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Keine Wiederkehr des Religiösen

Hugo Stamm am Mittwoch den 4. August 2010

In den Medien war in letzter Zeit oft von der Wiederkehr des Religiösen die Rede. Beobachter der religiösen Szenen glauben, eine neue Besinnlichkeit ausgemacht zu haben. Ausserdem zeigen viele Menschen einen Überdruss gegenüber Wissenschaft und Technik. Und die Konsumwut lasse manche auf neue «weiche» Werte wie Glauben und Spiritualität besinnen. Ausdruck davon sei auch die Tendenz «zurück zur Natur».

Stimmen diese subjektiven Wahrnehmungen? Meine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen lassen mich zweifeln. Ich bin vielmehr der Überzeugung, dass die Bedürfnisse nach religiösen oder spirituellen Betätigungen und Lebenszielen recht konstant bleibt, also nicht zunimmt.

Viele Personen wollen sich nicht kritisch mit Glaubensfragen auseinandersetzen. Zweifel könnten das Bewusstsein grundsätzlich erschüttern. Ausserdem ist die kritische Hinterfragung religiöser Dogmen ein anstrengender geistiger Prozess, der verunsichert und oft auch mit schmerzlichen Prozessen verbunden ist. Viele Menschen haben zwar keinen intensiven Bezug mehr zu einer Glaubensgemeinschaft, sie fürchten sich aber auch vor den Antworten, die kritische Fragen auslösen könnten.

Was passiert dann mit den vielen Christen, die der reformierten und katholischen Kirche den Rücken kehren? Sie glauben entweder weiterhin an den christlichen Gott oder schustern sich in synkretistischer Manier ein eigenes Glaubenskonzept oder eine spirituelle Heilsvorstellung zusammen. Wie in vielen sozialen Bereichen zeigt sich auch im Religiösen eine Individualisierung. Immer mehr nehmen sich die Freiheit heraus, sich selbst im Kosmos der modernen Spiritualität zu orientieren. Davon profitieren vor allem fernöstliche Heilskonzepte wie der Buddhismus und esoterische Strömungen.

Ein Umfrage in Deutschland unterstützt meine Thesen. Einerseits verliert der Glaube, in dem Menschen sozialisiert worden sind, an Bedeutung. Die Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg ergab folgendes Resultat: Die Aussage „Religion ist wichtig im Leben, um glücklich und zufrieden zu sein“ bejahten 48 % der Italiener, 32% der Finnen, 31 % der Russen (!) und Engländer, 26 % der Franzosen und 25 % der Schweizer. Das ist erstaunlich wenig.

Andererseits sagen die Zahlen wenig über die religiösen oder spirituellen Empfindungen der Mehrheit aus. Diese ist indifferent und befasst sich kaum intensiv mit Glaubensfragen. Sie ist auch weit davon entfernt, sich als Atheisten zu empfinden. Unter dieser Mehrheit dürften sich viele befinden, die eine agnostische Haltung pflegen, ohne zu wissen, was ein Agnostiker ist. Die Forscher kommen denn auch zum Resultat, dass keine Wiederkehr der Religion zu beobachten sei.

Langfristig wird die Religiosität aber höchstwahrscheinlich abnehmen. Junge Leute, die nicht mehr in Familien aufwachsen, in denen religiöse Werte vermittelt und Rituale gepflegt werden, entfremden sich rasch. Vor allem für die christlichen Glaubensgemeinschaften ist dies keine erfreuliche Perspektive.

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2.146 Kommentare zu “Keine Wiederkehr des Religiösen”

  1. zoe sagt:

    moira

    “Gruss von M….., der Gratis-Alternativ-Tip-Verteilerin!”

    🙂

    ich höre ? hm?

  2. oshgosh sagt:

    @Azuzena: Du bist möglicherweise ein Querulant, weil du wider besseres Wissen aus Texten, die sich in der Zwischenzeit weiter entwickelt haben, mir Meinungen unterschiebst, die ich so gar nicht habe.

  3. Steinlaus sagt:

    @ moria
    cc neubauer

    Moria, manchmal picke ich tatsächlich Rosinen. Wieso auch nicht? Neubauer ist mir jetzt ein paar Mal gerade eben in dem Sinne aufgefallen, dass er, obwohl er gläubiger Christ ist, weder mit dem Kreuz um sich schlägt noch an Dogmen festhält.

    Moria, ich verstehe nicht, worauf deine Kritik zielt und es würde mich sehr interessieren, weshalb meine “Rosinenpickerei” dir ein Dorn im Auge ist. Was in seinem von mir (teilweise) zitierten Beitrag stösst dir auf? Gibt es am Gebot der Liebe etwas auszusetzen? Wird der Wert der Liebe und der Nächstenliebe dadurch geschmälert, nur weil er die zentrale Aussage Jesu ist? Gibt es am Beten etwas auszusetzen, wenn es zu einer Lebenshaltung führt, die den betreffenden Menschen darin stärkt, im Sinne der Liebe und der Nächstenliebe verantwortungsvoll zu Handeln und damit einen Lichtpunkt in dieser oft düsteren Welt zu setzen?

    Weisst du, für mich selbst ist es von grösster Bedeutung, mich immer wieder von jeglichem Vorurteil zu befreien und meinem Nächsten in seinem Menschlichen UND Allzumenschlichen offen und wertschätzend zu begegnen.

    Gerade der Wert der Liebe geht mir, wie du ja weisst, über alles. Dies verlangt eine bedingungslose Redlichkeit von mir, was in diesem Sinne auch heisst, einen gläubigen Menschen nicht per se zu “schubladisieren”, sondern mit ihm in Kontakt zu treten, seinem Sein und Wirken vorurteilsfrei zu begegnen und mir daraus, UND NUR DARAUS, ein Urteil zu bilden. Und dabei selbstverständlich davon auszugehen, dass meine Wahrnehmung blinde Flecken aufweist, die es nach und nach in einem stetigen Prozess zu korrigieren und adäquat anzupassen gilt. Diese Chance hat meiner Ansicht nach jeder Mensch verdient, so, wie auch ich selbst auf diese Redlichkeit und Vorurteilsfreiheit von anderen angewiesen bin.

    Ich bin gespannt auf deine Antwort…

  4. Steinlaus sagt:

    @ maralkos
    cc neubauer

    Wenn ich mir kein Bild von Gott machen soll, kann die Gottesliebe nur indirekt im Vordergrund stehen, indem ich seine Schöpfung, das heisst die Natur, inklusive mich selbst und meinen Nächsten liebe. Meine Liebe braucht ein lebensnahes, be-greifbares, Gegenüber, damit sie fliessen und sich verströmen kann. Zudem: Erzwungene Liebe aufgrund eines Gebotes kann NIEMALS Liebe, kann NIEMALS ewiges Licht, sein.

  5. Edi Brugger sagt:

    @neubauer: 17.08.2010 um 08:46

    Sicher weiss Swisswulf, wen sie meinen. Das in einem alten Schinken beschriebene Phantom genannt Jesus. Ich habe hier im Blog schon so oft darauf hingewiesen und es wurde mir bisher auch noch nie widerlegt; es gibt keinen historisch anerkannten Beleg für die Existenz dieses Jesus.
    Das älteste Dokument in dem diese Figur kurz erwähnt wird ist ein Paulusbrief an die Römer. Auch dieses Dokument ist nicht mehr im Original vorhanden sondern nur noch in Abschriften von Übersetzungen und somit ebenfalls nicht zu hundert Prozent zuverlässig. In der ganzen römischen Geschichtsschreibung des ersten Jh. wird er, obwohl zum König der Juden hochstilisiert und ineinen angeblich staatswichtigen Prozess zum Tode verurteilt, nirgends erwähnt. Nicht einmal die jüdischen Historiker hielten es für notwendig, ihren Messias schriftlich zu verewigen. Die im folgenden Jahrhundert und später verfassten Geschichten enthalten soviele, für den „gesunden Menschenverstand“ unmögliche Storys. Die Wahrscheinlichkeit dass diese erfunden sind, ist sehr sehr gross. Da hilft wirklich nur noch ein kritikloser „fester Glaube“, über den sie offenbar verfügen. Er sei ihnen gegönnt, aber nehmen sie zur Kenntnis, dass er, rücksichtsvoll ausgedrückt, nicht von jedermann bewundert wird.

  6. swisswulf sagt:

    Oshgosh

    Orignaltext von um musad

    Frau Keller-Messahli sagt:’ Der Koran, die einzige verbindliche Quelle für Muslime, verlangt auch bei einer wortwörtlichen Lesart kein Kopftuch für die Frau.’

    Da sagt sie leider etwas Falsches! Man darf sich gerne bei hunderten von islamischen Gelehrten oder am Besten eben bei den hohen islamischen Gelehrten erkundigen. Der Koran ist nicht die einzige verbindliche Quelle fuer Muslime, die Sunna gehoert dazu!
    Darum gehoert es eben doch in das Kapitel Religionsfreiheit mit dem Kopftuch tragen.

    Aus diesem Text entnehme ich dass für Muslimas (was um musad zweifellos ist) hat das Kopftuch seh wohl eine religiöse Bedeutung. Und jetzt müsste nach Ihrer Auffassung um musad wohl eine Fundamentalistin sein. Denke ich aber eher nicht. Der Beweis dafür ist dass Sie hier schreibt. Eine Fundamentalistin dürfte gar nicht hier schreiben, gschweige wohl überhaupt am Compi hocken.

    Weiter schreibst Du:
    Wie sollen Religionen weiterleben, wenn es verboten wird, seine Kindern eine religiöse Erziehung zu geben? Am Tisch vor dem Essen beten ist eine Selbstverständlichkeit für gläubige Menschen. Deine Idee eines Verbots von religiöser Erziehung ist pervers und wäre das Ende der Religionsfreiheit.

