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Ein Staat braucht keinen Gott

Hugo Stamm am Donnerstag den 6. Oktober 2011

Für Völker gibt es Wichtigeres, als sich bei der Frage nach der Existenz Gottes aufzureiben: Ein Atheist demonstriert vor dem Vatikan.

Für das Individuum ist die Frage nach Gott von zentraler Bedeutung. Der Glaube prägt das Bewusstsein und das Weltbild entscheidend. Es macht einen Unterschied, ob ich an einen personalen Gott, an ein polytheistisches Konzept oder an eine gottlose Realität glaube.

Für Völker ist diese Frage untergeordnet. Kollektive Systeme funktionieren besser, wenn sie sich vom Einfluss religiöser Systeme befreien. Völker tun gut daran, sich nach klaren Kriterien zu orientieren. Es wäre nur belastend, sich mit einer Frage zu befassen, die niemand beantworten kann: Gibt es einen Gott? Und wenn ja: Wie sieht das Verhältnis Mensch – Gott aus? Nimmt Gott Einfluss auf den Lauf der Welt?

Für Völker gibt es Wichtigeres, als sich bei der Frage nach der Existenz Gottes aufzureiben. Religiöse Konflikte führen immer wieder zu Spannungen zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften eines Staates. Für das Zusammenleben braucht es keinen Glauben an einen Gott. Deshalb haben moderne Staaten die Glaubens- und Kultusfreiheit eingeführt. Für die Bildung einer Demokratie ist es meist von Vorteil, wenn religiöse Prämissen die staatlichen Strukturen nicht belasten. Prägt beispielsweise die Scharia das juristische System, sind demokratische Prozesse nur schwer voranzutreiben.

Völker brauchen auch keine moralischen und ethischen Werte von Religionen und Glaubensgemeinschaften. Staaten sollten sich von moralischen Ansprüchen emanzipieren. Verfassungen, Gesetze und Verordnungen sollten das Zusammenleben auf pragmatische Weise regeln. Es droht kein Wertezerfall, wenn wir die religiöse Moral in die Schranken der Kirchen verweisen. Respekt, Rücksicht und Einfühlungsvermögen vermag eine Gesellschaft aus sich heraus zu erzeugen.

Moral braucht es für das Zusammenleben durchaus, wir dürfen sie aber nicht abhängig machen vom Glauben an einen Gott, den niemand beweisen kann. Religionen sind eine unsichere und relative Basis für die Bildung einer stabilen Gesellschaft und eines gesunden Staates. Verschiedene arabische Länder führen uns vor Augen, wie unheilvoll der religiöse Einfluss auf die staatliche Entwicklung sein kann.

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716 Kommentare zu “Ein Staat braucht keinen Gott”

  1. Aqua sagt:

    @ zoe

    Aqua “… “Horatios” “Ratzi” …
    zoe “hä??

    Bemängelten nicht Sie mich betreffend “Bambi”?

    .

    zoe: “… feinde sind zu ehren! feinde! EHREN! ich frage mich was das bedeutet. wissen sie es?

    Ja. Sie zeigen uns unsere Fehler auf, dafür gebührt ihnen Ehre.

  2. zoe sagt:

    aqua

    “Ja. Sie zeigen uns unsere Fehler auf, dafür gebührt ihnen Ehre.”

    oh, das ist mir zuviel der ehre, aqua, lassen sie es einfach bleiben. sie schrieben uns, schreibt ihre frau auch gleichzeitig mit ihnen mit? oder wer ist das uns?

    und ja, ich habe sie stark bemängelt als sie michael bamberger “pädomichel” nannten. sie erinnern sich?

  3. Blogfresser sagt:

    Aqua
    14.10.2011 um 19:00
    @ hm
    “Gedankenübertragung” wie ich sie meine hat schon was mit Spiritualität zu tun. Darum habe ich die Gänsefüschen verwendet, weil ich damit folgendes meine: Das Treffen mit spirituellen Meistern in einer “Astralebene”.

    zoe
    17.10.2011 um 10:04
    michael bamberger

    “Gemäss infosekta.ch basieren Sektenmerkmale auf folgenden Kriterien:
    .
    .
    .
    . Gedanken- und Gefühlskontrolle: durch Erzeugung eines schlechten Gewissens und von Angst wird das Mitglied manipuliert; durch exzessives Praktizieren von Entspannungstechniken und Meditation werden Gedanken und Gefühle kontrollierbar und manchmal sogar ein “innerer Führer” eingeführt, der das eigene Gewissen ersetzt.

