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Sind Globuli wirkungslos?

Hugo Stamm am Donnerstag den 26. August 2010

Täglich greifen viele Menschen zu Kügelchen und Tinkturen, die so geheimnisvolle Namen wie Acidum cabolicum oder Carbo vegetabilis tragen. Manche Personen haben stets ein
Notfallset bei sich. Während die meisten bei den Lebensmitteln die Inhaltsstoffe studieren, schlucken sie diese Mittelchen bedenkenlos. Tatsächlich haben fast drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer schon homöopathische Medikamente benutzt, rund ein Drittel tut es regelmässig. Die Welt der Globuli gilt als sanft, die Gemeinde der Gläubigen vertraut darauf blind.

Die wenigsten kennen die homöopathischen Theorien und wissen, was effektiv in den Mitteln steckt. Die lange Liste der Substanzen enthält denn auch ein paar unappetitliche Ingredienzien. Die Hersteller töten zum Beispiel Tiere und zerhacken sie. Darunter Kakerlaken, Kreuzspinnen, Waldameisen. Verwendet werden auch Eierstockextrakte, Sekrete von Stinktieren, Schlangengifte oder Ausscheidungen von Pottwalen. Im Dschungel der Tinkturen und Globuli haben nur noch Spezialisten den Überblick, gibt es doch Tausende von Mitteln und Potenzen. Patienten sind da rasch überfordert.

Gegen Malaria nicht geeignet

In jüngster Zeit schlägt den Homöopathen jedoch ein rauer Wind entgegen. Kritiker erinnern daran, dass es den Fachleuten in den letzten zwei Jahrhunderten nicht gelungen sei, eine plausible oder wissenschaftlich fundierte Erklärung für die Wirkungsweise der magischen Kügelchen zu liefern.

Der prominenteste Kritiker ist der weltweit erste Professor für Komplementärmedizin, der deutsche Arzt Edzard Ernst, einst selbst ein Homöopath. Er hat klinische Studien durchgeführt und 200 Untersuchungen ausgewertet. Sein Fazit: «Homöopathie ist eine widerlegte Methode.» Den Protest der Homöopathen konterte er mit einem Gegenangriff: Ernst versprach jedem 100’000 Dollar, der die Wirksamkeit der Heilmethode nachweisen kann. Bis heute musste er noch keinen Cent bezahlen.

Unterstützt wird Ernst vom britischen Psychiater Ben Goldacre. «Die Leute zahlen, um von einer vermeintlichen Autoritätsperson belogen zu werden.» Ein Beispiel: Touristen wollten oft keine Malaria-Prophylaxe betreiben, weil die Medikamente Nebenwirkungen zeigten. Deshalb schluckten sie auf Anraten eines Homöopathen einfach Globuli. Schon mancher sei deshalb nach einer Malaria-Ansteckung beinahe gestorben.

Vor wenigen Wochen hat der britische Ärztebund ultimativ erklärt: Homoöpathie ist Hexenzauber. Bei den knappen Mitteln im Gesundheitswesen sei es unverantwortlich, Geld für Quacksalberei auszugeben. Der Protest gilt auch der Königsfamilie, die seit Jahrzehnten ihre schützende Hand über die Homöopathie hält. Die Royals schlucken selbst bei jeder Unpässlichkeit homöopathische Mittel. Im Februar protestierten Hunderte von Skeptikern in mehreren britischen Städten gegen die staatliche Unterstützung. Sie zogen zu Apotheken, kauften Globuli und schluckten gemeinsam ganze Fläschchen. Trotz massiver Überdosis spürten sie keine Reaktion.

Tatsächlich glauben Homöopathen, ihre Methode helfe gegen alle Leiden. Der Homöopathieverband Schweiz dazu: «Grundsätzlich können alle akuten und chronischen Krankheiten behandelt werden, ob sie nun physischer oder psychischer Natur sind.» Er behauptet auch, Homöopathie sei eine «wissenschaftliche Therapie».

Auch bei Badeunfällen geeignet

Der deutsche Arzt und Homöopath Jens Wurster schrieb gar ein Buch mit dem Titel «Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter Tumore». Darin dokumentiert er die angebliche Heilung von Krebskranken.

Das Expertenportal für Homöopathie vnr.de erklärt, die Homöopathie wirke auch bei Badeunfällen. Bei gefüllter Lunge müsse Antimon tartaricum verabreicht werden, bei Atemstillstand Camphora (Kampfer), und wenn der Verunfallte bereits einen eiskalten Körper habe und dunkelviolett angelaufen sei, solle ihm Carbo vegetabilis (Holzkohle) verabreicht werden. Wie er die Mittel schlucken soll, wird nicht verraten.

Die meisten Globuli-Konsumenten reagieren gelassen auf den Glaubenskrieg und vertrauen weiter auf die Wirkung der Kügelchen. Sie gewichten die eigenen Erfahrungen höher als die Argumente der Fachleute und deren Studien. So viele Patienten können sich nicht irren, argumentieren sie. Deshalb halten sie sich an die Losung: Wer heilt, hat recht. Nach überstandener Krankheit schreibt man die Genesung lieber der sanften, sympathischen Homöopathie zu als der nüchternen Schulmedizin.

Stärkere Wirkung durch Verdünnung

Der Begründer der Homöopathie war Samuel Hahnemann (1755–1843). Der deutsche Arzt hatte bei einem Selbstversuch angeblich herausgefunden, dass eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen Beschwerden auslöst, einen Kranken heilen kann. Hahnemann nahm daraufhin Chinarinde zu sich, die seinerzeit zur Bekämpfung der Malaria verwendet wurde, und stellte danach malariaähnliche Symptome bei sich fest. Daraus leitete er den Lehrsatz ab: Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden. Zum Beispiel: Als Hahnemann herausfand, dass Patienten auf das hochgiftige Schwermetall Thallium mit Haarausfall reagierten, setzte er den Stoff gegen Haarausfall ein. Natürlich verdünnt.

Damit schuf er ein zweites, ungelöstes Problem: Hahnemann und seine Nachfolger behaupten, mit der Verdünnung werde die Wirkung verstärkt. Die Homöopathen sprechen von Potenzierung. Diese These widerspricht aber allen bekannten Naturgesetzen. Wenn Sirup verwässert wird, schmeckt er nicht mehr nach Sirup.

Dieses Paradox erklären viele Homöopathen so: Das Wasser nimmt beim Verdünnen und Verschütteln die Information des Wirkstoffes auf. Doch auch diese These findet keine Bestätigung in der Naturwissenschaft. Das Phänomen, dass Wasser ein Gedächtnis habe, wird höchstens noch in der Esoterik propagiert. Für Kritiker ein weiterer Widerspruch: Würde unser Wasser Informationen von andern Substanzen übernehmen, wäre es wohl nicht mehr trinkbar. Denn es ist im Lauf der Jahrmillionen mit Gift in Berührung gekommen, der homöopathischen Theorie zufolge müsste es verseucht sein. Und: Wenn sich durch das Potenzieren die Wirkung verstärkt, müsste dies nicht auch für die Nebenwirkungen gelten?

Homöopathen halten entgegen, die Mittel entfalteten ihre Wirkung nicht wie pharmazeutische Medikamente. Globuli unterstützten vielmehr den vom Körper angeregten Heilungsverlauf. Sie verweisen weiter darauf, dass Globuli auch bei Säuglingen und Tieren wirkten. Fazit: Die Verfechter der sanften Heilmethode weisen die wissenschaftlichen Befunde zurück. Der Zürcher Homöopath Marco Righetti erklärt: «Fast alle Studien über die Homöopathie missachten die Grundlagen und Grundregeln der Homöopathie, sind praxisfremd und meist ohne jegliche Praxisbedeutung.»

Alles nur Placebo-Effekt?

Die Mittel müssten bei jedem Patienten individuell angepasst werden, sagt Righetti. Dies verunmögliche Doppelblindstudien, wie sie bei der Prüfung von Medikamenten angewendet werden. (Bei Doppelblindstudien wird der Hälfte der Testpersonen das zu testende Medikament abgegeben, der andern Hälfte ein Mittel ohne Wirkstoffe.)

Homöopathen führen gerne übersinnliche Gründe an: Es gebe zwischen Himmel und Erde viele Phänomene, die sich unserer Ratio noch entzögen.

Kritiker wie Edzard Ernst halten entgegen, Globuli bewirkten einen relativ hohen Placebo-Effekt, seien also eine Art Scheinmedikament. Der Berner Immunologie-Professor Beda Stadler wirft den Homöopathen vor, sie würden den Placebo-Effekt als Wirkung der Globuli interpretieren. Viele leichtere Krankheiten würden ohnehin spontan abklingen. Verschwinde das Leiden nach der Einnahme von Globuli, werde die Heilung irrtümlicherweise dem homöopathischen Mittel zugeschrieben.

Die Homöopathie kennt drei Potenzen (Verdünnungsverhältnisse): D, C und Q. D-Potenzen werden im Faktor 1:10, C-Potenzen 1:100, Q-Potenzen 1:50’000 gemischt. Das Verdünnungsprozedere in den drei Kategorien kann endlos wiederholt werden. D9 bedeutet beispielsweise ein Verhältnis von 1:1 Milliarde (entspricht einem Tropfen in einem grossen Tanklastwagen), D23 führt zu einem Verhältnis 1:100 Trilliarden. Bei einer hohen Q-Potenz würde man im ganzen Universum kaum mehr ein Molekül finden.

Manche Apotheken potenzieren ihre homöopathischen Mittel selbst, was sehr lukrativ sein kann. Aus 1 Liter Grundstoff, den der Apotheker beispielsweise für 500 Franken kauft, kann er bei hohen Potenzierungen unendlich viele Fläschchen gewinnen und Margen von mehreren Zehntausend Prozent erreichen. Seine Arbeit dabei: fleissig schütteln. Es gibt Apotheken, die 20’000 verschiedene Mittel führen.

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949 Kommentare zu “Sind Globuli wirkungslos?”