    Dazu erwidere ich einmal mehr: Religionen sind Menschen gemacht. Der Mensch hat auch den Übergang vom Heidentum und der Vielgötterverehrung zum Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus überlebt. Er würde auch den Weg zum Atheisums überleben. Was aber nicht heisst dass wegen dem alte kulturelle Brauchtümer verloren gehen müssen. Es gibt genügend Völker, bei denen die alten Heidenrythen noch immer praktiziert werden, obwohl der Grossteil bereits christlich ist.

    Das kann wirklich nicht sein, hat aber mit religiöser Erziehung nichts zu tun. Da verwechselst du Religion mit Terrorismus.

    Nein, ich zeige nur auf in wie weit die Doktrin einer Religion Einfluss auf die Gewaltbereitschaft haben kann, obwohl Religionen im Grunde immer lieb, nett und tolerant sein wollen. Dies aber bis heute nicht geschafft haben, und auch niemals schaffen werden.

    Das ist richtig. Und es gehört bei Katholiken dazu, den Kindern ein Kreuz zu schenken, das diese ein Leben lang tragen. Das gehört zur Religionsfreiheit und hat in unserem christilchen Land auch Tradition, während das Kopftuch, wie Saïda Keller-Messahli gut begründet darlegt, bei Zwölfjährigen die Geschlechtsreife anzeigt und damit suggeriert, man könne sie nun heiraten. Das ist Pädophilie – und oft genug werden solche Mädchen in ihren Heimatländern im zarten Kindesalter an einen Cousin verheiratet. Davor müssen wir die Kinder schützen. Das ist das aktuelle Thema hier in Europa. Und aus diesem Grund befürworte ich das Kopftuchverbot

    Womit wir wieder bei der Diskussion wären..böser Islam, gutes Christentum. Heute noch existierende Urvölker, ohne Einfluss der westlichen Länder, ohne Einfluss von Religionen vermälen Ihren Mädchen auch bereits mit 12 Jahren. Warum verurteilen wir guten Christen immer andere Kulturen weil sie Dinge in ihren Breiten anders machen? Wir zeigen immer gerne mit dem Finger auf die andreen Barbaren und vergessen darüber hinaus, dass noch vor nicht all zu langer Zeit ein Holocaust in einem vom Christentum domnierten Land möglich war. Das im Balkan einer der grausamsten Konflikte der Neuzeit stattfand, der ebenfalls nicht ohne religiöse Einflüsse von Statten ging.

    Wenn um musad das Kopftuch aus der Sunna ableitet, hat es zumindest für einen grossen Teil der Muslimas einen religiösen Hintergrund. Und wenn dem so ist, sollte man – auch wenn unsere Kultur christlicher Natur ist – auch das Kruzifix nicht zulassen…nota bene, bei einem allfälligen Verbot. Gleiche Rechte für alle, egal welche Kultur.

    Kirchenglocken begleiten mich schon ein Leben lang und haben so etwas friedliches an sich. Am Sonntag ist es ruhig, nur die Kirchenglocken lassen ihren friedlichen und freundlichen Klang über der Landschaft schweben. Und nachts weiss man dank dem Stundenschlag, wie spät es ist, ohne aufstehen zu müssen. Diese Kirchenglocken gehören zu unserem christlichen Land wie die Berge.

    Du bist in deinen Ansprüchen ziemlich extrem. Und warum bist du gerade vis-à-vis einer Kirche hingezogen, wenn du die Kirchenglocken nicht magst? Da scheint mir nun aber nicht die Kirche schuld zu sein.

    Ich bin extrem in meinen Ansprüchen. Kennen Sie den Spruch: Viel fordern um wenig zu erreichen. Die Zukunft hat begonnen, und ich finde es selbstverständlich hervoragend wenn man an den guten Seiten der alten Werte festhält. Und dennoch sollten wir anfangen Ballast abzuwerfen. Ballast in Form von akustischer Umweltverschmutzung. Und wenn das Glockengebimmel nur noch den Sinn hat Präsents zu zeigen, ist es schlichtweg sinnlos. Kirchen sind dermassen dominante Bauten, dass allein die Grösse eines Kirchturms reicht um sie wahr zu nehmen. Und zu traditionellen und kulturellen Anlässen sollen die Dinger von mir aus auch lärmen….aber doch nicht jeden Tag.

    Und wenn Du schon von Kultur sprichst, wie die meissten Verfechter der Religionen, ..ich behauote mal nicht die Religion hat unsere Kulturen geprägt, sondern die religionen wurden durch unsere Kulturen geprägt. Was die unterschiedlichen Ausführungen von Festen und Prozessionen in verschiedendsten Regionen der Welt, bei gleicher Religionszugehörigkeit deutlich aufzeigen sollte.

  7. Azuzena sagt:

    @oshgosh: Du bist möglicherweise ein Querulant, weil du wider besseres Wissen aus Texten, die sich in der Zwischenzeit weiter entwickelt haben, mir Meinungen unterschiebst, die ich so gar nicht habe.

    Sie distanzieren sich also von früher gemachten Aussagen? Da sie dieses Zeug geschrieben haben, muss ich logischerweise davon ausgehen, dass diese Aussagen ihre Meinung widerspiegeln.

    Kleine Lektion im Scharlatan erkennen, auch nützlich für andere Blender und Latzhosenträger.

    1. Man lasse sich in ein Gespräch ein (aber nur wenn kostenlos!!!)
    2. Man merke sich alles genau, was er daher redet.
    3. Man achte auf manipulative Tricks (z.B. Unterstellung von Emotionen und negativen Lebenseinstellungen/Eigenschaften). oshgosh hat mir z.B. unterstellt, dass ich sehr emotional bin, wenn es um Herrn Stamm geht, was absolut lächerlich ist, denn ich habe lange sehr sachlich argumentiert. Er unterstellt mir, nicht offen für Neues zu sein und kritiklos alles nachzuplappern. Dies sind typische Kniffe von Scharlatanen.
    4. Man verweise den Gesprächspartner auf absurde, widersprüchliche Aussagen, die im Verlauf des Gesprächs gemacht wurden. Dies führt in der Regel dazu, dass der Angesprochene, von früher gemachten Aussagen nichts mehr wissen will, teils auch zu Beschimpfungen. oshgosh stellt mich als Querulant dar.
    5. Man frage hartnäckig nach Sachverhalten, die der Gesprächspartner verheimlichen will. Deshalb nochmals die Frage oshgosh, von welchem Hersteller und zu welchem Preis beziehen sie ihre Säfte.

  8. swisswulf sagt:

    maralkos: schrieb am 7.08.2010 um 11:43@neubauer

    Sie haben das Hauptgebot unterschlagen!!!

    Das Hauptgebot ist das Gebot der GOTTESLIEBE, dann folgt das Gebot der Nächstenliebe!

    Das Ziel solchen Tuns ist immer, dass GOTT beiseite geschoben oder gar verschwiegen wird, eine “GOTT ist tot” Strategie eben!

    Solche Anstrengungen wurden von den Freimaurern beliebt gemacht. Da sie uns alles mittels Positivformulierungen verkaufen, merken wenige etwas.

    Mal ehrlich.. Sie sind ein Fake, oder? Sie sind nicht echt, sondern lediglich hier um ein bisschen herumzutrollen. Argumente kennen und haben Sie nicht. Also entweder machen Sie sich einen Spass daraus hier zu sein, oder haben sich einfach in der Website geirrt. Sie wollten sicher hier her http://www.jesuslebt.de/

  9. Johann sagt:

    Swisswulf

    Sie schreiben:
    1) Ich sehe das Kopftuch durchaus als religöses Symbol an.
    2) Und mal Hand aufs Herz…es hat religiösen Hintegrund
    3) Ich bin auch gegen ein Kopftuchverbod.
    4) Verbieten wir das Kopftuch, haben wir keine Religionsfreiheit mehr.

    Und jetzt kommt der hammer:
    5) Ich wäre aber für ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern.
    6) Kinder sind die unschuldigsten und tragsichsten Opfer der religiösen Doktrin.

    Ich hoffe Sie bemerken dass Sie ziemlich inkonsistent sind in Ihre Äusserungen, und damit absolut nicht glaubwürdig in Ihr Anliegen.

  10. swisswulf sagt:

    @Johann

    Probieren Sie es nochmal..ich kann keine Inkonsistenz in meinen Aussagen entdecken.

  11. Johann sagt:

    Swisswulf

    Gut nochmals:
    Sie Schreiben:
    1) Ich sehe das Kopftuch durchaus als religöses Symbol an.
    3) Ich bin auch gegen ein Kopftuchverbod.

    Und jetzt kommt die Inkonsistenz:
    5) Ich wäre aber für ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern.

    Also, ich weiss nichtz wie es ihnen vergeht aber ich sehe doch ziemlich regelmässig 11, 12 jährige Mädchen mit Kopftuch rundlaufen.
    Und abgesehen davon beisst 5) sich ziemlich mit 1)

    Deshalb meine ich das Ihr Anliegen nicht glaubwürdig ist.

  12. Olive sagt:

    @Swisswulf

    “obwohl Religionen im Grunde immer lieb, nett und tolerant sein wollen”

    Sagst du. Es wird zumindest von Theologen so behauptet.

    “Aber der interreligiöse Dialog, der nur zwischen Universitätsprofessoren, an evangelischen Akademien und zwischen Islamexperten und Theologen stattfindet, reicht überhaupt nicht aus, weil wir eine viel umfassendere Antwort auf religiös aufgeladene Konfrontationen brauchen.”(Eva Quistorp, Bündnis 90/Die Grünen)

    http://brightsblog.wordpress.com/2010/08/12/luftet-des-schleier/

    Das nervtötende Filmchen unter dem Artikel ist auch interessant.

  13. oshgosh sagt:

    @Moria Tucholsky auf der Geisterbahn:

    Atme mal tief durch und stelle dir schönsten Sonneschein vor, höre wie die Vögel trililieren und Wärme dich umgibt. Fühle wie die positiven Energien durch deinen Körper strömen. — Ist das jetzt schon Esoterik? Aber gut getan hat’s, oder nicht?

