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Hallo Himmel

Hugo Stamm am Samstag den 13. Januar 2007

Lieber Gott, lieber Jahwe, lieber Allah,

heute ist die Zeit der Danksagung. Ich möchte Euch, den Schöpfern des unendlichen Universums, danken. Danken dafür, dass Ihr mich geschaffen und auf die Erde gestellt habt. Damit habt Ihr mir ein grosses Geschenk gemacht.

Der Körper, den ich erhalten habe, ist ein Wunder. Die Krönung ist allerdings der Kopf, den Ihr mir auf den Hals gesetzt habt. Er beherbergt ein phänomenales Organ, das mich staunen lässt. Das Superhirn, das mein privates Universum steuert, ist wohl das komplexeste Gebilde, das wir finden können.

Wenn ich mich in der Welt umschaue und auf mein Leben zurück blicke, dann wird mir klar, dass Ihr gut daran getan habt, mich mit einem solchen Superorgan auszustatten. Denn das Umfeld, das Ihr mir als Spielplatz zur Verfügung gestellt habt, hat es in sich. Manchmal kommt es mir vor, als sei unser Planet eher ein Kampfplatz. Ohne den Supercomputer in meinem Schädel wäre ich heillos überfordert, wenn nicht verloren. Deshalb noch einmal: Danke, liebe Götter.

Bei Eurer weiser Voraussicht, mich gut auszurüsten, erstaunt mich dann doch, wie Ihr Euch präsentiert. Aus Platzgründen konzentriere ich mich auf Dich, Du Gott der Christen. Da bleibe ich oft rastlos zurück. Und ich frage mich, weshalb Du mir ein so komplexes Erkenntnisorgan geschenkt hast, mir aber so viele Rätsel aufgibst, wenn es darum geht, Dich zu erkennen und zu verstehen.

Denn dabei hilft mir mein Grosscomputer nicht weiter. Und wenn ich Deine Eigenpräsentation in der Bibel studiere, machst Du mich vollends ratlos. Warum nur, lieber allwissender Gott, zeigst Du Dich nicht so, dass ich Dich mit meinem Verstand erkennen oder erfassen kann?

Ich gebe Dir ein paar Beispiele. Die Trinität macht mein Hirn oder meinen Verstand ratlos. Was haben der heilige Geist und Jesus in Dir oder in Deiner Identität zu suchen? Lass den heiligen Geist doch einfach neben Dir der heilige Geist sein. Wobei ich, ehrlich gesagt, seit jeher Mühe mit ihm habe. Mir ist nie recht klar geworden, warum es ihn braucht.

Du verlangst von uns Menschen, dass wir auch die andere Wange hinhalten sollen und den Nächsten lieben wie uns selbst. Und sogar unsere Feinde. Und töten dürfen wir schon gar nicht. Trotzdem zieht sich durch das Alte Testament eine Blutspur, die unter anderem von „Deinen Leuten“ gezogen worden ist. Ausserdem waren manche von Deinen Stellvertretern hier auf Erden auch ziemlich blutrünstig. Warum hast Du ihnen nicht das Schwert aus der Hand genommen? Und ausgerechnet Du hast von Abraham verlangt, er solle seinen Sohn töten. Nur um zu erfahren, ob er Dir treu ist. (Warum hast Du nicht in sein Herz geschaut und die Antwort ohne Mordauftrag geholt?)

Warum, lieber Gott, soll Maria Jesus unbefleckt empfangen haben? Hast Du ihr die Freude nicht gegönnt?

Warum ist Jesus von den Toten auferstanden? Wenn Du ihn nicht hättest sterben lassen, wäre das schwer verständliche Ritual überflüssig gewesen.

