Logo

Die göttliche Aura des Mondes

Blog-Redaktion am Samstag den 5. Dezember 2015
vollmond

Zurück aus der religiösen Mottenkiste: Der Mond. (Bild: Keystone)

Unsere Urahnen verehrten die Sonne als göttliche Instanz. Ihnen war schon in grauer Vorzeit bewusst, dass alles Leben vom wärmenden Himmelskörper ausgeht. Auch der Mond wurde in früheren Epochen als nächtliches Pendant zur Sonne und «Nachtwächter» angebetet. Die grosse «Lampe» am Himmel weckte stets mystische Gefühle.

Mit der geistigen Entwicklung und den wissenschaftlichen Erkenntnissen wandelte sich die Bedeutung von Sonne und Mond. Die Astronomie gab uns Einblicke in die Zusammenhänge des Universums und entmystifizierte unsere zentralen Himmelskörper, die ihre religiöse Bedeutung verloren.

Doch nun drehen Anthroposophie und Esoterik das Rad der Zeit wieder zurück. Im Sinne der ewigen Wiederkunft des Gleichen von Friedrich Nietzsche holen sie den Mond aus der religiösen Mottenkiste. Dabei profitieren die beiden spirituellen Geistesströmungen vom Überdruss breiter Bevölkerungsteile gegenüber Wissenschaft und Technik.

Viele Anthroposophen und Esoteriker glauben, der Planet übe eine starke Wirkung auf Mensch und Natur aus. So achten die anthroposophischen Bauern bei der Bestellung der Felder und bei der Aussaat auf die Mondphase, um ihre biologisch-dynamischen Demeter-Produkte zu gewinnen. Rudolf Steiner, der Gründer der Anthroposophie, verlangt es so. Bereits 1924 hatte der Esoteriker seine ungewöhnliche, auf spirituellen und homöopathieähnlichen Erkenntnissen beruhende Anbaumethode dogmatisch festgeschrieben.

Obwohl bisher nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Berücksichtigung der Mondphasen zu einer Qualitätssteigerung der Produkte führt, hinterfragen die Anthroposophen die okkult anmutende Methode bis heute nicht. Dabei zeigen schon einfache Fragen das Dilemma: Verändert der Mond die Gene der Pflanzensamen? Beeinflusst das Mondlicht Wachstum und Qualität des Gemüses? Strahlt der Planet eine spirituelle Energie aus? Reagieren Pflanzen auf übersinnliche Kräfte? Wie wirken diese auf die Pflanzen? Kurz: In der Demeter-Methode steckt wohl viel Aberglaube. Angefügt sei aber, dass die anthroposophische Anbaumethode sehr umweltschonend ist.

Noch krasser in die Mondfalle tappen viele Esoteriker, vor allem auch Anhänger der Astrologie, die ihr Leben auf den Mondkalender ausrichten. Ein Blick in einen solchen Kalender offenbart das geistige Bewusstsein der spirituellen Sucher. Aktuell empfiehlt zum Beispiel mondhandy.de bei abnehmendem Mond im Sternzeichen Jungfrau folgende Aktivitäten, die in dieser Phase besonders gut gelingen sollen:

  • Das Entfernen von Zahnstein ist bei abnehmendem Mond besonders günstig.
  • Abnehmender Mond wirkt sich auf Operationen, die nicht dem Mondstand zugeordnete Körperteile betrifft, positiv aus. Nicht zu empfehlen seien folglich Eingriffe an Darm, Milz und Nerven.
  • In dieser Mondphase lässt sich die Hornhaut besonders leicht entfernen.
  • Dauerwellen halten in dieser Phase speziell lang.
  • Die Zeit ist günstig, Haare zu entfernen, denn sie wachsen in diesen Tagen besonders langsam nach.
  • Schuhe lassen sich bei abnehmendem Mond besonders gut und gründlich reinigen.

So ist das mit dem Mond in unseren Tagen. Es macht ihn sicher stolz, dass wir unser Leben nach seinen Phasen ausrichten. Nur: Diese Phasen nimmt er wohl als ganz gewöhnlichen Schatten wahr.

« Zur Übersicht

358 Kommentare zu “Die göttliche Aura des Mondes”

  1. Azrael sagt:

    Ueli: “@Karl Martell junior
    Gegen mich haben Sie vor Ewigkeiten auch mal so ne Wette verloren und ich habe bis jetzt noch keinen müden Rappen gesehen!”

    Das wird ja immer besser! Und das soll ein “rechter” EID-Genosse sein? Lachhaft. Sogar sein Portemonnaie wird in Zukunft höhnisch grinsend ihn an seine Wortbrüche erinnern, jedesmal wenn er nach helvetischen Fränkli fingert, bis er seine Wettschulden beglichen hat.

  2. Azrael sagt:

    @Rodolfo
    “Ich bin jetzt aber nicht einer, der deswegen auf diese Bürokratie schimpft, denn ich weiss auch nicht, wie man das anders machen könnte, da -wie “olive” sehr realistisch sagt- bei den KonsumentInnen eine “Geiz ist geil!”-Mentalität vorherrscht.”

    Bei vielen, sehr vielen Konsumenten herrscht nicht eine Geiz ist geil – Mentalität vor, sondern schlicht und einfach Armut und die damit verbundene Notwendigkeit an allen Ecken und Enden sparen zu müssen!

  3. olive sagt:

    @ Rodolfo
    12. Dezember 2015 um 06:55

    Erst jetzt gesehen, ich kann mich Ihnen da mehrheitlich anschliessen.
    Was in diesem Zusammenhang noch wichtig wäre, ist der Tierschutz, der bei uns doch einen recht grossen Stellenwert geniesst, obwohl auch hier immer wieder versucht wird, der “Effizienz” und dem Portemonnaie zuliebe, diesen zu umgehen.

  4. olive sagt:

    @ Azrael
    12. Dezember 2015 um 13:26

    Diese Armen gibt es , aber sind sie das Gros, das ohne Not nur das Billigste kauft? Zumal wir laut Tagi nur noch 6,8% unseres Einkommens für das Essen ausgeben.
    Bei den Ferien und dem Auto wird dann weniger gespart.

  5. Ueli sagt:

    @olive
    1. Die schweizer Konsumenten sind nicht “die Welt”, sondern etwa 8 Millionen von bald 8 Milliarden Menschen. Schlappe drei Nullen Unterschied.
    2. Selbst in der “reichen Schweiz” gibt es Millionen von Menschen, die am Ende des Monats eine blanke Null auf dem Konto haben und trotzdem nicht in Saus und Braus lebten.
    3. Der Kapitalismus würde keine Sekunde funktionieren falls er nicht diese “Wegwerfmentalität” sowohl in seine Produkte einbauen, als auch dem Konsumenten permanent “Neues” andrehen würde. Selbst bei der Pharmaindustrie sind die Marketingbudgets schon grösser als die für Forschung und Entwicklung.

  6. olive sagt:

    @ Ueli
    12. Dezember 2015 um 16:23

    “Die schweizer Konsumenten sind nicht “die Welt”, sondern etwa 8 Millionen von bald 8 Milliarden Menschen. Schlappe drei Nullen Unterschied.”

    Nein, das sage ich ja nicht, Rodolfo sprach von den CH- Bauern.

    “Selbst in der “reichen Schweiz” gibt es Millionen von Menschen, die am Ende des Monats eine blanke Null auf dem Konto haben und trotzdem nicht in Saus und Braus lebten.”

    Sind es Millionen? Ich weiss es nicht, aber ich finde es gut, dass Sie das ausprechen, denn viele Leute glauben, alle Schweizer seien stinkreich.

