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Fanatismus ist lernbar

Hugo Stamm am Donnerstag den 22. April 2010

Der Islam wird verantwortlich gemacht für den angeblichen Zusammenprall der Kulturen. Gleichzeitig wirkt er auf manche junge Leute aus unserem Kulturkreis attraktiv; sie wechseln den Glauben und werden Konvertiten. Nicolas Abdullah Blancho, Präsident des radikalen Islamischen Zentralrats der Schweiz, ist ein Konvertit. Ebenso sein Pressesprecher Quaasim Illi und der umstrittene deutsche Prediger Pierre Vogel, der wiederholt auch in der Schweiz in den Schlagzeilen stand. Der Zentralrat ist in unserem Land das Sammelbecken für radikale Konvertiten. Wie lässt es sich erklären, dass sich junge Männer einen langen Bart wachsen lassen und sich fremden Dogmen unterwerfen?

Messianischer Eifer

Konvertiten sind, unabhängig von der Religion, Überzeugungstäter. Glaube und Ideologie dominieren ihr Bewusstsein. Die einzigen relevanten Werte und Inhalte erkennen sie in der übersinnlichen Welt. Sie suchen den exotischen Kick, um die Sehnsucht nach dem religiösen Abenteuer zu befriedigen. Deshalb müssen sie alles niederreissen, was sie an die Vergangenheit bindet. Der Glaubenswechsel ist Signal und Ritual zugleich: Sie betäuben ihr Bewusstsein, um eine neue Identität zu erzwingen. Eine der Welt zugewandte Sinnlichkeit ist für sie Gefühlsduselei.

Für den Glaubenswechsel zahlen die mehrheitlich jungen Konvertiten einen hohen Preis. Deshalb sind ihre Erwartungen an die neue Religion unerfüllbar hoch. Sie verschreiben sich dem neuen Glauben und sind von messianischem Eifer beseelt.

Hinter dem Phänomen verbergen sich vielfältige Ursachen. Konvertiten sind oft verhaltensauffällig oder emotional unausgeglichen. Manche schaffen den Übergang von der Pubertät, die geprägt ist von Hormon-schüben und radikalen Weltbildern, ins Erwachsenenleben nicht. Deshalb entwickeln sie einen Hass auf die Aussenwelt. Der Weltschmerz lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Die Schuld für ihr Verlorensein und ihre Desorientierung suchen sie in der «alten Welt».

Darum verbünden sie sich mit dem «Feind» und suchen Halt in radikalen Gemeinschaften. Die Aussenwelt wird zur Projektionsfläche ihrer eigenen Ängste und Unsicherheiten. Mit dem Glaubenswechsel fliehen sie vor sich und den eigenen Problemen. Bei vielen ist die Konversion eine Rebellion gegen die Eltern oder die Gesellschaft.

Überidentifikation aus Angst

In der Übergangszeit sitzen die Konvertiten zwischen allen Stühlen. Um die Zerrissenheit zu überwinden und sich gegen Widerstände zu behaupten, entwickeln sie eine Überidentifikation mit dem neuen Glauben. Sie indoktrinieren sich selbst und werden immer radikaler. Sie müssen sich und der Umgebung beweisen, dass sie den richtigen Weg gewählt haben.

Gleichzeitig bleiben Konvertiten in ihren neuen Glaubensgemeinschaften lange Zeit Fremde und werden misstrauisch beobachtet. Die emotionale Bindung harzt, weil sie nicht in der Mentalität und Tradition ihrer neuen Umgebung verwurzelt sind. Um sich Vertrauen und Zuneigung zu erkämpfen, kompensieren sie ihre Unsicherheit mit Überanpassung und Übereifer. Sie suchen ein neues Fundament und entwickeln dabei gern fundamentalistische Tendenzen. Dabei leiden sie an einem mangelnden Selbstwertgefühl. Das sind klassische Sektensyndrome.

Schematisches Empfinden

Der abrupte Glaubenswechsel führt oft zu einer emotionalen Regression. Nur so lassen sich die Sehnsucht nach dem Absoluten und die eigene Weltsicht einigermassen in Deckung bringen. Die Welt wird in Schwarz und Weiss geteilt. Wirklich lebendig fühlen sie sich nur in einem engen Glaubenssystem. Die Suche endet in einer Weltflucht.

Extremismus hat meist auch gruppendynamische Ursachen. Je extremer einer sich gebärdet, desto grösser sind Belohnung und Akzeptanz. Die Erfolgserlebnisse sind ein Kick. Diese Konditionierung führt oft zu Realitätsverlust und Wahrnehmungsverschiebungen. Der Schritt zu Wahnvorstellungen und Militanz ist dann nicht mehr gross, zumal man sich fast nur noch in ihrem radikalen und lebensfeindlichen Biotop bewegt. Fanatismus ist lernbar. So können radikale Konvertiten unberechenbar und eine Gefahr für die Gesellschaft werden.

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1.099 Kommentare zu “Fanatismus ist lernbar”

  1. Steinlaus sagt:

    @ T-U-B-E-L

    Das Thema war nicht, wer wen beleidigt, sondern es ging darum, wer hier trollt, d.h., wer hier themenfremde Beiträge verfasst, die zum Ziel haben, weitere Reaktionen hervorzurufen.

    So blöd, wie Sie, kaum schreibe ich hier, mich darzustellen versuchen, bin ich beileibe nicht. Vielmehr müsste man sich einmal fragen, was Sie hier bezwecken. Nomen est omen…

  2. Winnie the Pooh sagt:

    Liebe BlogfreundInnen

    Als Termin, der den meisten passt, hat sich der 12. Juni 2010 herausgestellt.

    Alle sind am

    Samstag, 12. Juni 2010 um 18.00 Uhr

    eingeladen.

    Ort: Banlieue Zürich (nicht Goldküste) mit S-Bahnstation und Nacht-S-Bahn die ganze Nacht einmal pro Stunde nach Zürich zurück. Der genaue Ort wird den Festangemeldeten nach dem 1. Juni 2010 bekanntgegeben.

    Parkplätze: Organisierbar aber nur mit 8 Minuten Fussmarsch. Zufahrt zum Tagungsort mit Parkplatz ist aber für (wenige) Gehbehinderte gewährleistet. Rollstuhlgängigkeit nur sehr bedingt (d.h. mit Hilfe).

