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Christen missionieren islamische Flüchtlinge

Hugo Stamm am Samstag den 28. November 2015
Dem richtigen Gott nahe: Zeugen Jehovas im Zürcher Hallenstadion. (Bild: Steffen Schmidt/Keystone)

Dem richtigen Gott nahe: Zeugen Jehovas im Zürcher Hallenstadion. (Bild: Steffen Schmidt/Keystone)

Terror, kriegerische Auseinandersetzungen, Vertreibungen, Flüchtlingsströme aus dem Nahen und Mittleren Osten und aus Nordafrika: Die apokalyptischen Warnsignale könnten kaum dramatischer sein. So überrascht es nicht, dass das Endzeitfieber in radikalen esoterischen Gruppen und christlichen Gemeinschaften steigt. Die Johannes-Offenbarung, das letzte Buch der Bibel, kündigt die Vorzeichen der Endzeit mit Schreckensbildern an, die an die aktuelle Weltlage erinnern.

Die Flüchtlingsströme aus den islamischen Ländern lösen bei vielen Freikirchen einen zweiten Reflex aus, den Missionsdrang. Da ihr Verhältnis zum Islam gespalten ist und sie in radikalen Staaten verfolgt werden, sehen sie in der aktuellen Situation ihre grosse Chance: Sie müssen ihr Leben nicht mehr im Feindesland aufs Spiel setzen, sondern können die entwurzelten Flüchtlinge hierzulande abholen, sie betreuen und ihnen Jesus schmackhaft machen.

Tatsächlich glauben viele radikale Christen, die internationalen Konflikte seien ganz im Sinne Gottes, denn nun könnten viele verirrte islamische Seelen vor der anbrechenden Endzeit gerettet und dem richtigen Gott zugeführt werden. Dieser Auftrag, in der Bibel explizit festgehalten, hat in apokalyptischen Zeiten eine besondere Bedeutung.

Besonders auch für Zeugen Jehovas der Wachtturmgesellschaft. Sie sind Missionsprofis und haben ein Merkblatt für ihre Brüder und Schwestern herausgegeben. Dieses enthält klare Anweisungen zur Missionierung von Flüchtlingen. So heisst es unter anderem, man solle vor einer Asylunterkunft mit einem Missionsplakat auf und ab gehen, um Flüchtlinge kennen zu lernen. Sinn und Zweck zeigen sich bei der nächsten Empfehlung: «Am besten kommt man an dem Aufsichtspersonal vorbei, wenn man sagen kann, dass man von einem Bewohner direkt eingeladen sei.» Sind die Zeugen Jehovas erst einmal ins Territorium der Heiden eingedrungen, können sie ihre Missionskünste ungehindert anwenden.

In evangelikalen und charismatischen Freikirchen sind die Meinungen bezüglich der Missionierung von Flüchtlingen gespalten. Die freikirchlich ausgerichtete Zeitschrift «Spektrum» fragte deshalb kürzlich: «Gilt der Missionsbefehl Jesu eigentlich auch für Muslime, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen?» Die meisten Leitungsgremien der evangelischen Kirchen, vergleichbar mit unserer Landeskirche, raten zur Zurückhaltung.

Für viele Freikirchen ist der Missionsauftrag aber ein so zentraler Glaubenspfeiler, dass sie keine Ausnahmen kennen. Viele Gläubige befürchten, sündig zu werden, wenn sie die Rekrutierung von Ungläubigen vernachlässigen.

Schwester Rosmarie Götz, Diakonisse der landeskirchlichen Gemeinschaft «Haus Gotteshilfe» in Berlin, lässt sich von sozialen oder politischen Bedenken nicht beirren und hält stramm an der religiösen Prämisse fest: «Natürlich ist die Missionierung die wichtigste Aufgabe. Wozu sonst schickt uns Gott die Flüchtlinge hierher?», erklärt sie. Solche Haltungen stehen oft am Anfang von religiösen Konflikten. Auch im 21. Jahrhundert.

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166 Kommentare zu “Christen missionieren islamische Flüchtlinge”

  1. andersen sagt:

    Ueli
    Wer hat gesagt, dass die Atheisten schlecht sind?

    Es keine Zahlen, wie viele Atheisten es in die Skandinavischen Länder gibt, konfessionslose heisst nicht gleich Atheist, dort in alles einbegriffen, wie Freikirchen, die Sekten,, Buddhisten, Hindus, Esoteriker und die Muslime u.s.w.

    Interessanterweise in China “boomt” das Christentum.
    Dort kommt der Frohe Botschaft besonders gut an.

  2. Rabbi Jussuf sagt:

    Solange
    Genau, ein anderes Wort für Reservate wäre Ghetto.

  3. Ueli sagt:

    @andersen
    Menschen, die nicht an einen personalen Gott glauben. Dazu gehören keine Freikirchen, Hindus, Muslime oder “sonstige Sekten”. Für die Buddhisten stellt sich die Frage nach einem personalen Gott freilich schon gar nicht.

  4. Ueli sagt:

    @andersen
    In ihrer Welt sind Freikirchler, Hindus, Muslime, sonstige Sekten und Buddhisten also “konfessionslos”? So so – ein weiterer big FAIL.

  5. andersen sagt:

    Ueli

    Ja, das weiss ich, aber es gibt kein Zahlen, nur Zahlen über konfessionslose.
    Dazu gehören alle, die nicht als Religion anerkannt ist.

  6. Ueli sagt:

    @andersen
    1. Gehen Sie auf Wikipedia und dann Begriff “Atheismus”. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Statistiker Muslime, Hindus, Freikirchler, sonstige Sekten zu den “Atheisten” zählen?
    2. Es gibt kein zweitens.

  7. Ueli sagt:

    @andersen
    Die Frage wurde so gestellt: “Glauben Sie an einen personalen Gott? Ja oder Nein?”

