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Das Ende der Kultur

Manuel Gnos am Freitag den 9. Juni 2006

Das Ende der Kultur.Nun denn, liebe Leute ennet der Standleitungen. Jetzt dauert es noch 30 Minuten und dann ist das Ende der Kultur besiegelt.

Mit dem Anpfiff des WM-Eröffungspiels zwischen Gastgeber Deutschland und Costa Rica gehen die Berner Kulturlokale (inklusive Bierhübeli, Reitschule oder Café Kairo) dazu über, Fussball zur Kultur zu erheben und auf Grossleinwänden und Röhrenbildschirmen stramme Waden in elastischen Stulpen zu zeigen.

Es sei hier von unserer Seite aber versprochen, dass wir uns auch in diesen kulturlosen Zeiten auf die Suche machen nach den letzten Rosinen im grünen Gras (oder so).

Wir halten Sie also auf dem Laufenden, liebe Leserinnen und Leser. Denn die Kultur wird auferstehen – spätestens, wenn der WM-Überdosis-Kater ausgeschlafen ist. So long!

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4 Kommentare zu “Das Ende der Kultur”

  1. lizamazo sagt:

    achwas! wenn sie wüssten, was für illustre menschen in fussball vernarrt waren. ich zum beispiel habe das shirt von dimitri schostakovitsch: bei http://www.philosophyfootball.com können sie sich für die nächsten wochen den patron ihres vertrauens überzeihen.
    und ja, da ich hier etwas ins schwitzen gerate vom vielen tanzen und weil jetzt womöglich auch noch meine kinder angefixt werden könnten, wie der letzt beitrag von frau wehren fürchten macht, möchte ich euch besonders folgenden ans herz legen.
    schönen dank und fiderluege!

  2. Frau Wehren sagt:

    da ist was dran. mit dem ballett verhält es sich ja ähnlich wie mit den schostakovitschs. aber was ich immer nicht verstehe: wieso auf dem grünen rasen die stars immer die «tänzer» sind und mitunter alle zusammen einen «schwanensee» vollführen oder zumindest um den ball «tänzeln». vielleicht können sie, lizamazo, mir diese affinität der verehrten sportredaktoren erklären?

  3. lizamazo sagt:

    liebe frau wehren, drehen sie mir bitte nicht noch das messer in der wunde: ich kann nicht tanzen und ebensowenig fussballen. trösten sie sich evtl. mit der vermutung, dass wohl jedeR schurni so affinitäten bzw. sensibilitäten hat. sie z.b. schreiben dauernd übers tanzen und deshalb wohl stösst es ihnen schal auf, wenn die plebeier von der grasnarbe etwas von ihrem vocabulaire borgen möchten.

  4. Frau Wehren sagt:

    och, ich bin bloss bei ihrem gedanken über die unterschiede hängen geblieben und dachte mir, dass da auch gewisse parallelen auszumachen sind. aber für derart fragen ist ja sowieso dieses gigantische wm-begleitungs-kulturprogramm zuständig und man kann sich das überlegen sparen, sie haben recht.