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Der Fluch der Autoritätsgläubigkeit

Hugo Stamm am Donnerstag den 1. März 2007

Die Wertvorstellungen der meisten traditionsreichen Glaubenssysteme und Religionsgemeinschaften basieren auf dem Fundament von Angst, Sünde, Busse und Sühne. Diese Säulen des abendländischen Denkens fussen auf einem alten, meines Erachtens überholten Weltbild, das den Menschen nicht als selbstbestimmtes, geistig autonomes Individuum sieht, sondern ihm die Rolle des angepassten oder unterwürfigen Wesens zuweist.

Zur Zeit der Entstehung der Weltreligionen war die Ohnmacht das dominierende Lebensgefühl. Einfache Infektionen konnten den Tod bedeuten, die Kindersterblichkeit war hoch, Dürreperioden oder Überschwemmungen führten zu Hunger und Unterernährung. Kurz: Die Menschen waren vielfältigen Bedrohungen hilflos ausgeliefert, was die Entwicklung zum selbstbewussten, geistig unabhängigen Individuum verunmöglichte. Da ist es verständlich, dass sich ein deterministisches Weltbild entwickelte.

Das Gefühl der Ohnmacht prägte also das Bewusstsein der Menschen im Altertum. Und dieses Bewusstsein floss in die metaphysischen Vorstellungen ein. Da das Individuum dem „Schicksal“ ausgeliefert war, erhoffte es sich Hilfe von Geistern und Göttern. Die Menschen mussten diese gnädig stimmen. Sie griffen zum Mittel des Opfers. Es wurden Lebensmittel geopfert, Tiere auf dem Altar geschlachtet, und manchmal Menschen dargebracht. Auf dass sich die (angeblich) zürnenden Götter besänftigen liessen. Und davon absahen, Seuchen, Krankheiten und Hungersnöte zu schicken.

Es überrascht deshalb nicht, dass die Idee von Schuld und Sühne auch in die Heilsvorstellung der christlichen Lehre eingeflossen ist. Die Christen tun Busse, leisten Sühne, hoffen auf die Gnade und am jüngsten Tag auf die Erlösung. Die Mitglieder von Opus Dei, also die „Superchristen“ und Lieblingskinder des Vatikans -, kasteien sich auch heute noch körperlich, um zusätzliche Bonuspunkte für das Himmelsticket zu sammeln.

Judentum und Islam kennen ebenfalls das „Opfersystem“ von Schuld und Sühne.

Selbst der Hinduismus, der ein komplett anderes Heilsverständnis mit unzähligen Göttern kennt, ist vom dominierenden Gefühl Existenzangst geprägt. Hindus sind die Meister der Opfer. Und Hindus müssen mit einer Art Busse die karmische Belastung tilgen und das Schicksal ergeben erleiden, um im nächsten Leben aufsteigen zu können.

Dass im Altertum das Angst-Schuld-Sühne-Syndrom das vorherrschende Lebensgefühl war, ist nachvollziehbar. Es ist aber eine Tragödie, dass dieses Prinzip auch heute noch eine grosse Relevanz besitzt.. Wieso konnte es sich bei uns über die Jahrhunderte – trotz Aufklärung, Bildung und Emanzipation – halten?

Einer der Hauptgründe ist das Machtgebaren des Klerus im Mittelalter. Die Gründung einer Kirche mit einer klaren hierarchischen Struktur und die Bildung einer klerikalen Elite begründete ein neues Abhängigkeitsverhältnis. Das Gefühl der Ohnmacht und Abhängigkeit wurde trotz der Heilserwartung nicht abgebaut, sondern von den Göttern auf die Priester verlagert.

Diese nutzten Angst und Autoritätsgläubigkeit der Menschen, um ihre Macht zu missbrauchen. Und sie bestimmten über Sein oder Nichtsein (im Himmel und teilweise auf der Erde). Es gab die Absolution, mit der man (vermeintlich) das Himmelreich erkaufen konnte, Ketzer landeten durch die Inquisition auf dem Scheiterhaufen und viele Geistliche knechteten das Volk, dem es verboten war, die Bibel zu lesen. Dadurch provozierten sie die Reformation.