  1. erna sagt:

    @ anna

    Und den Nachsatz den ich vergessen habe niederzuschreiben: Nach abeschlossenem Studium hat ein Psychologe keinen rechtlich geschützten Titel. Alle möglichen und unmöglichen Leute können sich Psychologe nennen.
    Sie können also im Dschungel des Psycho-Angebotes frei praktizieren bleiben aber für den durchschnittlichen Bürger ein zu teurer Luxus es sei denn sie seien angestellt in einer Arztpraxis und würden dort unter Aufsicht delegiert arbeiten. Das erklärt die Sache vielleicht. Eine wichtige Anmerkung ist das allemal, denn würde ich mir jetzt Gedanken über meinen Werdegang machen wäre das möglicherweise eine ausgeschlossene Berufsgattung weil einigermassen an das Auf und ab der wirtschaftlichen Situation gebunden.

    @ rabbi jussuf

    Ich habe genau aufgeschlüsselt wovon ich rede und nachgefragt wovon anna redet. Bis jetzt habe ich keine Rückmeldung. Ausser dass moria einmal mehr “dumme Bemerkungen” zu meinem nick äussert und Sie stereotyp mitteilen alles sei falsch. Warum schreiben Sie nicht, was Sie so falsch finden, das wäre viel aufschlussreicher.

  2. Harvey sagt:

    “Auch da ist eine Normallaufbahn vorgegeben und ich habe noch von keiner universitären Ausbildung gehört, die nach nach resp.5 oder 6 Jahren definitiv abgeschlossen werden könnte. Das einzige Studium bei dem das möglich sei ist m.W. Psychologie und das merkt man auch deutlich.”

    Ich will mich ja nicht loben, aber ich habe mit 23.5 ein Lizentiat in Jus und ein Vordiplom in Mathe gehabt und mit 25 das Anwaltspatent, das halt noch ein Nettojahr Praxis voraussetzt (von nun an gings bergab).

  3. Rabbi Jussuf sagt:

    Erna
    Dumm gelaufen, nicht?

    Ich glaube, es erübrigt sich, noch weiter auf Ihre schrägen Behauptungen einzugehen.

  4. erna sagt:

    @ rabbi jussuf

    Hier kann jeder schreiben was er will. In meinem Bekanntenkreis gibt es mehr als einen jungen Anwalt und die sind alle ein paar Jahre älter als harvex das angibt.

  5. Amen sagt:

    Herr im Himmel sorg dafür,dass mich Harvey nicht mit Anna verwechselt, denn sonst gibt er mir wieder recht. Und das nur weil er mich für Anna hält und nicht wegen meiner Gebete.

    Herr im Himmel sorg dafür, dass sol ventus nicht die Moria wegen ihres Spottes rügt, wo er doch selber selber selber…selber. Eben.

    Herr im Himmel mach, dass der Rabbi die erna nicht gleich heiratet.

    Und Herr im Himmel mach, dass die Wischenschaftler es endlich schaffen, etwas zu finden was in den Globuli drin ist und das wirkt. Auch wenn bis anhin nichts drin war, nun kannst du etwas reinbeamen, etwas feinstoffliches, das man bald findet und alle sind dann zufrieden.

    Amen

  6. Alice in Wonderland sagt:

    @ Moria
    Hatte dich schon vermisst! Machte mir fast ein bisschen Sorgen, denn von Mexico hört man dieser Tage nicht gerade Erfreuliches.

    Ja, schon klar, dass Bekannte auf die Homöopathie schwören ist in der Tat ein schwaches Argument. Was soll’s. Ich ess’ ja auch keine Globuli. Trotzdem könnte ich nicht behaupten, dass sie nicht wirken, weil ich es nicht weiss. Aber wie Olive sagte, plausibel ist es wohl nicht.

    Noch wegen Erna. Vielleicht wieder bei Null anfangen? Oder erst Mal sein lassen? Ich weiss mir da auch keinen Rat mehr.

    @ all
    Interessant finde ich eigentlich noch, dass homöopathische Präparate vielerorts verkauft und anscheinend von vielen Menschen eingenommen werden. Meint ihr, es geht den Herstellern nur ums Geld oder glauben die selber auch daran? Und was ist mit all den Apothekern? Ist es denen egal, was sie verkaufen?

  7. erna sagt:

    @ alice im Wonderland

    Lassen Sie mich raus aus dem Kapitel “moria”. Das war nie anders. Das lief gleich zu Anfang so. Moria’s Stil liegt mir nun einmal ganz und gar nicht und ich glaube, dass ich klar gesagt habe woran das liegt. Sie soll mich in Frieden lassen. Über generelle und themenbezogene Postings von ihr gehe ich einfach hinweg und auf meinen nick-bezogene reagiere ich. Und zwar jedesmal gleich. Oft genug habe ziemlich klar gesagt, dass ich so nicht kommunizieren möchte und letztendlich ist das jetzt so. Da gibt es nichts mehr zum “ganz vorne anfangen”. Kaputt ist kaputt und ich mag mir nicht im internet den schlechten Stil moria’s angewöhnen noch möchte ich hier ständig blossgestellt und verspottet werden. Ich habe dazu keine Lust und spiele nicht mehr mit. Gar nicht und nie mehr.

  8. Alice in Wonderland sagt:

    @ Erna
    Sie spielen sehr wohl mit.
    Von vorne anfangen, d.h. versuchen, den Menschen, mit dem man es zu tun hat aus der Schublade nehmen, kann man immer. Wenn man denn will. Jeder hat seine Macken, auch Sie. Ist doch okay.

  9. erna sagt:

    @ alice im wonderland

    Irgendwann ist einfach genug. Und das hat nichts mit Macken zu tun sondern ist einfach schlechter grober Stil bis hin zu arger Taktlosigkeit (blosstellen). Da bin ich nicht mehr dabei. Moria will gar nicht kommunizieren, sie will rechthaben und dann noch ihr vis à vis ein wenig anspeien. Dafür muss sie sich jemand anderen suchen.

    Das vom “man kann immer” trifft nicht immer zu und in diesem Fall nicht. Manchmal ist das möglich und manchmal muss man unter etwas ganz dezidiert einen Punkt setzen. Es gibt Leute die nicht miteinander können und da ist es besser seine Grenzen zu erkennen und abschliessen deutlich nein zu sagen. Das macht durchaus auch hier Sinn.

  10. sol ventus sagt:

    Johann: “Ich biete Ihnen ein grosses Mea Culpa an…

    Unter einem “mea maxima culpa” inklusive zehnfacher Verbeugung vor dem heiligen Anwaltsstuhl geht da wohl nichts.

    😉

  11. Alice in Wonderland sagt:

    @ Erna
    Lassen wir Moria aus dem Spiel.
    Mein Problem mit Ihnen ist, dass Sie das Gespräch verweigern, wenn es um die Wurst geht. Ich kann mich selbstverständlich irren, aber so ist es für mich bei unseren letzten Gesprächen angekommen. Ich kam mir verar… vor. Ich nehme das nicht persönlich, es wurmt mich aber, weil ich es nicht verstehen kann, und ich mir somit auch nicht sicher bin, wie ich es das nächste Mal besser machen könnte.
    Wünsche Ihnen auf jeden Fall einen schönen Abend!

  12. erna sagt:

    @ alice im wonderland

    Wissen Sie, meistens ist da bereits ein gewisser Input gelaufen. Die beiden letzten Male nachlesbar weil unmittelbar. Ich persönlich meine, dass wenn meine postings Sie interessieren dann müssten Sie sie lesen wollen ansonsten fehlt ein eigentliches Interesse. Wenn Sie schreiben Sie seien sich ver….scht vorgekommen, so könnte ich mich genau gleich äussern. Wonach Sie fragten muss praktisch vor Ihrer Nase gestanden haben und Sie haben das kurzum nicht gelesen. Solche etwas leicht verärgerten Aussagen kann ich nicht ernst nehmen, tut mir leid. Ich sehe nicht den Sinn, dass ich scrollen müsste weil Sie etwas wissen wollen. Wenn Sie etwas wollen, dann tun Sie doch üblicherweise was dafür. Und hier wäre es simpel und einfach gewesen. Ich weigere mich erklärte Erklärungen zu erklären. Das tönt zu sehr nach moria. Und das wars nun, ich mag so nicht.

  13. erna sagt:

    @ alice im wonderland

    z.B. das Wort mit den vielen Pünktchen zwischen der Anfangs- und der Schlusssilbe ist eigentlich ein Wort, das in meinem Umgangswortschatz nicht vorkommt weil für mich ein Schimpfwort resp. schöner gesagt ein “Kraftausdruck”. Von Leuten für die sowas offenbar fast norrmal ist diastanziere ich mich. Ich musste nämlich feststelen, dass ich dazu tendiere fast ohne es zu merken den eher hässlichen Jargon zu übernehmen und das möchte ich nicht. Mir liegt einiges an einem gepflegten Umgangston und da gehören solche Wörter einfach nicht dazu.

  14. Anna sagt:

    @ mawi

    Am besten finde ich die Bezeichnung “unselige Diskussion” in Hugo Stamms Link.

  15. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “So solltest Du unbedingt mit jedem einzelnen Deiner (acht oder mehr…..) Kindern individuell erwägen, ob es eines ist, das auf diese Art Schule, Kunst, Ideen u.v.m. anspricht. Das ist ein recht einschneidender Entscheid, den Du für Dein Kind fällst – also wirklich, glaube mir, das Kind sollte dafür geeignet sein und nicht die Schule für das Kind!

    Das ist schon irgendwie eine eigenartige Idee, das Kindswohl als Argument für die Wahl der Schule heran zu ziehen. Da geht’s doch um wesentlich Wichtigeres, um Grundsätzliches. Gehen die Kinder auf die Rudolf Steiner Schule, ist man auf jeder Party gleich der Mittelpunkt! Entweder kann man sich mit der Rudolf Steiner Schule interessant machen, insbesondere, wenn man noch zu jenen zählt, die Rudolf Steiner persönlich gekannt hatten. Oder – je nach Publikum – man gehört dazu. Und Rudolf Steiner gibt ja so viel her für philosophischen Smalltalk. Und die Entwicklung der eigenen Kinder ist sowieso DER Knüller auf jeder Party! Die anderen Partygäste zu anerkennendem Nicken zu bringen, das ist doch so was von befriedigend! Nun, ja, an so einer philosophischen Superschule wird das Kind schon glücklich. Und sonst muss man es halt ein bisschen zu seinem Glück zwingen, oder?

