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Spiritualität gibt es auch ohne Gott

Hugo Stamm am Montag den 26. September 2011

Ein Sonnenaufgang kann auch ohne esoterisches Drumherum ein spirituellen Erlebnis sein: Meditierender.

Spiritualität wird bei uns fast immer mit religiösen Vorstellungen in Verbindung gebracht. Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass Glaubensgemeinschaften die Deutungsmacht über den Begriff für sich beanspruchen. Sie strahlen das Selbstverständnis aus, dass man nur in einem religiösen Kontext wahre spirituelle Gefühle entwickeln und erleben kann.

Das entbehrt nicht einer gewissen Anmassung. Spiritualität kommt von Geist oder Geistigkeit. Geist ist ein wertfreier Begriff. Eine Verbindung zum Transzendentalen oder zur göttlichen Dimensionen haben Geistliche hergestellt. Diese haben so konsequent geistige Lobbyarbeit oder PR betrieben, dass der Durchschnittsbürger heute Spiritualität mit Religiosität gleichsetzt. Ja, die christlichen Kirchen haben die Spiritualität fast okkupiert: Sie definieren Spiritualität weitgehend mit christlicher Geistlichkeit.

In jüngster Zeit bekommen die Kirchen Konkurrenz von den Esoterikern. Diese beanspruchen Spiritualität selbstbewusst für sich. Sie haben den Begriff zum Schlagwort gemacht. Er dient ihnen als schwammiges Schlüsselwort, mit dem alles und jedes bezeichnet wird, das zum höheren Bewusstsein oder zur Erleuchtung führt.

Gemeinsam ist beiden, dass sie Spiritualität in erster Linie als religiöse oder übersinnliche Empfindung verstehen. Spiritualität ist eine emotionale Disziplin und vermittelt starke religiöse oder eben spirituelle Gefühle. Der Geist weht, er atmet, und er widersetzt sich weitgehend der intellektuellen oder rationalen Erfassung.

Deshalb sind ungläubige Menschen für Gläubige geistig amputierte Wesen. Viele «Eingeweihte» glauben, Skeptiker würden die entscheidende Dimension des Menschseins verpassen. Ihre Reaktionen schwanken zwischen Erbarmen und Überheblichkeit.

Doch wer definiert, was spirituelle Empfindungen sind? Offenbar reicht die Fantasie vieler Gläubigen nicht aus, um sich vorzustellen, dass es auch ganz profane spirituelle Empfindungen und Erfahrungen gibt. Ist nicht jede Form von Ergriffenheit ein spirituelles Erlebnis? Ist ein Konzert, das uns in den Bann zieht, nicht wesentlich spiritueller als ein ewig gleicher Gottesdienst? Weckt eine philosophische Erkenntnis nicht ein ähnliches Gefühl wie ein Gebet? Löst ein Sonnenuntergang in einer packenden Bergkulisse nicht stärkere Gefühle aus als eine Meditation?

Wahrscheinlich bewirken säkulare spirituelle Empfindungen stärkere «religiöse» Gefühle als in Routine erstarrte religiöse Rituale.


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736 Kommentare zu “Spiritualität gibt es auch ohne Gott”

  1. le sérieux sagt:

    @@
    Malheureusement je suis incapable de trouver les mots pour ça que je m’efforce à communiquer. C’est un phénomène qui m’arrive de temps en temps. Mais le mot que j’oserai user à cet égard serait bien celui de «femme fatale», mais peut-être que «chimère» ferait aussi l’affaire, je n’en sais rien. Il me reste tout de même à dire, que je suis persuadé de ne pas me tromper, bien que je n’irai pas si loins de parler de fascination.
    Pourquoi donc ça vous intéresse ?

  2. Edi Brugger sagt:

    Sorry: Schreibfehler.

  3. Edi Brugger sagt:

    @häddy

    Facts are never fixated. Zu deutsch: Fakten sind nie auf etwas fixiert.

  4. Allegra sagt:

    @Edi Brugger:

    Was sie da alles in den Atheismus hineinmauscheln.

    Ich habe gar nichts gemauschelt, sondern eine Frage zu Rabbi Jussufs Bemerkung Das zeigt, dass nicht jeder, der von sich behauptet, er sei Atheist, auch wirklich in jeder Faser seines Seins ein Atheist sein muss gestellt. Ich habe (mit Verweis auf Wiki) nachgefragt, was unter Atheist denn zu verstehen sei. Vielen Dank, dass sie die Frage trotz Ignorieren des Satzzeichens beantwortet haben.