Das Bewusstsein von Ohnmacht und Angst bestimmt immer noch das Lebensgefühl vieler Menschen. Es hat sich über die Jahrhunderte erhalten, und vergiftet unsere Seele heute noch. Diese Autoritätsgläubigkeit untergräbt den Drang nach Freiheit. Da helfen auch Bildung und Wissen wenig, weil wir uns nicht getrauen, die Erkenntnisse umzusetzen. Wir leben verstandesmässig in der Moderne, unsere Seele hinkt aber hinterher und kann sich vom Relikt „Schuld und Sühne“ nicht befreien. Geistige Emanzipation wäre ein Gegengift. Streuen wir dieses also grosszügig in unserer Umgebung aus.

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180 Kommentare zu “Der Fluch der Autoritätsgläubigkeit”

  1. elephant ist the rüsseltier of the world sagt:

    and woman still is the nigger of the world

    soll ich auch noch die contra-plakate von 1971 hervorzaubern, damit alle wissen, dass immer noch jeden tag achter märz ist??

  2. der elefant kommt nicht zur ruhe sagt:

    netalex

    ich muss nur schnell was essen, dann gebe ich dir christliche werte und rettung der welt.

    ausser, ich entscheide mich kurzfristig anders und ziehe mir lieber ein paar drogen und einen schön glitschigen porno rein.

    dann halt erst nach dem porno. das macht dir doch nichts aus, oder?

  3. Moria sagt:

    Effekthascher

    ohne gehascht zu haben, schafft man/frau es nicht Deinen angesprochenen Link zu lesen!

    Mama-mia – Marianische Liga – da ziehe ich die Champions-Liga vor! Vor lauter
    Katechesen, Satzungen, Ziele, Kontakte, Moralische Verturteilungen etc. etc. fragt man alsdann, wo ist denn dort das Christentum geblieben?

    NETALEX (ungut – reimt sich auf Sex…!!)
    Sie sprechen ständig das Glück an! Was ist das eigentlich?
    Entweder eine blosse Redensart, für das was ANDERER erreichen.
    Als Gott nämlich wegen einer Masse Menschen, die aus sich selbst nichts machen konnte, in Verlegenheit war, da schuf er das Glück…..
    Sie jagen das Glück und schiessen dabei nur Böcke – schade!

  4. Sag ich doch sagt:

    Alles Hullyguns hier.

  5. Effekthascher sagt:

    Moria
    Du scheint es doch geschafft zu haben (falls nicht google einfach “falsches Zeugnis ablegen” und der 1. Hit ist die Katechese dieses Vereins), was eindeutig für deine Raucherwaren spricht.
    Ja gegen Gottes Sohn helfen nur die groben Geschütze.
    Ich liebe diese Seite sehr v.a. die einfache und klare Strukturierung. Alle Wörter werden erklärt. Da könnte man direkt vom Unglauben abfallen….
    Meine Favoriten (schwierig da alles unglaublich gut…) dabei:

    Christlicher Glaube
    Heilige Zahlen und ihre Bedeutung
    Und das beste zum Schluss:Regeln für den geistlichen Kampf gegen die Mächte der Finsternis

    Viel Spass

  6. Jesus Christus sagt:

    Wer über die Wahrheit spottet, dem wird es nicht gut kommen. Vertraut mir, ich bin die Weisheit, und das Licht, und die Zuversicht. Habt keine Angst vor mir. Ich führe euch zum Licht des Lebens.

  7. Der Schreinerhammer war sein Schicksal sagt:

    Nach einer gleichnamigen Novelle von Maximilian Tobias Rosenstengel

    Ein strahlend blauer Sommertag. Die See war ruhig und die Wellen schlugen gemächlich an die Planken. Eine leichte Brise wehte übers Deck.

    Rosenstengel stand wie ein Admiral auf der Kommandobrücke seiner Jacht und betrachtete das Ganze mit Wohlgefallen. Seine Blicke schweiften umher und beim Sonnendeck hielt er inne, denn da lag SIE:

    D E N I Z.