Und erst die Johannes-Offenbarung. Was Du da den Menschen am Ende der Zeit androhst, die nicht ganz auf Deiner Seite stehen, ist schrecklich. Die Qualen der Ungläubigen sind höllisch. (Es gibt Leute, die haben noch nie von Dir gehört – weshalb sollen sie denn auch Qualen erleiden?) Schmerzt es Dich nicht, wenn Du die Menschen so leiden siehst? Du hast sie doch nach Deinem Ebenbild geschaffen. Und Du bist doch der liebende Vater. Warum kannst Du denn so grausam sein mit Deinen Kindern, die sich vielleicht ein wenig verirrt haben?

Mit diesen Fragen gehöre ich vermutlich auch zu den Abgefallenen. Doch wenn Du mich wegen meines kritischen Verstandes in die Hölle verbannst, dann schickst Du einen Teil von Dir zum Teufel. Weil Du mir mit Deinem eigentümlichen Verhalten nicht die Möglichkeit gegeben hast, Dich zu erkennen.

Ich höre die Gläubigen bereits, die sagen, Gott erfahre man nicht mit dem Hirn, sondern mit den Gefühlen. Sie haben recht. Doch ich weiss auch aus Erfahrung, dass Intuition und Gefühle nicht unfehlbar sind. Besonders in schwierigen Situationen sind sie kein verlässlicher Kompass. Dann können mich nur der kritische Verstand und die Lebenserfahrungen vor Fehlentscheiden oder falschen Erkenntnissen schützen. Deshalb prüfe ich spirituelle Gefühle früher oder später auch mit dem Verstand. Und dann, lieber Gott, rückst Du leider ziemlich weit weg.

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321 Kommentare zu “Hallo Himmel”

  1. Moria sagt:

    r_eviens-nous g_entleman

    danke fuer den Hinweis, ja wenn man soviel “dummes Zeug” schreibt wie ich, vergisst man noch zwischendurch das wesentlichere.
    Don’t forget it – steht fuer, dass wir Sie moeglichst bald zurueckwuenschen. In dem Sinne sag ich au-revoir et non adieu!

    feelx
    “warum sagst Du Sie…” ein Versehen, dabei ist es auch ein aeusseres Zeichen der Hoeflichkeit, das einen tieferen sittlichen Grund hat!!! Jetzt, wo wir so nahe beieinander im selben Boot versus Omen sitzen!

    Ich vermisse Dich im Banne des Glaubens -mein Lieber!

  2. bg sagt:

    @elephant: Mein lieber Freund, kann sein, dass Sie kein schlechter Mensch sind. Aber einige Vorurteile sind schon in Ihrem Kopf. Glaube, richtig gelebt, macht frei. Glaube hat nichts mit Scheuklappen zu tun. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Bibel das wichtigste Buch des Abendlandes ist und es uns in vielen Lebenssituationen ein guter Ratgeber ist, bin ich durchaus mit Ihnen einig, dass man die Bibel nicht wortwörtlich auslegen darf. Die Bibel sind viele Bücher, auch Geschichtsbücher. Und diese Bücher sind immer wieder übersetzt worden. Da ist viel Menschenwerk enthalten. Da nun die Kommas zu zählen ist wahrlich nicht die Art, die uns zum richtigen Glauben bringt. Der Glaube ist übrigens nicht eine vorauseilende Annahme, sondern wahrer Glaube kommt durch das Beobachten der Realität nicht ins Wanken, sondern wird durch die Beobachtung der Realität bestätigt und bekräftigt.

    Ich habe mich während einiger Zeit mit Buddhismus beschäftigt. Was mich am Buddhismus faszniert, ist wie einfach alles formuliert ist, wie leicht verständlich alles ist. Nach meiner Erfahrung sind gute Sachen immer einfach.

    Vergleicht man die Aussagen des Buddhismus mit der Bibel, so findet man gerade im ethischen und philisophischen Bereich grosse Übereinstimmung. Einzig mit dem Unterschied, dass die Bibel unendlich kompliziert geschrieben ist und äusserst schwer verständlich.