    Bedingung: Open Mindedness: es soll ein friedlicher Abend (mit friedlichen Streitgesprächen) werden.
    Diskretion: Die an diesem Abend ausgetauschten Namen, Adressen und E-Mail-Adressen werden im Blog nicht geoutet und werden nicht für Spamming, Mobbing und ähnliche –ings verwendet. Durch die Anmeldung wird diese Bedingung akzeptiert

    Anmeldung: bis zum 1. Juni 2010 unter Angabe von Nick gültiger E-Mail-Adresse an
    jefferstamm@gmx.ch
    Die E-Mail-Adressen werden absolut vertraulich behandelt und dem Anwaltsgeheimnis unterstellt. Bitte angeben, ob man auf einer allfälligen Teilnehmerliste (die nur den Angemeldeten zugestellt wird) mit Nick erscheinen will oder nicht.

    Mitzubringen: Fleisch, das roh oder grilliert verzehrt werden kann oder vegetarisches Äquivalent, evtl. Badehose, evtl. Frisbee. Gartengrill (mit Holzkohle) vorhanden.

    Sonderwunsch: HelferInnen gesucht, die Salate und Desserts vor Ort zubereiten oder mitbringen. Material könnte gestellt werden.

    Schlechtwetter: Eher Absage und Verschiebung auf nach den Sommerferien. Ich könnte schon eine Hütte finden, finde es aber ein bisschen ätzend im Sommer drinnen zu sitzen.

  3. Martin Heidegger

    “Wehe dem, der das Sein dem Schein, das Jetzt dem Gestern und die Eule der Hure Erkenntnis vorzieht!”

    Martin Heidegger (* 26. September Steinzeit; † 26. Mai 1976 in sitzender Position) war ein schwarzwälder Viehzüchter, der es schon zu Lebzeiten zur Legende brachte. Er wuchs als Kind eines städtischen Messdieners und einer Landpomeranze in Samstags-Baden auf und entdeckte schon früh einen Hang zu pastoralem Reden und blökendem Schafezählen. Letztere, die Nachtruhe seiner Eltern empfindlich störende Eigenschaft führte in geradewegs in die Breigauer Besserungsanstalt in Breiburg i.Fr., von wo aus er den später in seiner autobiographischen Bedienungsanleitung für Schergeräte beschriebenen Weg nahm. Er studierte Landwirtschaft und Gartenbau bei Ed Gans, Johann Gottdieb Fichte und Bertrand Rüssel, bevor ihn eine Pollenallergie zwang, den Gartenbau zugunsten der Viehwirtschaft aufzugeben.
    Inhaltsverzeichnis

    * 1 Erste Literatur
    * 2 Ende des Ruhmes
    * 3 Heideggers Anhänger
    * 4 Zitate

    Erste Literatur

    Seine erste große Schrift, Die Lehre vom Ur und seiner Psychologie, ist noch im Zeichen der historiographischen Zoologie zu betrachten. Mit der zweiten Schrift, Die Euter- und Kuhmelk-Lehre des Dumm Scotus, wandte sich Heidegger dann erstmals der praktischen Tierkunde zu. Sein großer Durchbruch gelang ihm jedoch 1927 mit seinem Werk Schwein und Zeit, das bis heute mit seinen Analysen zu dem Schwein und dem Schweinischen zu den Hauptwerken des ökologischen Landbaus wie auch der bewaffneten Tierschutzbewegung zählt. Von Heidegger hier erstmals benutzte Begrifflichkeiten, wie das “Schweinen zum Tod”, das “In-der-Suppe-sein” oder das “Schafen” als lebendige Funktion des analen Zählens und damit des Zeithabens haben die Viehzucht bleibend befruchtet. Dunkel blieb lediglich die Lehre von den (auf einem Polterabend zu früh verbrauchten) Ecktassen und der dem Schäferkapitel beigegebenen Lehre von der Zurhundenheit des Halbdackels.

    Ende des Ruhmes

    Erst in den dreißiger Jahren verblasste der Ruhm Heideggers, als er sich nun der Düngerwirtschaft zuwandte und verschiedene bis heute streitige Exkremententheorien veröffentlichte. In dieser “braunen Phase” zerbrachen auch bedeutende Freundschaften, wie die zu den ebenfalls asthmakranken Karl Japser und Ed Hustler, an dem zunehmenden Eigengeruch Heideggers.

    In einer letzten Phase, schon zurückgezogen mit seinen Schafen auf einer Hütte lebend, verfasste Heidegger dann sein Spätwerk, das aus Aussatz-Sammlungen, wie Feldweg, Holzweg und Reichs-Autobahn bestand und im Inhalt nun eine Vierung von Schwein und Schaf auf der einen und nicht bekannt gebliebenen Dosenrezepten für vier Personen auf der anderen Seite vertrat. Die um die Begriffe “Eck-Sitz” und “Aus-Schank” entwickelte Lehre von den letzten Stoffen scheint dann schon von Heideggers autistischem Alkoholismus geprägt. Weder die “Bierung” noch das “Gezech” als Modalität des “Dasiechs” konnten sich noch durchsetzen, bevor Heidegger 1976 nach einem Erntetankfest verstarb.

    Heideggers Anhänger

    Anhänger Heideggers, wie Kelmuth Hohl, zählen bis heute zu den Vertretern des rechten Heidegger-Flügels, der das Gesocks als anale Schweinsmodalität des Geviehs sieht, während der sich um Jutta Dittfurth scharende linke Flügel die Schweinung im Saufen nichtet und damit die Kategorie der Zeit im Gezech betrachtet kann, wodurch Geschichte im Irgendwann und Überhauptnicht gepichelt erschiene. Das dann doppelt zu betrachtende Geviert wäre so als Geacht eine schwuntologische Vorstufe der glorreichen Zehnheit (siehe auch: Herb Seppberger, Zehn Zehn sollt ihr sein. Heideggernder Leidfaden für Pedirasten, Wuppertal 1989), die bis heute Anlass zu Diskussionen gibt.

    Zitate:

    * “Das Dasein ist Seiendes, dem es in seinem Sein um dieses selbst geht. Das ‘es geht um’ hat sich verdeutlicht in der Seinsverfassung des Verstehens als des sichentwerfenden Seins zum eigensten Seinkönnen.”

    * “Der Anruf ist vorrufender Rückruf” (Eine Zeitlang arbeitete der Viehzüchter Heidegger auch für ein großes schwarzwälder Telekommunikationsunternehmen).

    Photographie von Heidegger
    http://claudia.weblog.com.pt/arquivo/heidegger_cut-thumb.jpg

  4. Sürmel sagt:

    T-U-B-E-L

    Womit habe ich Hugo Stamm beleidigt? Damit, dass ich ihn als evolutionären Humanisten geoutet habe? Immerhin nannte ich ihn nie so, wie Sie sich selber nennen. Also: Wer beleidigt da wen?