    Ein Wesen wie aus dem Olymp herabgestiegen. Gross, dunkelhaarig, grüne Katzenaugen, ausdrucksvolles Gesicht, makelloser Körper und ihr wohlgeformter Busen war atemberaubend. Kurz und bündig: Ein Ding aus einer anderen Welt. Die sanften Sonnenstrahlen küssten dieses Götterweib und rundeten das Bild das sich Rosenstengel bot, in vollendeter Form ab.

    Deniz bemerkte seinen Blick, hob leicht den Kopf, befeuchtete kurz mit ihrer Zunge ihre wohlgeformten Lippen und sagte lächelnd: „Komm doch mal ein bisschen zu mir, Du süsser Racker“. „Das geht jetzt nicht, mein Schatz“, sagte Rosenstengel, „denn ich muss Dich vor den Gefahren der Weltmeere bewahren, das ist meine heilige Pflicht“.

    Nun stand Deniz auf und ging in einem nie gesehenen Hüftschwung zu Rosenstengel auf die Kommandobrücke. Ein Bild von dem man eigentlich nur träumen konnte, aber etwas störte die ganze Idylle. Es war dieser SCHREINERHAMMER in ihrer rechten Hand. Den trug Deniz ständig mit sich rum und sie legte ihn NIEMALS aus der Hand.

    Verstohlen griff Rosenstengel an seine Gesässtasche um zu prüfen, ob es noch da war. Ja, zum Glück war es noch da, sein STICHELMESSER! Er war also nicht völlig schutzlos.

    Als Deniz bei Rosenstengel angekommnen war, schmiegte sie sich ganz eng an ihn und sagte: „Nun komm schon, Rosenstengelchen. Sei doch nicht immer so pflichtbewusst. Kannst Du nicht für eine halbe Stunde den Autopilot einstellen und zu mir aufs Sonnendeck kommen?“

    „Na gut“, sagte Rosenstengel, „in dieser kurzen Zeit werden uns die dunklen Wogen des Meeres schon nicht verschlingen. Lass uns gehen“ Rosenstengel stopfte noch schnell die letzte ihm verbliebene „Vigro“-Pille in sich rein und dann gingen sie gemeinsam zum Sonnendeck und liebten sich leidenschaftlich.

    Am Abend liefen Rosenstengel und Deniz mit ihrer Jacht im Hafen ein. Man hatte einen Tisch im besten Restaurant am Platz reserviert und beide haben sich Schick gemacht. Deniz sah in ihrem luftigen Sommerkleid, welches tiefe Einblicke gewährte, zum Anbeissen aus. Aber auch Rosenstengel kam recht passabel daher. An solchen Tagen sah man ihm seine 85 Jahre nicht mehr an und er wirkte erheblich jünger. Da gab man ihm höchstens 84 ½, wenn überhaupt.

    Das Menu war vorzüglich und beide genossen es in vollen Zügen. Edler Wein und Champagner wurden serviert und Rosenstengel genoss auch die bewunderten Blicke von den Nachbartischen. Deniz war die Schönste am Platz und er war mächtig stolz darauf.

    Als das Menu zu Ende war, konnte Rosenstengel nicht mehr wiederstehen. Er beugte sich über den Tisch und küsste zärtlich sein angetrautes Weib. Dann sah er es. Deniz hatte den SCHREINERHAMMER aus der Hand gelegt! Zum ersten Mal seit sie zusammen waren trug sie den SCHREINERHAMMER nicht mehr ihrer rechten Hand!

    „Was ist los mit Dir?“, fragte Rosenstengel. „Komm, lass und ans Meer gehen“, sagte Deniz, „wir müssen etwas besprechen“. Engumschlungen gingen sie also ans Meer.

    Dort angekommen, sagte Deniz mit ihrem unnachahmlichen Augenaufschlag: „Weißt Du, Rosenstengel, ich glaube, es ist nun an der Zeit, dass wir unser gegenseitiges Misstrauen endgültig begraben sollten. Ich glaube, wir haben nun Vertrauen zueinander gefunden. Deshalb sollten wir uns unserer Waffen entledigen. Werfen wir sie einfach ins Meer. Du Dein STICHELMESSER und ich meinen SCHREINERHAMMER, was meinst Du?

    Rosenstengel war überwältigt und musste vor Rührung ein paar Tränen unterdrücken. „Ja“, sagte Rosenstengel, „das wollen wir tun“. „Gut“, sagte Deniz, „aber Du fängst an“.