    Dass die NW für alles eine Erklärung hätten ist in der Regel eine diffamierende Unterstellung der Gottesgläubigen.

    Es lag nicht in meiner Absicht, irgend jemanden zu diffamieren und ich kann auch nicht nachvollziehen, wo sie solches aus meinen Zeilen gelesen haben.

  5. @le sérieux sagt:

    Mais c’est qui donc, votre folle dangereuse, la “famme fatale”? Et qui êtez vous? Je suis tout simplement curieux. Vous devez la craindre beaucoup, votre chimère, puisque vous n’osez même pas d’écrire en allemand. Cela me paraît un peu fou e paranoïaque.

  6. zoe sagt:

    allegra

    “Nicht mit Gottesglauben, aber mit Glauben, da die Wirkung nicht wissenschaftlich erwiesen ist. ”

    ja aber das sind doch zwei paar schuhe.
    ich glaube vieles und noch viel mehr weiss ich einfach (noch) nicht.

  7. le sérieux sagt:

    @@
    Qui dit donc que je n’ose pas écrire un allemand? Je peut bien l’essayer, mais por abrévier les choses je propose que vous me donniez votre adresse électronique (ou une adresse anonyme) et je vous écris. Si ça vous intéresse bien sûre.

  8. Edi Brugger sagt:

    @Allegra 07.10.2011 um 13:55

    Gemach, gemach. Ich wollte ihnen keine falschen Unterstellungen zurückschieben. Das mauscheln bezog sich nur auf den angedeuteten Zusammenhang zwischen Atheismus und „Kügeliglauben“. Die zusätzlichen Erklärung waren eher allgemeiner Natur und nicht explizit auf sie gemünzt.

    Sind somit alle Klarheiten beseitigt?

  9. Allegra sagt:

    @Zoe: ja aber das sind doch zwei paar schuhe.

    Ich habe doch nicht behauptet, es wären die gleichen Schuhe. Es ging bei meiner Frage ja genau um diese Abgrenzung. Dank Edi Bruggers Antwort verstehe ich jetzt immerhin besser, wieso eine atheistische Verwandte von mir nicht an Gott, dafür an allen möglichen Käse glaubt (einmal hat sie mir einen Rosenquarz geschenkt, damit ich durch die Arbeit am PC keinen Schaden nehme), offensichtlich begründet sie ihren Atheismus weder naturwissenschaftlich noch philosophisch sondern mit “gesundem” Menschenverstand.

  10. youtube-tipp sagt:

    Nobelpreis für politisches Kabarett (also verdient hätte er ihn) 😉
    in voller Länge
    30.09.2011 / 1 Std. 28 min.

    Georg Schramm – Meister Yodas Ende (3sat Festival)
    http://www.youtube.com/watch?v=OtdrviWeNxY

    (wers verpasst hat)

  11. zoe sagt:

    um musad

    danke für deine gedanken über die spiritualität!

    es wird für mich wohl ein rätsel bleiben was spiritualität bedeutet, ich kann es einfach nicht einordnen.

    eine nachbarin von uns, eine 25 jährige junge frau sagt mir immer, es gebe keine zufälle, sie glaubt daran.

  12. um musad sagt:

    Rabbi Jussuf: “… jeder, der von sich behauptet, er hätte spirituelle Erfahrung, ist felsenfest davon überzeugt, dass seine Sicht der Dinge für die ganze Welt zutreffen müsse. Das wiederum ist eine Eigenschaft des „Glaubens“. Damit sind die Atheisten prinzipiell wieder draussen, denn diese würden ihre Erlebnisse psychologisch versuchen zu erklären…”

    Edi Brugger, zoe

    Aber Allegra hat schon recht,wenn sie diesen Text nicht kritiklos stehen laesst. Vielleicht hat sie ausnahmsweise einmal nicht gerade ein super treffendes Beispiel gemacht.
    Ist es denn nicht wieder eine Eigenschaft des “Gaubens”, …..das Glauben,  es auf psychologischen Weg versuchen zu erklaeren  ?
    Wer weiss vielleicht bringt eines Tages ein EEG Test mehr dazu.

    Zoe

    danke für deine gedanken über die spiritualität

    Gerngeschehen…..nur hoffe ich jetzt,dass da man mich auch so verstanden hat, das dies einfach meine Gedanken darueber waren, und das es mir natuerlich klar ist,dass dies nicht fuer die ganze Welt zutrifft.
    Und vielleicht, ist das was ich mir vorstellten koennte es sei Spiritualitat auch nicht Spiritualitaet…..das ist mir eigentlich egal.