  8. Kristina sagt:

    Ich hatte heute jede Menge Schokolade. Diese Mission scheint geglückt. Irgendwann steckt dir jemand ein Stück Süsses zu und es ist nicht gerade Halloween. Was das mit Mission zu tun hat? Das erste Stück Schokolade mag in der Erinnerung verschwommen sein. Ganz genau kennen aber die meisten die Militärschokolade. Interessant. Ich bin wohl nicht die einzige die in einer Gemeinde mit Zivilschutzanlage aufgewachsen ist. Ist das jetzt bereits ein Missionieren? Manna? Frohe Botschaft? Nur für Nicht-Diabetiker. Für die anderen gibt es Biskuits. Also nur wenn keine Gluten-Allergie vorliegt. Ouch. Jetzt fühle ich mich gerade im Reservat und da kommt ein Planwagen gefahren.
    Ich hatte eigentlich ein paar alte Zeilen zum Monotheismus auf dem Zettel. Über monotheistischen Religionen mit einem personalen Gottesbild das per se nicht massentauglich ist wollte ich schreiben. (Nein nicht über die Streetparade oder StarWarsConvention. Junge Geschichte soll man in der Entwicklung nicht stören) Nein, über die Menschen am östlichen Mittelmeer die Demokratie eingefordert hatten. Der Frühling hat nicht nur in Ägypten stattgefunden. Nun 2015 hat die Technokratie die Demokratie schon um Längen überholt. Morgen wissen wir dann wieder mehr und alle dürfen ihren Senf dazu geben. Technokratie scheint heute ein Habitus für einige Wenige lenkt aber den Zufall ganz Vieler.

  9. Ueli sagt:

    @Kristina
    Der “arabische Frühling” und auch alle weiteren sogenannten “grünen, blauen, violetten und rosaroten Revolutionen” waren vielleicht doch nicht so revolutionär wie von den Medien behauptet. Es gibt sogar Verschwörungstheoretiker, die munkeln, dass sich gewisse Mächtige, mithilfe von den üblichen verdächtigen Geheimdiensten und Militär der Grossmächte an die Macht putschen liessen und jetzt ihre Völker noch schlimmer unterdrücken als vorher. Lybien – eine Katastrophe. Ägypten – eine Katastrophe. Ukraine – eine Katastrophe. Irak – eine Katastrophe. Syrien – eine Katastrophe.

  10. andersen sagt:

    Ueli

    Ich glaube, das der Mensch sich selber nicht erfunden hat. Und ich habe die “Elternrolle” nicht auf Gott projiziert, das ist zu einfach.

  11. Ueli sagt:

    @andersen
    Ich glaube auch nicht, dass ich mich selber erfunden habe – es brauchte noch das Universum, unsere Sonne, die Erde, all meine Vorfahren, tausende von verspeisten Pflanzen und Tiere und freilich auch noch den Rest der globalen Gesellschaft, die mich formte. Desweiteren bin ich nie ganz “erfunden”, da ich mich auch weiter entwickle und so weiter bis ich nicht mehr bin und sich vielleicht wieder eine andere Kreatur meiner Einzelteile bedient um ihr kleines Schicksal zu leben – ad infinitum.

  12. andersen sagt:

    Ueli

    Darum darf der Kriegslogik der Terroristen nicht die Köpfe und Herzen uns alle nicht vergiften.
    Gute Nacht.

  13. Michael Bamberger sagt:

    @ Andersen

    Da brauchen Sie nicht mal “glauben”, denn die Evolution hat mit Erfindungen wenig am Hut. Was hingegen den Erfindergeist der Spezies Homo sapiens anbelangt, braucht man nicht viel weiter zu blicken, als die vielfältig erfundenen Götterfiguren jener Primaten.

  14. Pasionaria sagt:

    Solange
    “Man kann Asylsuchende nicht in Reservate sperren, wo alles von ihnen ferngehalten wird, was gesellschaftlich unerwünscht ist. Am besten man holt diese Menschen vorher ab mit vernünftigen Integrationsangeboten, bevor sie empfänglich für fragwürdige Gruppierungen werden.”

    Oder man verpflanze sie in’s liebliche Val Müstair, wo ihnen lediglich Fuchs und Hase zum Gutenacht sagen in die Quere kommen koennen.
    Trotzdem ist das ganze alles andere als einfach zu loesen.

    .
    Ueli
    Natuerlich haengt der Rassismus mit den frueheren kolonialen Grossmaechten in engem Zusammenhang. Aber auch hier, es waere viel zu einfach, den Suendenbock nur darin zu finden.
    Dieses Thema koennte man problemlos vertiefen, braeuchte aber recht viel Zeit, die ich leider auch nicht habe.

  15. santiago m...junior sagt:

    @Pasionaria
    Wunschgemäss schrieb ich Ihnen gestern eine Replik. Allerdings hatte dieses Forum gestern eine Tagespause, somit schrieb ich für die Füchse. Soll ich mich wiederholen?
    Pax tecum

  16. Rodolfo sagt:

    @ Kristina
    Ich gebrauchte das Wort “Kulturkampf” zum Teil ironisch.
    Denn dieser Kampf war auch ein Tanz, und meine “Kultur” ist wohl ziemlich barbarisch und provinziell, in guter “Eidgenössischer” Tradition, verglichen mit der hoch entwickelten “Kultiviertheit” einer Philippinischen Grossfamilie der gehobenen Mittelschicht (das sind die mit einem Haus aus Stein).
    Das eigentlich Wichtige meiner Botschaft ist, dass es für diesen Tanz keine vorherige Umerziehung braucht.
    Er findet sofort statt, und die MigrantInnen aus Afrika haben eine besonders weit entwickelte Tanz-Kultur.
    Bei ihnen ist alles Tanz. Der Tanz ist das Leben. Auch die Religion gehört zu diesem Tanz.
    Anstatt die Dinge aufzuspalten und zu separieren, können wir sie auch miteinander verbinden und die gegenseitigen Wechselwirkungen beobachten und geniessen. Eine Leiche lässt sich sehr gut sezieren. Aber sie ist tot!
    Gewisse Afrikanische Völker haben eine “Tonsprache”. Das heisst, dass ein Wort verschiedene Dinge meint, wenn das Tomhöhen-Muster von “hoch”, “mittel” und “tief” verschieden ist.
    Diese Tonsprache führt dazu, dass diese AfrikanerInnen beim Höhren von Musik unwillkürlich “sprachliche Eingebungen” haben.
    Die Melodieen werden also “geschwätzig”. In der hoch entwickelten Ugandischen Xylophonmusik, die bereits in der Vorkolonialen Zeit der Königtümer am Hofe des Königs entwickelt wurde, sind ganze Geschichten in der hoch komplizierten Xylophonmusik verpackt, bei der drei Spieler auf einem Xylophon ineinander greifend melorhytmische Muster produzierten.
    Die Aufgabe des dritten Spielers war es mit der Betonung einzelner Melorhytmen diese aus dem wabernden Konglomerat der Töne hervor zu heben.
    Die Tonsprache hat auch den Vorteil, dass sich ein Trommler Melorhytmen sprachlich merken kann.
    Aber es kann wohl auch nerven, wenn eine Musik “geschwätzig” ist.
    Vielleicht möchte ich lieber in den Melodien und Rhytmen schwelgen, ohne dabei intellektuell zu “verstehen”.
    An einem Afrikanischen Konzert wunderte sich mal ein Afrikaner über mich und sagte: “Aber ihr versteht ja gar nicht, was die Musiker singen!?” Ich antwortete ihm: “Ja, aber die Musik gefällt mir trotzdem.”