    Der Kapitalismus würde keine Sekunde funktionieren falls er nicht diese “Wegwerfmentalität” sowohl in seine Produkte einbauen, als auch dem Konsumenten permanent “Neues” andrehen würde. Selbst bei der Pharmaindustrie sind die Marketingbudgets schon grösser als die für Forschung und Entwicklung.

    Ja, dies gilt für Krankenkassen, Milchschnitten für Kinder ( der grösste Schrott ) und die Post ebenfalls. Ich versuche, mich dem zu netziehen, so gut es geht.

    Was für ein System wüde Ihrer Ansicht nach funktionieren?

  7. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Pan Tau, 11. Dezember 2015 um 15:39
    Achsooo!!

    …lässt meine Befürchtung wahr werden: Eine Mikro=Makrokosmos-Analogie, Hokus-Pokus-Simsalbim, quod erat demonstrandum.

    Mein Gott, bin ich schwer von Begriff! Ja natuerlich denke ich in Analogien! Deformation professionelle….(Analogismus in Logik, Mathematik und IT (angewandter Logik)). Hm, habe schon mehrfach dargelegt, worauf sich dieser instinktiv angenommene Glaube bezieht, der seit den 80ern aufgrund von Benoit Mandelbrots Entdeckungen der Fraktale offenbar felsenfest versteinigt hatte. Ja, das ist der Punkt!

    Nun, gegen diesen ‘Glauben’ (das ist es in der Tat!) sprechen aber nur wenige handfeste Argumente (welche aber schon berechtigte Gewichtung erfahren duerfen): mache Theorien der ‘Emergenz’ sowie die Theorien der Multiversen. Falls Sie noch andere handfeste Argumente kennen, waere ich Ihnen dankbar, diese mir mitzuteilen.

    Ihre weiteren Auslegungen kann ich aber nicht nachvollziehen: was hat dieses Denken implizit mit “Röntgenblick aus Synchrotonstrahlung”, oder mit “Xenu” oder ueberhaupt mit “Hokus-Pokus-Simsalbim” zu tun? Diesbezueglich sollte auch immer beachtet bleiben, dass man die dazumal taetigen ‘Entdecker’ (z.B. Trismegistos, Paracelsus, etc.) sich zu einer Zeit fuer solche Analogien eingesetzt hatten, als man von ‘Emergenz’ und ‘Multiversen’ noch gar nix vermutete. Die diesbezuegliche optometrische Taeuschung sollte also auf alle Faelle beachtet werden.

    Es ist richtig, dass sich der gewaehlte Nick ebenfalls auf eine solche Annahme bezieht: ‘Gargravarr’ ist ja der koerperlose Geist, der auf ‘Froschstern B’ dazu verdammt wurde, gewisse Individuen in den ‘unendlichen Unwahrscheinlichkeitsstrudel’ zu begleiten – ein von TrinTragula erdachtes Martirium, um gefestigten Irrgeistern ihre leidige Nichtigkeit vor Augen zu halten (deshalb ist Gargravarr eigentlich der Koenig der Nihilisten). ‘Unwahrscheinlichkeitsstrudel‘ bezog ich immer auf Mandelbrots Fraktale (eine in die Unendlichkeit sich wiederholende Analogie).

    Nun denn, jetzt habe ich endlich verstanden, worauf sich unser ewiges Missverstaendnis berief. Das habe ich im ernst noch nicht im Geringsten so gesehen. Fuer mich waren Analogien bisher fester Bestandteil meines Weltverstaendnisses.

    Andererseits muss man sagen, dass die in diesem Blog verwendete Rhetorik strikt ALLER regelmaessig anwesenden Bloggern in himmeltraurigster Weise versagt, indem KEINER auch nur im Geringsten am Erkenntnisgewinn des Anderen (oder auch am eigenen) interessiert ist, sondern sich einfach nur bodenlos, in echt abruendigster Schamhaftigkeit ueber ernsthafteste Ansichten anderer laecherlich macht. Das ist schon echt peinlich!

    Wenn Sie mir weiteres Material auflisten koennten, welches Ihr Weltbild empirisch stuetzt, so waere ich Ihnen dankbar.

  8. Ueli sagt:

    @olive
    Ein System, welches sich nicht mehr an dem “fully automatic modell” eines toten Universums orientieren und Menschen nicht das Recht einräumen würde einerseits die Natur als Eigentum zu betrachten, als auch über Milliarden andere Menschen zu verfügen wie es eben gerade der Macht beliebt.

  9. Ueli sagt:

    @olive
    Auch die weit verbreitete Ansicht, dass das nun mal unsere “menschliche Natur” sei so zu “funktionieren”, wird mit einem kurzen Blick auf das Verhalten von nicht verhaltensgestörten Kindern widerlegt. Kinder spielen ohne permanent auf ihre Vorteile zu schielen oder dem anderen eins auszuwischen und ihn in Abhängigkeit zu führen. Ganz im Gegenteil – selbst wenn man Monopoly spielt – wird am Schluss darüber gelacht, dass der andere so viele Hotels hatte und alle anderen durch reines Glück abgezockt hat. Am Schluss wird das Spiel eingepackt und keinen interessierts mehr wer jetzt tatsächlich “gewonnen” hat oder nicht.

  10. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Zu letzterem muss ich Ihnen widersprechen. Es mag Kinder geben die so spielen. Es gibt aber auch andere, die tricksen um “gewinnen” zu können, wenn alles nichts hilft laut brüllend proklamieren das sei “Bschiss und lauatere Unfairness”, wenn auch das nicht hilft knallt man das Spielbrett an die Wand und fegt den Rest zu Boden.
    Und nota bene, das ist einfach so. Da ist nichts Krankhaftes dran. Es gibt bereits unter Kindern schlechte Verlierer. Oder setzen sie isch mal in die Nähe eines Sandkastens. Wären da nicht die Mütter die die zuweilen eher groben Methoden ihres Nachwuchses mit mildernden Worten etwas modifiziert, wäre schon da nicht lauter Freude und Eierkuchen. Wenn man etwas will, dann nimmt man sich das, wenn nötig mit Gewalt, soweit das ein Kind in dem Alter kann. Erst durch erzieherische Massnahmen werden unsere Sprösslinge zu sozialisierten Menschen. Sie haben das nicht im Blut. Wenn man so will , die zocken durchaus ab wenn sich die Möglichkeit dazu haben. Nur durch lernen und durch das vorgelebte Beispiel der Erzieher lernen sie sukkzessive soziales Verhalten. Und manchmal entfällt das halt. Die Folgen kennen wir.

  11. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Ausserdem empfehle ich Ihnen nachzulesen wie z.B. Spielhöllen und derg. entstanden sind, ein interessantes Kapitel bei dem etwas oft auf die vorherrschende Not der Betreiber hingewiesen wird. Nach dem System halt: Wie komme ich mit Nichts zu möglichst viel Geld. Z.B. Josef Roth hat das in seinen Romanen ganz auschaulich beschrieben. Da war nicht Freund Zufall am Werk sondern durchaus Berechnung und Willkür.

  12. Klara Brunner sagt:

    Und das mit der Marktwirtschaft würde ich an Ihrer Stelle auch nochmal überdenken. Sie existiert so, kein Widerspruch darüber, aber sind die Konsumenten nicht ebenso verantwortlich wie sie funktioniert?
    Meinetwegen muss niemand Socken flicken. Man kann sie wegwerfen und neue kaufen. Aber man könnte sie flicken und müsste dann keinen Kauf tätigen derweil man etwas in den Müll schmeisst wovon der grösste Teil noch brauchbar ist.
    Vielleicht ein mangelhafes Beispiel aber eins an dem man sieht wie die Masse Mensch funktioniert.