    Es gibt im Leben noch wichtigere und auch mehr befriedigendere Dinge und sicher auch schoenere Dinge,als ueber Spiritualitaet zu ” streiten”. Aber hie und da zieht es mir den Aermel halt doch wieder hier rein…..immer dann wenn ich vielleicht Lust habe, wieder etwas “mitzustreiten”(= diskutieren) hier.

    Gute Nacht!

    U.M.

  13. Rabbi Jussuf sagt:

    Um Musad
    Allegra hat eine ganz bestimmte Stelle im Text kritisiert, dagegen hatte ich mich aber schon mit dem Wort „prinzipiell“ abgesichert.

    Also die Sache mit dem EEG oder mit sonst einer Untersuchungsmethode wie PET, MRT, ist die, dass man zuerst wissen sollte, was man eigentlich untersuchen will. Darum geht doch die ganze Diskussion hier.

    Da habe ich den Verdacht, dass gewisse messbare neurologische Prozesse, die bei Spiritualität eine Rolle spielen können, eben nicht in jedem Fall als Spiritualität interpretiert werden. Dann nützen auch die ganzen Apparate nicht viel.
    Das Umgekehrte habe ich schon verschiedentlich angesprochen, dass nämlich unter gleichen Bedingungen neurologische Prozesse in Gang kommen können, oder eben nicht, je nach Veranlagung und Vergangenheit des Probanden.
    Über Messungen wird man wohl kaum abschliessende Aussagen über Spiritualität machen können – schon gar nicht, wenn man nicht einmal weiss, was man suchen soll.

  14. um musad sagt:

    Jussuf

    …und ich hab mich mit ‘mehr dazu’ (= nicht alles) abgesichert 😉

    Und mit der unermuedlichen Verteidigung Deines Textes, zeigst eher Du die angesprochene felsenfeste Ueberzeugung !

    En schoene Tag ! U.M.

  15. Marischmetterling sagt:

    Spiritualität ist für mich (Mythologie) z.B.
    die Schöpfungsmythologie/Spiritualität der Aborigines

    “Am Anfang war der Traum”
    –>Robert Lawler

    z.B.
    “männliche” und “weibliche”, Eisenhans und Wolfsfrau…Robert Bly und Clarissa Pincola Estes
    z.B.
    Findhorn Foundation…
    (die Fragen zum charismatischen Strang (und was daraus entstellt geworden ist “Hallöle…), angedockt an der offiziellen Theologie /zur Überlappung, habe ich für mich nicht endgeklärt… ist mir nicht wichtig)

    – ist für mich,
    wo sich etwas ereignet in der Feldseele, im Konsens des Kosmos
    wo etwas “wabert” in Übereinstimmung der Naturgewalten
    wo “psychische Energien” auftreten…

    – z.B. Visionssuche

    ein New Age- Suppentopf?

    Spiritualität ist für mich nicht z.B. die ‘Technik des männlichen Erfindergeistes und deren Glanzleistungn ala Sackerbörg’…565 “Freunde”… und es “passiert” nichts ausser SCHROTT! Spiritualität ist für mich nicht z.B. Schrott&Korn…ein jeder nennt sich “spirituell”…. ein Labervölkchen…

    Leben nach dem Tod?
    Ein personaler Gott?

    http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/lebenszeit/1570816/

    Die Beschäftigungen mit den Themen (Betroffene, Neurologe, Physiker, Theologieprofessor) erhielten eine selten diskutierte Relativierung. (Fragen, welche die Kirchen nicht weit genug aufnehmen, sondern eben nur am Leitfaden der Bibel behandeln)
    Für Betroffene haben sich die Begriffe gewandelt. Gott wird nach einem Nahtod absrahiert. Und “Leben” ist nur möglich, wo auch Entwicklung ist. Nach dem Tod geschieht keine Entwicklung mehr.

    während mir andererseits auch Aussagen bekannt sind, dass in der NAW oder Anderswelt usw. genau so, alles weiter passieren würde…
    Spekulationen,
    meist verbreitet ist die Übereinkunft, diejeneigen, die zurück kommen durch den Tunnel, hätten HIER “noch eine Aufgabe”…
    fragte sich eine Hörerin, welche Aufgabe sie (Nahtoderlebnis mit fünf) denn hier wohl noch gehabt hätte? Sie würde ihr Leben einfach nur so dahin leben, dümpeln…