  17. Kristina sagt:

    @Ueli 2. Dezember 2015 um 23:58
    Ich bin naiv und glaube nicht an Verschwörungstheorien. Ich wiederhole mich: der Mensch ist ein soziales Wesen. Was nicht heisst dass der Mensch nicht vernetzt denken oder sich vernetzen kann. Die höchste menschliche Entwicklungsstufe spricht vom ethischen Handeln als Dienst am Menschen (Kant, Piaget und so). Was das dann mit Re-Christianisierung zu tun hat die vor Ort gescheitert ist darf mir gerne ein Geschichtsprofessor erläutern. Ich bin ein Schritt weiter. Bei der Technik.

  18. Kristina sagt:

    @ Rodolfo 3. Dezember 2015 um 07:21

    Es war die Clinton-Administration die eine Anzahl US$ für die Technologisierung Afrikas einsetzen wollte. Es war Bill Clinton der dasselbe tun wollte. Es ist Mark der es 2015 versucht.
    Das alles nützt alles nichts, wenn die Männer ihren Frauen verbieten Radio zu hören.

  19. Kristina sagt:

    @Rodolfo
    Nicht Bill Clinton wollte dasselbe tun wie die Clinton-Administration. Es war der mit dem Windows und der Brille auf der Nase. Der Name ist mir eben entfallen.

  20. olive sagt:

    Korrektur

    Mission überall

    
Zivildienst im Namen Gottes
    
“In einem Inserat vom Verein Livenet wird eine Zivi-Stelle angeboten – teils finanziert durch den Steuerzahler. Problem: Livenet verbreitet ultra-konservatives Gedankengut. ”
Blick von heute.

    
Dazu passt auch:


    Erstaunlicher Ratschlag :
Die Kanzlerin Deutschlands antwortet auf die Frage einer Frau aus dem Publikum ,ob es nicht auch ihre Pflicht sei, die Kultur zu bewahren und ihre Bevölkerung zu schützen, auch vor der wachsenden Islamisierung, vor der viele Leute Angst hätten:

Angst ist ein schlechter Ratgeber, privat wie auch für Länder.
    
weiter

    Haben wir doch auch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind, . Und wenn ich etwas vermisse, dann ist das nicht, , dass jemand muslimischen Glaubens ist Haben wir doch dann Bitteschön auch den Mut, mal wieder in den Gottesdienst zugehen, ein bisschen bibelfest zu sein
,Wir haben doch alle Chancen und alle Freiheiten, uns zu unserer Religion und wenn wir sie ausüben , uns zu ihr zu bekennen.
Haben wir doch den vielleicht mal den Mut ein bisschen bibelfest zu sein und vielleicht mal ein Bild in der Kirche erklären zu können und wenn Sie mal Aufsätze in Deutschland schreiben lassen, was Pfingsten bedeutet.,
dann würde ich mal sagen, dann ist es mit der Kenntnis über das christliche Abendland nicht so weit her
und sich dann anschliessend zu beklagen, dass ich Muslime im Koran besser auskennen, das finde ich irgendwie komisch
und vielleicht kann uns diese Debatte dazu führen, dass wir uns mit unseren eigenen Wurzeln befassen und ein bisschen mehr Kenntnis darüber haben.

    

Ausschnitt des Besuchs der Bundeskanzlerin in Bern, die Schweiz, 3 September 2015. Quelle SRF. youtube
Offenbar sagt sie solche Worte öfters, wie u.a. auch hier:


    http://www.youtube.com/watch?v=8CucYflUYS0

  21. test sagt:

    vorab der Text von Barbara Lehmann in NZZ h ttp://www.nzz.ch/feuilleton/extrem-im-guten-wie-im-schlechten-1.18635994

    und erst die Leserbriefe!

  22. Kristina sagt:

    @olive 3. Dezember 2015 um 08:30
    Erstaunlich, wenn man bedenkt dass die Wurzeln der Menschheit in Afrika liegen.

    Ich bin gerade bei Al Bundee und Boko Haram. Die Titelmusik der amerikanischen Soap singt von love and marriage / horse and carridge. Eine der letzten Staffeln handelt von No’Ma’am. Das führt mich gleich zu Robin Hood in König der Diebe. Interessantes Bild. Nehmen wir an Robin Hood ist Luther und dieser trifft auf einen Mauren. Aufklärung? Mission? Integration?Eher Desillusioniert Desillusioniert Desillusioniert.

  23. test sagt:

    Richtig?

    ##„Daidalos und Ikarus –
    oder die Inflation des Ich“
    Zur Psychohygiene und Ich-Disziplin in einer multireligiösen Gesellschaft
    Die Meinungsfreiheit des Menschen muss unbegrenzt sein. Wird sie aber ohne die Fühlfunktion
    gebraucht, entsteht eine Inflation des Ich, die beziehungslos das anderen Menschen Heilige verletzt.
    Da das Heilige verbunden ist mit dem Selbst, entladen sich dann vernichtende Energien aus dem
    destruktiven Schatten der Persönlichkeit, wie sich an dem Beispiel der Mohammed-Karikaturen zeigt.
    Auch kämpferischer Atheismus ist, psychologisch gesehen, Religion.## Gerhard Sauer

    So viel zu MEINUNGSFREIHEIT!