    @Steinlaus

    Ich werde diesem meinem Nick Treue erweisen, damit Du weisst mit wem Du es zu tun hast (sicher werde ich jetzt gleich gefaked, weil hier Irrungen und Wirrungen an der Tagesordnung sind, aber was soll’s, einen Versuch ist es wert). Auch Dir einen schönen Sonntag.

    PS: Frozen river geht unter die Haut. Der ideale Film für einen verregneten Sonntag. 😉

  5. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Danke! 😉

  6. alexander sagt:

    @ Der Jude Fraenkel , F.B.
    @Winnie

    Ob der Heidegger ein waschechter Nazi war oder nur ein Profiteur, ist doch für die Qualität seiner Philosophie einerlei. Insgeheim verachtete er die dummen Nazis, nur weil sie seine Philosophie verstanden hatten.

    Felix B. hat mich überzeugt, dass man gar nicht anderer Meinung sein darf als er selber und Heidegger.
    Jedes Sein impliziert auch ein auch ein Denken und Denken ist Existieren. Ja woran ich nicht denke, das existiert auch nicht. Darum habe ich als Armleuchter und Unkraut aufgehört an eine reale Person F.B. zu denken. Kann ich noch von einer Existenz F.B. reden, wenn die Philosophie von Heidegger stimmt? (Achtung Witz!)
    Der Wahrheitsanspruch einer einzigen Philosophie bahnt den Weg zumTotalitarismus, wie Karl Jasper in Wahrheit und Leben warnt. “Der totale Kampf aber sieht in den Gegnern nur Dummköpfe, Betrüger, Verbrecher und zwingt diese wiederum, solche Kategorien auf die Funktionäre der Totalität anzuwenden.” Jaspers. Die Aufgabe der Philosophie in der Gegenwart.

  7. alexander sagt:

    Der Heidegger verachtete die Nazis natürlich , weil sie seine Philosophie N I C H T verstanden hatten

  8. T-U-B-E-L sagt:

    @ Steinlaus

    “wer hier themenfremde Beiträge verfasst, die zum Ziel haben, weitere Reaktionen hervorzurufen.”

    Letztens z.B. hatten wir, dass Obama endlich den roten Knopf drucken soll.
    Ueber 10 Kurzkommentare.
    Zum Thema Fanatismus ist lernbar.
    Stamm hat alle gelöscht, wahrscheinlich weil sie so gut zum Thema gepasst haben.

    Wenn du Sürmel nicht so nehmen kannst wie er ist,
    wenn er dir nur gefällt, wenn er seine andere Seite, welche dir nicht passt, verleugnet und
    dich anstelle von Jesus aufs Podest stellt, dann ist dein Engagement unheilvoll.

  9. Steinlaus sagt:

    @ T-U-B-E-L

    Stamm hat alle gelöscht, wahrscheinlich weil sie so gut zum Thema gepasst haben.

    Diese Beiträge entstanden aus einer persönlichen Krise von Sürmel heraus.

    Wenn du Sürmel nicht so nehmen kannst wie er ist, wenn er dir nur gefällt, wenn er seine andere Seite, welche dir nicht passt, verleugnet und dich anstelle von Jesus aufs Podest stellt, dann ist dein Engagement unheilvoll.

    Ich kann Sürmel sehr wohl nehmen, wie er ist. Und er ist mir lieb, wie er ist. Es ist nicht in meinem Sinn, idealisiert zu werden. Dazu habe ich hier auch schon Stellung genommen.

    Es fragt sich jetzt nur, WER Sürmel nicht so nimmt, wie er ist.

  10. @ Solve sagt:

    Solve et Coagula:
    02.05.2010 um 11:00
    Astrologie

    es war schon recht ernüchternd im Blog , welche Bübchen hier über Astrologie und Evangelikalismus (uvam) aufklären wollen, mit welchen Links sie selber in Erscheinung getreten sind unter der Rechtfertigung “man war jung und brauchte Geld” , wer sich selber der Astrologie outet und welche Leute ihnen an den Lippen hängen!

  11. Felix sagt:

    alexander: 02.05.2010 um 11:54

    “Ob der Heidegger ein waschechter Nazi war oder nur ein Profiteur, ….”

    Inwiefern soll er ein Profiteur gwesen sein? – Tatsächlich war Heidegger Parteimitglied der NSDAP von 1933-1945. Insofern war er ein echter Nazi.

    “Felix B. hat mich überzeugt, dass man gar nicht anderer Meinung sein darf als er selber und Heidegger.”

    Nur Idioten denken das von mir. Aber da ich weiss, dass Ihr Verstand aufgrund Ihrer Ressentiment unter die 100er-Marke gesackt ist, also in der Nähe der Debilität anzusiedeln ist, sind solche Aussagen verständlich. Sie haben mein aufrichtiges Mitleid.

    “Der Wahrheitsanspruch einer einzigen Philosophie bahnt den Weg zumTotalitarismus,” ….sagen Sie das mal besser den Neuroph!ilosophen, den neuen Faschisten unter den Philosophen.

    Wer einmal die Vielfalt von Philosophien betrachtet, die aus Heideggers “Lehre” entstanden sind, die vielen Philosophen, die bei ihm gelernt haben, dann schmelzt dieser Totalitätsvorwurf wie Schweizer Käse in der Sonne. Das es nichts als debiler Käse ist, was Sie hier unterschwellig andeuten wollen, versteht ein jeder, der sich eingehender mit Heideggers Denken beschäftigt, was aber bei Ihnen, Sie infantiles Rhinozeros (Achtung, Witz!), nicht der Fall ist.

    @ Der Jude Fraenkel

    Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Hinweise zu M.H.

  12. zoe sagt:

    moira

    “Sagt mir bitte, was Beharrlicheres lebt auf dieser Welt als ein Philosoph, ein Rechtsanwalt, ein Prediger?
    Eventuell ein/e Liebende/r…….?!**”

    🙂 das ist nicht so einfach zu beantworten, ich denke mal es müsste auf alle menschlich sein?
    das stimmt auch wieder nicht, weil, wenn beste rote katze weit und breit, also unsere, futter will, ist sie auch beharrlich.
    behaart beharrlich.
    was meinst du?

  13. Alfred Boss sagt:

    Greifensee, 1. Mai 2010

    „Gott schütze uns vor den Konvertiten (Hugo Stamm).“(Tagi, 30. 4. 2010)

    „Ratio und Emotio: „Schützt uns doch bitte vor „Antisekten-Kreuzrittern“.

