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Viel Platz auf dem Platz

Frau Götti am Dienstag den 25. April 2006

Rauhausplatz, Sonntag, 15:37 Wie lieben wir doch den Platz vor unserem Parlament – diese Ruhe, diese Besinnlichkeit, diese Erhabenheit. Nur dann und wann durchbricht das Klicken eines japanischen Fotoapparats die Stille. Schön ist auch, dass das Café auf dem Platz nie geöffnet ist: So ist unsere Andacht nicht gestört. Und niemand stolpert über Kinder.

Bundesplatz, Sonntag, 16:00 Uhr Wahrlich, welch wohltuender Konstrast zu nebenstehendem Platz, auch dies einer vor einem Parlament. Lärm von johlenden Kindern, kreischenden Touristen, plappernden Teenagern. Schmutzig, nass der Boden. Wie soll man da in sich gehen können? Wie kann man dies den Herren und Frauen Parlamentariern zumuten?

Und die absolute Höhe: Nicht unser Rathausplatz, sondern dieser Ort wurde mit einem Preis ausgezeichnet in Amerika drüben bei den Architekten!

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15 Kommentare zu “Viel Platz auf dem Platz”

  1. passiver attacker sagt:

    die amis haben eben eine herz für schreiende kinder, denken sie nur an Mc Donalds oder Disneyland…

  2. Frau Götti sagt:

    Womit wieder mal bewiesen wäre, wie unandächtig doch diese Amis sind, und schmutzig sind sie auch. Und kulturlos.

  3. passiver attacker sagt:

    aber aber frau götti, wir wollen doch nicht in die antiami-kerbe hauen, wollen wir?

  4. Frau Götti sagt:

    Sie haben recht, aber es hat auch wieder einmal gut getan. Wenn uns irgendwelche dahergelaufenen Schreihälse unsere schöne stille Stadt versauen.

  5. M-Budget sagt:

    mir fällt immer wieder auf, wie tot und/oder ohne charme die plätze berns sind: bubenbergplatz, breitenrainplatz, rathausplatz, casinoplatz, waisenhausplatz. insbesondere, wenn ich aus den ferien zurückkehre: bordeaux, barcelona, jerez de la frontera. ob das bloss die ferienstimmung ist?

  6. Frau Götti sagt:

    Man muss sie beleben, die Plätze, und dazu reicht offenbar schon ein bisschen Wasser, wie auf dem Bundesplatz, oder eine Beiz. Und ein paar Touris, welche die BernerInnen ein bisschen aufrütteln.

  7. magenta sagt:

    Was ist überhaupt aus den guten alten Bänkli und Bäumli geworden? Sind die völlig “out”?

  8. M-Budget sagt:

    bäumli gibts auf dem bubenbergplatz zur genüge. trotzdem lebt der nicht. ausser man würde tramgequietsche als lebenszeichen verstehen. ausserdem: bäumli sind zwar hübsch, aber zu viele davon versperren den weitblick. und davon könnte es in bern noch ein wenig mehr geben. deshalb: nein zum baldachin!

  9. M-Budget sagt:

    übrigens, charme würde würde mir schon reichen. ich brauch nicht unbedingt bundesplätze mit tausenden von weinenden yb-fans drauf…

  10. Frau Götti sagt:

    Jetzt sind Sie aber gemein. Weinen gehört schliesslich auch zum Leben. Und in diesem Fall wars ja auch wirklich abgebracht. Ich sage: Lieber weinende Leute als gar keine Leute.

  11. Noz sagt:

    Lieber weinende Leute als gar keine Leute.

    Das haben Sie jetzt sehr schön gesagt, Frau Götti.

    Der schönste Platz in Bern ist übrigens natürlich der Europaplatz. Diese Ruhe! Dieser Weitblick!

  12. Frau Götti sagt:

    Gewissermassen sinnbildlich für die Europapolitik hierzulande, ist man geneigt zu sagen – aber wir wollen ja nicht noch ins Politisieren kommen.

  13. passiver attacker sagt:

    “Lieber weinende Leute als gar keine Leute.”
    sie haben absolut recht frau götti! ausserdem waren da ja auch lachende sionfans auf dem bundesplatz; freud und leid so dicht beisammen, wenn das nicht das leben ist!

  14. Frau Götti sagt:

    Ich möchte betonen, dass die Sion-Fans eher gegrölt haben, denn gelacht, wenn sie überhaupt noch da waren. Finde aber, dass diese Diskussion an dieser Stelle abgebrochen werden muss, da 1. wir nicht Das runde Leder sind und 2. mit Baslern schwierig über den Cupfinal und Fussball im Allgemeinen zu reden ist. Sprechen wir doch lieber wieder über fröhliche Kinder oder so.

  15. Scotch sagt:

    Falls sie es noch nie getan haben: schauene sie die Figuren der Rathaustreppe mal genauer an! Sie werden staunen…