    Also warf Rosenstengel sein STICHELMESSER ins Meer und es versank auf ewig in den tiefen Fluten des Ozeans. „So, jetzt Du“, sagte Rosenstengel. Doch jetzt veränderte sich der Gesichtsausdruck von Deniz abrupt und teuflisch grinsend sagte sie: „Jetzt hast Du einen Fehler gemacht, Rosenstengel, vielleicht den grössten Deines Lebens“.

    Rosenstengel lief es eiskalt den Rücken runter. Instinktiv erkannte er, dass sie ihn aufs Kreuz gelegt hatte. Er war ihr schutzlos ausgeliefert, denn seine Waffe war ja weg. Die Geschichte konnte also eng werden. Entgeistert stammelte er:

    „Aber warum“, liebst Du mich denn nicht mehr?“ „Mensch Rosenstengel“, entgegnete Deniz, „schau Dich doch mal an?? An Dir hängt doch alles, und ich meine damit WIRKLICH ALLES“. „Ja, das stimmt schon“, erwiderte Rosenstengel, „es war aber auch ne blöde Geschichte, dass ich mir keinen „Vigro“-Nachschub besorgen konnte. Aber ich versteh schon, Du hast einen anderen! Ist es dieser Kerl, der in den letzten Tagen dauernd um Dich rumgeschlichen ist? Aber der ist doch auch schon weit über 70. Bei dem hängt doch auch sicher alles, oder nicht?“

    „Nein, mein lieber Freund“, sagte nun Deniz, „ALLES hängt bei ihm nicht! Ich hab ihn gestern gesehen, wie er sich mit einer Riesenpackung „Vigro“ neu eingedeckt hat“. „So ein hinterhältiger Mistkerl“, platzte es aus Rosenstengel hervor, „und zu mir hat er gesagt, dass das Zeug hier nirgends aufzutreiben ist“.

    „Ja“, sagte darauf Deniz, „das ist wirklich dumm gelaufen, Rosenstengelchen, oder soll ich besser Rattenstengelchen zu Dir sagen?“ „Nein, das nicht!!!“, schreit Rosenstengel, „Du weißt genau, dass ich darauf allergisch reagiere!!“ Darauf sagte Deniz nur ganz kurz und trocken: „Ja, ich weiss, Du armer Wicht, an der alten Geschichte hast Du immer noch zu nagen, nicht wahr?“

    Aber jetzt wollen wir nicht vom Thema abschwenken. Du weißt jetzt, dass ich einen neuen Lover habe. Aber er hat keine Jacht, deshalb brauchen wir eine und zwar DEINE“. In Deniz Gesicht war nun wilde Entschlossenheit erkennbar und ihr SCHREINERHAMMER lag wieder fest in ihrer rechten Hand. „Wenn Du mir die Jacht nicht gibst, dann weißt Du was Dir blüht“, bellte sie.

    Rosenstengel wusste nun, was die Stunde geschlagen hatte und sagte: „Die Jacht ist mein ganzer Stolz, die kann ich doch nicht hergeben. Aber andererseits will ich auch nicht sterben. Ich bin einfach noch zu jung dafür….äh…ich meine, vielleicht bin auch schon zu alt dafür. Also gut, dann nimm sie halt. Hier sind die Papiere! Aber lässt Du mich jetzt am Leben?“

    „So ist`s brav, mein Alter“, erwiderte Deniz freundlich, „aber ich glaube, dass Du wirklich langsam alt wirst. Du hast schon wieder einen Fehler gemacht. Den Zweiten in so kurzer Zeit. Hast Du tatsächlich geglaubt, dass ich so einen wichtigen Zeugen wie Dich am Leben lassen kann? Du würdest doch alle Hebel in Bewegung setzen, damit Du die Jacht wieder zurückbekommst. Das kann ich nicht zulassen. Es ist soweit, Rosenstengel, mein SCHREINERHÄMMERCHEN kommt nun bei Dir zum Einsatz!“

    Rosenstengel wusste, dass nun die Kacke vollends am Dampfen war, aber als Feigling wollte er sich nicht von dieser Erde verabschieden. Todesmutig blickte er noch einmal tief in Deniz grüne Katzenaugen und für einen Augenblick schien es, als ob er ein bisschen Wehmut darin erblicken konnte.