    Tja, die “großen Aufgaben”…das “Lebenswerk”, bleibt für viele aus! Und viele machen einen Rückzieher, die Welt verändern zu wollen. Aber das erst, nachdem sie im fortgeschrittenen Alter “weiser” geworden sind…
    .kommt bestimmt ein Bibelschulprediger vorbei und missioniert vom “kleine Brötchen backen”…(während er sich als Macher und Gottes persönlichen Referenten hält :- ) )

    Für mich wäre Gott nun um so mehr ein großes Geheimnis. Eben v ö l l i g unerklärlich und noch geheimnisvoller und anders als der den Fundamentalisten bekannte Gott (der Bibel) , welche Gott “persönlich” und als Person zu kennen vorgeben und (sich selbst an seinesgleichen setzen) nicht nur das, sondern explizit auch “seinen Willen” in jeder Sekunde.

    Ich kenne Gott nicht. Wenn ich es rückblickend betrachte, habe ich Gott auch nie gekannt.

    (hatte an eine Wand gebetet:- (
    kindgemäß, schludgemäß…worauf sich auch nie was ereignetete…EREIGNET haben sich andere “Phänomene”

    Und jener “personale Gott” soll ins persönliche und Weltgeschehen eingreifen? Vollendend den Gesetzestext? (es ist immer wieder die Ambivalenz, das Nebenher Orthodoxie, Organizismus)

    Ja, am Anfang war wohl der TRAUM.

  16. zoe sagt:

    weisst du um musad, unter uns geflüstert, ich bin schon heilfroh dass ich nicht nicht das einzige wesen auf dieser welt bin, wo spirituell sein nicht sauber einordnen kann 😉

    der rabbi kanns, weiss der geier woher er es weiss, vermutlich hat er da eine geheime quelle, eine spirituelle und die will er umsverodden nicht preisgeben….

  17. zoe sagt:

    um musad

    ich habe kadavergehorsam gegoogelt, lies mal durch und achte darauf was die gute katharina von siena da von sich gab

    Das deutsche Wort „Kadavergehorsam“ geht in der sprachlichen Gestalt zurück auf den lateinischen Text der Constitutiones, die Ignatius von Loyola, der Gründer des Ordens der Jesuiten, als Satzung seines Ordens auf Spanisch erarbeitete und von seinem Sekretär Juan Alfonso de Polanco ins Lateinische übertragen ließ. In der 1558, zwei Jahre nach dem Tod des Ignatius, von der Ordenskongregation approbierten und veröffentlichten Fassung heißt es:[1]
    Et sibi quisque persuadeat, quòd qui sub Obedientia vivunt, se ferri ac regi a divina Providentia per Superiores suos sinere debent perinde, ac si cadaver essent, quod quoquoversus ferri, et quacunque ratione tractari se sinit; vel similiter, atque senis baculus, qui, ubicunque, et quacunque in re velit eo uti, qui eum manu tenet, ei inservit. Deutsche Übersetzung von Peter Knauer (1998)[2] Wir sollen uns dessen bewusst sein, dass ein jeder von denen, die im Gehorsam leben, sich von der göttlichen Vorsehung mittels des Oberen führen und leiten lassen muss, als sei er ein toter Körper[3], der sich wohin auch immer bringen und auf welche Weise auch immer behandeln lässt, oder wie ein Stab eines alten Mannes, der dient, wo und wozu auch immer ihn der benutzen will.
    Die Vergleichung des uneingeschränkten Gehorsams mit der Willenlosigkeit eines Leichnams verdankt sich einer bereits mittelalterlichen, von Franz von Assisi geprägten Bildtradition, worauf schon Robert Bellarmin 1588 bei Auseinandersetzungen innerhalb der Jesuitenordens über diese Auffassung des Gehorsams zu deren Rechtfertigung verwies[4]. Denn schon Franz von Assisi hatte die vollkommene und höchste Form des Gehorsams (perfecta et summa obedientia) gegenüber dem Vorgesetzten verglichen mit einem toten, entseelten Leib (corpus mortuum, corpus exanime), der sich ohne Widerstreben und ohne Murren hinbringen lässt wo man will, auch auf ein Katheder gesetzt nicht nach oben blickt, sondern nach unten (d.h. nicht übermütig wird, sondern demütig bleibt) und auch in Purpur gekleidet nur noch bleicher wirkt als zuvor (d.h. die Todesverfallenheit des Menschen nicht vergessen lässt, sondern umso deutlicher vergegenwärtigt)[5].