    Du schreibst: “Du überlegst, ob Ihr Eure Kinder in die Rudolf Steiner Schule schicken wollt.
    Aus Erfahrung von Bekannten, Freunden und Nachbarn – und das nicht in geringer Zahl – kann ich Dir nur sagen, dass Deine Fragestellung im vornherein schon nicht richtig ist. Denn nicht jedes Kind ist für die R.St.-Schule geeignet. Von den 8 Beispielen, die mir näher bekannt sind, waren es deren zwei Kinder, die dort eine glückliche Schulzeit erlebten, die restlichen fühlten sich gar nicht wohl unter diesen eigenen Lern- und anderen Methoden.

    So, Spass beiseite. Natürlich muss das Kindswohl im Zentrum stehen und deshalb hat dein Beitrag bei mir Fragen auf geworfen:
    Was für Kinder gehen gerne an die Rudolf Steiner Schule?
    Was für Kinder haben Mühe mit der Methodik und aus welchen Gründen?
    Wie finde ich heraus, für welches Kind welche Lernmethode die Beste ist?

  16. moria: sagt:

    Alice im Mintakaland:
    Danke für Dein Anteilnahme und Deine gutgemeinten Vorschläge, ich werde versuchen, diese zu berücksichtigen…… Du hast ja so recht.
    Der Westen steht üfür mich brigens noch nicht an > erst wenn sich definitiv die Nebelschwaden über die Alpen senken……
    A propos Mexico, wenn es Dich interessiert, da habe ich für einmal (was bei weitem nicht immer der Fall ist) einen ansprechenden und objektiven Artikel über die Gefährlichkeit dieses Landes und dessen Probleme :
    http://bazonline.ch/ausland/amerika/Mexiko-ein-Land-fuer-Lebensmuede/story/17306021

    Deine Frage @ all lässt sich ebenso anwenden auf Sekten- und andere Gurus, auch da frage ich mich, glauben die wirklich an ihren Schmarren oder geht es ihnen nur um Macht und Geld?

    Amen:
    da Du soo schön beten kannst, möchte ich Dich in eine Begebenheit in Deinem Umfeld, lies ‘Gott’ einweihen:
    Es war einmal eine Dame namens erna, die schnell und oft laut und wütend meckerte. Da gab ihr der Bloggott einen Hammer und eine grosse Packung voller Nägel: „Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und meckerst, gehst du zu jenem Zaun und schlägst einen Nagel hinein.“ Die Dame war einverstanden, auch wenn sie den Sinn dahinter nicht verstand.
    Am darauffolgenden Tag hämmerte die Dame bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die die Dame in den Zaun schlug. Ihr wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als zu meckern.
    Eines Tages war es schliesslich so weit, dass sie überhaupt nicht mehr meckerte. Ganz stolz teilte sie es dem Bloggott mit. Dieser nahm sie bei der Hand und ging mit ihr zum Zaun: „Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht meckerst, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“ Die Dame war wieder einverstanden.
    Erneut vergingen mehrere Tage, bis die Dame sich an den Bloggott wandte und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun seien. Die Dame freute sich sehr. Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Bloggott sagte zu ihr „Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht.
    Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“
    Die Dame stimmte dem Bloggott zu, dieser fuhr fort: denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Schatten hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben…….. “

    .

    mawi’cità:
    Wie man Aura potenziert, das ist und bleibt mein Geheimnis, das geb ich nicht so locker her….
    Danke für Deine speziellen Insider-Kuh-Rinder-Geschichten…., noch recht spannend anzuhören.
    Sag jetzt aber nicht noch, dass einer dieser Tuaregs das Subjekt Deiner Begierde war und Dich zwischenzeitlich auf falsche Pfade führte……, hab’s immer noch nicht vergessen….!
    Grüss mir das feine ‘koschere’ Kuhkälblein und gib ihm einen sanften Extraklapf von mir.

    .

    oshgosh:
    Du fragst:
    Was für Kinder gehen gerne an die Rudolf Steiner Schule?
    Was für Kinder haben Mühe mit der Methodik und aus welchen Gründen?
    Wie finde ich heraus, für welches Kind welche Lernmethode die Beste ist?
    Natürlich bin ich alles andere als Expertin für diese Fragen. Einfach aufgrund der Beispiele, die ich aus unserem Bekanntenkreis mitbekam, war ziemlich deutlich ersichtlich, dass Kinder, die etwas verträumt, verspielt und das Kreative schon speziell von klein auf lieben, oder schon etwas Individualisten sind, eher geeignet sind, diese Schule zu besuchen, als solche, die dem Wettbewerb, dem kindlichen Wettstreit, dem Sportlichen zugeneigt sind, oder offensichtlich mit beiden Beinen auf dem Erdboden stehen.
    Aber dies sind sicherlich nicht die einzigen Kriterien, ich würde meinen, dass die ersten Schuljahre in einer R.St.-Schule für das Kreative wertvoll sein können, dass aber ab einem gewissen Alter, dem Kind mit einen ‘normalen’ Schulbetrieb besser gedient ist. Der Ort, wo das reale, durchschnittliche Leben stattfindet – das heisst nicht, dass das Kreative nicht auch individuell gefördert werden kann und soll.
    Uebrigens soll es in den R.St.-Schulen, wenigstens in unserer Region, zahlenmässig riesengrosse Klassen geben, ob das für das einzelne auch derart wünschenswert ist?
    Aber schlussendlich ist es up to you und vorallem AUCH up to your wife, die hoffentlich auch etwas dazu zu melden hat, hm?

  17. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “Natürlich bin ich alles andere als Expertin für diese Fragen.
    Wenn du eine Expertin wärst, hätte ich dich nicht gefragt. Die Experten in der Finanzindustrie haben uns die Krise beschert. Die Experten in Ölbohrung machen uns weise, der Ölteppich im Golf von Mexiko sei bereits verschwunden. Sektenexperten zerstören den Menschen den Glauben. Katholische Ehe-Experten kämpfen gegen das Kondom. Ueli Maurer, der Militärexperte ist ratos, und somit noch der sympatischste Experte unter den Experten.

    Nein, einfach gesunder Menschenverstand und Beobachtung ohne statistische Relevanz sind mir ein besserer Ratgeber als Experten, die genau wissen, was recht und unrecht ist. Hast du gewusst, dass die Schlimmsten diejenigen sind, die die Wahrheit genau kennen und wissen, was Gerechtigkeit ist?

    Du schreibst: “…war ziemlich deutlich ersichtlich, dass Kinder, die etwas verträumt, verspielt und das Kreative schon speziell von klein auf lieben, oder schon etwas Individualisten sind, eher geeignet sind, diese Schule zu besuchen, als solche, die dem Wettbewerb, dem kindlichen Wettstreit, dem Sportlichen zugeneigt sind, oder offensichtlich mit beiden Beinen auf dem Erdboden stehen.

    Das kann ich nachvollziehen.

    Du schreibst: “Aber dies sind sicherlich nicht die einzigen Kriterien, ich würde meinen, dass die ersten Schuljahre in einer R.St.-Schule für das Kreative wertvoll sein können, dass aber ab einem gewissen Alter, dem Kind mit einen ‘normalen’ Schulbetrieb besser gedient ist. Der Ort, wo das reale, durchschnittliche Leben stattfindet – das heisst nicht, dass das Kreative nicht auch individuell gefördert werden kann und soll.

    Ich verfolge in unserer Region die Schule sehr nahe, da ich meinen Kindern neben Mathe und Sprachen auch eine gute Allgemeinbildung geben möchte. In der Sek werden aber durch die Lehrer eigenmächtig Geographie und Geschichte praktisch gestrichen zu Gunsten von Mathe und Geometrie. Das werde ich bei meinen Kindern nie tolerieren und allenfalls die Gemeinde verklagen, die nicht den vollen Lehrplan effektiv anbietet. Schliesslich verklagen die uns Elten auch, wenn wir an einem Elternabend verhindert sind. Ich weiss nicht, ob ich meine Kinder tatsächlich den durch laufende Reorganisationen und Projekte völlig überforderten Lehrern der öffentlichen Schulen aussetzen will und der Gewalt auf dem Pausenplatz. Bei uns werden, bei Primarschülern, immer wieder Stich- und Schusswaffen konfisziert und Erpressungen unter Schülern sind an der Tagsordnung. Ich wohne in einer der besseren Gemeinden in einer der reichsten Gegenden des Landes, im Umkreis von 80 km vom Ort, wo die Schläger von München her kommen.

    Da kann ich mir schwerlich vorstellen, wie das Kreative durch die Schule gefördert werden soll, wenn die Ordung und Disziplin derart im Argen liegen. In vielen Schulhäusern sind im übrigen die Deutsch sprechenden Schweizer nur noch eine kleine Minderheit, was die Qualität der öffentlichen Schule auch nicht unbedingt hebt. Du siehst, wir stehen hier doch vor gröberen Problemen.

    Du schreibst: “Uebrigens soll es in den R.St.-Schulen, wenigstens in unserer Region, zahlenmässig riesengrosse Klassen geben, ob das für das einzelne auch derart wünschenswert ist?

    Ich bin ein Befürworter, dass nur in eine normale Klasse gehört, wer genügend Deutsch kann, um dem Unterricht zu folgen. Zudem befürworte ich grosse Klassen, vor allem wegen der grösseren Anzahl von potentiellen Freunden und Freundinnen. In grossen Klassen bilden sich grössere Gruppen und es wird weniger gemobbt. Kleinklassen mit zwei Lehrern, brrrrrrrrrrrrrr.