    Endlich erreicht die „Aufklärungsarbeit“ von Herr Stamm das ganze Land.
    In einem, von bestimmten Kreisen systematisch geschürten und provozierten Angstklima, kann Herr Stamm nun sein breites Ölsortiment ins bereits lodernde politische Feuer, gezielt und mit viel Erfolg eingiessen.
    Als ein Befreiter von allen religiösen Zwängen musste ich in der Arena mit Befremden feststellen, dass die Inquisition wieder im Vormarsch ist.
    Ich mag, aus geschichtlicher und vernünftiger Sicht, keine Religionen.
    Was sich aber Herr Freysinger (SVP, Oberwallis) und Herr Pfister (CVP), beide aus katholischem Umfeld da geleistet haben, entsprach nicht etwa einem fairen Gespräch, sondern dem Stil eines Gerichtsverfahrens. Der „Angeklagte Blancho“ musste z.B. Herr Freysinger Red und Antwort stehen, warum er so ein Käppi auf dem Kopf und einen solchen Bart am Kinn Trage.
    Herr Blancho war immer anständig und er fragte auch nicht zurück, warum so ein Mann, wie Herr Freysinger eigentlich so einen weiblichen Ross-Schwanz herunterhängen habe, wo doch Männlichkeit heute eher durch Glatzköpfe symbolisiert werde.
    Dieses Beispiel soll stellvertretend zeigen, in welcher Richtung, nach der Minarettinitiative, nun die politischen Aktionen gehen sollen, in Hinsicht auf die Wahlen 2011.
    Es ist beängstigend, zu sehen, wie mit Propaganda die Emotionen für die „Politik“ hochgespielt werden. (vor 70 Jahren?).
    Hugo Stamms Gott (wohl der christliche), soll mich also vor dieser Konvertitin aus der „Arena“ und dem „Tagi“(S.2 .und S.3, 30.4.2010) schützen?
    Bin ich denn eigentlich im Mittelalter?
    Ich habe (noch) volles Vertrauen in unseren demokratischen Rechtsstaat, wo zwar Religion und Staat immer noch nicht konsequent getrennt sind.
    So, wie es verhindert wurde und wird, dass das katholische Kirchenrecht durch eine Hintertür eingeführt wird, so ist der Rechtsstaat auch jederzeit in der Lage, mit den Bestehenden Mitteln, auch die Scharia als“religionsinterne Diktatur“ vom Rechtsstaat fernzuhalten.
    Herr Stamm sagt: “Der Glaube ist die stärkste Kraft im Leben.

    Realisten sagen: „Geschürte, diffuse Angst, ist das gefährlichste Potential in einer demokratischen Gesellschaft!!“

    A. Boss
    Greifensee

  14. erna sagt:

    @ zoe

    Selbstgespräch eines Katers von M. Kaléko

    Wie? Mäusefangen? Nicht die pur! Bloss Gabelfrühstüc und l’amour….. Was? Romeo und Vaterpflichten? Familienglück?? – Ich kann verzichten! – Kater werden ist nicht schwer, Kater sein dagegen sehr.

  15. erna sagt:

    @ zoe

    nochmal aber nun richtig M. Kaléko hat sowas nicht in Druck gegeben:

    elbstgespräch eines Katers von M. Kaléko

    Wie? Mäusefangen? Nicht die Spur! Bloss Gabelfrühstück und l’amour….. Was? Romeo und Vaterpflichten? Familienglück?? – Ich kann verzichten! – Kater werden ist nicht schwer, Kater sein dagegen sehr.

  16. Winnie the Pooh sagt:

    @ Fraenkel (evtl. F.B.)

    Obwohl auch Sie den Nullnummerngag und den Feigheitsgag bringen, eine kurze Replik:

    1. Die Tatsache, dass es jüdische Philosophen gibt, die Heideggers Werk schätzen, beweist nichts. Es wäre etwa so, wie wenn man beweisen würde, dass die Hamas nicht antisemitisch ist, weil Chomsky propalästinensisch ist.

    2. Sie wollen wissen, warum ich glaube, dass Heidegger die Naziideologie unterstützt hat. Ich habe dies zwar dargelegt, aber ich kann es gerne wiederholen. Er hat Begriffe, wie Dasein, Wesen, gesund etc. mit Volk kombiniert (eine heute völlig inakzeptable Konstruktion) und so anderen Intellektuellen eine Basis gegeben, den Nationalsozialismus auch philosophisch zu denken. Das hat nicht nur er gemacht, das haben auch andere Philosophieprofessoren gedacht. Aber es war nicht ganz unwichtig, dass die Geisteswissenschaftler an den deutschen Unis eine Grundlage hatten, um sich auch geistig mit diesem Vrbrecherregime arrangieren zu können.

    Er hat als Rektor seinen eigenen (jüdischen) Lehrer von der Uni ausgeschlossen und damit zu erkennen gegeben, dass es ok ist, wenn man das jüdische Element vom viel tieferen deutschen Element trennt. Auch dies diente der Legitimation dieses Schandregimes, das bereits 1933 viele Vebrechen begangen hatte. Heidegger hatte eben mit der niedrigen Ethik und Moral wenig am Hut, Ontologie steht viel höher.

    Noch einmal, es ist klar, dass Heidegger kein Sozialdarwinist und kein Rassenbiologe war, der die Juden für eine mijnderwertige Rasse hielt. Wie er es aber in seinem Innersten mit dem deutschen Wesen und dem jüdischen Wesen hielt, das ist nicht so klar.

    Und im Übrigen bin ich der Meinung vieler angelsächsischen Philosophen. Hätten die französischen Existentialisten mit Ihrem Hang zum Linkstotalitären und ihrer Bewunderung des deutschen Wesens (das wird jetzt auch wieder hundert Widersprüche von Sartreanhängern geben, ist mir aber egal), Heidegger, dessen effektiver Beitrag zur Geistesgeschichte vernachlässigungswürdig ist und dessen Einfluss auf die Nazis und auf die Nachkriegsphilosophen ich keineswegs überschätze, nach dem Kriege wieder aufgegriffen, dann wären seine Werke heute ein seiendes Nichts oder ein nichtendes Sein und wenig Menschen würden sie sich antun. Dass er aber der breiten Öffentlichkeit vor allem als Naziphilosoph in Erinnerung bleiben wird, mögen seine Adepten bedauern, wird sich aber nicht mehr ändern lassen.