    Dieser Vergleich, der seinerseits an die biblische Bildlichkeit des corpus mortuum als des um Christi Willen abgetöteten Leibes anknüpft, fand in der klösterlichen und spirituellen Welt des Spätmittelalters weite Verbreitung und wurde auch von den weiblichen Ordensgemeinschaften aufgegriffen, so bei Katharina von Siena in einem Schreiben an die Schwestern in Perugia:[6]
    O obedienza dolce, che non hai mai pena! Tu fai vivere, e correre gli uomini, morti; perocchè uccidi la propria volontà: e tanto quanto è più morto, più corre velocemente, perocchè la mente e l’anima ch’è morta all’amore proprio d’una perversa volontà sensitiva, più leggermente fa il corso suo, e uniscesi col suo sposo eterno con affetto d’amore; e viene a tanta elevazione e dolcezza di mente, che essendo mortale, comincia a gustare l’odore e i frutti delli Immortali. Oh süßer Gehorsam, der du niemals Leid erfährst! Du bringst die Menschen, Tote, zum leben und zum laufen; weil du den eigenen Willen tötest: und je mehr er gestorben ist, desto schneller läuft er, denn der Geist und die Seele, die der Eigenliebe eines perversen sinnlichen Willens abgestorben ist, vollzieht ihren Lauf um so leichter und vereint sich mit ihrem ewigen Bräutigam im Affekt der Liebe; und gelangt zu einer solchen Erhebung und Süßigkeit des Geistes, dass sie im Zustand der Sterblichkeit bereits beginnt, den Geruch und die Früchte der Unsterblichen zu kosten.”

    klösterlich und spirituelle welt, ja bravo, die gute käme heute vermutlich direkt für einen aufenthalt in die psychiatrie. das sind doch todessehnsüchte!
    ich habe gestern zufälligerweise im spiegel? einen bericht über drei junge frauen gelesen die sich nicht gekannt haben, sich aber übers internet kennen gelernt haben und zusammen selbstmord begangen. 16, 18 und 19 jährig. schlimm!

  18. Rabbi Jussuf sagt:

    Zoe
    Ich kanns doch auch nicht.
    Ich versuche nur den Begriff Spiritualität vor dem endgültigen Versinken im esoterischen Sumpf der Bedeutungslosigkeit zu retten.
    🙂
    Dazu sah ich nur ein Mittel: Die Rückbesinnung auf den ursprünglichen Gebrauch im christlichen Kontext, den man dann notfalls noch auf ein allgemeiner religiöses Umfeld ausdehnen könnte. Da wird’s aber schon sehr schwierig, wie wir bereits nicht zuletzt dank Um Musad gesehen haben.
    Am Ende weiss man nicht mehr, was genau man untersuchen soll. Der Begriff ist der Fassbarkeit schon fast entgleitet.

    Interessant, dass Du „Kadavergehorsam“ bringst.
    Bislang wurde Spiritualität durchweg als etwas Positives aufgefasst (Was mich schon von Anfang an gestört hat.).
    Vielleicht ist hier eine Möglichkeit etwas näher an den Begriff zu kommen, wenn auch negative Seiten aufgezeigt werden.
    Aber auch hier zeigt sich die Schwierigkeit: Die Verteidiger des Kadavergehorsams sehen natürlich diese Eigenschaft als absolut positiv.
    Oder ist Kadavergehorsam nur eines von vielen Mitteln, um zu Spiritualität zu gelangen?

    Wie Um Musad vielleicht sehen kann, ich bin durchaus offen für neue Inputs.

  19. Rabbi Jussuf sagt:

    Nur eines ist klar
    Profane Spiritualität ist Blödsinn.

  20. Marischmetterling sagt:

    seltsamerweise ist mein Text weg…(wegen der Links? aber keine Filteranzeichen)

    daher nur Stichworte…vielleicht taucht er ja wieder auf…

    Spiritualität…z.B.

    —Robert Lawlor , Am Anfang war der Traum
    —(Eisenhans und Wolfsfrau)
    —Findhorn-Community…

    ____________

    Physiker, Arzt, Theoprof und Nahtodbetroffene und Hörer…

    http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/lebenszeit/1570816/

    Gott “ganz anders”…viel abstrahierter als man “ihn” zu kennen vorgibt (und sogar seinen “Willen”)
    Leben nach dem Tod = kein “Leben”, da keine Entwicklung mehr stattfindet…

    Ich “kenne” jedenfalls Gott nicht…Gott bliebe allenfalls das ganz große Geheimnis, das ganz große ANDERE

  21. Andreas sagt:

    Aqua

    06.10.2011 um 12:04

    Wie heisst doch die Volksweisheit: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau (die die Peitsche schwingt).