  24. olive sagt:

    @ Kristina
    3. Dezember 2015 um 08:56

    “Erstaunlich, wenn man bedenkt dass die Wurzeln der Menschheit in Afrika liegen.”

    Was ist erstaunlich?

  25. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    So hat man mit dem maurentötenden Junior seine Sorgen!

    Würde mir die Replik seines hier gemeinten Textes lesen. Denn damit kann man verstehen, in welchen blutfeuchten Träumen unser maurentötender Junior schwelgt. Habe den Schrieb gelesen, bevor dieser dem Lagerschwund anheimgefallen ist.

    Schaurig schön, der Blick in Abgründe.

  26. Good news sagt:

    Ein muslimisches Mädchen in unserem Umfeld darf den Jokertag für die Sylvesterparty der Schule nicht einziehen. Sie muss daran teilnehmen (vom Schwimmunterricht und vom Klassenlager wurde sie dispensiert). Sie ist nicht glücklich über diesen Entscheid. Wahrscheinlich, weil ihre Eltern nicht glücklich sind darüber. Ihr Bruder darf selbstredend Schulsylvester feiern, aber volle Kanne. No Problem…

    Ich wünsche diesem Mädchen eine zauberhafte Party. Und vielleicht ein Tänzchen à la “la boum”, die Fete. Und Freundinnen, die Abschminktüächli dabei haben, ehe der Papa sie abholt nach der Party. Und dass sie es schafft, vor allem, einfach ein klein wenig eigenen Spass und echte Freude zu haben an diesem Anlass. Trotz allem…

  27. Max sagt:

    Da wird dann hier von vernünftigen Integrationsangeboten gefaselt.

    2 Beispiele hierfür:

    Bei mir in der Firma hat mal ein indischer Flüchtling in der Produktion als normaler Arbeiter gearbeitet. Von Beruf war der Mann jedoch Arzt. Er fand aber im Moment keine Anstellung als Mediziner, also arbeitete er als Arbeiter um sich und seine Familie über Wasser zu halten. 1 Jahr später fand er dann eine Arztstelle und dann war er weg.

    In einem Nachbarland der Schweiz, wo man von Sozialhilfe nur träumen kann gibt es auch afrikanische Flüchtlinge, die sich dann mit instrumentalisiertem Betteln vor grossen Kaufhäuser betätigen. Da hat mir dann einer erzählt, dass er so einem Afrikaner angeboten hat, dass er in seinem Garten ein bisschen Ordnung schaffen könne. Der Afrikaner war Feuer Flamme und sagte, dass er gerne diese Arbeit machen will. Aber wer nicht kam war dieser Afrikaner. Der Mann mit dem Garten fragte dann den Afrikaner warum er denn nicht gekommen sei. Der Afrikaner sagte ihm, dass er Ingenieur wäre und deshalb keine Gartenarbeit machen wolle/könnte oder was auch immer.

    Fazit: Vernünftige Integrationsangebote sind dummes Geschwätz. Wenn man sich wirklich integrieren will, dann geht das auch. Es kommt immer nur darauf an, ob man es auch will. Oder besser gesagt: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

  28. Kaller sagt:

    An Herrn Stamm: Missionieren ist in der Schweiz ja nicht verboten, wo denn das Problem?

  29. Kristina sagt:

    @test 3. Dezember 2015 um 09:03
    Als ich die ersten Karikaturen von mir im Öffentlichen Raum sah da blieb mir nur das Kopfschütteln. Teilweise bis heute.

  30. Ueli sagt:

    Was die Gläubigen mit den Atheisten teilen ist doch vor allem: Wir bewegen uns, trotz offensichtilichen Differenzen, in einem imaginären Phantasiegebilde namens “Leben”. Vorher wollte ich ein Bier auf ein Tischlein stellen, welches ich vor ein paar Tagen entsorgt hatte. Nun könnten einige Schlaumeier behaupten, dass ich schon unter einer Alkoholdemenz leide – aber es war nix anderes als die Macht der Gewohnheit. Wir bewegen uns in “imaginären Räumen mit imaginären Tischlein” – um wie viel mehr muss unser Gefühlsleben und all unsere Gedanken inklusive unser “Ich” als “imaginär” betrachtet werden? Und da kommen dann irgendwelche “imaginäre Ich`s” daher, die noch vom “unendlichen Leben” fabulieren, welches freilich noch viel besser als das jetzige sein soll…

  31. Pasionaria sagt:

    santiago m…junior
    Immerhin kuerzen Sie Ihren martialischen Namen doch schon selbst ab……, langsam doch etwas Einsicht vorhanden? Bald bleibt davon nur noch: Santo Junior

    “Wunschgemäss schrieb ich Ihnen gestern eine Replik. Allerdings hatte dieses Forum gestern eine Tagespause, somit schrieb ich für die Füchse. Soll ich mich wiederholen?”
    Sollen sich die Fuechse ueber Ihre Replik weiterhin freuen und nur sie, wenn Sie
    – nicht ENDLICH Ihre Angebote, Wetten zum gerechten Ende bringen, indem Sie die Organisation nennen, welcher Sie die aufgeworfene Summe ueberweisen werden
    – wenn Sie ueber Schlachten, Patriotismus, Nationalismus, Diskriminierung von Ihnen ‘fremden’ Staats- und Religionsangehoerige fabulieren
    – Sie sich allgemein despektierlich aeussern

    Ansonsten bin ich gerne bereit, Ihren weiteren Evolutionsschritt ueber die Abgruende hinweg (Ali….) zu honorieren.
    Wer stolpert schon wieder ueber den Abgrund, und wer faellt hinein? UAwg.

  32. Pasionaria sagt:

    Alienus
    “Schaurig schön, der Blick in Abgründe.”
    Mehr schaurig oder mehr schoen?
    Beim Blick in zu krasse Abgruende bin ich leider nicht schwindelfrei! Siehe oven.

    Was machen ‘meine’ Vandalen, Alienus? Ob sie sich unter dem Deckmantel von Santiago Matamorosen auch wieder einschleichen?