    Du schreibst: “Diese Ungeduld beruht weder auf ‘fehlendem Anstand noch auf Überheblichkeit’, das kann ich Dir versichern. Dagegen kann man/frau im Blog durchaus ungeduldig werden, nur zu verständlich, wenn man(n) tagelang um einen Ausdruck wie Scharlatan kreist – das ermüdet schrecklich, vorallem weil es zeigt, dass auch valable Erklärungen nicht zur Kenntnis genommen werden.

    Nun, ich empfinde das als eine Rechtfertigung für dein Verhalten.Und wer sich rechtfertigt, zeigt seine Grenzen auf… Aber lassen wir das, wir fahren ja gerade aus der Geisterbahn heraus, ans helle Tageslicht, das blendet, atmen nochmals tief durch, geniessen den warmen Sonneschein und wenden uns deiner nächsten Frage zu:

    Du schreibst: “Azuzena spricht es an, auch mich würde interessieren, warum Du bei ” Ärzten, Apotheken, Pharmafirmen immer allmöglichen Gefahren witterst,” im Gegensatz zu “Saftverkäufern, Kinesiologen usw…”

    Azuzena reisst Texte aus dem Zusammenhang und leitet davon Meinungen ab, die ich nicht teile und so auch nicht geschrieben habe. Mein differenzierter Standpunkt geht aus der Entwicklung der Diskussion klar hervor. Deshalb gehe ich auf diese Texte von Azuzena nicht näher ein.

    Das Wort „gefährlich“ in einem meiner Texte war unglücklich gewählt. Es ist nicht Azuzena, die mich als Erste darauf angesprochen hatte, sondern Michael Bamberger in seinem Beitrag vom 16.08.2010 um 13:35. Ich habe ihm darauf geantwortet: “Vielleicht ist das Wort „gefährlich“ nicht so gut gewählt, „ungeeignet“ würde der Sache wohl eher gerecht.“ Für mich ist das „gefährliche Thema“ damit erledigt.

    Du schreibst: “Uebrigens ein praktisches, aktuelles Beispiel > würdest Du die eingebildete, hochstaplerische Astronautin > siehe Tagi http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-eingebildete-Astronautin-/story/11450678 > nun als Scharlatanin oder nicht bezeichnen?

    Ja, das ist ja eine ganz originelle Geschichte! Und die Frage ist etwa gleich schwierig zu beantworten, wie: Ist Barbara Burtscher nun in den USA steuerpflichtig? Ich als Banker würde sie auf jeden Fall als Kundin ablehnen, um auf keinen Fall in den Fokus der US-Steuerfahnder zu kommen. 🙂

    Ich glaube, Barbara Burtscher hat geträumt und sich plötzlich wieder in der Realität gefunden, aber auch in der Realität weiter geträumt. Wie auch immer man es nennen mag, es scheint Wunschdenken und Romantik und nicht Bösartigkeit dahinter zu stecken. Eher so eine Art Rollenspiel, in dem Barbara Burtscher ihre Lieblingsrolle spielte. Ein Rollenspiel, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immer mehr verschwanden. Sie tut mir leid, in der Zeitung so bloss gestellt zu werden. Aber das ist halt die Folge davon, dass sie sich immer wieder zu Interviews einladen liess. Irgendwann musste das ja passieren.

    Was meinst du, statt Achterbahn und Geisterbahn fahren, fliegen wir das nächste Mal in der Zentrifunge der NASA mit und versuchen, den NASA-Rekord von Barbara Burtscher zu brechen?

  14. swisswulf sagt:

    @Johann

    1. Kopftuchverbot ist kontraproduktiv weil der Islam einmal mehr zum religiösen Bölima wird.

    2. Ein Religionsverbot für Kinder würde alle Religionen betreffen. Und wir schreiben hier doch von Gelichberechtigung, oder nicht?

    Ich kann nicht erkennen wo Sie Widersprüche sehen.

  15. Johann sagt:

    Swisswulf

    HILFE; ICH DREHE DURCH….

    Sie Schreiben:
    3) Ich bin auch gegen ein Kopftuchverbod.
    —> Es muss also erlaubt sein einen Kopftuch zu tragen; so weit einverstanden Swisswulf?

    Weiter schreiben Sie:
    1) Ich sehe das Kopftuch durchaus als religöses Symbol an
    —> Das Kopftuch muss man also in seiner religiöse kontext sehen.und ist also als äusserung des Glauben, also als äusserung der religiösetät zu verstehen; So weit auch noch immer einverstanden.

    Aber jetzt schreiben Sie:
    5) Ich wäre aber für ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern.
    —> Kinder dürfen also nicht von die religiösität der Eltern, Staat oder was dann auch beinflusst werden; So weit auch noch immer einverstanden

    Wenn Sie punkt 5) einführen möchten, also ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern, würde das bedeuten dass gemäss Ihre Auffassung ein Kopftuch verbot eingeführt werden sollte, da Sie ja mit 1) gesagt haben dass das Kopftuch ein religöses Symbol ist.

    ABER mit 5) sprechen Sie sich gegen ein Kopftuch verbod aus.

  16. oshgosh sagt:

    @Azuzena: Du schreibst: “Sie distanzieren sich also von früher gemachten Aussagen?

    Nein, ich distanziere mich nur von deinen falschen Interpretaionen, die die Entwicklung der Diskussion nicht berücksichtigen. Ich verwahre mich nur dagegen, dass du mir Meinungen unterstellst, die ich so nie geäussert habe. Und diese Unterstellungen nachher als Basis für die weitere Diskussion verwenden willst. Und ich verwahre mich dagegen, dass du meine Persölichkeit derart absurd darstellst, wie du das in deinem Beitag vom 17.08.2010 um 12:28 tust.

    Du schreibst: “ oshgosh hat mir z.B. unterstellt, dass ich sehr emotional bin, wenn es um Herrn Stamm geht…

    Nun, das habe ich nicht zu dir gesagt, sondern zu deiner Kustfigur papavera, die du so hast erscheinen lassen. Du solltest Realität und Fiktion besser auseinander halten. Oder bist du etwa die eingebildete Astronautin und kannst es nicht besser?

    Wurmt es dich dermassen, dass du keinen wirklich genialen Beitrag zur Diskussion beisteuern konntest, dass du nun auf diesem tiefem Niveau herum kalberst und es mit persönlichen Verunglimpfungen probierst?

  17. swisswulf sagt:

    @Johann

    Ich denke ausser Ihnen jedem aufgefallen sein sollte, dass natürlich das eine ohne das Andere nicht möglich ist.

    Vielleicht hätteich präzisieren sollen, indem ich hätte schreiben sollen: Sofern sich am Religionsstaat (und das sind wir solange wir Religion und Staat nicht strickte trennen) nichts ändert bin ich beim heutigen status quo gegen ein Kopftuchverbot.

    Ich hoffe Sie verstehen jetzt was ich gemeint habe..

  18. Johann sagt:

    Swisswulf

    Ok, verstehe, Sie sind momentan gegen ein Kopftuchverbot, einverstanden.
    bedeutet dies dann auch dass Sie momentan gegen ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern sind?

  19. Azuzena sagt:

    @oshgosh:

    Und ich verwahre mich dagegen, dass du meine Persölichkeit derart absurd darstellst, wie du das in deinem Beitag vom 17.08.2010 um 12:28 tust.

    Sorry, sie verlangen seit Tagen Tipps, wie man Scharlatane entlarven kann. Etliche Bloger haben ihnen geantwortet. Sie haben diese Antworten immer als unzureichend abgetan. Mit meinen Beitrag um 12:28 Uhr habe ich ihnen eine weitere Möglichkeit aufgezeigt, nämlich Entlarvung durch eine bestimmte Form der Gesprächsführung. Inhaltlich nehmen sie zu dieser Methode nicht Stellung, was nicht weiter verwundert. Dafür spielen sie plötzlich die Opferkarte aus, gehört das nicht auch zum Repertoire eines Scharlatans, wenn man ihn mit kritischen Fragen bedrängt? Ich verunglimpfe sie überhaupt nicht, da sie aber zu den Blogern gehören, die mit Boxhandschuhen antreten, sehe ich keinen Grund Samthandschuhe überzustreifen.

    Du solltest Realität und Fiktion besser auseinander halten. Oder bist du etwa die eingebildete Astronautin und kannst es nicht besser? Wurmt es dich dermassen, dass du keinen wirklich genialen Beitrag zur Diskussion beisteuern konntest, dass du nun auf diesem tiefem Niveau herum kalberst und es mit persönlichen Verunglimpfungen probierst?

    Zum Schluss noch die erwarteten persönlichen Beleidigungen. Dieses Verhalten ist typisch für den entlarvten Scharlatan. Wieso bleiben sie nicht sachlich und nehmen endlich Stellung, woher sie ihren Aloevera-Saft beziehen? Das interessiert mich nämlich tatsächlich.

  20. heidi reiff sagt:

    Verbote bringen Null und Nichts, wenn wir Kindern was verbieten tun sie es hintendurch. Bauersfrauen die heuen müssen tragen ein Kopftuch zum Schutz vor der Sonne, Biker ein Helm als Schutz, Vorsicht ist nach wie vor die Kiste des Porzellanladens, Prediger und Imame brauchen wir nicht in der CH, die Kuh macht vermutlich auch in andern Ländern Muh. Religion ist Fanatismus, gleich aus welcher Ecke es kommt, vorallem hat das nichts mit Nächstenliebe zu tun, Macht regiert die Welt gekoppelt mit Dispoten Mao aus China, Ceaucescu aus Rumänien etc. trotz alledem, ich glaube auch nicht an die unbefleckte Jungfrau Frau Maria weder an die Erscheinungen von den Kindern Bernadette die Erscheinungen hatten von der Muttergottes, ich pilgere weder nach Rom noch nach Fatima, ich lebe noch, na und……….