    Aufgrund der Verhältnisse an den öffentlichen Schulen bin ich mir nicht mehr sicher, ob dort tatsächlich mehr Leistung gefordert wird, als an Rudolf Steiner Schulen. Aber sicher ist die Allgemeinbildung an Rudolf Steiner Schulen besser und die Schule entlässt die ausgeglicheneren Schüler ins Berufsleben. Wobei natürlich auch an den Rudolf Steiner Schulen alles vom Lehrer abhängt.

    Du schreibst: “Aber schlussendlich ist es up to you und vorallem AUCH up to your wife, die hoffentlich auch etwas dazu zu melden hat, hm?
    Nun, das könnte ich als eine Einmischung in interne Familienangelegenheiten betrachten. Wenn ich das täte, hätte das einen diplomatischen Zwischenfall zur Folge. 🙂 Du weisst doch aus früheren Beiträgen von mir, dass bei uns der Mann die Entscheidungen trifft, und die Frau mit oder ohne Murren diese Entscheide zu akzeptieren hat. Dies ist die gottgewollte Ordnung in einer christlichen Familie in ihrer Kultur und würde ich mich weigern, die Entscheide zu treffen, so wäre ich in den Augen meiner Frau ein Waschlappen. Und das möchte ich nun unter gar keinen Umständen sein. Für mich die schwierigste Aufgabe ist es, bevor ich einen Entscheid treffe, die wirkliche Meinung meiner Frau zu ergründen. Denn dieser Entscheidungsmechanismus verführt sie ab und zu dazu, sich keine Gedanken zu machen, keine Meinung zu äussern und mich raten zu lassen, was sie möchte. Das ist nicht immer angenehm. Gleichberechtigung und Mitenscheiden wollen ist nämlich anstrengend, und diese Anstrengung, eine Meinung zu vertreten, zu wissen, was man selber will, ist mit den Harmonievorstellungen meiner Frau und ihrer Rolle nicht vereinbar. Diese Aufgabenteilung habe ich im übrigen nicht gesucht, sondern mich in dieser Beziehung ihrer Kultur angepasst. Und da das zugleich die gottgewollte Zuteilung der Verantwortung und der Kompetenzen in der Familie ist, warum sollte ich mich dann dagegen sträuben? 🙂

    Ich bin kein Machtmensch, der einschränkende Entscheide um der Machtdemonstration willen erlässt, sondern versuche, so gut ich das eben kann, die wirklichen Interessen meiner Frau herauszufinden und zu berücksichtigen. Sie ist nämlich so fies, mir einen falschen Entscheid, der sich nicht bewährt hat, später unter die Nase zu reiben. Das ist natürlich viel einfacher, als selber Verantwortung zu übernehmen. Aber auch typisch für ihre Kultur. Aber gegen diese Grundhaltung meiner Frau haben eben vernünftige Argumente keine Chance. Und so spiele ich halt, dem lieben Frieden zu liebe, den Macho, den Patriarch. Wobei bei mir dieser Begriff durchaus positiv besetzt ist und keine Unterdrückungsmechanismen beinhaltet. So ticken wir halt. Ich bestimme, wo der Achterbahnwagen durchfährt. Soweit die durch das Schicksal vorgegebenen Schienen noch eine Wahl zulassen.

  18. oshgosh sagt:

    @Moria: Erna muss in meiner Nähe wohnen, unser Gartenzaun weist hunderte von Löchern auf.

  19. menschliches Versagen sagt:

    Nun, die gute Ehe nach Basta’scher Art entlarvt sich nach und nach doch als lebensgefährliche Baustelle! (Danger! Was nicht gesichert ist, wandert in den halsbreecherischen Untergrundkeller!)

    wie schön, dass ich diesen Oshgoshen und pietistischen gottgewolten Überbau nicht mehr anhören oder sonstwie aufs Brot gestrichen bekomme, sozusagen durch die Hintertür, weils “einfacher” und bequemer ist, denn Gleichberechtigung fordert Anstrengung. .sondern wieder meine eigene Herrin und Entscheiderin bin (ist gesünder… Aber wenns nur das gewesen wäre! Es war ausschließlich eben docheine Macht-und Angstfrage. Die Angst des Mannes vor der mächtigen Frau.

    Fazit meiner Frauzeit des Evangeikalismus: nichts selbst verdienen dürfen, aber auch nichts für sich selbst ausgeben dürfen. Bei VHS wurde schon die Nase gerümpft…

    Wie fühlt Frau sich als Spardose? Als unbezahlte Arbeitsbiene ggen Kost und Logis?

    Im gleichen Maße wie sich Basta als Oberhaupt und Vor-Stand aufspielt, nehme ich Evangelikalismus und den äusseren rechten Schwanz des Christentums in Sippenhaft!

    War das Wort “Hose” bei Weibern einst noch unaussprechlich… um die vorletzte Jahrhundertwende, so war es das gelebte Unaussprechliche noch bis in die siebziger Jahre in der verstaubten Evangelischen Allianz. (ERF)

    Das nächste unaussprechliche Modewort, welches verpönt war, lautete Psychotherapie/Psychologie.

    Und heute heißt das zu meidende Wort: Langeweile. Es ist nur erlaubt von szenischen Trendkennern, die ihren Kids aus pädagogischen Abgründen Langeweile verordnen. Ansonsten ist Langeweile pfui und Fremdschämer schämen sich reihenweise und vermeiden. Lanmgeweile, wie peinlich. Darf man nicht. Man muß geschäftig sein und beflissen. Immer was tun. Oder so tun, als würde man was tun. Immer auf Empfang sein. Das nie ausgeschaltete Handy ein Symbol für den steten Empfang aus dem Kosmos. Es könnte sich ja jemand anmelden. Eine Erscheinung…

    Hartzer, die sich langweilen… Hausfrauen, die sich langweilen, Rentner, die sich langweilen. Behinderte, die sich langweilen. Foristen, die sich langweilen.

    Sie werden es nicht glauben, Basta, ich halte diese Ihre “Ordnung” nicht für gottgewollt, aber für langweilig! Es ist dieselbe Ordnung, die Tele-und online-Banking ver-ordnet… Es ist eine GEWALTTÄTIGE ORDNUNG, eben die “Ordnung” des Mannes!

  20. Alice in Wonderland sagt:

    @ Moria
    Du scheinst also keiner überdurchschnittlichen Gefahr ausgesetzt zu sein. Das freut mich.
    Mir gefällt es übrigens in NM immer besser. Ist einfach ein anderes Pflaster, als die gute alte Schweiz.

  21. menschliches Versagen sagt:

    hi Moria,
    heute tanzen wir mal daas B..

    tja, die “wichtigen” Fragen 🙂 Phorms-Institut, Salem, August- Hermann-Francke-Schule, Waldorf oder Montessori oder die stinknormale Ghetto-Prekariatsschule in der Bronx (war einem Millionärsvater gerade recht für seinen Filius, der lernen sollte, sich durchzubeissen… es ist übrigens immer häufiger in, in gewissen Kreisen, wo man “es hat”, dass man seinen Kindern für eine Zeitlang das reale Leben vorführen will. Da zieht eine Mutter mit Kind aus der Villa in eine 2-Zimmer-Mietwohnung, sozozagen eine Lektion, erweiterte Einsichten…)

    Unser bayrischer Wohnort war Steiner-Hochburg. “Richtige” Christen lehnen Steiner, Theosophie und Goethe 🙁 ab. Falsche Christen besuchen die Christengemeinschaft 🙂
    Aber Steinerleute sind immer kompatibel, sind gute Freunde….

    Was sonst noch? Die noblen Totenaufbewahrungshäuser.

    Mein Benjamin nahm mal testweise am Unterricht teil in einer solchen Schule für besonders Seelenpflegebedürftige. Es war mir alles doch zu tot. Die Schönschrift. Das Stillsitzen. Die Steifheit. Die Verwaltung des Kindes. Das Ausgeliefertsein/Bindung an einen einzigen Pädagogen, den man zehn Jahre lang ertragen muß…(die gelebte Doppelmoral der Fernseh-und PC-Abtrünnigen) und dann der Lehrplan! Curriculum Kunstgeschichte für G-Schüler als auch für gymnasiale Schüler. Irgendwas bleibt im Geiste dieser Geistigbehinderten haften? Die nur Bahnhof verstehen? Irgendwie ganz schön vorbei…Das einzig Postive: die gleichzeitig erworbene und anerkannte Berufsausbildung -als Steiner-Tischler 🙂

    Ging gar nicht. Vom Gesamtkonzept.
    Wie lebendig dagegen Montessori!….

    Wie gut, dass das nicht mehr mein Thema ist! Auch von der anderen Seite her nicht. Ich würde mich heute nicht mehr als Lehrer wohlfühlen.

  22. menschliches Versagen sagt:

    ist es nicht eine ziemlich verwöhnte Grundhaltung, danach zu streben, wo ich das Optimum finde? Nicht eher Ruhe zu geben? Und dafür Ressourcen zu verbrauchen?
    Ich werde wohl da bleiben, wo ich bin…mich jedoch verkleinern. (wobei das manchmal Schwachsinn ist, weil die´kleinere Lösung sogar die teurere sein kann) .. es steht überhaupt nicht zur Debatte, meine Träume zu leben oder zu erreichen…sie sind und bleiben das Eine…das Andere ist das Mögliche.

  23. menschliches Versagen sagt:

    Basta, helfen Sie mir, die Kunst-und Blogfigur Basta/Oshgosh ein wenig zu konturieren?