    Sie sind ein klarer Fall.(eigentlich graust mir vor der Vorstellung, mein eigene Gewissen durch irgendein Gebilde à la 🙂 zu ersetzen; die Folgen sind ja auch auszumachen: fehlende Empathie und Selbstkontrolle, verletzendes, kränkendes Verhalten, Impertinenz und Gehässigkeit; manchmal schläft der Führer wohl auch)

  4. Aqua sagt:

    zoe: “und ja, ich habe sie stark bemängelt als sie michael bamberger “pädomichel” nannten. sie erinnern sich?

    Ja, klar. Im gleichen Atemzug bemängelten Sie ja auch Peanuts “Bambi” – womit wir ja stringent bei “Horatios” “Ratzi” sind. Sie haben demnach Ihre Befindlichkeiten wieder abgelegt und “Pädomichel” ist entsprechend wieder freigegeben? Oder lässt der mexikanische Eintopf nur einseitige Blähungen zu?

  5. zoe sagt:

    aqua

    hä? nochmals bitte. mit mexikanischem eintopf ist da moira gemeint? muss ja wohl sein.
    und dem peanuts habe ich tatsächlich schon geschrieben er solle gefälligst dem horatio nicht bambi nennen? ja kann sein.
    aber das mit dem ratzi und horatio habe ich nicht gelesen, also herr bamberger, bitte sagen sie dem ratzi nie mehr ratzi!

  6. Peanut sagt:

    @ Zoe

    Mit mexikanischem Eintopf ist kaum Moria sondern sind Morias Beiträge gemeint (nehme ich an). Was würde man damit gewinnen, einen Menschen als Eintopf zu bezeichnen?

    Wenn es aber Morias Beiträge sind, dann kann das Wort Eintopf auch nicht in Ihrem Sinne herabwürdigend sein.

    Im Übrigen bin ich auch ein Fan von Ihnen. Wenn ich einen Apfel kaufen wollte, könnte ich Ihnen noch am gleichen Ort begegnen?

  7. Aqua sagt:

    zoe: “also herr bamberger, bitte sagen sie dem ratzi nie mehr ratzi!

    lol, also doch eine Freigabe. Ich sag dem Pädomichel demnach auch nicht mehr Pädomichel…

  8. zoe sagt:

    ja peanut, immer noch der gleiche ort.

  9. executive Gewalt sagt:

    aus tadema-Seite:
    “Es gibt nur einen gehbaren Weg
    die Macht der Konzerne – einschließlich der Finanzindustrie – zu brechen: Arbeiter und Angestellte in der freien Welt gehen ab einem bestimmten Tag 30 Tage lang nicht zur Arbeit – leben von Erspartem. Nach 30 Tagen wären Konzerne und Finanzindustrie kuriert. Wenn nicht, dann einfach noch einmal 10 Tage dranhängen. Nur so gehts! mat, 18.10.2011

    “Wir sind 99 Prozent”
    Vonwegen! Es sind mal wieder die anderen Nationen, die uns vorführen, wie man seine Regierung nervös machen kann (Mely Kiyak, FR).

    Wenn sich in Berlin 10000, in Frankfurt 5-6000, in München nur 1000 Menschen mobilisieren lassen, dann zeigt dies, die Occupy-Bewegung ist in Deutschland gescheitert. Der Protest gegen die Macht der Banken und Finanzmärkte ist gescheitert. Die Bürger haben zwar Angst, daß die Schuldenkrise sie alle in den Abgrund reißt und daß das ganze Banken- und Staatenretten ihre Zukunft bedroht, dagegen angehen wollen die meisten nicht.