  21. mawi sagt:

    חברה
    “Du glaubst es nicht, aber ich habe von Dir letzte Nacht geträumt!! ”
    Ja also, meine Liebe, wie ist das jetzt mit glauben? Weisst Du denn sicher, dass Du letzte Nacht geträumt hast? Könntest Du mir bitte ein Beweisstück vorlegen? Oder soll ich Dir jetzt einfach glauben, dass Du mir die Wahrheit erzählst?

    “Frag mich aber nicht – was! Ich würde es Dir nie verraten.”
    Ok. – Was hast Du geträumt? Hast Du mich gesehen? Bin ich mit schönen Kühen über saftige Wiesen galloppiert?

    “Doch beim Erwachen wurde mir bewusst, dass mir Deine weltlichen Verfehlungen viel sympathischer sind als Dein religiöser Exklusivanspruch!!”
    Was bedeutet das Wort ‘doch’?
    Wäre diese Verfehlung eine weltliche gewesen, würde man denn immer noch den Begriff Verfehlung gebrauchen? Mein religiöser Exklusivanspruch? Kannst Du mir den mal erklären, חברה ?
    Beschäftigt dich der so sehr, dass ich sogar noch in Deinen Träumen herumexklusiviere?
    Moria, Moria
    Das laht der aber ez kei Rue, hä….

  22. sol ventus sagt:

    Edi Brugger: “Mit Schalldämpfungsmassnahmen wäre es möglich, die Ansprüche der Gläubigen wenigstens zum Teil zu erfüllen und die Nerven der Anwohner zu schonen, ohne ein Glockenverbot.

    Finde ich prinzipiell eine gute Idee. Genau so hätten auch die Minarette in die Bauverordnung gehört (resp. wären da ja schon drin gewesen). Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass man dann von den Glocken tatsächlich noch was hört.

  23. oshgosh sagt:

    @Swisswulf: Du nimmst da in deinen Beiträgen teilweise islamische Standpunkte ein, obwohl du eigentlich Religion ablehnst. Hast du eine spezielle Beziehung zur islamischen oder arabischen Welt?

    Du schreibst: “Aus diesem Text entnehme ich dass für Muslimas (was um musad zweifellos ist) hat das Kopftuch seh wohl eine religiöse Bedeutung. Und jetzt müsste nach Ihrer Auffassung um musad wohl eine Fundamentalistin sein. Denke ich aber eher nicht. Der Beweis dafür ist dass Sie hier schreibt. Eine Fundamentalistin dürfte gar nicht hier schreiben, gschweige wohl überhaupt am Compi hocken.

    Ich denke, wir sollten nicht hinter dem Rücken von um mussad darüber diskutieren, was um mussad sein könnte. Ich nehme auch die Meinung um mussads mit Interesse zur Kenntins. Ich habe da aber schon noch einige Fragen. Z.B. dünkt mich wichtig, ob die Sunna für alle Muslime oder nur für die Sunniten gilt. Im Weiteren stellt sich die Frage, zu welcher Gruppe im Islam sich um mussad zählt. Und daraus werden sich wahrscheinlich wieder neue Fragen ergeben.

    Dazu lasse ich die deutsche CDU-Politikerin Veronika Netzhammer aus Singen zu Wort kommen. Sie publizierte am 18. November 2003 zum Thema Kopftuch einen äusserst interessanten Artikel, in dem sie unter anderem folgendes schrieb:
    Wäre das Kopftuch ein ausschließlich religiöses Symbol, dann gäbe es wohl weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern über die Frage, ob eine Lehrerin in der Schule ein Kopftuch tragen darf, eine so heftige Debatte. Es sind unsere moslemischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die uns darauf hinweisen, dass das Kopftuch auch für eine bestimmte Auslegung des Islam steht, mit einer politischen Botschaft verbunden ist und zunehmend im Islam als Zeichen einer kulturellen Abgrenzung gewertet wird.
    Der Streit verläuft also nicht primär zwischen Moslems und Nicht-Moslems; er verläuft zwischen verschiedenen Gruppen im Islam.

    http://www.veronika-netzhammer.de/pdf/kopftuch.pdf

    Die Sachlage scheint komplexer zu sein, insbesondere ist das Kopftuch kein im Islam allgemein anerkanntes Religionssymbol, sondern viel mehr ein politisches Symbol für die Zugehörigkeit zu gewissen Gruppen im Islam. Ich sehe da eigentlich nach wie vor kein Hindernis für ein Verbot.

    Interessant ist, wie das deutsche Bundesverfassungsgericht im Zusammenhang mit dem Kopftuch argumentieret:
    Das Bundesverfassungsgericht hat 1995 festgestellt, dass auch ein Staat, der sich selbst zu religiös-weltanschaulicher Neutralität verpflichtet, die kulturell vermittelten und historisch verwurzelten Wertüberzeugungen und Einstellungen nicht abstreifen kann, auf denen der gesellschaftliche Zusammenhang beruht und von denen auch die Erfüllung seiner eigenen Aufgaben abhängt. Das Gericht stellte weiter fest, dass der christliche Glaube und die christlichen Kirchen dabei von überragender Prägekraft gewesen sind und dass die darauf zurückgehenden Denktraditionen, Sinnerfahrungen und Verhaltensmuster dem Staat nicht gleichgültig sein können. Dies gilt auch für das öffentliche Schulwesen.

    Da können wir in der Schweiz nur lernen. Zu schnell geben wir in vorauseilendem Gehorsam unsere Werte auf, ja denken schon darüber nach, ob wir das Kruzifix verbieten müssten. Ob die Kirchenglocken noch läuten dürfen. Nein, das ist der falsche Weg. Möglicherweise hinterlässt aber das von den Regierenden gelebte Aufgeben unserer Werte die Bevölkerung so verunsichert, dass Ideen wie ein Kopftuchverbot überhaupt erst einen Nährboden finden. Und ja, obwohl ich grundsätzlich gegen Verbote bin, das Kopftuchverbot könnte durchaus positive Auswirkungen haben. Da bin ich mir je länger desto mehr sicher.

    Auf meinen Einwand: „Deine Idee eines Verbots von religiöser Erziehung ist pervers und wäre das Ende der Religionsfreiheit.” schreibst du: Dazu erwidere ich einmal mehr: Religionen sind Menschen gemacht. Der Mensch hat auch den Übergang vom Heidentum und der Vielgötterverehrung zum Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus überlebt. Er würde auch den Weg zum Atheisums überleben. Was aber nicht heisst dass wegen dem alte kulturelle Brauchtümer verloren gehen müssen. Es gibt genügend Völker, bei denen die alten Heidenrythen noch immer praktiziert werden, obwohl der Grossteil bereits christlich ist.

    Das ist eine etwas eigene Sicht der Dinge, die du da darlegst. Diese Sicht wird kein gläubiger Mensch teilen, und bestimmt die Mehrheit der Nichtgläubigen Menschen auch nicht. Es geht ja nicht um irgendein Brauchtum, sondern um Gott und Respekt vor Gott und den Dienst an Gott. In der Verfassung steht auch: „Im Namen Gottes, Amen“. So gesehen müsste es, wenn man schon eine einheitliche Lösung für die Kinder möchte, obligatorisch sein, den Kindern den Glauben an Gott beizubringen. Das würdest du sicher als problematisch empfinden. Aber das Gegenteil, religiöse Erziehung zu verbieten, ist genauso problematisch. Das wissen wir aus der Erfahrung in kommunistischen Ländern. Kein einigermassen freiheitlich eingestellter Mensch kann allen ernstes so ein Anliegen vertreten.

    Ich habe dir aufgezeigt, dass du Religion und Terrorismus verwechselst. Darauf antwortest du: “Nein, ich zeige nur auf in wie weit die Doktrin einer Religion Einfluss auf die Gewaltbereitschaft haben kann, obwohl Religionen im Grunde immer lieb, nett und tolerant sein wollen. Dies aber bis heute nicht geschafft haben, und auch niemals schaffen werden.

    Nach deiner Logik müsste man den Atheismus verbieten, weil viele Atheisten Mörder sind und im Gefängnis sitzen. Als Rechtfertigung für Terror und Gewaltbereitschaft kann jede Idee dienen, das ist kein Privileg der Religionen. Der Terror der RAF im letzt Jahrhudert in Deutschland war überhaupt nicht religiös motiviert, sondern rein politisch. Ich lehne es deshalb explizit ab, Religionen in einen direkten und ursächlichen Zusammenhang mit Gewalt und Terror zu bringen. Dass einige gewaltbereite Fundamentalisten die Idee der Religion pervertieren, das kann man nicht direkt der Religion selbst anlasten. Soviel zum Gewaltvorwurf gegen die Reiligionen im Allgemeinen. Spezifisch auf den Islam bezogen verstehe ich deinen Vorwurf ebenfalls nicht. Zumal sich immer mehr Moslems auch öffentlich klar von jeder Form von Gewalt distanzieren, ist deine Behauptung im Zusammenhang mit dem Islam irgendwie absurd und der Diskussion und dem friedlichen Zusammenleben nicht gerade förderlich.

    Meine Darlegungen über Kruifix und Kopftuch interpretierst du wieder aus der Sicht, dass das Kopftuch ein Symbol für die Religion sei, was ich nach wie vor, trotz Sunna, ablehne. Die Sunna ist nicht für alle Muslime verbindlich. Viele Muslime hier in der Schweiz sehen im Kopftuch kein religiöses Symbol. Es ist nicht damit zu rechnen, dass durch ein Kopftuchverbot grössere Spannungen in der Gesellschaft entstehen würden. Bei einer Güterabwägung zwischen der von um mussad postulierten Meinung, dass auf Grund der Sunna das Kopftuch ein religiöses Symbol sei, und den Argumenten von Saïda Keller-Messahli, tendiere ich klar zu Gunsten von Saïda Keller-Messahli.

    Du schreibst: “Ich bin extrem in meinen Ansprüchen. Kennen Sie den Spruch: Viel fordern um wenig zu erreichen. Die Zukunft hat begonnen, und ich finde es selbstverständlich hervoragend wenn man an den guten Seiten der alten Werte festhält. Und dennoch sollten wir anfangen Ballast abzuwerfen.