    Sie sind an die 60, Mann von Welt und später Vater, Alt-68er aber konservativ, überzeugt von Ihrer guten Ehe auf Macho-Unterordner-Basis (ein wenig Herabsehen auf die unterlegene Kultur der besseren Hälfte schwingt mit) . Sie bezeichnen sich als Christenmenschen, der allerlei weißmagische Methoden anwendet und dem Okkulten (Aswtrologie, Orakel…) zugänglich ist. Sie benutzen NLP und Selfcoaching. Die Passagen, ob Sie Globuli schlucke oder pendeln, habe ich überscrollt. Sie schicken Ihre Frau zum Schaffen und versorgen nebst den zu pflegenden eigenen Eltern den Haushalt und betreiben so allerlei nicht ganz “koshere” Projekte, wo Ihr Geld für Sie arbeitet? Sie leben mit Ihrer Großfamilie (sollen es noch mehr werden? Wie viele Kinder sind für Sie viele Kinder?) in einer Mietwohnung auf einer Etage. Und Sie sitzen tagein tagaus 24 Stunden am Computer, wenn Sie nicht gerade Achterbahn fahren. Klingt alles umwefend und vorbildlich! Die Mischung maacht’s!

  24. Olive sagt:

    @Oshgosh

    “Aber auch typisch für ihre Kultur. Aber gegen diese Grundhaltung meiner Frau haben eben vernünftige Argumente keine Chance. Und so spiele ich halt, dem lieben Frieden zu liebe, den Macho, den Patriarch. Wobei bei mir dieser Begriff durchaus positiv besetzt ist und keine Unterdrückungsmechanismen beinhaltet. So ticken wir halt. Ich bestimme, wo der Achterbahnwagen durchfährt. Soweit die durch das Schicksal vorgegebenen Schienen noch eine Wahl zulassen.”

    Nichts dagegen zu sagen.

    “Und da das zugleich die gottgewollte Zuteilung der Verantwortung und der Kompetenzen in der Familie ist, warum sollte ich mich dann dagegen sträuben? ”

    Wer sagt das?
    Sehr viel dagegen zu sagen, aber das hatten wir ja schon.

  25. heidi reiff sagt:

    @ moria

    Ich habe eine lange Leitung, ich meinte bis jetzt, du Sie sind eine Frau, jetzt ischs zwanzgerli abe , schönes Wochende 🙂

  26. heidi reiff sagt:

    Meine 2 Enkelinnen (Alter 10 und 12) besuchen die Rudolf Steiner Schule in Aesch, es sind gemischte Klassen. Was ich schätze an den Lehrpersonen, die bringen ihren Schützlingen mit Lagerangeboten (während der Schulzeit) auch die Natur näher, das heisst für mich Integration, die Kinder werden individuell begleitet. Mit Kapitel und Theosophie hat das nichts zu tun.

  27. moria: sagt:

    oshgosh:
    Viel auf einmal, vorallem wenn man wenig Zeit hat, um Stellung zu nehmen.
    Danke trotzdem, am meisten störten mich Deine sog. Fakten resp. oshgosh-Fakten und wildspekulierten Behauptungen, wie u.a. “Sektenexperten zerstören den Menschen den Glauben”, da kann ich Dich schon nicht mal ernst nehmen. Was soll dieser plumpe Angriff auf H. Stamm? Das Wort ‘zerstört’ ist daneben und wenn Du Sekten meinst, ist auch das Wort Glaube nicht angebracht, sondern da handelt es sich um WAHN! Hatten wir nicht das alles schon?

    Was Du über die öffentlichen Schulen in Eurer vornehmen (!) Gegend erzählst, hm, tönt schon nach Wildem Westen – wenn es dann zutrifft. Was haben die Schläger damit zu tun, ist eine unnötige Anmerkung. Aber auch Deine Feststellung (?) “In der Sek werden durch die Lehrer eigenmächtig Geographie und Geschichte praktisch gestrichen zu Gunsten von Mathe und Geometrie” ist eine pauschale Behauptung, der ich auch nicht ganz traue. Schliesse einfach nicht von Einzelfällen auf das ganze. Da die Lehrer m.W. immer noch an einen Lehrplan gebunden sind, der allerdings innerhalb dessen frei gestaltbar ist, so steht und fällt das Pensum mit den entsprechenden Lehrern, von denen sicherlich nicht alle Mathe-Freaks sind.
    Dass die R.St.-Schule “die ausgeglicheneren Schüler ins Berufsleben entlässt” entspricht generell nicht dem, was ich beobachtete, dh. wie ich Dir schrieb, dies trifft auf einen Teil der Schüler wohl zu, jedoch auf eine Minderheit.
    Es scheint mir, Du hast Deinen (leider nur Deinen…) Entscheid schon gefällt, aber wenn Du überzeugt bist, dann eben. Jedenfalls wird die R.St.-Schule nicht allen Deiner (acht?) Kinder wohlbekommen, das kann ich Dir jetzt schon prognostizieren. Aber vielleicht hast Du Glück, und es sind gerade die Buben, die davon profitieren, und dann ist ja die Familie oshgosh gerettet……..Ich nehme wohl zurecht an, dass Deine Kinder in dem Bereich, wo es praktisch ist für Euch Männer, die Kultur Deiner Frau annehmen sollen und in den für Dich ‘unpraktischen’ die schweizerische, gemischt mit gottgewollter Disziplinierung, da kann’s ja nicht schief herauskommen? Wieso machst Du Dir überhaupt Gedanken dazu, wenn doch alles gottgewollt ist…..?
    Ueberhaupt mit Deiner ‘gottgewollte Zuteilung der Verantwortung und der Kompetenzen in der Familie’ spricht alles dafür, die Kinder eher in eine Klosterschule zu schicken, da lernen sie den Gotteswillen rund um die Uhr kennen……

    Der mit dem Gartenzaun ist hingegen amüsant und interessant : )

    .

    Hi Madame Kunterbunt:
    das waren wieder ein paar bunte Sträusse aus dem Leben neben dem Leben…….von Dir.
    ich lese Dich gerne, wenn es auch nicht leicht verdaulich ist – aber Kunststück.
    Gruss

    Heidi Reiff:
    ich habe das mit dem ‘Zwanzgerli’ nicht ganz verstanden?

    Alice im Mintakaland:
    freut mich, Deine aufgestellte Verfasssung zu spüren.
    Habe ein lustiges Graffity gelesen: das gelobte Land ist immer dort, wo man gelobt wird.
    Es scheint, Du befindest Dich in diesem gelobten Land. Da gibt es scheinbar mehrere gelobte Lande…..

  28. erna sagt:

    @ moria

    Sie irren sich gewaltig. Ich war nie wütend. Damit hat das Ganze nichts zu tun. Ich lasse mich simpel nicht auf Ihre dümmlichen Spielchen ein, die da gehen moria fragt nach erna gibt Antwort moria fragt nocheinmal erna antwortet wiederum moria hat Recht und verspottet erna und stellt sie bloss.
    Wenn ich mich davon distanziere ist das nicht Wut sondern “gesunder Menschenverstand”. Ich begebe mich auch sonst nicht absichtlich in derart unangenehme Situationen. Nur weil Sie mit meinem Verhalten nicht zurecht kommen und es nun Wut nennen und gar ein Rezept dafür wissen (Nägel einscdhlagen) zeugt das mehr oder weniger einzig davon, dass Sie keinerlei Einsicht haben meine Distanziertheit mehr als berechtigt ist. Nicht ich bin es, der immer mal wieder auf die gleiche despektierliche Art und Weise moria ins Visier nimmt. Es ist umgekehrt. Lassen Sie’s einfach. Niemand muss einen Zaun durchlöchern, weil es keinen Grund dafür gibt.

    Es würde mich sehr freuen, wenn Sie erna endlich unbehelligt lassen würden. Es gibt nämlich auch nichts zum vorne anfangen, weil da nie was Aufbauendes war. Erna hat Beiträge geschrieben und moria hat sie verulkt. Das ist mal keine Gesprächsbasis, schon gar nicht in einem blog. Ich jedenfalls will so nicht und werde wiederholt meiner Abneigung Ausdruck geben, solange Sie das nicht kapieren. Punktum.

  29. erna sagt:

    @ moria

    Und obwohl Sie gemäss Ihrem nick eine Frau sind bekommen Sie derweil Züge eines verschmähten Liebhabers der täglich ein paar Mal erscheint um einen unsäglich zu nerven obwohl man längst klar gestellt hat, dass da zwischenmenschlich nichts Aufzubauendes ist, also laut nein, ein Wort, das für manche unsäglich schwer zu verstehen ist. Das ist nicht Wut. Das ist eine vernünftige Entscheidung um weiterhin einvernehmlich aber in höflicher Distanz leben zu können. Aber nein ist nein und bleibt nein. Es ist einfach so. Ich bin nicht Ihr Hofnarr.

  30. Rabbi Jussuf sagt:

    Erna
    “Es würde mich sehr freuen, wenn Sie (moria) erna endlich unbehelligt lassen würden.“
    Leider geht das nicht, sonst würden Sie ellenlang noch mehr falsches Zeug schreiben.

    “Ich bin nicht Ihr Hofnarr.“
    Sie machen sich manchmal dazu.

    “Über etwas diskutieren, worüber man nichts weiss ist ein wenig problematisch. Um zu verstehen was Herr Sarazin geschrieben hat muss ich doch zuallererst wissen was denn eigentlich in dem Buch drinsteht! Ich persönlich bilde mir meine Meinung nicht aufgrund von Aussagen von irgendwem oder von Medienberichterstattungen“

    Löblich, Ihr Vorsatz.
    Wenn Sie sich weiterhin daran halten, werden weniger Fehler machen, bei denen es Ihnen so schwer fällt, sie zuzugeben.
    Damit ist das Hofnarrproblem schon extrem viel kleiner.

    Gutes Gelingen!

  31. F. von Sales sagt:

    Im Anschluss an Rabbi Jussuf:

    NICHTS AEHNELT EINEM WEISEN MEHR ALS EIN NARR (> E……), DER DEN MUND HAELT!

  32. moria: sagt:

    Rabbi Jussuf:
    Der Artikel heute 01.02 @ Alice…..

  33. Rabbi Jussuf sagt:

    Moria
    Klar, hab ich gelesen. Ich denke, das stimmt schon in grossen Zügen.
    In der City sollen ja auch die Entführungen zurück gegangen sein. es scheint sich für die Allgemeinheit gebessert zu haben.
    Wenn allerdings die Narco-Kriege weiter ausufern, sehe ich schwarz.