  13. Charles sagt:

    Na ja, vielleicht hat Hugo Stamm seinen Blog auch bei Vollmond geschrieben… Spass beiseite, es ist klassischer Hugo Stamm, rational und allergisch auf alles Esoterische. Aber leider ist nicht alles auf dieser Welt rational erklärbar. Viele Dinge sind komplexer als man denkt, und das newtonsche Weltbild ist nun wirklich 19. Jahrhundert. Es gibt tatsächlich einige interessante Studien von (anthroposophischen) Wissenschaftern über den Einfluss des Mondes und anderer Planten auf Pflanzen z.B. die Studien von Agnes Fyfe “Moon on Plant” (gibt es auch auf Deutsch). Dazu liess das Labor den Pflanzensaft von zu verschiedenen Zeiten gepflückten Pflanzen auf Löschblattpapier aufsteigen. Die entstandenen Bilder waren immer mehr oder weniger ähnlich, ausser bei Neumond und bestimmten Mond- und Planetenkonstellationen. Der Mond hat also sicher Auswirkungen auf die Natur auf der Erde (schon nur die Gezeiten, wie wir in der Schule gelernt haben). Und weshalb sollen zunehmende Mondphasen nicht besser sein für gewisse Gartenarbeiten als abnehmende (und umgekehrt, je nachdem ob Blatt, Blüte oder Wurzel etc.). Das ist nicht das Rad zurückdrehen, wenn man versucht, diese Kräfte zu verstehen. Daraus allerdings abzuleiten, wann der beste Zeitpunkt für die Entfernung von Zahnstein ist, einverstanden, das ist Humbug…!

  14. Pasionaria sagt:

    Charles
    Sie hinken dem Thema etwas hintennach. Es waere empfehlenswert, wenn Sie zurueck’blaettern’ wuerden und vorallem folgenden ‘RedakteurInnen’ Beachtuing schentken:
    olive
    Alienus
    Marcel Mertz
    Rabbi J.
    und noch ein paar anderen mehr.

  15. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 12.12.2015 um 01.26

    Nein, nein! Weder noch, sondern himself.

    Der Pisspot war so lustig, dass ich meinen Kettenhund, den Cerberus Alter Ego, losgelassen habe.

    Auch bei der Heulsuse, aber der Schrieb ist beim Lagerschwund der Heulerei von ihr auch mit ausradiert worden. Aber ihre beantwortende Heulorgie steht noch.

  16. Pasionaria sagt:

    Alienus
    dachte ich mir doch – wollte Dir, mit dem nicht gerade anmaecheligen Nick……, nicht zu nahe treten. Deine Alienallysen sind doch unverkennbar fuer mich!

    Sonst ein schoenes WE genossen, ohne oder mit buddhistischer Gelassenheit? Den inneren Raum ausgefuellt und den aeusseren Frieden gefunden und und…..

  17. andersen sagt:

    Charles

    Wenn man immer der Rad zurückdrehen, verlieren man der Pedale.
    Also ich kann auch nicht mit der Kram Esoterik was anfangen, eher mit der Gegenwart.
    Wünsche Herr Hugo Stamm ein schönen Ferien.

  18. Pan Tau sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Ich habs Ihnen schon einmal gepostet: Ich befürchte fast, Sie täten mir etwas zu viel der Ehre an: So haben sich bei mir Mandelbrots Entdeckungen der Fraktale leider nicht felsenfest versteinigt, in den achtziger Jahren, auch als Glaube nicht. Auch wollen Begriffe wie ” Emergenz” oder “Multiversentheorie” nicht gleich auf Anhieb harmonisch zu einem (fraktalem) “Unwahrscheinlichkeitsstrudel” einer sich “in die Unendlichkeit wiederholenden Analogie” passen, denn Kenntnisse über die sog. Inflationsphase wären diesbezüglich doch hilfreich, wenn nicht gar voraussetzend. Aber vielleicht schliesst sich darob doch eine Lücke, andere handfeste Argumente bzw. Erläuterungen erwarte ich indessen gerne von Ihnen. Meine Wenigkeit begnügt sich mal damit, den “Röntgenblick aus Synchrotonstrahlung” zurückzunehmen, auch das Palaver um den Xeno oder Xemu oder wie auch immer dieses Phantom heissen mag, gehört nicht unbedingt hierher. Nicht jeder Witz gelingt – indertat, zumindest nicht immer gleich auf Anhieb.
    Das Yates Theorem (Wer war denn schon Trismegistos? Und haben wir von diesem Paracelsus umgekehrt nicht langsam mehr als die Ohren voll?) scheint Sie hingegen nicht wirklich zu interessieren – so vermute ich mal. Ich überlasse Sie daher getrost Ihren weiteren Spielereien, seis mit dem körperlosen Geist x oder y auf Froschstern A oder B, von wem auch immer erfunden oder erdacht.
    Meinen Weg finde ich schon ganz alleine.

  19. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 13.12.2015 um 21.54

    Nun, es war ein Kartoffel-WE.

    Die gute @Heulsuse hat schon recht, wenn sie schreibt, ich hätte nur Kartoffeln im Kopf. Es geht hierbei um einen Inkubator und die Vorbereitungen hierfür.

    Aber es wurde neu angefragt, ob man ein spezielles System für die Produktion, Verarbeitung und Vertrieb für Kokosnüsse und bestimmte endemische Pflanzen machen möchte. Aber JA, denn es soll auch ein neues Konzept zur wirtschaftlichen Stabilisierung in der gemeinten Region sein. Dadurch erhoffen die entsprechenden Leute, denn auch dort vordringenden islamischen Religionsfaschismus auffangen zu können.

    Meine Idee ist wohl ne Mischung aus abendländischem christlich-klösterlichen Selbstversorgung, den Grundlagen und Ideen nach Raiffeisen und moderner deut. Hygieneauffassung.

    Die hohen Herren bekommen langsam, aber sicher kalte Füße. Huch, christliche Ideen sollen bedrängten islamischen dunkelhäutigen Menschen gegen hellerhäutigen islamistischen Religionsfaschisten helfen. Welch ein Wahnsinn in der heutigen Welt? I werd narrisch!

    Lese soeben in der Zeitung: „Yahya Jemmeh, Präsident von Gambia, hat sein Land zu einem „islamischen Staat“ erklärt. „Das Schicksal Gambias liegt in den Händen Allahs, des Allmächtigen“, sagte er …..“. ….. „Ab heute ist Gambia ein islamischer Staat“.

    PS: Der Herr Präsident ist ein demokratisch gewählter Putschist.

  20. Pan Tau sagt:

    @Pizpot Gargravarr, Zusatz
    Also auch ohne Homunculus.
    🙂

  21. Pizpot Gargravarr sagt:

    @PT
    Guten abend!

    Auch wollen Begriffe wie ” Emergenz” oder “Multiversentheorie” nicht gleich auf Anhieb harmonisch zu einem (fraktalem) “Unwahrscheinlichkeitsstrudel” einer sich “in die Unendlichkeit wiederholenden Analogie” passen,

    Ja, das steht ja auch so – wieso, wieso nur verstehen Sie die Worte nicht so, wie sie da stehen?

    Lesen und rekapitulieren Sie bitte nochmals. Falls sich das Resultat Ihrer neuerlichen Replik erneut dergestalt ausnehmen wuerde, waere das eine tiefe Enttaeuschung, ja auch bei Ihnen eine Peinlichkeit sondergleichen – sorry. Dabei weckten Sie soviel Hoffnung – bitte zeigen Sie uns, dass Sie mehr koennen (v.a. auch rational logisch lesen, verarbeiten/denken und replizieren). Bin sicher, Sie koennen das. Ansonsten schauen Sie mal, wie Marcel Mertz dies handhabt. Danke!