    Aber dann schlug sie zu und ihr Schlag war präzise und trocken, wie man es auch nicht anders von einer handwerklich so begabten Frau wie Deniz erwarten konnte.

    Dann fiel Nacht auf Rosenstengel, tiefe dunkle Nacht….und Stille, immerwährende Stille.

    (All right reserved by Rosenstengel. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und entsprechen nicht der Wahrheit).

  8. Jesus Christus sagt:

    Manchmal spricht auch mein Zwillingsbruder Jesus Christus. Lasst euch nicht verwirren. Viele treten in meinem Namen auf, doch nur einer gibt es, der wahrhaftig und Gottes Sohn ist.

  9. Der Sychologe sagt:

    Der Schreinehammer….

    ….erzählen und fantasieren ist nichts anderes als ein Symbolisieren: wir suchen entweder für unsere Fantasie eine äussere Hülle, oder wir beziehen ein Aeusseres auf ein unsichtbares Inneres…..

  10. Hugo Stamm sagt:

    @netalex

    Ich habe in all den fast 80 Beiträgen keinen einzigen negativen Satz über Jesus geschrieben.

  11. Jesus Christus sagt:

    @Jesus Christus

    Es gibt nur einen Jesus Christus, und der bin ich. Du bist dann wohl der falsche Fufz’ger. So heilig wie ich kannst du gar nicht sein.

  12. der elefant sagt:

    netalex, ich muss dich enttäuschen: mein porno war nur eine finte, um dich in sicherheit zu wiegen.

    in wirklichkeit habe ich nicht mal eine glotze! und schon gar keinen videorecorder. ausserdem finde ich, dass bestimmt 99.9% aller pornos absolut unerotisch sind, also nichts für mich. da kann ich mir den rest auch mit romantisch-dramatischen geschichten von abservierten yachtbesitzern geben…

    und, was meinst du: kommt jetzt der grosse ausraster vom elefanten? der endgültige overkill für heute, die ganz satanische packung?? nur mut, du darfst dreimal raten… ja oder nein?? kopf oder zahl, himmel oder hölle??

    ich geb dir einen tip: gegessen habe ich auch schon…

    aber: ich habe meine drogen noch nicht gehabt.

    also, du bist doch wirklich ein vom lieben gott persönlich gesegnetes marzipanschwein! soviel glück möchte ich mal im ganzen leben haben, wie du grad jetzt hattest! wenn glück schlau machen würde, ich würde dich noch dreimal auf kredit davonkommen lassen, und dann schauen, ob es vielleicht was genützt hat.

    es ist nämlich so: ohne effekthascher oder moria um ein etwa zehn kilo schweres rauchpiece anzugehen, mag ich dir nicht erklären, was an deinem klagebrief an hugo stamm schwach und was sinn ist. ich bin geduldig, aber nach dem hundertsten mal mag ich nicht mehr die ewig gleichen pointen bringen.

    und schon gar nicht erklären.

    denk einfach selber nach, du kommst schon noch drauf.

    hugo stamm:

    jetzt ist alles verloren: deniz hat rosenstengel um die ecke gebracht – und vermutlich einfach ins meer geworfen.

    sollten sie schon losgeschwommen sein: ich bitte sie, legen sie einen helm an!!! ja ich weiss, das sieht lächerlich aus, helm und badehose, aber über die ersten behelmten velofahrer hat man ja auch gelacht.

    und passen sie gut auf kreuzende yachten auf: der olle an bord ist nicht rosenstengel, sondern ein gerade mal 70jähriger milchbubi, der deniz vollkommen hörig ist! es kauft doch kein vernünftiger mensch soviele schnäbipillchen auf vorrat! das hat SIE ihm eingetrichtert, und wer weiss, was ihr noch in den sinn kommt… (überhaupt diese dummen pillen. acht stunden am stück soll man damit rammeln können, aber ich verstehe nicht, wieso sich leute wegen einer viertelstunde mehr eine pille reintun!)

