man mal ein bisschen auf den putz gehauen!

    und messi herr passiver attacker! bei der eröffnung des ich-bin-kein-guter-mensch-jedenfalls-nicht-in-erster-linie-blogs werde ich sie zu rate ziehen. oder auch sonst mal.

  16. ch-bin-kein-guter-mensch-jedenfalls-nicht-in-erster-linie-passiver attacker sagt:

    “natürlich wird es wieder heissen: “warum hat man für so etwas soviel geld ausgegeben!””
    naja ob das den kohl feisster macht?
    und: ich verstehen garnicht, was sie alle gegen tussis haben, bin nämlech auch eins (vorallem im winter).

  17. signora pergoletti sagt:

    also das mit dem winter verstehe ich jetzt nicht.

  18. ich-bin-kein-guter-mensch-jedenfalls-nicht-in-erster-linie-passiver attacker sagt:

    wenn’s draussen kalt ist, bin ich lieber an heissen tussiveranstaltungen herinnen als eben draussen.

  19. claudi sagt:

    hallo zusammen,
    bis wann ist die ausstellung bei giovanni zu sehen? ich finde er macht tolle sachen.
    gruss aus der provinz

  20. signora pergoletti sagt:

    Bis zum 3. März. Wenn Sie auf das blau geschriebene “Galerie Artdirekt” klicken, werden Sie direkt weitergeleitet.

    Gruss vom Blog