  17. erna sagt:

    @ Felix

    Auch auf Rhinozeros anwendbar und dann hat der Begriff den Sie als Scherz verstanden wissen wollen schon fast was Liebevolles:

    Es fuhr ein Hippopotamus zu Wien in einem Omnibus. Da sprach ein Mann zu seiner Frau; “……a Hippopotamusserl schau!” von wem sonst als von M. Kaléko, sozusagen Gebrauchslyrik.

  18. erna sagt:

    @ felix

    Sie könnten dann das “infantile” weglassen weil “Rhinozerossel” das bereits implizieren würde! Schönen Sonntag!

  19. Lieber @Solve

    Sie können es natürlich nicht wissen, doch mein Forums-Name wird leider auch von anderen Personen genutzt, für Aussagen, die nicht aus meiner Feder stammen, kann ich leider keine Verantwortung übernehmen … vielleicht könnte sich der Forums-Administrator mal überlegen, ob man Forums-Namen exklusiv auf User registriert, ansonsten sollte man sich nicht wundern, wenn User auf die Idee kommen, Forums-Namen zu entführen um zu missbrauchen 😉

  20. T-U-B-E-L sagt:

    “Heidegger, dessen effektiver Beitrag zur Geistesgeschichte vernachlässigungswürdig ist und dessen Einfluss auf die Nazis und auf die Nachkriegsphilosophen ich keineswegs überschätze ”

    Man frägt sich, weshalb sich einer, der zugegebenermassen keine Ahnung hat von der Philosophie Heideggers zu solchen Aussagen hinreissen lässt.

    Es ist doch gerade das erstaunliche und grosse Verdienst Heideggers, dass er in einem totalitären repressiven Regime die Freiheit des Denkens glaubhaft proklamiert hat. Ohne unter die Räder zu kommen.
    Das macht doch den wahren Philosophen aus, auch widrigen Umständen zu trotzen. Natürlich erschliesst sich einem die Brisanz nicht unmittelbar.
    Heidegger hat im Grunde genommen über die Köpfe der Nazis hinweg mit seiner Philosophie aufgerufen, SELBER zu denken, sich dem Denken zu stellen, so wie es einem ankommt im hier und jetzt.
    Aehnlich dem Sokrates.

  21. erna sagt:

    @ A. Boss, Greifensee

    Wäre vielleicht gut gewesen, er hätte danach gefragt, nach Freysingers Rosschwanz, hätte ich nämlich auch schon mal gerne getan denn dass er ihm zur Zierde gereichen würde ist ja nicht der Fall. Damit hätte er den andern den Spiegel vorgehelten und einigermassen unpolemisch der Diskussion eine ein wenig andere Richtung gegeben. Man darf und soll nachfragen. In gebührlicher Form ist nichts dagegen einzuwenden. Und dann steht über allem die Frage im Raum danach was wir eigentlich überhaupt wollen. Was wir nicht wollen, wissen wir, alle ganz unterschiedliche Sachen………ein gemeinsamer Nenner dessen wo wir uns finden würdern, der fehlt indessen.

  22. T-U-B-E-L sagt:

    Zum Leben von Künstlern und Geisteswissenschaftlern in Nazideutschland.

    Ich möchte daran erinnern, Gustav Gründgens, hat sich während der Nazizeit in Nazideutschland immer wieder kleine Scherzchen erlaubt, wie zum Beispiel, dass die Bösen in einem Shakespeare Stück in schwarzes Leder gekleidet wurden und dezent die Insignien der SS trugen wie SS Fingerringe.
    Dieser kleine Vorfall führte bereits zu einem Riesentheater.

    Da die Freundin von Hermann Göring eine grosse Bewunderin war von Gustav Gründgens, wurde er als Theaterdirektor als Theatergeneralintendat direkt Hermann Göring unterstellt, damit er nicht einfach vom Fleck weg deportiert werden konnte.

    Im entsprechenden Filmdokument äusserte sich auch ein Theaterschaffender über Gustav Gründgens.
    Ein Jude, der seine Rede damit einleitete, dass er in Auschwitz inhaftiert worden sei.
    ( sonst dürfte er ja das Folgende gar nicht sagen über einen Nazimenschen )
    Gustav Gründgens habe ihm geholfen, obwohl es sehr gefährlich gewesen sei für ihn.
    Leute wie Gründgens, die im Lande geblieben seien und das in ihrer Macht stehende getan haben, um das Elend zu mildern, hätten weit mehr geleistet, als jene, welche das Land bei Zeiten verlassen hatten und aus der Ferne Kritik übten.

    Hehere Ideen aus sicherer Entfernung zu verkünden ist keine Kunst.
    Aber Ideale in schwierigstem Umfeld zu leben schon.

  23. T-U-B-E-L sagt:

    Und der Bruch mit Habermas entstand ja dadurch, dass sich Heidegger in der PostNazizeit nicht von Gedankengut trennen wollte, welches Habermas und Co als Nazigedankentum werteten.
    Auch hier zeigt sich die Festigkeit Heideggers in der Gedankenfreiheit, in der Entschlossenheit, sich dem gesellschaftlichen Zeitgeist nicht zu beugen, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

  24. Ich habe aber noch ein paar interessante Überlegungen zum Thema Astrologie:

    Die Astrologie berücksichtigt im Allgemeinen nur das Horoskop der physischen Geburt. Aber das genügt nicht, denn man kann nicht allein nach diesen Hinweisen das Schicksal eines Menschen erkennen. Man muss auch das Horoskop der Empfängnis betrachten und das der zweiten Geburt, die dem Augenblick der Erleuchtung entspricht, wo der erneuerte Mensch Zugang zur göttlichen Welt erhält, wo sein Bewusstsein zum Überbewusstsein, zum Christusbewusstsein wird. Wenn es auch sinnvoll ist, für die Empfängnis eines Kindes auf der Erde einen Zeitpunkt zu bestimmen, an dem die Sterne günstig stehen, so ist es nicht notwendig, die Astrologie für den Zeitpunkt der zweiten Geburt zu Rate zu ziehen. Wenn ein Mensch nach den Gesetzen der Liebe, der Weisheit und der Reinheit lebt, so genügt dies, damit er ein zweites Mal geboren wird und in das neue Leben, das Reich Gottes, eintritt.