    Evt. sei der Tipp folgender Lektuere auch an Sie gerichtet: ‘How to prove it’ von Daniel Velleman

  22. Pasionaria sagt:

    Alienus
    14. Dezember 2015 um 15:09 h

    Gibst Du der @ Heulsuse noch Recht, wird sie sich bei Dir gar mit einem Schreikrampf bedanken. Verschone uns bitte davor.

    “Aber es wurde neu angefragt, ob man ein spezielles System für die Produktion, Verarbeitung und Vertrieb für Kokosnüsse und bestimmte endemische Pflanzen machen möchte. Aber JA, denn es soll auch ein neues Konzept zur wirtschaftlichen Stabilisierung in der gemeinten Region sein. Dadurch erhoffen die entsprechenden Leute, denn auch dort vordringenden islamischen Religionsfaschismus auffangen zu können.
    Meine Idee ist wohl ne Mischung aus abendländischem christlich-klösterlichen Selbstversorgung, den Grundlagen und Ideen nach Raiffeisen und moderner deut. Hygieneauffassung.”

    Das toent ja exot-oekonom-religioes – hochinteressant.
    “In der gemeinten Region……” – da tippe ich ohne zoegern und spontan auf eine deutsche ‘EU-Kolonie’ auf Griechenland. Welch ein bilaterales Traum-Kokosbaumprodukte -Abkommen winkte da Eurem Projekt!

    Du bist der erste, der sicherlich weiss, dass die Kokospalme zu den wichtigsten Nutzpflanzen weltweit zaehlt. Sie liefert neben Kokosmilch, Fruchtfleisch und Oel, auch Fasern, Brennstoff und Kompost. Mit den Palm-blaettern werden Hausdaecher gedeckt, die Staemme werden in der Bau- und Moebelindustrie verarbeitet etc. etc.

    Tsipras hoere ich bereits sagen: die griechische Kokospalme hat so viele Nutzungsmoeglichkeiten wie das Jahr Tage hat.

    Allerdings verstehe ich in diesem Zusammenhang Dein “Huch, christliche Ideen sollen bedrängten islamischen dunkelhäutigen Menschen gegen hellerhäutigen islamistischen Religionsfaschisten helfen.”nicht?
    Bitte zweifle einfach ‘christliche Ideen’ niemals an – sie haben doch durchwegs einen Hauch von Verkom….., sorry, von Vollkommenheit.

    Hoffentliches Nicht-Fazit:
    In ‘nem griech’schen Gaertchen reckt die Halme
    schau hin, ‘s ist eine kleine Kokospalme
    und sie denkt so vor sich hin:
    Eigentlich hat’s gar kein’ Sinn
    dass ich mich so plage mit dem Wachsen
    bin in Griechenland und nicht in Sachsen
    Um zu enden ihre grosse Pein,
    ging die kleine Palme wieder ein!

  23. Rolf Müller sagt:

    Hallo “Wildes Pferd”,
    heute bin ich spät dran und schon muht wieder die Arbeit.
    Darum sage ich nur kurz “Hallihallo” und mache eine Ankündigung:
    Wenn ich mehr Zeit habe, erzähle ich Dir mal die Geschichte von einer muslimischen “Seconda” die sich aus der Umklammerung des “Alten Patriarchen” gelöst und befreiht hat, indem sie die soziale Versiertheit, die sie in ihrer reichhaltigen familiären Kultur erworben hatte mit “unseren Werten” kombiniert hatte zu ihrem eigenen Kulturellen Mix.
    Glaube mir, es gibt sie, die Muslimischen Feministinnen!
    Und die haben eine Power und eine Raffinesse, bei der “einheimischen Feministinnen” nur staunen können…

  24. @ RM sagt:

    da haben Sie was versäumt….habe mich schon wieder unbeliebt gegemacht, weil als “Posaune-Aria” aufgeblasen. cc Menschenrehte (Menschenrechte & Gender? Menschenrechte & Inklusion?)

    unser “Links-Rechts”- Dialog (von wegen) soll ja unterbunden werden :- ) deshalb kommentiere ich auf kreidf…..

    frage aber doch noch Birgit Kelle = rechtsextrem? ein unglaublich verschwurbelter Text auf ZEITonline gegen “rehtsextremen Feminismus” …da lachen wirklich Ihre Hühner!

  25. schöne Leserbriefe sagt:

    für mich nicht der mainstreamtext, sondern einige der Leserbriefe
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/feminismus-marine-le-pen-frauke-petry-rechtsextremismus

  26. Posaunaria sagt:

    @ Pasionaria

    Nö…habs weder mit Krämpfen noch mit Arien, sondern ganz sutsche mit gemächlicher Entwickjlung von linksheftig zu “rechtslastig” :- ) (“Warum ich kein Linker mehr bin” MKH, Korrektheiten…)
    ua. wegen abtörnenden Verächtlichmacharmaden. Oder intellektuell: Armadas?

  27. Trommrelfellgeschädigter sagt:

    @Heulsuse

    Nun, Ihr Aussage, Sie hätten nichts mit Arien und mit Krämpfen, kann gewiss so nicht stimmen.

    Da Sie sich beim „Kreidfeuer“ anscheinend wohl fühlen, müssen Sie sich vorhalten lassen, dass Sie schon den Arien und Krämpfen frönen. Denn „Kreidfeuer“ soll ein optischer Warnruf sein, der direkt in der Übersetzung „Rufendes, schreiendes Feuer“ bedeutet.

    Also @Heulsuse, schreien und posaunen Sie sich aus! Da sind die altgriechischen Sirenen wirklich nichts gegen Sie.

  28. Pan Tau sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Offenbar können SIE nicht lesen: Wenn ich schon oute, dass ich an Astrophysik interessierter Laie bin, so habe ich das jetzt wiederholt und Sie habens hoffentlich kapiert.
    Wenn Sie an einen interessierten Laien die gleichen Anforderungen stellen wie an einen Professionellen (ein wenig googlen dürfte Sie darüber erhellen, dass ein Marcel Merz als Ethikdozent an Universitäten tätig ist), so enthüllt das eigentlich nichts weiter, als dass SIE hier ein Züchtchen aufziehen wollen (daher ja auch der Seitenhieb mit dem Homunculus, den Sie doch kennen werden?), das insbes. darauf abzielt, andere blosszustellen, oder dann ganz in Kermit (ja, der Frosch)-Manier versucht, je nach Gusto mit seinem “Applaus, Applaus!” zum Weitermachen zu gewinnen – ‘tschuldigung, aber so ‘nen Suff zieh’ ich mir jetzt nicht ‘rein. Insbes. wenn man Sie dann an Ihren eigenen Messlatten messen will … naja, bleiben irgendwelche Grundflächen, auf denen sich Fraktale dann abzubilden pflegten, in den Achtzigern, aber WIE Fraktale jetzt im Zus’hang mit der Standardtheorie stehen könnten, bleibt grooosses Geheimnis des Esoterikers, ebenso grooooossss wie das Geheimnis um den Zusammenhang zwischen dem Yates-Paradigma und der Herausbildung der modernen Wissenschaften: Substanzlos, essenzfrei, hohl und leer – und alles was noch rausfallen könnte wäre dann allenfalls so tot wie die Fliege im Grigri …
    … also so viel in Sachen Enttäuschung.
    Ent-täuschung – meinte mal einer auch.
    🙁
    Kaufen Sie sich einen Spiegel und meiden Sie Glashäuser.
    Mein Tipp.