  33. Rodolfo sagt:

    @ Kristina
    Diese sogenannte “Entwicklungshilfe” der “Governmental Organisations” (GO’s, nicht zu verwechseln mit den Non Governmental Organisations, NGO’s) gibt es auch in den Philippinen.
    Hier geht es vor allem um eine Infrastruktur, also vor allem um Strassen, die es den raffgierigen Multinationalen Konzernen ermöglichen, noch weiter ins kolonialisierte Land vorzudringen, auf der Suche nach Land und Rohstoffen.
    Diese werden geplündert und in die reichen Industrieländer geschafft.
    Den “Einheimischen” bleiben einige schlecht bezahlte Arbeitsplätze, Schmiergelder für die “Häuptlinge”, verseuchte Böden und Gewässer, Luftverschmutzung und Errosion.
    Das alles nennt sich “Entwicklung” in der globalisierten, “freien” Marktwirtschaft.
    Wir sind dann mal so frei Sie auszurauben, sagen die gut erzogenen, modernen Kapitalisten.
    “Privatisieren” heisst auf Lateinisch vermutlich “berauben”…
    Aber es gibt auch die berühmten “Tropfen auf den heissen Stein”:
    – Faire Handelsbeziehungen mit Kleinbauern-Genossenschaften
    – Entwicklung einer modernen Bio-Landwirtschaft auf der Basis von altem Wissen, kombiniert mit neuer Technologie (High Tech und Low Tech). Als Beispiel für “Low Tech” nenne ich den Solarkocher, der als isolierte Kiste durch ein Fensterglas Lichtstrahlen aufnimmt, das auf einem schwwarzen Blech in Wärmestrahlung umgewandelt wird, die in der Kiste gefangen bleibt, da sie nicht mehr durch die isolation und durchs Glas entweichen kann. So kann man mit einer guten Isolation Temperaturen bis 150° C erreichen!
    Das Problem ist nur dass sich die Allerärmsten nicht mal eine solche Kiste kaufen können und dass sie sich jeden Tag auf eine anstrengende Suche nach Brennholz machen müssen. In diesem Fall kann ein Kleinkredit helfen.
    Unsere Banken interessieren sich nicht für solche Kleinkredite.
    Sie wollen an das grosse Geld und investieren in die Multis, welche hohe Gewinne einfahren, indem sie auf der ganzen Welt “die Sau raus lassen”, während sie sich hier, wo sie ihren Steuergünstigen Verwaltungs-Sitz haben, gesittet und seriös benehmen.
    Hier am Ort des Hauptsitzes brauchen wir Ruhe, Stabilität und Demokratie, damit die Reichen und Mächtigen in Ruhe über ihre neuen Geschäfts-Strategien nachdenken können.
    Und wenn wir in unserer Demokratie allzu frech werden, müssen sie uns nur mit der Verlegung ihres Hauptsitzes drohen.
    Solche Einschüchterungen zeigen sofort Wirkung, denn wir sehen ja in der Tagesschau, was uns blüht, wenn wir nicht brav wählen und abstimmen, wie es uns die Reichen und Mächtigen mittels Investitionen in Wahlpropaganda und Anstimmungs-“Informationen” nahelegen…
    Was unterscheidet dieses Globale, Neoliberale Ausplünderungs-System vom “Islamischen Staat”?
    Nicht mehr allzu viel…

  34. Rodolfo sagt:

    @ olive
    Ja ich weiss, Angela Merkel hat das gesagt…
    Letzthin habe ich sie im Fernsehen neben Hollande gesehen und gedacht und zu meiner Frau laut gesagt:
    “Sie ist halt doch auch so ein “Manöggel”.”
    Ich lege wert auf die Feststellung, dass ich mich als “Eingeborener” der Christlichen Leitkultur NICHT unterwerfe!

  35. Ueli sagt:

    @Martell Junior
    Hey Charly, schon so früh wieder auf den Beinen? Gehst du heute mit deinen Untergebenen wieder in die Moschee und erklärst ihnen beiläufig wie Demokratie und Menschenrechte funktionieren? Hast ja Recht – irgendeiner muss ja die Werte von Willy Tell…äh ich meine Charly Martell in die grosse weite Welt hinaustragen, sonst gibts bald kein Fondue und auch keine Weihnachtsmärkte mehr, auf denen man sich genüsslich mit Glühwein abfüllen und in den nächsten Tannenbaum reinkotzen kann.

  36. Ueli sagt:

    @Grösste Mutter aller Zeiten (GröMaZ)
    Tatoo nicht “Täto” – das schreiben Sie jetzt hundertmal in dieses Kommentarfeldchen. Danach kommen dann Hausaufgaben z.B. “wie übe ich Kritik an den Verhältnissen ohne, dass ich am Schluss wieder den Ausländern oder den Politikern die Schuld an der ganzen Misere geben muss?”.

  37. Kristina sagt:

    @Rodolfo 4. Dezember 2015 um 07:46

    Dieses globale neoliberale Plündern ist keine neue Erscheinung. Es ist Technokratie die wir einfach nicht wahrhaben wollen und das Wegschwatzen der Demokratie mag ich überhaupt nicht. Ich kann ein Bild dazu beschreiben. Es gibt da eine tolle Strasse. Heftige Rechtslinkkurve. Eine Meile geradeaus. Scharfe Linkskurve. Stell dir vor du fährst eine Rennbolide. Kurz vor der letzten Kurve nimmst du die Hände vom Steuer und schreist Kurve! Was soll ich tun?
    Nun gibt es diese Spezies die öffnet die Tür und springt raus. Wenn du mit der Mehrheitspartei aufgewachsen bist ziehst du die Handbremse. Beim Gebrauch des Instinkts und hoffentlich hast du genug Fahrstunden wäre das alles keine Frage gewesen. Oder Siri steuert dein Auto. Dann kannst du beherzt ein Nickerchen machen. So wie die Weltwirtschaft. Leider ist Siri noch nicht soweit.
    Da wären wir bei meinem aktuellen Lieblingsthema. Elektronische Publikationen vom Staat. Aber keine elektronische Stimmabgabe vom Bürger. Habe ich etwas verpasst? Technik nur für einige Wenige? Oder in meiner Welt. Kann Myom sich selbst sprechen hören und gibt es einen messbaren Lerneffekt?

  38. Pan Tau sagt:

    Gratisauskunftsdienste? Vom Staat?
    Noch nie gehört

  39. Pan Tau sagt:

    Aber als Steuerzahler natürlich gebraucht beim Ausfüllen der Steuererklärung 😉
    Sind zudem ganz nett, die Beamten.