    Wissenschaften wie die Alchimie, die Astrologie und die Kabbala können uns helfen, schneller auf dem Weg der Entwicklung voran zu kommen, weil sie tief in die großen Geheimnisse der Schöpfung eindringen. Der Einstieg in diese Wissenschaften ist jedoch schwierig und zu ihrem richtigen Verständnis ist es wünschenswert, sie zuerst im Menschen, in seinen alltäglichen Handlungen zu studieren. So findet sich in der Ernährung die Alchimie, in der Atmung die Astrologie, im gesprochenen Wort und in der Gestik die Magie und im Denken die Kabbala wieder. Man sollte nicht versuchen, die esoterische Wissenschaft anzugehen, indem man sie vom Leben abschneidet. Lernt, wie man isst, atmet, handelt, spricht und denkt, dann werdet ihr die Grundlagen dieser vier fundamentalen Wissenschaften besitzen.

    Ihr beklagt euch manchmal: »Seit zwanzig Jahren gehe ich zum Sonnenaufgang und spüre keine Ergebnisse, die göttlichen Samen wachsen nicht in mir.« Aber zwanzig Jahre, das ist doch nicht viel…! Manche in euch verborgenen Samen brauchen Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende.

    In der Astrologie haben manche Planeten wie Merkur, Venus und Mond einen schnellen Umlauf, und ihr Einfluss ist deshalb kürzer, oberflächlicher. Andere Planeten dagegen wie Jupiter, Saturn, Uranus und Pluto haben einen langsameren Umlauf, weshalb ihr Einfluss deutlicher, tiefgreifender ist. Ihr könnt also manche Dinge schnell erreichen. In wenigen Jahren kann man einen Beruf erlernen, ein Haus, eine Frau und Kinder haben. Aber zu lernen, vernünftig und geduldig zu werden, Meister seiner selbst oder freigiebig zu sein, dauert sehr lange, weil die »Umlaufbahnen« dieser Eigenschaften sehr weit und lang sind. Deshalb müsst ihr fortfahren, euch lange mit den Strahlen der spirituellen Sonne zu erwärmen, dann wird eines Tages alles wachsen. Zweifelt niemals an der Wirksamkeit der Sonne für euer geistiges Leben!

  25. Steinlaus sagt:

    @ T-U-B-E-L

    Danke für die Beiträge zu Heidegger! Das Bild wird langsam runder und nähert sich dem an, was ich trotz mangelndem Wissen wahrnehme.

  26. hugostamm sagt:

    @ Alfred Boss,

    Ihre Aufregung hat wohl verhindert, dass Sie meinen Kommentar im Tagi genau gelesen haben.

    Darin rufe ich zur Gelassenheit auf und schreibe, dass die allermeisten Muslime tolerant und gemässigt seien. Vielmehr seien die konvertierten Schweizer die Hitzköpfe. Der Titel “Gott schütze uns vor den Konvertiten” ist ironisch gemeint. Wenn Sie meine Eingangstexte hier lesen, dann wissen Sie, dass ich mit allen Arten von Göttern meine liebe Mühe habe.

  27. Moria sagt:

    Alfred BOSS
    Es ist interessant zu erleben, da gibt es Populisten, dort Fundamentalisten und wenn jemand bemueht ist, das eine stichhaltig zu bemaengeln und vor dem andern, mittels Aufklaerung, zu warnen, heisst es schon ‚es wuerde Angst geschuert’.
    Ich versteh Sie nicht, vorallem wenn Sie als Hoehepunkt Ihres Beitrages noch betonen „Ich habe (noch) volles Vertrauen in unseren demokratischen Rechtsstaat“

    Wollten Sie in dieser Sache nun nicht richtig hinhoeren oder sind Sie einfach nur ‚harmlos’ naiv?

    Wir leben zwar theoretisch und vorzugsweise in einem sog. Rechtsstaat, aber es ist kein Geheimnis, dass auch die Schweiz, wie alle anderen Staaten der UNO……., die Menschenrechte oft nur dort beruecksichtigt, wo ihre Interessen liegen, wie im wirtschaftlichen oder Bankenbereich…….

    Erna
    ….. und Sie sind es,die immer wieder mit ihren (heute) farbigen Beitraegen meine Aufmerksamkeit auf sich zieht, hm!

    Zoe
    Du hast recht, meine Liste war alles andere als vollstaendig…..aber sie sollte ja einige hier drinnen ansprechen!
    Einen extra Rollmops hat Deine beste rote Katze verdient – sind zwar nicht meine Favoriten…. die Rollmopse wie die roten Katzen.

  28. Sürmel sagt:

    @Hugo Stamm

    Das ist wieder einmal ein Artikel von Ihnen, der Pfeffer hat:

    http://www.tagesanzeiger.ch/meinungen/dossier/kolumnen–kommentare/Gott-schuetze-uns-vor-den-Konvertiten/story/30213593

    Warum aber orientieren sich gerade Schweizer Konvertiten radikal? Das wäre doch einer Beleuchtung wert! Wir leben in einem Land, wo die Politik sich an die Wirtschaft anpasst und nicht umgekehrt. Ich kann Leute wie Illi verstehen, auch wenn ich nicht denselben Weg wähle (Sie wissen schon, ich halte das christliche Element hoch). Alles in allem: Es gibt keine deutlich sichtbare Bewegung, die sich gegen das Diktat des Kapitals auflehnt was ich auch grösstenteils auf die Medien (Tamedia lässt grüssen) zurückführe. W.h. es gibt Geister, die einen Weg in die Zukunft weisen, aber eben, Sternstunden des Fernsehens sind des Volkes Sache nicht und Bildung erfolgt für gewöhnlich im Nachtprogramm. Illi (Blancho hat nur halb soviel positive subversive Power) zeigt, dass es auch anders geht. Darum schätze ich diesen Burschen, wenngleich ich nach IHREM Artikel argwöhnischer geworden bin.

    Hoffentlich bleiben Sie bei diesem Ihrem guten alten Stil. Ich mag Journalismus, der mit dem Brennglas arbeitet, egal ob er nun seine liebe Mühe mit dem Göttlichen hat oder nicht.

    Gruss!

    PS: Das Foto dürfte aber aktueller sein. Sie wollen Ihr aktuelles Gesicht doch nicht hinter der Burka der Vergangenheit verhüllen, hmm? Dazu besteht kein Anlass, Sie sind ein ziemlich kerniger Typ geworden. Oder: Wie die Alten sungen…

  29. Nada sagt:

    @hugostamm: Vielmehr seien die konvertierten Schweizer die Hitzköpfe.

    Das ist eine unzulässige Vereinfachung. Herr Illi, Herr Bergamin und Herr Blancho sind für Schweizer Konvertiten genauso wenig repräsentativ wie für die übrigen Muslime. Und leider gibt es entgegen ihrer Wahrnehmung auch Islamisten unter den gebürtigen Muslimen, wie es auch Fundamentalisten gibt, die ihre Rechte genauso einklagen/einfordern wie der IZRS. Erinnert sei an die tunesische Familie, die bis vor Bundesgericht ging, damit ihre Söhne nicht am Schwimmunterricht teilnehmen müssen. Wie man der website entnehmen kann, besteht im übrigen der Vorstand des IZRS nicht nur aus Konvertiten.