    Blamabel verlief der Protest in Frankreich. Etwa 200 Menschen folgten in Paris dem Aufruf zum Protest der “Empörten”.
    Rund 200.000 Menschen gingen in Rom friedlich protestierend auf die Straße – doch am Ende begannen einige hundert Angehörige des Schwarzen Blocks stundenlange Straßenschlachten und der imponierende Zug brach in mehrere isolierte Teile auf. mat, 16.10.2011

    »Occupy Deutsche Bank, Occupy Commerzbank«
    “Der Kapitalismus zerstört Freiheit und Demokratie. Statt der Politik regieren die Banken. Wir brauchen eine neue Wirtschaftsordnung” (Sahra Wagenknecht). “Engagez-vous!” (Engagiert Euch!, Stéphane Hessel) wird heute in die Tat umgesetzt: In mehr als 900 Städten in 78 Ländern sollen am heutigen 15.Oktober Protestaktionen gegen die Macht der Banken und Konzerne, für Arbeitsplätze und ein menschenwürdiges Leben stattfinden. Ausgerechnet die Parteien, die die Liberalisierung der Finanzmärkte in den vergangenen Jahren vorangetrieben und mit ihrer Politik die Reichen noch reicher gemacht haben, versuchen sich der Protestbewegung anzuschließen.
    Seit dem Beginn der Finanzkrise beteuern die Regierungen von Berlin bis Washington, das Finanz- system stärker regulieren, das Kasino an den Finanzmärkten schließen und die Profiteure der zügel- losen Spekulationen auch finanziell für den angerichteten Schaden zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Doch den Worten folgten keine Taten. Zu eng sind die Verflechtungen zwischen der Politik und der Finanzindustrie. … Mit jedem Tag, an dem das Casino nicht geschlossen wird, müssen wir noch hilfloser zuschauen, wie die Finanz-“Märkte” die Politik vor sich her treiben. … Die “Troika” von EU, EZB und IWF ganzen Ländern eine zerstörerische Sparpolitik diktiert, die Generationen von Menschen ihrer Lebensgrundlage und Perspektiven beraubt. Mehr und mehr erleben wir, daß diese Austeritäts- politik sich nicht auf Griechenland oder Portugal beschränken wird. … Sie machen nicht an irgend- welchen Landesgrenzen halt. (Jens Berger).

    ——————————————————————————–

    ..eigentlich müßte es ja jedem Neoliberalen den Magen umdrehen, wenn er hört, daß Banken vom Staat gerettet werden müssen.. (Colin Crouch)

  10. heidi reiff sagt:

    Die Mutter Erde bietet uns vieles, auch Mineralien. Mein Bruder hat mich letzhin besucht und hat mir ein Salzlampe gebracht, ist so ein Bergkristall der zu einer Lampe kreiiert wurde, einfach ein diskretes Leuchten, kein blendendes Licht. Wenn ich einen Finger nass mache gleich welcher und das mit meiner Zunge berühre spüre ich Salz, Kristalle , Steine sind einfach ein Teil der Mutter Erde ganz einfach ein Teil der Natur, die Gottspieler sind suspekt, staune wie diese Sektenheinis sich ausbreiten weltweit nach wie vor wie Omeletten, wo haben Menschen das gelernt, immer wieder auf solche Gurus reinzufallen, Teufelsautreiber, SADISTEN, PFUI TEUFEL.

  11. heidi reiff sagt:

    WASSER IST LEBEN, Steine im Wasser sind angenehm, Kieselsteine, gibt auch keine Verletzungen an Füssen

  12. @ Haddy sagt:

    habe noch einen schönen Leserbrief zur abgelehnten Reichensteuer USA gefunden

    “US-Republikanismus = neoliberaler Terror
    Aber wen wundert das alles noch?? die GOP war schon immer kapitalistisch, individualistisch, militaristisch, sozialdarwinistisch, geizig, evangelikal und erzreaktionär.
    Das Credo der Republikaner lautet; Du bist nur für dich selbst verantwortlich, kümmere dich nicht um die anderen, du bist dir selbst der nächste!!!
    Naja, die Amis lieben den ungezügelten Individualismus.
    Amerika ist definitiv kein soziales Land, auch künftig nicht, zu extrem ist die kapitalisch-individualistische Indoktrination bzw. Erziehung zur Konservierung des Systems”

    Mit diesem fromm-dekadenten Land kann man eigentlich nichts zu tun haben wollen…geschweige denn unter ihnen leben wollen?

    auch wie sie den Gadd..(den …”Hund”) massakrieren und schänden ist eine Sache für sich, wie die Todesstrafe für “Bestien” (so bestienhaft auch immer sich diese verhielten)..Menschenwürde sollte Menschenwürde bleiben und nicht als Vergeltung an Grausamkeit “überboten” werden…genauso finde ich islamische Freudenschüsse daneben, auch wenn der Wolf tot ist!

    Sind Sie eigentlich Illustrator?

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