  40. Pan Tau sagt:

    Beim Versicherungsdienstleister liefs ähnlich: Zwar kein Rabatt auf der Prämie, aber dafür Gewissheit über die versicherten Objekte.

  41. Frederic sagt:

    @Rodolfo 07:46
    Manchmal tragen Sie etwas dick auf mit Ihrer links-grünen protestantischen Gesinnung. Protestantisch habe ich Sie genannt weil der Protestantismus genau diese Gesinnung ist die bei allem schreien: ich/wir sind Schuld. Als Protestant bist du quasi an allem Schuld was auf der Welt passiert, selbst wenn ein Inder in die Hosen macht…. weil…. ist mir jetzt zu kompliziert, aber es gibt einen dreh…
    Ja, es gibt Multis und sie machen ihre Geschäfte, aber die Schuld an Ausbeutung ist doch meistens bei den lokalen Behörden oder staatlichen Stellen. Niemand zwingt als Beispiel die Philippinen, solche Verträge zu machen. Die Philippinen sind eine Demokratie und dass immer die gleichen Familien das Land beherrschen, da sind die Wähler nicht unschuldig, wie bei uns auch, nebenbei bemerkt.
    In Nigeria gibt es eine grosse Umweltverschmutzung wegen dem Öl. Die lokale Bevölkerung bohrt einfach die Ölpipelines an, um auch zu profitieren, was zu grossen Landschäden führt. Sorry, aber dies ist von diesen Leuten einfach nur dumm.
    In Thailand, ihm Isaan, sagen arme Familien bei der Geburt: Ein Mädchen! oh schön, die können wir einmal verkaufen!
    Solche Dinge passieren (leider) auch wenn man es mit einer speziellen (meist nicht religiösen) Gesinnung nicht wahrhaben will.
    Solche Fälle wie in Thailand kenne ich persönlich, was mich mich allerdings immer sehr erstaunt hat ist, dass die betroffenen Frauen trotzdem wie Sklaven ihre Schandeltern bis zum Lebensende noch mit Geld und Luxusgeschenken überhäuft haben, obschon sie frei von ihnen waren.
    Wem wollen Sie da die Schuld geben? Oder wollen Sie ganz protestantisch die Schuld gleich selber übernehmen?

  42. Pasionaria sagt:

    olive
    Alienus

    Im Anschluss an olive’s Kommentar, resp. betr. Rede der Vorzeigechristin Merkel, gibt es aus dem selben Lande eine Realsatire um einen muslimischen Schuetzenkoenig, demzufolge er zum neuen Regenten in dem 900-Seelen-Dorf, wo er wohnte, gekroent wurde.
    Doch dies sollte dem Schuetzenverband sauer aufstossen, zunaechst wurde ihm nahegelegt, entweder zurueckzutreten, weil er kein Christ sei, oder alternativ eben zum Christentum zu wechseln. Zu vermerke(l)n: er wuchs in Deutschland auf, heiratete eine Katholikin, hat mit ihr vier katholisch getaufte Kinder, engagiert sich bei der freiwilligen Feuerwehr und eben auch im Schuetzenverein im Ort.
    Schlussendlich durfte er seinen Titel behalten. “Ausnahmsweise” hiess es in einer Mitteilung des christlichen Dachverbands, dem Bund der Historischen Deutschen Schuetzenbruderschaften . Das war es dann aber auch schon. Die Ausuebung eines Amtes ab Bezirksebene werde hingegen nicht moeglich sein!!
    Dies nur zur christlich gepraegten Integration…..
    Was ist fuer patriotische Schuetzenverbaende wohl schlimmer: kein Christ zu sein oder Auslaender?

  43. Pasionaria sagt:

    santiago m…junior

    Bringen Sie bitte endlich, endlich Ihre Angebote, Wetten zum gerechten Ende, indem Sie die Organisation nennen, welcher Sie die aufgeworfene Summe ueberweisen werden.

    Ich weiss immer noch nicht, was Sie unter ‘Nichtglaeubige’ verstehen, gibt es einen Unterschied fuer Sie zu ‘Irrglaeubigen’?
    Wieso benutzen Sie – all meinen Protesten zum Trotz – den despektierlichen Begriff Mohamedaner immer wieder?
    Auch die Frage an Sie: was ist fuer Sie schlimmer, kein Christ zu sein oder Auslaender? Was wuerde Ihnen schwerer fallen: Ihren Taufschein inkl. Glauben an den Nagel zu haengen oder den leuchtend roten Pass zu verschenken?
    UAwg

  44. olive sagt:

    @ Frederic
    4. Dezember 2015 um 19:45

    zu Ihrem post passen Neçla Keleks Äusserungen in der “Welt”, eigentlich sagt, sie, die Schuld liegt nicht nur auf einer Seite, sondenr auf allen Seiten, wenn man so will.

    Der Krieg in Syrien ist für viele nur der Anlass zur Flucht, die Ursachen liegen tiefer. Die arabischen Gesellschaften sind zutiefst verrottet und stehlen der Jugend die Zukunft. Europa ist Sehnsuchtsort.

    Es ist nicht, wie so oft behauptet wird, der Kolonialismus oder vorgebliche Ausbeutung an der Destabilisierung schuld – auch wenn der Westen Fehler auf Fehler macht und es kaum gelungen ist, in den ehemaligen Protektoraten so etwas wie stabile demokratische Zivilgesellschaften zu entwickeln.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149576173/Sie-wollen-alle-nur-weg-aus-ihren-toten-Laendern.html

  45. olive sagt:

    Korrektur

    olive
    5. Dezember 2015 um 06:30

    @ Frederic
    4. Dezember 2015 um 19:45

    zu Ihrem post passen Neçla Keleks Äusserungen in der “Welt”, eigentlich sagt, sie, die Schuld liegt nicht nur auf einer Seite, sondenr auf allen Seiten, wenn man so will.

    “Der Krieg in Syrien ist für viele nur der Anlass zur Flucht, die Ursachen liegen tiefer. Die arabischen Gesellschaften sind zutiefst verrottet und stehlen der Jugend die Zukunft. Europa ist Sehnsuchtsort.”