    Ja, das mit den extremen Ansprüchen kann ich gut nachvollziehen. Oh Mann, was sind wir alle anspruchsvoll! http://www.youtube.com/watch?v=4SYSDpzFEKU&feature=related

    Du schreibst: “Heute noch existierende Urvölker, ohne Einfluss der westlichen Länder, ohne Einfluss von Religionen vermälen Ihren Mädchen auch bereits mit 12 Jahren. Warum verurteilen wir guten Christen immer andere Kulturen weil sie Dinge in ihren Breiten anders machen?

    Warum Christen? Ja, ich bin auch der Meinung, dass nicht das hinterste und letzte Volk die globalisierten Werte übernehmen sollte. Aber das Aufdrängen von eigenen Werten ist doch nicht auf uns Christen beschränkt. Da gibt’s doch auch Atheisten, die drängen. Oder drängt der Islam nicht auch anderen seine Werte auf? Nein, das ist nun beileibe nicht den Christen alleine in die Schuhe zu schieben.

    Warum hast du ausgerechnet das Beispiel eines 12-jährigen Mädchens genommen, das verheiratet wird? Da stichst du in ein Wespennest, da doch der globale Konsens ist, dass Mädchen erst mit 18 heriraten dürfen. Vorher gelten sie laut UNO noch als Kinder. Und das ist ja nun nicht gerade zum Nachteil der Mädchen.

    Du schreibst: “Das im Balkan einer der grausamsten Konflikte der Neuzeit stattfand, der ebenfalls nicht ohne religiöse Einflüsse von Statten ging.

    Der Balkankonflikt ist ein schlechtes Beispiel für einen Konflikt, der den Religionen angelastet werden kann. Wohl wurde durch den Konflikt auch das bis anhin friedliche Nebeneinander der Religionen gestört. Der Ursprung des Konflikts liegt aber bei Serbien und den grossserbischen Träumen, die mit Gewalt verwirklicht werden sollten.

    Zum herrlichen Klang der Kirchenglocken habe ich mich schon geäussert. Da gehe ich nicht nochmals darauf ein. Auch mein kleiner Sohn liebt den Klang der Kirchenglocken. Da hört er sogar auf zu spielen und lauscht gebannt dem wundervollen Klang. Wenn das Geläute dann fertig ist, sagt er traurig: „kaputt“. 🙂

    Ich denke, am besten siehst du im Kirchengeläute auch etwas Schönes, oder du ziehst um. Glockenklang tut der Seele so gut, Glockenklang kündet von Frieden und Freude. Da muss man schon ziemlich vergrämt sein, wenn ein so schöner Klang nicht angenehm berührt. Als ich noch ein Auto hatte, prangt hinten drauf immer ein Kleber mit der Aufschrift: „I love Fluglärm“. Denn Fluglärm kündigt von fernen Ländern, von einer brummenden Wirtschaft und von Wohlstand.

    Und du siehst, wie konsequent ich mich eines Themas enthalte, wenn ich ankündige, dass ich nicht mehr darauf eingehe… 🙂

  24. oshgosh sagt:

    @Azuzena:
    Ich habe die Antworten nicht als unzureichend abgetan, sondern dort wo notwendig, mit Beispielen aufgezeigt, dass die entsprechenden Antworten nicht als Unterscheidungsmerkmal geeignet sind. Aber wie gesagt, Harvey und Moria haben so hervorragende Antworten gegeben, dass es eigentlich keinen Sinn mehr macht, zu versuchen das zu toppen. Für mich, und möglicherweise auch für Moria und Harvey, ist dieses Thema deshalb nun abgeschlossen. Ich hoffe, du kannst damit leben und bist nicht zu stark enttäuscht.

    Ich werde die Firma hier im Blog nicht nennen. Die Gefahr, dass eine super Firma hier im Blog in völlig unqualifizierter Art und Weise von sauglatten Neidhammeln durch den Kakao gezogen wird, ist zu gross. Wenn dein Interesse echt ist, kannst du mich über oshgosh (at] gmx.ch erreichen. Ich kann dir auch verraten, dass die grossen MLM-Firmen alle hochwertigen Aloe Vera-Saft verkaufen, und dies zu sehr ähnlichen Konditionen.

  25. Harvey sagt:

    @ Bongo

    Sorry for stranger than paradise, es war also permanent vacation. Sonst habe ich aber den Witz noch gut in Erinnerung gehabt.

    Ich staune, wie alt ich bin, ich meinte ich müsse diesen Witz in Worten beschreiben, weil auf dem Blog keine Musik möglich ist, Sie haben gezeigt, dass es möglich ist, ich bin ein Uropa, an youtube sollte man immer denken. Danke.

    Aber die Szene ist gut, oder nicht?

  26. moria sagt:

    Azuzena:
    “Oje, willst du mir ein schlechtes Gewissen machen, oshgosh reagiert nämlich immer gereizter auf meine Beiträge….”
    Ach Azuzena, das Fremdschämen hat der Blog schon erfunden und hinter sich gebracht, fahre nun nicht noch mit ‘indirekten’, fremden…… Gewissensbissen fort – tut ebenfalls dem Blutdruck nicht gut!

    zoe:
    “…… Gratis-Alternativ-Tip-Verteilerin!”
    “ich höre ? hm?” > also es muss nicht immer ein Cupido sein, es kann auch ein liebenswürdiger, aufrichtiger Normalo sein!
    Viel Glück – Deine Moira!

    oshgosh:
    “Was meinst du, statt Achterbahn und Geisterbahn fahren, fliegen wir das nächste Mal in der Zentrifunge der NASA mit…..”
    Eigentlich wird es mir bei Deinen Achter- und Geisterbahnfahrten schon genügend trümmlig, so lassen wir die Zentrifuge der Burtscher!
    Warum eigentlich gibst Du Dir so wenig Mühe, Azuzena richtig und aufmerksam zu lesen….. ausgerechnet eine wie Sie? Ist mir total unverständlich.
    Sie (und Olive) haben mich nämlich vorallem zu meinen Scharlatan-Postings inspiriert, die unverständlicherweise bei Dir besser (als auch schon….?) angekommen sind.
    Mag es daran liegen, dass Du von mir ab und zu eine Freikarte zur Achterbahnfahrt erhältst? Was aber nicht NUR als Kompliment gemeint ist…… im Gegenteil!

    mawi:
    חברה
    Viele, zuviele Fragen stellst Du mir, mal kurzfristig Antwort auf deren drei:
    – “Bin ich mit schönen Kühen über saftige Wiesen galloppiert?” > Nein mit einem galoppierenden Torero über schöne Wiesen……!
    – “Wäre diese Verfehlung eine weltliche gewesen, würde man denn immer noch den Begriff Verfehlung gebrauchen?” > Nicht unbedingt, man könnte sie auch Abenteuer nennen!
    – Und Dein religiöser Exklusivanspruch kennt niemand besser als Du selbst!

    .

    STEINLAUS:
    Du scheinst mich wirklich nicht verstanden zu haben. Weder wollte ich Kritik üben, noch spürte ich einen Dorn im Auge, und am wenigstens ist mir etwas aufgestossen.
    Ich war NUR von Deiner Reaktion @ neubauer etwas überrascht. Ich mag mich nämlich noch sehr gut daran erinnern, dass auch er schon verschiedentlich mit seinem Kreuz umherfuchtelte und dies gar nicht zimperlich, vorallem in Richtung der Eingangsaritkel. Aber ich werde mir nicht die Mühe machen, dies zu suchen – er weiss es selbst am besten.

    Du schreibst “Ich bin gespannt auf deine Antwort…..”. Liebe Steinlaus, diese Spannung lont sich nicht, ich werde niemals auch nur annähernd in der Lage sein, die Liebe derart anspruchsvoll und gekonnt in Worte auszudrücken, wie Du es derart poetisch imstande bist. Ich staune immer wieder darob……. es hört sich sehr intensiv und kraftvoll an, hoffentlich ist dies auch der Fall.
    Das einzige, was ich dazu sagen möchte, ist, dass ich mir unter LIEBE etwas Bedingungsloses vorstelle. Und dass Du Dich als Skeptikerin, von einer Liebe, die sich nur auf Jesus, Gott oder die Bibel beruft, angesprochen fühlst, erstaunt mich einfach! Und weiterhin!
    Solange als Gott, oder sonstige Götter, als Gott/Götter der Liebe bezeichnet werden, oder als reine Verkörperung der Liebe dargestellt werden, die aber soviel Elend und Ungerechtigkeiten auf der Welt zulassen – könnte ich mich niemals einer solchen Liebe anhängen oder diese darin erkennen.
    Ich hoffe, Du verstehst, was ich damit aussagen will:
    Ist die Liebe nicht das singende, sich in der Luft beschwingt umherschwirrende Vöglein? In den Religionen muss jedes Vöglein bis zum Vogel getauft und eingesperrt werden…..

  27. Azuzena sagt:

    @Moria: tut ebenfalls dem Blutdruck nicht gut!

    War nur ein Scherz. Du musst dir um meinen Blutdruck keine Sorgen, ich hatte überhaupt kein schlechtes Gewissen. Auch nicht als der Arme sich beklagte, dass ich seine Persönlichkeit auf absurd Weise verdrehe. Wer andere in die Ecke Scharlatan stellt, muss sich nicht beklagen, wenn man ihn zur Abwechslung auch mal in eine benachbarte Schublade steckt.

  28. Azuzena sagt:

    @oshgosh: Wenn dein Interesse echt ist

    Nicht wirklich, ich hatte mal eine Bekannte mit Brustkrebs, die war irgendwie in so ein Schnellballverkaufssystem mit Aloeverasaft verwickelt, die 7-dl-Flasche zu 40 Fr. (wenn offen, innerhalb weniger Tage zu konsumieren). Deshalb hat ihr Beitrag meine Neugier geweckt. Da sie ja sehr gut zu unterscheiden wissen, wer ein Scharlatan ist, muss ich mir keine Sorgen machen, dass sie abgezockt werden. Schön, dass sie wieder zu einem freundlicheren Ton zurückgefunden haben. Ich werde mir diesbezüglich in Zukunft auch wieder mehr Mühe geben.