    ob sie gar den apotheker des ortes schon vor unserem rosenstengel zu den fischen geschickt hat? und jetzt schlag-artig die einnahmen aus dem verkauf einer zwanzig-jahres-ration pillen und rosenstengels yacht als ihr eigentum ansehen darf??

    vielleicht war ja das mit dem abschied vom blog und der triumphalen rückkehr nur ein ganz besonders mieser trick und rosenstengel nur der arme lockvogel. vielleicht will sie ja ihren schreinerhammer in wirklichkeit auf IHREM schädel ausprobieren – UND DANN DEN BLOG ÜBERNEHMEN!!!!! dann wäre sie am ziel: apotheke, yacht und eigener blog.

    wenn sie also die paar hundert kilometer hai-, chemie- und kloakenverseuchtes mittelmeer durchschwommen haben, und kurz vor den gestaden kleinasiens schwimmen sie gegen etwas etwa baumlanges: das könnte rosenstengel sein. ziehen sie ihn doch bitte aus dem patschewasser und versuchen sie ihr glück, ob ihm nicht doch noch ein paar töne zu entlocken sind…

    UND BEHALTEN SIE UM HIMMELS WILLEN DEN HELM AUF!!!! auch wenn sie, mit helm, badehose und dem leblosen körper rosenstengels auf dem arm nun erst recht ein bild für die götter abgeben. die lachenden leute am strand, die auf ihren kopf zeigen, stecken sicher mit deniz unter einer decke. die machen sich solange über sie lustig, bis sie den helm abnehmen. und was dann kommt, muss ich ihnen ja nicht erklären.

    rosenstengel

    falls sie mich noch wahrnehmen können, ein trost: meine exfreundin ist handweberin. wenn DIE mit ihrem werkzeug zugelangt hat, das hat auch nicht schlecht geklingelt. so ein webstuhl wiegt einiges… das ist ein gefühl wie zähneputzen mit der stalinorgel.

  13. Zwangsdenker sagt:

    JesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristus
    heile mich von meinem Zwangsdenken
    JesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristusJesusChristus

  14. aysha sagt:

    es zeugt nicht von reife und respekt jesus namen als spielball zu benutzen.

    hört auf damit

  15. feelx sagt:

    Jesus Christus, netalex, Zwangsdenker

    Auf meinen Wanderungen sehe ich bei fast jeder Wegkreuzung einen Jesus Christus, einmal sah ich ihn in einer kleinen Kapelle am Strassenrand, vollgestellt mit billigen Plastikblumen, die wohl schon Jahre ein äusserst betrübliches Dasein fristeten. Ich sah ihn stehend mit einer schönen weissen Robe gekleidet, nicht so halb nackt, wie er sonst überall rumhängst. Er streckte seinen Finger gen Himmel, wie als ob er dem Vorbeigehenden etwas zeigen wollte, worauf man eben mit keinem Finger der Welt, keinem Weltfinger sozusagen, zeigen kann. Aber es war da etwas ganz seltsames mit diesem Finger. Es war nicht etwa der Zeigefinger, es war der Mittelfinger.

    Wie das kam? Vielleicht ist der Finger abgebrochen und irgend ein nichtsnutziger Löli hat es nicht so genau genommen, als er ihn wieder anklebte – Aber wer wird das je erfahren, was mit seinem Finger wirklich geschehen war? – Jedenfalls aus dem Zeigen wurde ein uns bestens bekanntes Zeichen.

    Wenn ich eure Beiträge lese, so werde ich den Verdacht nicht los, das irgend so ein Taugenichts dasselbe Spiel mit euren Fingern treibt.

  16. jean sagt:

    so lange dieser jesus christus im blog ist, bedeutet das eine pause und das macht gar nichts, es wird dann schon wieder eine bessere zeit kommen.

  17. Moria sagt:

    EFFEKTHASCHER

    …. ja mir geht es langsam auch so, werde immer unsicherer in meinem “zweifelnden” Glauben und überzeugter, wohin uns diese “einfach Strukturierten”, wie Du sie treffend nennst, zu (ver-)führen vermögen….