    Es ist nicht, wie so oft behauptet wird, der Kolonialismus oder vorgebliche Ausbeutung an der Destabilisierung schuld – auch wenn der Westen Fehler auf Fehler macht und es kaum gelungen ist, in den ehemaligen Protektoraten so etwas wie stabile demokratische Zivilgesellschaften zu entwickeln.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149576173/Sie-wollen-alle-nur-weg-aus-ihren-toten-Laendern.html

  46. Rodolfo sagt:

    @ Frederic
    Interessant, dass Sie mich verdächtigen, eine “protestantische Gesinnung” zu haben, obwohl ich mich vom Christlichen Gut-Böse-Schema-Denken distanziert habe…
    Mir geht es doch gar nicht darum, Schuldige zu bezeichnen!
    Also brauchen sie auch nicht die seriösen Schweizer Bank-Gnomen in Schutz zu nehmen, die doch nur einigen einflussreichen 3.Welt-Diktatoren ein passendes Finanzprodukt (inklusive äusserste Diskretion) anbieten.
    Ausserdem. wenn’s die Schweizer nicht erfunden hätten, hätte jemand anderes das Bankgeheimnis erfunden!
    Der menschliche Geist ist eben erfinderisch!
    Und wenn der Kunde Waffen bestellt, dann fabrizieren wir eben Waffen.
    Was soll’s?
    Ich weiss nicht, was Sie arbeiten und wie Sie im Leben stehen.
    Für mich war aber immer klar, dass ich nicht dem Geld folgen will, sondern der Leidenschaft, nicht der Vernunft, sondern dem Herzen!
    Und so habe ich mich eben unvernünftigerweise in eine Frau von der anderen Seite unseres Planeten verliebt und arbeite für Gottes Lohn in der Landwirtschaft, wo es tatsächlich noch dreckige Hände gibt!
    Ich habe von Investment-Bankern gelesen, die wie auf einem Drogentrip dem Geld hinterher jagen.
    Sie hassen ihren job, den ganzen Tag vor dem Bildschirm. Sie gehen immer höhere Risiken ein auf ihrer Jagd nach Salär und Bonis.
    Das muss eine andere Welt sein, wo ganz andere Gesetze gelten.
    Die meisten, die in diese “seelenlose Vorhölle” hinein geraten sind, wollen möglichst bald aussteigen, wenn sie nochmals einen grossen “coup” gelandet haben.
    Ja, vielleicht bin ich -ohne dies offen zuzugeben- ein protestierender Protestant, der daran glaubt, dass die Welt vom Satan beherrscht ist, wie es in der Bibel geschrieben stehen soll.
    Alle Anzeichen sprechen dafür…

  47. Rodolfo sagt:

    @ Kristina
    Ja die “Demokratie” ist ein Thema für sich…
    Wenn die Schafe unter sich sind dann folgen sie ihrem Leitschaf, dem erfahrensten Muttertier.
    Sobald der Schäfer kommt, um zum rechten zu sehen, folgen sie dem Schäfer, denn er hält den Brotsack in seinen Händen…
    Wir sind Menschen und keine Schafe!
    Allerdings sind wir auch Säugetiere und damit mit den Schafen entfernt verwandt.
    Wie äussert sich die Demokratie bei Schafen?
    Mit “Bää, bähähää und böö, määä und määhähää!” in allen Tonlagen.
    Manchmal blökt ein Schaf beim fressen in den Boden hinein, während dem Kauen.
    Das gibt dann ein lustiges, gurgelndes und abgedämpftes Geräusch.
    Auch die Lautstärke eines “Bäää” kann variieren von einem zufriedenen und leisen, Geissähnlichen Meckern bis hin zu einem empört ausrufenden und fordernden “Protest-Gebäägge” (Meistens dann, wenn die Weide abgefressen ist und sich die Migration in eine andere Weide aufdrängt.
    Schafe sind also sehr kommunikativ und gar nicht so blöd, wie das oft behauptet wird.
    Vor allem sind sie sehr aufmerksam, auch wenn sie in ihrer Wachsamkeit von den dofen Glöcklein gestört und genervt werden, die ihnen gesellige, Alp-Heimat inszenierende Schäfer um den Hals gehängt haben…

    Als links-grünes Passivmitglied und Genosse Genossenschafter bin ich sehr realistisch geworden, was die “wertvollen Beiträge” der Basisdemokraten angeht. An den Generalversammlungen der Genossenschaft habe ich sowohl Phasen mit Ostblock-Resultaten, als auch dramatische Situationen der Gespaltenheit mit hauchdünnen Entscheidungsmehrheiten erlebt.
    Und ich musste mit ansehen, wie die Macht der “Geldgeber” stieg, während die Genossenschaft zu einer Art “Trachtenverein” ohne jede Entscheidungsgewalt schrumpfte. Ich habe auch “Griechische Verhältnisse” erlebt, als die Geldgebber einen Entscheid der gewählten Verwaltung nicht akzeptierte.
    Alles im Kleinen, im lokalen Millieu “vor Ort” sozusagen.
    Trotzdem komme ich zum Schluss, dass es nichts besseres gibt, als dieses mühsame Geknorze, bei dem “der Berg Mäuse gebiert”. Und immer mehr fasziniert mich das ausgeklügelte Schweizerische System des Ausgleichs zwischen den Regionen und Minderheiten, bei der eine vorlaut und überheblich gewordene Partei sogleich “eins auf den Deckel” kriegt.
    Der SVP wurde in den Ständerats-Wahlen der Stinkefinger gezeigt.
    Und jetzt wählen DIE ANDEREN, welcher SVP’ler Bundesrat werden darf!
    Das soll man sich mal in den anderen Ländern von Europa vorstellen!
    Keine Regierungspartei würde sich doch auf einen solchen Handel einlassen!
    Die SP nimmt es inzwischen Zähnknirschend in Kauf, dass die Bürgerlichen einen “farblosen Manöggel” aussuchen dürfen, denn so farblos und unfähig waren und sind die gar nicht.
    Die SVP mit ihrem autoritären “Es paar a d Oore!”- Stil will immer noch ihre hardliner von Blochers Gnaden durchdrücken.
    Wie unschweizerisch und undemokratisch aber auch!