  29. Pan Tau sagt:

    Blog-Coaching, tss, so was von Rollenverständnis … und hat da einer was von peinlich gesagt? Hoffentich kennt der auch ein Leben neben dem Blog – oder dann zumindest ein paar Animierdamen …

  30. Pizpot Gargravarr sagt:

    @PT

    Tschuldigung, es geht/ging um Analogien und die Bitte, neben den schon erwaehnten Argumenten mancher Theorien bezgl. Emergenz oder Multiversen im Allgemeinen uns noch weitere treffende Argumente zu liefern. Sie kommen mit dem Yates-Paradigma – weiss jetzt echt nicht, wozu dies hier dienlich sein soll.

    Wissen Sie, grundsaetzlich verhaelt es sich so: wenn jemand als nicht atheistischer Agnostiker einen Standpunkt vertritt, der nix mit Determinismus und dergleichen zu tun hat (Sokrates: ich weiss, dass ich nichts weiss) aber dem nachzufolge in aller Absicht und vehementest ‘Xenugamie’ oder weiss ich was alles fuer Palaver angedichtet wird, ist es nur recht, wenn dieser solcherart Verleumdete auf hoeflichste Weise nach einer einvernehmlichen Basis sucht: Ihre grundsaetzliche Ablehnung der Analogien in Ehren – das ist ein interessanter Ansatz, den es durchaus zu vertiefen gilt. Diesbezueglich hilft aber das Yates-Paradigma aber in keinster Weise weiter.

    Bin nicht mal Astrolaie – deshalb meine durchaus ernst gemeinten Fragen an Sie:
    – Worauf baut die Elementenlehre/tabelle/theorie wenn nicht auf dem Denken in Analogien?
    – Worauf baut die Elementarteilchen-Physik wenn nicht auf dem Denken in Analogien?
    – Worauf basiert schliesslich die Tatsache, dass wir via Bildschirm allenfalls ueber tausende von Kilometern getrennt miteinander kommunizieren koennen (und somit: worauf basiert die Quantenmechanik, wenn doch Analogiegedanken dermassen ‘esoterisch'(!?!) sind)?
    – wieso muss das CERN keine Sonne und keinen Planeten in den LHC schleusen, um den Urknall zu simulieren? Werden da keine Analogien bedient?
    – Wenn wir schon dabei sind: wie und wieso funktionieren eingebettete Systeme so wie sie nun mal funktionieren? Gerade und auch in Bezug auf Analogien und Axiome?

    Verstehen Sie mich richtig – Ihr Einwand mag treffend sein! Nur: wenn wir diesen Gedanken konsequent weiter spinnen, geraten wir ausnahmslos in eine Situation, wo ‘Uelis’ charmante Ausdrucksweise zu recht Bestand hat (einer Form uebrigens, der Sie sich hier oben ebenfalls bedienen). So, what the Fuck?

    Kurz: Ihre Antworten folgen in Form und Inhalt dem gleichen – sorry – Trash: das “grooosse Geheimnis des Esoterikers”. Wie aus den weiteren Zeilen entnommen werden kann, geht es Ihnen (wie offensichtlich auch anderen) um genau das:
    Sieg oder Niederlage einer Weltanschauung/eines Weltverstaendnisses – what the fuck ist das denn fuer eine Scheisse?

    Sie wissen vermutlich genauso wenig wie ich, wo wir uns wann weshalb genau aufhalten und miteinander sprechen! Im Gegensatz zu mir kanzeln Sie aber die Meinung anderer ab – erstaunt es Sie wirklich, dass aus man aus gesunder Neugier heraus an Ihrem reichen Wissen teilhaben moechte? Ich meine, kommt da noch was oder bleibt es beim esoterischen Beschimpfen von Esoterikern/nicht atheistischen Agnostikern?

    Also bitte…

  31. Pan Tau sagt:

    @PG
    ich übernehme Ihre Schreibweise jetzt nicht zufälligerweise, denn ich bin angenehm von Ihrem Posting von vorgestern, 18.13, überrascht. Und effektiv solls mir nicht darum gehen, Ihnen Xenugamie (wie Sie bemerkt haben werden bin ich ausgesprochener Xenuphobe) zu unterstellen – auch wenn sich diesbezüglich hochscrollend und genau wiederlesend sicher Anhaltspünkte finden liessen. Aber ich gebe Ihnen gerne Recht: Wie komme ich von Begriffen wie “Emergenz” oder “Multiversum” zum Yates-Paradigma? Ich denke es hat sicher mit sich wandelnden Weltbildern zu tun, also mit unserer Sicht der Dinge, oder, um es in den Rahmen der Frage zu stellen, die ich Ihnen stellte – obschon ich mir sie selbst beantworten sollte: Was hat das Yates-Paradigma mit der Herausbildung der modernen Wissenschaften zu tun? Auch hier: Es ist die sich wandelnde Sicht der Dinge bzw. die sich wandelnde Sicht in Bezug auf die Erschaffung der Dinge – also, um nicht allzu weit auszuschweifen – es geht um die Wandlung in der Betrachtung der Schöpfung bzw. um Alternativen in Bezug auf die Antwort auf ihren Seinsgrund, und da bilden sich beginnend mit der italienischen Renaissance im Hinblick auf das Gottesbild schon Alternativen hinsichtlich Schöpfungsvorgang heraus, oder besser gesagt: Es wird auf Alternativen zurückgegriffen, so z.B. auf die schon bei Aristoteles ausführlich beschriebene Spontanzeugung. Und da ist Ihr geliebter (ich unterstelle Ihnen das einfach mal) Paracelsus nicht einfach der erste: Ideen und Vorstellungen dazu haben ihre eigene Tradition, u.a. zählt auch Avicenna dazu. Und “Spontanzeugung” ist m.E. dem Begriff “Emergenz“ doch schon ganz schön nahe. Als Vorstufen zur Emergenz oder gar zu einer Emergenztheorie zählen zudem auch pantheistische Vorstellungen eines Giordano Bruno oder eines Baruch de Spinoza – also schlussendlich Spontanzeugung überall und als Prinzip, um das ganze mal auf einen Nenner zu bringen. Zu dieser Herauslösung aus der “sakralen Spähre“ des Schöpfergottvaters gehört auch das (alchemistische) Experimentieren, es dient der Überprüfung und dem Weiterkommen und beschäftigt sich u.a. auch mit der Entstehung aus Fäulnis. Auch dies hat i.Ü. eine seit der Antike existierende Tradition und findet sich eben wieder beim Homunculus des Paracelsus – oder dann schliesslich bei den Experimenten das Francesco Redi, der definitiv nachweist, wie die Fliegen nicht spontan entstehen.
    Aber all diesen Vorstellungen zu Schöpfung und Entstehung gemeinsam ist die Sicht einer natürlichen Ordnung, die sich nicht mehr auf den einzelnen Schöpfungsakt eines personalen, intelligenten Überwesens zurückführt.
    Dazu gibts übrigens mehr Lesenswertes, wenn Sie Ihre Google mit: „Der Käse und die Würmer“ füttern. Auch Enten gelten bei gewissen holländischen Naturphilosophen übrigens als spontangezeugt. Sie sollen angeblich dem Schiffswurm entstammen.
    Zur Rolle und Wirkung des Yates-Paradigma habe ich aber effektiv nicht wirklich etwas gesagt, oder? Aber klar stehen die genannten Früh-Emergenztheoretiker, um sie mal so zu nennen – und natürlich sind es auch Holisten – in Deutungskonkurrenz zu den Mechanisten, die sich ja mit Redis Entdeckung schliesslich durchsetzen und die Spontanzeugung ins Reich der Märchen verweisen. Die natürliche Ordnung lässt sich also durchaus mechanistisch auf isolierte materielle Elemente reduzieren, also auf actio=reactio und ähnliche seit der Antike bekannte Schemen, insbes. was z.B. die Physiologie anbelangt.
    Das Fünfte Element quasi, das, was als Platzhalter bzw. als-noch-nicht-Entdecktes herhält, ist und bleibt natürlich Hirngespinst oder Spuk: Das Phlogiston ist da ganz spannend …

    So, mal so weit. Den Bogen bis zu den Multiversen kann ich heute nicht mehr ganz schlagen – aber ich denke andere übernehmen vielleicht etwas zu den Stichworten “Äthertheorie“ -> Überwindung -> Leere und Raum -> ?