  29. Steinlaus sagt:

    @ moria
    cc neubauer

    Moria, deine Antwort freut und bereichert mich sehr – ich danke dir! Ich war eher im positiven denn im negativen Sinn darauf gespannt – für eine Spannung im negativen Sinn bestand absolut keine Ursache…

    Für mich ist dein Erstaunen nun sehr nachvollziehbar. Dennoch, Moria, reagiere ich in vielem wahrscheinlich etwas unkonventionell. Und wenn Neubauer HEUTE etwas schreibt, das mich berührt und mit meiner Sicht übereinstimmt, möchte ich dementsprechend auch ein Feedback abgeben – ganz egal, was gestern oder vorgestern war. Aber, wie gesagt, ich verstehe, dass man hier zurückhaltender sein kann (manchmal bin ich es auch).

    ….es hört sich sehr intensiv und kraftvoll an, hoffentlich ist dies auch der Fall

    Oh ja, Moria, und wie! Trotz allem…

    Und dass Du Dich als Skeptikerin, von einer Liebe, die sich nur auf Jesus, Gott oder die Bibel beruft, angesprochen fühlst, erstaunt mich einfach!

    Ich hatte gerade eben bei neubauer NICHT den Eindruck, er berufe sich einzig auf die Bibel, auf Gott oder Jesus. Mir schien seine Haltung eher weiter gefasst und sein Glaube, so dünkt mich, fliesst ganz und gar ins irdische Mensch-Sein und in die Begegnung mit anderen Menschen ein. So habe ich das herausgehört und aufgefasst.

    Solange als Gott, oder sonstige Götter, als Gott/Götter der Liebe bezeichnet werden, oder als reine Verkörperung der Liebe dargestellt werden, die aber soviel Elend und Ungerechtigkeiten auf der Welt zulassen – könnte ich mich niemals einer solchen Liebe anhängen oder diese darin erkennen.

    Stelle ich mir einen personifizierten, über seine Schöpfung richtenden, Gott vor, kann ich mich dir vollumfänglich anschliessen. Das Göttliche hingegen im pantheistischen Sinn liegt meinem Licht, meinem Lieben und Atmen, sehr nah. Nur: Wofür brauche ich die Bezeichnung “Gott”, wenn Gott ALLES ist, wenn, so Spinoza, Gott die Natur und die Natur Gott ist? Aber da ist etwas Grösseres hinter aller menschlichen Begrenzung, das mich berührt, mich atmet, mich ruft. Und so meine ich, dass nicht wenige, die von Gott sprechen, letztlich darin nicht einen bedrohlich-abwesenden Gottvater, sondern genau eben diesen Atem der Liebe, dieses Licht, das immer war und ist und sein wird, meinen.

    Ich hoffe, Du verstehst, was ich damit aussagen will:
    Ist die Liebe nicht das singende, sich in der Luft beschwingt umherschwirrende Vöglein? In den Religionen muss jedes Vöglein bis zum Vogel getauft und eingesperrt werden…..

    Ich verstehe dich sehr gut, Moria, und ich habe grösste Mühe mit jeglicher Form von festgelegter Wahrheit, mit verkündeten Heilslehre genau so wie mit Ideologien jeder Art.

    Vielen Dank und gute Nacht!

  30. moria sagt:

    Liebe Steinlaus,
    auch Dir vielen Dank für Deine aufschlussreichen und wertvollen Ergänzungen.
    Es bleibt für mich von Herzen zu hoffen und zu wünschen, dass DIE LIEBE – ganz besonders für Dich – vieles Unmögliche möglich macht……..
    Gute Nacht und träume vom frei umherschwirrenden Vöglein….

  31. Anna sagt:

    @ Harvey

    Im Moment habe ich sehr wenig Zeit für den Blog, was mich wahnsinnig ärgert.

    Die Theodizee-Diskussion war wirklich lustig, sie gehört ohne jeden Zweifel auf meine Top-10-Liste der seltsamsten Blogdiskussionen. Die Scharltandiskussion kann ich nicht einordnen. Ich bin nicht sicher, ob Oshgosh ein Scientologe ist, der auf dem Umweg über Hugo den Begriff “Scharlatan” dekonstruieren”will, mit dem Ziel der Leserschaft aufzuzeigen, dass Ron Hubbard möglicherweise kein Scharlatan war?

    Cockroaches. Nicht mein Lieblingsthema, aber damit Spongebob nicht wieder schreibt, ich würde Sie zu sehr verehren und Ihnen zu wenig widersprechen, möchte ich an dieser Stelle einwenden, dass nicht alle cockroaches leicht zertretbar sind: Es gibt auch solche mit Flügeln, die ab und zu durch das offene Fenster zu Besuch kommen (auch ein Grund, mit geschlossenen Fenstern zu schlafen).

    Leider habe ich das Filmrätsel verpasst, aber ich hätte ohnehin nicht gewonnen, da ich nicht über Roberto Benini hinausgekommen bin.

    @ Bingo Bongo, Oshgosh

    Leider habe ich auch die Wizard of Oz-Diskussion verpasst (ich gehöre nämlich zu den wenigen, die das Buch gelesen haben). Dass die Diskussion keine grossen Erkenntnisse darüber brachte, wer nun ein Scharlatan und wer nicht, wie man einen Scharlatan erkennt, usw., liegt aber m.E. auch daran, dass Sie, Oshgosh von Anfang die seltsame Wiki-Definition als gegeben voraussetzten. Jemand, der “fälschlicherweise vorgibt, ein bestimmtes Wissen oder bestimmte Fähigkeiten zu besitzen”, ist aber nicht unbedingt ein Scharlatan, sondern ein Lügner und allenfalls ein Betrüger. Beim Wizard of Oz ist auch entscheidend, dass die Helden das, was sie suchten, ohne den Wizard of Oz nicht gefunden hätten. Das heisst, für die Beurteilung, ob jemand ein Scharlatan ist oder ein Zauberer, ist der Ausgang der Geschichte entscheidend, oder in anderen Worten: die Kundenzufriedenheit.

  32. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “Mag es daran liegen, dass Du von mir ab und zu eine Freikarte zur Achterbahnfahrt erhältst? Was aber nicht NUR als Kompliment gemeint ist…… im Gegenteil!

    Ja, und ich mache mich darüber lustig. Ich finde es überhaupt lustig, wie du dir oft ein Urteil über andere Blogger bildest und dieses so kund tust, als sei dein Urteil nun so eine Art Ur-Meter, an dem sich der ganze Blog messen müsse. Vielleicht empfinden das andere auch so, vielleicht nur ich.

    Auch wenn ich deine Beiträge oft als intelligent oder zumindest passabel empfinde, muss ich doch immer wieder schmunzeln, wenn du da deine ganze Autorität in die Waagschale wirfst und die Clanmutter spielst, die keinen Widerspruch duldet. Eigentlich würde mein alter Nick Basta gar nicht so schlecht zu dir passen. Du siehst, wir haben doch mehr gemeinsam, als dir vielleicht lieb ist.

    Du schreibst: “Warum eigentlich gibst Du Dir so wenig Mühe, Azuzena richtig und aufmerksam zu lesen….. ausgerechnet eine wie Sie?

    Was soll das heissen? Ausgerechnet eine wie Sie? Sie gross geschrieben. Das ist für mich unverständlich. Aber ich habe doch schon begründet, warum ich auf gewisse Aussagen nicht eingehe. Warum soll ich das nochmals begründen? Ich möchte meine Zeit eigentlich für interessante Diskussionen verwenden. Und abgelaufene Diskussionen, vor allem wenn sie so spannend und gut verlaufen sind, wie die Scharlatan-Diskussion, nachträglich noch in allen Details nochmals aufarbeiten und psychologisch wiederkäuen, das ist nun wirlich nicht mein Ding. Vor allem wenn es um Dinge geht, die im Laufe der Diskussion bereits einmal geklärt wurden. Das, liebe Moria, ist langweilig und ödet an. Dass gerade du, die moniert hat, die Diskussion dauere zu lange, nun in so langweilige und unnötige Zusatzschleifen einbiegst, das verstehe ich nun wieder nicht.

    Du schreibst: “Sie (und Olive) haben mich nämlich vorallem zu meinen Scharlatan-Postings inspiriert, die unverständlicherweise bei Dir besser (als auch schon….?) angekommen sind.

    Tja, tja, die Welt ist voller Geheimnisse und wer kann schon alles verstehen? Ich würde sagen, im Moment bist du allein auf der Achterbahn. 🙂

    Ich werde versuchen, bei der nächsten Diskussion Azuzena genauer zu lesen. Versprochen. Grosses Ehrenwort. Damit kannst du einen Punkt zu deinen Gunsten verbuchen.

  33. oshgosh sagt:

    @Azuzena: Du schreibst: “Nicht wirklich, ich hatte mal eine Bekannte mit Brustkrebs, die war irgendwie in so ein Schnellballverkaufssystem mit Aloeverasaft verwickelt, die 7-dl-Flasche zu 40 Fr. (wenn offen, innerhalb weniger Tage zu konsumieren). Deshalb hat ihr Beitrag meine Neugier geweckt.

    Schneeballsysteme, z.B. Geschenkkreise, sind verboten. Ein Multilevelmarketing-Unternehmen ist kein Schneeballsystem, sondern eine besonders erfolgreiche Form von Marketing. Man sollte sich nicht mit solchen Ausdrücken abschätzig über ein überaus erfolgreiches Vertriebssystem äussern.

    Deine Bekannte mit Brustkrebs, hat sie dort schon länger mitgearbeitet oder meinte sie, mit Aloe Vera den Krebs im Sinne einer Therapie heilen zu können?