  48. santiago m...junior sagt:

    @Pasionaria
    guten Sabbatmorgen!
    Schön Ihrer Reihe nach:
    1. vor Monaten machte ich Ihnen zwei Angebote nach dem Prinzip do ut des. Wetten waren es nicht, denn Wetten funktionieren nicht nach diesem Prinzip. Sie haben bis jetzt noch nicht geliefert. Zudem ziehe ich meine beiden Angebote wegen Fristüberschreitung zurück.
    2. Sie sprechen von Nichtgläubigen, ich von Ungläubigen. Diese werden im Koran klar von den Gläubigen (undeutsch Muslime) unterschieden. Allah, der allbarmherzige, sagt seinen Gläubigen klar, wie sie mit Ungläubigen umzugehen haben, siehe aktuell das Walten der gläubigen ISIS Kämpfer. Ungläubige gibts jetzt rund 5.5 Milliarden, Gläubige 1.5 Milliarden. Somit haben die Gläubigen noch viel zu tun, um Allahs Willen zu entsprechen. Wovor ich Kaffir Angst habe.
    3. Ich habe keinen roten Pass, brauch ich nicht. Viel bedeutender als dieses kleine Dokument ist mir meine Mitgliedschaft als Bürger einer Gemeinde, eines Standes und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu sein, drei Bürgerrechte, die Sie vielleicht in der Schule nicht mitbekommen haben (wahrscheinlich lag es an den staatsunkundigen Lehrern)
    Ich weiss, neu Eingebürgerte sind spitz auf den roten Pass, damit sie in ihren Herkunftsländern diesen wie eine Trophäe vorzeigen könne. Allein, ,diese Art Leute hat wenig Interesse an unserem Gemeinwesen, beispielweise war deren Wahlbeteiligung anlässlich der letzten Parlamentswahl mikrige 13%. (Wir Autochthone hatten rund 50%).
    4.Wenn der Terminus Mohamedaner despektierlich sein soll, dann ist ja nach Ihrer Logik der Terminus Buddhist und Christ auch despektierlich, nicht wahr?

    Immerhin stelle ich fest, dass Sie im Unterschied zu einigen hier werkelnden Hochfrequenzbloggern keinem neurotischen Wadenbeiss-Reflex unterliegen.
    Pax tecum oder Salam auf moha….

  49. Rodolfo sagt:

    @ olive
    Ich habe ihren Link gelesen.
    Da ist sicher sehr vieles richtig, was da steht. Wenn dann aber der Einfluss des Kolonialismus klein geredet wird, entsteht bei mir trotzdem der Verdacht einer “Eurozentrischen Parteilichkeit”.
    Diese Position kann man natürlich einnehmen und “Schuldige” benennen, die es zu therapieren gilt.
    Das wird aber nicht weiter helfen, da die “Elite” in den Islamischen Ländern wahrscheinlich in einer ähnlichen Mischung von Minderwertigkeitskomplex und kompensatorischem Stolz gefangen ist, wie andere “Eliten” in sogenannten “3.Welt-Ländern”.
    Sie wollen innerhalb der Weltgemeinschaft aufsteigen und ernst genommen werden, müssen sich aber “zu Hause” mit brachialen Methoden gegen konkurierende Gangsterbanden durchsetzen.
    Diese “Eliten” haben das feudalistische Kolonial-Modell gelernt und verinnerlicht.
    Und jetzt heisst es, das sei nicht demokratisch genug, um “westlichen Standards” zu genügen.
    Was diese Leute auch machen, nie ist es recht, und immer rümpfen die Mächtigen der G7 ihre feinen Hochnasen.
    So treibt man andere in die Schizophrenie!
    Die seltsame Mischung aus anhimmelnder Bewunderung und gereizter Aversion schlug mir als Weissem in den Philippinen (auch “der kranke Mann Asiens” genannt) entgegen.
    Sehr viele Filipinos sind sehr Familienverbunden und Heimatliebend und gleichzeitig total “amerikanisiert”.
    Sie wollen also “dazugehören” und ihre kulturellen Wurzeln bewahren und wieder finden.
    Diesen Spagat muss auf dieser Globalisierten Welt jedeR von uns schaffen.
    Es hilft nichts, in einer Trotzhaltung “ausländische, westliche Dekadenz” zu verdammen und von einer Multipolaren Welt mit starken Machtblöcken zu träumen, wie Putin, der Neo-Sowiet.
    Es gibt nur eine Welt!
    Ob es nur einen Gott gibt, wissen wir nicht.

  50. Frederic sagt:

    Olive 06:31
    Ihr Link zum Welt Artikel
    Das die (ich sage es jetzt mal despektierlich) Alten versuchen die politische und ökonomische Macht durch eine Hoheit über Religion und Moral zu erhalten ist nicht nur ein Phänomen der islamischen Gesellschaften.
    Dieser gesellschaftliche Mief gab es auch bei uns bis zum zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schock des zweiten Weltkrieges abgeklungen war, versuchten sie in der (sogenannten) westlichen Welt auch, die gesellschaftlichen Verhältnisse wie vor dem Krieg zu restaurieren. Die Jugend hat dagegen rebelliert durch die Hippie Bewegung, den Rocken-roll und die anti Vietnam (Krieg) Proteste. Diese Bewegungen waren teils heftig und teils gewaltig, ich erinnere an Woodstock, Jimmy Hendrix mit seiner Verspottung der amerikanischen Hymne (ein Sakrileg damals) den vielen Demos und auch an Malcolm X.
    Es gab den totalen Rückzug aus der staatlichen Gesellschaft durch Hippie Kommunen usw.
    Wer damals dem gesellschaftlichen Mief in den ländlichen Gebieten zu entfliehen suchte, der ist halt in die Stadt gezogen, auch eine Art Flucht die damals möglich war.
    Bleibt die Frage, ob der Protest gegen die Macht der Alten in den muslimischen Gesellschaften nicht möglich ist oder haben sie es einfach zu wenig konsequent versucht.
    Die Flucht Millionen junger Menschen nach Europa und damit die Bankrott- Erklärung dieses religiösen Gesellschaftsmodells ist schon heftig und wäre wohl ein Thema hier.
    Leider beissen sich die Redaktionen und Journalisten beim Thema M lieber die Zunge ab, als dass sie etwas sagen würden.