  32. Fürchtegott Hablützel sagt:

    @Marcel Mertz
    Ich kenne die Kriminalstatistiken der westeuropäischen Länder. Wir wissen, welche Männer im letzten Jahrzehnt die westeuropäischen Frauen vergewaltigt haben. Ihre Apologetik tröstet diese Opfer.

  33. Marcel Mertz sagt:

    Fürchtegott Hablützel 17. Dezember 2015 um 16:50

    Wie wäre es, wenn Sie mal richtig auf meine Kritik eingehen würden statt auszuweichen oder sich zu wiederholen?

    Sie machen genau so weiter wie vorher, wiederholen dasselbe Argument. Das heißt: Nein, stimmt; jetzt bringen Sie ein noch schlechteres Argument hervor. Denn jetzt behaupten Sie, dass die Kriminalstatistik, die zeigt dass x% von Personen, die dieser oder jener Religion/Ethnie (oder was auch immer) angehört, diese oder jene Verbrechen mehr begehen als die Y% von Personen, die dieser oder jener Religion/Ethnie (oder was auch immer) angehören, auch zeige, dass eine bestimmte Eigenschaft (nämlich dieser Ethnie oder Religion anzugehören) die KAUSALE VERURSACHUNG für diesen statistischen Sachverhalt ist.

    (Das ist doch das, was Sie implizieren wollen, oder? Klar, haben Sie nicht explizit gesagt, ich bin mir aber recht sicher, dass Sie dafür implizit argumentieren. – Übrigens, selbst wenn es so wäre: Sie müssten dann auch erklären, warum es Fälle gibt, wo diese, in Ihren Augen wohl ziemlich “deterministische” oder mono-kausale Verursachung versagt – warum sind es nicht 100% der Männer der jeweiligen Population [im Sinne statistischer Terminologie], die das tun?).

    Aber derlei zeigen solche statistischen Daten, wie Sie sie jetzt erwähnt haben, einfach nicht. Sie geben nur eines wieder: Eine Verteilung. Von irgendeiner Erklärung der Verteilung ist hier überhaupt nicht die Rede, also warum x% und y% usw. vorliegen. Darüber sagen solche Daten einfach nichts aus.

    Da kann man dann Hypothesen aufstellen. Ja, Sie können von mir aus Ihre Überzeugung, was kausal verursachend für diese Verteilung ist, als Hypothese aufstellen! Aber dann muss man eben entweder a) anerkennen, dass es nur eine Hypothese ist, oder b) Daten aufbieten, die die Hypothese bestätigen können. Letzteres kann man nicht, indem man auf die Daten verweist, die durch die Hypothese gerade erklärt werden sollen … (könnte vielleicht auch Ihnen einleuchten, dass das irgendwie nicht aufgehen kann, zirkulär wäre?).

    Und nein, das hat nichts mit “Apologetik” oder politischer Korrektheit oder weiß der Gugus was zu tun. Sondern einfach mit einem Grundverständnis davon, was Statistik ist und kann (und was nicht), was bestimmte statistische Daten aussagen (und was nicht), was man aus ihnen ableiten kann (und was nicht) etc.

    Dass Sie das offensichtlich nicht interessiert, überrascht mich natürlich keineswegs. Statistik scheint für Sie nur interessant zu sein, solange Sie damit Ihre vorgegebenen Überzeugungen “belegen” können, egal, ob man das objektiv gesehen (und das meint hier nur: Anwendung statistischer Methoden/statistischen Denkens) kann oder nicht. Ich bin mir fast sicher, würde man Ihnen statistische Studien vorlegen, die Ihre Hypothese erschüttern, würden Sie sofort gegen “die Statistik” wettern (wahrscheinlich dann mit dem Super-Spruch “Trau nie einer Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!”).

    (Deshalb schreibe ich das hier auch mehr für etwaige Mitleser als für Sie; die realisieren dann vielleicht, dass es mit Statistiken und was man damit “zeigen” kann dann doch nicht immer ganz so einfach ist, wie Sie hier einem glauben lassen wollen).

  34. Fürchtegott Hablützel sagt:

    @Marcel Mertz
    Sie haben schon wieder recht: Die Opfer der von mir genannten Täter sind Ihnen dankbar, weil getröstet.

  35. Fürchtegott Hablützel sagt:

    @Ave Pasionaria
    Darf ich beim Thema bleiben? Sie verhalten sich wie budistische Mönche in Burma: Fordern ohne Gegenleistung.

  36. Marcel Mertz sagt:

    Fürchtegott Hablützel 17. Dezember 2015 um 17:58

    Feigling.

  37. Fürchtegott Hablützel sagt:

    @Marcel Mertz
    Mimose.

  38. Pizpot Gargravarr sagt:

    @PG
    Danke fuer die Wiederaufnahme.
    1.
    Yates-Paradigma: dieses stellt fest, dass keine empirisch belegbare Beziehungen zwischen esoterisch angewandtem Analogien-Denken und dem Auftreten von Ereignissen beiliebiegen Variationen direkt zuweisbar sind.
    -> wie schon gesagt, dies wird hier auch in keinster Weise in Frage gestellt. Dies bedeutet jedoch noch nicht, dass das Denken in Analogien nicht statthaft sei (denken wir wieder ans Periodensystem als Basis…)
    -> mit dem Yates-Paradigma unterstreichen Sie lediglich diese Position, nichts weiter. Es ist als solches nicht weiter von Belang. Es stellt lediglich fest, dass es keinen grundsaetzlich gueltigen Zusammenhang zwischen verschiedenen Ereignissen gibt (das hat aber – soviel mir hier bekannt ist – auch gar keiner so postuliert). Dies sollte schon mal unterstrichen sein: wenn man Dethlefsen’s Quintessenzen in Aspekten rein psychologischer Betrachtungsweisen betrachtet, heisst das noch lange nicht, das ein Xenu oder sowas dahintersteckt. Dass Sie und andere dies jedoch strikte dergestalt auffassen, kann verschiendensten Kommentaren entnommen werden. Ich sehe dies gar nicht so! Und ein Grossteil derjenigen, die Dethlefsen je gelesen haben, wohl (hoffenltlich) auch nicht.