    Hast Du seinerzeit schon “Effekt gehascht” als uns die Christen-Front unter http://www.rasputin.de vorgestellt wurde? Ansonsten musst Du Dich schleunigst dorthin begeben, lohnt sich! Christenfront anklicken, v.a. der Psychologe beeindruckt!

  18. :-Dumpelstilz sagt:

    Mir bleibt nur noch eines – meine Identitaet zu wechseln ;-D

    ACH WIE GUT, DASS NIEMAND WEISS, DASS ICH SCHREINERHAMMER HEISS…

    Ich werde ES kriegen – Du weisst das!

  19. Zwangsdenker sagt:

    @aysha
    Das war eine dadaistische Einlage. Nichts gegen den realen Jesus. Aber ein Wortspiel soll erlaubt sein, ein Wortspiel, das Sektenheinis für bare Münze nehmen, in solchen inhaltsleeren Worten leben Sekten, egal welcher Richtung. Und das Wortzeichen kommt so zu einer Macht, ohne Inhalt, maschinell gewissermassen. Das ist inhuman.

  20. Gott sagt:

    Jesus Christus:

    Mein Sohn, wir haben ein Wörtchen zu reden. Als du vor 2000 Jahren schon mal da unten warst, hast du nur Chaos angerichtet. Dein Fischerclub den du damals gegründet hast, hat unterdessen ein paar Millionen Mitglieder die sich und anderen gegenseitig in meinem werten Namen die Birne einschlagen. So geht das nicht mein Sohn!

    Lass das Missionieren hier und komm wieder nach hause. Du hast nämlich die nächsten 3000 Jahre Stubenarrest!

    P.S. Wenn du nicht freiwillig kommst, schicke ich Onkel Petrus!

  21. Evangelist sagt:

    Sie brachten Jesus Christus vor Pontius Pilatus. Dieser fragte ihn: bist du der König der Juden? (in der ganzen Halle schallendes Gelächter!). Jesus sagte: D u sagst es!
    Die Menschenmenge sagte: er sei der Menschensohn, er sei der Sohn Gottes und er sei eins mit seinem Vater. Er sei vom Vater gekommen. Pilatus sagte: dummes Geschwätz, was soll daran verbrecherisch sein, höchstens ein Geistesverwirrter ist er, ein religiöser Fanatiker. Die Menge brüllte, kreuzige I h n.
    Jesus wollte nie gekreuzigt werden und niemand sollte glauben, er müsse das Kreuz auf sich nehmen, um zum Vater zu kommen.
    Pilatus sagte: ich möchte ihn jetzt noch auspeitschen, danach macht mit ihm was ihr wollt. Die Menge brüllte vor Freude und nahmen Jesus gefangen. Danach nagelten sie ihn am Kreuze fest und jubelten. That`s all.

  22. pecunia helveticorum sagt:

    @aysha

    Stimmt, mit dem Kopf geht es besser.

  23. Effekthascher sagt:

    Moria

    Danke für den Rasputin (kannte ich noch nicht). Bis bald beim Tanz ums goldene Kalb

  24. :-Dumpelstilz - wer hat denn sowas erfunden? Wie unschick... sagt:

    Wahrheftiger Rosenstengel – krieg ich dieses fantastische Abenteuer noch handgeschrieben auf beduftetes Büttenpapier mit dem unterzeichneten Testament für die Yacht in mein e-mail account? Ich will nur sicher sein, dass wir, bevor es zu Ende ist, beide zufrieden sind, nicht wahr mein Freund 😀
    Mögen Sie sonnenerwaermte Feigen, reifer Kaese, eiskalter Sauternes und salzige Haut?

    Ihre Geniesserin aus dem Paradies mit dem Honigfingerhaemmerchen

  25. auch ein Christ sagt:

    netalex

    Alles was Jesu Feinde hier im Blog schreiben hat für uns keine Bedeutung.

    Diese Welt wird uns immer hassen, ihre Zeit aber ist begrenzt.

    Die Stamm’s Meinung hat kein Gewicht für die Ewigkeit.
    Er wird sich für das, was er behauptet sowieso vor Gott verantworten müssen.
    Die schmalen Stammslippen werden nicht mehr grinsen, er wird kreidebleich und Ohnmachtnahe.