  34. moria: sagt:

    Rabbi…….
    Gebessert ist schon fast übertrieben, v.a. in Monterrey leider ‘Gottes’ nicht – aber es wird viel unternommen, um es nicht noch mehr eskalieren zu lassen.
    Leider handelt es sich um zwei neue Banden, die sich aus dem ex-Militär und Polizei geformt haben und absolut keine ‘Regeln’, die doch auch in diesen Kreisen herrschen, einhalten. Die ‘Alten’ wollen diese Neuen aus dem Wege schaffen, das ist momentan das grösste Problem.
    Da hilft neben dem Beten nur noch Hoffen auf geschicktes Handeln der Regierung.

  35. erna sagt:

    @ rabbi jussuf

    Gleichfalls, Sie tun sich sehr schwer mal zuzugeben, dass ein Missverständnis vorliegt. Im neuesten Fall habe ich in meinem letzten posting geschrieben, dass ich vermute wir redeten aneinander vorbei und genau das tue ich noch jetzt. Ich bin nicht hingegangen und habe Sie verhöhnt. Da liegt ein grosser Unterschied zwischen morias Verhalten und dem meinen. Ausserdem habe ich mehrfach schon – auch Ihnen gegenüber – für “Fehler” meinerseits um entschuldigung gebeten. Nicht so moria. Die haut immer feste drauf und wenn es das Letzte ist, was sie tut, dann ist es das. Und da können Sie nun feststellen was Sie wollen, da mache ich nicht mit. Mein nein bleibt ein nein weil ich eben nicht moria’s Hofnarr bin. Sie gibt sich regelmässig grosse Mühe alles was mir wichtig ist radikal zu zertrampeln. Und das ist nun mal nicht meine “Wellenlänge” ich finde das ziemlich blöd und vergeude meine Zeit nicht mit solchem Unsinn und ebenso nicht mit solchen Leuten.

  36. erna sagt:

    @ moria

    Nirgendwo habe ich geschrieben die Antroposophen unterhielten keine Sterbeklinik, weil ich das ganz einfach nicht weiss. Ich habe was anderes geschrieben und danach kopierte Texte der Lukas-Klinik an den rabbi gesandt um zu veranschaulichen was ich meine. Dass ich nicht von Ferienreisenden geschrieben habe im Zusammenhang mit den Philippinen dürfte klar sein, auch nicht über Leute die da mal stop over waren. Delegationen werden in aller Regel nicht von Privatpersonen entsandt und haben entweder politischen, kirchlichen oder einen NGO-Hintergrund. Detaillierter werde ich nicht werden um einigermassen diskret zu bleiben. In der NZZ konnte man gewisse Ereignisse mitverfolgen und falls Sie keine Zeitungen lesen bin ich dafür nicht verantwortlich. Sie dürfen in Ihrer schönen heilen Welt bleiben wenn Sie wollen, da wo man so konkret weiss wer schuld ist und die Probleme der Welt so löst. Meine Welt ist eine völlig andere und das wird der springende Punkt sein warum zwischen uns noch nie ein vernünftiger Austausch möglich war. Sie halten erna für den Trottel vom Dienst und erna will das nicht sein. Also Schluss. Ich bin schon wieder am Erklärungen erklären und dabei halte ich das für sowas von daneben. Wissen Sie, auch wenn Sie’s nicht wahrhaben wollen, ich will so nicht kommunizieren es ist mir wirklich viel zu blöde. Ausserdem kommt Ihre Zertrümmerungsphase zum Schluss so sicher wie das Amen in der Kirche und das bin ich leid. Nein nada nicht Schluss jetzt.

  37. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “Viel auf einmal, vorallem wenn man wenig Zeit hat, um Stellung zu nehmen.
    Danke trotzdem, am meisten störten mich Deine sog. Fakten resp. oshgosh-Fakten und wildspekulierten Behauptungen, wie u.a. “Sektenexperten zerstören den Menschen den Glauben”, da kann ich Dich schon nicht mal ernst nehmen. Was soll dieser plumpe Angriff auf H. Stamm? Das Wort ‘zerstört’ ist daneben und wenn Du Sekten meinst, ist auch das Wort Glaube nicht angebracht, sondern da handelt es sich um WAHN! Hatten wir nicht das alles schon?

    Natürlich hatten wir das alles schon mal, deshalb wundert mich deine helle Aufregung. Ich habe aus gutem Grund Vorbehalte und Skepsis gegenüber jeder Art von ExpertIn. Und das nicht unbegründet, weil eben doch mancher „Experte“ früher oder später als Scharlatan entlarvt wird, wie du unter folgendem Link nachlesen kannst: http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Ein-genialer-Affenforscher-wird-demontiert/story/15801556

    Und kannst du mir einen Grund nennen, nur einen einzigen Grund, warum ich nun unter allen Experten ausgerechnet die Sektenexperten von meiner Skepsis ausnehmen soll? Das war nicht als Angriff auf Hugo Stamm gedacht. Obwohl mein Satz doch unter anderen auch ihn trifft, weil Hugo Stamm die Existenz Gottes immer wieder in Frage stellt und damit gläubigen Menschen ans Heiligste geht. Und selbst vor Gott keinen Respekt zeigt. Und damit weit über das Bekämpfen von Sekten hinaus schiesst. Er bekämpft Religionen jeder Art, wie du in diesem Blog auf Jahre zurück nachlesen kannst. Also so grundfalsch, wie du es darstellst, ist meine Argumentation nun doch nicht. Und die Skepsis auch Sektenexperten gegenüber ist durchaus gerechtfertigt. Ich könnte mir vorstellen, dass da sogar Hugo Stamm damit einverstanden wäre. Denn die Bekämpfung von Sekten heisst ja meistens nichts anderes, als einen Guru in Frage zu stellen. Von daher müsste Hugo Stamm eigentlich dankbar sein, für jeden Blogger, der ihn nicht um seiner Person willen verteidigt und so quasi zu einem Guru hoch stilisiert, sondern in gesundem Masse hinterfragt. Denn warum sollen nur Sektenführer hinterfragt werden? Wer verlangt, Sektenführer zu hinterfragen, der ist doch nur glaubwürdig, wenn er es zulässt, dass man auch ihn hinterfragt. Und Hugo Stamm lässt das zu. In diesem Sinne ist es wohl eher deine unkritische, konditionierte und loyale Reaktion, die Hugo Stamm zu denken geben wird.

    Du weisst offenbar, wann es Glaube ist, und wann Wahn. Damit reihst du dich selber aber unter diejenigen gefährlichen Menschen ein, die die Wahrheit gepachtet haben und ihre Meinung quasi als Urmeter ansehen, an dem sich alles zu messen hätte.

    Dabei hatte ich dir doch nur ein Kompliment machen wollen, für deinen gesunden Menschenverstand. Schade, dass du diesen nun mit deiner völlig unnötigen Verteidigung Hugo Stamms, der ja gar nicht persönlich angegriffen wurde, wieder relativierst. Offenbar verfügst du über einige Vorurteile, die so stark sind, dass gewisse Aussagen hier im Blog auch von dir nicht mehr rein rational verarbeitet werden, sondern konditionierte Reflexe auslösen. Es war wirklich nicht meine Absicht, bei dir so einen Reflex auszulösen und dich hier vorzuführen. Ich bin schon etwas enttäuscht über deine Reaktion.

  38. oshgosh sagt:

    @Moria. Du schreibst: “Was Du über die öffentlichen Schulen in Eurer vornehmen (!) Gegend erzählst, hm, tönt schon nach Wildem Westen – wenn es dann zutrifft. Was haben die Schläger damit zu tun, ist eine unnötige Anmerkung. Aber auch Deine Feststellung (?) “In der Sek werden durch die Lehrer eigenmächtig Geographie und Geschichte praktisch gestrichen zu Gunsten von Mathe und Geometrie” ist eine pauschale Behauptung, der ich auch nicht ganz traue. Schliesse einfach nicht von Einzelfällen auf das ganze. Da die Lehrer m.W. immer noch an einen Lehrplan gebunden sind, der allerdings innerhalb dessen frei gestaltbar ist, so steht und fällt das Pensum mit den entsprechenden Lehrern, von denen sicherlich nicht alle Mathe-Freaks sind.

    Nun, deine Vorstellungen über die Zustände an unseren Schulen sind wohl noch von früher her etwas idealisiert. Es ist auch eine Tatsache, dass immer mehr Lehrer den Schuldienst quittieren, weil sie genug haben von der Projektitis, die ihnen letztlich nicht mehr genügend Kraft und Zeit lässt, gute Lehrer zu sein. Und zumindest in unserer Gegend spreche ich bezüglich Mathe nicht von Einzelfällen. Den dadurch entstehenden Lehrermangel will man nun mit „Barfuss-Lehreren“ mit einer stark verkürzten Ausbildung beheben!
    Link: http://www.bildungsdirektion.zh.ch/internet/bi/de/aktuell/news10/Lehrermangel.html
    Was das für die Qualität der Ausbildung der Kinder bedeutet, muss ich dir ja wohl nicht im Detail erklären.

    Du schreibst: “Dass die R.St.-Schule “die ausgeglicheneren Schüler ins Berufsleben entlässt” entspricht generell nicht dem, was ich beobachtete, dh. wie ich Dir schrieb, dies trifft auf einen Teil der Schüler wohl zu, jedoch auf eine Minderheit.

    Ich nehme diese Beobachtung zur Kenntnis und werde dazu auch eigene Beobachtungen anstellen und das Gespräch mit Eltern von Schulabgängern suchen. Es gibt durchaus noch Alternativen zur Rudulof Steiner Schule. Ich habe auch schon daran gedacht, einige meiner Kinder an eine internationale Schule zu schicken.

    Du schreibst: “Ich nehme wohl zurecht an, dass Deine Kinder in dem Bereich, wo es praktisch ist für Euch Männer, die Kultur Deiner Frau annehmen sollen und in den für Dich ‘unpraktischen’ die schweizerische, gemischt mit gottgewollter Disziplinierung, da kann’s ja nicht schief herauskommen?