    2.
    Spontazeugung: ich habe nie(!) (da koennen Sie scrollen wie Sie wollen) von sowas, noch von seinem Gegenteil gesprochen (im uebrigen habe ich auch niemals von sowas ‘als Prinzip’ gesprochen! Auch Dethlefsen spricht niemals von sowas! Aber auch gar nicht vom Gegenteil! Das entspringte lediglich dem Geiste Ihrer ureigenen Natur – dessen muessen Sie sich bewusst sein (ok, diesem Geiste ureigener Fehlannahmen unterliegen noch ganz viele andere hier! (Mit dem Kawwana betrat TD allerdings ein Gebiet in gnostischer Weise, so dass man ihm als weltoffener Mensch eh nicht mehr bedenkenlos folgen konnte (allerdings ist es hier interessant festzustellen, dass sich auch z.B. C.G. Jung nach einem Leben innigster Auseinandersetzung mit dem vom Innen her Spriessenden auf einen gnostisch angehauchten Weg begangen hat))). Beide haben wohl einen leicht ‘esoterisch’ angehauchten Weg beschritten, doch derweilen gleich von ‘Xenugamie’ oder dergleichen zu schwafeln, bezeugt lediglich die Ingoranz der von diesen beiden Psychologen angeraumten Themen gegenueber. Gnosis ist etwas Ureigenstes – C.G. Jungs ‘Rotes Buch’ waere niemals erst 50 Jahre nach seinem Ableben erschienen, wenn er es nicht selbst so gesehen haette (es legt ja sowas von Zeugnis eines lieber niemals oeffentlich diskutierten Weltbildes/-verstaendnissses ab).

    3.
    Emergenz- resp. Multiversentheorien: ja, dies waren die von mir aufgefuehrten Argumente, welche definitiv gegen ein striktes Analogie-Denken sprechen koennten. Ich bat Sie um weitere Argumente, denn ich will es nicht dabei bleiben lassen, zumal die in meinem nachfolgenden Kommentar (h ttp://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/34665/die-goettliche-aura-des-mondes/comment-page-7/#comment-928505) aufgeworfenen Fragen ebenfalls hand- resp. stichfeste Argumente vereinigen (zumindest solange, bis diese nicht klar und logisch widerlegt werden koennen).

    Glauben Sie mir, Ihr Argument der Infragestellung des Analogie-Denkens hat mir manch schlaflose Nacht beschert. Wie schon erwaehnt geht es hier nur um Erkenntnisgewinnung und sonst um ueberhaupt nix anderes (ansonsten wuerde ich ja noch mit vielen anderen Komikern hier kommunizieren). Es dreht sich hier also nicht schlicht um die Frage, wieso es ueber 6000 Jahre Entwicklung intelligentester Lebewesen bedurfte, um von der Erfindung des Rades bis zum Einbau Letzteres in das Trageobjekt selbst (den Koffer) benoetigte (ein Hinweis dafuer uebrigens, dass das Yates-Paradigma nicht krtiklos unwidersprochen bleiben kann (sobald wir das Terrain der Analogien verlassen, wird’s in der Regel gleich Mau mit unserem ‘logischen Denken in Rationalitaet’))).

    P.S.
    Als absoluter Astrolaie bezueglich Aethertheorie oder Multiversen: es kommt wohl auf den Standpunkt/Blickwinkel an! D.h. von fernen Galaxien aus betrachtet herrschen bei uns genau dieselben Verhaeltnisse vor wie bei denen von uns aus betrachtet. Davon habe ich allerdings keine Ahnung und masse mir auch kein finales Urteil zu – v.a. auch, weil ‘finale Urteile’ sowas wie Selbstgerechtigkeit vorgeben, die oftmals gar nie vorausgesetzt werden koennen (zumal in solchen Dimensionen)….

    FAZIT:
    Ueli hat recht: what the fuck!
    Sie haben recht: Hoch lebe die Xenuphobie!
    Ich habe recht: Xenu oder Zardos – who cares? Wichtig ist einzig, dass man Beziehungen pflegt!

  39. Fürchtegott Hablützel sagt:

    an alle. Zwischen dem 15. und dem 17. 12 gab es eine Lücke. Wahrscheinlich wegen mir, weil ich nicht politisch korrekt bin. mea culpa. Asche auf mein kahles Haupt. Dornenkrone später.

  40. Pasionaria sagt:

    Salve……..Fürchtegott Hablützel
    Sie Gottesfuerchtiger Sonntagskirchengaenger sollten Ihre Bibel schon besser lesen:
    Es ist besser, du gelobest nichts, denn dass du nicht haeltst, was du gelobest!

    Rund um Ihrer grosse Selbstherrlichkeit sollten Sie keine Angebote machen, denen Sie nicht nachkommen.

  41. Pan Tau sagt:

    @PG
    “In ihrem aufsehenerregenden Buch Giordano Bruno and the Hermetic Tradition versuchte die Historikerin Frances A. Yates 1964 nachzuweisen, dass die Hermetik, wie sie von Pico della Mirandola, Giordano Bruno und John Dee vertreten wurde, bei der Begründung der neuzeitlichen Wissenschaft in der Renaissance eine wesentliche Rolle gespielt habe und dass diese Wissenschaft ohne den Einfluss der Hermetik gar nicht entstanden wäre.”
    Das ist aus wiki und Mainstreamwissen.
    Sie: “Yates-Paradigma: dieses stellt fest, dass keine empirisch belegbare Beziehungen zwischen esoterisch angewandtem Analogien-Denken und dem Auftreten von Ereignissen beiliebiegen Variationen direkt zuweisbar sind.”
    Ich glaube nicht, dass ein unverständlicher Satz etwas mit dem Yates-Paradigma zu tun hat. Trotzdem liesse sich durchaus fragen, ob der der Glaube an Astrologie bspw. jetzt einen nachweisbaren Einfluss auf das Eintreten von speziellen Ereignissen habe oder nicht? Ganz sicher hat er Einfluss auf den Entscheidfindungsvorgang bei bestimmten Leuten, welche das Weltgeschehen durchaus zu beeinflussen vermögen, jedenfalls für die Zeitgenossen, denken Sie an Wallenstein. Das gehört aber in den Bereich Biographie und Prosopographie und ist wohl eher Ihre Sache nicht. Jedenfalls scheint auch Ihre vehemente Reaktion zur wissensschaftshistorisch relevanten Scheintheorie der Spontanzeugung bloss aufzuzeigen, dass Sie Wissenschaftshistorisches eigentlich nicht weiter interessiert. Ich kann mir daher weitere Ausführungen zu den Paracelsisten (insbes. Daniel Sennert) sparen, what a fuck, what.
    Generell ist mir zudem nicht zugänglich, wieso Sie sich über meine angeblich so vehemente Kritik am Denken in Analogien echauffieren? Aber effektiv scheint mir das Denken in Kategorien nicht Ihre Stärke zu sein. Prosopographisch jedenfalls liesse sich Ihre Schreibe durchaus unter die Exzerptensammlung eines Xenu einordnen, mit Verlaub.

  42. Pan Tau sagt:

    @Pizpot
    Ich habe keine Lust mehr, an Ihnen vorbeizureden. Ihre Analogien verraten aber, dass Sie sich eigentlich an die Dethlefsen- und Jung-Anhänger im Forum wenden wollen, dafür aber auch mal über den Rand bzw. zu “Yates-Paradigma“ und “Paracelsus“ greifen, ohne jedoch diese Begriffe wissenschaftshistorisch einordnen zu können, obschon sie da durchaus relevant wären. Aber Sie lassen sie als blosse Fliegenfänger im Raum stehen – nebst anderen Fliegenfängern natürlich, wie “Gnosis“ und sicher wäre auch “Kabbala“ an Lager. Wozu, bleibt dann noch zu fragen, wenn nicht um auftreten zu können wie die Schlange vor dem Mäuschen?
    So weit zu meinem Verdacht. Was Sie an Erkenntnisgewinn daraus ziehen mögen ist Ihr Ding. Ich für meinen stelle einfach auch anhand Ihrer Schreibe fest, dass – gäbs eine gegensätzliche Entsprechung zu dem, was Sie Denken in Analogien nennen – ich mich an das Gegenteil von “assoziativ“ halten müsste.