    Dass die Bücher vor dem jeweiligen historischen Hintergrund zu verstehen sind, versteht sich von selbst.

    Zu Ihren Ausführungen, die einen gewissen Herrn Spörri betreffen, kann ich nichts sagen. Ich kenne diesen Herrn nicht. Ich lese auch keine Bücher, die andere Menschen als zweitklassig darstellen. Aus meinen Beiträgen ist auch nichts derartiges abzuleiten. Ich arbeite mit Menschen verschiedener Religionen zusammen. In unserer Firma ist das normal.

    Zum Islam habe ich im Blog “Heilige Famile” schon alles gesagt. Ich sehe in Ihrem Beitrag nichts, das ich kommentieren sollte. Es ist unser Recht als Schweizer, auf unsere Kultur stolz zu sein. Es kann nicht sein, dass wir wegen Flüchtlingen, die wir aufgenommen haben, nun beginnen müssten, das Christentum im Alltag nicht mehr zu leben.

    Die Bemerkung, wie nahe ich meinem Gott sei, ist deplaziert. Sie massen sich hier an, zu wissen, wie mein Verhältnis zu Gott ist. Ich denke, es ist Ihnen bewusst, dass jene Bemerkung eher aus einem Vorurteil in Ihrem Kopf entspringt und nicht unbedingt zu den wertvollen Sätzen in diesem Blog gehört. Sie dürfen sich trotzdem mein Freund nennen.

    @elephantenwärter: Genau wie mein Jünger in diesem Blog mir Recht gibt, so hat offensichtlich der elephant auch seine Jünger-Gemeinde :-))

  3. Elephantideawaerter sagt:

    b_i g_ott

    kennen Sie den Unterschied zwischen Recht und recht?
    Sie beschreiben das Recht, das Ihnen Ihre Juenger geben. Gewoehnlich muss man das Recht suchen. Im Gegensatz dazu haben die Juenger des Elefanten einfach recht, ausser sie haben einmal ausnahmsweise nicht recht!!!
    Wir E.’s Juenger wehren uns, seine Meinungen als Vorurteile vor zu verurteilen. Denn Vorurteile sind meistens lebenslaenglich – er urteilt taeglich auf den Punkt….
    Noch Fragen?

  4. bg sagt:

    Danke für den orthographischen Hinweis. Sollte natürlich recht heissen.

  5. Der Eddie sagt:

    Genial,Herr Stamm.Hut ab und weiter so.

  6. Stella dAngelo sagt:

    Lieber Herr Stamm

    Bitte differenzieren Sie zwischen dem blutrünstigen HERRN in der Stiftshütte und dem Gott der Christen.

    Der Gott, der für das Christentum relevant sein sollte, beauftragte doch Jesus explizit deshalb zu den Verlorenen Schafen Israels, um das wahre Wesen Gottes zu offenbaren und auch wirklich gottgefälliges Leben.

    Die andere Backe hinhalten bedeutet, sämtlichen Provokationen in Wort und Tat aus Eigenschutz die Stirn, respektive Backe zu bieten.

    Na, ich wünsche Ihnen jedenfalls noch viele interessante Lebens- und Wirkungsjahre auf Mutter Erde, freidenkende Menschen wie Sie braucht das bislang Konzildogmenverseuchte Christentum, das sich immer mehr von Christi Lehren über Gott und innige Gottverbundenheit entfernt.

    Herzliche Grüsse, Stella

    PS: Der Heilige Geist kann auch als innere weise Führung wahrgenommen werden, die uns zur gelebten Liebe anleitet und zum Weg aus der Finsternis ins Licht….

  7. wowgold sagt:

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  8. Pascal sagt:

    1.2 oder 3 ob ihr richtig steht seht ihr wenn das Licht angeht.

    Jesus kommt wieder… Macht euch bereit…

  9. Jürgen sagt:

    So isses…und selig sollen die geistig Armen auch weiterhin bleiben…

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