  30. Nada sagt:

    @Moria: Die Gewerkschaften sind auch nicht mehr das, was sie waren…

    Die Gewerkschaften haben sich bereits früher eher um Arbeiter in ordentlichen Arbeitsverhältnissen bemüht als um Arbeitslose und solche in prekären Verhältnissen. Das hat auch damit zu tun, dass Arbeiter mit festem Vertrag einfacher zu organisieren sind und man von grossen Arbeitgebern (wie z.B. Migros) eher etwas einfordern kann als von einem kleinen Putzinstitut, dass bereits morgen Pleite geht und übermorgen unter einem neuen Namen wiedereröffnet wird. Den unqualifizierten Arbeitern hat vor allem das Outsourcing geschadet, welches die Gewerkschaften an vielen Orten erfolglos bekämpft haben. Im übrigen sollte man nicht alles einfach an die Gewerkschaften delegieren, schliesslich entsteht nicht nur für die betroffenen Arbeiter ein Schaden, sondern für die ganze Gesellschaft. Heute subventioniert das Sozialwesen ganze Branchen, die Löhne bezahlen, die die Lebenskosten nicht decken. Leider ist das in den Medien kein Thema. Man macht lieber ein Drama wegen ein paar Minaretten und einem halben Dutzend Burkaträgerinnen.

  31. T-U-B-E-L sagt:

    @ Solve et coagula

    Habe schon unter dem Nick Pluto die Vermutung geäussert, dass du gefaked wirst.
    Aber man weiss ja nie.

    Tatsächlich ist es so, dass es auch das Solarhoroskop gibt, dieses wird jedes Jahr neu gestellt,
    um Voraussagen machen zu können über die individuell bevorstehenden Qualitäten des Jahres.
    Das Jahr beginnt jeweils mit dem Geburtstag.
    Aber damit kenne ich mich nicht aus.
    Dann gibt es auch noch die Karmaastrologie, so wie das aussieht, sind dort vorallem die äusseren Planeten Pluto, Uranus und Neptun von Bedeutung, aber wie das funktioniert, das weiss ich noch viel weniger.

    “Der Einstieg in diese Wissenschaften ist jedoch schwierig und zu ihrem richtigen Verständnis ist es wünschenswert, sie zuerst im Menschen, in seinen alltäglichen Handlungen zu studieren.”

    Nur so macht es auch Spass.
    Man kann dadurch sehr erhellende Einsichten erhalten.
    Vor einigen Monaten hatten wir den gewaltsamen Tod des Bankiers Edouard Stern in den Medien.
    Die Aussagen waren zum Teil so widersprüchlich, man hatte den Eindruck, etwas stimmt nicht, mindestens jemand lügt.
    Vorallem die Aussage der Täterin, er sei ein so lieber Mensch gewesen, für sie lebe er noch.
    Durch das Herbeiziehen des Horoskopes wurde jedoch klar, dass ALLE die Wahrheit gesagt hatten.
    Stern war ein äusserst komplexer extremer Charakter, hochintelligent mit vielen sehr sehr schwierigen Aspekten.
    Die einen Umgang mit ihm auch für seine Umwelt schwierig gestaltet haben.
    Im Horoskop konnte man sehen, dass er Transformation über die Sexualtät gesucht hat.
    Was dann auch in der allerextremsten Form stattgefunden hat.
    Von der Astrologie her betrachtet unglaublich spannend.

    @ Steinlaus
    😉

  32. Sürmel sagt:

    @Nada

    Sie haben natürlich völlig recht. Aber da bewerbe ich mich als Schweizerbürger mit KV-Abschluss auch weil ich kurz vor der Aussteuerung stehe als Verkäufer an einem Tankstellenshop. Ich erhalte eine Absage mit 17 Rechtschreibefehler, der Name bei der Unterschrift endete auf -ic. Als ich zur Beruhigung meine Flasche Wein in eben diesem Tankstellenshop kaufe, steht (auf Anstellungstermin der Bewerbung) eine Muslimin an der Kasse, die kaum deutsch spricht.

    Ab da begreife ich mich als ein durch Muslime finanzierter Freizeitphilosoph. Es macht Spass, seither, arbeitslos und bald ausgesteuert zu sein. Ich werde finanziert durch die, die mir die Arbeit wegnehmen, weil sie es in ihrem muslimischen Land nicht mehr ausgehalten haben. Dankä für jedä Frankä. Ich weiss mich einzuschränken und verstehe mich darauf, die Gesellschaft enstsprechend zu mobilisieren.

    Ja Steinlaus, ich weiss, das war Scheisse, aber es musste raus.

    Freiwillige Sklaven, was will man mehr (Scheisse, ich hasse mich für meinen Sarkasmus).

  33. Sürmel sagt:

    Ich weiss, ich war wieder einmal total daneben. Ich bin immer total daneben. Ich gehöre nicht dazu. Darum werde ich für den Rest meines Lebens ein Buch schreiben. Ein Buch für mich. Dieses Buch lasse ich dann zusammen mit mir einäschern. Ich glaube, das ist das Beste was ich in dieser Welt noch tun kann. Tschüss.

  34. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Scheisse hin oder her – dein Sarkasmus ist mehr als verständlich. Was anderes als Scheisse soll in einer solchen Scheisssituation auch herauskommen? Ist die Scheisse aber mal auf dem Tisch, weiss man, was man hat und was man nicht hat. Gefragt wären nun Methoden, die Scheisse als Dünger zu nutzen, der das Land fruchtbar macht und eine neue Ernte in Aussicht stellt. Nun ja, so einfach ist das nicht, aber schon nur die Vorstellung hilft mir, den Mut nicht zu verlieren, sondern die unter dem Tisch mottende und den Boden vergiftende Scheisse anzuschauen, die übelriechenden Düfte auszuhalten und dabei nicht zu vergessen, dass nicht alles verloren, sondern genau so Vieles noch möglich ist. Nur, wirkliche Veränderungen brauchen Zeit und ein Klima, innerhalb welchem das Wachstum gedeiht.