    Aloe Vera ist eine äusserst gesunde Nahrung, aber kein Heilmittel. Zum Glück. Sonst müsste man es für sehr teueres Geld in der Apotheke kaufen, und bekäme es nicht für günstige € 40.-.

    Ja, es freut mich auch, dass du wieder freundlich antwortest. Auch ich werde mir in Zukunft wieder mehr Mühe geben.

  34. frauen, die blieben, Frauen die gegangen sind sagt:

    was haben sie noch miteinander zu tun?

    Es wil eben niemand etwas abgeben
    es will niemand etwas aufgeben

    es hat mich schockiert, ws meine christlichen Schwägerinnen von ihrer katholischen leiblichen Mutter in der erzchrisltichen evangelikalen Sippe aus den Jahren so ab 1945 nerichteten, wie es ihr dort ergangen sei….diese Töchter hat es dann auch früh aus der Familien mit der nahtlosen Ersatzmutter getrieben, während der Sohn in jeder Hinsicht eine Sonderstellung erfuhr.

    Die Frauen in meinem Alter und älter, die ich heute noch kennenlerne, führen ein total bescheidenes Leben… die “fetten” Jahre, auch wenn sie gar nicht mal so fett waren, soielten sich noch innerhalb der Familie an oder während der Beschäftigung. Wo hat denn dieser chrsitliche Gott bewahrt und gesorgt?! 🙁 [der Herr ist mein Hirte…]

    Wie gut hatten wir Nachkriegsfrauenzimmerkinder es noch in den siebziger Jahren zu studieren! Keine Hetze. Es gab Jobs (ohne die man das Studium nicht geschafft hätte) Bewebung schreiben – nicht nötig: Die Firmen standen Schlange und rissen die Examenskandidaten fast aus der Ausbildung.
    Heute diktiert Brüssel und setzt die jungen Frauen unter Druck, nicht für Doppelbelastung, sondern für Dreifachbealstung, Das Ganze mobil, Auslandseinsätze selbstverständlich.

    Die Bewerberpolitik heute ist bürokratisch und borniert. Fachkräfte gäbe es genug.

    Aber unsere Politzwerge begünstigen die Maßstäbe der Wirtschaft. Es wollen immer viele sich gegenseitige Zuschanzer mitverdienen, wie bei Stuttgart 21. Gutachter und Gruppen. Und wieder hat die Politik nur nachfolgende Grinser zur Wahl…die zum Kartellverhalten nichts als grinsen können…

    Mein Leben – eine “Frauenkarriere”! Die Kinder haben mich jung gehalten. Bin doch nicht so gealtert, stelle ich fest, wie jene, die mit Schifbruch aus den Balearen oder von sonstwo zurück gerudert kommen aus den besseren Welten, um hier im heimatlichen Sozialsystem unterzuschlupfen. Mit Depression, Blessuren, ebenfalls Erschöpfung und finanziell blank. Frauen, die ein Abenteuer wollten, oder die Kinder verachteten.
    Andere kommen als Rentnerehepaar zurück nach Jahren des sich in der Sonne Besaufens und sich als Paar Bekriegens. Müßiggang. Auf sie wartet Görlitzt, das “Rentnerparadies”: Billige Mieten, polnische Grenze, und jetzt auch noch Überflutung .

    Ich kann diejenigen gut verstehen, die sich in Altersalkohol oder Tabletten flüchten! Frauen unterwegs.Frauen in Bewegung?

  35. frauen... sagt:

    sorry, tippe hier im Dunkeln und hab noch verschwommene Äuglein

  36. swisswulf sagt:

    @Johann

    bedeutet dies dann auch dass Sie momentan gegen ein Verbot der Ausübung einer Religion an Kindern sind?

    So weit sind wir noch nicht. Wäre aber an der Zeit mal eine Initiative zu lancieren. Dafür sind die Freidenker zuständig.

  37. Azuzena sagt:

    @Swisswulf: Wäre aber an der Zeit mal eine Initiative zu lancieren.

    Ich will sie nicht nerven. Aber wenn sie so etwas schreiben, dann möchte ich genau wissen, was denn in einer solchen Initiative stehen sollte.

  38. swisswulf sagt:

    @Azuzena

    Religionsunterricht (biblische Stunde) wie er jetzt noch existiert abschaffen. Relgiöse Symbole in den Schulen verschwinden. Und an Koranschulen, oder sonstige religiöse Schulen dürfen nur Volljährige teilnehmen.

    Anstatt des bisherigen Religionsunterrichtes wir über die verschiedendsten Weltreligionen aufgeklärt, damit dem Kind/Jugendlichen bewusst wird, wie unterschiedlich religiöse Interpretationen sein können. Sowohl die Vorzüge, wie auch die Schattenseiten aller Religionen sollten dargelegt werden, und zudem ein Art Wertevermittlung auf humanistischer Basis unterrichtet werden. Unter dem Motto Kultur und Soziales. Ebenfalls enthalten sollte der Unterricht die Schattenseiten des modernen Kapitalismus, Ausbeutung und Versklavung. So das am Ende ein angerundetes Bild für den Jugendlichen entsteht, welches dafür sorgen sollte, dass er in den Jahren vor der Volljährigkeit in der Lage sein sollte sich selbstständig für eine Idiologie entscheiden zu können.

    Kein: Wenn Du nicht glaubst kommst Du nicht in den Himmel mehr, keine Versprechungen über 72 Jungfrauen mehr, keine Minderbewertung mehr des anderen Geschlechtes. Die Aufklärung über die Folgen von massloser Gier und Neid.

    Nun könnte man sagen dass es Sache der jeweiligen Eltern sei diese Werte zu vermitteln. Die Praxis aber zeigt – gerade wegen der modernen Erziehungsmodelle (beide Elternteile arbeiten) – dass die offensichtlich zuwenig geschieht. Es gäbe in meinen Augen sehr viel Sinnvolleres anstelle der bliblischen Stunde zu leren… Wir sollten selbstständig denkende junge Menschen heranziehen, die sich verantwortungsvoll und sozialkompetent gegenüber Mitmenschen verhalten. Unvoreingenommen und in erster Linie verständnisvoll und positiv.

    Den religösen Einfluss der Eltern kann und sollte man natürlich nicht unterbinden. Aber genau in den oben erwähnten Unterrichtsstunden darüber offen diskutieren. Viel mehr wünsche ich mir gar nicht.

  39. swisswulf sagt:

    @Azuzena

    Sie nerven übrigens nicht, sondern hinterfragen oftmals gezielt und sehr kritisch. Dafür dass Sie uns intellektuelle Atheisten so verherrlichen können Sie recht aufsässig (im positiven Sinne) sein. 😉

  40. Bongo Trommlerin in der Bingo Bongo Bar sagt:

    @ Anna

    “liegt aber m.E. auch daran, dass Sie, Oshgosh von Anfang die seltsame Wiki-Definition als gegeben voraussetzten.”

    Da lachen ja die Hühner. Lies doch einfach mal nach, was dein Beitrag war zur Diskussion.

    @ Harvey

    Witz ? Nur weil derjenige, der die Geschichter erzählt dauernd lacht, ist eine Geschichte noch lange kein Witz.
    Was der offensichtliche Witz ist, der Tod. Der Schwarze lacht den Tod aus.
    Eine Haltung, welche man durchaus einnehmen kann, wenn man im Tod lediglich einen Uebergang sieht, eine Türe in einen anderen Raum.
    Aber ich danke dir für den Hinweis. Jim Jarmush hat das Thema wirklich virtuos aufgegriffen.
    Wo ist die smaragdene Stadt, die Stadt des Herzens auf Erden, für Ottonormalverbraucher natürlich: In Paris.
    Die Stadt der Liebe.
    Auch das Thema des Elementes Luft wird aufgegriffen. Die Luft des Musikers bringt das Saxophon zum Erklingen.
    Das Atmen des Einzelnen, im der Luft die uns umgibt umgesetzt in Klänge.
    Ein extremer Individualist bringt sich zu Gehör.
    Und genau dort, wo er im Leben nicht weiter kommt, dort kommt er auch in Stück nicht weiter, genau dort bleibt er hängen.
    “And the dreams that you dare to dream
    Really do come true” aber er kommt nicht weiter, dort bleibt er stehen.
    Und dann, wohl am Ende seines Lebens – aber man weiss ja nie- findet er cis und gis.
    Ich wusste nicht, dass es cis und gis ist, ich habe die Noten nicht, aber wenn das so ist, dann wäre es absolut genial.
    Und es hätte auch zuerst gis und cis sein können, aber nein cis und dann gis.
    Und diese Kombination wird dann auch noch vier mal wiederholt !
    Someday I´ll wish upon a star
    Die komplette Umsetzung des Wesens von Oz in Töne !
    Merkur und dann Uranus mit einem leisen Touch Neptun.

    Auch in deinem “Witz” findet eine Erweiterung eines sehnsuchtsvollen Wesens in eine höhere Dimension statt,
    ein Gottesgeschenk – Dorothy, Geschenk Gottes,
    nicht in der Art von Lyman Frank Baum, sondern im Sinne von Hans Christian Andersens ” Standhaften Zinnsoldaten”.

    Der Witz ist wirkich nicht leicht zu erkennen.

    Der Wizzard of Oz ist in der Tat ein inspiriertes Werk.
    Aber Baum war ja bereits vor der Drucklegung fest davon überzeugt, ein ganz besonderes Buch geschaffen zu haben.
    Zu Recht.

    “Uropa”
    Wieviele Urenkelchen hast du denn, hmm ?
    Diesen Titel muss man sich erwerben.
    Du kannst das Kokettieren einfach nicht lassen, hmm ?
    So, das wars.