    In einer Familie mit gemischten Kulturen ist es normal, dass die Kinder Teile aus jeder Kultur aufnehmen. Es besteht ja keine Gefahr, dass die Mädchen sich bezüglich Gehorsam gleich verhalten werden, wie die Mutter. Die wachsen ja hier in der Schweiz auf und nehmen diese schweizerischen Werte und Einstellungen mit auf den Lebensweg. Wenn die Mädchen allerdings in die Pubertät kommen, wird es wahrscheinlich zwischen den Töchtern und der Mutter diesbezügich schon diesen oder jenen Konflikt geben. Ich sehe schon, dass du da ganz wilde Vorstellungen von einer patriarchalisch geleiteten Familie hast, die wohl auf Meinungen aus Frauenrechtskreisen beruhen. Ich möchte dir hier ein kleines Geheimnis verraten: Es sind durchaus auch andere Formen des Zusammenlebens denkbar und lebbar, als die von der Frauenrechtsbewegung ausgedachte Form der „Gleichberechtigung“. Und es gibt Familien, die leben anders ebenfalls glücklich und zufrieden. Du darfst nicht vergessen, es ist die Frau, die diese Rollenteilung so will. Ich bin da durchaus für Änderungen zu haben, wenn meine Frau das eines Tages anders haben möchte. Aber dann muss sie auch Verantwortung tragen, und davor schreckt sie heute noch zurück.

    Kindern Grenzen setzen ist anstrengend, erfordert Aufmerksamkeit und ist eine Form von Liebe gegenüber den Kindern. Eltern sind dazu da, damit die Kinder ihren Willen an ihnen ausprobieren können. Leider sind viele Eltern heute zu bequem, um dieser Aufgabe nachzukommen. Und überlassen den Kindern viel mehr Kompetenzen, als diese in der Lage sind, wahrzunehmen.

    Grenzen setzen hat mit „Disziplinierung“ nichts zu tun. Warum verwendest du mir gegenüber solche negativ besetzten Worte? Gehst du davon aus, dass eine patriarchalische Führung einer Familie im Kaiser Wilhelm-Stil vor sich gehen müsste? Du hast in dieser Beziehung völlig veraltete Vorstellungen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Auch ein Patriarch ist heutzutage modern und aufgeschlossen. Und arbeitet an der Erziehung seiner Kinder völlig ohne Drill. Auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst. Gott sei Dank gibt es jenseits der morianischen Vorstellungen auch noch Möglichkeiten.

    Du schreibst: “Wieso machst Du Dir überhaupt Gedanken dazu, wenn doch alles gottgewollt ist…..?

    Der Mensch denkt, Gott lenkt.

    Du schreibst: “Ueberhaupt mit Deiner ‘gottgewollte Zuteilung der Verantwortung und der Kompetenzen in der Familie’ spricht alles dafür, die Kinder eher in eine Klosterschule zu schicken, da lernen sie den Gotteswillen rund um die Uhr kennen……

    Nun, an eine Klosterschule haben wir nie gedacht. Weil wir nicht sicher sind, ob der Liebe Gott Mitglied der Katholischen Kirche ist.

    Ja, Moria, vielen Dank für die vielen Anregungen, von denen unsere Kinder (ha! wie viele sind es wohl?) profitieren werden.

    Der sture Patriarch oshgosh, der noch weiss wo Gott hockt!

  39. Olive sagt:

    @Oshgosh

    “Sektenexperten zerstören den Menschen den Glauben.”

    Das ist natürlich nicht so, abgesehen davon, dass es wohl gar nicht so viele davon gibt, geht es ja nicht darum, Menschen den Glauben wegzunehmen, sondern sie vor vereinnahmenden Gruppierungen zu schützen.
    Ich kenne keine Gläubigen ( und ich kenne doch einige) der sich überhaupt mit Sektenexperten in irgendeiner Form befasst, geschweige denn, sich von diesen vom Glauben abbringen lassen würde.

  40. oshgosh sagt:

    @Olive: Du schreibst: ““Sektenexperten zerstören den Menschen den Glauben.”
    Das ist natürlich nicht so, abgesehen davon, dass es wohl gar nicht so viele davon gibt, geht es ja nicht darum, Menschen den Glauben wegzunehmen, sondern sie vor vereinnahmenden Gruppierungen zu schützen.

    Olive, genau diese Frage habe ich weiter oben bereits an Moria beantwortet: „Obwohl mein Satz doch unter anderen auch ihn trifft, weil Hugo Stamm die Existenz Gottes immer wieder in Frage stellt und damit gläubigen Menschen ans Heiligste geht. Und selbst vor Gott keinen Respekt zeigt. Und damit weit über das Bekämpfen von Sekten hinaus schiesst. Er bekämpft Religionen jeder Art, wie du in diesem Blog auf Jahre zurück nachlesen kannst. Also so grundfalsch, wie du es darstellst, ist meine Argumentation nun doch nicht“.

    Du schreibst: “Ich kenne keine Gläubigen ( und ich kenne doch einige) der sich überhaupt mit Sektenexperten in irgendeiner Form befasst, geschweige denn, sich von diesen vom Glauben abbringen lassen würde.

    Ich weiss nicht, ob Hugo Stamm da Freude hat, wenn du seine Arbeit als so unwirksam darstellst.

  41. moria: sagt:

    oshgosh:
    Cc Olive
    Wenn Du mich als emanzipistische Frauenrechtlerin betitelst ist es einfach nur noch lächerlich, oshy! Wäre wahrscheinlich noch weit übertriebener, als wenn ich Dich als Fundi bezeichnen würde. Sei’s drum.
    Merke Dir einfach, ein Sektenexperte bringt niemals jemandem von seinem Glauben ab, das ist weder sein Interesse und noch weniger sein Ansinnen, hingegen hilft er ihm zwischen Glauben und Irrsinn plus Abhängigkeit/Hörigkeit zu unterscheiden. Ein Sektenexperte muss und nimmt sich nicht ‘normal’ Gläubigen an. Kannst Du da den Unterschied nicht erkennen?
    Deine Antwort @ Olive ” Ich weiss nicht, ob Hugo Stamm da Freude hat, wenn du seine Arbeit als so unwirksam darstellst.” macht somit null Sinn, kannst Du das nicht verstehen?
    Olive – übrigens gibt es auch religiöse Sektenexperten, wie Gerog Schmid u.a.

    Noch zum Patriarchat – niemals, mit all Deinen Erklärungsversuchen von Verantwortungsübertragung oder kulturellem Hintergrund, werde ich Dein Machodenken goutieren. Es gibt in unserer aufgeklärten Welt des 21.ten Jahrhunderts nichts anderes als ein Nebeneinander und nicht ein Aufteilen in Macht und Recht, Befehlen und Ausführen, Tun und Lassen. Geimeinsamkeit müssen wir leben, eine Diskussionskultur, ein Abwägen und Entgegenkommen sowie Kompromissbereitschaft unseren Nachkommen vorleben. Dass einmal ein Entscheid von der männlichen und ein ander Mal von der weiblichen Seite herkommend akzeptiert wird.
    Erscheint Dir das nicht lebbar?

  42. Olive sagt:

    Zur Homöopathie

    http://www.novo-magazin.de/67/novo6734.htm

    Mir ist natürlich klar, dass die Verfechter der Homöopathie das gar nicht wissen wollen..

  43. Olive sagt:

    @Oshgosh
    cc Moria

    “Ein Sektenexperte muss und nimmt sich nicht ‘normal’ Gläubigen an. Kannst Du da den Unterschied nicht erkennen?”

    Das habe ich doch gemeint.

    Und selbst wenn das stimmen würde, dass

    ” Hugo Stamm die Existenz Gottes immer wieder in Frage stellt und damit gläubigen Menschen ans Heiligste geht. Und selbst vor Gott keinen Respekt zeigt.”

    wird das doch keinen Gläubigen von seinem Glauben abbringen .

  44. mawi sagt:

    Olive
    Der letzte Satz von Deinem Link zur Homöopathie
    “Am schlimmsten ist aber, dass Homöopathen zuweilen eine notwendige und wirksame medizinische Therapie verhindern.”
    kann ich aus Erfahrung so nicht stehen lassen.
    Das war bei mir genau das Gegenteil.
    Ich hätte nämlich meine Mandeln nicht mehr.
    Ich will eigentlich ja auch gar keine Lanze brechen für die Homöopathie. Für mich hat eigentlich jedwelche Form von Pharmawas weissichdenn mit Götzendienst zu tun. Da wähle ich für mich einfach den sanfteren, am wenigsten sonstnochmehrunheilstiftenden Weg.

  45. moria: sagt:

    Olive:
    Danke für die interessanten Links. Es verhält sich halt doch so……, man kann es schütteln und potenzieren, wie man will!

    Du schreibst “Das habe ich doch gemeint.” > Du schon aber unser oshy nicht!!

    Mawi’cità:
    Ja es gibt halt solche (Aerzte) und solche auf allen Ebenen und in allen Ställen, das ist nichts Neues.

    Fazit: eigentlich können wir doch gut ohne Krankheit leben – die Aerzte aus welcher Ecke auch immer hingegen nicht!

    Gute Nacht Ihr beiden!

  46. oshgosh sagt:

    @menschliches Versagen: Ein treffender Name für Verlierer. So wie ich deinen Beitrag vom 04.09.2010 um 04:49 lese, hast du die Evangelikale Zeit noch nicht verwunden, diese Zeit beschäftigt dich noch stärker, als die Gegenwart. Doch wer so sehr in der Vergangenheit herumfrustet, der wird es nicht schaffen, sich eine bessere Zukunft aufzubauen.