  35. T-U-B-E-L sagt:

    @ Sürmel

    Das ist es ja gerade.
    Es geht doch darum, die Konkurrenz auszuschalten.
    Von der Muslimin, die kaum Deutsch kann, geht keine Bedrohung aus für den -ic, der zwar schlecht, aber viel besser Deutsch kann als die Muslimin.
    Aber von dir schon.
    Heute an der Kasse und morgen schmeisst du den ganzen Laden.

    Ein Bekannter von mir arbeitete in einem grossen Bioladen.
    Er kennt sich sehr gut aus mit Bioprodukten.
    Als es darum ging, einen Filialleiter zu erküren, wurde ein Ausländer genommen,
    welcher keine Ahnung hat von Bioprodukten, mehr noch, sich lustig macht über die Körnlipicker.
    Und der Schweizer Kunde hat das Nachsehen, hat es aber gerne,
    wenn er dafür demonstrieren kann, dass er ein Ausländerfreund ist.

    Ein Schweizer Spital hat Pflegepersonal rekrutiert, in der Zeitung war zu lesen:
    Jugoslawen bevorzugt.
    Kein Problem in der ausländerfreundlichen Schweiz.
    Klar, dass hier Jugoslawen vor gehen.
    Pflege ist ja so eine Drecksarbeit, kann keinem Schweizer zugemutet werden.
    Wir haben 8000 Arbeitslose im Gesundheitswesen.
    Vom Bundesamt herausgegebene Zahl.
    Aber noch immer müssen Leute im Ausland rekrutiert werden.

  36. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Ich bin auch daneben und gehöre trotzdem dazu. 😉

  37. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Sorry, das Wichtigste habe ich vergessen, anzuhängen: Weshalb solltest DU nicht dazugehören?

  38. T-U-B-E-L sagt:

    @ Sürmel

    Es sind viel mehr als du glaubst in deiner Situation.
    Die Medien werden aber so gesteuert, dass du dir als Exot vorkommen musst.
    Ich habe früher einige Schweizer gekannt, welche am Flughafen Zürich Kloten GERNE gearbeitet haben.
    Jetzt kenne ich nur noch einen, der kurz vor der Pensionierung steht.
    Scheint plötzlich zu einer Drecksarbeit verkommen zu sein, dass sie nur noch Deutschen zugemutet werden kann.
    Oder ist die Arbeit in Kloten plötzlich so schwierig geworden, dass nur noch Hochqualifizierte aus Deutschland sie bewältigen können.
    Entweder-oder.
    Es ist immer eines von beiden.
    Nur die Wahrheit, davor verschliesst die Politik die Augen.

  39. Sürmel sagt:

    Tubel und Steinlaus

    Ich danke Euch. Ich glaube ich werde Pfleger, so ein altmodischer, der noch Schweizerdeutsch spricht, wenn sie mich denn lassen, die lieben ausländerfreundlichen Arbeitgeber. Und sonst: Tja. 😉

    PS: Wisst ihr eigentlich, wie schön die Welt ist, wenn alle anderen arbeiten?

  40. T-U-B-E-L sagt:

    @ Sürmel

    Die Arbeitenden sehen schon zu, dass es dir nicht zu wohl wird.
    Soziale Kontrolle nennt sich das.

  41. Sürmel sagt:

    Tubel, durchschaue die Mechanismen. Es geht im Grunde um dieses Labensgefühl: Ich will dem Nächsten nicht an den Kragen. Die soziale Kontrolle, die Du ansprichst, lässt sich locker auch umkehren. Frag einen Arbeiter nach dem tieferen Sinn seiner Arbeit und Bingo!

  42. Sürmel sagt:

    Ich meinte Lebensgfühl, Tubel, Labensgefühl ist einfach so entstanden: Ist das nun ein neues Wort? Duden?

  43. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Laben wir uns an einem neuen Labensgefühl… 😉

  44. Sürmel sagt:

    Steinlaus

    🙂

  45. Nada sagt:

    @Sürmel: Als ich zur Beruhigung meine Flasche Wein in eben diesem Tankstellenshop kaufe

    Wieso beruhigen? Eine Absage macht wütend/traurig, wieso muss dieses Gefühl weggedrückt werden? Lernen sie die Wut auszuhalten. Lassen sie den Alkohol beiseite. Ich bin in ähnlichen Situationen im Wald rennen gegangen, die frische Luft tat gut und in der Natur fühlt man sich selber nicht mehr so wichtig. Ich wünsche ihnen viel Glück.

  46. Sürmel sagt:

    Ja, ich kann sagen (weil es mich gerade noch gibt), lebe Deinen Tod. Zelebriere ihn. Sei da für die Lebenden und mach ihnen bewusst, dass sie sterben werden (wobei werden, tja, eigentlich werden wir sterben.) Und dann lacht auch kein Giacobbo mehr. Oder doch? Umso gellender? Hey. Wir alle gehen durch das dunkle Tor. Das macht doch irgendwie locker.

    Schaut Euch all die Totenschädel an! Wer wird freundlicher grinsen von uns? Hugo? Michael? Steinlaus? Tubel? Olive? Moria? Zoe? Winnie? Felix? Alois? ICH? ERNA?

    Wetten bringen diesbezüglich wenig. Aber sie wären reizvoll.

  47. Sürmel sagt:

    Nada, ja, Sie haben recht. Danke. Ich höre auch mit Rauchen auf. Ich lasse in Zukunft jeden Blödsinn.

    Im Bewusstsein, dass ich morgen tot sein könnte.

  48. Steinlaus sagt:

    @ Sürmel

    Es ist Blödsinn, JEDEN Blödsinn lassen zu wollen, Blödmann, du (liebevoll gemeint). Du wirst weiterhin Blödsinn machen. Wichtig scheint mir nur, dass nicht der Blödsinn den Blödmann, sondern der Blödmann den Blödsinn steuert.

    Ja, ich weiss, etwas blöd. Aber nicht ganz sinnentleert.

  49. Sürmel sagt:

    Steinlaus

    Ja. Da hast Du wohl recht gehabt… Darum ist es mir wichtig, dass dieser mein Beitrag doch ein klitzekleinwenig als Blödsinn entarnt wird und sei es auch nur aus dem Grund, weil vielleicht und gerade jetzt, ich dieses Dasein verlasse aus höherem (sprich göttlichem) oder profanem (sprich medizinischem) Grunde.

    Wenn ich aber bleiben sollte, bin ich schon irgenwie froh (der Mensch ist ein irrationales Wesen, Bamberger). 😉

    Lass Dich gut schlafen und noch besser träumen, liebe Steinlaus.

  50. Sürmel sagt:

    Ängste gehören in Zukunft ebenfalls den Machtgierigen. Jetzt gehört Euch alles.