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Am Anfang des Konflikts steht das Wort Gottes

Hugo Stamm am Donnerstag den 14. Juli 2011
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Die aggressivste Missionsstrategie hat das Christentum: Jeremy Irons als Priester in Südamerika im Film «The Mission» (1986).

Die meisten Religionen und Glaubensgemeinschaften sind mit sich und der Welt im Einklang. Sie sind zufrieden, wenn sie in ihrem angestammten Gebiet ungehindert ihre religiösen Ziele verfolgen können. Die Buddhisten, die etwa 6 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, begnügen sich weitgehend damit, sich in Ruhe mit der inneren Leere oder dem Nichts auseinandersetzen zu können. Sie sind sich selbst genug, Expansion gehört nicht zu ihrem Bestreben.

Auch die Hindus (13 Prozent) haben kein Verlangen, Gott oder Allah zu vertreiben und an ihrer Stelle Shiva zu setzen. Den Shintoisten gefällt es in Japan gut, sie haben kein Bedürfnis, sich in China oder sonst wo auszubreiten. Die Stammesreligionen (12 Prozent) sind ohnehin lokale Phänomene. Auch die Nichtgläubigen (12 Prozent) sehen keine Veranlassung, ihre Desinteresse an religiösen Fragen aufzudrängen. Eine gewisse Expansionslust verspüren allenfalls die Atheisten (2 Prozent), doch ihr Engagement beschränkt sich auf das Wort als Aufklärungsinstrument. Die Juden (0,2 Prozent) bleiben ohnehin lieber unter sich, als dass sie sich mit Andersgläubigen auseinandersetzen würden.

Einen ausgeprägten Expansionsdrang spüren einzig das Christentum (33 Prozent) und der Islam (21 Prozent). Es ist wohl kein Zufall, dass die beiden grössten Religionen von ihrem Gott einen Missionsauftrag erhalten haben. Das christliche Gebot («Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium») hat offensichtlich gewirkt. Die Muslime sollen zwar auch die Botschaft Gottes verkünden, in erster Linie aber innerhalb eigenen Gemeinschaft. Deshalb waren sie in der Vergangenheit zurückhaltender, Missionsoffensiven in der christlichen Welt gab es vor der Globalisierung der Welt kaum.

Die aggressivste Missionsstrategie hatte also seit jeher das Christentum. Der Durchbruch gelang, als sich der Klerus im 1. Jahrtausend mit den Staatsherrschern verbünden konnte und politischen Einfluss gewann. Erstaunlicherweise waren es in jüngster Zeit säkulare Entwicklungen, welche die christlichen Grosskirchen Zurückhaltung üben liessen: Kritik an den christlichen Missionaren in Entwicklungsländern, Kolonisation und Menschenrechte verboten aggressive Missionskampagnen. Trotzdem sind die Christen immer noch die erfolgreichsten Missionare: Freikirchen legen sich keine Zurückhaltung auf und missionieren selbst in muslimischen Ländern.

In den letzten Jahren fallen auch Muslime durch ihre Missionstätigkeit in den christlichen Stammlanden auf. Immigranten versuchen ihren Einfluss auszuweiten, Terroristen schüren den Hass. Allerdings sind in erster Linie politisch motivierte Extremisten aktiv. Dies in erster Linie als Reaktion auf die politische Einmischung der westlichen Mächte in muslimisch geprägten Ländern.

Konkret: Auf der christlichen Seite gefährden die religiösen Eiferer, die auch in der katholischen Kirche zu finden sind, mit ihrem Machtdrang den religiösen Frieden. Auf der muslimischen Seite instrumentalisieren politische Hardliner religiöse Fundamentalisten und heizen den Konflikt mit der westlichen Welt an.

Am Anfang der Konfliktspirale steht aber immer noch das Wort Gottes.

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1.005 Kommentare zu “Am Anfang des Konflikts steht das Wort Gottes”

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