    Ich erhalte den Eindruck, dass du zwar formell von deinem Mann geschieden bist, dass er aber nach wie vor deinen Alltag bestimmt und jede kleine Abweichung von seinen damaligen Regeln von dir noch heute als ein Triumpf, als ein Sieg gefeiert wird. Wirklich frei bist du erst, wenn du aufhörst, alles und jedes mit jener Zeit zu vergleichen. Du hast dich, so ist wenigstens mein Eindruck, noch nicht völlig von den Evangelikalen gelöst. Sie bestimmen dein heutiges Leben noch stark, sie nehmen noch einen breiten Raum in deinen Gedanken ein.

    Du schreibst: “Fazit meiner Frauzeit des Evangeikalismus: nichts selbst verdienen dürfen, aber auch nichts für sich selbst ausgeben dürfen. Bei VHS wurde schon die Nase gerümpft…
    Wie fühlt Frau sich als Spardose? Als unbezahlte Arbeitsbiene ggen Kost und Logis?
    Im gleichen Maße wie sich Basta als Oberhaupt und Vor-Stand aufspielt, nehme ich Evangelikalismus und den äusseren rechten Schwanz des Christentums in Sippenhaft!

    Den Hass auf deinen Mann lässt du auf den armen Basta niedersausen. Aber der Basta lässt sich nicht in Sippenhaft nehmen. Er hat nämlich mit deinem Schicksal nichts, aber auch gar nichts zu tun. Das musst du begreifen. Nicht der Basta ist schuld an deinem Elend, sondern du, dein Mann und die Evangelikalen.

    Es ist richtig, Basta nimmt seine Rolle als Oberhaupt der Familie wahr. Er tut das mit Besonnenheit und in einer Art und Weise, die die Frau akzeptieren kann und ihr Glück fördert.

    Was dir widerfahren ist, Spardose, unbezahlte Arbeitsbiene, Unterdrückung, das alles kennt meine Frau nicht. Auch wenn du alles Schlechte, das dir widerfahren ist, auf Basta’s projizieren willst, dann liegst du falsch. Meine Frau ist glücklich und zufrieden. Denn das ist Bastas Ziel. Nein, deine Familienverhältnisse haben mit denjenigen von Basta nicht das geringste gemeinsam. Deine Projektionen sind eine Beleidigung für die Basta’s.

    Und glaube mir, wenn du vom richtigen Mann geleitet worden wärst, es ginge dir besser, als jetzt in der Pseudofreiheit, die du, so schliesse ich aus deinen Texten hier im Blog, möglicherweise gar nicht richtig und frei gestalten kannst, weil dir noch immer der Frust aus vergangenen Zeiten im Weg steht.

    Du schreibst: “Und heute heißt das zu meidende Wort: Langeweile. Es ist nur erlaubt von szenischen Trendkennern, die ihren Kids aus pädagogischen Abgründen Langeweile verordnen. Ansonsten ist Langeweile pfui und Fremdschämer schämen sich reihenweise und vermeiden. Lanmgeweile, wie peinlich. Darf man nicht. Man muß geschäftig sein und beflissen. Immer was tun. Oder so tun, als würde man was tun. Immer auf Empfang sein. Das nie ausgeschaltete Handy ein Symbol für den steten Empfang aus dem Kosmos. Es könnte sich ja jemand anmelden. Eine Erscheinung…

    Verstehe ich das richtig? Du hast, wenn du nichts zu tun hattest, nicht die Freizeit genossen, sondern für deinen Mann so getan, als hättest du was zu tun? Hast du so verlogen gehandelt? Und dann sagst du noch, dein Mann hätte Angst vor dir gehabt. Dass ich nicht lache! Das deutet ja voll darauf hin, dass du Angst vor ihm hattest. Wenn dem so ist, dann stehe doch dazu und spiele nicht in verlogener Weise die Starke, dort wo du schwach warst. Aber vielleicht verstehe ich deinen Text auch falsch.

    Auf jeden Fall muss sich meine Frau nicht verstellen, wir verkehren angstfrei miteinander. Ich akzeptiere sie so, wie sie ist.

    Ich erkenne immer mehr, dass du dich in einem sehr schwierigen, unehrlichen Umfeld bewegt hast, in dem die Menschen einander etwas vorspielten, das nicht real war. Und dich sehe ich nicht nur als Opfer der anderen, sondern als Mitspielerin, die sich selber auch fatal auf andere ausgewirkt hat.

    Falls ich falsch liege, was durchaus möglich ist, da es immer schwierig ist, nur aus Texten verstehen zu wollen, was jemand durch gemacht hat, dann korrigiere mich bitte. Aber eine gewisse Eigenschuld ist in solchen Situationen immer auch dabei. Es sind nie nur die anderen. Und das ist gut so, denn ich bin der einzige Mensch, den ich verändern kann. Die richtige Frage, auch heute noch, lautet demnach: „Was muss ich verändern, damit ich von anderen die gewünschte Reaktion erhalte?“.

    Du schreibst: “Hartzer, die sich langweilen… Hausfrauen, die sich langweilen, Rentner, die sich langweilen. Behinderte, die sich langweilen. Foristen, die sich langweilen.
    Sie werden es nicht glauben, Basta, ich halte diese Ihre “Ordnung” nicht für gottgewollt, aber für langweilig!

    Nur langweilige Leute haben es langweilig.

    Dein Langeweile-Problem hat wieder, wie alles bisherige, nichts mit der Familie Basta zu tun. Du phantasierst vor deinem Computer etwas zusammen, das mit der Realität in der Familie Basta nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Wieso sollte es uns langweilig sein? Das Leben ist so spannend, so interessant, so befriedigend, dass ich nicht wüsste, wie es mir langweilig sein sollte. — Ah, möglicherweise meinst du, es könnte meiner Frau langweilig sein? — Du glaubst, weil du dich nicht rühren durftest, müsse das unter Bastas Fuchtel auch so sein? Aber bitte, ich bin doch nicht von gestern und schon gar nicht ein Machtmensch, der Freude daran hat, andere Menschen einzuschränken. Was für eine armseelige Phantasie du da an den Tag legst. Meine Frau hat grosse Freiräume und nutzt sie auch. Und ich freue mich, wie sie dadurch aufblüht. Nein, wenn ich deine Berichte lese, dann denke ich, dass dein Nick „menschliches Versagen“ sehr gut zu dir passt. Erst, wenn du dich auf dein eigenes Leben konzentrierst und keinen Basta mehr brauchst, dem du in deiner Phantasie alles Schlechte anhängst, erst wenn du erkennst, dass du heute grosse Freiräume hast und, statt zu frusten, diese Freiräume mit positiven Dingen auszufüllen beginnst, erst dann bist du tatsächlich die Entscheiderin in deinem Leben. Solange du aber einen Basta benötigst und seiner Familie alles Schlechte andichten musst, um selber „besser“ dazustehen, solange bist noch immer der Sklave deines Ex-Mannes und der Evangelikalen. Weit davon entfernt, deine eigenen Freiräume nutzen zu können.

    Du schreibst: “Es ist dieselbe Ordnung, die Tele-und online-Banking ver-ordnet… Es ist eine GEWALTTÄTIGE ORDNUNG, eben die “Ordnung” des Mannes!

    Genauso, wie Telebanking nur funktioniert, wenn eine gewisse Ordnung eingehalten wird, funktioniert eine Familie nur, wenn innerhalb der Familie eine gewisse Ordnung herrscht. Aber wie kommst du, um Himmels willen, darauf, dass eine patriarchalische Ordnung gewalttätig sein müsse? Gewalt, eine „Ordnung“ des Mannes? Nur weil DEIN Mann dir keine Freiheiten gelassen hat, darfst du nicht annehmen, dass alle anderen Männer wie dein Mann handeln würden. Du hast ganz offensichtlich in einer völlig abartigen Situation gelebt. Muss ich aufgrund deiner Äusserungen zumindest annehmen. Bei Bastas hat solches Zeugs keinen Platz. Wir geniessen das Leben und lassen uns gegenseitig den Freiraum, den jeder braucht, um sich glücklich entwickeln zu können, so dass das Zusammensein dann wieder umso schöner ist.

    Nein Danke, in der Welt, die du als deine eigene beschreibst, aus der du deine Phantasien schöpfst, in der Welt möchte ich um keinen Preis leben. Aber du hast es in der Hand, deine eigene Welt zu gestalten. Aber dazu musst du nach vorne schauen, und nicht hinter dich.

  47. oshgosh sagt:

    @Olive: Du schreibst: “Ein Sektenexperte muss und nimmt sich nicht ‘normal’ Gläubigen an. Kannst Du da den Unterschied nicht erkennen?

    Wenn es so wäre, wäre ja alles in Ordnung.

    Du schreibst: “Hugo Stamm die Existenz Gottes immer wieder in Frage stellt und damit gläubigen Menschen ans Heiligste geht. Und selbst vor Gott keinen Respekt zeigt.

    Du bezeichnest also Hugo Stamm’s Arbeit als wirkungslos? Verstehe ich das richtig?

    Aber selbst wenn die Arbeit Hugo Stamms wirkungslos wäre, ist es eine nachprüfbare Tatsache, das er die Existenz Gottes immer wieder in Frage stellt und damit gläubigen Menschen ans Heiligste geht. Und selbst vor Gott keinen Respekt zeigt.“

    Ich bewerte diese Aussage nicht, Olive. Sie steht einfach als nicht kommentierter Fakt da. Aber abzustreiten, dass dem so sei, ist naiv, denn man kann es über Jahre hinweg hier im Blog nachlesen. Auch wenn man Hugo Stamm bewundert und sein Wirken von nahe beobachten konnte, sollte man nicht Dinge, die einem nicht in den Kram passen, einfach ausblenden.

  48. Olive sagt:

    @Oshgosh

    ist denn das so schwer zu verstehen? also eine einfache Frage:

    kennen sie eine Person, die gläubig ist , entweder ganz privat oder z.B in einer Landeskirche beheimatet-
    die ihren Glauben verloren hat durch HS Respektlosigkeiten?

    Kennen sie so eine Person?

    Auch nur eine?

    Was die “Wirkungslosigkeit” von HS’s Arbeit anbelangt , die zielt ja gar nicht auf die normal Gläubigen ab.