    Cherchez la femme? Auch beim nicht erfolgreichen Mann?

  22. um musad sagt:

    Jussuf

    kanns doch auch nicht.

    Es schient jetzt aber, um einiges besser als ich und zoe kannst du das schon. Endlich bist du hersaus gerueckt mir der ” geheimen Quelle “, dank zoe. 🙂
    Aber zum lachen ist das wiederum nicht! Traurig auch die Spiegelnachrichten !! 
    Jetzt geht mir auch ein Licht auf, warum ich eigentlich eher eine Abneigung habe fuer dieses Wort. Erst Erwino’s Beschreibung und einwenig das Erinnern von Allegra wegen der Hadschreise,liess mich fragen ob ich Spiritualitaet auch erlebe.

    Wie Um Musad vielleicht sehen kann, ich bin durchaus offen für neue Inputs.

    Ja,das kann ich schon lange sehen.

    U.M.

  23. um musad sagt:

    Zoe
    Oh,dass warst ja du mit der ” geheimen spirituellen Quelle “.
    Was man mit googeln nicht alles herausfindet !!

    Sorry, mein obiges Posting hab ich geschrieben, in der Annahme das Jussuf das gepostet hat.

    U.M.

  24. Aqua sagt:

    Andreas: “Cherchez la femme? Auch beim nicht erfolgreichen Mann?

    Beim nicht erfolgreichen Mann schreibt die Frau nachher Bücher und verkauft sie in der nächsten Poststelle. Dort finden sich dann Titel wie “Scheisskerle” und “Und jedes mal war’s der Mann für’s Leben” oder ähnliches.

    Solche Titel habe ich heute gerade auf der Post gesehen … Auf der Rückseite so vielsagende Texte wie “Fraum um die 30 gerät immer an die falschen Typen, obwohl sie den Mann für’s Leben sucht”. lol

  25. Andreas sagt:

    Hypatia
    06.10.2011 um 13:47

    Eher ist es doch so, dass zB die katholische Kirche sehr interessiert ist an wissenschaftlichen Erkenntnissen und diese ganz und gar nicht konkurenzieren will….

    Die katholische Kirche mag an wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert sein, solange diese wissenschaftlichen Erkenntnissen ihr nicht ins Gehege kommen.

  26. Andreas sagt:

    augeschnappt
    05.10.2011 um 00:55
    Ihr Artikel gefällt mir.
    Ich mache Sie auf die Kritik der Tiere aufmerksam (Friedrich Nietzsche Die fröhliche Wissenschaft).
    Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat, – als das wahnwitzige Tier, als das lachende Tier, als das weinende Tier, als das unglückselige Tier.

    Survival of the fittest. Is the one who survives the fittest?

  27. Steinzeitfrau sagt:

    @ anima

    auch meine Ahnen bedeuten mir sehr viel… was denn sonst? Jedenfalls im irdischen Dasein…verdanke ich alle genetische Substanz
    und viel der psychischen Konditionierung…WAS FÜR EIN LANGER WEG! die schrecklichen Erfahrungen der Mütter (und Väter) integriert

    dafür, dass ich vermutlich eine archaische Ausgabe bin, gibt es einige Anzeichen – ausser zu blöd für Technik – dafür intuitiv/wahrnehmend…(nicht nur die überhaupt nicht degenerierten Geburten….Schnitt/Riss/Zange),
    von daher ist aber eine “Anpassung” erst an eine späte christliche Theo-Logie völlig daneben. (allergen!)
    Mein heutiges “dogmatisches Potenzial” soll nun aber der Steinzeiternährung zufliessen! :- ) (retten, was noch zu retten ist…mit dem Weizenkorn der Bibel hat sich mein Bauch noch nie wohl gefühlt) Blutgruppe 0 mag eben weder einen Manngott noch Pansch. Schließt sich wieder ein Erkenntniskreis…
    (Und Brot kennen auch die Ogimifrauen nur vom Hören seit McDoof. Und was sie sehen, macht sie betrübt….)

    Gesundheit ist “spirituell” (und ein diszipliniertes Konzept)

  28. The crony might an acquaintance, still an acquaintance will almost always be a fabulous crony.
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