  41. Bongo Trommlerin in der Bingo Bongo Bar sagt:

    @ oshgosh

    Ich danke dir ganz herzlich für deine Kommentare der letzten Tage.
    Sie haben die Schwächen dieses Blogs schunungslos offengelegt.
    Du hast vieles, was ich auch so empfinde, direkt oder indirekt artikuliert.
    Dazu kommt noch, dass ich von diversen Bloggern massiv beleidigt wurde, obwohl ich nur sachlich argumentiert habe.
    Und Stamm hat diese Kommentare nicht zensiert. Was zeigt, dass er sich mit dieser Haltung identifiziert.
    Diese Kommentare haben mich nicht verletzt, aber das nicht Löschen dieser Kommentare zeigt ganz klar, dass nicht nur die Blogger, welche hier verkehren meine Meinung nicht lesen wollen, sondern eben auch der Blogmaster keinen Wert legt auf Ausgewogenheit.
    All diese Einsichten und Erkenntnisse machen es mir leicht, mich nun endgültig aus diesem Blog zurückzuziehen.
    Ich sehe jedoch mit Freude, dass du in Zukunft meine Position, welche in erste Linie die Ausgewogenheit gesucht hast,
    in moderaterer Form übernehmen wirst.
    The ferryman übergibt.
    Good luck !

  42. oshgosh sagt:

    @Anna: Du schreibst: “Die Scharltandiskussion kann ich nicht einordnen. Ich bin nicht sicher, ob Oshgosh ein Scientologe ist, der auf dem Umweg über Hugo den Begriff “Scharlatan” dekonstruieren”will, mit dem Ziel der Leserschaft aufzuzeigen, dass Ron Hubbard möglicherweise kein Scharlatan war?

    Ja, Anna, das Böse lauert immer und überall. Man kann wirklich nicht vorsichtig genug sein. Und im Zweifelsfall ist es immer gut, mit einem handfesten Verdacht zu kontern. Uuhhhh! Uuhhh! Oshgosh, der Böse treibt sein Unwesen.

    Du schreibst: “Dass die Diskussion keine grossen Erkenntnisse darüber brachte, wer nun ein Scharlatan und wer nicht, wie man einen Scharlatan erkennt, usw., liegt aber m.E. auch daran, dass Sie, Oshgosh von Anfang die seltsame Wiki-Definition als gegeben voraussetzten. Jemand, der “fälschlicherweise vorgibt, ein bestimmtes Wissen oder bestimmte Fähigkeiten zu besitzen”, ist aber nicht unbedingt ein Scharlatan, sondern ein Lügner und allenfalls ein Betrüger.

    Ein sehr anregender Text, der aber auch Fragen aufwirft. Könntest du uns vielleicht den Unterschied zwischen einem Scharlatan, einem Lügner und einem Betrüger erklären?

    Und du tust den Diskussionsteilnehmern unrecht. Olive und Moria haben sehr gute Hinweis gegeben, wie man einen Scharlatan erkennen kann. Und Harvey hat bezüglich Ron Hubbard und Scientology mit seinem Bundesgerichtsurteil aufgezeigt, wo Ron Hubbard einzuordnen ist. Und Hugo Stamm wurde ja schon vorher von seinen Fans von jedem Verdacht reingewaschen. Es ist also durchaus nicht so, dass die Diskussion keine Erkenntnisse gebracht hätte. Harvey könnte seinen Beitrag allerdings noch toppen, wenn er uns erklären würde, wie ein ahnungsloser Passant erkennen könnte, dass die netten, freundlichen und zuvorkommenden Scientologen, die auf der Strasse Bücher verteilen und zu einem Intelligenztest einladen, Scharlatane sind. Oder sind sie Betrüger? Oder bloss Lügner? Oder sind sie selber über den Tisch gezogen worden und glauben allen ernstes, etwas Gutes zu tun? Aber was sind dann? Auch da, Anna, kannst du uns bestimmt weiter helfen.

    Du schreibst: “Beim Wizard of Oz ist auch entscheidend, dass die Helden das, was sie suchten, ohne den Wizard of Oz nicht gefunden hätten. Das heisst, für die Beurteilung, ob jemand ein Scharlatan ist oder ein Zauberer, ist der Ausgang der Geschichte entscheidend, oder in anderen Worten: die Kundenzufriedenheit.

    Nun, Scientology hat offenbar viele zufriedene Kunden, sonst würde der Verein nicht so stark wachsen. (Tut er das wirlich, stark wachsen?) Immerhin sind die Leute, die auf der Strasse Bücher verteilen, auch irgendwann zur Gruppe gestossen und würden kaum neue Kunden werben, wenn sie nicht zufrieden wären. Also können das ja gar keine Scharlatane sein, da nach deinem Vorschlag die Kundenzufriedenheit hoch ist. Oder etwa doch, wie das Bundesgerichtsurteil aufzeigt? Du siehst, die Welt ist nicht so einfach. Aber trotzdem musst du immer und immer wieder in deinem Leben entscheiden, ob du jemandem traust oder eben nicht. Und wenn das schon beim oshgosh so schwierig ist, über den du hier so viel nachlesen kannst, um wie viel schwieriger wird es dann im wirklichen Leben sein, wo du nicht so viel weissst. Und den Ausgang der Geschichte als Kriterium zu nehmen ist deshalb schwierig, weil du den Ausgang der Geschichte beim ersten Kontakt noch nicht kennst. Bist du damit einverstanden?

    Aber für dich ist es nicht ganz so schwer, du kannst bei Olive, Moria und anderen Bloggern nachlesen, was für Hinweise, Indizien und Verdachtsmomente einen vorsichtig machen sollen, wann man hinterfragen soll. Hinterfragen heisst aber nicht vorverurteilen. Sondern fragen und die Antwort bewerten.

    Ich halte es so, dass ich nicht allzu skeptisch reagiere, im Gegenteil, meine Neugier ist oft stärker, als meine Vorsicht. Und so habe ich schon viele gute und wertvolle Erkenntisse gewonnen und gute Dinge kennengelernt. Und trotzdem bin ich nur wenige Male einem Scharlatan auf den Leim gekrochen. Ich mag nicht Ängstlichkeit als bestimmendes Thema und permanenten Begleiter in meinem Leben haben. Und so nehme ich halt immer wieder das Risiko in Kauf. Und das hat sich bisher in meinem Leben bewährt. Wer nichts wagt, gewinnt nichts.

    Falls du auf dieses Posting antwortest, stelle bitte sicher, dass du nicht bereits von anderen Bloggern gegebene Antworten wiederholst, sondern dass deine Antwort einen neuen Aspekt beinhaltet. Wir möchten nicht eine Wiederholung der bisherigen Diskussion, sondern wenn schon, neue Erkenntnisse.

  43. oshgosh sagt:

    @Bongo Trommlerin in der Bingo Bongo Bar: Danke für deinen Kommentar und dass du mit meinen Argumenten oft übereinstimmst.

    Dass du da im Blog massiv unter Beschuss geraten bist, ist mir auch aufgefallen. Das kann passieren und Hugo Stamm lässt das in der Regel stehen, ohne dass er sich damit auf irgend eine Seite stellt. Das ist mir früher unter dem Nick Basta auch schon passiert. Und natürlich ist es unangenehm, aber man lernt damit umzugehen. Ich stelle auch bei mir immer wieder fest, dass es sehr schwierig ist, zu diskutieren, ohne andere Blogger in ihrer Persönlichkeit anzugreifen. Es gelingt auch mir noch nicht, das 100% zu vermeiden. Und es ist besonders schwierig, wenn man sich in einem Argumentationsnotstand befindet.

    Schade, dass du dich zurückziehen willst. Ich werde deine originellen Beiträge vermissen.
    Good luck

  44. oshgosh sagt:

    @alle: Willhelm Tell. Der Mann hier auf dem Bild, dem eine Flasche vom Kopf geschossen wird, musste auch eine sehr harte Entscheidung treffen. Hättest du Roger Federer getraut?
    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/tennis/Federer-schiesst-die-Flasche-vom-Kopf/story/27380174

  45. moria sagt:

    oshgosh:
    Was würde uns doch fehlen…….(?), wenn Du Deiner Achterbahn nicht treu bleiben würdest.
    So einerseits auf dem Aufwärtsritt: “….stelle bitte sicher, dass du nicht bereits von anderen Bloggern gegebene Antworten wiederholst”, dann aber beim Hinunterbrausen “Und Hugo Stamm wurde ja schon vorher von seinen Fans von jedem Verdacht reingewaschen.”
    Was verstehst Du unter einerseits ‘Fans’ und anderseits vorallem unter ‘reinwaschen’? Sind dies doch äusserst zwiespältige Ausdrücke von Dir? Verstehst Du sie eher in Richtung > begründen, entlasten, befreien….., oder im Sinne von > rechtfertigen, rein waschen, entschuldigen…?
    Bei genannter Person sollte es sich in der Tat und zutreffenderweise um > begründen, nachweisen, aufzeigen….. und um rein gar nichts anderes handeln!
    Gruss dem 8-erbahn-Fan!

  46. moria sagt:

    oshgosh:
    auf Deine Frage betr. Roger Federer > nein selbst einem Tennisgott würde ich nicht trauen – dafür der filmischen Technik!

  47. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “Was verstehst Du unter einerseits ‘Fans’…

    Nun, da braucht es keine lange Erklärung. Lies einfach die Diskussion nochmals durch und du kommst schon drauf.

    Du schreibst: “…und anderseits vorallem unter ‘reinwaschen’? Sind dies doch äusserst zwiespältige Ausdrücke von Dir?

    Nun, das Zwiespältige kommt von deiner Interpretation, nicht von den verwendeten Ausdrücken. Ich habe nichts zwiespältiges im Hinterkopf. Ich verstehe meinen Satz im Sinne von entlasten. Aber was ist das für ein langweiliges Wort…

  48. oshgosh sagt:

    @Moria: Du schreibst: “nein selbst einem Tennisgott würde ich nicht trauen

    Sooooooooooo ungläubig? 🙂

  49. moria sagt:

    oshgosh:

    zu 12.24h > wenn Dir ‘entlasten’ zu langweilig ist und mir nicht aussagekräftig genug, so bleiben wir doch bei > nachhaltig aufzeigen, ok?

    zu 12.27h > neiiiiiiiiiin > M….. ist soooo REALISTISCH!