  43. Pan Tau sagt:

    @Pizpot
    Dafür, wie sich die frühneuzeitliche “Philosophie“, wozu eben Alchemisten und Paracelsisten zählen und bei welcher es sich in weiten Teilen um eine spekulative Naturphilosophie handelt, aus der Dogmatik des Aristoteles löst und eigenständig Methode und Heuristik entwickelt, steht sicher der Name Francis Bacon.

  44. Pan Tau sagt:

    Ganz weit oben. In Bezug aber auf die von Ihnen angesprochene Tradition (“Yates-Paradigma“) mag vielleicht Joh. Valentin Andreae noch eine Referenz sein: Seines Zeichens nicht nur wie Bacon ebenfalls Theologe, spekulativer Naturphilosoph, Essayist, Schriftsteller, Utopist (s. “Christianopolis“), sondern wahrscheinlich auch Begründer der Rosenkreuzer Legende. Und – falls es Sie noch interessiert: „Der Rosenkreuzerdiskurs wurde im Windschatten der machtpolitischen Kontroversen zu Zeiten des großen europäischen Krieges geführt. Gemäß der englischen Historikerin Frances A. Yates bildeten die Rosenkreuzer-Manifeste die mystische Hintergrundfolie einer Bewegung zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, die das Ziel verfolgte Friedrich V. von der Pfalz zum böhmischen König zu machen.“ (Quelle wiki, “Rosenkreuzer“).
    Eine “mystische Hintergrundfolie“, hmm …

  45. Pan Tau sagt:

    @Pizpot
    Auf dieser mystischen Huntergrundfolie steht übrigens auch, dass sogar die grösste Koryphäe auf dem genannten Gebiet (nebst Descartes Réné, um den auch mal zu nennen), eben Francis Bacon, auch im Verdacht steht, in Verbindung zu den Rosenkreuzern zu stehen. Natürlich werden Sie als Experte des Yates-Paradigma und generell als Esoterikkenner die Quelle kennen, sonst nenn’ ich sie Ihnen: Frances Yates, The Occult Philosophy in the Elizabethan Age, pgs 61–68, London: Routledge & Kegan Paul, 1979.
    Das Yates-Paradigma entpuppt sich also immer mehr als Verschwörungstheorie der späten Renaissance, finden Sie nicht?

  46. PT sagt:

    @PT
    Guten abend,

    Generell ist mir zudem nicht zugänglich, wieso Sie sich über meine angeblich so vehemente Kritik am Denken in Analogien echauffieren?

    Wo echaufierte ich mich denn deswegen? Ich fand das einen ueberaus interessanten Ansatz und habe dies Ihnen gegenueber auch genau so ausgefuehrt – hier auf dieser Seite(! man muss nicht mal scrollen !):
    – /#comment-926919
    – #comment-928505

    Bezgl Frances Yates:

    Das ist aus wiki und Mainstreamwissen.

    Ja, und dich denke, der/mein nachfolgende Satz ist die Quintessenz daraus auf heute bezogen und gleich auch eine Erklaerung, wieso dieses ueber 200jaehrige Gedankengut in unserer heutigen Diskussion nicht zielfuehrend ist. Wo denken Sie denn hin? Wir befinden uns im Jahre 2015, bald 16! Tausendfach widerlegte Traeumereien aus vorigen Jahrhunderten zu erwaehnen bringt nichts – wo spreche ich denn diesem Paradigma zu?

    Prosopographisch jedenfalls liesse sich Ihre Schreibe durchaus unter die Exzerptensammlung eines Xenu einordnen, mit Verlaub.

    Nun, wenn Sie aus meinen ernst gemeinten, durchaus neugierigen Interessenbekundungen nicht das herauslesen, was wirklich da steht sondern etwas anderes hineinprojezieren wollen, dann – ja dann hats keinen Sinn….
    Es steht doch alles da – wieso, wieso nur verstehen Sie die Worte nicht so, wie sie da stehen?

    @Pizpot
    Ich habe keine Lust mehr, an Ihnen vorbeizureden.

    Welch wahres Wort – wuensche Ihnen ebenfalls frohe Festtage. Eines einigt die B-Gang-Mitglieder: man unterstellt einfach mal was, liefert jedoch keinerlei Belege, zieht aber durchaus eigene Schluesse und bastelt daraus einen Vorwurf, der mal einfach so stehen gelassen wird ohne auch nur irgendwie zu dokumentieren. Tut mir leid, das ist mir jetzt zu doof…

    Peinlich wirds einfach, wenn dann bei durchaus ernst gemeinten, aktuellen Themen und Gebieten wie den Wirtschaftswissenschaften, der Geologie, den Klimawissenschaften, der Mathematik und Logik aber auch Psychologie(!) etc. Themen angesprochen werden, die ernsthaftester Auseinandersetzung zwecks Erkenntnisgewinnes beduerften, wird einfach die Flinte ins Korn geworfen und diese Geste mit einem Vorwurf unterstrichen (und sich immerzu unablaessig auf eine zigfach widersprochene Theorie einer damaligen Esoterinkerin aus der Renaissance als DAS Argument beziehend). Ja, am besten versteinern Sie sich mit Ihrem reichen Wissen – vielen Dank, dass Sie dies mit uns teilen und nicht einfach unter uns weilen, um uns den richtigen Weg zu weisen – d.h. nein, nicht mal das: um vor falschen Wegen zu warnen – d.h. nein, auch nicht mal das: um den Idioten den Stinkefinger zu zeigen – ja, ich glaube, so kann man das stehen lassen. Das scheint Ihr Daseinsgrund in diesem Blog zu sein. Ja, ist toll…..

    Auch Ihnen Frohe Festtage – ja, Rosenkreuzer interessieren mich – aehnlich der gesamten Hintergrundfolie – eigentlich herzlich wenig.

  47. PG sagt:

    Sorry, der vorstehende Kommentar war von PG (Pizpot Gargravarr) und nicht PT (Pan Tau) als Absender (u.a. auch erkennbar an fraglicher Syntax… 😉 )

  48. Pan Tau sagt:

    @Pizpot
    Immerhin. Schliesslich liesse sich von den Rosenkreuzern oder den Freimaurern und Illuminaten problemlos ein Bogen zum OTO, zum Golden Dawn, also Blavatskys theosophische und andere moderne, heutige esoterische Nachfolgegeheimgesellschaften schlagen. Aber schön, wenn Ihnen Dethlefsen ausreicht. Mir reichen die Ausführungen Kuhns zum System Astrologie ebenfalls völlig. Aber ich meine es gibt ja auch andere “divinatorisch” genannte Verfahren, wie Orakel, Handlesen, Auspizien, Eingeweideschau usw. usf. Die Astrologie ist heutzutage aber schon marktbeherrschend, jedenfalls wenn ich in die Glotze schau. Zusammen mit dem Kartenlegen.
    Andere Protowissenschaften bzw. Pseudowissenschaften übrigens sind völlig verschwunden: Wer kennt heute noch die Phrenologie, die Schädellehre oder die Physiognomik? Dabei täte eine Auseinandersetzung insbes. mit der letzten ganz gut, sind doch die Übergänge zum völkischen oder ariosophischen – insbes. wenn man die theosophische Tradition verfolgt – ganz fliessend.
    Wünsche Ihnen auch Frohe Festtage

    PS: Kochrezepte können wir immer noch nächstes Jahr austauschen. Aber wie Sie sich denken können liegen mir braune Saucen nicht besonders.