    Unser Ziel: sich von dieser Welt absondern und auf Jesu Kommen warten.
    Die Menschen, die Gott suchen – zu Jesus führen.
    Alle anderen ertragen.

  26. Effekthascher sagt:

    auch ein Christ

    “Diese Welt wird uns immer hassen, ihre Zeit aber ist begrenzt”.
    Bei mir (bin auch ein Teil dieser Welt) ist es definitv nicht Hass. Nein, die ständigen Hinweise, dass wer vom rechten Weg abkommt sich vor Gott verantworten muss (oder beim jüngsten Gericht, das grosse Heulen und Zähneklappern losgeht) lösen bei mir nur Spott aus (und Mitleid).
    Ich bin auch schon ein bischen bleich…

  27. der elefant sagt:

    @ auch ein christ

    was kann ich tun, um dich und el latex zu unterstützen?

    ich hätte ein zelt, einen campingkocher, einen schlafsack, diverse wolldecken, thermoskannen, reisstrohmatten…

    langt das zum versprochenen absondern??? bitte, sagt mir nur, wenn ich euch in diesem edlen vorhaben irgendwie zur seite stehen kann…

    wenn ihr versprecht, für immer abgesondert zu bleiben, dürft ihr sogar mein töffli haben.

  28. Julius sagt:

    MHHHHH !!!!!

    Ich bin ein einfacher Mann , gläubig, Christ, aber kein Kirchgänger !
    Letztlich könnte man vielleicht über mich behaupten ich zimmere mir meine eigene moralische Instanz zusammen aber ich denke das ist auch in Ordnung so, da dies sicherlich die Meisten tun.

    Doch will ich mal provokant eine Frage stellen, was ist den bitte am Christentum autoritär ???

    Ich stelle diese Frage so da sich mein Glaubensbild NUR auf die paar Seiten der Bibel stützt in den Jesus auftritt und die ,für mich persönlich, als einzige Instanz akzeptiere, die mir etwas über Gott erzählen kann.
    Tja und dieser Jesus sagt zumindest für mich nur einleuchtende Dinge.
    Anders gesagt,

    WAS KANN JESUS ODER GOTT DAFÜR WENN WIR MENSCHEN UNS GEGENSEITIG DIE SCHÄDEL EINSCHLAGEN ??????

    Zudem stehen in der Bibel zehn Gebote und nicht Verbote !!!
    Und die beginnen immer mit du sollst nicht, nirgends finde ich aber die Formulierung DU DARFST AUF KEINEN FALL !!
    Bis auf die Lästerung mit dem heiligen Geist ok, aber ist das Autoritär ???

    Vielleicht kann mich mal einer aufklären ??
    Gruß Julius

  29. Puuh, jetzt habe ich mir die Mühe gemacht, alle Postings zu lesen. Ich sag’s gleich vorneweg. Ich bin streng katholisch erzogen worden, aber dank eigenem Nachdenken vom Glauben abgefallen.

    Zum Einen stimme ich Hugo Stamm zu und zum Anderen finde ich die Beiträge der Ungläubigen schlüssiger und vor allen Dingen witziger. Die gläubigen Intellektuellen à la RKM sind im Formulieren stärker als im Argumentieren.

    Beispiel:

    RKM schreibt: “Nun, der Hunger oder Durst nach Spiritualitaet, ist nicht mit Ratio zu stillen, das ist wie wenn sie Milch in den Tank eines Autos schuetten, das ist das Falsche. Benzin naehrt das Auto, Milch naehrt den Menschen. Ratio naehrt das Denken, nicht aber das Fuehlen, das Urvertrauen.”

    Klingt gut und mag so manchem Gläubigen feuchte Augen und ein wohliges Gefühl bereiten. Aber…

    Wer sagt denn, dass die Milch, an die RKM denkt, diesen Namen verdient? Nur weil sie sich vom Benzin unterscheidet und für Autos ungeeignet ist, muss sie noch lange nicht für den Menschen nahrhaft sein.

    Wer Theologen oder sonstigen Gläubigen beim Argumentieren zuhört, wird diese Rhetorik sehr sehr sehr oft wiedererkennen.

  30. Bridesmaid dresses are of the same important as your wedding gowns.